Was stört euch in puncto Anime/Manga?

  • Also wenn Frauen da sind, dann sind sie meistens nur in Supporting Rollen unterwegs, selten als aktive Partizipantinnen.

    Das stimmt total; ist mir auch insbesondere bei Haikyuu und Run With The Wind aufgefallen. Gerade bei Haikyuu sind die weiblichen Charaktere eigentlich nur dazu da, gut auszusehen und die männlichen Charaktere durch ihr cutes Aussehen dazu zu motivieren, noch stärker zu werden.



    kingfisher


    Ich mag auch selten Casts eines Geschlechts so wirklich.

    Ja, finde Serien die tatsächlich ausschließlich ein Geschlecht repräsentieren immer etwas... iffy? Hab selten welche gesehen die nicht irgendwie seltsam waren.



    Ich meine, ich verstehe den Einwand, aber ich will so oder so nicht, weder in der Story oder von Fans, hören wer der stärkste Charakter ever ist.

    Darum geht's mir halt ehrlich gesagt auch gar nicht. Es geht hier nicht um Geschichten wo die Fans diskutieren oder ausloten müssen, wer hier wann stärker ist; es gibt viele Geschichten die das einfach von sich aus komplett klarstellen und deutlich machen. "Here look this is the strongest one in the world" und dann ist es halt immer ein Mann. Darüber zu diskutieren wer stärker ist mag ich grundsätzlich auch nicht; entweder die Geschichte stellt es halt klar und dann weiß man es oder eben nicht.




    Azaril  niemand

    Frage mich etwas, warum man meinem Beitrag direkt mit Feindseligkeit begegnen muss; Das Topic heißt "Was euch in Anime stört", und ich habe halt meine Meinung aufgeschrieben, was mich stört. Anscheinend stört mich etwas, das euch persönlich betrifft oder verletzt. Ihr habt beide meinen Beitrag nicht richtig gelesen und interpretiert da Dinge hinein, die ich nicht gesagt habe (vermutlich, weil ihr von vornherein in einer defensiven Haltung wart). Ich werde mir jetzt auch nicht die Mühe machen, auf eure Beiträge inhaltlich einzugehen, denn wenn ihr schon meinen ersten nicht sorgfältig gelesen habt, dann wird das mit meinen folgenden wohl auch nicht anders sein.

  • Ihr habt beide meinen Beitrag nicht richtig gelesen und interpretiert da Dinge hinein, die ich nicht gesagt habe

    Und du tust gerade etwas anderes? Vielleicht kam es für dich nicht so rüber, dann tut es mir leid, aber ich habe in meinem Beitrag eigentlich keinerlei Feindseligkeit beabsichtigt. Das interpretierst du nur hinein.

    Mir ging es lediglich darum, klarzustellen, dass Muzan meines Erachtens keineswegs trans-coded ist, und dass es durchaus mehr Anime mit starken weiblichen Charakteren gibt, als du vielleicht denkst. Es wäre schön gewesen, wenn dich das zur Diskussion angeregt hätte, statt nur zu inhaltlosen Vorwürfen.

    107716-bd8fa1b4.pngIch kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.
    - Bilbo Beutlin -


    Meine Anime-Liste: MAL -Azaril-

  • [...]

    Vor allem, wenn es um einen uralten Dämon geht, dem solcherlei Dinge offensichtlich nicht gleichgültiger sein könnten?

    Ich meine, darum geht's? ^^' Ich denke mit trans-gecodet meint Alice nicht binär-gecodet.

    Coding beschreibt auch mehr ein Andeuten einer Sache. Also etwas, das im Subtext dargestellt ist.



    Und was die ganze Sache mit dem Mangel starker Frauen in Anime angeht, fallen mir allein in der aktuellen Season gleich mehrere Anime ein, die das Gegenteil beweisen. The Executioner and Her Way of Life, wo es einige starke Charakterinnen gibt, darunter die Hauptcharakterin Menou. Spy x Family, wo Yor in Sachen Stärke und Kompetenz ihrem Mann Loid in keinster Weise nachsteht. Und in Sachen Sport-Anime haben wir momentan Birdie Wings, welches sich um Frauen dreht, die extrem gut in ihrem Sport sind (auch wenn es nicht unbedingt der physisch anstrengendste Sport ist, Golf halt).

    Ist es also wirklich ein so großes Problem, wie du behauptest, wenn ich allein unter den wenigen Anime, die ich diese Season schaue, gleich mehrere finde, in denen Frauen gegenüber Männern als gleichwertig oder stärker dargestellt werden? Man kann die ganze Geschlechterdebatte halt auch übertreiben.

    Jein. Ich meine natürlich werden einen immer Anime mit guten weiblichen Charakteren einfallen, aber mir geht's da mehr um die Charakterisierung (weil wie gesagt Power Scaling ist an sich schon dumm ist) und da hat Anime insgesamt als Medium riesige Probleme.

    Okay, the Executioner and her Way of Life hat kämpfende, weibliche Charaktere, aber das Ganze kommt halt sehr als Yuri-Bait daher und so... ich hatte jedenfalls sehr bald das Interesse daran verloren.


    Anime hat als Medium riesige Probleme, weil viele weibliche Charaktere eine Vorlage für Body Pillows sind und in vielen Anime sind sie da, um dem generischen Hauptcharakter zu Füßen zu fallen.

    Sie sind in vielen Serien keine Personen, die um ihrer selbst Willen existieren.


    Es hatten ja auch so viele einen Crush auf das Mädel von My Dressup Darling gehabt und der Name ist natürlich Programm und sie ist das typische Manic Pixie Dream Girl.

    Das Cosplaythema war ja auch nicht für Leute da, die wirklich am Hobby interessiert sind (oder als ehrliches Interesse der Serie an dem Thema Cosplay), sondern für männliche Zuschauer, die sich eine "total verrückte und sexy Cosplayerfreundin" wünschen oä.


    Das für sich allein wäre ja whatever, aber es gibt halt viel zu viele weibliche Charaktere, die nur eine Fantasie bedienen und keine eigenständige Personen sind.

    Ohne dem männlichen Hauptcharakter und / oder Zuschauer, hätten die für sich alleine keine wirkliche Existenzberechtigung und Persönlichkeit, die außerhalb dieser Fantasie existieren könnten, und darum geht's eben.


    Also ja, recht viele Anime haben furchtbare weibliche Charaktere, finde ich.

    Man merkt eben vor allem an der gesamten visuellen Darstellung schon wie viel so einige Anime von ihren Mädchen und Frauen halten. Nun muss sich natürlich nicht jede von oben bis unten ganz keusch zuknöpfen oder weite Schlabberkleidung tragen, aber viele Anime genießen das ihren Körper mal abzufahren oder das Bild ganz nah aufn Arsch zu halten etc. und schrecken selbst dann nicht zurück, wenn sie erst ~ 13-15 sein sollen.


    Wird halt dann noch schlimmer, wenn sich Mädels in jeder Fanservice-Szene schämen, weil Japan seinen Purity-Fetisch liebt.

    Wenn erwachsene Frauen wie Faye, Bishamon oder Holo nackt zu sehen sind oder freizügig gekleidet, ist das was ganz anderes, weil die sich nicht beschämt geben.


    Und halt auch an der gesamten Art wie manche Szenen dargestellt sind und wie die Persönlichkeiten der Charaktere geframed werden, bekommt man mitgeteilt, dass man gerade eine Erfüllung einer Fantasie ansieht und keinen Charakter, der eine Person darstellen soll.

    Bei Anime beginnt das ja auch oft schon, wenn weibliche Charaktere, die am Papier 16, 17 theoretisch sein sollen, sich viel zu naiv und kindisch oder weinerlich für ihr Alter verhalten (das aber nicht so geframed wird und sie sich nicht weiterentwickeln müssen), sie wie eine Quietschente klingen und dauernd "Kawaii-Geräusche" bei allem machen, wenn sie sich freuen etc.

  • Frage mich etwas, warum man meinem Beitrag direkt mit Feindseligkeit begegnen muss

    Ich sehe in meinem Beitrag 0 Feindseligkeit, sondern eher ein Instrument Namens Sarkasmus. Man sollte sich nämlich einer Sache bewusst sein, Verallgemeinerung bringen einen so gar nicht weiter. Und zB der von mir zitierte Satz, es ist nur einer von vielen die du geschrieben hast, ist eine Verallgemeinerung höchsten Grades. Implementiert durch die Verwendung immer. Mit sowas sollte man vorsichtig sein, wenn man nur einen Bruchteil aller Animes kennst. Vielleicht sollte es doch zB mehr aufregen welche Animes du dir aussuchste, wenn die doch immer so schlecht sind :D


    Anscheinend stört mich etwas, das euch persönlich betrifft oder verletzt

    Mich persönlich betreffen kann aus einer fiktiven Welt nichts, und verletzen kann mich jmd den ich nicht einmal kenne gar nicht . Von den Personen die hier in diesem Threads schreiben könnte mich wahrscheinlich nur Azaril oder Bastet verletzen da diese mich am besten kennen. Aber selbst da mag ich zu bezweifeln dass diese dies mit etwas fiktiven schaffen. Dazu habe ich selber zu viele Anime gesehen um mich von etwas schocken zu lassen.

