News-Topic 2019

  • Demokratie bedeutet sowie etwas zu wählen.

    Die gewählten sind dann ein Teil eines Parlaments und gestalten demokratisch die Zukunft.

    Jedenfalls sollte es so sein, aber in deren Augen machen die gewählten nicht das, was sie sollen.

    Die Bürger haben das Gefühl nur Stimmvieh zu sein und hinzu kommt, dass man das Gefühl hintergegangen zu sein.

    Das Ding ist, wenn jemand etwas vorschlägt, dann braucht er eine entsprechende Mehrheit.

    Ist dies nicht vorhanden, scheitert das Projekt.

    Hinzu kommt dass die Industrie und Lobby Einfluss nimmt auf die Politik.

    Man hat als Bürger das Gefühl es passiert nichts.

    Hinzu kommt, dass Sachsen bereits zu Hitlers Zeiten ein Hochburg von Nazis war.

    Das sollte heutzutage weniger eine Rolle spielen.

  • Zitat von QueFueMejor

    Schwer zu sagen, was tun gegen Rassisten und Faschisten? Inzwischen merken auch die Wahlforscher: Die meisten wählen Faschisten längst nicht aus Protest, sondern aus Überzeugung Nazis.

    Hier ein paar Grafiken:

    Es sind eher die Ängste, weshalb man AfD wählt.


    Aus gegebenen Anlass:


    https://buff.ly/2HEOXZN

  • Das ist mittlerweile halt schwerer zu glauben. Man hat mit ihnen Jahrzehnte lang zu reden versucht und sicherlich spielt auch das eine Rolle, aber eben nicht ausschließlich.

    Eine Sache, die auch noch stark mitreinspielt ist, dass ich mittlerweile denke, dass viele Menschen emotional und intellektuell (selbst in ihren Dreißigern oder in der Mitte ihres Lebens noch) unfähig scheinen, es zu unterlassen, sich auf andere zu projizieren.

    Wenn du dein Leben hasst, dann mach halt, ist deine Sache, aber es hat nichts mit anderen zu tun. Stattdessen wälzen die ihre Verbitterung, ihr verkorkstes Leben, ihren Hass auf ihre Arbeit, und ihr "buhuuu, ich hab keine Freunde und erst recht keine Partnerin" (<- die meisten davon sind weit rechts und misogyn wie sonst was) an anderen ab.

    Die wollen einfach andere hassen und bekommen eine riesige Bühne geboten. Die Rechten sind sowohl politisch wie auch privat das selbstmitleidigste Pack mit der größten Opferrolle, das ich kenne. Erst letztens gehört, dass im Subtext einfach nur stand "buhuu, ich hasse "Linke", weil mich dann keiner mag und Frauen laufen vor mir weg."

    Dazu kommt eben, dass sie jeden Hass in sich gerne aufsaugen und daher sind viele nicht nur das arme, aber ungebildete / dumme Opfer von Manipulation. Das kommt noch stark hinzu. Wenn jemand noch nicht so radikal eingestellt war, wird er damit radikalisiert.

  • Gegen Unzufriedenheit und Protest gibt es wohl kein schnell greifendes Patentrezept.

    Schwer zu sagen, was tun gegen Rassisten und Faschisten? Inzwischen merken auch die Wahlforscher: Die meisten wählen Faschisten längst nicht aus Protest, sondern aus Überzeugung Nazis.

    Mit so einer Aussage holt man sie jedenfalls nicht zurück. Sahra Wagenknecht (Linke) hat sich diesbezüglich zu einer interessanten Aussage hinreißen lassen:

    Zitat

    Wenn wir Menschen jenseits des hippen Großstadtmilieus erreichen wollen, müssen wir ihre Sicht der Dinge ernst nehmen, statt sie zu belehren, wie sie zu reden und zu denken haben.

    Laut deinem "Fakt" müsste sich ja innerhalb der letzten 5 Jahre die Anzahl der Überzeugung Nazis sprunghaft verdoppelt haben. Was wäre denn deiner Meinung nach die Ursache dafür?

  • Sahra Wagenknecht (Linke) hat sich diesbezüglich zu einer interessanten Aussage hinreißen lassen

    Zitat

    Wenn wir Menschen jenseits des hippen Großstadtmilieus erreichen wollen, müssen wir ihre Sicht der Dinge ernst nehmen, statt sie zu belehren, wie sie zu reden und zu denken haben.

