Das Corona-Virus

  • Genau diese Einstellung ist aber der völlig falsche Ansatz. Das ist ja auch das was wir schon während der ganzen Pandemie diskutieren. Das immer irgendwer schuld ist und alle anderen darunter leiden müssen. Du kannst Meinungen und Differenzen nicht einfach mit "Gewalt" aus der Welt schaffen nur weil du ein paar schwarze Schafe hast.

    Also siehst du Ungeimpfte mittlerweile auch als schwarze Schafe an?

    Gewalt wird ja nun wirklich nicht ausgeübt. Nach einer (meiner Meinung nach zu langen) Übergangszeit muss nun die Allgemeinheit nicht mehr für diejenigen aufkommen, sie sich strikt gegen eine Impfung stellen. Ist ja nichtmal so, dass diejenigen beim Arztbesuch nicht weiterhin eine kostenlose Vollversorgung bekommen. Es geht lediglich darum, dass bestimmte Aktivitäten, die zumeist die Freizeit betreffen, nicht mehr mit gratis Tests unterstützt werden.

    Hat mittlerweile halt auch nichts mehr mit irgendeiner Sorge um Nebenwirkungen zu tun, nach zig millionen Impfungen sind die wohl kaum noch ein Thema. Es geht nur noch darum, dem Staat zu zeigen, dass mans kann und sich nichts sagen lässt. Und meinetwegen soll man das gerne tun, aber dann bitte auch keine Forderungen an den Staat stellen.

  • Ich habe eigentlich nur Probleme wegen dem Datenschutz.

    Das ist schon wirklich seltsam. Bei allen möglichen Gelegenheiten wird nur so mit Daten um sich geworfen. "Hey, Punkte sammeln? Hier meine Kontonummer, der Geburtsname meiner Mutter, meine sexuelle Orientierung". Werden die Daten gespeichert? Wenn ja, wie lange? Werden die Daten verkauft? Wer hat Zugriff auf die Daten? Ach, wen juckts. Aber bei der Impfung, wo Zweckgebundenheit und Speicherdauer völlig klar sind (sie werden nicht gespeichert), da fällt Leuten plötzlich Datenschutz ein. Und natürlich wirst du erklären, dass DU natürlich total gut auf alle deine Daten aufpasst. Am Ende ist die Wahrheit: Datenschutzrechtlich dürfte der Nachweis der Impfung völlig unproblematisch sein.

  • Und natürlich wirst du erklären, dass DU natürlich total gut auf alle deine Daten aufpasst.

    Denk mal scharf nach: Wenn ich die Sache mit dem Datenschutz als die schlimmste Sache empfinde, denkst du dann wirklich ich schmeiße sonst überall meine Daten durch die Gegend? Zu dem Schluss würde ich nicht kommen. Ich habe tatsächlich nur die allernötigsten Konten und das auch mit so wenig Daten wie möglich. Facebook, Twitter und sowas würde ich nie nutzen. Auch irgendwelche Punkte von Edeka sind mir egal. Datenschutz ist bei mir das Allerheiligste und genau deshalb schmeckt mir diese ganze Situation überhaupt nicht. Egal ob ich nun ein Testnachweis oder ein Impfnachweis vorlege. Aber wie gesagt noch viel schlimmer finde ich es auf der Arbeit. Ob du das nun glaubst oder nicht sei dir überlassen aber so ist meine ehrliche Ansicht.

    Also siehst du Ungeimpfte mittlerweile auch als schwarze Schafe an?

    Nein. Schwarze Schafe sind für mich alle, die sich bewusst gegen Schutzmaßnahmen entscheiden die sie zu 100% durchführen könnten. Wenn jemand die Impfung ablehnt ohne vernünftige Gründe (und da zähle ich noch ein paar mehr zu als manch anderer hier) dann ist es für mich ein schwarzes Schaf. Genauso kann aber auch ein Geimpfter für mich ein schwarzes Schaf sein, wenn er von Disco zu Disco rennt, die Sau rauslässt und so möglicherweise sehr viele Menschen mit Corona ansteckt. Die Impfung ist und bleibt kein Freifahrtsschein, wenn man dann auf alles scheißt.

    Es geht lediglich darum, dass bestimmte Aktivitäten, die zumeist die Freizeit betreffen, nicht mehr mit gratis Tests unterstützt werden.

    Du übersiehst hier jedoch einige Dinge. Die Beschränkungen sorgen nach wie vor dafür, dass Unternehmen weniger Umsatz haben vor allem jetzt wo die Tests kosten. Dazu kommen Einrichtungen die auch allgemein wichtig sind, wo es nicht nur um Freizeit geht. Friseur ist wichtig um ein gutes Bild abzugeben. Fitnesstudio ist wichtig um Fit zu bleiben. Arbeitsamt ist wichtig damit man weiter Geld bekommt. Alten- und Pflegeheim ist wichtig um Verwandte zu besuchen. Da hängt so viel mehr dran als nur Freizeit.

    Hat mittlerweile halt auch nichts mehr mit irgendeiner Sorge um Nebenwirkungen zu tun, nach zig millionen Impfungen sind die wohl kaum noch ein Thema.

    In den letzten Umfragen ist genau dass das Hauptthema. Viele Ungeimpfte vertrauen der Impfung nach wie vor nicht. Und dazu eben der Trotz gegen die Maßnahmen.

    Und meinetwegen soll man das gerne tun, aber dann bitte auch keine Forderungen an den Staat stellen.

    Auch das ist ziemlich radikal gesehen. Die Forderungen sind ja nicht "Schafft die tödliche Impfung ab" sondern Maßnahmen abzuschaffen welche keine schützenden Maßnahmen gegen Corona mehr sind weil es zu viele Ausnahmen gibt. Wenn ich beim Friseur bin mit Test und alle anderen sind geimpft aber ohne Test kann ich mir genauso Corona einfangen. Genau das meinte ich eben auch in Bezug auf Personen die sich nicht impfen lassen können. Die werden spätestens dann Gefahr laufen sich anzustecken, wenn die Masken fallen weil es für Geimpfte sowieso keine Testpflicht mehr gibt und eine Herdenimmunität gegen Corona unmöglich ist.


    EDIT:

    Der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen ist laut einem Medienbericht angestiegen. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe heute berichteten, waren von den 1.186 Corona-Patienten, die in Deutschland Mitte August bis Anfang September "intensivmedizinisch versorgt" werden mussten, 119 gegen das Virus geimpft. Dies entspricht einer Quote von rund zehn Prozent. Im Zeitraum von Anfang Februar bis Anfang September liegt der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen bei 1,84 Prozent.


    10 Prozent ist jetzt auch nicht wenig. Keine Ahnung wie viele davon nun alt oder vorerkrankt waren aber das zeigt dann doch noch einmal deutlich, dass eine Impfung kein Freifahrtsschein ist.

  • Wie soll ich es vereinfacht erklären. Ich versuche es mal so: Nehmen wir an um die Grippe zu besiegen brauchst du ein Rezept und Medizin (also der Körper). Wenn du in deinem Leben öfters mal die Grippe hattest, hat sich dein Körper ein Rezept erstellt um dieses Virus zu besiegen. Die Medizin (also die Antikörper) muss der Körper jedoch immer neu entwickeln (da auch die Grippe mutiert) außer er hat regelmäßig mit diesen Viren zu tun. Wenn er das hat, was normalerweise regelmäßig passiert hat er eine Medizin parat die das Virus schon im Keim erstickt. Wenn er jedoch nur noch das Rezept hat braucht er eine gewisse Zeit für die Medizinherstellung. In dieser Zeit kann man erkranken. Schwer wahrscheinlich eher nicht aber es kann sich eben leichter verbreiten und bricht viel häufiger aus. Das ist halt der Nachteil aus höheren Schutzmaßnahmen. Glaub mir, du musst keine Grippe bekommen aber sobald die Masken fallen werden wirst du überall schniefende Nasen treffen. Der Körper muss durch die langen Schutzmaßnahmen erst einmal gegen die ganzen Viren wieder einen Schutzwall aufbauen.


    Okay, das ergibt durchaus Sinn. Danke dir. :thumbup:


    Trotzdem ist es doch im Fall der Grippe noch immer ein komplett eigenes Risiko, sofern man die restlichen Hygienemaßnahmen beachtet? :unsure:



    Ich habe nie bestritten, dass Hygienemaßnahmen sinnvoll sind und auch nicht behauptet, dass sie keinen wichtigen Teil bei der Verhinderung einer Grippewelle ausmachen. Ich habe auch nie ungeimpfte Leute als Gefährder*innen bezeichnet und Geimpfte dagegen abgegrenzt. Mein Punkt ist der, dass die Impfung aus bereits genannten Gründen und insbesondere zur Vermeidung einer Doppelbelastung von Krankenhäusern ebenfalls einen wichtigen Beitrag leistet, gerade vor dem Hintergrund des Ausbleibens des "natürlichen Boosts" durch Kontakt mit den Viren im letzten Jahr. Der Verweis auf Hygienemaßnahmen geht an diesem Punkt schlicht vorbei.


