[Johto]

  • Die durch den stürmischen Wind aufgekommenen Wellen peitschten gegen die Felsen, die nahe des Strandes aus dem Wasser ragten. Schon einige Trainer hatten sich am Strand versammelt und warteten ungeduldig auf den Start des Turniers. Jerome kam von Richtung Neuborkia zu Rosalia City, wo das Turnier stattfand. Er stellte sich in Anmeldungsschlange, in der vor ihm zig Trainer standen. Alle wollten an dem jährlichen Turnier teilnehmen und einen der begehrten Preise, die jedes Jahr sehr honoriert wurden, abstauben.
    Das Warten kam einer Qual gleich - er stand in der prallen Mittagssonne in einer Anmeldungsschlange und niemand redete mit ihm. Weder sein Vorder- noch sein Hintermann redete mit ihm. Sie schwiegen und Jerome konnte nicht anders als zu schweigen. Die eventuelle Blamage bei einer missglückten Konversation schien ihm ein zu großes Risiko zu sein.
    Schritt für Schritt näherte er sich dem Anmeldungstisch, auf dem eine Liste für die Anmeldung auslag. Er schnappte sich schnell einen Stift und trug seinen Namen auf dem inzwischen zerknitterten Blatt ein. Danach drückte er das heruntergekommene Blatt einer Frau in die Hand und ging an den Strand. Dort wartete er auf die nächsten Informationen zum Wettbewerb.


    Jerome setzte sich auf den Boden und nahm den feinen Sand in die Hand und schüttete ihn immer wieder von einer Hand in die andere. Jedes Mal ging ein wenig Sand verloren, doch die monotone Bewegung beruhigte den scharfsinnigen Trainer, der die Konkurrenz musterte. So manch ein Trainer redete mit einem anderen, um diesem Tipps zu entlocken. Schließlich zählte nur das Sprichwort: „Halt deine Freunde nah bei dir, aber deine Feinde noch näher.“
    „Ich bezweifle, dass es mir helfen würde, wenn ich einen dieser Armleuchter ausfragen werde. Die meisten werden schon daran scheitern, das Boot auf das Meer zu treiben oder schaffen es erst gar nicht, ein Golking zu fangen“, säuselte er schadenfroh.
    Schlagartig veränderte sich der Gesichtsausdruck und die Mimik des jungen Mannes ähnelte einer Grimasse.
    „Was ist, wenn ich einer dieser Armleuchter bin? Ich habe noch nie geangelt... Vielleicht habe ich Glück und kann mit jemanden, der Erfahrung hat, in einem Boot unterkommen. Das wäre für mich ein kleiner Vorteil“, flüsterte er.
    Kurze Selbstzweifel kamen ans Tageslicht, doch er wusste, wir er diese wieder verstecken konnte. Der braunhaarige Junge nahm sein Notizbuch heraus und blätterte darin. Das Buch wies schon viele Gebrauchsspuren auf und auf jeder Seite stand etwas. Von Notizen bis zu Termine – er vermerkte dort alles. Das Notizbuch war ihm ans Herz gewachsen und von großem Wert.


    Die Unsicherheit, die die letzte Anmerkung hervorrief, verschwand und die Moderation ertönte durch mehrere Lautsprecher:
    „Jeder Trainer, der an diesem Wettbewerb teilnehmen möchte, muss sich angemeldet haben. Wer das noch nicht getan hat, hat nach unserer Ankündigung dafür zehn Minuten Zeit. Die, die sich schon angemeldet haben, dürfen sich nun ihr Pokémon für das Turnier abholen. Ihr habt dazu 20 Minuten Zeit. Danach schnappen sich bitte jeweils drei Teilnehmer ein Boot. Wir wünschen euch viel Spaß und hoffen, dass ihr die nächsten drei Stunden genießen werdet“, sagte der männliche Moderator mit der schrillen Stimme.


    Jerome lief auf die rechte Seite der Bühne, auf der er einen Pokéball von einer Mitarbeiterin erhielt. Wer welches Pokémon erhielt, war Zufall – jedoch erhoffte sich jeder ein starkes Pokémon.



    OT: Bitte meldet euch an und holt ein beliebiges Pokémon. Das Pokémon, das ihr erhaltet, wird NICHT euer Starter sein. Das Pokémon sollte auf der zweiten Entwicklungsstufe sein und muss ein Golking besiegen können.
    Ich wünsche euch viel Spaß und hoffe auf ein tolles RPG. Ich hoffe, ihr seid mit dem Einstieg zufrieden.

  • „Mama Bitte!”, sagte der kleine Junge mit schriller Stimme und Tränen in den Augen. „Schatz, wie oft soll ich es dir noch sagen? Du bekommst nächste Woche NICHT dein erstes Pokemon von Prof. Lind! Ich möchte jetzt nicht weiter diskutieren, sonst feiern wir deinen 12ten Geburtstag gar nicht.”
    Rezzer der Abseits von den beiden Streitenden Personen saß, sie aber trotzdem gut beobachten konnte, erinnerte die Situation an ihn und seine Mutter, die wie die Mutter des kleinen Jungen auch nicht wollte, dass der damals noch unerfahrene Sture fast jugendliche Junge sein erstes Pokemon bekommt.
    Rez hatte richtig Mitleid mit dem Kleinen, der seine Tränen zurückhielt, um seine Mutter nicht noch mehr zu verärgern.
    Er sah jedoch auch, wie die Mutter des kleinen Jungen ein Buch in der Tasche versteckte, auf dem stand: „Ich und mein erstes Pokemon”. Er fing an zu schmunzeln und freute sich richtig für den baldigen Pokemontrainer. So etwas dachte ich, würde meine Mama auch machen, aber das tat sie leider nie. Ich habe oft davon geträumt von ihr als Überraschung mein erstes Pokemon zu bekommen, dachte sich der von zu hause weggelaufene junge Mann und seine Gefühle gingen von Freude für den Jungen zurück zu Selbstmitleid.
    Die Zugfahrt ging weiter und Rez beobachte die beiden nicht weiter, um nicht noch trauriger zu werden. Zudem schien es, als ob sich beide nun an schweigen würden.


    Er guckte aus dem Fenster und sah nicht viel, da der Zug in dem Moment, als er anfing rauszugucken durch einen Tunnel fuhr. Er bemerkte einen Mann, der die Türe rein kam. Er wollte nicht unfreundlich sein und ihn mustern, jedoch schielte er leicht zu ihm über und bemerkte, dass er auf ihn zu kam. „Schönen Guten Tag, junger Mann. Sie sehen aus, als seien sie auf reisen. Kann ich sie zu einem Zwischenstopp in Rosalia City einladen? Dort findet heute ein Anglerwettbewerb statt, in dem Sie die Chance haben einen sehr wertvollen Preis zu bekommen.”
    „Ich werde es mir überlegen”, kam es dem jungen Mann nicht sehr begeistert über die Lippen, was er selbst bemerkte und mit mehr Begeisterung hinzufügte: „Hört sich auf jeden Fall spannend an”
    „Gut. Hier steht alles drauf, was sie wissen müssen. Ich würde mich freuen, sie beim Wettbewerb wieder zu sehen.”
    Rez bekam einen Informationzettel, auf dem alles wichtige drauf stand. Er bemerkte, dass der Mann wegging und kurz darauf hörte er, wie er jemand neues anwarb. Rez konzentrierte sich jedoch auf den Zettel. Also da steht, dass der Wettbewerb in Rosalia City stattfindet, wie der Mann schon sagte und dass man ein Pokemon bekommt, um sich darauf mit anderen Trainern in ein Boot zu setzten und auf das Meer hinaus zu fahren. Ziel ist es, ein starkes Pokemon zu Angeln.
    Hört sich interessant an
    , dachte sich Rez, doch bemerkte kurz darauf, dass er eigentlich mit dem Zug bis zur Endstation in Dukatia City fahren wollte. Doch da er nicht genau wusste, was er danach machen sollte, entschied er sich kurzer Hand, an diesem Anglerwettbewerb teilzunehmen und stieg in Neuborkia aus, wie es auf dem Zettel stand.
    Er lief den Weg, der auf dem Zettel beschrieben wurde, doch brauchte ihn nach kurzer Zeit nicht mehr, da er einfach der Menschenmenge nach gehen konnte. Hoffentlich nehmen die nicht alle an dem Wettbewerb teil, dachte sich Rez und wirkte verunsichert. Kurz darauf sah er schon von weitem die Stadt Rosalia City und dahinter einen Stand, auf dem ein großes Schild mit den Worten „Anmeldung zum Anglerwettbewerb” stand.
    Er sah, dass es gerade ganz leer war und machte sich schneller Schritte auf dem Weg dorthin, um nicht lange anstehen zu müssen.
    Rez hatte schnell den Anmeldebogen ausgefüllt und konnte sich sein Pokemon gleich ein paar Stände weiter abholen. Es ist bestimmt so leer weil ich einer der letzten bin, dachte er sich. Dann wird es ja sicherlich gleich losgehen, fügte er hinzu.
    Doch dann bemerkte er einen neuen Ansturm auf den Anmeldestand und machte sich auf etwas längere Wartezeiten gefasst.
    Er setzte sich auf eine Bank, nahe den Boten und wartete auf das Startsignal. Ganz in Gedanken starrte er den kürzlich erhaltenen Pokeball an und rechnete sich keine Gewinnerchancen beim Wettbewerb aus.
    Bestimmt sind das alles Profiangler und wissen genau, was sie machen müssen. Und ich? Ich habe noch nicht einmal in meinem Leben geangelt, geschweige denn mit einem Pokemon gekämpft. Selbstzweifel packten ihn, doch ihm blieb nichts anderes übrig als zu hoffen, mit halbwegs erfahrenen und hilfsbereiten Trainern in ein Boot zu kommen.
    Er saß in der prallen Sonne und wartete auf den Start des Wettbewerbs.



    OT: Hoffe es ist so alles in Ordnung! Verbesserungen gerne über PN ;) Bleibt nur noch zu sagen: auf ein Gutes RPG!!!

  • Es war ein ziemlich sonniger Tag als Rafe Neuborkia verließ. Er hatte einen alten Freund seiner Mutter besucht. Ein kurzer Blick in den wolkenlosen Himmel besserte seine Laune ein wenig auf, doch er lächelte genauso wenig, wie er betrübt aussah. Er sah aus wie jeden Tag - ein einfacher und unscheibarer Teenager, der durch Johto reiste. Das dachten jeden Falls die meisten Leute, die ihn überhaupt wahrnahmen. Rafe kam das genau recht und so schlenderte er nach Rosalia - wie immer mit strenger Beobachtung seiner Umgebung. Er traf auf kein Pokémon, die wahrscheinlich vor den ganzen Leuten flohen, die heute unterwegs waren. Die Antwort auf die vielen Menschen bot sich ihm wenige Minuten später...


