Legalisierung von Cannabis?

  • Ich wollte erst komplett auf das Thema eingehen und alle Pro und Contra Argumente einzeln durch gehen, hielt es dann aber nicht für so wirklich sinnvoll, weil das meiste, was ich dazu zu sagen habe, bereits gesagt wurde, jedoch gabs in den letzten Beiträgen, welche ich gelesen hab, einige Dinge, die ich hier, lose zusammengewürfelt und ohne Personenbezug aufliste und meinen Senf dazu gebe :)


    - Cannabis ist keine Einstiegsdroge

    Jein. Die Wirkung des Konsums lässt zwar mit steigendem und häufigerem Konsum nach, jedoch sorgt dies nicht dafür, dass Leute sich nach "was stärkerem" umschauen und so zu härteren Drogen gelangen.

    Dennoch ist Cannabis in gewissem Sinne eine Einstiegsdroge, nämlich insofern, dass du, aufgrund der rechtlichen Situation, nur über kriminelle Wege Cannabis beziehen kannst. Jemand, der Gras verkauft, steht somit Quasi sowieso mit einem Bein im Knast, dessen Hemmschwelle, mit härteren Substanzen zu handeln, ist daher sowieso schon sehr niedrig. Außerdem liegt der Gewinn bei Kokain etc. sehr viel höher, als bei Gras, er wäre also "schön blöd", wenn er nur Gras verkauft und andere Dinge nicht. Dadurch kommt man als Konsument sehr viel wahrscheinlicher in Kontakt mit anderen Substanzen, bzw. der Zugang ist dadurch sehr viel leichter. Dadurch kommen Konsumenten, die eh schon eine geringere Hemmschwelle bezüglich Drogenkonsum haben, auch viel leichter in Versuchung, mal was anderes zu probieren, vor allem wenn man schon quasi "Stammkunde" bei entsprechendem Händler ist, entwickelt sich sowas wie ein kumpelhaftes miteinander, was natürlich auch die Hemmschwelle nochmal niedriger setzt. Dadurch ist für mich Cannabis nur deshalb eine Einstiegsdroge, gerade WEIL es illegal ist.


    - Entkriminalisierung ja, Legalisierung nein danke

    Frei nach dem Motto "Wasch mich, aber mach mich nicht nass".

    Heißt, der Besitz, Konsum usw. ist erlaubt, aber der Erwerb nicht? "Ja, du darfst kiffen, aber nein, du darfst nicht kiffen." Auch bezüglich meiner obigen Aussage, halte ich diesen "Kompromiss" nicht wirklich für Sinnvoll, die Probleme wie Beschaffungskriminalität, Schmuggel, unreine Ware, usw. werden dadurch nicht gelöst. Und wenn man sich schon dem Thema annimmt, sollte man es auch gleich richtig machen und nicht eine halbgare Umsetzung durchführen, nur damit man sich hinterher darauf ausruhen kann und sagt "was wollt ihr? wir haben doch jetzt was gemacht". Führerscheinentzug selbst bei nicht mehr aktivem THC im Blut usw. würden dadurch ja nicht wegfallen, lediglich wirst du nicht mehr in den Knast geschickt, oder musst empfindliche Geldbußen zahlen, weil du mal was in der Tasche hattest. Klar, ich verstehe dass man erst mal mit einem Kompromiss anfangen sollte, allerdings ist dies für mich der falsche Weg. Hier sollte man lieber andere Versuchsmodelle in Betracht ziehen. Da wurden auch schon einige Vorgeschlagen, bspw. Berlin und auch NRW waren da mal vor einiger Zeit in den Nachrichten, als die ihre Ideen und Modellvorschläge vorgebracht hatten. Wurde leider alles abgeschmettert.

    Im übrigen verstehe ich bis heute nicht, warum man es nicht einfach mal versucht, man kann es ja, sollte man feststellen, dass eine Legalisierung der falsche Weg ist, wieder rückgängig machen und es wieder verbieten. Dafür gibts doch eine gesetzgebende Gewalt?


