Digimon Core Saviors

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  • Ein Eissturm zog sich über den nördlichen Teil des Torrent Kontinent, dem kleinsten der acht Kontinente der Digiwelt. Genau im Herzen dieses Sturmes befand sich Deimos, ein großer experimenteller Forschungskomplex, dessen Bevölkerung fast nur zivile Digimon beherbergte, also Digimon die nicht fürs Kämpfen geschaffen waren . Auf den ersten Blick mochte die Einrichtung auch nicht besonders groß wirken, da sie Oberflächlich nur aus wenigen flachen Zylindern und einigen teslaspulenartigen Gebäuden bestand, aber unterhalb der Oberfläche befindet lag ein riesiger nahezu labyrinthartiger Bunkerkomplex, der mehrere tausend Digimon beherbergte. Ein kleiner Teil, grob geschätzt vielleicht zwanzig Prozent davon, war zuständig für alltägliche Aufgaben oder den Anbau von Lebensmitteln in unterirdischen Gewächshäusern, aber der Großteil der in der dort beheimateten Digimon bestand aus Forschern und Wissenschaftlern, welche sich mit einem Projekt beschäftigten, welches im Idealfall wieder etwas mehr Hoffnung in die Digiwelt bringen sollte.


    In Raum 27, in dem ebenfalls zu genannten Projekt Forschungen betrieben wurden, befanden sich zwei Maschinendigimon, deren äußeres an eine Mischung aus Taser und Insekt erinnerte. Sie waren damit beschäftigt sonderbare Obstbäume von einer Plattform, in der Mitte des Raumes, nach draußen zu transportieren, während sie sich unterhielten.


    "Sag mal, hast du eine Idee warum wir bisher immer nur diesen Mist aus der anderen Welt holen? Ich dachte wir brauchen die Hilfe von irgendwelchen Lebensformen die dort leben." Mit einem Seufzer und sichtlich genervt , antwortete das Kokuwamon seinem Kollegen.
    "Hast du etwa bei den letzten Einsatzbesprechungen nicht zugehört? Diese Lebensformen sind anders als wir. Wenn wir vorher nicht ausgiebige Tests vornehmen, könnte es sein, dass wir ihr Bewusstsein zerstören. Und wir brauchen ihr Bewusstsein, Hohlkopf! Ansonsten ist das, als würdest du ein hohles Digi-Ei ausbrüten, komplett fruchtlos! Wir können uns absolut keine Fehlschläge mehr erlauben. Also wirklich, wegen solchen Traumtänzern wie dir bekommen wir nie die interessanten Aufgaben, weil Digimon wie du nicht aufpassen!"


    Als die beiden Kokuwamon mitsamt des Baumes durch die automatische Tür schritten, war der graue Raum, von ein paar Kisten und etwas Dreck von dem raus getragenen Baum einmal abgesehen, leer. Von der Größe her war der Raum etwa so groß wie ein Klassenzimmer und man könnte ihn glatt für einen unterirdischen Lagerraum halten wenn da nicht diese Kreisrunde Plattform in der Mitte des Raumes wäre. Diese war ungefähr zehn Zentimeter hoch und hatte einen Durchmesser von grob geschätzt fünf Metern. Auf ihr befanden sich etwa ein dutzend silberne Kreise die in gleichmäßigen Abständen auf der ansonsten schwarzen Plattform angeordnet waren. Das einzig andere Auffällige in dem Raum war ein Spiegel, den man aber eher als eine Mischung aus einseitig durchsichtigen Fenster und Monitor bezeichnen könnte. Auf der anderen Seite eben jenes *Fensters* gab ein zahnradartiges Wesen mit rot-oranger Färbung dem obersten Leiter der Anlage den aktuellen Statusbericht.


    "Meister Datamon, die Kalibrierungstest sind zu 100% abgeschlossen. Wenn die bisherigen Daten stimmen konnten wir das Unfallrisiko des Transmat Vortex auf unter 1% senken", verkündete Solarmon hocherfreut. Datamon, welches optisch einer riesigen Elektronenröhre auf vier Beinen ähnelte, strahlte förmlich unter seiner Glaskuppel und hatte ein breites Grinsen auf seinem Gesicht. Das waren nach einigen anfänglichen Fehlschlägen die besten Nachrichten seit langer Zeit. Mit einem Knopfdruck aktivierte er die Lautsprecher und ratterte wie ein Computer, also so emotionslos wie möglich, die Befehle an seine Untergebenen runter. "Gebt eine Meldung an die zivilen Einrichtungen heraus dass es zu Energieschwankungen kommen kann und erhöht die Energiezufuhr des Vortex-Manipulators zur Sicherheit auf 115%. Aktiviert die blauen Stabilisatoren der Typ 40 stellt die Zielerfassungssysteme des ZigZag Plotters auf Modus 3 und erweitert den Umkreis der Zufallserfassung auf die maximale Größe. Falls diese *Menschen* sich in bestimmten Regionen ihrer Welt verändert haben und für uns nutzlos sind haben wir so zumindest eine bessere Chance mehr verwendbare Subjekte zu finden. Alle Mitarbeiter unter Sicherheitsstufe Gamma 7 und Zivilisten verlassen jetzt bitte sofort die Räume 16 bis 35 und den dazugehörigen Korridor. Gebt außerdem den Freiwilligen bescheid das sie sich hierher begeben sollen. Sobald alle Anweisungen erledigt sind beginnen wir mit dem Transport."


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    Robin hatte jetzt endgültig die Schnauze voll. Dieses Jahr sollte anders verlaufen, diesmal würde er wirklich von hier abhauen. Klar, er müsste auf viele Sachen für eine ganze Weile verzichten aber dafür müsste er nicht länger diese andauernden Blicke und das Tuscheln hinter vorgehaltener Hand ertragen. Und der endgültige Grund für die Flucht: Eine verdammte Ratte. Wobei das so nicht ganz richtig war, es war vielmehr eine Verkettung unglücklicher Zufälle.


    Schon seit Jahren war Robins Geburtstag der Tag an dem er es am meisten verfluchte in einem Heim zu sein und am liebsten abhauen wollte um den Druck zu entkommen. Früher hatte er mal sowas wie Freunde die ihm das ausredeten und nachdem diese verschwanden oder die Freundschaft kündigten flüchtete er sich in die MMO Welt wo er ebenfalls ein paar Leute fand die ihn aufmunterten und von diesen bescheuerten Fluchtgedanken abhielten. An diesen Geburtstag gab es ganze drei Gespräche mit potentiellen neuen Eltern und alle waren, wie üblich, zum Scheitern verurteilt gewesen. Gerüchte und Unterstellungen zählten halt mal wieder mehr als das was wirklich geschehen war. Robin brauchte unbedingt wieder mehr positive Aufmunterungen, um an dem Tag nicht noch etwas sehr bescheuertes zu tun. Am eigenen PC angekommen erwartete ihn allerdings in der unten rechten Bildschirmecke seines PCs die Meldung *Keine Internetverbindung*. Die einzigen Leute die ihn also sonst immer von seinen idiotischen Geburtstagsfluchtversuch aufhielten waren nicht erreichbar und das seit nunmehr als 2 Stunden!


    Völlig unbemerkt von allen musste die Ratte seines Flurnachbarn während einem der Gespräche mit den Adoptiveltern aus ihrem Käfig abgehauen sein, sich in einem Loch in der Wand verkrochen und nur wenig später mit ihren Zähnen die digitale Lebensader des gesamten Hauses lahmgelegt haben. Der allgemeine Tumult und die Proteste über das fehlende Internet kamen wie gerufen. Während der ganzen Aufregung würde es gar nicht auffallen wenn jemand sich einen Rucksack schnappt, den er noch schnell mit seinen wichtigsten Besitztümern vollstopfte, und seelenruhig zum hinteren Teil des Gebäudes marschierte um einen Satz aus dem Erdgeschossfenster zu machen.


    "Auf Nimmerwiedersehen ihr Trottel", flüsterte Robin und sprang aus dem Fenster, nur um mit erschrecken festzustellen, dass da unten anstelle des Grasbodens ein sonderbares Loch im Boden war in das er direkt rein stürzte. Es war für Robin unmöglich festzustellen wie lange genau er sich im freien Fall befand da seine Sinne Regelrecht verrückt spielten. Um ihn herum befand sich eine verschwommene Mischung aus Schwarz, Blau und Grün welche ab und an von weißen Streifen unterbrochen wurde. Dazu wirkte es für ihn so als würde er jede seiner Bewegungen doppelt und dreifach sehen, so als hätte er Phantombilder hinter sich hergezogen. Sein Verstand war völlig überfordert von alledem und er musste die Augen schließen um nicht komplett irre zu werden. Als er die Augen wieder aufmachte stand Robin in einem seltsamen, hellen, weißgrauen Raum. Wie oder wann er hier herkam wusste er nicht, er hatte ja nicht mal bemerkt wann der Fall aufhörte geschweige denn wie lange er seine Augen geschlossen hatte. Gerade als er sich vernünftig umschauen wollte bemerkte er das seitlich von ihm einige schwarze Säulen mit grünen Gitternetzen gerade dabei waren sich nach und nach in nichts aufzulösen und den Blick auf weitere Personen freigaben. "Was zur Hölle", fragte Robin laut auf Deutsch während er so langsam wirklich an seiner geistigen Gesundheit zweifelte.


    Herzlich Willkommen in der Digiwelt, bzw. im Digi RPG.


    Da es wichtig ist hier eine kurze Erklärung über die Portale:
    In der echten Welt sind es kreisrunde, trichterförmige Löcher mit einem Durchmesser von ungefähr 1-2 Metern. Ihr inneres ist größtenteils Tiefschwarz mit einigen bläulichen, nebelartigen Flecken und weißen Punkten. Dazu gesellt sich noch ein grünes Gitternetz welches den inneren Rand darstellt und auch teilweise über das Loch hinaus sich ein paar cm weit auf dem jeweiligen Untergrund abzeichnet.
    Die Portale können auf Böden oder Wänden auftauchen und ihr könnt auch selbstständig in sie reingehen. Nicht jeder muss so wie Robin rein springen bzw. fallen. Die Portale bleiben nicht sonderlich lange offen und tauchen eigentlich nur an Orten auf an denen sich außer euer Charakter sonst niemand weiter befindet. Außer es erwischt eine kleine Anzahl (max 3 Leute) auf einmal.
    Den optischen Zeitverzerrungs, Motion Blur, Phantombildeffekt oder wie auch sonst immer man es nennen will erlebt jeder. Er soll eine Art Reizüberflutung hervorrufen bei der man jegliches Zeitgefühl verliert. Der eigentliche "Reise" Vorgang dauert nur wenige Sekunden an falls jemand auf die Uhr schauen sollte.


