Bildungssysteme - und was man alles verbessern könnte...?

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  • Zitat von Feliciá

    "Intelligenz" und "schulischer Intellekt" sind sowieso zwei komplett verschiedene Paar Schuhe, und es kommt sowieso immer darauf an, von welcher Art Intelligenz wir überhaupt sprechen. Emotionale Intelligenz? Logische und rationale Intelligenz? Das sind alles grundverschiedene Dinge, und wenn man aus "die Anforderungen an Berliner Schüler sind geringer als an bayrische Schüler" schlussfolgert, dass Berliner dümmer sind als Bayern, sollte man vielleicht selbst noch einmal zur Schule gehen, und sich überlegen, wie man Fakten und Aussagen richtig interpretiert.

    Ich meine halt der Schulstoff in den Schulen und die dafür benötigte Kenntnis. Die Frage, die man ja stellen sollte ist ja auch, wieviel und was sollte man für einen bestimmten Abschluss wissen? Die Bayern lernen anscheinend zuviel für einen Abschluss und haben Wissen, was sie mit diesen Abschluss nicht brauchen werden. Ist es richtig wenn man umso mehr wissen muss oder eher wenn man das weißt, was man wissen sollte?


    Zitat von Feliciá

    Das Schulsystem generell hat bei uns einfach ein wahnsinniges Problem, finde ich - es ist veraltet in seinem Wesen. Man hatte lange das "Preußische" System, hat man in manchen Ländern anscheinend immer noch . Worauf war das ausgerichtet? Darauf Soldaten für die damals ständig laufenden Kriege zu kreieren. Menschen, die Autoritäten anerkennen und ein immenses Pflichtgefühl haben, diesen Autoritären zu folgen.

    Danach gab es einen Umschwung und das aktuelle Schulsystem, in dem auch ich noch drin bin, ist nicht darauf ausgerichtet, autonome Individuen, die es in der Welt gerade dringend braucht, zu "züchten", sondern darauf ausgelegt Arbeiter zu generieren. Die Generation unserer Eltern und unserer Großeltern. Die meisten von ihnen? Arbeiter. Mag sicherlich auch Ausnahmen geben. Worauf ich damit hinaus möchte: die Schulen bzw die Art wie wir lehren und unterrichten, entspricht nicht mehr dem, was in Zukunft von Nöten sein wird. Und das sind weder brave Arbeiter, noch willige Soldaten. Wir brauchen Weltverbesserer. Richtige Weltverbesserer.

    Ich möchte gerne wissen, was du mit Weltverbesserer meinst. Ist nicht jeder Mensch in einer Hinsicht ein Weltverbesserer. Durch die Arbeit wird ja ein Mehrwert erschaffen. Wenn du denkst, dass wir nur Sozialberufe, Forscher und Wissenschaftler brauchen, dann kann ich sagen, dass das nicht stimmt. Weil auch hier wird früher oder später automatisiert. Also zurzeit werden extrem viele IT Spezialisten gesucht. Hier eine Übersicht: https://www.komm-mach-mint.de/…dium/Uebersicht-IT-Berufe


    Also dieses MINT Studium generell ist anscheinend begehrt.


    Aber grundsätzlich werden auch in Zukunft viele Jobs gebraucht. Die Arbeit ändert sich nur. Firmen wollen die Arbeit für die Arbeiter erleichtern um gleichzeitig die Erträge zu erhöhen. Geringere eigene Arbeitsbelastung + Automatisierung = Größerer Ertrag. Deshalb ist das meiste in einer Autofabrik schon automatisiert und die Arbeiter selbst werden stetig weiter entlastet. Bessere Geräte wie Elektroschrauber usw.. Das Problem isr hier aber eher, dass bei Firmen das Gehaltsgefälle so groß ist. Aber was wird noch sehr stark gesucht? Zeitarbeiter! Überall in den Bereichen, wo man Krankheitsfälle oder Spitzen ausgleichen tut.


    Und wenn es um die Entwicklung geht. Der Mensch hat seit Beginn immer nur eine Mission: "Durch neue Entwicklungen uns selbst die Arbeit abnehmen. Uns überflüssig machen." Irgendwann gibt es keine Arbeit mehr für uns. Das dauert aber noch.


