[Jahresrückblick] Deine Unterhaltungsmedien im Jahr 2020!

  • Das Jahr ist nun (fast) vorbei und wie immer gegen Jahresende möchten wir euch auch jetzt wieder gerne dazu einladen, die Unterhaltungsmedien vorzustellen, die ihr im Jahr 2020 entdeckt habt. Dabei muss es sich natürlich nicht nur um Dinge handeln, die 2020 erschienen sind - ihr könnt gerne auch über (Wieder-)entdeckungen von älteren Dingen sprechen. Bedenkt dabei aber, dass es keine reinen Aufzählungen werden sollen, also achtet darauf, dass ihr zumindest kurze Beschreibungen und/oder Begründungen mitliefert.

    Falls ihr ein paar Fragen zur Anregung braucht:

    • Welche Filme und Serien habt ihr 2020 geschaut? Welche haben euch gefallen und welche nicht?
    • Habt ihr neue Lieblingsalben entdeckt oder alte wiederentdeckt?
    • Gibt es bestimmte YouTube-Kanäle, die ihr öfter verfolgt habt?
    • Welche Bücher haben euch 2020 besonders gefesselt? Welche haben euch eher enttäuscht?
    • Habt ihr Podcasts gehört oder - der Empfehlung der Kanzlerin folgend - sogar selbst welche aufgenommen?
    • Allgemein: Hat sich euer Medienkonsum durch Corona verändert? Wenn ja, in welcher Hinsicht genau? Habt ihr alternative Angebote (wie etwa Online-Konzerte) genutzt?

    Natürlich war 2020 generell ein schwieriges Jahr - insbesondere, was Filme und Kinos angeht. Denn aufgrund der Corona-Pandemie waren Filmreleases über das Kino mehrheitlich nicht zu machen und beschränkten sich eher auf das Frühjahr. Gespannt wurde dabei die Veröffentlichung von Tenet verfolgt, der als erster großer Blockbuster unter den Bedingungen der Pandemie anlief - ein eindeutiger Erfolg wollte sich hierbei jedoch nicht einstellen, weshalb andere Blockbuster noch einmal verschoben wurden, so etwa auch der neue James-Bond-Film No Time to Die, der nunmehr im März 2021 anlaufen soll. Dies führte auch dazu, dass 2020 anders als geplant im Sektor der Superheld*innenfilme nicht das Jahr der Frauen wurde: Von vier Filmen, die unter weiblicher Regie standen bzw. stehen und von weiblichen Hauptrollen geprägt sind, wurde letztlich nur Birds of Prey regulär veröffentlicht, während Wonder Woman 1984 sich ins Spätjahr und auf die Streamingwebsite HBO Max verschob. Zwei weitere Filme, The Eternals und Black Widow, wurden komplett auf das nächste Jahr verschoben.


    Neben Verschiebungen von Startterminen kam es auch oft zur direkten Veröffentlichung über Streamingdienste, wie etwa im Fall von Borat Anschluss Moviefilmoder (zumindest teilweise) bei den Disney-Produktionen Soul und Mulan. Dass oft dieser Weg eingeschlagen wurde, ist dabei kennzeichnend für einen generellen Trend, der sich durch die Covid-Pandemie noch weiter verfestigte: Der Aufstieg der Streaming-Dienste, zu denen sich - was Deutschland betrifft - im März auch Disney+ hinzugesellte. Die Ablenkung durch über Streamingdienste geschaute Serien und Filme wurde für viele zum wichtigen Baustein in der psychischen Bewältigung der Pandemie.


    Eine brisante Frage im Kontext von Streaminganbietern und Filmen betraf die anstehende Oscarverleihung: Da hierbei Filme, die ausschließlich über Streaming veröffentlicht werden, in der Regel ausgeschlossen sind, bestand hier die Gefahr einer zu kleinen Auswahl, weshalb sich dazu entschieden wurde, diese Regelung zu lockern - was aber nach Ende der Pandemie rückgängig gemacht werden soll.


    Natürlich aber sind nicht nur diese visuellen Medien von Relevanz: So lädt eine Pandemie ja auch zum Gesellschaftsspiel im kleinen Kreis ein. Beliebt war - ironischerweise, möchte man fast sagen - das Spiel Pandemic, doch tatsächlich feierte auch das gute alte Schachspiel eine kleine Renaissance, wozu später im Jahr auch der Erfolg der Serie Das Damengambit beitrug. Ebenso beliebt waren Rätselspiele, die die Erfahrungen eines Escape-Rooms simulieren.


    Natürlich griffen aber viele auch zu Büchern, um sich die Zeit zu vertreiben und so legte der Buchmarkt in den späteren Monaten des Jahres 2020 wieder zu, nachdem im Frühjahr die Umsätze ein wenig eingebrochen waren. Dabei setzte sich auch die allgemeine Tendenz des Umsatzrückgangs bei Printbüchern fort, der allerdings eine Umsatzsteigerung bei den E-Books gegenübersteht.


    An der Musikbranche ging die Corona-Pandemie insofern nicht spurlos vorbei, dass Konzerte aus Hygienegründen problematisch waren - allerdings verschob sich auch hier mitunter die Teilhabe ins Digitale, denn Online-Konzerte wurden ebenfalls zu einer wichtigen Ablenkung bzw. zu einem kleinen Hoffnungsspender während der Pandemie. Auf der breiteren Ebene der akustischen Medien erfreuten sich zusätzlich auch noch Podcasts (weiterhin) einer großen Beliebtheit.


    Das also als kurzen Überblick über verschiedene Entwicklungen im Unterhaltungsmedienbereich des letzten Jahres - aber nun seid ihr dran: Wie sah euer mediales Jahr 2020 aus?

  • Thrawn

    Hat das Thema freigeschaltet
  • 2020 war Medientechnisch für mich ein relativ deprimierendes Jahr. Normalerweise gehe ich 1-2 Mal im Monat ins Kino und dieses Jahr war ich gesamt 4 Mal im Kino. Das war vor der Pandemie in Jojo Rabbit, Knives out und Birds of Prey und während der Pandeme war ich dann noch in Pixars Onward. Und irgendwie ist das ganz schön frustrierend für mich gewesen, weil ... Nun, ich liebe Kino und Filme einfach. :( Da fehlte deutlich etwas dieses Jahr.


    Allerdings waren so viele Filme, auf die ich mich gefreut habe, halt dann auch nicht da. Bei Marvel habe ich mich auf jeden Fall auf Eternals gefreut - auf Black Widow weniger, aus dem einfachen Grund, dass mich ScarJo mittlerweile nervt, weil sie halt auch so ein Haufen unreflektierter Privilegien ist Aber Eternals klang vielversprechend, gerade weil es auch was anderes sein sollte. Kam aber nicht. Prinzipiell war es das erste Jahr seit über 10 Jahren ohne einen MCU Film und das ist schon irgendwie ... Es reißt einen aus einer gewissen Routine heraus.


    Auf WonderWoman 1984 habe ich mich auch gefreut - selbst wenn ich nun von diversen Bekannten in den USA höre, dass sich das nicht gelohnt hat. Für uns ist er vollkommen legal aber noch immer nicht zu haben, daher :(


    Ebenso gefreut hatte ich mich eigentlich auf den neuen James Bond, der aber vorerst auch nicht herauskommt.


    Also ja, alles in allem irgendwie frustrierend das alles.


    Allerdings gab es immerhin noch Netflix, das einen bei Verstand gehalten hat. Ich war nie in meinem Leben dankbarer für einen Service, als für Netflix dieses Jahr.


    Ich habe in meinem Blog bereits einen medialen Jahresrückblick geschrieben, bin aber einmal so frei, eine tl;dr Fassung hierher zu übertragen.


    Was mein erster großer Punkt für Netflix dieses Jahr war, war, dass sie noch mehr internationales Programm reingeholt haben. Also vor allem Netflix-Eigenproduktionen aus anderen Ländern. Mein persönliches Highlight waren dabei die Südafrikanischen Serien, die Netflix ins Programm geholt hat. Ich habe halt seit ich Mosaik schreibe, eine große Faszination mit Südafrika und seiner Kultur, entsprechend wusste ich, als ich den Trailer für Queen Sono gesehen habe, dass ich diese Serie schauen muss. Queen Sono war auch irgendwo das Highlight für dieses Jahr - jedenfalls auf Netflix. Die Serie ist einfach nur perfekt für mich. Feministisch, dekolonial und mit sozialistischen Untertönen? Count me in.


    Aber auch Blood and Water, eine der anderen südafrikanischen Serien, die Netflix dieses Jahr hatte, war - zumindest für eine YA Serie - ziemlich gut. Selbst wenn mich in der Serie sehr frustriert hat, dass diverse Konflikte sich leicht hätten lösen lassen, hätten die Charaktere nur miteinander gesprochen. ^^"


    Was Netflix-Filme angeht hatte ich meine Highlights mit Enola Holmes, Over the Moon und The Old Guard. Enola Holmes kam dieses Jahr genau zur Rechten Zeit, weil ich gerade wieder eine Sherlock Holmes Phase habe und ... Hach. :D Ich fand den Film goldig. Auch Over the Moon war unglaublich schön ... Wie ein chinesischer Disney-Film.


