Glaubt ihr an Gott?

  • Zitat von Dokers

    Ganz im Ernst, wenn das stimmen würde, dass es Gott gibt dann müssen ja auch nicht so viele Menschen hungern und leiden?!

    Warum sollte sich ein Gott um unsere Probleme kümmern? Es ist doch wohl die Aufgabe der Menschen für Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen. Das schließt noch lange keinen Gott aus. Übrigens lehren die meisten Religionen sich um die Ärmeren und um die Leidenden zu sorgen (z.B "Liebe deinen Nächsten, so wie dich selbst" ~ Bibel)

  • Warum sollte sich ein Gott um unsere Probleme kümmern? Es ist doch wohl die Aufgabe der Menschen für Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen. Das schließt noch lange keinen Gott aus. Übrigens lehren die meisten Religionen sich um die Ärmeren und um die Leidenden zu sorgen (z.B "Liebe deinen Nächsten, so wie dich selbst" ~ Bibel)

    Naja, wenn du einen Menschen ohne Religion erziehst, wird er letztendlich auch zum Schluss kommen, dass es mit Vernunft und Gefühlen vereinbar ist und richtig scheint, zu teilen bzw. Bedürftigeren zu helfen bzw. allgemein zu helfen.
    Religionen sind hierbei vielleicht allerhöchstens Dinge, die die Vernunft schneller reifen lassen, aber beruhen sie wirklich auf göttlichem Ursprung oder sind sie letztendlich auch nur niedergeschriebene Dinge mit zugefügtem Hokuspokus, der das Bedürfnis nach Antworten im Leben befriedigt?
    Ich tippe auf letzteres ;)

  • Naja, wenn du einen Menschen ohne Religion erziehst, wird er letztendlich auch zum Schluss kommen, dass es mit Vernunft und Gefühlen vereinbar ist und richtig scheint, zu teilen bzw. Bedürftigeren zu helfen bzw. allgemein zu helfen.


    !WORD!


    Ehre, Moral und Anstand - die haben nichts mit Glauben oder Religion zu tun, oder warum gab es Kreuzzüge oder Dschihads?


    Jeder Glaube achtet das Leben - trotzdem wurden im Namen eines Gottes soviele Kriege geführt und Leben gelassen, obwohl der Glaube das eigentlich verbietet? (5. Gebot: Du sollst nicht töten!)


    Wie die folgenden Ausführungen belegen, untersagt Allah im Koran an verschiedenen Stellen den Mord, welcher, wie auch der Selbstmord, eigentlich als schwere Sünde angesehen wird. Mord wird nicht nur im Diesseits sondern auch im Jenseits bestraft:
    „ein Gläubiger darf keinen Gläubigen töten“ Quelle


    Und dennoch wurde und wird der Glaube auf irrwitzigste Art missbraucht, um "Untaten" zu rechtfertigen - im Namen seines Gottes, was, welcher Gott auch immer, ganz bestimmt nicht wollen würde oder befürworten würde.


    Es ist aber der fehlbare Mensch, der diese Entscheidungen trifft, was die Frage aufbringt, warum Gott in all seiner Perfektion und der Endschöpfung seines Tuns uns nicht so perfektionierte, wie beabsichtigt?


    Ich will immer noch an eine obrige Person glauben, auch wenn alles dagegen spricht, einfach nur, weil ich jemanden haben möchte, den ich ansprechen kann, wenn ich verzweifelt bin. Aber ich widerlege immer wieder selber, dass es diese Person eigentlich gar nicht geben kann.


    Einen hoffnungsvollen Glauben, dem bin ich nicht abgeneigt - aber die damit einhergehende Gewalt... die ist jedem Gott abtrünnig.

