Die verschiedenen Löhne der Menschen

  • Solaire399 , warum kriegt es bellchen hin den Text zu lesen und zu verstehen und du nicht, du verlangst Dinge in einer Diskussion die du nicht einhalten kannst, die Frage ist ob du nicht einfach im Niveau abfällst.


    Meine Aussagen scheinen ja nicht ganz falsch zu sein, wenn du so drauf eingehst und dich direkt angegriffen fühlst, gut ich hätte noch zwei Zeilen Abstand lassen können, vllt. wäre das dann nicht passiert.

    Die Aussagen die ich hier vorgezeigt habe sind keineswegs eine Seltenheit in den Sozial Media.


    Ich habe ja geschrieben, dass man sich darüber Gedanken machen sollte, dass sich was für den schlechteren Teil, zum besseren wendet.

    Dass das natürlich nicht geht, wenn man von heut auf morgen jedem monatlich mindestens 3000 in die Hand drückt ist klar.


    Nur es sollte sich was ändern, ich will nicht wissen wie lange das noch gut geht, allem voran weil dieses Thema auch gerne mit der Flüchtlingspolitik gekoppelt wird und die Gemüter erhitzt sind.


    Ich verstehe es nicht wie man so die Augen verschließen kann und das vor Tatsachen. 😅

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    Ihr wollt mit hochintelligenten Leuten diskutieren, dann seid Ihr im Bisaboard richtig, haltet nach Leuten in Threads ausschau, die hohe Abschlüsse anstreben, die Chance, dass Sie allwissend sind ist hoch.

    Aber passt auf, Sie könnten euch für dumm halten.

  • Das Beispiel mit den 3000 Brutto kommt deswegen, weil sich von der "Argument" Seite bisher alles in diese Richtung bewegt. Es ist ja nicht so als hätte der Staat keine Allokationsfunktion der auch grundsätzlich in Form des bei uns (Deutschland & Österreich) gerade gängigen sozialpolitischen "Produktes" nachgeht - verbessern kann man immer etwas, nur sind die Überlegungen nicht so leicht und / oder realisierbar, dass es auch zu einer deutlichen Verbesserung der Situation kommt.

    Was man hier aber absolut verkennt, einfach nicht wahrhaben möchte oder sogar vollkommen ausblendet ist, dass der Staat keinen Einfluss auf den freien Markt hat und das ist auch gut so. Du kannst für jede Person 10000,- € pro Monat fordern und dem auch nachgeben. Unterm Strich ist Geld nur ein von uns quasi imaginäres Wertmittel und der freie Markt orientiert sich schließlich einfach daran. Wenn es sich plötzlich jeder leisten kann, warum sollte ich für mein Produkt nicht plötzlich entsprechend mehr verlangen anstatt plötzlich Unmengen mehr zu Produzieren um auf den selben Umsatz / Gewinn zu kommen? Macht keinen Sinn und bringt auch nichts, alle Ressourcen sind begrenzt. Dann zahlst du halt zukünftig für eine Wurstsemmel 100€... was hat man dann gewonnen? Ahja, nix ne.

    Deswegen bekommt man auch nicht einfach eine xxx€ Finanzspritze (außer was zb Förderungen und das Steuersystem angeht=, sondern man versucht eine Umverteilung anders und auf verschiedene Arten umzusetzen. Unter anderem, wenn es beispielsweise um Ausbildungen geht, dann im Gegensatz zu beispielsweise Amerika sollte man was Kosten dazu betreffen den Ball ziemlich Flach halten. Nicht, dass ich damit aussagen möchte, dass man sich am Maßstab anderer orientieren sollte. Es geht darum auch mal gewisse Dinge Wert zuschätzen und sich, obwohl es anscheinend ein Bullshit Argument ist, der eigene Einfluss doch nicht so gering zu sein scheint. WIR haben die Möglichkeit auf einen zweiten Bildungsweg, auf Förderungen, Stipendien, Chancen, etc. Aber diese kann einem keiner Abnehmen. Ein gewisses Maß an Planung ist immer noch einem selbst auferlegt, gerade wenn es darum geht, wohin ich mich entwickeln möchte. Natürlich gibt es gewisse Schicksalsschläge und einfach Umgebungen die Giftig sind, nicht jeder hat es gleich einfach im Leben - es wird aber durchaus viel dafür getan, um dem zumindest ein wenig entgegen zu wirken. Aber das sieht man selbst natürlich nicht.


    Motivation und Geld sind zwei Komponenten, die bis heute eine gewisse Grauzone darstellen. Bewiesen ist da gar nichts, zumal einfach so viele andere Faktoren mitspielen, dass man pauschal nie sagen kann "Geld fördert zu 100% die Motivation". Es ist eher so, dass Geld doch mehr einen extrinsischen als intrinsischen Motivator darstellt, wobei natürlich wie gesagt -> viele Faktoren. Bei einem low knowledge, low skill Job wird es eher so sein, dass ich Arbeiten gehe weil ich halt Geld brauche, ob man da von Motivation sprechen kann ist halt fraglich.

    Was Pflegeberufe angeht würde ich einfach mal behaupten, dass wenn einem der Job keinen Spaß macht, man das besonders in diesem Beruf nicht mit einfach mehr Geld aufwiegen kann. Entweder man ist überzeugte/r Pfleger/in oder halt nicht. Das sieht im Rettungsdienst nicht anders aus.


