Gemeinsam einsam


  • Vorwort

    Herzlich Willkommen bei unserer Fanstory. Es freut uns, dass es dich hierher verschlagen hat und noch mehr würden wir uns freuen, wenn du dir ein bisschen Zeit für sie nehmen würdest, da uns viel an dieser Geschichte liegt. Was aus einem lustigen Ereignis entstanden ist, hat sich schließlich zu einer ganzen Story entwickelt, aber wie das? Das behalten Lauriel und ich (Noxa) gerne für uns, aber ihr dürft das Ergebnis erfahren, was sich daraus entwickelt hat. Schon seit Wochen haben wir geplant, gewerkelt und gebastelt, um unsere Ideen zusammen zu führen. Wir laden euch jetzt dazu ein, unsere gemeinsame Welt zu betreten und immer tiefer in sie einzutauchen.


    Lauriel und Noxa stellen sich vor – Wer sind wir?

    Ich, Lauriel, bin im FF – Komitee aktiv und moderiere diesen Bereich auch. Dazu schwirre ich auch hauptsächlich in den Bereichen Pokémon-Plauderecke und Allgemeine Diskussionen herum. Ich lese und schreibe demnach auch sehr gern und habe lange darauf gewartet, die richtige Person für eine gemeinsame FF zu finden. Ich bin zweiundzwanzig Jahre alt und die meisten von euch kennen mich sicher unter dem Spitznamen Lynn.


    Ich, Noxa, bin, anders als Lauriel, im FA unterwegs und bin zudem noch Moderatorin dort, doch auch der FF-Bereich hat es mir schon seit Langem angetan und ich habe auch sogar eine eigene FF sowie ein Gedichte-Topic. Mein Wunsch war es schon lange, eine FF mit jemand anderen zu schreiben, da ich selbst manchmal einfach einen gewissen Ansporn brauche, um weiterzukommen. Wer mich kennt, darf in seinen Kommentar ja mal „Regenbogentörtchen“ schreiben.


    Storyline und Idee

    Sorûn… eine Welt, deren träumerische Schönheit eines jeden Herz erweichen lässt, der sie sieht. Doch dieser Schein trügt. Die Welt zerstört sich mehr und mehr, niemand weiß wieso. Das, was mal ein gigantischer Kontinent war, löst sich auf, sodass kleine Teile sich abzulösen beginnen, wegfliegen. Was geschieht, wenn dem Selbstzerstörungsdrang niemand ein Ende bereitet? Was ist das für ein Licht, das auf unerklärliche Weise diese faszinierenden Kristalle miteinander verbinden kann und was würde wohl geschehen, bekämen selbige Risse? Doch wer öffnet ihnen die Augen, um zu verstehen, welches Chaos in dieser Welt doch herrscht? Wird nicht jemand versuchen, einen Hoffnungsschimmer in dieses grausige Schicksal zu bringen?


    Partner FF

    Cyndaquils wundervolle Fanfiction "Evolis grosses Abenteuer" hat uns beide von Anfang an begeistert und wir sind stolz, sie als unsere Partner FF hier präsentieren zu dürfen. Schaut auch bei ihr mal vorbei!

    Copyright

    Das Recht an sämtlichen Charakteren sowie der erschaffenen Welt und den Zeichnungen liegt alleine bei Noxa und Eryn! Alles, was Gemeinsam einsam ausmacht darf und soll nicht vervielfacht werden.
    Wir wissen leider nicht, von welchem Künstler unserer Header ist, da es aus einem Forum entstammt, wo kein Name vermerkt war und wir aus Werbegründen den Link nicht hinzugefügt haben. Daher entschuldigen wir uns dafür, den großartigen Künstler nicht benennen zu können.


    Genre und Warnung

    Sci – Fi / Fantasy // Mistery

    In dieser FF wird Blut fliessen und es wird eventuell auch Todesfälle geben. Wer sich dafür nicht bereit fühlt, hier bitte aufhören zu lesen! Danke.


    Widmungen


    Noxa widmet

    Ich widme diese Zeilen genau derjenigen, mit der ich sie auch schreibe, also Lauriel Ohne sie hätte ich bestimmt schon wieder aufgegeben, da ich mich oft nicht traue, eine eigene Story zu veröffentlichen. Sie ist der Antrieb an Steilhängen und dafür danke ich ihr sehr.
    Des Weiteren widme ich allen anderen diese Zeilen, die sich auch gerne verträumen lassen und in eine vollkommen andere Welt eintauchen. Ich wünsche euch eine angenehme Reise nach Sorûn!


    Lauriel widmet

    Ich widme diese Zeilen ganz besonderen Menschen: Zum einen meiner Cyndaquil, die immer für mich da ist, mir geduldig alles erklärt, mich aufbaut und mir Mut zuspricht. Von ihr habe ich unheimlich viel lernen dürfen und möchte ihr damit einfach mal meinen Dank aussprechen. Danke, Liebes!
    Zum anderen widme ich diese Zeilen meiner Noxa. Ohne dich wäre ich nicht dieser Mensch der ich heute bin, und ohne dich gäbe es diese FF nicht. Wie sie entstanden ist, wissen wohl besser nur wir, und lass uns dieses Geheimnis auch nur dem Wind der Veränderung anvertrauen. Auf uns!


  • Startpost 2


    [tabmenu][tab=Charakterübersicht] Vorerst möchten wir keine Charaktere vorstellen, da wir nicht schon zu Beginn zu viel verraten wollen. In naher Zukunft werden aber hier wohlmöglich die Hauptcharaktere vermerkt sein. [/tabmenu]



    Die Welt Sorûn


    Weite Flächen, Hügelketten und dichte Wälder waren lange das, was Sorûn ausmachte. Ebenso für Artenvielfalt und bunte Pflanzen war die Welt bekannt. Doch die Zeiten änderten sich und durch ein unerklärliches Phänomen teilte sich der Kontinent immer mehr, bis er schließlich in kleine Stücke zerfiel und diese wie mächtige Inseln emporflogen. Selbst wenn noch Landstriche von der riesigen Kontinentalplatte übrig geblieben sein sollten, so hört der Lauf der Zeit nicht auf, sondern zerstört die Erdteile immer mehr, sodass die Welt droht, endgültig zu vergehen. Niemand weiß wieso, doch interessieren sich auch nur die Wenigsten dafür und lassen dem Schicksal einfach seinen Lauf. Doch wird diese unaufhaltsame Zerstörung noch zu ändern sein oder ist bereits das Ende von Sorûn besiegelt?



    Lexikon


    [tabmenu][tab=Einführung]
    Sorûn ist anders als unsere Welt, wie wir sie als Menschen kennen, und genau das wird der Grund sein, wieso du die Artenvielfalt dieser Welt nicht kennen wirst. Aus diesem Grund werden wir ein Lexikon erstellen, in dem ihr mit der Zeit alle verschiedenen Wesen nachschauen könnt, sobald sie in den neusten Kapiteln erschienen sind. Daher werden mit der Zeit immer mehr Wesen hinzukommen, bis sich das Lexikon schließlich füllt.


    Updates:
    18.01.: Karte (siehe oben) hinzugefügt.


    [tab=Dämonische Wesen][subtab=Erklärung] Dämonische Wesen, bestehend aus fleischlicher Materie, lassen sich mit unserer aller Körper vergleichen. Meist tragen diese Wesen jedoch noch besondere Merkmale wie Krallen, Klauen oder Hörner. Selten nicht auch, haben sie tierische Merkmale wie in etwa Fellkörper oder spitze Ohren. Zudem haben sie meist auch sehr augeprägte Sinne und eine besondere Wahrnehmung, was Geschehnisse der Zeit angeht. Mit den metallischen Wesen verstehen sie sich meist nicht so gut, was aber im Blut beider Arten liegt.
    [subtab=Flugwesen]


    [subtab=Landwesen]


    [subtab=Wasserwesen]


    [subtab=Sonstiges] vorerst frei [tab=metallische Wesen][subtab=Erklärung]Anders als dämonische Wesen bestehen metallische Wesen nur selten aus Fleisch oder wenn nur teilweise. Ihre Haut ist meist schimmernd, der von Metallen gleichend, und ihre Gliedmaßen ähneln häufig stählernen Waffen. Oft fragen sich daher die dämonischen Wesen, ob man sie überhaupt "lebendig" nennen kann, was nicht zuletzt der Grund ist, wieso ein immer währender Konflikt zwischen den Arten herrscht. Besonders ist bei diesen Wesen, dass sie sich immer so stark unterscheiden, dass man kein Gesamtbild von ihnen schaffen kann. [subtab=Flugwesen] ~folgt~ [subtab=Landwesen]


    [subtab=Wasserwesen]

    [subtab=Sonstiges] vorerst frei
    [/tabmenu]



  • Prolog I - Jurijo


    Das helle Strahlen der Sonne war etwas, was einem Jeden ein Lächeln auf das Gesicht zauberte und dessen Herz mit Wärme tränkte. Doch nicht so bei ihm. Ihn, der auf dem Rand der Klippe saß und seine Beine in die freie Luft baumeln ließ, zierten nur selten Zeichen der Freude. Selbst ein so sonniger Tag konnte dies nicht bewirken und so blieben seine starren Züge kalt und leblos. Seine smaragdgrünen Augen fixierten den Himmel, der so frei und weitläufig erschien, was ihn aber wahrlich wenig interessierte. Er schaut nur in die Ferne und hoffte darauf, dass ich sich etwas an seiner trostlosen Lage ändern würde. Doch da konnte er lange warten, das wusste er selbst. Er hob seine linke Hand gen Himmel und ließ das Sonnenlicht sacht durch seine gespreizten, feinen Finger strahlen. Dabei kitzelte das Licht sanft die Haut seines Gesichtes und widerspiegelte diese in einem metallischen Glanz. Der kristallartige Stein auf seiner Stirn blitzte funkelnd auf, als hätte er nur auf den Augenblick gewartet, dass die Sonne ihn bestrahlen würde. Ebenso seine tiefbraunen Haare, deren Schimmer an edles Aluminium erinnerte. Mit seiner Kleidung hingegen verhielt es sich alles andere als prachtvoll. Nur einen Lumpen, ähnlich eines Kartoffelsackes, hatte er sich als Hemd übergezogen. Seine Hose war aus einem luftigen, schwarzen Stoff und wehte melodisch im Wind, wenn dieser den Körper des Braunhaarigen streifte.


    Noch immer warf er seinen Blick angestrengt zum Horizont, hoffte auf ein Wunder, doch dabei erblickte er nichts als das weite Blau und die darin fast schon wie Spielzeug treibenden Inseln. Vor langer Zeit waren diese fliegenden Erdteile ein ganzer Kontinent gewesen, aber die Felsbrocken waren immer mehr auseinander gebrochen und in vereinzelten Stücken in den Himmel gestiegen, sodass jedes von ihnen fast schon eine eigene Vegetation besaß. Bunte, grüne und schlingenden Pflanzen waren auf den sonst so braunen Felskliffen kein seltener Anblick. Eine Welt, deren Schönheit einem den Atem rauben konnte. Ob dies im lebendigen Sinne sein würde, war die andere Frage.


    Ein dumpfer Schlag gegen seinen Schädel animierte ihn dazu, wieder in die Realität zurückzukommen. Ihn, der mit seinen Gedanken abgedriftet war zu einem fernen Ort. Schon bevor er sich umdrehte, wusste er, was ihn erwartete: seine tägliche Portion Hass. Tonlos stand der Braunhaarige auf, sein Atem stockte für eine Weile. Zwar hatte er gelernt, es nicht mehr zu fürchten, doch wusste er nicht, wie lange er diesen Schmerz noch ertragen konnte. Nach kurzer Dauer des Grübelns drehte er sich mit einem Ruck um und schaute in das Antlitz seiner Gegner. Drei zweibeinige Wesen, mit haarigem Fell am Körper, krallenartigen Händen und spitzen Hörnern starrten ihn mit glühenden Augen an. Der Gehörnte in der Mitte war der Größte und auch somit der Anführer. Rechts daneben ein kleiner Pummeliger und zur Linken ein schlankes aber kleines Wesen. Alle drei schnaubten schon aufgeregt, da sie nun eine Welle der Euphorie erfasste. Jetzt, wo sie ihre ganze Wut an ihm auslassen konnten, demjenigen der die Tage damit verbrachte, in die Ferne zu starren. Ein kurzer Moment des Schweigens läutete sich ein und man konnte förmlich das Gras im spielerischen Wind wehen hören. Dann war es, als hätte es einen Anpfiff gegeben und die Gehörnten hoben kleine Felsbrocken auf, warfen sie ihrem Gegenüber entgegen. Dieser zuckte weder noch zeigte er irgendeine Regung, als die harten Brocken der gehässigen Zweibeiner seinen Körper schunden. Er ließ dieses traurige Schauspiel einfach geschehen, als wäre es Sitte und Brauch. Es war also… wie immer.



    ~


    Die Zeit war vergangen und somit auch der Tag, der nun mehr und mehr zur Neige ging. Das Rot der Abendsonne hatte sich bereits erhoben und der frische Wind versprühte noch immer eine lebendige Aura. Die hohen Gräser wehten in sanften Schüben, als würde jemand sie streicheln und rosa Blütenblätter tanzten durch die Lüfte. Die mächtige Insel schwebte leicht durch den Himmel und ließ diese Welt so friedvoll erscheinen. Doch das war sie nicht. Mitten in dem hohen Gras lag eine braunhaarige Gestalt, deren zuvor metallisch glänzende Haut nun ausgelaugt und verwundet aussah. Zugerichtet von der Gier anderer lag der Junge so da, mit Wunden, aus denen dünne Rinnsale Blut sickerten. Seine Glieder waren an vielen Stellen aufgeplatzt von den Steinen, die ihn getroffen hatten. Die Kleidung sah ebenfalls mitgenommen aus; ein trauriger Anblick. Verzweifeltes Schluchzen ging von jener Person aus, die geschlagen auf dem Boden lag und sich kaum ein Stück rührte. Alleingelassen in dem Schmerz, den die zweibeinigen Gestalten verursacht hatten, war keine Hilfe für ihn da. Niemand, der sich um ihn kümmern wollte. Nicht zuletzt aus diesem Grund versuchte er schon immer, seine Gefühle zu unterdrücken und sie nicht ans Tageslicht zu lassen. Doch seine Gegner hatten es schon wieder getan, das dritte Mal dieses Jahr hatten sie ihn derart geschunden und jetzt war es einfach zu viel. Er wusste nicht mehr weiter.


