Selbstdarstellung im Internet

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  • Verhaltet ihr euch im Internet ganz anders als z.B in der Schule?
    Ja. In der Schule bin ich immer ziemlich aufgedreht, damit niemand irgendwie rausbekommt was wirklich mit mir los ist.
    Auf der Internetseite tumblr habe ich einen eigenen Blog, wo ich meinen Gefühlen und Gedanken freien lauf lassen kann.
    Mir selber hilft das sehr, da ich so auch meine Wut/Traurigkeit usw. besser abbauen kann oder es zumindest versuche



    Hast du Vorbilder (sei es im BisaBoard Forum oder sonst wo) die du gerne nachahmst, bzw. sein willst wie die?
    Nein eigentlich nicht. Also Internet-Vorbilder zumindest nicht.
    In echt hab ich natürlich einen Helden/ein Vorbild, keine Frage. (:


    Ist es schwierig für dich deine Identität im Internet aufrecht zu halten?
    Kein bisschen.
    Meinen Blog kennt niemand, den ich auch in echt kenne. Nur mein Freund kennt ihn und das ist auch gut so.
    Ich will auch gar nicht das ich entdeckt werde, das wär eine unangenehme Situation.
    Ich meine dort ist weder ein Bild von mir drinnen wo man mich erkennen könnte, noch mein Name und auch nicht mein Wohnort.
    Wieviele Follower ich habe ist mir eigentlich auch egal, da mein Blog ja für mich sein soll und mir gefallen soll.
    Im Internet bin ich eine ganz andere Person als in echt.


    Der Reiz einer anderen Identität, die man sonst im realen Leben ist, was gefällt dir daran?
    Naja ein Reiz ist es bei mir eigentlich nicht wirklich.
    Ich hab nur probiert für mich eine kleine Lösung zu finden, um besser mit gewissen Dingen klarzukommen.
    Wie gesagt, tumblr hilft mir dabei ganz gut. Aber ein Reiz ist da nicht wirklich da.

  • Jeder Mensch hat ein anderes Bild von jemandem, weil man sich automatisch jedem gegenüber etwas anders verhält als den anderen. Das hängt dann davon ab, woher man sich kennt, wie das Gegenüber für einen ist, ob man ihm also zum Beispiel mehr oder weniger vertraut, wie zumindest mal die erste Begegnung verlief, welche Laune man da hatte etc. Ohne es richtig zu wollen, versetzt man sich automatisch in einem anderen Umfeld in eine (etwas) andere Rolle, auch wenn man ein und dieselben Person ist.
    Das Internet kann dann entweder die ehrlichste oder die unehrlichste Seite eines Menschen zeigen. Denn entweder traue ich mich hier, weil ich keine nonverbale Interaktion dabei habe und wegen der gewissen Anonymität, eher über meine Vorlieben und vielleicht auch Probleme zu reden. Oder ich nutze die Gelegenheit dazu, ein falsches, meist idealisiertes Bild von mir zu geben. Beides kann im Internet einfacher oder aber auch schwieriger sein.


    Kurzum denke ich, um die Selbstdarstellung im Internet ist es fast genauso wie mit der außerhalb des Netzes bestellt, nur dass andere Faktoren und Möglichkeiten eine Rolle spielen.

  • Erstmal weil ich loswerden, dass dies ein sehr interessantes Thema ist, ein Dankeschön an den Ersteller.


    Selbstdarstellung im Internet. Ja das ist so eine Sache. Man flüchtet vom RL ins Netz, so stell ich mir das bei Vielen vor. Man wird nicht so akzeptiert wie man ist also flieht man. Oft stellen sie die Besten Bilder von sich hinein um sich gut darzustellen und hoffen dann auf viele neue Freunde und Likes oder wie das heißt. Facebook ist da wohl das Beste Beispiel für. Ich versteht da so Einiges nicht, bindort auch nicht angemeldet. Sein eigenes Leben so zur Schau zu stellen ist nicht mein Ding. Es ist sehr schwer dort echte Freunde zu finden, Enttäuschungen vorprogrammiert. Suizid meist die schlimmste Folge. Gerade heutzutage wo man unbedingt dazugehören muss. Die Einstellung der Allgemeinheit dazu gefällt mir schon nicht aber jeder wie er es braucht. Fakt ist, es wird nicht besser sondern nur schlimmer. Daten können gesammelt werden und keine Altersbeschränkung lockt demnach auch Kinder an, die sich nicht im Klaren darüber sind, welche Konsequenzen es haben kann.


    Ich würde mir mehr Aufklärung schon im jungen Alter wünschen.


