Das Filmjahr 2018

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  • Es ist wieder ein Jahr so gut wie vorbei und damit ist es wieder Zeit für den filmischen Jahresrückblick in diesem Bereich.


    2018 war ein volles Filmjahr, auch wenn sich diverse Leute darüber streiten, wie gut dieses Filmjahr dabei nun war. Dennoch hat das Filmjahr einige sehr große Releases gesehen.


    Für viele war Avengers: Infinity War wohl DER erwartete Film des Jahres, wurde der Film doch als "Anfang vom Ende" angekündigt. Von dem Megaevent einmal abgesehen haben sich dieses Jahr auch Ant-Man & the Wasp und Black Panther (der innerhalb der USA sogar Infinity War an den Kinokassen geschlagen hat, war er doch der erste, große Superheldenfilm mit PoC-Protagonisten) in die immer größer werdende Liste der MCU-Filme ein. Und wenngleich animiert und nicht Teil des MCU gibt es mit Spider-Man: Into the Spiderverse noch einen weiteren Superheldenfilm des Hauses Marvel zum Jahresende.


    Auch das DCEU bringt zum Abschluss des Jahres noch einen Film mit Aquaman heraus.


    Auch Abseits davon gab es einiges an Event-Kino und Franchise Filmen, sei es der mittlerweile 6. Mission Impossible Film (Fallout), der neue Jurassic World Film, der eher gefloppte Star Wars Standalone Film Solo, Deadpool 2, der in den USA zum Jahresende noch den PG13 Release "A Deadpool before Christmas" bekommt, das Transformer Prequel Bumblebee, einen neuen HP Film mit Fantastic Beasts: The Crimes of Grindlewald und den Abschluss der Fifty Shades Reihe mit Fifty Shades Freed.


    Weder jedweder Erwartung erschien dieses Jahr auch Terry Gilliams verfluchtes Herzblutprojekt The Man who killed Don Quicote (direkt gefolgt von einer Klage des Regisseurs gegen das Studio).


    Für viele zudem eine der definierenden Eigenschaften des Filmjahres: Die Rückkehr der RomCom, mit gleich mehreren größeren, relativ erfolgreichen Releases, wie Crazy Rich Asians, To all the boys I loved before, Destination Wedding und Love, Simon.


    Diese zeichneten sich zudem auch durch einen Fokus auf ein diverses Cast aus. Ein Fokus, der sich auch in einigen anderen Filmen fortsetzte, wie The Hate U Give, Sorry to Bother You und BlackKKlansmen.


    Und dann gab es noch Paddington 2, zu dem mir kein guter Rahmen einfällt, aber der IMHO einfach erwähnt werden sollte, weil es ein toller Film war.


    Das waren natürlich nicht die einzigen Filme: Eine etwas komplettere Liste (die aber bei weitem nicht all-umfassend ist, was mittlerweile dank verschiedener Releasewege auch immer schwerer wird) findet ihr im Spoiler.




    Davon abgesehen haben wir bereits eine Liste der für die Golden Globes nominierten Filme.


    Damit gebe ich an euch ab:


    Welche Filme habt ihr dieses Jahr gesehen?

    Welche wollt ihr noch sehen?

    Was waren eure Lieblinge? Überraschungen? Enttäuschungen?

    Welche Filme würdet ihr gerne bei den Awards sehen?


    Und was sagt ihr zu der ganzen Kontroverse um die vermeintliche neue Kategorie bei den Oscars?

  • Alaiya

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Welche Filme habt ihr dieses Jahr gesehen?

    Ich notiere einfach mal der Reihe nach (fett die Filme, die tatsächlich 2018 ins Kino kamen, nicht nur in Deutschland/auf deutsch, kursiv nicht im Kino gesehen)

    Je mehr es auf die Mitte des Jahres zuging, desto knapper wurde es mit der Zeit fürs Kino, entsprechend fehlen mir ab da einige Filme, die ich versuchen werde nachzuholen.

    Welche wollt ihr noch sehen?

    Schon da habe ich Tomb Raider, wobei ich den gar nicht unbedingt als erstes genannt hätte. Genau genommen fehlt mir sogar ein wenig der Überblick fehlt, worums in welchem Film so geht. Spontan würde ich wohl nennen:

    BlackKKlansmen, Roma und Bohemian Rhapsody. Außerdem werd ich morgen wohl recht spontan entscheiden, ob ich noch Mortal Engines anschaue. Hängt halt davon ab, wie ich Lust habe.

    Was waren eure Lieblinge? Überraschungen? Enttäuschungen?

    Liebling des Kinojahres war für mich eindeutig Call me by your name, begrenzt man es wie oben auf die 2018 erschienenen Filme, war wohl Halloween mein Favorit, gleichzeitig auch die größte Überraschung für mich. Hier hatte ich zuvor eine filmische Bildungslücke, die ich nach dem Film mit Teil 1 der Reihe dann auch etwas verkleinert habe.

    Enttäuschungen? The Commuter war furchtbar schlecht und schaffte ohne wirkliche Erwartungen noch zu enttäuschen. Loving Vincent hatte immerhin Erwartungen geweckt, van Gogh in Bewegbild funktioniert leider längst nicht so gut wie still. Aber die Nennung diesen Jahres war dann wohl Ready Player One, der einfach richtig furchtbar war. Sicher hatte ich hier keine riesigen Erwartungen, höchstens Hoffnung, aber das war schon echt unterirdisch.

    Welche Filme würdet ihr gerne bei den Awards sehen?

    Mangels Kenntnis der Filme des Jahres halte ich mich mal raus. Halloween war halt noch am besten und trotzdem nichtmal außergewöhnlich gut.

  • Welche Filme habt ihr dieses Jahr gesehen?