    The Old Guard war aber mein Highlight. Auf den Film habe ich schon hingehypt, seit er angekündigt wurde. Weil ... Nun, es ist Urban Fantasy, es ist Action und es hat Charlize Theron in der Hauptrolle und wer mich kennt weiß, wie sehr ich die Frau hype. :P Entsprechend war die Vorfreude auf den Film sehr groß und er hat nicht enttäuscht. Es war genau meine Art von Film und dass es queere Repräsentation gab, war ein weiterer Bonus.


    Ich habe von The Old Guard auch den Comic gekauft und war dann absolut hin und weg, dass dieser sogar noch queerer ist, als der Film. Also: Yes!


    Es seien halt zusätzlich noch zwei der Filme erwähnt, die ich tatsächlich im Kino gesehen habe: Jojo Rabbit und Birds of Prey. Jojo Rabbit war halt von Taika Waititi, weshalb der Film schon sonst etwas hätte machen müssen, um mir nicht zu gefallen, weil der Humor von Waititi meinen sehr genau trifft. (Ich werde das Jahr heute Abend auch mit Jojo Rabbit und What We Do In The Shadows ausklingen lassen.) Und Birds of Prey? Nun, Birds of Prey war ein Film, bei dem man einfach merkte, dass praktisch alle wichtigen Personen, die daran gearbeitet haben, Frauen waren. Und das war einfach unglaublich positiv. :)


    An der Serienfront muss ich dann natürlich noch zwei Netflix-Shows nennen, die dieses Jahr herauskamen, bzw beendet wurden. Zum einen Kipo and the Age of Wonderbeasts, eine wunderbare sehr diverse Show, die komplett dieses Jahr gelaufen ist. Zum anderen She-Ra and the Princesses of Power, die dieses Jahr beendet wurde. Und wie sie beendet wurde: Ein lesbischer Kuss hat die Welt gerettet und Kolonialismus beendet. <3 Aaaaaah! So großartig!


    Zuletzt sei aber mein absolutes mediales Highlight dieses Jahr war The Owl House von Disney. Die Serie war einfach nur ... <3 Ich war auf diese Show gehypt, seit sie angekündigt gewesen war. Weil mir der Artstyle so gefallen hat, weil es mich an Gravity Falls und Doremi erinnert hat, und weil ich mit einer Freundin immer da saß und meinte: "Wow, Eda wirkt wie eine alte Lesbe." Die Show ist dann gestartet und sie war was Humor, Charaktere und Worldbuilding anging tatsächlich sofort mein Ding. Und dann ... dann wurde die Show queer af. Weil womit ich nie wirklich von einer Disney-Channel-Show gerechnet hatte, war, dass die Serie tatsächlich queere Repräsentation beinhalten würde. Dann hatte erst ein Charakter zwei Väter, schon mal ein guter Anfang. Und dann ... Tja, dann stellte sich einer der zentralen Charaktere als lesbisch heraus und verliebte sich Hals über Kopf in die Protagonistin. Und was soll ich sagen? Es ist einfach nur großartig. :D Ich hoffe, wir bekommen die Serie bald auf Disney+ in Deutschland.


    Ähm, ja, das war es soweit von mir. Vielleicht mache ich später noch einen Post zum Thema YouTube, aber ich glaube dieser Post ist erst mal lang genug.

  • Anime / Donghua


    Ich hab auch dieses Jahr Großteils Anime / Donghua (also chinesische Cartoons / Anime) gesehen. ^^


    Meine Highlights von 2020, also meine Top 15:


    1. Heaven Official's Blessing (Tian Guan Ci Fu, 10/10 (C)): Meine animierte, absolute Lieblingsserie für dieses Jahr und steht im Allgemeinen sehr weit oben bei mir. Sehr schöner Stil und Animation, gefällt mir unheimlich gut, die Visuals sind einfach gorgeous! Sehr gut geschriebene Charaktere, die mir auch sympathisch sind (speziell Hua Cheng ist mir sehr ans Herz gewachsen!) und eine tolle Chemie haben, wirklich tolle Story und Atmosphäre ... I love it! :bigheart:


    2. Fruits Basket - Season 2 (10/10, J): Einer meiner Lieblings-Shoujos, weil er sehr auf Charakterentwicklung und (toxische) Familienverhältnisse, Trauma etc fokusiert ist. Ich mag die Charaktere (vor allem Yuki!) und deren Interaktionen und Motivationen sehr gerne und insgesamt ist der Anime wirklich berührend.

    Allerdings ist die Serie andererseits auch etwas naiv. Toru ist so extrem naiv und waifu-like, das ist echt nicht mehr feierlich ... da kann sie einen manchmal wirklich nerven. ^^"


    3. Somali And The Forest's Spirit (Somali To Mori No Kamisama, 10/10 (J)): Eine wunderbare Fantasyserie, von der ich wirklich hoffe, dass sie fortgesetzt wird. Sie hat ein sehr spezielles und kreatives Setting, eine süße Prämisse und ist berührend. Kann sehr dunkel werden und auf der anderen Seite wirklich niedlich.

    Außerdem mag ich diese Vater-Tochter-Beziehung, die da zwischen Golem und Somali entsteht.


    4. Yashahime: Princess Half-Demon (Hanyou No Yashahime: Sengoku Otogizoushi, 8-9(??)/10 (J)): ... momentan, denke ich, weiß ja nicht was noch alles kommt. Es gibt einige Dinge, die mir sehr gut gefallen, andere eher nicht. Bevor ich jammere, warte ich jedoch ab. ^^"

    Ich mag jedenfalls auch die Mädchen sehr und bin gespannt, was mit dem alten Cast geschehen ist.


    5. Smile Down The Runway (Runway de Waratte, 9/10 (J)): Wundervoller Anime über ein Model und einen Designer mit sympathischen Charakteren und viel schöner Fashion. ^^

    Das Charakter-Drama ist auch wirklich gut geschrieben und berührend und ich shipp die beiden. :*


    6. Manual of Hundred Demons (Bai Yao Pu, 9/10 (C)): Erinnert mich etwas an Mushishi, ist visuell wundervoll und hat was sehr Interessantes an sich. Der Donghua hat auch eine ziemlich interessante Protagonistin und Episoden.


    7. Sleepy Princess In The Demon Castle (Maoujou De Oyasumi, 9/10 (J)): Einer der besten Comedy-Anime, die ich bisher gesehen habe. xD

    Man muss aber schon richtig genre-savvy im Fantasy-Genre zu sein, um viel Spaß damit zu haben.

    Hab selten bei einem Anime so sehr und durchgehend gelacht. :D


    8. A Mortal's Journey To Immortality - Season 1 (Fanren Xiu Xian Chuan Zhi Fanren Feng Qi Tian Nan - Season 1, 8/10 (C)): Sehr guter Donghua im typischen mittelalterlichen, chinesischen Setting mit einem sympathischen und klugen Hauptcharakter und wirklich wunderschönen CGI-Visuals.


    9. Scumbag System (Chuan Shu Zijiu Zhinan, 8/10 (C))v Von derselben Autorin wie Mo Dao Zu Shi und Tian Guan Ci Fu geschrieben. Muss ich noch fertiggucken. ^^

    Auch wenn ich die anderen beiden doch viel lieber mag, ist es dennoch eine sehr gute Serie.

    Hat auch eine sehr schöne CGI-Animation.


    10. Ascendance Of A Bookworm - Season 2 (Honzuki no Gekokujou: Shisho Ni Naru Tame Ni Wa Shudan Wo Erandeiraremasen - Season 2, 8/10 (J)): Mal ein Isekai, der mir wirklich gefällt mit einer ganz anderen Prämisse als die üblichen Isekais und sympathischer und kluger Protagonistin.


    11. Adachi And Shimamura (Adachi To Shimamura, 8/10 (J)): Süßer Girls Love-Anime mit richtig ruhiger, schöner Slow Burn-Romance, tollem Feeling / toller Atmosphäre und Visuals. Ich mag die Mädels auch gerne und fiebere mit der Romanze mit.


    12. Toilet-Bounded Boy Hanako-kun (Jibaku Shounen Hanako-kun, 8/10 (J)): Hat ein sehr eigenes Setting und Stil und ich mag wirklich vieles daran wirklich gerne. Wird auch stellenweise sehr berührend und ich mag manche Charas, vor allem eben Hanako-kun.

    Bloß die Protagonistin mag ich nicht so. Sie ist mir zu naiv und pubertär bzw. hat dieses kindliche Bild von Liebe und verknallt sich in jeden, der ihr über den Weg läuft ...


    13. Tower Of God (Kami No Tou (8/10, J)): Mag ich bisher schon gerne, weiß aber noch nicht genug davon und was ich insgesamt davon halten werde. Erste Staffel fühlt sich wirklich nur wie der Einstieg an.

    Aber ich mag Khun wirklich sehr gerne und shipp ihn mit Bam haha xD


    14. Legend Of Exorcism (Tian Bao Fuyao Lu (8/10, C)): Ziemlich guter Donghua, kommt aber imo nicht gaaanz an die anderen heran, hat aber sehr Spaß gemacht und ist visuell ebenso sehr schön (ebenfalls CGI).


