Trainerreisen, Shipping, … Wie funktioniert Pokémon-Fanfiction?

Die Kronen-Schneelande erwartet euch!


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    Aus gegebenem Anlass (ich schreibe Pokémon-Fanfiction :haha: ) wollte ich dieses Thema einmal starten, um eure Meinung dazu zu hören und auf einer Meta-Ebene über Pokémon-Fanfiction zu diskutieren.


    Ich habe vor allem in letzter Zeit viel Pokémon-Fanfiction gelesen. Mir ist es dabei stets so vorgekommen, als gäbe es drei große Kategorien von Geschichten, mit denen sich die allermeisten Pokémon-Fanfics befassen.
    Die ersten sind die Shipping-Storys, also Liebesgeschichten zwischen zwei Figuren aus dem Pokémon-Universum. Seien es nun Ash und Serena aus dem Anime oder Roy und Delion aus der Galar-Region. Die Struktur der Handlung ist dabei oft die einer „normalen“ Liebesgeschichte, nur, dass sie in der Pokémon-Welt spielt.
    Die zweite, und gefühlt mehr dem Pokémon-Thema eigene Kategorie, sind die Reise-Geschichten. Hier handeln die Storys z.B. von einer neuen Region, die Ash besuchen und in der er alle Arenaorden erlangen muss. Sehr oft handeln sie auch von einem OC (= Original Character), der in einer der Regionen aus den Pokémon-Spielen versucht, Champ zu werden.
    Und die dritte Kategorie ist das „Sammelbecken“, wenn man so will. Fanfiction in der Welt von Spin-Offs wie Mystery Dungeon oder auch allerlei ganz eigene und unvorhersehbare Ideen. Im Grunde würde der Film „Meisterdetektiv Pikachu“ auch in diese Kategorie fallen, wenn er eine Fanfic gewesen wäre, und ich denke, dass das auch Absicht war.



    Was mir oft zu denken gibt, sind potentielle Schwierigkeiten bei Pokémon-Fanfiction. Beispielsweise hat ein durchschnittlicher Roman vielleicht vier oder fünf Spannungs-Höhepunkte, die sich immer weiter hochschaukeln. Wie vereinbart man das mit einer Reise-Geschichte? Da gibt es acht Arena-Kämpfe und dann eine Pokémon-Liga/Top 4. Und meist auch noch ein böses Team, welches in mehreren eskalierenden Konfrontationen aufgehalten werden muss.
    Wenn ich dafür also sagen wir fünf große Konfrontationen nehme, haben wir rechnerisch schon mindestens 14 Handlungshöhepunkte. Wenn zwischen jedem Handlungshöhepunkt zwei Kapitel liegen (was eigentlich recht wenig ist), dann wären wir bei locker 40 Kapiteln Geschichte. Und bei der Länge ist die Frage, ab wie vielen Kapiteln neue Leser:innen von der Länge womöglich zu abgeschreckt sind, neu einzusteigen.
    Eine andere Frage ist, ob man es tatsächlich schafft, so eine Reise-Geschichte komplett zu erzählen. Ich habe einige gelesen, die das ganze zu Ende gebracht haben, aber gefühlt auch sehr viele, die einfach irgendwann aufgehört haben. Die Geschichte war quasi zu groß und ist unter ihrem eigenen Gewicht zugrunde gegangen, was sehr schade ist.


    Was für mich neben der potentiellen Länge ein Problem darstellt, ist zudem der Genre-Mix der Geschichte. In einem typischen Pokémon-Spiel finden sich ja typischerweise drei Plotlines, die sich mehr oder weniger gut in einem Video-Spiel kombinieren lassen: Das Coming-of-Age-Roadmovie, die Sportgeschichte und dann noch der Crime-Thriller mit dem bösen Team, wenn man so will. Und während Coming-of-Age sich gut mit den anderen kombinieren lässt, sind das böse Team und die „I wanna be the very best“-Sportgeschichte doch sehr schwer kohärent zu verbinden, finde ich. Von allen bisherigen Spielen haben zum Beispiel nur die Geschichten von Schwert und Schild die Brücke zwischen dem bösen Team und der Pokémon-Liga direkt geschlagen.



    Okay, das waren erst mal genug Meta-Gedanken zur Thematik von Pokémon-Fanfics meinerseits.
    Ich habe allerdings noch einige Fragen an euch:

    1 Findet ihr, Pokémon als Thema eignet sich tatsächlich noch für Reise-Geschichten? Kann man im Jahr 2021 noch eine Reise-Geschichte anfangen? Was ist mit den oben genannten theoretischen Problemen, bzw. wie würdet ihr die angehen? Die Geschichte kürzer halten? Euch nur auf die Sport-Geschichte konzentrieren?

    2 Welche „Genres“ passen eurer Einschätzung nach gut zur Pokemon-Welt?
    Fantasy oder Science-Fiction? Irgendwas ganz verrücktes?

    3 Welche Themen passen wohl weniger gut? Glaubt ihr, dass man zum Beispiel eine Horror-Geschichte in der Pokémon-Welt verfassen kann? Das clasht ja mit der üblichen Zielgruppe für Pokémon-Storys, weshalb es dann an mangelnder Leserschaft scheitern könnte.

    4 Wie viel Vorwissen setzt ihr bei eurer potentiellen Leserschaft über Pokémon voraus? Sowohl allgemein als auch im Bisaboard speziell? Besonders interessant finde ich in dem Zusammenhang: Wie beschreibt ihr die Pokémon? Einfach nur den Namen nennen, denn die Leser kennen das betreffende Pokémon bestimmt? Oder so beschreiben, als ob die Person noch nie von Pokémon gehört hat?

    Ich freue mich sehr auf eure Ansichten zum Thema! :saint:



    LG
    Rainbow Piepi

  • Ich habe gerade definitiv nicht genug Ideen, um wirklich durchdacht auf deine ganzen Fragen einzugehen, aber zumindest zu deinen einleitenden Gedanken möchte ich kurz etwas schreiben. Witzigerweise war der Bereich für die längeren Pokemon-FFs vor einer halben Ewigkeit nämlich (fast) genau in die drei von dir genannten Themenblöcke unterteilt. Insofern erstmal Danke für das bisschen Nostalgie, haha.