    Auch Rafe bekam mit, dass ein Anglerwettbewerb in Rosalia stattfand. Skeptisch musterte er ein Plakat, das am Eingang von Rosalia hing. Eigentlich war Rafe wo anders hin unterwegs, doch konnte er sich einen Zwischenstopp leisten. Er lag gut in der Zeit und eine Gelegenheit um Erfahrung über Pokémon zu sammeln, würde er sich niemals entgehen lassen. Wer weiß, vielleicht würde er ja auch auf den ein oder anderen berühmten Trainer stoßen. Schließlich hörte er eine Durchsage und wurde nur in seiner Annahme bestätigt, dass er genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war. Für ihn war es eine ideale Chance erste Erfahrungen mit einem Pokémon zu machen und mit der Theorie kannte er sich sehr gut aus. Was ihn eher beunruhigte war die Frage, ob er gut mit dem Pokémon auskommen würde.


    Nach außen hin sehr gelassen, trug auch Rafe sich für den Wettbewerb ein und musterte danach seine Konkurrenz. Er war sich sicher, dass Profis sowie Anfänger mitmachen würden, es war also nur eine Frage des Glücks, ob er eine Chance hatte. Als Jemand, der in Anemonia auswuchs, hatte er keine Probleme mit dem Angeln. Er war sogar recht gut darin. Als er schließlich seinen Pokéball erhalten hatte, beobachtete er wieder das Treiben der Anderen. Er hatte kein Interesse sich mit jemandem zu unterhalten und konzentrierte sich lieber auf den Wettkampf. So saß er wie einige Trainer außer ihm nachdenklich am Strand und wartete auf den Beginn des Turniers.


    Darin Selbstzweifel auszuräumen war er gut. Auch achtete er wie immer darauf, dass man seinem Gesicht nicht alle Gedanken und Gefühle ablesen konnte. Die Blicke der Anderen, die ihn deswegen für kalt und herzlos hielten, waren ihm egal. Ihn interessierte nur der Wettbewerb und die Pokémon…


    Bei der ganzen Warterei schweiften seine Gedanken jedoch wieder ab und er musste an seine Familie denken. Erst letztens noch, bevor er sein Zuhause verließ, bekam er einen Brief von seiner Mutter. Was darin stand beunruhigte ihn und er hatte alle Hände voll zu tun, um seine Gedanken so zu ordnen, dass sie ihn nicht so sehr belasteten und seine äußere Ruhe nicht beeinflussten. Ein kurzer Seufzer, der niemandem auffiel und Rafe verdrängte diese Gedanken. Er wollte sich nun volkommen auf den Wettbewerb konzentrieren und die Gelegenheit nutzen, sich etwas abzulenken. Wieder schweifte sein Blick über die vielen Teilnehmer.


    Es scheint so, als wird das ein interessanter Wettkampf... ich sollte meine Vorteile nutzen, so gut ich kann, dann habe ich nichts zu befürchten. Und, wenn ich verliere, habe ich immerhin wertvolle Erfahrung gesammelt. So wie es aussieht, sind hier einige, die mehr vom Kämpfen als vom Angeln verstehen. Allerdings müssen sie auch erst ein Pokémon an die Angel bekommen, ehe sie das tun können.


    Dann beschloss er sich die Boote genaustens anzusehen und so auch die Angeln...

  • ~ Timo ~


    Die Sonne spendete viel Wäme und eine überdurchschnittlich warme Brise sorgte für ein angenehmes Gefühl bei dem jungen Mann, der sich an Deck der MS Johto befand. Timo schaute verträumt aufs Meer hinaus und beobachtete dabei die verschiedensten Pokémon. Darunter erkannte er die ihm aus seiner Heimatregion Kanto bekannten Pokémon Goldini und Seeper. Zudem flogen einige Wingull und Pelipper an Timo vorüber und neben dem Schiff schossen mehrer Tohaido aus dem Wasser, um kurz danach mit einigen Wasserspritzern wieder in den Fluten zu versinken. Der junge Mann war fasziniert von den Pokémon,obwohl er nicht einmal ein Trainer war. Timo besaß nicht ein einziges Pokémon, doch um das zu ändern, war er nach Johto gekommen. Er hatte diese Region ausgewählt, da sie ihm mysteriös und vertraut zugleich vorkam. Mysteriös auf Grund der Legenden, die sich um die Region ranken und vertraut, da sie nicht allzu weit entfernt von Kanto lag.
    Am heutigen Morgen hatte Timo sich von Azuria City aus auf den Weg zum Hafen nach Orania City gemacht und war dort letzlich auf das Schiff gegangen. Bald hätte er Neuborkia erreicht. Diese Erkenntnis entnahm er dem Land, dass nun am Horizont erkennbar geworden war. "Dann werde ich mich mal in meine Kajüte begeben und meine Sachen zusammenpacken", sagte Timo mehr zu sich selbst als zu jemand anderem. Nachdem er dies ausgesprochen hatte erklangen die Lautsprecher an Bord mit einem Knacken: "Die MS Johto wird in wenigen Minuten in Neuborkia anlegen. Die gesamte Besatzung wünscht ihnen einen schönen Aufenthalt in Johto.“


    Schnell war Timo in seiner kleinen Kabine angekommen und packte seine Sachen zusammen. Darunter war eine Informationsbroschüre über die Johto-Region, sowie eine Box für die Orden, die er erringen wollte und - was ihn überraschte - eine Broschüre über einen Angelwettbewerb, der in Rosalia City stattfinden sollte. "Komisch, die lag vorhin nocht nicht hier", murmelte Timo und bückte sich, um die Broschüre aufzuheben. Dabei fuhr ein Schmerz über seinen Rücken. "Verdammt! Diese Narbe nervt!", rief Timo und stöhnte kurz auf. Die Narbe, die sich auf seinem Rücken befand, erinnerter ihn wieder daran, warum er noch kein Pokémontrainer war. Einst hatte ein Mauzi ihn angegriffen und seitdem hatte er sich von Pokémon ferngehalten und hatte es auch abgelehnt, ein Pokémon von Professor Eich entgegen zu nehmen. Dieses Ereignis hatte er glücklicherweise innerhalb des letzten Jahres verwunden, als er seinen Bruder besucht hatte und er erlebt hatte, wie toll der Umgang mit Pokémon sein kann.
    Nun betrachtete er die Broschüre. "Nett", meinte Timo und nahm sich vor, daran teilzunehmen. Er schnappte sich seinen Rucksack und spurtete an Deck. Neuborkia war nur noch wenige Meter entfernt und das Schiff machte sich bereit, anzulegen.
    Er bedankte sich bei den Matrosen und verließ die MS Johto. Ohne lange zu zögern bestieg er einen Zug, der ihn in Kürze nach Rosalia City und damit zum Wettbewerb bringen würde.


    Eine Stunde später hatte er sein Ziel erreicht. Unten am Strand war die Hölle los und Timo hoffte, dass sich nicht alle anmelden wollten, denn dann sah er seine Chance als sehr gering an. Entschlossen schritt er zum Anmeldungstisch und füllte den Bogen aus. Die nette Frau machte ihn auf einen Tisch voller Pokébälle aufmerksam. "Danke", sagte Timo und schritt zu dem Tisch mit den Bällen. Er überlegte lange hin und her, denn schließlich hing viel von der Wahl des richtigen Pokémons ab, um zu gewinnen. Da er aber nicht in den Pokéball hineinschauen konnte, griff er schließlich einfach zu und hielt dann einen Pokéball in Händen. Gut fühlte sich das an, dachte Timo und lächelte zufrieden, während ihm die Sonne ins Gesicht schien.

  • Ray kam nun ebenfalls beim Turnier in Rosalia City an. Es war mehr Zufall, dass er davon gelesen hatte, dennoch interessierte es ihn. Er war gerade in einem Gespräch mit seiner Mutter vertieft gewesen, als ihm jemand ein Flugblatt in die Hand gedrückt hatte. Perfekt eigentlich, denn so konnte er seine Mutter direkt um Erlaubnis fragen, und siehe da, Ray machte sich alsbald auf den Weg.
    Er stand ewig lange an einer Warteschlange für die Anmeldung an, doch indem er seine Umgebung betrachtete, verging die Zeit um einiges schneller. Als er an der Reihe war, trug er sich in die Liste ein.
    Nach kurzer Zeit des weiteren Wartens, in der er seinen Blick über das Wasser hatte schweifen lassen, kam endlich die erhoffte Durchsage:
    „Jeder Trainer, der an diesem Wettbewerb teilnehmen möchte, muss sich angemeldet haben. Wer das noch nicht getan hat, hat nach unserer Ankündigung dafür zehn Minuten Zeit. Die, die sich schon angemeldet haben, dürfen sich nun ihr Pokémon für das Turnier abholen. Ihr habt dazu 20 Minuten Zeit. Danach schnappen sich bitte jeweils drei Teilnehmer ein Boot. Wir wünschen euch viel Spaß und hoffen, dass ihr die nächsten drei Stunden genießen werdet“
    Ray ging mit langsamen Schritten zum Abholtisch für sein Pokemon. Er bekam einen Pokeball in die Hand gedrückt und betrachtete ihn. Das war eine ideale Möglichkeit für ihn seine gelernten Theorieübungen in die Praxis umzusetzen. Etwas abseits von den Menschenmassen ließ er das Pokemon aus seinem Ball. Ein Maschock stand vor ihm und starrte ihn an. Vielleicht starrte es etwas zu sehr. Schnell rief Ray es mit einem „…Maschock, komm zurück.“ In seinen Pokeball zurück und machte sich auf zu den Stegen.
    Ray war sich zwar nicht siegessicher, dennoch vertraute er auf seine Lernerfolge. Irgendwas musste das ja gebracht haben, aber er würde ja sehen, wie weit er kommt. Sein Selbstvertrauen war viel zu hoch, als das er sich davon runterziehen lassen würde, dass dies sein erster Wettbewerb war. Nervös war er aber schon...

  • Geweckt von den Sonnenstrahlen, die durch einen Spalt ihrer Gardinen fielen, blinzelte Mau den Schlaf aus ihren Augen. Sie linste auf die Digitaluhr, welche neben ihrem Bett auf einem Nachttisch stand. 9.00 Uhr…


    Endlich war es soweit, der erste Tag ihrer Reise hatte begonnen. Vollends erwacht und enthusiastisch sprang sie aus ihrem Bett und wechselte von einem Schlafanzug in ihre normale Kleidung. Natürlich durfte die Kette ihrer Großmutter nicht fehlen. Schnell lief Mau ins Bad, putzte ihre Zähne und steckte ihre hellbraunen Haare nach oben. Ein letzter Blick in den Spiegel verriet ihr, dass sie soweit fertig war.
    Sie ging wieder in ihr Zimmer, schnappte sich die schon fertig gepackte Tasche und schlenderte zum Strand. Bevor sie zu der Reise aufbrach, entschied Mau sich von ihrem Seeper zu verabschieden. Der Entschluss es nicht mit auf die Reise zu nehmen war schwer, doch sie wollte wieder von Null beginnen. Am Strand angelangt rief sie ihr Seeper, welches sofort aus dem stillen Wasser sprang. Sie setzte sich auf den warmen Sand und streichelte Seeper am Kopf. „Auf Wiedersehen mein Kleines, mach keinen Unsinn und pass auf Mama und Papa auf, ok?“, flüsterte das Mädchen ihrem Liebling zu. Das Seeper schien traurig zu sein, jedoch nickte es. Mau stand daraufhin wieder auf, gab Seeper zum letzten Mal einen Kuss auf die Stirn und machte sich auf den Weg.


