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  • Einfach nur lächerlich wie hier Panik hervorgerufen wird, wo keiner, aber wirklich keiner, auch nur annähernd sagen kann wie sich alles entwickelt.
    Fakt ist der Brexit ist ein akuter Warnschuss an die EU, dass sich dringend was ändern muss, sonst folgen weitere Länder, was zu einem kompletten Verfall führen wird.

    Widersprichst du dir da nicht selbst? Klar weiß keiner wirklich, wie es jetzt weitergeht. Und die Berichterstattung, die sich teilweise so liest, als sei die Voraussage über die wirtschaftliche Entwicklung sicher, ist dämlich, da stimme ich dir zu. Aber das machst du dann im nächsten Satz ja auch.


    Was du als Sanktionen interpretierst, ist nur die natürliche Konsequenz jedes Austritts aus irgendeinem Verein. Wer geht, kann nicht mehr von den Vergünstigungen profitieren. Es geht nicht darum, die britischen Wähler jetzt abzustrafen, sondern den Austritt nicht zu einem "Schein-Austritt" mit Erhalt aller möglicher Vorteile für Großbritannien verschnürt in einem netten, neuen Völkerrechtsvertrag umzuverhandeln. Denn das wäre ein deutliches Zeichen an all die anderen Befürworter eines Austritts in verschiedenen anderen Ländern. (Warum drin bleiben, wenn man rauskann und trotzdem noch Geschenke bekommt...). Ich halte es für relativ realistisch, dass eine Politik dieser Art geben wird, auch weil die EU es sich nicht leisten kann, da jetzt nen richtigen Hardliner-Kurs zu fahren. Aber konsequent wäre es nicht.

  • Also, mein Englischlehrer findet das Ergebnis ziemlich doof, weil für ihn natürlich erst einmal die wichtige Unionsbürgerschaft wegfallen würde, wenn ich mich nicht irre.


    Die Zukunft wird uns sagen, ob es ohne EU besser ist oder nicht.

    Ich denke mal, dass die Gegenwart schon zeigt, dass es wohl doch keine so gute Idee war. Mal abgesehen davon, dass die Expertenmeinungen allesamt gravierende Nachteile auf das Vereinigte Königreich zukommen sehen und ich habe dir doch schon einmal gesagt, dass man nicht immer erst abwarten muss, bis das Unglück passiert ist, um zu merken, dass es falsch war, schon gar nicht in diesem Fall. Es wurden für die Abstimmung massiv private Einzelprobleme mobilisiert und damit argumentiert - diese werden aber durch den Austritt nicht verschwinden, eher im Gegenteil.
    Nun muss man wohl versuchen, noch das Beste daraus zu machen. Die Rechtspopulisten in Europa (die ja gerade allesamt jubeln) werden weiterhin nicht ihre Klappe darüber halten, wie schädlich doch die EU und wie vorteilhaft ein Austritt aus derselben sei - selbst wenn das Beispiel des Brexit das Gegenteil beweisen sollte. Vielleicht merken aber mal deren Wähler dann endlich, dass das Quatsch ist. Oder aber sie begreifen bzw. erinnern sich, dass die wirtschaftlichen Vorteile der EU nicht ein alleiniger Zweck sind, sondern dass die europäische Idee noch viel mehr als das ist, insbesondere ein wichtiges Friedensprojekt. Wäre jedenfalls schön, wenn der Brexit auf die Art wenigstens ein paar positive Folgen hätte, aber wenn ich mir vor Augen halte, dass man es bisher nicht geschafft hat, den Rechtspopulismus sinnvoll zu bekämpfen, neige ich ehrlich gesagt auch in der Hinsicht zum Pessimismus.