  • Coding beschreibt auch mehr ein Andeuten einer Sache. Also etwas, das im Subtext dargestellt ist.

    Ich sehe es halt aber auch nicht im Subtext. Muzan wirkt auf mich in keinster Weise transsexuell, eher im Gegenteil, weil er sich ja als perfekt betrachtet. Transgender fühlen sich so weit ich weiß, und korrigiert mich bitte, falls ich mich da täusche oder falsch informiert bin, in ihrem Körper nicht wohl, weil sie sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren. Muzan hingegen scheint eine völlige Gleichgültigkeit gegenüber seinem eigenen Geschlecht zu eigen zu sein, weil er sich eben in jedweder Gestalt als perfekt betrachtet.


    Aber letzten Endes ist seine Sexualität ja eigentlich auch völlig irrelevant und spielt für die Geschichte nicht die geringste Rolle. Deshalb irritiert es mich bei sowas dann halt, wenn da versucht wird, etwas hineinzuinterpretieren oder bestimmte Begriffe anzuwenden, von denen wir gar nicht wissen können, ob bzw wie sehr sie auf so ein unsterbliches Wesen passen, das so ganz andere Wertvorstellungen als wir Normalsterblichen hat.


    mir geht's da mehr um die Charakterisierung

    Gut, darum wird es aber vielen gehen. Die Sache ist halt die, dass jeder andere Vorstellungen einer guten Charakterisierung hat, und dieses große Problem, von dem manche hier sprechen, für andere wiederum gar nicht existiert. Was nicht heißt, dass es keinen Verbesserungsbedarf gibt, zumal mich auch manchmal der Überfluss an immer gleichen männlichen Charakteren aufregt. Aber ich bekomme bei diesen Diskussionen manchmal den Eindruck, dass das Niveau für weibliche Charaktere dann so hoch gesetzt wird, dass es kaum noch zu erreichen ist und dann halt irgendwie fast jede Anime-Frau in ihrer Darstellung auf irgendeine Weise als "problematisch" bezeichnet werden kann. ^^'


    aber das Ganze kommt halt sehr als Yuri-Bait daher

    Bait ist halt auch irgendwie so ein überbenutzter Begriff, der heutzutage gefühlt überall durch die Gegend geworfen wird. Versteh mich nicht falsch, ich kann schon irgendwie nachvollziehen, warum jemand Executioner als Yuri Bait sehen würde, aber wenn halt gefühlt jeder zweite Anime und jede zweite weibliche Charakterin als irgendeine Art von Bait bezeichnet wird (nicht zwingend von dir, aber ja, gibt halt viele Leute, die den Begriff sehr gerne verwenden), dann denke ich mir auch irgendwann nur noch "ja, was soll's, dann lasse ich mich halt baiten". Die Alternative wäre nämlich quasi, gar keine Anime mehr zu schauen.

    107716-bd8fa1b4.pngIch kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.
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  • Nja, bezüglich Darstellung weiblicher Charaktere stimme ich zu, dass viele weibliche Charaktere einfach nur unnötig und Wish-Fullfillment sind. Es gibt Animes, die in Sexistischer Darstellung schon sehr übetreiben und ich bin nicht prüde, aber diese grotesk-enormen Darstellungen von Brüsten und dieser Fokus darauf nervt auch total. Weibliche Brüste sind nicht das achte Weltwunder. Und mich nervt es auch, wenn dann ein Charakter im Anime dann die Brüste begrabschen muss, weil die ja so weich sind und so wackeln. Das macht einfach kein normaler Mensch auf diesem Planeten. XD Ehrlich, ich würde mir mal wünschen, dass dann mal ein weibl. Charaktere den Kerlen an den Sack geht und dann auch mal "so weich" schnauft. Ist für mich nämlich genau dasselbe.

    Ohje, habe gerade Darstellungen von abnorm großen Hoden im Kopf.


    Und man kann sich darüber streiten ob die Darstellung von sehr muskulösen Körpern nicht auch etwas sexistisch ist. I mean, bei manchen sind die schon extrem buff, aber naja im Prinzip kann man bei männlein und weiblein eine große Liste machen, was nun schlechte Darstellungen sein könnten. Wie gesagt Sexistische Darstellungen sind bis zu einem gewissen Grad total ok für mich, aber irgendwo sollte auch ne Grenze sein und nach dem tausendsten Mal Brust begrabschen reicht es halt auch. XD Und mich stört es vor allem bei offensichtlich minderjährigen Charakteren. ôo

  • muss man deswegen gleich Homosexualität, Transsexualität und ähnliches in jedes noch so kleine eigentlich völlig anders gemeinte Detail hineininterpretieren? Vor allem, wenn es um einen uralten Dämon geht, dem solcherlei Dinge offensichtlich nicht gleichgültiger sein könnten?

    Ist dann auch dem Mangaka gegenüber recht unfair, wenn Muzan dann als schlechte Repräsentation transgeschlechtlicher Charaktere gilt, obwohl es vermutlich nicht die Intention des Mangakas gewesen ist, Muzan als transgeschlechtlichen Charakter einzuführen.

    Und was die ganze Sache mit dem Mangel starker Frauen in Anime angeht, fallen mir allein in der aktuellen Season gleich mehrere Anime ein, die das Gegenteil beweisen.

    Ich meine die Anime kommen eh nicht an die großen Shounen-Anime ran, die genannt worden sind und ich kann da den Frust völlig verstehen, wenn in den größeren Anime so viele weibliche Charaktere einfach nur verschwendetes Potenzial sind (siehe Nami und Robin), aber die Anime richten sich auch eben an ein junges, männliches Publikum, weil sonst würden die auch nicht Shounen-Anime heißen. Ist dann auch dem Genre geschuldet, dass da ein ziemlich großer Anteil der Protas, oder der stärkeren Figuren, männlich ist.

    Aber für jeden Anime mit halbwegs gut geschriebenen weiblichen Charakteren hast du 100 bis 1000 Anime, die eben keine enthalten.


    Warum ausgerechnet Deku?

    Weil er so weinerlich ist, dass ich es nicht mehr ertragen konnte und wegen ihn hasse ich diese typischen Shounen-Prota-Monologe, die man so oft hat, wie auch in Demon Slayer. Sonst fällt mir zu ihn nicht wirklich was ein, was ihn irgendwie speziell macht.



    Vielleicht sollte man auch einfach was Anderes außer Anime gucken, wenn man mit einem großen Teil der Tropes und Charaktere ein Problem hat. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Irgendwann hatte ich halt einfach keine Lust mehr auf diese ganzen Sachen und ich glaube jetzt nicht, dass sich da bald was ändern wird und es wird wohl genügend andere Medien geben, die den eigenen Wünschen entsprechen (Ich empfehle zum Beispiel K-Dramas - All Of Us Are Dead z.B. ist quasi Highschool of The Dead ohne den ganzen Ecchi-Mist und die weiblichen Figuren sind da auch nicht schlecht, da viele K-Dramas sich mehr und mehr an das westliche Publikum anpassen).

  • Ist dann auch dem Mangaka gegenüber recht unfair, wenn Muzan dann als schlechte Repräsentation transgeschlechtlicher Charaktere gilt, obwohl es vermutlich nicht die Intention des Mangakas gewesen ist, Muzan als transgeschlechtlichen Charakter einzuführen.

    Die Intention ist hier halt wirklich egal. Ja, kann sein, dass die Autorin das Trans Coding versehentlich eingebaut hat; aber nur weil ein harmful Stereotype oder harmful Representation versehentlich eingesetzt wurden, macht es sie nicht weniger harmful.

  • Ist dann auch dem Mangaka gegenüber recht unfair, wenn Muzan dann als schlechte Repräsentation transgeschlechtlicher Charaktere gilt, obwohl es vermutlich nicht die Intention des Mangakas gewesen ist, Muzan als transgeschlechtlichen Charakter einzuführen.

    Die Intention ist hier halt wirklich egal. Ja, kann sein, dass die Autorin das Trans Coding versehentlich eingebaut hat; aber nur weil ein harmful Stereotype oder harmful Representation versehentlich eingesetzt wurden, macht es sie nicht weniger harmful.

    Ab wann ist es denn harmful representation? Um eine solche zu sein, müsste doch erst einmal etabliert sein, dass die - in dem Fall, von mir aus, unbewusst - gewählten Codes mit der zu schädigenden Zielgruppe assoziiert werden? Shapeshifting per se ist oft negativ und hinterhältig codiert, ja, wobei es mir bei kaum einer Trope so leicht fällt, das Shapeshifting vom dargestellten unguten Verhalten zu trennen. Imo wird der Schluss, dass trans Personen ebenfalls arglistige Gestaltwandler darstellen, nicht wirklich nahegelegt - wenn man nicht generell schon hellhörig (oder voreingenommen) ist.


