Das Wut- und Trauertopic

  • 3. Frage: Wenn ich mal einen Overload habe (wenn mal wegen Weihnachten mehr los ist durch die Kids) wie komme ich Abends runter auch wenn über mir noch Geräusche sind. Meist will ich da schreiben, aber ich bin dann immer in dieser Hab-Acht-Stellung und tue mir sehr schwer mich dann zu konzentrieren. Hab schon Kopfhörer drinnen (obwohl ich mir echt besser Geschützte besorgen könnte, das sind so einfache In-Ear-Dinger), aber ich bin momentan zwischen 20-22 Uhr immer sehr unruhig.

    Nur so'n kleiner Tipp am Rande, um die Geräusche vllt ausblenden zu können: Du könntest dir entweder 'nen Gehörschutz zulegen oder Kopfhörer mit ANC (Active Noise Cancellation). Letztere fangen wohl bei ~100 € an, gibt bestimmt auch günstigere. Ich weiß ja leider nicht, wie dein Budget diesbezüglich aussieht, weil du ja selbst von deiner schwierigen Arbeitssituation sprichst, aber wenn nicht gerade 'n Auto an mir vorbeirollt oder die Eisenbahn, kommt bei meinen ANC-Kopfhörern da recht wenig Sound von außen durch. In der Bahn kann man damit z.B. auch wunderbar das Geplapper der anderen Fahrgäste ausblenden.

    Gerade auf Amazon hättest du zumindest aktuell ein verlängertes Rückgaberecht, also könntest du's ja mal ausprobiert. Wenn das nicht hilft, würd mir neben ausziehen, sobald das möglich ist, wirklich nur professionelle psychologische Hilfe einfallen, weil die Probleme hier schon tiefer zu sitzen scheinen.

  • Ausziehen wollen wir schon, aber man muss ja auch eine geeignete Wohnung suchen.


    Das würde ich jetzt an sich nicht sagen. Dass ich eine psychische Macke habe liegt wohl eher daran, dass sie anfangs von 22-3 Uhr morgens oder länger gefeiert hatten. Denn ich kann von mir bestätigen, dass ich zuvor nie Probleme mit Lärm hatte. Ich weiß ich bin Lärm empfindlich. Doch das was unsere Nachbarn gerade zur Sommerzeit gemacht haben war nicht in Ordnung. Bei diesem Standpunkt bleibe ich auch. Mit der Meinung bin ich übrigens nicht alleine. Wir haben auch Freunde und Familie gefragt und der Großteil davon meinte auch, dass das definitiv zu weit ginge. ;) Irgendwie wird da gerne drauf rumgebohrt, dass ich da ne Macke weg habe. In dem Sinne stimmt es auch, aber mir geht es eher um die Momente wo ich meine Overloads habe. Alltagsgeräusche stellen für mich in der Hinsicht kein Problem da, aber wir haben halt auch Menschen über uns die etwas lauter reden und sich verhalten. Ich muss das jetzt aber auch nicht zu sehr ausschildern.


    Aktuell ist mein Budget eher Minimum. :( Will nur auch nicht den ganzen Tag mir nen Gehörschutz anlegen. Man will ja auch noch was von der Welt mitbekommen und mein Problem an sich löst es damit ja auch nicht.


    Um das jetzt mal nochmal kurz zu erklären: Ja, wegen meines Aspergers bin ich Lärm empfindlicher. Doch im Alltag komme ich damit gut zurecht. Nein, es ist jetzt nicht so als würde ich gar nichts aushalten. Jedoch wurde ich in der Sommerzeit so sehr mit Lärm geschädigt (das kann man auch nachlesen wie sehr das an die Psyche und den Körper gehen kann. Gibt unzählige Artikel im Internet dazu), dass ich leider mittlerweile etwas mehr reagiere als sonst. Weswegen für uns ja auch nur der Auszug in Frage steht. Leider ist wie gesagt der Wohnungsmarkt gerade eher mau (liegt vlt. auch mit anderen Dingen zusammen, keine Ahnung?) und bis dahin muss ich halt noch damit klar kommen. Mittlerweile ist es auch schon besser geworden was die Nachbarn angeht (ich will nichts beschreien... hoffentlich bleibt es in dem Rahmen), aber wie gesagt: So richtig schlimm war es erst als sie wirklich JEDEN Tag gefeiert hatten und zwar so laut, dass sie genauso gut neben mir hätten stehen können. Und wer das alles normal empfindet... na ich weiß nicht, mit dem möchte ich dann auch nicht zusammenleben.


    Wir waren ja vor der Familie da und hatten nicht damit gerechnet, dass da so schnell jemand über uns eingezogen ist. Da ich letztes Jahr meinen Job verloren hatte und noch mit meinen Burn-Out zu kämpfen hatte und ich ja schlecht in die Zukunft schauen konnte hätten wir wahrscheinlich schon früher mit Suchen angefangen hätten wir gewusst, dass die etwas lauter und lebenslustiger sind (in einer semi-hellhörigen Wohnung halt nicht gerade das Beste).


