Der Generationsvertrag - Wie kann die Rente sicher sein?

  • Was möchtest du mir damit sagen? Ja wenn es gesundheitlich nicht möglich ist, dann sollen sie nicht mehr arbeiten gehen.

    Ähm ich meine das was ich geschrieben habe. 🤦

    Musst es nur lesen, genauso wie Bastet Ihren Text, wir reden hier nicht von müssen, sondern wenn es die Gesundheit zulässt.😅



    Es ist einfach so, dass die Meisten fast jeden Tag zur Arbeit gehen, um eben Geld zu verdienen, aber nicht weil sie es unbedingt wollen.

    Vllt. solltest du verstehen, dass so die Welt ohne in dem Fall die Wirtschaft NICHT läuft, irgendjemand muss arbeiten, sonst würde alles wegfallen, es geht lediglich darum, dass es im Jahr 2021 geschafft werden muss, dass es menschenwürdig ist, was es in vielen Fällen halt nicht mehr ist.

    Ich würde auch gerne auf dem Balkon liegen, Seen bereisen usw., aber so läuft die Welt halt nicht von nichts kommt nichts.


    Dabei gibt es so viel zu entdecken und ohne Arbeit ist es wesentlich unstressiger und man hat einfach mehr Zeit für sich

    Jaein, natürlich gibt es das, aber es gibt halt auch genug Leute, die deshalb auf die Arbeit gehen, damit Sie KEIN Stress haben, insofern die Arbeit das hergibt, kommt halt auch auf die Person an, wenn ich mir bspw. meine Kollegen angucke, die machen 20% der Arbeit und ich 80% die sind fast im Dauerragemode wegen nichts, ich verdiene am wenigsten, mache die meiste Arbeit (sehe aber dass ich definitiv unterbezahlt bin), meine Kollegen machen zusammen (sechs Leute) den Rest, ich bin gelassen und höre die immer von meinem Büro aus rummaulen.

    Arbeit bedeutet nicht immer gleich Stress und du musst kapieren, dass es außerhalb deiner Bubble auch noch andere Zustände gibt und nicht nur dein, "ich sehe das so, also ist das nur so".


    Auch 40 Stunden und mehr arbeiten kann oder nach strengen Schichtplänen arbeiten kann.

    Was ist dann für dich ein strenger Schichtplan?, ich kenne nur normale Schichtpläne, Schicht arbeiten ist natürlich nicht für jeden was, aber wenn die Arbeitnehmerqualitäten stimmen ist auch das ohne weiteres möglich, ich kenne btw. nicht so viele Kollegen, die flexibel arbeiten können, die kommen immer um die gleiche Uhrzeit.


    Und deswegen wäre es für mich keine Sache, worauf man stolz sein sollte so viel wie möglich zu arbeiten. Mein Anspruch ist einfach so wenig wie nötig.

    Auch hier solltest du verstehen, kaputt arbeiten ist eigentlich ein No-Go, gibt aber auch vereinzelt Leute die das mögen, gerade wenn ich dann so ein Spruch höre wie "Arbeit macht frei".

    Natürlich gibt es auch Firmen da musst du dich Tod arbeiten um was zu werden, ebenfalls abartig, aber du musst halt kapieren, wenn du nur das nötigste machst, brauchst du dich auch nicht wundern wenn nicht mehr Geld fließt, weil man sich irgendwie weiterbildet.


    Zumal ich vieles auch für eine Einstellungssache halte, objektiv gesehen, habe ich viel Arbeit, nur dadurch, dass ich mir halt nicht einrede, dass alles so scheiße ist (also Leute die wirklich bei ALLEM meckern), ist die Arbeit nicht "schlimm", natürlich ist es schöner wenn man faulenzen kann, auch wenn ich kein Fan davon bin, das wie lange zu machen, aber das Leben ist so, was wir da noch ändern können (natürlich auch nur bedingt), Gehalt und Arbeitnehmerqualitäten, in Form von in zig Firmen bewerben.

  • Ich fände es für mich auch perfekt an die 30 Stunden zu arbeiten. Momentan sind es für mich 18-22 Stunden, kommt auf die Woche an. Nach dem Studium wäre mir das aber doch zu wenig, wenn das dann wegfällt.


    Vllt. solltest du verstehen, dass so die Welt darauf ne in dem Falle die Wirtschaft NICHT läuft, irgendjemand muss arbeiten, sonst würde alles wegfallen, es geht lediglich darum, dass es im Jahr 2021 geschafft werden muss, dass es menschenwürdig ist, was es in vielen Fällen halt nicht mehr ist.

    Eben das. Am Ende fällt alles weg, egal ob es das Essen ist, das du aus dem Supermarkt holst, ob deine Post, deine Möbel oder Medikamente und medizinische Technik, die du benötigst, oder Unterhaltungsmedien, die du konsumierst.

    Wenn alle gedacht hätten: bleib ich 24/7 lieber im Bett und lass alles an mir vorbeiziehen, dürftest du eben wieder dein eigenes Reh jagen gehen lol.


    Und btw, es ist eben oft so, dass Menschen, die sehr wenig Motivation und Energie haben, unter einer Depression und anderen Krankheiten leiden. Das hat nichts damit zu tun, dass alle Jobs in Wahrheit eh scheiße sind, sondern mit der eigenen psychischen Gesundheit.

    Entweder das oder sie leiden unter einer physischen Krankheit, die vielleicht noch nicht entdeckt wurde.

  • Das bedindungslose Grundeinkommen würde dafür da sein, um essentielle Bedürfnisse wie Wohnen und Nahrung zu erfüllen, nicht um dir einen glamorösen Lebensstil zu finanzieren. Wieso sollte es andere interessieren, ob du irgendwo hinreisen und dir irgendwelche Wünsche erfüllen kannst? So sehr, dass sie doch auch noch dafür bezahlen? Die meisten Menschen, die sehr viel von Ort zu Ort reisen, machen dort work & travel you know.


    Ich frag mich außerdem wie du an dein Reiseziel ankommen willst, wenn niemand arbeitet. Bus, Bahn und Flugzeug werden stehen und du kriegst nirgendwo was zu essen oder einen Schlafplatz. ;)


    Inwiefern ist es unnormal zu arbeiten? Die Menschen sind immer schon Tätigkeiten nachgegangen, um sich ihr Leben zu organisieren und ich will auch nicht, dass die gesamte Menschheit zu einem Kleinkind zurückentwickelt, das von Robotern gefüttert uä. wird.


