Das Corona-Virus

  • Nehmen wir doch mal ein anstrengendes Beispiel: Jemand sagt dir er lässt sich aus religiösen Gründen nicht impfen. Was willst du tun um ihm nicht seine Religion abzusprechen und wie würdest du denken, wenn er trotzdem weiter die Impfung ablehnt? Ich will da gar keine Antwort drauf. Denn egal wie du diese 2 Fragen beantwortest bist du in einer Lose-Lose Situation. Du kannst dem einzelnen Individuum seine persönliche Meinung und Einstellung nicht absprechen.

    Na ich antworte darauf trotzdem gerne. Zu Beginn mit einer Gegenfrage: Welche Religion verbietet Impfungen oder redest du von Sekten?

    Ansonsten ists halt auch aus diesem Grund schlicht dumm. Und damit sich keiner religionstechnisch benachteiligt fühlt, nutze ich einfach mal eines meiner Lieblingszitate von Bones: "Ich finde alle Religionen gleichermaßen irrational."

    Gibt tatsächliche einige Randgruppen der großen Religionen, die Impfungen ablehnen. Die Amische gehören da zum Beispiel dazu. Scheinbar auch der Bibelgürtel in den Niederlanden. Allerdings wüsste ich jetzt auch keine der großen Religionen, die Impfungen "global" verbieten.

  • Na ich antworte darauf trotzdem gerne. Zu Beginn mit einer Gegenfrage: Welche Religion verbietet Impfungen oder redest du von Sekten?

    Ich kenne mich da nicht wirklich aus. Aber man liest und hört es ja öfters auch in den Nachrichten, dass Menschen aus religiösen Gründen eine Impfung ablehnen. Und um da mitreden zu können braucht man schon ein fundamentales Wissen über Religionen ob das nun wirklich so ist. Du weißt ja letztlich auch nicht wer vor dir steht. Das ist schon sehr riskant dann da zu argumentieren.

    Ansonsten ists halt auch aus diesem Grund schlicht dumm. Und damit sich keiner religionstechnisch benachteiligt fühlt, nutze ich einfach mal eines meiner Lieblingszitate von Bones: "Ich finde alle Religionen gleichermaßen irrational."

    Naja, dass ist deine Ansichtssache, was dann aber trotzdem ziemlich schlecht ankommen kann. Wenn jemand streng gläubig ist wirst du ihn kaum überzeugen können bzw. kann es dann eine unangenehme Diskussion werden. Ich würde so eine Diskussion ganz ehrlich nicht anstoßen egal was ich von Religion halte. Am Ende des Tages wird man daraus nur verlieren.


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    EDIT: Die Regierung in Österreich spinnt komplett.


    Die österreichische Regierung hat neue Verschärfungen der Corona-Maßnahmen für Ungeimpfte beschlossen. Bei einer dramatischen Verschlechterung der Lage auf den Intensivstationen müssten ungeschützte Menschen mit Ausgangsbeschränkungen rechnen, sagte Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg nach einer Sitzung mit den Ministerpräsidenten. Sie dürften dann ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Aktuell sind rund 220 Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt. Sollte diese Zahl auf 600 steigen, dann wäre die fünfte und letzte Stufe des Stufenplans mit den massiven Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte erreicht.

    Die neuen Regelungen sehen außerdem Restriktionen für Ungeimpfte für den Fall vor, dass mehr als 500 Corona-Patienten auf den Intensivstationen behandelt werden. Dann tritt in vielen Bereichen eine 2G-Regel in Kraft. Im neuen Stufenplan ist nun außerdem vorgesehen, dass ab einer Belegung von 400 Intensivbetten nur noch PCR-Tests als Nachweise am Arbeitsplatz gelten.


    Diese Maßnahmen sind meiner Meinung nach keine Demokratie mehr und hat nichts mehr mit korrekten Grundrechtseinschränkungen zu tun. Wenn 600 Patienten auf den Intensivstationen liegen wird man als Ungeimpfter behandelt wie jemand der Corona hat und in Arbeitsquarantäne ist. Man darf nur noch einkaufen und arbeiten. Man könnte es fast als Freiheitsentzug sehen. Und sowas wird dann noch als "Ansporn sich impfen zu lassen proklamiert". Was für ein Saftladen in Österreich.