    Lieben Gruß :)


  • Dem unterstrichen Teil kann ich, leider aus eigener Sicht, nur zustimmen. Ich glaube kaum jemand würde meine RL-Persönlichkeit mit SecretOssi in Verbindung bringen (und bisher ist wenigstens überall SecretOssi drin wo SecretOssi dran steht :D). allerdings bin ich nicht derjenige der irgendwelche Bilder postet, genauer gesagt existieren von mir nahezu kaum Fotos. Einfach weil ich nicht Fotogen bin (auch wenn manche anderes meinen...). Und in Facebook bin ich zu 95% nen Leser.
    Aber ja. im Internet ist man ungehemmter, freier, hat weniger Angst wie die Leute auf einen reagieren. Ich glaube mein Leben findet mittlerweile vor allem, Kontakt mäßig, im Internet statt. Klar, ich habe zwar drumherum nen normales Leben, arbeite da auch an dem ein oder anderem Punkt, aber sowas ändert sich nicht von heute auf morgen. Und ich weiß auch wo meine Probleme an der geringen Sozialfähigkeit liegen: in Geschehnissen der Vergangenheit (immer nur 2-3 Jahre in einer Schulklasse/Schule, mobbing). Aber nur weil ich die Ursache kenne, kenne ich noch lange keine Lösung. Das Internet ist eben einfacher. vor allem: hier ht man Zeit über das was man sagen will in Ruhe nachzudenken, kann verschiedene "Szenarien" durchgehen, im RL muss man oft viel schneller reagieren.


  • Wer ins Internet flieht, wird wohl kaum auf Facebook Bilder von sich hochladen und auf likes hoffen. Wer im echten Leben ein Versager ist, wird auf Facebook auch einer bleiben. Facebook ist nicht da um neue Leute kennenzulernen, zumindest ist das nicht der wirkliche Sinn. Man benutzt Facebook um Sachen zu organisieren (Feiern, Konzerte und lauter sowas) oder um im Kontakt mit Leuten zu bleiben die man nicht täglich sehen kann. Man will halt wissen was so im Leben eines Freundes vor geht ohne jeden Tag mit ihm ne Stunde zu reden. Deine Umleitung auf Suizid ist ziemlich weit hergeholt. Nenne mir bitte Leute die sich nur durch die Benutzung von Facebook zum Suizid hinleiten lassen haben.

  • Wenn man im RL nur gemobbt wird und sich über das internet versucht, besser darzustellen kann so etwas im schlimmsten Fall nach hinten losgehen. Gerade wenn man psychisch angeknackst ist. Heutzutage geht es doch nur noch um materielle Werte der Mensch an sich zählt nicht. Sorry wenn das eventuell etwas hart rüber kommt aber genauso denke ich. Wenn man sieht wie die Jugend miteinander umgeht kann man doch nur noch alles negativ sehen.
    Im Kindergarten geht Mobbing schon los. Hast du da kein Hello Kitty an spielt keiner mit dir, zumindest ist es bei meiner nichte so. Sie ist die Coolste weil sie diese Klamotten hat und hat sich jetzt schon zu einer kleinen Arroganten entwickelt. Es schmerzt sehr so etwas in dem Alter schon zu sehen, sie wird im Juli 5.
    Zu meiner Kindheit gab es so was erst ab der Oberschule und du kannst mir glauben, das Internet als Ausweg war für mich ok, ich sah keinen anderen Weg und habe aber Gott sei Dank echte Freunde gefunden. Natürlich muss Suizid kein Auswehg sein in und darf es auch gar nicht, aber wenn die Aufklärung fehlt hab ich da echt Bedenken. Wie viele Eltern wissen denn genau was ihr Kind im Internet macht? Bestimmt viel zu wenige.

  • Och, jetzt bring das bitte nicht auf "Früher war das alles besser"-Niveau. Meine Eltern könnten Dir was husten. Damals war nur wer was, der auch eine Jeans getragen hat und Diesel-Pullis besass. Hatteste nichts, warste nichts. Darum bin ich auch streng non-konformistisch erzogen worden, was Mode angeht. Meine Mutter hat zwar schon nach gutem Geschmack ausgewählt, aber uns immer beigebracht, dass Marken oder Schminke nichts bedeuten. Wer uns nur nach der Kleidung beurteilt, ist die Luft nicht wert, die er beim Atmen verpestet (überspitzt ausgedrückt).


    Ich würde damit konform gehen, dass es heutzutage früher damit losgeht, aber das ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die Leute heutzutage Zeit und Geld haben, um ihre Kinder entsprechend einzukleiden (bzw. überhaupt Markenklamotten für Kiddies zu kaufen). Früher hast Du Stundenlohntechnisch knapp 33 Minuten geackert, um Dir nur ein Pfund Butter zu leisten. Hat der Durchschnittsdeutsche heute nach 9-10 Minuten drin. Auch wenn die Wohnungskosten und Lebenskosten gestiegen sind, haben die Menschen dennoch effektiv mehr Geld übrig, und da Kleider Leute machen, fängt man bei den Kindern auch schon an. Nicht schön, aber ist eben eine unvermeidliche Begleiterscheinung. Dem kann man ja erziehungstechnisch entgegenwirken (wenn man denn möchte), aber das Übel wirst Du nie aus der Welt bekommen, weils immer Vollpfosten geben wird.