    NEET zu sein wird mal Normalität, wird aber kritisiert, weil es bei uns immer noch verkauft wird, dass das Arbeiten der Normalzustand ist. Das greift das Bewusstsein der Menschen an und daraus als Konsequenz folgt einen Diskurs mit Menschen, die NEET sind. Mit dem Ausgang, dass sie wegen ihrer Nichttätigkeit diskrimiert, ausgestoßen oder einfach benachteiligt werden. Von der eigenen Familie, von Freunden und vom Bekanntenkreis. Dabei ist es auch normal nicht arbeiten zu gehen. Aber es ist wie bei vielen Dingen, wofür man verteufelt wird und das nur, weil es der Mehrheit nicht passt.


    Das alles gilt natürlich auch für @Kenpachi

    Dafür gibt es ein Wort: Ausnutzen.

    Menschen lassen sich nicht gerne ausnutzen und es macht einen Unterschied, ob jemand gerade eine schwere Zeit durchmacht und daran arbeitet, oder ob dich jemand aussaugt, während er nichts zum gemeinsamen Leben beiträgt. Und weißt du, ausnutzen lässt sich keiner gerne und keiner gerne gefallen, wenn man nicht grad das größte Naivchen ist.


    Mir ist generell schon oft in anderen und diesem Topic aufgefallen, dass du sehr... unselbstständig und unreif wirkst. Auf mich wirkst du etwas wie ein Bub, dem man alles nachtragen und alles für ihn machen muss.

  • Mir ist generell schon oft in anderen und diesem Topic aufgefallen, dass du sehr... unselbstständig und unreif wirkst. Auf mich wirkst du etwas wie ein Bub, dem man alles nachtragen und alles für ihn machen muss.

    Danke mein erster Gedanke zu dem was er geschrieben hat, Edex auch hier bitte ich dich nochmal aus der Bubble zu kommen und nicht von deiner Sichtsweise, als "die Sichtweise" auszugehen.



    NEET zu sein wird mal Normalität, wird aber kritisiert, weil es bei uns immer noch verkauft wird, dass das Arbeiten der Normalzustand ist. Das greift das Bewusstsein der Menschen an und daraus als Konsequenz folgt einen Diskurs mit Menschen, die NEET sind. Mit dem Ausgang, dass sie wegen ihrer Nichttätigkeit diskrimiert, ausgestoßen oder einfach benachteiligt werden. Von der eigenen Familie, von Freunden und vom Bekanntenkreis. Dabei ist es auch normal nicht arbeiten zu gehen. Aber es ist wie bei vielen Dingen, wofür man verteufelt wird und das nur, weil es der Mehrheit nicht passt.

    *facepalm* Red dir das noch schön, nein ich denke nicht dass es normal werden wird, was denkst du woher das Geld kommt, um so Leute zu bezahlen?

    Machst ja so, als ob das alles kein Problem wäre und wir damit in den nächsten Jahren ohne Bedenken anfangen können, sei doch nicht so naiv und red dir das nicht ein.

    Du lebst echt in deiner eigenen Welt.^^"

    Zumal bitte hör auf die armen Needs so arme Leute sind, es gibt Leute die aus diversen Gründen nicht arbeiten können, aber keine Sorge wie sind so helle im Kopf und können das differenzieren, wenn du aus irgendeinem Grund nicht arbeiten kannst und sich daran nicht ändern lässt, DANN ist das ja in Ordnung, aber du brauchst jetzt nicht die in Schutz nehmen, die einfach kein Bock haben und sich denken "warum arbeiten?, gibt ja genug Leute die Geld für mich verdienen".


    Ja und so wäre es perfekt. Jeder von uns arbeitet einfach wann man will und ist davon unabhängig.

    Wie Bastet schon geschrieben hat, ist ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht dafür gedacht, dass du schlemmen kannst, Boy du musst echt aus deiner Bubble rauskommen und dir mal die Realität vor Augen halten, das was du schreibst erinnert mich an ein Kind, dass in irgeneiner Traumphase ist...

    Es ist wunschdenken, dass das einfach mal alle beziehen können, denn nochmal, woher soll das Geld kommen und das zu finanzieren?

    Wenn ich dann höre wie sehr du deine Arbeit magst, glaube ich nicht, dass du noch mal arbeiten gehst und das werden wahrscheinlich einige andere auch nicht machen und die, die es dann noch machen, kriegen sehr wahrscheinlich doppelt und dreifach eins auf den Deckel, weil wie gesagt, irgendwo muss das Geld herkommen.

    Also geh mal nicht davon aus, wenn du bedinungloses Grundeinkommen hast, dass du hier in der Welt rumziehen kannst und dir alle Fußballspiele angucken kannst. ;)

    Dafür gehen die Leute dann nämlich nicht arbeiten, um dir deinen Spaß zu finanzieren. ;)



    Die Arbeit an sich kann die Menschen depressiv machen, weil man nicht selber bestimmen kann, was man machen möchtet und was nicht. Die ganze Arbeit ist von Anfang an festgelegt, dann muss man sich erscheinen und arbeiten. Aber viele haben einfach keine Lust. Und gehen ohne eigene Lust zur Arbeit. Und die Arbeit schränkt die Freizeit ein.

    Da ich rauslesen konnte dass du eine Behinderung hast und trotzdem arbeitest, auch anscheinend in Schicht und dir das alles so blöd ist.

    Mhhhh, du schreibst hier ja andauernd im Forum, als weißte zumindest schonmal wie man nen Browser benutzt und wie man nen Rechner anmacht, diverse Office Programme sollten ggf. auch drin sein, mal überlegt, nach nem Bürojob zu gucken?

    Da fällt u.a. die Schichtarbeit weg (je nach Betrieb), ggf. verdienste mehr Geld, du tust dich körperlich nicht belasten und vllt. macht es dir ja Spaß, ich weiß natürlich nicht genau in wie fern, das mit deiner Behinderung möglich ist, aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage, wenn du körperliche Arbeit verrichten kannst, wieso nicht auch Büroarbeit?, vllt. motiviert dich das mehr auch wenn ich das schwer bezweifle, wenn ich mir deine Posts durchlese scheinst du an allem was auszusetzen zu haben.

