Warrior Cats - Das Tal der vier Krallen

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  • Der Wind, der durch das Blätterdach des großen Tales zog, wurde langsam kühler. Schon bald würde die kurze Blattgrüne wieder enden und der Blattfall nahte. Auf ihm würde die lange Blattlehre folgen und Hunger und Kälte in das Tal tragen. In dieser vollmondbeschienenen Nacht versammelten sich die Katzen der Clans auf einer Lichtung. Wie jeden Vollmond würden sie heute nicht Kämpfen. Sie würden Reden. So lauschten die Katzen, welche im Steinkreis der Lichtung saßen, ihren Anführern auf der kleinen Anhöhe vor ihnen. Hinter den Anführern thronte der Ahnenbaum mit seinem weißen, knorrigen Ästen und der ewig roten Krone. Er schien der einzige Laubbaum zu sein, der nie seine Blätter verlor.


    Eine der vier Katzen auf der Anhöhe trat mit einem Jaulen vor und das lebhafte Getuschel der Katzen im Steinkreis verstummte. Die schildpatt-tabby gefärbte Katze wirkte neben den anderen Anführern sehr zierlich, besonders neben dem stämmigen, weißen Kater, der hinter ihr saß. Mit freudiger, feierlicher Stimme begann die vorgetretene Katze zu sprechen: "Ich heiße euch zur Großen Versammlung willkommen. Ich, Knospenstern, Anführerin des Falkenclans, beginne als Erste zu sprechen." Sie machte eine ganz kurze Pause. "Unser Clan wächst und gedeiht. Erst vor wenigen Tagen hat unsere Königin Eichenlied Junge bekommen, drei Stück an der Zahl." Ein leichtes Gemurmel von Glückwünschen und verzückten Gesten ging durch die Reihen der Katzen. "Einer unserer Jüngsten Krieger, Mondsichel, vertrieb mit einer Jagdrotte einen Fuchs von unserem Revier. Dieser Fuchs ist in Richtung der Stadt geflohen, möglicherweise ist er nun im Revier des Schrottclans." Glückwünsche und Gesten des Respekts gingen in Richtung des jungen Kriegers. Jedoch verzogen einige Katzen des Falkenclans das Gesicht oder warfen Mondsichel vielsagende Blicke zu. Auch Knospenstern sah für einen Moment streng auf ihn herab, bevor sie sich kurz zu Silberstern, dem Anführer des Schrottclans umdrehte. Dieser nickte ihr kurz zu und dankte für die Warnung. Dann nickte auch Knospenstern und trat wieder zurück.


    "Dann mach ich weiter?" Der stämmige, weiße Kater sah die beiden Kater neben sich an. Diese nickten höflich. Aurorastern trat vor, setzte sich und legte seinen Schwanz um die Pfoten. Sein Fell leuchtete wie der Mond selbst und sein bauschiger Schwanz strahlte in den Farben der Himmelslichter. "Auch meinem Clan geht es gut. Futter gibt es noch reichlich, der Bergsee ist voller Fische." Er machte eine kurze Pause und sein Blick wanderte zu einem jungen Kater mit blau schimmerndem, weißen Fell. " Vor wenigen Tagen hatte ich das Privileg einen Schüler zum Krieger zu ernennen! Wolkenpfote hat sich bewehrt und ist nun ein waschechter Gletscherclan-Krieger! Sein Kriegername ist nun Wolkenfell!" Während er das sprach, wurde Aurorasterns Stimme immer lauter und feierlicher. Fast alle Gletscherclan-Katzen jaulten und bejubelten den neuen Krieger, viele Katzen der anderen Clans stimmten mit ein. Als das feierliche Gejaule abnahm, sprach der Anführer des Gletscherclans weiter. "Aber nicht nur einen neuen Krieger haben wir, ich habe auch neue Schüler ernannt." Sein Blick fiel auf eine Gruppe von 3 Schülern. Einer davon war grau mit schwarzen Tigerstreifen, einer schneeweiß und der dritte Schüler war weiß und hatte graue Flecken. Sie waren offensichtlich das erste Mal auf der Großen Versammlung. "Das sind Blizzardpfote, Eisbärpfote und Graupelpfote." Auch hier jubelten die versammelten Katzen. Aurorastern blickte voller stolz auf seine Schüler, vor allem weil zwei davon seine eigenen Jungen waren.
    Danach wurde sein feierlicher Blick wieder ernster. "Des Weiteren muss ich berichten, dass immer mehr Zweibeiner in die Berge kommen. Viele kommen den Berg einfach hinauf und rutschen auf hölzernen Pfoten wieder herunter, andere jedoch passieren unser Revier mit Monstern aller Art und betreten das Gebiet des Nachtalbclans. Gewitterstern, was geht da bei euch vor? Was treiben diese Zweibeiner?"


    Der dunkelgraue Kater trat vor und ließ sich neben Aurorastern nieder. Seine milchigen, blassgelben Augen, strahlten fast weiß im Licht des Mondes. "Gut, dass du fragst, ich wollte es heute so wie so ansprechen." Auch er machte eine kurze Pause und ließ den Blick über die versammelten Katzen schweifen. Dann begann er zu sprechen. "Wie ihr wisst, habe ich bereits vor einigen Versammlungen über die zunehmenden Zweibeineraktivitäten berichtet. Sie graben nach etwas unter dem Berg. Sie graben Tunnel, so groß, dass ganze Monster in ihnen Platz finden!" Ein erstauntes Murmeln erfüllte die Lichtung. "Sie lassen die Tunnel von ihren Monstern graben und sind dabei so laut, dass wir die Schreie und das Knurren der Monster bis in unser Lager hören." Das Gemurmel unter den Katzen wurde entsetzter. "Ein paar der Zweibeiner haben sich auch schon in unsere Höhlen verirrt. Fledermausohr und Wurmschweif konnten sie zum Glück durch Geräusche und Fauchen verjagen." Einige Katzen nickten anerkennend zu den beiden herüber. Andere mussten das eben gehörte verdauen. "Was sie genau vorhaben weiss ich nicht... Silberstern, ihr vom Schrottclan kennt euch doch mit Zweibeinerdingen aus. Was können sie wollen? Warum tun sie das?"


    Der letzte der vier Anführer trat vor. Im Halbschatten des Ahnenbaumes sah sein Fell fast schwarz aus. Im Licht des Vollmonds leuchtete es silbern. Seine Miene sah belehrend aus. "Wie ihr wisst, wissen selbst wir manche Dinge nicht über die Menschen. Manche Dinge, die sie tun, entbehren jedweder Logik, das gilt vor allem für ihre Jungen!" Er machte eine kurze Pause und seine belehrende Miene wurde ernster. "Ich habe viel darüber nachgedacht, es gibt einige Gründe wegen denen Menschen anfangen zu graben, ein Tunnel dieser Größe kann nur eines bedeuten: Sie woll-" Weiter kam er nicht, denn ein lautes Grollen unterbrach ihn. Der Boden unter den Katzen begann zu vibrieren, bis aus der Vibration ein starkes Rütteln wurde. Panik machte sich unter den Katzen breit. Ein lauter Knall war aus Richtung des Berges aus zu hören und genau wie in den Träumen der Heiler schien der ganze Berg in sich zusammenzufallen. Schnee, Eis und Trümmer stürzten ins Tal, entwurzelten Bäume, rissen Monster und weitere Trümmer und Gegenstände mit sich. Dieser riesige Schwall stürzte genau auf die Katzen zu. Einige versuchten weg zu rennen, andere waren zu entsetzt, um sich überhaupt zu bewegen. Manche versuchten sich auf Bäume zu retten, doch diese Flut aus Schnee, Eis, Felsen und anderen Trümmern war zu riesig und erfasste alles, was ihr in die Quere kam. Der Zorn der Erde war gekommen... der Berg ist gefallen...





    "Mondblume? Wach auf... Mondblume!" Das Wispern einer bekannten Stimme drang in das Ohr der Heilerin. Die letzten Sekunden ihres Lebens hatten sich mit Schwärze gefüllt. Ihr Körper fühlte sich so taub an. "Sonnenfell..." Die Heilerin schlug die Augen auf. In ihrem Kopf drehte sich alles. Sie sah in das Gesicht einer bekannten Katze. Auch wenn ihre Sicht verschwommen war, erkannte sie die Silhouette vor sich. "Sonnenfell... Schwester, ist es so weit? Sind wir wieder vereint?" Doch die Silberne, blasse Silhouette schüttelte den Kopf. "Nein Schwester... Du lebst." Langsam kehrte Gefühl in ihren Körper zurück. Ihre Beine zuckten und sie spürte ihren Herzschlag. Nun nahm sie auch wahr, dass sie auf dem Rücken lag. Die Heilerin drehte sich auf den Bauch und schüttelte sich. Ihre Sicht wurde langsam klarer. "Hast du... mich gerettet?" Doch wieder schüttelte Sonnenfell den Kopf. "Ich habe gar nichts gemacht. Der Zorn der Erde ist über euch gekommen. Der Berg ist gefallen. Doch aus den Pfoten von Erde, Luft, Feuer und Wasser muss sich nun eine neue Pfote erheben, mächtiger als je zuvor und das Tal der vier Krallen wird sich offenbaren." Mondblume sah die Sternenclan-Katze an. "Was bedeutet das?" Doch wieder schüttelte die Katze im Sternenpelz den Kopf. "Ich muss noch jemanden treffen... Und so viele müssen empfangen werden..." Trauer lag in ihren Worten. Darauf hin verformte sich die katzenhafte Gestalt in die eines Falken und flog wieder hinauf zum Silbervlies. Für einen Moment, in dem Mondblume ihrer Schwester nachsah, hatte sie das Gefühl noch weitere Sterne würden sich bewegen.


    Ihre Sicht war nun vollkommen klar und sie konnte das ganze Ausmaß der Katastrophe sehen. Wo einmal der große Berg und das Territorium des Gletscherclans thronten, war nur noch ein Stumpf zu sehen, die ganze Bergspitze fehlte, als hätte ein riesiges Monster sie mit eisernen Zähnen einfach abgebissen. Selbst die kleine Bergkette des Nachtalb-Clans war nun höher. Um sie herum ragten Baumspitzen und umgestürzte Bäume und Felsen aus dem Schnee. Wie weit war sie mitgerissen worden? Sie versuchte aufzustehen, doch ihr ganzer Körper schmerzte. Sie fühlte sich kraftlos und hatte scheinbar einige Prellungen. Die Heilerin entschied noch einen Moment liegen zu bleiben und dann nach Überlebenden zu suchen.



    OT:
    Sooo dann heiße ich euch mal herzlich willkommen zum Warrior Cats RPG! Nach langer Zeit kann es endlich starten^^


    Wir beginnen in der Nacht der Katastrophe. Der Berg ist unter Einfluss der Zweibeiner in sich zusammen gefallen und hat dabei eine gewaltige Lawine ausgelöst, die das ganze Tal und große Teile des Zweibeinerortes überschwemmt hat. Das Territorium des Gletscherclans wurde komplett zerstört. Die Höhlen des Nachtalbclans sind eingestürzt und verschüttet. Der Metallort des Schrottclans ist komplett unter Schnee und Trümmern begraben und das Lager des Falkenclans ist durch umgestürzte Bäume verwüstet worden. Die Zweibeineraktivität wird in den nächsten Stunden wahrscheinlich zunehmen, da der Katastrophenschutz einrückt um verschüttete Menschen zu finden(Vielleicht finden sie auch die eine oder andere Katze?). Zudem wollen die Menschen sicher auch wissen, wie ihre Artgenossen es geschafft haben einen ganzen Berg zu zerstören...