    Keinen Sorge. Ich unterstelle dir das auch nicht.

    Ich muss mir halt einfach mal angewöhnen, Dinge, die direkt an dich, oder sonstwen hier gerichtet sind, mit weiteren

    Abschnitten von dem abzugrenzen, was ich dann nochmal so allgemein für all hier schreibe. Manchmal vermischt sich das ein wenig, oder ich hänge es einfach direkt hinten dran.

    Ist aber immerhin gut, dass ich das durch dich jetzt nochmal richtig mitbekommen und reflektieren konnte. :thumbup:


    Ferner: Ich war ja nicht diejenige, die hier versucht hat, ein Argument wegzudiskutieren, indem man auf Narrative verweist. Das war erst einmal dein Ding ^^


    Und ja: Impfungen gegen Grippe können natürlich sinnvoll sein. Ich habe eher von einer Aussage gesprochen, die darauf abzielt, dass diese Impfung jetzt auch noch pauschal bei jedem sein müsse, so als gebe es keine anderen mittel bei Influenza.


    Jein. Wir reden hier von verschwörungsideologischen Narrativen. Diese haben keinen Erfolg, weil sie überzeugend sind oder weil die Leute, die sie irgendwann glauben, einfach zu dumm sind. Verschwörungsideologische Narrative verbreiten sich durch kontinuierliche Wiederholung und können sich bei jeder Person festsetzen oder aber sie zumindest unbegründeterweise an dem zweifeln lassen, was erwiesen ist - so würde etwa eine Person, die eigentlich davon überzeugt war, sich impfen zu lassen, nachdem sie wiederholt irgendwelchen Mythen über angebliche und nicht belegte Gefahren ausgesetzt war, irgendwann an der Sicherheit zweifeln, ohne dass es dafür ein wirkliches Argument gibt. Eine derartige kontinuierliche Wiederholung ist natürlich nicht das alleinige Resultat der Handlungen einer Einzelperson wie dir oder mir, sondern die Summe der Handlungen mehrerer Personen, aber dennoch kann jede Person darauf achten, möglichst keinen Beitrag - und sei er auch noch so klein - durch die Wiederholung eines solchen Narrativs zu leisten. Und natürlich wird jede Person dabei Fehler machen - das passiert halt -, aber es wäre meiner Ansicht nach schon sehr viel gewonnen, wenn dieser Punkt berücksichtigt und nicht einfach beiseitegewischt werden würde. Das hat im Übrigen, wie ich betonen möchte, nichts damit zu tun, dass mensch nicht immer "selbstständig denken" dürfe, denn um Gedanken geht es hierbei gar nicht, sondern um die Wirkung dessen, was nach außen geschrieben wird.


    Und hier ignorierst du einfach, dass solche Narrative, wie ich eben schon sagte, auch durch unsaubere, oder unkonkrete Aussagen bedient werden.

    Ich habe mich bi dem kurzen Ausschnitt erstmal nur auf Spahn bezogen, der als Politiker öffentlich zu allen Menschen spricht.


    Anders ausgedrückt: Solche Narrative, wie du sie meinst, werden nicht durch differenzierte Aussagen bedient, sondern durch irritierende bis Fragwürdige Aussagen aus der Politik. Damit ist Spahn nicht alleine. Wir ignoriere jetzt bitte nicht dass Drosten meinte, die Älteren sollen doch bitte mal nicht wählerisch beim Impfstoff sein. Bei solchen Aussagen werden diese Narrative bestätigt.

    Oder als man meinte, die Älteren müssten doch jetzt mit gutem Beispiel voran gehen. WTF?

    Haben ja nur beim Wiederaufbau mitgeholfen, Fabrikarbeit ohne jede UVV geleistet, sich kaputt gearbeitet und sitzen heute oftmals beim Arzt. Aber ja: Sollen sie mal mi gutem Beispiel voran gehen... :upsidedown: uff...


    Und genau DAS sind Aussagen, die effektiv einen Einfluss haben. Hinzu kommen so ominöse Videos, die wirklich sehr gefährlich sind. Manipulativ und desinformativ.


    Also, das Verlinkte ist jetzt nur ein kleiner Zusammenschnitt seitens der Zeit, und das ist schon deswegen kein repräsentativer Beweis dafür, dass die Politik keine Argumente für die Grippe-Impfung hätte, weil die Politik nicht kontrolliert, was die Zeit schreibt oder zusammenschneidet. Tatsächlich aber verweist die Videobeschreibung auf die Gefahr der doppelten Welle


    Tja und dennoch: Auch hier wird von gewissen Verschwörungsideologen Cherry-Picking betrieben. Das widerlegt doch meinen Punkt bezüglich der Narrative nicht, die du hier eingebracht hast.


    Somit ist dieser Punkt hier:

    und im Video wird durch Wieler in diesem Zusammenhang gerade auf die Doppelbelastung der Krankenhäuser und die damit einhergehende Gefährdung für die Leute, die die Krankenhausbetten benötigen, hingewiesen.


    Und der hier:


    Natürlich ließe sich argumentieren, dass die Politik Impfkampagnen forcieren sollte und auch Barrieren für die Zugänglichkeit von Impfstoffen (weiter) abbauen kann. Denn genau das sollte sie tun - wobei ich bemerken möchte, dass die Forderung danach zwangsläufig das Eingeständis miteinschließt, dass die Impfung sinnvoll ist, was du bedenken solltest, denn einerseits argumentierst du, dass die Politik besser für die Impfung eintreten müsse, zweifelst aber (siehe oben) an, dass die Grippeimpfung überhaupt notwendig ist.


    Nach deiner eigenen Logik eine Bestätigung meiner Aussage.




    In jedem Fall finde ich es aber doch ein wenig undifferenziert zu sagen, die Politik würde kein Argument für die Impfung liefern, denn die Argumente sind schon da und werden auch durch Medien weiter kommuniziert.


    Ich habe mich ja zuvor nur auf Spahn bezogen. Dass die Argumente schon da sind, habe ich sogar selbst so geschrieben.

    Deine Aussage war, dass ich Gefahr laufe, bestimmte Narrative zu bedienen, egal, wie differenziert meine Aussagen wären. Das Gleiche gilt auch für die Medien und die Politik. Nur dass Letztere effektiv einen merklichen Einfluss darauf haben.


    Wie oben schon gesagt: Bei dem Punkt geht es nicht um Vetrauen. Ich bin mir absolut sicher, dass keiner hier eine Verschwörungserzählung liest und sich direkt denkt "Oh ja, so ist das". Aber vor den Auswirkungen einer kontinuierlichen Exposition derartiger Narrative ist schlicht keine Person sicher. Darauf hinzuweisen ist alles andere als sinnfrei, weil sich Verschwörungsmythen nun einmal über Reproduktion ohne ausreichende Einordnung verbreiten. Die Gefahr der Reproduktion von Verschwörungsmythen stellt tatsächlich sogar bei ihrem Debunking eine reale Gefahr dar, weshalb es für das Debunking immer wichtig ist, sie korrekt einzuordnen und die durch sie gelieferte Scheinerklärung durch eine tatsächliche zu ersetzen.


    Und das darf ich jetzt wie genau verstehen? Dass man hier ausschließlich pro Impfung argumentieren darf und pro Impfzwang? Und überhaupt nur für alles, solange es Impfbefürwortern zugute kommt?

    Ist es das, was du mir hier grade sagen willst?


    Ich glaube, du missverstehst hier ein wenig, was in diesem Kontext mit "Relativierung" gemeint ist, auch wenn ich nicht genau herauslesen kann, als was du es missverstehst. Wie dem aber auch sei, ich meinte in Bezug auf deine Aussage "Relativierung" in der Bedeutung, dass eine Aussage in ihrer Gültigkeit bzw. ihrem Anspruch eingeschränkt wird - und das ist deiner in diesem Zitat eigenen Aussage zufolge genau das, was du gemacht hast. Und mein Punkt ist nicht, dass eine solche Relativierung der eigenen Aussage an sich schlimm sei, sondern dass sie schlicht zur oben kurz beschriebenen Einordnung eines verschwörungserzählerischen Narrativs nicht ausreicht und somit hier eher eine Gefahr besteht, dass es ohne kritische Einordnung reproduziert wird.


    Richtig: Meine Aussagen in besagtem Beitrag waren erst einmal ohne Wahrheitsanspruch und somit muss man diese auch nicht für wahr nehmen. Man kann sie ernst nehmen, aber nicht für bare Münze.

