Nationalstolz

  • Ich wäre dafür den deutschen Nationalfeiertag, wenn man so etwas denn braucht, auf den 9. November zu legen und aus dem Feiertag einen Gedenktag zu machen. Der 9. November ist in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung und spiegelt gut die widersprüchliche und schwierige Geschichte dieses Landes wider.
    Ich denke, Deutschland ist ein kompliziertes Land. Man kann sich für dieses Land begeistern, das zwischen Alpen und Meer durch einen hochmodernen ICE verbunden ist. Man kann aber auch in all die Abgründe blicken, die sich in diesem Land aufgetan haben. Mit beinahe jedem Ort dieses Landes verbinden sich zwar interessante, oft jedoch furchtbare Geschichten.
    Ich würde sagen, dass diese Geschichten etwas spezifisch deutsches haben. Die deutsche Geistesgeschichte ist in vielerlei Hinsicht großartig, jedoch auch schrecklich und in letzter Konsequenz mörderisch und totalitär.
    Ich denke, wir sollten uns bewusst werden, dass das Land, in dem wir wohnen, nicht nur ein interessantes und schönes, sondern für viele nicht zu Unrecht auch ein gefährliches und schreckliches ist. Deshalb wäre der 9. November ein Gedenktag, der mehr Aussage hätte, als der dämliche Tag der dt. Einheit.

  • Was Österreicher? Als nächstes willst du wohl auch noch sagen, dass Bayern Deutsche sind.

    Die Frage ist inwiefern es überhaupt "Deutsche" gibt. Also klar es gibt einen großen Kulturkreis in Mitteleuropa, der von einer zentralgermanischen Sprachfamilie geprägt ist und lange Zeit Teil eines bzw. mehrer großen Staatenbündnisse war. Aber selbst innerhalb dieses Kulturkreises gibt es regional sprachliche und kulturelle Unterschiede. Die Bezeichung "Deutsch" ist letztendlich auch nur eine Sammlung von "kleinsten gemeinsamen Nennern" auf die sich damals irgendiwe alle einigen konnten.Und ich glaube du verwechselst irgendwie Kultur und Nationalität, also Staatszugehörigkeit. Die Österreicher haben ja selbst gesagt, dass sie nicht zu Deutschland gehören wollen (Okay damals war Österreich auch noch etwas größer), also haben sie sich die Ungarn geschnappt und ihren eigenen Staat gebildet.

    Was du mit deiner 1. Aussage sagen willst versteh ich nicht. Ist das als Spaß gemeint oder wie soll ich das verstehen?


    Wie jetzt es gibt keine deutsche? Das wahrscheinlich auch nur ein Spaß. Ansonsten muss du mir das mal genau erklären.


    Ja seid 1871 war Österreich und Deuschtland getrennt. Und bereits 1879 waren wir schon wieder verbündete. Und haben im 1. Weltkrieg gemeinsam gekämpft und sind gemeinsam untergegangen.



    @Sirius Ich ich sehe das genauso und würde mir auch einen Nationalfeiertag wünschen wie es ihn selbstverständlich in jedem Land gibt ohne wenn und aber.
    Ich kann es nicht mehr hören wenn solche Puppen wie der Bundes Gauckler den Leuten immer Schuld Gefühle einreden wollen, für etwas für das kein heute lebender deutscher noch etwas kann. Genau das gleiche gilt für die Massenmedien. Quasi jedentag bekommt man wieder aufgetischt das man ja Schuld ist am 2. Weltkrieg.


    @Leviator Bitte etwas konkreter werden sonst kann ich nicht vernünftig Antworten. Was genau habe ich rechtsextremes gelabbert und was stört dich daran? Welcher Beitrag strotz vor Unsinnigkeit und was stört dich an ihm? Und welche Informationsquelle ist rechtsextrem oder rechtspopulistisch und was stört dich daran?



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  • Was du mit deiner 1. Aussage sagen willst versteh ich nicht. Ist das als Spaß gemeint oder wie soll ich das verstehen?

    Ja das war tatsächlich ein schlechter Witz... ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass man es vertseht, aber wahrscheinlich muss ich nächstes mal noch 200 grinsesmileys dahinterklatschen :D


    Vor allem "wir" waren Verbündete. Das klingt immer so als hätten wir persönlich damals mit Bastet (sorry mir fällt grad kein anderer Österreicher hier ein) gegen die Russen gekämpft xD


    Und Verbündete heißt eben auch nur Verbündete und erstmal nicht mehr. Sie waren/sind trotzdem noch ihr eigenes Volk.
    Ich habe nicht gesagt, dass es keine Deutschen gibt. Das sind halt die Einwohner von Deutschland. Die Einwohner von Österreich sind aber Österreicher, weil sie nicht in Deutschland wohnen. Und so lange die Österreicher sich selbst primär als Österreicher sehen und nicht als Deutsche, sind sie logischerweise Österreicher. Sie entstammen nur beide dem selben Kulturraum, der halt zufällig ebefalls "Deutsch" heißt. Übrigens trifft das auch teilweise auf die Niederlande und Luxemburg zu, und die will ja auch keiner eingliedern (jedenfalls seit 1945 nicht mehr)...



    Ich wäre dafür den deutschen Nationalfeiertag, wenn man so etwas denn braucht, auf den 9. November zu legen und aus dem Feiertag einen Gedenktag zu machen.

    Bevor ichs vergesse. Ja der 9. November wäre als Tag der Deutschen Einheit eher geeignet, eignet sich aufgrund der Reichskristallnacht aber nicht wirklich als "Feiertag"... was war eigentlich das Dritte? Versailler Vertrag oder Waffenstillstand? Irgendwie komisch, dass das alles auf den selben Tag fällt...
    Andererseits macht deine Argumentation durchaus Sinn... vor allem die Symbolik... Obwohl Gedenktag erstmal weniger Spaßig als Feiertag klingt.

  • Die Einwohner von Österreich sind aber Österreicher, weil sie nicht in Deutschland wohnen. Und so lange die Österreicher sich selbst primär als Österreicher sehen und nicht als Deutsche, sind sie logischerweise Österreicher. Sie entstammen nur beide dem selben Kulturraum, der halt zufällig ebefalls "Deutsch" heißt. Übrigens trifft das auch teilweise auf die Niederlande und Luxemburg zu, und die will ja auch keiner eingliedern (jedenfalls seit 1945 nicht mehr)...