    Einige von euch waren sicher auf der großen Versammlung (ein paar wurden auch schon oben erwähnt). Die Lawine wird auch die Katzen auf der Versammlung in fast alle Richtungen zerstreut haben (natürlich nicht den Berg hinauf, das wäre wohl unrealistisch) Katzen aus dem Lager des Gletscherclans könnten mit ins Tal gespült worden sein. Vielleicht seid ihr verschüttet und müsst euch frei graben oder seid zwischen Trümmern eingeklemmt und benötigt Hilfe um raus zu kommen (in diesem Fall solltet ihr Euch vorher mit jemanden absprechen der euch rettet^^"). Vielleicht seid ihr verletzt oder hattet Glück und wurdet nur weggespült, liegt aber noch oben auf dem Schnee? Vielleicht habt ihr auch einen ganz seltsamen Traum bevor ihr aufwacht? Was denkt euer Charakter in einer solchen Situation? An wen denkt er vielleicht? Beschreibt wie euer Charakter die Katastrophe erlebt und überlebt hat. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch gern einen kleinen Rückblick auf den Tag vor der Katastrophe geben.


    Viele Katzen des Sternenclans sind in dieser Nacht unterwegs um die Seelen der Gefallenen in das Silbervlies zu führen. Normalerweise ziehen die Seelen von selbst zum Silbervlies, doch da so viele Seelen in Panik gestorben oder begraben sind, benötigen sie die Hilfe der Sternenclan-Katzen, um ihren Weg zu finden. Vielleicht begegnet auch ihr einer Katze des Sternenclans?
    Falls ihr diese Option in euren Post mit einbauen wollt, sagt uns bitte kurz was genau dort passieren soll, damit wir abwägen können ob das so ins Universum passt.^^


    Damit heisse ich euch nochmals zu unserem Warrior Cats RPG willkommen und wünsche euch frohes Schreiben und viel Spaß mit dem RPG^^ Möge die Reise beginnen!

  • Oh, es fängt an, dachte Wirbelpfote als der Berg zu rumpeln begann. Vermutlich hätte sie sich mehr sorgen müssen, aber nach Monaten der Träumen fühlte es sich fast wie eine Erleichterung an, dass es endlich passierte. Ihre Version des Traumes, der alle Heiler heimgesucht hatte, war in der ersten Person gewesen - sie suchte Schafgarbe, sie hörte das Rumpeln, sie sah die heranpolternden Steine, sie rettete sich in einen leeren Fuchsbau, die Steine mauerten ihn zu, sie grub sich frei, das Territorium war zerstört.
    Als Mondsichel vor ein paar Tagen ins Lager stolzierte und meinte, er habe einen Fuchs aus seinem Bau verjagt, hatte dies Wirbelpfote sehr schnell hellhörig werden lassen und als Mondblume ihr auftrug, während der Versammlung Schafgarbe zu suchen war sich Wirbelpfote fast sicher gewesen, dass es heute sein würde. Es war ihr von Anfang an klar gewesen, dass es unmöglich sein würde, den ganzen Clan zu warnen - die Panik hätte vermutlich mehr Katzen getötet als das Desaster an sich und Wirbelpfote wusste zu wenig über fliessende Steine um eine Flucht zu organisieren, aber ihrer Vermutung nach würde der Fluss als eine Art Sammelbecken fungieren - der Grossteil des Gerölls würde direkt in die Mitte des Territotiums schlagen, geführt durch das Flussbett.
    Weshalb sie, sobald Mondblume ihr den verhängnisvollen Auftrag gegeben hatte, zum Kriegerbau lief und ihrer Mutter gesagt hatte, am äusseren Rand des Territoriums, nahe beim Schrottclan, habe sie Mondsichels Fuchs gerochen, und nicht nachgelassen hatte bis eine Patrouille mit Schwalbenflug, Buchenpfote, Buchenpfotes Mentor und einigen anderen Katzen sich aus dem Lager begab. Ihre Familie würde weit von Fluss entfernt sein - gut.
    Ihr war dort bereits klar, dass dies alles sein würde, was sie mit ihrer limitierten Autorität als Heiler-Schülerin ausrichten konnte, also begab sie sich nahe dem Fuchsbau auf die Suche nach Schafgarbe, stets wachsam um rechtzeitig reagieren zu können.
    Mit fast schlafwandlerischer Sicherheit sprang die junge Katze in den Fuchsbau - zum ersten oder zum hundertsten Mal, beide Aussagen waren korrekt und zog den Kopf ein während die Steine sie begruben. Es würde noch etwas dauern, bis der fliessende Boden zum Stillstand kommen würde, also harrte die Heiler-Schülerin weiter aus. Erst, als das Poltern verstummte und einer unheimlichen Stille wich, wagte die Katze ihren Kopf zu heben. Über ihr war es dunkel und auf den ersten Blick war kein Ausweg zu sehen, jedoch war in ihren Träumen der Weg frei geworden, als sie ihren Körper mit etwas Anlauf gegen die Steine schmetterte.
    Es war wohl an der Zeit, das Ganze in der Realität auszuprobieren.
    Mit derselben schlafwandlerischen Sicherheit die ihren Körper seit dem ersten Rumpeln übernommen hatte, trat Wirbelpfote ein paar Schritte zurück, spannte ihre Hinterbeine an und katapultierte sich nach vorne. Der Aufprall tat weh, wie er auch im Traum weh getan hatte, aber ein weiteres tiefes Rumpeln gefolgt von einem Lichstrahl zeigte Wirbelpfote, dass sie erfolgreich gewesen war - ein Blick nach oben bestätigte dies. Eine kleine Öffnung war zwischen den Steinen entstanden.
    Glücklicherweise war die Heiler-Schülerin auch keine allzu grosse Katze.
    Sich durch das Loch zu zwängen war trotzdem nicht einfach und Wirbelpfote war sich fast sicher, dass einige ihrer Haare zwischen Felssplittern hängen blieben, aber im Endeffekt schaffte sie es weitgehend unverletzt aus dem Bau heraus und schaute sich um.
    Auch dieses Bild sah sie zum ersten und zum hundertsten Mal, jedoch wurde ihr jetzt erst bewusst, wie zerstörerisch die fliessenden Steine wirklich gewesen waren. Der weiche Waldboden war unter einer Schicht aus Felsen begraben, ganze Bäume waren umgerissen worden und die Katze fühlte plötzliche, stechende Schuld, dass sie nicht mehr unternommen hatte, um das Lager zu warnen.
    Das Lager...
    Mondblume war nicht im Lager!
    Die Steine hatten zwar die Landschaft unkenntlich gemacht, aber die Gerüche waren glücklicherweise noch zu erkennen, weshalb Wirbelpfote auch keine Sekunde verlor und sofort begann zu ihrem Clan zu rennen - sie hatte zwar nicht alle gewarnt, somit würden einige der Toten auf ihren Schultern lasten, aber sie konnte verhindern, dass es noch mehr waren.

    OT: Einstiegspost von mir - in Wirbelpfotes Anmeldung habe ich ja erwähnt dass sie das Ganze viele Male träumte. Ihre Stimmung soll etwas schlafwandlerisch sein - das Ganze ist, obwohl sie es zum ersten Mal sieht Routine, zumindest bis ihr bewusst wird wie schlimm ein Erdrutsch tatsächlich ist. Ich hoffe das merkt man^^

  • Wütend lief Schattenklaue in der großen Haupthöhle auf und ab. Der Mond stand mittlerweile in seinem Zenit, wodurch er die einzige Öffnung in der Höhlendecke durchbrach und alles in ein silbriges Licht tauchte. Seit der Kriegertrupp um Gewitterstern vor einigen Stunden zur Versammlung aufgebrochen war, rannte sie bereits eine Spur in den verhältnismäßig weichen Fels unter ihren Pfoten und ärgerte sich über die Entscheidung ihres Anführers.


    "Es müssen immer Krieger im Lager anwesend sein um bei möglichen Gefahren reagieren zu können. - Wer sollte uns denn angreifen? Die Zweibeiner sind seit Tagen ruhig und die anderen Clans viel zu ängstlich, um sich in unsere Höhlen zu verirren! - Ich dulde keine Widerworte, Schattenklaue! Du bleibst hier und sorgst für die Sicherheit unseres Clans, deines Clans!"


