Windmonds Kammer der lyrischen Schrecken

  • Ich dachte mir, ich schreib ein Selbstpoiträt über mich.
    Ich kann schlecht eins über jmd schreiben, den ich nicht kenne.
    Das Selbstpoirät beinhaltet Anspielungen auf @Aquana und @Shizumi


  • Ich dachte, ich antworte mir selbst auf dieses Gedicht in Briefform.
    Ich gehe nur auf den groben Inhalt ein.


    Hallo,


    ich habe mal nachgedacht. Ich bin wahrscheinlich einer der wenigen Menschen, der "zuviel" Zeit hat.
    Die meisten meiner Schriftstücke, Beiträge, Geschichten und so entstehen auf Arbeit, da ich zu 2/3 nicht ausgelastet bin.
    Zeit ist ein wichtiges Gut, wir merken das nie, wir werden uns nur dann bewusst, wenn wir uns erinnern oder wir unseren Geburtstage feiern. Dann heißt es "Hoppla, die Zeit vergeht wie im Flug" oder "Das war erst vor zehn Jahren, mir kommt es vor, als wäre es gestern gewesen."
    Die Zeit vergeht, sie verbrennte. Irgendwer sagt mal, de Zeit ist ein Raubtier. Wenn die Kerze des Lebens erloschen ist, dann sind wir alle tot. Wir wissen nicht, wie lange diese Kerze brennen wird.
    Wir müssen diese Zeit nutzen, wir müssen das tun, was sein muss.
    Esgibt Tage, da frage ich mich, wie lange habe ich noch? Es ist nicht so, dass ich ein langes Leben haben kann.
    Früher als 15 war, könnte ich mir nicht vorstellen, dass ich 30 werde. Ich dachte, ich werde vorher Selbstmord begehen, weil Erwachsen sein doof ist.
    Heute ist es schwierig, denn manche Leute reden nicht mit mir wie ein Erwachsener, sondern wie ein mit geistig zurückgebliebenes Kind. Behinderte sind für manche Menschen alle gleich, Doof und zurückgeblieben. Abschaum der Gesellschaft sind wir in den Augen der Menschen. Mit solchen Mitmenschen muss ich meine Zeit verschwenden.
    Ich versuche so gut es geht meine Ziele zu erreichen, dabei bin ich mir bewusst, dassmanche zu hoch sind.
    Vielleicht erreiche ich es ja.


    LG
    Aramis aka Martin

  • Ich hab mir mal @Alaiyas Tipps aus der Plauderhecke zu Genuge geführt. Ich betrachte das als kleine Übung meinerseits.
    Ich hab als erstes auf Vergangenheit umgestellt. Ich versuchte das umzusetzen, was mir einfiel.
    Morgen werde ich etwas Pokemon bezogenes schreiben.


    Diese Geschichte ist nur eine Übung! Ihr könnt sie jederzeit kritisch vernichten.

  • Hey @Aramis,


    interessantes Setting, das du dir da für deine Schreibaufgabe ausgedacht hast. In diesem kurzen Text werden einige interessante Aspekte angeschnitten, von denen man sich eigentlich wünscht, dass sie weiterverfolgt werden: Wie verlor der Saturn seine Ringe genau, was war der große Krieg? Wie passen griechische Gottheiten ins Bild? Auch das gesellschaftliche Setting sieht ziemlich spannend aus: Allein schon die eher schwierig scheinende Stellung der Monarchie ist sehr interessant, aber auch die angedeuteten gesellschaftlichen Faktoren. Wirklich, gute Gedanken!
    Sprachlich hast du hier und da einen Buchstaben zu viel oder zu wenig, und auch Tempusfehler haben sich gelegentlich eingeschlichen. Was du außerdem vermeiden solltest, ist das Verwenden von Einheitenkürzeln ("m" für "Meter" z.B.). Im Fließtext wirkt das dann eher abgehackt. Auch bei Ziffern solltest du überlegen, wann du sie wirklich setzen musst. Grammatikalisch ist es zwar korrekt, 34 statt vierunddreißig zu schreiben, allerdings wirkt das oft etwas komisch - geh da am Besten sparsamer mit um. Das mit Trump stört noch ein wenig ... wenn das wirklich ein Traum ist, geht das schon, aber dieser humoristische Touch zerstört dann irgendwie schon die Zweideutigkeit der Traum/nicht Traum-Situation.


    Also für eine reine Übungsaufgabe nicht schlecht, das Thema könntest du glatt weiterverfolgen - interessant wäre ja auch, zu erfahren, ob der Traum wirklich nur ein Traum war oder das Mädchen wirklich zurückgeschickt wurde ... wer weiß?


    Bleib am Ball und verbessere weiterhin fleißig deinen Schreibstil!


    ~ Sheo


  • Das ist kein Meisterwerk

  • -Leben-

    In all diesen Leben sind wir gewachsen,

    wir sind gefallen,

    manchmal wie eine Feder, mal wie ein Stein.

    Wir standen immer wieder auf

    wie der Phönix aus der Asche, wie der tägliche Sonnenaufgang,

    Was geblieben sind unsere Narben, manche sichtbar, manche nicht.

    Wir tragen sie wie ein Gepäck, wir können es nicht ablegen, es ist ein Teil von dem, was du bist, wer du bist.