    PascaI Ich hab deinen Beitrag anscheinend auch nicht verstanden, vor allem die letzten beiden Absätze. Vielleicht probierst du einfach nochmal. ;) "Aussagen, von Leuten in Social Media..." lol

  • Dass gewisse Berufe eine Berufung vorraussetzen dürfte jedem klar sein. Das rechtfertigt aber nicht die geringe Bezahlung plus den hohen Anspruch. Wenn man von Grund auf mehr bekommt, kann man zB auch von den Stunden runtergehen. Ich als Erzieher wäre da voll für! Es muss nicht mehr Geld sein, aber wie gesagt bessere Arbeitsbedingungen und die kosten so oder so Kohle. Da kommt man nicht drum herum.

    Spaß ist das eine, Burnout ein anderer... Danach bringt einem meist auch kein andrer Job was, da du kaputt bist bis auf die Knochen (Rückenschäden).

    Yadin

    Und auch dein Argument mit "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied." hinkt einfach. Ich beschwehr mich net, da ich einiges fertig bringe und keine Probleme habe mir was andres zu suchen, oder mein Leben zu gestalten. Aber ich weiß selbst, dass es Leute gibt, die das nicht können und wenn man wenigstens die Grundlage (in dem Fall Förderung OHNE Schulden) in Aussicht stellen würde, wäre vllt wenigstens die erste Hürde genommen. Klar, es gibt dumme Leute, die auch trotzdessen nix lernen können/wollen, aber um diesen kleinen Prozentsatz gehts mir hier nicht.


    Was Motivation = Geld angeht, mir gehts hier nicht um einfach mehr Geld, sondern um einen Betrag der dich nicht mitten im Monat in ein Sorgenloch fallen lässt, weil du überlegst, ob du deine Kinder noch ernähren kannst.


    Und zuguter Letzt. Mir gehts net um mich, mir gehts gut. Aber das trifft auf einige eben nicht zu und der Staat hat eigentlich auch hier eine gewisse Verantwortung, aus der er sich gerne rausredet.

    Das System hat leider lauter Lücken und viele fallen durch diese ins Bodenlose....

  • Zitat von Yadin

    Du kannst für jede Person 10000,- € pro Monat fordern und dem auch nachgeben. Unterm Strich ist Geld nur ein von uns quasi imaginäres Wertmittel und der freie Markt orientiert sich schließlich einfach daran. Wenn es sich plötzlich jeder leisten kann, warum sollte ich für mein Produkt nicht plötzlich entsprechend mehr verlangen anstatt plötzlich Unmengen mehr zu Produzieren um auf den selben Umsatz / Gewinn zu kommen? Macht keinen Sinn und bringt auch nichts, alle Ressourcen sind begrenzt. Dann zahlst du halt zukünftig für eine Wurstsemmel 100€... was hat man dann gewonnen? Ahja, nix ne.

    Wenn man den Markt nicht frei sein lässt und einen Riegel vorschiebt, dann hat man viel gewonnen. Leider wird da wenig getan, weil es den meisten Politikern am Allerwertesten vorbeigeht.

    Weißt du, wie viele Wohnungen nicht bewohnt werden dürfen und Fleisch und Getreide von der Produktion sofort von den Müll kommen, um den Marktwert in die Höhe zu treiben?

    In der Theorie sollte die Wirtschaft den Menschen ein System bieten, um zusammen darin leben zu können. Die Wirtschaft ist daher für das Wohl der Menschen da und nicht umgekehrt. Klarerweise ist das nur leider eine Theorie, aber man muss ein System, das prinzipiell schädigt nicht auch nicht noch schönreden.

    Die USA sind scheiße und ich hab ich kein Bedürfnis danach bald in ihrer Kopie zu wohnen.

  • Zitat von Yadin

    Du kannst für jede Person 10000,- € pro Monat fordern und dem auch nachgeben. Unterm Strich ist Geld nur ein von uns quasi imaginäres Wertmittel und der freie Markt orientiert sich schließlich einfach daran. Wenn es sich plötzlich jeder leisten kann, warum sollte ich für mein Produkt nicht plötzlich entsprechend mehr verlangen anstatt plötzlich Unmengen mehr zu Produzieren um auf den selben Umsatz / Gewinn zu kommen? Macht keinen Sinn und bringt auch nichts, alle Ressourcen sind begrenzt. Dann zahlst du halt zukünftig für eine Wurstsemmel 100€... was hat man dann gewonnen? Ahja, nix ne.

    Wenn man den Markt nicht frei sein lässt und einen Riegel vorschiebt, dann hat man viel gewonnen. Leider wird da wenig getan, weil es den meisten Politikern am Allerwertesten vorbeigeht.

    Weißt du, wie viele Wohnungen nicht bewohnt werden dürfen und Fleisch und Getreide von der Produktion sofort von den Müll kommen, um den Marktwert in die Höhe zu treiben?

    In der Theorie sollte die Wirtschaft den Menschen ein System bieten, um zusammen darin leben zu können. Die Wirtschaft ist daher für das Wohl der Menschen da und nicht umgekehrt. Klarerweise ist das nur leider eine Theorie, aber man muss ein System, das prinzipiell schädigt nicht auch nicht noch schönreden.

    Die USA sind scheiße und ich hab ich kein Bedürfnis danach bald in ihrer Kopie zu wohnen.

    Die USA sind in der Tat scheiße und ich glaube niemand möchte in einer Kopie davon wohnen.
    👍
    Jedoch bringt ein eingeschränkter Markt seine eigenen Probleme mit sich.

  • Aber welche denn, im Vergleich zur freien Marktwirtschaft? Regulierungen schränken ein, was man mit den Menschen tun darf. Sowohl was den Preis wie auch Arbeitsbedingungen betrifft. Und sie schränken jene Industrien zumindest ein, die ihren Müll überall hinkippen wollen, wo sie gehen und stehen.