    15. Wandering Witch (Majo No Tabitabi (7/10, J)): Hatte zu Beginn wirklich mehr erwartet, wenn ich ehrlich bin, aber ich mag es dennoch recht gerne. Außerdem mag ich Elaina ziemlich gerne.


    Honorable Mentions: Mo Dao Zu Shi Q (ist nur ein Omake mit kurzen Folgen ^^ (8/10, C)), Fog Hill Of Five Elements (Wu Shan Wu Xing - Story okay, aber atemberaubende Animation!, 8/10 (C)), Arte (war von Prämisse etc gut, aber etwas repetitive und so, 7/10 (J)), Aggretsuko (mochte die vorigen zwei Staffeln lieber ^^" (7/10, J))


    Cute Girls Doing Cute Things (nichts Besonderes, aber sweet xD): Bofuri (7/10, J), Our Days At Breakwater (7/10, J), Asteroid in Love (7/10, J), Kuma Kuma Kuma Bear (6/10, J)


    Auf jeden Fall noch zu sehen: The King's Avatar (Quanzhi Gaoshou (C)) Season 2 & bin gerade an der Railgun-Serie (J) dran. ^^


    Ich hab die Originaltitel dazugepackt, damit man erkennt, bei welcher Serie es sich um einen Anime und bei welcher es sich um einen Donghua handelt, und mit J für Japan und C für China abgekürzt.


    Seit etwa letztem Jahr konsumiere ich aktiv Donghua und bin visuell wie auch story-technisch etc. von vielem, was ich bisher gesehen habe, begeistert.

    Mich interessiert es auch sehr den Unterschied in der Kultur, im Setting und im Character-Writing im Vergleich zu Anime zu sehen.


    Außerdem schau ich gerne Donghua, weil ich im Moment nämlich finde, dass recht viele der neu produzierten Anime an Qualität zu wünschen lassen.

    Natürlich mag ich immer noch recht viele Serien, wie man sieht, aber die Industrie biedert sich vor allem in den letzten Jahren für meinen Geschmack viel zu sehr bei den typischen Weebs bzw. dem gängigen Weebgeschmack an und ist von diesen eben teilweise durchzogen, aka solche Leute arbeiten in der Industrie. Ich hab keinen Bock die hunderste Power Fantasy für den männlichen Weeb oder die meisten überzogenen Battle Shounen zu sehen ... ne, ist für mich nur Zeitverschwendung. xD



    Games


    Vor allem Animal Crossing New Horizons hat mich zu Beginn und Mitte des Jahres begleitet und war eine gute Ablenkung im Lockdown. Besonders Spaß macht mir in solchen Games das Dekorieren. Das sind solche Spiele, die ich immer ab und zu herannehmen und dann etwas weiterspiele. ^^

    Allerdings bin ich niemand, die da monatelang dranbleibt. Ich spiel immer wieder nach Lust und Laune.


    Zum Jahresende hat mich nun vor allem Nexomon Extinction beschäftigt, das mich mit vielen Dingen sehr begeistert hat. Dazu hab ich letztens mehr im "Was zockt ihr gerade?"-Topic geschrieben. RE: Was zockt ihr gerade? #5


    Ansonsten hab ich dieses Jahr nicht wirklich viel Videospiele gezockt. Nur hier und da mal Pokemon, und dann in erster Linie die beiden oben erwähnten Games + natürlich auch das Pokemon Mystery Dungeon-Remake. Ich hab es geliebt! Der neue Stil, der aber noch stark an das alte Mystery Dungeon angelehnt ist etc... nur schade um die Partnerareale ...



    Andere Medien


    Ansonsten bin ich auf die Realserie von Mo Dao Zu Shi, The Untamed, gestoßen, was mich auch richtig begeistert hat. Dazu hab ich wohl schon genügend geschrieben. xD

    Ich hab den Entschluss gefasst mir demnächst / nächstes Jahr noch ein oder ein paar C-Drama anzusehen. ^^


    Auch The Dragon Prince und The Witcher hab ich dieses Jahr gesehen ... denke ich? Der Lockdown und all das, hat mein Zeitgefühl komplett zerstört. :ugly:


    Zudem hab ich Birds Of Prey gesehen, was mir doch sehr gefallen hat (so ziemlich einer meiner Lieblings-Superheldenfilme, weil weibliche Protagonistinnen, die einfach besser dargestellt und nahbarer wirken und alles ... und ich mag das Genre eigentlich nichtmal so), und ich möchte ebenso noch The Owl House und Kippo sehen.


    Youtuber*innen klick ich immer verschiedene Videos an, mal hier und da, mal von einer Person oder der anderen, die ich regelmäßiger anklicke. Manchmal sind es verschiedene Wissenskanäle von Naturwissenschaften aber auch Geschichte, mal über Anime oder Creepypasta. Hier könnt ich mal alle auflisten, die ich (etwas) regelmäßiger sehe.

    Daher kann ich nicht wirklich was zu Youtube sagen und Podcasts höre ich keine.



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    Alaiya


    Aus deinem Blog:

    Zitat

    Die bunte Seite des Mondes

    Noch ein Netflix-Original. Dieses Mal ein Animationsfilm, der effektiv ein chinesischer Disneyfilm ist.

    Fei Fei und ihre Mutter lieben die Geschichte der Mondgöttin Chang’e. Doch Fei Feis Mutter stirbt und lässt das Mädchen allein mit ihrem Vater zurück. Als dieser neu heiraten will, denkt sie, dass er den Glauben an Chang’e verloren hat. Sie beschließt ihm die Existenz von Chang’e zu beweisen, indem sie zum Mond reist, um so irgendwie die neue Ehe zu verhindern. Doch Chang’e ist ganz anders, als sie es sich vorgestellt hat.

    Mein Gedanke beim Schauen des Films war: „Peterchens Mondfahrt, aber mit chinesischer Mythologie“. Der Film ist eine chinesisch-amerikanische Co-Produktion und sehr wie ein Disney-Film aufgezogen – inklusive diverser Musical-Nummern. Ein sehr schöner und rührender Film.


    Ich weiß, was ich morgen nach dem Aufstehen tun werde. :love:

    Schande über mich, dass ich das nicht kannte.

  • Ach komm, wenn ich eh schon gerade ein bisschen aktiv wieder hier bin, kann ich auch hier mal was rein schreiben.


    Muss generell sagen, ich kann mich wirklich sehr gut mit Alaiyas Beitrag identifizieren, was das Thema Kino betrifft. Bin zwar selbst nicht unbedingt jemand, der jetzt wirklich jeden Monat ins Kino geht, aber dennoch mindestens um die 5-6 Mal im Jahr. Das man letztes Jahr kaum die Möglichkeiten dazu hatte ins Kino zu gehen war schon ziemlich... bescheiden.


    Zumal es bei mir und einem meiner besten Freunde seit einigen Jahren schon zur Tradition geworden ist, dass wir uns mindestens zweimal im Jahr treffen um gemeinsam ins Kino zu gehen und wenns auch nur die neuesten MCU-Filme sind (oder der selbe Film mehrmals, haha). Aber dass wir beide letztes Jahr keine Gelegenheit dazu hatten, war schon echt... ernüchternd. ^^"

    Zumindest eine positive Sache hatte die Pandemie dann doch für mich gehabt: Ich hab mich endlich mal dazu entschieden mir Netflix zuzulegen. No kidding, ich habe mir das wirklich jahrelang vorgenommen und immer wieder aus diversen Gründen aufgeschoben. Aber da durch die Pandemie nicht allzu viele Freizeitbeschäftigungen zur Verfügung standen, hatte ich dieses mal keine Ausrede mehr parat. Besagter Freund hat mir sogar gratuliert, als er davon erfahren hat (natürlich wars rein scherzhaft gemeint, haha).



    Filme


    Hab bei Netflix unter anderem recht viele Filme angeschaut, zum Einen viele Ghibli-Filme die ich noch nicht kannte oder die ich mal wieder rewatchen wollte. Zum anderen halt auch viele Filme deren Kinoauftritte ich entweder verpasst habe oder die ich mir damals nicht unbedingt im Kino anschauen wollte. Um mal ein paar aufzuzählen: Aquaman, Venom, Shazam!, Crimson Peak, Shape of Water und noch einige mehr, die ich jetzt nicht mehr im Kopf habe. Von den aufgezählten haben mir vor allem Shazam! und Crimson Peak besonders gut gefallen.