  • Ende November krieg ich nun meine dritte Impfung und muss immer noch jedem anderen Deppen zuschauen, wie sie nicht nochmal die Erste haben, weil "wääh, my rights! Ich steck an, wen ich will!!"


    Siehe, was auch Cassandra schon ausführlich geschrieben hat.

    Und auch ich habe dir nun ausführlich gesagt, dass bei Personen, die nunmal nicht alles wissen KÖNNEN, Skepsis entsteht.

    Cassandra hat außerdem noch die Menschen erwähnt, die eine Form von Bevormundung privat ertragen, wo sie sich nicht impfen lassen dürfen.

    Gestern hat mir auch nen Kollege von nem Freund erzählt, der noch bei seiner Mutter wohnt. Und die meinte auch, wenn er sich impfen lässt, dann fliegt er raus.

    Natürlich hat der dann Angst sich impfen zu lassen. Du hast hier nun mehrere Menschengruppen aufgezeigt bekommen, die einfach nachvollziehbare Gründe haben, wieso sie sich nicht impfen lassen.

    Und ich finds krass, wie du dich hier so über sie lustig machst.

    Von DIR hätte ich was anderes erwartet. Sorry, wenn ich das mal so deutlich sagen muss.

  • Und auch ich habe dir nun ausführlich gesagt, dass bei Personen, die nunmal nicht alles wissen KÖNNEN, Skepsis entsteht.

    Gibts denn hier echt jemanden, der alles weiß? :unsure:

    Auf die Corona-Impfung bezogen musst du eigentlich nur wissen: Impfen - gut. Nicht impfen - nix gut.


    Gestern hat mir auch nen Kollege von nem Freund erzählt, der noch bei seiner Mutter wohnt. Und die meinte auch, wenn er sich impfen lässt, dann fliegt er raus.

    Keine Ahnung, wie alt er ist. Vielleicht wärs ja besser, sowieso mal übers ausziehen nachzudenken. Wenn er u18 ist, ok, blöd gelaufen. Ist er ü18, muss er Mutti weder fragen, noch muss er es ihr sagen, da darf er schon ganz allein zum Arzt gehen.

  • Wie wäre es dann mit;

    Ältere Herrschaften möchten sich nicht impfen lassen, weil ihre Kinder sie dann nicht mehr besuchen kommen... und auch die enkel nicht kommen lassen. In einem Fall hat die Tochter sogar immer das Impfungbuch kontrolliert, damit die alten Leutchen such nicht heimlich impfen lassen.

    Und ja, das passiert wirklich... also dass Impfgegner ihren Angehörigen mit sozialer Isolation drohen, wenn sie sich impfen lassen. Und das sind dann meist die alten Leutchens, die sonst niemanden mehr haben.

  • Wie wäre es dann mit;

    Ältere Herrschaften möchten sich nicht impfen lassen, weil ihre Kinder sie dann nicht mehr besuchen kommen... und auch die enkel nicht kommen lassen. In einem Fall hat die Tochter sogar immer das Impfungbuch kontrolliert, damit die alten Leutchen such nicht heimlich impfen lassen.

    Und ja, das passiert wirklich... also dass Impfgegner ihren Angehörigen mit sozialer Isolation drohen, wenn sie sich impfen lassen. Und das sind dann meist die alten Leutchens, die sonst niemanden mehr haben.

    Ja heftig. Vor allem halt null nachvollziehbar! Also nicht falsch verstehen, dieses Verhalten ist so oder so Unterste Schublade. Aber wieso droht man jemandem denn mit sozialer Isolation weil er oder sie sich hat impfen lassen?! Wenn das jemand für sich selbst tun will so what. Wäre es andersrum: Kinder sind evtl Risikopatient whatever und Großeltern weigern sich sich impfen zu lassen, dann wäre das Verhalten immer noch ekelhaft aber man könnte den Grundgedanken dahinter halt iwie nachvollziehen weil man in dem Fall dann die Kinder schützen will. Aber so macht’s ja null Sinn? Was gibts denn für kranke Leute hey…ist ja der Wahnsinn.

  • In einem Fall hat die Tochter sogar immer das Impfungbuch kontrolliert, damit die alten Leutchen such nicht heimlich impfen lassen.