    Da kann ich dir dann aber nur empfehlen, mal deine Sichtweise zu ändern, ich kann verstehen, dass einiges hier nicht richtig läuft, will ich auch nicht abstreiten, aber deine Denkweise entstammt irgendwie meiner Meinung nach einer Fantasiewelt, die aus irgendwelchen Gründen, hauptsächlich auf deine Bedürfnisse ausgelegt ist und mehr dem ICH als dem WIR dient. (Wie gesagt Horizont erweitern, das geht auch mit Arbeit)

    Ich gucke auch nach neuer Arbeit, weil mir meine Arbeit zwar Spaß macht, aber ich für das was ich arbeite definitiv hunderte von Euro zu wenig bekomme, wenn man also was ändern will muss man auch irgendwo selbst aktiv werden, es ist nicht so, dass die Arbeitgeber auf dich zugerannt kommen und dir Geldbündel gegen den Kopf werfen und dir die Füße küssen "oh lieber Edex komm bitte zu uns, wir richten uns nach deinen Wünschen, du bekommst tausende von Euro, musst dabei zwei Mal am Tag auf die Tastatur hauen und darfst dann nach einer Stunde Arbeit nach Haus gehen".


    Wie gesagt, ich empfehle dir mal aus deiner Scheinwelt zu kommen und dir die Realität zu betrachten und für ein gesundes weiteres Leben, das beste daraus zu machen, natürlich versucht man sein bestes (was möglich ist) um das ggf. zu beeinflussen, aber letztendlich kommt es wie es kommt, ich würde auch liebend gerne diverse Politiker mit Ihren dicken Ranzen an ne Rakete binden (die immer meinen "man muss den Gürtel enger schnürren") und wegfeuern, dabei einfach das Geld anders verteilen, aber wie ich gesagt habe, man muss realistisch bleiben.

    Letztendlich werde ich gucken dass ich Arbeit finde, wo ich dementsprechend bezahlt werde, wo es mir dennoch die meiste Zeit Spaß macht und das ziehe ich dann durch (ggf. mit Weiterbildungen etc. pp.) und gucke dass ich mir für die Rente was zurück lege, wer weiß wie beschissen es nämlich in 20 Jahren aussieht, dann darf ich wahrscheinlich bis 75 arbeiten, die Arbeitnehmerqualitäten sind noch schlimmer geworden, die Gehälter noch niedriger und das begünstigt dann aus, dass ich ein Tag vor meiner Rente beim raus gehen aus der Firma, direkt Tod in den Sarg falle. (Im schlimmsten Fall überdramatisch dargestellt, kenne aber schon Leute, die weniger als ein Monat Ihrer Rente erlebt haben und dann tot waren^^")

    Das ist die Realität, natürlich versucht man mit Wahlen und Co. dem hoffentlich positiv entgegen zu gehen, Ihr sehe es nicht so positiv, aber Ihr stell mir die Welt jetzt auch nicht wie ne Fantasiewelt vor, ich bleibe in der Realität.

  • Zumal es schon immer so war, dass Menschen in einer Gemeinschaft etwas geleistet haben, denn von nichts kommt nichts. Glaube mir, das sage ich auch als jemand der ein Jahr lang keine beständige Arbeit hatte und in den Tag hinein gelebt hat...das machst du einen Monat, vielleicht sogar zwei, aber dann ist es dir zu viel.


    Es ist nicht erfüllend, nichts zu leisten.


    Das einzige was ich momentan wirklich an unserem System ernsthaft zu kritisieren habe, ist, dass man rackert, sein Leben lang. Das man sich schon sehr früh entscheiden muss, welchen Weg man einschlägt, denn ein späterer Wechsel ist zwar möglich, aber oft mit Risiken verbunden. Das man vielleicht den Wechsel nie schafft, aufgrund persönlicher und finanzieller Umstände und unglücklich in seinem gewählten Berufsweg ist, ihn aber trotzdem weitergeht. Doch dann, am Ende, wenn man meint man hat es geschafft und man hat sich irgendwie durchgeschlagen, keine Rente erwarten kann, von der man Leben kann.


    Deswegen hatte ich ja schon einmal in einem anderen Topic geschrieben, dass ich absolut für eine finanzielle Entlastung in Form eines Grundeinkommens bin, einfach um den Menschen mehr Sicherheit zu geben, was den Beruf angeht.

    Ich bin der festen Überzeugung, das jeder irgendwo eine Berufung hat. Aber die weiß man nun einmal oft nicht direkt nach Beenden der Schule oder der Ausbildung. Trotzdem muss irgendwo Geld herkommen und irgendwann ist man dann "gefangen" in einem Strudel, hat vielleicht Familie und ist auf das Geld und die Sicherheit angewiesen und kommt einfach nicht mehr von seinem Job weg, egal ob er passt oder nicht.


    Das Ziel sollte bei so etwas also immer sein, das als Chance zu sehen, seine Berufung zu finden und dieser nachgehen zu können, ohne Angst von einem finanziellen Schaden. Aber auf keinen Fall sollte man sich so etwas wünschen um ausschließlich seinen Hobbys nachzugehen, weil Arbeit angeblich nicht normal ist. Es ist normal, aber nicht in dem Umfang, wie es zum Teil gefordert wird. Die Menschen werden zum Teil bis an die Grenze der Belastbarkeit getrieben, gespart wird dennoch an jeder Ecke. Geschulte Menschen werden durch günstigere Arbeitnehmer ersetzt, die Löhne zum Teil gedrückt wo es nur geht, während die Arbeit aufgestockt wird. Das ist in meinen Augen ein Modell, welches nicht endlos so weitergehen kann.


    Und die Aussage mit den Maschinen und Robotern macht mich ehrlich gesagt etwas fassungslos Edex . Du meinst Menschen sollten nicht mehr so viel arbeiten, für vieles gibts Maschinen und Roboter die das übernehmen können? Wünscht du dir eine Welt in der alles mit Maschinen gesteuert wird? Das ist die große Angst von ganz vielen Menschen die du da beschreibst! Willst du in einer Bar von nem Roboter bedient werden? Möchtest du in ein Geschäft gehen, wo deine gewünschte Ware auf nem Fließband angerollt kommt und das wars? Willst du durch leere Innenstädte gehen weil es keinen Grund mehr für die Menschen gibt, ihr Haus zu verlassen, denn sie arbeiten ja nicht mehr und wenn sie irgendwo hingehen werden sie eh von einer Maschine begrüßt? Das kann nicht dein Ernst sein. Bitte denke nach bevor du so etwas schreibst.