  • Hm natürlich kommt es darauf an wie genau du den Markt einschränken willst...
    (Wir haben zuvor hauptsächlich von Preisen und Kosten geredet also gehe ich von dieser Richtung aus)
    Aber generell gesprochen schadet es dem Wettbewerb was wiederum den Willen zur Investition und Forschung stark senkt was zahlreiche weniger erfreuliche Folgen wie eine Verlangsamung des Fortschritts und so weiter hat.

    "Weißt du, wie viele Wohnungen nicht bewohnt werden dürfen und Fleisch und Getreide von der Produktion sofort von den Müll kommen, um den Marktwert in die Höhe zu treiben?"
    Sachen wie diese sind natürlich nicht in Ordnung, und ich denke es gibt bereits Gesetze die so etwas verbieten?
    Und auch denke ich es gibt Regelungen bezüglich der Beseitigung von Müll, es kann gut möglich sein das diese härter durchgesetzt werden müssten. Mit dem Müll der Konzerne und seiner Beseitigung kenne ich mich nicht unbedingt aus.

  • Aber generell gesprochen schadet es dem Wettbewerb was wiederum den Willen zur Investition und Forschung stark senkt was zahlreiche weniger erfreuliche Folgen wie eine Verlangsamung des Fortschritts und so weiter hat.

    Es gibt auch Ebenen zwischen "Freier Marktwirtschaft" und "Planwirtschaft". Nicht jeder Sektor braucht einen freien Markt oder profitiert davon. Gerade, wenn es um grundlegende Anforderungen geht, kann starke Kontrolle durchaus besser, vor allem für die normale Bevölkerung sein, gerade es diverse Bereiche gibt, wo das Innovationspotential eher gering ist. Ein Beispiel hierfür wäre eben der Wohnungsbau und der öffentliche Nahverkehr. Da gibt es wenig Innovation, die Sachen werden benötigt und aktuell wird eine künstliche Knappheit geschaffen, um den Profit zu erhöhen.


    Ähnliches kann man für alle Aspekte der Krankenversorgung sagen. Hier funktioniert ein freier Markt nicht, weil es gar keinen freien Markt geben kann. Freier Markt hieße, dass der Kunde eine Wahl hat, etwas nicht zu machen, aber wenn es um überlebenswichtige medizinische Versorgung geht, ist das nicht der Fall. Deswegen ist hier auch der Innovationsdrang gering, sofern keine staatlichen Anreize geschaffen werden, sobald es eine Methode gibt eine Krankheit zu heilen. Weil es kein echter Wettbewerb ist.


    Freie Marktwirtschaft kann durchaus funktionieren, wenn es um Luxusprodukte geht, aber nicht in Sachen Grundversorgung, weil hier der Kunde keine Wahl hat und es daher keinen Preiskampf geben kann. Und selbst in der freien Marktwirtschaft, muss der einzelne Mitarbeiter vor Ausbeutung geschützt werden.


    Sachen wie diese sind natürlich nicht in Ordnung, und ich denke es gibt bereits Gesetze die so etwas verbieten?

    Nicht wirklich. Es gibt genug Schlupflöcher. Gerade was den Wohnungsmarkt angeht. Traurig aber wahr.

  • Sachen wie diese sind natürlich nicht in Ordnung, und ich denke es gibt bereits Gesetze die so etwas verbieten?

    Wie Alaiya bereits sagt, es gibt keine wirklichen Gesetze gegen sowas. Es gibt eine Mietpreisbremse, die aber nicht verhindern kann, dass Wohnungen halt einfach nicht vermietet werden, solang man nicht die Wunschmiete bekommt. Will man nicht Vermieter zu Mietpreisen zwingen und dennoch auch für ärmere Menschen bezahlbare Mieten gewährleisten, hilft nur sozialer Wohnungsbau mit staatlich geförderten Mieten. Wo eben nicht relevant ist, dass der Gewinn groß ausfällt, sondern dass die Menschen Wohnungen haben, die sie sich leisten können.

    Wettbewerb

    Wofür allerdings der "freie Markt" nicht zwangsläufig das beste Mittel darstellt. Man schaue sich mal Fußballübertragungen im TV an, genauer gesagt, die Vermarktung der Rechte. Es gibt für die beiden Bundesligen, die 3. Liga und die Champions League in Deutschland vier relevante Anbieter: Sky, DAZN, Eurosport und Telekom Sport. Nun könnte man denken "Geil, Wettbewerb, das ist suuuuuuuuuper für den Kunden." Pustekuchen, das Gegenteil ist der Fall. Die Marktteilnehmer treten nämlich eher gar nicht so gern in Konkurrenz zueinander. Lieber sucht sich jeder seine Nische. Im Fall der Fußballübertragungen heißt das: Die Angebote sind komplett exklusiv, kein Sender bietet überhaupt die gleichen Übertragungen an, wie ein zweiter. Oder anders gesagt: Will man volles Programm, muss man mehrere Angebote gleichzeitig bezahlen. Das wäre ja noch halbwegs erträglich, wenn diese Angebote dann wenigstens garantieren würden, dass man beispielsweise die Spiele seines Vereins komplett sehen könnte (oder wenigstens die Liga). Aber selbst das ist nicht gewährleistet. Statt also einen Wettbewerb untereinander zu riskieren, teilen sich die Anbieter lieber den Markt auf und zwar so, dass der Kunde möglichst viele gleichzeitig kaufen muss. Das ist sicher einiges, aber sicher kein Wettbewerb. Vor solchen Dingen gehören Kunden eben geschützt und das lässt sich in einer freien Marktwirtschaft schlicht nicht gewährleisten. Dafür braucht es Regulierung.

    Und wer das als Ausnahme deklarieren will: Es ist kein Zufall, dass wir Kartellgesetze und ähnliche Gesetze gegen Preisabsprachen und ähnliches haben. In einer wirklich freien Marktwirtschaft versuchen die Wettbewerber den einfachsten, nicht den für den Kunden besten Weg zu nehmen. Entweder versucht man alle Wettbewerber zu verdrängen oder man spricht sich ab, damit man die besten Preise für den Anbieter, nicht für den Abnehmer machen kann.