    Na wenn tatsächlich so kranke Verhältnisse in der Familie existieren, sollte man wohl allgemein hinterfragen, ob die wirklich gut für einen sind. Ansonsten lässt dus halt in einen neuen Impfausweis eintragen und versteckst den in der Bibel, die fassen junge Leute garantiert nicht an. Echt jetzt... man muss jetzt nicht krampfhaft versuchen, nicht impfen mit konstruierten Ideen zu rechtfertigen. :sad:

  • man muss jetzt nicht krampfhaft versuchen, nicht impfen mit konstruierten Ideen zu rechtfertigen.

    Muss man nicht aber stell dir vor es kommt trotzdem raus. Viel Spaß ohne Geld mit 18 auf der Straße. Ich kenne auch selbst ein älteres Ehepärchen die über 80 sind und sich nicht impfen lassen "damit sie mehr Ruhe vor allen Leuten haben". Das ist denen wichtiger als ihr eigenes Leben.

  • Ja, Mensch aber beim Großteil der Leute, die sich nicht impfen lassen wollen ist es eben nicht so ein super-Spezialfall. Man muss jetzt auch nicht jedes kleinste Mini-Schicksal rauspulen, um zu rechtfertigen wieso sich immer noch viele Skeptiker nicht impfen lassen. Da bleibt der Grund weiterhin häufig Unwissenheit oder der Unwille, sich richtig zu informieren.


    Versteht mich bitte nicht falsch, gerade Beispiele wie von @YnevaWolf sind einfach krank. Aber solche Familienverhältnisse sind leider nunmal auch so schon gestört, solche Ausnahmefälle wird’s immer geben. Ob nun in Bezug auf Corona oder eben in anderen Bereichen. Denke mal wer so ne Familie hat, hat eh erstmal ganz andere Probleme als Corona…

  • Ja, Mensch aber beim Großteil der Leute, die sich nicht impfen lassen wollen ist es eben nicht so ein super-Spezialfall. Man muss jetzt auch nicht jedes kleinste Mini-Schicksal rauspulen, um zu rechtfertigen wieso sich immer noch viele Skeptiker nicht impfen lassen. Da bleibt der Grund weiterhin häufig Unwissenheit oder der Unwille, sich richtig zu informieren.

    Letzten Endes wird man eh kaum Gründe hören, da es privat ist. Nur wenn man sich mal die Impfquote anschaut, die ist fast völlig eingeschlafen. Mehr als 70%-75% wird da am Ende des Tages nicht mehr bei heraus kommen evtl. noch +5% durch vergessene Impfungen. 75-80% ist das erwartbare Ergebnis. Deshalb sollte man da auch einfach mal den Ball flach halten mir wird das auch alles viel zu schlecht geredet. Wer mehr als 80% erwartet hat ist ein Träumer. Der Fußballer Kimmich hat ja auch zugegeben, dass er nicht geimpft ist weil ihm Langzeitstudien fehlen. Ich behaupte mal er hat beim FC Bayern die besten Ärzte die man haben kann und selbst die haben es nicht geschafft ihn umzustimmen. Mittlerweile hört man auch immer häufiger Stimmen von Ungeimpften und Geimpften, dass ihnen der aktuelle Impfstoff zu veraltet ist und sie sich erst wieder impfen lassen, wenn er auch gegen Delta wirkt. Es gibt immer irgendwelche Gründe. Am Ende des Tages wird man mit der aktuellen Quote leben müssen. Selbst ein Impfzwang führt zwangsläufig nicht zu einer höheren Quote wie man es ja aus anderen Ländern sieht und ist meiner Meinung nach auch nicht demokratisch und greift zu stark in die Grundrechte ein. Dafür ist das Virus nicht gefährlich genug.

  • Das mit den Langzeitstudien ist halt auch so n Thema…was will man denn sehen in nem Jahr? Oder 5 Jahren? Was glaubt man denn da rauslesen zu können? Jeder Arzt mit dem ich sprach sagte dasselbe: wenn eine Nebenwirkung auftritt, dann passiert das in einem kurzen Zeitfenster nach der Impfung. Der Körper hat den Impfstoff dann abgebaut, was soll denn dann noch kommen?


    Passendes Zitat dazu…

    Zitat

    Fachleute weisen darauf hin, dass Nebenwirkungen allenfalls kurz nach einer Impfung auftreten können. „Was offensichtlich viele Menschen unter Langzeitfolgen verstehen, nämlich dass ich heute geimpft werde und nächstes Jahr eine Nebenwirkung auftritt, das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-19-Impfung nicht auftreten“, stellte etwa Carsten Watzl von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie klar. Watzl spricht von einem „Missverständnis, das sich bei vielen Menschen hartnäckig hält“. Insofern könnte Kimmichs Statement ganz neuen Schwung in die Aufklärungsarbeit gebracht haben.