    Sortiert nach Rating und da sind auch noch ein paar dabei, die glaube ihren internationalen Release bereits 2017 hatten, den deutschsprachigen/deutschen aber erst 2018, darum hab ich die mal mitgezählt:


    Welche wollt ihr noch sehen?


    Nachholen auf jeden Fall noch Suspiria (der bei uns nirgends gezeigt wurde), Roma und Ben is Back (die beiden vermutlich noch diese Woche), Eighth Grade, Isle of Dogs, The Ballad of Buster Scruggs, Sorry to Bother you, Leave no Trace, Cold War, Shoplifters und The House that Jack built. Daneben laufen dann Green Book, Creed II, Beautiful Boy, If Beale Street could talk und The Favourite im neuen Jahr bei uns an.


    Was waren eure Lieblinge? Überraschungen? Enttäuschungen?

    Von dem, was ich gesehen habe, definitiv Three Billboards, Hereditary und Spider-Verse, wobei ich die starke Vorahnung habe, dass in den Filmen, die ich noch nachholen will, einiges diese noch verdrängen könnte. Positiv überrascht vor allem von Spiderman, weil ich sonst reichlich wenig mit Superhelden zu tun habe. Enttäuscht eigentlich nur über Filme wie A Quiet Place oder BlackKklansman, die ihre interessante Prämisse nicht wirklich ausschöpfen konnten leider.


    Welche Filme würdet ihr gerne bei den Awards sehen?


    Ich gebe herzlich wenig auf Awards, da besonders die Academy Awards mehr auf Politik, als auf Filmkunst, ausgelegt sind. Gerade die angesprochene umstrittene Kategorie, die offensichtlicherweise eingeführt werden sollte, damit Marvel und co. irgendeine Chance auf Oscars haben, zeigt mir halt, dass sich keiner der Voter effektiv irgendwelche Filme sehen will, geschweige denn, sich mit diesen auseinandersetzen (und meine Güte, wenn Black Panther auch nur einen Oscar gewinnt smh).

  • Mich würde interessieren, was an dir an Black Panther so missfallen hat, dass du ihn mit 3/10 bewertet hast.

    Gerne! Muss dazu natürlich erstmal noch mal betonen, dass ich selber absolut kein Fan von Superheldenfilmen bin, mich mit dem Universum nicht auskenne und auch sonst wenig Bezug zu der Thematik habe. Das kann einerseits positiv sein, weil ich so die Filme von Marvel und co. ohne Erwartungen an das source material schauen kann und unter Umständen vielleicht auch etwas objektiver bin als ein Fan, das kann aber natürlich im blödsten Fall auch ins Gegenteil umschlagen. Gibt aber durchaus Superheldenfilme, die ich (sehr) mag (The Dark Knight, die ersten beiden Sam Raimi Spiderman, die Unglaublichen 1, Watchmen, Into the Spider-Verse), also würde ich zumindest behaupten, dass ich kein blinder Hater bin.


    That all aside möchte ich hier kein halbes Buch schreiben, darum nur ein paar Eckpunkte (mit Spoilerwarning, versteht sich):


    1. Ich fand das Pacing grauenvoll. Man hat imo viel zu viel Zeit damit verbracht, irgendwelche Handlungsstränge zu etablieren, die wohl besser in 5 zusätzlichen Filmen/Serien eingeführt worden wären, wodurch der Film sich anfangs gedragged hat wie Blöd und dann doch relativ schnell zu einer conclusion kam, die er sich meiner Meinung nach nicht wirklich verdient hat. Das ist aber ein Problem, welches ich generell mit Superheldenfranchises habe, weil sie oft dazu neigen, viel zu viel in einen Film stopfen zu wollen.

    2. Ich hatte nie das Gefühl, dass irgendwelche Tension aufkommt. Ich fragte mich nie, was als nächstes passieren würde oder wie unsere Helden dieses und jenes Problem überwinden würde, weil die ganze Story zu vorhersehbar war. Ich erwarte keine David Fincheresque Plottwists in einem Popcornflick, aber dass man tatsächlich eine nicht zu verachtende Portion des Filmes damit verschwendet, dem Zuschauer vorgaukeln zu wollen, dass T'Challa gestorben sei und auch noch erwartet, dass das irgendjemand glaubt, halte ich beinahe schon für beleidigend gegenüber dem Zuschauer.

    3. Die Charaktere und die Welt um sie herum hatten so viel Potential, welches imo nicht wirklich ausgeschöpft wurde. Gerade diese Verknüpfung von afrikanischen Traditionen mit moderner Technologie fand ich interessant und das ist auch ein Mitgrund, wieso ich weiter oben angesprochen habe, dass die Story besser in mehrere Filme/Serien gepasst hätte, weil so einfach absolut keine Zeit blieb, irgendwas oder irgendwen zu etablieren. Das merkte man meiner Meinung nach auch daran, dass mehr getellt als geshowed wurde. Habe da noch irgendein Gespräch im Kopf, in dem es darum ging, dass T'Challa als neuer König die Probleme der Bevölkerung und sein eigenes Leben balancieren muss und dass er deswegen strugglen wird - nur hat man davon nie wirklich was gesehen. Er hat gestruggled, wenn das Skript und der Plot verlangten, dass er struggled und war der strahlende Herrscher, wenn sie das brauchten, damit die Geschichte voranschreitet.

    4. Das CGI. Das ist mir normalerweise echt nicht wichtig, aber von einem Film mit solch einem Budget erwarte ich, dass Actionsequenzen nicht teilweise so aussehen, als wären sie eine Playstation 2 Cutscene.