    Entsprechend: Markt braucht Regulierung, alles andere ist schädlich für Kunden und Arbeitnehmer.

  • Entweder versucht man alle Wettbewerber zu verdrängen oder man spricht sich ab, damit man die besten Preise für den Anbieter, nicht für den Abnehmer machen kann.

    Ergänzung dazu noch: Oder man spricht sich mit den Löhnen ab. Man erinnere sich an den Animationsskandal letztes Jahr, als sich herausstellte, dass die großen US-Amerikanischen Animationsstudios (Disney, Dreamworks, Pixar, Sony) sich miteinander abgesprochen hatten, um Lohndumping betreiben zu können und die Branchen-Löhne allgemein sehr niedrig zu halten.

  • "Hm natürlich kommt es darauf an wie genau du den Markt einschränken willst..."
    Alaiya
    QueFueMejor  

  • Ich denke schon, dass es bestimmte Berufe gibt die fairer bezahlt werden sollten. z.B. Berufe wie Krankenschwester oder Altenpfleger, die körperlich und oft auch psychisch anstrengend aber zugleich sehr wichtig sind. Ärzte verdienen denk ich auch so ziemlich gut. Fußballer haben sich das Geld auch verdient. Immerhin sind die Vereine bereit ihnen das Geld zu zahlen, und wer würde es nicht nehmen? Zum einen ist Fußball ziemlich beliebt und zum anderen ist es auch mit Risiken verbunden, einer Fußballkarriere hinterher zu rennen. Man investiert seine Zeit und eventuell auch Gesundheit in den Sport und wenn man Pech hat, reicht es nicht zum Profi.


    Über gerechtere Löhne, fair trade, Steuerhinterziehung, Lücken um Gesetz, etc. kann man natürlich auch reden. Apart from that, kann man jedem sein gutes Gehalt gönnen.

  • Wieso mein Zitat dazu? War das eine Frage?


    Alaiya hat schon richtig gesagt, dass der Markt für Luxusgüter freier sein darf. Solange diese Luxusgüter IMO nicht zu massiven Ressourcenverschwendung führen. Mittlerweile denk ich schon, dass man auch technologische Entwicklungen insofern "einschränken" sollte, dass Konzerne GUTE Gründe brauchen, um neue Produkte verkaufen zu dürfen. "Das iPhone 59 im September ist wie das iPhone 58 April, kostet nur 300 € mehr für *minimale Änderung*" ist KEIN guter Grund.

    Klingt etwas extrem, aber wenn man ehrlich ist, führt der viel zu starke Wettbewerb dazu, dass neugekaufte Elektrogeräte absichtlich bald wieder exgehen oder Leute Neue kaufen, wenn das Alte noch gut funktioniert.

  • https://www.n-tv.de/politik/Je…-arm-article20771391.html


    Deshalb ist es wichtig, dass wir Maßnahmen ergreifen wenn wir die Armutssprale stoppen wollen.


    Nur Stichwörtlich zu ernennen sind:

    ~ Zinssatz auf angelegtes Geld muss wieder deutlich steigen um Rücklagen zu erhöhen für eventuelle schwere Zeiten bzw. Finanzierung von Eigentum

    ~ Arme Menschen müssen steuerlich- und versicherungsmäßig entlastet werden.

    ~ Reiche Menschen müssen dafür mehr abgeben. Die Ausgabenverteilung soll gerechter verteilt werden. Wer arm ist hat wenig, wer reich ist hat viel.

    ~ Beitragsbemessungsgrenze abschaffen, weil wer mehr verdient kann mehr abgeben.

    ~ Eine "Volks"krankenkasse für alle. Wir brauchen nur eine Krankenkasse, damit jeder Mensch auch die selben Kassenleistungen bekommt. Die ganzen Krankenkassenträger inklusive die private Krankenkasse gehört komplett abgeschafft.

    ~ Ein Rententopf für alle. Egal ob Beamter oder nicht. Eine Rentenkasse für alle um Vorzüge bei der Rente zu vermeiden. Jeder soll auch im Alter gleichgestellt werden.

    ~ Beamte sollen auch Versicherungen bezahlen. Bei einer Krankenkasse und einer Rente für alle bedarf es eine Mitfinanzierung seitens Beamten. Der Beitragsprozentsatz kann niedriger auffallen mit der berechtigten Argumentation, dass das Grundgehalt eines Beamtens zumeist geringer ist als eines Arbeiter, der im privaten Sektor beschäftigt ist.

    ~ Der Mindestlohn muss hoch. Mindestens 15 Euro für alle Jobs außer Praktikanten.

    ~ Mindestrente sollte bei 1200-1500 Euro zuerst liegen mit einer stufenweisigen Erhöhung auf bestenfalls 2000 Euro.

    ~Erbschaftssteuer sollte erhöht werden, damit das Reichstum vieler Eigner wieder dem Staat zusteht.


    ~ Wichtige lebensnotwendige Güter wie Wasser und Strom gehören in öffentlicher Hand, weil es sollte kein Preiskampf um Dinge geben, die für uns sehr wichtig sind.

  • Zu deinen Punkten, vorab hast du irgendwie die Gesamten sachlichen Argumente zum Thema

    wie der Markt und Preise funktionieren ignoriert, aber dazu später mehr.


    1. Zinssatz


    Eine Erhöhund des Zinssatzes auf Konten trägt absolut nichts dazu bei Armut zu bekämpfen, da das Hauptproblem dieser Schicht ist, gar nicht genug Geld für Rücklagen zu haben, die verzinst werden könnten. Daher greift dieses Mittel nur zugunsten des Mittelstandes, eher aber zugunsten wenig risikofreudlicher Großverdiener.