    Und wenn eine kritische Einordnung deswegen schwieriger wird.... sorry, aber da hängst du dich jetzt ganz schön an ein paar spontanen Gedanken von mir auf, meinst du nicht?

    Als hätte ich hier irgendwas Schlimmes gemacht und würde zur Reproduktion von Verschwörungsmythen beitragen.

    Es war EIN Beitrag, der etwas unbedachter geschrieben war und das habe ich sogar noch explizit unten hin geschrieben, sodass es JEDER unmissverständlich lesen kann.


    Ich verweise erneut darauf, dass es mir zunächst einmal in der Diskussion darum ging, dass die Grippeimpfung einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung der Grippewelle liefern kann. Und an diesem Punkt ist meiner Ansicht nach auch nicht zu rütteln. Wenn dieser Umstand vielen Leuten nicht bewusst sein sollte (ich bezweifle nebenbei bemerkt, dass diese Gruppe die Mehrheit stellt, auch wenn sie natürlich trotzdem signifikant ist), dann ist das gegen diesen Punkt auch kein Gegenbeweis, sondern wechselt schlicht das Thema und verweist auf die davon verschiedene Frage, wie die Korrektheit dieses Punktes kommuniziert werden muss.


    Ich habe nie gesagt, dass die Grippeimpfung nicht allgemein betrachtet sinnvoll sein kann. Mir ging es darum, dass nun wieder suggeriert wird, sie müsse pauschal einfach sein. Egal wer. Egal was. Und das ist in meinen Augen einfach falsch.

    Das weitere Thema des Narrativs hast DU hier mit eingebracht. ;) Nicht ich. ^^


    Vor dem Hintergrund, dass die Grippeimpfung also sinnvoll ist, bin ich natürlich gerne bereit zuzugestehen, dass die Politik hier deutlich mehr machen kann und auch sollte, wie ich es oben bereits gesagt habe. Aber dazu muss eben, ich betone es noch einmal, die Sinnigkeit der Grippeimpfung eben auch zugestanden und nicht mit Verweis auf die Kommunikationsfrage wegdiskutiert werden, denn Letzteres hat mit Ersterem nichts zu tun.


    Sag das halt den Leuten, die in ihrem Narrativ gefangen sind. Das war doch genau dein Punk oder?

    Man könne nicht differenzieren, auch wenn Aussagen differenziert sind und jetzt sagst du sogar, es spiele keine Rolle.

    Ich bekomme langsam irgendwie den Eindruck, als wolltest du hier einfach nichts anderes lesen, als alles, was pro Impfung ist.


    Wollte nur random mitteilen, daß ich die Impfung überlebt habe


    Sehr gut. :grin:


    Mein Vater hatte btw auch keine Probleme mit seinem Arm. Der hat auch so gar nichts gemerkt. Mach dir da keine Sorgen. ;)


    Doch sicher ist eine einfache, kindliche Trotzreaktion, wenn Leute entscheiden "ich lass mich nicht impfen, weil unsere Politik scheiße ist."

    "Es ist so, weil ich das sage", ist aber kein Argument.

    Hättest du es doch einfach richtig durchgelesen Hasie. ^^

    Ich habe die Gründe für die Skepsis hier ausführlich angebracht. Das ist KEINE einfache Trotzreaktion.


    Manchmal wünscht ich mir wirklich, man könnte jeden dieser Idioten zur Impfung hintreten, damit alle anderen langsam wieder normal leben können.


    Und wie gesagt: Selbst dann würden hier von außerhalb von DE wieder neue Mutanten und Wellen angeschleppt werden.

    Die Schuld, dass es überhaupt so weit kam, liegt auch nicht bei de Ungeimpften, sondern bei der Politik, deren Aufgabe es gewesen wäre, Leben zu retten, anstatt über mehrere Wochen erstmal über Reisefreiheit zu diskutieren.

    Aber hey: Es ist ja so viel einfacher, sich innerhalb der Gesellschaft einen Buh-Mann zu suchen und mit dem Finger auf ihn zu zeigen, anstatt mal aufzustehen und etwas gegen Politiker zu machen, die keine Ahnung haben und völlig willkürlich handeln. ;)


    Und joa, dann sollen sie halt demonstrieren und sich aufführen. Wenn man vor solchen Leuten immer auf die Knie rutscht, nur damit sie nicht unangenehm werden, gewöhnen sie sich noch dran.


    War halt einer der Punkte, die ich bezüglich gewalttätiger Demonstranten ebenfalls kritisiert habe. Aber längst nicht alle Demonstranten sind gewalttätig. Du möchtest doch auch nicht, dass man dich einfach in eine Schublade steckt und dir sonstwas unterstellt? Dann mach das auch bitte nicht mit anderen!

    Gefährder ist man nicht, weil man nicht geimpft ist.

    Gefährder ist man in erster Linie, wenn man sich nicht an die Maßnahmen hält!

    Da kannst du noch so sehr mit dem Fuß aufstampfen und "Aber diese bösen Ungeimpften!" schreien. ^^'


    Es ist erwiesene Tatsache, dass auch Geimpfte das Virus übertragen können. Ich will gar nicht wissen, wie viele Menschen jetzt deswegen gestorben sind, weil man sich dachte "Ajo, als Geimpfter kann ich ja eh auf alles kaggen.".


    Du kannst trotzdem nicht alle anderen ignorieren die Bedenken haben oder deren Arzt davon abrät. Wir leben hier in Deutschland nicht in China die radikal alles durchsetzen. Deswegen heiße ich auch die Maßnahmen in Italien und Frankreich nicht gut. Sonst kommen die Regierenden auf den Geschmack, dass man ja irgendwie alles umgehen kann und die Demokratie mit Füßen treten kann oder man die Leute besser kontrollieren kann.


    Sind sie doch schon längst.... Oder glaubt du, die Ampelkoalition wirds besser machen?

    Eine Partei, die für staatlich verordnete Armut verantwortlich ist, wird jetzt wahrscheinlich regieren, zusammen mit einer Partei, die Kapitalismus fördert und einer weiteren Partei, die nur noch mit Zwängen und Verboten arbeiten will. GANZ. BÖSE. MISCHUNG.!

    XD


    Denk mal scharf nach: Wenn ich die Sache mit dem Datenschutz als die schlimmste Sache empfinde, denkst du dann wirklich ich schmeiße sonst überall meine Daten durch die Gegend? Zu dem Schluss würde ich nicht kommen. Ich habe tatsächlich nur die allernötigsten Konten und das auch mit so wenig Daten wie möglich. Facebook, Twitter und sowas würde ich nie nutzen. Auch irgendwelche Punkte von Edeka sind mir egal. Datenschutz ist bei mir das Allerheiligste und genau deshalb schmeckt mir diese ganze Situation überhaupt nicht. Egal ob ich nun ein Testnachweis oder ein Impfnachweis vorlege. Aber wie gesagt noch viel schlimmer finde ich es auf der Arbeit. Ob du das nun glaubst oder nicht sei dir überlassen aber so ist meine ehrliche Ansicht.


    Das handhabe ich ganz ähnlich. Mir ist Datenschutz/ Datensicherheit ach sehr wichtig. Leider sehen es die Meisten offenbar nicht so.


    Und überhaupt: WO zum Henker sind die Listen, wo man sehen kann, WELCHE Arztpraxen und Krankenhäuser, in WELCHEN Bundesländern, WIEVIELE Corona-Fallzahlen übermittelt haben??


    "Datenschutz" greift komischerweise immer nur dann, wenn ICH was wissen will... Datenschutz am *****....


    Schwarze Schafe sind für mich alle, die sich bewusst gegen Schutzmaßnahmen entscheiden die sie zu 100% durchführen könnten. Wenn jemand die Impfung ablehnt ohne vernünftige Gründe (und da zähle ich noch ein paar mehr zu als manch anderer hier) dann ist es für mich ein schwarzes Schaf. Genauso kann aber auch ein Geimpfter für mich ein schwarzes Schaf sein, wenn er von Disco zu Disco rennt, die Sau rauslässt und so möglicherweise sehr viele Menschen mit Corona ansteckt. Die Impfung ist und bleibt kein Freifahrtsschein, wenn man dann auf alles scheißt.


    Danke. :thumbup:


    LG

  • Du übersiehst hier jedoch einige Dinge. Die Beschränkungen sorgen nach wie vor dafür, dass Unternehmen weniger Umsatz haben vor allem jetzt wo die Tests kosten. Dazu kommen Einrichtungen die auch allgemein wichtig sind, wo es nicht nur um Freizeit geht. Friseur ist wichtig um ein gutes Bild abzugeben. Fitnesstudio ist wichtig um Fit zu bleiben. Arbeitsamt ist wichtig damit man weiter Geld bekommt. Alten- und Pflegeheim ist wichtig um Verwandte zu besuchen. Da hängt so viel mehr dran als nur Freizeit.