    Zitat von Zai

    @Edex generell kann es niemals die Lösung sein, sein Bildungsniveau zu verschlechtern. Wenn in Bayern mehr gefordert wird als in anderen Bundesländern, dann sollte das Bestreben sein, das Niveau generell auf diesen Stand zu heben, nicht jedem Trottel ein Abi hinterherzuwerfen. Generell wäre es besser, die Abschlüsse nicht mehr in dem Maße wie momentan zu entwerten (alles unter Abi ist quasi nutzlos außer fürs Handwerk), sondern auch der mittleren Reife wieder eine gewisse Relevanz zukommen zu lassen und das Abi halt den Zweck hat, einen aufs Studium vorzubereiten. Aber dass Abschlüsse auf niedrigerem Niveau vereinheitlicht werden, ist ein absolut falscher Schritt.

    Bildung ja, aber der Anspruch sollte auch der Wirklichkeit entsprechen. Zu viel verlangen ist auch nicht förderlich, weil so wie bei mir. Auch wenn ich "nur" einen Reaschulabschluss (vorher auch den Hauptschulabschluss) auf einer Förderschule gemacht habe, brauche ich sehr vieles was ich gelernt habe nicht mehr. Vieles, was ich gelernt habe wende ich einfach nicht mehr an. Manche Dinge braucht man immer und wird auch immer wieder benötigt. Aber gerade solche komplexen Dinge wie "Determinanten", was Feliciá gesagt hat, braucht man bei den meisten Berufen und auch privat nicht zu wissen. Ansonsten bin ich voll bei Dir, Handwerksberufe sollten nicht unterbewertet werden:



    Dieses Video zeigt es auch sehr gut. Ohne das Handwerk hätten wir nichts und sähen wie die Steinzeitmenschen aus.


    Ich finde, dass die Schüler länger gemeinsam unterrichten sollen und erst später entscheiden, ob man speziell eher was handwerkliches machen will oder halt studieren. Aber Beides sollte gleich bewertet werden. Jeder Beruf ist in jeweiliger Hinsicht wichtig. Auch die Berufe ohne Kundenkontakt usw.. man sieht die nicht, aber sie sorgen dafür, dass wir unsere Freizügigkeit haben als Kaufoption. Wie bei der Post und das Verteilungszentrum. Dort arbeiten Menschen, wir sehen sie nicht, weil wir nur die Post sehen. Aber alles was wir uns kaufen, dahinter stecken Entwicklungskosten, Personalkosten, Materialkosten, Verpackungskosten usw.. dahinter. Ich bin mir ganz sicher, dass das ganzzz vielen nicht bewusst ist, was dahinter so alles steckt. Früher habe ich auch nur gedacht: "Ist nur ein Fernseher" oder so. Aber heute, wo ich in einer Produktion arbeite, schätze ich die Produkte viel mehr als je zuvor.

  • Beispiel: ich hatte in der zehnten Klasse Realschule in Bayern das Thema "Determinanten". Ich hab mich vor einiger Zeit, kann mich jetzt nicht an den Kontext erinnern, mit jemandem gesprochen, der Mathe studieren wollte, in NRW wohlgemerkt. Er hatte - und er ist ja vorher 12 Jahre am Gymnasium gewesen - bis ins Studium nie was von Determinanten gehört.

    Zu meiner Zeit gab es die Determinanten in NRW noch, aber wahrscheinlich sind die bei dem ganzen hin und her bezüglich G8 oder G9 auf der Strecke geblieben. Irgendwo muss man schließlich sparen, wenn man ein Jahr weniger zur Schule geht. :biggrin:

    Dass es auf dem Autobahnen so voll ist, das liegt voll an uns Deutschen, wo gefühlt jeder ein Auto besitzt. Würde Deutschland mehr auf die Bahnen setzen, dann wären die Straßen auch leerer.

    Toll dann sind die Straßen leer und die Züge umso voller. Das löst natürlich alle Probleme.

    Außerdem muss man eben sehen, dass in Bayern und BW die Leute im Schnitt sehr reich sind und die Armutsquote mit die geringste in DE ist. Und beides beeinflusst in der Regel schulische Leistung positiv.

    Der Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund dürfte in Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg auch deutlich niedriger sein als beispielsweise in NRW oder Berlin, was ebenfalls ein Grund für das schlechtere Bildungsniveau ist.

    Ist nicht jeder Mensch in einer Hinsicht ein Weltverbesserer.

    :achtung:

    Die Top drei der aktuell größten Weltverbesserer:

    1. Donald Trump

    2. Wladimir Putin

    3. Xi Jinping

    ...