    Reisen bieten sich als Thema für Pokemon-FFs wahrscheinlich schon deshalb an, weil das ganze Fandom, egal ob im TV oder in den Spielen, einfach komplett auf das Erzählen von Reisen ausgelegt ist. Wenn man dann selber etwas dazu schreiben möchte, liegt es gerade bei den ersten Geschichten wohl erstmal nahe, diesen Strang so beizubehalten. Shipping ist dagegen wahrscheinlich einfach etwas, worüber Menschen von Natur aus gerne schreiben. Das dürfte kein reines Phänomen bei Pokemon-FFs sein, haha. Insofern ja, die beiden Themen dominieren schon irgendwie, weil sie sich halt gut als Einstieg anbieten. Das schließt andere Themen aber ja nicht aus. Wenn man gerne eine Horror-Version schreiben möchte, muss man halt eine Leserschaft dafür finden (aber ehrlicherweise ist das inzwischen wahrscheinlich eh bei jedem Thema so). ^^'


    Das Problem mit den Spannungsbögen sehe ich ansonsten nicht so problematisch. Eine FF ist einfach kein Roman und muss sich deshalb auch nicht mit einem vergleichen lassen. Wenn man nach einer Analogie sucht, ist eine FF oft wahrscheinlich eher Soap als Film. Will heißen, dass die Spannung wahrscheinlich eher zum Ende eines Kapitels angezogen wird, damit die Leserschaft von Kapitel zu Kapitel dabei bleibt, als dass man wirklich durchdacht auf bestimmte Höhepunkte hinarbeitet. Klar werden deshalb dann auch viele Geschichten abgebrochen, aber zumindest solange es eigentlich nur darum geht, dass man Freude am Schreiben der eigenen Geschichte hat, finde ich das vollkommen unproblematisch. ^^' (Und natürlich gibt es auch Gegenbeispiele und richtig gut durchdachte Geschichten, da soll sich jetzt bitte niemand angegriffen fühlen.)


    Das ist auf jeden Fall ein schönes Thema hier! Freut mich, dass du momentan so viel frischen Wind hier rein bringst, haha. ^-^

  • Hi Flocon! Fluffeluff

    Ich habe gerade definitiv nicht genug Ideen, um wirklich durchdacht auf deine ganzen Fragen einzugehen, aber zumindest zu deinen einleitenden Gedanken möchte ich kurz etwas schreiben. Witzigerweise war der Bereich für die längeren Pokemon-FFs vor einer halben Ewigkeit nämlich (fast) genau in die drei von dir genannten Themenblöcke unterteilt. Insofern erstmal Danke für das bisschen Nostalgie, haha.

    Lustig! In ungewissen Zeiten braucht man besonders viel Nostalgie, denke ich. :saint:

    Das Problem mit den Spannungsbögen sehe ich ansonsten nicht so problematisch. Eine FF ist einfach kein Roman und muss sich deshalb auch nicht mit einem vergleichen lassen. Wenn man nach einer Analogie sucht, ist eine FF oft wahrscheinlich eher Soap als Film. Will heißen, dass die Spannung wahrscheinlich eher zum Ende eines Kapitels angezogen wird, damit die Leserschaft von Kapitel zu Kapitel dabei bleibt, als dass man wirklich durchdacht auf bestimmte Höhepunkte hinarbeitet. Klar werden deshalb dann auch viele Geschichten abgebrochen, aber zumindest solange es eigentlich nur darum geht, dass man Freude am Schreiben der eigenen Geschichte hat, finde ich das vollkommen unproblematisch. ^^' (Und natürlich gibt es auch Gegenbeispiele und richtig gut durchdachte Geschichten, da soll sich jetzt bitte niemand angegriffen fühlen.)

    Du hast da auf jeden Fall einen wichtigen Punkt genannt. Man kann serialized online fiction, worunter ja Fanfics fallen, nicht notwendigerweise gut mit einem Buch (oder Film) vergleichen, was die Spannungsbögen betrifft. Die einzelnen Kapitel profitieren definitiv von einem „Soap“-artigen Aufbau mit einem spannenden Schluss, der zum Lesen des nächsten Kapitels einlädt. Aber anders als Soaps, die ja tatsächlich auf eine unendliche Länge ausgerichtet sind, geht so eine Reise-Story ja doch auf ein Ende zu (in Form der Pokémon-Liga o.ä.). Vielleicht ist das der große Unterschied für mich. Die Tatsache, dass eine Reise-Story letzten Endes auf ein klares Ende ausgerichtet ist, das aber oft nicht erreicht wird.

    Und natürlich ist das auch nichts schlimmes, wenn jemand, aus welchem Grund auch immer, eine Geschichte nicht zu Ende bringt. Manchmal schwindet die Motivation oder das Real Life kommt dazwischen, … Das ist nur eine Sache, die ich für mich selbst auf jeden Fall vermeiden will. Ich will jede Geschichte zu einem klaren Ende bringen. Zamazenta

    Das ist auf jeden Fall ein schönes Thema hier! Freut mich, dass du momentan so viel frischen Wind hier rein bringst, haha. ^-^

    Vielen Dank! :smile: Ich bin gerne hier.



    LG

    Rainbow Piepi

  • Meine erste Pokémon-Fanfiktion namens "Pokémon Quest" begann als Reise-Story. Allerdings veränderte ich die Background-Handlung und so flossen nach und nach Fantasy-Inhalte in meine Fanfiktions. Es sollte eine typische Auserwählten-Handlung werden, in denen Jugendliche durch ein bestimmtes Ereignis aus ihrem Leben durch ein legendäres Pokémon auserwählt wurden.

    Die Pokémon-Welt, die Bastet und ich erschaffen hatten, sollte definitiv keine "Friede-Freude-Eierkuchen-Welt" sein, sondern besaß einen sehr realitätsnahen Touch.


    Ich packe mal alles in Spoiler, auch wenn ich nicht mehr glaube, dass ich in diesem Leben mangels Interesse an Pokémon diese Ideen mehr umsetzen werde:


    Ich hätte meine Ideen sehr, sehr gerne umgesetzt, aber durch meine lange Pause beim Schreiben und durch fehlendes Interesse an Pokémon werde ich die Ideen wohl nie mehr umsetzen. :/

  • Hi Rajani Wolwerock

    Meine erste Pokémon-Fanfiktion namens "Pokémon Quest" begann als Reise-Story. Allerdings veränderte ich die Background-Handlung und so flossen nach und nach Fantasy-Inhalte in meine Fanfiktions.