    Aber das Internet ist natürlich eine Einladung zur Selbstdarstellung, ist ja klar. Unsere Gesellschaft hat sich von der Gesellschaft der Massen zur Gesellschaft des Individualismus' weiterentwickelt, da bleiben solche Erscheinungen nicht aus. Und wenn ich mir so manches Profil eines Stufenkamerades ansehe, weiß ich, dass auch elterliche Aufsichtspflicht da nichts mehr retten würde ;)  
    Ich stimme aber einigen Vorpostern dabei zu, dass das Internet für Schüchterne und Außenseiter eine echte Chance bieten kann, man braucht nur ein wenig Glück bei der Gemeinschaft, in die man so gerät. In aller Regel ist so etwas wie Bisafans (also etwas unter einem gemeinsamen Hobby angelegtem) eigentlich ideal. Dennoch sollte man sich dabei selber treu bleiben, sonst gehts nur nach hinten los.

    Sie finden mich für gewöhnlich zwischen zwei Buchdeckeln, so ca. Seite 213 bis 345. Es ist der gemütlichste Platz für einen Bücherwurm, wo die Geschichte noch nicht vorbei ist und sich die Hauptpersonen schon anfühlen wie alte Bekannte.

  • Zitat

    Wenn man im RL nur gemobbt wird und sich über das internet versucht, besser darzustellen kann so etwas im schlimmsten Fall nach hinten losgehen. Gerade wenn man psychisch angeknackst ist. Heutzutage geht es doch nur noch um materielle Werte der Mensch an sich zählt nicht. Sorry wenn das eventuell etwas hart rüber kommt aber genauso denke ich. Wenn man sieht wie die Jugend miteinander umgeht kann man doch nur noch alles negativ sehen.
    Im Kindergarten geht Mobbing schon los. Hast du da kein Hello Kitty an spielt keiner mit dir, zumindest ist es bei meiner nichte so. Sie ist die Coolste weil sie diese Klamotten hat und hat sich jetzt schon zu einer kleinen Arroganten entwickelt. Es schmerzt sehr so etwas in dem Alter schon zu sehen, sie wird im Juli 5.
    Zu meiner Kindheit gab es so was erst ab der Oberschule und du kannst mir glauben, das Internet als Ausweg war für mich ok, ich sah keinen anderen Weg und habe aber Gott sei Dank echte Freunde gefunden. Natürlich muss Suizid kein Auswehg sein in und darf es auch gar nicht, aber wenn die Aufklärung fehlt hab ich da echt Bedenken. Wie viele Eltern wissen denn genau was ihr Kind im Internet macht? Bestimmt viel zu wenige.


    Dann kannst du mir doch sicher erklären wie furchtbar die Jugend miteinander umgeht? ;)


    Es ging schon immer darum, wie gut man sich vermarkten kann. Bei allen Jobs ist das fachliche Wesen auch nur die halbe Miete. Der andere Teil der Miete ist die Persönlichkeit eines Menschen. Das ist bei der Partnersuche so, das ist bei Freundschaften so. Wenn man sich kennenlernt ist "Vermarktung" nunmal wichtig und Mode ist dazu da, um dem Menschen eine gewisse Ausstrahlung zu verleihen. Warum sollt ein wunderschönes Mädchen Schlabberklamotten anziehen oder irgendetwas total Eigenartiges, ihr Haar formlos wachsen lassen und nicht auf ihre Hautpflege achten, wenn sie in richtiger Mode gekleidet und mit bisschen Aufmerksamkeit auf ihr Äußeres elegant, süß und sexy zugleich sein kann?


    Und zu den Eltern: Vor allem ab einem gewissen Alter sind Eltern... nunja Eltern, keine Wachhunde und auch keine Gefängniswärter ;)


    Ich denke oder weiß, dass die Gefahr bei dieser Selbstdarstellung im Internet darin liegt, dass introvertierte Personen auf eben solche treffen und dazu neigen sich gegenseitig runterzuziehen. "Hey, lass ma gemeinsam emo sein" ist das Schlechteste, was man tun kann.
    Introvertiete Menschen (also nicht solche, die einfach nur stiller sind, sondern solche, die Menschen meiden) müssen an ihrer Einstellung arbeiten und dann mit einer positiven Ausstrahlung rausgehen. Da ist es aber natürlich einfach ausschließlich im Internet nach Bekanntschaften zu suchen, weil da nicht so schnell einer verlangt, dass man aus sich rausgeht und etwas aus sich macht. Wenn man aber natürlich mit gebeugter Haltung und negativer Ausstrahlung versucht in Real neue Bekanntschaften zu knüpfen, wird das oft wieder ein Reinfall.
    Hat mir auch geholfen. Also ich war nie so, dass ich nichts unternommen hätte, aber es ist eben immer mehr geworden - und introvertierte Menschen brauchen Extrovertierte.