    Und damit war Schattenklaue zurückgeblieben um eine in ihren Augen unsinnige Aufgabe auszuüben. Seit ihrer Ernennung zur Kriegerin war sie bei jeder Versammlung dabei gewesen, hatte sich ruhig verhalten und die anderen Clans beobachtet, um deren Verhalten persönlich kennen zu lernen: Da waren die FalkenClan-Katzen, die einen zappeligen und unbeholfenen Eindruck machten während sie hinter ihrem Anführer saßen. Als nächstes kam der GletscherClan, plüschig und dick sahen sie alle aus mit ihren hellen Fellen, die einem selbst in der Nacht in die Augen stachen. Doch am schlimmsten war der SchrottClan, eine Bande ungehobelter Wilder, die sich mit Zweibeinermüll schmückten und Gerüchten zufolge sogar mit Hunden sprachen.
    Bei diesen Gedanken schüttelte sich Schattenklaue angewidert und bemerkte somit nicht, dass Düsterwurzel an sie herantrat. Der ältere Krieger beobachtete amüsiert ihren Dauerlauf und konnte sich einen bissigen Kommentar nicht verkneifen. "Bald durchbrichst du einen Tunnel und brichst dir im Fallen das Genick", feixte er und erntete böse Blicke von seiner Kameradin. "Er hätte mich schlichtweg mitnehmen sollen!", erwiderte sie aufgebracht und blieb vor Düsterwurzel stehen. "Als ob hier jemals etwas passiert wäre!" Abschätzig neigte dieser den Kopf. "Seit deiner Geburt ist es in der Tat sehr ruhig, da gebe ich dir Recht. Doch früher hausten gefährliche Tiere in den Tunneln und dadurch mussten immer Krieger als Schutz im Lager anwesend sein. Zwar ist die Gefahr mittlerweile gebannt, nicht zuletzt wegen der Zweibeiner, aber es kann immer zu einem Zwischenfall kommen", erklärte er geduldig. "Außerdem ist jeder Krieger einmal an der Reihe, die Versammlung ausfallen zu lassen. So spannend ist es dort nun auch wieder nicht."
    Natürlich wusste Schattenklaue, dass seine Worte der Wahrheit entsprachen, nur half dies ihrem angeknacksten Stolz nicht weiter. Sie ließ ihren Blick durch das Lager schweifen und musterte einen Augenblick lang die Tätigkeiten der Clankatzen. Aufgrund des Höhlenlebens folgten die Nachtalben nicht dem typischen Tagesrhytmus der anderen Clans, denn für sie war es immer dunkel und es spielte keine Rolle ob man bei Mondaufgang jagen ging oder beim Himmelhoch. Andere Katzen hätten sich über die Königin Braunblatt mit ihren spielenden Jungen um diese späte Zeit gewundert, für die Nachtalben war dies hingegen vollkommen normal. Sah man vom fröhlichen Quieken der Kleinsten ab, herrschte angenehme Stille in der großen Höhle.
    Schattenklaue wandte den Blick wieder Düsterwurzel zu. "Es müssen immer Krieger im Lager sein", murmelte sie leise und ahmte Gewittersterns Stimme nach. "Dennoch, da gerade nichts los ist macht es dir doch sicherlich nichts aus, wenn ich meinen begonnenen Tunnel erweitere? Er ist nicht weit entfernt und wenn du laut rufst kann ich dich hören, falls etwas wichtiges passieren sollte." Mit einem Kopfnicken stimmte er ihrem Vorschlag zu. "Geh nur, das ist in Ordnung. Besser, du verausgabst dich beim Graben als dass du mir doch noch den Boden durchbrichst." Dankbar neigte Schattenklaue den Kopf und lief in den Tunnel hinter dem Heilerbau. Beim Graben bekam sie einen klaren Kopf, besonders wenn sie wieder von einem der Steine gerufen wurde.
    Das Flüstern war nur sehr schwach und auch der Grund, weshalb sie diesen Tunnel erst vor Kurzem begonnen hatte. Bisher ragte er nur wenige Meter in den Berg hinein und würde noch viel Arbeit in Anspruch nehmen bevor sie das glänzende Objekt in den Pfoten halten konnte.
    Nach einer Weile stillen Grabens spürte Schattenklaue sanfte Vibrationen unter ihrem Körper. Seltsam, die Zweibeiner lärmen doch nur tagsüber. Ihrer Umgebung aufmerksam lauschend grub sie noch einen Moment weiter, bis die Vibrationen an Intensität gewannen und sich zu starken Erschütterungen wandelten. Erdklumpen und Steine lösten sich aus der Tunndeldecke und alarmiert rannte sie zurück in die Haupthöhle. Mittlerweile fiel ihr das laufen schwer und sie musste ihre Bewegungen immer wieder anpassen, was sie verlangsamte. Sie sah bereits die Panik unter den anwesenden Katzen denn derart starke Beben hatte hier noch keiner erlebt, selbst die Zwiebeiner verursachten keine derart massiven Störungen. Felsbrocken donnerten lautstark auf den Boden und verfehlten die anwesenden Katzen nur knapp. "Lauft in den Heilerbau, schnell!", brüllte Düsterwurzel durch das Getöse und half Braunblatt dabei, die Jungen zu tragen. Der Heilerbau war im hinteren Bereich durch Fels verstärkt und bot Platz für den gesamten Clan falls es zu einem Höhleneinsturz kommen sollte - nur hatten alle gehofft, diesen niemals nutzen zu müssen.
    "Wurmpfote ist noch in den Tunneln!", rief Kleinauge verzweifelt und sah sich suchend um. "Hat sie jemand gesehen? Sie wollte nach Nahrung suchen, Richtung Wasserlauf..." Trotz der Gefahr wandte Schattenklaue sich ihm zu und stupste ihn sanft mit der Nase an. "Geh in die Höhle, ich suche sie", versprach die Kriegerin und Kleinauge nickte ängstlich bevor sie in die andere Richtung lief.
    Es war mäusehirnig bei der aktuellen Gefahr in die Tunnel zu laufen, aber der Clan hielt zusammen und Schattenklaue tat ihr Bestes, ihren Teil beizutragen auch wenn das hieß, in Lebensgefahr zu geraten. Also rannte sie in die östlichen Tunnelsysteme, die parallel zum Fluss verliefen, um einen Schüler zu retten. Immer wieder wich sie fallendem Erdreich aus und quetschte sich durch verschüttete Gänge während sie nach Wurmpfote rief. Als sie den Geruch des unteridischen Wasserbeckens in die Nase bekam brach der Tunnel plötzlich ein und sie wurde unter Massen von Geröll und Erde begraben. Panisch zappelte sie umher, versuchte sich Platz zu schaffen, doch das lockere Gestein fiel immer wieder nach. Dann war es urplötzlich ruhig und das Beben verklang. Denk nach! befahl sie sich selbst und verhielt sich still. Sinnlose Bewegungen waren das Dümmste, was ein Verschütteter tun konnte, also rief sie sich die drei Regeln des Einbruchs in den Sinn. Regel 1: Ruhe bewahren! Regel 2: Oben und unten orientieren! Regel 3: Ausweg graben! Nachdem Regel 1 erfüllt war und 2 nach einer kurzen Überprüfung Erfolg versprach blieb nur noch Regel 3.
    Also begann Schattenklaue zu graben.



    OT: Wo genau Schattenklaue sich aus dem Tunnelsystem heraus gräbt mache ich von den nächsten Posts abhängig, vielleicht trifft sie dabei eine andere Clankatze. Wer Interesse an einem Zusammentreffen hat: Auf jeden Fall kommt sie irgendwo im Bereich des Flusses an die Oberfläche, ob mehr Richtung Ahnenbaum oder Falkenclan-Lager ist noch egal. Sollte also eine andere Katze diesen Weg beschreiten und nicht alleine sein wollen... ^^
    Ansonsten habe ich Schattenklaues Abneigung gegenüber der anderen Clans bereits in ihrem Steckbrief erwähnt, deshalb die kurze Erwähnung am Anfang. Offen zur Schau stellt sie ihre wahren Eindrücke gegenüber Fremden natürlich nicht, zumal nach der Katastrophe das Überleben im Vordergrund steht. Außerdem können bei besserem Kennenlernen viele Hürden selbstverständlich beseitigt werden, besonders da sie tagsüber nicht allzu viel sehen und dadurch gut Unterstützung gebrauchen kann.

  • Als die Erde anfing zu rütteln und die Lawine beim Ahnenbaum ankam, wurden die drei Schülervon, Blizzardpfote, Eisbärpfote und Graupelpfote, von ihr mitgerissen. Blizzardpfote verlor dabei seine Schülerkameraden aus den Augen. "Nein ich darf sie nicht verlieren" dachte Blizzardpfote und wurde ohmächtig. Als Blizzardpfotewieder bei Bewustsein war, war sie von einer
    dicken Schicht aus Schnee umgeben. "Nur die Ruhe, du weist ja was zu tun ist. Mutter hat es uns immer gesagt" Mit diesen Worten spuckte er einmal, um festzustellen wo oben ist. "So jetzt muss ich mich nur noch rausgraben" und begann somit sich einen Tunnel nach oben zu buddeln. Nach ein mehreren Minuten hat er es geschafft und Stand nun auf der Schneedecke. "Anscheinend bin hier der einzige oder die anderen haben sich noch nicht freigeschaufelt. Ich muss meine Kameraden finden. Am besten Suche ich nach weiteren Schneelöchern und Schneespuren, die mich dann zu den anderen führen" und somit begab sich Blizzardpfote auf sein Abenteuer, sein Freunde zu finden. Letzten Endes kam Blizzardpfote an einen Fluss und folgte ihm. Etwas weiter erblickte er eine Katze, die er nicht erkennen konnte, da er noch zu weit weg war. " Soll ich hingehen und sie ansprechen, was wenns ein Streuner ist und er mich zerfetzt. am besten beobachte ich ihn als erstes und entscheide dann"



    OT: Blizzardpfote landete in einem Gebiet welches er noch nicht kennt. Kann fremdes Clanteritorium sein oder ein komplet neues Gebiet. Deswegen erkannte er auch den Fluss nicht dem er gefolgt ist. Die fremde Katze die er findet kann einer von euch sein, wenn ihr interesse habt einfach anschreiben. Ansonsten wird es einfach ein Hauskätzchen sein, welches aus neugier dieses Gebiet, nach derLawine erkundet.

  • Wach auf”, sagte eine Stimme. Wolkenfell zuckte. „Noch ist deine Zeit nicht gekommen”, sagte eine zweite Stimme. Der weiß-blaue Kater riss die Augen auf. Dunkelheit und ein Duft von Kiefernnadeln umgab ihn. Diese Stimmen, wo waren ihre dazugehörigen Träger? Diese Stimmen, die er schon so lange nicht mehr gehört hatte... Die Stimmen seiner Brüder... Als er sich umsah, konnte er sie nicht erkennen. Außerdem stellte sich langsam ein stechender Schmerz in seinem Kopf ein. War ihm etwas auf den Kopf gefallen? Als erstes musste er herausfinden, wo er sich befand. Er war zwar noch nicht lange im Bau der Krieger, doch nach Kiefernnadeln hatte es dort nie gerochen... Also war er nicht im Lager. Anscheinend befand er sich in einer Art Höhle. Der junge Krieger versuchte nun, sich aufzurichten. Im nächsten Moment wünschte er, er hätte es nicht getan, da ein Schmerz in seiner Schulter ihn auf den Boden zurückzwang. Beim zweiten Anlauf stieß er mit dem Kopf an die Decke dieser merkwürdigen Höhle, und etwas bohrte sich in sein Fell. Wenigstens war er nun schon mal auf den Pfoten, wenn auch etwas wacklig. Er schob mit den Pfoten eine Art Vorhang zu Seite und trat hinaus ins Mondlicht. Der Gletscher-Clan Krieger stand nun auf Erde, Geröll und Eis gleichzeitig, und betrachtete die Zerstörung um ihn herum. Überall lagen ausgewurzelte Bäume und Geröll herum. Um diesem schlimmen Anblick zu entgehen, richtete er seinen Blick auf den Himmel. Das Silbervließ kam ihm heute viel heller vor als sonst. Jetzt drehte sich Wolkenfell um, um seine Höhle zu begutachten. Diese Höhle entpuppte sich als Kiefer, die auf einen Stein gefallen war, und deshalb einen Hohlraum gebildet hatte, und dem Wolkenfell sich aufgehalten hatte. Beim Betrachten des Baumes kehrte Stück für Stück seine Erinnerung zurück. Er durchlebte vor seinem geistigen Auge noch mal die letzten Augenblicke, an die er sich erinnerte. Bei der großen Versammlung war er so stolz gewesen, als sein neuer Name ausgerufen wurde, und wie überrascht er war, wie viele seinen Namen bejubelt hatten. Dies war einer der größten Augenblicke in seinem bisherigen Leben gewesen. Doch dann kam die Geröllflut, wie eine Lawine, nur noch tödlicher. Kurz darauf war er auf der Flucht vor der Gefahr gewesen, was an sich schon schwer gewesen war, da er durch einen Steinsplitter an der Schulter verletzt worden war, als auf einmal hinter ihm die Bäume anfingen, umzufallen. Er erinnerte sich, wie er zu dem Stein kam, diesen zu umlaufen hätte jedoch bedeutet, einen Umweg zu nehmen, der ihn vermutlich sein Leben gekostet hätte, da die Geröllflut ihm schon im Nacken saß.Als er sich umdrehte und darauf wartete, dem Sternen-Clan gegenüberzutreten, sah er nur etwas auf sich zukommen, dann wurde er von etwas am Kopf getroffen. Er vermutete nun, dass es sich um einen Ast gehandelt haben musste, dies würde auch seine Kopfschmerzen erklären. Plötzlich gingen ihm mehrere Fragen durch den Kopf. Wie ging es seiner Mutter? Wie ging es dem Clan? Ob noch weitere Katzen überlebt haben? Und so lief er los, in Richtung Ahnenbaum, immer am Fluss entlang.