    Das macht einfach kein normaler Mensch auf diesem Planeten. XD

    Schuldig im Sinne der Anklage.

  • Coding beschreibt auch mehr ein Andeuten einer Sache. Also etwas, das im Subtext dargestellt ist.

    Ich sehe es halt aber auch nicht im Subtext. Muzan wirkt auf mich in keinster Weise transsexuell, eher im Gegenteil, weil er sich ja als perfekt betrachtet. Transgender fühlen sich so weit ich weiß, und korrigiert mich bitte, falls ich mich da täusche oder falsch informiert bin, in ihrem Körper nicht wohl, weil sie sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren. Muzan hingegen scheint eine völlige Gleichgültigkeit gegenüber seinem eigenen Geschlecht zu eigen zu sein, weil er sich eben in jedweder Gestalt als perfekt betrachtet.


    Aber letzten Endes ist seine Sexualität ja eigentlich auch völlig irrelevant und spielt für die Geschichte nicht die geringste Rolle. Deshalb irritiert es mich bei sowas dann halt, wenn da versucht wird, etwas hineinzuinterpretieren oder bestimmte Begriffe anzuwenden, von denen wir gar nicht wissen können, ob bzw wie sehr sie auf so ein unsterbliches Wesen passen, das so ganz andere Wertvorstellungen als wir Normalsterblichen hat.

    Ich glaube anhand von deinem Text hier, dass du nicht besonders mit Queercoding vertraut bist und wie das zu lesen ist. ^^'


    Also um das kurz mal aufzuräumen: nicht unbedingt, viele Leute fühlen einfach, dass ein bestimmtes Geschlecht für sie richtiger ist und müssen ihren Körper nicht hassen, auch wenn das ein sehr weit verbreiteter Mythos ist


    Ansonsten... für dich ist das vielleicht nicht wichtig und okay, muss es auch nicht, aber für queere Menschen ist es oft sehr wichtig diverse, queere Charaktere zu sehen. Speziell wenn es Charaktere betrifft, die man ohnehin bereits sehr gerne mag.


    An sich gäbe es da auch kein Problem, aber wenn der einzige Charakter in der Serie, bei dem man Queercoding findet, "irredeemable evil" ist, hinterlässt das halt doch einen etwas bitteren Nachgeschmack.



    mir geht's da mehr um die Charakterisierung

    Gut, darum wird es aber vielen gehen. Die Sache ist halt die, dass jeder andere Vorstellungen einer guten Charakterisierung hat, und dieses große Problem, von dem manche hier sprechen, für andere wiederum gar nicht existiert. Was nicht heißt, dass es keinen Verbesserungsbedarf gibt, zumal mich auch manchmal der Überfluss an immer gleichen männlichen Charakteren aufregt. Aber ich bekomme bei diesen Diskussionen manchmal den Eindruck, dass das Niveau für weibliche Charaktere dann so hoch gesetzt wird, dass es kaum noch zu erreichen ist und dann halt irgendwie fast jede Anime-Frau in ihrer Darstellung auf irgendeine Weise als "problematisch" bezeichnet werden kann. ^^'

    Natürlich haben Menschen auch unterschiedliche Präferenzen, aber darauf kann man nicht alles abschieben. Es gibt so einige sexistische Stereotypen, die sich immer wiederholen, weil sie unserer und der japanischen Gesellschaft festgefahren sind und demnach wiedergegeben werden und es gibt sehr viel Feminist und Queer Studies darum in Medienwissenschaften, die halt tatsächlich auch ein akademischer Fachbereich sind.


    Mit "ist eben Geschmack" ist es sehr selten getan. Es sei denn du erklärst mir, weshalb du brünette über rote Haare bevorzugst oder sowas.

    Medien geben immer wieder wie wir andere sehen und welches Weltbild wir haben und gerade bei Anime, das zu großen Teilen auch jüngere Konsument*innen hat, ist es sehr wichtig Mädchen und Frauen als Menschen darzustellen.


    Deinen Eindruck kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Oder nur teilweise. Ich meine, manche Personen wollen dann durchaus nur Mary Sues haben, aber ich denke niemand der hier Anwesenden denkt so.

    Es gibt schon viele weibliche Charaktere in Anime, die ich sehr gerne mag, weil sie eben menschlich und oft sympathisch sind (dennoch ist es so, dass ich oft so 80-90 % der Anime, die ich sehe gerade deswegen nicht abkann, weil sie keine guten weiblichen Charaktere haben).


    Und auch von manchen männlichen Autoren, weil die sich einfach hingesetzt haben und ihre weiblichen und queeren Charaktere wie Menschen mit einer eigenen Gefühls- und Gedankenwelt und Motivation behandelt haben.

    Ich glaube als menschliches Wesen dargestellt werden zu wollen, anstatt zur Fleischbeschau hingestellt zu werden, oder als irgendeine Fantasie eines Mannes dargestellt zu werden, ist nun wirklich nicht zu viel verlangt. ^^'


    Die andere Seite der Medaille ist auch, dass Serien mit schlecht geschriebenen weiblichen Charakteren auch oft männliche Charaktere haben, die mehr dazu da sind eine bestimmte Fantasie zu bedienen, und nicht darauf ausgelegt sind eine gute Geschichte zu erzählen.



    Warum ausgerechnet Deku?

    Weil er so weinerlich ist, dass ich es nicht mehr ertragen konnte und wegen ihn hasse ich diese typischen Shounen-Prota-Monologe, die man so oft hat, wie auch in Demon Slayer. Sonst fällt mir zu ihn nicht wirklich was ein, was ihn irgendwie speziell macht.

    Ich meine, ich würde auch heulen, wenn ich mir dauernd alle Knochen brechen würde. Aber man muss sagen... er wollte das selbst UNBEDINGT so und auf diese Schule gehen. xD

    Ich sehe aber was du meinst.


    Vielleicht sollte man auch einfach was Anderes außer Anime gucken, wenn man mit einem großen Teil der Tropes und Charaktere ein Problem hat. Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Irgendwann hatte ich halt einfach keine Lust mehr auf diese ganzen Sachen und ich glaube jetzt nicht, dass sich da bald was ändern wird und es wird wohl genügend andere Medien geben, die den eigenen Wünschen entsprechen (Ich empfehle zum Beispiel K-Dramas - All Of Us Are Dead z.B. ist quasi Highschool of The Dead ohne den ganzen Ecchi-Mist und die weiblichen Figuren sind da auch nicht schlecht, da viele K-Dramas sich mehr und mehr an das westliche Publikum anpassen).

    Nun kann man nicht sagen "schau eben was anderes, wenn dich der Sexismus stört."

    Weil erstens... ich liebe halt oft verschiedene Manga-Artworks und auch Animationsserien allgemein und dann lässt es den Sexismus und alles natürlich nicht verschwinden, wenn er ignoriert wird.


    Ich meine, das treibt einfach nur viele Frauen, Queers und auch heterosexuelle (cis) Männer, die diese Tropes nicht ertragen, davon und am Ende bestimmen nur die typisch männlichen Weebs was gekauft und geschaut und gelesen wird. Und demnach was produziert wird.


    Und entgegen der weit verbreiteten Meinung, interessiert es Studios in Japan sehrwohl, was man sowohl in Japan wie auch im Rest der Welt über Manga und Anime denkt.


    Außerdem gibt es halt so einige Anime, die mal mehr wagen und besser in ihrer Frauendarstellung sind, von denen aber viele recht unbekannt sind.




    EDIT:


    Ich meine die Anime kommen eh nicht an die großen Shounen-Anime ran, die genannt worden sind und ich kann da den Frust völlig verstehen, wenn in den größeren Anime so viele weibliche Charaktere einfach nur verschwendetes Potenzial sind (siehe Nami und Robin), aber die Anime richten sich auch eben an ein junges, männliches Publikum, weil sonst würden die auch nicht Shounen-Anime heißen. Ist dann auch dem Genre geschuldet, dass da ein ziemlich großer Anteil der Protas, oder der stärkeren Figuren, männlich ist.

    Aber für jeden Anime mit halbwegs gut geschriebenen weiblichen Charakteren hast du 100 bis 1000 Anime, die eben keine enthalten.

    Shounen bedeutet nur, dass der Manga zuerst in bestimmten, japanischen Magazinen erschienen ist und diese lesen mittlerweile auch viele andere Leute außer Jungs und Männer und allgemein auch aller Altersgruppen.


    Heutige Shounen sind zum Glück hier und da dann doch besser geschrieben, als noch zu Dragonball-oder Fist of North Star und co-Zeiten und deshalb haben diese Magazine eine sehr breite Leserschaft gewonnen.

    Bei Dragonball und ähnlichen Shounen werden noch sehr wenige Mädchen, Frauen und nicht-binäre Menschen mitgelesen haben, wenn man das vor allem heute mit Manga wie Jujutsu Kaisen, Attack on Titan, Demon Slayer oä. vergleicht.