  • Wer ins Internet flieht, wird wohl kaum auf Facebook Bilder von sich hochladen und auf likes hoffen. Wer im echten Leben ein Versager ist, wird auf Facebook auch einer bleiben. Facebook ist nicht da um neue Leute kennenzulernen, zumindest ist das nicht der wirkliche Sinn. Man benutzt Facebook um Sachen zu organisieren (Feiern, Konzerte und lauter sowas) oder um im Kontakt mit Leuten zu bleiben die man nicht täglich sehen kann. Man will halt wissen was so im Leben eines Freundes vor geht ohne jeden Tag mit ihm ne Stunde zu reden. Deine Umleitung auf Suizid ist ziemlich weit hergeholt. Nenne mir bitte Leute die sich nur durch die Benutzung von Facebook zum Suizid hinleiten lassen haben.


    Du wirst es vermutlich nicht glauben, aber es gibt tatsächlich Leute die sich wegen Facebookmobbing umgebracht haben ^^"


    Joa, zum eigentlichen Thema. Ich denke das nur sehr wenig Leute im Internet 100% sie selbst sind.
    Ich kann das nur von meiner eigenen Sicht aus angehen. Ich denke...ich bin (vor allem hier, ich benutze Facebook nur um mit der ausländischen Verwandtschaft zu chatten) vor allem extrovertierter als im RL. Da bin ich eher schüchtern und ganz und gar nicht so offen und witzig. Es braucht schon eine Weile um meine innere Mauer aufzubrechen. Dahinter bin ich wieder ganz anders. Ich hab sozusagen 3 Persönlichkeiten XD 1.) RL-bei fremden Leuten oder Leuten die ich nur flüchtig kenne: schüchtern, introvertiert, ruhig, nicht unbedingt ein gesprächiger Mensch 2.) RL-Verwandtschaft(jedenfalls der Teil den ich mag und meine Lieblingscousine/BF) gesprächig, extrovertiert(bis zu einem gewissen Grad) ständig am rumalbern/lästern/reden. Nicht ganz so freundlich und höflich wie Gesicht Nr. 1( XD ). Und mein BB-Ich ist eine Mischung aus Nr. 2 und....dem ich das ganz tief in mir drin schlummert. Liest sich das leicht verstörend? Tja, macht nix, ihr wisst eh nicht wo ich wohne ;)
    Aber um auf den Punkt zu kommen: Ich denke es ist teilweise leichter über gewisse Dinge mit Leuten zu "reden" die man nicht persönlich kennt. Darum flüchten sich vermutlich so viele Leute ins Internet. Was ich aber gar nicht gut finde, ist sich selbst falsch darzustellen. Ich bin ja hier trotzdem ich. Nur sind hier andere Facetten meiner Persönlichkeit unterwegs (oh, man, das liest sich schon sehr shizophren XD). Oder irgendwie wegen seinem aussehen zu lügen *hust* 50-jähriger, notgeiler Opa der sich an 14-jährige ranmacht mit Profilbildern von fremden Justin-Bieber ähnlichen Leuten *hust*. Ja, das war, glaube ich meine Meinung ^^

  • Ich kann dazu nicht viel sagen, ich bin oder zumindest versuche in Virtual Leben so zu sein wie ich in Real bin. Ich versuche auch nicht, Skypeaddy von anderen mithilfe von Bildern und so, zu gewinnen. Da zeige ich lieber meine dunkle Seite ( falls ich eine hätte ) als mich wie einen Star zu bewerben und damit andere anlocken. Welche Seite finde ich schlimm? Facebook.
    Dort gibt es genug viele Jugendliche und Kinder (!) und sogar Erwachsene die Bilder von ihnen selbst zeigen. Einst hab ich einen nackten Mann auf einen von den Fotos gesehen. Das war widerlich und pervers. Deshalb will ich mich dort nicht anmelden.
    Wenn man nicht die richtigen Antworten gibt, geht es nach hinten los.

  • Wenn du Jahre lang immer nur gemobbt wirst, immer wieder hörst das du ein Nichts bist und sowieso nichts aus dir wird, bist du irgendwann an dem Punkt, wo nichts mehr geht. Da kann das Internet helfen aber auch schaden. Mir hat es Gott sei Dank geholfen und mein Freund war und ist meine größte Stütze.


    Ein Beispiel. Die Tochter meiner Kollegin wird eingeschult und muss, aufgrund schlechter Augen, eine Brille tragen. Ein Junge in ihrer Klasse fängt am ersten Tag an, sie zu hänseln, da er gelernt hat, dass Frauen mit Brille hässlich sind. Sein Vater hat ihm das eingeredet. Das steigert sich so enorm, dass er ihr die Brille wegnimmt und sie zertritt. Eine Entschuldigung kam bis heute nicht. Sie hat mittlerweile die Schule wechseln müssen, da sie es psychisch nicht mehr ausgehalten hat. Die Lehrer haben nichts getan und die Eltern sowieso nicht. Der Vater hat ihn gelobt und die Mutter, selbst Brillenträger in, hat sowieso nichts zu sagen.