    Ist jetzt doch etwas länger geworden, als ich wollte. Ich hasse den Film nicht. Er ist über weite Strecken kompetent und hielt das Anschauen nicht für verschwendete Zeit, er hatte nur deutlich mehr Potential, als ausgenutzt wurde und einen Hype, dem er nicht gerecht wurde in meinen Augen (wofür der Film natürlich nichts kann). Ich will gar nicht behaupten, dass ich verstehen könnte, welche Schritte Black Panther in der Repräsentation von Minderheiten in Hollywood bewegt hat und ich finde wundervoll, wofür der Film steht. Für mich hat nur der Film, welcher um dieses Gerüst aufgebaut wurde, in keiner Weise funktioniert.

  • Gerade die angesprochene umstrittene Kategorie, die offensichtlicherweise eingeführt werden sollte, damit Marvel und co. irgendeine Chance auf Oscars haben

    Den Punkt hatte ich glatt vergessen zu beantworten.

    Die neue Kategorie ist in meinen Augen einfach nur unnötig. Juhu, jetzt können Filme, die an den Kassen erfolgreich waren, mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Oscar abräumen. Während man bei den anderen Kategorien tatsächlich streiten könnte, was einen guten Film, ein gutes Drehbuch und so weiter ausmacht, braucht man zu Beliebtheit nichts mehr groß sagen. Man kann auf nackte Zahlen schauen, der erfolgreichste Film kann halt gewinnen. Man könnte sagen, es ist die Kategorie für die Oscar-Zuschauer, die seit Jahren nichts auf Awards geben. :ugly:

    Im Endeffekt ist das nichts Halbes und nichts Ganzes. Wirklich freuen wird sich wohl keiner über den Oscar, weil man wohl lieber nen "richtigen" Oscar gewonnen hätte.

  • Welche Filme habt ihr dieses Jahr gesehen?


    Ich habe garantiert irgendwas vergessen, dass ich oben nicht in der Liste hatte. Vor allem da ich dank einiger Reisen ziemlich durcheinander gekommen bin, was dieses Jahr wo erschienen ist X.x



    Am Wochenende werde ich noch Bumblebee und eventuell Mary Poppins Returns schauen. Auch "A Star is Born" will ich mir noch ansehen, wenn er auf DVD erscheint.



    Was waren eure Lieblinge? Überraschungen? Enttäuschungen?


    Mein Filmliebling des Jahres war Black Panther. Es ist einfach ein kulturell wichtiger Film mit gut geschriebenen Charakteren und einen wundervoll charmantem Cast. Ich habe den Film geliebt und mittlerweile diverse Male gesehen, gesamt sogar 3 Mal im Kino. In Edinburgh sogar in IMAX 3D <3 Außerdem: Geiler Soundtrack.


    Auch Paddington 2 war ein toller Film für mich. Ich bin auf Paddington erst nach den Reviews von Patrick (H) Williams gekommen, aber jetzt liebe ich diese Filme. Sie sind schön und wichtig und :heart:


    Mit Deadpool 2 habe ich mich auch sehr amüsiert, wie auch mit Spiderverse. Deadpool 2 ist in alter Stärke da, Spiderverse war einfach mein Favorit in Sachen Animation. :)


    Ich glaube die absolute Überraschung für mich war Destination Wedding. Es war ein Film, von dem ich wegen des Genres GAR NICHTS erwartet habe. Ich war vorrangig drin, um Zeit totzuschlagen und weil Keanu Reeves und weil recht gute Kritiken. Aber ich habe selten so in einem Film gelacht. Vor allem hat mir gefallen, wie menschlich der Film war.


    Ebenso war Next Gen eine Überraschung. Kein großartiger Film, aber dennoch weit besser, als ich erwartet habe. It made me feel feels!


    Größte Enttäuschung für mich war wahrscheinlich Avengers Infinity War. Ich habe eigentlich einige Erwartungen an diesen Film gehabt und was ich bekommen habe, war einfach nichts davon und hatte einfach zu viele Probleme. Der Film hat mich einfach vor allem wütend gemacht. Einfach nur enorm enttäuschend. Hatte von den Russos mehr erwartet.


    Ebenso habe ich Sicario 2 als enorme Enttäuschung wahrgenommen. Der erste Sicario war jetzt kein Film, der extrem viele Graustufen hatte, aber er hat sich IMHO durchaus versucht mit der Problematik auseinander zu setzen. Und dann kommt Sicario 2, ein Trumpland Propaganda-Film.



    Es sei noch dazu gesagt, dass ich mir Crimes of Grindelwald nicht angeschaut habe, weil ich Rowling einfach nie wieder auch nur einen Cent meines Geldes geben werde, solange sie permanent meint Rassismus, Homophobie und Transphobie propagieren zu müssen (und sich dann noch als Opfer darstellt, wenn sie dafür kritisiert wird). Ich habe mir aber das Drehbuch durchgelesen und muss ernsthaft sagen: Ich habe selten ein so inkompetent geschriebenes Drehbuch gelesen.



    Welche Filme würdet ihr gerne bei den Awards sehen?


    Ist mir mittlerweile eigentlich alles egal, aber Black Panther verdient zumindest eine Best Picture Nominierung. Es ist einer der kompetentesten Filme des Jahres, abseits von ein paar filmtechnischen Aspekten (also vorrangig die CGI, aber dafür hat die Academy eh kein Auge).
    Und ich will Spiderverse den besten Animationsfilm gewinnen sehen. IMHO gibt es in der Kategorie keine ernstzunehmende Konkurenz, aber erfahrungsgemäß gewinnt Pixar per Default, egal wie mies und langweilig und generell doof Incredibles 2 war. :(

  • Zitat von Alaiya

    Und was sagt ihr zu der ganzen Kontroverse um die vermeintliche neue Kategorie bei den Oscars?

    Die Meinung der Academy kann mir sowieso gestohlen bleiben, unter anderem, da diese nicht selten sehr weit von der Realität (manche ausgezeichneten Filme hat sich doch kaum einer angesehen) und behaftet von Vorurteilen ist, vor allem Animationsfilmen und Comicverfilmungen gegenüber. Nur weil ich nicht der größte Fan von Comicverfilmungen im Ganzen bin, seh ich doch, dass sie unfair behandelt werden.