    Am Steg von Anemonia City wartete schon ein kleines Boot auf Mau, welches sie direkt nach Rosalia City brachte. Ein Freund aus Kindertagen hatte ihr angeboten sie, als kleines Abschiedsgeschenk, zu ihrem Wunschort zu bringen. Der Freund, Benny, begrüßte sie herzlich, als sie am Steg ankam.
    „Schon aufgeregt?“, fragte er Mau mit einem Lächeln.
    „Etwas, aber das wird sich legen.“, antwortete die Braunhaarige, als sie in das Boot stieg.
    Benny half dem Mädchen ins Boot und setzte sich danach selbst ans Steuer und startete den Motor.
    „Wo soll es denn hingehen, meine Liebe?“, erkundigte er sich.
    „Nach Rosalia City bitte.“, gab sie als Antwort.
    Benny salutierte, „Roger!“
    So schaffte er es Mau zum Lachen zu bringen und ihre Nervosität etwas zu nehmen.
    Den Rest der Fahrt verbrachten die Freunde in angenehmer Stille. Hin und wieder konnte Mau Wasserpokémon beobachten, die freudig neben dem Boot schwimmten.
    Ihr erstes Ziel auf der Reise war der Anglerwettbewerb in Rosalia City, wovon sie in ihrer Heimatstadt einen Flyer gefunden hatte. Dieser Wettbewerb war eine gute Gelegenheit herauszufinden, wie viel sie von Pokémon und Pokémonkämpfen wusste.

    „Wir werden Rosalia City gleich erreichen, also mach dich schon mal bereit.“
    , verkündete Benny und riss Mau somit aus ihren Gedanken. Die Braunhaarige bedankte sich und stellte die Tasche an ihre Seite. Als Mau wieder aufblickte schaute sie auf immer größer werdendes Land: Rosalia City. Nach wenigen Minuten erreichten sie die Stadt und Benny dockte das Boot an.
    „Viel Glück und viel Spaß. Melde dich, wenn du Zeit hast.“, sagte Benny und half seiner Freundin aus dem Boot.
    „Danke.“, strahlte Mau, „Das werde ich machen.“
    Mau verabschiedete sich von Benny und lief in die Stadt hinein, gerade rechtzeitig, um eine Durchsage der Wettbewerbsleitung zu vernehmen:
    „Jeder Trainer, der an diesem Wettbewerb teilnehmen möchte, muss sich angemeldet haben. Wer das noch nicht getan hat, hat nach unserer Ankündigung dafür zehn Minuten Zeit. Die, die sich schon angemeldet haben, dürfen sich nun ihr Pokémon für das Turnier abholen. Ihr habt dazu 20 Minuten Zeit. Danach schnappen sich bitte jeweils drei Teilnehmer ein Boot. Wir wünschen euch viel Spaß und hoffen, dass ihr die nächsten drei Stunden genießen werdet.“

    Mau stellte sich am Anmeldestand ans Ende der Schlange, welche nicht sehr lang war; den vielen Teilnehmern zu urteilen war sie vor Mau’s Ankunft jedoch viel länger. Nach kurzer Wartezeit hatte Mau auch schon den Tisch des Standes erreicht, auf dem die Anmeldebögen lagen. Das Mädchen nahm sich eines dieser Blätter und trug ihren Namen ein, bevor sie es einer Mitarbeiterin gab.
    Jetzt musste sie sich nur noch ein Pokémon abholen. Mau lief zu der Mitarbeiterin, welche die Pokébälle verteilte und nahm einen der rot-weißen Bälle entgegen.
    Welches Pokémon sich darin wohl befindet? überlegte sie und verließ die Menschenmenge. Langsam bewegte sie sich in Richtung Strand und machte sich mental für den Wettbewerb bereit.

  • [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'][align=justify]Petronella strich sich die Haare, die ihr trotz des Haarbandes ins Gesicht hingen, zur Seite, als sie das Flugblatt, dass ihr im Vorbeigehen in die Hand gedrückt worden war, genauer in Augenschein nehmen wollte. Von einem Angelwettbewerb sprach es, der in Rosalia City stattfinden sollte, der Stadt, die sie erst am vorherigen Tag verlassen hatte.
    Angekommen war sie nämlich vor einer Woche mit der Fähre aus Orania, in Neuborkia war sie an Land gegangen. Dort hatte sie vorerst wenige Tage verbracht, bevor sie weitergezogen war - in die Richtung, die sie von Kanto entfernte - nach Westen. Daher war sie in Rosalia City gelandet, einer Kleinstadt, in der es kaum etwas gab außer Wohnhäuser und Meer. Abgesehen von dem Pokémoncenter, in dem sie übernachtet hatte - trotz der Tatsache, dass sie keine Trainerin war. Doch scheinbar hatte ihr Aufzug, der zugegebenermaßen etwas wunderlich war, ausgereicht, um ihr diese eine kostenlose Nacht zu ermöglichen - da ohnehin Zimmer frei gewesen waren.
    Und nun, wo sie kaum eine halbe Stunde Weges von Rosalia entfernt war, sollte sie wieder umkehren. Wenn sie sogleich kehrtmachte, dann würde sie sich noch rechtzeitig einschreiben können.
    Nach wenigen Augenblicken Überlegen beschloss die Schwarzhaarige, ihr Glück zu versuchen, vor allem, da aus dem Text herauszulesen war, dass Pokémon zur Verfügung gestellt werden würden. Was also, sagte sie sich, sprach schon gegen eine Teilnahme? Es würde sie zumindest ein wenig von den Ereignissen von vor neun Tagen ablenken.


    Was sie überraschte, als sie wieder über die Stadtgrenze trat, waren die Menschenmengen, die sich auf den Straßen tummelten. So voll war das Städtchen am Tag zuvor nicht gewesen - wohl war der momentane Trubel auf den Angelwettbewerb zurückzuführen.
    Die Schwarzhaarige warf einen neuerlichen Blick auf das Stück Papier in ihren Händen, obschon sie den Stadtplan, der darauf abgebildet war, bereits auswendig kannte. Doch nun, in den vollen Straßen, wirkte die zweidimensionale Zeichnung so anders, ganz als ob eine andere Stadt darauf abgebildet wäre.
    Doch ließ sich die Sechzehnjährige nicht beirren und setzte ihren Weg fort. Auch, wenn sie sich zuvor nur wenige Stunden in Rosalia aufgehalten hatte - der Weg zum Strand war leicht zu finden, vor allem, da sich auch die Menschenmassen in diese Richtung bewegten.
    Bald schon hatte sie den Anmeldeschalter, an dem sich eine recht lange Schlange gebildet hatte, erreicht. Überraschend schnell ging es voran, und doch fühlte sich Petronella beobachetet. Natürlich, sagte sie sich, schließlich erregte ihr Aufzug sicherlich einiges an Aufmerksamkeit. Wer schon lief mit einem Cape herum, das bis zu den Knien reichte und nur Lederstiefel zu erkennen gab? Hinzu kamen ihre Handschuhe aus dem selben Material, die über die halben Unterarme reichten und die zu sehen waren, wann immer sie ihre widerspenstigen Haaren aus dem Gesicht strich.
    Nachdem sie die Anmeldung ausgefüllt - und dabei ihren zweiten Vornamen Zoe angegeben - hatte, blieb ihr nichts als zu warten. Erneut spürte sie, wie der dunkelblaue Stoff ihres Capes irritierte Blicke auf sich zog, doch ignorierte sie diese auch weiterhin.
    Schließlich aber war es so weit; eine Durchsage gellte über Lautsprecher über den Strand, der nun gut mit Menschen bestückt war. Petronella vermied es, in die Gesichter ihrer Kontrahenten zu blicken, denn Stimmung ablesen war etwas, das sie nicht beherrschte. So starrte sie einfach auf das Meer, den Worten des Ansagers lauschend.
    „Jeder Trainer, der an diesem Wettbewerb teilnehmen möchte, muss sich angemeldet haben. Wer das noch nicht getan hat, hat nach unserer Ankündigung dafür zehn Minuten Zeit. Die, die sich schon angemeldet haben, dürfen sich nun ihr Pokémon für das Turnier abholen. Ihr habt dazu 20 Minuten Zeit. Danach schnappen sich bitte jeweils drei Teilnehmer ein Boot. Wir wünschen euch viel Spaß und hoffen, dass ihr die nächsten drei Stunden genießen werdet.“
    Suchend blickte sie sich um und erkannte schnell, wohin sich die Wartenden bewegten. Diesen schloss sie sich an und gelangte zu einer Bühne, an deren Seite Mitarbeiter damit beschäftigt waren, Pokébälle auszugeben. Mit ausdruckslosem Gesicht, das ihre Neugier nicht verriet, nahm sie die rot-weiße Kapsel entgegen, entschied sich aber dagegen, das Pokémon darin sogleich zu befreien. Sie wollte eine Überraschung erleben, sobald sie ein Pokémon an Land gezogen hatte. Sofern sie überhaupt etwas fing - denn obschon sie in einer Stadt am Meer aufgewachsen war, hatte sie doch keine Erfahrungen mit dieser Beschäftigung.

  • Mit einem Grinsen rückte Mac seinen Hut zurecht. Sein Hauptziel kannte er nicht, aber seit er in Anemonia von den lustigen Angelwettbewerben gehört hatte, suchte er im ganzen Land danach. Nun in Rosalia wollte Marco ihn jetzt bei eigenem Leibe erfahren. Schon in der Früh hatte er sich angemeldet. Jetzt kurz davor packte ihn ein bisschen Nervosität. Doch die nette Frau trieb es ihm wieder aus. Mit einem Lächeln nahm er den Pokeball endgegen. Mit einem kurzen Wurf befreite er das Wesen im Inneren. Mit einem kurzen „ Reptain“ kündigte sich dieses an.Er stutzte. Planzenpokemon mochte er ja, aber so ein schwaches, hattes es nicht irgendwas besseres zu tun. Er schickte es zurück. Mit einem freudigen Pfeifen ging er weiter. Er sah sich nach einer hübschen Frau zum anbaggern um doch endetckte keine.
    Die ganzen Teilnehmer beachtete er kein bisschen. Stadtessen steppte er ein bisschen zum Pfeifen und kontzendriete sich auf das Bootmodel.


    OT: Mit mühe und Not schaff es ich es doch zu Posten leider ist mein Erster Post zu kurz, in Zukunf nicht mehr versprochen.