  • Was auf der Verpackung steht, ist oft nicht drin, aber in der Verpackung des Islams z.B. steht ganz groß drauf, dass man nicht töten soll.
    Gehen wir jetzt davon aus, dass man unabhängig von den mordenden Sultanaten lebt und den Koran mit 8-11 Jahren liest, dann hilft einem der Koran in der Tat dabei, eine gewisse Moral zu erlernen - schneller als es die gereifte Vernunft kann.
    Die Kollegen, die im Namen der Religion Kriege führten sind im Endeffekt nicht die Religion, sondern eben simple Ausreißer..
    Religion _IST_ Moral gewesen und ist es heute noch oftmals..
    Dass der fehlbare Mensch diese Entscheidung trifft, bedeutet, dass wir es erst recht nicht verdienen, einen so vollendeten und absoluten Gott wie im Islam, Christentum und Co. zu besitzen.
    Das ist das Bedürfnis der Moral - Einen wirklich festgelegten Gegenstand besitzen, an dem man sich festhalten kann, um nicht ohne Plan durch die Mysterien der Welt zu schwimmen - Religion befriedigt nun mal

  • Upps,
    *drei mal gelesen und immer noch verwirrt sei.*


    Du stimmst mir also im großen und ganzen zu, sagst aber, dass Religion Moral ist! Will ich nicht abstreiten, hinterfrage aber, warum dann auch unreligöse Menschen sehr wohl Moral haben können?
    Man kann doch nicht den Glauben einfach als Grundvoraussetzung für sowas wie Moral - siehe Duden - ansehen, denn es gibt ja auch genügend Leute, die ohne Religion über eine Moral verfügen. Sicherlich ist nicht abzustreiten, dass praktisch jede Religion auch die Moral predigt, bzw. erschaffen haben könnte. ^^


    einen so vollendeten und absoluten Gott wie im Islam, Christentum und Co. zu besitzen.
    Das ist das Bedürfnis der Moral - Einen wirklich festgelegten Gegenstand besitzen, an dem man sich festhalten kann, um nicht ohne Plan durch die Mysterien der Welt zu schwimmen - Religion befriedigt nun mal


    Jetzt verwirrst du mich! Wie kann ich denn Gott "besitzen"? Wie kann Gott ein "Gegenstand" sein?


    Du sagst, man besitzt einen Gott als Gegenstand, damit man nicht durch die Mysterien der Welt schwimmen muss.


    Soll das jetzt heißen, dass nur dumme Menschen Gläubige sind, weil sie keine Intelligenz für Naturwissenschaft haben oder sich einfach nicht damit auseinandersetzen wollen? Diese Antwort befriedigt mich auf jeden Fall nicht. ^^


    Vermutlich habe ich dich ganz stark missverstanden oder du dich ganz stark falsch ausgedrückt. ;)

  • Zitat

    Du stimmst mir also im großen und ganzen zu, sagst aber, dass Religion Moral ist! Will ich nicht abstreiten, hinterfrage aber, warum dann auch unreligöse Menschen sehr wohl Moral haben können?

    Kommt drauf an. Die Moral wird von der Gesellschaft bestimmt, also von einer Masse. Was hier moralisch Zwielichtig ist kann woanders als ok gelten. Die Religion deckt sch nur mit der allgemein geltenden Moral. (ich sag jetzt mal z.B. in Europa). Ich meine auch Mütter die nicht ihre Kinder gläubig erziehen werden auch mal sowas sagen wie "du sollst nicht stehlen" auch wenn es nicht in der Bibel steht.

  • Die religiöse Moral als solche ("Gott Jehova belohnt uns, das gläubige ausgewählte Volk, für gute Taten und Frömmigkeit - für schlechte Taten bestraft er uns") ist ursprünglich jüdisch. Nach Europa brachte sie der Christentum und wo Nietzsche Recht hat, ist, dass unsere allgemeine Vorstellung von Moral sehr stark von der Religion und anderen Lehren geprägt ist. Es gab auch vor den Weltreligionen Vorstellungen von Wohltaten und Tugenden, doch die sahen ganz anders aus und sahen zum Beispiel Sklaverei als selbstverständlich an, da der Sklave "niedriger" ist und aller Ethik nach auch so zu behandelt werden hat.

  • Ich habe Gott nicht verdinglicht - lediglich das Wort besitzen ist in der Tat falsch gewählt und kann falsch verstanden werden - mein Fehler, tut mir leid.


    Selbstverständlich haben auch unreligiöse Menschen eine gewisse Moral, die auf ihrer Vernunft beruht, doch Religionen sind eben Platzhalter für diese Vernunft und die Moral und zusätzlich auch niedergeschrieben.
    Eine Art Verneinung der eigenen Vernunft, da man eigentlich aus den religiösen Büchern "abschreibt" und der Mensch somit eig. nicht selber über Richtig und Falsch/ Gut und Böse nachdenkt, sondern nur schluckt.