  • Jetzt ist ersteinmal (speziell an den Börsen) Panik angesagt. Sicher, der Wert des Pfunds fällt und viele Unternehmen werden sich überlegen, ihren Standort zu wechseln. Aber das wird kaum zum (wirtschaftlichen) Untergang Großbritanniens führen.
    Der Einbruch an den Börsen ist nun mal mit der Unsicherheit der Anleger zu begründen. Einen derartigen Fall, sprich, dass ein EU-Mitglied den Verband freiwillig verlässt, gab es bisher noch nicht. Natürlich sind die Auswirkungen da ungewiss und die Anleger werden dementsprechend erstmal vorsichtig sein. Nach diesem Tief wird sich aber alles wieder einigermaßen stabilisieren. Das was wir jetzt erleben, ist erstmal der große Schock. Aber der Kurs wird sich auch wieder erholen. Alles wahrscheinlichkeit nach wird das Pfund vorerst nicht mehr so stark sein wie zuvor, vor der ganzen Debatte um den Brexit. Aber GB wird jetzt nicht bankrott gehen, wie manche hier wohl scheinbar annehmen ~.~
    Bzw ist es wirklich anmaßend, die Entscheidung eines Volkes als dumm zu bezeichnen. Von ihnen werden die Auflagen und Forderungen nunmal als Eingriff in ihre Souveränität angesehen. Und die EU-Mitgliedschaft bedeutet nun mal auch, gewissen Pflichten nachzukommen. Es ist ja nicht so, als ob das nicht stimmen würde... Außerdem: würde die EU hier in Deutschland nicht (auch von den Medien) immer so hochgelobt werden, hättet ihr womöglich auch andere Gedanken, was das Thema Brexit bzw generell den Austritt eines Staates, angeht. Die Briten wollen kein Zusammenwachsen mit der EU (bzw in etwa die Hälfte nicht), sie wollen ihre Nationalität und ihre Souveränität voll und ganz beibehalten (wer mal in GB war, weiß wovon ich spreche. Da ist wirklich alles noch traditionell bzw "anders").
    Von daher kann ich die Entscheidung der Briten nachvollziehen. Auch wenn ich mich persönlich über eine Fortführung der Mitgliedschaft gefreut hätte. Eine Gemeinschaft ist immer nur so gut wie ihre Mitglieder.
    Mal sehen, wie es jetzt weiter geht. Ich glaube wie gesagt nicht an die große Katastrophe.
    Es war der viele der Briten, nicht der einer Partei/Regierung. Und das ist vielleicht auch gut so. Hier in Deutschland fehlen mir ehrlich gesagt ein paar mehr plebizitäre Abstimmungen. Mindestens in überschaubaren Fragen, die das Volk direkt beeinflussen und bei denen die Konsequenzen ersichtlich sind


    Bzw zum Thema Kettenreaktion (weitere Austritte): man darf nicht vergessen dass viele Staaten massiv von EU-Hilfsgeldern profitieren. Manche Staaten (wie zb Polen) erhalten mehr als sie einzahlen.

  • Die werden viel von der Schweiz abgucken.

    Werden sie nicht, bitte verbreite nicht schon wieder komplett verallgemeinerten Unsinn. Allein schon die allgemeine Ausgangssituation von Grossbritannien und deren Stand und Beziehungen mit der EU ist eine vollkommen andere als die der Schweiz, da vergleicht man Äpfel mit Birnen. Im Moment lässt sich noch nicht genau sagen, in welchem Ausmass genau dieser Entscheid nun Einschnitte für alle Beteiligten bringen wird, momentan herrscht halt das "Standardchaos", welches nach solchen Entscheidungen immer folgt, besonders an den Börsen. Aber eine solch lächerliche, simplifizierende Darstellung der Situation zeugt halt mal wieder von fehlender Weitsichtigkeit und Kenntnis (welche ja schlussendlich auch eine Rolle bei der Wahl gespielt hat). Man wird erst sehen, wie sich die ganze Situation entwickeln wird, da werden sowohl für die EU, wie auch Grossbritannien noch nie dagewesen Hürden auftauchen. Wenn du also ernsthaft argumentieren willst, dann würde ich solche Nonsens-Aussagen bleiben lassen, machst dich nur selbst damit lächerlich.

  • Ja gerne. In den Ländern wo es noch nicht abgestimmt wurde. Spanien, Griechenland, Frankreich, Deutschland usw.. gerne sofort.
    Weil das gehört zur Demokratie dazu, dass das Volk was abstimmt. Für mich ist die EU gescheitert. Die EU lebt von Deutschland. Ohne Deutschland keine EU.