    Noch ein kleiner Hinweis für die Leute die im Raum schon miteinander interagieren wollen. Momentan gibt es noch keine Sprachübersetzung und jeder spricht und versteht nur die Sprachen die er gelernt hat. Ihr müsst entsprechende Sätze natürlich nicht in der jeweiligen Sprache schreiben. Es genügt zu erwähnen welche Sprache ihr verwendet habt.


    Viel Spaß im RPG wünschen euch: Cy-Res, Sheewa und Graue Eminenz


    P.s. Hier ein link zu einen Youtube Video bei dem man, ab Minute 2:48, den Effekt während des Portal "Reisens" mal in Aktion sieht:


  • Das kann doch nicht sein, dachte Fredrik und guckte sich noch einmal den Inhalt seines Rucksacks an. Habe ich wirklich die Fortbildungsunterlagen zu Hause auf dem Tisch liegen lassen?! Im Rucksack fand er zwischen der zum Wechseln eingepackten Kleidung noch sein Subnotebook und die Ladekabel für das Smartphone und das Subnotebook, sonst nichts. Neben den Fortbildungsunterlagen fehlten auch die Fahrkarte für den ICE nach Berlin und die Reservierung für das Hotelzimmer. Fredrik warf einen Blick auf die Bahnhofsuhr. Bis zur Abfahrt des Zuges hatte er noch zehn Minuten Zeit. Wenn er statt dessen eine Stunde später den nächsten Zug nehmen würde, wären das siebzig Minuten. „Das könnte vielleicht klappen“, murmelte er. Trotzdem musste er sich beeilen - und hoffen, dass er nicht zu lange auf die S-Bahn warten musste.


    Tatsächlich erwischte er auch gleich eine S3 in die richtige Richtung. An seiner Heimathaltestelle sprang er aus dem Zug, rannte die Treppe hoch und - fiel in ein etwa anderthalb Meter großes Loch, welches vorhin auf dem Weg zum Hauptbahnhof noch nicht da gewesen war. Völlig überrascht versuchte er, sich an dem grünen Gitter festzuhalten, aus dem die Wände des ansonsten schwarzen Trichters zu bestehen schienen, aber irgendwie bekam er dieses nicht zu fassen, zumal seine Arme bei jeder Bewegung auf einmal doppelt und dreifach zu sehen waren - so als ob sich diese bei einer stroboskopartigen Beleuchtung für eine kurze Zeit auf die Netzhaut eingebrannt hätten. Im Fallen bemerkte er zudem noch seltsame blaue und weiße Lichter, die an ihm vorbei zogen. Dann wurden die Lichteffekte für ihn zu viel und er schloss die Augen.


    Als er nach einiger Zeit versuchsweise die Augen wieder öffnete konnte er feststellen, dass er offensichtlich in einem hellen, weißgrauen Raum gelandet war. Oder war er noch immer dabei zu fallen? Nein, der Boden fühlte sich fest an. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass er von der S-Bahn bis hier her fast gar keine Zeit gebraucht hatte. „Wenn ich hier also sofort wieder raus komme und dann nach Hause renne und von dort die Unterlagen hole, könnte ich es also vielleicht noch pünktlich zur Fortbildung schaffen“, murmelte er in Gedanken verloren auf Samisch. Aber es sah nicht so aus, als ob er hier so einfach heraus kommen würde.


    In diesem Moment konnte er hören, wie hinter ihm jemand fluchte. Er blickte sich noch einmal genauer um und bemerkte dabei einige schwarze Säulen, die sich nach und nach auflösten und dadurch den Blick auf weitere Personen freigaben. In der Richtung, aus der er das Gefluche gehört hatte, sah er einen vielleicht nicht ganz 18 Jahre alten Jungen mit kurzen, dunkelblau gefärbten Haaren und einem mies gelaunten Gesichtsausdruck.
    Wo sind wir hier?, fragte Fredrik - wobei er sich immer noch seiner Muttersprache Samisch bediente und ihm gar nicht auffiel, dass Deutsch, welches er von seinem Vater als zweite Muttersprache gelernt hatte, vielleicht die bessere Wahl gewesen wäre.

  • "I've become so numb I can't feel you there
    Become so tired so much more aware
    I'm becoming this all I want to do
    Is be more like me and be less like you"


    Der Text dröhnte förmlich aus den Kopfhörern ihres MP3-Players, während Sam sich die Hand an die schmerzende Schläfe hielt. Sie blickte starr auf den staubigen Boden des verlassenen Hauses und lauschte dem Text ihrer Lieblingsband.
    Sam tastete vorsichtig die schmerzende Haut um ihr Auge ab und war sich sicher, dass es blau werden würde. Verdammt, dieser Spinner hatte sie da ganz schön erwischt. Doch dann rief sie sich ins Gedächtnis wie sie ihn zugerichtet hatte und es zauberte ihr doch ein kurzes Lächeln ins Gesicht.
    Dieses hielt aber nicht lange, denn schon durchzuckte wieder ein Schmerz die Stelle um ihr Auge, an der sich ihr Gesicht irgendwie matschig anfühlte.


    Dabei fing der Tag gar nicht so schlecht an.
    Im Waschraum des Waisenhauses hatten die Mädchen mit eigenen Problemen zu tun und ignorierten Sam einfach. So konnte sie ohne Streitereien in den Tag starten. Vermutlich lag es auch daran, dass sie Jessica erst vor zwei Tagen eine Ganze Hand voll Haare bei einem Streit ausgerissen hatte.
    Im Bus setzte sich dieses Muster fort, da sie zwei Plätze für sich alleine hatte und höchstens über sie getuschelt wurde. Doch keiner wagte etwas laut über sie zu sagen. Zumindest nicht laut genug um ihren MP3-Player zu übertönen.
    Die ersten Stunden in der Schule verbrachte sie dann mit Kritzeleien in ihren Heften oder mit Blicken aus dem Fenster und die Lehrer hatten genug Anstand sie nicht aufzurufen.
    Alles in allem hätte es ein guter Tag werden können.
    Aber dann kam die große Pause.


    Sam schlenderte noch recht gelassen über den Flur zu ihrem Spint, als sie kurz vorher von einem Typen angehalten wurde, der sie recht unsanft gegen die Wand drückte und mit aggressivem Gesichtsausdruck mit ihr Sprach. Alles was an ihrem Ohr ankam war allerdings: "I don't know what's worth fighting for
    Or why I have to scream"
    Doch Sam bezweifelte dass dies auch die Worte waren, die der Typ sprach.
    Hinter ihm standen noch zwei Typen, wohl seine Freunde, und Jessica, die gehässig grinste. Ohne Zweifel hatte sie diesen Kerl auf Sam angesetzt. Beim Anblick ihrer kahlen stelle, die Jessica versuchte mit einer entsprechenden Frisur zu überdecken grinste nun auch Sam. Der Typ jedoch grinste ganz und gar nicht. Er riss einen ihrer Kopfhörer aus ihrem Ohr und meinte mit erhobener Stimme: "Do you understand?"
    Doch Sam verstand nur eines. Seine Hand an ihrer Schulter tat weh und sie hatte langsam die Schnautze voll. Wie sie es von Nic gelernt hatte drehte sie sich also aus seinem Griff heraus und verpasste ihm gleich erst einmal einen Schlag ins Gesicht.
    Der Kerl sah sie überrascht an und ein Tropfen Blut kämpfte sich aus einem seiner Nasenlöcher.
    Doch viel zu schnell besann er sich wieder und ging auf Sam los.
    Bam!
    Seine Faust dröhnte in ihrem Kopf, als er sie hart am Kopf erwischte und sie den Flur entlang taumelte, bis sie mit jemandem zusammen stießt und diesen zu Boden riss.
    Auf allen vieren kniete sie dort und brauchte etwas um sich zu fassen.
    "Come on, bitch", stichelte der Typ hinter ihr, "You've got already enouth?"
    Er forderte sie regelrecht heraus!
    Damit konnte sie ihn nicht davon kommen lassen.
    Dann viel ihr Blick auf eine Schere, die zusammen mit anderen Schreibutensilien am Boden lag.
    Das Mädchen mit dem Sam zusammengestoßen war hatte die Sachen offenbar verloren und war nun dabei sie wieder zusammen zu sammeln. Doch Sam war schneller. Sie griff nach der Schere und rappelte sich auf. In einer raschen Bewegung kam sie wieder auf die Beine und fuhr herum.
    Zwar kassierte sie dabei einen weiteren Schlag, dieses Mal in den Bauch, doch rammte sie auch die Schere mit der Spitze voran in die Schulter des Typen. Schmerzen zeichneten sich auf seinem Gesicht ab und Sam nutzte den Schock um noch einmal nachzutreten. Mitten zwischen seine Beine.
    Dann rannte sie los.
    Selbst wenn er alleine gewesen währe und sie nicht hätte fürchten müssen, von seinen Kumpels aufgemischt zu werden, dauerte es sicher nicht mehr lange, bis ein Lehrer auf den Tumult aufmerksam werden würde und dann währe sie dran.
    Doch wo sollte sie hin?
    Egal. Erst einmal weg.
    Sollten die Typen sie ruhig von der Schule schmeißen. Aber bitteschön ohne ihr stundenlange Vorträge darüber zu halten, wie falsch ihr Verhalten doch war.
    Also rannte sie vom Schulgelände und die Straßen entlang.
    Sie wusste nicht mehr wie weit sie gerannt war, doch schließlich erreichte sie dieses eher heruntergekommene Viertel und dieses leerstehende Haus, in dem sie es sich nun gemütlich gemacht hatte.
    Es waren bereits ein paar Stunden seitdem vergangen. Aber Sam würde sicher noch nicht so schnell zurückkehren. Sollten sich die Erzieher ruhig Sorgen machen. Umso harmloser würde die Strafe ausfallen, die sie Sam aufbrummen würden.