    Die Verwendung eines Gottes, ist lediglich das Befriedigen des menschlichen Bedürfnisses nach etwas wirklich festgelegtem - wie bereits gesagt.
    Menschen, die religiös sind, sind zwar zwangsweise nicht dumm, doch eher infantil (benutzte Freud ziemlich gern das Wort) und benutzen die Religion wie das warme, gemütliche eigene Haus, in dem man verweilen will, um ja nicht in die weite feindliche Welt zu kommen, da die Welt durch die verzierten Fenster viel besser aussieht..
    Grob gesagt - eine Flucht vor der Auseinandersetzung

  • (Es macht Spaß, mit dir zu diskutieren, Nietzsche. ^^)


    Ich meine auch Mütter die nicht ihre Kinder gläubig erziehen werden auch mal sowas sagen wie "du sollst nicht stehlen" auch wenn es nicht in der Bibel steht.


    Du meinst bestimmt obwohl es in der Bibel steht. ;)


    Auch das mit der Sklaverei oder den Lehn-Bauern und Hexenverbrennungen - ja! Im Namen der Religion. Aber das waren ja nicht die heutigen Zeiten. Heute sind Heilpraktiker und Bio-Bauern hoch angesehen und werden nicht mehr verbrannt, weil ihr Kräuter "Wunder" bewirken. Das war eben die damalige Unwissenheit, so wie das Einreden, dass die Mauren nicht als gleichwertige Menschen anzusehen sind, weil sie eben dunkelhäutig waren.


    Aber darüber sollten wir ja heute nun wirklich hinweg evolutioniert sein, oder? ;D


    Eine Art Verneinung der eigenen Vernunft, da man eigentlich aus den religiösen Büchern "abschreibt" und der Mensch somit eig. nicht selber über Richtig und Falsch/ Gut und Böse nachdenkt, sondern nur schluckt.


    Na, aber dass heisst doch schon ein bisschen, dass es überwiegend dumme Menschen, die zu faul zum Denken sind, gläubig sind. Weil infantil ja kindisch und unreif heisst und somit für einen Erwachsenen Menschen bedeutet, nicht den nötigen Intellekt zu haben. ^^


    Ich stimme dir vollkommen zu, dass es für viele Menschen durchaus der einfachste Weg ist, aber reell betrachtet löst auch die Religion keine Probleme, das obliegt dem Menschen allein.


    Die Hoffnung, die die Religion geben kann, die ist unumstritten! Aber helfen tut sie einem nicht, darum ist mir religiöser Fanatismus total unklar.


    Wie kann man denn wirklich glauben, dass es in Allahs Namen geschieht, eine Bombe zu zünden und hunderte Menschen zu töten und dafür zur Belohnung im Himmel 26 (oder wieviel?) Jungfrauen zu bekommen? Ja, Himmel! Wo kommen die denn alle her? Wo sollen denn die ganzen vielen Jungfrauen in den Himmel kommen und wäre das danach nicht verdammt voll von anschließend verschmähten Frauen, weil 'Mann' danach ziemlich genervt wäre, jeden Tag im Monat eine andere Nicht-Mehr-Jungfrau zu .... ihr wisst schon?


    Genauso kann man nicht gut heißen, dass die Bibel sagt, man soll nicht töten, es aber fünf Kreuzzüge gab, einen sogar, in dem Kinder in den Kampf geschickt wurde! 8|

  • Wie kann man denn wirklich glauben, dass es in Allahs Namen geschieht, eine Bombe zu zünden und hunderte Menschen zu töten und dafür zur Belohnung im Himmel 26 (oder wieviel?) Jungfrauen zu bekommen? Ja, Himmel! Wo kommen die denn alle her? Wo sollen denn die ganzen vielen Jungfrauen in den Himmel kommen und wäre das danach nicht verdammt voll von anschließend verschmähten Frauen, weil 'Mann' danach ziemlich genervt wäre, jeden Tag im Monat eine andere Nicht-Mehr-Jungfrau zu .... ihr wisst schon?