    Vermarktung ist ein gutes Wort in diesem Zusammenhang. Wenn aber das Selbstbewusstsein im Eimer ist versteckt man sich lieber, will gar nicht auffallen und sich demnach auch nicht vermarkten. Nun gehen aber einige diesen Weg im Internet.
    Kennst du zufällig Jappy? Das war damals ähnlich wie Facebook eine Seite, wo man sich anmelden, Fotos hochladen und mit Anderen schreiben konnte. Die Fotos konnte man per Notensystem wie in der Schule bewerten lassen. Wenn man nun dort sich viel erhofft, kann eine schlechte Note und ein fieser Kommentar wieder nur schaden. Man konnte die Benotung aber auch ausstellen.
    Da ich bei Facebook nicht angemeldet bin, weiß ich nicht wie es dort zugeht und ich will es auch nicht wissen. Internet hat eben 2 Seiten und auch Cybermobbing gibt es mehr als genug. Deshalb schätze ich das BisaBoard sehr. Man hat Leute, die Inhalte prüfen und mit offenen Ohren zur Seite stehen, Fragen beantworten und helfen. Finde ich Klasse :)

  • Ja äh, puncto Brille, die Familie ist gestört.
    Aber etwas anderes: Es kann trotzdem nicht ewig so weitergehen, dass man sich auf alle Ewigkeiten versteckt. Hatte in der Unterstufe auch Probleme mit einer Gruppe von Jungs. Aber im Endeffekt musst ich das irgendwie regeln. Also mit Hilfe von Eltern und damals noch meiner Mutter, weil ich kA 13 etwa war, aber ich musste es ebenso auch alleine regeln.
    Und im Internet ist es manchmal so, dass man Leute trifft, die dich nur runterziehen, du aber selbst noch nicht reif genug bist, um dich nicht zusätzlich runterziehen zu LASSEN.
    Was Menschen wollen und was sie brauchen sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Einige Menschen wollen Mitleid und Verständnis, sie brauchen aber eher öfter, nachdem man ihnen zugehört, "Arschtritte", wenn ich das so sagen darf. Man ist niemanden eine Stütze, wenn man ihm ewig Recht damit gibt, dass er arm dran ist. Das ist im ersten Moment okay, wenn man die Sorgen des anderen erfährt, aber nicht auf Dauer.
    Ich bin eig. ur gern für Freunde da, aber ich kann eben auch fremde von meinen eigenen Problemen abgrenzen.
    Ohne es böse zu meinen, aber hier zB. sehe ich einige Menschen, die von anderen Menschen enttäuscht und ein Stück verbittert sind - und sie geben sich gegenseitig Recht, indem sie voneinander eben diese Beiträge lesen, dass wirklich alles so mies ist, wie es scheint (weil es einige andere auch so sehen). Jeder andere hat nur keine Ahnung etc. - ach und die Menschheit ist sowieso oberflächlich und das alles. So kann man sich sehr rasch in dieser Meinung verbeißen.


    Und mit FB ist es nunmal so. Wer in RL beliebt ist, wird nicht auf FB plötzlich gemobbt werden - und selbst wenn, braucht es weit mehr Hintergrundgeschichte als ein Ereignis (verletzende Kommentare auf FB), damit ein Mensch Suizid begeht.
    Diese Facebookangst haben sich die Leute ja selbst (oder von ihren Eltern und Lehrern) schön eingebläut. Facebook ist böse, weil da zeigen die Leute ja ihre Profilbilder und jeder Zweite ist ein Perverser, der kleine Mädels und Buben belästigt. =P
    Ehrlich, was soll dabei sien, wenn man sein Gesicht (und ja, weibliche Wesen machen 10 Millionen Bilder und schminken sich, bevor sie eines davon hochstellen) zeigt und selbst wenn man einen Strandurlaub macht und sich dabei im Bikini ablichten lässt, ist da auch noch lange nichts dabei. Am Strand sind die Leute halt im Bikini, hat jedes kleine Kind schonmal gesehen. Besorgniserregend ist es erst, wenn man sich jemand Vollsuff auf FB stellen lässt oder in... ungünstigen Posen.
    Ich glaube auch, dass ein GUTES Facebookprofil bei den Leuten besser ankommt als gar keines. Ein Schlechtes ist natürlich worst case, aber ich denke schon, dass ein gutes Facebookprofil viele Sympathiepunkte bringen kann. Man kann ja genauso seine Interessen angeben, all die Bücher, die man gelesen hat, Filme, die man gesehen hat. Alleine durch das Preisgeben von "ich lese gerne", hab ein süßes Haustier und übe gerne mal Sportart X aus, zeichne/tanze/programmiere/spiele in einem Verein, interessiere mich für Sprachen/Mathe/Kunst/whatever (nur NICHT Politik oder Religion!) kann man sehr schnell, sehr interessant wirken. Was eine der sinngebenden Eigenschaften von Facebook ist, wenn man ehrlich ist...