    Dann war alles Still. Der Titel in ihrem Player war zu Ende. Einer dieser ruhigen Momente, in denen sie sogar mal etwas von ihrer Umwelt hörte.
    Knack.
    Knack.
    Schritte näherten sich ihr über den staubigen Boden des Hauses.
    Sam pausierten den Player um weiter Ruhe zu haben und lauschen zu können und schnell hatte sie keinen Zweifel mehr. Da war noch jemand. Mindestens zwei und sie sprachen leise miteinander.
    Eilig stand Sam auf und schlich um die nächste Ecke. Sie wollte sich dicht an die Wand drücken, doch da war keine Wand.
    Sie stürzte einfach ins Leere.
    Sam kniff die Augen zusammen und erwartete einen harten Aufprall. Einen sehr harten Aufprall.
    Einen Aufprall, den sie nicht überleben würde, so lange wie sie nun schon viel.
    Doch dann wagte sie es die Augen auf zu machen.


    Um sie herum war ein seltsamer grauer Raum, mit schwarzen Säulen die ein irritierendes grünes Muster aufwiesen und sich langsam aufzulösen schienen.
    Sam lag derweil auf dem Boden dieses Raumes und hatte sich zusammengekauert.
    Nun, da sie nicht mehr viel richtete sie sich allerdings wieder auf und sah sich verwundert um.
    "What the heck is going on here... am I... Am I dead?", fragt Sam verwundert in den Raum ohne zu realisieren, dass bereits andere erschienen sind, die sie hören könnten...

  • Razor lehnte sich über das Geländer der Brücke, geflankt von von einem hochgewachsenen Asiaten - Taemin - und einen geringfügig kleineren Jungen - Noah. Sie kaute mit genervten Gesichtsausdruck auf einen Kaugummi, während sie ihre beiden Freunde ansah. Die beiden Jungs trugen schwere Lederjacken mit dem stilisierten Abbild einer Fledermaus auf dem Rücken - das Symbol der Blue Bats, der Jugendgang den alle drei angehörten.
    Doch Razor verzichtete auf die Jacke, aus verschiedenen Gründen - zum einen mochte sie das Gefühl von Leder an den Armen nicht, zum anderen hatten sie ohnehin keine Kleidung in ihrer schmalen Größe. Stattdessen hatte sie sich drei Tattoo tätowieren lassen - jeweils auf einen Handrücken und ihren Nacken, die selbe stilisierte Fledermaus wie die Anderen es trugen. Sie spuckte den Kaugummi die Brücke hinab.
    "Hey,Teamin. Are you sure he is coming this way?"* Sie sah ihren deutlich älteren Kumpel fragend an, doch dieser zuckte mit den Schultern. "He always come this way, kiddo.**" "Dont call me kiddo, or I swear, I will push you down this bridge this instant."*** Teamin lachte nur und verzauste ihr mit einer freien Hand die Haare, woraufhin sie ihm den Ellenbogen hart in die Rippen rammte. Er krümmte sich schmerzverzerrt zusammen. "Fu- You are a fucking bitch,Razor!" "I warned ya." Bevor sie ihre Streiterei fortsetzen konnten, meldete sich Noah ruhig zu Wort. "He is coming."


    Sie setzten sich sofort in Bewegung - Razor zog mit einer kurzen Bewegung einen Cutter aus ihrer Jacke und zu Dritt bewegten sie sich auf einen annähenden Jungen ran. Bevor er reagieren konnten, rempelten ihn Taemin und Noah an und quetschten ihn zwischen ihre Schultern ein. "So, bastard. You thought you could give false information to the blue bats, huh?"**** Sie presste das Messer an seinem Hals - natürlich würden sie ihn nicht umbringen, die Blue Bats waren keine Mörder. Doch dass konnte ihr ehemaliger Informant nicht wissen. "P-Please, they said-" "I. Dont. Fucking. Care. Listen up, idiot. You will hand over all your money. Now. Than I will not slice you up like delicious bacon. Got it?"*****
    Der Jugendliche wand sich zwischen den drei Bandmitgliedern, bevor er nachgab und Razor seinen Geldbeutel reichte. "Good. Let him go,boys." Sie bewegten sich sofort und der Junge zeugte ihnen wütend eine rüde Geste, bevor er weg rannte.
    Razor high-fived ihre beiden Freunde und zog einen Bündel Geld aus dem Geldbeutel. "Nice job. Here, take that to the boss. I wil go for a walk." Beide nickten ihr zu. Razor trieb sich öfters alleine rum, inzwischen hatten sie sich daran gewöhnt. "Don't get pulled in by the cops, sweetheart."***** "Same for you, "sweetheart."


    Einige Minuten später balancierte Razor auf dem Brückengeländer - tief unter ihr der Kanal mit dem tosenden Wasser. Sie mochte den Nervenkitzel und es war nicht so, als wäre sie bisher jemals gestürzt.
    Offenbar gab es für alles ein erstes Mal.
    Ein Auto fuhr vorbei, viel schneller als auf der schmalen Brücke erlaubt, und der Fahrtwind erfasste das zierliche Mädchen und gab ihr genau den Schubs, den sie gebraucht hatte um in Tiefe zu stürzen. Sie schloss die Augen und wartete auf ihr Ende, mit dem Gedanken was für ein dummes Ende dass doch wäre.


    Stattdessen spürte sie nicht einen schmerzhaften Aufprall auf dem Wasser, stattdessen war sie als sie die Augen öffnete von einem seltsamen schwarzen Tunnel umgeben, durchzogenen von einem Netz aus grünen Linien. Doch das Seltsamste war, dass sie sich selbst sehen konnten - Abbilder ihrer eigenen Statur, die sich in die Unendlichkeit wiederholten und bei ihr Übelkeit hervor riefen.
    Einen Moment glaubte sie, sie würde sich übergeben, doch dann verschwand der Tunnel und Razor fand sich in einen Raum wieder.
    "...I think someone replaced my stuff with joints.******" Sie konnte einige andere Personen sehen. "Hm. Hey! What do you guys do here?" Instinktiv griff sie in ihre Tasche und holte eine Packung Zigaretten und ein Feuerzeug hervor.



  • Der von der Sonne ausgeblichene Asphalt glitt unter den Rollen einer jungen, allerdings sehr auffälligen Frau mit kohlrabenschwarzen Haar, welches an den Spitzen dunkelrot gefärbt war und hinter ihr her wehte, daher.
    Es war wie so oft hier ein heißer Tag, dennoch hatte Alexa, wie die hochgewachsene Frau auf Inlineskater hieß, beschlossen das kurze Stück von der Bushaltestelle zu dem Haus, welches sie mit ihrer kleinen Familie bewohnte, statt in Ruhe zu gehen, im Sprint mit ihren geliebten Rollen zu nehmen. So würde sie es vielleicht heute schaffen, ihre beiden jüngeren Geschwister zu überholen und vor ihnen nach Hause zu kommen. Die Hitze war sie gewohnt und machte ihr nichts aus.


    An der Haustüre angekommen, entledigte sie sich den Spangen, mit denen sie die Rollen an ihre schwarzen Stiefel befestigt hatte und verstaute diese in der Tasche, ehe sie die Türe öffnete. Sie machte sich weder die Mühe, sich ihrer Schuhe oder Tasche zu entledigen, sondern stürmte direkt in die Wohnung. Ihre beiden Geschwister, wobei der offizielle Titel wohl „Pflegekinder“ war, waren bereits zu Hause, aber, wie es schien auch gerade erst angekommen, denn sie trugen ebenfalls noch ihr Schuhwerk. Bevor sie das ändern könnten, schnappte sich Alexa lachend den jüngeren Shawn und drückte ihn herzlich, während sie bereits nach Rachel griff. Daraus resultierte eine spielerische Kabbelei. Diese endete damit, dass Lexa es doch schaffte, beide je unter einen Arm zu nehmen und an sich zu drücken, um sich dann mit beiden fest im Griff auf das Sofa fallen zu lassen. Eigentlich wollte sie damit ein oder zwei überraschte Ausrufe auslösen, doch da war plötzlich kein Sofa mehr.


    Stattdessen war dort, wo bisher das Möbelstück gestanden hatte, mitten in dem kleinen Wohnzimmer mit einem mal ein Loch, durch dass die drei geradewegs fielen. Alexa verstärkte instinktiv ihren Griff um ihre Geschwister und hielt sie so fest sie konnte bei sich. Um nichts in der Welt wollte sie nun einen der beiden verlieren oder ihren Armen entreißen lassen. Der Fall schien unglaublich lange zu dauern und der Aufprall später würde sicherlich umso schmerzhafter ausfallen. Die Augen der jungen Frau konnten während des Falls sich wohl nicht mehr vernünftig scharf stellen, denn ihr war, als würde jede Bewegung verschwommene Abbilder von sich hinterher ziehen und dadurch die Konturen der drei sich miteinander vermischen. Dies schmerzte ihr und sie schloss die Augen und legte ihren Wange Trost spenden auf das Haupt ihrer Großen.


    Irgendwann öffnete sie aber doch wieder die Augen und stellte überrascht fest, dass sie nicht nur nicht mehr fielen, sondern in einem sonderbaren Raum standen. Verwundert lockerte sie die Umarmung und blickte sich um. Dabei stellte sie fest, dass sie alle drei eng aneinander gedrückt innerhalb eines silbernes Kreises standen, der auf dem Boden aufgemalt war. Weitere dieser Kreise waren auf einer Art rundem Podest aufgebracht, auf dem auch die kleine Familie gelandet war. In ein paar anderen standen Jugendliche und junge Erwachsene und sahen ebenso verwirrt aus, wie Lexa sich fühlte. Über anderen schwebten dunkle Säulen, die von der Struktur doch sehr an das unwirklich wirkende Loch erinnerten, das auch sie hier hergebracht hatte. Wo sie sich auflösten, gaben sie den Blick auf weitere Personen frei. Doch bevor sie sich weiter mit der Situation befasste, gab es etwas viel wichtigeres. So trat sie einen Schritt zurück, je eine Hand auf der Schulter eines ihrer Schützlinge liegend, um die beiden kritisch zu mustern.