    OT: Auf ein gutes RPG! :) Dieses Etwas, das sich in Wolkenfells Fell bohrt sind übrigens Kiefernnadeln, das hat er aber noch nicht bemerkt ^^


    Edit: NPC-Farbe abgeändert, hat glaube ich niemand als Sprachfarbe (#D3D3D3)

  • Was ist den jetzt los?, fragte Drahtpfote, als auf einmal ein lautes Grollen zu hören war und der Boden anfing, erst zu vibrieren und dann stark zu rütteln.
    Keine Ahnung“, antwortete Matschpfote, „Ich erlebe so etwas auch zum “ - Aber weiter kam er nicht, denn auf einmal war aus der Richtung des Berges ein lauter Knall zu hören, und als der fünfundzwanzig Monde alter Kater genauer hinsah, bemerkte er, dass der Gipfel fehlte. Wenn er sich nicht täuschte, schien sich weiter unten irgend etwas zu bewegen - aber was das genau war, konnte er auf die Entfernung bei dem Mondlicht nicht so genau erkennen.
    Drahtpfotes Mentor schien das auch bemerkt zu haben. „Wenn ich mich nicht täusche, scheint der Berg herunter ins Tal zu rutschen!“, rief er erstaunt aus.
    Wenn das wahr war, dann war das gar nicht gut. Matschpfote hatte zwar keine Ahnung, wie viel Schnee und Eis da vom Berg herunter kam, und ob da vielleicht auch Erdreich und Gestein dazwischen waren. Und was genau passieren würde, wenn die Massen unten angekommen waren, konnte er auch nicht einschätzen. Aber irgendwie war ihm dennoch klar, dass dieses Spektakel nicht folgenlos vorbei gehen würde. „Ich denke, wir sollten uns irgendwo Schutz suchen“, entschied er deshalb. „Auch wenn die Massen vielleicht nicht bis hier hin kommen werden, sollten wir hinter einem Zweibeinernest weniger zu befürchten haben.
    Meinst du nicht, wir sollten lieber vor den Massen davon laufen?“, fragte die Kriegerin mit dem bräunlich getigerten Fell und den blaue Augen. „Dann können wir uns im Laufen umdrehen und sehen, wie viel Vorsprung wir noch haben, und vielleicht sehen wir dann ja auch, dass wir schon weit genug gelaufen sind. Wenn wir uns verstecken, können wir nur abwarten, aber wir wissen dann nicht, was los ist.
    Wenn ich mir die Bewegung bei dem Berg ansehe, gehe ich davon aus, dass die Schnee-, Eis- und Geröllmassen deutlich schneller sind als eine Katze rennen kann“, entgegnete Matschpfote. „Vielleicht kommen die Massen bis hier her, vielleicht auch nicht, und vielleicht überrennen die sogar den kompletten Zweibeinerort. Und ich will nicht davon überrascht werden, wenn ich die Möglichkeit habe, hinter einem Zweibeinernest Schutz zu finden.
    Gegen dieses Argument hatte keines der Patrouillenmitglieder etwas einzuwenden, und so versteckten sich die vier Katzen hinter einem etwas älter aussehenden Zweibeinernest.
    Nachdem etwa eine Minute lang nichts passiert war, fragte Drahtpfotes Mentor: „Woher wissen wir eigentlich, wie lange wir hier noch abwarten müssen? Vor allem, wenn die Massen vorher angehalten haben oder in eine andere Richtung weiter ziehen?
    Wartet bitte einen Moment“, ordnete Matschpfote an, „ich laufe einmal kurz bis zur Ecke und sehe nach.“ Kurzerhand ging er kurz zur Ecke des Zweibeinernestes und blickte sich nach den ihm entgegen kommenden Schnee-, Eis- und Geröllmassen um.
    Tatsächlich erreichte die Lawine in diesem Moment den Zweibeinerort, und die ersten Häuser konnten dem Druck der in Bewegung geratenen Massen nicht standhalten und wurden komplett zerstört. Matschpfote hatte keine Zeit, auf die ihm entgegen kommende Lawine zu reagieren und wurde einfach so mitgerissen.


    Dabei hatte der Tag doch so gut angefangen: Am Nachmittag hatte der zweite Anführer die Patrouillen für den Nachmittag und Abend eingeteilt, und dabei hatte Matschpfote erfahren, dass er zum allerersten Mal in seinem Leben die Leitung einer Patrouille übernehmen sollte. Die ihm zur Seite gestellten Patrouillenmitglieder waren neben Drahtpfote genau die beiden Katzen, die Silberstern am Tag von Matschpfotes Beitritt zum Clan gefragt hatte, ob sie sein Mentor werden wollten. Auch wenn die Kriegerin damals auch noch einen Schüler gehabt hatte, nahm dieser nicht an der Patrouille teil, weil der Anführer ihn erst letzte Woche zum vollwertigen Krieger ernannt hatte.
    Tatsächlich verlief die Grenzpatrouille recht ordentlich ab. Wie erwartet waren die beiden Krieger ihm gegenüber misstrauisch, und die Kätzin hinterfragte mehr noch als der alte Kater seine Anordnung. Kein Wunder, denn schließlich herrschte seit sie ihn bei seinem Beitritt als Hauskätzchen beleidigt hatte eine offene Feindschaft zwischen den beiden. Aber wenn er auf seiner Entscheidung beharrte und ab und zu die Gründe für seinen Befehl darlegte, folgten sie dann doch den Anordnungen. Ansonsten passierte während der Grenzpatrouille nichts besonderes, und als die vier Katzen etwas eher als erwartet wieder im Lager auftauchten, begegneten sie sogar noch dem Anführer, der zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon auf dem Weg zur großen Versammlung sein sollte. Statt sich einen Bericht über den Verlauf der Patrouille anzuhören, schickte er Matschpfote und seine Patrouillenmitglieder sofort wieder los, um nach seiner Tochter zu suchen. Sandpfote war wohl bis jetzt noch nicht von einem Streifzug zurück gekehrt, und der Anführer hatte voller Sorge um sie seinen Aufbruch zur großen Versammlung so weit es ging hinaus geschoben. Dadurch, dass Matschpfote und seine Gefährten zurück gekommen waren, hatte er die Möglichkeit, eine Suchpatrouille loszuschicken ohne die Sicherheit des Lagers durch den Abzug weiterer Krieger zu gefährden.
    Während der Anführer sich umgehend auf den Weg zur großen Versammlung machte, begannen Matschpfote, Drahtpfote und die beiden Krieger die zweite von Matschpfote geleitete Mission. Er hatte zwar die Vermutung, dass Sandpfote bei ihren Menschen war und einfach die Zeit vergessen hatte, aber dennoch ließ er es sich nicht nehmen, auf dem Weg zur Tierauffangstation die Augen offen zu halten. Zweimal erspähte einer von ihnen eine Katze, die man bei dem Mondlicht vielleicht für Sandpfote halten konnte. Beide Male verließen sie den direkten Weg und liefen statt dessen zu der fraglichen Katze, und wie sich dabei heraus stellte, war eine der beiden eine gewöhnliche Hauskatze und die andere ein normaler Einzelläufer. Auf diese Weise brauchten sie für den eigentlich nicht so langen Weg zu der Tierauffangstation deutlich länger als erwartet, und völlig unerwartet wurden sie dann auch noch von der Katastrophe überrascht.


    Nachdem Matschpfote das Gefühl hatte, dass die Schnee- und Eismassen zu einem Stillstand gekommen waren, begann er, sich mit seinen Pfoten irgendwie frei zu graben. Es war das erste Mal, dass er verschüttet worden war und er hatte keine Ahnung, ob er sich richtig verhielt, aber irgendwie dachte er sich, dass es besser wäre, sich selbst zu befreien als auf irgendeine Hilfe zu warten, die höchstwahrscheinlich doch nicht kommen würde. Tatsächlich hatte er bisher insofern Glück gehabt, dass ihn nur Schnee und Eis mitgerissen hatte und ihm so ein Kontakt mit den Geröllmassen erspart geblieben war, und glücklicherweise gelang es ihm auch, sich aus dem Schnee heraus zu graben. Als das erledigt war, musste er allerdings feststellen, dass er sich nicht mehr im Zweibeinerort befand. Um ihn herum befanden sich etliche entwurzelte Nadelbäume. Habe ich - ohne es zu wollen - eine der Empfehlungen vom Gesetz der Krieger missachtet?, schoss es ihm durch den Kopf. Tatsächlich war es gut möglich, dass er sich im Bereich des Falkenclans befand. In dem Fall war er gut beraten, sich sofort auf den Rückweg in das Revier des Schrottclans zu machen - andererseits könnte es auch gut sein, dass auch Sandpfote von den Schnee- und Eismassen mitgerissen worden war und sich irgendwo hier in der Nähe befand. Aber sollte er ohne einen konkreten Hinweis, dass sie tatsächlich hier war, durch fremdes Clanterritorium streifen? Nein, das wäre falsch. Völlig unschlüssig blickte er sich erst einmal um. Irgendwie war er sich nicht sicher, aus welcher Richtung ihn die Schneemassen hier her mitgenommen hatten. Und weil er sich zum ersten Mal in einem Wald befand, hatte er auch keine Ahnung, wie er eine Himmelsrichtung bestimmen sollte. Aber wenn ich einfach so hier bleibe und darauf warte, dass mich jemand entdeckt, besteht nur die Gefahr, dass das Krieger des Falkenclans sind, überlegte er sich. Und er hatte keine Lust, denen erklären zu müssen, warum er in ihr Territorium gekommen war. Also entschied er sich, einfach aufs Geratewohl in irgend eine Richtung loszulaufen.



    Off Topic:
    Ich lasse erst einmal offen, ob die von meinem Chara gewählte Richtung ihn eher zurück zum Zweibeinerort, zum Fluss oder in irgend eine andere Richtung führen wird. Es wäre auch möglich, dass er einer anderen Katze über den Weg läuft. Wenn ihr also mit mir ins Gespräch kommen wollt (und es irgendwie plausibel ist, warum sich euer Chara westlich des Flusses im Revier des Falkenclans aufhält), könnt ihr ihm gerne begegnen.