    Seine Emotionen drohten ihn zu überrennen. Sein Kopf war voll, so unendlich voll. Tausende Fragen, die darauf warteten beantwortet zu werden, kreisten in seinen allgegenwärtig wirren Gedanken. Zu viele Qualen, hatte er erlitten und zu viele Schmerzen regierten seinen Körper. Er konnte es nicht länger unterdrücken. Tränen der Verzweiflung rannen seine Wangen in einem dünnen Strahl hinab, verloren sich in dem hohen Gras, auf dem sein Körper kraftlos lag. Doch es war immer noch nicht genug, seine Empfindungen wollten einfach nicht aus seinem Körper hinaus und er würde es nicht länger verkraften. Angestrengt stieg sein Atem an, sein Herz begann augenblicklich zu rasen und auf seiner Stirn perlten unnachgiebig dicke Schweißtropfen. Keuchende Laute entflohen seinem Rachen und seine spitzen Finger gruben sich in den harten Erdboden, als wollten sie den Schmerz mit Gewalt auslöschen. Sein ganzer Körper begann zu beben, die Tränen flossen immer stärker und er konnte es nicht länger zurückhalten. Mit weit aufgerissenem Mund schrie er zum Himmel; einen so qualvollen und verlorenen Schrei, dass es jedem die Seele zerrissen hätte, wäre er direkt daneben gestanden. Immer lauter wurde sein Rufen und immer mehr seines zerdrückenden Schmerzes brüllte er heraus.


    Plötzlich begann der Kristall auf seiner Stirn zu leuchten und unangenehm zu brennen. Gern hätte er danach gegriffen, doch seine Glieder zitterten zu stark und waren zu unkoordiniert. Das Licht des edlen Steines wurde immer heller, sammelte sich zu einem Punkt und schoss schließlich in einem Strahl gen Himmel, als würde dieser helle Schein nach etwas Bestimmtem suchen. Er spürte, wie sich der Schimmer durch die Lüfte kämpfte, immer weiter fern von ihm. Er konnte es nicht kontrollieren, so als würde sich alles instinktiv abspielen. Unerwartet erreichte der Strahl etwas. Ja, da! Doch was war es? Etwas berauschte sanft sein Gemüt, ein wohliges Gefühl, was ihn für kurze Zeit zur Ruhe verhalf. Genüsslich schloss er seine Augen und sein Atem senkte sich wieder, als würde jemand sanft seinen Geist streicheln. Doch ehe er sich an dieses Gefühl gewöhnen konnte, war es auch wieder erloschen. Erschrocken riss er wieder die Augen auf und war sich kaum im Klaren darüber, was gerade passiert war. Er starrte nachdenklich auf seine Finger und versuchte zu verstehen, was das alles zu bedeuten hatte. Diese Empfindung… sie war so erleichternd gewesen. Als gäbe es da doch jemanden, der ihm gleich war. Schließlich von der Erschöpfung übermannt ließ er seine Augen zufallen.


    „Wer bist du? Ich möchte dich kennenlernen.“

  • Prolog II Raelyn

    Die untergehende Abendsonne brannte mit einer nie gekannten Intensität auf Raelyns schmale Schultern nieder. Das dunkle Blau ihrer Haare reflektierte matt das Licht wieder, das sich wie ein goldenes Tuch über die Stadt gelegt hatte. Ihr Schritt passte sich den rotierenden Gedanken in ihrem Kopf an; versuchte sie zu ordnen, in eine geregelte Bahn zu lenken. Sie wusste, nur wenn sie alles aufschreiben könnte würde sie ihre Gedankenstürme zur Ruhe zwingen können. Abgelenkt vom goldenen Licht der untergehenden Sonne wandte sie ihren Blick nach rechts, ließ ihre großen, dunklen Schlitzaugen die Gegend absuchen. Die schmale Betonstrasse, die großen Laternen, das schäumende Wasser weit unter ihr, die kleine Bucht an der sich manchmal Müll sammelte. Ihre Augen streiften mehrere kleine Inseln die in der Ferne über dem Ozean schwebten, kleine Erdteile die sich im Laufe der Zeit voneinander getrennt hatten und jetzt am Horizont wie kleine, dunkle Punkte vor ihren Augen tanzten. Jener Insel, die ihrer Gestalt am nächsten schien, konnte Raelyn auch die meisten Details ansehen. Der hellbraune Fels schien brüchig, so dass manchmal kleine Teilchen von ihm abbröckelten und ins tiefe Meer darunter fielen. Seine unförmige Gestalt schien sich in all den Jahren so geformt zu haben und auch das kleine Stück hellgrüne Wiese, jenes seine Oberfläche zierte, war für die Blauhaarige noch gut zu erkennen. Sie musste nur fest genug die Augen zusammenkneifen und sich auf die Zehenspitzen stellen. So konnte sie ihre Umgebung besser einschätzen, dann fiel es endlich nicht mehr so auf, wie klein sie eigentlich war. Ich habe es so satt.


    Langsam neigte sich der Tag dem Ende zu, die Sonne verschmolz mit dem Horizont, das tiefe Blau des Meeres verwandelte sich in ein undurchdringliches Schwarz, welche Geheimnisse es barg, behielt es an diesem Abend jedoch für sich. Raelyn spürte, dass sich in der Ferne etwas zusammenbraute, und die feinen Häärchen an ihrem Nacken stellten sich augenblicklich auf. Leicht schien sich die Erde unter ihren Füssen zu bewegen, doch war dies nur Einbildung? Oder bebte der Boden wirklich? Noch ein Ruck und Raelyns gut gehüteter Früchtekorb fiel ihr aus den Händen. Alles, was sie eingekauft hatte fiel mit einem leisen, hohlen Geräusch zu Boden. Rote Äpfel, Birnen, ein Seidentuch, und die verschiedensten Blumen, die sie am Wegesrand gepflückt hatte – alles lag nun verstreut auf dem Gehweg. Panisch griff sie zur Seite und bekam eine meterhohe Straßenlaterne zu fassen. Das kühle, graue Gestein bot ihr für kurze Zeit Halt, bis der Untergrund noch einmal erzitterte, und diesmal war der Ruck so stark, dass Raelyns Knie weich wurden und sie auf den Boden sank. Ihre Hände zitterten, kalter Schweiß rann ihren Rücken hinunter. Die dunklen Augen suchten irritiert nach einem Punkt, den sie hätte fixieren können, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Doch anstatt einem Anhaltspunkt erblickte sie zwischen den dunkel werdenden Gassen ein helles, blendendes Licht. Wut schwappte in ihr hoch, ihre Hände ballten sich zu Fäusten. Diese ignoranten Wesen! Selbstsüchtige Idioten! Sie drehte sich hastig um, kniff die Augen zusammen. Nicht weinen! Sie machten alles kaputt, sah das denn niemand? Immer wütender wurde sie, nichts konnte sie so sehr in Rage versetzen wie dies.
    Sie schloss die Augen, zu sehr hatte sich ihr Gemüt heute erzürnt. Warum nur, warum lief alles schief? Die Blauhaarige spürte plötzlich abermals ein helles Licht hinter sich, doch dieses Licht war anders. Ein gigantischer Strahl sammelte sich an einem weit entfernten Punkt und streckte sich immer weiter in die Höhe. Raelyns Hände suchten nach der Laterne, nach ihrem Halt, hielten sich an ihr fest, unfähig das sich in die Höhe schraubende Licht aus den Augen zu lassen. Kalter Wind streichelte ihr durch die Haare, flüsterte ihr warnende Worte in die Ohren, ließ sie wissen, dass die Zeit gekommen war. Sanft strich sie sich die Haare zur Seite, fasste sich mit den Händen an die Stirn und sorgte dafür, dass ihre dichte Haarpracht jene nicht mehr verdeckte. Langsam zog sie ihr rosafarbenes Haarband aus, löste sanft den Knoten. Sie tat dies instinktiv, als ob sie wüsste, was sie tun musste. Ihre Stirn gab einen kleinen, aber hell glitzernden, weißlichen Kristall frei, der nun in einer nie gekannten Intensität begann zu leuchten.
    Das Licht des Himmels schien sich umzusehen, als ob es sie gesucht hätte, drehte sich der immer breiter werdende Lichtstrahl in ihre Richtung und ihr war, als zöge ein Sog sie magisch an. Licht traf ihre Stirn, erfasste sie, ihre ganze Gestalt, erfüllte ihren Körper mit einer seltsam anmutenden Energie.


    “Wer bist du? Ich möchte dich kennen lernen!“

  • Hailou, ihr beiden. <3
    Ja, ihr habt ja schon erzählt, dass ihr eine FF plant und jetzt möhte ich sie kommentieren. ^^

    Startpost

    Oh wow, total gut gelungen, die beiden Startposte gut.
    Das Bild ist echt total wow und hach, total toll! Eure Ideen wieder total hamma, wie man es von euch kennt und ihr beide zusammen = Dreamteam!
    Das mit dem Lexikon ist auch eine sehr gute Idee, denn so behält man einen besseren Überblick über alles. Gut finde ich auch, dass ihr euch mit den Schriftarten abgewechselt habt, denn so erkennt man, wer was geschrieben hat. Das mit Charas, dass ihr erstmal keine on stellen werdet finde ich auch sehr gut, denn nur so kann man auch eigene Vorstellung zu den Charakteren haben. Ihr werdet ja in Laufe derZeit noch welche reinsetzen und bis dahin bin ich erstmal auf die Prologe ohne sie gespannt und vielleicht auch auf das eine oder zweite Kapitel. <:
    Die Farben und Schriftarten habt ihr echt bewusst genommen, das sieht man. Aber ich bin jetzt erstmal auf den Rest gespannt. ^^


    Prolog I Jurijo
    ... oh mein Gott!
    Das war so fantastisch, ich habe keinen einzigen Fehler gefunden und dein Schreibstil ... einfach klasse!

    Ich war so vertieft, dass ich es gar nicht bemerkt habe, als der Prolog zu Ende war. *o* Du kannst so toll beschreiben, davon kann ich nur träumen.
    Ich finde aber auch den Inhalt, den ihr euch mit Sicherheit zusammen ausgedacht, toll!
    Ihr habt die Namen derjenigen total gut versteckt und stattdessen nur der Junge oder er gesagt. Da war echt grandios! Ich weiß zwar nicht, was Jurijo heißt, aber es kam bestimmt in der FF vor. ^^
    Diese Beschreibungen waren echt klasse und ich bin jetzt schon von Sorûn begeistert.
    Wie gesagt, Fehler habe ich nicht gefunden und deswegen habe ich nichts mehr zu sagen. :D


    Prolog II Raelyn
    Hach, noch ein schöner Prolog. <3
    Lynn, deinen Schreibstil kenne ich ja schon, aber er bezaubert mich immer wieder. Du kannst so toll schreiben, was auch kein Wunder bei 11 Jahren Erfahrung
    Also, jetzt denke ich, dass Raelyn der Name des Mädchens ist. ^^ Ich finde ja, dass er gut zu einem blauhaarigen Mädchen passt. x3
    ist. Ich bewundere ihn immer wieder. Leider war der Prolog nur kurz, aber das haben sie so an sich, solen ja nicht zu viel verraten. Ich fande das Kapitel sehr interessant und am meisten haben es mir diese Kristalle an der Stirn angetan. ^__^ Ich weiß nicht warum, aber irgendwie sind die cool. :3
    Habe keine Fehler gefunden, keinen einzigen. ^^


    In beiden Prologen keinen Fehler, beeindruckend!
    Bin mal auf die nächsten Kapitel gespannt und freue mich schon drauf. :3
    Auf der Benarichtigungsliste bin ich ja und ... joa. ^_^


    Lg und bis bald.
    ~Kotone

  • Hey, Ihr beiden <333
    Ihr habt mir auch schon früher geschrieben, das Ihr eine gemeinsame Fan-Fiction schreiben wollt und endlich ist Sie hier,
    daher werde ich die sofort kommentieren <3.


    Zu beiden Startpost:


    Also, ich finde die beiden Startposts wirklich sehr gelungen, besonders den Teil mit den Widmungen (nee, spass :p),
    von allen finde ich wirklich interessant, wie die FF entstanden ist, zumindest was dann später das Ergebnis sein wird.
    Ich mag ebenfalls das Lexikon in eurer FF (wie meine vorschreiberin schon geschrieben hat), in dem kann man auch sehr schnell nachschlagen, wenn man mal ganz schnell an
    ein ganz spezielles Kapitel vor will, dadurch muss man nicht angenervt nach unten scrollen (wirklich toll).
    Aber am meisten finde ich die Welt Sorûn, wie die wohl entstanden ist? *Grübel, grübel* Aber wirklich, diese Idee finde ich wirklich nice.


    Zu dem Prolog Jurijo:


    Ich muss schon sagen, der Prolog hat mich gestern schon fasziniert,
    aber was wirklich mysteriös ist, ich habe den heute noch einmal gelesen und der faszinierte mich noch mehr als gestern.
    Keine einzige Fehler hab ich gefunden, was mich nicht wirklich überrascht hat und was noch super ist, ist das mich diese FF jetzt schon sehr gefesselt hat,
    die hat mich nicht mehr losgelassen ich musste sogar im Traum an die FF denken.
    Noxa, mach deine Kapitel so weiter, wie du diesen Prolog verfasst hast.
    Aber was mich am allermeisten zum nachdenken gebracht hat ist, wer oder was ist Jurijo?
    EIn Charaktername? Das geheimnisvolle Kapitel? Naja ich werde das wohl in den nächsten Kapiteln bald erfahren. <3


    Zu dem Prolog Raelyn:


    Wow, Sis, der Prolog von dir ist genauso Schön und Fehlerfrei beschrieben (Was mich auch nicht überrascht <3), wie der von Noxa, wie
    schon gesagt muss ich zu den Fehlern nichts mehr schreiben. Was mich genauso zum nachdenken gebracht hat, wie seid Ihr auf diesen Namen gekommen? Ja, auch das ist was ich zu gerne in den nächsten Kapiteln erfahren würde. Aber der Name passt zum Charakter.
    Ausserdem hast du die Umgebung sehr gut beschrieben, mach weiter sou <3.


    Fazit, insgesamt:
    - In beiden Prologen keine Fehler gefunden. (Habt Ihr beide toll gemacht <3)
    - Bin auf die nächsten Charaktere gespannt.
    - Umgebung wurde toll beschrieben.
    - Kann nichts negatives schreiben.
    - Bin auf der Benachrichtigungs-Liste <3
    - Bin auf die nächsten Kapitel gespannt, wie es weiter geht.


    lg. und bb.
    Lyria x3 :love:

  • Huhu ihr beiden ^^
    Oh, eine FS gemeinsam schreiben, das stell ich mir gar nicht leicht vor, also Respekt vor der Aufgabe, die ihr euch gestellt habt!