    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich glaube die beste Therapie für mich wäre eine Wohnung wo keine Familie oder Partyleute wohnen und ich eher unter ebenso ruhigen Menschen leben könnte. Die einzige Therapie die ich bräuchte wäre wieder mehr Ruhe. Wenn ich das Geld hätte btw. würde ich nicht zögern und in ein Haus am A. der Welt zu ziehen. ;) Dann könnten die Wohnungsleute leben wie sie lustig sind. Leider verdiene ich nicht gerade Vollzeit-Gehalt sonst wäre das wohl mein nächster Gedanke neben einer neuen Wohnung. :thumbup:

  • @LadyEndivie08

    Ich weiß, dass du das nicht gerne hörst, aber wenn du in Schockstarre bist und sogar Angst hast und weinst, weil Kinder über dir für ein paar Stunden lauter spielen, klingt das hart danach, als bräuchtest du angstlösende Medikamente.


    Zitat

    Und meine letzte Frage (unabhängig meiner Reize): Was tut ihr wenn ihr so richtig harte Downs habt? Es gibt leider so Tage im Winter wo mir irgendwie alles zu viel wird und ich mich dann gerne am liebsten in die Ecke verkrieche. Wie geht ihr mit so was um? Hab manchmal so richtige Depri-Vibes und würde gerne IRGENDWAS dagegen tun... meist sinds halt so Gedanken "Oh Mann, Lockdown." "Wie sieht es wohl 2021 aus?" "Wann werde ich wieder arbeiten?" "Wohnungsmarkt ist gerade sch... und Arbeitsmarkt auch..." Ihr versteht mich... meine Gedanken kreisen dann. Und ich frage mich ob man dem irgendwie entgegen wirken kann?

    Siehe vorige Antworten, auch wenn du dich dagegen sträubst. Am Ende liegt es bei dir, ob du eine anfängst und Medikamente nimmst oder nicht, aber du kannst nicht erwarten, dass ein paar Alltagstricks solche Angstattacken hinbiegen. Du musst auch wirklich mal tun, was dir vorgeschlagen wird, und nicht nur die Dinge, die dir bequem oder einfach durchzuführen erscheinen.

  • Wow, ich finde das schon sehr krass. Nimm lieber Medikamente anstatt dich mit der Thematik weiter zu beschäftigen. Tut mir leid, aber ich bin strikt gegen so eine Haltung. Soll ich mich jetzt quasi "bekifft" machen nur damit ich meine Umwelt schlechter wahrnehme? (zumal viele dieser Medikamente die du beschreibst sehr süchtig machend sind. Ich weiß das weil ich auch welche wegen Depressionen genommen hatte und mein Arzt mich auch warnte dir nur für kurze Zeit zu nehmen).


    Und ja, ich dachte schon, dass es etwas mehr Möglichkeiten gibt außer sich zuzudröhnen oder abzuschirmen. :unsure:


    Was heißt hier bequem und einfach? Mir kommt eher das oben Genannte wie der bequeme Weg vor. Einfach Medikamente schlucken und gut ist. Ich finde eher, dass ich den schwereren Weg wähle weil ich mich mehr damit befasse. Und nein, ich finde wenn man nach Rat fragt kann man diese annehmen oder nicht. Oder würdest du auf alles hier hören was dir jemand im Forum sagt nur weil es hier geschrieben wurde?

  • @LadyEndivie08

    Daran sieht man, dass du nicht weißt, wie diese wirken und einfach nur Angst davor hast, weil du nur Vorurteile darüber hast.

    Weder Andipressiva noch angstlösende Medikamente machen dich "bekifft" oder lassen dich die Umwelt schlechter wahrnehmen. Sie regulieren dein Gefühle und lassen dich keine starken Tiefs oder unbegründete Angst mehr erleben, weil nein es ist nicht normal solche Angstzustände zu erleiden, weil etwa Kinder in der Wohnung drüber spielen.

    Aber wenn du dich so sträubst, kann keiner was für dich tun. Du wirst bloß dasselbe Problem noch dutzende Mal aufschlagen, anstatt dass sie sich bessern. Außer du selbst halt, aber du machst es dir hier sichtlich leicht, indem du dich weder fortbilden und deine Vorurteile ablegen, noch dich mit diesem unangenehmen Weg befassen willst.


    Oder würdest du auf alles hier hören was dir jemand im Forum sagt nur weil es hier geschrieben wurde?

    Wenn es vernünftig ist, was es nunmal ist, schon, aber du blockst immer alles ab.

  • Wenn es vernünftig ist, was es nunmal ist, schon, aber du blockst immer alles ab.

    Hier muss ich aber tatsächlich anmerken, dass im Internet nicht unbedingt leicht ist, „vernünftige“ Empfehlungen von unvernünftigen zu unterscheiden. Zumindest bei der Einnahme von Medikamenten würde ich mich da nicht auf einen irgendeinen Forenrat verlassen. Ich gehe aber davon, dass man an genannte Medikamente ohnehin nicht ohne ärztliches Rezept kommt.