    Dann gibt's ein paar Shounen, die zumindest wenn man sich online umsieht, gefühlt eine größere weibliche und queere Leserschaft haben als eine Männliche lol.

    Ich hatte auch Inuyasha zb sehr lange für einen Shoujo gehalten, bis ich nachgesehen habe. Aber der Manga dazu ist zuerst in einem Shounen-Magazin erschienen, bevor es die einzelnen Volumes zu kaufen gab und ein Anime erschien... und das ist schon alles.


    Inuyasha ist auch bis dato auch von den vielen Shounen-Protagonisten, die mir untergekommen sind btw, immer noch einer meiner Favoriten. Am Papier alleine unterscheidet er sich eher wenig von anderen, typischen Protagonisten (also va was Stubbornness und so betrifft), aber wie er am Ende geschrieben ist, unterscheidet sich dann doch recht stark von anderen.

    Schon alleine deshalb, weil eine (oder eher zwei) Romanze(n) im Zentrum seiner Charakterentwicklung stehen und die meisten der Menschen, die ihn stark (meist zum Positiven) beeinflusst haben, Frauen sind.

    Und normalerweise funktionieren die typischeren Shounen so, dass sich der Hauptcharakter etwas wünscht, daran arbeitet und Power Ups bekommt und der Prota meist wirklich glücklich darüber ist ... aber während der Story erkennt er, dass er doch kein vollwertiger Dämon werden will, weil er jedes Mal seine Menschlichkeit verliert und er will seine "Power Ups" nicht, weil er währenddessen Menschen ermordet.

    Und er gibt diesen Wunsch am Ende einfach auf, um mit Kagome ein Leben haben zu können. Hätten viele Shounen so wahrscheinlich nicht gemacht.



    So ja... es sagt nicht so viel über die Story an sich aus, dass ein Manga in einem Shounen-Magazin veröffentlicht wird.

    Und gerade auch, wenn man weiß, dass eine Story viele eher jüngere, männliche Leser ansprechen wird, dann hat man die Aufgabe etwas mehr darauf zu achten, was man schreibt und man verschiedene Gruppen und Menschen darstellt.

  • Dazu wollte ich noch sagen:



    Zitat von Azaril

    Gut, darum wird es aber vielen gehen. Die Sache ist halt die, dass jeder andere Vorstellungen einer guten Charakterisierung hat, und dieses große Problem, von dem manche hier sprechen, für andere wiederum gar nicht existiert. Was nicht heißt, dass es keinen Verbesserungsbedarf gibt, zumal mich auch manchmal der Überfluss an immer gleichen männlichen Charakteren aufregt. Aber ich bekomme bei diesen Diskussionen manchmal den Eindruck, dass das Niveau für weibliche Charaktere dann so hoch gesetzt wird, dass es kaum noch zu erreichen ist und dann halt irgendwie fast jede Anime-Frau in ihrer Darstellung auf irgendeine Weise als "problematisch" bezeichnet werden kann. ^^

    Also dazu... ich meine, wenn jemand nur ein Teenie-Pin Up-Girl sehen will, klar existieren diese Probleme dann für diese Person nicht. ^^"


    Ich weiß nicht, wie ich das allgemein erklären soll ... wenn man sich eine Genderbender-Version eines weiblichen Charakters hineindenkt, sollte der Charakter im Kern immer noch derselbe sein und für die Story funktionieren.

    Klar kann es sein, dass der Charakter als Mädchen ein bisschen anders sozialisiert worden ist, und gerade in sehr sexistischen Gesellschaften geht die Methode nicht, aber in Anime, die Gesellschaften spielen, die nicht gerade eine Dystopie für Frauen sind, sollte der Charakter als Junge oder Mann oder nicht-binärer Charakter noch genauso menschlich wirken und funktionieren können... und man sollte eigentlich im besten Fall nicht erkennen, welches Geschlecht die*r Autor*in dahinter hatte.


    In den meisten Fällen kann ich mir das aber nicht vorstellen, dass der Charakter noch derselbe wäre oder überhaupt entstanden wäre. Die meisten gibt es nur, WEIL sie süße Mädchen mit Quietschestimme sind und die Persönlichkeitszüge sind nur für den Flavor da.


    Und naja so einige Shoujos sind da leider nicht besser. Charaktere wie Tohru von Fruits Basket wären in Ordnung, wenn sie Charakterentwicklung hätten und einerseits wird sie als People Pleaser dargestellt, aber am Ende ist sie immer noch ein People Pleaser und quasi nur ein Gefäß, das andere mit ihrem Emotional Garbage füllen können und für die Charakterentwicklung der Jungs, vor allem ihres Love Interests, da ist. ^^"


    Bei anderen wie Mikasa versteh ich's auch noch, wenn sie so sehr von ihrem Love Interest obsessed ist, weil es eben so dargestellt ist, dass sie traumabedingt ein sehr gestörtes Bindungsverhalten hat, nicht als "guck, die perfekte Waifu!" ... und sie macht sich halt trotzdem noch um andere Gedanken, aber trotzdem... und die anderen weiblichen Charaktere sind halt auch sehr anders.


    Andere wie Lena sind halt auch cute und man merkt, dass ihre Beziehung zu Shin noch eine große Rolle spielen wird (und bereits ist), was überhaupt kein Problem und toll ist, aber sie ist ein Mensch für sich, realistisch für ihr Alter... und outcalled das ganze Militär / ihre Vorgesetzten und verstößt anscheinend gegen jede existierende Regel, weil sie das Richtige tun will. Die wirkt auf den ersten Blick süß und ist in Wahrheit ein Girlboss lol

    Da merkt man einfach, dass der Autor (ich glaube, er ist männlich?) sie zwar süß machen wollte, aber das ist nur ein Nebensatz und er hat sich in erster Linie darauf konzentriert eine glaubwürdigere, junge Frau zu schreiben und anfangs war sie schon etwas naiv, aber auf eine realistischere Weise.



    Und weil ich es mag Collagen und Mosaics und sowas zu erstellen, ist hier ein kleiner Beweis, dass es sehrwohl weibliche Charaktere gibt, die ich sehr gerne mag und die nicht "perfekt" sein müssen.

    Es sind auch ziemlich verschiedene Charaktertypen, aber ich mag sie alle aus unterschiedlichen Gründen und finde sie einfach viel menschlicher und glaubwürdiger als viele andere, weiblichen Animecharaktere.


    Manche sind von männlichen Autoren geschrieben, denen wohl mal der Geistesblitz kam, dass Mädchen und Frauen, und queere Leute wessen Geschlechts auch immer, auch Menschen sind und man sie auf dieselbe Weise schreiben kann wie männliche Charaktere. xD


    Ds Problem ist nicht, dass man nie "zufriedenzustellen" ist oder dass es gar keine Anime mit guten, weiblichen Charaktere gäbe, das Problem ist die Masse an Anime, bei denen man am liebsten den Kopf gegen den Tisch schlagen will, wie die Protagonistin / Love Interest des Charakters geframed wird oder wenn sie den Mund aufmacht und maah...



    Naja, halbwegs sortiert, oder nicht... jedenfalls sind die Liebe. :heart:





    Zitat von Azaril

    Bait ist halt auch irgendwie so ein überbenutzter Begriff, der heutzutage gefühlt überall durch die Gegend geworfen wird. Versteh mich nicht falsch, ich kann schon irgendwie nachvollziehen, warum jemand Executioner als Yuri Bait sehen würde, aber wenn halt gefühlt jeder zweite Anime und jede zweite weibliche Charakterin als irgendeine Art von Bait bezeichnet wird (nicht zwingend von dir, aber ja, gibt halt viele Leute, die den Begriff sehr gerne verwenden), dann denke ich mir auch irgendwann nur noch "ja, was soll's, dann lasse ich mich halt baiten". Die Alternative wäre nämlich quasi, gar keine Anime mehr zu schauen.

    Man bekommt halt sehr schnell einen sechsten Sinn dafür, ob zwei weibliche Charaktere halt im Subtext als lesbisches Paar dargestellt werden sollen, oder ob es einfach Yuri-Bait für die Fantasie von männlichen Zuschauer ist? ^^" Das Wenigste an Yuri ist leider für queere Frauen / Leute geschrieben, oder für eine generelle Audience.


    Ist leider mit Yaoi nicht anders. Vieles ist nicht als "der Charakter / das Paar ist zufällig schwul / queer" geschrieben, sondern als Fantasie für vorrangig heterosexuelle Mädchen und Frauen.

    Wenn das nur ab und zu vorkommt ist das vielleicht harmlos, aber Medien bestimmen unter anderem mit wie man andere Menschen sieht und wenn man nichts anderes sieht, gibt es viele naive Mädels und Frauen, die Schwule ganz, ganz süß finden und vielleicht auch Rape okay finden, weil va ältere Yaois sehr rapey waren und heute teilweise immer noch sind.