    Ich hab zu der Sache das Österreicher Deutsche sind schon mehrere Fakten geschrieben. 2 Zitate möchte ich gerne noch erwähnen.


    Das 1. Zitat ist von Franz Joseph I., Kaiser von Österreich: "ich bin ein deutscher Fürst" Das sagte er zu Napoleon III. als dieser versuchte Österreich für ein Bündnis gegen Preußen zu gewinnen um die Preisgabe des Rheinlandes zu erreichen.
    [Blockierte Grafik: http://www.billerantik.de/gall…4977-1/107_FranzJosef.jpg]


    Das 2. Zitat Ist von Wolfgang Amadeus Mozart, Wiener Komponist: "Was mich aber am meisten aufrichtet und guten Mutes erhält, ist, dass ich ein ehrlicher Deutscher bin."
    [Blockierte Grafik: http://upload.wikimedia.org/wi…zart-by-Croce-1780-81.jpg]



    @Shokoyo wieso verdrehst du mir meine Wörter? Ich hab gefordert das ich nicht beleidigt werde und habe gesagt das man mir stattdessen das Gegenteil beweisen kann. Und was an den Haaren herbei gezogen ist liegt im Auge des Betrachters.

  • Ich habe mal Fußball gespielt, als Torwart. Ab und an hat man da mal einen Elfmeter zu halten (wenn die doofen Feldspieler mal wieder was vebockt haben :P) - ob man den nun hält, hängt eigentlich nur vom Glück ab. Man muss halt in die richtige Ecke springen, und dann irgendwie seine Patschehändchen zwischen Tor und Ball kriegen.
    Es ist also fast ausschließlich Glück; dennoch war ich jedesmal stolz wie Oskar, wenn ich einen Elfmeter gehalten habe.
    Auch, wenn meine Mannschaft 3:0 gewonnen hat, und ich während des gesamten Spieles keinen einzigen Ball halten musste, war ich stolz auf den Sieg. Obwohl ich ja objektiv betrachtet nichts, wirklich gar nichts dazu beigetragen hatte. Aber es war meine Mannschaft, ich war ein Teil dieser Mannschaft, und als solcher stolz auf unsere Erfolge.

    Ich weiß nicht, inwiefern ein Fußball Vergleich auf eine Nation zu übertragen ist. Du spielst in deiner Mannschaft, kennst die Leute, verstehst dich im besten Falle noch mit allen gut bis super und hast doch, durch aktive Partizipation, ein Zugehörigkeitsgefühl.


    Allerdings agierern die in Deutschland lebenden Menschen nicht als eine Mannschaft. Hier kennst du mal überhaupt nicht jeden und wirst dich auch entsprechend nicht mit allen verstehen, wodurch dieses Persönliche, das du in deiner Mannschaft entwicklen kannst, schon mal gar nicht so aufkommen kann.
    Auch der Punkt, dass du als Torwart mal nichts zu tun bekommen hast, verstärkt diese Aussage nicht. Du hast dich gefreut, weil du als Teil deiner Mannschaft auch das Ziel teilst, zu gewinnen. Allerdings ist das Ziel des Staates nicht das der Gesellschaft. Es mag dein persönliches Interesse sein, ein Spiel zu gewinnen und es ist auch das Interesse des Vereins. Um mal ein Beispiel zu nennen, was es hoffentlich verständlich macht: Deutschland war von 2011 bis 2012 im Sicherheitsrat und das ist durchaus ein politisches Ziel der Bundesrepublik Deutschlands; dich wird es aber glaube ich kein bisschen interessiert haben und dein Leben hat es denke ich in keinster Weise direkt beeinflusst. Somit wird auch offensichtlich, dass diese "Passivität" während deines Spiels nicht zu Vergleichen ist mit der "Passivität", die du in den polititschen Alltag legst. Dein Stolz oder deine Freude auf oder über Deutschland wird sich hierdurch denke ich auch nicht verändert haben.



    Es ist aber eigentlich überflüssig, sich so an dem Wort Stolz in Nationalstolz aufzuhängen. Denn Nationalstolz wird fachsprachlich Patriotismus genannt, oder, wenn man fremdsprachliche Lehnwörter nicht mag, eben Vaterlandsliebe. Den Begriff Stolz kann man also an sich bei der ganzen Diskussion ausklammern.

    Ich meine, im Detail unterscheiden sich diese Wörter schon; beziehungsweise kommt es natürlich auch darauf an, inwiefern man auf die einzelnen Bestandteile der Begrifflichkeiten Wert legt. Denn auf etwas "Stolz" zu sein, ist etwas anderes, als etwas zu "lieben".
    So kann man das Ganze jetzt auch angehen:
    So ist beispielsweise für Montesquieu Patriotismus das, wenn ich bereit bin, mich für das Wohl der Gesellschaft aufzuopfern und mich selbst hintenanstelle. Ideale wie Genügsamkeit werden dann groß geschrieben, damit das Allgemeinwohl über dem Eigenwohl steht. Das hat dann gar nichts mit Stolz oder sonst was zu tun, sondern damit, dass ich bereit bin, etwas für meine Gesellschaft zu tun.
    Sternberger hat den Begriff des Verfassungspatriotismus genannt; eine Art des Patriotismus, wenn man zu seinem Land stehen kann, weil es einem eine fruchtbare Lebensgrundlage bietet. Aspekte wie Herkunft und nationale Attribute werden hier vollkommen außer Acht gelassen.
    Diese beiden Arten der Vaterlandsliebe könnte ich ja noch nachvollziehen, erstere ist wohl leider etwas utopisch und erinnert an kommunistische Ideale, wenn es keinen Privatbesitz gibt und alles, was man tut, dem Gemeinwohl dient.


    Während ersteres mit Stolz eigentlich gar nichts zu tun hat, so kann man zwar in den Verfassungspatriotismus meintetwegen auch sagen, dass man deswegen Stolz auf sein Land ist, weil es eben jene Umstände ermöglicht. Aber eigentlich finde ich, darauf Stolz zu sein ist nicht richtig, weil man selbst eigentlich keinen Bezug dazu hatte und hier eher dieses "liebende" geeigneter wäre oder man kann damit zufrieden sein, aber wirklich "Stolz" dafür zeigen, halte ich für nicht angebracht.. Stolz sollte man auf etwas sein, dass man gemacht hat, aber nicht auf einen Inhalt, den einem Ausweiß oder Pass sagt.