    2. Leistungsentlastung Armer


    Ja eine gewisse Entlastung kann eine Option sein, aber soziale Solidarität ist wie gesagt "alle stehen für alle ein" und nicht "der großteil/die stärksten stehen für den Rest ein". Man kann und sollte nicht alles den Topgehältern anhängen. Ich zahle als Student auch nicht gerne meine Einkommenssteuern und Verscherungsbeiträge, aber so ist der Sozialstaat


    3. Beitragsbemessungsgrenze


    Man könnte überlegen diese zu steigern auf z.B. 50% aber ganz ehrlich, bei einem FACHKRÄFTEMÄNGEL in DE kann mann nicht ernsthaft behaupten, es macht Sinn Gehälter, die diese im Schnitt verdienen, um über 50% mit Einkommenssteuer zu belasten. Die Konkurrenz um solche Kräfte ist immens, so ruiniert man nur den eigenen Nachwuchs


    4.Beamte, insbesondere deren Rente


    Es ist eine seltsame Forderung, Beamte zu einer Zahlung zu zwingen, die sie nie bevorteilen wird. Du kannst Beamte bei der Rente nach momentaner Lage nicht gleichstellen, da sie keine Rente, sondern Pension beziehen. Dies ist, wie du auch erwähnt hast, der Ausgleich für viele Nachteile, die Beamte in Kauf nehmen.


    Eine Sache, die jedoch bezüglich Beamten getan werden könnte ich die drastische Verkleinerung des Beamtenfelds auf die Berufsfelder, in denen das Beamtentum unerlässlich ist bzw. die Funktionsfähigkeit der Behörde. Das sind insbesondere hohe Justiz und Steuerbeamte, Polizisten und eventuell, je nach eigener Meinung dazu, Lehrer. Normale Beschäftigt in den Ämtern und Behörden, die niedrigqualifizierte Arbeiten ausüben wie Sekretäre könnten zukünfitg aus dem Beamtenfeld gestrichen werden. An sich halte ich das Beamtentum aber für wichtig und richtig, auch die finanziellen Vorteile der Pension.


    Ich mache das hier einfach mal am Beispiel Richter auf, wohl unstreitig eines der wichtigsten Ämter überhaupt, bei dem ein hohes Maß an Zuverlässigkeit vonnöten ist und das einen Gegenpart in der Wirtschaft hat. Mit quasi den selben Anforderungen, die ein Bewerber ans Richteramt mitbringen muss, kann in der freien Wirtschaft das 4-fache als EInstiegsgehalt verdient werden. Ein Richter im allerhöchsten Besoldungsgrad nach 30 Jahren kann auch nach den steuerlichen Vorteilen der Beamten sehr wahrscheinlich weniger verdienen, als das Einstiegstgehalt, wäre er in einen Beruf der freien Wirtschaft der seinen Qualifikationen entspricht gegangen. Es muss einfach auch einen finanziellen Anreiz geben, diesen Beruf zu ergreifen, da die Anforderungen senken nicht die Lösung sein kann.


    Die Justiz ist hier nur ein krasses Beispiel, sie soll aber illustrieren, dass ich die Vorteile des Beamtentums für die Bereiche, in denen es notwendig ist, für einen angemessenen Ausgleich halte, der nicht dadurch kompromittiert werden muss, dass ersatzlos Vorteile wegfallen, die nicht unverhältnismäßig sind.


    5. Mindestlohn/Rente


    Warum das nicht funktioniert, sollten dich eigentlich die bisherigen Argumente begreifen lassen haben. Wie man in Weimar problemlos erkennen konnte, für das sinnlose Quotensteigern von Gehalt und Geld nicht zu allgemeinen Reichtum, sondern zu Superinflationen. Wenn jede Kaufkraft steigt, steigt jeder Preis proportional mit, die großen ziehen mit und am Ende steht man schlechter da, da die eigene Währung für den, für DE essentiellen, Außenhandel unattraktiv wird. Außerdem wären die Konsequenzen für die europäische Wirtschaft kaum abzusehen, würde sich Deutschland superinflationieren.


    6. Erbschaftssteuer steigern


    Kurzum, das funktioniert einfach praktisch nicht. Als Praxisbeispiel, siehe Japan, ein Land mit 70% Erbschaftssteuer, aber mit absolut festgefahrenen Gesellschafts und Vermögensschichten, aus denen es kein Ausbrechen gibt. Es gibt immer ausreichend Wege, sehr viel der Erbschaftssteuer zu umgehen, final ist das einfach die Auswanderung oder das Transferieren in Unternehmen.


    Zusammenfassend sind die meisten deiner Maßnahmen viel zu kurz gedachte oder nicht durchdacht, zumindest nicht aus Praxisgedanken heraus. Dinge wie Entlastung schwacher Verdiener und eine leicht höhere Belastung der Besserverdiener machen Sinn, aber in der globalisierten Welt kann man die Reichen nicht überstrapazieren, auch, da unser Spitzensteuersatz nicht gerade niedrig ist und alles über 50% wirklich bedenklich ist.


    Eine Steueränderung, die man z.B. bedenken könnte, wäre Kapitalanlageeinkommen wie das reguläre Einkommen zu besteuern und nicht nach den baseline 25%.


    Grundsätzlich denke ich, dass man strukturell Ansetzen muss und Bildung und Ausbildung aufwerten und zugänglicher machen muss, Dinge wie Mindestlohnerhöhungen sind immer nur ein Pflaster die es nie wirklich lösen.

