Fleischesser, Vegetarier, Veganer, Frutaner

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  • Sie brauchen also auch nix "Neues", um ihren Bestand zu erhalten.

    „Nahrung reicht aus um Bestand zu erhalten“ trifft aber keine Aussage über „Effizientere Nahrung würde Bestand vergrößern“. Nicht umsonst ist auch die Erfindung des Feuers essentiell für die Entwicklung des Menschen gewesen. Durch das Kochen wird die Nahrung für den Körper aufbereitet, sodass er die Nährstoffe einfacher aufnehmen kann. Anstatt selbst Energie aufzuwenden, um die Nahrung zu zerlegen wird die Energie für die Zerlegung aus dem Feuer gezogen.

    Und dass wir so alt werden, hat eigentlich auch keinen bestimmten Nutzen mehr,

    Auch ältere Menschen in der Forschung tragen zur Weiterentwicklung der Gesellschaft bei und haben dadurch einen Nutzung. Durch die Forschungsergebnisse wird das Fortbestehen der Menschheit erleichtert.

    Tut mir Leid, wenn das so rüberkam, aber mein Beitrag wurde hierher (ich glaube sogar von dir selbst? :assi: ) verschoben, und ich hatte auch geschrieben, dass ich mich hier eigentlich gar nicht länger aufhalten wollte.

    Die Beiträge auf die Cassandra sich bezieht (die von Zai ) hast du doch sogar zitiert.

  • Auch ältere Menschen in der Forschung tragen zur Weiterentwicklung der Gesellschaft bei und haben dadurch einen Nutzung. Durch die Forschungsergebnisse wird das Fortbestehen der Menschheit erleichtert.

    Das mag sein, hat aber wenig damit zu tun, was nun wirklich nötig ist zur Fortpflanzung und wie der Mensch es gerne hätte, sich fortzupflanzen. Fortpflanzung bedarf keiner wissenschaftlichen Studien, sonst wären ja alle Lebewesen geistig so weit entwickelt wie wir und würden sich darüber Gedanken machen. Und wie ich schon sagte, ich drücke damit ja nicht aus, dass mir alte Menschen "unnütz" erscheinen, weil sie sich nicht mehr fortpflanzen können, sondern dass es so gekommen ist, dass wir immer älter werden, es aber eben nie geheißen hat, dass dadurch auch unsere Fortpflanzungs-Deadline nach hinten verschoben wird.


    Die Beiträge auf die Nektarinesich bezieht (die von Zai) hast du doch sogar zitiert.

    Das wusste ich nicht, weil ich hinterher gesehen habe, dass es einige Beiträge DArüber auch darum ging.

  • Zitat von Nachtgestalt

    Ich glaube, du verstehst da etwas falsch. Die Kernaussage (von mir) war, dass Fleisch allein nicht dafür verantwortlich ist, dass wir so alt geworden sind. Sieht man doch, Veganer werden auch alt. Also kein Grund, sich gleich so aufzuregen. Ich war es nicht, die gesagt hat "Fleisch hat dafür gesorgt, dass wir länger leben", ich habe das Gegenteil gesagt. Ich sehe die Sache nicht moralisch, und "nicht moralisch" gesehen haben wir, wie alle anderen Lebewesen auf diesem Planeten, eigentlich keinen Grund, hier zu sein, wenn es nicht die Fortpflanzung ist. Aber da geht es mir jetzt schon wieder zu sehr in Richtung "Warum ist alles, wie es ist?".

    Wäre der heutige Mensch für dich ein besserer Mensch wenn man von Anfang an auf das Fleisch verzichtet hätte? Falls ja, wie begründest du es?

  • Wäre der heutige Mensch für dich ein besserer Mensch wenn man von Anfang an auf das Fleisch verzichtet hätte? Falls ja, wie begründest du es?

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie du auf diese Frage kommst, aber nein, das glaube ich nicht. Ich denke nicht, dass (kein) Fleischkonsum da in irgendeiner Weise etwas beeinflusst hätte. Wobei ich mich gerade frage, was du unter "besser" verstehst, in welchem Kontext?

  • Ich habe heute spaßeshalber mal meinen Stiefvater angeschrieben. Eigentlich ganz normal "Hallo, wie gehts?" geschrieben. Und was ist passiert? Er ging einfach mal offline. Ohne eine Antwort. Ich hab das Gefühl, dass meine Mutter ihn da sehr stark beeinflusst hat. :hmmmm:


    Jaa... jetzt ist nur die Frage ob ich es überhaupt versuche nochmal mit meiner Mutter zu reden. Diese scheint ja eine sehr engstirnige Einsicht zu dem Thema zu haben. Ich frage mich ernsthaft ob ich mir überhaupt die Mühe machen soll über 100€ (Bahnticket's hin und zurück) und 1 Woche meines Urlaubs von meinen ohnehin schon begrenzten Urlaub für so eine kindische Einstellung rausschmeißen soll. :tired: Am Ende stehen wir beide vor verschlossener Tür (also mein Partner und ich) weil wir ja "Veganer" sind. :angry:


    Momentan bin ich etwas wütend darüber da sie mich bisher noch nie so herablassend behandelt hat. Und allmählich zweifel ich auch an ihrer so stark angepriesenen "Toleranz" die sie wohl nur bei Menschen benutzt für die sie Empathie und Sympathie empfindet. Es ist echt schade... vor allem wenn mir Oberflächlichkeit und Arroganz vorgeworfen wird, aber selber kein Stück besser ist von dem was sie so predigt.