    Interessant! Meinst du damit, dass sich die Fantasy-Inhalte während des Schreibens der Geschichte eingeschlichen haben, oder bereits während der Planung? Ich merke manchmal, dass, auch wenn ich eine Geschichte mit bestimmten Ereignissen durchgeplant habe, doch während des Schreibens neue Ereignisse dazukommen, die ich dann aber auch drinbehalte, wodurch sich die Planung wiederum ändert.

    Die Pokémon-Welt, die Maneki-Neko und ich erschaffen hatten, sollte definitiv keine "Friede-Freude-Eierkuchen-Welt" sein, sondern besaß einen sehr realitätsnahen Touch.

    Wow, das ist echt cool! Ich finde, die Pokémon-Welt lädt in vielen Details dazu ein, ausgebaut oder anders interpretiert zu werden. In den Spielen gibt es ja im grunde einen unreliable narrator, wenn man so will. Wir sehen die Welt und erleben die Handlung ja aus der Sicht von teils zehnjährigen Kindern. Die bekommen sicher nicht alles mit, was so passiert.

    Dieses Projekt war das schwierigste mit einem sehr ernsten Hintergrund, denn es sollte Korruption und Diktatur beschreiben, die teilweise durch sehr gewalttätige Art und Weise umgesetzt werden sollte.

    Da habe ich eine Frage: Hättest du das dann tatsächlich im Bisaboard veröffentlichen wollen? Ich weiß gar nicht, ob FSK16-mäßige Geschichten hier überhaupt erlaubt sind. Meinst du, es hätte eine Zielgruppe für solche Geschichten unter der BB-Leserschaft gegeben? Oder war so etwas für deine Planung nicht von Belang?

    Es sollte die Erschaffung von Amigento, welches in unserer Pokémon-Welt aus Arceus erschaffen wurde (ähnlich wie Mewtu aus Mew).

    Die junge Studentin Leilana und Gladio, der Sohn der Präsidentin, kamen der Fassade des Unternehmens allmählich auf die Spur und sollten am Ende der Handlung 2 von 3 Amigento befreien.

    Du hast viele coole Ideen! :smile:


    LG

    Rainbow Piepi

  • Huhu Rainbow. :haha:

    Interessant! Meinst du damit, dass sich die Fantasy-Inhalte während des Schreibens der Geschichte eingeschlichen haben, oder bereits während der Planung? Ich merke manchmal, dass, auch wenn ich eine Geschichte mit bestimmten Ereignissen durchgeplant habe, doch während des Schreibens neue Ereignisse dazukommen, die ich dann aber auch drinbehalte, wodurch sich die Planung wiederum ändert.

    Als ich die erste Version von Pokémon Quest geschrieben habe, hatte ich das noch gar nicht in Planung gehabt. Das kam erst einige Zeit später. Irgendwann geriet die Idee aus dem Ruder, sodass ich mich entschieden hatte, die Fanfiktion komplett auf Eis zu legen und bei Null anzufangen. Es ist zwar ärgerlich gewesen, weil ich schon relativ weit in der Geschichte war, aber na ja. ^^"

    Wow, das ist echt cool! Ich finde, die Pokémon-Welt lädt in vielen Details dazu ein, ausgebaut oder anders interpretiert zu werden. In den Spielen gibt es ja im grunde einen unreliable narrator, wenn man so will. Wir sehen die Welt und erleben die Handlung ja aus der Sicht von teils zehnjährigen Kindern. Die bekommen sicher nicht alles mit, was so passiert.

    Meine Fanfiktion sind noch in den Archiven. Die Infos kann du zB im Topic von Kaona ola nachlesen.

    Da habe ich eine Frage: Hättest du das dann tatsächlich im Bisaboard veröffentlichen wollen? Ich weiß gar nicht, ob FSK16-mäßige Geschichten hier überhaupt erlaubt sind. Meinst du, es hätte eine Zielgruppe für solche Geschichten unter der BB-Leserschaft gegeben? Oder war so etwas für deine Planung nicht von Belang?

    FSK16 ist hier erlaubt; FSK18 ist nicht gestattet. Kannst du hier nachlesen. Ein Kapitel, welches ich für JnD damals geschrieben habe, war damals der Anlass für diese Änderung. Konkret gab es vorher keine Beschränkungen.

    Für das Bisaboard hätte ich meine Kapitel entsprechend gekürzt; auf anderen Plattformen wie Animexx, FanFiktion.de hätte ich die ungekürzte Version gepostet. So war es meine Planung.

    Du hast viele coole Ideen! :smile:

    Danke. :bigheart: Nur leider werde ich sie wohl nicht mehr umsetzen. :confused:


    ~ Rajani

  • Wollen wir doch mal^^ Ich habe früher recht viel über Pokémon geschrieben, vor allem in den Anfängen, als die Geschichten noch nur Stichpunkte auf einem Block waren - und, wahrscheinlich zum Glück, das auch geblieben sind xD Aber seit April sitze ich wieder recht regelmäßig an einer und ich bin wirklich überrascht, wie viel Spaß mir diese Welt immer noch macht :)


    1 Findet ihr, Pokémon als Thema eignet sich tatsächlich noch für Reise-Geschichten? Kann man im Jahr 2021 noch eine Reise-Geschichte anfangen? Was ist mit den oben genannten theoretischen Problemen, bzw. wie würdet ihr die angehen? Die Geschichte kürzer halten? Euch nur auf die Sport-Geschichte konzentrieren?