    - Es gibt einfach noch nicht genügend Daten zu dem Thema!

    Naja, in den letzten Jahren wurde da extrem nachgelegt, aktuelle Studien gibts zwar noch nicht so lange, dass man über einen längeren Zeitraum hinweg, das ganze Statistisch erfassen und Folgen und Probleme einer Legalisierung zu 100% belegen und messen kann, jedoch ist die Wirkung und die Folgen eines aktiven Konsumverhaltens mittlerweile hinreichend dokumentiert. Teilweise konnten auch schon gesundheitliche Folgen bei langjährigen Konsumenten (10 Jahre und mehr) daraus abgeleitet werden, davon mal abgesehen, dass Cannabis bis in die frühen 1900 hinein noch völlig normal und legal war. Wäre der Konsum wirklich so bedenklich, wie von manchen Seiten dargestellt, so würde man wahrscheinlich auch von früheren Jahren viel mehr dokumentiertes Material finden (Bspw. alte Zeitungen, Gefängnisberichte über Häftlinge und dadurch der Grund der Inhaftierung) . Zumindest das, was ich gefunden habe, deutet darauf hin, dass Cannabis zwar häufig konsumiert, allerdings selten ein Gesellschaftlich relevantes Thema war. Auch in den Jahren, nach dem Verbot, lässt sich nicht so viel finden, wie man erwarten würde. Wirklich an Fahrt aufgenommen hat das Thema erst wieder, als die ersten Stimmen in den 70ern laut wurden, dass man es legalisieren sollte. Außerdem, wenn es wirklich daran liegt, dass es noch nicht genug Daten über dieses Thema gibt, dann sollten entsprechende Stimmen mal dafür sorgen, dass genug Daten erhoben werden, anstatt alle Forschungen und Studien so gut es geht zu verhindern, es hat bspw. verhältnismäßig lange gedauert, bis in der Forschung die Hürden für die Forschung an der Substanz gelockert wurden, sodass Versuche und Experimente einfach schon dadurch scheiterten, dass man nicht an das Zeug ran kam.


    - Ist ja alles wegen Lobbyismus undso, oder doch nicht?

    Meiner Meinung nach ist es durchaus so, dass da Lobbyarbeit dahinter steckt. Davon abgesehen, dass die Pharmaindustrie ihre weitaus teureren Präparate bei den Krankheiten, wo Cannabis als Medikament sehr gute Ergebnisse erzielt, nicht mehr so einfach verkaufen kann (wobei die sich wahrscheinlich trotzdem ein Schlupfloch suchen und finden werden, mit der auch die Cannabispräparate mit einem Patent versehen werden und teuer verkauft werden können), hatte, zumindest damals, auch die damals zu Zeiten des Verbots die gerade aufsteigende und groß werdende Papier und Plastik Industrie ein reges Interesse daran, dass das Konkurrenzprodukt, welches auch zur Herstellung von Papier, Tragetaschen etc. verwendet wurde, vom Markt verdrängt wird. Der größte Faktor, wenn auch eher Mutmaßung meinerseits, wird aber wohl der aktuell am meisten profitierende sein: Die kriminellen selbst. Wenn ich bedenke dass auch in Deutschland einige, auch größere Banden (Hells Angels, Bandidos, Clans, etc.) ihr Unwesen treiben, dann würde es mich kaum wundern, wenn entsprechend Politisch aktive Personen mal in einem "Vier-Augen-Gespräch" mal eben Ihre Meinung von "Wir müssen mal über neue Ansätze reden und was verändern" nach "Cannabis ist kein Brokkoli" wechseln. Gerade solche Organisationen haben doch das größte Interesse daran, dass das Zeug weiterhin illegal bleibt: Keine Steuern, alles Geld geht sofort in die eigene Tasche. Einfacheres Monopol: Wenn du der inoffizielle Boss von ieinem Drogenviertel in Berlin bist, wird da nur dein Zeug verkauft, basta, wer da sonst mitmischen will, wird abgeknallt, Konkurrenz im Keim erstickt. Daher ist es für mich gar nicht mal so abwegig, dass da weitaus mehr dahinter steckt, als man sich evtl. bewusst ist. Schließlich wird eine Daniela Ludwig wohl kaum öffentlich sagen "Ja, Cannabis ist zwar voll ok, aber die Hells Angels haben mich bedroht, dass meine Familie und ich in Gefahr sind, wenn ich mich weiter dafür einsetze". Und wenn ich mir die bisherigen Verantwortlichen anschaue, dann denke ich schon, dass man bei diesen ein hohes Maß an Einschüchterungspotential erkennen kann.