    Genauso kann man nicht gut heißen, dass die Bibel sagt, man soll nicht töten, es aber fünf Kreuzzüge gab, einen sogar, in dem Kinder in den Kampf geschickt wurde! 8|

    Hätte Mohammed, wenn es ihn denn gab, Gott sofort gefragt, ob er ihm nicht noch ein paar deutsche, englische, spanische, neuarabische Korane geben können und ihn ggf. noch um einen Zusatzband "Interpretationshilfe Koran" gebeten, dann hätten gewisse Leute zwischen Du sollst niemals töten und Du sollst nicht stehlen niemals "Bombe" und "Geiseln" gelesen..
    Das Gleiche gilt für die Bibel und das Christentum..


    Die Leute, die im Namen Gottes töten und co., sind eben Extremisten und Fundamentalisten, die sich auf sämtliche Fragen, wie sie etwas tun sollen auf den Koran/Bibel/usw. beziehen und ihn etwas zu ernst nehmen, dabei jedoch eben radikalere interpretieren, um eben den Mord an vermeintlichen Feinden zu rechtfertigen..

  • Die Leute, die im Namen Gottes töten und co., sind eben Extremisten und Fundamentalisten, die sich auf sämtliche Fragen, wie sie etwas tun sollen auf den Koran/Bibel/usw. beziehen und ihn etwas zu ernst nehmen, dabei jedoch eben radikalere interpretieren, um eben den Mord an vermeintlichen Feinden zu rechtfertigen..


    Nicht ganz.
    Das sieht meist eher so aus: Diese Kriege oder Terroranschläge, werden von Menschen angezettelt, denen es um etwas anderes geht und die oftmals selbst nicht gläubig sind, die Gläubigen aber etwas vom Pferd erzählen, um deren Glauben auszunutzen.


    Ironischer Weise ist vor allem der Koran sehr, sehr deutlich was die "Du sollst nicht töten" Geschichte angeht. Deutlicher als die Biebel, wo im alten Testament das ganze so formuliert ist: "Du sollst nicht töten, außer natürlich, deine Frau hat dich betrogen, jemand hat dir deine Frau/deine Sklaven/dein Vieh gestohlen oder jemand sagt Frevel gegen Gott, dann darfst du natürlich töten!"
    Der Koran fängt praktisch auf: "Allah hat dich erschaffen und dir Leben gegeben, wie auch allen anderen Menschen dieser Welt. Ein versuch ein solches Leben zu nehmen, ist Frevel gegen Allah!" an.
    In der Bibel wird vieles, was im alten Testament steht und das alles andere als friedfertig ist, im neuen Testament negiert, aber der Koran ist allgemein halt etwa so geschrieben: "Kein Mensch hat das Recht zu töten. Auch nicht aus Rache oder um seinen Glauben durchzusetzen. Die Sündiger werden früh genug durch Allah bestraft."
    Zwar steht da durchaus etwas darüber, dass derjenige, der selbst als Märtyrer stirbt, nach dem Tod reich belohnt wird. Aber nichts davon, dass jemand, der sich selbst und andere umbringt und dann glaubt, dadurch ein Märtyrer zu sein, belohnt wird. Sondern eher das genaue Gegenteil. Der Märtyrer ist laut der eigentlichen Definition da, derjenige, der selbst keine Gewalt anwendet.


  • Wie kann man denn wirklich glauben, dass es in Allahs Namen geschieht, eine Bombe zu zünden und hunderte Menschen zu töten und dafür zur Belohnung im Himmel 26 (oder wieviel?) Jungfrauen zu bekommen? Ja, Himmel! Wo kommen die denn alle her? Wo sollen denn die ganzen vielen Jungfrauen in den Himmel kommen und wäre das danach nicht verdammt voll von anschließend verschmähten Frauen, weil 'Mann' danach ziemlich genervt wäre, jeden Tag im Monat eine andere Nicht-Mehr-Jungfrau zu .... ihr wisst schon?


    Nach dem "Allgemeinen" soll es heißen, dass man 72 bekommen soll. Was aber totaler Mist ist. Lediglich eine Form um die Kampfmoral der Jihadisten hoch zu pushen, wie wir alle es ja schon wissen.