  • Ich denke jeder hat das Recht selber zu bestimmen ob er so etwas als vernünftig erachtet. :unsure:


    Na ja, ich weiß, dass es zwei Wege gibt. Entweder sich bewusst mit sich beschäftigen und wirklich auf eine Lösung zu kommen oder halt mit Hilfe von Medikamenten. Habe nur den Eindruck als ob du nicht denken würdest ich hätte schon mal Therapien gemacht. Doch dem ist halt nicht so. Ich habe meine Therapie-Erfahrung und weiß sehr wohl was mich da erwartet. Und Therapie ist ja quasi eher ein Wegebegleiter und es ist mir ja selber überlassen ob ich das alleine mache oder mit Hilfe eines Therapeuten. Zumal es auch gute und schlechte Therapeuten gibt. Hatte leider mehr Zweiteres als Ersteres da die Guten meist eher belegt sind (nachvollziehbar). Und nein, das sind keine Vorurteile. Aber ich weiß, dass Medikamente die Probleme nicht lösen sondern meist nur unterdrücken. Und ich glaube es ist auch ohne Medikamente möglich so etwas zu schaffen. Da haben wir wohl einfach zwei verschiedene Einstellungen (wie in vielen Themen).


    Und wieso redest du immer von fortbilden? Das hat damit ja gar nichts zu tun. Das klingt immer so als wäre das die alles lösende Sache. Ich erinnere dich nur daran, dass ich wahrscheinlich schon längst eine Ausbildung hätte ohne diese Corona-Geschichte. Finde das sehr unsensibel und irgendwo auch etwas überheblich. Und nein ich denke nicht von mir, dass jeder meiner Tipps der Beste ist. Man kann immer an sich weiter arbeiten (um jetzt mal den Spies hier umzudrehen) und sich reflektieren. Und was ich gelernt habe ist mich auch für Neues zu öffnen und nicht immer auf denselben Dingen rumzuhacken. Ich bin sehr offen intensiver über so etwas zu reden, aber nur wenn mein Gegenüber dafür bereit ist.


    (Wäre ich übrigens in der Haltung so wie du würde ich dir empfehlen komplett vegan und bio zu leben. Denn auf Dauer Fleisch und Milch konsumieren zerstört unseren schon kaputten Planeten. Nur um dir mal ein Beispiel aufzuzeigen. :wink: Aber das würde ich niemals tun da ich halt da etwas anders denke als du).

    @LadyEndivie08 ohne jetzt mal genauer auf den Rest einzugehen: wie meinst du das mit den Angstzuständen? Also wie äußert sich das?

    Schwer zu beschreiben. Meist versuche ich mich auf die Dinge zu konzentrieren, aber dann merke ich wie das immer mehr abfällt. Ich habe nicht mal richtige Panikattacken, aber ich spüre wie meine ganzen Sinne sich auf das Trampeln und die Geräusche von oben richten. Dabei spannt sich mein Körper dann sehr stark an und ich merke wie mir die Tränen kommen. Es ist so eine Art Verstörung und ein Zustand der Hilflosigkeit. Meist weine ich dann und versuche mich dann wieder zu besinnen. Doch so richtig geht das dann leider erst weg wenn es wieder ruhig wird. Wenn ich z.B. einen Stream höre fällt es mir schwer dem zu folgen und selber bin ich kaum in der Lage etwas zu tun. Besinne mich meist darauf meine Kaninchen zu streicheln oder mit dem Freund zu kuscheln. :verysad: Und wirklich... ich würde gerne dann mehr tun. Mein Freund kann dann meist schon noch was machen (zocken oder schauen), aber ihn nervt es dann auch und es fällt ihm auch schwerer zu konzentrieren ABER er kann halt noch was machen, aber eher bedingt.


    Hier muss ich aber tatsächlich anmerken, dass im Internet nicht unbedingt leicht ist, „vernünftige“ Empfehlungen von unvernünftigen zu unterscheiden. Zumindest bei der Einnahme von Medikamenten würde ich mich da nicht auf einen irgendeinen Forenrat verlassen. Ich gehe aber davon, dass man an genannte Medikamente ohnehin nicht ohne ärztliches Rezept kommt.


    Tatsächlich habe ich noch Medikamente meines Hausarztes (ja, die sind schreibungspflichtig) und die haben so eine beruhigende Wirkung, dass ich sie nur wenig nehme da sie mich extrem schläfrig machen obwohl sie nicht mal besonders stark sind. Ich darf gerade mal ein Milimeter großes Stück davon nehmen und selbst dann bin ich den GANZEN TAG danach sehr schläfrig und das ist mir dann meist zu krass. Natürlich könnte ich auch nochmal nach Sanfteren fragen, aber ich will halt nicht den ganzen Tag über müde sein (ist hoffentlich verständlich). Beruhigen tun sie mich tatsächlich, aber es muss auch etwas ... nennen wir es Eigenleistung dabei sein. Also ich muss vorher trotzdem ruhig sein damit die wirklich wirken.


    Ob es Medikamente gibt die dann wirklich so wirken, dass man trotz Panik ruhig gestellt wird weiß ich nicht... aber dann will ich nicht wissen was da alles drinnen ist. Ich ziehe generell pflanzliche Medikamente vor da diese meist nicht so krass dosiert sind. Klar, ich bin kein Arzt, aber komplett unerfahren bin ich bei dieser Thematik auch nicht.