    Natürlich habe ich auch in den ein oder anderen Netflix-Film reingeschaut, zwei die mir hierbei besonders gut gefallen haben (die sogar beide aus 2020 stammen) waren Die Bunte Seite des Monds und The Old Guard. Ich bin auf die bunte Seite des Monds damals durch eine Youtuberin gestoßen, die in ihren Video unter anderem auf die kulturellen Einflüsse des Films näher eingegangen ist. Da ich mir ihr Video unbedingt anschauen wollte habe ich den Film auch kurze Zeit später angeschaut und war sehr begeistert von ihm. Der Film sieht einfach nur wunderschön aus, auch wenn zugebenermaßen die Farben schon wirklich etwas sehr grell waren auf den Mond, aber zumindest wurde dadurch der Film seinen deutschen Namen gerecht, haha. Ich mochte die Hauptfiguren des Films recht gerne, da ich sowohl Fei Fei als auch Chang'e als Charaktere echt gut nachvollziehen konnte und ich fand auch, dass der Film wirklich auf eine schöne Art und Weise die Hauptkonflikte der Handlung gelöst hat, war vor allem wirklich sehr wholesome. Und ich mochte die Songs des Films alle durch die Bank hinweg echt gerne *-*


    The Old Guard wiederum war ein wirklich cooler Action-Film, bei dem ich es echt wirklich loben muss, dass man einzelnen Charakteren wirklich anmerken konnte, dass die Macht die ihnen zur Verfügung stand ihnen mehr Leid als sonst was im Leben gebracht hat. Und ich war durchaus beeindruckt, dass der Film


    Serien


    Hab auch in einige Serien rein geschaut, die bei Netflix zur Verfügung stehen. Hier haben mir unter anderem Haus des Geldes, Chilling Adventures of Sabrina, Jessica Jones und Spuk in Hill House recht viel Spaß gemacht. Muss allerdings zugeben, dass ich bei den meisten von ihnen noch nicht auf aktuellen Stand bin bzw. weiß ich z.B. noch nicht ob ich mir die dritte Staffel von Jessica Jones anschauen möchte, weil ich über diese nicht viel Gutes gehört habe. War aber vor allem von Spuk in Hill House sehr angetan, gerade weil ich ansonsten nur trashige Horrorfilme gewöhnt bin und es war wirklich mal schön zur Abwechslung eine Horror-Geschichte zu sehen die ihren Fokus mehr auf Charaktere und Story gesetzt hat, als auf billige Gruseleffekte. ^^"


    Am meisten hat mich aber bisher die Witcher-Serie von Netflix beeindruckt. Hab bisher relativ wenig Erfahrung mit dem Witcher-Franchise gehabt bzw. hab schon mal Witcher 3 angespielt habs aber bis jetzt noch nicht großartig weiter gespielt (ich weiß, Schande über mein Haupt), war aber halt schon mal echt beeindruckt wie viele wichtige weibliche Charaktere die Serie hat und auch dass sie recht viel BI_PoC-Repräsentation beinhaltet, weit mehr als ich sonst von mittelalterlich angehauchten Serien gewohnt bin. Auch Geralt hat mir als Hauptcharakter wirklich gut gefallen. Bin eigentlich sonst nicht so der Fan von "Grumpy old man" Charakteren weil sie halt in einigen Medien wirklich überpräsentiert sind, aber Geralt ist trotz seiner Di­s­tan­ziert­heit ein Charakter bei dem man wirklich anmerkt, dass die Leute und die Ereignisse die um ihn herum passieren nicht spurlos an ihm vorbei gehen.


    Ansonsten war 2020 dass Jahr wo ich meine Liebe für Cartoons wieder entdeckt habe (was halt hauptsächlich daran lag, dass die meisten von denen auf Netflix verfügbar waren, haha), nachdem ich seit dem Ende von Steven Universe kaum noch was anderes in den Bereich konsumiert habe. So hatte ich unter anderem recht viel Spaß mit Carmen Sandiego, Hilda und Disenchantment gehabt, aber am meisten Freude hatte ich mit She-Ra and the Princesses of Power und Kipo and the Age of Wonderbeasts. She-Ra wird oft genug als queer af bezeichnet, einen Titel die die Serie mehr als nur gerecht wird. Darüber hinaus besitzt die Serie eine große Variation an tollen weiblichen Charakteren und einen Plot der gefühlt von Staffel zu Staffel immer besser wird. Vor allem der Dekolonisierungs-Plot am Ende der Serie fand ich wirklich verdammt gut in Szene gesetzt.
    Auch wenn ich zugeben muss, dass das Ende von She-Ra einen seichten Beigeschmack im Bezug auf Steven Universe bei mir hinterlässt, weil ich mir echt gewünscht hätte, dass SU seinen Dekolonisierungs-Plot auf eine ähnlich zufriedenstellende Art und Weise gelöst hätte ^^"


    Und Kipo wiederum ist eine tolle Serie mit einem sehr ausgefallenen Setting, einen sehr diversen Hauptcast und einer sehr gut strukturierten Handlung die einfach nur verdammt viel Spaß macht. Ist eine der wenigen Serien gewesen, die ich letztes Jahr in einem Stück gebingewatched habe. ^^



    Games


    Gut spieletechnisch betrachtet habe ich relativ wenig Neues angezockt. Hab das Jahr vor allem dafür genutzt, ältere Pokemon-Edis von vorne zu zocken bzw. angefangene Spielstände durchzuspielen. Hab sogar einen Ultramond-Spielstand aus 2018 gehabt wo noch das Event-Wuffels enthalten war, dass war schon nice haha.

    Die einzigen zwei Spiele die ich mir letztes Jahr neu dazu geholt habe, waren Resident Evil 3 und The Last of Us 2. Ja ich weiß, irgendwo schon ein bisschen ironisch dass ich mir ausgerechnet 2 Horror-Spiele zugelegt habe, als wäre das Jahr nicht schon genug Horror gewesen, haha.


    Resi 3 war halt das was ich erwartet habe: Nette Horror-Action die nicht unbedingt extrem gruselig war, aber netter Spaß für zwischendurch war. Ich wurde bei dem Spiel auch schon vorgewarnt, dass es weitaus actionreicher wird als der zweite Teil (den ich by the way immer noch ein Zacken lieber mag), weswegen es mich nicht so sehr störte. Nicht mein Lieblingsteil aber immer noch ein cooles Spiel.


    Und dann kommen wir zu The Last of Us 2. Das Spiel war... heftig. Und was fast genauso heftig war, war die Reaktion im Netz auf das Spiel, die halt wirklich gerade zu nur von Misogynie und Transfeindlichkeit überquillte...

    Will jetzt nicht unbedingt allzu viele Wort darüber verlieren, vielleicht werde ich in einen anderen Thread irgendwann mehr dazu schreiben. (wenn ich vorher nicht wieder in Inaktivität verschwinde, hüstel)

    Aber gut jetzt wieder zum Spiel selbst: Ich muss echt sagen, die Story hat mich echt total mitgerissen und mich emotional komplett umgeknüppelt. Obwohl ich schon einige Dinge im Spiel im Voraus wusste, war ich halt trotzdem schockiert wie brutal einige Szenen vonstattengingen und wie sich im Laufe der Handlung diese Spirale der Gewalt immer weiter in sich verdrehte. Es sei gesagt: Ja das Spiel hat durchaus seine Flaws (welches Spiel/Story hat das nicht) und ich hätte es mir auch manchmal gewünscht, dass die Handlung an manchen Stellen etwas geschmeidiger verlaufen wäre. Aber es hat meinen Gesamteindruck vom Spiel nicht geschmälert, im Gegenteil: Ich bin wirklich beeindruckt davon wie sehr mich das Spiel emotional mitgenommen hat, obwohl ich im Gegensatz zu anderen Spieler*innen nicht unbedingt so sehr auf ein Sequel gehofft habe.

    Natürlich sei gesagt es ist defintiv kein Spiel, dass alle*n Spieler*innen gefallen wird, allein schon weil die Gewalt in dem Spiel auf eine komplett andere Art und Weise geframed wird, wie man es sonst in Medien gewohnt ist.



    Podcast und Youtube


    Okay kommen wir nun zu etwas weniger emotional aufwühlenden Dingen: Ich habe in 2020 auch das erste Mal in Podcasts reingehört, hauptsächlich halt eher die Tagesschau und weitere Nachrichtensender, einfach weil ich gemerkt habe, dass es auch mal wirklich angenehm war nicht die ganze Zeit auf einen beleuchteten Bildschirm starren zu müssen, da ich meine Augen auch noch für Online-Vorlesungen schonen musste. ^^"


    Und was habe ich so auf Youtube geschaut? Well... Pretty much anything, haha. Ich schaue halt wirklich eine große Variation an Videos auf Youtube. Sei es Videos die sich mit politischen und gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzen, sei es welche die Unterhaltungsmedien analysieren ud kritisieren, sei es solche die sich mit Mythologie und Geschichte beschäftigen... Und natürlich konsumierte ich auch sehr viele Videos die weniger meine Gehirnzellen beanspruchen, haha. Ich habe halt auch in das ein oder andere Lets-Play reingeschaut, habe mir einige Parodien und Memes-Compilations angeschaut um mich ein bisschen von der Pandemie abzulenken und ich schaute ziemlich gerne Musik-Videos und AMVS, sei es um zu entspannen oder nebenbei wenn ich Sport betreibe.