    TL;DR: Bin dafür, ein paar Sachen seh ich allerdings etwas anders.

  • Also ich weiß nicht wer hier Cannabis konsumiert (und wie viel), aber dieser Bericht von Vice ist schon erschreckend:

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    (Übrigens auch hier als Textversion)


    Dass synthetische Cannabinoide (leider) auf dem Vormarsch sind ist ja inzwischen jedem bekannt, der sich beim Thema Cannabis auskennt, aber dass sie inzwischen so verbreitet sind ist mir tatsächlich neu. Die Erfahrungswerte von dem Dealer aus dem Video mit 90%+ glaube ich zwar ehrlich gesagt nicht, aber die Schätzungen der Bundesbehörden mit 10-20% würde ich auch mit Vorsicht sehen - besonders wenn man weiß in was für nem erbärmlichen Blindflug die Behörden beim Thema Cannabis sind. Es können also mittlerweile auch 30% sein, so genau weiß das keiner.


    Das erschreckendste für mich ist eher die Antwort von Frau Ludwig, eine Legalisierung von Cannabis hätte keine Auswirkungen auf die Verbreitung von sythetischen Cannabinoiden. Die synthetischen Cannabinoide gibt es doch gerade WEIL Cannabis illegal ist und Kriminelle um jeden Preis versuchen den Gewinn zu steigern. Da echtes Gras teuer ist wird das Gras eben mit synthetischen Drogen gestreckt, die teilweise nur 10% von echtem Cannabis kosten. Nur sind die chemischen Zusammensetzungen eben minimal anders als bei Cannabis und keiner weiß was das am Ende bewirkt. (Ganz abgesehen davon, dass das dir der Dealer deines Vertrauens auch nicht sagen wird, wenn er es denn überhaupt weiß)

    Diese Probleme sind ähnliche wie bei der Alkoholprohibition - wer einen gepanschten Schnaps trinkt weiß nicht, ob da Methanolrückstände drin sind. Cannabis ist eigentlich als dritte "Volksdroge" nicht mehr aufzuhalten, nur wird hier durch eine völlig ignorante Politik ein unglaublicher Schaden angerichtet. (eigentlich die vierte Volksdroge, aber Koffein IsT jA kEiNe DroGe lol)

    Ich kenn leider auch Erfahrungsberichte, wo Leute an scheinbar stark gestrecktes Gras gekommen sind und das nicht gut ausging.


    TL;DR: Ich will hier niemandem das Kiffen verbieten, manche nutzen illegal gekauftes Gras auch zur medizinischen Selbstbehandlung, da die rechtlichen Hürden für medizinisches Cannabis in Deutschland so lächerlich hoch sind. Ich denke eher eine Legalisierung ist die einzige wirklich sinnvolle Lösung für diese Probleme. Aber passt auf euch auf und wenn ihr wirklich kiffen wollt, dann passt bitte bitte wirklich auf, was ihr da kauft. Ich weiß, richtige Möglichkeiten Gras auf Verunreinigungen zu überprüfen gibt es nicht, aber holt das Zeug bestenfalls bei jemandem den ihr ohnehin perönlich irgendwie kennt und/oder bei jemandem der als vertrauenswürdig und kompetent gilt. Oder lasst es ganz sein, bevor das am Ende nicht gut ausgeht.