  • Zwischen gebrochenen Bäumen hin- und herzuspringen war Wirbelpfotes Ansicht nach nicht viel besser als die Fortbewegung auf festem Boden. Klar, es hatte schön raue Rinde in die man seine Krallen senken konnte, aber die Stabilität eines richtigen Baumes fehlte. Dieser Untergrund konnte jederzeit zur Seite rollen, umfallen und sich verschieben - fast wie das wackelige Gerüst, das der Waldboden war. Ausserdem hatte die Heiler-Schülerin es sich zur Aufgabe gemacht, auf dem Weg zum Lager möglichst viele Spinnweben zu sammeln, da es höchstwahrscheinlich viele Verletzte geben würde und Mondblumes Vorräte verschüttet sein könnten.
    Trotzdem - ihr Vorankommen war langsam. Und Wirbelpfotes Laune verbesserte sich auch nicht durch die Tatsache, dass ein hellgrauer Kater drauf und dran war ohne es zu bemerken in ein wertvolles Spinnenetz zu treten.
    Auf den ersten Blick hielt Wirbelpfote den Fremden für Gletscherclan und fauchte unwillkürlich bei der Vorstellung, doch der scharfe Geruch nach Monstern schob diese Idee rasch beiseite.
    Schrottclan - kein Wunder, dass der Kater so unachtsam zu sein schien. Diese Sonderlinge verhielten sich in Wäldern immer wie Hunde in der Kinderstube - unbeholfen und zerstörerisch.
    Und dieser war gerade auf dem besten Weg, eine Spinnwebe zu zerreissen!
    Mit ein paar kräftigen Sprüngen auf die sie unter anderen Voraussetzungen stolz gewesen wäre näherte sich Wirbelpfote dem fremden Kater und liess sich vor ihm auf den Boden fallen. Und obwohl ihre Stimme durch ein Maul voll Spinnweben deutlich gedämpft war, waren ihre Worte klar zu erkennen.
    "Halt. Keinen Schritt weiter. Ich brauche das."


    OT: Hunde in der Kinderstube weil ich eine Übersetzung von Elefant im Porzellanladen brauchte. Und Feuerdrache, der Ball liegt bei dir, du hast es mit einer gestressten Falkenclan-Katze zu tun.

  • Matschpfote war noch nicht sehr weit durch den Wald gelaufen als auf einmal eine Katze mit einem an rostiges Eisen erinnernden rotgrauen Fell vor ihm landete. „Halt. Keinen Schritt weiter. Ich brauche das“, befahl sie.


    Völlig überrascht blieb der Kater mit dem hellen Fell erst einmal stehen. ‚Ich brauche das‘? Was soll das denn heißen?, schoss es ihm durch den Kopf. Tatsächlich hatte er eher so etwas erwartet wie „Was hast du hier zu suchen?“ oder „Was willst du in unserem Revier?“, aber „Ich brauche das“ ohne irgend einen Bezug, was genau gemeint war, war wohl kaum etwas, was man einem fremden Kater entgegenbringt, der völlig unerwartet im eigenen Revier unterwegs ist.
    Erst auf den zweiten Blick fiel ihm auf, dass die fremde Katze einige Spinnweben in ihrem Mund hatte, und als er daraufhin hinunter vor seine Füße blickte, bemerkte er, dass er kurz davor war, ein weiteres Spinnennetz zu zertreten. Tatsächlich war er erstaunt, dass es bei den ganzen umgestürzten Bäumen überhaupt noch unversehrte Spinnweben gab. Na ja, vielleicht sind die doch nicht ganz so empfindlich wie ich immer dachte, oder die Bäume hier sind von den Schnee-, Eis- und Geröllmassen nicht so stark belastet worden wie ich es im ersten Moment gedacht hatte, überlegte er sich.
    Etwas unsicher wandte er seinen Blick wieder der fremden Katze zu - die tatsächlich etwas kleiner und vor Allem deutlich jünger war als er sie durch den Befehlston im ersten Moment wahrgenommen hatte. „Ich nehme an, du meinst das Spinnennetz hier?“, fragte er und machte vorsichtshalber ein paar Schritte rückwärts. „Tut mir Leid, dass ich so unachtsam war.“ Mehr zu sich selbst als zu seinem Gegenüber fügte er noch hinzu: „Dabei hätte ich doch eigentlich noch wissen müssen, dass man außerhalb des Zweibeinerortes eben auch darauf achten muss, wo man hin tritt.“ Irgendwie ärgerte er sich über sich selbst. Hatte er etwa seine ganzen Erfahrungen, die er in seiner Vergangenheit im Bauernhofclan gesammelt hatte, in den paar Monden als Einzelläufer und Schrottclankater schon wieder vergessen?

  • Sandpfotes Ohren zuckten als die ersten Strahlen der Morgensonne die junge Kätzin weckten. Sie gab ein gewaltiges Gähnen von sich und streckte sich einmal bevor sie den Bau der Schüler verlief. Bau der Schüler! ging es ihr wie fast jeden Morgen frustriert durch den Kopf und wie üblich streubte sich ihr Fell vor Ärger. Wann würde ihr Mäusehirn von einem Vater sie endlich zu einer Kriegerin ernennen? Ihr Verhalten hatte sich seit Matschpfote in den Clan aufgenommen worden war etwas verbessert. Sandpfote schlich sich zwar immer noch sehr oft zu ihren Menschen, doch ihr Alleingänge waren weniger geworden und sie stellte auch die älteren Krieger viel weniger in Frage. Nur noch wenn diese etwas dummes vor hatten. So etwas konnte sie ja nicht einfach durchgehen lassen. Etwas unwillige schüttelte die Kätzin ihr Fell aus und vertrieb auf diese Weise auch ihre ungeduldigen Gedanken. Ein kurzer Blick durch den Bau sagte ihr, dass einige Pfoten bereits den Bau verlassen hatten. Auch Matschpfote fehlte bereits. So verließ auch Sandpfote den Schülerbau und begab sich zum Frischbeutehaufen. Dieser war gut gefüllt und sie nahm sich eine der Ratten. Während sie sich über ihr Frühstück hermachte wurde besorgtes Miauen an ihre Ohren getragen. Sandpfote spitze die Ohren und lauschte. Es waren die Stimmen von Silberstern und Rostkralle. Sie unterhielten sich über die Menschen und ihr seltsames Verhalten. Von alles Clans verstanden sie die Zweibeiner am besten und beide Kater konnten sich zusammenreimen was diese mit einem solch großen Tunnel bezweckten. Ähnliche Tunnel hatten sie schon häufiger zu Gesicht bekommen, doch niemals in solch einem Ausmaß. Rostkralle schüttelte missmutig den Kopf. "Die Zweibeiner scheinen sich inzwischen für den Höhlenclan zu halten!" miaute Rostkralle schnaubend und fügte dann unheilverkündend hinzu "Ich hoffe sie haben keine Bienen im Hirn und wissen was sie tun! Ansonsten wird uns irgendwann noch der ganze Berg auf den Kopf fallen!" Wie sehr er mit dieser Vorahnung recht hatte konnte der Kater zu diesem Zeitpunkt gar nicht ahnen. Ein nervöses Zucken seiner Ohren, war alles was Silberstern sich als Zeichen seiner eigenen Sorge gestattete und mit ruhiger Stimme erwiderte er. "Ich teile deine Bedenken und wir müssen die Zweibeiner weiterhin im Auge behalten um rechtzeitig reagieren zu können, sollte das schlimmste geschehen!" Was genau sie dann aber unternehmen sollten, dass musste sich Silberstern noch überlegen. "Morgenfrüh werde ich eine Patrouille zusammenstellen und mir das ganze noch mal genauer ansehen!" beschloss Silberstern und schüttelte auf Rostkralles Einwand, ob es nicht besser wäre dies heute schon in Angriff zu nehmen, sacht den Kopf. "Nein! Es ist eine weite Reise zu diesem neuen Tunnel und heute Abend ist die große Versammlung, da sollten wir vorher keine langen Reisen bewältigen!" Rostkralle neigte den Kopf und rief kurz darauf Sandpfote zu sich. Er wollte heute Morgen einige Kampfzüge mit ihr trainieren. Silberstern selbst schloss sich einer der Jagdpatrouillen an...


    Das Kampftraining verlief alles andere als zufriedenstellend und am Ende miaute Rostkralle mit einem schimpfenden Unterton. "Was ist heute nur los mit dir? Ich glaube selbst Fetzenpfote hat seine Kampfzüge heute besser im Griff als du!" Der angesprochene Kater regte Stolz die Brust bei diesem Lob und Sandpfote funkelte diesen giftig an. Fetzenpfote war seid gerade mal einen Mond zum Schüler ernannt worden und keineswegs war er besser als sie. Außerdem war dieses Lob eher zweifelhafter Natur so wie Rostkralle es formuliert hatte, befand Sandpfote. "Natürlich ist dieses Mäusehirn nicht besser als ich!" fauchte Sandpfote ungehalten und fügte dann kühl hinzu. "Ich kann mich einfach nicht richtig konzentrieren! Mein Bauch schmerzt seit gestern Abend. Vermutlich habe ich gestern irgendwas gefressen was mir nicht gut bekommen ist. Ich denke es ist besser, wenn wir das Training abbrechen und ich mich in den Heilerbau begebe. Du kannst mir doch eh keine neuen Kampfzüge mehr beibringen!" schloss sie und ihre Stimme hatte zu Letzt etwas hochmütiges angenommen. Rostkralle peitschte leicht ungehalten mit den Schwanz und knurrte dann mit zusammengebissenen Zähnen. "Vielleicht hast du recht und ich kann dir wirklich nichts mehr beibringen! Geh und wenn du im Heilerbau fertig bist kannst du nach den Ältesten sehen und ihnen die Zecken entfernen!" Seine Krallen bohrten sich leicht in die Erde und er hatte Mühe seiner Schülerin nicht die Ohren zu zerfetzen. Sandpfote wirbelte herum und stolzierte mit hoch erhobenen Schwanz davon...


    Sie hatte jedoch keineswegs vor sich in den Heilerbau zu begeben und Bauchweh hatte sie auch keines. Ihre Gedanken drehte sich die ganze Zeit um das belauschte Gespräch und daher hatte sie kaum den Instruktionen von Rostkralle folgen können. Die Kätzin schnaubte wütend. Und wenn schon! Ich hab es satt immer und immer wieder das zu Trainieren was ich doch eh schon perfekt beherrsche! Nein, dass brachte sie nicht weiter. Stattdessen wollte sie sich viel lieber für ihren Clan nützlich machen. Warum kostbare Zeit verstreichen lassen und nicht gleich nach den Menschen sehen? Sandpfote verstand die Entscheidung ihres Vaters nicht und beschloss ihm einen Gefallen zu tun. Sie würde für ihn herausfinden wie es um den Tunnelbau stand und ob ihrem Clan irgendwelche Gefahren bevorstünden. Mit diesen Gedanken schlich sie sich aus dem Lager. Sie nahm sich vor rechtzeitig für die Abreise zur großen Versammlung zurück zu sein...