  • Das mit den Langzeitstudien ist halt auch so n Thema…was will man denn sehen in nem Jahr? Oder 5 Jahren? Was glaubt man denn da rauslesen zu können? Jeder Arzt mit dem ich sprach sagte dasselbe: wenn eine Nebenwirkung auftritt, dann passiert das in einem kurzen Zeitfenster nach der Impfung. Der Körper hat den Impfstoff dann abgebaut, was soll denn dann noch kommen?

    Da fehlt aber noch ein entscheidener Teil der Aussage von Watzl der von einigen Seiten unterschlagen wurde.

    Was bei Impfungen unter Langzeitfolgen verstanden werde, seien hingegen Nebenwirkungen, "die so selten sind, dass es manchmal Jahre braucht, bis man sie mit der Impfung in Zusammenhang gebracht hat".


    Er gibt damit schon zu, dass es seltene Nebenwirkungen geben kann diese aber oft nicht in Zusammenhang mit der Impfung gebracht werden. Und das kann man halt noch nicht wissen weil die Impfung noch keine 5 Jahre auf dem Markt ist. Wer sowas halt liest, fühlt sich dann verschaukelt weil auf der einen Seite behauptet wird es gibt keine Nebenwirkungen aber es kann sie doch geben aber sie werden nicht in Zusammenhang gebracht. Daher kann ich auch verstehen, dass einige Seiten diesen Satz weggelassen haben.

  • Er gibt damit schon zu, dass es seltene Nebenwirkungen geben kann diese aber oft nicht in Zusammenhang mit der Impfung gebracht werden. Und das kann man halt noch nicht wissen weil die Impfung noch keine 5 Jahre auf dem Markt ist. Wer sowas halt liest, fühlt sich dann verschaukelt weil auf der einen Seite behauptet wird es gibt keine Nebenwirkungen aber es kann sie doch geben aber sie werden nicht in Zusammenhang gebracht. Daher kann ich auch verstehen, dass einige Seiten diesen Satz weggelassen haben


    Oder man liest sich durch was der Mann sagt, ohne seinen eigenen Bias rein zu mischen :hmmmm:

    Zitat

    „Was offensichtlich viele Menschen unter Langzeitfolgen verstehen, nämlich dass ich heute geimpft werde und nächstes Jahr eine Nebenwirkung auftritt, das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-19-Impfung nicht auftreten“

  • Oder man liest sich durch was der Mann sagt, ohne seinen eigenen Bias rein zu mischen

    Leider verstehe ich in keinster Weise was du mir sagen möchtest mit Bias. Kann man bitte mal vernünftige deutsche Begrifflichkeiten in solchen Diskussionen verwenden das wäre sehr nett.


    Falls du damit das meinst was ich denke, dann hast du meine Aussage falsch interpretiert. Es geht um Nebenwirkungen welche frühzeitig auftreten aber nicht mit der Impfung in Verbindung gebracht werden und das erst Jahre später überhaupt festgestellt wird. Das kann man heute nicht wissen und weiß man erst in 5 Jahren, wenn es mehr Studien dazu gibt weil man eben eine heutige Nebenwirkung nicht mit der Impfung in Verbindung bringt.

  • Es geht um Nebenwirkungen welche frühzeitig auftreten aber nicht mit der Impfung in Verbindung gebracht werden und das erst Jahre später überhaupt festgestellt wird.

    Ist es nicht genau das, was bei Corona extrem unwahrscheinlich ist? Alle Impfvorgänge und ihre Nebenwirkungen werden mit Argusaugen verfolgt. Durch die mediale Berichterstattung über die Nebenwirkungsdiskussion werden die Leute nach einer Impfung sicher zum Arzt gehen, wenn gesundheitliche Beschwerden auftreten, die dann auf eine Verbindung zum Impfstoff untersucht werden. In dieser Situation scheint es mir doch relativ sichergestellt, dass Nebenwirkungen als solche erkannt werden.

    Nur, dass ich das richtig zusammenbringe, ein Fachmann bin ich natürlich nicht.