    Jetzt aber auch noch Stolz auf die Geschichte oder die Sprache oder die Kultur zu sein, halte ich für absolut absurd. Denn das wäre Stolz sein auf etwas, wofür man gar nichts kann. Man kann natürlich auch ein Land attraktiv aufgrund seiner Geologie finden und der Klimabeschaffenheiten und sonstigen natürlichen Gegebenheiten, aber ich finde, das dann auf das Land zu beziehen, ist irgendwie nicht richtig. ich kann klar sagen, dass ich den Schwarzwald liebe. Dieser liegt halt zufällig in Deutschland. Liebe ich deswegen auch die Europäische Union, weil in dieser liegt der Schwarzwald ja auch? Wohl er nicht. Wenn es um solche Argumente geht, sollte man die politischen Grenzen außer Acht lassen.


    Wenn man jetzt noch in den Nationalismus geht, wird es immer stupider, denn dann geht es eigentlich mehr um -im extremsten Fall- Hass auf andere und die verblendete Einbildung auf gewisse nationale Eigenschaften, woran man sich eigentlich nicht klammern sollte.
    Man kann ja gerne sagen, dass man aus Deutschland ist oder halt aus welchem Land auch immer und kann sich auch gerne damit identifizieren, aber das hat ja noch lange nichts mit Stolz zu tun. Man kann auch gerne die Kultur leben, kann gerne seinen Dialekt sprechen (damit wäre ja die Sprache genau genommen nicht mal mehr ein pangermanistisches Merkmal), aber deswegen muss man doch nicht Stolz darauf sein - und muss sich natürlich genauso wenig dafür schämen.


    Es ist übrigens auch unsinnig, darüber abzukotzen, dass die Deutsche Kultur zugrunde gehe und die deutsche Sprache sowieso und ach herrje.

    Naja, die Sprache leidet teilweise aber schon. Wenn dann vor allem über das Internet immer häufiger Sätze wie "Kommst du Club?" oder "Gehst du Bahnhof?" geschrieben werden, die sich nebenbei auch schon im alltäglichen Sprachgebrauch etablieren, wo man sich dann eigentlich denken sollte "Wusste gar nicht, dass Gebäude laufen können", sieht man schon einen gewissen Verfall, der jetzt natürlich nicht überdramatisiert werden sollte, da dies sich noch nicht manifestiert hat und es genauso gut eine Modeerscheinung sein könnte.


    Die Aufrechterhaltung von Kultur und Sprache erachte ich schon für sehr wertvoll und wichtig, allerdings hat das für mich nichts mit Nationalstolz, Patriotismus oder Vaterlandsliebe zu tun.



    Stichwort Nationalstolz in Deutschland / Deutscher Nationalfeiertag

    Ich meine halt, dass der deutsche Nationalfeiertag auf ein Ereignis fällt, dessen Ursachen in eine dunkle Zeit fallen, weswegen man bei der "Freude" darüber auch immer den Beigeschmack hat.
    In den USA kann man die Unabhängigkeit als Staatsfeiertag da schon freudiger angehen, da man einfach die Unabhängigkeit gewonnen hat und sich dadurch erst alles so entwickeln konnte, wie es sich entwickelt hat. Es ist somit ein rein positives Ereignis.
    Würde man jetzt die Reichsgründung vom 18.1.1871 als Feiertag ansetzen, was damals ja eine wirklich herausragende Leistung war, die ganzen Staaten in einen richtigen Staat zu packen, müsste man sich damit abfinden, erstmal die Gründung eines Staates zu feiern, der den Weltkrieg mitzuverantworten hat.
    Allerdings frage ich mich halt, was es denn überhaupt bringt, einen Nationalfeiertag zu zelebrieren? Es gäbe doch viel wichtigere Ideale als das Zugehörigkeitsgefühl zur Nation. Da hat es Deutschland eigentlich noch gut erwischt, wenn man daran erinnert, was alles passieren kann anstelle von einfach mal ein paar Flaggen aufhängen und feiern. Eigentlich sind WMs und EMs auf patriotische Sicht (wenn man dagegen argumentieren möchte) unnötige Zeiten, denn nur weil hier die besten Fußballer Deutschlands sich mit anderen Mannschaften messen, muss man deswegen nicht gleich das ganze Land toll finden. Man kann sich klar für das Sport-Ereignis begeistern und auch die deutsche Mannschaft anfeuern, aber deswegen muss ich ja das restliche Land nicht besser finden und vor allem nicht, wenn es nach der WM oder EM mir eh wieder relativ egal ist, beziehungsweise man sich mit solchen Themen gar nicht außeinander setzt.



    Es muss ja jeder selbst für sich entscheiden, welche Dinge man gut findet und welche nicht und worauf man Stolz ist und worauf nicht, aber bei manchen Dingen sollte man lieber nochmal darüber nachdenken, bevor man sagt, dass man Stolz auf sie ist oder sie liebt. Und nicht-lieben oder nicht-Stolz sein heißt ja auch noch lange nicht hassen, womit man hier schon wieder einen weiteren Diskussionsbereich öffnen könnte, was ich hier aber nicht tun möchte.

  • Bist du besoffen?

    Wo soll ich anfangen? Hab' um die Uhrzeit keine Lust auf einen langen Beitrag, der aber nötig wäre um deinen verzapften Unsinn richtig zu stellen, daher nur ein paar kurze Punkte:


    1. "Ein Staatsvolk ist letztendlich eine Sippe." → Ein Staatsvolk ist - ungeachtet der Kultur, ethnischer Herkunft oder anderer Merkmale! - die Summe der Staatsbürger eines Staates und keine Sippe.


    2. "Nationalstolz ist etwas ganz normales was jedem Menschen angeboren wird." → Nationalismus und Nationen sind ein Phänomen der Neuzeit, dementsprechend auch der Nationalstolz nach heutigen Verständnis.


    3. "Ich definiere deutscher zu sein im Sinne des Völkerrechts." → Das Völkerrecht definiert "Deutscher" nicht, sondern (in Deutschland) das Staatsangehörigkeitsgesetz (das Völkerrecht verlangt nur eine gewisse Nahebeziehung zum jeweiligen Staat, die Staatsangehörigkeit selbst regelt aber das innerstaatliche Recht).


