Wie wichtig ist euch Schule ?

  • Also, ich würde auch gerne was posten :)  
    Ich hab nämlich ein ziemlich großes Problem...
    Zurzeit gehe ich "noch" in die 9. Klasse einer Realschule, Bewerbungen stehen an und ich hab mich bei eher lukrativen Betrieben beworben.
    Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf sprechen nicht gerade gegen mich, jedoch tut's mein Zeugnis.
    Mit gerade mal einer einzigen 2, und das in Hauswirtschaft, stehen meine Chancen nicht wirklich gut.
    Das habe ich mit Fachwörtern und fehlerfreier Rechtschreibung, sowie Selbstlob versucht auszubessern, jedoch stellt sich mir immer noch eine Frage:
    Bin ich wirklich "bereit" erwachsen zu werden? - Nein, bin ich nicht! Das kann ich ganz klar behaupten, ohne jegweden Zweifel.
    Gerade mein Verhalten und meine Schulnoten sprechen da eine ganz deutliche Sprache.
    Ich fühl mich einfach noch als Kind, jedoch bin ich nicht dumm! Mein Zeugnis hängt mir einfach was an, was so eigentlich gar nicht stimmt!
    Zum Beispiel bin ich sehr sportlich, bin gut mit der deutsches Sprache vertraut und Spreche fast fliessend Englisch.
    Jedoch habe ich in jedem der genannten Fächer nur eine 3. Und dieses Jahr ist es nicht besser.
    Allein schon wegen dem Fakt dass wir nur noch weibliche Lehrer haben, scheinen die meisten davon auch gar keine Referenzen in ihrem Beruf zu haben.
    Es wird nicht wirklich objektiv bewertet, eigentlich so gut wie gar nicht. Das lässt sich hervorragend an einer Mitschülerin zeigen.
    Diese sitzt nämlich im Rollstuhl, ist klein, schmächtig und wird bemitleidet wie sonst was! Nicht dass ich etwas gegen körperlich Eingeschränkte habe,
    aber sie kriegt in jedem Fach (mindestens) eine 2 zugesprochen, wobei ich mich schon sehr für eine 3 anstrengen muss.
    Und das ist mit den meisten Schülerinnen in unserer Klasse so, viellecht liegt es auch daran dass wir nur Lehrerinnen haben.
    So gesehen ist mir die Schule mit ihrer fehlenden Fachkompetenz schnurz piep egal. :)  
    Die Bildung die ich habe, kommt sicherlich nicht von der Schule her.
    Mündlich gesehen bin ich ziemlich gut, was ich auch frei von mir behaupten kann.
    Jedoch schriftlich, gerade wegen meinem lückenhaften Kurzzeitgedächtnis, läuft's bei mir nicht so rund.
    Als Beispiel, in Politik (einer meiner "Lieblingsfächer) bekomme ich eine 3 auf dem Halbjahreszeugnis.
    Mündlich habe ich eine 1, schriftlich aber eine 5. Das liegt wahrscheinlich daran dass die Lehrer uns gar nicht mehr sagen, was in den Arbeiten so drankommt.
    Geschweige denn, wenn sie es mal tun, dann ist das wahrscheinlich der Lehrstoff des ganzen Halbjahres, da wir ausser in den Hauptfächern in allen Nebenfächern nur
    eine Arbeit schreiben, was ich als "nichtssagend" bezeichnen kann, da eine Arbeit für 5 Monate, gerade da sie 50% der Endnote ausmacht, viel zu wenig ist.
    Manchmal kriegen wir den Lehrstoff auch in Form als Film beigebracht, was zwar unterhaltsamer als der normale Lehrstoff ist, jedoch uneffektiver.
    Der Lehrstoff sollte auch für die Schüler abgestimmt sein. Religion ist so ein Fach, da sich die meisten Schüler nicht so sehr mit Religion beschäftigen.
    Manchmal weiß unser Lehrer auch gar nicht, was damals passiert ist. Und im evangelischen Religionsunterricht über Budismus, Islam usw. zu reden, finde ich auch dreist.