    Wenn ich mich allerdings für einen Youtube-Kanal entscheiden müsste, der mir letztes Jahr am meisten Spaß bereitet hat, war das der von der Youtuberin Xiran Jay Zhao, die unter anderem viel Bekanntheit durch ihr Mulan 2020 Video erlangt hat. Ich finde halt ihren Humor großartig und vor allem ihr umfangreiches Wissen bezüglich asiatischer Kulturen und Mythologien sehr beeindruckend. Sie hat zwar im Vergleich zu anderen Youtuber*innen die ich abonniert habe weitaus weniger Videos, aber ich mag halt wie viel Leidenschaft sie in ihre Videos reinsteckt. Außerdem bin ich durch sie damals auf Over the Moon / Die bunte Seite des Monds gestoßen, wodurch sie noch einen weiteren Pluspunkt von mir bekommt, haha.




    Etwas länger geworden als erwartet... Aber ja, medientechnisch gesehen hab ich das Jahr halbwegs gut überstanden, trotz der gegebenen Umstände. Hoffe aber natürlich auch, dass dieses Jahr endlich mal Besserungen in Sicht sind, nicht unbedingt im Bezug auf die Medien aber eben halt bezogen auf die Situation in der wir uns immer noch befinden. ^^"

  • Okay, ich wollte ja auch noch etwas über meine YouTube Gewohnheiten in 2020 schreiben.


    Also prinzipiell sind meine YouTube Gewohnheiten dieselben, wie immer: Ich schaue vor allem sehr viel Content, der Medienanalyse, Philosophie, Politik, Wissenschaft und dergleichen beinhaltet. Natürlich durchweg politisch linker Content. Daran hat sich wenig geändert, aber ich habe ein paar neue YouTube Kanäle entdeckt.


    Also prinzipiell schaue ich sehr gerne weiterhin Philosophy Tube und Lindsay Ellis' Videos. Auch Legal Eagle und Renegade Cut schaue ich weiterhin sehr, sehr gerne. Auf der Medienseite finde ich auch Dominic Noble weiterhin sehr unterhaltsam, wie auch Overly Sarcastic Productions und Patrick H. Williams. Ach ja, und Sarah Z. Außerdem schaue ich sehr gerne Kochvideos, am liebsten von Babish und (den erst seit 2020) Joshua Weissman.


    Ich fand was Musikanalyse angeht, ja Sideways schon immer toll und habe 2020 dann noch Howard Ho für mich entdeckt - ein Hollywood Komponist, der tatsächlich auch Soundtrackanalyse macht und tolle Videos zu Frozen gemacht hat.


    Ich habe außerdem noch Videospiel-Kanäle für mich entdeckt. Allen voran Razbuten, den ich über seine "Gaming for Non-Gamers" Videos entdeckt habe. Und - late to the party - Jim Sterling. Ich feier es so, dass es einen so großen, absolut queeren Gaming-Youtuber gibt, wisst ihr das?


    Welcher Kanal mich auch hat begeistern können ist der Kanal von Luna Oi!, einer Vietnamesin, die über die politische Lage im Vietnam berichtet. Ich habe über sie sehr viel über die Geschichte des Vietnams und Vietnam-Kriegs vor allem aus einer nicht-westlichen Perspektive gelernt.


    Auf der politischen Seite sollen für 2020 auch noch Thought Slime (ein recht bekannter Linker YouTuber), That Dang Dad (ein ehemaliger Polizist, der unter anderem für Police Abolition ist) und Carlos Maza (ehemaliger Journalist von Vox, der nun einen eigenen Kanal hat) genannt. Alle drei Berichten aus verschiedenen Perspektiven über politisch linke Theorie und Praxis. Sehr großartig! Außerdem noch Stepback History und der dazugehörige Kanal Tristan Won't Shut Up, von einem link orientierten Historiker, der vor allem über Geschichte aus linker Perspektive berichtet. Ach ja, und Chill Goblins, der mir zwar wenig neues Erzählt, aber seine Videos echt nice aufmacht.


    Dann sei noch James Somerton genannt, der ein paar gute Analysen über queere Repräsentation und queere Geschichte gemacht hat.


    Medientechnisch habe ich außerdem noch Maggie Mae Fish für mich entdeckt. Diese macht vor allem feministische Readings von Filmen und Medien, was ich auch immer super spannend finde. Auch viel Spaß hatte ich mit Negative Legend, der effektiv Retro-Reviews von durchgelaufenen und Abgebrochenen Serien macht. Und dann den Kanal von eliquorice, einem iranischen YouTuber, der auch aus einer relativ linken, recht feministischen Perspektive Deep Dives zu Filmen macht.


    Außerdem habe ich noch die YouTuberin Cass Eris entdeckt, nachdem diese eine lange, lange Videoreihe als Analyse von Jordan Petersons "12 Rules for Life" gemacht und dieses Buch ziemlich auseinander genommen hat.


    Das ist letzten Endes nur eine Auswahl der Sachen, die ich schaue. Normalerweise konsumiere ich am Tag im Schnitt schnell mal 2 Stunden YouTube nebenbei. Meistens indem ich Videos einfach höre, während ich Arbeite oder Zocke. :)

  • Dann will ich auch mal einen Einblick in meine Unterhaltungsmedien des Jahres 2020 geben. Konsumiere recht viele unterschiedliche Medien. Brauche die Abwechslung, sonst wird mir das auf die Dauer zu monoton. Allgemein habe ich recht viel konsumiert, lediglich was Literatur betrifft, war es wohl weniger als in den Jahren davor. Habe in den Ferien einiges gelesen, aber sobald die Arbeit wieder losging, ist das wieder abgeflaut. Ist eine Schande, aber konnte mich einfach nicht so oft aufraffen, wenn ich anderweitig schon viel lesen musste. Habe früher auch kürzere Wartezeiten mit einem Buch überbrückt, jedoch in letzter Zeit stattdessen eher zu Apps wie Pokémon GO gegriffen oder mich auf Nachrichtenportalen herumgetrieben. So oder so, lasse ich Bücher hier jetzt mal außen vor und schreibe vielleicht stattdessen irgendwann mal wieder einen Beitrag im Thema "Ich lese ...".


    Filme

    Im vergangenen Jahr habe ich so viele Filme gesehen wie schon lange nicht mehr. Ich kann gar nicht so recht sagen, woran das liegt, denn ich war durch die Pandemie nicht wirklich ans Haus gefesselt sondern konnte mein Leben weitestgehend ohne Einschränkungen weiterleben. War vielleicht einfach Zufall, dass Netflix gerade dieses Jahr viel im Angebot hatte, das mich interessiert hat. Außerdem spielt vielleicht noch mit rein, dass ich durch Amazon mit einem kostenlosen Prime Video-Abo beschenkt wurde. Ach ja, und Disney + ist ja auch an den Start gegangen. Hm, vielleicht doch nicht so überraschend, dass ich recht viel geschaut habe ...


    Die beste Quote an guten Filmen hatte ich vermutlich bei Kurzfilmen. Habe bei Disney + u. a. die Kurzfilme BURN-E, Tick Tock Tale, Paperman, Kitbull und Bao gesehen. In Paperman geht es um einen Büroangestellten, der zu romantischen Zwecken Papierflieger faltet. Kitbull erzählt aus dem Leben der süßesten Katze, die man sich vorstellen kann und ihrem Verhältnis zu einem Kampfhund, während Tick Tock Tale eine dramatische Begebenheit nachts in einem Uhrengeschäft schildert. Bei BURN-E wird aus dem Alltag eines unermüdlich arbeitenden Wartungsroboters im Weltall erzählt (Wall-E und so, wisst ihr Bescheid) und Bao greift auf ungewöhnliche Art und Weise das "Empty-Nest-Syndrom" auf.

    Bei Netflix habe ich den namibischen Kurzfilm Baxu and the Giants gesehen, der auf Wilderei im Allgemeinen und die Nashornjagd im Speziellen aufmerksam macht. Des Weiteren geschaut wurden Sitara, ein Kurzfilm der das Thema Zwangs- und Kinderehe behandelt, und If Anything Happens I Love You, der den elterlichen Verlust eines Kindes thematisch aufgreift. Gibt eigentlich keine Ausrede, nicht mal in den einen oder anderen der genannten Filme reinzuschauen, weil sie eben echt kurz sind. Selbst, wenn einem gar nichts davon gefallen sollte - was ich beim besten Willen nicht glaube - bleibt einem immer noch der Trost, nicht allzu viel seiner Zeit geopfert zu haben.


    Bevor wir zu meinen Anime-Filmhighlights kommen, handeln wir den Rest schnell ab: Habe auf Amazon Prime Mary and the Witch's Flower gesehen sowie auf Netflix NiNoKuni, A Whisker Away, Pokémon The Movie: I Choose You und Pokémon: Mewtwo Strikes Back - Evolution. Erstgenannter war ganz nett.

    Der absolute Coup für mich war jedoch, dass Netflix sich die Rechte an fast allen Ghibli-Filmen gesichert hatte. Ich hatte schon öfters mit dem Gedanken gespielt, mir alle Filme selbst zu kaufen, weil sie hier nirgends online zu finden waren, aber bin im Endeffekt nie den Schritt gegangen. Jetzt wurden alle Filme entweder rewatched oder zum ersten Mal gesehen. Die größten Klassiker kannte ich natürlich schon, aber jeden Film eben noch nicht. Die Entdeckung überhaupt war für mich Die Legende der Prinzessin Kaguya. Der Film war so anders als alles andere, das ich bislang von Studio Ghibli kannte. Die Zeichnungen waren oft sehr reduziert und die Farben verwaschen, was ich wirklich sehr mochte. Dazu war die Geschichte einfach schön erzählt und ich habe die Prinzessin direkt in mein Herz geschlossen. Wenn das doch im wahren Leben so einfach ginge wie im Animationsfilm ...