    Wie geht es euch? Ist alles in Ordnung?“, wollte die Amerikanerin auf englisch wissen. Erst, als beide ihr versichert hatten, dass es ihnen gut ging, seufzte Lexa erleichtert und richtete sich die beiden Haarklammern an der Schläfe, die ihren Schopf aus dem Gesicht hielten. Dann erst betrachtete sie die anderen anwesenden mit in die Hüfte gestemmten Armen. Mit Abstand war die Skaterin aus dem sonnigen Floridas die Auffälligste und die größte der bisher „eingetroffenen“ Personen. War die etwas punkig aussehende Frau mit dem rabenschwarzen Sidecut doch aufgrund der Wärme ihres Heimatlandes, dem sie eben entrissen worden war, recht sommerlich bekleidet. So trug sie neben den hohen, schwarzen Stiefeln Hotpants und ein schmales Bandeau-Oberteil unter einer ärmellosen Jeansjacke. Auch ihre ungewöhnlichen Tätowierungen, die an kupfern schimmernde Drachenschuppen erinnerten, welche ihre Haut teilten, sowie der realistische Drachenkopf, der von ihrem linken Oberarm herab grinste und der um ihren linken Oberschenkel gewickelten Drachenschweif, sorgte nicht dafür, dass sie weniger auffällig wirkte.


    Dies aber interessierte Lexa schon lange nicht mehr, sie stand zu ihrem ungewöhnlichen Aussehen und nebenbei hatte sie gerade etwas entdeckt, das bedeutend wichtiger war. So ging sie zielstrebig auf das schwarzgekleidete, kleine Mädchen zu und setzte, als sie vor ihr stehen blieb, ein Lächeln auf, um der Kleinen zu symbolisieren, dass sie keine Angst vor ihr haben brauchte. „Hey Kleine, lässt du mich mal deine Wunde da am Auge ansehen? Das sieht ja ziemlich übel aus. Ich bin übrigens Lexa“, sprach sie das Mädchen mit dem dicken Veilchen am Auge, erneut in us-englisch an, „Ansonsten, weiß vielleicht einer von euch anderen, was gerade passiert ist und wo wir eigentlich sind? Ich meine, jemand mit einem Sprung in der Schüssel würde nun vermutlich behaupten, dass eine klassische Entführung durch Aliens wohl genau so aussehen müsste, oder nicht?“ Sie grinste über ihren Witz und zwinkerte der jungen Dame vor ihr zu, um die im Raum stehende Anspannung zu lockern und gab sich bewusst sicher. So, wie sie es bisher einschätzen konnte, waren außer ihr nur jüngere anwesend. In dem Fall war es ihr verdammter Job den Teenagern Sicherheit zu vermitteln, auch, wenn sie selbst keine Ahnung hatte, was hier gerade geschah. Die Verletzungen des Mädchens jedoch mussten dringend unter die Lupe genommen werden, das wusste sie aus ihrer freiwilligen Hilfe bei dem Jugendzentrum Zuhause in Key West. Gesichtsknochen waren nicht die stabilsten und bei Schlägereien unter Jugendlichen ging schon mal das ein oder andere Jochbein zu Bruch.
    Wahrscheinlich das gleiche, wie du, Kleine. Wir sind in Löcher gefallen, die nicht existieren dürften und haben uns plötzlich hier wiedergefunden“, antwortete sie achselzuckend auf englisch einem blonden Mädchen mit Fliegerbrille und grinste dieser kurz lässig zu, „Bleib cool, wir werden schon erfahren, was diese Freakshow zu bedeuten hat.


    OT: So dann bin ich ab jetzt auch mal dabei. Und da die Charas ja merken sollen, dass nicht alle die gleiche Sprache sprechen, auch gleich mal was, das an alle gerichtet ist.
    @Clif: Dann bin ich mal so frei und spiel direkt deinen Char an. Ist jetzt vermutlich nicht die klassische Sozialarbeiterin aus der Schule oder dem Heim, was deine so gewöhnt ist, oder? XD


    Und nein, nicht einmal für ein RPG werde ich in Englisch schreiben XD Meine englische Grammatik ist miserabel, auch wenn ich kein Problem damit hab, das gesagte der bisherigen Post zu verstehen.


    PS: Der gemeinse Eintritt in die Digiwelt mit den Charkteren von @Lorekeeper Zinnia und @Niteso ist selbstverständlich mit den beiden abgestimmt.


    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
    The endless Night of Dreams

    Einmal editiert, zuletzt von Sheewa ()

  • "Sam", antwortete Sam nur knapp der Frau die da auf sie zu kam.
    Wer war die überhaupt und was war das für ein komischer Ort? Sam blickte prüfend nach oben und suchte nach dem Loch in das sie gefallen war. Aber selbst wenn sie da noch etwas entdecken würde, währe der Raum doch ein recht sonderbarer Keller für ein leerstehendes Haus.


    Aber Sam merkte recht schnell, dass die anderen offenbar auch keine Ahnung hatten, was hier vor sich ging. Daher schloss sie vorerst aus, dass sie es waren, die sie hier her verschleppt hatten.
    Lexa, die Frau von der Sam eben angesprochen wurde, fragte nun in die Runde und demonstrierte in Sams Augen Ahnungslosigkeit, auch wenn sie versuchte cool zu wirken.


    Sam kam nun auch wieder langsam auf die Beine, wobei sie sich die ebenfalls etwas schmerzende Seite hielt, an der sie der Typ in Bauchhöhe erwischt hatte, bevor sie ihm die Schere in die Schulter gerammt und seine Nachwuchspläne ruiniert hatte.
    Dennoch versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen. Wie immer. Bloß keine Schwäche zeigen.


    OT: Sam ist nur ein kleines Bisschen paranoid ^^ Wer Schwäche zeigt wird zerfleischt und Nettigkeiten sind eh nur Ablenkungen, um ihr ein Messer in den Rücken rammen zu können XD vor allem von Fremden...

  • Ruhig beobachtete Lexa, wie das Mädchen sich erhob und auf die Beine kam. Dabei hielt sie sich die Seite, als hätte sie auch dort Schmerzen. Der Blick der jungen Frau war prüfend, aber gleichzeitig auch traurig. Die Kleine war geschlagen worden, soviel war sicher und wie sie sich verhielt, war das nicht das erste Mal vorgekommen.


    Ich mach dir einen Vorschlag: Du erlaubst mir, schnell dein Veilchen zu untersuchen und ich lass dich damit in Ruhe und nerv dich nicht mehr. Wie Klingt das? Ich möchte nur sicher gehen, dass nichts gebrochen ist, denn das wäre für dich auf lange sich unangenehmer, wie einen Moment kurz so eine blöde Fremde, wie mich nach schauen zu lassen, meinst du nicht?“, versuchte sie noch einmal, diesmal fürsorglicher, Sam dazu zu zu bringen, ihr ihre Verletzung zu zeigen. Auf keinen Fall würde sie dies jedoch ohne die Einverständnis der kleinen Schwarzgekleideten machen denn Vertrauen basierte auf respektvollem Umgang, dass hatte sie in all den Jahren, in denen sie schon ehrenamtlich in der Jugendeinrichtung aushalf, gelernt. Vertrauen durfte man nicht einfach erwarten, vor allem nicht von Jugendlichen, die Zuhause von ihrer Familie nicht die Liebe bekamen, die sie verdienten. Meist brauchte es viele Monate bis geschlagene Kids dünne Bande mit ihr oder den Sozialarbeitern des Jugendtreffs knüpften. Oft gab es Rückfälle und die Arbeit konnte auch psychisch belastend sein, doch jeder Jugendliche, den sie schafften, von der Straße wegzuholen und wenn sie nur in dem Jugendtreff abhangen, anstelle unter irgendwelchen Brücken oder in Gassen, war ein Pflänzchen, aus dem Hoffnung sprießen konnte und um jeden von ihnen lohnte es sich zu kämpfen.


    War das ein Kerl?“, erkundigte sie sich und nickte Richtung Sams Gesicht, in der Hoffnung vielleicht das Mädchen in ein Gespräch verwickeln zu können.



    OT: Sry Clif, aber soleicht wird Sam Lexa erst einmal nicht los, die ist das gewohnt.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
    The endless Night of Dreams

  • Sam verschränkt die Arme und schaut die Fremde misstrauisch an. Doch gibt sie vorerst keine Antwort.
    Erst auf die letzte Frage hin antwortet sie mit leichtem Grinsen:
    "Den solltest du dir mal anschauen", doch das Grinsen schwindet schnell wieder und das Mädchen mustert Lexa noch einmal, bevor sie die Arme herunter nimmt und meint:
    "Denk aber nicht, du kannst meine Mutter spielen"

  • Ein paar der Säulen die bereits komplett verschwanden gaben den Blick auf die Personen in ihrem inneren frei. Zum einen war da ein junger Mann der zwar kleiner aber zugleich Älter als Robin wirkte. Da Robin leider nicht verstand was er sagte, oder gar welche Sprache das überhaupt war, konnte er nicht genau sagen ob der Typ gerade mit ihm redete. Robin dachte sich dass die Kommunikation mit ihm wohl sehr schwer fallen würde und schaute sich weiter um, in der Hoffnung jemand zu finden mit dem er reden konnte. Zum Glück waren die anderen Neuankömmlinge schon etwas einfacher in ihrer Herkunft zu identifizieren. Auf der einen Seite waren da zwei Junge Mädels von denen eine ein blaues Auge zu haben schien und die andere wollte sich allen Anschein nach eine Zigarette anzünden. Das erstaunliche war aber was aus einer der anderen Säulen herauskam. Statt nur einer kamen aus dem Gitternetzartigen Gebilde gleich drei Personen. Eine davon war eine relativ Große Frau die von allen im Raum bisher die älteste sein könnte. In ihrem Schlepptau befanden sich noch ein Junge und ein Mädel welche vermutlich beide in Robins Alter waren. Vom dem was diese Leute sagten war Robin sich relativ sicher das sie English sprachen. Es gab nur ein großes Problem, diese Sprache war nie Robins stärke in der Schule, er konnte es zwar vom Klang her zumindest als Sprache erkennen anhand der paar Wörter die er beherrschte aber komplette Gespräche waren nur mit Hilfsmitteln möglich.
    "Hilfsmittel, das ist die Lösung. Ich hoffe der Akku reicht noch", entfuhr es Robin laut auf Deutsch während er schnell in seinem Rucksack wühlte und sein Telefon raus kramte. Das Smartphone in seiner Hand ging auch tatsächlich an, seltsamerweise zeigte der Akku optisch leer zu sein aber statt einer Laufzeit in Form von Prozent stand da nur das unendlich Zeichen. Desweiteren schien es so als gäbe es keinerlei Funksignale, fast so als wäre die interne Antenne kaputt gewesen. Diese Probleme waren seltsam und gravierend aber Robin schob es auf einen Softwarefehler des Firmwareupdates das er am vorherigen Tag installierte. Die Offline-Übersetzungsapp funktionierte aber wenigstens noch nachdem er diese versuchte zu starten. Nachdem Robin seinen Satz eingab, *jemand nen plan wo wir hier sind ich komme aus deutschland*, und auf übersetzten drückte versuchte er den Erstkontakt mit den anderen herzustellen. Das Gespräch der großen Frau bekam er während des Tippens nicht wirklich mit. "Someone one where we are flat? I come out Germany", fragte Robin komplett unsicher und mit komplett falscher Betonung während er von seinem Bildschirm ab las. Er konnte ja nicht ahnen das es soviel unterschied machte die Groß- und Kleinschreibung beim Übersetzer zu beachten, da sein Satz für eine English sprechende Person absolut keinen vernünftigen Sinn ergab.