    4. "Die gesetzeslage sieht so aus, das Personalausweiß und Reisepass schonmal niemanden zu einem deutschen machen. Der Staatsangehörigkeitsausweß kann beweisen das man ein deutscher ist." → Richtig, aber vollkommen falsche Schlussfolgerung. Weder der Personalausweis, der Reisepass noch der Staatsangehörigkeitsausweis macht jemanden zum deutschen Staatsbürger. Das sind alles nur Dokumente, in denen die Staatsangehörigkeit dokumentiert ist. Personalausweis und Reisepass dienen der Identifizierung einer Personen, der Staatsangehörigkeitsausweis dem Nachweis der Staatsangehörigkeit. Die Staatsangehörigkeit selbst ist vollkommen unabhängig von diesen Dokumenten. Man ist Deutscher, wenn man nach dem Staatsangehörigkeitsgesetz Deutscher ist (z.B. mit Geburt mit dem ersten Atemzug, durch Verleihung mit Erhalt eines Bescheides etc.).


    5. "Ach komm, Österreich hat über 1000 Jahre lang zu Deutschland gehört ich glaube sind sogar 1500 Jahre." → Klar, weil's Deutschland schon über 1000 oder sogar 1500 Jahre gibt. Nationalstaaten gibt es erst seit der Neuzeit und weder das Römische Reich, der Deutsche Bund noch der Norddeutsche Bund, von dem Österreich explizit ausgeschlossen wurde, waren Nationalstaaten. Nach deiner Logik ist Österreich heute wegen der EU ein Teil Deutschlands.


    6. "Sie sprechen deutsch und definieren sich auch als deutsche." → Österreicher definieren sich gerade nicht als Deutsche. PS: Die Briten sprechen Englisch, sind sie US-Amerikaner?


    7. "Kurz und knapp die Bunderepublik ist nur eine klassische Verwaltung die über das Deutsche Reich drüber gelegt wurde. Deswegen kann sie auch keine Staatsngehörigkeiten vergeben. [...] Nun ist es aber so das für deutsche die Situation nicht aussichtslos ist. Weil wir durch unsere Abstammung immer unsere Staatsangehörigkeit einfordern können in Form eines Staatsangehörigkeitsausweises" → Wo schnappt man eigentlich solchen Unsinn auf? Ich verweise hier einfach auf Punkt 4.


    8. "Argumente werden natürlich strikt ignoriert ohne wenn und aber." → Du bringst keine Argumente (wofür versucht du denn überhaupt zu argumentieren?), sondern versuchst falsche und teils unsinnige Tatsachen zu verbreiten.


    9. "Ja und Geschlechtsrollen sind eben nicht anerzogen oder aufgezwungen sondern sie sind instinkt. Du musst keinem Jungen sagen das er sich prügeln soll oder auf Mädchen stehen soll, [...]" → Die Sexualität ist also eine "Geschlechterrolle"?


    10. "Ich denke es steht völlig ausser Frage ob Österreicher deutsche sind." → Allerdings und ich denke auch, dass ich Österreicher und kein Deutscher bin.


    11. "Und in der Anfangszeit war Wien sogar die Hauptstadt von Ganz Deutschland." → Wie wäre es damit: Deutschland war 1500 Jahre Teil Österreichs, wäre zumindest lustiger.


    12. "Du hast es richtig verstanden ich ärgere mich das die BR kein Staat ist" → Was bitte verstehst du unter einem Staat? Völkerrechtlich ist die Bundesrepublik Deutschland jedenfalls ein Staat und das ist auch von allen Staaten dieser Welt anerkannt. Wir diskutieren hier über die Realität, nicht über deine komische verzerrte Welt.


    usw. keine Lust jetzt alles durchzugehen (die restlichen Beiträge sind ebenso Unsinn).

  • Wunderbar sogar mit Nummerierung jetzt kann ich dir besser antworten ;)


    1. Ich geb zu ich habe das schlecht formuliert. Staatsvolk müsste das sein was du geschrieben hast unter Punkt 1.Ich meinte Volk im ethnischen Sinn, deswegen habe ich auch das Wort "letztendlich" geschrieben. Damit wollte ich eine Verbindung zwischen den Wörter herstellen. Also richtig müsste es jetzt heißen: Ein Volk (im ethnischen Sinn) ist letztendlich eine Sippe.


    2. Was ich sage ist völlig richtig, ich bleibe dabei. Weil der Begriff Nation vielleicht erst von den Römern geprägt wurde, aber was das Wort aussagt gab es immer schon. Nationen sind Menschen mit gemeinsamen Merkmalen. zb. die selbe Bräuche oder Sprache uvm.


    3. Es ging bei der Sache darum das Personalausweise keinem zu einem deutschen machen. Das Völkerrecht spielt dabei eine Rolle in sofern, das die Bundesrepublik kein Staat ist und keine Staatsangehörigkeiten vergeben kann. Um sein Staat zu sein im Sinne des Völkerrechts müssen 3 DInge gegeben sein. Staatsvolk, Staatsgebiet und Staatsgewalt. Es fehlt die Staatsgewalt. In dem Video geht es mir speziel um die Kernaussage, das kein deutscher Staat errichtet wird.

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    4. Hier muss ich nichts ergänzen, was du hier geschrieben hast ist unnötig. Deutscher ist der der eine deutsche Abstammung hat und niemand anderes. EIne deutsche Staatsangehörigkeit hat der, der sie nach geltendem Recht bekommt. Nach geltendem Recht bekommt man die Staatsangehörigkeit nur durch seine Abstammung.


    5. Wtf. Du reißt es aus dem Zusammenhang. Es ging darum ob östereicher deutsche sind. Mit Deutschland meine ich hier "Die Erde auf dem die deutschen leben und alle verschiedene Formen von deutschen Staaten, deutscher Sippen, Clans und einfach alles Deutschland halt eben" es war nicht speziell auf die Bundesrepublik Deutschland bezogen.


    6. Du machst das doch extra pickst ein Argument aus dem Zusammenhang raus und willst es dann lächerlich machen. Es ist nur ein Argument. Das kannst du garnicht vergleichen miteinander. Die USA hat Krieg gegen England geführt für ihre Unabhängigkeit. Österreich hat man nach dem 1. Weltkrieg ihr selbstbestimmungsrecht verboten, obwohl sie mehrheitlich Teil des deutschen Reiches werden wollten.