    "Was denkt ihr, wann stirbt ein Mensch? Wenn er von einer Kugel getroffen wird? Nein. Wenn er am Herzen leidet? Oder eine andere schlimme Krankheit hat? Nein. Wenn er eine Suppe isst, die aus einem giftigen Pilz gekocht wurde? Nein. Man stirbt, wenn man vergessen wird!" ~ Doc Bader

    Einmal editiert, zuletzt von Proto-Groudon ()

  • Mir währe es egal. Ich habe bis jetzt nie verstanden warum Alkohol und Tabak von der Gesellschaft tolleriert werden, aber bei THC die Leute durchdrehen. Ich konsumiere keine Art von Drogen, ob es sich um Alkohol, Zigarette oder Cannabis handelt ist mir egal.


    Bei der Legalisierung von Cannabis sollte man bedenken das anderen Länder nicht mit machen müssen. Gerade ostasiatische Länder wie Japan, Südkorea, Singapur, China etc. haben für Drogenkonsum sehr sehr strenge Strafen. In China und Singapur gilt bei der Einfuhr von Drogen die Todesstrafe. Auch gilt es in den Ländern als Verbrechen wenn man spuren von Drogen nachweisen kann, obwohl man nichts geschmuggelt hat.


    Auch sollte man nicht vergessen das die Leute einen immer noch meiden können wenn man soetwas konsumiert. Gerade für die Jobsuche sollte man das bedenken.

  • Auch sollte man nicht vergessen das die Leute einen immer noch meiden können wenn man soetwas konsumiert. Gerade für die Jobsuche sollte man das bedenken.

    :unsure: ?? Wie soll man das rauskriegen? Wer geht denn bekifft zum Bewerbungsgespräch?

    Naja, gibt es ja Leute die etwas trinken von dem Gespräch und etwas Lakritze essen um den Gerucht zu übertünchen. Wiederum andere rauchen vor wichtigen Terminen eine Zigarette um sich zu beruhigen. Ich denke bei wenn Cannabis legal ist, wird es dort auch so sein.

  • Naja, gibt es ja Leute die etwas trinken von dem Gespräch und etwas Lakritze essen um den Gerucht zu übertünchen. Wiederum andere rauchen vor wichtigen Terminen eine Zigarette um sich zu beruhigen. Ich denke bei wenn Cannabis legal ist, wird es dort auch so sein.

    Ich glaube nicht, dass man vor einem Bewerbungsgespräch psychoaktive Substanzen nehmen sollte, egal ob sie legal sind oder nicht o.O

  • Naja, gibt es ja Leute die etwas trinken von dem Gespräch und etwas Lakritze essen um den Gerucht zu übertünchen. Wiederum andere rauchen vor wichtigen Terminen eine Zigarette um sich zu beruhigen. Ich denke bei wenn Cannabis legal ist, wird es dort auch so sein.

    Ich glaube nicht, dass man vor einem Bewerbungsgespräch psychoaktive Substanzen nehmen sollte, egal ob sie legal sind oder nicht o.O

    Das ist mir schon bewusst. Das sollte auch nur ein Beispiel sein. Was ich damit nur sagen wollte ist, das selbst wenn Cannabis irgendwann mal so legal sein sollte wie Alkohol oder Zigaretten, können die Leute einen immer noch meiden.

  • Auch sollte man nicht vergessen das die Leute einen immer noch meiden können wenn man soetwas konsumiert. Gerade für die Jobsuche sollte man das bedenken.

    :unsure: ?? Wie soll man das rauskriegen? Wer geht denn bekifft zum Bewerbungsgespräch?

    Naja, gibt es ja Leute die etwas trinken von dem Gespräch und etwas Lakritze essen um den Gerucht zu übertünchen. Wiederum andere rauchen vor wichtigen Terminen eine Zigarette um sich zu beruhigen. Ich denke bei wenn Cannabis legal ist, wird es dort auch so sein.

    Dann ist man halt selbst schuld. ^^'


    Naja, gibt es ja Leute die etwas trinken von dem Gespräch und etwas Lakritze essen um den Gerucht zu übertünchen. Wiederum andere rauchen vor wichtigen Terminen eine Zigarette um sich zu beruhigen. Ich denke bei wenn Cannabis legal ist, wird es dort auch so sein.