    Man kann doch nicht ständig an der EU, der Freizügigkeit und dem Multikulturalismus sägen und in Wort und Tat zündeln und dann behaupten, die EU sei gescheitert. Rechte wie du legen zuerst den Brand und rufen dann nach der Feuerwehr, als die sie sich praktischerweise selbst darstellen.
    Du gibst zu, dass UK sich selbst die Axt ins Bein geschlagen hat, befürwortest es aber. Nehmen es sich Leute wie du eigentlich vor, möglichst alles, was vernünftig ist auf dieser Welt, mit völlig verblödetem Unfug zu ersetzen? Ist es dir eigentlich auch egal, dass keines deiner Argumente Sinn ergibt? @Leviator hatte das ja schon mal gefragt..

  • [...] denn es handelt sich um eins der in jeder Hinsicht wichtigsten Länder der EU - ein Austritt der Slowakei (als Beispiel) wäre deutlich weniger (potentiell) tragisch für die Gesamtsituation.

    Ganz im Gegenteil. Der Austritt Großbritanniens trifft vor allem die Briten selbst. Die größte Gefahr die für die EU vom Brexit ausgeht ist die eines Dominoeffekts. Richtig hässlich wird es für die EU wenn ein Mitgliedstaat der Eurozone austritt, ganz besonders wenn dieser Frankreich heißt, aber eben auch die Slowakei.

  • So ist es, allerdings bezweifle ich stark, dass es zu einem Dominoeffekt kommen wird. Wenn die Menschen erstmal sehen, was für schwerwiegende Folgen ein Austritt aus der EU für sie haben kann, werden sie es sich in Zukunft gründlich überlegen, ob sie Le Pen, Strache oder Wilders wirklich an der Macht haben wollen.


    Das hängt natürlich auch davon ab, wie sich die EU jetzt gegenüber Großbritannien verhält. Extrawürste darf es jetzt auf gar keinen Fall geben, sonst kommt es bald tatsächlich zum Zerfall der EU. Die Briten haben sich für den Austritt entschieden, jetzt müssen sie mit den Konsequenzen leben.

  • im Vereinigten Königreich

    Für mich ist jetzt die eigentliche Frage, wie lange es noch dieses vereinigte Königreich geben wird. Womöglich ist diese Entscheidung viel weniger der Anfang vom Ende der EU, als vielmehr der Anfang vom Ende von GB. Schottland und Nordirland wollen drin bleiben, logische Konsequenz wäre jetzt eine Volksbefragung über die Abspaltung vom Königreich und diesmal sähe die Entscheidung in Schottland womöglich anders aus, als die kürzlich stattgefundene.


    Extrawürste sollten sie nun wirklich keinesfalls bekommen und das Ganze sollte schnellstmöglich über die Bühne gebracht werden. In is in, out is out!

    Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kehren die Toten auf die Erde zurück! (DotD)


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  • Moment mal, soviel iuch weiß wollen Wales und Nordirland drinnenbleiben und Schottland will austreten.

    Dann halt Wales ist doch das Gleiche. Wobei ich mir sicher bin, auch was von Schottland gehört zu haben, aber ist ok, falls die auch raus wollen...

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  • Wenn die Menschen erstmal sehen, was für schwerwiegende Folgen ein Austritt aus der EU für sie haben kann, werden sie es sich in Zukunft gründlich überlegen, ob sie Le Pen, Strache oder Wilders wirklich an der Macht haben wollen.