    Vieles, was ich gelernt habe wende ich einfach nicht mehr an. Manche Dinge braucht man immer und wird auch immer wieder benötigt. Aber gerade solche komplexen Dinge wie "Determinanten", was Feliciá gesagt hat, braucht man bei den meisten Berufen und auch privat nicht zu wissen.

    Nur, weil du gewisse Sachen in deinem Alltag nicht brauchst, heißt das nicht, dass diese Sachen nicht von anderen Personen oder Berufsgruppen benötigt werden. Zudem soll gerade auch die gymnasiale Oberstufe die Schüler auf ein mögliches Studium vorbereiten, da an Universitäten nicht noch zusätzlich die Basis-Kenntnisse vermittelt werden können. Da lernt man schlicht Sachen, die man später nicht braucht, weil der Lernstoff nicht individuell auf jeden Schüler zugeschnitten werden kann (viel zu großer organisatorischer Aufwand).

  • Gehe morgen vielleicht nochmal drauf ein Edex - sorry, aber mit Weltverbesserern (und man möge bitte auch in meinem Post das ganz wichtige Wort "autonom" beachten) meine ich eben nicht dieses Klischee, diese Romantik von wegen "jeder macht auf seine Art die Welt besser", ich meine Menschen, die wirklich Ideen und Pläne haben, wie man die Welt langfristig verbessern kann, die revolutionäre Theorien, Technologien und Erkenntnisse entwickeln können und mit der man die Welt wirklich ändert. Und das sind eben nicht "alle".


    Werde mich zu deinem Beitrag und allem anderen nach meinem Post aber morgen in aller Frische äußern ^-^

  • Jedes Land hat sein eigenes Bildungsprogramm und anstatt, dass Bildung überall gleich ist wird darüber aufgeregt, dass die Einen anders gelehrt werden als die Anderen. Bildung ist auch historisch begründet. Wurden die eigenen Eltern gut ausgebildet, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass es die Kinder auch gut gebildet werden. Dennoch kann man nicht sagen, dass Berliner zum Beispiel "dumm" wären. Die Ansprüche vor Ort sind einfach anders. Genauso gut kann man Bayern nicht mit Berlin vergleichen.

    "Intelligenz" und "schulischer Intellekt" sind sowieso zwei komplett verschiedene Paar Schuhe, und es kommt sowieso immer darauf an, von welcher Art Intelligenz wir überhaupt sprechen. Emotionale Intelligenz? Logische und rationale Intelligenz? Das sind alles grundverschiedene Dinge, und wenn man aus "die Anforderungen an Berliner Schüler sind geringer als an bayrische Schüler" schlussfolgert, dass Berliner dümmer sind als Bayern, sollte man vielleicht selbst noch einmal zur Schule gehen, und sich überlegen, wie man Fakten und Aussagen richtig interpretiert.


    Das Schulsystem generell hat bei uns einfach ein wahnsinniges Problem, finde ich - es ist veraltet in seinem Wesen. Man hatte lange das "Preußische" System, hat man in manchen Ländern anscheinend immer noch . Worauf war das ausgerichtet? Darauf Soldaten für die damals ständig laufenden Kriege zu kreieren. Menschen, die Autoritäten anerkennen und ein immenses Pflichtgefühl haben, diesen Autoritären zu folgen.

    Danach gab es einen Umschwung und das aktuelle Schulsystem, in dem auch ich noch drin bin, ist nicht darauf ausgerichtet, autonome Individuen, die es in der Welt gerade dringend braucht, zu "züchten", sondern darauf ausgelegt Arbeiter zu generieren. Die Generation unserer Eltern und unserer Großeltern. Die meisten von ihnen? Arbeiter. Mag sicherlich auch Ausnahmen geben. Worauf ich damit hinaus möchte: die Schulen bzw die Art wie wir lehren und unterrichten, entspricht nicht mehr dem, was in Zukunft von Nöten sein wird. Und das sind weder brave Arbeiter, noch willige Soldaten. Wir brauchen Weltverbesserer. Richtige Weltverbesserer.