    Ich glaube nicht, dass man vor einem Bewerbungsgespräch psychoaktive Substanzen nehmen sollte, egal ob sie legal sind oder nicht o.O

    Das ist mir schon bewusst. Das sollte auch nur ein Beispiel sein. Was ich damit nur sagen wollte ist, das selbst wenn Cannabis irgendwann mal so legal sein sollte wie Alkohol oder Zigaretten, können die Leute einen immer noch meiden.

    Ich meine... ja schon? Aber was soll einen das interessieren? Wenn sich einer dazu entschließt mich zu meiden sollte, nur weil ich etwas getrunken habe, werde ich die Person auch nun wirklich nicht sonderlich vermissen. xD

  • Das ist mir schon bewusst. Das sollte auch nur ein Beispiel sein. Was ich damit nur sagen wollte ist, das selbst wenn Cannabis irgendwann mal so legal sein sollte wie Alkohol oder Zigaretten, können die Leute einen immer noch meiden.

    Das sind dann aber richtige Antimenschen, die teilweise schon einen hass gegen so etwas aufgebaut haben und das sage ich dir, als jemand, der viele Alkis um sich hat, die einen anwidern. xD (Sind aber auch nur die, Leute die eine gesunde Beziehung zu Alk und Co. haben sind vollkommen in Ordnung)

    Wer also jemanden meidet, weil die Person irgendwas davon in gesunden Rahmen konsumiert hat in meinen Augen echt Probleme.^^"

    Das ist für mich wieder so ein Extrem.


    Soll doch jeder das machen, wenn er damit keinem schadet, soll es doch in Ordnung sein, manche machen so, als ob so etwas den Weltuntergang herbei führen würde.^^

  • Ich meine... ja schon? Aber was soll einen das interessieren? Wenn sich einer dazu entschließt mich zu meiden sollte, nur weil ich etwas getrunken habe, werde ich die Person auch nun wirklich nicht sonderlich vermissen. xD

    Naja Eltern zum Beispiel. Bei uns wurde werder Alkohol noch Zigaretten toleriert. Demendsprechend hatte ich nur Freunde bei denen die Eltern auch diese Regel aufgestellt haben. Man sollte nur nicht vergessen, blos weil man etwas darf heißt es nicht das die anderen das akzeptieren müssen.


    Soll doch jeder das machen, wenn er damit keinem schadet, soll es doch in Ordnung sein, manche machen so, als ob so etwas den Weltuntergang herbei führen würde.^^

    Weißt du der Meinung bin ich auch. Aber ich stehe es nunmal jeden Menschen andere Menschen zu meiden wenn diese in ihren Augen einen Lebensstil haben der ihnen nicht passt. Eltern haben das Recht dem Kind einen in ihren Augen schlechten Umgang zu verbieten und Arbeitgeber müssen auch niemanden einstellen wenn dessen Lebensstil einen nicht passt. Da brauchst du nicht mit "Antimenschen" kommen.

  • Naja Eltern zum Beispiel. Bei uns wurde werder Alkohol noch Zigaretten toleriert. Demendsprechend hatte ich nur Freunde bei denen die Eltern auch diese Regel aufgestellt haben. Man sollte nur nicht vergessen, blos weil man etwas darf heißt es nicht das die anderen das akzeptieren müssen.

    Naja ich muss sagen, auch wenn ich wie gesagt aus einem Umfeld mit vielen Alkis komme, so eine Erziehungsmethode ist nicht ganz gut, es strikt zu verbieten, so etwas führt oftmals zum Gegenteil, eher sollten die Kinder richtig aufklären, so WENN Sie es dann versuchen, es auch in einem gewissen Rahmen machen und sich nicht gleich den Gnadenstoß geben. (Auch wenn einige sagen würden, die Erfahrung muss man auch machen, ich bin da allerdings anderer Meinung xD)

  • Ich find die Entscheidung richtig gut. Mir ist es lieber, das Zeug wird legalisiert als dass es zusammengepanscht und gefährlicher auf dem Schwarzmarkt landet. Der der es konsumieren will wird es so oder so tun (oder tut es bereits), aber mit einer Legalisierung kann man das alles besser nachvollziehen.