  • 1. Vom Zinssatz würden auch die Armen profitieren. Jeder hat ein Giro Konto und wenn auf das Giro Konto 3% Zinsen fällig werden, würde auch ein Armer davon einen Mehrwert haben.


    2. Das klappt nicht, wenn wir sagen, dass jeder weiterhin einzahlt. Dann wird man immer versuchen das fehlende Geld von dem Armen und Mittelständler entnehmen.


    3. Du verwechselst die Beitragsbemessungsgrenze mit dem Spitzensteuersatz.


    https://www.private-krankenver…beitragsbemessungsgrenze/


    Hier etwas zum lesen. Diese Beitragsbemessungsgrenze muss weg, weil die Leute, die darüber sind Geld verdienen, die nicht von der Versicherung betroffen sind. Das ist fehlendes ausgeschöpftes Potenzial. Also wenn einer 500.000 im Jahr verdient, dann sind nur etwas 50.000 davon zu versichern. Das ist unsozial.


    Der Spitzensteuersatz kann gerne von 45% auf 50% erhöht werden.


    4. Warum bezahlen die Beamten nicht für ihre Pension, sondern Diejenigen, die auch für ihre Rente einzahlen? Das kann doch keiner verstehen. Sollen doch die Beamten ihre Kassenbeiträgen selber zahlen. Ich sehe vom diesen Geld nichts und habe auch nichts davon, weil ich keine Pension bekäme. Es ist ein guter Schritt, dass es nur da Beamte gibt, wo man die auch braucht.


    Warum bekommen Pfarrer Beamtenbesoldung? Brauchen die nicht. Wenn die Kirche eine e.V. ist, können die Pfarrer aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Sponsoren usw.. finanziert werden und nicht der Staat.


    Ich weiß, dass Beamtes mit dem selben Lob weniger verdienen als in der freien Wirtschaft. Dafür bekommen die mehr Pension.


    5. Daran glaube ich nicht, dass es eine Inflation geben wird. Wenn die Kaufkraft der Armen steigt und dafür die Kaufkraft der Reichen sinkt gleicht es sich wieder aus. Kein Vorstand, Manager, Banker usw.. braucht mehrere 100.000 bis Millionen Euro im Jahr zu vielen. Da steckt so viel Geld drin, womit man die Armut sehr stark einschränken kann, wenn nicht sogar ganz bekämpfen. Für so ein reiches Land wie Deutschland sollte Armut ein Fremdwort sein.


    6. Es wird immer versucht von etwas zu profitieren. Egal ob es Steuerhinterziehung ist oder halt das eigene Erbe schützen. Man muss dann klar regeln, dass es keine Ausnahmen gibt und wer deswegen Landflucht besteht könnte unter Anderen mit Enteignung von Eigentum bestraft werden. Die Reichen sollen nicht so tun, dass es Ihnen nach einer Ernschaftssteuer irgendwie schlechter ginge. Auch danach haben die genug und wenn der Staat das große Geld bekommt können wir an anderer Stelle entlastet werden.


    Die meisten Menschen, die vom Armut betroffen sind haben eine Ausbildung.


    http://www.bundesfinanzportal.…politisch-eindaemmen.html


    Ich vermisse bei Dir Ansätze, wie die drohende Altersarmut bekämpft werden soll, wie Armut zur Vergangenheit gehören kann. Bildung ist kein Garant dafür, dass man nicht arm wird.

  • 1. Ich weiß nicht wie da bei dir die Theorie ausfällt, aber um das Beispielt 3% p.a. zum einen immens hochgegriffen und utopisch für Konten außer eventuell ein sehr generöses Tagesgeldkonto,zum anderen jemand der damit einen Betrag anlegen kann, der eine beträchtliche Summe abwerfen würde, kann kaum arm genannt werden nach der Definition, dass sie am Ende des Monats kein Geld mehr haben. In jedem Fall profitiert davon die Oberschicht deutlich mehr als die unteren.


    2. Dann muss man hier die Frage aufmachen, ob man am Solidar- und Sozialstaat im gesamten festhält, wenn man das tut, kann man nicht nur Reiche damit besteuern, es gibt schon einen Grund warum es sehr wenig Recht gibt, dass Nachteile an hohes Einkommen bindet.


    3. Habe ich tatsächlich lul, sorry dafür. Dazu müsste ich jetzt sagen, ja das ist grundsätzlich eine Erwägung wert. Zum Thema Einkommenssteuer verweise ich nur nach oben.


    4. Hier wiederspricht sich deine Argumentation. Du schreibst selber dass Beamte als Ausgleich für ihre deutlich geringere Bezahlung ja die Pension bekommen, sprichst ihnen aber 2 Sätze davor eben diese ab.


    Um das Bild abstrakter zu ziehen zahlt der Staat alleine deren Pension dadurch, was an Gehalt während der Beschäftigung ausfällt, das zumindest das Idealbild. Dass dies nicht zwingend funktioniert, ist mir auch bewusst, aber die Pensionen werden nicht über die Rentenkassen finanziert, sondern eben allein durch den Staat. Wie gesagt, das Beamtentum hat seine Vor- und Nachteile, dass der durchschnittliche Pensionär deutlich besser steht als ein durchschnittlicher Renter ist im Endeffekt Ausdruck des Solidaritätsgedanken des Beamtentums, aka. der Staat kümmert sich um die, die ihm ein Leben lang dienten, glaube, der Pensionssatz geht bis zu 72% um den Dreh nach 30 Dienstjahren, aber Angabe ohne gewähr.


    Kirchenmitglieder müssten meines Erachtens nach auch keine Pension beziehen, aber es ist ein massiver Unterschied ob man das Beamtentum im Gesamten oder nur dessen Reichweite in Frage stellt. Und ehrlich gesagt sind mir die Loyalitätspflichten der Beamten deutlich wichtiger als ihre potenziellen Beiträge zum Rentensystem.