    Viele Unternehmen wünschen sich doch 2G bzw. handhaben das schon von sich aus so. Ich glaub nicht, dass sich das jetzt wirklich maßgeblich auf deren Umsatz auswirken wird.

    Keine Ahnung, ob das hier schon thematisiert wurde, aber wenn das Amt dich einlädt, dann müssten die doch auch für die Kosten aufkommen, falls sie einen Test sehen wollen. :unsure:

    Bin selbst bisher tatsächlich noch kein einziges Mal in die Verlegenheit gekommen, etwas vorzeigen zu müssen. Hatte zwar beim Friseur letztens den Impfausweis mit, aber wollte dort keine sehen. Einzig der Zutritt zum Herbstmarkt war bei uns mit Beschränkungen und lol ja, hab nicht kommen sehen, dass bei nem Markt an der frischen Luft sowas gemacht wird, beim Wochenmarkt interessierts doch auch keinen... Egal, bin ich eben weitergegangen.


    PS: Deutschland haben die kostenlosen Tests bisher etwa 5 Mrd. Euro gekostet.


    Genau das meinte ich eben auch in Bezug auf Personen die sich nicht impfen lassen können. Die werden spätestens dann Gefahr laufen sich anzustecken, wenn die Masken fallen weil es für Geimpfte sowieso keine Testpflicht mehr gibt und eine Herdenimmunität gegen Corona unmöglich ist.

    Von diesen Personen gibts ja kaum noch welche. Und wenn, dann sinds Ausnahmen, die wirkliche Probleme haben und ohnehin übervorsichtig sein müssen, wenn sie sich unter Leute begeben.


    Der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen ist laut einem Medienbericht angestiegen. Wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe heute berichteten, waren von den 1.186 Corona-Patienten, die in Deutschland Mitte August bis Anfang September "intensivmedizinisch versorgt" werden mussten, 119 gegen das Virus geimpft. Dies entspricht einer Quote von rund zehn Prozent. Im Zeitraum von Anfang Februar bis Anfang September liegt der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen bei 1,84 Prozent.

    Ist doch logisch, wenn es immer mehr Geimpfte gibt. Die Rechnung dazu ist recht einfach und die Impfdurchbrüche entsprechen halt etwa der schon früher vorhergesagten Quote.


    Sind sie doch schon längst.... Oder glaubt du, die Ampelkoalition wirds besser machen?

    Eine Partei, die für staatlich verordnete Armut verantwortlich ist, wird jetzt wahrscheinlich regieren, zusammen mit einer Partei, die Kapitalismus fördert und einer weiteren Partei, die nur noch mit Zwängen und Verboten arbeiten will. GANZ. BÖSE. MISCHUNG.!

    Hey, in der Ampel haben wir ganze zwei Parteien vertreten, die für die staatlich verordnete Armut verantwortlich sind! :wink:

    Der Rest gefällt mir aber von der Beschreibung her. :haha:

  • Viele Unternehmen wünschen sich doch 2G bzw. handhaben das schon von sich aus so. Ich glaub nicht, dass sich das jetzt wirklich maßgeblich auf deren Umsatz auswirken wird.

    Also das was ich bisher so gelesen habe war große Uneinigkeit. Manche sind sogar so unentschlossen, dass sie sich eine Entscheidung von der Politik wünschen. Mein Eindruck ist, dass gerade eher luxuriöse Unternehmen auf 2G setzen, das Standard Unternehmen eher auf 3G. Und die sich dazwischen bewegen sind unentschlossen weil sie zwar mit 2G wieder alles machen können aber gleichzeitig weniger Umsatz als mit 3G haben.

    Keine Ahnung, ob das hier schon thematisiert wurde, aber wenn das Amt dich einlädt, dann müssten die doch auch für die Kosten aufkommen, falls sie einen Test sehen wollen.

    Machen sie aber nicht. Wie gesagt habe jemanden gefragt der dort arbeitet. Die Testkosten trägst du selbst. Damit sollst du halt zur Impfung gezwungen werden damit du auch auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen hast.

    Von diesen Personen gibts ja kaum noch welche. Und wenn, dann sinds Ausnahmen, die wirkliche Probleme haben und ohnehin übervorsichtig sein müssen, wenn sie sich unter Leute begeben.

    Richtig, daher sehe ich kaum noch Gründe die Maßnahmen weiter durchziehen zu wollen. Was soll denn noch groß passieren? Weder wird die Impfquote noch plötzliche Schübe kriegen, noch wird sich an der gesamten Lage wenig ändern. Ich frage mich halt auf was gewartet wird.

    Ist doch logisch, wenn es immer mehr Geimpfte gibt. Die Rechnung dazu ist recht einfach und die Impfdurchbrüche entsprechen halt etwa der schon früher vorhergesagten Quote.

    Ich weiß. 10% ist trotzdem viel für eine Impfung. Wenn da 10.000 in den Krankenhäusern lägen, dann wären davon 1.000 Geimpfte. Zusätzlich weiß man ja auch nicht wie sehr die Impfwirkung nachlässt. Vielleicht steigen die Zahlen noch weiter ohne Auffrischungsimpfungen. Nur wie schon vorher erwähnt wird sich daran nicht viel rütteln lassen. Corona kann man halt nicht komplett eindämmen und wie viele Genesene wir in Deutschland wirklich haben weiß auch niemand. Da bisher auch keine weitere Mutation in Sicht ist sehe ich einfach nicht mehr den entscheidenen Grund warum wir uns immernoch beschränken. Was aktuell so drastisch ist, dass es wirklich gefährdend ist.

    Sind sie doch schon längst.... Oder glaubt du, die Ampelkoalition wirds besser machen?

    Eine Partei, die für staatlich verordnete Armut verantwortlich ist, wird jetzt wahrscheinlich regieren, zusammen mit einer Partei, die Kapitalismus fördert und einer weiteren Partei, die nur noch mit Zwängen und Verboten arbeiten will. GANZ. BÖSE. MISCHUNG.!

    XD

    Das ist halt das Problem. Das Wahlergebnis spiegelt im Endeffekt nur die Unentschlossenheit der Leute wieder. Keine Partei konnte wirklich überzeugen. Selbst das Wahlergebnis der SPD mit 26% finde ich äußerst schwach. Natürlich haben sie sich verbessert aber im Gesamtkontext ist es immernoch kein gutes Ergebnis. Daher regieren bald erstmals 3 Parteien. Ich befürchte, dass sich wenig ändert weil man sich nicht einigen kann und irgendwann schlagen die sich die Köpfe ein. Dann wird wahrscheinlich noch alles teurer werden. Wie der kleine Bürger den ganzen Klimaschutz etc. bezahlen soll wüsste ich auch mal gern. Fehlt wirklich nur Lauterbach als Gesundheitsminister, dann sind wir der letzte Staat der noch Corona Maßnahmen hat xD .

  • Einzig der Zutritt zum Herbstmarkt war bei uns mit Beschränkungen und lol ja, hab nicht kommen sehen, dass bei nem Markt an der frischen Luft sowas gemacht wird, beim Wochenmarkt interessierts doch auch keinen... Egal, bin ich eben weitergegangen

    Ich war am Wochenende auch auf einer Veranstaltung unter freiem Himmel, da ich dort mit meinem Orchester spielen sollte.

    War auch etwas überrascht als ich die QR-Codes von Luca oder der Corona-Warnapp sah bzw. die Zettelchen zum Ausfüllen der Personenstandsdaten.

    Ich war auch schonmal in nem Biergarten, wo es nötig war, dass man nen Zettel ausfüllt. Das hab ich dort auch brav gemacht.


    Aber bei dem Fest da, da musste ich überlegen...

    Ich wolmte den Zettel nich ausfüllen, weil dort einfach eine offene Kiste stand, wo die Zettel reinkamen. Da hätte jeder Mensch wohl ohne großen Eingriff seine Pfoten reinhalten können und irgendnen Zettel rausholen können. Das ist für mich kein Datenschutz. xD

    Ich hab deswegen 5 Mal versucht, dass ich mich über die Warnapp einlogge. Es hat irgendwann geklappt, mit ach und krach. Aber als ich ne Viertelstunde später draufgeguckt hab auf meine App, da war ich, warum auch immer, wieder aus dem Event ausgeloggt. Technik uff xD


    Ich füll normalerweise brav so nen Zettel aus, wenn ich einen brauch. Jedoch fühle ich mich wohler, wenn der nicht für jeden offen rumliegt. Ich hab da mehr Vertrauen in die Gastros, weil die doch drauf aufpassen sollten. Aber bei dem Event da war es mir auch zu unsicher. Wenn die Kiste wenigstens abgesperrt gewesen wäre. Aber da hätte jeder reingreifen können, weil sie unbewacht aussah


    Gegen einfaches Vorweisen des Impfpasses hab ich nichts. Musste ich bisher selten und die 2 Male waren in nem Hotel, wo ich aufgrund von Events meines Studiums im Studiumsort einchecken musste. War jetzt nicht schlimm, die wollten es halt 30 Sekunden mal sehen und ich brauchte en Zimmer.