    Dann möchte ich noch etwas über unsere jetzige Klassenlehrerin sagen ;)  
    Ich finde dass diese feministische, fach-inkompetente Schabrake sich einweisen soll 8-)
    Sie versucht mit sogenannten sozialen Aktionen und Klassen-Zusammentreffen die soziale Aktivät in der Klasse zu steigern,
    welche aber leider gar nicht existiert,
    denn es ist sehr ungewöhnlich wenn mal ein Junge mit einem Mädchen oder andersrum redet, und dann gibt's noch die Raucher, die nur untereinander reden.
    Jedenfalls denkt sie die Schüler zu kennen, weil sie von der 5. Klasse an Biologie bei uns hatte. Ich finde ihr Handeln ist unüberlegt sowie ungerechtfertigt.
    1. Hat sie unserer alten, viel netteren und besseren Klassenlehrerin den Posten sogesagt weggeschnappt.
    2. Ist sie extrem aggressiv und brüllt die Klasse etwa 5 Mal pro Schulstunde an
    3. Beleidigt sie uns, natürlich uns Jungs mit dem typischen Gamer-Klischee.
    (wenn ihr nicht nur vor der Konsole hocken würdet, ihr auch mal was für die Schule tun würdet, bla bla bla!)


    Für Schüler ist es schon extrem schwer Freizeit zu finden, und wenn ich nicht so ein Glück hätte,
    dass meine Schulzeit nur bis höchstens 13.05 geht, dann hätte ich schon längst die Schule gewechselt!


    Abschließend kann ich eigentlich sagen, dass die Schule nur unnütze Zeitverschwendung ist, jedenfalls aus meiner Sicht.
    Ich verbesser mich gerne, aber nicht wenn ich es reingebrüllt bekomme, mit der 99,9%igen Chance nichts zu lernen.
    Seitdem ich in der Schule bin, habe ich folgendes gelernt: Schreiben, Lesen, Wurzeln ziehen und Verben anpassen.
    Sonst nichts. Alles, was ich weiß, weiß ich entweder aus Funk und Fernsehen, Büchern, Games oder durch Mundpropaganda.
    Am Liebsten wäre ich jetzt schon 18. :D Aber so einfach ist das ja nicht ^^

  • Zurzeit gehe ich "noch" in die 9. Klasse einer Realschule, Bewerbungen stehen an und ich hab mich bei eher lukrativen Betrieben beworben.
    Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf sprechen nicht gerade gegen mich, jedoch tut's mein Zeugnis.
    Mit gerade mal einer einzigen 2, und das in Hauswirtschaft, stehen meine Chancen nicht wirklich gut.
    Das habe ich mit Fachwörtern und fehlerfreier Rechtschreibung, sowie Selbstlob versucht auszubessern, jedoch stellt sich mir immer noch eine Frage:
    Bin ich wirklich "bereit" erwachsen zu werden? - Nein, bin ich nicht! Das kann ich ganz klar behaupten, ohne jegweden Zweifel.


    In genau der gleichen Situation befinde ich mich auch grade, nur bei mir steht das Zeugnis nicht im Weg, sondern eher ich selber. Ich hab keine Ahnung was ich werden will und wirklich "bereit" erwachsen zu sein bin ich auch nicht -.- Es kommt drauf an was man unter Erwachsen sein versteht, hast du Angst vor der Verantwortung oder wie ich einfach vor der bevorstehenden Eintritt in die Berufswelt?
    Derzeitig hab ich keine Ahnung wie ich mit meiner Angst umgehen sollte, muss mir aber eingestehen, dass ich sie mir irgendwann stellen muss.

    When reaching for the future, we sometimes fall into the past.
    As we gaze upon events that cannot be changed, our hearts grow bitter with regret.


  • In genau der gleichen Situation befinde ich mich auch grade, nur bei mir steht das Zeugnis nicht im Weg, sondern eher ich selber. Ich hab keine Ahnung was ich werden will und wirklich "bereit" erwachsen zu sein bin ich auch nicht -.-


    Naja, bei mir war das "leicht" zu entscheiden, da ich mich eigentlich schon immer sehr mit Gebäuden und deren Bau beschäftigt habe, möchte ich Architekt werden.
    Was kannst du denn gut oder was macht dir Spaß oder was machst du alltäglich. So habe ich das zum Beispiel gemacht ^^


    Es kommt drauf an was man unter Erwachsen sein versteht, hast du Angst vor der Verantwortung oder wie ich einfach vor der bevorstehenden Eintritt in die Berufswelt?