    Die Reise zur Baustelle war ohne größere Probleme von statten gegangen und sie hatte sogar noch kurz bei ihrem Menschen und seinen beiden Hunden vorbei geschaut. Mit diesen hatte sie sich kurz ausgetauscht. Doch sie wussten nichts genaues. Jedoch waren sie von einer innere Unruhe geplagt. Die genaue Ursache konnten sie jedoch nicht benennen. Demon jedoch hatte das Gefühl als würde bald etwas schlimmes geschehen. Ein ähnliches Gefühl hatte er zuletzt verspürt kurz bevor ihr Frauchen verstorben war. Sandpfote war nach diesem Gespräch nun ebenfalls etwas beunruhigt und machte sich eilig wieder auf den Weg. Sie gab nicht viel auf den Aberglauben, dass irgendwelche toten Katzen ihre Geschicke lenken würden. An die Instinkte anderer jedoch glaubte sie. Bei der Baustelle sah für sie auf den ersten Blick alles normal aus. Die Menschen taten was sie immer taten und für Sandpfote sah es aus als hätten sie alles unter Kontrolle. Also warum war sie selbst dann so nervös und warum stand ihr der Pelz zu berge? Vorsichtig schlich die Kätzin näher an den schwarzen Schlund, welchen die Menschen geschaffen hatten. Ein seltsames Vibrieren unter den Pfoten, von den Maschienen der Menschen stammend? Unschlüssig blieb die Kätzin stehen und spitzte die Ohren. Ächzte der Berg? Nein, dass konnte nicht sein. Das war vollkommener Unfug. Ein Berg konnte nicht stöhnen wie ein Lebewesen...wie. Plötzlich erstarrte Sandpfote und ihre Augen weiteten sich erschrocken. Es ist absolut still! ging es ihr durch Kopf, während sie den lärmenden Menschen lauschte. Nicht einen Vogel konnte sie hören und auch keine anderen Tiere. Für Sandpfote war es als wäre sie das einzige Lebewesen neben den Menschen an diesen Ort und nun wurde ihr klar woher dieses beklemmende Gefühl kam. Schon auf den Weg hierher war ihr diese unnatürliche Stille aufgefallen, wenn auch unterbewusst und sie war nicht mit der Stille zu vergleichen, die die Anwesenheit der Menschen sonst im Wald verursachte. Diese hier war anderes, tiefer, endgültiger. Mit einem mal drehte die Kätzin um und floh in eiliger Panik. Demon hatte recht! Es würde etwas schreckliches geschehen. Sie wusste nicht was es war und verstand auch nicht was vor sich ging. Doch wenn die Natur verstummte, dann konnte dies kein gutes Zeichen sein...



    Vater! Rostkralle! Mein Clan! Ich muss sie warnen! dachte die Kätzin und ihr Atem war so abgehackt wie ihre Gedanken und in diesem Moment dachte Sandpfote mehr an ihren Clan als an ihre Menschen. Obwohl jene viel näher an der Gefahrenquelle waren als ihr Clan. Erst würde sie ihren Clan warnen und wenn jene in Sicherheit waren würde sie auch ihre Menschen in Sicherheit bringen. Sandpfote hatte jedoch noch nicht mal die Hälfte der Strecke hinter sich als ein alles erschütternder Lärm hinter ihr erklang. Sandpfote widerstand dem Drang sich umzudrehen und rannte noch schneller weiter. Sie spürte jedoch wie ein unaufhaltsames Rumpeln immer näher kam und es klang als würde ein riesenhaftes Ungeheuer hinter ihr alles zerlegen was ihm in die Quere kam. Nun wand sie doch den Kopf und konnte einen kurzen Blick auf etwas riesenhaftes und unwirkliches werfen. Sie konnte nicht erkennen was es war. Doch es wirkte schmutzig braun und weiß und es war rasend schnell. Zu schnell für Sandpfote und sie erhielt einen Schlag von einem der Arme dieser Kreatur. Die Kreatur stank nach Schlamm und ihre Haut fühlte sich so knorrig an wie die Rinde eines Baumes, ging es Sandpfote durch den Kopf, während sie von der Kreatur mitgeschleift wurde und dann war da plötzlich nichts mehr. Sandpfote hatte das Gefühl zu fallen und die Kreatur stürzte ihr hinterher, so erschien es zumindest...


    Dann mit einem mal Nässe und Kälte. Eben noch war sie gefallen und jetzt wurde sie von einer anderen Gewalt hin und her geworfen. Diese Gewalt war finster, kalt und nass. Wo war oben und wo war unten? Sandpfote wusste es nicht und sie konnte nicht atmen! Sie versuchte es und Wasser drang in sie. Die Kreatur versuchte sie zu ertränken! Sandpfote geriet in Panik und mit ausgefahrenen Krallen schlug sie um sich, versuchte sich freizukämpfen. Doch ihre Kräfte wurden schnell schwächer. Da stießen ihre Krallen plötzlich auf Widerstand. Verzweifelt bohrte Sandpfote ihre Krallen in dieses etwas und versuchte sich hochzuziehen. Sie rutschte jedoch ab und sank wieder tiefer. Die Bestie schien wieder stärker an ihren Flanken zu lecken und drohte sie erneut mitzureisen. Da jedoch drang der Vertraute Geruch ihres Vaters in ihre Nase und seine Stimme schien ihr Mut zu machen und sie dazu bewegen zu wollen nicht aufzugeben. Neue Kraft schien Sandpfote durch den Körper zu strömen und mit dieser gelang es ihr sich ans rettende Ufer zu ziehen. Drei Schritte schaffte die Kätzin noch und brach zusammen. Sie hustete jämmerlich und erbrach sich. Wasser spuckte sie dabei aus und jämmerlich mauzende Geräusche verließen ihre Schnauze. Sandpfote war über und über mit Schlamm bedeckt, sodass ihr Pelz kaum zu erkennen war. Jemand der sie nur flüchtig von Versammlungen kannte würde sie anhand ihres äußeren jedenfalls nicht erkennen. Auch die Clanzuordnung würde im ersten Moment schwierig werden, da Sandpfotes natürlicher Geruch vom Fluss, Dreck und Schlamm überlagert wurde. Vorhanden war er jedoch immer noch, jedoch stark abgeschwächt...


    Der Fluss hinter Sandpfote tobte wild und wütend. Aufgepeitscht durch das Beben und gefütterte durch die Lawine. Lange würde Sandpfote nicht am Ufer verweilen dürfen, den der Fluss drohte sein Bett zu verlassen...


    [OT] So ich habs auch endlich geschafft meinen Beitrag fertig zu bekommen^^ Sorry das es so lange gedauert hat, hab nen Arsch voll zu tun gerade und meine Katze ist auch noch schwer krank :( da hatte ich ne Zeit lang keine Lust gehabt :(


    Ich hoffe der Part nach dem die Lawine losging ist nicht zu wirr...Sandpfote weiß nicht was mit ihr passiert und daher hab ich ganze nur durch Eindrücke umrissen ^^


    und zur Sicherheit....Silberstern ist nicht bei Sandpfote...Geruch und Stimme bildet sie sich ein...ich denke er wandelt zu diesem Zeitpunkt schon beim Sternenclan ^^


    Wo genau Sandpfote am Fluss ist entscheide ich später ^^ @Vynn wenn du magst kann sich Schattenklaue ja in ihrer Nähe auspuddeln^^ oder sie wird von Wolkenfell oder Blizzardpfote gefunden ^^[OT]

  • Während sich Mondblume noch ein wenig ausruhte, versuchte sie sich daran zu erinnern was passiert ist.


    Der Tag hatte so friedlich angefangen. Vormittags hatte sie Eichenlieds Junge begutachtet und sie waren gesund und sehr aufgeweckt. Später humpelte Zweigpfote in den Bau der Heiler und hatte einen Dorn in der Pfote. Ausnahmsweise beklagten sich die Ältesten heute nicht über Zecken oder Gelenkschmerzen. Die medizinischen Vorräte sahen gut aus. Etwas Schafgarbe fehlte, doch das könnte man auch später noch besorgen. Am späten Nachmittag lud Knospenstern die Heilerin zur Großen Versammlung ein. Mondblume und Knospenstern waren sich einig, dass Wirbelpfote langsam erfahren genug war auch allein für kurze Zeit die Stellung des Heilers im Lager zu halten. Irgendwann musste man ihr die Verantwortung überlassen. Und so entschieden Mentorin und Anführerin, dass dies die beste Gelegenheit wäre. Was sollte denn schon passieren? Abends fiel Mondblume ein, dass sie die Schafgarbe noch immer nicht besorgt hatte. Also beauftragte sie Wirbelpfote kurz vor der Abreise zur Großen Versammlung damit.


    Dann wurden ihre Erinnerungen langsam etwas verwaschen... Die Anführer begannen zu sprechen... War da irgendwas mit dem Tunnel? Und der Berg? Erneut sah die Heilerin auf den abgebissenen Stumpf des einst so hoch thronenden Berges. Der Berg ist... über uns gekommen... rief sie sich in die Erinnerung. Was das bedeutete war natürlich klar. Doch aus den Pfoten von Erde, Luft, Feuer und Wasser muss sich nun eine neue Pfote erheben, mächtiger als je zuvor und das Tal der vier Krallen wird sich offenbaren... Mit diesem Teil konnte die Heilerin noch nichts anfangen und ihr Kopf schmerzte noch etwas zu sehr um darüber nachzudenken.


    Langsam wurde es Zeit aufzustehen, oder? Sie konnte doch nicht ewig in diesem kalten Geröll liegen bleiben. Also machte die Heilerin erneute Versuche aufzustehen. Das Gleichgewicht behielt sie schonmal. Doch als Mondblume die rechte Hinterpfote aufsetzte, durchfuhr sie ein stechender Schmerz. Nicht doch! Hab ich mir wirklich die Pfote verstaucht?! Sie sackte wieder zusammen und betrachtete ihre Pfote. Diese war dick und geschwollen. Keine Spinnweben zum schienen, kein Ginster zum Behandeln. Schoss ihr, wie einstudiert, durch den Kopf, als sie die Reagenzien durchging, die man für eine solche Wunde benötigte. Und auch keine Mohnsamen gegen den Schmerz... Mondblume blickte sich um, in der Hoffnung vielleicht doch etwas Nützliches zu sehen, doch sie wurde enttäuscht. Ich muss Kräuter und Spinnweben suchen, sicher geht es noch anderen wie mir. Mit diesen Gedanken raffte sich die Heilerin wieder auf. Als sie die Luft prüfte, fiel ihr das entfernte Plätschern auf. Der Fluss? War sie den Fluss entlang gerissen worden? Plötzlich überkam Mondblume ein gewaltiger Durst. Sie fühlte sich, als hätte sie Tage lang nichts getrunken. Langsam und vorsichtig humpelte die Heilerin auf das Plätschern zu und versuchte ihre verstauchte Pfote möglichst nicht zu belasten. Nebenbei sah sie sich immer wieder nach Kräutern und Spinnweben um, doch sie fand nichts.

  • "Ja ich meine dieses Spinnennetz", nuschelte Wirbelpfote und wickelte es behutsam um ihre Pfote, bedacht darauf keinen der fraglien Fäden zu zerreissen. Als sie fertig war, stopfte sie es in ihren Mund.
    "Schrottclan, richtig? Ich sollte dich vermutlich fragen was du in meinem Territorium machst, aber das hier", sie wies mit dem Schwanz auf das herumliegende Geröll, "macht die Antwort ziemlich offensichtlich. Wenn du willst, kann ich dir zeigen in welcher Richtung dein Territorium ist oder du kannst für den Moment in mein Lager mitkommen. Versteh mich nicht falsch, falls du die zweite Option wählst, ist das eine Ausnahme. Es ist nur so, dass du nicht verletzt aussiehst und ich in der momentanen Situation jede Hilfe zum Retten der Verunglückten brauchen kann, vor allem, da meine Mentorin auf der Versammlung war. Entscheide dich aber bitte schnell, jede Sekunde bedeutet schlechtere Überlebenschancen für meine Clanmitglieder."