    Das führt dazu, dass sich viele unter einem lesbischen oder schwulen Paar nur Cuties vorstellen, die aber wenig eigene Agenda haben und so. Außerdem sind die alle im Teeniealter oder höchstens in Yuri und Yaoi rund 18-24 und natürlich auch für dieses Alter viel zu zuckrig. Viele Yaoi/Yuri-Fangirls/boy sind dann dementsprechend auch sofort "NAAH, was ist das!!?", wenn sie realistische Darstellungen, und vielleicht sogar Ältere, sehen. xD


    Und naja, ich meine JA, ist doch auch so? Ich würde schon sagen, dass mindestens jeder zweite, vor allem weibliche Charakter, absolut ein Bait ist und nichts anderes als ein sprechendes und animiertes Pin Up-Girl. xD

    Allgemein denke ich, dass diese Erfüllung von persönlichen Fantasien nicht ideal, wenn das immer und immer wieder geschieht, nicht nur in dem Sinne nicht ideal, dass sowas zu ziemlich icky Darstellungen führen kann, sondern auch aus erzählerischer Sicht.

  • Also ja man könnte schon sagen, bei der Frage des Threads, anime2you ist störend, bzw. genauer, ein Teil der Leute die dort was schreiben.

    Du hast dort teilweise Elitisten, Notgeile und Leute, die generell gerne nur Stress machen wollen, der Beitrag muss nur genug Stoff bieten um in verbalen Auseinandersetzungen zu enden.^^"

    100%!
    Anime2You ist, gerade in den letzten Monaten, gefühlt der Abgrund der deutschsprachigen Anime-Community geworden ist.
    Sowohl was die Artikelschreiber angeht, vor allem aber die Kommentare unter diesen Beiträgen.


    Angefangen ja damit, dass sie (wie du bereits gesagt hast) absolut unnötige Newsartikel darüber, dass dieser und jene weibliche Charakter ein neues Dakimakura erhalten hat.

    Dann die Newsartikel darüber, dass dieser und jene weibliche Charakter eine neue, freizügige Figur erhalten wird.

    Doch am unnötigsten sind wohl die Newsartikel darüber, dass dieser und jene weibliche Charakter ein neues Artwork erhalten hat. Natürlich nur dann, wenn diese Artworks einen weiblichen Charakter im Maid-Outfit, Bunnydress oder im Bikini zeigen...


    Den absoluten Abschuss hat sich die Seite (und die Leute, die so darauf schreiben) meiner Meinung nach mit ihrem Artikel zu dem Zehn unverkennbare Vorteile einer Anime-Waifu (was ein Titel). Zunächst einmal hat mir dieser Artikel die Augen geöffnet und mir nicht nur gezeigt, dass das, was ich über das "Waifu-Game" zu wissen glaubte, extrem naiv, oberflächlich und "harmlos" war, sondern auch, wie krank, abartig und mMn auch gefährlich das "Waifu-Game" ist.

    Vor allem die Kommentare. Da gabs bspw einen Dude, der geschrieben hat, dass er beim Punkt "Treue" voll zustimmt, denn seine Frau habe ihn verlassen, nachdem er in den Knast kam, während seine Waifu ihm "treu blieb" (der Kommentar ist leider nicht mehr da)

    Wobei ich mir auch nur dachte: Dude, deine Frau hat dich vielleicht nicht nur deswegen verlassen, weil du ins Gefängnis kamst, sondern vielleicht auch wegen dem, was du getan hast und wie du damit umgegangen bist...



    Das schlimmste ist mMn aber alles, was auf Anime2You mit Redo of Healer zu tun hat.

    Der Anime selbst ist mMn mit das sexistischte, Frauenverachtenste Werk, was im Bereich Anime und Unterhaltungsmedien generell herausgekommen ist und somit für mich an sich extrem problematisch.

    Und dabei ist das Problem jetzt mit Anime2You nicht einmal die extrem ekligen Kommentare der ganzen Möchtegern-Edgelords und den Incels, die das unironisch gut finden...

    Nein, es ist der Umgang von Anime2You an sich.

    Simples Beispiel: Vor einer Weile kam ein Artikel von A2Y heraus, wo sie über die Terminverschiebungen beim Publisher Animoon berichtet haben.

    Welches Bild packen sie an die Spitze des Artikels und wird somit auch bei der Artikelvorschau angezeigt?
    Richtig, ein Bild aus Redo of Healer.

    Mit dieser Taktik setzen sie darauf, dass viele Leute auf diesen Artikel klicken und anschließend in den Kommentaren diskutieren. Denn durch die ganzen Edgelords bekommen sie einerseits von ihnen Kommentare, die den Anime abfeiern und dann möglicherweise auch Kommentare der Leute, die den Anime kritisieren und von den Edgelords attackiert werden.


    Und last but not least die Zusammenarbeit von Animoon und Anime2You.

    Für eine sehr lange Zeit war auf der Hauptseite von Anime2You eine nicht von Addblockern geblockte Werbeanzeige für Redo of Healer (ähnlich wie aktuell zu Belle). Damit aber nicht genug, du hast auf den Volumes von Redo of Healer (die ich in meinem örtlichen Manga-Store gesehen habe) einen "Empfohlen von Anime2You"-Sticker

    (und durch solche Aktionen, aber auch durch die Lizenzierung von Redo of Healer allgemein, fällt es mir sehr schwer, Animoon einschränkungslos als guten Publisher zu bezeichnen. Ja, sie haben gute Anime wie Toradora oder Oregairu lizenziert und auf Disc rausgebracht, aber eben auch Redo of Healer [extrem problematisch] und bewerben den tlws auch extrem...)


    Das traurige ist leider, dass es zu Anime2You kaum noch Alternativen gibt.

    Ja, es gibt NinotakuTV, aber das Newsformat erscheint nur einmal in der Woche (falls überhaupt) und der Versuch von Nino, eine eigene Newsplattform zu haben (ähnlich zu Anime2You) ist krachend gescheitert.

    Klar, die Möglichkeit besteht, bei den Publishern selbst sich die Informationen einzuholen, aber bei vielen wüsste ich jetzt nicht, wo ich das könnte, und selbst dann muss ich eben x-verschiedene Seiten abklappern und/oder Newsletter abonnieren.

    (dazu kommen eben Adaptionsnews sowie Anime/Manga-News aus Japan, wo ich jetzt auch nicht wüsste, woher ich die beziehen sollte)






    Neulich hab ich den Trailer zu Bubble gesehen und habe festgestellt, dass da wieder diese Cute-Anime-Mädchen-taucht-aus-dem-Nichts-Schiene gefahren wird und mich nervt das in letzter Zeit ^^"

    Erstmal danke, dass du in deiner ursprünglichen Fassung des Beitrages keinen Spoiler verwendet hast und mir so das Ende von Bubble verraten hast :3

    (kappa....)


    Aber gut, jetzt will ich mal ernsthaft auf den Beitrag eingehen.

    Und ja, ich sags vorweg: Ich bin bei dem Thema sehr voreingenommen, gerade bei I want to eat your Pancreas (und nein, es tut mir nicht Leid, denn der Manga hat mir sprichwörtlich einen neuen Lebenssinn gegeben)


    Zunächst muss ich fragen: Was meinst du mit "Cute-Anime-Mädchen-taucht-aus-dem-Nichts-Schiene"?

    Wenn wir hier jetzt von den ganzen Harem-Anime reden würden, wo sich eine Vielzahl von Frauen in einen uninteressanten männlichen Charakter verlieben und sich an ihn heranschmeißen, würde ich es ja verstehen, denn davon gibt es viel zu viele.

    Aber das "Muster", von dem du da jetzt sprichst, kam bisher wie oft vor? Dreimal? (Shigatsu wa Kimi no Uso: Sekunden in Moll, I want to eat your Pancreas, Bubble) Und das in einem Zeitraum von über 7 Jahren? Ich versteh da jetzt nicht ganz, wie da von einer "Schiene" (nach dem Motto "das wird viel zu overused") gesprochen werden kann.


    Ansonsten, jetzt mehr im Bezug auf I want to eat your Pancreas:

    Zunächst finde ich, dass Sakura sich nicht grundlos mit Hariku anfreunden will. Er hat ihr Krankheitstagebuch gefunden und gelesen und Sakura wollte sicherstellen, dass er ihr Geheimnis niemanden weiter erzählt. Dabei hat sie dann festgestellt, dass sie mit ihm gemeinsam ihre Liste an Dingen abarbeiten kann, die sie noch tun will, da sie für einige dieser Dinge eine zweite Person braucht, sie jedoch bspw ihre beste Freundin nicht einweihen will.
    Außerdem finde ich nicht, dass Sakura als naiv naiv dargestellt wird. Im Gegenteil, aufgrund ihrer Lage verhält sie sich alles andere als naiv, sondern eben sehr erwachsen.
    Das einzige, was Sakura wirklich ist, ist extrovertiert und ein trotz ihrer Situation fröhlicher Mensch, die das Leben in vollen Zügen genießen will.