    Und bitte denke ganz dringend darüber nach, wieso Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen entstanden sind.

  • Mal davon abgesehen: solche Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen sind eh schon in Verruf, dass sie nach Strich und Faden ausgenutzt werden würden und dann kommen Leute an: "Ja klar, ich würde das voll ausnutzen. Und ich hätte bitte gerne ein Karibikurlaub all inclusive oben drauf. Danke."

    Kein Wunder, dass das nicht kommt, wenn man solchen Leuten zuhört ...


    Solch eine Einstellung erinnert mich an den einen, der über oder fast(?) ein Jahr lang ohne Miete zu zahlen bei meinen Kollegen geleecht hat und jedes Mal, wenn sie ihn rauswerfen wollten, hat er mit Suizid gedroht und sie zugeheult mit "ich bin auch etwas wert und hab das Recht zu leben! Poor me!" Zum Glück haben sie ihn dann hochkant rausgeworfen und Miete eingeklagt...


    Und btw: Wir gehen der größten Klimakrise, und damit der größten Wirtschaftskrise seit über einem Jahrhundert entgegen, nicht einer Zukunft, in der ein Roboter den Löffel bis zum Mund führt. Ich meine, einer solche Zukunft will ich genauso wenig entgegensehen...

    Da musst du dann froh sein, wenn du in ein paar Jahrzehnten überhaupt noch was von deiner Rentenversicherung rausbekommst und es dann überhaupt noch sowas wie die Mindestsicherung / Hartz IV für Notfälle gibt.

  • Ich habe keine Lust was dazu zu ergänzen. Außerdem gehört das nicht hier rein. Es ist ein komplett anderes Thema und auch sehr kompliziert. Da unterscheiden sich die Meinungen und Ansichten einfach zu sehr. Aber keine ist richtig oder falsch, weil keiner kann genau sagen wie es in der Zukunft wird. Es hat halt jeder eigene Visionen.


    Und zurück zum Thema.


    Könntet ihr echt vorstellen auch nach dem eigentlichen Renteneintrittsalter weiter zu arbeiten? Dabei arbeitet man schon ein halbes Leben lang..

  • Könntet ihr echt vorstellen auch nach dem eigentlichen Renteneintrittsalter weiter zu arbeiten? Dabei arbeitet man schon ein halbes Leben lang..

    Ja, weil meine Arbeit etwas ist, dass ich natürlicherweise gerne mache. Aber Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Als ich in der Produktion gearbeitet habe, hätte ich wohl weniger überzeugt ja gesagt. Selbst da aber zu einem Ja tendiert. Aber eben unter bestimmten Voraussetzungen. Ich habe auch mit meinen Kumpeln beim Burger King kostenlos oft gearbeitet, wenn einer von ihnen gerade Schicht hatte und Hilfe brauchte. Das waren so die besten Arbeitsstunden überhaupt, wenn man wusste, man ist freiwillig da und nicht, weil man gerade muss lol


    Es gibt an sich genug Belege, dass wir als Menschen gesünder leben, wenn wir eben bestimmten Aufgaben regelmäßig nachgehen und mehr Struktur haben. Arbeit kann da eine gute Methode sein. Zusätzlich - wurde auch erwähnt - braucht man etwas sinnstiftendes im Leben. Auch hier kann Arbeit ein sehr guter Weg sein. Dass im Alter, wenn diese Dinge wegfallen, viele Personen Schwierigkeiten haben und nicht wissen "wohin mit sich" ist ja auch ein sehr komplexer Sachverhalt. Zum einen kommen wir nicht drumrum zu überlegen, ob das nicht auch teilweise die Leistungsgesellschaft ist, die dieses Denken mit beeinflusst. Zum anderen sind wir soziale Wesen und da gehört "etwas füreinander tun" auch dazu. Das bedeutet ja jetzt alles nicht, dass man mit der gleichen Art von Arbeit, mit der gleichen Verpflichtung weiter machen muss, wenn ein bestimmtes Alter erreicht ist. Aber ich bin der Überzeugung, dass wir als Staat, als Gesellschaft vielseitige Angebote schaffen müssen und daran arbeiten, dass auch ältere/weniger gesunde Menschen noch immer etwas für sich finden können, was für sie sinnstiftend ist, eine gesunde Struktur bringt und eben Freude bereitet. Ansätze gibt es schon, aber dafür, dass es seit Jahrzehnten schon Gegenstand von Studien ist, finde ich es immer wieder erschreckend, wie wenig das Thema tatsächlich verfolgt wird.


    Aber mal zurück zur Arbeit: Man kann was völlig anderes machen, man kann was ähnliches machen oder das Gleiche. Man kann ehrenamtlich arbeiten, man kann mit der finanziellen Sicherheit sich was suchen. Oder man macht Hobbys zur Berufung. Diese Dinge sollten imo abgedeckt sein, wenn wir tatsächlich keine Altersdiskriminierung betreiben wollen. Ich finde solche Ideen wie "Großeltern ausleihen" toll, wenn sich in der Nachbarschaft geholfen wird, weil z.B. ein alleinerziehendes Elternteil ohne Unterstützung einfach mal wen zum Babysitten bräuchte und sich dann Menschen in Rente bereit stellen und Teil der Familie werden (hätte selber als Kind nichts dagegen gehabt, weil wir hier in Deutschland keine Großeltern hatten und selbst Mutter meinte, ihr hätte diese Art von Unterstützung gut getan). Ich habe mal ein Praktikum absolviert, wo man kostenlosen Deutschunterricht für Flüchtende und Nachhilfe für Migrationskinder anbot, da waren auch ganz viele Personen im Rentenalter, die erzählt haben, dass dieser "Job" für sie ein Glücksgriff ist, weil sie flexibel die Stunden planen können, aber merken, dass sie echt was für wen tun und auch für die Gesellschaft insgesamt. Letztens auch mit einem ehemaligen Personaler gesprochen, der erzählt hat, dass man Personen aus der Produktion (also die, die wirklich am Fließband gearbeitet haben) im Rentenalter ins Recruiting-Team holt, weil die Nuancen bei der Auswahl neuer Mitarbeitenden erkennen, die der Personaler nicht so sieht, weil er nicht jahrelang direkt unter den Leuten tagein-tagaus gearbeitet hat. So ergänzen die sich einfach und die Bezahlung ist halt dennoch gut, die Arbeit aber stundenmäßig flexibel. Große Unternehmen holen ja auch gerne ihre ehemaligen Mitarbeiter für Beratungen rein etc. Also allgemein sind das halt unterschiedliche Ansätze, die es einfach viel mehr geben sollte.