    Und zu der Sache mit dem Meiden...well...das gibt es und wird es immer geben, egal ob Cannabis nun legal ist oder nicht. Gibt immer Leute die das strikt sehen, es gibt immer Leute die übertreiben und es gibt die, die vernünftig und besonnen konsumieren und die sollen das ruhig auch dürfen.


    Was anderes wäre es bei Drogen wie Ecstasy das steht natürlich außer Frage aber sowas war ja auch nie die Debatte.

  • Ich meine... ja schon? Aber was soll einen das interessieren? Wenn sich einer dazu entschließt mich zu meiden sollte, nur weil ich etwas getrunken habe, werde ich die Person auch nun wirklich nicht sonderlich vermissen. xD

    Naja Eltern zum Beispiel. Bei uns wurde werder Alkohol noch Zigaretten toleriert. Demendsprechend hatte ich nur Freunde bei denen die Eltern auch diese Regel aufgestellt haben. Man sollte nur nicht vergessen, blos weil man etwas darf heißt es nicht das die anderen das akzeptieren müssen.

    Meiner Erfahrung nach können Eltern viele Regeln aufstellen, wenn der Tag lang ist, und kaum sind sie außer Sicht- und Hörweite, wird es dennoch getan.

    Verbote bringen meist gar nichts, außer vielleicht den Einfallsreichtum und die Fähigkeit zu lügen deiner Kinder zu fördern. xD

    Über sowas muss man reden können und ab einem gewissen Alter muss man auch akzeptieren, dass Kinder Entscheidungen treffen, die einem nicht immer gefallen.

  • Soll doch jeder das machen, wenn er damit keinem schadet, soll es doch in Ordnung sein, manche machen so, als ob so etwas den Weltuntergang herbei führen würde.^^

    Mit dem Konsum ansich schadet man natürlich niemandem. Aber wenns dann wie beim Alkohol damit endet, dass man als Besoffener bzw. dann Bekiffter einen Freifahrtsschein bekommt, wenn man anderen einen Schaden zufügt, sieht die Sache wieder anders aus. Gibt ja leider ausreichend Beispiele dafür.

    Ansonsten ändert das für mich persönlich relativ wenig, aber die Polizei hat sicherlich besseres zu tun als Leute mit ein paar Gramm Hasch zu verfolgen, in dem Wissen, dass das ein von vornherein aussichtsloses Unterfangen ist.

  • Der Koalitionsvertrag ist da. Die Legalisierung durch Ausgabe von spezifischen Geschäften soll nun kommen. Gesellschaftliche Auswirkungen sollen in vier Jahren dann geprüft werden.


    Kann kaum glauben das wir in den Hinsicht endlich mal moderner werden sollen. Unfassbar. Surreal.

    Bekannte planen jedenfalls schon in das legale Geschäft einzusteigen. :D


    In Kanada ist das Hanf ja schon 2 Jahre nun frei und laut Bekannten dort hat es anscheinend bisher keine auffällig negativen Auswirkungen. Geh auch nicht davon aus das es hier schlechter ausfallen wird. Werden eher immer nocht Alkoholisierte Leute ein Problem sein.

  • Ansonsten ändert das für mich persönlich relativ wenig, aber die Polizei hat sicherlich besseres zu tun als Leute mit ein paar Gramm Hasch zu verfolgen, in dem Wissen, dass das ein von vornherein aussichtsloses Unterfangen ist.

    Also nichts neues was dazu kommt.

    Dafür aber die Chance, dass sauberes Gras verkauft wird und kein gemischter Müll, der dann wirklich gefährlich werden kann.