    Nun war es leider so, dass Netflix nicht an allen Ghibli-Filmen die Rechte besaß. Die rote Schildkröte und Die letzten Glühwürmchen waren beim Streaming-Dienst nicht zu finden. Was irgendwie ein bisschen unbefriedigend ist, wenn man einen Ghibli-Marathon mit ALLEN Filmen machen möchte. Doch wie der Zufall es wollte, schenkte Amazon mir einen kostenlosen Monat Prime Video und siehe da: Die rote Schildkröte war hier im Angebot. Bei Die letzten Glühwürmchen war es sogar noch einfacher, da der Film bei Youtube verfügbar ist. Hatte viele schöne Stunden mit den Filmen, egal ob ich sie schon kannte oder nicht. Lediglich für Die Chroniken von Erdsee möchte ich meine vergeudete Lebenszeit wiederhaben. -__-


    Im Kino war ich letztes Jahr ein einziges Mal, um Christopher Nolans Tenet zu schauen. Von meinem Umfeld wurde der Film eher negativ aufgenommen, was mich erst dazu bewogen hat, ihn im Kino zu sehen. Dachte mir, die besten Chancen hat der Film bei mir, wenn ich ihn im Kino sehe, weil ich mit einem bildgewaltigen Werk inklusive entsprechender Soundkulisse gerechnet habe. Lag mit der Einschätzung wohl nicht falsch, denn der Film hat mir zwar nicht besonders gefallen, aber wäre vermutlich auf einem kleinen Bildschirm bei mir noch schlechter weggekommen. Mich beschäftigt nicht wirklich, ob die Handlung irgendwelche Logikfehler innerhalb ihrer Welt offenbart. Mein Problem mit dem Film ist schlichtweg, dass er mich nicht berührt hat. Mit keiner Person konnte ich mitfühlen, noch nicht einmal mit "Kat", die von ihrem Mann psychisch und physisch misshandelt wird. Der Soundtrack ist nur ein gewaltiges Brummen, das viel zu oft zum Einsatz kommt und dem Zuschauer mit dem Vorschlaghammer einhämmern soll "Achtung, jetzt wird es spannend!". Am Ende hat mich der Film nur ermüdet und mir kein Stück Zufriedenheit verschafft. Vielleicht sollte Nolan sich mal anderen Themen als "Zeit" widmen.


    Habe ansonsten aber im vergangenen Jahr viele schöne Filme gesehen. Bei Prime Video gehörten zu meinen Highlights Parasite, Portrait of a Lady on Fire, Moonlight, Toni Erdmann und The Hateful Eight. Bei Disney + konnte ich endlich ein paar abendfüllende Animationsfilme der letzten Jahre sehen, die schon länger auf meiner Liste standen. Hierunter sind als kleine Auswahl Coco, Finding Dory, Ralph Breaks the Internet und The Incredibles II zu nennen, die mir alle gut bis sehr gut gefallen haben. Außerdem wurden einige Klassiker der Meisterwerke-Reihe rewatched, die ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr gesehen hatte. Auf Netflix wurde in der Vorweihnachtszeit der zweite Teil von The Christmas Chronicles geschaut, der etwas schwächer als der erste Teil war, aber nicht eklatant. Ansonsten wurde hier noch Uncut Gems geschaut, für den Adam Sandlers vermutlich keine Goldene Himbeere bekommt, sowie The Big Short, The Death of Stalin und American Sniper. Birdman or (the Unexpected Virtue of Ignorance) war ebenfalls ein Highlight. Tolle Kameraführung, tolles Schauspiel; damit hat Iñárritu nach The Revenant ein weiteres Meisterwerk geschaffen. Wer gleich mit einem ganzen Epos um die Ecke kommt, ist Martin Scorsese. The Irishman ist mit über 200 Minuten Spielzeit nicht gerade kurz und hat definitiv seine langatmigen Momente, aber ich habe eine Schwäche für Mafia-Filme und kann daher wohlwollend darüber hinwegsehen. Solider Film, der hochkarätig besetzt ist. Scorsese hat sie alle wieder bekommen.


    Abgesehen davon hatte ich letztes Jahr das Bedürfnis, viele Klassiker des letzten Jahrhunderts (mal wieder) zu schauen. An der Stelle dürfen gerne The Untouchables, American History X, American Beauty, Kramer vs. Kramer, Lock, Stock and Two Smoking Barrels, der Mafia-Film GoodFellas, The Usual Suspects, The Big Lebowski, Mississippi Burning sowie My Girl genannt werden.

    Mein absoluter Liebling von allen Filmen, die ich übers gesamte Jahr gesehen habe, ist jedoch Mulholland Drive. Habe den tatsächlich erst letztes Jahr gesehen und mich gefragt, wieso ich so lange gebraucht habe. Der gehört ab sofort zu meinen All Time Favorites. Die Handlung ist einfach faszinierend, was Realität ist und was der Fantasie entspringt, ist auf den ersten Blick nicht erkennbar. Der Film hat so viele (unterschiedliche) Emotionen in mir ausgelöst, wie kaum ein anderer. Ich würde ja gerne jeder Person, die den Film noch nicht gesehen hat, in wenigen Sätzen erklären, was sie zu erwarten hat, aber ich glaube, das würde mir auf verständliche Art und Weise wohl nicht gelingen. Schaut euch den Film bitte einfach an, falls ihr ihn noch nicht gesehen habt und schreibt mir dann gerne, wie eure Meinung ausfällt. Ach so, wollte noch loswerden, dass das Werk eine Szene voller Komik mit einem Auftragskiller enthält, die man so definitiv nicht erwartet. Hat mich sehr amüsiert.


    Dokumentationen schaue ich hin und wieder auch gerne, primär Tier-Dokus. Tolle Bilder von Schneeleoparden und anderen exotischen Tieren bekommt man auf Disney + in Born in China zu Gesicht. Die Aufnahmen sind grandios, das Narrativ ist es nicht. Mir gefiel überhaupt nicht, was für Geschichten zu den Tieren konstruiert wurden. Das hätte echt nicht sein müssen. Aber wenn man nur die tollen Bilder will, kann man den Ton ja auch einfach ausdrehen. Besser wurde dies in der Doku My Octopus Teacher auf Netflix gelöst, die von der Begegnung zwischen dem Taucher Craig Foster und einem jungen Kraken erzählt. Fand Kraken schon immer interessant, aber der Film hat hier noch ein paar Facetten hinzugefügt.


    Bin ein schlecht integrierter Immigrant, der nur einen nennenswerten norwegischen Film in den letzten Monaten gesehen hat: Pferde stehlen. Diesen Film konnte ich aber wirklich mit Überzeugung sehen, da ich bislang nichts Schlechtes vom Regisseur Hans Petter Moland. der scheinbar mittlerweile zu meinem norwegischen Lieblingsregisseur avanciert ist, gesehen habe. Den Silbernen Bären der Berlinale hat er allemal verdient und doch steht die Buchverfilmung für mich hinter anderen Moland-Filmen wie Ein Mann von Welt und Einer nach dem anderen zurück.


    Kommen wir abschließend noch zu den Filmen, die mir am wenigsten gefallen haben. Absoluter Trash sind Monsieur Claude 2 (Prime Video), Artemis Fowl (Disney +) und Assassin's Creed (Netflix. Und weil die so schlecht sind, möchte ich auch keine weiteren Worte mehr über sie verlieren. Wertet dies einfach als Zeichen der Warnung. Danke für eure Aufmerksamkeit.


    PS. Gibt zwei Filme, die ich letztes Jahr gerne gesehen hätte, was jedoch leider nicht geklappt hat. Das ist zum einen Jojo Rabbits und zum anderen Knives Out. Hoffe, ich kann's dieses Jahr einrichten. Wäre wirklich schade, wenn nicht, aber erst mal herausfinden, bei welchem Anbieter ich die Filme hier schauen kann.


    Serien

    Habe in 2020 kaum Serien geschaut. Irgendwie habe ich Serien sogar ein wenig gemieden, weil sie meinem Zeitmanagement nicht guttun. Filme kann man halt besser in seinen Tagesrhythmus einplanen. Aber ein paar Serien sind es dann doch geworden. Habe auf Netflix The Queen's Gambit gesehen, weil ich zu dem Zeitpunkt ohnehin schon im Schachfieber war. Ist eine wirklich gut gemachte Mini-Serie, die den Werdegang einer aufstrebenden Schachspielerin aus Kentucky nachzeichnet, bei der ich allein die erste Folge etwas dröge fand.

    Des Weiteren habe ich die erste Staffel von The Witcher geschaut, auf deren Release ich lange hingefiebert hatte. War im Großen und Ganzen mit dem Resultat zufrieden. Gibt ein paar Sachen, die ich gerne anders gehabt hätte, aber da kann man der Serie keinen Vorwurf machen, da sie sich an den Büchern orientiert, ich aber nur mit den Spielen vertraut bin. Ciri hätte für meinen Geschmack gerne etwas draufgängerisch angelegt sein können und bei Triss hätte ich gerne eine optische Anlehnung an die Spiele bevorzugt. Aber das ist halt einfach eine Sache der Gewohnheit.