    Ein hoch auf die momentane Sprachbarriere. Und bescheidene Übersetzungstools für Robin^^
    Sorry Feuerdrache, Robin kennt deine Sprache leider nicht.


    Und ja, wir haben für unsere Elektrogeräte unendlich Strom. Der Akkuzustand hat zwar seine *leer* Grafik aber dafür bekam er das unendlich Zeichen. Die schlechten Nachrichten: Wir haben weder Telefon noch Internetempfang. Kurzum: für die meisten Teenys dürfte das wohl die schlimmste Strafe von allen sein, ein immervoller Akku aber man hat nur das was ohne Netz auskommt.

  • Schule. Also wirklich, wer hatte sich diesen Ort bitteschön ausgedacht? Ein Platz, der nichts als Hoffnungslosigkeit und den Drang, schnellstmöglich von dieser Erde zu verschwinden, brachte. Mal abgesehen davon, dass man den ganzen nur von Heuchlern umgeben ist, die einem vorgaukeln, sie wären nett, aber hinter deinem Rücken alles mögliche über einen Erzählen. Wirklich wundervoll dieser Ort...nicht! Wenn es nach Shawn gehen würde, wäre die Schule schon längst ein Ort der der Vergangenheit angehört. Aber so wie es leider ist, hatte der schwarzhaarige mit den weißen Strähnen in dem Sinn nichts zu sagen. Eigentlich würde er auch gar nicht erst zur Schule gehen, aber seine Pflegemutter Alexa würde das wohl eher weniger zulassen. Was ein Dreck. Das Einzige, was getan werden konnte war, jeden einzelnen Tag zu überstehen und dann irgendwann sagen zu können „Ich kann diesen Drecksort endlich hinter mir lassen!“


    Und so ging auch ein weitere Schultag zuende. Zum Glück für den Schüler, dessen Interesse im Moment so tief war wie der Ort, an dem die Titanic liegt. Wenn nicht sogar tiefer. Es gab wirklich nichts schlimmeres als diesen Teil des Tages zu überstehen. Naja zum Glück gab es da einen Ort, an dem man sich zurückziehen konnte. Man könnte es als den wichtigsten Ort für Shawn bezeichnen. Sein Zimmer! Dort, wo eigentlich niemand erlaubt war, es sei denn, es wäre unbedingt nötig und er würde sein Einverständnis geben. Ansonsten war es ein Ort, den er und auch wirklich nur er betreten durfte.


    Zuhause angekommen wollte der Junge eigentlich nur so schnell wie möglich in sein Zimmer und entspannen aber...daraus wurde wohl nichts. Nicht nur dass seine Schwester Rachel nur ganz kurz nach ihm eintrat, Alexa kam auch nur wenige Momente nach ihnen. Und sie war, im Gegensatz zu dem Jungen, nicht gerade scheu was Körperkontakt anging. So schnappte sie sich auch gleich ihre beiden Pflegekinder. Shawn versuchte sich zwar davon loszudrücken, gab am Ende jedoch nach. So war das jedesmal. Am Ende würde er so oder so nachgeben. Jetzt war eigentlich die Zzeit gekommen, an der sie mit den beiden aufs Sofa fallen würde jedoch...war da irgendwie kein Sofa mehr.


    Die drei fielen durch ein Loch. Es war schwarz und überall waren grüne Linien. Sowas hatte der schwarzhaarige vorher noch nie gesehen aber um ehrlich zu sein war jetzt keine Zeit darüber nachzudenken, was man schon alles gesehen hatte und was nicht. Stattdessen drückte er sich instinktiv näher an Alexa um sich festzuhalten. Während des Fallens kam es ihm so vor, als würden ihm seine Augen einen Streich spielen. Es war so, als ob sie mehrere Abbilder hinter sich herziehen würden. Mit der Zeit tat das irgendwie schon im Auge weh, weswegen auch Shawn seine Augen schloss und sich weiterhin an seiner Pflegemutter festhielt.


    Die Augen öffneten sich und...das Loch war verschwunden. Stattdessen waren sie nun in einem Raum, in dem nicht nur die drei alleine waren. Schnellstmöglich löste der Junge die Umarmung und ließ seinen Blick erstmal umherschweifen. Andere Leute waren hier. Waren sie auch in ein solches Loch gefallen? Und woher kamen diese in erster Linie überhaupt? Nun ja, nicht dass er irgendwas mit den anderen zu tun haben wollte, aber Alexa schien sich wohl direkt um die anderen zu kümmern, nachdem sie sich versicherte, dass es ihm und Rachel gut ging. Trotzdem fing der Junge erstmal an zu überlegen, was hier los war.


    Aus seinen Gedanken wurde er jedoch von englisch, welches jeder Grundschüler besser konnte, gerissen. Sein Blick schweifte also zu einem Jugendlichen, der ungefähr in Shawns Alter, wenn nicht älter, und offenbar nicht der allerbeste in englisch war. Um ehrlich zu sein pisste ihn dies schon etwas an, aber er müsse sich fürs erste wohl etwas zurückhalten. Zumindest den Teil, dass er aus Deutschland kam, konnte man sich einigermaßen zusammenreimen. Der Rest war jedoch vollkommen unverständlich. „Lern erstmal vernünftiges englisch sonst muss ich es dir reinprügeln!“, kam es in englisch aus dem Mund des Jungen. Es war ihm egal, ob der andere ihn verstehen würde, weswegen Shawn ihm nur einen bösen Blick zuwarf und sich dann wegdrehte, um den Rest erstmal zu beobachten.


    OT: So, Shawn ist damit nun auch mit von der Partie ^^
    Und Cys Char hat direkt schon mal gewissen Ärger auf sich gezogen xD

  • Auf Fredriks Frage erhielt er keine Antwort. Statt dessen tauchten zunächst einmal nacheinander zwei weitere Personen auf. Der erste schien auf dem ersten Blick ein Jugendlicher mit kurzen schwarzen Haaren und einer für die Körpergröße sehr schlanke Figur zu sein. Er fragte auch gleich auf englisch, ob er tot sei. Was Fredrik allerdings merkwürdig vorkam, war die für einen Jungen unerwartet hohe Stimmlage. Also handelte es sich bei dem Jugendlichen entweder um einen Jungen vor dem Erreichen des Stimmbruchs oder um ein Mädchen, bei dem die Brüste sich noch nicht so weit entwickelt hatten - also wahrscheinlich doch etwas jünger als die sechzehn Jahre, auf die Fredric den Jugendlichen aufgrund der Körpergröße eingeschätzt hatte.
    Die zweite Person war ein Mädchen mit schulterlangen blonden Haaren. Auch sie fing gleich an, irgend etwas auf englisch zu erzählen. Als sie dann aus ihrer Tasche ein paar Zigaretten holte, fing Fredrik schon an zu überlegen, ob er ihr klar machen sollte, dass Tabak schlecht für die Gesundheit war, aber bevor er sich dazu durch gerungen hatte, wurden auch schon die nächsten Personen sichtbar.
    Dieses Mal handelte es sich gleich um drei Personen auf einmal, und zwar eine junge, groß gewachsene Frau zusammen mit einem etwa fünfzehn Jahre alten Jungen und einem Mädchen, welches vom Alter her irgendwo zwischen diesen beiden war. Die Frau schien auch gleich etwas zu bemerken, dass der schwarzhaarige Jugendliche unbekannten Geschlechts eine Verletzung hatte und verwickelte diesen auch gleich in ein Gespräch, um sich diese einmal ansehen zu können.


    Sollte ich vielleicht auch mit einem der anderen ein Gespräch anfangen?, fragte sich der fünfundzwanzig Jahre alte Informatiker. Sicherlich wäre es nicht schlecht, gemeinsam zu überlegen wo man war und wie man wieder zurück kommen konnte. Andererseits war er nicht wirklich darin geübt, auf fremde Personen zu zu gehen, und er wollte auch niemanden einfach so vor den Kopf stoßen.


    Bevor er sich entschieden hatte, wen er ansprechen sollte, hörte er, wie der Junge, der vorhin auf deutsch geflucht hatte, irgend etwas unverständliches mit englischen Wörtern von seinem Mobiltelefon ablas und seine Aussage dann mit den Worten „I come out Germany“ beendete. Nach diesem zweiten Satz zu urteilen hatte der Junge englische Wörter mit einer deutschen Grammatik verwendet, aber der erste Satz war zu schnell vorbei gewesen als dass der Informatiker die Wörter ins Deutsche zurück übersetzen und dann einen Sinn daraus erhalten konnte.
    Bevor Fredrik diesbezüglich nachfragen und sich vielleicht als Dolmetscher anbieten konnte, meldete sich der Junge aus dem Dreierteam zu Wort und forderte den deutschen Jungen auf, erst einmal richtig englisch zu lernen. Aber das war wohl nicht wirklich hilfreich, zumal Fredrik bezweifelte, dass der deutschsprachige Junge diese Aufforderung verstanden hatte.


    Was wolltest du da eben eigentlich sagen?“, fragte Fredrik nun erst einmal auf deutsch nach. „Vielleicht kann ich dir beim Übersetzen helfen. Ich komme zwar gebürtig aus Schweden, aber ich lebe schon einige Jahre in Deutschland, und ich bin auch ein paar Jahre in London zur Schule gegangen.“ Unmittelbar danach wechselte er die Sprache und wandte sich nun erst einmal an die anderen Leute: „Maybe I should help by doing the translation. I was born in Sweden, but I also lived in the UK for several years, and since a couple of years I live in Germany.