  • Ähm. Wie wäre es mit zweiglasig fahren? Wenn dich die Situation so sehr stresst, dass du in Schockstarre verfällst und sie gar nicht mehr ertragen kannst, dann brauchst du etwas, dass dir die Angst löst. Und dann kannst du dich auch darauf konzentrieren mit der Situation umzugehen - und zwar ohne von Angst oder "downs" abgelenkt zu werden.

    Diese "bloß keine Medikamente nehmen!"-Einstellung kann mitunter schwer schädlich und tödlich sein. Ja, auch bei "nur" psychischen Problemen.


    Dazu kann ich dir nur raten, dir auf Dauer einen Psychotherapeuten zu suchen. Nein, die verschreiben keine Medikamente (außer sie sind zeitgleich auch Psychiater. Psychologen dagegen sind keine Mediziner und dürfen ebenfalls nichts verordnen), aber die können dir Wege aufzeigen mit deinen Problemen umzugehen. Einfach mal die 116117 (ohne Vorwahl) anrufen und dir ein Termin geben lassen. Das ist dann auch erstmal nur ein Gespräch um zu sehen, ob Psychotherapie für dich sinnvoll wäre und helfen könnte und du musst da noch keine Entscheidung treffen, dass du nun wirklich fest Psychotherapie machen willst oder nicht.

    Und dennoch raten viele Therapeuten zur gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten um eine unterstützende Wirkung zu haben. Um dir mal ein Bild zu geben: Deine Ängste sind ein fester Knoten, den du alleine nicht mehr aufbekommst. Die Medikamente weichen diesen Knoten ein wenig auf, damit er nicht mehr so fest sitzt. Die Therapie soll den Knoten dann endgültig lösen. Und warum noch Medikamente einnehmen, wenn kein Knoten mehr da ist?


    Versuch es doch für den Anfang einfach mal mit Johanniskraut. Das sollte man meines Wissens nach frei in der Apotheke kaufen können und hat eine milde antidepressive und angstlösende Wirkung. Es macht nicht süchtig und du wirst damit auch nicht abgeschossen. Trotzdem bitte bei deiner Apotheke vor Ort beraten lassen.

    Außerdem gibt es auch reichlich andere Medikamente, die angstlösend sind und nicht abhängig machen. Dein Hausarzt dachte wahrscheinlich an Benzos, die dieses Problem sehr wohl haben - aber damit wird ein guter Arzt nicht sofort anfangen, vor allem wenn du sagst, dass du etwas willst, dass nicht oder nur sehr unwahrscheinlich abhängig macht.

  • Wenn es vernünftig ist, was es nunmal ist, schon, aber du blockst immer alles ab.

    Hier muss ich aber tatsächlich anmerken, dass im Internet nicht unbedingt leicht ist, „vernünftige“ Empfehlungen von unvernünftigen zu unterscheiden. Zumindest bei der Einnahme von Medikamenten würde ich mich da nicht auf einen irgendeinen Forenrat verlassen. Ich gehe aber davon, dass man an genannte Medikamente ohnehin nicht ohne ärztliches Rezept kommt.

    Natürlich nicht, aber dazu muss man mal zur*m Psychiater*in gehen und der erste Schritt dazu ist halt schwer. Weiß ich selbst, aber ich glaub für mich war das aus Gründen deutlich schwerer als für andere.

    Ich sehe, dass es für andere ebenso nicht einfach ist.

    Ich sehe bloß nicht, wieso man "du hast wegen Alltagsstress/geräuschen Panikattacken, also geh zum Psychiater, vielleicht brauchst du ein Medikament" nicht vernünftig klingen sollte, wenn in den Ohren der meisten dagegen "du hast eine schwere Krankheit, geh zum Arzt, du brauchst eine Behandlung" vernünftig klingt.

    Wenn die Person dann sagt: "Nein, ich nehm aber nur was Homöopathisches zur Behandlung, Schulmedizin macht mich bekifft", dann kann man sonst nichts raten und muss warten, ob sich die Person doch dazu entschließt.


    Edit @LadyEndivie08

    Da gibt es noch andere und man muss für die Person auch das jeweilig Richtige finden. Die meisten Medis, die von Psychiater*innen verschrieben werden sind meiner Erfahrung nach keine dabei, die so eine Hammerwirkung haben. Die entfalten auch erst nach ein paar Wochen ihre endgültige Wirkung und nicht gleich von einem Moment auf den anderen. Du fühlst dich zuerst etwas schlechter, aber das geht nach den ersten Wochen auch wieder weg und am Ende fühlst du dich wieder normal, aka keine oder kaum arge Tiefs und Angstzustände.

  • Ich gehe aber davon, dass man an genannte Medikamente ohnehin nicht ohne ärztliches Rezept kommt.

    Das ist so nicht richtig. Es gibt durchaus einiges an Antidepressiva und angstlösenden Medikamenten, an die man Rezeptfrei ohne Probleme kommt, die aber trotzdem für einzelne Menschentypen sehr bedenklich sein können. Ein Beispiel für ein Antidepressivum wäre LifeBalance, dass sich ursprünglich rezeptpflichtig verkaufte und den gleichen wirkstoff jetzt nur rebranded rezeptfrei verkaufen darf oder als angstlösendes Medikament fällt mir spontan Neurexan ein, weil ich dazu letztens wieder ne Radiowerbung gehört habe.