    8-)
    Hello, Ich bin der RPG-Caster
    wenn ihr in diesen Spannenden Bereich wollt, aber euch nicht traut was zu machen oder euch nicht auskennt, dann schreibt mich an, ich helf gerne^^

    Einmal editiert, zuletzt von Flinn Fletcher ()

  • "Wie gefällt dir Johto denn? Was hast du denn so gemacht?", fragte Jessicas Tante Maria und führte dabei ihre Kaffeetasse zu ihrem Mund, um den Inhalt durch Pusten ein wenig abzukühlen. "Naja, viel konnte ich in den 3 Tagen nicht wirklich sehen, aber es scheint, als würde man in einer ganz anderen Zeit leben als in Hoenn!" Auch Jessica trank nun von ihrem Kaffee, der jedoch sehr hell war, da sie ihn am liebsten mit viel Milch mag. Anschließend schaute sie aus dem Fenster, welches eine idyllische Aussicht bot: Die letzten Ausläufer von Viola City und ein kleines Waldstück, aus dem der Knofensa-Turm ragte. "Selbstverständlich war ich in Dukatia City shoppen", fügte die 19-jährige lachend hinzu, stellte ihre Kaffeetasse wieder auf den Untersetzer und griff anschließend nach einem mit Schokolade überzogenem Keks von einem Teller in der Tischmitte. "In Teak City war ich auch noch kurz. Ist wirklich eine sehr schöne Stadt, auch wenn ich mich in Dukatia City irgendwie heimischer gefühlt habe." Maria lächelte und schenkte sich noch einen Kaffee ein. "Nun, dann muss Malvenfroh City ja geradezu futuristisch sein. Wenn ich mal wieder Zeit habe, muss ich dich unbedingt besuchen kommen und dann zeigst du mir alles, okay?" "Sehr gerne!", entgegnete Jessica daraufhin. Ihr Blick schweifte über die große Standuhr in der Ecke. "Es wird so langsam Zeit. In 5 Stunden fährt mein Schiff in Neuborkia los und ich muss noch mein Ticket kaufen." "Ach, du hast noch kein Ticket? Dann kommt es doch nicht darauf an, ob du einen Tag mehr oder weniger in Johto bleibst, oder?", fragte Maria vorsichtig und stand anschließend auf, um etwas aus einer Schublade hervorzuholen. Nachdem sie wieder Platz genommen hatte, reichte sie Jessica einen Zettel mit den Worten "Das war gestern in der Tageszeitung. Lies es dir durch und sag mir, was du davon hälst!"
    Schnell überflog Jessica das Blatt. Es handelte sich um einen Flyer für einen Angelwettbewerb, der nachmittags in Rosalia City stattfinden würde. "Geh doch einfach hin, das ist bestimmt eine interessante Erfahrung, zumal du auch ein bischen mit einem Pokémon kämpfen könntest!" Jessica legte den Zettel mit einem skeptischen Gesichtsausdruck auf den Tisch. "Ach, ich weiß nicht so recht... Aber eigentlich habe ich ja nichts zu verlieren."


    Der Weg, den Jessica von Viola City nach Rosalia City nahm, verlief zwischen einer schönen Baumallee, die normalerweise wahrscheinlich etwas ruhiger wäre. Aber heute waren vergleichsweise viele Leute unterwegs, denn das Angelturnier schien Leute aus dem ganzen Südosten Johtos anzuziehen. Wer nach Rosalia City wollte, musste einfach nur dem Strom folgen und so tat es auch Jessica. Bereits nach kurzer Zeit befand sie sich in der Anmeldeschlange, die doch recht lang war. Jessica war kein sehr geduldiger Mensch, ihr dauerte das alles viel zu lange. Umso erleichterter war sie, als sie endlich - die Wartezeit kam ihr stundenlang vor - ihren Namen auf den Anmeldebogen schreiben und anschließend hinunter an den Strand gehen konnte. Es waren bereits sehr viele Leute anwesend aus allen erdenklichen Altersklassen, vom kleinen Jungen bis zur netten Oma von nebenan.
    „Jeder Trainer, der an diesem Wettbewerb teilnehmen möchte, muss sich angemeldet haben. Wer das noch nicht getan hat, hat nach unserer Ankündigung dafür zehn Minuten Zeit. Die, die sich schon angemeldet haben, dürfen sich nun ihr Pokémon für das Turnier abholen. Ihr habt dazu 20 Minuten Zeit. Danach schnappen sich bitte jeweils drei Teilnehmer ein Boot. Wir wünschen euch viel Spaß und hoffen, dass ihr die nächsten drei Stunden genießen werdet“, ertönte plötzlich eine Moderation und Menschenmassen stürzten sich an den Stand, an dem die Pokébälle ausgegeben wurden. Jessica seufzte, eine solche Menschenansammlung war einfach nichts für die eher fremdenscheue 19-jährige. "Naja, dann wollen wir mal", sagte sie leise zu sich selbst und stellte sich zu den anderen Teilnehmern, ohne jedoch zu drängeln, wie es manch anderer tat. Als Jessica schließlich an der Reihe war, gab es nur noch sehr wenige Pokébälle. "Hallo, bitte suche dir ein Pokémon aus, dass in diesem Turnier an deiner Seite kämpfen wird", erklärte eine freundliche Angestellte und Jessica griff daraufhin wahllos einen der verbliebenen Kapseln aus der großen Box heraus, bedankte sich bei der Angestellten und wandte sich anschließend wieder dem Strand zu. "Was für ein wildes Durcheinander...", flüsterte Jessica, während sie beobachtete, wie sich die Teilnehmer teilweise um die Boote "prügelten". "Und was mache ich jetzt? Geh' ich in ein leeres Boot und andere Leute setzen sich einfach zu mir? Oder setze ich mich einfach zu irgendjemandem ins Boot?", grübelte die junge Erwachsene. Solche Situationen waren einfach nichts für sie. Ungeduldig und mit dem rechten Fuß auf den Boden trippelnd musterte sie die Menschenmenge noch einmal genauer, in der Hoffnung ein freundlich wirkendes Gesicht zu entdecken...


    OT: Auf Justices Anfrage welches Pokémon Jessica bekommen hat: Es ist ein Tohaido.
    Hoffe, der Post ist okay. Auf ein schönes neues Johto-RPG <3

  • Eigentlich sollte man meinen, dass eine Vierzehnjährige, die ihr Zuhause noch nie verlassen hatte, von einem mehrtägigen Gewaltmarsch irgendwann erschöpft wäre, doch das merkte man der jungen Gwen so gar nicht an, als sie sich ihre geringe Größe zu nutzen machte und sich zwischen den Menschenmassen in Rosalia City durchbewegte. Sie war vor einiger Zeit in Oliviana City aufgebrochen, ohne viele Gedanken daran zu verschwenden, was sie überhaupt mit ihrer Reise bezweckte. In jeder Stadt, die sie erreicht hatte, hatte sie sich nur bis zur nächsten durchgefragt und war schließlich gestern Abend in Viola City gelandet. Während sie selbst keinerlei Müdigkeit zeigte, merkte man ihrer Kleidung die Strapazen allmählich an, waren ihre Khaki-Hosen doch schon zerschlissen und das sandfarbene T-Shirt ausgeleiert. Zumindest war sie sauber, denn als sie im Pokémon Center von Viola City mitbekommen hatte, dass ein Wettbewerb bevorstand, hatte sie sich extra viel Zeit genommen, um sich den Schmutz ihrer Reise abzuwaschen. Selbst sie konnte manchmal ein wenig eitel sein.


    Der Weg war einfach zurückzulegen, ihr erschien es gar, als ginge es recht viel bergab. Und irgendwann hatten sich auch andere Streitlustige eingefunden, denen sie sich schweigend angeschlossen hatte. Alle wollten sie sich in diesem ominösen Wettbewerb von Rosalia City messen, von dem Gwen noch nicht einmal wusste, worum es überhaupt ging. Sie fragte auch keinen der pilgernden Teilnehmer, obwohl sie von Überraschungen noch nie besonders viel gehalten hatte. Vielleicht machte es die unauffällige Gestalt und die in Mitleidenschaft gezogene Kleidung, doch sie wurde heute, wie auch schon gestern, eigentlich fast andauernd übersehen. Niemand hatte wirklich mit ihr gesprochen und jetzt konnte sie sich diesen Umstand zum Vorteil machen, indem sie sich ein wenig gebückt an den Beinen der Anstehenden vorbeidrängen konnte. Kurzerhand war sie vom hintersten Platz der Schlange an die dritte Stelle gelangt, wo ein großer Trainer gar nicht merkte, dass sie sich vordrängte, weil er damit beschäftigt war, einem wesentlich kleineren zu erklären, wie genau er den Sieg im Angelwettbewerb erringen würde. Ach du Schande! Sie war gerade drauf und dran, sich für einen Angelwettbewerb anzumelden und dabei hatte sie doch überhaupt keine Ahnung vom Angeln. Sie stammte zwar aus einer Hafenstadt, dort waren die meisten Menschen jedoch eher Seefahrer als Angler. Und sie sollte jetzt irgendein Pokémon fangen? Vielleicht ging es darum, wer das größte Karpardor aus dem Wasser zog, oder derjenige gewann den Preis, der ein besonders seltenes Pokémon fing. Um einen Preis ging es Gwen ja ohnehin nicht, denn wie konnte sie annehmen, dass sie bei ihrem ersten Versuch, sich mit anderen zu messen, erfolgreich war? Das wäre, als würde man ihr ein Pokémon in die Hand drücken, damit sie gegen den Champ antrat. Nein, sie würde sich einfach Hals über Kopf ins Abenteuer - und hoffentlich nicht ins Wasser - stürzen.


    Die Anmeldung war rasch abgehandelt, auch wenn sie sich nicht sicher war, ob die freundliche Dame nicht versucht gewesen war, sie zu ihrer Mama zurückzuschicken. Ihre Mama würde sie aber so einfach nicht in Empfang nehmen und immerhin hatte sie dieser Reise zugestimmt! Jetzt war es an der Zeit, dass sie ihren Papa stolz machte! Mit hoch erhobenem Kinn stolzierte sie zu jenem Stand, an dem sie sich ihr Pokémon abholen konnte. Wer sie bemerkte, schmunzelte vielleicht über das lächerliche Auftreten der schmächtigen Gestalt, doch wie schon zuvor gelang es ihr eigentlich fast spielend, sich etwas weiter nach vorne zu mogeln.
    Gwen zitterte, als sie nach dem Pokéball griff, der ihr entgegen gestreckt wurde - offenbar wurden diese zufällig ausgewählt. Sie war aufgeregt und glaubte, den Ball sofort wieder fallen zu lassen, doch noch hielt sie ihn fest umklammert. Mit einem Freudenschrei, der ihr dann doch ein wenig Aufmerksamkeit verschaffte, rannte sie mit aller Kraft, die ihre geschundenen Beinchen noch aufbringen konnten, in Richtung Strand. Vielleicht war es Teil der maßlosen Selbstüberschätzung, vielleicht auch einfach Tollpatschigkeit, doch sehr schnell fand sie sich im warmen Sand wieder und brauchte einen Moment, um zu bemerken, dass vor ihr eine Gestalt erschienen war, die sie um ein Vielfachtes überragt hätte, selbst wenn sie nicht alle Viere von sich gestreckt im Sand liegen würde. Spuckend und würgend richtete sie sich auf und wischte sich mit dem dreckigen Handrücken die Körner vom Mund. Auf ihrer Zunge fühlte sie noch, dass sie offensichtlich auch etwas davon geschluckt hatte.