    Das werden sie wohl leider nicht sehen und selbst wenn wird es sie nicht interessieren. Gegen plumpen Populismus können Fakten alleine anscheinend nicht ankommen. Siehe auch User wie @Edex, da kann man sich besser mit einer Mülltonne unterhalten. Wer einfache Lösungen für praktisch jedes Problem verspricht der schürt Hoffnung bei denjenigen, die an populistische Versprechen glauben. Hoffnung auf ein besseres Leben und das in naher Zukunft. Diese Menschen wollen und werden sich nicht mit Fakten auseinandersetzen, sondern fest an die vermeintlich einfachen Lösungen glauben. Aus Unvermögen oder aus Faulheit. Sie glauben an das, was sich für sie am besten anhört, Pragmatismus wollen sie nicht sehen. Der Brexit-Wahlkampf war ein Paradebeispiel dafür: http://www.spiegel.de/politik/…onen-luege-a-1099198.html


    Davon abgesehen hoffe ich, dass sich die negativen Konsequenzen für die Briten in Grenzen halten werden. Denn gerade die über 15 Millionen (!) Briten die für einen Verbleib gestimmt haben sind die Leidtragenden dieser Abstimmung. Keine Extrawürste, aber auch kein Ausschluss aus dem Binnenmarkt. Sie sollen in Zukunft nur noch mehr für den Zugang zum Binnenmarkt zahlen als sie aktuell an Beitragszahlungen leisten und eben keine Stimmrechte mehr haben, ähnlich der Schweiz und Norwegen. Zumal auch der Rest der EU davon profitiert, wenn die Briten weiterhin Zugang zum Binnenmarkt haben.


    Sobald es den Briten wegen des Brexits schlechter geht ist eh wieder die böse EU schuld, die "Sanktionen" verhängt hat und den Briten bewusst geschadet hat, um sie wegen des Austritts zu bestrafen und andere Mitglieder abzuschrecken. Stimmt nicht? Wurscht!

  • Bin gespannt, was noch passieren wird. Martin McGuinness, der Deputy First Minister von Nordirland, hat bereits zu einem Referendum aufgerufen (oder dieses vorgeschlagen), um wieder ein vereintes Irland zu schaffen. Schottlands First Minister hat ein zweites Unabhängigkeitsreferendum in Aussicht gestellt. Das ist schon ziemlich krass und alleine deswegen denke ich auch, dass am Ende England und Wales mehr dadurch verlieren könnten als bisher angenommen.

  • Diese Menschen wollen und werden sich nicht mit Fakten auseinandersetzen, sondern fest an die vermeintlich einfachen Lösungen glauben. Aus Unvermögen oder aus Faulheit. Sie glauben an das, was sich für sie am besten anhört, Pragmatismus wollen sie nicht sehen. Der Brexit-Wahlkampf war ein Paradebeispiel dafür: spiegel.de/politik/ausland/bre…onen-luege-a-1099198.html


    Ein anderer nicht ganz uninteressanter Artikel in dieser Hinsicht kann auch hier nachgelesen werden, wenn einem nicht stört dass es auf Englisch ist - man hat auch an den Wahlergebnissen gemerkt, dass diese Strategie voll und ganz aufgegangen ist, da gerade in der älteren Wählergruppe der Brexit die meisten Pluspunkte sammeln konnte.


    Bin gespannt, was noch passieren wird. Martin McGuinness, der Deputy First Minister von Nordirland, hat bereits zu einem Referendum aufgerufen (oder dieses vorgeschlagen), um wieder ein vereintes Irland zu schaffen.


    Hier bin ich ehrlich gesagt noch ein wenig skeptisch. Bei den Schotten bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass es durchgeht - sie haben vor zwei Jahren nur gestimmt in der UK zu bleiben, weil das für sie bedeuten würde dass sie weiterhin in der EU wären. Jetzt da der Brexit eben keine Fiktion mehr ist, steht eigentlich nichts gegen den Punkt, ein zweites Referendum abzulehnen, und ich kann mir nicht vorstellen dass die EU das ablehnen würde, gerade da das auch die Folgen für die EU ein wenig mildern sollte. Irland und Nordirland... ist dann doch schon eine viel heiklere Geschichte, und bislang hört man nur von den Leuten von einem vereinten Irland, die es ohnehin schon in der letzten Zeit auf den Tisch bringen wollten (mit wie viel Erfolg, kann man sich ja sicherlich denken). Mich würde es eigentlich auch nicht wundern, wenn eben das jetzt noch einmal zu einem neuen Konfliktherd wird.