    Außerdem kann man sich einfacher organisieren und auch einfacher Leute zu Parties einladen =X

  • Einige Menschen wollen Mitleid und Verständnis, sie brauchen aber eher öfter, nachdem man ihnen zugehört, "Arschtritte", wenn ich das so sagen darf


    Ich bin mir recht sicher zur Gruppe "Arschtritt" zu gehören. Aber besse rist wenn man dabei auch selbst nen Grund findet sich diesne selbst zu geben. Sich nen Ruck zu geben. Und da muss ich sagen: man kann im Internet auch Leute kennen lernen die man dann privat kennen lernt. Und das ist bie mir der Fall. Genau das brignt mich zum umdenken. Das ist definitiv die gute Seite.
    Und (Cyber-)Mobbing ist bei mir, nicht mehr, so wil, aber die Auswirkungen von früher sind halt dennoch da. Heutzutage ignoriere ich so etwas gekonnt. Leider habe ich das früher auch gemacht, einfahc auf sowas nciht reagiert und bin dann leiber allen aus dem Weg gegangen.
    Abschließend muss ich sagen dass für mich persönlich das Internet doch eine wichtige Funktion hat. Gerade das Internet, bzw. die LEute dich ich dort kenne, halten mich eher hoch als mein RL. Ich weiß nicht wo ich heute wäre, gäbe es kein Internet...

  • Außerdem kann man sich einfacher organisieren und auch einfacher Leute zu Parties einladen =X

    Natürlich ist es einfacher, sich an seinem Handy/Laptop erstma bei Facebook einzuloggen und dann über die üblichen Prozeduren eine Nachricht zu schreiben, anstatt gerade bei demjenigen anzurufen oder, Gott vergebe mir, in der Schule/Uni mit den Leuten zu REDEN 8o  
    Hat doch früher auch allemal gereicht - und bitte, ich möchte nicht auf diese "Früher war alles besser" Diskussion abzielen, aber als ich klein war, hat man gerade bei seinem besten Freund angerufen, sich auch spontan für noch denselben Tag verabredet und Daheim angerufen, wenn man wieder nach Hause wollte. Jetzt muss man erstmal warten, bis besagte Person sich ebenfalls bei Facebook einloggt (was ja auch mal länger dauern kann, da Real Life ) und das liest. Das ist mir echt zu umständlich ^^"





    Und im Internet ist es manchmal so, dass man Leute trifft, die dich nur runterziehen, du aber selbst noch nicht reif genug bist, um dich nicht zusätzlich runterziehen zu LASSEN.
    Was Menschen wollen und was sie brauchen sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Einige Menschen wollen Mitleid und Verständnis, sie brauchen aber eher öfter, nachdem man ihnen zugehört, "Arschtritte", wenn ich das so sagen darf. Man ist niemanden eine Stütze, wenn man ihm ewig Recht damit gibt, dass er arm dran ist. Das ist im ersten Moment okay, wenn man die Sorgen des anderen erfährt, aber nicht auf Dauer.
    Ich bin eig. ur gern für Freunde da, aber ich kann eben auch fremde von meinen eigenen Problemen abgrenzen.
    Ohne es böse zu meinen, aber hier zB. sehe ich einige Menschen, die von anderen Menschen enttäuscht und ein Stück verbittert sind - und sie geben sich gegenseitig Recht, indem sie voneinander eben diese Beiträge lesen, dass wirklich alles so mies ist, wie es scheint (weil es einige andere auch so sehen). Jeder andere hat nur keine Ahnung etc. - ach und die Menschheit ist sowieso oberflächlich und das alles. So kann man sich sehr rasch in dieser Meinung verbeißen.

    Das ist ja ohnehin auch wieder so ein zweischneidiges Schwert, wie es bereits hier angedeutet wurde. Ein User kann auch die Beiträge eines anderen lesen und denken "Der ist mir sympathisch, der denkt ähnlich wie ich!" und in diesem Beitrag müssen sich nicht einmal depressive oder misanthropische Gedanken enthalten sein. Kann sich ja auch lediglich um die gemeinsame Lieblingsband, einen Lieblingsanime/-manga oder whatever handeln, dann schreibt man aufgrund desse miteinander, lernt sich besser kennen und schwupp, man hat - zumindest, wie du es mir immer berichtet hast - in dem Sinne einen neuen Freund gefunden ;)  (auch wenn ich persönlich jemanden aufgrund gleicher Interessen nicht sofort als solchen bezeichnen würde, aber naja)
    Du weißt, ich habe diese Erfahrung mit dem gegenseitigen Runterziehen gemacht und es hätte beinahe wirklich böse geendet, aber man kann ebenfalls Leute kennenlernen, die einen unterstützen und einen wieder hochziehen, die man auch im Real Life getroffen hat und die einem wirkliche Freunde werden (entgegen der Meinung, VL Freunde nähmen niemals den Stellenwert eines RL Freundes an, für mich eben schon und ich hab kein Problem damit o/ ) und einem manchmal besagten Arschtritt verpassen. Und man sollte sich in keine Fall in die Meinung eines anderen "verbeißen", wie du es nennst, das geht ja sowieso nicht lange gut. Und wenn man wirklich mit der Einstellung an die Sache herangeht, Gleichgesinnte finden zu wollen, muss man sich auch gar nicht an der Meinung von anderen festklammern, denn man will ja akzeptiert werden, wie man ist, samt seiner eigenen Meinung ^-^  

  • Wenn man allerdings mehr Leute einlädt und davon nicht alle wissen, wo das ist, ist es bei FB sehr angenehm, wenn man eine Stadtkarte/Standortkarte dabei hat und die am Handy nur anzuklicken braucht.