    Mit Brooklyn Nine-Nine habe ich auch eine Comedy-Serie im vergangenen Jahr bis zur sechsten Staffel geschaut. Mochte den Humor im Großen und Ganzen, wobei dieser sich mit der Zeit für mich etwas abgenutzt hat. Fand die letzten Staffeln im Vergleich schwächer, wobei ich nicht genau sagen kann, ob die geschriebenen Gags an Qualität verloren haben oder ich mit der Zeit einfach zu sehr an den Humor gewöhnt war. So oder so hat mich seit Modern Family keine Comedy-Show so abgeholt wie Brooklyn Nine-Nine.

    Ansonsten wurde auf Netflix noch ein wenig Disenchantment geguckt, die äußerst verstörende Doku-Serie Tiger King sowie die Kurzfilm-Serie Love, Death & Robots und nicht zu vergessen: Pokémon Journeys: The Series. War von der Pokémon-Serie positiv überrascht. Die einzelnen Folgen waren inhaltlich doch recht abwechslungsreich. Dass so viele unterschiedliche Gegenden bereist wurden, hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die beste Folge war ganz klar A Snow Day for Searching!, da bin ich frei von Zweifeln. ^__^ Und der Typ aus Raid Battle in the Ruins war ja wohl ganz klar an Goomy angelehnt. Ach ja, und hat euch das Ditto in A Talent for Imitation! auch so leid getan wie mir? ;___;


    Habe allgemein überraschend wenig Anime-Serien im vergangenen Jahr geschaut. Zumindest Slice of Life, Coming-of-Age und Romanzen gehen sonst eigentlich immer bei mir, aber selbst dafür war ich nicht wirklich in Stimmung. So kann ich mich nur daran erinnern, Violet Evergarden gesehen zu haben, was ich ziemlich langweilig fand. Kakegurui hatte ich angefangen, aber nach ein paar Episoden abgebrochen. Zumindest habe ich endlich mal Neon Genesis Evangelion zu Ende geschaut, was ja nun wirklich ein Klassiker ist, den ich schon längst geguckt haben sollte.


    2020 war ich sehr auf den Start von Disney + gespannt. Hat mich schon ein wenig genervt, dass der Streaming-Dienst in so vielen Ländern an den Start gegangen ist, Norwegen aber außen vor gelassen wurde. Als ich im Sommer nach Deutschland geflogen bin, habe ich dann sofort ein Abo abgeschlossen und nachdem der Support für mich die Ländersperre aufgehoben hat, konnte ich die Filme und Serien auch schon vor dem Start von Disney + hier in Norwegen schauen. Was für ein Privileg. lol

    Schon vor einer halben Ewigkeit hatte ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wo ich mir Tangled - The Series anschauen kann. Viel gebracht hatte das damals nicht. Nun konnte ich mir endlich die Serie gönnen, wovon ich keine Sekunde bereut habe. Jede Folge hat so viel Charme. Außerdem mag ich den Zeichenstil der Charaktere. Wer hier noch nicht reingeschaut hat, ist selbst schuld.

    Ungefähr gleichzeitig habe ich noch The Mandalorian geschaut. Dachte mir, schlimmer als die letzten Star Wars-Filme kann es schon nicht werden, außerdem sieht "Baby-Yoda" echt herzallerliebst aus. Mein Gefühl hat mich nicht im Stich gelassen. War mit der ersten Staffel ziemlich fix durch, weil sie kurzweilig war, obwohl im Endeffekt in den acht Episoden nicht so viel passiert ist. "Baby-Yoda" war auch so niedlich wie erwartet. Man möchte dieses kleine Ding einfach nur vor allem Feindlichen beschützen. Ach ja, die Überraschung überhaupt war für mich, Werner Herzog hier zu sehen. Damit hatte wohl niemand gerechnet. Demnächst wird Disney + bestimmt wieder abonniert und dann geht's mit dem Bingewatching von Staffel 2 los.


    Musik

    Es vergeht im Grunde kaum ein Tag, an dem ich keine Musik höre. Sei es, um zu entspannen, um mich besser konzentrieren zu können, um eine bestimmte Stimmungslage in mir zu kanalisieren oder einfach aus reiner Neugier an neuen Werken. Da ist es gar nicht so einfach, ein ganzes Jahr voller Musik auf ein paar Zeilen herunterzubrechen. Deshalb picke ich einfach ein paar Dinge heraus, die mir gerade im Kopf herumschwirren.


    Ich stelle immer wieder aufs Neue fest, wie schön doch die Filmmusik in Studio Ghibli-Filmen ist. Wie bereits erwähnt, habe ich mittlerweile endlich alle abendfüllenden Animationsfilme aus dem Hause Ghibli gesehen - hierunter auch "Der Mohnblumenberg". Inhaltlich war der Film hübsch gemacht, kommt jedoch nicht an meine absoluten Lieblinge heran. Der Soundtrack ist aber einfach nur Liebe. Gerade das Frühstückslied kann ich mir immer wieder geben. Man macht aber auch nichts verkehrt, wenn man sich den gesamten Soundtrack anhört. Da sind so viele schöne Klavierstücke von munter bis melancholisch dabei.

    Apropos Ghibli: ich habe letztes Jahr so viele Musikkompositionen im Internet konsumiert und mich so oft auf Seiten wie "MuseScore" herumgetrieben wie schon lange nicht mehr. Bin dort unter anderem auch auf Notenblätter zu Ghibli-Filmen gestoßen. Da ist mir vor allem "Merry Go Round for Life", das Titellied aus "Das wandelnde Schloss", ins Auge gefallen. Das zu spielen macht einfach so unglaublich viel Spaß und ist zugleich sehr herausfordernd. Glaube, höher komme ich auf der Notenskala gar nicht. Das passt gerade so. lol Habe ansonsten noch ein paar Stücke zu Disney-Filmen- und Serien ausgegraben und tatsächlich auch ein paar Melodien zu den Pokémon-Spielen studiert, wie das eine oder andere Battle Theme oder auch das Theme zu Wurzelheim aus Pokémon Rubin & Saphir.


    Abschließend sei noch gesagt, dass ich in 2020 ein ganzes Musikgenre neu für mich entdeckt habe: Bossa Nova. Ich kann mir nicht wirklich erklären, wieso ich diesem Musikstil vorher nie groß Beachtung geschenkt habe. "Garota de Ipanema" war bis dahin wohl das einzige Bossa Nova-Stück, das ich benennen konnte. Nun wurde mein Interesse für diese Musikrichtung gezielt durch ein anderes Lied geweckt, das anscheinend große Bekanntheit genießt und mir dennoch bis vor kurzem nichts sagte: "Aguas de Março". Das Stück wurde vor fast 50 Jahren von Antônio Carlos Jobim (oder kurz Tom Jobim) komponiert, der als einer der Begründer des Bossa Nova gilt. Ich komme also ein paar Jahre zu spät. Aber lieber spät als nie. Der Liedtext, der in Brasilien als bedeutendes Gedicht gilt, stammt ebenfalls von ihm. Von dem Lied gibt es verschiedene Versionen, von denen mir das Duett mit Elis Regina am besten gefällt. Das fand ich so schön, dass ich sofort nach weiteren Bossa Nova-Stücken suchen musste. So viele bekannte Bossa Nova-Musiker gibt es leider nicht, weshalb man bei Youtube etwas graben muss, aber im Endeffekt wird man fündig. Zudem gibt es auch sehr interessante Cover bekannter Songs im Stile des Bossa Nova.

    Ansonsten kann ich mich nicht daran erinnern, im vergangenen Jahr irgendein Konzert besucht zu haben. Tatsächlich habe ich aber verschiedene Angebote zu Online-Konzerten und Jam-Sessions genutzt. Da war viel Schönes dabei, auf das ich unter anderen Umständen vermutlich nicht aufmerksam geworden wäre.


    Games

    Das Spiel, das mich auch im vergangenen Jahr wie kein anderes durch den Alltag begleitet hat, ist nach wie vor Pokémon GO. Ich spiele rein casual, bin in keinen Raid-Gruppen und tippe meist einfach zu Hause oder mal bei der Arbeit auf den Smartphone-Bildschirm, freue mich aber immer, wenn mich Pokémon GO-Freunde zu Raids einladen, an denen ich teilnehmen kann, sofern ich gerade Fernraid-Pässe besitze. (Hört also bloß nicht auf, mich einzuladen! >_>) Wenn man bedenkt, wie limitiert das Spiel 2016 noch war, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es sich mittlerweile sehr gemausert hat. Gerade die pandemiebedingten Anpassungen finde ich wirklich gut. Die haben den Spielspaß noch mal erheblich gesteigert. Wenn man mag, kann man sich in verschiedenen Ligen mit anderen Trainern messen, Pokémon tauschen, Feld- und Spezialforschungen abschließen, temporäre Herausforderungen bewältigen oder an Community-Days auf bessere Shiny-Chancen hoffen. Das Arenen-System ist auch nach der Überarbeitung deutlich besser geworden. Kurzum, seit Release hat der Spielspaß für mich eher zugenommen als dass er abgeebbt ist, wie ja doch einige zu Hype-Zeiten geunkt hatten. Denke, ich werde auch dieses Jahr weiter bei Pokémon GO dranbleiben.