  • Salut! :)

    Ich habe gerade deine Gedanken über das Leben entdeckt und würde dir ganz gerne ein kurzes Feedback dazu da lassen. :3


    Auffällig ist natürlich erst einmal die Form, die du gewählt hast. Du wählst Verse, sonst jedoch keine klassischen Merkmale eines Gedichts. Kann man definitiv so machen und stellt die einzelnen Gedankengänge viel mehr in den Vordergrund als es in einem Prosatext der Fall wäre, insofern behandele ich es einfach mal als Gedicht.

    Gleich der erste Vers ist interessant, wenn nicht gar der interessanteste, da hier von mehreren Leben gesprochen wird. Ich nehme an, dass damit das jeweils einzelne Leben jedes Menschen gemeint ist, so wie es da steht, klingt es für mich aber nach mehreren Leben der einzelnen Menschen. Das wäre schon deshalb interessant, weil man dann davon ausgehen könnte, dass sich die gesamte Aussage des Gedichts für das lyrische Ich in jedem seiner Leben wiederholt und dass es somit in einer endlosen Schleife festgehalten wäre. Aber wie gesagt, ich gehe eher davon aus, dass einzelne Leben gemeint sind. Der andere Punkt im ersten Vers ist der, dass die Menschen in ihrem Leben wachsen, bzw. gewachsen sind. Im folgenden Vers wird antithetisch dann das Fallen eingeworfen, wobei es schon im dritten Vers insofern relativiert wird, dass der Fall mal weich und mal hart ausgefallen sein kann. Ich mag die bildhaften Vergleiche mit der Feder und dem Stein, genau wie anschließend das Bild des täglichen Sonnenaufgangs. Lob dafür! :)

    Erst in den letzten beiden Versen wird deutlich, dass es genau dieses Fallen ist, dass jeden einzelnen Menschen zu dem macht, der er ist. Trotzdem sind es eben „Narben“, die nicht für jeden sichtbar sein müssen. Auch das ist ein schön realistisches Bild, weil eben jeder mit irgendetwas zu kämpfen hat und mit sich schleppt. Noch schöner finde ich allerdings die Aussage, dass es trotzdem weitergeht. Vielleicht möchtest du ja auch noch darüber nachdenken, ob die Narben nicht doch wieder heilen können. Nicht jede Narbe bleibt schließlich ewig! :3

    Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt war, aber mir ist auch noch aufgefallen, dass die Verse zum Ende hin immer länger werden. Das passt eigentlich ganz gut zum Inhalt, da sich im Laufe des Lebens ja auch immer mehr Erfahrungen ansammeln. :)

    Eine Kleinigkeit, die mir im vorletzten Vers noch aufgefallen ist, ist dass du da ein Wort vergessen hast. Das müsste „Was geblieben ist, sind [...]“ heißen.


    Wie gesagt, ein interessanter, kurzer Gedankengang. Gerne mehr davon! :)

    Au revoir!

  • Ein Spiegel

    zersplittert in tausend Teile

    Jeder zeigt einen Teil

    was man ist

    wer man war

    was man tat

    wer man sein könnte


    Ich bin nicht perfekt

    Ein Sonderling in vielerlei Hinsicht

    Gefangen, doch frei.

    Unüberlegt, aber klug

    Verloren, aber gefunden


    Hier ist mein Heim,

    so fremd, doch vertraut.

    So viele Menschen, doch einsam.

    Wissen ist Macht, aber Macht ist nichts.

    Das Leben ist wie ein Zerrspiegel.


    Man geht irgendwo hin

    um im nirgendwo anzukommen.

    Das Ziel nicht bekannt,

    doch folgt man eine Spur, die einen abbringt.

    Eine Karte nicht lesbar, nicht deutbar.

    Der Kompass zeigt nie die richtige Richtung.

    Trotzdem geht man weiter,

    weiter als gedacht

    anders als geglaubt

    Ein Wunsch, so unerreicht, nicht füllbar.

    Jeder Wunsch nach Klarheit zeigt das Grauen.

    Ich gehe, ich wandere

    Irgendwann ist Schluss

    nur wann, nur wie

    Alles beginnt wieder von vorn

    wie ein Murmeltier.

  • Manchmal fühle ich mich träge

    Meine Seele schmeckt nach Blei

    Ich will was tun

    Ich kann es nicht.

    Es fühlt sich so schwer an

    wie ein Berg,

    dem man nicht passieren kann.

    Ich stehd hier und starre den Berg an,

    weiß nicht, was ich tun soll.

    Ich schätze, ich komm später wieder

    Das hilft zwar,

    aber es ist keine Lösung auf Dauer.

  • Ich schwimme im Wasser,

    Der Mond scheint wie eh und je.

    In der Tiefe ist die Dunkelheit.

    Es zieht dahin.

    Endlose Finsternis.

    Das Licht so unerreichbar, so fern

    Nichts ist so, wie es scheint.

    So bedeutungslos wie eh und je.

    Dennoch mache ich weiter.

    Meine Seele zwischen Licht und Dunkelheit.

    Verloren und einsam auf der Suche nach dem Warum und wieso.

    Doch alles Lüge, alles nur Schein, Jede Antwort, Mehr Fragen.

    Was bin ich denn hier?

    Leben, einfach, nie