    Ist das auch aus dieser Zeit, in der jeder Politiker davon redete die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen? Das sollte wohl wie eine Beruhigungstablette wirken, nur ohne Plan, wie das denn funktionieren sollte...

  • Sorry, aber irgendwann ist meiner Meinung nach dann doch der Punkt erreicht, wo man solchen Meinungen nicht mehr "entgegen kommen" muss oder sollte. Die AfD ist so stark von rechtsextremem Gedankengut durchzogen (von dem man sich parteiintern, wenn überhaupt, nur fadenscheinig distanziert), dass man bei jedem AfD-Wähler leider annehmen muss, dass es ihm entweder egal ist oder er zumindest damit sympathisiert. Wer solche Strukturen der Intoleranz und des Hasses mit seiner Stimme unterstützt, nur damit er "sagen kann, was nicht gesagt werden darf" oder "anderen etwas entgegen setzen" kann (was halt auch solche hohlen Phrasen sind), dem erbringe ich ebenso wenig Toleranz.

  • Gegen Unzufriedenheit und Protest gibt es wohl kein schnell greifendes Patentrezept.

    Schwer zu sagen, was tun gegen Rassisten und Faschisten? Inzwischen merken auch die Wahlforscher: Die meisten wählen Faschisten längst nicht aus Protest, sondern aus Überzeugung Nazis.

    Mit so einer Aussage holt man sie jedenfalls nicht zurück. Sahra Wagenknecht (Linke) hat sich diesbezüglich zu einer interessanten Aussage hinreißen lassen:

    Zitat

    Wenn wir Menschen jenseits des hippen Großstadtmilieus erreichen wollen, müssen wir ihre Sicht der Dinge ernst nehmen, statt sie zu belehren, wie sie zu reden und zu denken haben.

    Laut deinem "Fakt" müsste sich ja innerhalb der letzten 5 Jahre die Anzahl der Überzeugung Nazis sprunghaft verdoppelt haben. Was wäre denn deiner Meinung nach die Ursache dafür?

    Das Problem ist, dass diese Menschen in abgelegenen Gebieten vielfach bewiesen haben, dass man sie nicht mehr erreichen kann. Viele von ihnen haben noch nichtmal Sorgen, die im direkten Zusammenhang mit den angesprochenen Themen stehen.


    Die jungen Menschen, die es nicht mehr aushalten, fliehen gleich nach der Matura (oder davor schon in ein Internat) und die meisten, die dort bleiben wollen, wollen ihre ganze Individualität für die Anpassung ans Dorf aufgeben.

    Es ist eigentlich so schade, wenn man von wunderschöner Natur und Landschaft umgeben wäre und für mich (& Freundin und andere) wäre es toll in so einer Umgebung zu wohnen, wenn es auch mit der Zugverbindung passen würde. Das Problem wären die "gutbürgerlichen" Menschen in so einem Ort. Da will man sich doch nach einer Woche die Kugel geben.

  • Demokratie bedeutet sowie etwas zu wählen.

    Die gewählten sind dann ein Teil eines Parlaments und gestalten demokratisch die Zukunft.

    Jedenfalls sollte es so sein, aber in deren Augen machen die gewählten nicht das, was sie sollen.

    Die Bürger haben das Gefühl nur Stimmvieh zu sein und hinzu kommt, dass man das Gefühl hintergegangen zu sein.

    Das würde dann eher erklären, warum man nicht wählen geht. Erklärt aber nicht, dass dem Teil der Wähler, die "falsch" wählen, das Demokratieverständnis abgesprochen wird.


    Das Problem ist, dass diese Menschen in abgelegenen Gebieten vielfach bewiesen haben, dass man sie nicht mehr erreichen kann.

    Ich musste jetzt im ersten Moment daran denken, dass man sie nicht mehr erreicht, weil sie vom öffentlichen Nahverkehr und der Mobiltelefonversorgung bzw. Internet abgeschnitten sind. :sarcastic:

  • Das würde dann eher erklären, warum man nicht wählen geht. Erklärt aber nicht, dass dem Teil der Wähler, die "falsch" wählen, das Demokratieverständnis abgesprochen wird.

    Naja, viele AfD-Politker/-Wähler sprechen ja die ganze Zeit davon, dass wir in einer Diktatur leben (unter Merkel, der EU...)