    Ansonsten habe ich aber auch schon oft genug draußen gesessen in einem Café oder Restaurant und denen war es egal. Weder Zettel ausfüllen, noch Pass zeigen musste ich. Jeder kocht da ne eigene Suppe oder denen ist es schlichtweg egal, keine Ahnung.

  • Hey, in der Ampel haben wir ganze zwei Parteien vertreten, die für die staatlich verordnete Armut verantwortlich sind!


    Warte, warte.... zwei?

    Ich dachte, das war nen Ding von Schröder, zusammen mit seiner SPD? :unsure:



    Richtig, daher sehe ich kaum noch Gründe die Maßnahmen weiter durchziehen zu wollen. Was soll denn noch groß passieren? Weder wird die Impfquote noch plötzliche Schübe kriegen, noch wird sich an der gesamten Lage wenig ändern. Ich frage mich halt auf was gewartet wird.


    Ich bin mir selbst auch gar nicht sicher. Ich dachte immer, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen schotten sich ohnehin weitestgehend ab, bzw. meiden einfach Restaurants und Veranstaltungen mit Menschenmengen. :unsure:


    Das ist halt das Problem. Das Wahlergebnis spiegelt im Endeffekt nur die Unentschlossenheit der Leute wieder. Keine Partei konnte wirklich überzeugen. Selbst das Wahlergebnis der SPD mit 26% finde ich äußerst schwach. Natürlich haben sie sich verbessert aber im Gesamtkontext ist es immernoch kein gutes Ergebnis. Daher regieren bald erstmals 3 Parteien. Ich befürchte, dass sich wenig ändert weil man sich nicht einigen kann und irgendwann schlagen die sich die Köpfe ein. Dann wird wahrscheinlich noch alles teurer werden. Wie der kleine Bürger den ganzen Klimaschutz etc. bezahlen soll wüsste ich auch mal gern. Fehlt wirklich nur Lauterbach als Gesundheitsminister, dann sind wir der letzte Staat der noch Corona Maßnahmen hat


    Sehe ich ähnlich, wenn auch nicht genauso;

    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die ganz bewusst, diesen ganzen Kurs genau so weiterfahren, wie bisher. Nur dass es halt immer schlimmer wird. Dass da andere Parteien an der Regierung sind, mag vielleicht viele Gemüter beruhigen, aber bei mir hat das alles einen ganz anderen Impuls ausgelöst...wie soll ich sagen.... ich weiss es auch nicht....


    Ich weiss nur, dass ich mit meiner Wahl sehr zufrieden war, auch wenn klar war, dass meine Wunsch-Partei nicht genug Stimmen bekommen wird. Wenigstens hatte ich hinterher ein gutes Gewissen und habe mich damit ganz wohl gefühlt. :grin:


    LG

  • Ich bin mir selbst auch gar nicht sicher. Ich dachte immer, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen schotten sich ohnehin weitestgehend ab, bzw. meiden einfach Restaurants und Veranstaltungen mit Menschenmengen.

    Ich sehe halt keinen roten Faden mehr oder irgendein Ziel. Und die Ziele des RKI sind schon extrem hoch was Impfquoten angeht. Wenn wir darauf warten sind wir in 2 Jahren noch nicht aus den Maßnahmen raus. Aber scheinbar ist das ja so gewollt. In Frankreich wurde heute beschlossen den Gesundheitspass bis mindestens Sommer 2022 benutzen zu müssen obwohl es dafür überhaupt keine trifftige Grundlage mehr gibt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass gerade Frankreich und Italien die Demokratie ein bisschen umbauen möchten.

    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die ganz bewusst, diesen ganzen Kurs genau so weiterfahren, wie bisher. Nur dass es halt immer schlimmer wird. Dass da andere Parteien an der Regierung sind, mag vielleicht viele Gemüter beruhigen, aber bei mir hat das alles einen ganz anderen Impuls ausgelöst...wie soll ich sagen.... ich weiss es auch nicht....

    Das Chaos ist auf jeden Fall vorprogrammiert. Sollte es mal zu Uneinigkeiten kommen und die FDP plötzlich doch mehr zu der CDU halten, dann ist die Mehrheit im Bundestag für die Parteien weg. Man mag sich vielleicht jetzt irgendwie einigen aber 4 Jahre sind lang. Und alle Parteien haben eigentlich andere Ziele und teure Zeiten rollen auf uns zu. Wie man da noch die ganzen Sachen wie Klimapolitik etc. finanzieren will kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.

    Ich weiss nur, dass ich mit meiner Wahl sehr zufrieden war, auch wenn klar war, dass meine Wunsch-Partei nicht genug Stimmen bekommen wird. Wenigstens hatte ich hinterher ein gutes Gewissen und habe mich damit ganz wohl gefühlt.

    Ich bin auch sehr zufrieden gewesen und auch mit dem Endergebnis. Ich bin wirklich mal auf die Ergebnisse der 3 Parteien gespannt. Und ob die FDP nicht doch mal Druck in Sachen Ende der Corona-Maßnahmen bringt.

  • Ich sehe halt keinen roten Faden mehr oder irgendein Ziel.

    Interessant auch die Artikel, die in letzter Zeit wieder erscheinen.


    "Corona und Maske: wie man fremde Personen auf Fehlverhalten hinweist" (Süddeutsche)


    "Zukunft nach Corona: wir werden die Notwendigkeit privater Treffen hinterfragen" (Die Zeit)


    Find ich bisschen krank, wie diese Ausnahmesituation von Lockdowns, Hygienemaßnahmen und sozialen Einschränkungen als zukünftiges Status Quo verkauft und den Leuten ins Gedächtnis gerufen werden.


    Ab nem gewissen Punkt müssen wir Tote in Kauf nehmen. Der kleine Prozentsatz an Leuten, die sich nicht impfen lassen können und Risikopatienten sind, müssen mit diesem Risiko leben. Die Welt kann deshalb nicht still stehen. Das war vor Corona der Fall und soll es auch jetzt sein.

  • Find ich bisschen krank, wie diese Ausnahmesituation von Lockdowns, Hygienemaßnahmen und sozialen Einschränkungen als zukünftiges Status Quo verkauft und den Leuten ins Gedächtnis gerufen werden.

    Das ist ja gerade das, was mir so Sorge bereitet. Ich habe das Gefühl, dass gewisse Umstände die wir jetzt haben auch ins zukünftige Leben verbaut werden sollen. Wie gesagt schau mal nach Frankreich oder Italien. Trotz aller Proteste ziehen die ihr Ding durch. Wer ab Freitag in Italien nicht geimpft ist muss überall einen Testnachweis erbringen selbst auf der Arbeit und das 3x die Woche für fast 30 Euro und wer das nicht macht wird entlassen. In vielen Berufen mit Kundenkontakt gilt dort sogar 2G. Da haste dann Arbeitsverbot. Das ist doch nicht richtig. Und Frankreich verkündet Maßnahmen bis mindestens Sommer 2022.


    Oder heute aus Deutschland:

    Baden-Württemberg will die Corona-Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte in Unternehmen mit Publikumsverkehr verschärfen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa in der Gastronomie oder in Friseursalons müssen sich künftig zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen in Stuttgart. Geimpfte und genesene Beschäftigte müssen sich nicht testen lassen.


    Das hat doch nichts mehr mit Gesundheitsschutz zu tun, wenn Geimpfte sich nicht auch testen lassen müssen. Völlig ohne Not will man etwas verschärfen was eine reine Gängelung von Ungeimpften ist. Das man damit eher das Gegenteil erreicht habe ich ja vor kurzem gepostet. Als ob Ungeimpfte die Pestbeulen sind und an allem schuld.

    Ab nem gewissen Punkt müssen wir Tote in Kauf nehmen. Der kleine Prozentsatz an Leuten, die sich nicht impfen lassen können und Risikopatienten sind, müssen mit diesem Risiko leben. Die Welt kann deshalb nicht still stehen. Das war vor Corona der Fall und soll es auch jetzt sein.

    Ich weiß halt auch nicht mehr auf was wir warten. Die ausgegebenen Impfquoten sind Utopie. Die Intensivstationen sind leer mit wenigen Covid Patienten. Vor Corona gab es auch immer mal wieder ein paar Kranke auf Intensivstationen mit anderen Viruserkrankungen. Und hätte, wäre, könnte Grippewelle, mehr Corona Infektionen ist keine Argumentation. Was ist wenn wir in 2 Monaten immernoch genauso stehen wie jetzt?