    Also, ich habe wirklich Angst davor, meine gewohnte Umgebung zu verlassen, sowie die Menschen die ich liebe.
    Zudem habe ich Angst, mit den schriftlichen Dingen, wie Rechnungen nicht zurechtzukommen. Ich bin eigentlich kaum
    im Stande etwas eigenes anzufangen, und dann, wenn ich mir das vorstell, alles zu verkacken (auf gut deutsch), dann
    will ich gar nicht mein Elternhaus verlassen... ;(


    Deshalb will ich mit Gymnasiumübergang, Abitur und vielleicht auch Uni alles hinauszögern, um noch mehr Zeit zu haben....


    Derzeitig hab ich keine Ahnung wie ich mit meiner Angst umgehen sollte, muss mir aber eingestehen, dass ich sie mir irgendwann stellen muss.


    Ich will anderen sowas auch nicht gestehen, oder irgendwie darüber reden, weil jeder sagen würde, dass es Zeit zum Erwachsen werden ist.
    Naja, es wird halt irgendwie gehen müssen, und wenn man drin ist, hat man ja genug Zeit alles zu verbessern. :)

  • Albion & @ GlumaLucas
    Die Situation ist bei euch nochmal etwas unterschiedlich, aber ich würde euch generell raten, wenn ihr jetzt noch nicht bereit seid, aus welchen Gründen auch immer, dann lasst es bleiben bzw. lasst euch mit der Entscheidung noch Zeit. Es ist ja nicht so, als müsste man direkt im Anschluss an den Schulabschluss direkt arbeiten oder studieren.
    Sich einfach erst mal ein Jahr Zeit nehmen, in der Zeit Praktika machen, jobben, sich gezielt mit der Situation auseinandersetzen ist auch sehr viel Wert - meine persönliche Erfahrung dazu ist, diejenigen in meinem Umfeld, die es nämlich genau so gemacht haben, da hab ich persönlich das Gefühl, die sind sich ihrer Entscheidung sicher und haben dadurch wenn nicht gar ihren Traumberuf gefunden (Teilweise sogar über Praktika direkt an Ausbildungsplatz gekommen), der doch gute Distanz zum Berufswunsch hatte, den sie eigentlich direkt im Anschluß an die Schule einschlagen wollten, im Gegensatz zu denjenigen, die direkt mit etwas angefangen haben.


    Grade @GlumaLucas, ganz ehrlich, ich glaube, ich hätte mir mit 14 noch gar keine Gedanken über meinen jetzigen und hoffentlich zukünftigen Beruf machen können, dafür fehlt einem von Seiten der Schule aus z.B. einfach die Orientierung. Wenn ich schaue, ich habe Abitur gemacht und bewundere den Großteil meiner Mit-Azubis mit ihren 16 Jahren und Realschulabschluss, denn ich wäre vor 2 Jahren noch nicht so weit gewesen. Wenn du die Möglichkeit hast, eventuell noch Abitur oder Fachabitur zu machen (was dir ja bei deinem Berufswunsch vermutlich sogar noch andere Möglichkeiten in diesem Berufsfeld ermöglichen kann?), dann mach das.
    Dabei muss es ja nicht mal um Bildung gehen, wenn ich auf die 2 Jahre Oberstufe zurück schaue, wenn ich den Bildungsaspekt mal größtenteils ausklammere, dann hätte das für mich immer noch einen enormen, persönlichen Mehrwert, weil ich mich innerhalb dieser ganzen Rahmenbedingungen persönlich doch sehr weiterentwickelt habe und aktuell merke, wie weit mich das eigentlich im Beruf bringt, wo mir noch dachte, ich mach drei Kreuze wenn die unnötige Lernerei vorbei ist.