    Ich habe damals auch mit dieser klassischen "OC geht auf Reisen"-Geschichte angefangen, muss aber sagen, dass das heute nicht mehr mein Fall wäre - sowohl als Leser, als auch als Schreiber. Diese Geschichten werden ja von Natur aus sehr lang und es braucht natürlich auch einiges an Innovation, um einen als Leser oder Autor bei der Stange zu halten - eine reine Nacherzählung ist zwar einfach zu schreiben, liest sich aber recht langweilig und mir als Autor wäre es irgendwann auch zu ... simpel, einfach das zu verschriftlichen, was in den Spielen passiert. Natürlich kann man noch seine eigene Note einbringen, aber mir wäre der Rahmen "Ich klappere alle 8 Arenen ab und meistere die Liga" schlichtweg zu eng, als dass mir genug Innovation einfallen würde. Natürlich könnte man das auf die Arenen und wichtige Schlüsselmomente kürzen, aber schwierig meiner Meinung nach... Aber nun, vielleicht gibt es ja genug FFs, deren Autoren das Gegenteil beweisen^^


    2 Welche „Genres“ passen eurer Einschätzung nach gut zur Pokemon-Welt?

    Fantasy oder Science-Fiction? Irgendwas ganz Verrücktes?

    Naja, Pokémon ist ja per se Fantasy ;) Ein paar der Einträge basieren ja tatsächlich auf "echten" Legenden und es handelt sich um erdachte Wesen. Von daher gibt es da sicherlich noch hunderte von Ideen, die man auskosten kann^^

    Ich schreibe im Moment an einer FF über Wettbewerbe und über Charaktere, die mir von Lesern geschickt wurden. Die Wettbewerbe bzw. Showcases waren irgendwann die einzigen Folgen, die ich überhaupt noch geschaut habe, und es macht mir mega viel Spaß, einfach diesen Aspekt herauszugreifen und mir zu überlegen, was man alles aus diesen Pokémon herausholen kann. Von daher würde ich mich gar nicht auf einzelne Genres beschränken bzw. würde ich diese ganzen "Randideen" viel interessanter finden, die eben nicht in Reise, Shipping oder Spinoffs fallen würden. Soetwas wie ein Café-Setting, in dem sich die unterschiedlichsten Charaktere treffen oder nur ganz allein ihren Gedanken nachhängen. Oder was für Geschichten ein Wald erzählen könnte. Oder was die Arenaleiter in ihrer Freizeit so treiben. Eben diese ganze Individualität und Tiefe, die man aus der Welt herausholen kann, und die hinter die Welt der Spiele blicken lässt. Das macht ja auch den Anime aus, dass er so viel mehr über die Region erzählt mit seinen kleinen Geschichten.


    3 Welche Themen passen wohl weniger gut? Glaubt ihr, dass man zum Beispiel eine Horror-Geschichte in der Pokémon-Welt verfassen kann? Das clasht ja mit der üblichen Zielgruppe für Pokémon-Storys, weshalb es dann an mangelnder Leserschaft scheitern könnte.

    Gab es nicht mal eine Zeit, in der Creepypasta, besonders zu Lavandia, echt beliebt waren? Ich glaube, Pokémon hat sich sowieso immer weiter von der üblichen Zielgruppe entfernt und spricht nicht mehr (nur) die 10-Jährigen an, wie uns der Anime weißmachen will. Es geht ja sogar so weit, dass die Eltern der derzeitigen Kindergeneration selber Spieler sind/waren. Wenn man Menschen nimmt, die zum Release der ersten Gen 10 waren, sind die jetzt 35 und vielleicht immer noch begeistert. Die Mutti aus meiner Berufsschulklasse hat sich auch total über die Lets Go Sticker gefreut. "Oh, Misty und Rocko, wie cool. Den einen Bogen behalte ich, mein Kleinen bekommt dann die anderen ;) ".

    Klar, irgendwann schwächt das vermutlich ab und man findet andere Aspekte cool, aber ich finde es ganz angenehm, wenn erwachsenere Themen behandelt werden. Meine mit Abstand liebsten Spiele sind Colosseum und XD, wo die Antagonisten die Herzen der Pokémon versiegeln und so zu rücksichtslosen Kampfmaschinen machen. Wenn es nicht die Nintendo-Zielgruppe wäre, stell dir mal vor, was für ein Potential für Drama, Horror und Gore das beinhalten würde ;)


    4 Wie viel Vorwissen setzt ihr bei eurer potentiellen Leserschaft über Pokémon voraus? Sowohl allgemein als auch im Bisaboard speziell? Besonders interessant finde ich in dem Zusammenhang: Wie beschreibt ihr die Pokémon? Einfach nur den Namen nennen, denn die Leser kennen das betreffende Pokémon bestimmt? Oder so beschreiben, als ob die Person noch nie von Pokémon gehört hat?


    Irgendwo dazwischen, würde ich sagen. Also ich kenne die Pokémon aus Alola aufwärts auch nicht mehr so wirklich innig, einfach weil ich die Spiele nicht mehr so intensiv gespielt habe wie früher. Deswegen versuche ich, die Beschreibungen so zu wählen, dass man die markanten Merkmale im Kopf hat und durch das Aussehen zumindest auf das Bild kommt, dass man beim Spielen vermutlich irgendwo gesehen hat. Zur Not kann das ja bei Nennung des Namens noch gegooglet werden, wenn es einem noch gar nicht untergekommen ist.

    Noch wichtiger ist es mir aber, ein gewisses Gefühl zu vermitteln - Sprich ich könnte einfach sagen "Der hat ein Onix dabei" oder von einer massiven Steinraupe sprechen, bei der der Charakter den Kopf in den Nacken legen muss und wo die Erde unter dem Gewicht weggedrückt wird. Im Grunde genommen sowas wie einen Eindruck durchs Aussehen zu vermitteln, wenn das Sinn ergibt. Beschreibungen sind halt einfach ein super Mittel, um den Pokémon noch mal einen ganz lebhafteren/"realeren" Eindruck zu geben und sich ein Stück weit auch die Welt zu eigen zu machen.

    It's not the critic who counts, not the man who points out how the strong man stumbles, or where the doer of deeds could've done them better. The credit belongs to the one who's actually in the arena - Theodore Roosevelt


    "Most people don't try to become adults, they just reach a point where they can't stay children any longer." - Miss Kobayashi


    "Heart defies reality/Emotions topple strategy/You can't believe in honesty/That your children can win a war." (RWBY, Hero)

  • Ich bin zurück! Piepi

    Meine Fanfiktion sind noch in den Archiven. Die Infos kann du zB im Topic von Kaona ola nachlesen.