    Aber ich zähle dazu auch Freizeitangebote, sowohl nur für Ältere, aber auch für gemischte Gruppen, wo man einfach für bestimmte Aktivitäten zusammenkommt und gegenseitig voneinander profitiert. Das ist so wertvoll für uns als Menschen, dass wir auch in einer alters-diversen Gruppe mehr miteinander machen. Auch Dinge, die mit Beruf, Wirtschaft, Lebensplanung etc. zusammenhängen, nicht nur spaßiges Zeug. Also keine Ahnung, aber von einer anständigen Inklusion sind wir hier noch irgendwie weit entfernt und ich finde das so schade, weil so viele tolle Lernmöglichkeiten verloren gehen - für alle Generationen.

  • Ich habe keine Lust was dazu zu ergänzen. Außerdem gehört das nicht hier rein. Es ist ein komplett anderes Thema und auch sehr kompliziert. Da unterscheiden sich die Meinungen und Ansichten einfach zu sehr. Aber keine ist richtig oder falsch, weil keiner kann genau sagen wie es in der Zukunft wird. Es hat halt jeder eigene Visionen.


    Und zurück zum Thema.


    Könntet ihr echt vorstellen auch nach dem eigentlichen Renteneintrittsalter weiter zu arbeiten? Dabei arbeitet man schon ein halbes Leben lang..

    Man kann es halt aufgrund wissenschaftlich fundierter Prognosen erahnen ... und die sehen alle nicht gut aus.


    Und das Ding ist halt: es wäre so oder so eine Frechheit mit den Geldern anderer dauernd umherreisen zu wollen, während man selbst nichts zurückgibt.


    Beziehungen und Gesellschaften sind im Großen und Ganzen ein Geben und Nehmen. Du sagst hier quasi jedoch, du würdest gerne immerzu nur nehmen und nichts zurückgeben, obwohl es dir möglich wäre. Wieso sollte sich jemand anderes das gefallen lassen?


    Vielleicht ist es so bildlicher: Stell dir mal vor, du gehst zu einem Freund hin und fragst ihn um 1.000 €. Er gibt sie dir und denkt natürlich, dass du ihm das ausgeliehene Geld ratenweise zurückzahlst, was du aber nie vorhattest.

    Und jetzt stell dir vor die Rollen wären vertauscht und du wärst derjenige, bei dem ein sogenannter "Freund" schmarotzen würden. Nicht so toll, oder?


    Ich frag mich ohnehin jedes Mal bei Leuten, die weltfremde Sprüche wie "es ist doch so oberflächlich sich um Geld zu sorgen, es gibt Wichtigeres :bigheart:" anbringen, ob sie nicht wissen wie privilegiert sie sind. Entweder man hockt auf sehr viel Vermögen oder man lebt von jemand anderen, um solche Sprüche ernstzumeinen ...


    Das einzige was ich momentan wirklich an unserem System ernsthaft zu kritisieren habe, ist, dass man rackert, sein Leben lang. Das man sich schon sehr früh entscheiden muss, welchen Weg man einschlägt, denn ein späterer Wechsel ist zwar möglich, aber oft mit Risiken verbunden. Das man vielleicht den Wechsel nie schafft, aufgrund persönlicher und finanzieller Umstände und unglücklich in seinem gewählten Berufsweg ist, ihn aber trotzdem weitergeht. Doch dann, am Ende, wenn man meint man hat es geschafft und man hat sich irgendwie durchgeschlagen, keine Rente erwarten kann, von der man Leben kann.

    Ein großes Problem sind dann eben doch, dass viele Menschen einfach zu viele Wochenstunden arbeiten.

    25-30 Wochenstunden wären laut einigen Studien ideal für die Arbeitnehmer*innen wie auch den Arbeitgeber.

  • Es ist nicht erfüllend, nichts zu leisten.

    Oh Gott, das klingt jetzt aber auch gleich wieder nach superkluger Sozialarbeiter oder allwissender Beamter. :hmmmm:

    Was heißt schon nichts zu leisten? Was zählt denn als Leistung? Also ich kann mir durchaus vorstellen, ein erfülltes Leben ohne Arbeitszwang (also Zwang im Sinne von ansonsten kein Geld haben) zu haben. Und ich will mich dann auch nicht von Leuten belehren lassen, die selbst ihren Daseinszweck nur darin sehen "etwas geleistet" zu haben. Also kurz: sehe ich anders, will ich nicht auf jeden Menschen verallgemeinert sehen.


    Könntet ihr echt vorstellen auch nach dem eigentlichen Renteneintrittsalter weiter zu arbeiten? Dabei arbeitet man schon ein halbes Leben lang..

    Keine Ahnung, wie alt die meisten hier sind. Aber ich glaub nicht, dass die meisten darauf wirklich sinnvoll antworten können. Kommt darauf an, wie du dich dann fühlst, wie du deine Arbeit magst, was du an Rente bekommst und was du dann überhaupt für Vorstellungen von deinem weiteren Leben hast...

  • Ich würde jetzt noch nicht festlegen können, ob ich im Alter auch noch arbeiten würde. Wenn ich mir etwas mehr Geld pro Monat im Alter zur Verfügung stellen möchte, dann würde ich durchaus einen Minijob suchen.

    Mache es aber auch von meiner späteren Rente abhängig, weil ich gerne genug zum Leben haben will, ohne jeden Cent zweimal umzudrehen.

    Abseits der Finanzen würde ich aber auch zu einem Nebenjob tendieren, wenn ich mir irgendwie eine Beschäftigung suchen möchte. Gibt sicherlich unterschiedliche Tätigkeiten, die man auch im Alter machen kann.

  • Könntet ihr echt vorstellen auch nach dem eigentlichen Renteneintrittsalter weiter zu arbeiten? Dabei arbeitet man schon ein halbes Leben lang..

    Welches Rentenreintrittsalter meinst du? Das ursprüngliche mit 65?