    Erwachsen Werden schön und gut, zum Erwachsensein hat man aber noch sein ganzes Leben vor sich ;)
    Hätten wir kein G8, sondern G9, also 9 Jahre Gymnasium - wenn ich zurück schau, würde ich dieses eine Jahr sogar als Geschenk betiteln, einfach nur der vielen Freizeit & unbeschwertheit wegen, selbst wenn man sich in einer völligst langweiligen Schulstunde manchmal denkt, dass das hiier die größte und sinnloseste Zeitverschwendung überhaupt ist :D


    Ich meine, ich geh wirklich sehr gern in die Arbeit und mir macht meine Ausbildung auch wahnsinnig viel Spaß und bereue an meiner Entscheidung auch kein bisschen, weiß aber im Nachhinein die Schulzeit zu schätzen & würde jedem raten, der die Möglichkeit auf Abitur, Fachabitur & Co hat, diese auch wahrzunehmen. Der Qualifikationsaspekt spielt sicher auch eine Rolle, aber gerade in unserem jungen Alter macht man viele persönliche Entwicklungen durch und die Zeit soll man sich auch nehmen, wenn man kann.
    Ist jetzt sehr von persönlicher Meinung & Erfahrung (im Umfeld) geprägt, vielleicht könnt ihr damit was anfangen, wenn nicht, ich leg das alles auch gern nochmal fundiert & detailliert dar, falls es dann greifbarer sein sollte, was genau ich meine ^^

  • Die Situation ist bei euch nochmal etwas unterschiedlich, aber ich würde euch generell raten, wenn ihr jetzt noch nicht bereit seid, aus welchen Gründen auch immer, dann lasst es bleiben bzw. lasst euch mit der Entscheidung noch Zeit.


    Leider kann ich mir für meine Entscheidung nicht so viel Zeit lassen wie ich eigentlich will :( Bei mir an der Realschule dreht sich das ganze Jahr nur um Berufe bzw. Die richtige Richtung für seine berufliche Zukunft. Ich hatte schon etwas im Sinn und werde wahrscheinlich auch bald ein Praktikum machen müssen, da es von der Schule vorgeschrieben wurde. Ich fühle mich von meiner eigenen Schule ein bisschen eingeengt und verunsichert. Ich hab halt etwas Angst vor der Berufswelt, denn ich finde die Schule ganz gemütlich und ich habe auch keine Schwierigkeiten was die Noten betrifft. Ich war halt die ganze Zeit an Schule gewöhnt und im Beruf kann alles halt anders aussehen...

    When reaching for the future, we sometimes fall into the past.
    As we gaze upon events that cannot be changed, our hearts grow bitter with regret.

  • Die Schule bzw. dein Abschluss bestimmt großteils deine Zukunft..
    Ich muss zugeben, in der Schule war ich faul, hatte keine Lust zu lernen etc. Aber wenn ich mir das jetzt anschau könnte ich mich dafür selbst verdreschen.


    Hab zwar noch meinen Abschluss gemacht (Realschule) aber hätte mich viel mehr anstrengen müssen.. War / ist für mich einfach viel schwieriger einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
    Euer letztes Schuljahr ist euer wichtiges Jahr in eurem ganzen Leben, merkt euch das ;)


  • Leider kann ich mir für meine Entscheidung nicht so viel Zeit lassen wie ich eigentlich will :( Bei mir an der Realschule dreht sich das ganze Jahr nur um Berufe bzw. Die richtige Richtung für seine berufliche Zukunft. Ich hatte schon etwas im Sinn und werde wahrscheinlich auch bald ein Praktikum machen müssen, da es von der Schule vorgeschrieben wurde. Ich fühle mich von meiner eigenen Schule ein bisschen eingeengt und verunsichert. Ich hab halt etwas Angst vor der Berufswelt, denn ich finde die Schule ganz gemütlich und ich habe auch keine Schwierigkeiten was die Noten betrifft. Ich war halt die ganze Zeit an Schule gewöhnt und im Beruf kann alles halt anders aussehen...