    [tabmenu]
    [tab=Startpost]
    Wie schön der Startpost ist, so liebevoll gestaltet und irgendwie ist es, ja süß, wie ihr euch vorstellt. <3  
    Ihr erklärt kurz und bündig, dafür knackig, eure Storyidee und führt die Leser erstmal in die Welt ein.
    Auf die Charakterübersicht bin ich natürlich schon gespannt und das Lexikon ist eine sehr gute Idee. Wobei ich mir wegen des Lexikons auch etwas gefragt habe...aber dazu später. ^^ Auch hier im Lexikon kurze und bündige Beschreibung, genug, um den Leser zu informieren, nicht zu viel, um ihn mit Informationen zu überschwemmen.
    Ansonsten würde ich noch sagen, dass man ein Inhaltsverzeichnis besser verlinken sollte, da es sonst eher wenig Sinn ergibt~


    [tab=Jurijo]
    Zuerst dachte ich Jurijo sei ein Name, anscheinend ist das aber doch nicht der Fall. Naja, vielleicht doch, weiß nicht, jedenfalls macht das Wort neugierig, da man nicht weiß, was es bedeutet.
    Ich konnte mich gut in den armen Jungen hineinversetzen und finde ihn jetzt schon sehr sympathisch. Warum weiß ich nicht so recht, aber er hat sich einfach meine Sympathie verdient. Scheint ein lieber Junge zu sein - mehr kann ich vom Prolog her natürlich noch nicht sagen, war bis jetzt erst der Prolog - und ein solches Schicksal nicht verdient zu haben. Ich hasse diese anderen Wesen so sehr. x_x Besonders der zweite Teil des Prologs hat mich berührt.Ich find den einfach toll, also den Jungen. ^^


    Ansonsten ... ja, was gibt es sonst noch so zu sagen? Dein Schreibstil, Noxa, ist einfach nur atemberaubend, wie aus einem Roman, also einem Guten, nicht irgendeinem Billigen, dessen Autoren sich gar nicht als solche bezeichnen dürfen und es doch tun.


    Ach ja und wegen dem Lexikon: Der Junge ist sicher kein Mensch, oder? Auf diese Idee hat mich das Lexikon gebracht. ^^  


    [tab=Realyn]
    So, jetzt Lynns Prolog ^^
    Da Realyn der Name dieses Mädchens ist, denke ich, dass der Junge vorhin Jurijo heißt. Naja, nur eine Vermutung *schulterzuck*
    Auch dein Schreibstil ist wunderschön, sehr lebendig und steht Noxa um nichts nach, ich denke einfach, dass ihr beiden perfekt füreinander seid, um etwas zusammen zu schreiben. Irgendwie ähneln sich eure Stile, aber sie sind trotzdem sehr individuell.
    Wie auch der Junge davor, ist mir Realyn sehr sympathisch und schöner Name übrigens. ^^ Sie macht auf mich einen kämpferischen und zähen Eindruck, auch wenn sie Gefühle der Verzweiflung und Ähnliches für mich zeigt, sie wirkt zäher und entschlossener auf mich, vielleicht ein wenig temperamentvoll? Zumindest ist so mein erster Eindruck.
    Und ich frag mich bei beiden Prologen was der letzte Satz zu bedeuten hat.
    [/tabmenu]
    LG Bastet ^^

  • Hey c :
    Ich habe ja gesagt, dass ich von mir auch noch einen Kommi bekommt
    TaDa ~ * Hier ist er : )
    (tut mir Leid wegen den Absätzen, aber das geht nicht weg... -.-)[



    Allgemein


    AAso, ich finde euren Startpost sooo schön, da kann man fast gar nichts besser machen *-* Jetzt mal im Ernst, wie lange habt ihr dafür nochmal gebraucht? o.O Nun, damit mein Kommentar hier auch dazu passt gestallte ich ihn auch mal schöön. c : Sonst wäre das ja schon fast eine Beleidigung... ._.'
    Der Name Gemeinsam einsam - hach, so tiefgründig & einfach nur hammer. Ich liebe tiefgründige Titel, man merkt daran deutlich, dass ihr euch sehr viel Mühe gegeben habt. & dies ist ja auch die Hauptsache, nicht wahr? : D
    Ich bin mir sicher, dass sicher viele die Story lesen werden. (Ich - auf jeden Fall) *Bedankt sich für Pn-Benachrichtigung ♥*



    Startpost


    Eeinfach nur wunderschön. Ich weiß nicht, wie ich es sonst formulieren soll...
    Vorallem: Man kann überhaupt keine Fehler finden, denn ihr habt gar keine gemacht : D (Fast schon traurig ^^) - nein, natürlich nicht. Das ganze Design, die Farbe - alles passt zusammen & sieht nicht irgendwie doof oderso aus. ~ <3 . Ich finde es cool, dass ihr ersteinmal erklärt wer ihr denn seit^^ Irgendwie ja voll niedlich. Außerdem finde ich es gut, dass ihr näher die Welt beschreibt, da es ja eine ist, die ihr euch selbst ausgedacht habt. Ich glaube, dass gehört auch dazu - aber das habt ihr auch echt schön gemacht. Die Charaktere werden später beschrieben & wirklich genannt? - cool & spannend. Man will ja dem Leser nicht gleich alles vorneweg nehmen, nech? Die Idee mit dem Lexikon finde ich auch echt cool. Ich meine, ihr habt ja echt eine ganze Welt zusammen gebastelt, da gehört schon einiges dazu, respekt! Ich bin echt gespannt, wie ihr das alles umsetzen werdet! ~ <3



    Prolog I


    Schön beschrieben. Wirklich, ich konnte mir alles richtig gut vorstellen, die Umgebung, die Monster'les, den "Jungen" ~ wo ich auch denke, dass er ein Metallwesen ist (?), den Wind - einfach alles <33
    Du schaffst es, liebe Noxa, einen mit wenigen Worten zu fesseln, sodass der jenige eingfach weiterlesen muss. Das finde ich auch faszinierend, genau wie Chrissi ^^".
    Nun, inhaltlich passiert ja eigl nicht sehr viel, also im Film wären das...nun ja 3 Minuten ^^ , aber das finde ich überhaupt nicht schlimm, denn der Anfang muss ja eigentlich "voranschreiten", da muss man ja noch nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen... ich glaube, dass ist es auch warum der Prolog so spannend bleibt! Einfach nur super gemacht ♥
    Mehr dazu kann ich auch schon gar nicht mehr sagen - einfach nur wundervoll.
    Vorallem der letze Satz *-*



    Prolog II


    Auch ein wunderbares Kapitel. Aber von dir, liebe Lynn bin ich es auch gar nicht anderst gewöhnt. Du hast ja schon immer tolle Kommentare zu anderen Fs' geschrieben, daher ist es ja klar, dass deine eigenen einfach alles beinhalten, was du bei anderen vlt bemängelst x3
    Ich weiß nicht, wie du das einfach so hinbekommst...machst du das locker aus der Hand? - Wenn ja, einfach nur der Wahnsinn!
    Bei dir konnte ich mir auch die Umgebung sehr gut vorstellen, genau wie bei Noxa'lein : 3. (wie macht ihr das o.O)
    Ich bin echt gespannt, wann wir wirklich 1oo % erfahren, was die beiden für Wesen sind...! Denn im Moment bin ich noch ziemlich Planlos : D ~ Aber das ist einfach wunderbar.
    Man will ja dann automatisch weiterlesen, weil man ja wissen will warum/wie/was usw. : D
    Bei dir finde ich auch den letzen Satz toll, es ist ja der gleiche wie bei Noxa, aber das wirkt so...ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll...so ergänzend. (ok, falsches Wort...)


    Letzendlich kann ich nur sagen: Einfach wundertoll ♥
    Ich bin gespannt wie es weitergeht *-*


    ~Kräme

    ________________ஜ۩۞۩ஜ________________

    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

  • [align=justify][font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'][tabmenu][tab=^^]Hey, ihr zwei!
    Ich hab versprochen zu kommentieren, und das mach ich auch.~ Auch wenn ihr beide schon einige Kommis bekommen habt, das muss man sagen. Mal sehen, was ich noch so alles beitragen kann, was? *g* Ich muss zugeben, ich habe noch nie eine Partner-FF gelesen, finde ein solches Projekt aber faszinierend, da ich das - als Nichtplotterin - absolut nicht könnte, mich mit einem Partner auf eine Storyline abzusprechen. Von daher habt ihr schon einmal großen Respekt von mir verdient.
    Ach, und vorweg, auch wenn ich es Lynn schon via Skype gesagt habe: Benachrichtigung, bitte. ^^ PN oder GB, was immer für euch beide einfacher ist.[tab=Fehler][subtab=Post I]Sci *kein Leerzeichen**kein Leerzeichen* Fi / Fantasy // Mystery Und warum zuerst ein und dann zwei Striche?[subtab=Post II]Noxa, schreck dich nicht, aber Lynn hab ich schon alle Fehler über Skype mitgeteilt (Außer der eine vorher, den ich beim ersten Lesen übersehen habe). Sie ist ebenso nicht gefreit von Fehlern wie du.
    Aus diesem Grund werden wir ein Lexikon erstellen, in dem ihr mit der Zeit alle verschiedenen Wesen nachschauen könnt, sobald sie in den neusten Kapiteln erschienen sind. Aus diesem Grund werden mit der Zeit immer mehr Wesen hinzukommen, bis sich das Lexikon schließlich füllt.
    Selten nicht auch, haben sie tierische Merkmale wie in etwa Fellkörper oder spitze Ohren.
    Anders als dämonische Wesen, bestehen metallische Wesen nur selten aus Fleisch oder wenn nur zum Teil/teilweise. "Zuteil" gibts eigentlich nur in der Bedeutung "zuteil werden".
    Oft fragen sich daher die dämonischen Wesen, ob man sie überhaupt "lebendig" nennen kann, was nicht zuletzt der Grund ist, wieso ein immer währender Konflikt zwischen den Arten herrscht.[subtab=Post III - Prolog I]Ihn, der auf dem Rand der Klippe saß und seine Beine in die freie Luft baumeln ließ, zierten nur selten Zeichen der Freude.
    Dabei kitzelte das Licht sanft die Haut seines Gesichtes und widerspiegelte diese in einem metallischen Glanz. Das Licht kann die Haut nicht widerspiegeln. Besser wäre wohl "und wurde von dieser (...) widergespiegelt".
    Der kristallartige Stein auf seiner Stirn blitzte funkelnd auf, als hätte er nur auf den Augenblick gewartet, dass die Sonne ihn bestrahlen würde.
    Ebenso seine tiefbraunen Haare, deren Schimmer an edles Aluminium erinnerte.
    Vor langer Zeit waren diese fliegenden Erdteile mal ein ganzer Kontinent gewesen, aber die Felsbrocken waren immer mehr auseinander gebrochen und in vereinzelten Stücken in den Himmel gestiegen, sodass jeder von ihnen fast schon eine eigene Vegetation besaß. Das "mal" haut hier die ganze Stimmung zusammen, weil es so salopp klingt. Besser wäre "einmal" oder es überhaupt zu streichen.
    Rechts daneben ein kleiner Pummeliger und zur Linken ein schlankes, aber kleines Wesen.
    Dann war es, als hätte es einen Anpfiff gegeben und die Gehörnten hoben kleine Felsbrocken auf und warfen sie ihrem Gegenüber entgegen.
    Doch seine Gegner hatten es schon wieder getan, das dritte Mal dieses Jahr/in diesem Jahr hatten sie ihn derart geschunden und jetzt war es einfach zu viel.
    Doch es war immer noch nicht genug, seine Empfindungen wollten einfach nicht aus seinem Körper raus und er würde es nicht länger verkraften. Auch so salopp; "hinaus"?
    Das Licht des edlen Steines wurde immer heller, sammelte sich zu einem Punkt und schoss schließlich in einem Strahl gen Himmel, als würde dieser helle Schein nach etwas Bestimmtem suchen.[tab=Kritik][subtab=Titel]Gemeinsam einsam ... etwas, mit dem man zuerst gar nichts anfangen kann, es nicht einmal einem bestimmten Genre zuordnen kann. Verleitet auf jeden Fall zum Klicken.
    Beim Lesen der Prologe wird schließlich auch klar, worauf sich er sich bezieht. Beide Charas sind einsam, aber andererseits hat der Titel auch noch die nette Nebenbedeutung des "gemeinsamen" Schreibens. Ein doppeldeutiger Titel, und das auf deutsch! Ich bin ja vernarrt in Doppeldeutigkeiten, die sind so nett rätselhaft, und soetwas mit der deutschen Sprache bei einem Titel hinzukriegen verlangt schon mal gute Sprachgewandtheit, mir will soetwas nur mit anderen Sprachen gelingen.
    Ein schön gewählter Titel jedenfalls, an dem es nichts auszusetzen gibt.[subtab=Startposts]Das Bild ist wirklich schön, das muss man sagen. Es ist also von euch? Wobei ich ja eher auf Noxa tippe. Es ist einfach ... Wahnsinn. Generell bin ich ja von Gezeichnetem leicht zu beeindrucken, von daher ... ja. Es macht sich wirklich gut, auch wenn sich seine Bedeutung erst nach weiterem Lesen ergibt.
    Das Türkis in den jeweils verwendeten Startposts ist unterschiedlich, auch wenn beides gut mit dem Cover harmoniert, so ist dieser Unterschied doch deutlich erkennbar. Generell ist mir der Einsatz der Farbe auch ein wenig zu dezent, vor allem im Sunrise (Snow Edition) fällt sie kaum auf, da die Standardschriftfarbe selbst grau ist. Es hätte wohl besser ausgesehen, wenn die gesamten Überschriften farbig gewesen wären (und eventuell auch fett formatiert oder unterstrichen). Aber ja, das mag Geschmackssache sein.
    Ich finde es schön, dass ihr unterschiedliche Schriftarten verwendet, so erkennt man schon am Text, welcher Beitrag von wem stammt. Ein wenig mag es vielleicht irren, aber der Nutzen ist doch deutlich größer als diese kurze Verwirrung.
    Ebenso verwirrend ist, dass Lynns Beitrag von Noxa geschrieben scheint. Ich meine, es hätte einfach koordiniert werden können, aber so verwirrt es doch ein wenig, nicht zu wissen, ob wirklich diejenige, von der der Beitrag stammt, auch die Autorin des Textes darin ist.
    Interessant, dass ihr einen Leser im Dunkeln lassen wollt, wie es zu der FF gekommen ist. Immerhin gehört es eigentlich dazu, die Inspiration zu nennen, sollte einfach in einem Startpost zu finden sein. Aber ja, ihr werdet schon so eure Gründe haben.
    Die Vorstellungsrunde ist ja mal nett, wirklich. Ansonsten ... was soll ich sagen? In den Startposts ist alles drin, was dort sein muss, man kann eigentlich nicht meckern. Die Charakterübersicht könnte man vielleicht erst später mit einem Tabmenü bedenken, das einzelne Tab sieht doch ein wenig armselig aus, wenn es da so alleine in der Weltgeschichte rumhängt. Außerdem könnte man die Benachrichtigten noch verlinken, erleichtert schließlich die Arbeit beim Benachrichtigen und es fällt auf, wenn jemand seinen Namen ändert. Könnte ansonsten zu Missverständnissen führen ...[subtab=Prolog I]So still. Keine Geräusche. Nichts. Deine Umgebungsbeschreibungen sind ausführlich, eigentlich herrlich, aber was hört man? Nichts? Dann sollte die Stille erwähnt werden. Ist sie trüügerisch? Trostlos? "Laut"? Angenehm? Lauernd? Oder hört man doch die Schreie von Vögeln oder anderen Tieren? Davon erwähnst du nichts.
    Das Auftauchen dieser Wesen beschreibst du, als ob Jurijo bereits jeden Lebenswillen verloren hätte, sich mit seinem Los abgefunden hätte. Wenn es so ist, warum? Zwar beschreibst du die gegenwärtige Situation sehr gut, aber warum ist es dazu gekommen? Natürlich, es sollen Fragen aufgeworfen werden, immer mehr, aber keine, wenn möglich, beantwortet werden, besonders in einem Prolog, der eben Lust auf mehr machen soll. Trotzdem, an dieser Stelle stört es. Was mir noch so seltsam vorkommt: Es ist wie immer, schön und gut. Aber ist es nicht erst zum dritten Mal in diesem Jahr passiert? Gut, möglich, dass erst der dritte Jänner ist, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch recht gering, dass dem so ist. Irgendetwas stimmt hier nicht, war es vielleicht auf etwas anderes bezogen? Dann sollte es auch danach klingen.
    Und zum Schluss hin wird es noch spannend, es kommt zu der Stelle, auf die man eigentlich schon während des ganzen Prologs wartet: Der Wendepunkt. Msyteriös, warum der Stein wohl gerade jetzt aufleutet und vor allem - warum? Wessen Stimme ist es, die spricht? Warum ist es ein beruhigendes Gefühl? Ich vermute ja, auf die Auflösung dieser Fragen wird man noch länger warten müssen, werden sie wohl einiges mit der Storyline selbst zu tun haben.
    Noch ein Letztes, das aber Geschmackssache sein mag: Mir gefällt dein Schreibstil gut, nur zeitweise scheint deine Satzstellung so vedreht. Grammatikalisch richtig, aber seltsam klingend - zumindest schien es mir so beim ersten Durchlesen, jetzt will mir keine solche Stelle mehr ins Auge fallen. Seltsam; ob ich mich schon daran gewöhnt habe? Erwähnen wollte ich es jedenfalls trotz allem.[subtab=Prolog II]Und hier finden wir uns in einer vollkommen anderen Umgebung wieder. Zuerst irgendwo zwischen ausgedehnten Wiesen und jetzt ... in einer Stadt oder zumindest in irgendeiner Ortschaft. Auch du, Lynn, hast wunderbare Umgebungsbeschreibungen - und auch bei dir: Wo sind bei der Eingangsbeschreibung die Geräusche? Straßenlärm? Geräusche, die aus Häusern dringen? Oder ein kaltes Schweigen, als ob der Ort sie abstoßen würde?
    Aber die Einsamkeit wird auch hier deutlich, dafür hätte es nicht einmal den Titel der FF gebraucht. Die beiden Charas, die sich nicht kennen, haben viel mehr gemeinsam, als es scheint, denn auch Raelyn scheint verfolgt zu werden. Interessant ... daran erkennt bereits ohne weiteres Lesen, dass sie beide besonders sind. Aber warum gerade die beiden? Ich meine - es muss doch einen Grund geben, weshalb gerade sie so einsam sind.
    Oh, das Licht ist ein wenig ... dumm, scheint mir, wenn es den Stein nicht gleich findet. Ich meine, so ein Haarband ist ja nicht so dick, das ist irgendwie seltsam. Ob diese Steine auf den Stirnen beider einzigartig sind? Eine Frage, die mich wirklich sehr interessieren würde.
    ]Ich vermute einmal aber, dass das Licht von Jurijo ausgeht, um anschließend auf Raelyn zu treffen. Dennoch, irgendwas muss dahinterstecken, das geht ja nicht einfach so, weil es ihm einfach danach ist. Ob die Gedanken wohl ähnlich gewesen sind oder ist da etwas anderes im Spiel?
    Ja, über deinen Stil will ich mich nicht so wirklich auslassen, ich kenne ihn ja schon von Seelenjäger - und irgendetwas Besonderes oder Seltsames ist mir auch nicht aufgefallen.[tab=Gesamt] Fragen über Fragen, wie es sich für einen (Doppel-)Prolog gebührt. Da fragt man sich ja schon sehr, wie es weitergehen wird, ob ihr jeweils zwei Kapitel mit jeder Nummer schreiben werdet, 1.1 und 1.2 beispielsweise oder ob ihr sie abwechselnd schreiben werdet. Das Spannende an Partner-FFs ist ja, dass man nicht weiß, was auf wessen Mist gewachsen ist, wirklich etwas ganz Eigenes.
    Eure Stile jedenfalls ähneln sich bis zu einem gewissen Punkt sehr, weshalb sie gut miteinander harmonieren, so lange ihr aus der Sicht von unterschiedlichen Charakteren schreibt. Würdet ihr die gleiche Person nehmen ... ich denke nicht, dass das funktionieren würde, von daher, auch wenn ich es bereits gesagt habe: Respekt, dass ihr so etwas schreibt!
    ~ LG, Maj Mahal