    Generell gilt aber bei allen Medikamenten, wie berechtigt sie auch sein mögen, dass man IMMER zuerst mit einem entsprechenden Facharzt darüber reden und sich beraten lassen sollte, wenn man in betracht zieht, etwas zu nehmen, da unterschiedliche körperliche wie psychische Vorbelastungen Probleme hervorrufen können, die eben nur ein Fachmann so erkennt und man selbst nicht abschätzen kann.

  • Gerade mal wieder einen"Freund" in den Wind geschossen. Folgender Textverlauf:

    Bin ich die einzige Person, welche die Reaktion komplett überspitzt und dumm findet? Hab die Person jetzt als Freund entfernt und die Sache erledigt. Als wäre es jetzt schon unhöflich, wenn man Menschen schreibt, dass man gerade mal nicht mit ihnen reden möchte, weils einem nicht so gut geht :thumbsup:

    Ich merke nur immer mehr, Freunde gibts nicht, es gibt einfach nur kurzweilige Bekanntschaften. Ich erwarte nichts mehr.

  • Maneki, nein, ich halte nichts von Homöpathie. Das ist übrigens auch ein Vorurteil. Nur weil man nicht alle Medikamente bejaht heißt das nicht, dass man gleich in die andere Richtung schlägt (wie kommt man zu so einer Denkweise?)


    Und ja, ich würde wohl lieber mich bei meinem Hausarzt beraten lassen was das angeht. Hatte tatsächlich mal so was in der Art genommen. Weiß nur nicht mehr genau wie man das nennt, aber es hatte wohl eine ähnliche Wirkung wie Johanneskraut. Davon hab ich auch schon gehört.


    Nur finde ich, dass jeder Mensch seine Berechtigung hat zu sagen, dass es ihm auch schwer fällt. Das klingt immer so als würde jedes Problem und jede Sache über andere stehen. Das ist einfach nur mein Eindruck aus deinen Beiträgen. Wahrscheinlich könnten wir auch besser miteinander reden wenn nicht alles so überheblich rüberkommen würde. Ich werde ständig als Mensch dargestellt mit dem nicht zu Reden möglich ist, aber ich rede nun mal nicht gerne mit Menschen die mir das Gefühl geben sie wären in jedem Beitrag etwas Besseres als ich.


    Und das mag jetzt für dich wieder anstrengend und nervig klingen, aber ich bleibe dabei: Bisher bist du der erste User mit denen ich ständig Kommunikationsprobleme habe. Und es stört mich wie immer alles auf mich abgewälzt wird. Doch das müssen wir hier jetzt nicht weiter ausführen.

  • Schwer zu beschreiben. Meist versuche ich mich auf die Dinge zu konzentrieren, aber dann merke ich wie das immer mehr abfällt. Ich habe nicht mal richtige Panikattacken, aber ich spüre wie meine ganzen Sinne sich auf das Trampeln und die Geräusche von oben richten. Dabei spannt sich mein Körper dann sehr stark an und ich merke wie mir die Tränen kommen. Es ist so eine Art Verstörung und ein Zustand der Hilflosigkeit.

    Das kenne ich so, klingt ein wenig danach, dass du - wie du selber anmerkst - schon überlastet bist und die Kraft das zu stemmen auch langsam abhanden kommt. Wie du selber beschreibst, hast du aber zumindest schon Lösungsstrategien und ich denke, viel mehr als Ablenken kannst du dich in der Situation auch nicht. Alternativen für sowas wurden ja genannt und vieles spricht dich eher nicht an. Da du natürlich auch nicht ewig draußen unterwegs sein möchtest, wäre eine Kombination vielleicht was. Zehn Minuten raus, dich darauf einstellen, was du nun Schönes machen willst zu Hause und auch darauf dann konzentrieren bei der Rückkehr. Ich glaube, passive Handlungen wie sich von einem Stream berieseln zu lassen, sind da nicht effektiv genug. Eventuell im Kopf tatsächlich etwas durchgehen, das dich stark vereinnahmt. Sei es Vokabeln für irgendeine Fremdsprache wiederholen, Kopfrechnen, Einkaufsliste im Kopf durchgehen oder irgendwelche ToDo-Listen. Wenn das länger schon so geht, hast du dir wahrscheinlich die negative Reaktion des Körpers auch schon angelernt (natürlich nicht bewusst) und dein Hirn denkt sich halt bei dem Lärm sofort "Ah, das ist das Signal für Stress!" und das musst du umkehren. Sich ein wenig "konditionieren" könnte man auch versuchen. Gönn dir jedes Mal, wenn der Lärm startet, etwas, das du dir eigentlich normal nicht gönnst. Also so, dass du eigentlich einen Grund zur Freude hast, dass es "endlich wieder laut wird". Und kombiniert damit eben sowas wie die vorgeschlagenen Ohrstöpsel, um das ganze zu vereinfachen (kann man sich sowas eigentlich verschreiben lassen, wenn der Arzt feststellt, dass man wirklich unter Stress steht?).