    Nur weil die Schule dir vorlebt, du müsstest gleich nach dem Abschluss eine Ausbildung/Studium beginnen, heißt das nicht, dass du das auch so machen musst ;)
    Klar, die Praktika sind normal und der Idealfall ist halt, dass man nach dem Abschluss in den Beruf einsteigt, das heißt aber nicht, dass man das auch so machen muss. Wenn dir die Schule Hilfe anbietet in Sachen Berufswahl, die die Möglichkeit eines Praktikums während der Schulzeit (?), dann würd ich das alles annehmen, so gut es geht. Wenn du aber zum Abschluss hin bzw. danach dir nicht ganz sicher bist, was du machen möchtest, ja dann machst du halt erstmal keine Ausbildung, sondern machst dich via Praktika & Co. eben weiter auf die Suche nach deinem "Traumberuf".
    So hast du nebenbei auch die nötige Zeit und Ruhe, dich intensiv damit zu beschäftigen und dir etwa deinen ausgewählten Beruf auch genau anzuschauen. Denn wer hat etwa ein halbes Jahr vor dem Abschluss neben lernen & co. noch die Zeit, intensiv Praktika zu machen? Die Orientierungspraktika von der Schule sind da auch nicht so das wahre - ich persönlich kenne zumindest so gut wie niemanden, des Schülerprakikum auch nur was im entferntesten mit dem endgültigen Berufswunsch zu tun hatte.



    Hab zwar noch meinen Abschluss gemacht (Realschule) aber hätte mich viel mehr anstrengen müssen.. War / ist für mich einfach viel schwieriger einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
    Euer letztes Schuljahr ist euer wichtiges Jahr in eurem ganzen Leben, merkt euch das ;)


    Das ist zwar so eine vorbildliche Aussage, die man eigentlich jedem an die Hand geben sollte, um eben Schwierigkeiten, wie du sie nennst/hast, zu vermeiden, so ganz unterschreiben kann ich das aber dennoch nicht.
    Im Endeffekt spart ein guter Schulabschluss nur Zeit. Jemand mit gutem Abitur findet sich vielleicht schneller in der Führungsposition wider, als jemand mit mittelmäßigem Realschulabschluss, letztendlich können aber beide das gleiche erreichen, wenn auch einer vielleicht über Umwege.
    Ich persönlich hätte in meiner fertigen Bewerbung lieber einen schlecht bis mittelmäßigen Abschluss und kann dafür mit diversen Praktika und anderen Erfahrungen punkten, als wenn ich diese nicht hätte. Geht dabei nicht mal so sehr um den Erfolg der Bewerbung, sondern um den persönlichen Mehrwert. Wenn ich statt mich voll und ganz auf meinen Abschluss zu konzentrieren, Praktika & Co gemacht habe, dann hat mein Schulkollege mit dem besseren Abschluss vielleicht genau deswegen bessere Chancen, ich kann durch meine Praktika aber Erfahrung vorweisen und weiß im Idealfall auch ganz genau, was ich will und bewerbe mich dann vor allem nicht blind auf eine Ausbildung, die theoretisch ganz toll klingt, in der Praxis dann aber doch nichts für mich ist.


    Ein guter Abschluss ist wichtig, keine Frage, aber alles hängt davon auch nicht ab, weil es mittlerweile so viele Mittel und Wege gibt, ans Ziel zu kommen, auch wenn einem mit schlechtem Abschluss einige Steine in den Weg gelegt werden - letztendlich ist es aber immernoch ein Mensch der eingestellt wird und der besteht eben aus mehr als seinem Schulabschluss, wenn er nur was aus sich zu machen weiß.