  • Einsamkeit bedeutet nur, den Richtigen noch nicht getroffen zu haben. ~Lauriel



    Kapitel I – Ein Stück schmerzende Vergangenheit


    Langsam kehrte ein Stück Realität zu ihm zurück. Ihm, der da auf dem saftgrünen Gras lag, seiner Kraft von dem dämonischen Pack beraubt. Als er seine bleischweren Lider träge öffnete, blendete ihn das gleißende Sonnenlicht, der wohl vor Kurzem aufgegangenen Sonne. Wie lange musste er wohl geschlafen haben? Vorsichtig versuchte er sich aufzurichten, doch sein Kopf dröhnte, als hätte ein Gewitter sich in ihm festgesetzt. Ein leises Stöhnen entglitt seinem Rachen, als er seinen verwundeten Körper schließlich dazu animierte, sich zu regen. Ein geballter Schmerz blockierte seine Glieder und ließ ihn nicht mehr los. Was konnte er nur dagegen tun? Der Junge schloss seine noch immer von Müdigkeit geprägten Augen, fuhr sich abtastend mit seiner ebenfalls geschundenen Hand durch das Gesicht und versuchte das Ausmaß seiner Verletzungen festzustellen. Seine Gegner hatten ihn übel zugerichtet, das sah man ihm an und dennoch fühlte er selbst sich schuldig. Wieso nur hatte er sich nicht wehren können? Auch seine Gedanken waren das reinste Chaos und er wusste nicht wie er diese ordnen konnte. Plötzlich zog etwas durch seine Erinnerung… etwas, was er vollkommen verdrängt hatte und es ihm doch so wichtig erschien. Richtig, es war dieses Gefühl, was seinen Geist umwoben hatte. Wie ein sanfter Schleier hatten sich jene Empfindungen um seinen Körper gelegt und hatten ihn für einen kurzen Augenblick zur Ruhe gebracht. Und das nur von einem Lichtstrahl… Was es damit jedoch auf sich hatte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht und auch es rauszufinden behagte ihm nicht sonderlich.


    Stille… es war ungewöhnlich still für einen so sonnigen Tag, das merkte auch der braunhaarige Junge, der allmählich wieder mehr Kontrolle über seinen Körper gewann, der eben noch von Schmerzen wie gelähmt gewesen war. Mit einem sehnsüchtigen Gefühl im Herzen lauschte er dem Wind, der durch seine Haare strich, als wolle er ihn sanft berühren. Kein Wesen durchstreifte sein Sichtfeld, sodass ihn wieder diese Einsamkeit umgab, die er so sehr verabscheute. Sofort begann sein Körper wieder zu beben und seine Augen füllten sich mit Tränen, die er jedoch versuchte zu verdrängen. Doch vergebens, glasklare Tropfen flossen langsam seine metallische Haut hinab. Enttäuscht von sich selbst, seine Gefühle einfach so preiszugeben, biss er sich auf die Lippen, um auch nicht auch noch zu schluchzen. Dabei stachen seine kantigen Zähne fest in seine Haut, sodass silbriges Blut hervorquoll, wie es auch an anderen Stellen, durch die Ereignisse am Vortag, seines Körpers der Fall war. Zu sehr geschwächt war er, als dass seine sonst so robuste Haut hätte Widerstand leisten können. Seine Haare stumpf ins Gesicht hängend, stand er taumelnd auf und wankte über das Gras, welches das Kliff der schwebenden Insel bedeckte. Nicht ein Laut wagte es die Stille der alten Landschaft zu zerstören. Nur wenn man seine dämonischen Ohren spitzen würde, so wären die schlurfenden Schritte des ausgelaugten Jungen hörbar gewesen. Aber so konnte man nur dieses traurige Elend beobachten, wie es sich über die grüne Ebene Richtung Wald bewegte, wo sein Angesicht wenigstens etwas verdeckt sein konnte. Dort, wo kaum ein Wesen lebte, konnte er wohlmöglich genesen. Jedoch bemerkte er nicht, dass ihn zwei nachtschwarze Augen interessiert anstarrten.


    ~


    Nach einer Weile fand sich der Junge im tiefen Wald wieder. Umgeben von dicken Bäumen, deren Stämme sich begierig gen Himmel streckten, schlingenden Pflanzen und saftgrünen gefächerten Blättern, humpelte er einen schmalen Trampelpfad entlang, der sich durch diese paradiesische Umgebung schlängelte. Hier und da ragten alte Ruinenstücke aus dem Boden heraus, nur noch Überbleibsel von einer historischen Stadt, die sich durch das Auflösen der Kontinente zerstört hatte. Edler Marmor, der rissig und seiner schönsten Tage längst beraubt war, hatte einst die Landschaft der alten Zone bedeckt. Wie hohe Tempel waren sie damals in den Himmel geragt, erbaut von den Urvätern selbst, wie es hieß. Nun konnte man sich aber überhaupt glücklich schätzen, noch Reste von diesen Kunstwerken zu finden, die einst zum Alltag gehört hatten. Ihn jedoch kümmerte das reichlich wenig, denn sein Blick war einzig und allein dem Boden zugewandt, so als wolle er sein Gesicht vor aller Welt verbergen. Aufmerksam folgte ihm etwas mit sanften Schritten. Ließ kein Geräusch von sich vernehmen, als wäre die Existenz des Wesens nicht einmal hörbar. Zu sehr war der Verwundete mit seinen Sorgen beschäftigt, als dass er auf das hätte geachtet, was ihn nachher zu Fall bringen würde. Doch so bemerkte er nicht, wie etwas auf ihn lauerte und selbst als er die riesigen Stämme hinter sich ließ, sich abermals auf grünen Flächen wiederfand, so hatte er keine Augen für das Unglück, das ihm dicht auf den Fersen war.


    Doch als dem Verfolger ein verräterisches „Mjaah“ entglitt, drehte sich der Junge rasant um. Seine erschrockene Miene wurde weicher, bis sich schließlich Züge der Begeisterung auf seinen Wangen abzeichneten. Ein schwarzes vierbeiniges Wesen hatte sich auf dem Boden wenige Meter von ihm entfernt niedergelassen. Das schwarze Fell des Wesens glänzte verführerisch im Sonnenschein und die Ohren wackelten aufgeregt hin und her. Ebenso der Schweif, der hin und her peitschte, als wäre dessen Besitzer in Aufruhr. Noch beeindruckender waren jedoch die rubinroten Federn, die den Rücken der kleinen grazilen Kreatur bedeckten. Fast schon wie prachtvolle Schwingen legten sie sich um den kleinen dunklen Körper, passten dabei farblich perfekt zu dem kristallartigen Stein, der die Stirn des Wesens zierte. Die kalten schwarzen Augen blickten den braunhaarigen Jungen fixierend an, sodass es ihn innerlich fröstelte. Plötzlich öffnete das, was auf dem Boden saß, seinen Mund und begann in einem sarkastischen Ton zu sprechen: „Jurijo, nicht wahr? Angenehm, Sie kennen zu lernen. Ich hörte ja… Sie seien besonders. Und soll ich Ihnen noch etwas sagen? Sowas nährt meinen Hass!“ Mit den Worten riss es sein Maul auf und gab ein wütendes Fauchen von sich. Die eben so schillernden Federn wurden größer, bis sie schließlich weit über den Rücken des Wesens hinausragten und ihre Spitzen bedrohlich in der Sonne funkelten. Hämisch grinsend entblößte die Kreatur ihre spitzen Zähne, sodass ihr anmutiger Anblick mit einem Mal zerstört war.


    Die Augen des Jungen weiteten sich und zeigten die Furcht, die seinen Körper in diesem Moment heimsuchte. Das Wesen setzte sich in Bewegung und kam Schritt für Schritt auf ihn zu. Dabei leckte es sich mit der Zunge über die blanken Zähne und ließ das Grinsen nicht von dem Gesicht weichen. „Soll ich mich vorstellen, nutzloses Metallwesen?“, rief es dem Jungen zu, „ich bin Shela, dein Todesbringer!“ Damit stieß sie sich vom Boden ab und kam mit bedrohlicher Geschwindigkeit auf den Braunhaarigen zu, der völlig perplex dastand, als wäre sein Todesurteil soeben besiegelt. Das feindliche Wesen warf seine spitzen Klingen, die sich zuvor als einfache Federn getarnt hatten, nach vorne und nahm Jurijo ins Visier. Blitzartig schoss sie die Schneiden ihres Rückens ab, die nun mit rasender Geschwindigkeit auf den Jungen zuflogen. Plötzlich leuchtete der Kristall des Zweibeiners hell auf, sein Blick wurde düster und ein Kribbeln in seinem Rücken kündigte bereits an, was geschehen würde. Die metallische Haut sprang auf, sodass silberfarbenes Blut durch den Himmel spritzte. Aus seiner Wirbelsäule kamen sechs stählerne wendige Bänder gesprossen, an jeder Seite jeweils zwei. Beweglich wie Schlangen wirbelten sie durch die Luft, wurden immer länger und mit einem kurzen Ruck beförderte der Junge die Stränge nach vorne, sodass die rasenden Klingen abgewehrt wurden. Ein lautes Klirren war zu vernehmen, als Stahl auf Stahl prasselte. Shelas Schneiden landeten einige Meter entfernt im Gras, sodass der Angriff der kleinen schwarzen Kreatur maßlos gescheitert war, was diese sich aber keineswegs anmerken ließ. Nun standen sich beide Kreaturen gegenüber, den anderen jeweilig finster anstarrend, verharrten sie kurz. Der Wind ließ Jurijos Bänder wild herumwehen, als würde er mit ihnen spielen. Doch plötzlich sackte der Junge auf die Knie, noch immer ausgelaugt von dem Tag zuvor, an dem man seinen Körper geschunden hatte. Es war einfach zu viel und so wehrten sich seine Glieder abermals dagegen, sich zu regen. Aus seinem Mund floss warmes Blut, ein Zeichen dafür, wie nah er an seinen Grenzen war. Shela lachte bei diesem Anblick nur hämisch und dabei blitzten ihre Augen auf. Ihr Lachen wurde lauter, bis es schließlich die ganze Umgebung erfüllte und der Junge wusste, dass dies kein gutes Omen war. Abermals kam das merkwürdige Wesen auf ihn zu und je näher es kam, desto mehr wich er kriechend zurück. Doch unerwartet fand sein Fuß kurze Zeit später keinen Halt mehr und als er vorsichtig seinen Kopf drehte, schaute er in die Weiten des Himmels: Abgrund! Sein Magen schien sich zu überschlagen und gerade als er daran versucht war, wieder ein Stück vor zu rutschen, stand Shela vor ihm. Noch einmal kicherte sie, ehe sie mit ihrem ganzen Körper nach vorne sprang und ihm den letzten Stoß gab, der ihn noch von dem Abgrund getrennt hatte. Ein letztes Mal schaute er noch in das Gesicht seiner Widersacherin, doch gab sich dann seinem unabänderlichen Schicksal hin.