    An sich gebe ich dir Recht, denke aber trotzdem, dass du sehr übertreibst. In jeder Klasse kommt nunmal eine Gruppe sehr verschiedener Menschen zusammen. Daher braucht es gewisse Regelungen, da du Unterricht sonst vergessen kannst. Im Regelfall, auch wenn man es hier und da anders erlebt, kann man schon davon ausgehen, dass es intelligenter ist auchmal auf Autoritäten zu hören und auch wenn unser Schulsystem veraltet ist, wird einem bestimmt nicht die Individualität genommen und zu einem hörigen Soldaten oder Arbeiter erzogen, nur weil man sich auchmal zurücknehmen und in eine Gruppe eingliedern soll.


    Mir wäre ein Zwischending am liebsten. Autoritäten auchmal anerkennen zu könnem und sich nicht dauernd auf stur zu stellen "näääh, will ich nicht, mach ich nicht, bin sowieso gegen alles" ist in einer Klassen/Schul/jeder-Gemeinschaft genauso wichtig wie selbst zu denken und jemanden widersprechen zu können. Rotzige Teenager (und Leute, die schon längst aus dem Alter raus sind, sich aber immer noch so verhalten) will dann halt auch keiner.

    Allerdings ist mir das auch selten untergekommen, im Vergleich zu Leuten, die auchmal verflucht nochmal auf das hören können, was man ihnen sagt. xD

    Ein Kumpel (Studienanfänger) hatte letztens echt den Schock, weil der Prof ihnen im Labor sehr strikte Anweisungen gegeben hat. Der Dude neben ihm: "Naa, so kann man das sicher auch tun." - und wundern sich dann, dass man zusammengefaltet wird. Wir hatten da damals auch so eine Spezialistin, die Dinge absichtlich anders machen wollte, einfach weil es sinnvoll für sie erschien und einfach weil... und dann dem Prof widersprochen hat, einfach weil, obwohl sie nunmal Unrecht hatte und am Ende nur dumm dastand.


    Und das ist nicht nur bei Sicherheitsbestimmungen der Fall. Man kann eine Klasse / Gruppe an Kindern nicht mehr kontrollieren, wenn sie alle meinen würden, auf jede Anweisung als Rotzgöre zu reagieren und jede Kleinigkeit bis ins Unendliche ausdiskutieren würden. Zum Glück ist mir das selten passiert, aber die meisten Eltern sind zum Glück auch nicht laissez-faire-artig unterwegs. Zudem hat man's im Arbeitsleben schwer und wird bald wieder fliegen, wenn man so unterwegs wäre.

  • daher hat man sich in Bayern wohl für den "Egotrip" entschieden.

    Genau das war doch die anfängliche Kritik.


    Dann hat man einen Abschluss in Berlin, der aber in Bayern weniger wert wäre als ein bayrischer Abschluss. Das ist diskriminierend.

    Sehe ich auch so. Dass das Ganze Ländersache ist, finde ich sowieso nicht als förderlich. Würde man es bundesweit vereinheitlichen, wäre jeder Abschluß gleichviel wert und hätte überall die gleiche Berechtigung.

  • Zitat von PokeFanNo1

    Toll dann sind die Straßen leer und die Züge umso voller. Das löst natürlich alle Probleme.

    Man kann Zugverbindungen aufbauen. Weniger Autos = Weniger Platz, wenigere Parkplätze/Stellplätze = Mehr Platz für Zugstrecken, mehrere Züge


    Dabei darf man nicht vergessen, dass ein einziger Zug sämtliche Autos ersetzen kann. Wieviele passen in einem Zug so rein? Ich würde schon so 300 sagen. Damit ersetzt man so mindestens 200 Autos.


    Zitat von PokeFanNo1

    Die Top drei der aktuell größten Weltverbesserer:

    1. Donald Trump

    2. Wladimir Putin

    3. Xi Jinping

    ...

    Auch wenn die Antwort ironisch gemeint ist, meine ich das mit meiner Aussage anders. Jeder möchtet ein Weltverbesserer sein. Ob er/sie einer ist, das steht auf einem anderen Stern.