    Der Autor Yoru Sumino, der hinter der Light-Novel, auf der der Manga/Film basieren, steckt, hat in seinen bisherigen Light-Noveln vor allem Themen wie den Tod, Trauerbewältigung, Depressionen, Selbstmord und vielen anderen, durchaus schwere Themen behandelt.

    Neben der Option, dass Autor*innen oft in ihren Werken bestimmte Dinge aus ihrem Leben be-/abhandeln (welche selbstverständlich nicht auf alle Autor*innen zutrifft und ich an der Stelle Yoru Sumino oder den anderen Verantwortlichen der Filme auch nicht unterstellen will), besteht für mich eine andere Erklärung, warum es Werke wie I want to eat your Pancreas oder eben Sekunden im Moll oder Bubble existieren:
    Mit diesen Storys wollen die Menschen hinter den Werken den Konsumenten (denn das ist mMn die primäre Zielgruppe), ihr Leben zu ändern, damit sie es am Ende nicht bereuen.


    Dies ist zumindest das, was ich damals aus I want to eat your Pancreas gezogen hab: Dass es sich lohnt und wichtig ist, am Leben zu sein, und dass es an uns selbst liegt, unser Leben zu ändern. Wenn ich also Freunde haben will oder gar eine Beziehung, dann muss ich etwas ändern und mich bewegen.

    Es wird sich nichts ändern, wenn ich einfach nur da sitze und warte, dass etwas gutes passiert. Ich muss aus mir rausgehen und etwas ändern. Und das eben bevor wir es bereuen oder etwas wichtiges verlieren.


    Und das ist, denke ich, auch diese positive Message, die am Ende dieser Werke dargestellt werden.

    Bzw zumindest ist es die, die mir damals nach meinem Suizidversuch dabei geholfen hat, ins Leben zurück zu finden. Wofür ich I want to eat your Pancreas auf ewig dankbar sein werde.






    Ist es in den meisten Sportanimes, und damit meine ich Sportanimes mit körperlicher Betätigung, nicht mit Denken, logisch einen Mann als Nr. 1 zu haben. Weil Männer nun einmal sportlich viel leistungsfähiger als Frauen sind. Egal in welcher körperlichen Art. Meine Nr. 1 ist da immer Fußball, hier werden die Defizite am deutlichsten, die Nationalmannschaft der Frauen, geht gegen Teams aus Liga 3 unter und dies wurde schon oft genug probiert und gezeigt. von daher wäre es ja schon mal Quatsch dies anders darzustellen, bei Martial Arts ebenfalls, weil allein die Kraft zu unterschiedlich ist. Aber ja, man kann natürlich meckern und sich beschweren, aber eigentlich ist es nur ein Verstecken vor der Realität.

    Jain


    Du hast zwar in soweit Recht, dass es Sinn ergibt, dass bei einem Sport-Anime, der sich um ein bspw männliches Volleyballteam dreht, die stärkste Person in diesem Sport auch ein Mann ist.

    Ebenfalls ergibt es Sinn, dass bei Sportarten, wo es um pure Muskelkraft geht, dort ein Mann der beste ist, der bspw am Ende eines Anime dem Helden im Weg steht.


    Aber:
    In einigen Sportarten geht es nicht nur um reine Körper-/Muskelkraft. In den meisten davon geht es um Technik.

    Das beste Beispiel dafür sind wohl die Kampfsportarten Jiu Jitsu und Aikidō, in denen es buchstäblich darum geht, durch Technik Gegner zu besiegen, die einen eigentlich Körperlich und bzgl der Muskelstärke überlegen sind.

    Aber auch bei anderen "Kampfsportarten" wie dem Schwertkampf oder jeden anderen Waffenbasierten Kampf geht es mehr als nur um pure Muskelkraft: Es geht um Technik.

    Denn da ist es am Ende egal, wie stark deine Muskeln sind und wie viele Steine du mit deinem Schwert zertrümmern kannst. Wenn dein*e Gegner*in besser im Schwertkampf ist als du, verlierst du dennoch.


    In sofern ist es bei weitem nicht so, dass Frauen "nur" in Denksport die Nummer 1 sein könnten. Es sollte mMn auch überall da der Fall sein können, wo es eben nicht nur um körperliche Stärke, sondern primär um Technik und Körperbeherrschung geht.


    Zum Thema Fußball kann ich nicht viel sagen, weil ich den Sport nicht wirklich mag und mich da null auskenne.

    Aber scheinbar können da Frauen mehr aushalten als Männer xD

    (bitte nicht ernst nehmen danke)


    Das stimmt total; ist mir auch insbesondere bei Haikyuu und Run With The Wind aufgefallen. Gerade bei Haikyuu sind die weiblichen Charaktere eigentlich nur dazu da, gut auszusehen und die männlichen Charaktere durch ihr cutes Aussehen dazu zu motivieren, noch stärker zu werden.

    Das ist für mich so ziemlich die einzige Sache, die mich an Haikyuu stört:

    In der ersten Staffel ist es für ein paar Folgen einen Subplot, in dem es um das Frauenvolleyballteam der Karasuno geht. Dabei stehen sie quasi denselben Herausforderungen wie das Männerteam gegenüber: Also einen Qualifikationsturnier, doch ihr Sieg ist nicht sicher.

    Doch dieser Subplot wird quasi nebenbei abgehandelt, während das gegnerische Team, welches Karasuno im ersten Spiel besiegt, abgehandelt wird. Und in diesem schafft es das Frauenteam der Karasuno nicht zu gewinnen.

    Und wie geht es danach für sie weiter?
    Gar nicht. Da ist ihre Handlung einfach zu Ende. Sie versuchen es nicht beim nächsten Turnier wie das Männerteam, wir sehen sie nicht beim trainieren, gar nichts (ich frage mich tbh, ob sie überhaupt noch spielen...). Lediglich Yui (die von Rieke Werner gesprochen wird) kommt in Staffel 2 nochmal vor, als Daichi sie um etwas bittet. Und dann kommt das Team nur noch mal eben in Staffel 3 vor, als sie wie die anderen Schüler*innen der Karasuno das Männerteam gegen die Shiratorizawa anfeuern.

    (kann natürlich sein, dass sich das nach Staffel 3 ändert, aber das weiß ich tbh nicht)


    Ich hätte es deutlich besser gefunden, wenn es neben den Männervolleyballteam der Karasuno auch um das der Frauen geht. Natürlich brauchen sie nicht den exakt gleichen Fokus, weil so der Anime/Manga bestimmt doppelt so lang wäre, aber so simple Dinge wie bspw, dass wir sehen, wie die beiden Teams beim Training zusammen arbeiten, gemeinsam neue Spieltaktiken entwickeln und sich bei den Spielen jeweils gegenseitig anfeuern.
    Wir dürfen nicht vergessen, dass Hinata damals mit dem Frauenteam seiner Mittelschule Volleyball gespielt/-übt hat, also sollte dies doch auf der Oberschule der Karasuno ebenfalls möglich sein.


    Und wie mir Raichu-chan auch erklärt hat, ist es schon quasi so, dass das Frauenteam der Karasuno später so etwas wie eine wichtige Mitspielerin bekommt. Es geht also, nur wieso nicht schon früher/im Hauptwerk?



    (ach ja, und kann sein, dass mein Eindruck falsch ist, aber ich habe das Gefühl, dass es heutzutage keine "seriösen" Sport-Anime mit Frauen in der Hauptrolle gibt. Die, die es gibt, beinhalten Ecchi-Elemente und fokussieren sich darauf, Frauen und ihre Körper möglichst gut in "Szene" zu setzen, wie Harukana Receive oder Iwakakeru)





    Na gut, aber das wars fürs erste.
    Ich habe jetzt zu dem bereits geschriebenen alles gesagt, und werde nun weiter an meinem Beitrag zum neuen Gacha-System der Anime-Industrie namens "Best Girl"s wie Marin arbeiten :sarcastic:
  • Erstmal danke, dass du in deiner ursprünglichen Fassung des Beitrages keinen Spoiler verwendet hast und mir so das Ende von Bubble verraten hast :3

    (kappa....)

    Die erste Fassung meines Beitrags war nicht so lange online, bis die editiert wurde, aber solltest du meinen uneditierten Beitrag mitbekommen haben, so habe ich das Ende eigentlich nicht gespoilert gehabt, weil ich Bubble nicht gesehen habe ^^" Ich habe literally nur einmal etwas vom Trailer gesehen und das war's.

    Bin jetzt auch kein Anime-Kenner bzw. lassen sich die Anime-Filme, die ich in den letzten paar Jahren gesehen habe, auf einer Hand abzählen und dazu gehört I Want To Eat Your Pancreas. Als ich dann den Trailer zu Bubble gesehen habe, bemerkte ich sehr schnell eine gewisse Ähnlichkeit.