    5. Die Kaufkraft der Reichen wird aber nicht sinken, man steigert einfach alle Preise, für Alltagsgüter ist der Normalverdiener die Messlatte, dadurch kommt mehr Geld in Verkäuferzirkel die dadurch wieder eher Luxusgüter bedienen können etc. Dagegenwirken könntest du im Prinzip nur über zentralwirtschaftliche Markt- und Preisbremsen, wie gut diese funktioniert haben, sehen wir bis heute in Russland und den ehemaligen DDR Bundesländern.


    Ich kann jetzt wieder nur mit dem Berufsfeld argumentieren dass ich am Besten kenne, das ist die gehobene Justiz. Arbeitgeber sind willens 100.000-150.000 im Jahr Einstiegsgehälter zahlen, um sich Top-Kandidaten zu sichern. Was sollte ein erhöhter Mindestlohn an dieser grundsätzlichen Konstellation ändern? Steigt das allgemeine Gehalt steigen diese Topgehälter mit um Leute an sich zu binden. Steigt das allgemeine Geld, steigen auch die Topgehälter und alles bleibt beim alten, nur mit anderen internationalen Geldwert.


    Dass eine reine Kaufkrafterhöhung, gerade eine von knapp 30%+ sich nicht gesund auf den Markt auswirken kann, sollte klar sein, wenn Erhöhungen der Preise und Inflation über 2% schon als markwirtschaftlich ungesund angesehen werden. In welchem Maße es ferner gerade Renten zerstört, wäre kaum ausmalbar.


    6. Jemanden wegen "Landesflucht" ohne Straftat festhalten oder enteignen zu wollen ist maximal mit dem Grundgesetz unvereinbar und hat mit Rechtsstaat nicht mehr zu tun, jeder hat im Zuge des Freizügigkeitsrecht das Recht über sein Eigentum und seinen Aufenthaltsort zu verfügen wie er das möchte, solange kein geltendes Recht gebrochen wird. Auch wenn Eigentum verpflichtet, verpflichtet es nicht in diesem Maße.


    Dass Leute im Alter mit weniger Geld auskommen müssen, wenn sie gerade schon zu Berufszeiten wenig Geld hatten sollte klar sein, gerade wenn es immer mehr Frührentner gibt und Leute immer älter werden. Da hat die Rente sich irgendwo grundsätzlich verkalkuliert und Gesetzesupdates sind zu lange ausgeblieben. Mag die Agenda 2010 gescheitert sein, Schröder hat jedoch eine Sache zum Thema gesagt, die sich die wenigsten zu Herzen nehmen, aber sehr wahr ist. Die staatliche Rente kann das ganze nicht mehr tragen und Leute müssen privat vorsorgen. Wer sich sein ganzes Leben nur auf die, wirklich nicht allzu hohen Abgaben an die Rentenkasse verlässt, ist einfach unglaublich blauäugig, ein kleiner Blick auf die Lohnabrechnung verrät einem, dass das im Alter schwerlich reicht.

    Was jetzt die beste Maßnahme ist, um bereits entstandene Schäden zu reparieren, kann ich natürlich nicht sagen, Ansätze wären mMn:
    - Rentenalter erhöhen

    - Zuschläge des Staates auf die Rente entweder erhöhen oder die doppelte Besteuerung abschaffen

    - Mehr Bewusstsein schaffen für die private Altersvorsorge

    - Keine Rentenabzüge für Arbeitstätigkeiten

    - Für Leute unter dem Einkommenssteuermindestsatz keine Option für Steuerklasse 6 auf den 2.Job
    - (nicht favorisiert) Erhöhung des Rentensteuersatzes


    Bildung ist kein Garant dafür, nicht arm zu werden, aber eine erhebliche Risikosenkung. Eine Chemotherapie ist auch kein Garant Krebs zu überleben, aber verbessert die Chancen. Wer keine Bildung hat fällt durch die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts und wird dies in Zukunft immer stärker, Berufe die keinerlei Bildung/Ausbildung bedürfen werden immer weniger gebraucht werden. Darum ist Bildung, sowohl im Schulalter als auch im Erwachsenenalter durch Schulungen, Umschulungen, zugängliche Ausbildungen etc. ein immens wichtiger Faktor.


    Und ohne da jetzt eine direkte Quelle zu haben, wage ich einfach mal zu behaupten, dass Menschen ohne Hauptschulabschluss deutlich gefährdeter sind als solche mit einem Schulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung. Auch im von dir verlinkten Beitrag sind Arbeitslose und Niedriggebildete als primär armutsgefährdet eingestuft, wohingegen die andere angesprochene Partei geringer ist. Ich möchte in keiner Weise das Problm kleinsprechen, jedoch zeigt allein der erste Abschnitt ganz gut, dass Bildung wohl im Schnitt doch eher hilft als hindert.


    An dieser Stelle auch zum Thema Armut, in DE ist Armut eine sehr relative Sache und viele dieser Situationen zumindest mit-verschuldet. Der Staat muss so greifen, dass jedem das Leben und überleben möglich ist, auch wenn er weder arbeiten kann noch möchte noch es jemals konnte doer wollte, der Sozialstaat muss meines Erachtens nach jedoch keinem Anspruch gerecht werden, Menschen ein Leben in Wohlstand zu garantieren. Ich denke, dass dies einfach grundsätzlich nicht funktioniert und auch nicht muss. Die momentanen Strömung zur Eskalation dieser Trends muss zwar eingedämmt werden, aber viele heutige Konzepte wie "Fördern und Fordern" halte ich im Grundsatz für richtig, maximal falsch umgesetzt.