    Off Topic:
    @Van_Clif: Bitte entschuldige, dass Fredric Sam zunächst einmal für einen etwa 16 Jahre alten Jungen hält. Das Bild in deiner Anmeldung hätte meiner Meinung nach auch auf einen Jungen passen können, und bei einer schmächtigen, aber groß gewachsenen Statur dachte ich mir, dass ich da einmal bewusst einen falschen ersten Eindruck einbauen kann.


    @Cy-Res: Kein Problem. Ich hatte meinen Chara ja absichtlich mit einer unverständlichen Sprache reden lassen, um gleich am Angang schon die Sprachthematik einzubringen. Aber da wir jetzt tatsächlich keine von allen Leuten beherrschte Sprache mehr haben, kann mein Chara genauso gut seine Mehrsprachigkeit beweisen.

  • Mit geschlossenen Augen sog Alicia die Luft ein, während sich die Tür hinter ihr schloss. Es war egal, dass sie jeden Tag in die Bibliothek kam, es war jedes mal wundervoll. Sie weigerte sich noch, irgendetwas als ihr Zuhause zu bezeichnen, aber dies war wohl der Ort, der dieser Bezeichnung noch am nähesten kam. Fast wehmütig wandte sie sich um, um ihre Sachen zu verstauen - auch wenn es nur wenige Minuten dauern würde, wäre sie doch lieber direkt zwischen den Regalen hindurchgewandert, aber sie hielt sich an die Regeln. So wie sie es immer tat.
    Ein paar andere Studenten kamen ihr entgegen, als sie den kurzen Gang zu den Schließfächern durchschritt, dort angekommen jedoch war sie alleine; aber das störte sie nicht wirklich. Zum einen hatte sie nichts gegen Einsamkeit, zum anderen würde sie ja so schnell wie möglich zwischen ihren Büchern sitzen und nach Herzenlust lesen können. Also suchte sie sich schnell ein noch freies Schließfach und wurde in der hinteren Ecke fündig - offenbar war die Bibliothek heute vielbesucht. Innerlich seufzte Alicia bei diesem Gedanken, doch schnell schob sie ihn beiseite - das würde sie nicht vom Lesen und eintauchen in andere Welten abhalten.
    Sie öffnete die graue Schließfachtür, ehe sie die beiden Bücher, die sie heute zurückgeben musste, aus ihrer Tasche kramte und sich unter den Arm klemmte. Als sie dann jedoch ihre Tasche in das dafür vorgesehene Fach legen wollte, stieß sie nicht, wie gewohnt, auf den Widerstand des Schließfachbodens, sondern glitt einfach hindurch, als - als wäre da nur noch ein schwarzes Loch in der Wand. Völlig aus dem Gleichgewicht gebracht, fiel das Mädchen kopfüber in das Nichts, welches eine Art grünes Gitternetz um Alicia herum bildete. Im Fallen drehte die Studentin um sich selbst, alle Farben verschwammen vor ihren Augen, sie sah grüne Schlieren, weiße Linien, den pastellblauen Stoff ihres Kleides und Bilder von sich selbst. Alles wirbelte in und um ihren Kopf und ein überwältigendes Gefühl der Übelkeit breitete sich in ihrem Körper aus. Schnell schloss Alicia die Augen - sowas geht hauptsächlich von verrucktelten Bilder aus.
    Das Mädchen hatte im Fall das Gefühl für die Zeit vollständig verloren, doch kaum hatte sie die Augen geschlossen, beruhigte sich alles in und um sie, sodass sie bald schon wagte, vorsichtig die Lider wieder zu heben. Um sie herum war es immer noch schwarz und auch das Gitternetz konnte sie noch erkennen, doch beides begann sich in Luft aufzulösen und gab den Blick auf einen hellen, leeren Raum frei. Na ja, fast leer, denn verschiedene andere Menschen waren anwesend, auch wenn sie so aussahen, als wären sie ungefähr so freiwillig hier wie Alicia selbst.
    Vollständigt überfordert von der neuen Situation und da sich weder ihr Kopf noch ihr Magen bereits wirklich erholt hatten, sank Alicia auf die Knie, noch bevor sich die Säule um sie herum komplett aufgelöst hatte. „Nå schyst“, stöhnte die Schwedin, ehe andere Stimmen zu ihr durchdrangen. Wo auch immer sie gelandet war, es war nicht mehr Deutschland, denn in den meisten Wörtern erkannte sie das Englische, allerdings noch ohne ihren Sinn zu begreifen. Dann jedoch drang ein Wort an ihre Ohren, dass sie hellhörig werden ließ. Langsam erhob sich das Mädchen, wobei sie bemerkte, dass sie immer noch die zwei Bücher und ihre Tasche in der Hand hielt, beides instinktiv an ihren Körper gepresst. Allerdings fühlte sie sich gerade nicht im Stande, die Bücher wieder in die Tasche zu packen, und so wandte sie sich einfach dem Sprecher zu, einem jungen Mann mit blonden Haaren, der etwa genauso groß war, wie es selbst, der gerade mit einem anderen Jungen sprach. Alicias Kopf noch zu sehr, als dass sie höflich gewartet hätte, bis das Gespräch beendet wäre, so wie es wahrscheinlich normalerweise der Fall gewesen wäre. „You are swedish?“, fragte sie also mit einem starken schwedischen Akzent; immerhin war sie mit der englischen Aussprache nie so wirklich warm geworden.


    OT: Jetzt ist Alicia also auch endlich mit von der Partie, wenn auch mit kleiner Verspätung. Und @Feuerdrache: Wenn da schon jemand ist, der die von ihr am besten beherrschte Sprache spricht, muss sie das ja ausnutzen. (;


    P.S. Ich kann kein Schwedisch. Das da oben ist also Onlineübersetzern zu verdanken und soll so viel wie "Na toll" heißen. Hoffentlich^^'

  • Bevor der blauhaarige Junge auf Fredriks Frage oder eine der englisch sprechenden Personen auf sein Übersetzungsangebot eingehen konnte, meldete sich ein weiteres Mädchen zu Wort, welches dem jungen Informatiker bisher nicht aufgefallen war. Wahrscheinlich war sie angekommen, während er sich schon an den deutschen Jungen und die anderen Personen gewandt hatte. Mit einem starken, möglicherweise schwedischen Akzent fragte sie: „You are swedish?“ Der junge Informatiker war sich bei den wenigen Worten allerdings nicht so ganz sicher, ob auch Sprecher anderer nordischer Sprachen einen ähnlichen Akzent haben würden. Aber so, wie sie fragte, war es vielleicht doch wahrscheinlich, dass sie zumindest schwedisch verstand. Vielleicht sollte ich es zumindest einmal probieren, ob sie das versteht“, überlegte er sich. Mit einem mittelmäßigen Schwedisch sagte er deshalb: „Nun ja, von der Nationalität her bin ich tatsächlich ein Schwede. Aber Schwedisch ist nicht meine Muttersprache. Mein Vater war ein Deutscher, und meine Mutter war“ - er zögerte etwas. Was hieß „eine Samin“ noch einmal auf Schwedisch? Er entschied sich, das zu umschreiben und setzte seine Aussage fort: „eine Angehörige des in Lappland lebenden Volksstames. Also habe ich Deutsch und“ (Er zögerte wieder etwas) „Lappländisch als Muttersprachen erlernt. Schwedisch habe ich erst im Kindergarten gelernt, und während der Grundschule sind meine Eltern und ich schon nach London umgezogen.“ Die Tatsache, dass er sich im Englischen mehr zu Hause fühlte als im Schwedischen lag vielleicht daran, dass Englisch in der Informatik eine Gebrauchssprache war und er daher auch nach dem Umzug nach Deutschland weitere englische Sprachpraxis bekommen hatte.

  • Mit beinahe ernstem, nachdenklichem Gesichtsausdruck musterte Lexa das Mädchen von oben bis unten, dann zog sie die Nase kraus und schüttelte den Kopf. „Entschuldige Kleine, aber ich bin viel zu jung, um deine Mutter zu sein“, konterte sie und obwohl ihr Gesicht seriös blieb, blitzte es doch in ihren Augen kurz belustigt auf. „Man, hat wenigsten jemand dem Typen, der dein hübsches Gesicht so entstellt hat, ordentlich den Arsch aufgerissen?


    Ein anderer Junge versuchte zu kommunizieren, doch erst bei dem letzten Satz, den er von sich gab, kam Lexa darauf, dass er versuchte englisch zu sprechen. Seine Betonung und seine Grammatik waren wirklich jenseits von gut und Böse, aber wenigsten konnte man das Wort Germany verstehen und sich daraus zusammenreimen, dass er aus Deutschland kam. Das würde wohl noch einige Schwierigkeiten bringen, dummerweise war es ausgerechnet ihr kleiner Bruder Shawn, der sich davon ärgern ließ und den Kerl zurecht wies, englisch zu lernen. Dabei war er alles andere als höflich. Seufzend wandte die Schwarzhaarige den Kopf um über die Schulter zu ihrem Schützling zu blicken, doch ein anderer Kerl, der ihr zuvor gar nicht aufgefallen war und –dem Himmel sei Dank- eher in ihrem Alter zu sein schien, versuchte bereits zu vermitteln und bot sich als Dolmetscher an. Lexa nickte, das schien durchaus sinnvoll, denn, was immer hier auch geschehen war, sie saßen definitiv alle vorerst im selben Boot. Zu ihrem Brüderchen allerding meinte sie mahnend: „Hey Shawn, kein Grund unhöflich zu werden. Was ist das den für ein erster Eindruck, den du vermittelst?


    Dann wandte sie sich wieder dem Mädchen vor ihr zu. „Und was ist mit uns beiden hübschen? Du hast mir immer noch nicht gestattet, dein Veilchen anzusehen und ich habe dich gewarnt, dass ich hartnäckig sein kann. Aber glaub mir, ich würde das hier auch lieber schnell abhacken und mich daran beteiligen, die Dinge hier zusammen zu bringen. Zu deinem Pech bin ich leider sehr Dickköpfig und werde dich nicht so einfach gehen lassen. Du kannst gerne versuchen, mich weiterhin zu ignorieren, dann stehen wir jedoch in einer Stunde oder zweien noch genauso da.“ Sie stoppte und beäugte erneut das Mädchen kritisch, ehe sich ein Grinsen auf ihr Gesicht zog. „Wenn du meine Nähe so zu schätzen weißt, dass du mich gar nicht gehen lassen willst, kannst du das übrigens auch gerne direkt sagen.“ Man merkte daran, wie lässig die Frau die Bockigkeit der Jugendlichen vor sich nahm, dass dies nicht das erste Mal war, dass sie in solch ein Kräftemessen geriet und sie schien ziemlich sicher, dabei nicht den kürzeren zu ziehen. Es wirkte sogar so, als hätte sie absolut kein Problem mit Sams Weigerung, aber wäre auch weder bereit, sich dem Mädchen ohne Erlaubnis weiter zu nähern, als auch, sie einfach gehen zu lassen.