    Und plötzlich schien ein neuer Kontinent

    am Horizont, wir sind noch lange nicht am End’!
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    Vielen Dank an Yara für diesen wunderbaren Avatar ^-^

  • Er gibt damit schon zu, dass es seltene Nebenwirkungen geben kann diese aber oft nicht in Zusammenhang mit dem Virus gebracht werden. Und das kann man halt noch nicht wissen weil die Impfung noch keine 5 Jahre auf dem Markt ist.

    Du hast eigentlich richtig zitiert, vermischst hier in deinem Fazit allerdings wieder Zeiträume mit Aussagen über statistische Signifikanz. Nebenwirkungen zu erkennen dauert manchmal länger, nicht aber, weil diese erst später auftreten (oder es irgendein Naturgesetz darüber gibt, wie lange eine Impfung dafür auf dem Markt sein muss), sondern, weil es zu wenig Menschen gibt, die sich mit dem neuen Impfstoff impfen lassen. Der Unterschied ist zwar subtil, aber dennoch entscheidend: Im Fall von Corona ergibt sich aus der globalen Impfkampagne eine unglaublich riesige und solide Datenlage, sodass "sehr seltene Nebenwirkungen" eben jetzt schon festgestellt werden könnten, wenn es sie denn gäbe. Deswegen zieht das Argument mit den vermeintlichen Langzeitstudien halt aus keiner Perspektive, selbst, wenn man dieses großzügig auslegt.


    Auch hier kann man natürlich wieder argumentieren, dass es immer NOCH sicherer geht und bla bla bla. Ich kann es um ehrlich zu sein nicht mehr hören, wie da mit derart geringen Restrisiken argumentiert wird, dass man sich fragen muss, wie diese Menschen alleine lebensfähig sind. Was machen die, wenn sie mal vor die Tür gehen müssen? Ich empfehle einen Anzug aus Luftpolsterfolie. Man könnte ja auch bei der Impfung am Ende der Eine sein, der dann die superseltene Nebenwirkung abbekommt, die vorher noch keiner auf der Welt hatte. Aber eine reale Pandemie und ein Virus, an dem tagtäglich tausende Menschen erkranken? Da muss man sich nicht gegen schützen, das erwischt einen schon nicht. Ist klar.

  • Ist es nicht genau das, was bei Corona extrem unwahrscheinlich ist? Alle Impfvorgänge und ihre Nebenwirkungen werden mit Argusaugen verfolgt. Durch die mediale Berichterstattung über die Nebenwirkungsdiskussion werden die Leute nach einer Impfung sicher zum Arzt gehen, wenn gesundheitliche Beschwerden auftreten, die dann auf eine Verbindung zum Impfstoff untersucht werden. In dieser Situation scheint es mir doch relativ sichergestellt, dass Nebenwirkungen als solche erkannt werden.

    Nur, dass ich das richtig zusammenbringe, ein Fachmann bin ich natürlich nicht.

    Dem kann ich weder zustimmen noch verneinen. Natürlich wird man bei häufigeren Nebenwirkungen, dass recht zügig auf den Schirm bekommen. Aber auch das will erst einmal erkannt werden. Wenn jemand eine Herzmuskelentzündung bekommt und zum Hausarzt geht muss dem das erst einmal bewusst sein, dass es sowas von der Impfung sein könnte. Da gab es sicher auch unerkannte Fälle und wenn der plötzlich auf der Straße zusammenbricht mit einem Herzinfarkt und stirbt bringt man das nun in allen Fällen mit der Impfung in Verbindung oder wird am Ende nicht doch einfach gesagt "Tod durch Herzinfarkt". Keine Ahnung wie gut da das Monitoring funktioniert "Impfquote hust". Und umso seltener eine Nebenwirkung ist desto eher wird das dann halt auch wahrscheinlich nicht mit der Impfung in Verbindung gebracht vor allem wenn es noch nicht bekannt ist. Wenn aber ein Virologe sowas sagt, dann denke ich schon, dass es stimmt und manche seltenen Nebenwirkungen eben erst nach Jahren erkannt werden. Aber wie gesagt es ging ja nur um die Aussage ich nagel mich da auf nichts fest. Dafür müsste man schon auf diesem Gebiet arbeiten.

    Aber eine reale Pandemie und ein Virus, an dem tagtäglich tausende Menschen erkranken? Da muss man sich nicht gegen schützen, das erwischt einen schon nicht. Ist klar.