    Wow, das ist ja wirklich krass! :blink:

    Du bzw. ihr habt euch da echt viele Gedanken gemacht! Und der Startpost ist auch superschön und ausführlich. Bis ich so was produzieren kann, wird es noch dauern. :haha:

    FSK16 ist hier erlaubt; FSK18 ist nicht gestattet. Kannst du hier nachlesen. Ein Kapitel, welches ich für JnD damals geschrieben habe, war damals der Anlass für diese Änderung. Konkret gab es vorher keine Beschränkungen.

    Für das Bisaboard hätte ich meine Kapitel entsprechend gekürzt; auf anderen Plattformen wie Animexx, FanFiktion.de hätte ich die ungekürzte Version gepostet. So war es meine Planung.

    Naja, FSK16 ist erlaubt, da hast du Recht, aber ich persönlich würde z.B. im Bisaboard keine Geschichten mit FSK16 veröffentlichen, einfach weil meiner Einschätzung nach die Lesergruppe dann noch weiter eingeschränkt würde. Der Fanfiction-Bereich ist momentan ja nicht gerade hyperaktiv. :biggrin:


    Das ist definitiv ein interessanter Ansatz, die Fanfiction gekürzt im Bisaboard und unzensiert dann auf einer anderen Plattform zu veröffentlichen. :unsure:

    Danke. :bigheart: Nur leider werde ich sie wohl nicht mehr umsetzen. :confused:

    Darf ich fragen, warum nicht? (ich bin nur neugierig)

    Ich sehe schon, dass ihr euch da eine extrem große und aufwendige Geschichte ausgedacht habt, die eine große Menge an Zeit und auch Energie benötigen würde, um umgesetzt zu werden. Wäre es evtl. eine Lösung, die Geschichte in kleinerem Rahmen zu erzählen (also nicht für jede Figur zuerst eine Geschichte, sondern alles als eine einzige Story mit einem Ensemble-Cast?)


    Oder liegt es am Schreiben allgemein, dass dir das keinen Spaß mehr macht oder so?

    Ich habe eine Weile im Social-Media-Management gearbeitet, und da war es tatsächlich so, dass meine ganze kreative Energie einfach für die Arbeit draufgegangen ist. Obwohl ich privat gerne schreibe, hatte ich da einfach keine Energie mehr.

    Jetzt habe ich einen anderen Job und kann meine kreativen Batterien wieder fürs Schreiben einsetzen. :smile:


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    Aber seit April sitze ich wieder recht regelmäßig an einer und ich bin wirklich überrascht, wie viel Spaß mir diese Welt immer noch macht :)

    Cool! Ich finde es toll, dass du den Spaß am Schreiben wiederentdeckt hast! :smile:

    Gibt es deine Fanfiction zufällig schon im Bisaboard, wo man sie lesen könnte?

    Natürlich kann man noch seine eigene Note einbringen, aber mir wäre der Rahmen "Ich klappere alle 8 Arenen ab und meistere die Liga" schlichtweg zu eng, als dass mir genug Innovation einfallen würde. Natürlich könnte man das auf die Arenen und wichtige Schlüsselmomente kürzen, aber schwierig meiner Meinung nach... Aber nun, vielleicht gibt es ja genug FFs, deren Autoren das Gegenteil beweisen^^

    Ja, für mich persönlich wäre das wahrscheinlich auch nichts mehr heutzutage. Ich hätte gerne, als ich jünger war, so eine Fanfiction geschrieben, aber dafür fehlt mir, denke ich, das Durchhaltevermögen.

    Ich habe eine Figur in meiner Fanfiction, die so eine Hintergrundgeschichte hat (Arenen in verschiedenen Regionen abklappern), aber ich habe sie jetzt in einer Story verwendet, in der die Handlung sich gar nicht darum dreht. :biggrin: Die Frage, ob ich jemals ihre Arenen-Vorgeschichte in irgendeiner Form erzählen sollte, beschäftigt mich öfter.

    Naja, Pokémon ist ja per se Fantasy ;)

    Ich finde, Pokémon muss nicht per se Fantasy sein.

    Wenn man will, kann man die Welt an sich auch gut als Science-Fiction schreiben. Es müsste dann halt einen Grund geben, warum die Welt so ist wie sie ist, aber ich schreibe Pokémon tatsächlich lieber als Sci-Fi, weil mich das etwas mehr reizt. :saint:

    Ich schreibe im Moment an einer FF über Wettbewerbe und über Charaktere, die mir von Lesern geschickt wurden.

    Interessant! Ich habe auch eine Idee für eine Fanfiction, bei der es lustig wäre, Charaktere von Leser*innen zu bekommen. Wie hast du das angestellt? War das hier im Bisaboard? :blink:


    Irgendwo dazwischen, würde ich sagen. Also ich kenne die Pokémon aus Alola aufwärts auch nicht mehr so wirklich innig, einfach weil ich die Spiele nicht mehr so intensiv gespielt habe wie früher. Deswegen versuche ich, die Beschreibungen so zu wählen, dass man die markanten Merkmale im Kopf hat und durch das Aussehen zumindest auf das Bild kommt, dass man beim Spielen vermutlich irgendwo gesehen hat. Zur Not kann das ja bei Nennung des Namens noch gegooglet werden, wenn es einem noch gar nicht untergekommen ist.

    Noch wichtiger ist es mir aber, ein gewisses Gefühl zu vermitteln - Sprich ich könnte einfach sagen "Der hat ein Onix dabei" oder von einer massiven Steinraupe sprechen, bei der der Charakter den Kopf in den Nacken legen muss und wo die Erde unter dem Gewicht weggedrückt wird. Im Grunde genommen sowas wie einen Eindruck durchs Aussehen zu vermitteln, wenn das Sinn ergibt. Beschreibungen sind halt einfach ein super Mittel, um den Pokémon noch mal einen ganz lebhafteren/"realeren" Eindruck zu geben und sich ein Stück weit auch die Welt zu eigen zu machen.

    Das stimmt, das habe ich gar nicht bedacht! :huh: Mittlerweile gibt es so viele Pokémon, dass man nichtmal bei Fans davon ausgehen kann, dass sie alle Namen im Kopf haben.