    Zudem bekommen wir noch ein ganz anderes Problem:

    In einem Seniorenheim in Hamm ist es zu einen Corona-Ausbruch gekommen. 27 ältere Menschen und 5 Mitarbeiterinnen haben sich nach WDR-Informationen infiziert, obwohl alle voll geimpft waren. Sieben Betroffene mussten ins Krankenhaus - ein Bewohner liegt auf der Intensivstation.

    Das Virus habe sich ungewöhnlich schnell ausgebreitet, sagte ein Sprecher der Stadt Hamm. Bei zwei Drittel der Betroffenen sei die Delta-Variante festgestellt worden. Da alle ihre zweite Impfung bereits im Januar erhalten hätten, zeige der Fall, wie wichtig die dritte Impfung sei, um den Impfschutz zu erneuern.


    Was kommt dann als nächste Begründung für Maßnahmen? Jeder muss 3x geimpft sein damit die Maßnahmen aufgehoben werden? Corona wird zu unserem Leben jetzt dazugehören ob wir wollen oder nicht. Da wird auch eine noch höhere Impfquote nichts mehr ändern weil hinten heraus die Wirkung der zweiten Impfung immer schwächer wird und nachgeimpft werden muss.

  • Hätten sie halt mehr Sport gemacht. Selber Schuld. :rolleyes:


    Find's fast schon lustig, dass es bei einer möglichen Impfpflicht so einen Aufschrei gibt, aber lool... paar Leute können ruhig sterben. Das kann man gut in Kauf nehmen, solang's nicht das eigene Umfeld trifft.

  • Find's fast schon lustig, dass es bei einer möglichen Impfpflicht so einen Aufschrei gibt, aber lool... paar Leute können ruhig sterben. Das kann man gut in Kauf nehmen, solang's nicht das eigene Umfeld trifft.

    Wer soll denn sterben??? Und wer soll schuld sein??? Wenn die alten und kranken Leute geimpft sind ist das der bestmögliche Schutz. Wie du siehst sterben auch mit Impfung Leute an Corona. Es wird da niemals mehr eine 0 geben auch nicht mit einer 100% Impfquote. Die Impfung schützt besser aber sie wird Corona nicht ausradieren weil das Virus auch weltweit aktiv ist. Wenn das nicht bald verstanden wird können wir uns das restliche Leben einschließen.

  • 10% ist trotzdem viel für eine Impfung. Wenn da 10.000 in den Krankenhäusern lägen, dann wären davon 1.000 Geimpfte. Zusätzlich weiß man ja auch nicht wie sehr die Impfwirkung nachlässt. Vielleicht steigen die Zahlen noch weiter ohne Auffrischungsimpfungen.

    Und jetzt stell dir vor, dass von denen die 9000 auch geimpft wären. Dann würden wesentlich weniger im Krankenhaus liegen.

    Hab ansonsten ja schonmal gesagt, dass ich kein Problem in einer Auffrischungsimpfung sehe, werd ich mir so oder so dieses Jahr wohl auch noch abholen.


    Warte, warte.... zwei?

    Ich dachte, das war nen Ding von Schröder, zusammen mit seiner SPD?

    Egal, auf wessen Mist es letztlich gewachsen ist, die Grünen waren halt damals Teil der Regierungskoalition und haben das somit mitzuverantworten.


    Find's fast schon lustig, dass es bei einer möglichen Impfpflicht so einen Aufschrei gibt, aber lool... paar Leute können ruhig sterben. Das kann man gut in Kauf nehmen, solang's nicht das eigene Umfeld trifft.

    Hab ich eigentlich nicht herausgelesen, dass man die so leichthin in Kauf nimmt. Aber Menschen sterben nunmal, im Alter halt auch oft an Grippe/grippalen Infekten oder ähnlichem. Nie wurden uns dazu täglich die Zahlen um die Ohren gehauen, weils nunmal nicht zu ändern war. Da sehe ich jetzt nicht den großen Unterschied. Man kann entweder beginnen normal weiterzuleben oder sich für immer in einer Höhle verkriechen. Ersteres wäre mir bei allen Risiken wesentlich lieber.

  • Nah, je mehr geimpft sind, desto besser. Fakt ist aber auch, wir werden nicht alle retten können. Impfdurchbrüche, Mutationen, der Umstand dass man das Virus auch als Geimpfte*r bekommen und weitergeben kann (auch wenn die Viruslast geringer ist), mögliche zukünftige Pandemien.


    Mir geht's um das Narrativ, das verbreitet wird, dass es praktisch kein nach der Pandemie mehr geben wird und wir unsere Art zu leben in Frage stellen sollten. Dass jetzt sogar schon das Thema Grippeimpfung thematisiert wird, was vorher nie so Thema war, nach dem Motto "wenn wir schon dabei sind".


    Ja. Tote müssen in Kauf genommen werden. Weil der Tod ein Risiko ist, welches uns durch unser ganzes Leben begleitet. Ob Krankheit und Infektion, Unfälle, Umweltverschmutzung, Alkoholmissbrauch, etc.


    Als ob du dich jetzt so sehr um ein paar Coronatote in einer sonst stark durchimpften Gesellschaft sorgst Bastet. Ich bitte dich. Ist nur virtue signaling grad.

  • Interessant auch die Artikel, die in letzter Zeit wieder erscheinen.


    "Corona und Maske: wie man fremde Personen auf Fehlverhalten hinweist" (Süddeutsche)


    "Zukunft nach Corona: wir werden die Notwendigkeit privater Treffen hinterfragen" (Die Zeit)


    Find ich bisschen krank, wie diese Ausnahmesituation von Lockdowns, Hygienemaßnahmen und sozialen Einschränkungen als zukünftiges Status Quo verkauft und den Leuten ins Gedächtnis gerufen werden.

    Also, zwei Artikel allein wären ohnehin kein Beweis für einen derartigen Trend, aber wenn ich das richtig sehe, ist in den Artikeln ohnehin nichts, was das so verkauft, wie du es hier darstellst (sollte ich die falschen Artikel erwischt haben, sag Bescheid, musste ohne Links halt googeln). Den Süddeutsche-Artikel kann ich zugegebenermaßen nicht wirklich beurteilen, weil ich da nicht hinter die Bezahlschranke komme, aber wenn ich mir das, was ich davon sehen kann, anschaue, scheint es schlicht um Hinweise an Maskennichttragende vor dem Hintergrund einer Maskenpflicht zu gehen und wie diese Hinweise "erfolgreich" vorgenommen werden können. Das wirkt jetzt erst einmal nicht so, als ob es die Maskenpflicht selbst als auf ewig notwendig darstellen würde, geschweige denn die gesamte Ausnahmesituation der Pandemie. Mag natürlich sein, dass das hinter der Bezahlschranke anders aussieht und du den Artikel gelesen hast, dann kannst du mich natürlich gerne korrigieren.

    Im Zeit-Artikel wiederum (der ist übrigens mehr als fünf Monate älter als der aus der Süddeutschen, insofern scheinst du hier "in letzter Zeit" in einem sehr gedehnten Sinne zu gebrauchen) kommen halt sechs "Zukunftsforscher*innen" zu Wort und einer davon (Axel Zweck) merkt an, dass die Pandemie dazu geführt habe, dass Freundschaften teils ins Digitale verlagert wurden, was, wie er sagt, "oft unbefriedigend und mühselig" sei, aber letztlich auch damit einhergegangen sei, dass aufgrund des geringeren Inputs bei digitalen Treffen mehr auf Nuancen geachtet werde, was sich vielleicht auch in Zukunft beibehalten werde. Insgesamt wird hier nicht gesagt "Das ist alles gut/richtig so", sondern nur eine Vermutung abgegeben, wie es sein wird - ohne da eine eindeutige moralische Wertung vorzunehmen, aber eben mit einer Berücksichtigung von Effekten, die jeweils als positiv oder negativ wahrgenommen werden können. Deswegen heißt es auch "Wir werden die Notwendigkeit privater Treffen hinterfragen" und nicht "Wir werden die Notwendigkeit privater Treffen hinterfragen müssen" oder "Wir sollten die Notwendigkeit privater Treffen hinterfragen". Ob die von Zweck prognostizierte Zukunft in der Summe als gut oder schlecht ansieht, kann schlicht von den Leser*innen selbst entschieden werden - wie sie übrigens auch entscheiden können, ob sie überhaupt annehmen, dass die fragliche Zukunft eintreten wird. Die Ironie insgesamt dabei übrigens: Besprochen wird hier gerade die Zukunft nach der Pandemie (bzw. nach Corona), also ist es sehr merkwürdig, den Artikel als Beispiel heranzuziehen, den Leuten werde vermittelt, es gäbe kein Leben nach Corona mehr.