    Jetzt spielte es keine Rolle mehr, wie er sich fühlte. Nein, nun war es vorbei mit seiner Existenz und so stürzte er hinunter. Fiel den Himmel hinab und nahm die Welt durch seine glasigen Augen nur noch in einem verschwommenen Film war. Genau in diesem Moment huschten Bilder seiner Vergangenheit vor seinen Augen hin und her, die seinem Herz abermals Stiche wie die Spitzen einer Nadel bereiteten. Einsamkeit… nichts als Einsamkeit. Er schloss seine Augen und kniff sie fest zusammen. Dem Versuch bedacht, die ganzen Qualen zu vergessen, die er schon sein Leben lang ertragen musste. Hohn, Spott und Gewalt. Nichts anderes hatte diese Welt für ihn offen gehabt und genau dies musste er nun wieder durchleben. Die Zeit um ihn herum schien stillzustehen, seine Gedanken waren mit Erinnerungen durchflutet und so tauchte er ein in seine Vergangenheit, die er gehofft hatte, auf ewig vergessen zu können.


    Ein dunkler Nebelschwall umgab ihn und ehe er sich richtig versah, fand er sich auch schon in jüngerer Form in einer düsteren Gasse wieder. Aber nicht nur eine Gasse… nein, es war die Gasse. Ein trügerisches Licht umgab die hohen Stahlwände, die in einkreisten. Wie ein klägliches Wesen in der Falle war er also gefangen. Auf dem Boden lagen Essensreste, die einen verfaulten Geruch verbreiteten. Die Umgebung war still, nur in der Ferne hörte man irgendein Wesen heulen, was ihm aber kaum eine Hilfe sein konnte. Sein Herz begann zu rasen und sein Atem stieg in warmen Dünsten auf. Mit seinen zielenden Augen hatte er genau die Stelle fixiert, die zu einer grauen aber dennoch unbefahrenen Straße führte, jedoch wusste er bereits, dass es keinen Sinn mehr machen würde, zu fliehen. Zu oft hatte er schon diesen einen schrecklichen Tag durchleben müssen. Plötzlich kamen zwei schwarze schattenartige Gestalten um die Ecke, ihr genaues Antlitz erkannte er jedoch nicht mehr. Nur wusste er genau, dass es nichts Gutes zu bedeuten hatte; so wie immer. Sie hoben dreckige Gegenstände auf und warfen sie dem kleinen Jungen gegen den Kopf. Jener ließ es jedoch zu, da sein verängstigter Körper sich nicht einen Millimeter rühren wollte. Doch das war ein Fehler, denn die zwei Gestalten nahmen das als Anlass, ihm näher zu kommen. Sie wollten diesem schwachen Körper etwas antun, was nur ihrem eigenen Begehren galt. Eine der Kreaturen stellte sich direkt vor den Jungen, riss dessen Kopf herunter und presste ihn in seinen Schritt. Der Kleine wollte schreien, wollte weg, doch der Griff seines Widersachers war zu stark. Blitzartig stand nun die zweite Gestalt hinter dem Jungen und ehe er sich versah, spürte er einen unaufhaltsamen Schmerz in seinem Becken, der sich schlagartig durch seinen ganzen Körper ausweitete. Mit unbeugsamen Qualen schrie er auf, doch es half nicht. Es tat immer mehr weh. Immer stärker. Immer tiefer. Sein leidendes Kreischen galt der Vergessenheit an. Man hielt ihm den Mund zu, sodass er keinen Laut mehr von sich geben konnte. Aus seinen weit aufgerissenen Augen flossen dicke Tränen, als die Gestalten ihr Schauspiel fortführten, und ab diesem Moment wusste er, dass man etwas in ihm zerstört hatte.


    Sein Blickfeld wurde wieder klarer und er füllte sich wie augenblicklich zurück in die Realität geworfen. Immer wieder verfolgten ihn die Erinnerungen an dieses grauenhafte Ereignis und er würde es niemals wieder vergessen können. Zu tief hatte es sich in ihm festgefressen, wie ein lästiger Parasit. Angespannt zuckten seine Nerven, als wären sie soeben überfordert worden. Seine Lippen zitterten von Angst erfüllt und schließlich nahm er durch sein trübes Blickfeld abermals war, welches Szenario sich gerade abspielte. Im Zischen des Gegenwindes - der ihn im Sturz umgab - untergehend raste er noch immer zu Boden. Weit über ihm die Insel, auf der er einst gehaust hatte. Wehmütig streckte er seine Hand aus, als wolle er diesen einen Ort noch einmal ergreifen, ehe er sich seinem Schicksal endgültig hingab und sich zu Boden drehte, der ihm längst nicht mehr so fern war. Ein Schmunzeln entglitt seinen blutigen Lippen. Wahrlich, er stürzte in den Tod. Sollte das also schon das Ende von ihm, Jurijo, sein?

  • Huhu, ihr beiden.
    Entschuldigt, dass ich nicht schon gestern gepostet habe. ^^"
    Btw. Ein neuer Lexikon-Eintrag. <3


    Kapitel I - Ein Stück schmerzende Vergangenheit
    Mir wurde auch schon von Lynn gesagt, dass ich dieses Kapitel nicht unbedingt lesen sollte.
    Doch ich möchte eurer FF treu bleiben und alle Kapitel lesen. ;3
    *Mund offen steht* Das ist echt traurig, aber ich habe es geschafft. Es war total gut beschrieben, dennoch dachte ich, dass ihr ein paar Absätze darüber schreibt. Nya, ich war auch froh, als es vorbei war, nicht wegen euch und der Schreibart etc. sondern wegen der Misshandlung ... Eure Kapitel haben immer eine tolle Länge, da denkt man nicht "Oh, schon wieder vorbei", aber auch nicht "Mann, wann ist das denn endlich zu Ende?" Es ist irgendwie ... nya, eine wirklich perfekte Länge. ^^ Und das sage ich nicht oft. Auch wenn ich meistens nur lobe (xD), dann sag ich aber fast nie etwas über die Länge.
    Okay, okay, vom Thema abgekommen ...
    Ich fand das Kapitel rührend und traurig. Es wurde so gut beschrieben und ... mann, ich weiß nicht was ich sagen sollen. .___.
    Man kannn sich super in die Geschichte hineinversetzen, weil einfach alles stimmt.
    Fehler habe ich mal wieder keine gesehen. Entweder war ich zu blind oder ihr zu gut. ^^


    Ich bin immer wieder fasziniert, wie gut das zwischen euch beiden klappt.
    Ihr seit ein Dreamteam und ergänzt euch, das ist ... das ist ... KLASSE!


    Ja, ich weiß, meine Kapis sind nicht die längsten, aber dafür mit viel Liebe. *blinzel*


    Der Spruch ist auch toll, selbst ausgedacht? <3


    Lg.~

  • Hey'chen c :


    Nun, dann will meine Wenigkeit doch auch gleich mal in die Tasten hauen & dieses Kapitel kommentieren.
    Allgemein kann ich dem zustimmen, was Kotone bereits geschrieben hat, jedoch möchte ich natürlich alles nocheinmal mit meinen Worten wiedergeben & somit auch meine Gefühle.
    Zu allererst; es freut mich, dass man nun schon ein neues Wesen kennengelernt hat. - Shela.
    Wow, Noxa, ich wusste ja, dass ihr die Bilder zu euer FS selber malt...aber das sie so... (nun gut, wie soll ich das jetz in halbwegs anständigen Worten zusammenfassen...). Ich finde, dass du wirklich ein Talent hast Wesen zu zeichnen. Auch, wenn man Shela noch nie zuvor gesehen hat, kann man sich die Katze (^^) gut vorstellen & sie ist keinesfalls "fehl am Platz". Ehrlich gesagt muss ich auch sagen, dass sie es mir angetan hat, wenn gleich sie nicht eine der 'guten' Wesen zu sein scheint. Die Beschreibungen die du für sie angelegt hast & auch jene, die in der Geschichte vorkommen, ich kann sagen, dass sie auf mich wie eine eigene Geschichte gewirkt hat. Jedoch bin ich auch ein Mensch, der sich sehr viele Gedanken über Geschichten macht, die er liest.
    Nun gut, nun will ich auch mal zum Inhalt kommen : )
    Mir gefällt dieses Kapitel wirklich sehr. Die ganze Atmosphäre hat gepasst. Den leichten Wind, die Gefühle(Schmerzen) des 'Jungen', alles konnte ich mir super gut vorstellen. Wie ein innerlich, vertiefter Film, lief das ganze vor meinen Augen ab. Mir gefällt, wie du seine Gedankengänge erklärst und erläuterst. Ich muss sagen, dass ich mit dieser Art von "Flashback" nicht gerechnet habe. Man sagt zwar, dass einem vor dem Tod die Momente in den Sinn kommen, die einem am meisten bedeutet haben. In dem Fall wohl eher, die einem am Meisten im Gedächtnis geblieben sind...Die Gasse hatte für mich einen ganz individuellen Touch. Und die finsteren Männer....wrr. Also wirklich, Jurijo tut mir da wirklich leid. ._. Seine Kindheit scheint somit nicht schön und entspannend gewesen zu sein...das hat man hiermit wirklich mehr als deutlich mirbekommen!
    Shela - am Anfang hätte man noch glauben können, dass das ein ganz liebes, süßes Kätzchen ist. Aber spätestens als es den letze Satz geäußert hatte, war einem bewusst das dies wohl kein gutes Ende nehmen würde! Für mich haben sich dann auch zwei Fragen aufgetan: 1. Woher kannte Shela seinen Namen? 2. Wieso wehrt er sich nie wirklich?
    Auf die Antworten muss ich wohl noch warten - grins - oder vielleicht haben sie sich ja auch schon weitesgehend von selber beantwortet?
    Ich bin auf jeden Fall gespannt wie es weitergeht!


    Rabenwächter van Dan


    ________________ஜ۩۞۩ஜ________________

    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

  • Jah, Leute, nehmt mir die Worte aus dem Mund, damit ich mich nur noch wiederholen kann :> An den schnellen, vielen Kommis sieht man auf den ersten Blick schon, dass ihr eine Menge Menschen bewegt habt, dieser Geschichte Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen. Ich kann versichern, jede Zeile ist das wert.
    Die Prologe habe ich euch gegenüber ja schon gelobt, jetzt kann ich das auch offiziell tun. Sehr schön :> Ein wundervoller Ausblick auf die kommenden Erfolge. Bei nem Wettstreit um den Profibereich würde ich auf euch setzen.
    Aus Zeitgründen und da alle Leute schon genau das zu den Prologen gesagt haben, was ich auch sagen würde, lass ich das einfach.


    Kommen wir also zu Noxa's erstem Kapitel.


    Ernsthafterweise muss ich zugeben, dass ich es nicht über's Herz bringe, das Kapitel mehr als zwei mal zu lesen. So. Jetzt habt ihr es erfahren. Ich fand es großartig, aber hier geht mein Mitfühlvermögen mit mir durch. Verzeiht mir also, dass ich euch keine Rechtschreibfehler korrigieren kann. Was aber wahrscheinlich ohnehin erfolglos wäre. Mir ist kein einziger aufgefallen, was ungewöhnlich ist. Sonst stößt mein Näschen mich immer drauf. Wahrscheinlich bin ich einfach so vom text gefesselt gewesen, dass meine Sinne ausgesetzt haben.
    Was ja auch kein Wunder ist. Zum ersten Mal habe ich Noxas Schreibstil in einem wirklich langen Text gelesen, ich kannte ihn ja bisher nur von Gedichten und dem Prolog. Es ist... Huch. Ich wüsste bei diesem Schreibstil ernsthaft nichts zu kritisieren. Bleib so experimentfreudig, wie du bist, nutz deine stilistischen Fähigkeiten und bleib bei der geilen Atmosphäre, die du erzeugen kannst. Dein Charakter ist jetzt schon so vielschichtig, dass ich mich frage, wie ihr ihn noch entwickeln wollt. Ich verstehe, warum er sich nicht wehrt, und... Eigentlich wäre es eine Gnade für ihn, wenn ihn jemand töten würde, denke ich. Ich hoffe, wenn ihr ein Bad End macht, stirbt er. Bitte bitte ._.
    Und deine Beschreibungen. Grausam gut. Ich freue mich schon regelrecht auf die ersten Kämpfe, auf alle Situationen, die noch kommen mögen. Ich freue mich auch auf Lynns Teil und bin gespannt, wie ihr beide so zusammenarbeitet. Wie die Fäden zusammenlaufen werden. Ob Wunder geschehen können.


    Doch ich bezweifle es. Die Welt, die ihr beschreibt, scheint sehr lebensfeindlich, einsam und düster zu sein. Was auch immer diese Kristallwesen verbindet, es könnte sie sicher auch in den Abgrund stürzen. Und Shela ist ebenfalls sehr interessant. Entweder gibt es sowohl freundliche als auch bösartige Kristallwesen oder sie kehrt sich noch zur anderen Seite. Was bei ihrem äußeren Erscheinen recht unwahrscheinlich ist. Oder sie ist so, wie jede Katze ist... Wankelmütig und sich über ihre Ziele im Unklaren. Sadistisch :>


    Gut. Das wär's dann von mir, ich hätte sehr gern eine PN-Benachrichtigung. Ich kann nicht versprechen, jedes Kapitel zu kommentieren, aber ich kann versprechen, dass ich dranbleiben werde.