    Schlucken musste sie auch wieder, als sie zu dem riesenhaften Ursaring aufblickte, das sich vor ihr aufgebaut hatte wie eine Statue. Zögerlich und durchaus eingeschüchtert machte sie einen Schritt auf es zu und versuchte dann so schnell wie möglich den auf dem Boden liegenden Pokéball zu erreichen und das Ungetüm zurückzurufen. Es gelang ihr wohl nur deshalb, weil das Pokémon keinen Grund dazu zu sehen schien, sie daran zu hindern, doch der Schock steckte Gwen noch in den Knochen. Mit so einem Wesen sollte sie einen Wettbewerb gewinnen? Und was genau war jetzt eigentlich das Ziel, für das sie ein Pokémon brauchte? Vermutlich würde sie sich erst ein Boot mit anderen Teilnehmern suchen müssen, ehe sie darüber aufgeklärt werden konnte.

  • Kate ließ den Blick über den Strand schweifen. Es herrschte ein reges Treiben, welches man schon fast als ein kleines Chaos beschreiben konnte. Die Trainer liefen teilweise hektisch umher, um sich entweder Pokébälle abzuholen oder sich ein Boot zu sichern. Nachdenklich blickte sie auf den Pokéball in ihrer Hand. Es fühlte sich zwar gut an, die Kapsel mit dem Pokémon darin mit sich zu tragen, aber auf der anderen Seite wusste Kate nicht, was sie erwarten würde. Wenn das Turnier gut verlief und sie feststellte, dass sie nicht nur an der freundschaftlichen Beziehung zu wilden Pokémon sondern auch an Kämpfen Gefallen fand, würde sie vielleicht eine Reise als Trainer beginnen. Vielleicht würde sie dann auch ihre Zwillingsschwester finden, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Vielleicht. In ihrem Leben gab es definitiv zu viele „Vielleichts“.
    Um nicht länger ihren Gedanken nachzuhängen, drückte Kate schließlich auf den Knopf des Pokéballs, ein roter Strahl schoss hervor, begann die Silhouette eines Pokémons zu formen und gab schließlich den Blick auf ein Reptain frei. Dieses gähnte ausgiebig und blickte sich gemächlich um. Kate hingegen musterte das Pokémon. Sie nahm deutlich dessen Unlust wahr, gepaart mit einem Hauch von Langeweile. Auch wenn sie das Pokémon nicht kannte und somit nicht mit ihm auf die Art kommunizieren konnte, wie sie es mit den Pokémon in der Nähe des Kinderheims getan hatte, waren die Emotionen der meisten Pokémon für sie leicht zu lesen. Vermutlich durfte dieses Reptain seit Jahren jedes Mal an diesem Turnier teilnehmen und sah keinerlei Herausforderung darin, sich mit einem Golking anzulegen.
    „Na dann“, murmelte Kate und wandte sich den Boten zu, „Auf geht’s.“


    Reptain trottete neben ihr her, als sie sich auf den Weg zu den Booten machte. Vor den Booten war ein großes Holzgestell aufgebaut, in dem hunderte von Angeln lagen. Verschiedene Längen, verschiedene Bauarten von alt bis modern und mit verschiedenen Ködern lagen die Angeln da und Kate hat nicht die leiseste Ahnung, welche sie nehmen sollte. Mit einem Schulterzucken nahm sie die erstbeste Angel, die sie nicht für viel zu lang hielt und rief Reptain vorerst in den Pokéball zurück. Auch wenn sie eine leichte Enttäuschung spürte, als das Pokémon wieder zurück musste, war es wohl besser, man konnte ja nie wissen.
    Nach wenigen Schritten blieb Kate schließlich vor dem erstbesten Boot stehen und musterte es kritisch. Das Boot war aus Holz, nicht allzu klein und wirkte relativ robust. Sämtliche Boote waren in Golking-Farben bemalt, vielleicht um dem Turnier das richtige Flair zu verleihen, und alle Boote verfügten über Ruder. Das konnte heiter werden. Auch wenn es eine interessante Gelegenheit war, um Pokémon zu treffen und das Kämpfen auszuprobieren zweifelte Kate langsam an ihrer Entscheidung für das Angelturnier nach Rosalia zu reisen. Da sie allerdings ohnehin schon da war, sich angemeldet hatte und vor dem Boot stand, konnte sie die Sache genauso gut angehen. Mit einem leichten Seufzen stieg sie in das Boot und warf den Wellen einen zweifelnden Blick zu – ob dieses Ruderboot den Wellen überhaupt standhalten würde, um auf das Meer heraus zu kommen? Natürlich, erinnerte sie sich selbst, die machen das jedes Jahr.
    „Wir bitten nun alle Teilnehmer, sich jeweils zu zweit oder zu dritt auf die Boote zu verteilen!“, tönte erneut die Stimme aus dem Lautsprecher, „Das Turnier beginnt in wenigen Minuten!“


    OT: Auch von mir nochmal herzlich Willkommen und viel Spaß beim RPG ; D
    OT²: Ich möchte euch darauf hinweisen, dass ihr die OTs von Justice und mir bitte auch umsetzen sollt. Wenn Justice also schreibt, dass ihr ein Pokémon für das turnier erhaltet und es aussuchen sollt, dann macht das bitte auch ; )
    OT³: Zwei der Posts sind etwas kürzer als der Rest, ich möchte an dieser Stelle noch die Bitte abgeben, dass ihr euch in Zukunft einfach etwas mehr Zeit nehmt und euch - wenn das mal nicht möglich ist - im Notfall von Justice oder mir oder (nach Absprache) von anderen Teilnehmern mitziehen lasst.
    OT zum Letzten: Verteilt euch mal schön XD Ihr könnt euch auch gerne per PN absprechen und alle ohne Pokémon, jetzt bitte dran denken ^^

  • Rez starte auf den weiß-roten Ball in seiner Hand. Immer noch in Gedanken bemerkte er gar nicht, wie die meisten der Teilnehmer sich eine Angel holten und sich langsam auf den Weg zu den Booten machten.
    Einige Zeit später hob der unerfahrene Wettbewerber, um sich einen anderen schattigeren Platz zu suchen, seinen Kopf.
    Hier in der Sonne wird es auf Dauer ganz schön warm, dachte er sich und wendete sich wieder dem Strand zu.
    „Was ist da denn los?“, kam es aus ihm heraus und er brauchte einige Zeit, bis er bemerkte, dass der Wettbewerb wohl gleich starten würde.
    Er sprang auf und fühlte, dass langsam die Nervosität in ihm zunahm.
    Zeit um sich mit dem Pokemon anzufreunden, welches mir für den Wettbewerb gegeben wurde. Kaum zu Ende gedacht, hob der ganz selbstbewusst zu scheinende Mann seinen Arm leicht an und drückte auf den Knopf des Balles, der immer noch in seiner Hand lag.
    Das ist das erste mal, dass ich ein Pokemon aus seinem Ball hole, sagte sich Rez in Gedanken. Man konnte seinen Stolz vom Gesicht ablesen und auch wenn manche Leute komisch guckten, als sie ihn sahen, er war sich seiner Sache sicher und gab mit schriller Stimme einen Satz von sich, den Wohl nur er entziffern konnte.
    Da er jedoch so nervös war, schaffte es der tollpatschige Trainer, aus seiner selbstbewussten Show, einen Lacher zu machen, indem er anstatt den Pokeball leicht in die Luft zu werfen, einfach fallen ließ. Er versuchte ihn noch mit der anderen Hand zu fangen, doch der Ball lag schon auf dem Boden.
    „So war das nicht Gedacht.“, stieß Rez aus.
    Eine rote Substanz kam aus dem Pokeball geschossen und formte langsam das Pokemon, welches in ihm war.
    Es hatte einen Schwanz mit einer Kugel am Ende. Sein Körper war rosa und teilweise mit Wolle bedeckt. Es stand auf zwei Beinen.


    „Waaty!“ Kam es dem Pokemon aus dem Mund.
    „Ein Waaty!“, wiederholte Rez.
    „Da hast du aber ein Glück!“, hörte er hinter sich eine fremde Stimme.
    „Eine Donner-Attacke und das Golking ist so gut wie besiegt“, fügte der Unbekannte hinzu.
    Rez drehte sich um. Der Mann war völlig bunt gekleidet und hatte eine dicke Knollnase, die seinem Gesicht entsprang.
    Der junge Trainer versuchte nicht allzu oft drauf zu glotzen, was ihm nicht immer gelang.
    Er antwortete auf den Satz des Mannes kurz und knapp. „Scheint so. Machen Sie auch bei dem Wettbewerb mit?“, fragte Rezzer.
    „Nein“, antwortete er und sein Gesicht schien in Trauer zu fallen. „Für mich ist das nichts mehr“ fügte er hinzu.
    Auch wenn es Rez interessierte, was der Mann damit meinte, wollte er nicht nachhacken und ließ es darauf beruhen.
    Der Mann wendete sich ab und nach ein paar Metern verabschiedete er sich von dem Jungen. „Viel spaß dann!“, rief er im Abgang und Rez konnte sich nicht einmal mehr bedanken.
    „Jetzt weiß ich wenigstens, dass du ein Donner- Pokemon bist", wendete er sich zu Watty.
    Es grinste nur und Rez war sich nun sicher, dass es gar nicht so schlimm werden wird, wie er gedacht hat.
    Mensch, da habe ich aber Glück gehabt, so ein nettes Pokemon zu bekommen, dachte er sich.
    Er grinste und ging schnurstracks Richtung Strand um sich seine Angel zu hohlen.
    Waaty folge ihm fröhlich.
    Mit seinem neuen Freund an seiner Seite, suchte er sich wahllos eine Angel aus. Da er nicht wusste, was gut oder schlecht war, nahm er einfach irgend eine.
    „Nun ab ins Boot“, sagte er motivierend zu Waaty und bemerkte, wie es einen Freudenschrei ausstieß.
    „Nur zu zweit oder zu dritt in ein Boot“ stand auf einen Warnhinweis, welchen er entdeckte.