    7. Für dich ist doch alles Unsinn, wenn es dir nicht gefällt. Ich verweise auch auf die 4.


    8. Ich denke denke den Punkt kann ich weglassen. Ich habe hier schon massig Argumente gebracht. Du hast mehrere Möglichkeiten: Du beweist das Gegenteil von dem was ich sage, oder du bringst zumindestens ein Gegenargument. Sich hinzustellen so wie du und einfach nur sagen. das ist rechtsextrem, das unsinn, das ist nur gelabber, das ist dies und jenes. WTF das ist doch so billig.


    9. Das "Ja" war auf die englische übersetzung des Voredners bezogen. Ich gehe mal davon aus das er oder sie es richtig übersetzt hatte. Ob Sexualität eine Geschlechterrolle ist, weiß ich nicht. Ich weiß das sie angeboren ist und nicht anerzogen oder von der gesellschaft aufgezwungen.


    10. Ich emphele dir mal diese Video anzugucken und deine Meinung zu überdenken.

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    11. Wäre lustig.


    12. Ich verweise auf mein Punkt 3




    Ich habe hier dran 2 Std. geschrieben. Wenn du jetzt vorhast weiter zu diskutieren mit mir, dann hör auf damit mich zu beleidigen. Wenn du sagst das ich in einer verzerrten Welt lebe, mag das für dich normal sein. Ich fühle mich trotzdem beleidigt.

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  • Ein Volk (im ethnischen Sinn) ist letztendlich eine Sippe.

    Nun, wenn wir als einzige Bedingung für die Zugehörigkeit eines Volkes eine gewisse ethnische Zusammengehörigkeit voraussetzen, dann im weitesten Sinne ja (eigentlich bezeichnet Sippe nämlich selbst dann noch etwas anderes). Aber das ist nun mal keine Einteilung, die allgemein so vorgenommen wird. Ein Staatsvolk sind alle Bürger eines Staates. Das ist die gängige und eindeutige Definition. Der Begriff Volk ist im Gegensatz dazu nach wie vor nicht eindeutig definiert und neben ethnischen Merkmalen, die je nach Definition als mögliches, aber nicht einziges oder zwangsläufig notwendiges Zugehörigkeitskriterium dienen können, gibt es auch zum Beispiel das subjektive Zugehörigkeitsgefühl.

    Weil der Begriff Nation vielleicht erst von den Römern geprägt wurde, aber was das Wort aussagt gab es immer schon. Nationen sind Menschen mit gemeinsamen Merkmalen. zb. die selbe Bräuche oder Sprache uvm.

    Der Begriff Nation ist ebenfalls nicht eindeutig definiert. Fest steht, dass Nationalstaaten, wie wir sie heute kennen, zusammen mit Nationalismus erst in der Moderne aufgetreten sind. Der auf einem Nationalstaat basierende heute bekannte Nationalstolz kann auch erst mit der Schaffung eines solchen Staates entstanden sein (und das meine ich allgemein, nicht in Bezug auf einen konkreten Staat), folglich gibt es ihn nicht schon ewig, auch wenn es natürlich schon immer ein Zusammengehörigkeitsgefühl größerer Gruppen gab.

    In dem Video geht es mir speziel um die Kernaussage, das kein deutscher Staat errichtet wird.

    Du weißt aber, dass diese Aussage in einer Zeit getätigt wurde, in der noch gar nicht klar war, wie der neue Staat aussehen wird, auch in durchaus territorialer Hinsicht? Dadurch, dass man eine Verfassung verabschiedete, die zwar eigentlich für die Schaffung und Aufrechterhaltung einer Ordnung notwendig war, schuf man faktisch einen Staat, auch wenn man wie hier betonte, dass das nicht Ziel war, tatsächlich sollte durch die Aussage, dass kein Staat errichtet wird, eine Festigung der damals bestehende Verhältnisse verhindert werden. Denn gleichzeitig bestand aber (unter anderem) die Sorge, dass durch die Schaffung eines Staates die bereits bestehende Teilung Deutschlands anerkannt wurde (sowie diverse andere Gebietsverluste im Osten) und das ist der historische Hintergrund, warum unsere Verfassung nach wie vor Grundgesetz und nicht Verfassung genannt wird. Gleichzeitig hat sich aber die BRD in den nächsten Jahren als rechtlich anerkannter und "echter" Staat entwickelt (Edit: oder ist vielmehr bezüglich der Rechtslage identisch mit dem Deutschen Reich), auch wenn das damals (vielleicht) nicht so geplant war, wie es geschehen ist. Das ändert aber nichts an den bestehenden Verhältnissen.

    Nach geltendem Recht bekommt man die Staatsangehörigkeit nur durch seine Abstammung.

    Äh, nein. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Stichwort Einbürgerung und so.

    Mit Deutschland meine ich hier "Die Erde auf dem die deutschen leben und alle verschiedene Formen von deutschen Staaten, deutscher Sippen, Clans und einfach alles Deutschland halt eben"

    Und wo ist dann die Grenze? Was gehört dazu, was nicht? Niederlande? Deutschland? Österreich? Schweiz? Das gute alte Reichsland Elsaß-Lothringen? Ostpreußen? Darüber hinaus, macht jetzt ein Gebiet, auf dem man lebt, die Zugehörigkeit zu einem (Staats-)Volk aus?



    Zu 6. Es mag vielleicht sein, dass ein gewisses Bestreben seitens Österreich nach dem ersten Weltkrieg vorhanden war, Teil des deutschen Reiches zu werden. Aber als Österreich es dann war, regte sich dagegen doch mit der Zeit auch ein gewisser Widerstand. Jedenfalls gibt es ein derartiges Bestreben heute nicht mehr und Österreich hat (bzw. hatte schon länger) eine eigene Kultur und Identität.


    Zu 7. Nun, vielleicht ist Unsinn in der Tat ein zu hartes Wort. Nennen wir es auch hier "falsche Tatsachen".

    Ich habe hier schon massig Argumente gebracht.

    Habe jetzt keine Lust alles danach zu durchforsten, mit anderen Worten, in diesem Punkt will ich dich jetzt weder widerlegen noch bestätigen, aber ich bestätige, dass du zum Teil falsche Tatsachen verbreitest. Siehe Staatsangehörigkeit.

    Ob Sexualität eine Geschlechterrolle ist, weiß ich nicht. Ich weiß das sie angeboren ist und nicht anerzogen oder von der gesellschaft aufgezwungen.

    Ob Sexualität angeboren ist oder nicht, da scheiden sich (glaube ich) immer noch die Geister, aber man kann auf jeden Fall keinem Geschlecht eine eindeutige Sexualität zuordnen. Das sollte klar sein, denke ich. Leider hast du den Eindruck erweckt, als würdest du Letzteres glauben.