    Mal ganz ehrlich und auch wenn es dir nicht schmecken wird: Man wird nicht drumherum kommen, das Renteneintrittsalter immer mehr an die steigende Lebenserwartung zu koppeln und demnach das Eintrittsalter stückweit zu erhöhen. Letztendlich stammt das Eintrittsalter mit 65 Jahren noch aus Zeiten, wo die Menschen noch gar nicht so alt geworden sind. Man kann schon seit 1911 als angestellter mit 65 in Rente gehen. Kleiner Funfact: Die meisten Menschen wurden damals gar nicht so alt. Die Durchschnittliche Lebenserwartung lag 1911 für die Frau bei 50,7 Jahren und beim Mann bei 47,4. Selbst in den 60er Jahren wurde die durchschnittliche Frau nur 72,4 Jahre und der Mann nur ca. 67 Jahre alt. Mittlerweile sind wir bei einer Lebenserwartung von 83,6 Jahren für die Frau bzw. bei 78,9 Jahren für die Männer. Wir Menschen werden nunmal alle älter, die Lebenserwartung steigt, wodurch eben das System die Menschen auch immer länger ernähren muss. Gleichzeitig werden es eben auch immer mehr Leute, die von dem System ernährt werden müssen, bei immer sinkenderer Anzahl an Beitragszahlern. Schaut man sich die Altersverteilung der Deutschen Bevölkerung hat, so haben wir mittlerweile keine pyramidenförmige Verteilung des Alters, bestehend aus vielen Jungen und wenigen Alten, mehr, sondern eher einen Altersdöner. Für ein Umlagesystem haben wir einfach zu wenige Menschen, die einzahlen. Die Situation wird sich weiter verschärfen, wenn vor allem die Babyboomer-Generation in Rente gehen wird.

    Lange Rede kurzer Sinn, das heutige Rentensystem funktioniert nicht mehr. Auch wenn es dir jetzt wieder in den Fingern juckt zu schreiben, dass auch Beamte und selbstständige einzahlen sollten etc. pp.. so rate ich dir, eben nicht nur an heute sondern auch an das Morgen zu denken: Wenn die allesamt einzahlen, dann müssen die auch später aus dem Topf finanziert werden. Dies bedeutet am Ende auch eine höhere Belastung für die nachfolgenden Generationen: Sprich weniger Rente für dich, wenn du mal alt bist und mehr Rentenbeiträge für die Jungen.

    Ich sehe derzeit, wenn wir die Rente tatsächlich erhalten wollen, nur eine Möglichkeit: Wir arbeiten länger und halten dadurch die Anzahl an Beitragsbezieher gering, und die Anzahl der Einzahler höher. Dafür müsste sich natürlich einiges mehr tun, damit die Menschen auch im höheren Alter fitter sind um überhaupt arbeiten zu können.

    Wir bräuchten also mehr Prävention was typische Volkskrankheiten angeht, also Aufklärung gegen Übergewicht, eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln und stärkere Regularien der Lebensmittelindustrie (in Bezug auf Werbung, Begrenzung von Inhaltsstoffen, Zuckersteuer etc. pp). Ebenso müssten wir Förderprogramme für Sport ins Leben rufen und diese konsequent umsetzen (auch schon, bzw. besonders bei den Kindern). Besonders sollten hier Arbeitssuchende und Menschen mit wenig Einkommen eingebunden werden, da denen meist der Zugang zu Fitness und gesunder Ernährung fehlt, sei es nun durch den Zugang zur Bildung oder eben das fehlende Geld. Denn sind wir mal ehrlich: Viele Probleme haben wir derzeit durch unseren ungesunden Lebensstil: Diabetes, Krebs, Rückenprobleme, Übergewicht, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Lungenerkrankungen etc. pp., all dies sind oftmals Folgen von mangelnder Bewegung, ungesunder Ernährung und Drogenkonsum, bspw. dem Rauchen. Und dies führt natürlich auch dazu, dass wir die letzten 10 bis 20 Jahre unseres Lebens krank sind, folglich auf Medikamente angewiesen sind und unsere Leistungsfähigkeit/Fitness nicht mehr ganz auf der Höhe ist. Wichtig ist hierbei vor allem, dass das Gesundheits- und Bildungssystem sich soweit wandelt, dass gesund leben eben nicht mehr vom Einkommen abhängt, bspw. durch eine bessere Bildung im Bereich Sport und Ernährung und eben auch Sport schon von klein auf in den Alltag unserer Kinder implementiert wird. Mehr Gesundheitsprävention und der Erhalt der Gesundheit ist für längeres Arbeiten und eben auch einen Erhalt der Renten wichtig, denn wie ich oben schrieb: An den Gedanken das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln, werden wir uns gewöhnen müssen, allerdings müssen wir folglich natürlich auch körperlich dazu in der Lage sein. Zumal mehr Fitness im Volk auch andere Vorteile hat, wie bspw. eine zufriedenere Gesellschaft oder eben auch weniger Belastung für unser Gesundheitssystem.

    Natürlich müssen wir auch etwas an unserer Art zu Arbeiten ändern. Vieles läuft in unseren Unternehmen extrem falsch, bspw. die Denke, dass Mehrarbeit oder Personalmangel durch Überstunden kompensiert werden müssen, bzw. muss Arbeiten eben auch effizienter gestaltet werden. Wenn ich mal meine Position in meiner Firma hernehme, sitze ich am Tag im Schnitt für 2 bis 3 Stunden mit zig Leuten in irgendwelchen Meetings, wo man meist als einzelne Person eh wenig sagt. Wenn der Tag im Chemietarif aber nur 7,5 Stunden lang ist, dann kann man sich ausrechnen, dass nur 4 Stunden über bleiben, um produktiv zu arbeiten. Wenn man dann noch häufig unterbrochen wird, weil irgendwer jetzt irgendwas will und dies am besten schon gestern erledigt sein soll, dann wundert es mich nicht, dass wir viele Überstunden machen müssen, weil wir die Arbeit nicht schaffen. Firmen, die bspw. mit dem sechs Stunden Tag arbeiten, machen die üblichen Fehler der meisten Firmen meist nicht: es gibt weniger Meetings, Emails werden nicht ständig gelesen und es wird Zeit für das fokussierte Arbeiten eingeplant.