    Manchmal übersieht "das breite Publikum" Filme, aber meistens hat es Gründe, weshalb sie gemieden oder nicht für gut befunden werden. Und es hat auch viele Gründe, wieso viele Comicverfilmungen vom Publikum für sehr gut befunden werden. Stattdessen werden beide Kategorie als "flaches Popcornkino" abgestempelt und nicht miteinbezogen.


    Filme, die ich gesehen habe:


    Ich hab wirklich geglaubt, Fantastic Beasts 2 würde mein Lieblingsfilm werden, aber ich sehe ihn mal eher als Übergangsepisode an. Dennoch fand ich ihn recht gut.


    Filme, die ich sonst wirklich gut fand waren Love, Simon und Call Me By Your Name UND Deadpool 2. Den muss man lieben. xD

    Aber besonders gut fand ich The Breadwinner. Glaub, der kam auf Netflix 2018 raus - oder Ende 2017?

    A Girl's Courage On The Streets Of Kabul - Diesen hier


    Filme, die ich sonst schon sehr gut fand waren Black Panther und I, Tonya.


    Filme, die ich recht gut fand waren Mary and the Witch's Flower, The Shape of Water, Hotel Transsilvanien, Wunder, Pacific Rim, Venom, Avangers und Letzenendlich sind wir dem Universum egal.

    Kino.de sagt, Kimi no na wa kam im Januar raus? Wahrscheinlich auf Deutsch, deswegen nehm ich ihn mal dazu, auch wenn ich andere Shinkaifilme besser fand.


    The Shape of Water fand ich enttäuschend, weil ich mit ziemlich hohen Erwartungen ins Kino gegangen bin. Ich hab den Aufbau dieser Lovestory einfach nicht gemocht, weil er viel zu schnell von Statten ging. Es wurde versucht das Wasserwesen mit Gesten darzustellen, aber auf mich wirkte er dennoch recht charakterlos.

    Es wurde auch etwas zu viel Zeit auf Action verschwendet und der Villain schon fast lächerlich böse, nur um Noir-Filme zu parodieren. xD


    Etwas enttäuscht war ich auch von Mary and the Witch's Flower, da Ponoc im Geiste Ghibli sein soll, aber der Film etwas flach ausfiel und gehetzt wirkte. Fand ihn dennoch gut umgesetzt / als gut umgesetztes Kinderbuch.

    Ansonsten stand ich auch dem letzten Digimon-Tri-Film recht zwiegespalten gegenüber.


    Was mir gefehlt hat, waren wirklich gute, westliche Animationsfilme, die mich sehr beeindruckt hätten, aber auch gute Horrorfilme.


    Sicher oder vermutlich hab ich einen vergessen, da es schwierig ist einen Überblick zu wahren. So weiß ich auch nicht mehr, ob ich ES vor oder nach Neujahr gesehen habe.

    Ansonsten möchte ich vor allem noch eine Handvoll Animefilme sehen. Diesmal sind auch Chinesische darunter, 2 glaub ich.

    Ansonsten möchte ich den neuen Spiderman und Mogli auf Netflix sehen. Dachte wirklich, das sei derselbe Film aus dem Kino, bis Alaiya das im anderen Topic verneint hat. Bin froh, dass ich damit nicht alleine dastand. xD


    Edit short king

    Black Panther war kein Popcornflick. ôo

  • Ein Popcornflick ist für mich ein Film, der unterhält und schön anzusehen ist, ohne dabei den Zuschauer anzuregen, sich über den Film hinaus Gedanken zu machen oder tiefgreifendere Fragen aufzuwerfen. Marvelfilme sind für mich der Inbegriff von Popcornkino und ich meine den Begriff keineswegs irgendwie negativ oder belächelnd. Es ist ja gerade das Ziel solcher Superheldenfilme (oder zumindest der meisten von ihnen) den Zuschauer mit viel Action und Humor 2h zu unterhalten, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass Ironman und co. niemanden die nächsten Tage beschäftigen wird (Ausnahmen gibt es natürlich, auch das soll nicht belächelnd wirken).

  • Ein Popcornflick ist für mich ein Film, der unterhält und schön anzusehen ist, ohne dabei den Zuschauer anzuregen, sich über den Film hinaus Gedanken zu machen oder tiefgreifendere Fragen aufzuwerfen. Marvelfilme sind für mich der Inbegriff von Popcornkino und ich meine den Begriff keineswegs irgendwie negativ oder belächelnd. Es ist ja gerade das Ziel solcher Superheldenfilme (oder zumindest der meisten von ihnen) den Zuschauer mit viel Action und Humor 2h zu unterhalten, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass Ironman und co. niemanden die nächsten Tage beschäftigen wird (Ausnahmen gibt es natürlich, auch das soll nicht belächelnd wirken).

    Hä? Aber gerade Black Panther hatte definitiv das Ziel zum Nachdenken anzuregen über die Geschichte des Kolonialismus und was für Folgen das gehabt hatte und wie diese bis in unsere Zeit anhalten. Black Panther hatte unglaublich viel Subtext über die Geschichte Afrikas, Koloniale Einflüsse und afro-Minderheiten in der heutigen Welt.


    Und auch wenn ich sagen muss, dass ich Infinity War ziemlich mies fand (die 7/10 kann ich mir dabei auch nicht wirklich erklären), hatte der Film sicher auch das Ziel zumindest ein wenig zum Nachdenken anzuregen - selbst wenn sie selbst den Gedanken wahrscheinlich nicht bis zum Ende verfolgt haben *hüstel* Was einer der Gründe war, warum mir der Film nicht gefallen hat.