    Schon klar ^^
    Ich hab diesen Beitrag ja auch sls Antwort von Merkur geschrieben.
    Positive Aspekte wie Interessensaustausch und co. hab ich dem Zusammenhang nicht mehr erwähnt und man kann im Internet auch sehr enge Freunde finden (;)), aber als Antwort für Merkur hab ich einen anderen Aspekt erwähnt. ^^


    Zitat

    Und da muss ich sagen: man kann im Internet auch Leute kennen lernen die man dann privat kennen lernt. Und das ist bie mir der Fall. Genau das brignt mich zum umdenken. Das ist definitiv die gute Seite.


    Man kann die Freunde im Internet zwar genauso lieb haben wie im Rl, aber Unternehmungen sind trotzdem wichtig.
    Man kann nicht sagen: "Ich hab 2, 3 enge Internetfreunde, ich bin nicht einsam." Ist man aber, wenn man die vll. alle 3 Monate oder seltener sieht.
    Die menschliche Seele funktioniert so, dass man sowohl enge Freunde wie auch lockere Bekanntschaften braucht.

  • Ein Beispiel. Die Tochter meiner Kollegin wird eingeschult und muss, aufgrund schlechter Augen, eine Brille tragen. Ein Junge in ihrer Klasse fängt am ersten Tag an, sie zu hänseln, da er gelernt hat, dass Frauen mit Brille hässlich sind. Sein Vater hat ihm das eingeredet. Das steigert sich so enorm, dass er ihr die Brille wegnimmt und sie zertritt. Eine Entschuldigung kam bis heute nicht. Sie hat mittlerweile die Schule wechseln müssen, da sie es psychisch nicht mehr ausgehalten hat. Die Lehrer haben nichts getan und die Eltern sowieso nicht. Der Vater hat ihn gelobt und die Mutter, selbst Brillenträger in, hat sowieso nichts zu sagen.


    Das ist echt schlimm, obwohl dies Mobbing ist gehört es nicht zum Thema.



    Es ist auch nicht gut wenn man im Internet gemobbt wird und den Eltern nichts davon sagt besonders wenn's um Facebook geht. Ich verstehe das die manche keine Hilfe brauchen ( angeblich *rolleyes* ), aber nicht immer kann man was alleine unternehmen vor allem wenn es schon genug war.
    Wer die Hilfe nicht will und die anderen über ihn lästern, schlimme Sachen über ihn sagen und dies sogar bei ihm, kann man am besten den Gegenspaß starten indem man einfach sie ignoriert. Ich weiß, das ist nicht einfach jemanden nichts zu sagen während er dich irgendwie so "Schlampe" oder "Arschloch" nennt, aber so ist es am besten und hören damit auch irgendwann auf, weil ihn einfällt das du dich gar nicht dafür interessierst und keine Gedanken machst.
    Am schlimmsten ist es jedoch wenn man sofort den Gegenangriff startet und denjenigen auch beleidigt und schlimme Wörter sagt und damit fängt das ganze auch an und dann ist man sich auch selber Schuld.
    ~Serpifeu

  • Außerdem kann man sich einfacher organisieren und auch einfacher Leute zu Parties einladen =X


    Ich würde keine Partys als Veranstaltung auf Fb machen.. Hat eine Freundin mal gemacht, waren 80 oder so eingeladen und es sind 100-200 gekommen. Ist nicht soo gut geendet:D


    Dort gibt es genug viele Jugendliche und Kinder (!) und sogar Erwachsene die Bilder von ihnen selbst zeigen. Einst hab ich einen nackten Mann auf einen von den Fotos gesehen. Das war widerlich und pervers. Deshalb will ich mich dort nicht anmelden.


    Wie schlimm, wenn man von sich ein Bild auf Facebook stellt.. Habe ich auch und ich werde von keinen Pedos angeschrieben oder von Freaks angeschrieben. Okay, ich werde vllt von irgendwelchen Jungs geaddet, aber ist ja nicht so, dass man Anfragen ablehnen kann oder Leute blocken kann. Und ist ja auch nicht so, dass dir irgendein Typ Nacktbilder in Skype senden kann, den du aus dem Internet kennst (z.B aus dem BB oder woher auch immer).



    zum Thema Selbstdarstellung:
    Ich versuche auch, wie immer rüberzukommen. Klar, kann man das nicht ganz, aber zum größten Teil bin ich so wie immer. Ist aber recht lustig, wenn irgendeine(r) in einem Onlinespiel auf total cool tut und meint geil zu sein und im RL mega hässlich sind. Danke an diese Trottel, die ihre Whatsappnummer jeden x-beliebigem irgendwo geben und diese Person die dann weitergibt <3 (Klar kann man mit irgendwem den man aus einem Onlinegame oder aus einem Forum kennt seine Nummer geben/den in FB addet, aber irgendwie muss man dieser Person auch einigermaßen trauen können.. Und man kann sich ja auf's Tablet WA machen und sich mit seiner 2. Nummer registrieren:D)