  • Zitat von Shorino

    Man kann doch nicht ständig an der EU, der Freizügigkeit und dem Multikulturalismus sägen und in Wort und Tat zündeln und dann behaupten, die EU sei gescheitert. Rechte wie du legen zuerst den Brand und rufen dann nach der Feuerwehr, als die sie sich praktischerweise selbst darstellen.
    Du gibst zu, dass UK sich selbst die Axt ins Bein geschlagen hat, befürwortest es aber. Nehmen es sich Leute wie du eigentlich vor, möglichst alles, was vernünftig ist auf dieser Welt, mit völlig verblödetem Unfug zu ersetzen? Ist es dir eigentlich auch egal, dass keines deiner Argumente Sinn ergibt? @Leviator hatte das ja schon mal gefragt..

    Die Idee der EU war ja gut, die Ländern zusammenzubringen oder zumindest identischer zu machen. Aber wie es scheint gibt es Probleme. Hohe Jugendarbeitslosigkeit, besonders in den Südstaaten. Die Nordstaaten sind Geberländer und die Südstaaten Nehmerländer. Für wie lange? Wann und wie soll es ändern? Dazu gib es sehr viele Optionen. Selbst Wissenschaftler sind sich meist uneinig. Die Einen sind für die EU, die Anderem dagegen.
    Man sagt ja, dass man die EU hat damit der Import und Export besteht. Deutschland würde Geld an Südstaaten bezahlen und die Südstaaten kaufen dafür unsere Produkte. Stimmt alles. Nur wie wäre es ohne eine EU anders? Nicht viel. Weltweiter Handel muss in der modernen Zeit betrieben werden um ein starkes Land mit hoher Wirtschaftlichkeit zu sein. Wir sind nicht in einer Zeit, wo es in jeden Dorf einen Schmied, Bauer, Arzt, Holzfäller usw.. gibt.
    Das Vertrauen der EU hat sehr daran gelitten mit der Griechenlandkrise und Flüchtlingskrise.


    Die EU hat gute Ideen, aber auch Ideen, die ich nicht für richtig halte. Zum Beispiel freie Grenzen. Für mich hat jedes Land das Recht seine Grenzen zu überwachen. Für mich ist Grenzschutz sehr wichtig. So können noch mehr Schmuggler erfasst werden.
    Außerdem ein freier Binnenmarkt geht auch ohne EU. Die Verträge werden dann halt ohne die EU gemacht.


    Großbritannien hat ja schon früher mal abgestimmt, ob sie der damaligen EG (Europäische Gemeinschaft) gehören wollten und mehrheitlich für ja abgestimmt. Und jetzt fast 50/50. Welche Altersgruppe hat denn damals überwiegend für die EG abgestimmt?

    Zitat von Leviator

    Gegen plumpen Populismus können Fakten alleine anscheinend nicht ankommen. Siehe auch User wie @Edex, da kann man sich besser mit einer Mülltonne unterhalten.

    Dann rede auch nicht mit mir wenn ich für dich wie eine Mülltonne bin oder rede mit mir so wie du es mit einer Mülltonne auch tust. Danke!

  • Die Idee der EU war ja gut, die Ländern zusammenzubringen oder zumindest identischer zu machen

    Die EU hat auch einen weiteren Zweck - Einheit. Stellt euch vor, wir hätten keine EU. Dann hätten wir da Amerika, Russland, vielleicht China und dutzende kleine Staate, die absolut nichts zu sagen haben in der Welt. Wir würden herumgeschubst werden im Spiel der Macht und der Wirtschaft.

  • Die Idee der EU war ja gut, die Ländern zusammenzubringen oder zumindest identischer zu machen. Aber wie es scheint gibt es Probleme. Hohe Jugendarbeitslosigkeit, besonders in den Südstaaten.

    Und inwiefern hat die EU die Jugendarbeitslosigkeit zu verantworten?


    Die Nordstaaten sind Geberländer und die Südstaaten Nehmerländer. Für wie lange? Wann und wie soll es ändern? Dazu gib es sehr viele Optionen.

    So lange wie die Nehmerländer darauf angewiesen sind, vielleicht?


    Selbst Wissenschaftler sind sich meist uneinig. Die Einen sind für die EU, die Anderem dagegen.