    Ich gebe ja offen zu, dass es mir übel aufstößt, wenn jemand Black Panther als oberflächlich darstellt und 3 Billboards als toll. *hüstel* 3 Billboards war einfach nur ein widerlicher Film, der ebenso seine Gedanken nicht zuende gedacht/ sein Thema nicht verstanden hat. Es ist einfach nur eine filmische Entschuldigung von Polizeigewalt >_____> Einfach richtig zum Kotzen, der Film, tbh. Der Film ist einfach nur ein super weißer Film, der Rassismus als Thema nicht versteht.


  • Eben das. Auch wenn ich bei der Aussage über Fantastic Beasts nicht zustimmen kann (okay, manches stört mich, ich kann dir nicht widersprechen, aber ansehen wollte ich ihn mir dennoch unbedingt), bei Black Panther definitiv. Während ich auch fand, dass der Film ein Zweiteiler hätte sein sollen, um verschiedene Handlungsstränge in einem langsameren Pacing zusammenzuführen, beschreibt der gesamte Film Kolonialeinflüsse etc.


    Ich find's auch etwas dreist zu behaupten, alle Superheldenfilme würden "nicht zum Nachdenken anregen". Alleine diese Begriffe sind so schwammig, dass sie eigentlich schon gar keine Bedeutung mehr haben. Man kann in andere Leute eben nicht hineinschauen und eine Handlung, die andere offenbar doch angesprochen hat, auf "eben zwei Stunden Action und Humor" reduzieren.

    Für mich sind die eher nichts, weil sie so ein schnelles Pacing und zu viel von den angesprochenen Dingen haben, aber Popcornflick ist eben dennoch nicht. Aber ich mag diese Bezeichnungen ohnehin nicht und versuche sie selbst zu vermeiden, auch wenn man sowas zu oft am Rande als Synonym für "hat MIR nicht gefallen / nichts gesagt" sagt.


    Selbst wenn dich ein Film nicht zum Nachdenken anregen sollte, so kann das erstens daran liegen, dass man sich einfach nicht angesprochen fühlt (ohne Wertung nun, ist nunmal oft so) und es können dessen Charaktere dennoch sehr gut geschrieben sein und viel Tiefe haben. Denn gerade Charaktere von Filmen, die eine große Bedeutung haben wollen, sind imo oft sehr flach. Aus dem einfachen Grund, weil diese oft nicht mehr als Hüllen sind, die eine gewisse Thematik verkörpern sollen, aber keinen Menschen.

    Selbst wenn sich jemand von einer Thematik nicht angesprochen fühlt, so kann man sich dann dennoch von den Charakteren oder dem Worldbuildung angesprochen fühlen. Und das sind nur zwei Beispiele.


    Gerade solche Filme und Franchises haben riesige Fanbases, die jede Kleinigkeit auf anderen Websiten analysieren und stundenlang und tagelang darüber diskutieren und wirklich tolles Fanwork anfertigen. Daher kann man nun wirklich nicht sagen, dass Ironman und co. niemanden tagelang beschäftigt hat. Offenbar ist das ja für wirklich tausende Menschen der Fall. xD

    Ansonsten denke ich, dass Fans viel "objektiver" sind als Außenstehende, die wie ich mit ihren Freunden ins Kino gehen. Schließlich hat man mehr Kontext und Wissen über die Filme. Und mehr Kontext bedeutet fast immer auch mehr Tiefe.

  • Schließlich hat man mehr Kontext und Wissen über die Filme. Und mehr Kontext bedeutet fast immer auch mehr Tiefe.

    Genau so ist es.

    Sieht man bei Black Panther sogar recht gut - ich kann mir nämlich vorstellen, dass der Film nicht ganz so gut wirkt, wenn man vorher "Captain America - Civil War" nicht gesehen hat oder den nicht mehr so gut in Erinnerung hat. Civil War ist enorm wichtig für Black Panther, allein schon wegen der Ausgangssituation des Films, welche ja in Civil War geschaffen wird.


    T'Challas Charakter-Arc beginnt ja nicht erst in Black Panther, sondern eben schon im dritten Captain America-Film, und es ist sogar recht interessant, wie sehr sich die Entwicklung, die er da durchgemacht hat, in Killmonger widerspiegelt.

    In Civil War wird T'Challas Vater getötet, woraufhin er sich auf einen blinden Rachefeldzug begibt, ohne sich darum zu kümmern, ob er vielleicht den Falschen jagt oder ob seine Identität als Black Panther der Welt enthüllt wird - gerade letzteres ist bereits ein erster Bruch mit der Geheimhaltungs-Politik Wakandas, die ja dann in Black Panther ebenfalls ein wichtiger Aspekt seiner Entwicklung ist. Schließlich muss er aber erkennen, dass seine Rache ihn auf den falschen Weg geführt hat und es bessere Möglichkeiten gibt, seine Ziele zu erreichen.

    Mit Killmonger gibt es deutliche Parallelen: Sein Vater wird getötet, woraufhin er auf Rache aus ist, allerdings am Falschen, da T'Challa nicht für die Taten seines Vaters verantwortlich ist. Außerdem will er sich dafür rächen, was Afrika durch den Rest der Welt angetan wurde. Und letztlich beschließt Killmonger, der Geheimhaltung Wakandas zu diesem Zweck ein Ende zu bereiten. Der Unterschied ist, dass er seine Fehler nicht einsieht, und das ist es wiederum, was T'Challa zum besseren König macht: Obwohl er am Ende ebenfalls entscheidet, Wakanda der Welt zu öffnen, reflektiert sich bei ihm in dieser Entscheidung seine gesamte Entwicklung seit dem Beginn von Civil War bis hin zum Ende von Black Panther.