    Und ich stimme dir voll zu, dass schon die Art der Beschreibung sehr viel zur Geschichte beiträgt. :saint:

  • Huhu Emerald. Nun habe ich endlich mal die Gelegenheit, dir zu antworten, haha.


    Wow, das ist ja wirklich krass! :blink:

    Du bzw. ihr habt euch da echt viele Gedanken gemacht! Und der Startpost ist auch superschön und ausführlich. Bis ich so was produzieren kann, wird es noch dauern. :haha:

    Dankeschön! Die Gestaltung nimmt auch immer sehr viel Zeit in Anspruch. x)

    Naja, FSK16 ist erlaubt, da hast du Recht, aber ich persönlich würde z.B. im Bisaboard keine Geschichten mit FSK16 veröffentlichen, einfach weil meiner Einschätzung nach die Lesergruppe dann noch weiter eingeschränkt würde. Der Fanfiction-Bereich ist momentan ja nicht gerade hyperaktiv. :biggrin:


    Das ist definitiv ein interessanter Ansatz, die Fanfiction gekürzt im Bisaboard und unzensiert dann auf einer anderen Plattform zu veröffentlichen. :unsure:

    Damals, als ich noch aktiv an Johto no Densetsu gearbeitet habe, war der FF-Bereich noch um einiges aktiver. Mittlerweile würde ich da vielleicht anders darüber denken und JnD auch nicht mehr im BB veröffentlichen, denke ich.

    Die Antwort ist sehr einfach: Ich werde (leider) auch älter. Natürlich bin ich noch an Pokémon interessiert, ich spiele es noch gerne, aber dieses Interesse reicht einfach nicht mehr aus, um eine so groß angelegte Idee umzusetzen.

    Zudem habe ich durch die sehr lange Schreibpause auch das Gefühl, sehr aus der Übung zu sein. Dadurch bin ich mit meinem Geschriebenen sehr unzufrieden und ich verliere die Motivation.

    Deshalb ist das Interesse auch einfach nicht mehr da. ^^ Hauptsächlich liegt es daran, dass mein Interesse für Pokémon sehr nachgelassen hat. Es reicht einfach nicht mehr aus, um die Fanfiktions zu schreiben.


    Gruß,


    ~ Rajani

  • Emerald

    Erstmal toll, dass du das Thema eröffnet und dir viel Mühe gemacht hast. :haha:


    Ich denke nicht, dass der "Spannungshöhepunkt" ein Problem ist ... oder es ist nur dann ein Problem, wenn man sich in westliches Storytelling verbeißt. Es ist nämlich eine sehr westliche Sichtweise, dass Geschichten immer in Akten eingeteilt werden und Spannungshöhepunkte enthalten MÜSSEN. Viele Anime, nicht bloß Kinderserien, sind episodisch und gerade von deren Fans sehr schätzt. Gerade Pokemonstories eignen sich auch seht gut dafür.


    Aber natürlich hast du auch Recht, dass ich dann irgendwann einfach aufgehört habe zu schreiben. :/ Ich glaube, es ist einfach das Interesse an Pokemon weniger geworden. Ich spiel zwar noch die Editionen hier und da, freu mich auf Neues und fühle mich emotionally attached gegenüber manchen Lieblingspokemon, aber naja... der Funke ist für mich leider einfach weg, auch wenn ich immer Größteils eigene Charaktere hatte etc.

    Hab auch mit Rajani an einer gemeinsam ausgearbeiteten Pokemonwelt gearbeitet, die realistischer und ernster war. ^^


    Außerdem, wie du bereits sagst: Der Genremix passt nicht wirklich ... bei Diebesgut / Die Legenden Johtos wäre es auch viel besser gewesen, wenn das Ganze einfach nur eine Reise-Coming of Age-"Sport"story gewesen wäre ohne "die bösen Teams / Verbrecherorganisation" dazu. ^^"

    Ich hatte nämlich einen jugendlichen OC an dem ich immer noch sehr hänge, der aus Orre kam und sich vor (und während xD) seines Trainerdaseins als Dieb durchs Leben schlug und dann in ein ganz neues Leben findet.

    Im Nachhinein ist man immer klüger ^^", aber das alleine gibt schon so viel her, das alleine reicht mir als Plot schon komplett aus.


    Nun bin ich etwas klüger xD ... und schreibe / plane / habe im Kopf eine eigene Story in einer Steampunkwelt mit ihm als Hauptcharakter. Ich hab nun jeden größeren Plot rausgenommen und mir persönlich gefällt es auf diese Art so viel besser!

    Natürlich werden die Probleme der Welt und Gesellschaft in der die Charaktere leben auch stark mitangesprochen, aber es gibt nicht mehr diesen "Weltenretterplot" und nicht mehr viel des politischen Geplänkel.

    ... irgendwas in mir hätte aber trotzdem irgendwie Bock drauf Diebesgut doch noch eine Chance zu geben, so parellel zu meiner eigenen Story. 😅


    Ich mag Reise- und Abenteuerstories sehr gerne zum Schreiben und dementsprechend plane ich gerade auch eine andere, eigene Fantasystory mit einer Reise und eigenen Charakteren. ^^

    Was soll ich sagen... ich mag in Anime und anderen Medien auch Stories mit epischem Plot gerne, aber ich persönlich find es viel entspannender und "erfüllender", wenn ich etwas schreiben kann, das eher episodisch ist und sich dabei viel mehr auf das Reisen an neue Orte, Charakterentwicklung und bestimmte Themen fokusiert.

  • Hi Bastet! Glumanda

    Erstmal toll, dass du das Thema eröffnet und dir viel Mühe gemacht hast. :haha:

    Danke. :saint: Das ist alles Teil meines dunklen Fanfiction-Breich-Masterplans, hahaha! Snobilikat

    Ich denke nicht, dass der "Spannungshöhepunkt" ein Problem ist ... oder es ist nur dann ein Problem, wenn man sich in westliches Storytelling verbeißt. Es ist nämlich eine sehr westliche Sichtweise, dass Geschichten immer in Akten eingeteilt werden und Spannungshöhepunkte enthalten MÜSSEN.

    Wobei man auch bedenken muss, dass ich, wenn ich eine Fanfiction fürs Bisaboard schreibe, natürlich für eine Zielgruppe schreibe, die zum Großteil eine westliche Erzählweise gewohnt ist.