    OT: Da es mich nervt und meiner Meinung den Text doch sehr versaut: Alles was Alexa sagt ist American Englisch.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
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  • Lexa spielte weiter die Coole und mit ihrem Auftreten und ihrer ganzen Art erinnerte sie Sam irgendwie an Nic. Lexa fragte, ob sich jemand um den Typen gekümmert hatte und Sam wollte ihr gerade von ihrem Gegenangriff berichten. Doch bevor Sam ihr antworten konnte drang etwas an ihr Ohr, das sie nicht deuten konnte. Einer der Jungen las offenbar etwas von seinem Handy ab und es Verwirrte Sam so sehr, dass sie die Frau, mit der sie grade gesprochen hatte erst einmal ausblendete.
    Dieser Kommunikationsversuch des Jungen sollte wohl Englisch darstellen.
    Noch während Sam dabei war das gehörte zu verarbeiten und dem irgendeinen Sinn abzuringen kam auch schon ein Kommentar von dem Jungen, der mit Lexa hier angekommen war und der war alles andere als freundlich.
    Glücklicherweise entspannte sich die Situation schnell wieder. Dies führte allerdings auch dazu, dass Lexa ihre Aufmerksamkeit wieder auf Sam richtete.
    Schließlich gab Sam mit einem leichten Seufzen nach.
    "Na gut", meinte sie und ging langsam auf Lexa zu. Wenigstens war sie keine von diesen Schmierigen Sozialpädagogen, die einen auf Freund machten. Vielleicht war ihre Art ja doch nicht nur Fassade.
    Nach Nics Tod hatte Sam mit keinem mehr gesprochen, ohne dass es in einem Streit oder einer Prügelei endete. Hier war jetzt die Chance für einen Neuanfang.
    Dennoch mahnte sich Sam zur Vorsicht. Dies war eine zu absurde Situation mit Fremden Personen, als dass sie irgendwem blind vertrauen würde.


    OT: @Feuerdrache: Keine Sorge. Diese Verwechslungsgefahr war durchaus beabsichtigt und wäre für Sam auch nichts neues.



    @Sheewa: Nur weil das Eis risse bekommt, heißt das nicht, dass es taut.
    Sam ist und bleibt misstrauisch, aufbrausend und störrisch ;P

    Aber wenn einer Chancen hat Föhn zu spielen, dann wohl Lexa XD

  • Für Rachel begann der Tag wie jeder andere auch – nach der üblichen Morgenroutine in die Schule. Selbst wenn sie es nicht wirklich zugab, gefiel ihr die Routine. Im Gegensatz zu ihrem Bruder Shawn mochte sie die Schule. Vielleicht lag es daran, dass sie damit zumindest eine Sache in ihrem Tagesablauf hatte, die kontinuierlich Tag für Tag stattfand. Vielleicht lag es auch daran, dass sie Großteils in Ruhe gelassen wurde. Und Gerüchte oder ähnliches hatte sie auch nie gehört – zumindest nicht über sie persönlich.
    So verlief der Tag für sie auch in der Schule komplett normal – keine Schlägereien, keinen Tumult, niemanden, der sie in irgendeiner Weise anmotzte. Immerhin war Key West keine Großstadt wie LA oder New York, sondern eine Küstenkleinstadt der „Gottes Wartezimmer“-Kategorie. Daher lebten unterdurchschnittlich wenige Junge Leute hier. Was in entsprechend wenig Stressmachern in der Schule resultierten. Und diejenigen, die so drauf waren – zumindest die in ihrer Klasse – hatten genug Anstand, sich ihre Eskapaden für den Abend aufzuheben. Oder erst garnicht zu kommen.


    Der Schultag ging recht schnell für sie hinüber – zeitgleich mit dem ihres Bruders. Zwar hatte sie ihm am Morgen noch angeboten, mit ihm gemeinsam nach Hause zu gehen, aber eine wirkliche Antwort hatte sie nicht erhalten. Erst recht keine Zusage. Also hatte sie beschlossen, das als „Nein“ zu werten – wahrscheinlich war es auch als solches gemeint gewesen – und ging ohne ihn den direkten Weg nach Hause. Denn selbst wenn sie die Hitze durch das Aufwachsen hier in der Beinahe-Karibik gewohnt war, konnte sie auch gut darauf verzichten. Vor allem zu Mittag. Und erst recht nicht in ihrer Lederjacke – auch wenn sie diese ohnehin um ihre Hüfte gebunden hatte. Aber auch dort konnte sie eine ordentliche Menge an Hitze erzeugen.


    Der Weg nach Hause war kurz und verlief ohne Komplikationen. Aber was sollte es auch für Zwischenfälle geben? Die aggressivste und missmutigste Person, die sie kannte, war ihr eigener Bruder, und sonst wären das größte Problem wohl mürrische Rentner, die einen von ihrem Rasen vertrieben. Oder irgendwas in der Art.
    Ihre gemeinsame Wohnung betrat das Mädchen jedoch nicht, wie erwartet, als Erste, denn Shawn hatte sie wohl irgendwo auf dem Weg überholt, oder sie hatte einfach länger gebraucht. Aber lange war er auf jeden Fall noch nicht da, denn er hatte noch seine Schuhe an, so wie sie ihre Stiefel. Aber gerade, als sie diese ausziehen und Shawn alles Gute für den überlebten Schultag wünschen wollte, stürmte von hinten ein kupfern schimmernder Drache durch die Tür und versuchte sie an sich zu reißen. Anders gesagt – Alexa war gut drauf.
    Rachel schaffte es zwar, sich unter ihrem ersten Griff hinwegzuducken, stand dann aber dezent zu lange triumphierend grinsend rum und wurde doch gepackt. Nicht, dass es sie sonderlich störte. Also nicht bei den beiden. Sie stolperte die wenigen Schritte mit Alexa mit und ließ sich von ihr umreißen – nicht dass sie etwas dagegen machen hätte können – um auf das Sofa zu fallen. Aber statt dem federnden Untergrund war da – nichts.


    Sie fielen einfach. Durch das Sofa hindurch, durch den Boden hindurch. Regelrecht ängstlich drückte sie sich an ihre große Schwester/Pflegemutter, um sie nicht aus dem Halt zu verlieren. Und als sie doch einmal aufschaute, sah sie sich selbst – mehrmals, wie auf einem vermischten Gemälde – ein verwirrendes Muster aus schwarz und blau sowie grüne Linien. Nahezu sofort fing ihr Kopf davon an zu schmerzen und sie vergrub ihr Gesicht wieder an Alexa. Das war einfach verrückt. Und sollte unmöglich sein. Bevor sie aber noch großartig weiter darüber nachdenken konnte, spürte sie die Wange ihrer großen Schwester auf ihrem Haupt. Was sie dann doch ungemein beruhigte.


    Wie lange der Fall dauerte, konnte sie nicht mehr sagen – Zeitgefühl hatte sie zumindest keines mehr. Und wenn sie nicht noch das Datum im Kopf hätte, könnte sie wohl nicht einmal mehr den Tag bestimmen. Aber zu lange konnte es nicht gewesen sein, denn Hunger hatte sie keinen. Als sich der Griff um sie lockerte, löste auch Rachel sich von ihrer großen Schwester und sah sich um. Der Raum war unter keinen Umständen bei ihnen in der Wohnung. „No shit Sherlock“ Von der Farbgebung her, erinnerte er sie an die Notaufnahme eines Krankenhauses, oder an den OP-Saal. Steriles weißgrau. Weiters bemerkte sie einige andere Personen – also entweder wurde sie jetzt verrückt oder denen war dasselbe passiert. Oder sie träumte einfach und war eigentlich noch nicht einmal aufgestanden. „Fucking hopefully the latter…*” Als sie nach einem ziemlich festen Kniff in die Seite aber nicht aufwachte – und es auch ziemlich wehtat – vermutete sie erst einmal Ersteres. Zumindest bis sie eine bessere Erklärung fand. Auf Alexas Frage hin nickte sie, um zu signalisieren, dass es ihr gut ging. Dann beobachtete sie erst einmal, wie ihr Bruder auch, die Anderen im Raum.


    Alexa machte sich direkt auf, um einem der anderen Neuankömmlinge zu helfen. Die Historikfanatikerin entschloss sich dann, auch zu einer der Personen zu gehen – um genau zu sein zu einem Mädchen, maximal so alt wie Shawn, wenn nicht jünger, dass gerade eine Zigarette aus ihrer Tasche holte. Sie ging allerdings nur so weit an sie heran, dass es klar war, dass sie mit ihr redete, und nicht durch den halben Raum sprechen musste. „Honestly, I don’t have a fucking idea… we just kinda like…fell here? And I don’t think we’re on a mutual trip.**“ Die dezente Ratlosigkeit war gut aus ihrer Stimme herauszuhören. Aber sie konnte ihr zumindest versichern, dass es nicht an Drogen lag. Wahrscheinlich. Nachfragen, warum sie überhaupt was mit Drogen zu tun hatte, würde sie natürlich nicht.
    Und Shawn? Der ging direkt auf einen der Anderen los, wegen seines grottenschlechten Englisch. Wenn sie sich richtig erinnerte, hatte der Junge zuvor noch geflucht – auf Deutsch oder so? Ihre Deutschkenntnisse, wenn man die überhaupt so nennen konnte, beschränkten sich zwar Großteils auf einige wenige Flüche, aber sie glaubte, das verstanden zu haben. „Shawn, calm the fuck down and try not to kill anybody, 'kay?***“, rief sie ihm zu – in der Hoffnung, dass er nicht noch irgendwen ernsthaft anpisste. Man wusste ja nie…



    [color=#FF0000]OT: Sorry wenn der Post verwirrt rüberkommt, aber dann spiegelt er recht gut meinen aktuellen Geisteszustand wieder :D


    Rachel ist auch mal mit von der Partie und hat sich direkt der Kleinen erbarmt^^ @Graue Eminenz


  • Als das junge Gang-Mitglied von einen der anderen Gefangenen angesprochen wurde, welche deutlich älter zu sein schien als der Großteil der anderen Leute zu sein. "Well, I hope so."
    Doch die Fremde war bereits weitergeeilt um die Wunde eines anderen Mädchen zu untersuchen, bevor sich ein Gespräch entwickeln . Razor zuckte mit den Schultern, sollte ihr recht sein - sie konnte verstehen, dass man Verletzte erstmal bevorzugte. Das war in ihrer Bande nicht anderes.