    Letztlich war T'Challa in Civil War erstmal nicht viel anders als Killmonger, und da wäre es ihm durchaus sogar zuzutrauen gewesen, dass er mehr als nur seinen Anzug verwendet, um seine Rache zu bekommen, und in der Folge dessen Wakanda auf deutlich weniger friedliche Weise offenbart, als er es schließlich getan hat.

    Black Panther hat dann gezeigt, was in diesem Fall den Helden vom Schurken abhebt: Selbstreflexion und das Erkennen sowie Meistern der eigenen Fehler.


    Einiges davon entgeht einem wahrscheinlich, wenn man diesen Film als Einzelwerk betrachtet. Das ist Fluch und Segen eines zusammenhängenden Filmuniversums: Die Verbindungen zwischen den Filmen können viel Tiefe hinzufügen, aber auch Tiefe nehmen. Versteht mich nicht falsch, ich denke, dass Black Panther auch alleine gesehen noch ein guter Film ist, aber ich finde, dass man beim MCU eben schon ein bisschen was vom Kontext wissen sollte. Nicht unbedingt auf Fan-Level, das wäre für die meisten zu viel verlangt, aber schon den ungefähren Rahmen. Ich weiß, einige sehen das sehr negativ, dass man da teilweise etwas Vorwissen benötigt, aber es gibt genug alleinstehende Superhelden-Filme, und jetzt im Moment befinden wir uns eben im Zeitalter der großen Filmuniversen. Deal with it!

    Mir persönlich gefällt es richtig gut, dass diese Filme alle zusammengehören, aber ich bin eben auch einer derjenigen, die auf sämtliche Zusammenhänge achten, und mir ist bewusst, dass ich dasselbe nicht von jedem verlangen kann.


    Killmonger war btw meines Erachtens ein ziemlich gut geschriebener Schurke.

  • Aus dem einfachen Grund, weil diese oft nicht mehr als Hüllen sind, die eine gewisse Thematik verkörpern sollen, aber keinen Menschen.

    *hust* Nolan *hust*


    Aber ja, genau das denke ich halt auch oft. Viele der Filme, die so für ihren Tiefgang gelobt werden, finde ich persönlich oftmals eher furchtbar, da sie leider so mit ihrem Thema beschäftigt sind, dass sie leider dabei vergessen, eine Geschichte zu erzählen. Zumal sie ja leider ihren Dialog zu mindestens gefühlten 50% damit verbringen, dem Zuschauer Metaphern um die Ohren zu werfen (oder gleich explizite Exposition über die Themen), anstatt damit die Charaktere zu - y'know - Charakterisieren. (Effektiv ja genau das, was du sagst.)


    Und klar, das wirkt dann tiefsinnig, aber am Ende sitzt man dann da: Okay, aber der Plot des Films?


    Ich finde es vor allem immer wieder auffällig, wenn dann Filmen wie Black Panther oder bspw. auch Mad Max: Fury Road ein Mangel an Plot und Worldbuilding vorgeworfen wird, wo die einzige Erklärung, die ich dafür finden kann, wie man den Plot und das Worldbuilding nicht sehen kann, ist, dass man erwartet, dass eben im Sinn der anderen Filme Exposition betrieben wird, um Plot und Thema zu erklären. >.<


    Ich meine, man muss den Film dafür nicht mögen und es gibt durchaus Kritiken, die man gerechtfertigt anbringen kann (einmal ganz davon abgesehen, dass man auch einen perfekten Film einfach nicht ansprechend finden kann, weil halt einfach), aber ich höre halt oftmals diese Kritiken, wo ich mir denke: "What?" Weil es halt einfach Dinge sind, die sich leicht wiederlegen lassen und in mir immer den "You hava seen moovie?" Moment haben. Und ich hasse es ja so mit "Du hast Film nicht verstanden!!!" anzukommen, weil ich das immer öde finde, aber ... *wild gestikulier*


    Vor allem fällt mir halt immer wieder auf, dass diese Kritiken halt oft an Filme gerichtet werden, die halt aus einer anderen Perspektive erzählt werden, als der üblichen Hollywoodperspektive. Und ein wenig kommt das Gefühl bei mir öfter auf, dass das eigentliche Problem dahinter ist, dass man nicht versucht mal selbst aus einer anderen Perspektive den Film zu schauen.


    Na ja, dass, und dass wie die Academy oft gerade zu gesellschaftskritischen Themen gerne die Filme mit der sehr bequemen Kuschelperspektive ("Ja, es gibt ja Rassisten, aber die können ja nichts dafür und sind eigentlich auch total lieb und eigentlich machen beide Seiten ja was falsch und müssen besser lernen aufeinander einzugehen, ne wa?") bevorzugt werden, die das Problem gerne herunterspielen.


    Dieses Jahr haben wir mit Green Book ja auch noch so einen Kandidaten für einen zahmen Film zum Thema.


    (Und das gilt für jedwedes Gesellschaftliches Problem und jede Personengruppe. Frauen, PoC, LGBTQ, Disabled etc. Entweder die Filme sagen, dass es ja beide Seiten sind und für beide Seiten es nicht leicht ist oder es ist Inspiration Porn. Letzteres doppelt so, wenn es um Disabled geht. X.x)

  • Ich meinte eigentlich die Comics und irgendein anderes Zusatzmaterial, falls es welche zu Black Panther gibt.
    Dass man vorher oder danach ergänzend Civil War guckt, war für mich selbstverständlich. xD



    (OT:

    Aus dem einfachen Grund, weil diese oft nicht mehr als Hüllen sind, die eine gewisse Thematik verkörpern sollen, aber keinen Menschen.