    Und ich habe auch Freunde, die ich aus dem Internet kenne.. Klar, sie sind kein RL-Freunde Ersatz (sollen sie auch nicht sein!) aber man kann den mehr erzählen, als deinen richtigen Freunden halt, weil die ja eh nichts von haben, weil sie dich ja eh nicht im echten Leben kennen. & ja, ich habe RL Freunde, bin hübsch und beliebt und nein, ich bin nicht so wie das Beispiel im Startpost. (wer mir nicht glaubt, kann mich ja gerne in FB adden) Aber ich kann halt online besser über mein Leben reden, weil im RL halt das Risiko besteht, dass deine "Freunde" dein Vertrauen ausnutzen. Hier bringt es den Leuten ja nichts und können nichts weitererzählen.

  • Aber ich kann halt online besser über mein Leben reden, weil im RL halt das Risiko besteht, dass deine "Freunde" dein Vertrauen ausnutzen. Hier bringt es den Leuten ja nichts und können nichts weitererzählen.


    Naja, da gibt es schon einige Gründe, die nicht nur dafür sprechen.
    Ich kann deine Einstellung schon verstehen, aber du nutzt dies als Selbstschutz, was es letztendlich dennoch nicht ist.


    Wenn du hübsch und beliebt bist, dann sollte es doch nicht soviel Probleme in deinem Leben geben, die man mit RL-Freunden nicht besprechen kann. Ansonsten hättest du ja Probleme, die du RL verleugnest, wirklichen Frenden kann man alles erzählen - darum sind es ja Freunde.


    Über Probleme annonym zu reden, ja, das ist eine gute Sache, wenn man sich enfach mal nur auslassen möchte, aber Hilfe bekommt man regulär real, weil das VL nur zum Nachdenken anregen kann, was wohl auch helfen mag, aber ... wenn ich RL darüber nicht reden kann, dann habe ich echt Probleme. =/



    Und ernsthaft, das Leben ist genau dafür da, um zu sehen, wer dich in die Pfanne haut und wer nicht, damit du selbst erkennen kannst, wer wirkliche Freunde sind und wer nicht. That's real life!


    Klar tut es weh, wenn man in die Pfanne gehauen wird, während man im i-net eben die Page wechselt, wenn es einem nicht gefällt. Aber real bleibt das Leben bestehen und dort muss man selber bestehen - darum ist es wichtig, auch dort mit den Problemen rüberzukommen, auf lange Sicht kommt man ehe nicht darum. ;)

  • Wenn du hübsch und beliebt bist, dann sollte es doch nicht soviel Probleme in deinem Leben geben, die man mit RL-Freunden nicht besprechen kann.


    Erstmal den Satz drei mal gelesen, weil ich mir sicher war, dass da nicht das stehen kann, was da steht. Und da ich noch immer daran zweifle und glaube, dass ich das bloß falsch verstanden habe, kann man mich gerne aufklären. Dennoch nehme ich diese Aussage mal als Anlass etwas zum Thema zu sagen.


    Ich denke, dass so ziemlich jeder mal was anderes "ausprobieren" will. Egal, ob man es im RL leicht oder einfach hat, beliebt ist oder Einzelgänger. Bei den "unbeliebten" ist es sich bloß einfacher vorzustellen, aber auch jemand,d er Klassensprecher ist und einen großen Freundeskreis hat, kann Seiten an sich haben, die er nicht jedem zeigt oder einfach mal ausprobieren will. Grad in der Pubertät, wo es um die Identitätsfindung geht. Wieso sollte ein hübsches Mädchen nicht sehen wollen, ob sie auch im Internet gut ankommt, ohne dass man weiß, dass sie hübsch ist? Oder ein ehrgeiziger und guter Schüler, der mal bisschen "bad boy" spielen will, weil die Verantwortung im RL einem über den Kopf wächst? Selbst wenn man einen festen Freundeskreis hat, der keine Wünsche offen lässt, kann es gut sein, dass man dennoch im Internet nach einer anderen Art von Bestätigung sucht oder nur Experimente macht. Oder man will einfach nicht mit seinen Freunden über etwas reden. Und was das Ansprechen von Problemen angeht: Ich glaube einfach nicht an eine 100%ige Offenheit. Nicht aufgrund von Misstrauen oder Verschlossenheit, sondern einfach, weil man über manches gerne für sich nachdenkt oder auch nicht möchte, dass es das RL irgendwie beeinflusst. Und manchmal will man auch nur eine wildfremde Meinung, weil diese einem etwas "klarer" erscheint. Manchmal will man vielleicht auch erst antesten, wie das Problem aufgenommen wird. Und, und, und. Natürlich wird jemand, der sozial gut integriert ist in seine Umgebung, statistisch seltener sich nur auf das Internet verlassen, dennoch finde ich es nicht ganz richtig davon auszugehen, dass nur "Außenseiter" die Anonymität im Internet für sich intensiv ausnutzen.