    Sag das dem Kimmich. Ich hab die Aussage nicht getätigt^^. Er ist ja nun wirklich ein sehr gutes Beispiel, dass man manche Menschen nicht überzeugen kann. Er will nicht, also will er nicht. Wie gesagt die werden beim FC Bayern sicher kluge Ärzte haben mit bester Aufklärungsarbeit die vielen Menschen verwehrt bleibt. Trotzdem hat er sich dagegen entschieden. Was willst du da noch machen? Sind halt auch nur Menschen.

    Im Fall von Corona ergibt sich aus der globalen Impfkampagne eine unglaublich riesige und solide Datenlage, sodass "sehr seltene Nebenwirkungen" eben jetzt schon festgestellt werden könnten, wenn es sie denn gäbe. Deswegen zieht das Argument mit den vermeintlichen Langzeitstudien halt aus keiner Perspektive, selbst, wenn man dieses großzügig auslegt.

    Hmm schwierig. Das will und kann ich nicht beurteilen. Das mit den Thrombosen und Herzmuskelentzündungen hat auch einige Zeit gedauert obwohl es zu den "häufigeren" Nebenwirkungen gehörte. Wie das dann mit noch selteneren Nebenwirkungen ist keine Ahnung.

  • Wenn aber ein Virologe sowas sagt, dann denke ich schon, dass es stimmt und manche seltenen Nebenwirkungen eben erst nach Jahren erkannt werden.

    Ich habe kurz mal in das Originalinterview gesucht (das kann man sich hier ansehen) und es scheint mir doch so, als würde Herr Watzl sich mit der Aussage über die später entdeckten Nebenwirkungen auf frühere Fälle bzw. andere Impfungen beziehen, weil er im nächsten Satz sagt (Zitat): "Aber wie gesagt, hier bei der Corona-Impfung kennen wir die seltenen Nebenwirkungen, sei es die Myokarditis, die Sinusvenenthrombosen oder auch die allergischen Reaktionen, und da ist wirklich der Vorteil, dass wir in sehr kurzer Zeit sehr viele Impfungen verabreicht haben." (Für die Richtigkeit der Fachbegriffe übernehme ich keine Garantie ^^') Das klingt für mich, als würde er weitere, unbekannte Nebenwirkungen für die Corona-Impfung ausschließen, zumindest mit höchster Wahrscheinlichkeit.

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  • In einem Fall hat die Tochter sogar immer das Impfungbuch kontrolliert, damit die alten Leutchen such nicht heimlich impfen lassen.

    Na wenn tatsächlich so kranke Verhältnisse in der Familie existieren, sollte man wohl allgemein hinterfragen, ob die wirklich gut für einen sind. Ansonsten lässt dus halt in einen neuen Impfausweis eintragen und versteckst den in der Bibel, die fassen junge Leute garantiert nicht an. Echt jetzt... man muss jetzt nicht krampfhaft versuchen, nicht impfen mit konstruierten Ideen zu rechtfertigen. :sad:

    Leider sind die nicht konstruiert.

    Und ich stimme dir da vollkommen zu. Aber die alten Leute haben damit echte Probleme, sitzen heulend beim Arzt (ihre einzige nichtfamiliäre Bezugsperson) und sind verzweifelt. Vor Corona war das Verhältnis ja super und scheitert erst am Thema Impfung - da dann aber extrem, weil das Thema Corona-Impfung so spaltet und es irgendwie immer mehr Extreme gibt.


    Natürlich sind das (Gott sei dank) Einzelfälle - aber auch die meint man, wenn man auf Ungeimpfte schimpft.

  • Gibts denn hier echt jemanden, der alles weiß? :unsure:

    Auf die Corona-Impfung bezogen musst du eigentlich nur wissen: Impfen - gut. Nicht impfen - nix gut.


    Na genau das ist ja eben mein Punkt: Am Ende bleibt es bei Unwissen, egal, wie gut man informiert ist. Es ist eher eine Wahrscheinlichkeit, nach der man geht. Wir reden hier von Statistiken. Und die sagen für ein einzelnes Individuum weiterhin

    wenig aus. Deswegen sage ich ja: ICH habe mich für die Impfung entschieden, aus eigener Überzeugung. Und ich wünsche mir, dass

    diese Spaltung und das ganze Theater jetzt langsam mal aufhören und die Leute mal wieder ein wenig runter kommen.