    „Okay, dass sieht doch ganz gut aus!“ Er zeigte auf ein Boot, in dem ein junger Mann gerade seine Angel überprüfte und ging darauf zu.
    Waaty folgte ihm fröhlich.
    „Ist hier noch ein Platz frei?“, fragte der unerfahrene den jungen Mann.
    „Ja.“, sagte er und wendete sich gar nicht von seiner Angel ab, weshalb Rez das Gesicht des Anglers nicht erkennen konnte.
    „Cool!“, freute sich Rezzer und stieg langsam in das wackelige Boot.
    Waaty folgte ihm fröhlich.
    Unsicher, den auf seine Angel fixierten Trainer nicht zu stören, sagte Rez lieber nichts mehr und wartete auf den Anfang des Wettbewerbes.
    „Gleich geht es los.“, sagte er zu dem Pokemon.
    „Waaty!“, stieß es mit einem breiten Grinsen aus.



    OT: meine Chara Farbe ist #ff6600 :) zudem habe ich den Trainer zum Schluss extra nicht genau beschrieben. Wer will kann sich also gerne einbringen ;)

  • Als schließlich eine weitere Durchsage kam, stand Rafe auf und suchte seine Umgebung erneut mit seinen Augen ab. Ohne danach groß über irgendetwas nachzudenken, holte er seinen Pokéball aus der Tasche und ließ sein Pokémon frei. Er wollte sich vor dem Kampf mit seinem Pokémon anfreunden, denn soetwas war immer von Vorteil. "Luxio!", ertöhnte es schließlich. Rafe lächelte kurz: "Damit habe ich wohl einen Typvorteil." Das Luxio sah zu ihm hinauf und tapselte ein paar Schritte auf ihn zu, bis Rafe sich schließlich hinkniete und seinem Pokémon über den Kopf streichelte: "Bereit für den Wettbewerb?", fragte er sanft. Entschlossen antwortete das Luxio indem es seinen Namen rief. Rafe nickte ihm zu und rief es zurück in den Pokéball. Es sollte sich noch ausruhen können, bevor es kämpfen musste.


    Während er sich zu den Booten aufmachte, ging er in Gedanken alle möglichen Attacken durch, die ein Luxio bis zu dem Level, auf dem es sich entwickelte, lernen konnte. Da er seit seiner Kindheit nur Pokémon studiert hat, waren solche Spekulationen kein Problem für ihn. Mit den Händen in den Hosentaschen schlenderte er am Strand entlang und beobachtete ein letztes Mal seine Konkurenz, ehe er sich einfach in das erst beste leere Boot setzte. Er war nicht gut darin, mit anderen Kontakt aufzunehmen - besser gesagt er wollte es nicht - weshalb er einfach beschloss, darauf zu warten, dass sich Andere zu ihm setzten. Das fünfte Boot in der Reihe schien ihm in Ordnung zu sein und ohne zu zögern stieg er ein. Für ihn war Wasser oder ähnliches kein Problem. Dann griff er nach einer Angel und kontrollierte diese sorgfältig. Er überprüfte auch die Verlagerung, wie er es einst von seiner Mutter gelernt hatte. "Mit dieser Angel sollte es nicht alltzschwer sein, etwas gutes zu fangen. Und mit Luxio im Team hab ich nichts zu befürchten. Jetzt kommt es alleine auf mein Können an.", dachte er sich.


    Ein paar Minuten später setzte sich auch schon ein weiterer Trainer zu ihm. Ein kurzer Blick von Rafe um seinen Rivalen zu mustern und er wandte sich wieder seiner Angel zu. Der Trainer schien etwas verunsichert, da Rafe eine ganze Weile nichts sagte, weswegen er sich doch dazu entschied, mit ihm zu reden. Auch, wenn er soetwas nicht wollte, jemanden traurig oder unsicher zu sehen, konnte er noch weniger ausstehen: "Mit dem Waaty hast du ein gutes Pokémon. Mein Luxio hat ebenfalls einen Typvorteil. Aber das weißt du sicher schon." Wieder sah Rafe von der Angel auf, die er mittler Weile gut geprüft hatte und musterte auch das Pokémon und anschließend blickte er zu dem Trainer. "Wenn du möchtest oder Hilfe brauchst, werde ich dir helfen." Bot er nur kurz an.


    OT: Da das Verhalten in Rezzer2709s Post gut zu Rafe gepasst hab, geselle ich mich einfach Mal dazu ;)

  • Petronella schloss sich dem Strom Trainer an, die zum Ufer drängten, um eine Angelrute und einen Platz in einem Boot zu erhaschen. Den Pokéball hielt sie fest umklammert in ihrer rechten Hand - zu fest. Denn ein leichter Stoß von der Seite, und ihre Hand zog sich unwillkürlich zusammen, sodass sie versehentlich den Mechanismus, der den Pokéball zum Öffnen brachte, auslöste. Der Schwarzhaarigen entfuhr ein leiser Aufschrei, als sie dies bemerkte - aber da war es schon zu spät. Ein Strahl roten Lichts ergoss sich aus der Kapsel, der sich langsam zu einem Pokémon formte.
    Das Pokémon, dessen Fell zwei verschiedene Brauntöne aufwies, reichte der Jugendlichen etwa bis zu Bauchnabel, doch war sein breit gestreifter Schweif beinahe ebenso lange wie der Körpers des Wesens selbst. Es stand nur auf seinen kleinen, hellbraunen Hinterpfoten, mit den stummeligen Vorderpfoten fuchtelte es wie wild durch die Luft. Die schwarzen Augen des wieselartigen Pokémons waren kugelrund und blickten Petronella aus einem hellbraunen Gesicht herzlich an, während die Ohren von dunkelbraunem Fell gezeichnet wurden.
    "Wiesenior!", rief das Pokémon laut aus.
    Der Pokéball landete mit einem leisen Aufschlag im Sand, als die Sechzehnjährige in fallen ließ - zu sehr war sie überrascht von dem Pokémon, das da plötzlich vor ihr stand. In Hoenn war diese Art nicht heimisch, doch hatte sie, als sie auf dem Weg nach Rosalia gewesen war, ein solches Exemplar unter einer Vielzahl seiner Vorentwicklung gesehen. Besonders gefallen hatte es ihr nicht, es hatte einen zu seltsamen Laufstil aufgewiesen - eher war es gesprungen. Und nun sollte es das erste Pokémon sein, mit dem sie je kämpfen sollte! Plötzlich war ihr die Art viel sympathischer als sie es ihr noch vor fünf Minuten gewesen war.
    Nach einigen Augenblicken des unverholenen Anstarrens besann sich die Schwarzhaarige, nach dem Pokéball zu suchen. Kurz blickte sie nach unten und erkannte ihn schon bald - zwischen Füßen, die allesamt die gleiche Richtung anstrebten, wurde er beständig hin und her gerollt. Mit beständigen "Entschuldigung!"-Rufen kämpfte sich Petronella durch, hin zu der Stelle, an der die Behausung des Leih-Pokémons lag.
    Schnell hatte sie die Kapsel aufgehoben und von den wenigen Sandkörnern, die auf der leicht zerkratzten Oberfläche hängengeblieben waren, befreit. Dann wandte sich die Jugendliche nach dem Wiesenior um und stellte fest, dass es ihr gefolgt war - wie sie es sich insgeheim gewünscht hatte. Nun auf allen vier Beinen stehend - und damit in gewissem Maße einer Schlage ähnelnd - stand es nur wenige Zentimeter von Petronella entfernt; in seinem Blick lag etwas Fragendes.
    Kurz betrachtete die Schwarzhaarige den Pokéball. "Keine Sorge, ich rufe dich nicht in den Ball", lächelte sie. "Immerhin müssen wir uns ein Golking erangeln." Für einen Moment kraulte sie das Wesen zwischen den Ohren, nahm aber durch ihre Lederhandschuhe nicht wahr, wie glatt das Fell war. "Komm", fügte sie hinzu, und Wiesenior sprang voraus, etwa einen Meter Vorsprung haltend.


    Direkt am Ufer, vor den Booten, die bunt - in Golking-Farben - bemalt waren, befand sich ein Gerüst voller Angeln und Zubehör. Viele fehlten bereits, scheinbar waren einige schon in Verwendung. Das Mädchen überlegte kurz, kam aber zu dem Schluss, die Ruten nicht voneinander unterscheiden zu können, obschon sie in ihrem Leben doch bereits einige Angeln gesehen hatte. Sie griff nach einer, die nur einen Handgriff entfernt war und nicht zu modern aussah. Zu sehr fürchtete sie, ein zu neues Modell könnte eine bestimmte Bedienung erfordern - wer wusste das schon? Auch den Köder wählte sie auf diese Art und Weise aus, dann machte sie sich auf, ein Boot zu suchen. Zwei bis drei Teilnehmer sollten sich eines dieser Gefährte teilen, so hatte eine Durchsage gelautet.


    Mit etwas Glück konnte die Schwarzhaarige noch eines der letzten leeren Boote ergattern, was ihr nur recht war - denn fraglich wäre es gewesen, ob sie sich hätte überwinden können, einen der anderen Teilnehmer anzusprechen und um Platz im Boot zu suchen. Vorsichtig kletterte sie in die Nussschale, während Wiesenior nur einen weiten Satz machte - und mit einem glücklichen Aufschrei und lautem Poltern genau auf einer der Ruderbänke landete. Ein kurzes Lächeln huschte über Petronellas Gesicht, so leicht, dass es kaum zu erkennen war.
    Dann wandte sie sich dem Ufer zu, taxierte mit starrem Blick die Scharen von Menschen, die am Strand entlangliefen, nach letzten Angeln oder Mitfahrgelegenheiten suchten. Das Wiesel, das sich inzwischen zu ihr gesellt hatte, rieb seinen Kopf an ihrem Oberarm, und sie kraulte gedankenverloren seinen Kopf.


    OT: Wer mag, kann sich zu mir gesellen. ^^ Petronella beißt nicht und das Wiesenior auch nicht.