    *hust* Nolan *hust*

    Aber ja, genau das denke ich halt auch oft. Viele der Filme, die so für ihren Tiefgang gelobt werden, finde ich persönlich oftmals eher furchtbar, da sie leider so mit ihrem Thema beschäftigt sind, dass sie leider dabei vergessen, eine Geschichte zu erzählen. Zumal sie ja leider ihren Dialog zu mindestens gefühlten 50% damit verbringen, dem Zuschauer Metaphern um die Ohren zu werfen (oder gleich explizite Exposition über die Themen), anstatt damit die Charaktere zu - y'know - Charakterisieren. (Effektiv ja genau das, was du sagst.)

    Lustigerweise selbst die Filme, die er von Comics adaptiert. Ich kann über den Originalbatman nicht so viel sagen, aber in der Dark Knight-Reihe ist Batman imo einer der langweiligsten Gary Stues, die ich je gesehen habe. Ja, er hat keine Superkräfte, aber das macht keinen Unterschied, wenn das Ergebnis dasselbe ist.

    Noch langweiliger fand ich nur als Kind schon Superman. Okay, das liegt auch daran, dass ich ZU idealisierte und idealistische Charaktere nicht mag (beides xD), aber dennoch gilt für beide, dass ich sie unglaublich langweilig finde.

    Zudem haben beide das Ideal niemanden zu töten, was ich an sich in Ordnung und für ihren Charakter nachvollziehbar finde, aber nicht so gut umgesetzt. So kommt es eher als Deus Ex Machina-Lösung daher, um den Film nicht gleich zu beenden und ihm seine Handlung nicht zu nehmen.

    Man muss dazusagen, dass die Originale beider sehr alt sind und gerade Superman amerikanische Ideale darstellen sollte - und damit schon sehr fragwürdig ist.

    Batman hingegen finde ich einfach nur genauso öde wie etwa James Bond, Son Goku und Kirito? xD)


    Zitat von Alaiya

    Ich finde es vor allem immer wieder auffällig, wenn dann Filmen wie Black Panther oder bspw. auch Mad Max: Fury Road ein Mangel an Plot und Worldbuilding vorgeworfen wird, wo die einzige Erklärung, die ich dafür finden kann, wie man den Plot und das Worldbuilding nicht sehen kann, ist, dass man erwartet, dass eben im Sinn der anderen Filme Exposition betrieben wird, um Plot und Thema zu erklären. >.<


    Ich meine, man muss den Film dafür nicht mögen und es gibt durchaus Kritiken, die man gerechtfertigt anbringen kann (einmal ganz davon abgesehen, dass man auch einen perfekten Film einfach nicht ansprechend finden kann, weil halt einfach), aber ich höre halt oftmals diese Kritiken, wo ich mir denke: "What?" Weil es halt einfach Dinge sind, die sich leicht wiederlegen lassen und in mir immer den "You hava seen moovie?" Moment haben. Und ich hasse es ja so mit "Du hast Film nicht verstanden!!!" anzukommen, weil ich das immer öde finde, aber ... *wild gestikulier*

    Ich habe es oft so empfunden, dass in Unterhaltungsfilmen und -literatur und "not highly critical 'acclaimed'"-Anime die Charaktere und das Worldbuilding im Gesamten EHER mehr Tiefe haben, weil der Autor seinen Job macht und versucht seine Story zu erzählen anstatt etwas zu produzieren, das der Academy gefallen würde.


    An sich kann ich es ohnehin nicht leiden, wenn Charaktere dauernd erzählen und reflektieren müssen, was sie fühlen und was sie denken und wieso sie sich nun so entwickelt haben oder generell Story und Moral erklären. Klar, ab und an ist es in Ordnung, aber ich täte gerne selbst dahinterkommen, was in jemandem vor sich geht und Dialoge und Szenen mit Interaktion selbst interpretieren und Ding in den Kontext bringen etc. Eigentlich mag ich das total gerne, wenn ein Charakter mehr in sich trägt, als er offen in die Kamera zeigt und direkt anspricht.

  • Ich meinte eigentlich die Comics und irgendein anderes Zusatzmaterial, falls es welche zu Black Panther gibt.

    Das war mir schon klar, aber ich wollte allgemein auch ansprechen, dass man bezüglich wichtigem Kontext gar nicht bis auf die Ebene des Quellenmaterials gehen muss, jedenfalls nicht beim MCU.


    Dass man vorher oder danach ergänzend Civil War guckt, war für mich selbstverständlich. xD

    Ja, es sollte selbstverständlich sein, ist es aber offenkundig für einige nicht. Ich kann zwar ein bisschen nachvollziehen, dass manche einen Film lieber als Einzelwerk sehen, aber inzwischen sollte jedem klar sein, dass die Filme des MCU nicht wirklich alleinstehend betrachtet werden sollten - wie gesagt, einige von ihnen sind auch als Einzelwerke gut, aber die Zusammenhänge zu anderen Teilen des MCU stellen eben auch einen festen Bestandteil einiger dieser Filme dar und sollten in eine ordentliche Bewertung mit einbezogen werden.

    Reviews ohne Einbezug der Zusammenhänge sind in meinen Augen unvollständig. Sie können trotzdem noch sehr aussagekräftig sein, aber es fehlt eben etwas.


    Das wollte ich am Beispiel von Black Panther eben ein bisschen darlegen.


    Lustigerweise selbst die Filme, die er von Comics adaptiert. Ich kann über den Originalbatman nicht so viel sagen, aber in der Dark Knight-Reihe ist Batman imo einer der langweiligsten Gary Stues, die ich je gesehen habe. Ja, er hat keine Superkräfte, aber das macht keinen Unterschied, wenn das Ergebnis dasselbe ist.

    Ich habe zwar an und für sich kein Problem mit Batman in der Dark Knight-Trilogie, aber dass er ein bisschen flach ist, sehe ich ebenfalls. Allgemein glänzt Batman doch vor allem durch seine Schurken. Ich habe mal eine Zeit lang Batman-Comics gelesen, und könnte jetzt trotzdem nicht so genau sagen, was ihn so viel besser macht als andere Superhelden, außer eben dass er einige der besten Gegenspieler hat.