    Ich sehe zum jetzigen Zeitpunkt, einfach kein negativen Punkt, der bedrohlicher werden kann, zumal ich lieber jemand hat, der einen Gedübbelt hat und dann einfach breit und ruhig ist und vom dem weniger Gefahr ausgehen tut, sowohl, dass wir für die Person den Krankenwagen rufen müssen, noch dass er sich damit groß selbst schadet, im Gegensatz zu Zigaretten und Alk, die in meinen Augen eine wesentlich verheerendere Folge haben, was ich in meinem Umfeld ja schon zu genüge zu sehen bekommen habe....^^"


    Ich selbst habe auch schon Gras zu mir genommen, über Cookies, da ich leider (oder auch gut so :P) zu blöd zum rauchen bin, als jemand der beim Thema Drogen eigentlich derjenige ist, der immer gerne mahnend den Finger hebt, sehe ich darin das geringste Problem.

    Zumal ich schon denke, dass sich der Strafkatalog auch noch mal anpassen könnte.

    Ich kann dir sagen, nach ner Nascherei konnte ich noch Auto fahren, ich war einfach lockerer und sitze nicht so wie diverse Leute im Auto, wo es aussieht, als würden Sie gleich Ihr Geschäft auf dem Klo verrichten, natürlich ist auch hier klar, kommt auf die Person an.


    Besser 100.000 Leute die Cookies naschen und sich von dem anderen Zeug wegbewegen, als dass Sie es tun.^^


    Es sind alles noch Vermutung, es kann gut gehen, es kann vllt. aber auch schief gehen, deswegen einfach einen Testzeitraum einrichten und auf Statistiken warten, wenn es so kommen sollte.



    Weißt du der Meinung bin ich auch. Aber ich stehe es nunmal jeden Menschen andere Menschen zu meiden wenn diese in ihren Augen einen Lebensstil haben der ihnen nicht passt. Eltern haben das Recht dem Kind einen in ihren Augen schlechten Umgang zu verbieten und Arbeitgeber müssen auch niemanden einstellen wenn dessen Lebensstil einen nicht passt. Da brauchst du nicht mit "Antimenschen" kommen.

    Natürlich darf man Sie beiden, sollte dann aber selbst nicht meckern, wenn man dumm angeschaut wird dafür, ich persönlich bin als geschädigtes Kind was das Thema Alk angeht ein gutes Beispiel, eigentlich müsste ich bei dem Mist den ich mit den Alkis erlebt habe, jedem der Alk trinkt, den Mittelfinger zeigen und sagen "du bist Abschaum", mache ich aber nicht, ich zeige nur den Leuten den Mittelfinger, die mich mit Ihrer Sucht wirklich beeinflussen (in dem Fall war es ja die Familie), jeder andere soll machen was er will und auch der bewusste GENUSS sehe ich als vollkommen legitim an, nur weil man etwas trinkt muss es nicht ausarten und die Sicht kann man haben, auch wenn man viele schlechte Erfahrung gemacht hat.

    Der Begriff Antimensch nehme ich gerne deshalb, weil man diverse Menschen in eine Ecke stellt wegen Nichtigkeiten, es ist kein schönes Gefühl, wenn einer kommt und dich in die Ecke stellt und sagt, "du Suffkopf", dabei tust du einmal am Wochenende Alk genießen, dieses gleich extrem negative reininterpretieren, weil man es u.a. ggf. von den Eltern so gelernt hat, das müssen sich meiner Meinung nach einige abgewöhnen.

    Wenn jemand raucht und es draußen abseits von dir macht, schädigt er dich nicht, wenn jemand Alk in deiner Nähe trinkt und es bewusst macht und es keine Überhand nimmt, dann sind das alles Dinge, wo die Aussage, "mir passt dein Lebensstil nicht" vollkommen übertrieben ist, würde der fast jeden Tag da rumfallen und stock besoffen sein, würde ich so eine Ansicht verstehen, nur alles andere ist einfach wieder nur ein Extrem.