    Feliciá

    Du hast dich nicht gemeldet :wasp:

    ---


    https://bit.ly/2t4Wdtr


    Immer mehr Studenten wollen einen Job im öffentlichen Dienst ausüben, weil es ein fester Job sei. Ist ja schön und gut, aber laut Stand jetzt ist es halt nicht förderlich. Weil die meisten Menschen im öffentlichen Dienst keinerlei Sozialabgaben haben und höhere Kosten aufgrund von höheren Pensionen verursachen. Wir brauchen nicht mehr Menschen im öffentlichen Dienst, wir brauchen mehr gut bezahlte Jobs auch im privaten Sektor mit starken Tarifverträgen, die die Arbeit zukunftsfest gestaltet und auch krisensicher macht. Daher brauchen wir dringend höhere Löhne, damit Menschen nicht jahrelang studieren müssen um als Richter, Arzt usw.. gut verdienen zu müssen, sondern wo auch eine einfache Ausbildung reicht um gut zu verdienen. Viel zu viele studieren ja auch, weil man unter den familiären Druck steht und auch gegen den eigenen Willen. Auch mit den Bedenken wie ohne Studium wird man arm und hat man im Alter nichts usw.. Dabei wollen viele keine dreckige Arbeit machen oder früh aufstehen. Bei den Arbeitszeiten kann ich es schon teilweise verstehen. Menschen, die ohne Probleme früh aufstehen können sollten lieber Jobs machen, wo man sehr früh aufstehen muss. Für die Langschläfer sollte man natürlich auch andere Arbeitszeiten anbieten, wo man so um 10 anfängt. Dennoch zeigt der Artikel auch, dass auch Beamte Überstunden machen wie bei der Polizei.

  • Zitat von Edex

    Auch wenn die Antwort ironisch gemeint ist, meine ich das mit meiner Aussage anders. Jeder möchtet ein Weltverbesserer sein. Ob er/sie einer ist, das steht auf einem anderen Stern.

    Das ist ein ziemlicher Trugschluss und Psychologie von Boulevardzeitschriften.

    Viele Firmenchefe sind bloß auf Profit aus.

    Viele Privatpersonen schauen auch zuerst (oder ausschließlich) auf ihren eigenen Vorteil. Bis zu einem gewissen Grad ist das auch normal.

    Einige Leute erfreuen sich am Leid anderer.

    Inwiefern möchte da jeder ein Weltverbesserer sein?

  • Zitat

    Weil die meisten Menschen im öffentlichen Dienst keinerlei Sozialabgaben haben und höhere Kosten aufgrund von höheren Pensionen verursachen.

    Edex


    Nicht der gesamte öffentliche Dienst besteht aus Beamten.

    Es gibt genug Menschen, die in den öffentlichen Verwaltungen hocken und ohne ein Beamtenverhältnis arbeiten. Meine Lehrgangskollegen sind allesamt Tarifbeschäftigte. Dabei machen sie dieselben Arbeiten wie ich. Ob verbeamtet wird, ist eine Frage der Möglichkeit, ob es das Land oder der Bund vorsieht. Bei ihnen wird es nih vorgesehen.

    Und die bezahlen alle als Tarifbeschäftigter brav die Sozialabgaben. ^^

    Genau so eine Freundin aus meinem Verein, die ist auch nicht verbeamtet. Wenn es die Behörde nicht vorsieht oder zumindest im jetzigen Zeitpunkt, dann bleiben die in der Sozialversicherungs pflichtig wie andere AN auch.

  • Ja, ich nehme es zurück. Kann man nicht auf alle zurückführen, dass man ein Weltverbesserer ist.


    Ich habe ja geschrieben, dass die meisten Menschen keine Sozialabgaben zahlen und nicht alle. Es gibt Ausnahmen, die du genannt hast. Das ist ja auch richtig so, dass sie Sozialabgaben haben wie fast jeder Andere. Aber noch besser wäre wenn auch die restlichen Beamten und Selbstständigen Sozialabgaben hätten. Dazu gehören Soldaten, Polizei, Richter, Pfarrer, Lehrer, Politiker usw.. wobei Pfarrer sollten gar keine Beamte sein. Die Kirche sollte ein privater Verein wie jede e.V. auch.

  • https://www.rtl.de/cms/tuerkei…cebook#Echobox=1578641250


    https://www.n-tv.de/politik/Tu…cebook#Echobox=1578641039


    Oh bitte nicht. Ich müsste nicht wie das hier der Integration helfen sollte? Gerade Erdogan und die Türkei mit ihren nationalistischen Gedankengut. Schlimm genug, dass die Imane hier meist aus dem Ausland kommen und nicht hier in Deutschland ausgebildet wurden. Das ist für mich der genau der falsche Schritt. Die Schulen sollte ein Ort sein des gemeinsamen Lernen. Wo alle Schüler gemeinsam unterrichtet werden sollten.