    Ich emphele dir mal diese Video anzugucken und deine Meinung zu überdenken.

    15 unwiederbringliche Minuten meines Lebens. Mein Gott, da gäbe es jetzt so viel dran zu kritisieren. Aber ehrlich gesagt habe ich keine Lust, mir das jetzt noch ein zweites Mal anzusehen und schreibe über das, was mir noch so im Gedächtnis hängen geblieben ist. Also, zunächst spricht der Kerl immer vom "Anschluss Österreichs". Das war aber kein Anschluss, das war faktisch eine Annexion. Und gewollt war eigentlich auch kein einseitiger Anschluss (wenn es ihn denn gegeben hätte), sondern ein beiderseitiger Zusammenschluss. Ein wesentlicher Unterschied. Dann ist dieses Video auch wunderbar mit Verschwörungstheorien gewürzt. Gehirnwäsche durch die Amerikaner. Und zwar über den Titel eines Kochbuchs. Ich muss sagen, das ist auch für mich etwas Neues. Und warum die Gehirnwäsche? Na klar, weil alle Angst vor der Stärke von uns Deutschen und Österreichern haben. Sicherlich. Schließlich sind wir die superiore Lebensform. Die aber durch Gehirnwäsche kontrollierbar ist.
    Gibt wie gesagt noch massenweise mehr (ich nenne es mal freundlich) zweifelhaften Inhalt.

    Ich verweise auf mein Punkt 3

    Dazu habe ich bereits etwas gesagt.
    "Es geht nicht mehr, es geht nicht mehr..."

  • Kurzer Crashkurs Geschichte, oh je.
    @Smexer: Bevor man eine steile These über die heutige Verwaltung aufstellt, die so unwahrscheinlich klingt und aller Evidenz zuwider läuft, empfiehlt es sich, diese These wirklich genau zu prüfen, denn ansonsten macht man sich zum Heinz - wie in deinem Falle.
    Als der parlamentarische Rat 1949 das Grundgesetz beschloss, beinhaltete die neue De-Facto-Verfassung eindeutig, dass die Besatzungsmächte ein grundsätzliches Interventionsrecht behielten. Das war in West und Ost gleichermaßen der Fall, mit dem Unterschied, dass man in der SBZ (Osten) deutlich davon Gebrauch machte. Insofern waren weder die West-BRD noch die DDR wirklich unabhängige Staaten, da sie unter Besatzung standen.
    Nun aber einfach auf die Geschehnisse von 1949 zu verweisen und alles, was danach kam, schlicht auszublenden, also schlussendlich halbe Wahrheiten zu servieren, ist das klassische Mittel politischer Propaganda.
    Als die DDR nach ihrem Zerfall 1990 an die BRD angeschlossen wurde, traten die Siegermächte (quasi ein letztes Mal) in Moskau zusammen. Die beiden deutschen Staaten und die vier nunmehr ehem. Besatzungsmächte unterzeichneten den sog. Zwei-Plus-Vier-Vertrag. Dieser befreite Deutschland von seinen besatzungsbedingten Schranken und erkannte es als souveränen Staat an. Der 2+4-Vertrag entspricht, das steht ausdrücklich im Dokument, einem Friedensvertrag. Alles nötige sei darin geregelt, weshalb ein Friedensvertrag obsolet wäre. Das entspricht der Gewohnheit im Völkerrecht: Die Aufnahme friedlicher Kontakte, die die Souveränität eines Landes voraussetzen, ersetzen einen Friedensvertrag.
    Da der 2+4-Vertrag ein Statusvertrag war, gilt er auch in aller Welt, nicht nur zwischen Deutschland und den Siegern.


    Deutschland ist also ein unabhängiger Staat, und wenn du weiterhin das Gegenteil behauptest, dann hast du dir entweder diesen Beitrag nicht durchgelesen oder bist bereits so wahrheitsresistent, dass du aus der Verschwörungsecke nie mehr rauskommen wirst.


    Was Österreich angeht: Grundsätzlich haben wir in Deutschland nie wirklich ein Land gehabt, sondern stets einen Bund von Ländern, die irgendwann begonnen, sich zu vereinigen und als Deutsche zu verstehen. Mit Folgen, die die ganze Welt am eigenen Leib erfahren durfte. (Schon allein das Machwerk vom Fallersleben "Deutschland, Deutschland über alles / über alles in der Welt / Wenn es stets zu Schutz und Trutze / brüderlich zusammenhält" zeigt, dass wir von inneren Verbündungen und nicht einem homogenen Ganzen reden. Und der war Nationalist.) Nach wie vor haben wir eine föderale Bundesrepublik mit einem wichtigen Länderrat und vielen dezentral verteilten Aufgaben.
    Ob aber irgendein österreichischer Aristokrat sich mal als Deutscher gefühlt hat, ist so unwichtig, wie die Tatsache, dass Karl der Große die Langobardenstämme erobert hat. Das macht die Italiener noch nicht zu Deutschen.
    Der Staat gehört denen, die darin leben, egal, ob sie hier auf bescheuerte mystisch-biologische Weise ab Geburt deutsche Luft geatmet haben oder ob sie hierhergekommen sind, weil sie es für eine günstige Option hielten.
    Ansonsten verweise ich auf @Leviator.



    Beleidigungen gelöscht und ich lege dir ans Herz, das zukünftig zu unterlassen. ~Gucky.

  • 2 Zitate möchte ich gerne noch erwähnen.

    Zitate sind ne nette Sache, jeder kann ein bisschen quatschen. Hier mal zwei schöne:
    "Sire, wir sind zuvörderst Österreicher. Und danach ist dann jeder, was er will." Ferdinand Graf von Bubna und Littitz, österreichischer Feldmarschall, 1812 zu Napoleon.
    "Die Deutschen wollen die Österreicher verstehen, können es aber nicht. Die Österreicher könnten die Deutschen verstehen, wollen aber nicht." Franz Grillparzer (1791-1872)
    Vor allem Grillparzer macht einen ziemlich klaren Unterschied zwischen Deutschen und Österreichern.

    Nach geltendem Recht bekommt man die Staatsangehörigkeit nur durch seine Abstammung.