    Neben Pokémon GO gibt es noch ein weiteres Spiel des Franchises, das meine Aufmerksamkeit im vergangenen Jahr auf sich gezogen hat: Pokémon Café Mix. Das Spiel hatte direkt einen hohen Suchtfaktor als ich es im Juni heruntergeladen hatte. Eine kleine Runde zwischendurch zu Hause oder wenn man mit dem Zug oder Schiff unterwegs war, ging eigentlich immer, um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben. Die Pokémon-Designs sind richtig cute und die Gerichte sehen verboten gut aus. Irgendwann kam ich nicht mehr so recht weiter und habe das Spiel frustriert zur Seite gelegt. Mittlerweile wird die App aber ab und zu wieder geöffnet.


    Im vergangenen Herbst hatte ich eine Phase, in der ich nur Spiele gespielt habe, in denen man ein Fuchs ist. Ich denke, das kann jeder nachvollziehen. Füchse sind einfach cute Tiere. Drei Spiele haben mir hier besonders viel Spaß gemacht. Im ersten Spiel, Spirit of the North, spielt man einen Rotfuchs, der eine Welt erkundet, die Island ähnelt, und der auf seiner Reise große und kleine Rätsel lösen muss. Hierbei wird er von einem weiblichen Geisterfuchs begleitet, der die Wächterin der Nordlichter verkörpert. Das Spiel lebt allein von der Atmosphäre der Landschaft und kommt gänzlich ohne Dialoge aus. Empfand das als sehr angenehm.

    Des Weiteren habe ich Seasons After Fall gespielt, wo man ebenfalls in die Rolle eines Rotfuchses schlüpft, der hier einen mysteriösen Wald erkundet, um die Seelen der vier Jahreszeiten zu retten. Das Spiel ist eine Mischung aus Platformer- und Puzzle-Spiel, in dem man mit der Zeit die Macht bekommt, zwischen den Jahreszeiten zu wechseln. So kann man im Winter Seen gefrieren oder im Herbst kräftige Winde aufkommen lassen. Je nachdem, was einem gerade dabei hilft, auf seiner Suche Fortschritte zu machen.

    Am allerbesten von allen Fuchsspielen hat mir jedoch Never Alone gefallen. Hier spielt man einen Polarfuchs, der einfach Zucker ist. Wer den nicht unglaublich cute findet, hat kein Herz. Dieses Spiel erzählt für mich von allen auch die ergreifendste Geschichte. Hier werden kulturelle Elemente der Ureinwohner Alaskas auf kreative Art und Weise in ein Jump-'n'-Run-Game eingewoben. Ein Spiel, das mich wirklich berührt hat. Falls ihr Spiele kennt, in denen man ein Fuchs ist, die ich womöglich noch nicht gespielt habe, teilt mir das gerne mit.

    Ansonsten habe ich im Laufe des Jahres noch ein paar Spiele auf der Playstation gespielt, bei denen ich mit Platin-Trophäen belohnt wurde. Unter anderem gilt das für Persona 5, das ich endlich durchgespielt habe. Der Soundtrack ist einer der besten, die ich jemals in einem Spiel gehört habe. Abgesehen davon wohl das beste JRPG, das ich kenne. Ebenfalls Platin gab es für Uncharted 4 - A Thief's End, das mir von der Story her sehr gefallen hat und eine gute Mischung aus Rätseln, Schieß- und Klettersequenzen mitbringt. War gar nicht so einfach, das Spiel auf "Extrem Schwer" durchzuspielen, aber irgendwie hat es dann doch geklappt. Ebenfalls durchgespielt wurden Mafia III und Watch Dogs, die ich aber nicht so überragend, weil sehr repetitiv fand. The Witcher 3: Wild Hunt wurde auch wieder hervorgeholt und dieses Mal konnte ich endlich die letzten Gwint-Karten ergattern, was die einzige Quest war, die mir im gesamten Spiel noch fehlte. Die Lego Harry Potter Collection mit allen Jahren von 1 bis 7 wurde ebenfalls abgeschlossen. Spricht zwar überwiegend ein jüngeres Publikum an, aber das hat in mir Nostalgie-Vibes ausgelöst, weil ich als Kind Lego Star Wars gespielt hatte

    Abgesehen von diesen größeren Spielen habe ich noch ein paar kleinere Perlen durchgespielt. Dazu zählen Little Nightmares, The Mooseman, 36 Fragments of Midnight und GRIS. Gegen Ende letzten Jahres hatte ich mir zudem Red Dead Redemption 2 sowie Assassin's Creed Odyssey gekauft, die ich beide bislang noch nicht beendet habe. Kann aber schon mal sagen, dass mir ersteres sehr gut und zweiteres ganz gut gefällt. War unterm Strich ein sehr gutes Jahr für mich, was Spiele angeht.


    Podcasts & Youtube

    Höre schon seit Jahren mal regelmäßiger, mal unregelmäßiger Podcasts. Mit der Zeit versandet das bei mir meistens, bis ich mich irgendwann wieder daran erinnere, dass ich ja mal wieder Podcast xy hören könnte. Finde Podcasts gerade beim Autofahren sehr nett, da man schlecht was lesen kann, während man fährt und nicht unbedingt immer Lust auf Musik hat, wenn man doch keine Stille will. Höre aber auch bei handwerklichen Arbeiten und in anderen Situationen gerne Leuten beim Reden zu. Den Podcast Fest und Flauschig (früher: Sanft und Sorgfältig) habe ich gerade in der ersten Jahreshälfte hin und wieder gehört, seitdem jedoch gar nicht mehr. Hatte auch eine kurze Phase mit dem TrashTV-Podcast Erdbeerkäse. Ich schaue kein Trash TV und sowieso generell kein Fernsehen im klassischen Sinne, aber dennoch war es überraschend kurzweilige Unterhaltung für ein paar Tage. Ansonsten habe ich auch in den einen oder anderen Wissenschafts-Podcast reingehört, aber da ist bei mir kein Name wirklich hängen geblieben.

    Einen Podcast habe ich aber dann doch ziemlich konsequent vom Jahresbeginn bis zu den Sommerferien gehört, nämlich den Podcast Die B-Engel von Sirius und Yassin. Es hat einfach perfekt gepasst, dass ich die eine Hälfte einer Episode morgens auf der Fahrt zur Arbeit hören konnte und die andere dann auf der Rückfahrt. Nachdem ich nach den Ferien einen weitaus kürzeren Weg zur Arbeit hatte, ist dieses Ritual weggefallen, aber ich denke, dass ich auch dieses Jahr mal wieder reinhorchen werde, damit ich weiß, was die beiden so umtreibt.

    Ansonsten habe ich tatsächlich mit Schülern vor gar nicht allzu langer Zeit selbst ein paar Podcast-Episoden im naturwissenschaftlichen Unterricht aufgenommen. Hatten da alle sehr viel Spaß dran. War halt nicht nur informativ sondern hatte auch viele (unfreiwillig) lustige Momente. Kann mir auf jeden Fall vorstellen, sowas zu wiederholen.


    Bei Youtube schaue ich so gut wie jeden Tag rein. Da kann ich mitunter Stunden verbringen. Ist schon ein richtiger Zeitfresser. Abonniere keine Kanäle oder so, da ich es vermeiden möchte, in einer Bubble zu leben. So stoße ich auch eher auf neue Dinge, anstatt dass ich nur das konsumiere, was ich eh schon kenne. Habe so viel von Musik, amerikanischen Talkshows und Tiervideos über journalistische Investigativbeiträge bis zu Filmanalysen, Hörbüchern, Satiresendungen, philosophischen Diskursen und Gaming-Kram konsumiert, dass ich da jetzt auch nicht viel hervorheben möchte. Als einzige Ausnahme nenne ich mal Jan Gustafsson. Das ist ein Schach-Großmeister aus Hamburg, auf den ich zum Herbstanfang aufmerksam wurde als er in einer Filmkritik-Sendung eingeladen war. Wirkte auf mich sehr sympathisch und war unterhaltsam, ihm zuzuhören. Bin dann auf andere Videos von ihm gestoßen, in denen er Schach spielt und dabei über alle möglichen Themen redet, die ihm gerade in den Sinn kommen. Habe von dem Schach-Teil so gut wie nichts verstanden, aber der Rest hat mich bei der Stange gehalten. Irgendwie hat er es dann sogar geschafft, in mir die Lust zu wecken, ein wenig Schach zu spielen, was mich schließlich zum Bisaboard-Schachturnier geführt hat. Der Schach-Sport, insbesondere Online-Schach, hat von der Pandemiezweifelsohne profitiert. Wenigstens ein Sport, der für sich was Positives mitnehmen kann. :^)


    So, schaue jetzt Green Book mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali. Macht's gut!


    Tragosso Tragosso