    Hätte Mohammed, wenn es ihn denn gab, Gott sofort gefragt, ob er ihm nicht noch ein paar deutsche, englische, spanische, neuarabische Korane geben können und ihn ggf. noch um einen Zusatzband "Interpretationshilfe Koran" gebeten, dann hätten gewisse Leute zwischen Du sollst niemals töten und Du sollst nicht stehlen niemals "Bombe" und "Geiseln" gelesen..
    Das Gleiche gilt für die Bibel und das Christentum..


    Hier muss ich sagen, dass es den Propheten Mohammed natürlich gab. Immerhin gibt es ja auch Clans die aus der Prophetenfamilie ( Ahl-ul-Bait ) stammen.


    Aber ja, mit dem Rest hast du recht. Den Koran muss man selbst definieren um seine wahre Bedeutung herauszufinden. Immerhin gibt es ja auch so viele missverstandene Suren wie " Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf."



    Zwar steht da durchaus etwas darüber, dass derjenige, der selbst als Märtyrer stirbt, nach dem Tod reich belohnt wird. Aber nichts davon, dass jemand, der sich selbst und andere umbringt und dann glaubt, dadurch ein Märtyrer zu sein, belohnt wird. Sondern eher das genaue Gegenteil. Der Märtyrer ist laut der eigentlichen Definition da, derjenige, der selbst keine Gewalt anwendet.


    "Märtyrer ist im Islam ein Muslim, der bei der Ausübung seiner Religion von Gegnern getötet wird, sei es im Krieg zur Verteidigung der Muslime und der Unterdrückten [mazlum] oder sei es während eines zivilen Einsatzes, bei dem er Opfer eines Anschlages wird. Auch ein Pilger, wenn er während der Pilgerfahrt [hadsch] verstirbt oder eine Mutter, die beim Gebären stirbt, gilt als Märtyrer."


    Sure 4,74
    Pa: Und wenn einer um Allahs willen kämpft, und er wird getötet – oder er siegt -, werden wir ihm (im Jenseits) gewaltigen Lohn geben.


    Aber auch außerhalb von "Schlachten" könnte man zum Märtyrer werden.

  • So da ich auch hier gebeten wurde mehr zu schreiben:


    An Gott habe ich nie geglaubt ... Eben die ganze Geschichte ... Eva, Adam ... Baum ?!?!? Jesus, Gott... ETC AARGHH Ne ne ne Konnte ich mir nur an den Kopf fassen ... Darum habe ich mich immer als Atheistin bezeichnet...


    Irgendwann kam ich zufällig zum Heidentum und merkte dann, dass das zu mir passt... Der glaube an verschiedene Götter , der Glaube dass nach dem Tod noch etwas ist ...
    Denn auch als ich mich als Atheistin bezeichnete, habe ich trotzdem immer geglaubt, dass es eine höhere Macht gibt, und dass nach dem Tod noch etwas ist... nur wollte ich nie den Christlichen Kram glauben mit Gott etc.
    Darum war das Heidentum für mich sofort ideal... und ich bin froh dass ich dazu gekommen bin ... sehr froh ... Denn wer an etwas glaubt... der ist offener im Leben .. Man hat für viele Dinge, die sonst keinen Sinn ergeben... eine Antwort ... ja, Das ganze Leben macht dann plötzlich mehr Sinn .... :)

    ~Gay and Trans Pride~ ~RPG ~Anime ~Yaoi ~Brony ~Shadowhunters~Supernatural~Yuri on ice~

    ☆~Hatari Forever~☆:thumbsup::bigheart:

  • Ich glaube nicht nur nicht an Gott, irgendeine gottähnliche Kreatur oder einen allmächtigen Erschaffer des Universums (naja außer Arceus ;D ), sonder ich verneine aktiv deren Existenz
    Ich bekenne mich zum Antitheismus. Einer verschärften Form des Atheismus. "Antitheismus ist die weltanschauliche Grundhaltung, die aktiv gegen jede Form von Theismus eintritt, also explizit die Existenz von Göttern verneint und den Glauben an sie als Schwäche ansieht". Um nicht missverstanden zu werden: ich lasse jedem seinen Glauben, egal ob Christ, Moslem oder Pastafari (Anhänger des Fliegenden Spaghettimonsters). Ich glaube einfach nicht daran und halte Religiöse Menschen für schwächer (um nicht zu sagen minderwertig).
    In dem Zusammenhang gefällt mir dieses Zitat von Rudolf von Delius "Religion ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter.". Denn sobald man an eine Kraft glaubt die größer als einer selbst ist und alles kontrolliert und überwacht ("Gott sieht alles") wozu hat man noch einen Lebensgrund?