    Aber das sind halt alles Dinge, die Zeit und Arbeit verlangen und vielleicht auch nichts für dich oder die Situation sind. Wären aber eben Ideen, die du ohne irgendwas von außen sofort selber probieren könntest. Das wichtigste wäre aktuell für dich wohl, dass du ein wenig ein Gefühl von Kontrolle zurückbekommst. Aber wir sind da auch kein Ersatz für Fachpersonal und wenn das andauert, kommst du halt irgendwann nicht drum rum. Vergiss bitte nicht, dass Stress sich am Ende auch auf deine Gesundheit langfristig auswirken kann.

  • Und ja, ich würde wohl lieber mich bei meinem Hausarzt beraten lassen was das angeht. Hatte tatsächlich mal so was in der Art genommen. Weiß nur nicht mehr genau wie man das nennt, aber es hatte wohl eine ähnliche Wirkung wie Johanneskraut. Davon hab ich auch schon gehört.

    Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich etwas hierzu sagen oder beitragen soll oder kann.

    Die Sache ist - ich verstehe, dass dich der Ton von manchen Leuten hier stört. Und ich denke, dass jeder hier schon versteht, dass du ernsthaft leidest. Ich kann mir vorstellen, dass du schweres durchmachst und ich hoffe wirklich, dass du dir bald in welcher Form auch immer Hilfe holst.

    Das Problem ist leider aber auch, dass du hier schon mehrfach hast durchsickern lassen, dass du dir vielleicht gar nicht dessen bewusst bist, wie essenziell Therapeuten (Psychologen), Psychiater und teils auch Neurologen für den psychischen und emotionalen Genesungsprozess sind und das aktuell auch immer klarer wird, dass es halt vielleicht doch nichts temporäres ist.


    Du hast dich vor ner Weile wenn ich mich recht entsinne mal selbst mit Autismus diagnostiziert und verwendest diesen Begriff auch nach wie vor (falls ich dich verwechsele tut mir das sehr leid, ich meine aber, dass du das gewesen wärst) Das war tbh das erste Mal, dass ich mir dachte "uff". Nicht, weil ich nicht glaube, dass diese Chance besteht, sondern viel eher, weil du eine Diagnose, die bei Erwachsenen quasi super schwer klinisch festzustellen ist, für dich selbst stellst. Ohne Fachpersonal, was dafür ausgebildet und zwingend erforderlich ist. Ein Internettest, ein Einlesen in Symptome ist kein Ersatz für die umfassende Diagnostik bei einem Psychologen oder einem anderweitig ausgebildetem Fachpersonal. Egal wie sehr du relaten kannst, egal wie sehr du dir, wenn du Erfahrungen von Menschen mit der Krankheit liest, denkst "oh haha that's so me". Es geht ja auch nicht darum, dir oder anderen etwas zu beweisen, aber ohne klinischen Befund kommst du mit einer Selbstdiagnose nicht weiter. Du bekommst keine für autistische Menschen vorgesehenen Therapiemöglichkeiten oder Medikamente oder ähnliches. Ein Label für dich selbst zu finden was deine Erkrankungen anbelangt bringt im Endeffekt nach außen hin sehr wenig, leider.


    Schon damals, als es mit deinen Nachbarn begonnen hat, haben dir hier mehrere Leute sehr direkt gesagt "wenn es dich belastet und du keinen Ausweg hast, such dir Hilfe und informiere dich über Coping Strategien". Wenn du in diesem Haus wirklich umkommst, ist ein Therapeut vielleicht eine Anlaufstelle, alleine schon um an anderen Stellen Druck zu machen und zu sagen "die Frau kommt in dem Haus um, sie muss da raus". Deswegen - ja, du kannst dir natürlich Psychopharmaka beim Hausarzt holen. Es wird aber primär nur die Symptome bekämpfen, nicht aber anderweitige Auslöser und Hintergründe, die dir vielleicht noch gar nicht so bewusst sind.


    In diesem Sinne - ich denke dass Leute, die hier ein wenig scharfer reagiert haben, nicht mal mit dir als Person ein Problem haben, sondern viel eher damit, dass sie sich halt so fühlen, als läuft es jedes Mal auf den selben Rat hinaus. Deswegen fasse ich auch ich nochmal kurz zusammen - deine Probleme sind nachvollziehbar und real, und jeder versteht hier dass du leidest. Langfristig ist wohl der Besuch bei einem Facharzt absolut unvermeidlich, und hier in diesem Forum wirst du jedes Mal nur genau diesen Ratschlag bekommen. Bei psychischer Gesundheit und Genesung gilt je früher desto besser. Unvorhersehbares kann enorme Instabilität nur noch verschlimmern, und gerade aktuell kann ja gefühlt alles passieren.