    Liebe Grüße,
    Leandy

  • [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'][align=justify][tabmenu][tab=^^]Hey, ihr beiden (bzw. Noxa hauptsächlich, wie auch immer)!
    Ich will dann wieder mal, was? *g*[tab=Fehler]Von ihrer Materie her sieht sie eher dämonisch aus, nimmt dies aber mehr als Täuschung, um bei ihren Feinden nicht aufzufallen. Generell wirkt diese Formulierung auch ein wenig seltsam, "Sie wirkt wie ein dämonisches Wesen, doch ist ihr Aussehen nur Täuschung, um (...)" wäre wohl besser. Klingt zumindest hübscher, würde ich sagen.
    Als er seine bleischweren Lider träge öffnete, blendete ihn das gleißende Sonnenlicht, der wohl vor Kurzem aufgegangenen Sonne.
    Seine Gegner hatten ihn übel zugerichtet, das sah man ihm an und dennoch fühlte er selbst sich schuldig.
    Was es damit jedoch auf sich hatte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht und auch es rauszufinden behagte ihm nicht sonderlich. Wieder einmal so salopp.
    Stille… es war ungewöhnlich still für einen so sonnigen Tag, das merkte auch der braunhaarige Junge, der allmählich wieder mehr Kontrolle über seinen Körper gewann, der eben noch von Schmerzen wie gelähmt gewesen war.
    Kein Wesen durchstreifte sein Sichtfeld und wieder umgab ihn diese Einsamkeit, die er so sehr verabscheute. Sofort begann sein Körper wieder zu beben und seine Augen füllten sich mit Tränen, die er jedoch versuchte zu verdrängen.
    Dort, wo kaum ein Wesen lebte, konnte er womöglich genesen.
    Wie hohe Tempel waren sie damals in den Himmel geragt, erbaut von den Urvätern selbst, wie es hieß. Nun konnte man sich aber überhaupt glücklich schätzen, noch Reste von diesen Kunstwerken zu finden, die einst zum Alltag gehört hatten.
    Aufmerksam folgte ihm etwas mit sanften Schritten.
    Doch so bemerkte er nicht, wie etwas auf ihn lauerte und selbst als er die riesigen Stämme hinter sich ließ, sich abermals auf grünen Flächen wiederfand, so hatte er keine Augen für das Unglück, das ihm dicht auf den Fersen war.
    Doch als dem Verfolger schließlich ein verräterisches „Mjaah“ entglitt, drehte sich der Braunhaarige rasant um. Seine erschrockene Miene wurde weicher, bis sich schließlich Züge der Begeisterung auf seinen Wangen abzeichneten.
    Angenehm, Sie kennen zu lernen.
    Und soll ich Ihnen noch etwas sagen?
    Sowas kotzt mich an! Wah. Dieses Wort. An sich nichts gegen es, ist gut brauchbar, um deutlich auszudrücken, was ein Chara meint, aber hier ... haut es eigentlich die ganze Stimmung zusammen, dieses eher moderne Wort im restlichen Text. Wenn es schon verwendet wird, sollte eine Reaktion Jurijos erwähnt werden.
    „Soll ich mich vorstellen, nutzloses Metallwesen?“, rief es dem Jungen zu, (...) Immerhin sprichst du zuvor vom "Wesen".
    Noch einmal kicherte sie, ehe sie mit ihrem ganzen Körper nach vorne sprang und ihm den letzten Stoß gab, der ihn noch von dem Abgrund getrennt hatte.[tab=Kritik]Wenn das Bild nicht von euch stammt, dann bitte ein Copyright, verlinkter Künstler bzw. zumindest die Seite, von der das Bild ist, angeben. Die Linkadresse (die man ja auch ganz einfach per Rechtsklick auf das Bild und "Grafik-Info" erfahren kann, reicht hierbei nicht aus. Vor allem du, Noxa, müsstest das gut verstehen. Stell dir vor, du findest plötzlich irgendwo ein Bild von dir, ohne dass irgendetwas angegeben ist. Ich denke nicht, dass du glücklich darüber wärst.


    Also, irgendwie verstehe ich nicht ganz, was an diesem Kapitel so übermäßig traurig sein soll, ich fand es eigentlich eher schockierend, vor allem die Begegnung mit Shela. Mag aber auch daran liegen, dass ich traurige Szenen immer mit einer Szene aus einem Buch vergleiche, die wirklich sehr traurig war. Oder es liegt daran, dass ich mich in einen Charakter, von dem aus der dritten Person geschrieben wird, nicht so gut hineinversetzen kann wie in eine Erzählung aus der ersten Person.
    Wie dem auch sei, beschrieben war das Kapitel wirklich gut, die Schmerzen zu Beginn beispielsweise. Nur erscheint es mir unlogisch, weshalb er sein Gesicht nach Verletzungen abtastet, diese aber anschließend keine nähre Erwähnung finden. Möglicherweise will er die Hand heben, als ihn die Erinnerung überkommt, aber wenn er die Bewegung tatsächlich ausführt, sollte auch die Erkenntnis Eingang in den Text finden. Was mir noch so seltsam scheint, ist, weshalb er sich wundert, dass er sich nicht wehren konnte - schließlich wird im Prolog erwähnt, dass alles wie immer sei. Widerspricht sich eigentlich.
    Ein Wesen, das sich von hinten anschleicht? Nun, da jeder geneigte Leser sicherlich den Spoiler zum Lexikon geöffnet haben, schon aus Neugier, was das überhaupt ist. Daher ist es keine Überraschung - möglicherweise wäre es also sinnvoller, Lexikoneinträge nach einem Kapitel anzufügen? Ich persönlich halte es mit Namensbedeutungen so, und ich bin zufrieden damit.
    Nach einer Weile - ein Wald, wie schön. Wälder haben immer etwas Interessantes an sich, sind undurchsichtig, es herrscht Zwielicht, oft gibt es verräterische Geräusche. Hier findet sich diese wunderbar nutzbare Atmosphäre nicht, obwohl man viel daraus hätte machen können. Nicht, dass Jurijo Shela entdecken sollte, aber ein verräterisches Geräusch, auf das hin er sie nicht entdeckt. So würde dieses Unheimliche des Waldes noch gesteigert werden, so, wie es hier beschrieben ist, ist der Wald eigentlich recht nutzlos. Die Ruinen, schön und gut - anzunehmen, dass sie einmal eine wichtige Rolle spielen werden, aber ansonsten? Nichts, nicht einmal die Verfolgerin lässt die Spannungskurve nach oben wandern. Sie ist halt da, schön und gut. Aber ansonsten? Der Sinn einer beschriebenen Verfolgung ist einfach, dass der Verfolgte ahnt, dass er verfolgt wird. Was für eine Wortwiederholung ...
    Jurijo ist so passiv, er macht nichts. Das stört, er wirkt dadurch vollkommen unglaubwürdig. Am liebsten würde ich ihm eine runterhauen, aber vermutlich würde er nicht einmal da reagieren, wenn er auf die dämonischen Wesen auch nicht reagiert hat. Irgendeine Reaktion, die von ihm kommt, eine Gefühlsreaktion, und wenn es nur ein einziger Gedanke ist. Aber da ist nichts, null! Er nimmt alles hin, bis seine Tentakel aus dem Rücken sprießen. Nun, besser als gar nichts, würde ich sagen. Trotzdem, es stört einfach, da kann er noch so eine schwere Vergangenheit haben. Mir jedenfalls tut er nicht leid, auch wenn die Vergangenheit wirklich gut beschrieben ist, wie auch der Rest des Kapitels.
    Ui, er fliegt runter. Und macht nichts. Ganz ehrlich, das ist nicht glaubwürdig. Wenn er sterben will, dann soll er sich freuen, nicht bloß Galgenhumor zeigen. Wenn er leben will, dann soll er schreien. Aber so ... nein. Einfach - es regt mich auf, ganz ehrlich. Wenn es so geplant ist, dann gut, unglaubwürdig ist es dennoch - vollkommen. Das will ich noch einmal ausdrücklich gesagt haben.
    Nun, wenn dann eine Rettung kommt - die sicher kommen wird, sonst wäre es ja sinnlos - dann hoffe ich nur, dass ihr beiden euch da was gutes überlegt habt, das nicht ein deus ex machina ist.
    ~ Die Kommifledermaus

  • [tabmenu][tab=Huhu^^]
    Uii, schon wieder so viele Kommentare. Ich habe mich sehr darüber gefreut, all eure Meinungen zu hören und da es mir so in den Fingern juckte, konnte ich nicht wiederstehen, doch noch ein wenig auf eure Kommentare einzugehen, selbst wenn es vielleicht nicht viel sein wird. Danke an alle sei aber schon mal vorweg gesagt.
    [tab=@Kotone]
    Ach was, du warst doch immerhin noch die Erste und wir freuen uns über Kommentare, egal wann sie kommen. Dass du dich getraut hast, das Kapitel zu lesen, finde ich sehr stark von dir. Ich muss zugeben, es war vielleicht etwas hart, aber ein wenig „vermildert“ habe ich es auf Lynns Hinweis schon. Dankeschön, dass du unserer Story trotzdem treu bleiben möchtest, dass freut mich sehr zu hören. C: Sie haben die perfekte Länge? Da bin ich aber beruhigt. Oft waren meine Kapitel immer etwas zu klein, aber wenn dem nicht so ist, ist das ja klasse. Hoffentlich wird es auch in Zukunft dabei bleiben. Ein Dreamteam? Süß, dass du das sagst x3 Es freut mich auch sehr, dass dir die Beschreibungen gefallen, denn daran feilen wir beide sehr stark, würde ich mal behaupten. =)
    [tab=@Kräme]
    Oh… mir fällt gerade ein, dass ich aus zeitlichen Gründen wieder vergaß, auf deinen Gästebucheintrag zu antworten. Entschuldige bitte, auch wenn es eigentlich nicht hierher gehört *meeh*.


    Es freut mich, dass du auch etwas zu Shela gesagt hast. Es stimmt, ich male dir Bilder zu FF bisher selbst, wobei ich leider auch nicht immer direkt Zeit dafür finde und die Kapitel etwas brauchen, bis sie on gehen *schäm*. Aber da haben wir dieses Mal dann keine Rücksicht drauf genommen. Dass sie dir gefallen, finde ich schön und auch auf Shela wirst du dich wohl noch eine Weile freuen dürfen. ;)
    Es bedeutet mir viel, dass du dir alles so gut vorstellen kannst, ähnlich wie in einem Film. Denn ich finde, dies ist bei den richtig guten Autoren immer so, dass man sich richtig in die Lage reinversetzen kann. Wenn das hier auch der Fall ist, dann freue ich mich sehr darüber. Hoffentlich, wird es dir auch weiterhin so gut gefallen. Deine Fragen werde ich dir zwar noch nicht beantworten, aber ich denke, dass wird der Verlauf unserer Geschichte schon arrangieren. Gespannt darfst du durchaus sein, denn wir haben noch eine Menge mit euch vor. C:
    [tab=@Leandy]
    Es hat mich richtig gefreut, einen Kommentar von dir sehen zu dürfen, da es „mein“ bisher erster von dir ist. Es freut mich sehr zu hören, dass dir unsere Story so gut gefällt und danke auch für dein Lob. C: Was die Atmosphäre angeht… ich persönlich merke das gar nicht wirklich, aber wenn es spürbar ist, dann ist das natürlich positiv. Und du hast recht, es ist das erste Mal, dass du meinen Schreibstil auf diese Weise liest, daher freut es mich ja umso mehr, dass du es tust. ^_^  


    Ja das, stimmt, unsere Welt ist gar nicht so die „heile Welt“ wie man es sich vielleicht vorstellen könnte. Zumindest würde ich es mir schön vorstellen, wenn nun einfach Inseln durch die Luft schweben. Aber ich kann versichern, dass mit der Zeit noch mehr krasse Dinge geschehen werden und es wäre natürlich schön, dich auch weiterhin als Leserin zu wissen. Was das Ende angeht… naja, das wird sich ja noch früh genug zeigen. ;D
    [tab=@Maj]
    Danke auch für deine Kritik, Maj. Ich habe sie zwar etwas als „hart“ empfunden, aber das soll dir ja durchaus gestattet sein. Was das Copyright angeht, so bin ich auch wirklich beschämt, weil ich genau weiß, was du meinst. Jedoch wissen wir leider nicht, von welchem Künstler das Bild ist, da wir es einfach „nur“ in einem Forum gefunden habe, wo es ein fester Bestandteil war. Aus Werbe-Gründen haben wir es daher nicht vermerkt, aber ich habe Lynn Bescheid gegeben, es noch bei Copyright hinzuzufügen.


    Das stimmt, auf den Wald hätte ich mehr eingehen müssen, doch war er eher nur „nebensächlich“, wieso er nicht sonderlich in den Vordergrund geriet. Darauf werde ich aber demnächst versuchen besser zu achten, da Wälder ja wirklich hübsch sind. Was die Unglaubwürdigkeit angeht… es mag schon stimmen, dass nicht alles sehr logisch erscheint, nur ist es von uns durchaus so gewollt, dass diese Welt oft kreuz und quer zu sein scheint. Auch Jurijo ist durchaus so gewollt, dass er keine oder nur selten Gefühle zeigt und sich daher auch innerlich gerne widerspricht. Das wird aber schätzungsweise in den kommenden Kapiteln noch deutlicher werden. Er schreit auch nicht, da er es sich ja geschworen hat, nie zu schreien, wenn andere ihm wehtun, wie es auch im Prolog der Fall war, wobei gleich darauf auch eine Ausnahme zu Gange war. Kann sein, dass das daher etwas verwirrend war. Ob das nächste von mir folgende Kapitel nur ein „Abklatsch“ ist, wird sich ja noch zeigen. ^^  
    [tab=Schluss]
    Soweit dazu C: Entschuldigt, wenn ich mich an manchen Stellen mit dem Antworten etwas knapper gehalten habe, aber ich bin bevorzugt darauf eingegangen, was mich auch am meisten beschäftigt hat. Das nächste Kapitel von Lynn wird bald on kommen und demnach auch Lexikonbucheinträge, die aber etwas verspäteter eintrudeln werden, damit wir dieses Mal nicht „spoilern“, so wie es beim letzten Mal der Fall war. Hier haben wir uns Majs Tipp zu Herzen genommen, Danke dafür.