    Naja in der Brexit-Debatte waren sich die Experten eigentlich alle durchweg einig, dass ein Austritt irrsinnig ist. Expertenmeinung wurden aber offenkundig von den Befürwortern des Brexit ignoriert. Link


    Man sagt ja, dass man die EU hat damit der Import und Export besteht. Deutschland würde Geld an Südstaaten bezahlen und die Südstaaten kaufen dafür unsere Produkte. Stimmt alles. Nur wie wäre es ohne eine EU anders? Nicht viel. Weltweiter Handel muss in der modernen Zeit betrieben werden um ein starkes Land mit hoher Wirtschaftlichkeit zu sein. Wir sind nicht in einer Zeit, wo es in jeden Dorf einen Schmied, Bauer, Arzt, Holzfäller usw.. gibt.

    Naja. Deutschland würde nicht bezahlen und auf seinen Produkten sitzen bleiben, weil sich die anderen EU Staaten die Produkte nicht leisten können. Oder sollen sie einfach ohne EU weiterzahlen?


    Zum Beispiel freie Grenzen. Für mich hat jedes Land das Recht seine Grenzen zu überwachen. Für mich ist Grenzschutz sehr wichtig. So können noch mehr Schmuggler erfasst werden.

    Freie Grenzen ermöglichen einen schnelleren Waren-, Güter-, Finanz-, Dienstleistungs- und Personenverkehr. Sind Schmuggler wirklich ein so großes Problem, dass man den Markt so stark ausbremsen muss?


    Außerdem ein freier Binnenmarkt geht auch ohne EU. Die Verträge werden dann halt ohne die EU gemacht.

    Gut. In deinen vorherigen Beiträgen lässt sich herauslesen: du hast was gegen die EU aber erkennst die Vorteile und möchtest sie nicht missen. Natürlich kann jeder Staat einzeln mit jedem anderen Staat Verträge abschließen um Handel miteinander zu ermöglichen. Das Recht sieht aber gemeinsame Standards hervor. Wenn also ein Produkt die Standards eines anderen Staates bricht, darf es dort nicht verkauft werden. Deshalb muss man sich eben einigen. Das macht man in Brüssel. Ergo ist das was du dir wünschst eben am Ende doch die EU. Gut die EU setzt auch Standards in vielen anderen Bereichen, z.B. Hygiene. Ich kann mich z.B. erinnern, dass sich eine englische Hotelbesitzerin sich über die EU aufgeregt hat, dass sie Butter nicht unverpackt ausstellen darf, weil es gegen die Hygienevorschriften verstößt, es aber schon immer Tradition ihn ihrem Hotel war. Oder die berühmte krumme Gurke. Die Leute regen sich einfach über so zweitrangigen Bullshit auf, statt mal die offensichtlichen Vorteile der EU zu erkennen.

  • Zitat von Bällchen

    Die EU hat auch einen weiteren Zweck - Einheit. Stellt euch vor, wir hätten keine EU. Dann hätten wir da Amerika, Russland, vielleicht China und dutzende kleine Staate, die absolut nichts zu sagen haben in der Welt. Wir würden herumgeschubst werden im Spiel der Macht und der Wirtschaft.

    Einheit klappt nicht so wie man es sich wünscht. Dann müsste jedes Land den identischen Ertrag leisten können. Bestes Beispiel ist Amerika. Besteht aus 50 Einzelstaaten, aber vergleicht Texas mit Oregon usw.. wo ist denn hier die Einheit, die du ansprichst? Jedes Land hat andere Gesetze. Deutschland war vor der EU auch in der Wirtschaftlichkeit sehr oben und für die Größe von Deutschland war es perfekt. Also will man mit EU gemeinsam in der Wirtschaftlichkeit vor USA und China stehen? Was sind da die Vorteile?




    Zitat von LalleVonLanzeloth

    Und inwiefern hat die EU die Jugendarbeitslosigkeit zu verantworten?

    Die EU hat es nicht geschafft, dass die Wirtschaftlichkeit in den Südstaaten zu verbessern um so anspruchsvoller für neue Arbeitsplätze zu sorgen. Hier gibt es keine Einheit innerhalb der EU.