    Einige Momente später sie kniff die Augen zusammen, als einer der Anderen - ein Deutscher, sowie der Akzent klang - versuchte mithilfe seines Handys zu kommunizieren - worauf hin nur furchtbares Kauderwelsch herauskam, dass keiner verstehen konnte. "Idiot..."
    Sie wollte gerade ihre Zigarette anstecken, als sie eine weitere Person ansprach - eine Mädchen, einige Jahre älter als sie selbst mit blonden Haar und einer Armee-Jacke um die Schulter.
    "Well, Darling, if this not because of some drugs..I dont know. Did we get abducted by some fucking aliens? Hope not. Heard they would cut you open and eat your brain and shit like this."
    Sie ließ ihre Zigarette kurz sinken, um die junge Frau eindringlich zu mustern.
    "Don't think I want to be friends or shit like this, but I think it would maybe be good to know our names. You can call me Razor. Everybody do-" Sie blinzelte verdutzt , als bereits ein erster Konflikt ausbrach und sie in ihrem Satz unterbrach, während ihr Gesprächpartner versuchte eine der Konfliktparteien - offenbar einen Typ den sie kannte - zur Ruhe zu ermahnen. Razor schüttelte den Kopf, zündete nun endlich ihre Zigarette an und lief zu dem schimpfenden Jungen. Die Situation frustrierte sie und sein Schimpfen machte es nicht besser. Sie spürte bereits, wie die Wut in ihr hochkochte.
    "Hey, you faggot. Try to keep your voice down or do you want to die that badly? Thats no fucking fiel trip, ya know? We are fucking prisoners in lock up, abducted by beings or people we know NOTHING about. So use your fucking brain and sit down or do something useful . Our first priority should be to stay alive and gather information about this place and not to jump at each other for petty reasons - even though this english was really, really bad, im not gonna lie."* Sie zog einen tiefen Atemzug an ihrer Zigarette und wartete auf die Reaktion des Jungen, bereit ihn im Zweifelsfall zu Boden zu werfen. Razor hatte sich schon gegen größere Widersacher wehren müssen, er wäre nicht der Erste, der das kleine Mädchen unterschätzte.


    OT:
    Übersetzung, hab diesmal nur das übersetzt, was für alle relevant war. Ist hoffentlich okay so
      :)


    *"Hey, du Faggot. Versuch nicht so nen Krach zu machen, oder möchtest du so dringend krepieren? Das hier ist kein verdammter Schulausflug. Wir sind verfickte Gefangene in einer Zelle, eingesperrt bei Leuten oder Wesen von denen wir nichts wissen. Also benutz dein verdammtes Gehirn und setz dich hin oder tu etwas sinnvolles. Unsere erste Priorität sollte es sein am Leben zu bleiben und Informationen zu sammeln und nicht uns wegen Kleinigkeiten gegenseitig zu zerfleischen - auch wenn sein Englisch ungelogen schlecht war."

  • Robin war kaum fertig mit seinen kläglichen Übersetzungsversuch da meldete sich auch der Junge aus dem Dreiergespann, den Robin mittlerweile vorübergehend in seinen Gedanken als Grufti vermerkte, zu Wort. Er schien wohl wegen irgend etwas sauer zu sein und funkelte Robin böse an bevor er sich wegdrehte. Ob Grufti allerdings etwas von Robin wollte oder er einfach bloß einen auf starken Mann markieren wollte konnte Robin nicht mit Gewissheit sagen.
    Erfreulicherweise schien der Blonde Mann mit der Hornbrille, den Robin vorhin nicht verstehen konnte, ein Sprachgenie zu sein. Mit ganzen drei verschiedenen Sprachen von denen zwei bisher notwendig waren, war er der perfekte Vermittler und Übersetzer. Wenn er nicht gewesen wäre hätte Robin es wohl weiter verzweifelt mit seiner Smartphone App probieren müssen und diese war, wie er es wohl raus hören musste, nicht die beste, wenn schon ein englisch sprechender nach dem Sinn des ersten Satzes fragen musste. Bevor er allerdings die Dienste des Deutsch-Schweden in Anspruch nehmen konnte kam ihm ein hübsches Blondhaariges Mädel zuvor. Da ihre Sätze allerdings weder Deutsch noch Englisch klangen, aber vom Sprachexperten verstanden wurden, sprach sie wohl entweder Schwedisch oder der andere Typ konnte tatsächlich mehr als 3 Sprachen übersetzen. Da Robin ja nichts verstand und nicht wusste ob das Gespräch der beiden schon beendet war entschied er sich dazu auf höffliche Art und weise zu stören. "Sorry falls euer Gespräch noch nicht beendet ist aber könntest du mal fragen ob irgendjemand eine Idee hat wo wir hier sind?"


    OT: verzagt nicht (kommunikative) Rettung kommt bald. Der Exobiologe (jemand der sich mit Außerirdischen Leben beschäftigt) der Digiwelt arbeitet schon krampfhaft an der Übersetzungsmatrix für die Übergangsdigivice und den aktuellen Ort.

  • Der junge Mann antwortete in einem einfachen Schwedisch und unwillkürlich verglich Alicia es mit ihrem Englisch. Die Aussprache war zwar deutlich besser, aber sie hatte definitiv einen größeren englischen Wortschatz. Insgesamt schien er aber über etwa denselben Sprachschatz wie sie zu verfügen, nur mit einer lappländischen Sprache mehr. Bevor sie allerdings antworten konnte, meldete sich der blauhaarige Junge zu Wort und ließ Alicia sich innerlich vor den Kopf schlagen. Wo waren nur ihre Manieren geblieben? Das Gespräch der beiden schien noch nicht beendet gewesen zu sein. Der Junge vor ihr hatte offensichtlich keine Schwedischkenntnisse und fragte deutlich höflicher als Alicia zuvor, ob ihr Gespräch denn beendet sei - und das auf Deutsch. Offenbar hatte das Mädchen die taktisch schlechteste Sprache gewählt, die sie hätte nehmen können; zumindest in diesem Gespräch.
    "Tut mir leid, ich habe euch zuerst unterbrochen", meinte sie nun also in deutlich besserem Deutsch als es ihr Englisch zuvor war, "ich war nach diesem seltsamen Fall nicht ganz bei mir. Und um deine grundlegende Frage zu beantworten, zumindest ich habe keine Idee, wo wir sind. Eben war ich noch in der Bücherei in Oldenburg, dann war da dieses Loch und dann ..." Die Schwedin machte eine Kopfbewegung, die den Raum, in dem sie standen, einschloss. Während sie es so erklärte, ordneten sich die Gedanken in ihrem Kopf ein wenig - einen Sinn ergaben sie aber noch lange nicht. Doch zumindest ihre gute Erziehung kam wieder durch: "Ich bin im Übrigen Alicia. Freut mich euch kennenzulernen, wenn auch auf diesem seltsamen Wege." Ob sie es so meinte, wie sie es sagte, war sie selbst nicht sicher, doch ihre Stimme klang aufrichtig und freundlich. Irgendwie musste sie das Beste aus dieser Situation machen.

  • Fredriks Versuch zu überprüfen, ob das vermutlich schwedische Mädchen tatsächlich Schwedisch verstand, führte leider zu keinem Erfolg. Zwar schien sie über seine Aussage nicht sonderlich überrascht zu sein, aber bevor sie ihm irgend eine Antwort geben konnte, meldete sich der blauhaarige Junge wieder zu Wort. „Sorry falls euer Gespräch noch nicht beendet ist aber könntest du mal fragen ob irgendjemand eine Idee hat wo wir hier sind?“, fragte er den Informatiker. Daraufhin entschuldigte sich das Mädchen nun seinerseits und erwähnte dabei, dass sie in diesem keine Ahnung hätte, wo sie gerade waren. Immerhin fügte sie noch hinzu, dass sie Alicia hieß und in der Bücherei in Oldenburg in ein Loch gefallen und dadurch hierher gekommen war.
    ‚Alicia‘ ist kein typischer schwedischer Vorname, überlegte sich Fredrik. Aber das musste ja auch nichts heißen. Fredriks Name war ja auch eine Mischung aus einem schwedischen Vor- und einem deutschen Nachnamen. „Ich habe auch keine Ahnung, wo wir hier sind“, antwortete er also zunächst einmal auf die von dem deutschen Jungen indirekt gestellte Frage. „Ich war auf dem Weg zu einer Fortbildung, als ich direkt am Ausgang einer S-Bahn-Station ein Loch übersehen habe und dort hinein gefallen bin. Ach ja, ich bin ein Programierer bei einer Internetfirma in Hamburg und heiße Fredrik Müller.
    Kurz überlegte er, ob eine der englisch sprechenden Personen irgendwie angedeutet hatte, dass er (oder sie) eine Vermutung hatte, aber tatsächlich hatte der fünfundzwanzig Jahre alte Informatiker nicht besonders auf die englischsprachigen Gespräche geachtet, zumal diese wohl auch für andere Personen gedacht gewesen waren. Also fügte er für den deutschen Jungen noch hinzu: „Ich kann aber gerne mal die Amerikaner fragen, ob sie irgend eine Ahnung haben, wo wir hier sind.“ Anschließend sah er sich noch einmal einmal um. Anscheinend hatten sich die englisch sprechenden Personen inzwischen zu kleinen Gesprächsgruppen zusammen gefunden. Wenn er nicht zu viel Zeit mit Abwarten vergeuden wollte bis die Gespräche alle beendet waren, musste er sich also irgendwie dort einmischen. Also fragte mit einer etwas lauteren Stimme - so dass alle Anwesenden erkennen konnten, dass er ganz allgemein herum fragen wollte: „Does anybody know where we are? It seems that we three at least“ (er deutete auf den blauhaarigen Jungen, Alicia und sich selbst) „have no Idea about that.