    Und auch episodische Geschichten wie z.B. der Pokémon-Anime haben ja eine übergreifende Spannungskurve. Die Kämpfe mit Arenaleitern sind immer relevante Zwischenhöhepunkte und die jeweilige Pokémon-Liga ist dann das große Spannungsfinale.


    Wobei dort natürlich alles stark gezerrt wird und es dazwischen immer sehr, sehr viele episodische Geschichten gibt, da stimme ich dir total zu.

    Viele Anime, nicht bloß Kinderserien, sind episodisch und gerade von deren Fans sehr schätzt. Gerade Pokemonstories eignen sich auch seht gut dafür.


    Aber natürlich hast du auch Recht, dass ich dann irgendwann einfach aufgehört habe zu schreiben.

    Heutzutage will ich persönlich einfach Geschichten, die auf etwas hinauslaufen. Einfach nur Fluff reicht mir persönlich zum Beispiel nicht mehr, daher habe ich auch diesen Anspruch an meine Geschichten. Bzw., ich hätte auch persönlich nicht die Energie, so eine "unendliche" Geschichte zu schreiben.

    Außerdem, wie du bereits sagst: Der Genremix passt nicht wirklich ... bei Diebesgut / Die Legenden Johtos wäre es auch viel besser gewesen, wenn das Ganze einfach nur eine Reise-Coming of Age-"Sport"story gewesen wäre ohne "die bösen Teams / Verbrecherorganisation" dazu. ^^"

    Ich hatte nämlich einen jugendlichen OC an dem ich immer noch sehr hänge, der aus Orre kam und sich vor (und während xD) seines Trainerdaseins als Dieb durchs Leben schlug und dann in ein ganz neues Leben findet.

    Im Nachhinein ist man immer klüger ^^", aber das alleine gibt schon so viel her, das alleine reicht mir als Plot schon komplett aus.

    Diebesgut ... Der Junge aus Orre, und er hatte einen blonden Boyfriend. Und es gab ein Mädchen das Käfer-Pokémon trainiert und die früher mal bei Team Rocket war, oder? Hieß sie Ruri oder Ruki ...? Ich habe das vor Jahren mal gelesen :smile:

    Das hat mir sehr gut gefallen damals! :saint:

    Natürlich werden die Probleme der Welt und Gesellschaft in der die Charaktere leben auch stark mitangesprochen, aber es gibt nicht mehr diesen "Weltenretterplot" und nicht mehr viel des politischen Geplänkel.

    Oh ja, also gerade dieses "Die ganze Welt steht auf dem Spiel" ist mir auch schon total über. Am tollsten fand ich es eigentlich bei den Spielen Schild und Schwert, weil der Plot sich zum Großteil auf die Sportgeschichte und die Hintergründe der verschiedenen Rival*innen fokussiert hat. Wie mein Avatar schon verdeutlicht, bin ich besonders ein Fan von Betys' Geschichte. :saint::thumbup:

    Ich habe das Gefühl, dass oft in vielen Geschichten (nicht nur Pokémon) gleich die ganze Welt auf dem Spiel steht, weil das einfach so üblich ist. Es ist definitiv okay, wenn man sowas einbaut, aber man muss die Entscheidung halt bewusst treffen, nicht einfach nur, weil es alle so machen.

    ... irgendwas in mir hätte aber trotzdem irgendwie Bock drauf Diebesgut doch noch eine Chance zu geben, so parellel zu meiner eigenen Story. 😅

    Mir hat es wie gesagt damals gefallen. :saint: Vielleicht, wenn die Geschichte in einer kürzeren Form auftaucht? Oder nur das große Turnier in der Pokémon-Liga, aber die Kämpfe gegen Rivalen oder so sorgen für Flashback-Material für Rückblicke zu den spannendsten Punkten?

    Nur so eine Idee :haha:

  • Ich denke nicht, dass der "Spannungshöhepunkt" ein Problem ist ... oder es ist nur dann ein Problem, wenn man sich in westliches Storytelling verbeißt. Es ist nämlich eine sehr westliche Sichtweise, dass Geschichten immer in Akten eingeteilt werden und Spannungshöhepunkte enthalten MÜSSEN.

    Wobei man auch bedenken muss, dass ich, wenn ich eine Fanfiction fürs Bisaboard schreibe, natürlich für eine Zielgruppe schreibe, die zum Großteil eine westliche Erzählweise gewohnt ist.

    Und auch episodische Geschichten wie z.B. der Pokémon-Anime haben ja eine übergreifende Spannungskurve. Die Kämpfe mit Arenaleitern sind immer relevante Zwischenhöhepunkte und die jeweilige Pokémon-Liga ist dann das große Spannungsfinale.


    Wobei dort natürlich alles stark gezerrt wird und es dazwischen immer sehr, sehr viele episodische Geschichten gibt, da stimme ich dir total zu.

    Naja, aber selbst wenn du deine Leser*innen im Sinn hast, musst du im Hinterkopf behalten, dass das hier in erster Linie ein Pokemonforum ist und wer japanische Spiele mag, mag auch für gewöhnlich auch, zumindest ein paar, Anime und ist demnach diese Erzählweise unter Umständen ohnehin schon gewöhnt.

    Vor allem diejenigen, die damals all die Narutofiller und co. durchgesessen haben lol dafür hätte ich wieder keine Geduld. xD


    Ansonsten denke ich mir, dass wir "Spannungskurve" allgemein zu eng fassen und vorwiegend Action und co meinen. Ich hab hierzu meine Theorie, dass wir das so aus Hollywoodfilmen, vor allem den großen Actionblockbustern, lernen.

    Dabei finde ich, dass auch Charakterentwicklung und kleine Erfolge Spannung erzeugen können.


    Jaaaa. :blush:

    Oww danke! Ja, ich würde lieber was Steampunkiges schreiben. Hab mir da schon viele Gedanken zur Welt gemacht und so... und in der letzten Woche hab ich so einen tollen Steampunkanime gesehen, ich bin wieder voll drinnen... auch mit der Idee meinen Plot weiterzuverfolgen. ><


    Das Problem ist eben nur ... für Pokemon ist die Luft raus und wenn ich mir Zeit zum Planen, Grübeln und Schreiben nehme, dann eben lieber für eigene Projekte, auch wenn ich gerne an Diebesgut zurückdenke. ^^"


    Ich weiß nicht wie das bei dir ist? Schreibst du mittlerweile auch lieber an FFs oder an etwas Eigenem?