    Für mich spricht das schon dafür, dass jemand Demokratie nicht verstanden hat

  • Erklärt aber nicht, dass dem Teil der Wähler, die "falsch" wählen, das Demokratieverständnis abgesprochen wird.

    Wer falsch wählt, der hat eine ungültige Stimme abgegeben. Es ist zudem nicht gesagt, dass jeder Wähler überhaupt ein Demokratieverständnis hat. Also was meinst du genau?

  • Das Problem ist, dass diese Menschen in abgelegenen Gebieten vielfach bewiesen haben, dass man sie nicht mehr erreichen kann.

    Ich musste jetzt im ersten Moment daran denken, dass man sie nicht mehr erreicht, weil sie vom öffentlichen Nahverkehr und der Mobiltelefonversorgung bzw. Internet abgeschnitten sind. :sarcastic:

    Das auch. xDD


    Das Einzige, womit man Leute erreichen kann, ist viel Kontakt zu anderen herzustellen, aber gegen den gehen diese Örtchen sogar gerichtlich vor, sobald eine muslimische Familie ein Haus kaufen möchte.

    Einerseits find ich es gut, dass diese Familie nicht nachgegeben hat. Andererseits hat man von Vorhinein ein echt ungutes Gefühl irgendwohin zu ziehen, wo man nicht erwünscht ist.

    Ich hoffe, die Kinder werden in der Schule nicht gemobbt. :/ Es könnte aber auch das Gegenteil in den Köpfen der anderen (zumindest mancher) Kinder passieren, gerade in den Phasen, in denen man seine Eltern so ein bisschen zu hinterfragen beginnt. Bloß kommen manche nie in diese Phasen.


    Da gab es dieses Experiment mit der Ratte, die von einer andersfarbigen Ratte aus einem Käfig befreit wurde und seitdem nicht nur Ratten gleicher Farbe, sondern den Andersfarbigen ebenfalls hilft. Das wurde dann nicht nur mit Ratten, sondern auch mit verschiedensten Tierarten weitergeführt.

    Wisst ihr zufällig, wie es hieß, oder wer es durchgeführt hat? Ich find grad nichts. Es sollte veranschaulichen, dass sich die Kontakthypothese bewahrheitet, der Kontakt zu anderen Gruppen alles ist und dieser Lernprozess in allen Säugetieren verankert ist.

    Wenn man früh genug damit beginnt, oder wenn der eigene Wille zur Veränderung da ist, kann man jeden Menschen dazu konditionieren Vorurteile ab- oder gar nicht erst aufzubauen.

    Wenn du Erwachsene vor dir hast, die sich mit aller Macht wehren, kann man an denen auch nichts verändern. Deshalb gibt man es irgendwann auf.

  • Laut deinem "Fakt" müsste sich ja innerhalb der letzten 5 Jahre die Anzahl der Überzeugung Nazis sprunghaft verdoppelt haben. Was wäre denn deiner Meinung nach die Ursache dafür?

    Hast du dir mal die Wählerwanderung angesehen? Sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg hat die AfD massiv an Nicht- und Erstwählern gewonnen. Oder anders gesagt: Die Nazis waren schon da, sie waren bisher nur nicht mobilisiert.

    Ich kanns übrigens echt nicht mehr hören, man müsse die Sorgen der Bürger ernst nehmen. Wir haben ein verschärftes Asylgesetz, in Sachsen und Bayern werden Polizeigesetze auf den Weg gebracht, die die Mittel fragwürdigst ausweiten. Dennoch haben Menschen in Dörfern, wo sich kein Asylbewerber rumtreibt, Angst vor "Überfremdung", die AfD konnte mit genau diesen Themen ihre Stimmanteile in Brandenburg fast und in Sachsen mehr als verdoppeln. Was wir also erreichen, wenn wir deren ekelhafte Sorgen ernst nehmen? Sie denken, sie hätten recht und fordern noch mehr. In Kommentarspalten wird regelmäßig eingefordert, dass die FFF-Demonstranten überfahren werden sollen, Flüchtlinge im Mittelmeer und Greta Thunberg im Atlantik absaufen sollen, dass Kriminelle in Arbeitslager oder KZs geschickt werden sollen. Das sind Leute, die vor einem imaginierten Kulturverlust Angst haben, deren einzige Kultur billiges Schweinefleisch in Massen fressen ist. Man verzeihe mir, wenn ich die Schnauze voll davon habe, die Sorgen solcher Leute auch nur noch einen Moment ernst zu nehmen. Diese Leute wollen halt Faschismus, da gibt es keinen Fuß breit mehr.