    Zitat von LalleVonLanzeloth

    So lange wie die Nehmerländer darauf angewiesen sind, vielleicht?

    Das kann aber sehr lange dauern. Wäre es nicht clever wenn die Südstaaten aus der EU austreten? Griechenland besonders. Die haben sich in die EU geschmuggelt.
    Das kann man mit Bayern und Berlin vergleichen. Bis Berlin Geberland wird vergehen Jahrzehnte, aber Bayern möchtet das Geld lieber für Bayern ausgeben.






    Zitat von LalleVonLanzeloth

    Naja. Deutschland würde nicht bezahlen und auf seinen Produkten sitzen bleiben, weil sich die anderen EU Staaten die Produkte nicht leisten können. Oder sollen sie einfach ohne EU weiterzahlen?

    Nicht weiterzahlen. Die Südstaaten müssen mit eigener Währung die Wirtschaftlichkeit verbessern. In Italien hat das Norditalien einen Zorn auf das Süditalien, weil die Wirtschaftlichkeit in Norditalien viel besser ist und aber für das meiste haften müssen. Die Lösung ist eine Rückkehr zur EWG (Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft).




    Zitat von LalleVonLanzeloth

    Freie Grenzen ermöglichen einen schnelleren Waren-, Güter-, Finanz-, Dienstleistungs- und Personenverkehr. Sind Schmuggler wirklich ein so großes Problem, dass man den Markt so stark ausbremsen muss?

    Ja es musst. Hat man beim G7 Gipfel gesehen, wo nicht die gesamte Grenze von Deutschland kontrolliert wurde.
    http://www.abendzeitung-muench…af-8ab5-644d9eb053c5.html






    Zitat von LalleVonLanzeloth

    Gut. In deinen vorherigen Beiträgen lässt sich herauslesen: du hast was gegen die EU aber erkennst die Vorteile und möchtest sie nicht missen. Natürlich kann jeder Staat einzeln mit jedem anderen Staat Verträge abschließen um Handel miteinander zu ermöglichen. Das Recht sieht aber gemeinsame Standards hervor. Wenn also ein Produkt die Standards eines anderen Staates bricht, darf es dort nicht verkauft werden. Deshalb muss man sich eben einigen. Das macht man in Brüssel. Ergo ist das was du dir wünschst eben am Ende doch die EU. Gut die EU setzt auch Standards in vielen anderen Bereichen, z.B. Hygiene. Ich kann mich z.B. erinnern, dass sich eine englische Hotelbesitzerin sich über die EU aufgeregt hat, dass sie Butter nicht unverpackt ausstellen darf, weil es gegen die Hygienevorschriften verstößt, es aber schon immer Tradition ihn ihrem Hotel war. Oder die berühmte krumme Gurke. Die Leute regen sich einfach über so zweitrangigen Bullshit auf, statt mal die offensichtlichen Vorteile der EU zu erkennen.

    Welche Standars zum Beispiel?
    Die EU hat ja auch mal mit Glühbirnen und Topflappen beschäftigt.


    http://info.kopp-verlag.de/nac…rdnete-unmuendigkeit.html


    Zunächst werde ich bestimmt heimbesucht und alle Geräte, die nicht der jetzigen EU Ordnung entsprechen müssen entsorgt werden. Es wird so kommen. Ich weiß in Gegensatz zur EU, dass alte Geräte zwar einen höheren Stromverbrauch haben, aber meist eine längere Lebensdauer haben. Da in neueren Geräten meist Widerstände und andere Bauteile platziert werden von schlechtem Material, die nur 10 oder 20 Jahre halten. Die meisten kaufen dann einen neuen Fernseher oder so. Die Wenigsten würdem es reparieren lassen (Reparatur) und noch weniger reparieren es selbst.
    Der Glühbirnen Verbot gleicht einen Entzug der Glühbirnenbesitzer. Die EU denkt nur an Sicherheit und Ordnung. Aber sie übertreibt es manchmal. Sind alte Standards schlechter als Neue?