    Ich finde noch immer den Ansatz sehr gut, die Leute zu einem "Pflichtgespräch" zum Arzt zu schicken, damit der die möglichst

    gut informieren/ aufklären kann. Doch am Ende muss es eine freiwillige Entscheidung bleiben. Niemand hat dafür diskriminiert

    zu werden.



    Keine Ahnung, wie alt er ist. Vielleicht wärs ja besser, sowieso mal übers ausziehen nachzudenken. Wenn er u18 ist, ok, blöd gelaufen. Ist er ü18, muss er Mutti weder fragen, noch muss er es ihr sagen, da darf er schon ganz allein zum Arzt gehen.

    Das ist so völlig richtig und sehe ich genauso.



    Wie wäre es dann mit;

    Ältere Herrschaften möchten sich nicht impfen lassen, weil ihre Kinder sie dann nicht mehr besuchen kommen... und auch die enkel nicht kommen lassen. In einem Fall hat die Tochter sogar immer das Impfungbuch kontrolliert, damit die alten Leutchen such nicht heimlich impfen lassen.

    Und ja, das passiert wirklich... also dass Impfgegner ihren Angehörigen mit sozialer Isolation drohen, wenn sie sich impfen lassen. Und das sind dann meist die alten Leutchens, die sonst niemanden mehr haben.


    Das ist zwar ziemlich krank, funktioniert so aber auch wunderbar in die andere Richtung.

    Es sind Freundschaften schon daran gescheitert, weil ein Geimpfter nicht mit einem Ungeimpften befreundet bleiben wollte.


    Ich denke, dass die meisten Menschen nicht unbedingt allen anderen etwas aufzwingen wollen.

    Vielleicht wäre es daher sowieso klüger, zwar die Extremfälle nicht zu ignorieren, sich aber auch nicht immer darauf zu berufen.

    Ja, das geht jetzt auch an mich selbst. ^^

    Ich denke, die Meisten sind halbwegs vernünftig. Man muss da keine Zwei-Klassen-Gesellschaft implementieren.



    Na wenn tatsächlich so kranke Verhältnisse in der Familie existieren, sollte man wohl allgemein hinterfragen, ob die wirklich gut für einen sind.


    This.


    Aber solche Familienverhältnisse sind leider nunmal auch so schon gestört, solche Ausnahmefälle wird’s immer geben. Ob nun in Bezug auf Corona oder eben in anderen Bereichen. Denke mal wer so ne Familie hat, hat eh erstmal ganz andere Probleme als Corona…


    Danke. :thumbup:


    Selbst ein Impfzwang führt zwangsläufig nicht zu einer höheren Quote


    Naja und selbst wenn.... Was nützt das jetzt, wenn der Impfstoff trotzdem nicht an die neuen Mutanten angepasst wird?


    Eine Pandemie heisst ferner Pandemie, weil sie weltweit statt findet. Wir können diese also nu global in den Griff kriegen.

    Deswegen würde ich hier auch keine Boosterimpfung anbringen, bzw. erstmal nu für Risikogruppen, und dann doch

    lieber mehr ins Ausland liefern, wo man das alles viel dringender braucht.

    Solange das Din immer wieder eingeschleppt wird, bringts halt alles nix. Da sollte man vielleicht doch nochmal andere

    Länder auch in den Fokus rücken.


    Das mit den Langzeitstudien ist halt auch so n Thema…was will man denn sehen in nem Jahr? Oder 5 Jahren?


    Gleiche Frage habe ich mir dazu auch eben gestellt.... ^^



    Auch hier kann man natürlich wieder argumentieren, dass es immer NOCH sicherer geht und bla bla bla. Ich kann es um ehrlich zu sein nicht mehr hören, wie da mit derart geringen Restrisiken argumentiert wird, dass man sich fragen muss, wie diese Menschen alleine lebensfähig sind. Was machen die, wenn sie mal vor die Tür gehen müssen?


    Naja, erstmal finde ich Thrombosen und Herzmuskelentzündungen als nicht seltene Nebenwirkung schon heftig genug.

    Zweitens könnte man Letzteres von dir auch auf die ganzen Leute übertragen, die eigentlich kern gesund sind, aber wegen

    Corona jetzt schon angeblich unter dem "Cave-Syndrom" leiden.


    Vielleicht sollte man hier einfach solche Spitzen für sich behalten und sich nicht lustig machen über Menschen, die einfach

    Angst haben.