    Auch wenn die Arbeitsbedingungen nicht optimal sind, es ist in meinen Augen nicht so, dass Arbeit alleine Krank macht. Stress im Job und eben auch die Folgen sind nicht alleine die Schuld der Arbeit selber, sondern hängen maßgeblich auch mit unserem Umgang mit diesen Stress ab. Eine sehr gute Medizin gegen Stress ist bspw. Sport. Sicherlich Stress und Co. am Arbeitsplatz sind ein Problem, dies aber immer alleine auf die Arbeit zu schieben ohne dabei sich selber zu reflektieren, ist halt auch völlig daneben. Wenn ich meine gestressten Kollegen auf Arbeit frage, was sie so in ihrer Freizeit machen, dann höre ich in 9 von 10 Fällen, dass sie sich auf die Couch setzen und Fernsehen, also eine Tätigkeit ausführen, die eben wenig beim Stressabbau hilft. Dies liegt denke ich auch mal daran, dass wir als Gesellschaft die völlig falsche Vorstellung von Erholung haben. Erholung setzen wir vielmehr mit Passivität gleich. Dabei gibt es in der Psychologie vier Säulen der Erholung: Gedankliches Abschalten, Entspannung, Selbstbestimmung und die sogenannte Mastery, was schlichtweg bedeutet, dass wir neue Dinge erleben und Herausforderungen meistern. Alles Dinge, die die Glotze iwie nicht so ganz erfüllen kann.

    Lange Rede kurzer Sinn, wenn wir Arbeiten weniger stressig empfinden wollen, dann muss sich natürlich die Arbeitswelt ändern: Weniger Überstunden, effizienteres Arbeiten und natürlich eine bessere Work Life Balance mit weniger Arbeitsverdichtung. Allerdings muss die Gesellschaft auch lernen sich besser zu erholen und eben jeder Mensch muss eben ab und zu auch mal sein Verhalten überdenken. Wenn ich mich nach dem Fernsehen auf der Couch eben nicht erholter fühle, dann ist das vlt. auch nicht die richtige Tätigkeit. Wir Menschen müssen selber verstehen und erkennen, was uns selber glücklich macht und bereit sein, aus unserer Komfortzone herauszukommen.

    Da einige jetzt schon bestimmt der Finger juckt, weil das ja nicht für jeden Möglich ist (ist schließlich das Internet): Das ist mir bewusst. Natürlich gibt es Menschen die Arm sind, die Depressionen haben, die Krank sind oder gerade eine wirklich schwere Zeit durchmachen: An die ist der oben geschriebene Teil auch gar nicht gerichtet. Für Menschen, die es eben aus Gründen der Armut oder eben der körperlichen und psychischen Gesundheit nicht können, müssten wir mehr Auffangmöglichkeiten haben, bspw. durch mehr Therapiemöglichkeiten oder auch ein faireres Bildungssystem. Kann man ja alles unter meinem Beitrag weiter ausdiskutieren, was wir noch alles anders machen müssten.

  • kleiner Domi


    Ja, danke für deinen langen Text, aber ich sehe das anders. Nach deiner Argumentation wird der immer gesündere Lebensstil am Ende mit einem längeren Arbeiten belohnt/bestraft. Wir sorgen dafür, dass immer wenigere Menschen rauchen, sich ungesund ernähren und so weiter. Sorgen also auch dafür, dass die Krankenkosten sinken, weil es wenigere Auffälligkeiten gibt. Und das alles nur dafür, dass wir bis 70 und länger arbeiten sollen? Dazu hast du ja richtig bemerkt, dass es immer wenigere Einzahler gibt. Und weil es wenigere Kinder gibt in einer schon übervollen Welt sollte diese Generation dafür länger arbeiten? Da könnte das Motto sein: "Kinder kriegen oder bis 70+ arbeiten."


    Also ich finde das falsch, dass unser Lebensstil bestimmt wie lange wir arbeiten. Dass wir gesünder sind und länger leben. Das sollte mit längeren Renten belohnt werden, statt länger zu arbeiten. Weil wir sparen die Kosten woanders, am Ende kommt es auf das Gleiche, ob man jetzt ungesund lebt und früh in Rente geht oder gesund lebt und auch früh in Rente geht.


    Da könnte man glatt eine Debatte loswerden und wieder die Tabaksteuer abschaffen und dafür sorgen, dass Kinos, Lokale vollgequalmt sind, damit die Lenenserwartung wieder sinkt und das Renteneintrittsalter wieder sinkt.


    Außerdem wird es auch weiterhin arme Menschen geben und ihre Lebenserwartung ist geringer als bei Menschen, die genug verdienen. Also das Renteneintrittsalter nach den Einkommensverhältnissen koppeln? Geringverdiener gehen zuerst in Rente, dann die Normalverdiener und zuletzt die Gutverdiener?


    Und was ist mit den verschiedenen Anforderungen im Beruf. Sind starre Renteneintrittsalter für alle Jobs nicht falsch, weil wie will man Jobs wie Krankenschwester mit Versicherungsvertreter oder so vergleichen? Und nicht jeder möchtet auch später noch umschulen oder so. Viele wollen dort wo sie arbeiten auch mal aufhören.


    Und du sagtest es bereits. Die Lebenserwartung bei Frauen ist ungefähr 5 Jahre höher als bei Männern. Müssten dann Frauen nicht 5 Jahre länger arbeiten als Frauen, wenn es ja um die Lebenserwartung geht? Weil das ist wissenschaftlich bewiesen, dass Menschen mit nur einem X-Chromosomen nicht so lange leben als Menschen mit 2 X-Chromosomen. Auch bei gleichen Lebensstil wäre es so.


    Und gegen die schrumpfenden Einzahler gibt es Lösungen. Maschinen/Roboter und ganz viel Automatisierung. Die zahlen dann Steuern auf die Maschinen und diese Steuerngelder fließen mit in die gesetzliche Rentenkasse ein und so wird trotz wenigen Einzahler gewährleistet, dass genug in die Rentenkasse eingezahlt wird. Es muss dafür keiner länger arbeiten als vielleicht sogar 63. 63 als Renteneintrittsalter reicht völlig aus für alle Generationen.


    Also keine Kinder bekommen, Wasser saufen und Brot essen. Dann gibt es bestimmt erst die Rente ab 70+. :ugly:

  • Und gegen die schrumpfenden Einzahler gibt es Lösungen. Maschinen/Roboter und ganz viel Automatisierung. Die zahlen dann Steuern auf die Maschinen und diese Steuerngelder fließen mit in die gesetzliche Rentenkasse ein und so wird trotz wenigen Einzahler gewährleistet, dass genug in die Rentenkasse eingezahlt wird.…

    Wait….…. what?