    Ist im Übrigen ganz interessant, wie sehr sich das auch in der Serie "Gotham" zeigt, die einige Jahre vor Batmans Erscheinen spielt. Bruce spielt darin zwar auch eine von Staffel zu Staffel größer werdende Rolle, und der Hauptcharakter ist Jim Gordon, aber was diese Serie wirklich ausmacht, sind die Schurken. Vor allem Penguin und Riddler tragen Gotham schon seit den Anfängen, und inzwischen gibt es da auch einen ziemlich guten Joker, auch wenn der bisher noch nicht als Joker bezeichnet wurde (dürfen die glaube ich nicht, wegen Rechten; jedenfalls ist Cameron Monaghan meines Erachtens der beste Joker seit Heath Ledger).

  • Aus dem einfachen Grund, weil diese oft nicht mehr als Hüllen sind, die eine gewisse Thematik verkörpern sollen, aber keinen Menschen.

    Was aber in meinen Augen nicht zwangsläufig schlimm sein muss. Zum aktuellen Halloween-Film hatte ich zuletzt mal eine Kritik gelesen, dass Michael Myers ja völlig entmenschlicht wird, was total schlimm sei. Gerade aber dadurch, dass er keine durchpsychologisierte Figur ist, ermöglicht der Film ein breiteres Spektrum: MM ist das Patriarchat. Nicht einfach nur ein irrer Mörder, nicht "nur" ein Sexist, nicht eine Puzzleteil im System, er ist das System selbst, das in seiner Gesamtheit bekämpft werden muss.

    Der Blick für diese Gesamtheit würde deutlich abgeschwächt werden, würde man MM daraufhin untersuchen, wie er zu dem Monster geworden ist, das er ist.

    Dass man vorher oder danach ergänzend Civil War guckt, war für mich selbstverständlich. xD

    Dinge, die am MCU (und jedem anderen Franchise) nerven: Plötzlich muss ich für eine fundierte Meinung zum Film erstmal drölfzig andere Filme gesehen haben, weil ich den Film sonst gar nicht verstehen kann. Für jeden Charakter muss immer noch ne Origin-Story her und in Film Bla wird noch erklärt, warum X und Y nicht so gut miteinander können und so weiter und so fort.

    Ich kann kein bisschen nachvollziehen, wieso man sich auf so einen Käse einlässt. Wenn ich zusammenhängende Geschichten sehen will, schau ich mir ne Serie an, in einem Film will ich eine abgeschlossene Geschichte sehen, keine Fragmente, die ich mit anderen Filmen ergänzen muss.

  • Dinge, die am MCU (und jedem anderen Franchise) nerven: Plötzlich muss ich für eine fundierte Meinung zum Film erstmal drölfzig andere Filme gesehen haben, weil ich den Film sonst gar nicht verstehen kann.

    Ist doch in gewöhnlichen Reihen nicht anders, seien es Zweiteiler, Trilogien oder Reihen mit fast zehn Filmen wie Harry Potter. Hat es schon immer gegeben, wird es immer geben, der einzige Unterschied beim MCU ist die Größenordnung des Ganzen. Würdest du vom achten HP-Film denn verlangen, ohne die sieben vorherigen Filme zu funktionieren? Bestimmt nicht. Warum dann also von einem MCU-Film der dritten Phase (heißt zwischen Avengers 2 und 3) verlangen, komplett ohne die vorherigen Filme zu stehen?

    Gerade beim MCU ist es ja teilweise fürs Verständnis nichtmal nötig, sämtliche vorher erschienenen Filme gesehen zu haben. Black Panther versteht man zum Beispiel auch gut ohne Vorwissen, er erhält durch das Vorwissen eben nur noch ein bisschen mehr Tiefe. Lediglich ein paar "Knotenfilme" wie Avengers oder Civil War bilden da Ausnahmen.


    Für jeden Charakter muss immer noch ne Origin-Story her und in Film Bla wird noch erklärt, warum X und Y nicht so gut miteinander können und so weiter und so fort.

    Origin Stories werden inzwischen teilweise in zwei Sätzen abgehandelt, weil man eben schon so viele davon hatte. Siehe beispielsweise Spider-Man: Homecoming. Und erwartest du wirklich, dass in einem Film mit so vielen Charakteren wie in Avengers auf jeden ausführlich eingegangen wird? Ja gut, dann erfährt man eben in Thor und nicht in Avengers, warum Thor und Loki nicht miteinander können, aber wo ist da das Problem? Das meiste bleibt sowieso in den Filmen, in denen es auch wirklich um die Charaktere geht. Außerdem wird in den Knotenfilmen trotzdem meist nochmal kurz umrissen, wie es um die verschiedenen Charaktere steht.


    Wenn ich zusammenhängende Geschichten sehen will, schau ich mir ne Serie an, in einem Film will ich eine abgeschlossene Geschichte sehen, keine Fragmente, die ich mit anderen Filmen ergänzen muss.

    Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Du bemängelst hier also nur die Form, in der zusammenhängende Geschichten erscheinen? Serien erlaubt, aber Filme nicht? Warum?

    Abgesehen davon, was bedeutet für dich abgeschlossene Geschichte? Ich würde nämlich sagen, dass 99% der MCU-Filme eine in sich abgeschlossene Geschichte haben. Sie sind selbstverständlich Teil einer übergreifenden Handlung, aber das bedeutet nicht, dass sie keine eigene Handlung mit ordentlichen Conclusions haben. Und oftmals zeigt sich die übergeordnete Handlung auch nur in ein, zwei Cameos und einer kurzen Szene nach dem Abspann, das wars.