  • Mac sah sich um. Endlich hatte er ein paar der letzten leer stehenden Boote gesehen. Doch er wartete, um sich einfach ein Boot mit einem hübschen Mädchen zu krallen, und dann konnte er seine Tour durchziehen. Mit ein wenig mehr Respekt als beim letzten Mal ließ er das Raptain erneut aus dem Ball. „ Also, ich weiß wir hatten keinen guten Start, aber du könntest mir ja helfen eine gutaussehende Frau zu finden.“ Dies sagte er hoffnungsvoll, doch das Pokémon drehe sich ab und wollte nichts von seinem Trainer wissen. Mit hängenden Kopf wollte er es zurück holen, aber statt dem Pokemon war jetzt nur mehr Luft da. Mit Verzweiflung suchte er das Pflanzenpoki , doch ohne Erfolg. Nach einiger Zeit sah er die Angel die ihn sofort fesselten. Eine war schöner als die andere und er begann vor Glück zu pfeife. Verschiedene Modelle glitten hm durch die Hände. Irgendwann hatte er endlich die passende gefunden. Superblitz hieß sie, rotschwarz gestreift, mit einem Hauch von snowbullrosa. Sofort verliebte er sich in das Sportgerät und merkte gar nicht der dunkle Schatten der auf einmal neben ihm stand. Er pfiff seine Melodie und mit einem Mal stand das Raptain wieder neben ihm. Mac blickte das Pokemon seltsam an biss er verstand. „ Ach du steht’s auf Musik, jetzt sind wir auf gleichen Wellenlängen“. Verlegen nickte das Gekopokemon. Mit dem Menschenstrom wurden die beiden sprichwörtlich in ein Boot geschwemmt wobei sie eine junge Trainerin trafen. Die Nussschale schaukelte als die zwei hineingedrängt wurden.Mit einem leicht verlegenen Grinsen drehte sich Mac um. „ Tut mir leid ich wollte dich nicht…“. Die Worte blieben ihm im Mund stecken, das zuerst nutzlose Poke hatte ihn tatsächlich in die Arme einer hübschen Trainerin geführt. Raptain hingegen reagierte lässiger als sein neuer Meister und klappte ihm den Mund zu und drhte sich wieder um zum Kampf gegen ein Wasserpoki gerichtet. Marco stellte sich nun vor und riss sich zusammen nicht auf ihre Lippen zu starren." Mac mein Name, Mac Barsa schön dich kennezulernen."
    OT: Ich hab mich mal zu dir gesetzt Maj, keine Angst Mac reagiert so auf alle hübschen Mädchen. Da er im Nächsten post sowieso den Macho raushängen lässt kannste auch gerne andeuten

    8-)
    Hello, Ich bin der RPG-Caster
    wenn ihr in diesen Spannenden Bereich wollt, aber euch nicht traut was zu machen oder euch nicht auskennt, dann schreibt mich an, ich helf gerne^^

  • ~ Timo ~


    Nachdem er sich für einen Pokéball hatte entscheiden können, schlenderte Timo zu den Tischen, auf denen sich die Angeln und Köder befanden. Hier fiel es ihm ebenfalls schwer, sich für das passende Werkzeug zu entscheiden, denn er wusste, dass von dieser Wahl viel abhing. Nun schämte er sich ein wenig, denn obwohl er in Azuria City aufgewachsen war und als kleiner Junge viel Zeit in der Wasserpokémonarena und am Fluss verbracht hatte, hatte er nie wirklich gelernt zu angeln. Da er einfach nicht wusste nach welchen Kriterien man sich eine Angel aussuchen sollte, griff Timo einfach zu. In den Händen hielt er danach eine recht lange Angel, die blau-rot war. Sie lag gut in der Hand und machte den Anschein, noch nicht allzu oft in Gebrauch gewesen zu sein. Das freute ihn, denn er wollte nicht, dass er einer derjenigen war, die vielleicht eine der Angeln zerstörte. Zufrieden mit sich selbst nickte Timo. "Nun such dir noch einen passenden Köder aus und dann kannst du dich in eines der Boote setzen, es geht bald los", riet ihm die junge Frau, die hinter dem Tisch stand und das Geschehen überwachte. Freundlich nickte Timo ihr zu und schnappte sich einen Köder, der wie ein Schmerbe aussah. Diesen allerdings zu befestigen war eine andere Sache und doch viel schwere, als es sich der Azuriander vorgestellt hatte. Nach ein paar Minuten glückte es ihm jedoch. Der Köder hing an der Angel und Timo fühlte sich vorbereitet. Er ließ einen Blick über die Menge schweifen, die auf dem Weg zu den Stegen war. Es hatten sich sehr viele Trainer hier versammelt und es sah ganz danach aus, als dass sie einiges an Erfahrung im Umgang mit den Pokémon mehr gesammelt hatten als Timo und so schwand sein Optimismus ein wenig.


    Nun sah Timo, dass viele der Trainer schon in den Booten saßen und mit ihnen ihre Pokémon, die sie hier erhalten hatten. "Jetzt bin ich aber gespannt, welches Pokémon sich in meinem Ball befindet", murmelte der Junge aus Kanto und ließ den Pokéball mit einer lässigen Bewegung in die Luft schnellen. Die Aufregung war ihm anzusehen. Die rot-weiße Kapsel öffnete sich geräuschvoll und vor Timo materialisierte sich aus rotem Licht ein Pokémon. "Lorblatt", rief es freudig und hastete auf Timo hinzu. Das große Blatt auf seinem Kopf wippte vergnügt hin und her. Man konnte ihm die Freude ansehen, endlich einmal wieder aus dem Ball herausgekommen zu sein. "Na da hab ich aber Glück", sagte der frischgebackene Pokémontrainer. "Mit dir hab ich hier einen Vorteil, den ich auch wirklich gut gebrauchen kann", begrüßte Timo das Lorblatt und tätschelte dessen Hals. "Komm, wir suchen uns ein Boot, mit dem wir auf Golking-Jagd gehen können", mit diesen Worten betraten die beiden den Steg.


    Viele Boote waren schon besetzt und so musste Timo dem Steg eine ganze Weile folgen. Als er so ziemlich am Ende angelangt war entdeckte der Trainer ein leeres Boot. "Na gut, dann ruh dich jetzt bitte nochmal aus", meinte Timo und ließ das Pflanzenpokémon wieder in seinem Ball verschwinden. Er kletterte behutsam in das Boot, dass ihm eher wie eine Nussschale vorkam. Bedrohlich schwankte es hin und her und Timo war nun froh, dass Lorblatt sicher in seinem Pokéball untergebracht war. Nun zückte er seine Angel und betrachtete diese. Würde es ihm möglich sein damit etwas zu fangen und dann auch noch zu siegen? Eigentlich hatte er keinerlei Erfahrung, was das Angeln anbetraf, doch mit Lorblatt an seiner Seite fühlte er sich schon gleich viel stärker. "Es stimmt also wirklich, was mein Bruder mir sagte: mit einem Pokémon an deiner Seite gibt es nicht mer viel, vor dem du dich fürchten musst", sagte Timo mehr zu sich selbst als zu jemand anderem. Frohen Mutes legte er das Angelzeug neben sich und wartete darauf, ob sich noch jemand zu ihm gesellen würde. Timo war unglaublich aufgeregt.


    OT: Ich hab das mal so wie meine Vorschreiber gemacht - wer mag kann sich gerne zu mir gesellen :)

  • Nachdem Ray festegstellt hatte, welches Pokemon er bekommen hatte, beschloss er sich noch etwas auszuruhen. Seine Nervosität stieg nämlich an, je mehr er wartete, bis alle ihr Pokemon hatten. Daher legte er sich in das Gras und schaute in den Himmel.
    Er versuchte irgendwelche Bilder in den Wolken zu erkennen. Manchmal entdeckte er die Formen von ihm bekannten Pokemon, manchmal jedoch ließ sich bei bestem Willen einfach nichts erkennen.
    Ray musste aufpassen, dass ihm die Augen nicht zufielen. Immerhin würde er sonst den Start verpassen. Er schaute kurz auf und sah, wie die ersten die Boote bestiegen. Der Ansturm war groß. Da misch ich mich jetzt nicht ein, sonst werd ich noch wie von einem Tauros niedergetrampelt., überlegte Ray und legte seinen Kopf zurück aufs Gras. Er hatte sicherlich noch zehn Minuten, bevor er ein Boot betreten konnte.
    Nach einer kurzen Überlegung holte er das Maschock aus seinem Ball. Er wollte sich ein wenig mit seinem kurzzeitigen Partner bekannt machen. Das Maschock meldete sich mit: "Maschock, schock!" und Ray betrachtete es. Als Kampfpokemon fielen ihm einige Attacken ein, die es beherrschen würde. Möglicherweise Fußkick und Karateschlag, vielleicht auch Überroller. Mit großem Glück beherrscht es vielleicht auch Kreuzhieb, waren Rays Überlegungen.
    Maschock betrachtete Ray ruhig. Ray fand es ziemlich interessant dieses Pokemon zu beobachten. Die Muskeln schienen durchschnittlich groß. Ray hoffte, dass die Angriffe Maschocks mit dem Golking klar kommen würden. Als Kampfpokemon hatte es zwar keinen direkten Vorteil, doch mit seinen Nahkampfangriffen würde es bestimmt gut austeilen können. Er hoffte auf kurzer Distanz bessere Trefferchancen als andere mit speziellen Angriffen zu haben. Seine Gedanken schweiften ab. Wenn das hier ein Wettbewerb wäre, was könnte ich dann mit dem Maschock machen? Er dachte einige Zeit über Strategien nach. Die meisten hatten mit der Umgebung zu tun, also dem Wasser.
    Ray wurde unsanft aus seinen Träumereien gerissen, als Maschock ihm auf den Kopf schlug. "AU!", schrie Ray auf. Maschock deutete auf die Boote hin, an denen kaum noch Teilnehmer standen.
    Schnell rief Ray Maschock zurück und rannte zu den Booten. In kürzester Zeit hatte er ein noch leeres Boot entdeckt. Mal sehen, wer dieses mit ihm benutzen würde.
    Er setzte sich erst einmal auf eines der Bänke und schaute aufs Wasser. Er mochte den Anblick und sah auch schon ein paar Boote, die vom Ufer abgelegt hatten und schon mitten auf dem Wasser trudelten. Jetzt holte ihn die NErvosität wieder ein und er hatte keinen Blick mehr für die Sonne, die sich im Wasser spiegelte, oder für andere Boote und ihre Trainer. Seine Gedanken reduzierten sich auf einen einzigen Moment: Den Wettbewerb.

  • Als Mau am Strand ankam, konnte sie dem Verlangen das Pokémon zu sehen nicht mehr widerstehen.
    „Pokéball, los!“, rief Mau und warf den rot-weißen Ball in die Luft. Aus einem roten, zuckenden Strahl, welcher vom Inneren des Pokéball ausging, materialisierte sich das Pokémon und nahm Gestalt an.
    „Ein Tauboga!“, murmelte Mau aufgeregt, als sie zu dem Flug-Pokémon sah. Mit kraftvollen Flügelschlägen flog es immer höher, legte an seiner höchsten Stelle die Flügel an und ließ sich einfach fallen. Kurz bevor es den Boden erreichte entfaltete es seine Flügel wieder und stoppte so den Fall.
    Fasziniert von Taubogas Flugkünsten, pfiff sie das Pokémon zu sich.
    „Ich vermute, du willst mir zeigen, wie viel Kraft wohl in dir steckt.“, lachte das Mädchen und tätschelte Tauboga am Kopf. Mit seinem Arttypischen Ruf bestätigte es Mau’s Aussage.
    Ich frage mich, was für Attacken das Tauboga kann…, dachte Mau. Die Attackenwahl ist sehr wichtig, wenn sie ein Golking besiegen will. Diese sehen zwar nicht so aus, aber können doch ganz schön stark sein.
    „Tauboga, zeig mir mal deine Attacken!“ Sofort schwang sich das Flug-Pokémon in die Lüfte und sammelte Kraft für die erste Attacke. Kurz darauf schlug es kräftig mit den Flügeln und erzeugte so einen kraftvollen Wind. Wenige Sekunden nach der ersten Attacke erfolgte die Zweite. Tauboga flog so schnell, dass Mau Schwierigkeiten hatte es zu verfolgen. Tauboga wurde wieder langsamer und setzte zur Landung an. Nachdem es landete lief die Braunhaarige freudig zu dem Pokémon.
    „Das sah schon sehr gut aus. Ich wette wir können so ein Golking mit links schlagen.“, lächelte sie und der Vogel stimmte mit lautem Gesang zu.
    „Ok, dann wollen wir mal weiter. Du kannst dich jetzt noch ein bisschen ausruhen, nachher brauche ich dich.“, sagte die Braunhaarige und schickte Tauboga wieder zurück in seinen Pokéball.