    Ich weiß du hast deine Visionen der Zukunft aber…😭


    Wieso ist es falsch dass unsere Lebensart bestimmt wie lange wir arbeiten? Wenn der Mensch nun einmal mittlerweile eine deutlich höhere Lebenserwartung hat und länger fit ist wieso sollte er dann nicht länger arbeiten müssen? Wenn’s weniger Einzahler bei mehr älteren Menschen gibt woher soll das Geld kommen? Und bitte hör mit den Maschinen auf die Steuern zahlen 😭

  • Elize Thorne


    So schlimm ist es auch nicht.


    https://www.google.com/amp/s/w…QQE.html%3foutputType=amp


    Alle demokratischen Parteien im Bundestag wollen den Rentensonderstatus für Politiker abschaffen. Und Politiker sollen selbst für ihr Alter vorsorgen statt nur Steuergeldern dafür zu verschwenden.


    Den Auftrag einer Reform einzubringen soll die zukünftige Regierung haben.


    Es gibt mehrere Lösungsansätze, die je nach Mehrheitverhältnissen durchgesetzt werden.


    Ich plädiere einfach, dass Politiker in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen und ihre Rente halt zwar höher ist als der Anderen. Aber zumindest könnte man hier Steuergelder verringern, wenn Politiker eben ein Teil ihres Verdienstes für ihre eigene Altersvorsorge abgeben.

  • Edex es ist teilweise komplett an den Haaren herbeigezogen was du deine Visionen nennst. Und es entzieht sich in vielerlei Hinsicht jeder Logik. Deswegen hab ich schon so oft gesagt: überlege bevor du solche Beiträge schreibst, setz dich mit den Themen auseinander und argumentiere sinnvoll. Es haben hier schon so viele User geschrieben und aufgezeigt wo die Fehler liegen aber mit jedem Post kommt der nächste Wirrwarr.

  • Elize Thorne


    Jeder hat doch die eigenen Vorstellungen wie die Zukunft aussieht. Ich selber halte es für falsch, wenn die höhere Lenenserwartung mit einer längerfristigen Beschäftigung ausgeglichen werden soll. Wenn die Lebensqualität- und erwartung steigt, dann heißt das in erster Linie, dass es unsere Anstrengungen waren, dass wir gesünder und länger leben. Aber deshalb dann länger zu arbeiten ist genau das Falsche. Soll jeder machen der möchtet, aber dann bitte ohne Bezahlung. Dann arbeiten 70 Jährige noch freiwillig im Betrieb, aber unbezahlt. Den Arbeitsgeber freut es wohl wenn die Alten spottbillig sind, außer etwas Versicherung müssen sie dafür nichts ausgeben. Also wenn es nach mir geht, 63 ist das reguläre Renteneintrittsalter und wer will kann sich auch weiter beschäftigen, aber das ist ohne Verdienst. Also dient dann nur zum Freizeitvertreib und zum eigenen Wohl. Das würde dann auch die Nachfrage an älteren Personen steigern wenn man sie ohne Bezahlung weiterbeschäftigen kann, da nimmt man auch Macken wie langsameres Arbeiten im Kauf. Weil wenn wir die auch nach dem regulären Renteneintrittsalter weiter genauso bezahlen wie Andere, dann wird die Nachfrage kaum da sein. Weil man will keinen alten Knacker haben wenn es Jungspröslinge gibt, die viel produktiver sind.


    Aber ansonsten soll die längere Lebenserwartung nicht mit einem längeren Arbeiten erzwungen werden. Wenn die Gesamtbevölkerung insgesamt länger lebt, dann sparen wir schon sämtliche Kosten wie Krankenhausaufenthalte, Arztkosten und so weiter ein, die als Folge von Drogeneinnahme, ungesunder Ernährung, mangelnder Bewegung und so weiter entstehen. Wir würden Milliarden an Kosten einsparen wenn es umso mehr gesunde Menschen es gibt. Und deshalb diese Menschen dann mit längeren Arbeiten "bestrafen"? Nein, sie sollen dafür belohnt werden, dass sie einen längeren Ruhestand genießen können als es ihre Vorfahren mit schlechterer Lebensweise getan haben. Fortschritte muss man belohnen statt bestrafen.

  • Edex nochmal: du musst das ganze auch irgendwie finanzieren! Das Geld regnet nicht vom Himmel! Das Leben ist nun einmal kein Spaßkonzert und jeder ältere Mensch der länger lebt muss mitfinanziert werden. Ob das nun durch das Bedingungslose Grundeinkommen oder die Rente geschieht ist egal! Willst du dass es so weitergeht wie jetzt wo viele alte Menschen Pfandflaschen sammeln gehen müssen um sich halbwegs über Wasser zu halten? Nein. Eine höhere Rente muss her um einen würdevolles Leben zu finanzieren aber dieses Geld muss erwirtschaftet werden und wenn wir länger leben dann muss länger eingezahlt und gearbeitet werden. Das ist keine Strafe das ist leider normal in dem System wie wir es nun einmal jetzt haben.


    Die nächsten Generationen werden eh schon ackern müssen und einzahlen müssen aber irgendwann reicht es einfach nicht mehr.

  • Edex nochmal: du musst das ganze auch irgendwie finanzieren! Das Geld regnet nicht vom Himmel! Das Leben ist nun einmal kein Spaßkonzert und jeder ältere Mensch der länger lebt muss mitfinanziert werden. Ob das nun durch das Bedingungslose Grundeinkommen oder die Rente geschieht ist egal! Willst du dass es so weitergeht wie jetzt wo viele alte Menschen Pfandflaschen sammeln gehen müssen um sich halbwegs über Wasser zu halten? Nein. Eine höhere Rente muss her um einen würdevolles Leben zu finanzieren aber dieses Geld muss erwirtschaftet werden und wenn wir länger leben dann muss länger eingezahlt und gearbeitet werden. Das ist keine Strafe das ist leider normal in dem System wie wir es nun einmal jetzt haben.


    Die nächsten Generationen werden eh schon ackern müssen und einzahlen müssen aber irgendwann reicht es einfach nicht mehr.

    Es gibt doch so viele Möglichkeiten das Geld umzuverteilen. Und man kann immer noch mit Steuerngeldern die Rente garantieren. Es ist nicht so, dass das nicht bezahlbar ist. Warum gibt es eine Beitragsbemessungsgrenze für die Gutverdiener ab einem bestimmten Einkommen?


    https://www.bundesregierung.de…sungsgrenzen-2021-1796480


    Wir müssen einfach mal dafür sorgen, dass Gutverdiener mehr abgeben. Die verdienen unmengen an Geld während Andere Flaschen einsammeln müssen.