    Gute Besserung

  • Happily

    Es wirkt ganz so, als hättet ihr beide in der Situation überreagiert. Wenn ein Freund von mir so auf meine Nachricht reagieren würde, wie er es bei dir getan hat, dann würden bei mir erstmal die Alarmglocken klingeln. Scheinbar ging es ihm nicht gut und er war angepisst. Da warst du vielleicht nur der Boxsack, an dem er seinen Frust auslassen konnte. Warum hast du nicht einfach nachgegeben und ihn gefragt, was los ist? Ansonsten kannst du ihn auch in Ruhe lassen und abwarten, bis er sich beruhigt hat. Dann kannst immer noch das Gespräch aufsuchen und fragen, was der Grund für seine Überreaktion war. Wegen solcher Kleinigkeiten, muss man nicht gleich auf Vollblockade beiderseits schalten.

  • LadyEndivie Ich glaub einige, verstehen deine Situation nicht so ganz oder spielen es ein wenig herunter, da du es ja bereits mehrmals gepostet hast. Es geht halt wirklich nicht nur um ein wenig Kinderlärm, sondern ständige Ruhestörung und ich kann das echt nachvollziehen, wenn man z.B. nach der Arbeit seine Ruhe haben will und dann unten (wie bei uns beispielsweise) die Kinder rumschreien. Gut, im Winter jetzt weniger das Thema, aber im Sommer geht das hier dann gut und gerne bis 22 Uhr nachts, lol - von 14 Uhr an. Und irgendwann wird man dann teilweise wahnsinnig, wenn man lernen muss, whatever, und dann gezwungen ist im Hochsommer die Fenster zu schließen. Bei uns sind es halt auch Eltern, die ihre Kinder einfach im Hof abladen, weil das für sie natürlich bequemer ist, als mit ihnen zum nächsten Spielplatz zu gehen oder generell was mit ihnen zu unternehmen.


    Du hast ja auch mehrmals anscheinend schon das Gespräch gesucht, was nicht funktioniert hat. Und ich denke auch, dass ein Rat von einem Psychologen ganz hilfreich sein kann, ohne gleich Medikamente verschrieben zu bekommen. Aber geh auf jeden Fall irgendwo hin, damit es dir wieder besser geht. Weil natürlich hilft ein Spaziergang kurzzeitig, aber irgendwann musst du ja auch wieder nach Hause. Auf jeden Fall solltest du was tun, denn anscheinend kannst du dort echt nur noch sehr schwer leben. Was sagt denn dein Freund dazu?

  • @LadyEndivie08 ok, danke für die Erklärung!


    Ich lese schon sehr lange hier mit und hab deine Beiträge entsprechend auch häufiger gelesen oder von ihnen mitbekommen, daher hab ich ungefähr im Kopf, was so alles vorgefallen ist. Ich habe keine psychologische Ausbildung oder so, also bitte das Folgende nicht als was stichfestes annehmen. Das ist jetzt nur meine persönliche Interpretation aus allem, was ich so von dir mitbekommen habe:


    Es ist natürlich verständlich, dass der Körper nach langer Belastung durch solche Umstände nicht mehr ganz mitmachen möchte, siehe auch Cassandras Beitrag dazu. Aus deinen Beiträgen insgesamt hatte ich - das ist nicht böse gemeint - den Eindruck, dass du ein recht sensibler Mensch bist. Das ist jetzt für sich nichts schlechtes. Wenn du sagst, dass du vor den Geschehnissen im Sommer nicht SO extrem auf Geräusche reagiert hast, kann es aber ja möglich sein, dass du eben durch diese in Kombination mit deiner Art eine leichte Form von Trauma erlitten hast? Und durch dieses Trauma wurde, je mehr Zeit verging, deine Toleranz für Geräusche niedriger und niedriger, da es dich unweigerlich immer (unterbewusst) zum Sommer zurückreißt und dein Körper sich da dagegen zu wehren versucht?

    Die Wohnung meiner Mutter, also mein alter Wohnsitz, ist auch extrem hellhörig und wir hatten leider auch Nachbarn, die SEHR laut sind, daher kann ich dich in gewissem Maße verstehen. Die haben wochenlang jede Nacht von ~21 bis 3 Uhr gestritten, gebrüllt, geweint, sich geprügelt, Möbel verrückt, Stühle geschoben, Möbel und vermutlich Teller und co. rumgeworfen und zerstört und dann... mit sehr lautem Versöhnungskoitus weitergemacht. Das war nicht schön und da ist man halt nach einer Weile echt kaputt. Allerdings klingt es für mich wirklich beängstigend, wenn dich das so extrem beeinflusst, dass du weinen musst, sich dein Körper anspannt etc.. Ich würde dir daher auch wirklich raten zu überlegen, ob du (vielleicht auch mit deinem Verlobten) zu einer Person gehen könnt, die sich professionell mit der menschlichen Psyche beschäftigt. Das heißt nicht, dass du in 'ne Klapse sollst, verrückt bist oder dir mit Medikamenten abhelfen musst. Vielleicht hilft einfach das Aufarbeiten des Sommers, bzw. von diesem Jahr, schon dabei, dass du dieses Trauma - oder was auch immer es letztendlich ist - wieder loswirst und ihr glücklich dort leben könnt. Durch die verinnerlichten Ängste, die du entwickelt hast, hat sich dein Körper vermutlich auch auf alle Geräusche der Nachbarn eingestellt und hört NOCH GENAUER hin (passiert auch gerne, wenn man Herzrasen hat. Durch die Konzentration darauf macht man es nur schlimmer), wodurch es für dich umso schlimmer wird. Jedes Sesselrücken wird nervenaufreibend, spielende Kinder machen dich fertig... was halt, wie die anderen hier sagen, leider nicht mehr in einem normalen Rahmen liegt. Deine Gedanken wandern automatisch immer in diese Richtung und du konzentrierst dich auf jedes Geräusch, obwohl du das ja eigentlich nicht möchtest, weil es das alles nur weiter verschlimmert. Das Unterbewusstsein ist bei sowas leider ein ziemliches Miststück...