    OT: Also Feuerdrache, dein Chara kann jetzt eine Richtungsanweisung haben oder temporärer Assistenzarzt bei einer gestressten Wirbelpfote sein. Viel Spass bei der Wahl^^

  • Nachdem die Sache mit dem Spinnennetz geklärt war, ging die junge Katze mit einem Hinweis auf die Geröll- und Schneemassen darauf ein, dass sie Matschpfote wohl nicht zu fragen brauchte, warum er ihr Revier betreten hatte. Anschließend machte sie ihm den Vorschlag, dass sie ihm entweder die Richtung zurück in sein Lager zeigen oder ihn in ihr Lager mitnehmen könne. „Versteh mich nicht falsch, falls du die zweite Option wählst, ist das eine Ausnahme“, fügte sie noch hinzu und erklärte dann, dass er nicht verletzt aussah und sie in der momentanen Situation wohl jede Hilfe für das Retten der Verunglückten brauchen konnte. Mit den Worten „Entscheide dich aber bitte schnell, jede Sekunde bedeutet schlechtere Überlebenschancen für meine Clanmitglieder“ schien sie ihn wohl zu einer spontanen Entscheidung drängen zu wollen.


    Matschpfote wollte sich aber nicht drängen lassen. So unverhofft vor die Wahl gestellt, musste er doch erst einmal überlegen, was die richtige Antwort auf ihre Frage war. Natürlich musste er sich seinem Clan gegenüber loyal verhalten - aber hieß dass, dass er deswegen eine erbetene Hilfe für Katzen aus anderen Clans ablehnen musste? Nein, das war nicht der Sinn der ersten Regel aus dem Gesetz der Katzen. Andererseits konnten sicher auch seine eigenen Clangefährten seine Hilfe gut gebrauchen. Natürlich gab es in dem Gesetz der Krieger die Empfehlung, dass er kein fremdes Territorium betreten durfte. Natürlich hatte er diese Regel schon ungewollt verletzt, aber streng ausgelegt musste er wohl zusehen, dass er auf dem schnellsten Weg wieder zurück in sein eigenes Revier kam. Andererseits hatte die junge Katze ihm doch gerade eine Ausnahmegenemigung erteilt. Nur, durfte sie das überhaupt?
    Ich glaube, es ist sinnvoller, wenn ich in mein eigenes Revier zurück kehre“, sagte er schließlich. „Wenn ich mir die Schnee- und Geröllmassen hier so ansehe, vermute ich, dass es bei uns in unserem Lager womöglich noch schlimmer aussieht als hier.

  • "In Ordnung", meinte Wirbelpfote, wobei sie sich insgeheim fragte, ob dieser Tölpel sich wirklich zurechtfinden würde. Schliesslich hatte sie schon mehr als eine Katze getroffen, die Bachminze und Katzenminze für dasselbe Kraut hielt, obwohl der Geruch letzterer doch ein relativ sicheres Erkennungszeichen war. Und dieser Kater stammte nicht ein mal aus dem Wald... konnte er eine Fichte von einer Lärche unterscheiden? Sie hoffte es.
    "Du gehst am besten erst in diese Richtung bis du eine Eiche mit einem eigentümlich dicken Ast der schräg nach unten absteht siehst. Drehe dich dann nach rechts und gehe in Richtung der Brombeerbüsche weiter. Pass dabei aber auf, in diesem Gebiet hat es normalerweise Bernnnesseln. Sobald das Gebüsch sich lichtet solltest du eine relativ hohe, dünne Fichte sehen, deren Wurzeln halb in einem kleinen Tümpel stehen. Geh zu ihr, von dort aus solltest du dein Terrotorium bereits riechen. Ich nehme an, von da an kennst du den Weg selbst. Bei dieser Fichte wächst übrigens auch Schachtelhalm, den solltest du eventuell in dein Lager mitnehmen, ich denke, beim Ausmass dieses Desasters wird der Vorrat eures Heilers sehr rasch zuneige gehen. Er stoppt, zu Brei zerkaut, Blutungen und sieht hoch und borstig aus. Ich kann dir leider nicht mehr sagen, mein Clan braucht mich jetzt"
    So schnell sie konnte erklomm Wirbelpfote den nächsten Baum und begann erneut in Richtung Falkenclan-Lager zu hasten. Der fremde Kater würde allein zurechtkommen müssen, Wirbelpfote hatte jetzt nicht die Zeit auch noch den Schrottclan zu behandeln. Hoffentlich hatte ihre neue Bekanntschaft genug Verstand um ausblutende Katzen mithilfe des Schachtelhalms am Leben zu erhalten bis der Heiler seines Clans im Lager ankommen würde. Sobiel sie wusste, war dieser nämlich an der grossen Versammlung.
    Eine Weisstanne kippte ächzend zur Seite und die Heiler-Schülerin konnte sich nur knapp auf einen anderen Baum retten. Sich um andere Clans zu sorgen, während man von Ast zu Ast sprang war anscheinend keine gute Idee. Zum Glück konnte es nicht mehr weit sein.
    Eine Spechthöhle hier, eine umgestürzte Buche die heute morgen noch aufrecht gewesen war und dann endlich die Brombeerbüsche, die den Schutzwall des Lagers markierten.
    Keuchend machte die junge Katze einen letzten Satz und landete inmitten ihres Zuhauses.
    Jetzt galt es Leben zu retten.

    OT: Wirbelpfote kann nicht allen helfen also gibt sie eif mal Infos weiter. Schachtelhalm wird nicht primär zum Blutung stillen gebraucht (aber schon auch), aber da Wirbelpfote a) noch am lernen und b) relativ gehetzt ist gibt sie eif mal das erstbeste an was auf dem Weg läge und halbwegs hilfreich ist. Sozusagen ein Crashkurs in erster Hilfe.
    Naja, die Heiler-Schülerin ist jetzt zuhause und hat Spinnweben dabei o/
    Falls iwer einen verletzten Chara im Lager hat ist jetzt die Gelegenheit relativ kurzfristig verarztet zu werden.

  • Wolkenfell lief weiter am fließenden Strom des Wassers entlang. Jedoch kam er nicht so schnell voran, da seine Schulter ab und an schmerzte und er dann eine kleine Pause einlegen musste. Währenddessen schaute der junge Krieger sich immer um, um weitere Überlebende zu finden. Er bildete sich auf seinem Weg hin und wieder ein, eine leblose Pfote unter einem Stein zu sehen. Er lief weiter, nachdem er festgestellt hatte, dass er sich geirrt hatte oder dass er nichts mehr für diese Katze tun konnte. Eine Traurigkeit begann sein Herz zu erfüllen. Wenn es hier schon so schlimm war, wie würde es erst in seinem Clan aussehen? Bevor er sich weiter Gedanken darüber machen konnte, spürte er auf einmal etwas Nasses an seinen Pfoten. Ohne es zu bemerken, war er zu nah an das Wasser gekommen und stand nun mit seinen Pfoten im Wasser. Als er aufschaute, erblickte er eine Katze, die am Ufer lag. Wolkenfell näherte sich so schnell er konnte, vielleicht brauchte diese Katze Hilfe. Als er nah genug war, sah er, dass sich das Fell der Katze, welches mit Schlamm und Dreck bedeckt war, hob und senkte. Also lebte sie noch. An ihrem Geruch konnte er nicht feststellen, zu welchem Clan diese Katze gehörte, aber das war jetzt aber nicht so wichtig. „Alles in Ordnung?”, fragte der GletscherClan-Kater besorgt.


    OT: Das Zusammentreffen mit @ShadowLupinas Katze ist abgesprochen :)  

  • Mondblume war nun am Fluss angekommen. Seine regelmäßigen Züge hatten sich vollkommen verändert. Hier wurde er breiter, dort schmaler, hier flach, dort tief... Geröll störte den Flusslauf und der bahnte sich einen Weg um den Schutt herum. Mondblume trank etwas Wasser um ihren großen Durst zu stillen. Als sie den Kopf wieder hoch nahm, rauschte etwas an ihren Augen vorbei, den Fluss hinauf. Die Heilerin sah dem Objekt nach und erkannte erstaunt, dass es der Vogel aus ihren Träumen und Visionen war. Sie lief ihm ein paar Schritte nach, doch ihr Bein schmerzte und sie konnte nicht mit dem Vogel mithalten. "Warte!" Rief sie, doch der Vogel war schon hinter einem umgestürzten Baum verschwunden. Der Vogel schien sie flussaufwärts zu führen. Was war dort? Sie überlegte kurz. Das Lager des Gletscherclans war zerstört, das konnte die Heilerin ausschließen. Dann fiel es ihr wie Zecken von den Augen. Natürlich! Es gab nur einen Ort, an dem die Katzen sich trafen und es war noch immer Vollmond, nicht? Der Ort der großen Versammlung. Ob noch andere Katzen dort warteten? Die Heilerin folgte dem Fluss Richtung Ahnenbaum und hielt immer wieder Ausschau nach anderen Katzen und nach Reagenzien.


    OT: Ich würde vorschlagen, dass wir uns erstmal beim Ahnenbaum treffen und dann gemeinsam losziehen.

  • Sandpfote


    Müde! Sandpfote war so schrecklich Müde! Eine innere Stimme jedoch warnte davor einzuschlafen, aber dennoch für ein paar Minuten fielen Sandpfote die Augen zu. Der Fluss selbst wuchs derweil unaufhaltsam weiter und schob sich allmählich aus seinem Bett. Unaufhaltsam auf Sandpfote zu. Eine Stimme, wie aus weiter Ferne, drang an das Ohr der jungen Kätzin. "Alles in Ordnung?" fragte diese und blinzelnd öffnete Sandpfote, unter leisem Protest die Augen. "Ich bin noch Müde Rostkralle, kann das nicht noch etwas warten?" miaute sie noch halb benommen. Nach einem Moment erhob sie sich jedoch und blinzelte den anderen Kater an. "Du bist nicht Rostkralle!" miaute sie überflüssigerweise und drehte dann ihren Kopf in Richtung des Flusses. Sie sah wie nah dieser nun war. Nur noch wenige Pfotenschritte von ihrer Position entfernt. Sandpfote machte einen Buckel und fauchte den Fluss leicht an, dann wich sie etwas zurück bis sie hinter dem Kater stand. "Der Fluss...er hat mich verschlungen...ich war oben und beobachtete die Menschen. Sie denken mal wieder sie wären der Höhlenclan...aber da war alles still...stiller als sonst bei dem Lärm....ich wollte Vater warnen das etwas nicht stimmt...ich...ich..." Sandpfote brach verwirrt ab und ihr Blick richtete sich wieder auf den für sie fremden Kater. Zumindest erkannte sie ihn im Moment nicht. "Mir geht es gut....denke ich..." antwortete die Kätzin, nun endlich, auf die ihr gestellte Frage. "Mein Name ist Sandpfote und wer bist du?" Dann sah die Kätzin sich erneut um und erschrocken stellte sie fest das sie keine Ahnung hatte wo sie sich befand. Nur irgendwo in der Nähe des Flusses. "Ich muss zum Ahnenbaum. Mein Vater war da und ich muss wissen ob es ihm gut geht. Und Rostkralle, meinen Mentor. Ich war in letzter Zeit nicht sonderlich nett zu ihm." Wieder blickte sich die Kätzin um "Weißt du in welcher Richtung der Ahnenbaum liegt? Hier sieht alles so gleich aus!"