    Deshalb alle Privatschulen verbieten, alle Förderschulen schließen und ja das sage ich als ehemaliger Förderschüler. Was wir brauchen ist eine riesige Investion in der Schulbildung. Die Inklusion muss vorran getrieben werden, dazu sollte es sogenannte "Gemeinschaftsschulen" geben, wo alle Schüler gemeinsam lernen bis zur 10.Schulklasse. Danach erst können die Schüler entscheiden, ob sie das Abitur machen oder eine Ausbildung. Aber wie gesagt Privatschulen insbesondere trennen sich einfach von Alltag. Anstatt mit allen Menschen zu arbeiten, lernen sie nur unter sich und da fehlt der gesellschaftliche Diskurs. Auch solche "türkische" Schulen wären Privatschulen. Wir brauchen aber keine Trennungen..sonst würde es ja für alle extra Schulen geben. Buddhistische Schulen, Orthodoxe Schulen usw.. aber das ist einfach genau der falsche Weg. Inklusion und Integrarion funktioniert nur durch das zusammengehörende Lernen mit allen Menschen, unabhängig des Glaubens, Herkunft, Geschlecht, Wohlstandstand usw..


    Um das zu erreichen muss man natürlich auch viel mehr Geld für neue gut gebildete Lehrer ausgeben.


  • Kann dir nur teilweise zustimmen. Integration findet auch in Schulen statt. Da gebe ich dir vollkommen recht, daher ist es meiner Meinung auch nicht sinnvoll dieser Forderung der türkischen Schulen nachzugehen.

    Allerdings finde ich die Idee einer gemeinsamen Schule bis zur 10. Klasse nicht sinnvoll. Der Zweck der Haut- und Realschule und des Gymnasiums ist es dem entsprechenden Bildungslevel der Schüler gerecht zu werden und diese zu fördern und zu fordern. Eine `Gemeinschaftsschule´ würde die bildungsschwächeren Schüler abhängen und die bildungsstärkeren unterfordern.

    Eine Entscheidung für welche weiterführende Schule ein Kind geeignet ist, erachte ich als schwierig, gerade nach der 4. Klasse. Eine Orientierungsstufe, wie es sie eine Zeit lang in Niedersachsen gab, halte ich für sinnvoll (nach der Grundschule kommen die Schüler für zwei Jahre an die Orientierungstufe und ab der 7. Klasse besuchen sie eine andere weiterführende Schule, je nach Empfehlung).

  • Nun, mit den jetzigen Möglichkeiten wäre ein gemeinsames Lernen nicht möglich, weil wir einfach zu schlecht ausgestattet sind. Zu wenige Lehrer, aber auch zu wenige Schulen. Dass Inklusion und das gemeinsame Lernen funktionieren kann, daran glaube ich aber. Warum sollte jemand, der begabter ist auch jetzt Klassen überspringen? Es muss einfach ein Niveau geben, womit alle befasst werden. Damit alle auch auf gleicher Ebene Wissen aneignen. Die besseren Schülern sollten einfach den schlechteren Schülern dabei unterstützen. Auch eine Schulklasse ist wie ein großes Ruderboot, wo alles nur laufen kann wenn jeder seinen eigenen Anteil dazu beibringt. Ich finde 10 Schuljahre sollte schon jeder in der Schule gemeinsam unterrichtet werden und dann erst entweder Abitur oder in den Berufen eine Berufsausbildung machen. Die Hauptschule hat bei den Ruf einer Schule von dummen Menschen. Das kann nicht sein. Eine Schule soll Menschen zusammenbringen statt sie zu trennen.

  • Damit alle auch auf gleicher Ebene Wissen aneignen

    Da hast du aber einen Denkfehler drinnen: Menschen sind nicht gleich, also können sie sich auch nicht auf die gleiche Art und Weise gleich viel Wissen aneignen

    Aber Aufgabe muss sein, die Menschen gleicher zu machen. Zurzeit sind wir nur vor dem Gesetz alle gleich, aber Manche sind gleicher. Daran gilt zu arbeiten, dass sämtliche Abweichungen beseitigt werden, damit es nur noch eine Schule gibt, wo alle gemeinsam lernen und keine Förderschulen, Privatschulen usw.. wo nur bestimmte Menschen gemeinsam lernen. Das ist eher antiproduktiv als fördernd, weil so kommt man nicht im Umgang mit der Gesellschaft, sondern nur mit einen Teil der Gesellschaft, die bestimmte Bedingungen erfüllt.