  • Ich glaube mittlerweile ists kurz vor 12.

    Man könnte den Leuten die AfD gewählt haben pre-1933-Adolf persönlich als Spitzenkandidaten aufstellen und die würden den wählen, siehe den Fakt, dass sie den überzeugten Faschisten Andreas Kalbitz dort in Brandenburg gewählt und mit ihrer Stimme honoriert haben.


    Die Bastion der linken Gesellschaft, Thüringen mit myman Ramelow, wird aber vermutlich halten.

    Hängt und fällt dort zwar wahrscheinlich mit dem Einzug der FDP ins Parlament aber auf die Flachpfeifen kann man momentan glücklicherweise zählen, konsequent die Landtags-Einzüge zu verfehlen.

    Look, everybody always figures the time they live in is the most epic, most important age to end all ages. But tyrants and heroes rise and fall, and historians sort out the pieces.

  • Ich habe mir jetzt doch das CSYOU-Video angeschaut (denn man muss ja wissen, was der Feind so von sich gibt...


    Und Uff

    Ich habe wirklich nur selten Fremdscham-Momente, aber dieses Video hat echt alle bisherigen Meilenweit überboten.

    Nicht nur, dass, wie von mir schon angemerkt, die ganze Zeit nur darüber "gesprochen" wird, wie "schlimm" doch die anderen sind und man null auf die so oft geäußerte Kritik eingeht...

    Nein, das ganze wird auch noch absolut "überboten" dadurch, dass keine einzige Quelle genannt wird.
    Es wird fröhlich vor sich hin behauptet, dass Grüne und Co sich nie für die Bundeswehr interessiert hätten (was von der Welt sogar widerlegt wurde, sie behaupten auch, dass alle Grünen-Politiker/-Abgeordnete so viel umweltschädlicher seien als alle anderen Politiker/Abgeordneten zusammen

    Von der Tatsache einmal abgesehen, dass kein einziges Mal eine Quelle genannt wird, wage ich es doch bei so vielen Politikern der CSU/CDU in Führungspositionen zu bezweifeln, dass die bei all den Fahrzeugkolonnen "umweltfreundlicher" unterwegs seien als die Grünen-Politiker


    Zum Thema Greta Thunberg und ihre "nicht-Umweltfreundliche Bootsfahrt" ist mir bei dem Video noch etwas eingefallen:
    Ja, die Crew des Schiffes war durch die Flüge nicht umweltfreundlich unterwegs.

    Greta selbst aber schon. Auch wenn die CSU an der Stelle was anderes behauptet

  • Punkto Greta ...


    https://www.google.at/amp/s/ww…leugnern%3famplified=True


    Zitat

    Netzhass gegen Thunberg: Zusammenhang zwischen rechtem Frauenhass und Klimawandelleugnern


    Ich sehe seit langem ein Muster und siehe da, es bewahrheitet sich.

    Das Mädchen hat halt mehr Eier als ihr, deal with it. :biggrin:

  • Ideen gibt es immer zu allem.

    Ob die dann funktionieren, steht auf einem anderen Papier


    Gibt es andere Wirtschaftssysteme, die in den letzten Jahrzehnten gut funktioniert haben?

    Die Planwirtschaft von DDR, UdSSR und Co haben nicht funktioniert, da diese Systeme nur mit Diktaturen, Überwachung und Einschränkung der Freiheit funktioniert haben.

    Der Kapitalismus, auch wenn er in seiner jetzigen Form nicht gut/perfekt ist, funktioniert jetzt seit knapp 70 Jahren fast auf der ganzen Welt funktioniert


    Es gibt einen Unterschied zwischen "Humanen/fairen Kapitalismus" und "unmenschlichen Kapitalismus"

    Das Humaner Kapitalismus funktioniert sieht man anhand von Marken/Bewegungen wie Fair-Traid, welche in den letzten Jahren sehr stark an Beliebtheit und Qualität gewonnen haben. So ist es auch möglich, Kapitalismus zu betreiben, woran am Ende alle gewinnen. Konsumenten, Arbeiter, Wirtschaft