    Mir geht es halt einfach auf die Nerven, wenn wir immer diese naiven, süßen und unschuldigen Mädchen aufgetischt bekommen und bei den Filmen wird das gefühlt extra ausgenutzt, damit das Ende noch trauriger rüberkommt "Omg, dieses süße, unschuldige Mädchen ist gestorben *heul*". Das Gleiche passiert auch in Made In Abyss, "OMG, diese ganzen unschuldigen, süßen Mädchen sterben...".

    Ich freue mich für dich, dass dir dieser Film so viel bedeutet, aber mich konnte er nicht so wirklich überzeugen, dafür finde ich andere Werke, wie die Filme von Hirokazu Koreeda sehr tiefsinnig, aber bei diesen handelt es sich um keine Anime-Filme.

  • In einigen Sportarten geht es nicht nur um reine Körper-/Muskelkraft. In den meisten davon geht es um Technik.

    Ohne da jetzt Sachen zu schreiben die einige falsch verstehen werden, sage ich nur 2 Dinge.

    1. Auch Technik ist kein Allheilmittel, was körperliche Unterschiede aufwiegen kann. Und nein da Rede ich nicht nur von Muskeln, sondern auch von Körperschwerpunkten, Hormonen (wie zB Testosteron) und vielen mehr.

    2. Wird es auch seinen Grund haben, wieso in den wenigsten Sportarten Frauen und Männer zeitgleich mit gleichen Bewertungskriterien Antreten. Das simpelste Beispiel, gerade auch im Zeitalter der Emanzipation, ist hier schon der einfache Schulsport wo aufgrund von irgendwelchen Erkenntnissen von Anfang an von Männern mehr erwartet wird. Und ja, von Olympia gar nicht zu Reden, da gibt es auch nicht wirklich Vergleiche wo beide Geschlechter gegeneinander antreten.


    Dazu gibt es auch den einen oder anderen schönen Artikel: HIER! mal einer davon. Habe keine Lust weitere zu verlinken oder zu erläutern, habe mich aber schon immer gern in dieses Thema eingelesen. Hauptsächlich weil ich es unfair gefunden habe im Sport immer mehr leisten zu müssen für selbe Noten. Ja, auch als Mann kann man sich durch sowas diskriminiert fühlen :D

  • Aber auch bei anderen "Kampfsportarten" wie dem Schwertkampf oder jeden anderen Waffenbasierten Kampf geht es mehr als nur um pure Muskelkraft: Es geht um Technik.

    Denn da ist es am Ende egal, wie stark deine Muskeln sind und wie viele Steine du mit deinem Schwert zertrümmern kannst. Wenn dein*e Gegner*in besser im Schwertkampf ist als du, verlierst du dennoch.

    Als jemand, der mehrere Jahre in einem HEMA-Verein (Historical European Martial Arts) war, muss ich sagen, dass Technik zwar durchaus sehr wichtig ist, aber eben nicht alles. Beim Schwertkampf, wie auch bei den meisten anderen Kampfsportarten, spielen unterschiedlichste Faktoren eine Rolle, und zu diesen gehören beispielweise auch Kraft und Reaktionsgeschwindigkeit, nicht nur allein die Technik.

    Ich erinnere mich bei dem Thema vor allem an eine Trainings-Session im Dolchkampf, wo ich eine Gegnerin hatte, die ziemlich fragil und schwach war. Wir haben da halt wie üblich die Technik miteinander geübt, aber ich habe bei jeder Berührung gemerkt, dass ich sie mühelos umwerfen könnte, wenn ich nur etwas mehr Druck in meine Angriffe legen und es wirklich drauf anlegen würde.

    Die Realität sieht nunmal leider so aus: Wenn ein zwei Meter großer Muskelprotz mit einer Waffe auf einen zu rennt, dann kann man noch so sehr ein Meister der besten Kampftechniken sein, man wird wahrscheinlich trotzdem verletzt oder im schlimmsten Fall getötet. Das war btw etwas, das unsere Trainer damals immer betont haben: Wenn wir in eine reale Gefahrensituation gelangen, sollten wir lieber weglaufen oder Hilfe holen, selbst wenn wir theoretisch all diese Techniken kennen, mit denen wir uns verteidigen könnten. Weil Technik allein am Ende halt nicht immer reicht, und es einfach unvorhersehbar ist, wie ein Kampf verlaufen wird, wenn er einmal beginnt.


    Und das muss nicht einmal in so einer gefährlichen Situation sein, man sieht es auch bei Turnieren. Ich habe damals selbst nie an einem teilgenommen, aber durchaus mal zugeschaut, und da war es oft so, dass die Kämpfe sehr schnell und unspektakulär vorüber waren und die Kontrahenten oft gar nicht so richtig dazu kamen, die besten Techniken auszuführen, jedenfalls nicht so schön und flüssig wie im Training. Es wurde dann eben oft zu einem Wettstreit der Reaktionsgeschwindigkeit, und ja, auch der Kraft. Denn je mehr Kraft man hat, desto schneller kann man das Schwert schwingen, und desto länger hält man durch, wenn man in einem solchen Turnier einen Kampf nach dem anderen bestreiten muss.


    Heißt das, dass Frauen Männern im Schwertkampf niemals gewachsen sind? Nein, natürlich nicht. Technik sollte man trotz allem nicht unterschätzen. Ich will damit nur sagen, dass sie eben auch nicht alle körperlichen Differenzen aufhebt.

    107716-bd8fa1b4.pngIch kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.
    - Bilbo Beutlin -


    Meine Anime-Liste: MAL -Azaril-

  • Ich steh der Aussage hier zwiegespalten gegenüber. Kunst und Erotik hat immer schon zusammengehört und sollte auch nichts sein, weswegen man sich schämt oder das man zwanghaft unter den Teppich kehrt.

    Es ist auch vollkommen normal, wenn Menschen Charaktere haben, die ihnen sehr viel bedeuten und die sie auch attraktiv finden. Das ist auch nichts, was sich nur auf Animefans bezieht oder nur auf Männer.

    Ich meine, schau dich in Fandoms um. Die meisten Artists, vor allem auch NSFW-Artists, sind entweder weiblich, einige nicht-binär, und es gibt einige weniger Männer in Fandomartworks zeichnen, auch / vor allem ... The Steamy Ones.


    Das Ding ist bloß WIE der Großteil von Animefanservice aussieht. Die können so viele nackte Figuren und Dakimakura rausbringen, wie sie wollen, aber es ist schon eklig, dass so viele Animefans auf diese vielleicht 14jährigen Charaktere in lasziven Posen stehen, die halt auch wie Kinder aussehen, eine kindliche Figur und Gesicht haben etc...

    und dann hast du immer ein paar männliche Weebs, die sich incelartig drüber auslassen, wie doof doch diese "3D Frauen" seien und wie toll ihre Waifu sei, die vielleicht 14 ist und zumeist kaum einen wirklichen Charakter hat. Ohja, reale Frauen sind ja sooo scheiße, aber deine fiktive Mittelschülerin, die ein UwU-Mädchen ist, ist ja das Idealbild, wie eine Frau sein sollte. Wenig Meinung, wenig Wille, schaut aber schön aus und deren Existenz dreht sich um irgendeinen generischen Dude.

    In der Anime-Community selbst, zumindest in solchen Ecken der Anime-Community, merkt man auch, dass man einfach nicht willkommen ist und auch den Rand halten soll, wenn man Kritik am Sexismus in Anime etc. aussprechen möchte.


    Weißt du, was ich mehr sehen will? Ich will wieder mehr erwachsene Frauen wie Faye, Holo, Motoko, Bishamon etc. sehen, die auchmal was Freizügiges tragen können und von sich selbst aus entweder sexy sein wollen, oder eben sich nicht drum scheren, dass sie leichte Klamotten tragen, oder nackt auftreten.

    Ich will allgemein wieder mehr erwachsene Hauptcharaktere in Anime sehen. zB. mag ich Spy x Family aus dieser Season ja Großteils gerne, aber kaum kommt es zu einer Kussszene, verhalten sich die vermeintlich erwachsenen Charaktere auch wieder wie Mittelschüler, meh. ^^"


    Ich find es auch nicht so schlimm, wenn Charaktere freizügige Figurines erhalten oä, solange sie nicht aussehen wie ein Kind, you know.

    Ich hab auch gegen Erotik oder Fanservice in Anime nichts, solange er consentual ist. Leider ist es aber seltener der Fall. Viel Fanservice geschieht 1. wieder mit Mittelschülerinnen, oder halt solchen, die vielleicht 15 sind, und 2. werden sie häufig in Situationen gebracht, in denen sie beschämt werden, begrabscht etc.

    Und das meiste andere ist halt einfach nicht sexy. Like wackelnde Brüste, Pantyshots etc.



    Absolut. x.x


    Ich verstehe es absolut, was kingfisher meint.