  • Edex eigentlich sollte genau das Gegenteil das Ziel sein,Kinder individuell zu fördern. Und dazu gehört nunmal auch, schlauere, talentiertere und lernwilligere Kinder auch in ihrem Pfad zu unterstützen und diese nicht zurückhalten. Jeder hat das Recht auf die Chance für eine bestmögliche Bildung, welches beeinträchtigt wird, wenn diese vernachlässigt werden. Sicher ist das momentane System misslungen, aber das Ziel muss immer eine Verbesserung und Förderung von Talenten sein.

  • Aber Aufgabe muss sein, die Menschen gleicher zu machen.

    Nein.

    Die Aufgabe muss sein, jeden Menschen entsprechend seinen individuellen Stärken und Talenten bestmöglichst zu fördern und auszubilden und die individuellen Schwächen entsprechend ausgeglichen werden. Das wird niemals zu 100% klappen, kann es auch nicht, aber wir können uns bemühen die Bildung so nah wie nur möglich an diese Option anzunähern.

    Die Menschen immer gleicher zu machen ist genau das Gegenteil und wird dafür sorgen, dass die Intelligenten unter- und die Weniger-Intelligenten überfordert werden. Lediglich der Durchschnitt wird mehr oder minder bedient werden. Oder alle werden auf den Schnitt der Dümmsten unterrichtet und ausgebildet, was zwangsläufig zu einem kompletten Verfall der Gesellschaft führen wir, weil niemand mehr die schulische Voraussetzung haben wird, Berufe wie Ärzte, Juristen und co. auch tatsächlich ausführen zu können. Und nein, ich möchte von niemanden behandelt werden, der nur mit ach und krach sein Studium mit viermal Augenzudrücken geschafft hat, nachdem man das auch noch nach unten angepasst hat.

    Und wenn man es doch macht und alle studierte Berufe haben: Wer verkauft dann Lebensmittel, wer reinigt die Straßen, wer pflegt die Kranken und Alten? Denn diese Berufe werden nun mal von Menschen gemacht, die nicht studierten und auf "niederen" Schulen waren.


    Und ich bin hier sehr unglücklich mit der Bezeichnung "Dumm". Mir fällt nur keine bessere Alternative ein, die beschreibt, was ich meine. Denn nur weil jemand nicht gut (oder gar nicht) rechnen oder lesen kann, ist dieser jemand nicht dumm. Er hat vielleicht dafür ein besseres zwischenmenschliches Verständnis, hat ein Auge für Details, ist künstlerische begabt oder kann wunderbar mit Kindern umgehen, während jemand der in allen Leistungsfächern eines mit Plusen dran schreibt, ein unempathischer Hohlkopf und Kinderschreck ist und sofort nicht mehr klar kommt, wenn etwas nicht mehr der gewohnten Routine entspricht oder gar sein erlangtes Wissen auf ein anderes Gebiet anbringen soll.


    Und das bedeutet:

    Wer die Leistung erbringt auf ein Gymnasium zu gehen, sollte dort auch hingehen.

    Wer die Leistung erbringt, um gerade zu eine Förder- oder Hauptschule zu besuchen, sollte auch dort hingehen.

    Wer die Leistung erbringen könnte um eine höherwertige Schule zu besuchen, sollte entsprechend gefördert und motiviert (!) werden. Denn wer schlicht und ergreifend die Leistung nicht erbringen will, muss dann auch zu seiner Entscheidung stehen dürfen. Mein Bruder hätte zum Beispiel vom Intellekt her aufs Gymnasium gehen können, hat aber extra weniger gelernt, damit er sich nicht noch mehr Arbeit ans Bein bindet, wenn er erst mal da ist. Seine Entscheidung. Meine Eltern waren darüber nicht glücklich. Seine Lehrer auch nicht. Aber wenn man ihn zwingen wollte, wurde er einfach noch schlechter und machte absichtliche Fehler. Mit seinen gewählten Beruf ist er heute zufrieden. Und er weiß: wenn er mehr wollte, könnte er das auch noch nachholen. Denn auch das bietet Deutschland an.


    Was man niemals machen sollte:

    Die Qualität der entsprechenden Schulen so weit nach unten anpassen, dass dort jeder drauf kann. Dann haben wir wieder das Gleich-System, das in die Binsen geht.