    Und bevor irgendjemand glaub, dass meine Eltern mich religionsfeindlich aufgezogen haben: Mein Vater war auf einer katholischen Schule. Beide Elternteile glauben an Gott. Ich wurde nicht getauft, da meine Eltern mir die Möglichkeit geben wollten mir selbst eine Meinung zu bilden. Und das hab ich dann auch gemacht.
    Seit ich14-15 war, hab ich nun diese Einstellung zur Religion.

  • Wie oft hab ich diese langweilige Diskussion jetzt schon geführt? -.-


    Schwäche und Stärke eines Menschen lassen sich in der eigenen Interpretation und dem Umgang von Werten feststellen, nicht darin, dass wir nicht mit ihrer Meinung übereinstimmen. Von einem Antitheisten hätte ich vielleicht noch eine Begründung erwartet, warum er Antitheist und nicht nur Atheist ist, es fällt nämlich den meisten schwer, nachzuvollziehen dass Antitheisten die Menschheit vor Religion zu schützen versuchen, jeder mit eigenen Mitteln, und es wäre vielleicht auch mal ganz interessant zu erfahren, wie du das machst, damit du auch den vollen Zweck dieses Topics ausschöpfst.
    Nur weil der gute Rudolf von Delius einen eindrucksvollen Nachnamen hat, heißt das nicht, dass die Wahrheit auf seinen Aussagen baut. Überhaupt finde ich es überaus peinlich, dass ausgerechnet Rudolf von Delius anderen Feigheit vorwirft.

    Denn sobald man an eine Kraft glaubt die größer als einer selbst ist und alles kontrolliert und überwacht ("Gott sieht alles") wozu hat man noch einen Lebensgrund?

    Auch hier: nur weil du diese Frage nicht beantworten kannst, bedeutet das nicht zwingend für den Rest der Erde, dass es bei jedem so ist. Es ist eigentlich allgemein bekannt, dass Gott nicht alles kontrolliert, so etwas wurde in keinem Jahrhundert in keinem Land behauptet. Lebensgründe finden religiöse Menschen wahrscheinlich in den gleichen Dingen wie du, ob du das jetzt zugibst, oder nicht: auch religiöse Menschen haben noch annähernd so etwas wie eine Seele und rennen nicht träumend durchs Leben und sie sind - wie ich selbst beobachtet habe - sogar in mancher Hinsicht realistischer und deillusionierter als einige Atheisten.

    Ich wurde nicht getauft, da meine Eltern mir die Möglichkeit geben wollten mir selbst eine Meinung zu bilden. Und das hab ich dann auch gemacht.

    Es ist ein Fakt dass sich kein religionsfreiher Jugendlicher unter normalen Umständen für eine Religion entscheidet, generell bleiben sie das, was sie von Anfang an waren, meistens aus Faulheit.


    Seit ich14-15 war, hab ich nun diese Einstellung zur Religion.

    Dann unterscheide doch bitte zwischen Religion und Religiösen. Du beziehst dich hier ausschließlich auf die "minderwertigen" Menschen, die einer Religion angehören und stellst diese als dumm und feige dar.


    Ich bin auch nicht religiös erzogen, bin katholisch getauft, war seit zwei Jahren nicht in der Kirche und bete auch nicht jeden Abend oder so. Aber generell verteidige ich jede Religion, wenn die Gläubigen dabei angegriffen und beschuldigt werden, das ist nämlich etwas komplett anderes und das ist für mich wahre Schwäche.