    Und überhaupt: Artikel, die sich damit beschäftigen, was nach der Pandemie kommt, gibt es doch zu Hauf. Dass uns überwiegend vermittelt würde, der Pandemiezustand würde ewig andauern, halte ich da doch für eine sehr gewagte These.

  • Ab nem gewissen Punkt müssen wir Tote in Kauf nehmen. Der kleine Prozentsatz an Leuten, die sich nicht impfen lassen können und Risikopatienten sind, müssen mit diesem Risiko leben. Die Welt kann deshalb nicht still stehen. Das war vor Corona der Fall und soll es auch jetzt sein.


    Klingt hart, aber ja. Ist leider so.

    Und wer nicht grade irgendwie chronisch krank ist, der hat vielleicht ganz andere Risiken im Leben zu sterben. Zum Beispiel wenn man einen Job hat, der entsprechend gefährlich ist. Ganz allgemein kommt Kriminalität hinzu, die überall statt findet.

    Ich bleibe auch dabei, dass solche Maßnahmen verhältnismäßig sein müssen.


    Find ich bisschen krank, wie diese Ausnahmesituation von Lockdowns, Hygienemaßnahmen und sozialen Einschränkungen als zukünftiges Status Quo verkauft und den Leuten ins Gedächtnis gerufen werden.


    Ich finde es halt auch fraglich, wenn man sagt: Ja, so ist es ja dort noch nicht beschrieben. Aber irgendwo sollte man das Kin schon festhalten bevor es in den Brunnen geschub.... ähm.... bevor es in den Brunnen gefallen worden ist.... ^^


    Das hat doch nichts mehr mit Gesundheitsschutz zu tun, wenn Geimpfte sich nicht auch testen lassen müssen.


    Richtig. Und genau so wird halt das Narrativ bedient, dass du als Geimpfter immer fein raus bist. Man bekommt hier wirklich langsam den Eindruck, wenn ein Geimpfter fett Party macht und das Virus weiter gibt, dann gibt es höchstens ein "Du, du, du!". Aber wenn sich ein Ungeimpfter an alle Regeln hält und er das Virus dann bekommt und vielleicht weitergegeben hat, dann ist er ganz ganz phöse!


    Was mich dabei auch so aufregt ist Folgendes:

    Man stelle sich vor, da sind drei Leute, zusammen in einem Raum.

    Einer ist Geimpft.

    Einer ist ungeimpft. Einer darf sich nicht impfen lassen.

    Letzterer landet im Krankenhaus.

    Preisfrage: Wer hats übertragen? Da wird dann einfach gesagt, dass es wahrscheinlich der Ungeimpfte war. Ob das stimmt, oder nicht, ist völlig egal, es wird trotzdem mit dem Finger auf den Ungeimpften gezeigt.

    Und das ist es, was mich grade so hart ankotzt.


    Es wird da niemals mehr eine 0 geben auch nicht mit einer 100% Impfquote. Die Impfung schützt besser aber sie wird Corona nicht ausradieren weil das Virus auch weltweit aktiv ist. Wenn das nicht bald verstanden wird können wir uns das restliche Leben einschließen.


    Ich weiss auch nicht, wie oft man das jetzt noch wiederholen muss, bis das in der Bevölkerung mal angekommen ist.


    Egal, auf wessen Mist es letztlich gewachsen ist, die Grünen waren halt damals Teil der Regierungskoalition und haben das somit mitzuverantworten.


    Stimmt.... Danke für fürs Erinnern. :thumbup:


    Und überhaupt: Artikel, die sich damit beschäftigen, was nach der Pandemie kommt, gibt es doch zu Hauf. Dass uns überwiegend vermittelt würde, der Pandemiezustand würde ewig andauern, halte ich da doch für eine sehr gewagte These.


    Erstens: Man sollte den Zug stoppen, wenn man merkt, dass er in eine bestimmte Richtung fährt. Es sind immer schleichende Prozesse. Gewisse Zeichen sollte man schon irgendwie erkennen, oder zumindest mal die Frage stellen, weshalb man die Notwendigkeit privater Treffen überhaupt thematisiert?? Was soll das überhaupt? Hat man immer noch nicht verstanden, was Menschen sind? Wieso stellt man diese Frage überhaupt auf? Natürlich ist sowas notwendig. Nicht immer und zu jeder Zeit, aber grundsätzlich auf jeden Fall. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns privat nur noch in irgendwelchen Online-Calls sehen dürfen?

    Ich glaube du verstehst nicht, was solche kleinen Schritte, die sich alle irgendwann summieren, für eine Gefahr darstellen!


    Zweitens: Ich finde es witzig, wie schön du hier erklärst, wie man diese Artikel richtig gelesen interpretieren kann, so ganz sachlich.

    Aber mir wolltest du vorher unbedingt noch zeigen, dass ich bestimmte Narrative bedienen würde, wen ich hier es nu wage, über meine Eindrücke, Gefühle und spontanen Gedanken zu schreiben. Dabei sind solche Artikel weitaus besseres Futter für diese Narrative.


    Ich bleibe dabei: Man muss jetzt nicht anfangen, immer mehr auf Datensicherheit zu shicen und man muss auch nicht fragen, ob private Treffen notwendig sind, lol....

  • Naja, aber du hast literally von Leuten gesprochen, die nicht geimpft werden dürfen. Ich meine, hast du die auch um deren Meinung gefragt, oder findest du einfach, dass man deren Tod in Kauf nehmen muss, obwohl der eigentlich wirklich extrem leicht zu vermeiden wäre?


    Und man kann hier nichtmal sagen, dass sich eine Impfpflicht oä nichts bringen würde, da die anderen Länder nicht mitziehen. Überraschung, es gibt, oder gäbe in der Theorie zumindest, so etwas wie politische und wirtschaftliche Sanktionen.

    Man könnte sowas auch mit Ländern machen, die auf Klimaschutz scheißen, oder auf solche, die Menschenrechte mit Füßen treten. Man könnte es genauso mit Ländern machen, deren Impfquote zu gering ist.

    Tut man aber nicht, weil sich all jene Leute in der Politik bloß um Konsequenzen sorgen, die sie selbst betreffen, und weder die Eier noch das Interesse daran haben, andere Länder mit Sanktionen abzustrafen. Mit Ach und Krach hat man das irgendwie halbherzig bei Ungarn durchgezogen, aber halt auch nicht so wirklich.



    EDIT


    Im Zeit-Artikel wiederum (der ist übrigens mehr als fünf Monate älter als der aus der Süddeutschen, insofern scheinst du hier "in letzter Zeit" in einem sehr gedehnten Sinne zu gebrauchen) kommen halt sechs "Zukunftsforscher*innen" zu Wort und einer davon (Axel Zweck) merkt an, dass die Pandemie dazu geführt habe, dass Freundschaften teils ins Digitale verlagert wurden, was, wie er sagt, "oft unbefriedigend und mühselig" sei, aber letztlich auch damit einhergegangen sei, dass aufgrund des geringeren Inputs bei digitalen Treffen mehr auf Nuancen geachtet werde, was sich vielleicht auch in Zukunft beibehalten werde. Insgesamt wird hier nicht gesagt "Das ist alles gut/richtig so", sondern nur eine Vermutung abgegeben, wie es sein wird - ohne da eine eindeutige moralische Wertung vorzunehmen, aber eben mit einer Berücksichtigung von Effekten, die jeweils als positiv oder negativ wahrgenommen werden können. Deswegen heißt es auch "Wir werden die Notwendigkeit privater Treffen hinterfragen" und nicht "Wir werden die Notwendigkeit privater Treffen hinterfragen müssen" oder "Wir sollten die Notwendigkeit privater Treffen hinterfragen". Ob die von Zweck prognostizierte Zukunft in der Summe als gut oder schlecht ansieht, kann schlicht von den Leser*innen selbst entschieden werden - wie sie übrigens auch entscheiden können, ob sie überhaupt annehmen, dass die fragliche Zukunft eintreten wird. Die Ironie insgesamt dabei übrigens: Besprochen wird hier gerade die Zukunft nach der Pandemie (bzw. nach Corona), also ist es sehr merkwürdig, den Artikel als Beispiel heranzuziehen, den Leuten werde vermittelt, es gäbe kein Leben nach Corona mehr.

    Und überhaupt: Artikel, die sich damit beschäftigen, was nach der Pandemie kommt, gibt es doch zu Hauf. Dass uns überwiegend vermittelt würde, der Pandemiezustand würde ewig andauern, halte ich da doch für eine sehr gewagte These.

    Inwiefern gibt es daran überhaupt etwas Positives? Sobald die Notwendigkeit privater Treffen überhaupt hinterfragt wird, ist / wird die gesamte Gesellschaft halt durch und durch krank(er). Sorry, aber anders kann ich das nicht mehr sagen.