    Dann haben wir offensichtlich unterschiedliche Vorstellungen von geltendem Recht. Aber im Grunde lässt sich die Aussage leicht widerlegen: Entweder es ist so, wie du sagst und es gibt keinen offiziellen Deutschen Staat. Dann gibt es auch kein geltendes Recht, dass die Staatsangehörigkeit regeln könnte, also auch kein geltendes Recht, dass dir irgendwie die Deutsche Staatsangehörigkeit zuweisen könnte. Oder: Die Bundesrepublik Deutschland ist der offizielle Deutsche Staat, dann kann man die Staatsangehörigkeit auf verschiedene Art und Weise erlangen, neben der Abstammung funktioniert auch das Geburtsortprinzip und die Einbürgerung.


    Übrigens stützt der Text unter dem ersten Video die zweite Annahme: Die BRD ist nicht der Nachfolgestaat des Deutschen Reiches, sie ist das Deutsche Reich. So sagt es das Bundesverfassungsgericht.

  • So ist es. Die BRD ist offizielle Rechtsnachfolgerin der Weimarer Republik und damit des 3. Reiches. Alles, was man mit den vorhergehenden Staaten abgemacht hat, gilt, sofern nicht nachträglich von Gerichten für unrechtlich befunden, für die BRD weiter. Insofern handelt es sich beim deutschen Reich und der BRD um ein rechtlich identisches Subjekt.

  • So ist es. Die BRD ist offizielle Rechtsnachfolgerin der Weimarer Republik und damit des 3. Reiches.

    Wie gesagt, dass Verfassungsgericht betont, dass es keine "Nachfolge", sondern ein Fortbestehen ist. Die Bundesrepublik ist das Deutsche Reich, nicht sein Nachfolger. Das Deutsche Reich wurde nicht aufgelöst, die Bundesrepublik stellt eine Neuorganisation des bestehenden Staates dar.

    Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht "Rechtsnachfolger" des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat "Deutsches Reich", - in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings "teilidentisch", so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht.

    Den Kram interpretieren sich manche (hier) so zurecht, dass die BRD kein offizieller Staat wäre. BRD GmbH und so. Die Bundesrepublik ist aber ein völlig korrekter Staat und hat entsprechend völlig legitim 1970 die Ostgebiete des Deutschen Reichs an Polen abgetreten, die bis dahin "nur" von Polen verwaltet wurden.

  • Ich fürchte, man wird gerade in den Industrieländern kaum noch Familien finden, wo man sich sicher sein kann, dass diese "nur" das sind, wo sie leben.

    Ich bin noch immer leicht irritiert davon, was nun ein Deutscher ist. Die Abstammung alleine nachweisen bringt doch in der heutigen Zeit auch nichts mehr. Es hat sich so viel vermischt, vieles ist womöglich gar nicht bekannt, ganz davon abgesehen, dass gerade Deutschland es sowieso schwer hat "deutsch" zu definieren, weil wir während der Geschichte eher immer einem bunten Fleckenteppich glichen, wo sonst was abging. Ist es denn in Ordnung, wenn es also keine "reine Abstammung" ist, sondern man irgendwie nachweisen kann, dass man von einem Deutschen abstammt? Folgende Situation, die ich gerne erklärt hätte:
    Mein Vater ist nachgewiesener Abstammung Deutscher. Meine Mutter ist Nicht-Deutsche. Bin ich dann Halb-Deutschland? Oder Deutschland? Was passiert, wenn ich mich mit einem nachgewiesenen Deutschen paare? Und viel interessanter: Was sind meine Kinder, wenn ich mich mit einem Nicht-Deutschen paare? Partielle Deutschland? Oder sind wir dennoch alle Deutschland?
    Mit Bezug auf das Video, das gesperrt wurde; Grundaussage war hier auch, dass Österreicher Deutsche sind und Ukrainer Russen. Und ich bin eine Identitätskrise. Vater nachgewiesen deutscher Abstammung und Mutter nachgewiesen russisch-ukrainischer Abstammung. Was zum Teufel bin ich dann? Deusskrainer ... land? Wenn diese Mischung nun klar geht, welche Bedeutung hat dann diese ganze Diskussion überhaupt? Auf Abstammung setzen ist in einer Zeit der Globalisierung doch völlig unsinnig. Und wenn sie nicht klar geht ... nun, dann bitte gar nicht weiter diskutieren, weil das dann arg rechts wird.


    Mal davon abgesehen ist das auch alles sehr Off-Topic. Was hat das mit Nationalstolz zu tun? Laut Definition des Begriffes geht es um emotionale Verbundenheit. Ein subjektives Empfinden. Ich kann Nicht-Deutscher sein, mich aber deutsch fühlen und stolz auf dieses Land sein, genauso wie ich Deutschland sein kann und mich gar nicht mit dem Land identifiziere. Für die Vaterlandsliebe ist es nicht relevant, ob man Österreicher, Germane, Wikinger, Kelte oder Baske ist.


    Vielleicht also mal zum Thema zurückkehren, denn ein Hauptteil der Beiträge hier gehört eigentlich in ein noch nicht existentes Thema verschoben oder Reality kann das hier bald umbenennen. Oder @Smexer erstellt zu dem Thema einen Startpost, sodass wir wo anders weiter diskutieren können.

  • Deutscher ist der der eine deutsche Abstammung hat und niemand anderes. EIne deutsche Staatsangehörigkeit hat der, der sie nach geltendem Recht bekommt. Nach geltendem Recht bekommt man die Staatsangehörigkeit nur durch seine Abstammung.

    Wieso beharrst du auf diesen Unsinn, wenn es dich nur wenige Sekunden kostet, dich zu informieren? http://www.gesetze-im-internet.de/rustag/BJNR005830913.html

    Ich habe hier dran 2 Std. geschrieben. Wenn du jetzt vorhast weiter zu diskutieren mit mir, dann hör auf damit mich zu beleidigen. Wenn du sagst das ich in einer verzerrten Welt lebe, mag das für dich normal sein. Ich fühle mich trotzdem beleidigt.

    Tut mir Leid, dass du für so etwas 2 Stunden brauchst. Du verlinkst mir eine Rede von 1948 und versuchst damit zu belegen, dass Deutschland heute keine Staatsgewalt hat (wtf), behauptest dass Österreicher Deutsche sind, weil das Gebiet des heutigen Österreichs mit jenem des heutigen Deutschlands angeblich 1500 Jahre verbunden war (was so natürlich auch nicht stimmt), nimmst die gleiche Sprache als Argument dafür, dass Österreicher Deutsche sind und behauptest zugleich Deutsche nach dem Völkerrecht zu definieren, willst jetzt das "ethnische Volk" vom Staatsvolk abgrenzen... und zuletzt gibst du mir noch den tollen Rat mich als Deutscher zu identifizieren und erkennst Österreich nicht als Staat an. Eine "Wiedervereinigung" wünschen sich in Österreich nur Rechtsextreme.