    Natürlich werden die Probleme der Welt und Gesellschaft in der die Charaktere leben auch stark mitangesprochen, aber es gibt nicht mehr diesen "Weltenretterplot" und nicht mehr viel des politischen Geplänkel.

    Oh ja, also gerade dieses "Die ganze Welt steht auf dem Spiel" ist mir auch schon total über. Am tollsten fand ich es eigentlich bei den Spielen Schild und Schwert, weil der Plot sich zum Großteil auf die Sportgeschichte und die Hintergründe der verschiedenen Rival*innen fokussiert hat. Wie mein Avatar schon verdeutlicht, bin ich besonders ein Fan von Betys' Geschichte. :saint::thumbup:

    Ich habe das Gefühl, dass oft in vielen Geschichten (nicht nur Pokémon) gleich die ganze Welt auf dem Spiel steht, weil das einfach so üblich ist. Es ist definitiv okay, wenn man sowas einbaut, aber man muss die Entscheidung halt bewusst treffen, nicht einfach nur, weil es alle so machen.

    Ja, ich meine mein Plot per se würde schon in diese Richtung gehen, aber auf eine "kleinere" Ebene. Bei Steampunk passt es immer sehr, wenn es auch um Ressourcen, Kolonialsmus uä dreht, finde ich, und joa, das wird es sein.

    Der Hauptkonflikt dreht sich um Energieressourcen, vor allem um saubere Energiekristalle, weil der Steam im Steampunk der Industrienation nicht so gut bekommt. xD

    Müsste dann nur zusehen wie ich die Balance zwischen Alltagsszenen, Charakterszenen und actual Plot halte und hab den Magierplot und so vollkommen gestrichen. xD


    Aber ja, so eine Entscheidung muss man bewusst treffen und nicht bloß "ja, es geht halt immer drum die Welt zu retten, nehmen wir halt irgendeinen Auserwählten und geben ihm ein cooles Relikt oder Kräfte oder so." In vielen Stories kommt das halt so ... demotiviert und lustlos rüber, als hätte die*r Autor*in einfach große Teile gecopypasted und selbst keinen Bock auf die Story gehabt. 😅

  • Hi Bastet! :smile:


    Noch ein Wort zur Spannungskurve oder spannenden Momenten: Es kann theoretisch gut sein, dass manche Leute das so sehen, von wegen Spannung ist immer Action, Explosionen, Gewalt. Aber in dem Fall hätten diese hypothetischen Leute wohl noch nie eine Geschichte gelesen / einen Film gesehen, der nicht dem Action-Genre zuzuordnen ist? :biggrin:

    Eine Liebesgeschichte hat ja auch Spannung. Deshalb erfahren wir erst am Ende, ob das Pärchen / der Cluster zusammenkommt. Also ich definiere Spannungshöhepunkte als die Momente, auf die die Geschichte hinausläuft, selbst wenn sie sich seeehr viel Zeit dabei lässt. Wie gesagt, egal wie lange es dauert, nach mehreren Hundert Folgen hat auch ein Ash seine acht Orden beisammen und darf mal wieder zur Pokémon-Liga aufbrechen.

    (nur jetzt nicht mehr in Pokémon Reisen :huh: Der Junge hat es tatsächlich geschafft )

    Das Problem ist eben nur ... für Pokemon ist die Luft raus und wenn ich mir Zeit zum Planen, Grübeln und Schreiben nehme, dann eben lieber für eigene Projekte, auch wenn ich gerne an Diebesgut zurückdenke. ^^"

    Also hast du mittlerweile nur Energie für eigene Projekte, die dir natürlich auch mehr Freiheiten in der Gestaltung der Welt und der Figuren liefern? Ja, das sehe ich echt als Trend bei vielen Autor*innen. Viele haben mit Fanfiction angefangen, aber sich quasi weiterentwickelt.

    Ich weiß nicht wie das bei dir ist? Schreibst du mittlerweile auch lieber an FFs oder an etwas Eigenem?

    Bei mir ist es so, dass ich tatsächlich aktuell leichter Energie für Fanfiction aufbringen kann als für eigene Projekte. In meinem früheren Job war ich kreativ total ausgelastet, weshalb ich da privat gar nichts geschrieben habe. In meinem jetzigen Beruf brauche ich keine große kreative Energie, weshalb ich jetzt wieder schreiben kann. :love:

    Wenn ich jetzt im Moment eine ganz eigene Geschichte schreiben würde, hätte ich selbst im Hinterkopf aber wieder den Druck, dass ich es dann an Verlage schicken sollte. Und so weit bin ich nicht. Momentan mag ich einfach Spaß am nicht-kommerziellen Schreiben haben, und das geht am einfachsten für mich persönlich mit Pokémon-Fanfics. :saint:

  • Das versteh ich sehr gut ^^ aber woher kommt denn der Druck deine Geschichte unbedingt an einen Verlag senden zu müssen?

    I dunno, ich will das mittlerweile wirklich nur hobbymäßig machen und finde es toll, dass es frei verfügbare Stories online gibt. ^^

    Gute Frage :huh:

    Bei mir ist es so, dass ich es nicht ausschließe, in der Zukunft mal mit dem Schreiben Geld zu verdienen. In gewisser Weise habe ich das ja in meinem vorherigen Job tatsächlich gemacht.

    Und aufgrund dieser beruflichen Vergangenheit ist wohl immer der Anspruch da, "wenn du jetzt etwas eigenes schreibst, warum schickst du es dann nicht auch an einen Verlag?" Das ist bei mir immer im Hinterkopf.


    Wenn ich für mich endgültig entschieden hätte, dass ich kein Geld mehr mit dem Schreiben verdienen möchte, dann wäre es wahrscheinlich einfacher. Aber solange der Wille da ist, werde ich erstmal bei Pokémon-Fanfiction wie Star Quest bleiben. :saint:

    Zumindest, bis ich bereit bin, wieder in den Ring der kreativen Arbeit zu steigen. :haha: Pandagro