    Unsere Gesellschaft wird immer beschissener, wenn viele Menschen beginnen den Sinn privater Treffen zu hinterfragen und ich hätte wirklich keinen Bock mit solchen Menschen zu leben.


    Im Endeffekt ist es nichts wert, wenn "man mehr auf Nuancen achtet", wenn man sich dabei nicht sieht. Bin halt selbst kein Computer und dadurch bringt es mir bei meinen Freund*innen nichts, wenn meine Unterhaltungen mit ihnen sich immer mehr auf Kommunikation via Computer verlagern würde.


    Diese Artikel, oder auch du, wenn du daran etwas Positives mitnehmen kannst, sagen quasi: Wieso müssen wir überhaupt noch Menschen sein?

    Hm ja... ich hab eine klare moralische Wertung dazu. ^^'

  • Wo kommen wir denn da hin, wenn wir uns privat nur noch in irgendwelchen Online-Calls sehen dürfen?

    Das wäre natürlich furchtbar, aber es gibt keine Bestrebungen, dass Treffen nur noch online sein dürfen (wer auch immer das erlauben oder verbieten soll), was halt auch gar nicht in den Artikeln diskutiert wird, und ich sehe auch keine Tendenz, dass die Bevölkerung freiwillig jetzt alles lieber nur online machen möchte.

    Zweitens: Ich finde es witzig, wie schön du hier erklärst, wie man diese Artikel richtig gelesen interpretieren kann, so ganz sachlich.

    Aber mir wolltest du vorher unbedingt noch zeigen, dass ich bestimmte Narrative bedienen würde, wen ich hier es nu wage, über meine Eindrücke, Gefühle und spontanen Gedanken zu schreiben. Dabei sind solche Artikel weitaus besseres Futter für diese Narrative.

    Ich glaube, wenn Personen die Artikel nicht lesen, sich ihre Aussage ohne Ahnung über ihren Inhalt zusammenreimen und das dann spontan raushauen, dann dürfte das eher den fraglichen Personen als den Artikeln vorzuwerfen sein. Was an Artikeln, die aussagen, wie andere freundlich auf die Maskenpflicht etwa im ÖPNV hingewiesen werden können und wie sich sechs Leute die Zukunft nach der Pandemie vorstellen, so problematisch sein soll bzw. welche Narrative sie irgendwie bedienen sollen, ist mir indes schleierhaft. Wie gesagt wird die Notwendigkeit privater Treffen gar nicht allgemein in Frage gestellt. Es wird also nicht gefragt: "Brauchen wir noch private Treffen?", sondern gefragt: "Werden einige Leute vielleicht vermehrt bei bestimmten Gelegenheiten auf Online-Kommunikationsmittel zurückgreifen?" Und selbst wenn du der Ansicht bist, dass eine freiwillige, leicht stärkere Verlagerung auf solche Kommunikationsmittel in der Zukunft aus rein gesellschaftskritischer Sicht ein Unding ist, dann gilt halt immer noch, dass der Artikel dahingehend erstens keine Wertung vornimmt (du könntest also den Artikel zitieren und sagen "Und genau das ist/wäre furchtbar") und zweitens die Prognose aber gar nicht eintreffen muss, weil sich die Zukunft so nun einmal nicht vorhersagen lässt (und insofern solltest du dann ggf. beim Zitieren vorsichtig sein).

    Falls dein Vorwurf jetzt übrigens irgendwie sein soll, dass ich die Artikel wohlwollender interpretiert hätte als deine Aussage, so habe ich dir nie unterstellt, wirklich der Meinung gewesen sein, bei der Werbung für die Grippeimpfung handele es sich zwangsläufig um etwas, das nur den Pharmakonzernen nützen soll. Darum ging es auch gar nicht, ich habe nur - und das war nicht einmal spezifisch an dich gerichtet, sondern eine allgemeine Aussage - gesagt, dass es sinnvoll wäre, sich über die Verbreitung bestimmter Narrative und ob mensch selbst unbeabsichtigt dazu beiträgt, sich Gedanken zu machen. Kannst du natürlich gerne ignorieren, wenn du meinst, dass dir das nicht wichtig ist.

    Inwiefern gibt es daran überhaupt etwas Positives?

    Vielleicht sollten wir nicht über Artikel hinter Bezahlschranken diskutieren, damit eine Person alles erklären muss ... Also, die Argumentation des Artikels bzw. dieses Einzelabschnitts ist dahingehend in etwa das: Weil wir lange Zeit nicht den gleichen Input hatten wie bei einem realen Treffen, hätten wir während der Pandemie gelernt, mehr auf kleinere Dinge und Nuancen zu achten bzw. seien wir achtsamer geworden und hätten gelernt, Emotionen auch anhand kleinerer Anzeichen zu erkennen. Das wird insofern als positiv angesehen, als dass wir dann unser Gegenüber auch bei wieder möglichen realen Treffen vielleicht sogar besser und schneller verstehen können. Es sei einer Art "digitaler Empathie" erlernt worden. Heißt also: Es wird nicht gesagt, dass es positiv sei, sich nur noch online zu treffen oder etwas in der Art. Es wird nur gesagt, dass die Tatsache, dass wir uns zum Teil nur online treffen konnten, einen positiven Nebeneffekt gehabt haben könnte, der natürlich durch die negativen Effekte wie das Ausbleiben persönlichen Kontakt mehr als aufgewogen werden kann. Der Artikel sagt also wie bereits erläutert nicht "Das ist insgesamt alles gut so", sondern nur "Das ist jetzt so, und wir gucken, was das im Schlechten wie im Guten bedeutet".

    Falls dich übrigens meine Meinung zu dem Aufwiegen dieser angeblichen gesteigerten Achtsamkeit und der Frage, wie sie gegen das Ausbleiben privater Treffen während der Pandemie aufzuwiegen wäre, interessiert: Ich glaube nicht, dass das netto eine positive Sache ist, und insbesondere bin ich mir gar nicht so sicher, ob das mit der gesteigerten Achtsamkeit und der digitalen Empathie überhaupt stimmt.

    (Anmerkung: Ein verstärkter Einsatz von Online-Kommunikation bzw. die Tatsache, dass digitale Kompetenzen und Strukturen zum Teil während der Pandemie besser ausgebaut wurden, kann natürlich auch positive Effekte etwa für Leute mit körperlichen Einschränkungen haben, etwa im universitären Bereich, darauf geht der Artikel aber nicht ein. Natürlich hätte es dazu keine Pandemie gebraucht und dass das nur in deren Rahmen erfolgte, dürfte wohl Kennzeichen des ableistischen Charakters unserer Gesellschaft sein, aber ich finde es schwierig, das den Leuten vorzuhalten, für die der Ausbau digitaler Strukturen mehr Teilhabe bedeutete.)

    Sobald die Notwendigkeit privater Treffen überhaupt hinterfragt wird, ist / wird die gesamte Gesellschaft halt durch und durch krank(er).

    Wie oben gesagt: Der Artikel bzw. der Mann, der diese Prognose verfasst hat, diskutiert nicht, ob private Treffen noch notwendig sind. Er behauptet eigentlich auch nicht, dass die Notwendigkeit privater Treffen allgemein hinterfragt werden wird. Eigentlich sagt er nur, dass Online-Kommunikation in Zukunft einen größeren Anteil haben wird, und ja, vielleicht auch im privaten Bereich, wobei nicht gesagt wird, dass reale Treffen gar nicht mehr vorkommen würden. Das kannst du natürlich auch schlecht finden, keine Frage, ist eine legitime Position, aber es ist klarzustellen, dass nicht gesagt wird, dass wir keine privaten Treffen mehr bräuchten oder sie gar nicht mehr wollen werden. Ich meine nur, in Bezug auf Letzteres können wir auch einfach uns selbst angucken: Ich will nicht auf private Treffen verzichten, und du nach allem, was ich von dir gelesen habe, auch nicht.

    Diese Artikel, oder auch du, wenn du daran etwas Positives mitnehmen kannst

    Also, zunächst einmal ist es nur ein Artikel, der dahingehend etwas sagt, der andere ist wohl (wie gesagt, ich komme nicht hinter die Bezahlschranke) ein Ratgeber, wie Leute erfolgreich auf eine Maskenpflicht hingewiesen werden können, so sie denn besteht. Und was den einen Artikel, der sich tatsächlich damit beschäftigt, angeht, so ist meine Meinung einfach, dass sich die Zukunft allgemein nur schwer vorhersagen lässt und ich deswegen ehrlich gesagt wenig von derartigen Prognosen halte. Dass Online-Kommunikation in manchen Bereichen stärker eingesetzt wird, etwa im Beruf oder an der Universität, kann ich mir schon vorstellen (und da sehe ich durchaus die Möglichkeit für Positives), aber dass Leute, die sich privat treffen können, dann lieber auf Online-Kommunikation ausweichen werden, halte ich für fraglich.