    Die Bildung aufgrund der Herkunft anpassen. Das bedeutet, dass jemand mit der falschen Hautfarbe, einer körperlichen Behinderung oder der finanziellen Stärke der Eltern eine andere Bildung erhält als ein Zweiter, obwohl Beide ansonsten die selben Leistungen erbringen könnten. Hier sehe ich den gewichtigsten Punkt, denn zu oft ist die Bildung der Eltern entscheidend für die Bildung des Kindes (Hauptschuleltern schicken ihre Kinder "nur" auf die Hauptschule, Gymnasieaner-Eltern akzeptieren nichts drunter, etc.). Körperlich Behinderte werden gerne auf die Förderschulen geschickt, obwohl sie mit einem entsprechenden Ausgleich intellektuell genauso gut sind wie die nicht-behinderten. Und mit Ausgleich meine ich, dass jemand ohne Beine natürlich kein Weitspringen machen muss und dafür auch keine Benotung erhält oder das jemand mit entsprechender "Langsamkeit" eben mehr Zeit für Prüfungen hat (Ich empfehle hier einfach mal Jules Blog und da alle Einträge mit Helena-Tag. Wobei auch der gesamte Blog lesenswert und lehrreich ist, werden hier Möglichkeiten gezeigt, die ein körperlich-behindertes Kind hat um eine normale Schulbildung zu erhalten... und auch welche Hürden seitens der Lehrerschaft da in den Weg gestellt werden können). Das mit der falschen Hautfarbe wird schwieriger, weil das oft auch mit mangelnden Deutschkenntnissen einhergeht. Hier sind dann auch wieder die Eltern gefragt - denn eine gemeinsame Sprache ist grundlegend um eine gute Schulbildung möglich zu machen. Und da nützen auch die besten Angebote nicht, wenn Eltern und Kinder diese nicht nutzen.

  • Ich favorisiere das schwedische Modell und ja woanders lernen die Schüler auch zusammen.


    https://hvg-blomberg.de/2005/0…ist-schweden-ein-vorbild/


    Hier 9 Jahre lang.


    Zitat von Siehe Artikel

    Während der 9 Jahre Schule bleiben 20-30 Schüler immer zusammen, das soll die Jugendlichen dazu befähigen, stabile und lange andauernde Beziehungen zu bilden. Die Schüler sollen lernen einander zu helfen, Stärken zu entdecken und Schwächen gemeinsam abzubauen.


    Zitat von Siehe Artikel

    Die nationale Behörde hat Schweden vorgeschlagen im 5.und 9. Schuljahr zentrale Tests zur Einschätzung des Lernstandes durchzuführen. Außerdem sollen die Gemeinden regelmäßig die Qualität ihrer Schule evaluieren.

    In größeren Gemeinden wurden sogar Ämter eingerichtet, in denen es Experten für Evaluation und Schulentwicklung gibt. In den kleineren Gemeinden müssen sich die Schulen selber evaluieren oder die Verpflichtung zur Evaluation mit anderen Schulen lösen. Die Behörden kontrollieren alle 6 Jahre in allen Gemeinden die Qualität der Rahmenbedingungen und der Infrastruktur.

    Sowas ich zurzeit bei uns unvorstellbar.


    Es geht darum, dass wir homogener mit uns selbst umgehen.

  • Bitte um Gottes Willen keine Gleichschaltung!!!! Das is pures Gift und hilft sogut wie niemandem. Von mir aus gerne bis zur neunten zusammen, aber dann müssen spezifische Kurse her. Man könnte hier auch einfach unterschiedliche Stundenzahlen anbieten, bzw unterschiedlich schwere Kurse. Aber dazu bräuchte man halt Personal und Räume... Auch weiter oben müsste man das System überarbeiten. Ich hab zB damals soziales Abitur gemacht und musste trotzdem Mathe prüfen lassen.... brauchte ich nie wieder und werd ich nie wieder brauchen. Der Abschluss befähigt dann einen halt nicht dazu Technik zu studieren und gut. Alles was dann Mathe braucht ist eben nur mit ner Zusatzprüfung machbar. Der ganz große Witz kommt noch: Ich werd mir die allgemeine Hochschulreife holen (Geht, da ich nen Akademieabschluss hab) und danach Sozialwissenschaften studieren. Dass ich sogar Physik studieren könnte, ist.... bescheuert...