    Ansonsten haben dir die anderen auch Vorschläge geboten. Du musst natürlich am Ende trotzdem selbst schauen, mit welcher Lösung du dich anfreunden kannst. Persönlich denke ich aber wirklich, dass es am die beste Idee wäre, das professionell aufarbeiten zu versuchen und ich hoffe, dass es dir, solltest du es versuchen, dann auch wieder besser geht.

  • @LadyEndivie08

    Sorry, das hatte ich dann noch editiert. Du kennst nur die Medikamente, die nur dann nimmst, wenn du bereits in Angstzuständen bist und die dann wie ein Hammer bei dir wirken. Ich spreche von Medikamenten, die du täglich zur etwa zur selben Zeit einnimmst und die deinen Hormonspiegel auch regulieren (viele der modernen Antidepressiva, die auch angstlösend sind, sind Selektive Seratonin-Wiederaufnahmehemmer, sprich, sie verhindern, dass ein Teil des Seratonins reabsorbiert wird und dadurch steigt der Spiegel), sodass dadurch wenig Tiefs und Angstzustände überhaupt erst entstehen. Du musst dir keine Sorgen drum machen, dass du da ewig rumläufst, als wärst du irgendwie benommen, bekifft oder sonstwas. Nur wie gesagt, in den ersten paar Wochen kannst du dich schlechter fühlen, aber danach geht es dir um einiges besser. Du fühlst dich stattdessen mit der Zeit dann ausgeglichener.


    Und wie gesagt, es klang einfach so, dass wenn du weinend und vor Angst dasitzt, wenn Kinder über dir für ein paar Stunden spielen, dass es durchaus sehr stark danach klingt, als bräuchtest du psychiatrische und psychologische Hilfe. Das ist nichts, wofür man beleidigt sein muss, wenn einem das vorgeschlagen wird. Erst recht, wenn andere Dinge wie kreisende Gedanken und starke Tiefs, die öfter auftreten, hinzukommen.


    Es ist aber halt der schwierigere Weg, den man nicht gerne hört. Dafür würdest du gerne am liebsten wohl ein paar Kniffs für den Alltag hören, die dich aber nicht mehr weiterbringen werden, wenn du bereits öfter starke Tiefs hast und ewig kreisende Gedanken etc.

  • Sorry, dass ich hier wegen meines Problems so dazwischen schreibe. Es ist eine Kleinigkeit, aber das hat mich doch etwas genervt. Generell hab ich kein Problem damit, wenn Leute erst später auf meine Nachrichten reagieren, weil manchmal hat man keine Zeit, oder keinen Bock, aber das hat seine Grenzen und ich persönlich freue mich über jede einzelne Nachricht, die ich auf meinem Instagram bekomme und reagier immer sehr schnell. Selbst wenn ich mal keinen Bock habe, eine Antwort bekommt man trotzdem noch am gleichen Tag und meistens bereits nach ner halben Stunde, weil ich werde eh direkt benachrichtigt und ich arbeite sowas lieber direkt ab.

    Aber die eine aus meiner Uni reagiert immer erst viel später auf meine Nachrichten und einmal kam ihre Antwort erst nach einer Woche, obwohl sie immer online ist. Gut, sie war mir das letzte Jahr über auch so ziemlich egal, aber heute hab ich nochmal auf ihre Story geantwortet, weil ich ihr Spotify-Rewind lustig/interessant fand und bekam bis jetzt (so nach 10-11 Stunden) keine Reaktion und da frag ich mich halt nur, why? Ist es so schwer, einfach nur einen Einzeiler dazu schreiben, wenn man grad eh online ist? Hab ich mit dieser Reaktion genervt? Leider interpretier ich bei sowas zu viel und bin dann erstmal wieder auf mich selber sauer.

    Und bevor es jemand nochmal erwähnt: ja, wir kennen uns eigentlich so gut wie kaum. Ich kenne sie nur aus einem Sprachkurs und wir studieren beide das gleiche Fach und sie ist 2 Jahre unter mir, aber wir haben schon öfters an der Uni geplaudert - vor etwas einem Jahr. So eine Reaktion auf einer Story ist doch aber, auch nach eine dieser langen Zeit, noch normal, oder? '__'

    Und mit allen anderen Menschen schreibe ich auf Instagram öfters sehr normal, nur bei ihr hab ich diese Erfahrungen gemacht.

    Naja, dann reagiere ich eben auch nicht mehr auf den Inhalt, den sie postet :o