    Lager des Falkenclans


    Wirbelpfote würde sich in den Überresten ihres Lagers dem reinsten Chaos gegenüber sehen. Einen Baum, nahe der ehemaligen Kinderstube, hatte es glatt entwurzelt und seine Äste bohrten sich durch den Bau der Ältesten. Es schien als würde sich niemand mehr in diesem Bau Regen. Der Bau des Anführers war vollkommen zusammengebrochen und unter einem Berg Schutt begraben. Der Weg zum Heilerbau war von mehreren Ästen blockiert, doch schien es zwischen den Zweigen Lücken zu geben, die ein Eindringen in den Bau nicht unmöglich machen würden. Wie es in diesem Bau aussah und was von den Heilkräutern noch übrig war würde man erst herausfinden, wenn man diesen betreten würde. Der Bau der Schüler war ebenso wie der Bau der Krieger völlig zerstört und überall im Lager war der Geruch nach Blut und Tod zu vernehmen. Auf den ersten Blick schien es keine Überlebenden zu geben doch dann erklang ein schwaches Maunzen. "Hilfe...Hilfe...ich kann mich nicht mehr lange halte....hilfe..." die Stimme gehörte zu Rauchjunges und das Kätzchen klammerte sich an den Wurzeln des umgestürzten Baumes fest. Dieser hatte anscheinend die Kinderstube mit nach oben gerissen. Das Fell des Kätzchens war schwarz. Es hatte jedoch weiße Pfötchen und auch einen großen weißen Fleck auf der Brust. Ihre Schnurrhaare waren ebenfalls weiß und ihre Augen waren so grün wie ein Blatt im Sommer. Rauchjunges rutschte an der Wurzel nach unten und drohte in die Tiefe zu stürzen...


    (OT: Wie es im Heilerbau aussieht kannst du selbst entscheiden falls du mit deinem Char reingehst Saraide. Die Mutter von Rauchjunges war in der Kinderstube ist aber Tod...und der Vater war auf der Versammlung....Rauchjunges ist 4 Monde alt)

  • Die Kätzin ihm gegenüber erschien Wolkenfell sehr verwirrt. Sie hielt ihn zunächst für einen Kater namens Rostkralle. Schließlich sich sie vor dem Wasser zurück und versteckte sich hinter dem jungen Krieger. Dieser war davon anfangs etwas belustigt, doch nach ihrer Geschichte legte sich das schlagartig. Nun wirkte sie wieder verwirrt. Im nächsten Augenblick sagte die Kätzin jedoch, dass es ihr gut gehe und eröffnete ihm, dass sie Sandpfote hieß und fragte ihn auch nach seinem Namen. Sandpfote informierte ihn, dass sie zum Ahnenbaum müsse, um dort nach ihrem Vater und ihrem Mentor, der dieser Rostkralle war, zu sehen. Anscheinend hatte sie auch Schuldgefühle gegenüber ihrem Mentor. Zu guter Letzt fragte sie ihn nach dem Weg, da für sie alles gleich aussah. „Mein Name ist Wolkenfell. Freut mich dich kennenzulernen, wenn auch leider unter diesen Umständen. Ich bin ebenfalls auf dem Weg zum Ahnenbaum, also warum gehen wir nicht zusammen hin? Wegen dem Weg kann ich dir leider auch keine genaue Richtungsangabe geben, ich habe dasselbe Problem wie du. Ich selbst folge bloß dem Fluss, der dem Berg entspringt und hier herunterfließt. Somit müssen wir bloß der entgegengesetzten Flussrichtung folgen und müssten eigentlich direkt am Ahnenbaum vorbeikommen.”, sagte er, in der Hoffnung, jemanden gefunden zu haben, der ihn begleitete.

  • Schon nach wenigen Minuten des Gehumpels war Mondblume außer Atem. Ein großer, umgestürzter Baum lag ihr im Weg. Sie hatte keine Kraft mehr um über ihn hinüber zu klettern, also lief sie außen herum. Dann spürte die Heilerin wieder diesen Durst und setzte sich an den Fluss um zu trinken. Als sie sich an den Fluss kauerte, merkte sie plötzlich, wie ihre Muskeln versagten. Kraftlos fiel die Kätzin auf die Seite. Sie spürte wieder dieses Schwindelgefühl und ihr Herz raste. Ihre Sicht verschwamm wieder. Hilfesuchend sah sich Mondblume um. Etwas weiter den Fluss hinauf schien ein Kater zu sitzen. War er vom Sternenclan? Nein. Dieser Kater hatte ein hellgraues Fell. Er war noch recht jung, oder? Ein Schüler des Gletscherclans?
    Nun verschwamm die Sicht vollkommen. Die Heilerin merkte noch wie ihr Kopf sank.
    Alles wurde schwarz.
    Dann klatschte ihr Gesicht in das kalte Wasser.



    OT:
    @mir-21 Die Katze am Fluss, die du siehst ist eine abgeklappte Mondblume, die mit dem Gesicht im Wasser liegt.
    Oder anders formuliert: Hiiilfääää! :)

  • Als Blizzardpfote die Katze ins Wasser kippen sah, rannte er ohne zu zögern los um ihr zu helfen. Zum Glück konnte er schon etwas schwimmen, jedoch überlegte Blizzardpfote und kam zum Schluss, dass die Katze viel zu schwer sein würde um mit ihr los zu schwimmen. Die fremde Katze wurde währenddessen vom Fluss weiter getrieben. Blizzardpfote rannte den Fluss hinunter "Es muss hier doch irgendwo eine seichte Stelle geben oder zumindest ein Ast". Dann erblickte er ein Sandbank am Ufer und stellte sich dort hin um die fremde Katze abzufangen. Als dann schließlich vorbei trieb packte Blizzardpfote sie am Nacken und zog sie aus dem Wasser. "Uff ist sie schwer" dabei fiel er fast selbst ins Wasser. Als er es schließlich geschafft hat, legte er die Katze am Ufer nieder und begann sie trocken zu lecken. Schließlich wurde das ihm von seinem Clan beigebracht, da ein nasser Pelz schnell zu Krankheiten führen kann. " Hm. Ich warte noch bis sie aufwacht, vergewissere mich, dass es ihr gut geht und mach mich dann wieder auf die Suche"

    OT: Jetzt liegt es an dir @Ruhn wie es weitergeht

  • Statt einfach nur in die passende Richtung zu zeigen, gab die Falkenclankatze Matschpfote eine etwas länglichere Wegbeschreibung, bei der er sich nicht sicher war, ob er damit den Weg zu seinem Revier finden konnte. Aber bevor er noch einmal nachfragen konnte, woran man zum Beispiel eine Eiche oder eine Fichte erkennen konnte, verabschiedete sie sich und machte sich auf den Weg zu ihrem Lager.
    Also blieb ihm nichts anderes übrig als erst einmal in die von ihr angedeutete Richtung zu gehen und zu gucken, wie gut er dieser Beschreibung folgen konnte: Zunächst einmal musste er einfach nur geradeaus gehen bis er zu einer Eiche - also wohl zu irgend einer Art von Baum - kam, bei der ein eigentümlich dicker Ast schräg nach unten abstand. Dort sollte er dann abbiegen und in die Richtung der Brombeerbüsche gehen. Sie hatte außerdem erwähnt, dass es in der Gegend Brennesseln geben würde.
    Weil er sich nicht sicher war, woran er eine Eiche erkennen konnte, nahm er sich immerhin vor, in die angegebene Richtung zu laufen und dabei auf Brennesseln, Brombeerbüsche und Bäume mit dicken, nach unten abstehenden Ästen zu achten - denn was Brennesseln und Brombeerbüsche waren, hatte er in seiner Kindheit auf dem Bauernhof gelernt.
    Aber wie er recht schnell bemerken musste, hatten sich die ganzen Schnee- und Eismassen nicht nur durch sein Heimatrevier gewälzt, sondern sie hatten auch hier im Wald den einen oder anderen Baum umgelegt und vor Allem kleinere Pflanzen unter sich begraben. Bei dem erstbesten Baum mit einem nach unten abstehenden Ast blieb er stehen und sah sich einmal um. Aber statt Brennesseln war nur eine durchgehende Schneedecke zu sehen, und Brombeerbüsche konnte er auch nicht erkennen. Da er sich nicht sicher war, ob dieser Baum mit dem hauptsächlich weißen, aber stellenweise auch grünen Stamm eine Eiche war, ging er erst noch einmal geradeaus weiter.
    Etwas später bemerkte er noch einen weiteren Baum mit einem nach unten abstehenden Ast, der zudem noch deutlich dicker war als bei dem vorherigen Baum. Auch hier konnte er wegen dem Schnee keine Brennesseln erkennen, aber rechts von ihm konnte er in einiger Entfernung einige Büsche sehen. Kurz entschlossen ging er in diese Richtung, und als er näher gekommen war, erkannte er, dass es sich tatsächlich um mit Schnee bedeckte Brombeerbüsche handelte. Also hatte er bis hier hin den Weg wohl tatsächlich gefunden.


    Als nächstes hatte die Falkenclankatze gesagt, dass er irgendwann zu einer relativ hohen, dünnen Fichte kommen würde, deren Wurzeln halb in einem kleinen Tümpel standen. Außerdem sollte es in der Nähe davon Schachtelhalm geben. Auch hier hatte er keine Ahnung, woran er eine Fichte erkennen konnte, aber das Schachtelhalm kannte er wiederum aus seiner Zeit auf dem Bauernhof. Da er aber offensichtlich noch nicht weit genug gekommen war, lief er erst einmal geradeaus weiter.
    Nach einiger Zeit wurden die Büsche und die Bäume weniger, und kurze Zeit später erreichte er eine Stelle, an der die Schnee- und Eismassen einige Bäume entwurzelt und umgelegt hatten. Ob einer dieser Bäume zufälligerweise halb in einem Tümpel gestanden hatte, konnte er nicht beurteilen, weil der ganze Boden unter Schneemassen begraben war. Auch der Hinweis mit dem Schachtelhalm half ihm nicht weiter, weil dieses - falls es hier irgendwo wuchs - wohl auch unter dem Schnee begraben war.
    Immerhin konnte er aber anhand der Lage der Bäume erkennen, aus welcher Richtung die Schneemassen gekommen waren, und außerdem bemerkte er den Geruch des Zweibeinerortes, der aus eben dieser Richtung kam. Also lief er kurzentschlossen in diese Richtung, und schon bald hatte er den Wald endgültig hinter sich gebracht.



    Off Topic:
    Damit ist Matschpfote bei der Grenze zwischen dem Revier des Falkenclans und dem des Schrottclans angekommen. Der weitere Weg zum Lager des Schrottclans - oder vielleicht doch woanders hin? - folgt dann in meinem nächsten Beitrag.


    Ich hoffe, es ist in Ordnung, wie ich die Auswirkungen der Schneemassen in diesen Beitrag eingebaut habe. Falls nicht, kann ich das noch entsprechend abändern.