    Viel Spaß, wünsche ich auch weiterhin beim Lesen^^[/tabmenu]


  • Kapitel II – Angriff aus der Tiefe

    "Ich suche eine Richtung, doch welche es ist, weiß ich noch nicht..." ~Noxa


    Stimmen. Viele, flüsternde, rufende und klagende Stimmen, die so nahe und doch so fern in ihren Ohren widerhallten. Besorgte Rufe und wütende Schreie waren zu vernehmen, doch woher kamen sie? Raelyn fühlte nur langsam ihre Körperfunktionen wiederkehren, nur schleichend spürte sie ihre Beine wieder, konnte ihre Finger bewegen und dann traf es sie. Von ganz alleine fand die Erinnerung an letzte Nacht zu ihr zurück, wie ein Flüstern des Windes drangen die Bilder, die Gefühle, der Schmerz wieder in ihr Bewusstsein ein. Ihre Hand fuhr hoch, tastete erschrocken das Gesicht ab, fühlte die blass weiche Haut, bekam die seidenen Haare zu fassen. Neben ihr lag ihr Tuch, welches sie sich sofort wieder um die Haare band, durfte doch nicht jeder ihre Stirn erblicken können. Die Gruppe an verschiedenen Wesen, die sich um sie herum versammelt hatten, löste sich nach und nach auf, als das scheinbar schlafende Mädchen zu Bewusstsein kam, und sich endlich wieder regte. Niemand interessierte sich mehr für sie und Raelyn war froh, unter den prüfenden Blicken der letzten Verbliebenen schnell davon eilen zu können.
    Eilig sah sie sich um, doch konnte sie nichts entdecken, was sie hätte verloren haben können. Wo war sie letzte Nacht nur hingelangt, wie kam sie hierher? Die Stadt war nun näher gerückt, große, hochmoderne Häuser streckten sich dem Himmel entgegen, wie Vogelküken die hungrig ihre Hälse reckten. Geschäftig eilten viele verschiedene Wesen an ihr vorbei, doch keiner nahm Notiz von dem kleinen Dämonenwesen. Mit wachsender Panik drangen unbekannte Geräusche in ihre Ohren, es schien, als habe das Licht Raelyn weggetragen, fremde, dröhnende Laute, die ihr unbekannt waren, erschreckten sie. Der Duft von frisch gebratenem Metallisch drang in ihre Nase, und machte sie ungemein hungrig. Wann hatte sie zum letzten Mal etwas zwischen die Zähe bekommen? Eine große, metallene Kapsel, an deren Rand sich blaue, glitzernde Streifen befanden, sauste in hohem Tempo über ihren Kopf hinweg. An der Vorderseite des Objekts befand sich eine Scheibe aus dem Material einer dicken, hellweißen Seifenblase und diese bot genug Schutz vor der Außenwelt. Groß und beeindruckend bewegte sich die Kapsel stetig vorwärts. Raelyn blickte dem großen Flugobjekt staunend hinterher, denn selten sah man eines aus der Nähe. Konnte sie sich nun glücklich schätzen, eines gesehen zu haben? Aber selbst vom Ruhm den sie dafür erlangen würde konnte sie sich keine Freunde kaufen. Als sich die Kapsel schließlich immer weiter entfernte, war bald nur noch ein kleiner, grau blauer Punkt am Horizont auszumachen. Irgendjemand brauchte wohl gerade Hilfe, sonst wäre das Wachpersonal der Stadt doch nicht so schnell unterwegs!
    Raelyn rappelte sich mühsam auf, wischte den Straßenschmutz von ihren Kleidern. Ihre schwarze, ausgeblichene Hose war aus demselben Material angefertigt worden wie die leichte Tunika, die sie sich über die Schulter gehängt hatte. Dieser spezielle Stoff bot Schutz vor Kälte, wärmte in heißen Tagen aber nicht zu sehr, sodass ihr Körper immer die richtige Wärme umfing. Niemand sollte ihre Haut sehen, die auffällig blass und leicht zu verletzen war. Die fast unsichtbaren, hellen Härchen an Armen und Beinen hielten Schmutz von der Haut fern, sodass sie niemals Gefahr lief, sich vergiften zu lassen. Auch die langen, spitzen Ohren, an deren Ende sich die Spitze leicht kringelte, versteckte sie unter ihren lagen Haaren. Die gelblichen Schlitzaugen suchten stetig die Umgebung ab, immer darauf bedacht sich zu verteidigen. Gerade jetzt, nach solch einer Nacht, da musste sie doch unsicher werden. Es ist doch verständlich, dass ich paranoid werde. Niemand darf es sehen.
    Doch diese Gedanken würde sie niemals aussprechen, lieber weiterhin für Ruhe und Gelassenheit in ihrer Umgebung sorgen, lieber immer Freude und Glück ausstrahlen. Sie seufzte einmal tief. Die eingesogene Luft brannte in ihren Lungen und erfüllte sie dennoch mit einem kurzen, flüchtigen Augenblick der Ruhe und Freude.


    Der Morgen erschien ihr so trügerisch, so laut doch so fern war der Ort, an dem sie noch nie zuvor gewesen war. Ihr war bewusst, dass sie sich gar nicht so weit entfernt von ihrem gewohnten Umfeld befand, dennoch ängstigte sie der Gedanke, sich verirrt zu haben. Der Straßenrand bot keine gute Aussicht, denn das Toben und Wuseln des Alltags fand innerhalb der Stadtmauern statt. Nur durch die Häusergassen konnte sie die wild aufgeregte Alltagshetzerei erkennen, der sie lieber nicht zu nahe kommen wollte. Unbeobachtet fühlte sie sich erst, als sie ein paar Schritte gegangen war, und auch wenn ihr der Weg am Straßenrand unsicherer erschien, so wählte sie lieber diesen, als sich in die Massen zu stürzen. Ihr Glück aber war es, dass so oder so niemand auf das Dämonenmädchen achtete, da sich heute in der Stadt ein großer Markt befand. Diese selbstsüchtigen Wesen. Ihre Beine waren kräftig genug, Raelyn schneller zu tragen, als der Wind an ihr vorbei pfiff, und so konnte sie sich und ihre Habseligkeiten schnell in Sicherheit bringen. Sie musste schnellstmöglich jemandem erzählen, was gestern Nacht vorgefallen war, wie das Licht, das unbekannte helle Etwas sie getroffen und verändert hatte. Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen als sie das Blubbern der Wellen entdeckte, denen sie immer näher kam. Ob ihre Schwester sie bereits erwartete? Schnell rannte sie die gewundenen Wendeltreppe hinunter – endlich wieder in gewohntem Terrain – und stolperte dabei in aller Hast auch noch , sodass sie stürzte. Der Fall schmerzte ihr, doch es blieb keine Zeit, um deshalb Tränen zu vergießen.
    Ihre Kleidung hatte Risse abbekommen, die Hände schmutzig und schmerzend, dennoch rappelte sie sich schnell wieder auf, spürte plötzlich eine fremde Energie in ihren Organismus eingreifen, für kurze Augenblicke, wie Blitze, die ihren Körper durchzuckten und plötzlich fühlte sie sich ein wenig besser. Sie straffte ihre Schultern und reckte den Kopf wieder etwas in die Höhe. Sie würde sich von keinem Sturz beirren lassen, nein, sie musste doch stark sein. Zum Glück befand sie sich ganz alleine am Strand, niemand sah ihr zu, wie sie, nur mit den Augen, das Wasser absuchte, überprüfte, wo sich die richtige Stelle befand. Ihre Stirn begann sacht zu leuchten, der hellweiße Stein, der sich sicher unter ihrem rosafarbenen Seidentuch versteckte, sendete ein helles Licht aus, und der Grund im Wasser bewegte sich. Erst zaghaft dann immer stärker begann sich die Erde zu bewegen, Raelyn krallte sich mit den Händen am Boden fest während ein breiter, klaffender Tunnel entstand, der eine dunkelgraue, kühl anmutende Steintreppe freigab. Das Wasser stoppte seltsamerweise, floss nicht über diese drüber, sodass der Weg, ins Meer hinein, nun freigegeben war, und die Treppe wie ein übersinnliches Phänomen vor ihr lag. Vorsichtig betrachtete die Blauhaarige die vor ihr liegende, trockene Treppe. Immer wieder wunderte sie sich, wie sie es schaffen könnte, den Zugang zu öffnen, denn sonderlich viel tat sie dazu nicht. Es geschah von selbst und solange niemand ihr dabei zusah, durfte sie es geschehen lassen.
    Ihre Füße berührten den gewohnten Steinboden, schnell nahm sie eine Treppenstufe nach der anderen, stützte sich im Gehen mit den Händen an den kalten, moosbewachsenen Wänden der Treppe ab, blickte dabei nur einmal zurück und spürte einen sachten Wassertropfen auf ihrer Nase, der von oben hinabgefallen war. Der Himmel oberhalb des weiten Meers schien so stahlblau wie schon lange nicht mehr und auch wenn Raelyn schon oft an der Oberfläche gewesen war, so war sie doch immer wieder froh, endlich wieder ins sichere Tief abtauchen zu können. Je weiter hinunter sie sich bergab desto kühler wurde es, bald fröstelte die Blauhaarige, mitten im Sommer. Der Weg der Treppe endete und kaum hatte sie das steinerne Objekt hinter sich gelassen schloss sich, wie von Zauberhand, der Zugang zur Oberfläche.
    Der Ort, der nun direkt vor ihr lag, schien mysteriös, aus einer anderen Welt, so gar nicht vergleichbar mit dem lauten, unübersichtlichen Tumult der in der hochmodernen Stadt geherrscht hatte. Schon von Weitem erkannte sie die ihr wohlbekannten Bauten der Wasserstadt Aryen, deren Anfang tief ins Wasser abtauchte und dann von dort hier hinauf wuchsen, die großen, rundlichen Häuser sich wie Blumen in dieser Blase aus Luft entfalten konnten. Ihre rundliche Gestalt bestand meist aus grünlich blauer Farbe und nur durch Klettern erlangte man zu ihren Eingängen. Raelyn liebte diese Häuser, sie waren ihr Zuhause, waren ihr vertraut. Auch hier herrschte reger Tumult, dennoch schienen die Bewohner der Stadt alles in einem anderen, langsameren Rhythmus laufen zu lassen, passten sich dem Gang der Wellen an ließen sich treiben und kannten keine Eile. Dennoch spürte Raelyn, dass sie auch hier niemals dieses Zuhause finden würde, welches sie sich so sehr herbeisehnte. Hier war sie aufgewachsen, dennoch war dies nicht der Ort ihrer Geburt. Um dorthin zurückzukehren, würde sie hier endgültig verschwinden müssen, doch alleine traute sie sich diese Reise nicht zu. Ich werde Kuku fragen was er dazu sagt, dachte sie im Stillen. Ganz in Gedanken versunken, und endlich angekommen in ihrem gewohnten Rhythmus, bemerkt sie nicht, wie ihr jemand folgte.

    Der geschlängelte Weg führte sie an vielen Bauten vorbei, ließ sie immer wieder über die Vielfalt an Unterwasserbewohnern staunen, deren Haut noch viel blasser und deren Augen größer und rundlicher waren als ihre. Nicht Schlitzaugen – Fischaugen. Sie war nicht von hier, würde es niemals sein. Die kleinen und großen Seifenblasen ähnliche Fahrzeuge die an ihr vorbeisausten sahen ganz anders aus als jene, die sie an der Oberfläche hatte bestaunen dürfen. Diese hier waren komplett aus dieser dünnen Schicht verletzlichen Materials, welches aber dennoch erstaunlich reißfest war. Blickte sie jedoch nach oben, erkannte sie die unsichtbare Schutzhülle Aryens, die das Wasser fernhielt und dennoch reichlich Luft zum Atmen schenkte. Raelyn ließ sich aufs Neue verzaubern von diesem mythischen Ort und ließ ihren Blick dann entspannt umherschweifen. Ihre Augen streiften kleine, metallisch glänzende Fische, die oberhalb der Stadt und ihres kleinen, pulsierenden Organismus vorbeischwammen. Deren kleiner, wendiger Körper sah im Schwarm wie ein einziger, tanzender Fisch aus, und Raelyns Gesichtszüge entspannten sich. Wie schön diese Wesen doch waren und wie friedlich sie wirkten, wenn sie sich einfach mit dem Wasser treiben ließen. Plötzlich spürte Raelyn etwas Kaltes und unangenehm Feuchtes hinter sich fast so, als verdüstere sich die Umgebung um sie herum. Plötzlich drangen die gewohnten Geräusche auch wieder in ihre Ohren, die Entspannung wie weggeblasen, laute Klänge und hektische Bewohner waren wieder vernehmbar. Doch etwas stimmte nicht. Sie war nicht allein, jemand war hier, und als sie sich gehetzt umsah, war der Weg hinter ihr leer. Was ist hier los? Wie konnte ich das übersehen? Sie spürte die Anwesenheit eines anderen Dämons, wie ein Parasit dessen Geruch für sie wie Feuer in ihre Gedanken drang. Das Dämonenmädchen blendete alle Außengeräusche aus, ließ ihre Ohren nicht mehr hören, was unwichtig war, fixierte ihre Aufmerksamkeit nur noch auf die kleinsten Bewegungen, das Atmen des Bösen und den Schatten der Gefahr, der sie jederzeit anspringen könnte.
    Kuku wo bist du? Bitte komm her!, dachte sie, doch ihre Gesichtszüge blieben hart. Langsam wuchsen die Krallen an ihren Fingern, ein leichtes Kräuseln fuhr durch ihren Körper, kein Schmerz, aber wilde Freude, die in ihrer Brust jubilierte. Sie musste die Bestie in sich zurückhalten, durfte sich auf keinen wilden Kampf einlassen, nein, sie hatte doch etwas anderes zu tun.
    „Wer bist du? Zeig dich, komm schon“, rief sie und ihre Stimme vibrierte leicht. Aus dem Schatten der Gassen Aryens löste sich langsam eine große Gestalt, deren bloße Anwesenheit Raelyn bis aufs Blut frösteln ließ. Plötzlich fühlte sie sich unsagbar alleine und auch wenn ihr bewusst war, dass der Tag seine Reise erst gerade begonnen hatte, sah sie sich dem Bösen alleine gegenüber. Niemand schien sich mehr in ihrer Nähe zu befinden, und auch wenn sie spürte, dass Hilfe unterwegs war, machte sie sich bereit. Ihre Haare stellten sich leicht auf und die ohnehin schon gelben Augen färbten sich tief dunkel, voller Wut. Ihr Gegenüber trat ans Licht und ein großes, blauhäutiges Wesen wurde sichtbar. Langsam schob es sich vorwärts, unsicher gehend auf zwei dünnen Beinen, an deren Ende sich zwei schuppige, mit Schwimmhäuten überzogene Füße befanden. Unheimliche, schwarze Augen starrten sie an, und sie spürte, was ihr Gegenüber von ihr wollte. Er will den Stein!, schoss es ihr durch den Kopf, und sie spürte, wie der Mut sie verließ, angesichts des Riesen. Plötzlich schoss ein heller Strahl an ihr vorbei und traf ihren Gegner mittig, sodass dieser zurücktorkelte und dabei seltsame, kehlige Geräusche von sich gab, unfähig eine ihr bekannte Sprache zu sprechen. Neben Raelyn traf ein kleines Wesen ein, welches bereits sehnlichste von ihr erwartet wurde, und welches ihr auch diese kurze Verschnaufpause ermöglicht hatte.
    „Kuku! Endlich kommst du, ich dachte, du hättest mich vergessen“, in Raelyns Stimme schwang die Freude des Wiedersehens und Angst vor der Zukunft mit. Tikou, der kleine Begleiter des Dämonenmädchens, ließ sich fliegend in ihre Arme sinken, faltete die blauen, leicht befiederten Flügel zusammen und zog den Schweif ein, an dessen Ende sich ein kleiner, funkelnder Kristall befand. Grünliche Schlitzaugen musterten hasserfüllt Raelyns großes Gegenüber. Die kleinen, hellorangen Streifen auf seinem gräulichen Rücken erinnerten warnend an seine innere Stärke.
    „Wenigstens habe ich es getroffen“, gab ihr Begleiter von sich und seine Stimme klang mehr wie ein Widerhall in ihren Ohren, ein Klang der sie immer wieder an ihre Kindheit mit Tikou erinnerte. Sie klammerte sich an dem kleinen Seelentapir fest, drückte ihn an sich. Ich habe Angst.
    Als ihr Gegner noch einen Schritt auf sie zuging, stieß die Blauhaarige ein ihr selbst unsinnig erscheinendes Stossgebet gen Himmel, schloss die Augen. Helles Licht erfasste sie, ein unsäglicher Schmerz ging durch ihren Körper als eine fremdartige Energie von außen auf sie einschoss, ihren Gegner schließlich einwickelte und ihn in die Knie zwang, bis er sich schließlich, unter wildem Geschrei und erschreckendem Gebaren auflöste und seine leichte Bekleidung tonlos zu Boden sank.