  • Dass Leute im Alter mit weniger Geld auskommen müssen, wenn sie gerade schon zu Berufszeiten wenig Geld hatten sollte klar sein

    kann das ganze nicht mehr tragen und Leute müssen privat vorsorgen.

    Das ist aber teilweise Sache des Marktes. Gerade die wichtigen Berufe haben die höchste Arbeitsunfähigkeitsrate und somit gleichzeit hohe Versicherungssätze bei niedrigem Gehalt. Da die Tarife vom Staat zum Teil gemacht werden, könnte man hier viel machen, auch bei den Rentenregelungen. Man is nur schlicht zu faul...

    dass das im Alter schwerlich reicht.

    Hier ist zusätzlich das Problem, dass das Geld immer weniger wert wird und sich Berufe ändern. Meine Mutter war Buchbinderin. Den Job gibt es aber so nicht mehr und sie musste teuer umschulen und hat jetzt als Krankenschwester im Außendienst den ersten Bandscheibenvorfall bei den paar Kröten und sagt selber sie kann in keinem andren Job arbeiten. Schon gar nicht Anfang 50. Sie hat nun Glück, dass sie gut verheiratet ist. Andere (unter anderem ich) haben dieses Glück nicht.

    Rentenalter erhöhen

    Geht nicht überall. Man könnte aber das Eintrittsalter flexibel machen. Einige Leute wollen noch nicht in die Rente, müssen aber.

    Zuschläge des Staates auf die Rente entweder erhöhen oder die doppelte Besteuerung abschaffen

    Wär ich für!

    Mehr Bewusstsein schaffen für die private Altersvorsorge

    Kann man machen, ist aber mit Vorsicht zu genießen.

    Keine Rentenabzüge für Arbeitstätigkeiten

    Bitte!!! Das ist absoluter Unsinn! Ich habe eingezahlt und kriege das Geld, werd aber benachteiligt, wenn ich mich weiter an der Gesellschaft beteilige?! Wer hat sich son Scheiß ausgedacht....

    Für Leute unter dem Einkommenssteuermindestsatz keine Option für Steuerklasse 6 auf den 2.Job

    ??? Hier bitte ich um eine Erklärung.

    Bildung ist kein Garant dafür, nicht arm zu werden, aber eine erhebliche Risikosenkung.

    Das mag vllt sein, aber es gibt genug Risikofaktoren eben keine Bildung zu bekommen.

    Und ohne da jetzt eine direkte Quelle zu haben, wage ich einfach mal zu behaupten, dass Menschen ohne Hauptschulabschluss deutlich gefährdeter sind als solche mit einem Schulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung.

    Ich glaube das relativiert sich. Es gibt au genug arbeitslose Studenten. Am besten dran biste momentan mit nem Mittelständerjob, also ausgebildete Fachkraft. Rein vom Arbeitsanstellungsfaktor.

    dass Bildung wohl im Schnitt doch eher hilft als hindert.

    Das kommt drauf an was du lernst, wo du lebst und wie generell dein Zustand ist. Es gibt zuviele Faktoren und gerade hier müsste der Sozialstaat eingreifen mit mehr sozialen Einrichtungen für Jugendliche, Ausbildungsgutscheine, Weiterbildungsgutscheine usw.

    Der Staat ist nicht dafür da, dass jeder in Sauß und Brauß lebt, ja, aber er kann die Risikofaktoren für Armut reduzieren, wenn er das denn wollen würde...

  • Der Spitzensteuersatz kann gerne von 45% auf 50% erhöht werden.

    Das sagt sich leicht, wenn man selber nicht mal im Ansatz so viel verdient, dass man in die Nähe des Spitzensteuersatzes kommt.

    Also wenn einer 500.000 im Jahr verdient, dann sind nur etwas 50.000 davon zu versichern. Das ist unsozial.

    Wie viele Menschen in Deutschland haben denn ein Einkommen von 500.000 Euro (oder "nur" 100.000 Euro). Die sollen dann durch einen Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze allen Armen ein sorgenfreies Leben ermöglichen? Ich vermute mal, dass die Rechnung so nicht ganz aufgehen wird. Ich bin gerade zu faul und genervt, um nach belastbaren Zahlen zu suchen und die Thematik durchzurechnen.

    5. Daran glaube ich nicht, dass es eine Inflation geben wird. Wenn die Kaufkraft der Armen steigt und dafür die Kaufkraft der Reichen sinkt gleicht es sich wieder aus.

    Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Die Änderung der Kaufkraft ist nicht die Ursache für eine Inflation sondern die Folge aus einer inflationären/deflationären Preisentwicklung.

    Ich vermisse bei Dir Ansätze, wie die drohende Altersarmut bekämpft werden soll, wie Armut zur Vergangenheit gehören kann. Bildung ist kein Garant dafür, dass man nicht arm wird.

    Deine Ansätze sind doch nur dadurch gekennzeichnet, dass man den wohlhabenden Menschen ihr Geld nimmt/stiehlt und es an die weniger wohlhabenden verteilt. Robin Hood lässt grüßen.

    Ich glaube das relativiert sich. Es gibt au genug arbeitslose Studenten.

    Ich vermute mal, du meinst arbeitslose Akademiker. (Ordentliche) Studenten können nicht arbeitslos sein, da Student sein als "Beruf" gilt.

    Der Staat ist nicht dafür da, dass jeder in Sauß und Brauß lebt, ja, aber er kann die Risikofaktoren für Armut reduzieren, wenn er das denn wollen würde...

    Immer sind es die anderen, die am eigenen Leid und Elend schuld sind. :achtung:

    Wie wäre es denn, wenn man sich zur Abwechslung nicht auf Andere oder den Staat verlassen würde, sondern selber versucht seine (Lebens-)Situation zu verbessern?