    Deine Beiträge sind keine Grundlage für eine Diskussion, weil alles einfach vollkommen falsch ist was du schreibst.

  • Servus,


    uiuiuiuiui ^^, was für ein Beitrag xD.


    Erstmal kurz zum Stolz: Ich bin weder stolz auf mein Land noch auf die Fußallmanschaft (intressiere mich dafür einfach nicht). Auf was ich aber stolz bin, ist das hierzulande eingeführte Grundgesetzt. Auch wenn es derzeit entweder ausgenutzt oder mit Füßen getreten wird. Ich bin auch auf die Leute stolz, die dieses unterschrieben/in Kraft treten lassen haben.
    Verbunden fühle ich mich mit den Deutschen aber an sich nicht, auch wenn ich hier geboren bin. Da fühle ich mich eher mit den Japanern verbunden. ^^ (Weiß nich genau warum, is einfach so).
    Nationalstolz an sich ist für mich auch unbegreiflich und eigentlich nur da, um sich auf den Taten der anderen auszuruhen: "Ich bin stolz auf Deutschland, hier schafft man soviel und uns gehts gut. Kann ich ruhig weiter hartzen" << geeeenaaauuu!


    Zu der Sache mit @Smexer:


    Zum einen hat er Recht. Deutschland ist weder souverän, noch sind wir ein eigener Staat. Der größte Beweis ist unser immernoch andauerndes "Grundgesetz". In eigenständigen Staaten würde so etwas nämlich Verfassung heißen.
    Den Rest, was er gepostet hat, kenn ich schon. Hab mir auch solche Videos schon angesehn, da ich generell sehr offen bin und ungerne eine Meinung hab, bevor ich nich alles gesehn hab. Ich kann solche Meinungen nachvollziehn, aber ich enthalte mich da. Einfach weil es teilweise sehr weit hergeholt klingt, jedoch fehlen auch Gegenbeweise. Und das hier einiges schief läuft, in diesem Land, merkt glaube ich jeder.


    Nationalstolz an sich ist genauso wie menschliche Emotionen nur eines: Irrational und unlogisch, aber nicht unbedingt schlecht. Der mensch ist ein soziales Wesen und möchte dazugehören und jeder macht das auf andere Art und Weise.
    Für mich zählt es allerdings, was einzelne Vollbringen, darauf bin ich dann stolz, ob das nun ein deutscher ist, oder ein Ami, oder auch eines meiner Vorbilder Michio Kaku, ist irrelevant.


    Gruß bellchen Evoli

  • Ob aber irgendein österreichischer Aristokrat sich mal als Deutscher gefühlt hat, ist so unwichtig, wie die Tatsache, dass Karl der Große die Langobardenstämme erobert hat. Das macht die Italiener noch nicht zu Deutschen.

    Eben, vor allem weil die Zitate von Mozart und Kaiser Franz aus einer Zeit stammen, in der Österreich noch Teil des HRR waren... und die Langobarden waren tatsächlich ein germanischer Stamm xD Aber die sind halt im Laufe des frühen Mittelalters in der italienischen Bevölkerung aufgegangen. Aber schön, dass du Karls den Großen ansprichst, der wird ja sowohl von Franzosen, als auch von Deutschen gerne als "Vater der Nation betrachtet", war aber auch keins von beiden, eben weil es damals noch keinen Unterschied gab... Das ist ja auch irgendwie Teil des übertriebenen Nationalstolzes, irgendwelche Leute aus dem Mittelalter oder früher als Freiheitskämpfer für das jeweilige Volk stilisieren. Siehe Hermannsdenkmal. Dabei hatte Arminius mit dem heutigen Deutschland in etwa so viel zu tun, wie Auugustus mit dem heutigen Italien.



    Mit Folgen, die die ganze Welt am eigenen Leib erfahren durfte.

    Jetzt tu mal nicht so, als ob die Vereinigung Deutschlands der unmittelbare Grund für beide Weltkriege wäre.


    Mit Deutschland meine ich hier "Die Erde auf dem die deutschen leben und alle verschiedene Formen von deutschen Staaten, deutscher Sippen, Clans und einfach alles Deutschland halt eben"

    Nach dem Prinzip würden aber auch einige Städte in Russland, den USA und Brasilien zu Deutschland gehören? Vielleischt sollten wir da mal mit Obama drüber reden...
    Übrigens mögen die Einwohner besagter Städte auch deutsche Wurzeln haben und noch teilweise deutsche Traditionen pflegen, aber sie sehen sich sicher trotzdem nicht mehr primär als Deutsche sondern als Amerikaner, Brasilianer etc.

  • Zum einen hat er Recht. Deutschland ist weder souverän, noch sind wir ein eigener Staat. Der größte Beweis ist unser immernoch andauerndes "Grundgesetz". In eigenständigen Staaten würde so etwas nämlich Verfassung heißen.


    Namen sind Schall und Rauch. Ob es jetzt Grundgesetz, Verfassung oder wie auch immer heißt ändert nichts am Inhalt des Dokuments. Das Grundgesetz legt nämlich den Aufbau des deutschen Staates etc. fest, wie es jede Verfassung tut, und definiert Deutschland somit als eigenständigen Bundesstaat. Verfassung wurde es übrigens nicht genannt, weil man davon ausging, dass mit der Wiedervereinigung auch eine neue Verfassung verabschiedet wird, was allerdings nicht nötig war. Artikel 146 lässt zwar offen, dass eine neue Verfassung vom deutschen Volk aufgestellt wird, macht das Grundgesetz damit aber nicht ungültig.

  • Deutschland ist weder souverän, noch sind wir ein eigener Staat. Der größte Beweis ist unser immernoch andauerndes "Grundgesetz". In eigenständigen Staaten würde so etwas nämlich Verfassung heißen.

    Das Grundgesetz ist eine Verfassung. Die Namensgebung spielt dabei keine Rolle.
    Übrigens wären nach dieser Argumentation auch Ungarn und Dänemark keine eigenständigen Staaten, letzteres hat sein Grundgesetz schon 100 Jahre länger als wir.