    In mochte Your Lie in April zwar allgemein recht gerne, aber in diesen Stories sind die Mädchen bloß dazu da, um die Charakterentwicklung des männlichen Protagonisten voranzutreiben (der natürlich immer ziemlich freundelos, schüchtern und abgeschottet etc. ist, damit er "relatable" bleibt, wobei man sagen muss, dass Kousei aus Your Lie in April auch ohne der Protagonistin, hab ihren Namen vergessen, Freunde hatte, was positiv war) und wenn diese Protas ihre Charakterentwicklung bekommen haben, sterben die Mädchen. ^^"


    Wenn du schon in dem Beitrag auch aus einer feministischen Sicht schreibst, musst du halt auch sehen, dass viele schon bisschen die Augen verdrehen, wenn sie ein "süßes Mädchen" vorgestellt bekommen, die eben auch die Protagonistin der Story ist, und deren Hauptzweck es ist zu sterben, damit irgendein Dude Charakterentwicklung bekommt.

    Und bei A Silent Voice, stirbt die Protagonistin zwar nicht, aber sie hat dennoch sehr wenig eigenen Charakter, der darüber hinausgehen würde ein Kicked Puppy zu sein, und ihre Behinderung ist hauptsächlich für SEIN Drama und SEINE Entwicklung da, nicht für ihre Eigene.

    In mancher Hinsicht mag ich den Film dennoch, aber es ist halt trotzdem ungut, wenn die Protagonistin entweder totkrank ist und man bereits ahnt oder weiß, dass sie stirbt oder eben behindert, gemobbt etc. und sie keine wirkliche, eigene Agenda hat oder ähnliches.


    Ich sag ja nicht, dass du das Werk deswegen weniger mögen sollst oder so, aber "Mädchen stirbt für Charakterentwicklung eines (va auch generischen) Dudes" ist halt schon ein sexistischer Trope. Vor allem, da er auch ziemlich häufig vorkommt.

    Und entweder haben sie halt einen Puppy-Charakter wie das Mädel aus A Silent Voice, oder sie sind halt Manic Pixie Dream Girls. ^^'


    Also dazu... man sollte im Schulsport überhaupt keine großen Forderungen stellen. Der sollte dazu da sein, dass Kinder und Jugendliche sich regelmäßig bewegen und eben Freude an Bewegung finden, und wenn jemand competitive sein möchte, kann man in der Freizeit einem Verein beitreten. Das ist jetzt nicht wirklich ein Argument. Schulsport ist allgemein oft einfach nur scheiße.


    Edit:


    Die Realität sieht nunmal leider so aus: Wenn ein zwei Meter großer Muskelprotz mit einer Waffe auf einen zu rennt, dann kann man noch so sehr ein Meister der besten Kampftechniken sein, man wird wahrscheinlich trotzdem verletzt oder im schlimmsten Fall getötet. Das war btw etwas, das unsere Trainer damals immer betont haben: Wenn wir in eine reale Gefahrensituation gelangen, sollten wir lieber weglaufen oder Hilfe holen, selbst wenn wir theoretisch all diese Techniken kennen, mit denen wir uns verteidigen könnten. Weil Technik allein am Ende halt nicht immer reicht, und es einfach unvorhersehbar ist, wie ein Kampf verlaufen wird, wenn er einmal beginnt.

    Wenn wir nicht von fairen Wettkämpfen, sondern von Gefahren ausgehen... ne.

    Ich bin ca. 1.55 und hab zumeist so zwischen 54 und 58 kg, und ich hab in einer Gefahrensituation einen Riesentypen überwältigt, indem ich mit dem Ellbogen auf seine Nase gezielt habe. Und er hat ziemlich geblutet. Danach bin ich weggelaufen, tho. Hab auch immer einen schweren Schlüsselbund bei mir, genau für den Fall.

    Wenn du einfach nur wegläufst, bist du sehr leicht einzufangen und dann wirst du von hinten überwältigt, weshalb du dich weniger wehren kannst und genau das hab ich auch in Selbstverteidigungskursen gelernt: Hit & Run statt nur zu rennen.

  • Anime Is Booming. So Why Are Animators Living in Poverty? (Published 2021)
    The workers who make the Japanese shows the world is binge-watching can earn as little as $200 a month. Many wonder how much longer they can endure it.
    www.google.at


    https://www.google.at/amp/s/edtimes.in/even-though-the-anime-industry-is-worth-billions-why-are-the-animators-living-in-poverty/%3famp



    Ich wünschte, das würde sich endlich ändern. Auch wenn viele Leute, wie es bereits schon geschieht, auf legalen Streamingseiten Anime sehen, diese kaufen, Manga kaufen, Merch kaufen etc... verändert das nie etwas für die Animators selbst.

    Und ich meine, es ist längst nicht mehr so, als wäre Anime ein Niche-Fandom. Es war eigentlich seit den 90ern bei weitem, bei Meilen, kein Niche-Fandom mehr (manche Nerds fühlen sich nur gerne wie die meist diskriminierteste Gruppe auf Erden ^^'); Attack on Titan gehört zu den populärsten und erfolgreichsten Serien weltweit, und auch Jujutsu Kaisen und co. waren sehr erfolgreich bei Leuten, die sonst seltener Anime schauen, was die Anime, die nicht so Otaku-Pandering eben oftmals sind... daher gibt es keine Ausrede Animators so sehr auszunehmen wie es geschieht.


    Ein Studio btw, das Animators fest anstellt und wohl auch fair(?) / fairer(?) entlohnt, ist Kyoto Animation, das leider für den Brandanschlag eines verrückten Fans auch außerhalb der Anime-Bubble Berühmtheit erlangte.

    Ich muss aber über KyoAni sagen, dass mir zwar manche Werke durchaus recht gut gefallen, vor allem so für Zwischendrinnen, aber sie machen halt auch viele, recht kitschige Sachen und haben noch kein Werk produziert, das bei mir wirklich in den Top 20 oder so wäre.


    Währenddessen find ich Mappa inhaltlich, vom Programm, dem Zeichenstil und der Animation her meist ziemlich bis sehr ansprechend, aber die nehmen die Animators leider wiederrum aus wie eine Weihnachtsgans.

    Ich würde nun gerne KyoAni lieber mögen, aber deren Werke liegen mir halt weniger.


    Und ich meine, man müsste auch nicht gefühlt ein Dutzend Projekte gleichzeitig annehmen, aber da sehe ich auch Fans in der Schuld, dass sich viele entitled benehmen und bereits wütend reagieren, wenn bloß mal eine wöchentliche Episode wegen Produktionsschwierigkeiten ausfällt.



    Ein böses Meme am Ende. xD


  • Ich versuche gerade die 2. Staffel von Demon Slayer anzuschauen, boah ey ist das anstrengend. Ich kann dieses ständige Rumgeschreie einfach nicht ab, vor allem von Zenitsu und Yonosuke. Ich weiß nicht wie das Leute aushalten oder sogar witzig finden, wenn die Charaktere wegen jeder Kleinigkeit massiv überreagieren. Und dann diese Eindimensionalität der Charaktere, haben Zenitsu und Yonosuke nicht mehr zu bieten als 90% der Zeit ängstlich bzw. wütend zu sein? Ich hab jetzt echt schon einige Animes gesehen und noch nirgends ist mir das so negativ aufgefallen. Demon Slayer wäre locker einer meiner Lieblingsanimes wenn man hier auf den „Comedy“-Aspekt verzichtet hätte. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt um so etwas noch witzig zu finden ^^

  • Da schließe ich mich an.

    Der Humor ist mir zu laut und zu viel Nonsense. Und ich hab nicht mal den Anime gesehen, der Manga war schon schlimm genug.

    Diese eine Szene in der Tanjiro sauer war dass jemand seine Schwester nicht hot findet wth?

    Generell fühle ich mich nicht wirklich als würden die Helden wirklich groß was lernen, oder irgendeinen Impact in der Welt machen, außer das offensichtliche Dämonenkillen.

    Gibt auch ziemlich viel Gore. Ich denke die Autori*in wollte realismus einbauen aber eben nur deshalb nicht weil es irgendwie relevant wäre wenn jemand stirbt oder verkrüppelt wird. Besonders im Finale.

  • Demon Slayer war für mich auch eine riesige Enttäuschung.

    Tone Shifts sind generell immer eine Sache für sich, aber für mich ist das nach der Einführung von Zenitsu und Yonosuke einfach ein anderer Anime (und kein guter). Wirkte fast wie eine schlechte Parodie auf die Folgen davor, die mich wirklich begeistert hatten.

    Hatte echt noch nie einen Anime, bei dem sich meine Meinung so dermaßen von "Davon würde ich am liebsten 1000 Folgen gucken" zu "Hoffentlich ist Staffel 1 bald rum, es wird einfach nicht besser, das gebe ich mir nicht weiter" geändert hat und fühlte mich wirklich verarscht.

    Finde diese dauerkreischenden Charaktere im Anime aber auch in 99 von 100 Fällen füchterlich, tatsächlich hatte es bisher nur Mako aus Kill la Kill geschafft mich da irgendwie zu "überzeugen" und mir sogar ein bisschen "an's Herz zu wachsen", aber der Anime ist eh so "drüber" von vorne bis hinten, dass es für mich da irgendwie gepasst hat^^