  • Ich bin noch etwas ängstlich und frage mich wie viel in die Aufklärung gesteckt wird. Ich sehe jetzt schon vor meinen Augen dass irgendwelche Schützenfestgänger sich toll fühlen wollen und total besoffen sich Cannabis gönnen weil ist ja legal, aber dann vollkommen abschmieren auf dem Mischkonsum. Sehr häufiger Fehler der gerade bei Konsumenten auftritt die kaum bis keine Ahnung haben und neugierig sind.

    Ist jetzt ein sehr spezifisches Beispiel, aber das ist etwas wobei ich mir selbst als Befürworter der Legalisierung ziemlich Sorgen mache und ich hoffe dass gute Wege erreicht werden um auch den ganzen Leuten die Risiken verständlich zu machen.


    Ansonsten bin ich sehr froh wenn es jetzt wirklich mit der Legalisierung klappt, ich kann es ehrlich gesagt selbst kaum glauben.
    So wie ich bisher rauslesen und raushören konnte aus Nachrichten wird der Eigenanbau nicht legalisiert, was ich sehr schade finde. Da gerade für Patienten die Cannabis aus medizinischen Gründen nehmen müssen, sich die Kosten schnell stapel da die Krankenkasse seltenst die Kosten übernimmt. (Wo auch noch die Frage ist ob sich da was ändern wird.)


    Ausserdem wird es super in einen Laden gehen zu können und einfach mehrere Sorten probieren zu können und schauen was das beste für einen ist. Auch als Patient, da ich vorher immer für einen Monat im Vorraus eine Sorte verschrieben bekam und auch wenn es schon Vielfalt gibt bei dem Cannabis das man in der Apotheke bekommt, die Auswahl doch noch sehr bedürftig ist.



    Bin sehr gespannt und aufgeregt, diese Nachrichten machen mir etwas Sorgen aber geben mir auch sehr viel Hoffnung.


    EDIT:
    Ich hätte übrigens eine freiere Ausgabe besser gefunden, Alkohol und Zigaretten kriegt man auch in fast jedem Markt, also schon komisch differenziert meiner Meinung nach. Enttäuscht mich jetzt nicht gravierend und finde es auch okay um es in der Gesellschaft auszuprobieren, aber etwas doof finde ich es schon.
    Mich würde interessieren was ihr dazu denkt, und was dafür spricht dass es so kontrolliert abgegeben wird.

  • Auf der einen Seite beschreibst du eine Angst vor Missbrauch, aber auf der anderen Seite bist du für eine freie Öffnung.
    Es hat sich bisher einfach noch keine starke Lobby etabliert. Das wird sich nun mit der Zeit sicher ändern. Auch wird dann evaluiert, inwiefern die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind und inwiefern eine freie Öffnung möglich sein wird.

    Es macht schon Sinn nicht gleich die Straßen damit zu überschwemmen und zu schauen inwiefern die Auswirkungen sind und daran anknüpfend Maßnahmen in die eine oder in die andere Richtung zu treffen.


    Zum Eigenbedarf denke ich wird es irgendwann ähnlich dem Mohnanbau geregelt werden.

  • Ich bin noch etwas ängstlich und frage mich wie viel in die Aufklärung gesteckt wird. Ich sehe jetzt schon vor meinen Augen dass irgendwelche Schützenfestgänger sich toll fühlen wollen und total besoffen sich Cannabis gönnen weil ist ja legal, aber dann vollkommen abschmieren auf dem Mischkonsum. Sehr häufiger Fehler der gerade bei Konsumenten auftritt die kaum bis keine Ahnung haben und neugierig sind.

    Find dieses Argument irgendwie weird. Like das sind doch alles erwachsene Menschen die nicht erst gestern von Cannabis gehört haben. Selbst ich weiß das Mischkonsum nicht gut ist und hab so gut wie keine Berührungspunkte damit.

    Wer's trotzdem macht fällt halt in die selbe Spate wie Leute die zum Beispiel Energy und Alkohol mischen, oder jeden Sonntag zur Alkoholleiche werden. Auch zum Beispiel Leute die betrunken Auto fahren.

    Man kann Leute halt nicht vor allem Schützen ^^"