  • Mir ist Schule in der Regel sehr wichtig. Ich gehe in die 8. Klasse am Gymnasium und muss jetzt jeden Tag mindestens eine Stunde lernen, damit ich überhaupt irgendetwas packe im Thema Arbeiten und Co., damit ich bald mein Abi schaffe und dann Chemie studieren kann. Zwar habe ich selber nie Lust zum Lernen, aber man muss sich anstrengen, damit man etwas packt. Obwohl ich das Gefühl habe, dass hier in Deutschland alles zu einfach oder leicht für die Schüler gestaltet wird, meine Eltern (beide aus Weißussland) haben sich aufgeregt, dass wir in der 8ten Klasse noch nicht mal den Satz des Pythagoras durchgenommen haben ("Da sagen die, dass die Weißrussiche Schule so schlecht sei- die haben ja noch nicht mal Satz des Pythagoras durchgenommen!" Zitat meiner Eltern)

  • meine Eltern (beide aus Weißussland) haben sich aufgeregt, dass wir in der 8ten Klasse noch nicht mal den Satz des Pythagoras durchgenommen haben ("Da sagen die, dass die Weißrussiche Schule so schlecht sei- die haben ja noch nicht mal Satz des Pythagoras durchgenommen!" Zitat meiner Eltern)

    In manch einer Hinsicht hat sich das Schulsystem und dessen lehrbare Inhalte in Deutschland ohnehin etwas vereinfacht. Viele Themen, die früher zum Allgemeinwissen gehörten, werden heute nicht mehr gelehrt, obwohl diese in meinen Augen wichtiger erscheinen, als gewisse heutige Themen, die eher verwässert an die Schüler weitergegeben werden.
    Allerdings muss ich auch sagen, dass manche Themen sogar regelrecht verpöhnt wurden, zumindest in meiner Realschule. Das Thema Sexualität haben wir beispielsweise erst in der zehnten Klasse durchgenommen und es dabei sogar nur angeritzt. Gelernt haben wir dabei nichts.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Ich persönlich würde mir wünschen, dass der Unterricht an sich anspruchsvoller wird. Ich bin von der Realschule aufs Gymnasium gewechselt und mache momentan mein Abitur und mein Schnitt hat sich nicht verschlechtert. Die Themen, die wir in Geschichte, Biologie und weitere durchnehmen, werden, finde ich, einfach nicht tief genug behandelt. Da wünsche ich mir meistens noch tiefergehende Lektüre, damit es auch anspruchsvoller wird.
    Vielleicht liegt das auch daran, dass G8 existiert und wir einfach ein Jahr weniger haben, in dem wir lernen können.
    Gibt es hier auch noch welche, die die gleiche Meinung haben, dass der Unterschied zwischen Realschule und Gymnasium nicht wirklich groß ist?

  • Spätestens ab der 9. Klasse, weiß nicht 100% ab wann, war sie mir sehr wichtig, was sich auch in den Noten gezeigt hat. Weiß nicht mehr genau wie oft ich welche Note hatte, oder am Ende nicht mehr, aber mein letztes Realschuljahr war mein erfolgreichstes und oh man, würde gerne auf der Real weitermachen, weil ich mich sicher noch mehr bessern könnte, aber ist ja nicht möglich. :D Derzeit ist mir die Berufsschule auch relativ wichtig, bisher nur 2'er und vielleicht ein oder zwei Einsen, bei denen weiß ich es nicht mehr genau. Dazu sollte ich vlt. sagen, dass ich nicht mal weiß, ob das wirklich wirklich der richtige Beruf für mich ist und zeitweise denke ich mir auch, hoffentlich schaffe ich die Zwischenprüfung nicht, damit ich nicht freiwillig gehen muss. Versteht das jemand? Aber trotzdem will ich bis dahin und dann natürlich auch, ich kann da gar nicht anders, gute Noten haben und das zeigt imo, dass mir die Schule (auch weiterhin) wichtig ist und das wird sie auch so lange sein, wie ich irgendeine Art von Schule besuche. Das war definitiv nicht immer so, aber irgendwann kommt bei einem einfach der Punkt, an dem man erkennt wie wichtig sie ist - ok ist pauschalisiert und das hat vielleicht gar nicht jeder, aber darum geht's ja eigentlich auch nicht. d:

  • Dazu sollte ich vlt. sagen, dass ich nicht mal weiß, ob das wirklich wirklich der richtige Beruf für mich ist und zeitweise denke ich mir auch, hoffentlich schaffe ich die Zwischenprüfung nicht, damit ich nicht freiwillig gehen muss. Versteht das jemand? Aber trotzdem will ich bis dahin und dann natürlich auch, ich kann da gar nicht anders, gute Noten haben und das zeigt imo, dass mir die Schule (auch weiterhin) wichtig ist und das wird sie auch so lange sein, wie ich irgendeine Art von Schule besuche. Das war definitiv nicht immer so, aber irgendwann kommt bei einem einfach der Punkt, an dem man erkennt wie wichtig sie ist - ok ist pauschalisiert und das hat vielleicht gar nicht jeder, aber darum geht's ja eigentlich auch nicht. d:


    Verständnlich und nachvollziehbar ist es schon - wenn jetzt auch ein wenig OT - aber wenn du dir jetzt unsicher bist und ja nach deiner Aussage aber wohl mal bis zur Zwischenprüfung weitermachen willst, dann versuch drüber wegzusehen, so blöd das jetzt klingt. Oder du wirst dir relativ schnell klar darüber, dass der Beruf gar nichts für dich ist und hörst gleich auf. Je nach Ausbildungsdauer ist es ab einem bestimmten Punkt - da finde ich persönlich die ZP einen guten Ansatz - sinnvoller, zu Ende zu machen, so gut es eben geht, die Berufserfahrung nutzen und ich schätze mal, du hättest dich für deinen aktuellen Beruf niht entschieden, wenn du nicht wenigstens ein paar Interessen in dem entsprechenden Bereich hast - und hast dann ergo mit einer abgeschlossenen (guten) Ausbildung, würde ich behaupten, doch einigermaßen gute Chancen, eine neue Ausbildung zu finden, die dir wirklich Spaß macht und auch wirklich deins ist.


    Davon abgesehen, ich weiß nicht ob das nur in bestimmten Berufen der Fall ist, aber durch die Zwischenprüfung kann man doch gar nicht fallen bzw. nicht schaffen geht doh gar nicht - die soll ja prinzipiell nur Auskunft über deinen aktuellen Leistungsstand geben. Zumal ich auch nicht glaube, dass es für den Arbeitgeber einfach ist, dir wegen einer schlechten Zwischenprüfung zu kündigen bzw. ob er das überhaupt darf, grade in der Ausbildung genießt man doch schon einen relativ guten Kündigungsschutz - solange es nur Probleme in der Theorie, also der Schule sind, du aber sonst auf einem fachlich nennenswerten Stand bist und passable Leistungen am Arbeitsplatz bringst, bezweifle ich, dass er dir da so einfach kündigen könnte, weil du nur, weil du die ZP verhaust, ja deswgen nicht untragbar fürs Unternehmen wirst.

  • [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'] Dazu sollte ich vlt. sagen, dass ich nicht mal weiß, ob das wirklich wirklich der richtige Beruf für mich ist und zeitweise denke ich mir auch, hoffentlich schaffe ich die Zwischenprüfung nicht, damit ich nicht freiwillig gehen muss.


    Da die zwischen Prüfungen nur 1/3 der Endnote ausmachet kann mann dich auch nicht wegen einer schlechten Note in der Zwischenprüfung entlassen. Ich kann gut nachvollziehen, ich hatte während meine Asbildung genau das gleiche Problem ich wusste nicht ob das der richtige Beruf für mich ist. Da du erst am anfang deiner Ausbildung bist, und dir klar ist das der Beruf doch nichts für dich ist, sollte mann dann doch lieber aufhören solange es noch geht, weil wenn du es doch bist zu Zwischenprüfung noch versuchen willst und dir dann klar wird misst das geht nicht ist doch nicht der richtige Beruf für mich, dann tust du dir damit keinen gefallen, das hab ich nämlich gemacht ich hab bis zur zwischen Prüfung abgewartet nur um fest zu stellen dass es doch nichts für mich ist, für diesen gedanken hätte ich mir lieber eine reingehauen. Als mir klar das der Beruf doch nichts für mich ist, da war aufhören für mich aufhören kein option mehr sonst würde ich 2Jahre wegschmeissen, da blieb mir nichts anderes übrig auser augen zu und durch. Also überleg dir gut ob du es bis zu zwischen Prüfung probieren willst weil ab da aufzuhören ist nicht wirklich sinvoll.