  • Ich will auch... :D


    In dem Zusammenhang gefällt mir dieses Zitat von Rudolf von Delius "Religion ist Feigheit vor dem Schicksal. Nichts weiter.". Denn sobald man an eine Kraft glaubt die größer als einer selbst ist und alles kontrolliert und überwacht ("Gott sieht alles") wozu hat man noch einen Lebensgrund?


    Hmmm... Aber ist nicht gerade das Schicksal auch etwas, das, ähnlich wie Gott, über uns steht? Oder wird es nicht oft sogar so gesehen, dass es uns von Gott auferlegt wurde? Dann würde das aber irgendendwie nicht so richtig zusammenpassen, wenn man einerseits Gott ablehnt aber gleichzeitig an ein Schicksal glaubt.

    Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kehren die Toten auf die Erde zurück! (DotD)


    Per aspera ad astra!
    Momentan kein Partneravatar mit Missy!

  • Zitat

    Ich glaube einfach nicht daran und halte Religiöse Menschen für schwächer (um nicht zu sagen minderwertig).


    Huja, der Satz hat es in sich. Du darfst gerne an nichts glauben aber niemals dich über andere Stellen nur weil sie einer anderen Religion/ anderen Glaubensrichtung angehören. Dieser Satz beinhaltet das du als "nicht-religiöser" Mensch mehr Wert hast. Bist du mehr Wert als die anderen?


    Ich bin Agnostiker und habe meinen Glauben eher in der Wissenschaft aber wie schon ein großer der Wissenschaft sagte:


    Zitat

    Ich habe niemals die Existenz Gottes verneint. Ich glaube, dass die Entwicklungstheorie absolut versöhnlich ist mit dem Glauben an Gott. Die Unmöglichkeit des Beweisens und Begreifens, dass das großartige über alle Maßen herrliche Weltall ebenso wie der Mensch zufällig geworden ist, scheint mir das Hauptargument für die Existenz Gottes.
    Charles Darwin

  • Ich glaube einfach nicht daran und halte Religiöse Menschen für schwächer (um nicht zu sagen minderwertig).

    Vielleicht ist das auch einfach etwas drastisch ausgedrückt? ^^"
    Ich würde zum Beispiel jetzt nicht soweit gehen und sagen, religiöse Menschen sind schwächer, auch wenn ich mich ebenfalls zu den Antitheisten zähle (wusste gar nicht, dass es den Begriff gibt, lal ) . Allerdings kommt man doch nicht umhin zu sagen: Gott vereinfacht Vieles. Wenn man als Beispiel etwas Schlechtes nimmt, Naturkatastrophen von mir aus, dann hat Gott es angeblich so gewollt, wird schon seine Gründe gehabt haben. Deshalb sollten so stark religiöse Menschen auch nicht in höheren Regierungspositionen stehen, also wirklich fanatische, denn ich gehe nicht davon aus, dass dann etwas getan würde, dergleichen beim nächsten Mal zu verhindern. Ist ja von Gott gewollt :rolleyes:
    Meine Freundin hat mir mal erzählt - sie ist wirklich stark religiös -, sie wolle Grundschullehrerin werden. Aber wenn es aus irgendwelchen Gründen nicht klappen sollte, dann habe Gott eben einen anderen Weg für sie auserkoren, und sowas finde ich ehrlich gesagt schwachsinnig. Um jetzt mal Sartre aus "Huis clos" zu zitieren
    das macht man im Französisch Lk <3


    Zitat

    l'homme n'est rien d'autre que ce qu'il se fait.
    Tel est le premier principe de l'existentialisme. Mais si vraiment l'existence précède l'essence, l'homme est responsalbe de ce qu'il est.

    "Der Mensch ist nichts anderes als zu was er sich macht.
    Das ist das erste Prinzip des Existenzialismus. Aber wenn die Existenz wirklich der Essenz folgt, ist der Mensch für das verantwortlich, was er ist."
    That's it o/ Sartre schließt bei seiner Auffassung des Existenzialismus übrigens die Existenz eines Gottes nicht aus, aber der Mensch ist selbst für das verantwortlich, was er tut, was er denkt, was er ist. Und jemand, der behauptet, er habe sein Ziel nicht erreicht, weil Gott es nicht wollte, der will sich meiner Meinung nach einfach nicht eingestehen, dass er selbst versagt hat.