    Nachdem sie die Kapsel in ihre Tasche gesteckt hatte, ertönte wieder die Stimme der Spielleitung durch die Lautsprecher:
    „Wir bitten nun alle Teilnehmer, sich jeweils zu zweit oder zu dritt auf die Boote zu verteilen! Das Turnier beginnt in wenigen Minuten!“
    Hektisch drehte sich Mau um. Ich habe aber doch noch keine Angel und keinen Köder!, dachte sie, während sie nach diesen Materialien suchte. Plötzlich viel ihr in der Ferne ein Holzgestell ins Auge. Mit schnellen Schritten näherte sie sich diesem und atmete erleichtert auf. Dort waren die Angeln und die Köder!
    Ohne zu zögern griff Mau planlos nach beidem und machte sich dann sofort auf zu den Booten. Am Strand standen ziemlich viele Boote auf denen sich noch mehr Menschen verteilten. Alle Boote waren schon mit zwei bis drei Leuten besetzt. Es dauerte seine Zeit bis Mau endlich das Ende der Reihe erreichte. Und so wie es der Zufall wollte saß im letzten Boot nur eine Person.
    Da Mau schon spät dran war, entschied sie sich für das letzte Boot und ging schnell darauf zu. Sobald sie nah genug am Boot war, erkannte sie, dass die Person im Boot ein Junge mit braunen Haaren und einer Baseballmütze war. Langsam tritt sie an das Boot heran und machte den Jungen auf sich aufmerksam.
    „Entschuldigung, hier ist doch bestimmt noch ein Platz für mich frei, oder?“, fragte sie den Bootsinsassen.


    OT: Volttackle : So, da dein Chara alleine ist, hab ich gedacht, dass sich mein einsamer Chara mal zu deinem gesellt XD

  • Er öffnete neugierig seinen erhaltenen Pokéball und ein Banette materialisierte sich inmitten der Menschenmenge.
    „Und ich hatte noch ernsthafte Hoffnungen, dass ich das Pokémon mögen würde. Leider bekomme ich nur ein Banette... Hätte es nicht wenigstens ein Pokémon sein können, das einen Typvorteil gegenüber Wasserpokémon hat oder wenigstens eine Elektro- oder Pflanzenattacke beherrscht? Nein, ich habe das Glück und darf mich mit einem Banette vergnügen“, stöhnte er angewidert.
    Ohne, dass Banette es merkte, ließ er es wieder in den Pokéball zurück und steckte diesen an seinen Gürtel. Er steuerte auf die Angelausrüstung zu und nahm die richtigen Werkzeuge in die Hand – unter anderem seine Angel.
    Viele Trainer hatten sich schon zusammengetan und saßen in einem Boot. Jerome strich durch die Menge der ahnungslosen Teilnehmer mit seiner Angel, einigen Ködern und seinem Pokéball, den er sich an seinem Gürtel befestigt hatte. Gefordert lief er zum himmelblauen Meer, in dem sich die Sonne, die im Zenit stand, spiegelte. Eine traumhafte Atmosphäre entstand, die Jerome dazu beflügelte, sich einem Mädchen vorzustellen.


    „Hey, tut mir leid, falls ich dich störe, aber mir fiel auf, dass du ganz allein hier stehst und dir kein wunderschönes Boot geschnappt hast. Könnten ich eventuell zu dir ins Boot?“, fragte Jerome erwartungslos, aber ein hoffnungsvoller Klang schwappte mit, der von seiner ironischen Bemerkung überdeckt wurde.
    Jemanden einfach so anzusprechen, war nicht Jeromes Art, aber er hatte keine andere Möglichkeiten, außer das Mädchen mit den braunen, glatten Haaren anzusprechen. Sie schien ungefähr in seinem Alter zu sein und war ebenfalls in einer misslichen Lage, da niemand auf sie einging. Was hätte denn Schlimmeres als eine Absage folgen können?


    „Ja, gerne. Ich bin übrigens Jessica“, sagte sie und zuckte mit ihren Augenbrauen.
    „Danke, sehr nett von dir. Mein Name ist Jerome und ich habe ein Banette als Partner. Wir sollten eventuell noch ein Boot haben. Wenn du nichts dagegen hast, könnten wir noch jemanden für unser Boot suchen.“
    Jessica nickte kurz. Jerome hielt Ausschau und sah nahe des Strandes noch ein Mädchen, das allein im Ruderboot saß.
    „Lass uns zu diesem Mädchen gehen“, meinte er und griff nach Jessicas Hand.


    Jessica folgte ihm und der Junge übernahm den Teil des Sprechers.
    „Darf ich dich stören?“, begann er die Konversation mit dem Mädchen, „Jessica und ich suchen noch eine Mitfahrgelegenheit. Hättest du etwas dagegen, wenn wir bei dir einsteigen?“
    Er blickte noch kurz zu Jessica, die verlegen auf den Boden starrte und nicht die Initiative ergriff.
    „Sie ist nervös, das merke ich ihr an. Sie hat wohl selten mit Fremden zu tun und geht auch nicht gerne auf diese ein. Auch wenn das selbst auf mich zutrifft, muss ich doch zugeben, dass ich in solchen Situation definitiv souveräner reagiere.


    Die gefühlte Ewigkeit seitens Jeromes wurde durch die Ansage der Moderatoren unterbrochen:
    „Das Turnier hat offiziell begonnen und wir freuen uns, so viele Teilnehmer heute begrüßen zu dürfen. Habt Spaß und fangt viele Golking – nur das größte wird gewinnen. Dafür habt vier Stunden Zeit.“




    OT: Viel Spaß beim Fischen. ;)

  • Gwens Missgeschick hatte sie in der Zeit um einiges zurückgeworfen. Genau genommen waren, als sie ihr Ursaring wieder zurückgerufen hatte, fast alle Teilnehmer bereits in einem Boot und sie hatte sich noch nicht einmal Angel und Köder ausgesucht. Schnellstmöglich eilte sie auf den Steg und untersuchte die wengien verbliebenen Ausrüstungsgegenstände. Die Ruten, die geblieben waren, sahen alle ein wenig mitgenommen aus und schließlich entschied sich das Mädchen für eine eher kurze, die vielleicht ein wenig einfacher zu handhaben war. Immerhin hatte sie in ihrem Leben noch nicht geangelt. Nachdem sie sich auch einen grellbunten Köder geschnappt hatte, bewegte sie sich unsicher über den Steg. Dabei kam sie an unzähligen vollen, ja, fast schon überfüllten Booten vorbei, mit Teilnehmern, deren Geschäftigkeit sie einschüchterte. So portioniert sah die große Masse an Teilnehmern weniger wie eine große Masse aus, als eine Ansammlung von fähigen Pokémontrainern und Anglern, gegen die eine Vierzehnjährige keine Chance hatte. Dennoch bewegte Gwen sich so lange weiter, bis sie ein Boot erreicht hatte, das nicht ganz so voll war. Genau genommen saß eine einzelne Person drin, ein Junge, den sie vom Gesicht her zwar kaum älter als sich selbst schätzte, der jedoch im Sitzen fast ihre stehende Gestalt überragte. Wie so oft ergriff sie der Neid auf hochgewachsene Gestalten, bisher hatte sie ihre geringe Größe immer auf ihr Alter geschoben. Wenn dieser Fremde wirklich so alt war wie sie, konnte sie sich seine Größe keineswegs erklären. Und dabei war es doch sonst so, dass vierzehnjährige Jungs noch kleiner waren als das Mädchen selbst. Zumindest war es in ihrer Heimatstadt meist so gewesen.


    Eine Weile stand Gwen vor dem Boot in Golking-Farben, wobei sie von anderen Teilnehmern in der näheren Umgebung schief beäugt wurde. Sie musste aussehen, als wäre sie wasserscheu, weil sie sich nicht traute, einen Fuß in das Boot zu setzen. Dabei hatte sie sich gegenüber dem Fremden einfach nur noch nicht bemerkbar gemacht und wusste nicht so richtig, wie sie das anstellen sollte. Der Junge, der genauso eine Brille trug wie sie, was ihn ihr irgendwie sympathischer machte, schien in Gedanken versunken zu sein. Etwas unbeholfen räusperte sie sich, dann erhob sie ihr Quietschestimmchen, von dem viele behaupteten, es wäre alles andere als angenehm anzuhören.
    "Ich setze mich zu dir, okay?" Es war alles andere als eine Frage, was da aus ihrem Mund kam, den noch ehe sie ausgesprochen hatte, hatte sie auch schon einen Fuß in das Boot gesetzt. Wenn er sie nicht rauswerfen wollte, würde ihr Gegenüber ihre Gegenwart akzeptieren müssen. Kurz schwankte sie, als sie mit beiden Beinen im Boot stand, das leicht auf den wenigen Wellen schaukelte, die den Steg erreichten. Sie stützte sich mit ihrer kurzen Angelrute ab, wie mit einem Gehstock, ehe sie sich niederließ. Je näher sie am Boot war, desto unwahrscheinlicher war es, dass sie das Gleichgewicht verlor. Kurz war sie versucht, sich flach auf den Boden zu legen, doch dann hätte der Riese vermutlich auch keinen Platz mehr. Wieder hatte sie ihre mangelnde Gesprächsbereitschaft eingeholt, doch da wurde sie auch schon von der Durchsage abgelenkt, die den Start des Turniers verkündete. Perfekt, dann konnte sie ja jetzt zeigen, was sie konnte! Und letztendlich würde sie sich wohl einfach an dem Fremdne orientieren und hoffen, dass er nichts falsch machte.


    Gwen wandte sich der Leine zu, mit der das Boot am Steg befestigt war. Sollte sie die am Bug - oder war es das Heck? Wo war überhaupt vorne und hinten und was war überhaupt vorne und was hinten von den beiden Bezeichnungen? - oder am Steg losmachen? Angespannt starrte sie auf das Tau, das sich davon selbstverständlich nicht löste, während andere Boote bereits aufs Wasser zu treiben begannen. Immerhin wusste sie inzwischen, worum es bei diesem Turnier ging.


    OT: Ich hab Gwen mal zu Raven/Ray gesetzt, weil das nach meiner Zuordnung das einzige Boot war, in dem nur eine Person saß.