  • Huhu'chens ( :


    Kapitel 2 ~ Angriff aus der Tiefe


    Mwahaha, diesesmal bin ich die Erste, die was schreibt. Okey, eiegtnlich vollkommen unwichtig wann ich schreibe, aber ihr kennt mich ja *pfeif*
    Okey, dann will ich mal anfangen.
    Zu allererst: Super. Betsens. Große Klasse.♥
    Mensch, Lynn, wie machst du das? Wie kannst du einen leser derart berühren, dass dieser fast am heulen ist? o.O Nun gut, dass kann auch an meiner momentanen Laune liegen, aber dieses Kapitel hat mich auf eine Art und Weise berührt, die ich nicht für möglich gehalten hätte! Mir wird klar, warum du FF-Lehrerin bist. du beherrscht das Werk des Schreibens wirklich ausgesproche gut, um nicht zu sagen perfekt. Es ist zwar die erste Story, dass erste Kapitel, was ich überhaupt von dir lese, aber ich bin einfach nur...sprachlos. Ohne Worte. *-*
    Ich möchte Dich, meine Liebe, und Noxa nicht vergleichen. Jeder von euch hat einfach einen schönen Schreibfluss. Ich kann mich wirklich bei beiden gut hineinversetzen ...(oder ich bin zu leicht, zu beeindrucken...?) -Ne.
    Komme ich mal zum Inhalt. (Vornweg gesagt: Grammatik und Co. sind eh nicht meine Stärken, von da an... ich habe auch keine Fehler gesehen.)
    Diesesmal bekommt man einen Einblick zu Raelyn. Hm. Ich muss sagen, dass ich sie mir ein wenig anderst vorgestellt habe, aber nun gut. Mit dieser "Weise" bin ich auch mehr als zufrieden. -grins- Die Stadtbeschreibung war genau nach meinem Geschmack, vorallem der Vergleich mit den Vogelküken, -hach- , wie niedlich das doch gepasst hat *-* allerdings frage ich mich, ob diese "Bewacher-Fliegeteile" (Sorry, Namen vergessen^^) eine bestimmte Rolle spielen werden? Denn es wurde ja schon teilweise angedeutet, dass diese sehr...naja ehrwürdig sind? Jedenfalls scheinen sie keine Gewohnheit zu sein, was das Sehen angeht. Irgendwie fande ich die Teile lustig. Die, jaja, konnte ich mir auch recht subjektiv vorstellen, war das Absicht? ( ; Die restlichen Beschreibungen haben mir auch total gut gefallen, och finde es schön, wie du die Gegend umschreibst. Das Einzige, was ich vlt ein bisschen vermisst habe, waren die Gerüche. Klar, die sind am unwichtigsten, verzei mir ...
    Der Strand|das Meer. Krass. Das hätte ich nicht erwartet. So...Atlatnis-like? Aber mich hat es fasziniert *-* Wie sie das bewerkstelligt hat, scheint sie ja selbst nie zu wissen ^^" Irgendwie putzig ; P
    Und... dieses andere Wesen... o.O Das hab' ich mir echt voll schleimig vorgestellt...-wuha- Ich mag das Vieh schonmal nicht...Tut mir Leid für diese verbale Umschreibung... v.v Umso Süßer fand ich Kuku x33 Es hat mich sofort an einen kleinen Pipmatz erinnert *-* & ich weiß nicht mal warum... aber nun gut, seine Rolle scheint sehr wichtig zu sein. Und ich freue mich schon, herraus zu finden, welche das sein wird. -mehehe-
    Der Schluss... wow. Der hat aber richtig guten Eindruck gemacht, du. Ich will jetzt auf jeden Fall wissen wie's da weiter geht! Sie scheint ja dieses komische Wesen getötet zu haben, wenn gleich wahrscheinlich nicht absichtlich... Aber dennoch... Einfach nur super, meine Liebe <3


    Naja. Also sehr viel mehr kann ich jz leider auch nicht sagen *schnüff* nur, dass du mich mit diesem Kapitel wirklich bewegt hast ..*-*




    ~ Rabenwächter van Dan ~



    ________________ஜ۩۞۩ஜ________________

    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

  • Huhu, ihr beiden. ♥


    Sou, jetzt komm mein leicht verspätetes Kommi. Hoffe, es hilft euch irgendwie oder auch nicht.
    Noxa: Ja, stimmt, aber demnächst geht's schneller. ^^
    Ja, die perfekte Länge. <3
    Noxa + Lauriel = Dreamteam. ;3
    Fang ich mal an:


    Kapitel II - Angiff aus der Tiefe
    Okay, das Kapitel war wieder toll. Mann, ich schreibe immer das Gleiche. Aber es stimmt auch, ihr seit ein so tolles Team! Diese Stelle, wo du geschrieben hast, dass die Gestalt den Stein will, Lynn, da habe ich geschaudert, aber ich mag so etwas. So ein bisschen gruselig. Und ich war auch schon gespannt, wer wohl dieser Kuku ist. ^^ Der Name hört sich ja niedlich an. Und dann auch noch so ein starkes kleines Ding. :'D
    Ich bin auch der selben Meinung wie Liz. WIE schaffst du das? Das ist so faszinierend, ich bin immer wieder gerührt und erstaunt. Mein Mund stand so offen. xD
    Wieder diese Beschreibungen und es kam wieder die Erinnerung von letzten Kapitel und ich habe fast geheult ...
    Dann kommt immer alles heraus und ich finde das so schön. Du kannst so toll beschreiben. Wo hast du das gelernt, und wie kannst du das? :____; Ich werd das nie schaffen ...
    Einfach TRAUMHAFT!
    Bei mir hat der Schluss auch einen sehr guten Eindruck gemacht und wenn ich anfange zu lesen, dann bin sofort darin versunken, muss weiter lesen und weter lesen. *___*
    Eure Sprüche am Anfang, die ihr euch sogar selbst auch denkt, sind so gail! Ich farge mich immer, ob er irgendetwas mit dem Kapitel zu tun hat ... *grübel* <:
    Fehler habe ich nur den gesehen, den Kräme auch gesehen hat, aber den brauch ich sicher nicht extra wieder holen, oder? Ich weiß ja nicht mal, ob es überhaupt ein FEler it, oder es dieses Wort gibt ... *verzweifelt guck* xD
    Wenn ich ihn doch noch einmal sagen soll:


    Auch die langen, spitzen Ohren, an deren Ende sich die Spitze leicht kringelte, versteckte sie unter ihren lagen Haaren.
    Lagen oder langen? Sry. ^.^


    Ah ja, einen Fehler habe ich eben doch noch entdeckt. ;3 :


    Wann hatte sie zum letzten Mal etwas zwischen die Zähe bekommen?
    Bei "Zähne" fehlt das "n".


    Freu mich schon auf das nächste Kapitel, das dann wohl Noxa schreiben bzw posten wird.
    Bin mal gespannt. ^^


    (zu kurz. :x)
    Lg.~

  • Entschuldigt ihr beiden bitte, dass ich mich länger nicht gemeldet habe. Hatte und hab viel um die Ohren. =/


    [tabmenu]
    [tab=Kapitel I – Ein Stück schmerzende Vergangenheit ]
    *schluck* Das Kapitel muss man erstmal verarbeiten, armer Jurijo, ihm ist etwas Schreckliches widerfahren. Dazu hast du noch einen Schreibstil, der einen richtig mitfühlen lässt.
    Wie auch Maj ist mir aufgefallen, dass er etwas passiv wirkt und frage mich, ob das von dir so gewollt ist. Ich nehme mal stark an, dass es das ist.
    Allerdings denke ich auch, dass er nicht ewig traumatisiert sein kann, sondern irgendwann den Entschluss fassen sollte nach vorne zu schauen. Sonst könnte er in den nächsten Kapiteln zu... traurig, zu verstört, zu teilnahmslos hinüberkommen, aber sei's drum, ich mag ihn so wie er ist. ^^ Er ist ein interessanter Charakter, mal davon abgesehen, dass er mir sowieso sympathisch ist.
    Nun gut, ich denke mal, er stirbt nicht. Protagonisten sterben für gewöhnlich nicht im ersten Kapitel ^^


    So, hier noch etwas, das ich zu kritisieren habe, ist nichts Großes, ist mir aber eben aufgefallen.

    Zitat

    Doch als dem Verfolger ein verräterisches „Mjaah“ entglitt, drehte sich der Braunhaarige rasant um.


    Ich persönlich kann mit Lautmalerei nichts anfangen und mir auch nichts darunter vorstellen.
    Zur zweiten Formulierung: Finde es etwas zu... distanziert vom Autor und dem Leser eine Figur Anhand ihrer Haarfarbe zu beschreiben.


    Zitat

    „Soll ich mich vorstellen, nutzloses Metallwesen?“, rief es dem Jungen zu, „ich bin Shela, dein Shinigami!“


    Man glaubt sich in einer vollkommen fremden Fantasiewelt und zack! Plötzlich werden einem bekannte, japanische Begriffe entgegengeschleudert. Das wirft mich etwas aus dem Text. ^^" Außerdem, ist sie tatsächlich eine Todesgöttin oder verwendest du Shinigami einfach um zu verdeutlich, dass sie seine Mörderin ist/sein möchte?


    [tab=Kapitel II – Angriff aus der Tiefe]
    Realyn ist ein guter Kontrast zu Jurijo, also charakterlich gesehen. Sie weiß, dass sie etwas unternehmen muss und setzt das auch in die Tat um. Sie wirkt gerade deswegen interessant, weil sie ein Dämonenwesen ist. Ich frage mich, ob die beiden Hauptcharaktere jemals aufeinandertreffen und ob sie sich hassen werden.
    Es ist gut, dass du aus der Sicht eines Dämonenwesens schreibst, dadurch wird in der Story nichts entweder Schwarz oder Weiß gemalt.
    Auch du beschreibst wahnsinnig spannend und am Ende möchte man sofort wissen, wie es weitergeht. Durch die hervorragenden Beschreibungen kann man sich sofort in Realyn hineinversetzen.


    Zitat

    Als ihr Gegner noch einen Schritt auf sie zuging, stieß die Blauhaarige ein ihr selbst unsinnig erscheinendes Stossgebet gen Himmel, schloss die Augen.


    Wieder eine dieser Formulierungen... ich finde, das wirkt so, als würde weder Autor noch Leser den Charakter persönlich kennen, also ist das für mich etwas unangebracht. Es macht nichts Personalprononem oder den Namen oft zu schreiben. Dadurch wird beides unsichtbar für den Leser, genauso wie Wörter wie "und", "aber", "jedoch", etc... Der Leser nimmt sie wahr, stört sich aber nicht an den Wiederholungen.
    Wenn man Synonyme verwendet, sollten sie schon zum Kontext passen. Hier fürchtet sie sich und du könntest etwa "das verängstigte Mädchen" zum Bleistift schreiben. ^^
    [/tabmenu]


    LG Bastet ^^

  • So, liebe Leser von Gemeinsam einsam:
    Hier kommt erstmal mein bzw unser Re-Kommi und eine kleine Info: Lexikoneinträge werden immer dann ge-updatet wenn ein neues Kapitel on kommt.
    [tabmenu][tab=Kräme]Es hat dich so berührt? Das freut mich, vielen lieben Dank! Ich weiss nicht, wie ich das mache, ich zweifle sogar, dass es wirklich so ist, dass ich das kann, aber wenn, dann freut mich das riesig! Das ist für eine Hobbyautorin ein grosses Kompliment. Dass du mich nicht mit Noxa vergleichst, dafür bin ich dir sehr dankbar – das wäre ja irgendwie doof, schliesslich ist, wie du sagst, jeder anders und das soll auch so sein. Wir schreiben ja auch zusammen, weil wir nicht genau gleich sind, das machts ja aus :3
    Wie hast du dir Raelyn denn genau vorgestellt? Das interessiert mich jetzt ^^ Diese fliegenden Kapseln – da werden wir sehen, inwiefern sie eine Rolle spielen, das verrate ich jetzt noch noicht ;3 Ja Atlantis hat uns inspiriert, aber das darf man auch ruhig merken, schliesslich ist das eine tolle Sage bzw ein toller Mythos. Und ja Kuku ist wirklich süss, schön dass er dir auch gefällt. Und jop, das war ein Fehler, da hast du schon recht ^^Danke für deinen Kommentar!
    [tab=Kotone]Hey ^^Ach, ich werde ja rot xD wie ich das schaffe? Ich weiss nicht, was du meinst. Ich schreibe einfach und dann kommt dieses Geschreibsel da raus, von dem ich meist weniger begeistert bin. Aber umso mehr ehrt mich dass, wie ihr mich da alle lobt, denn eigentlich stelle ich mich immer auf Kritik ein (die ich übrigens gut vertrage, also keine falsche Bescheidenheit) Ja ihr habt beide recht, es müsste langen heissen ^^ trau dich ruhig Laura, du bist sehr gut in Deutsch, du merkst sicher intuitiv wenn etwas falsch ist, und selbst wenn’s kein Fehler wäre, da wird dir niemand böse sein, auf jeden Fall weder ich noch Noxa. Schliesslich kennen wir dich und wir wissen, …du weißt ^.- also keine Sorge. Danke auch an dich.
    [tab=Bastet]Hey Liebes.
    „Entschuldigt ihr beiden bitte, dass ich mich länger nicht gemeldet habe. Hatte und hab viel um die Ohren. =/“
    Das macht überhaupt nichts – wir freuen uns beide über Kommentare von jedem, besonders von dir, und wenn du nicht viel Zeit hast, dann kannst du auch mal ein Kapitel auslassen, da werde ich sicher nicht böse. Klar möchte ich deine Meinung hören, ich bin schliesslich neugierig, aber wenn’s nicht passt, dann verstehe ich das =) Jou, ob Raelyn und Ju-chan sich jemals treffen und wie sie sich vertragen? Das werden wir sicher irgendwann sehen, glaub mir, wir beide sind am meisten gespannt ^^
    Jedenfalls auch an dich danke für dein Feedback.
    Now, Noxas turn: Vielen, vielen Dank, Bastet. Ich freue mich immer sehr über deine Meinung. Das stimmt, das Kapitel war etwas hart, aber Dank Lynn habe ich es schon etwas „herabgestuft“. Erst war es noch ein Stückchen brutaler. ^^“ Ich würde auch mal behaupten, dass die Passivität absichtlich ist, das wird auch vor allem in den nächsten Kapiteln klarer, wenn ich das richtig sehe. Es freut mich auch sehr, dass du Ju-chan magst. C: Ich habe ihn auch schon in mein Herz geschlossen und bin schon gespannt, was du von den folgenden Kapiteln hältst. Dankeschön auch für deine Hinweise. Die Lautmalerei habe ich zwar nun noch dagelassen, aber beim nächsten Mal werde ich sie dann wohl auslassen. ^^
    [/tabmenu]


    Danke an alle ♥