  • Ich habe auch nur noch ein paar Monate Zeit mich zu entscheiden. Bis Juni ca, wenn nicht sogar Mai, muss ich mich festlegen, um mich für September dann für etwas anderes zu bewerben, also dass ich nicht so lange warten kann wie ich will, ist mir schon bewusst.

    Davon abgesehen, ich weiß nicht ob das nur in bestimmten Berufen der Fall ist, aber durch die Zwischenprüfung kann man doch gar nicht fallen bzw. nicht schaffen geht doh gar nicht

    Da bin ich mir jetzt ehrlich gesagt auch nicht so sicher, habe das bisher halt so aufgenommen. Wenn nicht, dann kann ich danach auch selbst noch kündigen. Es ist so, bei uns haben beide Seiten, also quasi Arbeitgeber und ich, bis April Zeit zu kündigen - ohne Grund!


    Also wie gesagt, ich habe mir schon eine Grenze gesetzt bis wann ich mich entscheiden muss und mal sehen wie es kommt. Dazu sei gesagt, es ist die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester, mein erster Einsatz hat mich jetzt extrem verunsichert bzw. unglücklich gemacht. War auf einer erwachsenen Station, also bin ich noch nicht mal in mein richtiges Berufsleben eingetaucht. Aber wie gesagt, dieser Einsatz hat mich überhaupt nicht glücklich gemacht. Leute fragen mich, ob mir meine Arbeit bzw. Ausbildung gefällt und ich kann bisher nicht ehrlich mit ja antworten und da ist es eben auch die Frage, wie viel Zweifel ist da am Anfang noch normal? Denn jeder Anfang von so etwas is, in meinen Augen, schwer. Auch eine Freundin von mir hatte in der ersten Zeit Probleme mit ihrer Ausbildung und jetzt sagt sie, es gefällt ihr richtig gut. Mal sehen wie es sich entwickelt. Hab bis Mitte Februar erst mal wieder Schule (Block) und dann bin ich (endlich) mal auf einer Kinderstation. Dann kann ich mit weitere Gedanken machen.


    Und Danke euch beiden.

  • Wie wichtig einem die Schule ist liegt meiner Meinung nach immer ganz daran wie angewiesen man selbst auf den eigenen beruflichen Werdegang ist.
    Wenn ich jetzt weiß dass meine Eltern nen Betrieb haben in dem ich später arbeiten kann dann werde ich mir jetzt nicht besonders viel Mühe geben nen starken Abschluss hinzulegen sondern eher alles ein bisschen gemächlicher angehen.
    Für die meisten, mich eingeschlossen kommt die Einsicht wie wichtig ein vernünftiger Abschluss - der eben nur durch entsprechende Leistungen in der Schule zustande kommt - ist & wie aufgeschmissen man ohne ihn ist. Meine Schwester ist drei Jahre älter als ich, hat nach ihrem Realschulabschluss dann ihr Fachabitur gemacht & findet jetzt seit fast 2 Jahren keinen Job, eben weil ihr Abschluss von allen Betrieben anscheinend nicht als ausreichend angesehen wird.
    Ich kann jedem empfehlen sich echt den Hintern aufzureissen, zur Schule geht man nicht lange, auch wenns nervig ist hat man sich dafür nur für diese kurze anzustrengen um den Rest des Lebens problemlos bestreiten zu können. Wenn man die kurze Zeit die man in der Schule hat nicht so gerne fürs lernen benutzt & sich keine Gedanken um den Abschluss macht, der hat dann nach seiner Schulzeit noch sehr viel mehr Zeit sich darüber zu ärgern dass ers nicht kapiert hat.
    Wie gesagt, mir persönlich hängt die Schule jetzt zwar echt zum Hals raus - umso glücklicher bin ich sie jetzt fast hinter mir zu haben, aber man muss sie eben als elementaren Bestandteil des Lebens erkennen & sich ordentlich reinhängen, hat man am Ende nämlich nen Abschluss mit dem man nirgendwo einen Job findet, dann waren die Jahre leider umsonst, hört sich ärgerlich an - ist es auch.