  • Ich habe heute spaßeshalber mal meinen Stiefvater angeschrieben. Eigentlich ganz normal "Hallo, wie gehts?" geschrieben. Und was ist passiert? Er ging einfach mal offline. Ohne eine Antwort. Ich hab das Gefühl, dass meine Mutter ihn da sehr stark beeinflusst hat. :hmmmm:


    Jaa... jetzt ist nur die Frage ob ich es überhaupt versuche nochmal mit meiner Mutter zu reden. Diese scheint ja eine sehr engstirnige Einsicht zu dem Thema zu haben. Ich frage mich ernsthaft ob ich mir überhaupt die Mühe machen soll über 100€ (Bahnticket's hin und zurück) und 1 Woche meines Urlaubs von meinen ohnehin schon begrenzten Urlaub für so eine kindische Einstellung rausschmeißen soll. :tired: Am Ende stehen wir beide vor verschlossener Tür (also mein Partner und ich) weil wir ja "Veganer" sind. :angry:


    Momentan bin ich etwas wütend darüber da sie mich bisher noch nie so herablassend behandelt hat. Und allmählich zweifel ich auch an ihrer so stark angepriesenen "Toleranz" die sie wohl nur bei Menschen benutzt für die sie Empathie und Sympathie empfindet. Es ist echt schade... vor allem wenn mir Oberflächlichkeit und Arroganz vorgeworfen wird, aber selber kein Stück besser ist von dem was sie so predigt.

    Das ist ja ein Melodrama, das die veranstalten, ich persönlich würde dafür ehrlich gesagt keine Urlaubstage aufopfern wollen. ^^"

    Die zeigen perfekt, dass extreme Einstellungen nicht vom Thema, sondern der Person dahinter, abhängen.


    Das ist das Einzige, was mich an manchen Veganern nervt: die Morakeule.

    Ich verstehe und unterstütze es, dass einem das Thema nahe geht und es wichtig ist an unserer Ernährung etwas grundlegend zu ändern, aber dann hat mir YT dieses Monstrum empfohlen:




    Was wollen diese Leute erreichen, außer dass man sie hasst? So viel Arroganz auf einem Fleck. Zudem gehören Milchprodukte seit Jahrtausenden zu unserer Nahrung und sind ja irgendwie auch ein Teil unserer Kultur. Und wer sie nicht mag, kann sie ja gerne einfach ignorieren. :rolleyes:


    Auch wenn sie versuchen Milchprodukte als ekelhaft darzustellen: Ich kann für mich nicht sehen, was an Säuglingsmilch und co. eklig sein soll. Klar ist der Gedanke seltsam, dass wir als Erwachsene die Säuglingsmilch anderer Säugetiere trinken, aber sowohl unser Alltag wie auch die Natur besteht aus lauter schrägen Dingen. So who cares?


    Ich hab schon oft festgestellt, dass mir ein Thema an sich egal oder sogar selbst wichtig ist, und ich einfach nur die Leute dahinter nervtötend fand.

    Die Pizza heute war superlecker btw. :smile: Aber ich esse sie immer vegetarisch wie auch vieles andere.


    Es ist ein Unterschied, ob man sich dafür einsetzt, dass die Allgemeinheit ihre Ernährung gesünder gestaltet, oder ob man auf Leute so hysterisch zugeht.

    Und DANN gibt es diese Extremisten, die vergaste Küken mit dem Holocaust vergleichen. Das ist so viel Dummheit jenseits von Gut und Böse und Fehlen jeglichen Anstands... ich weiß auch nicht mehr, was man dazu sagen soll. Aber ich sehe es hier und da in regelmäßigeren Abständen.

  • Es ist ein Unterschied, ob man sich dafür einsetzt, dass die Allgemeinheit ihre Ernährung gesünder gestaltet, oder ob man auf Leute so hysterisch zugeht.

    Und DANN gibt es diese Extremisten, die vergaste Küken mit dem Holocaust vergleichen. Das ist so viel Dummheit jenseits von Gut und Böse und Fehlen jeglichen Anstands... ich weiß auch nicht mehr, was man dazu sagen soll. Aber ich sehe es hier und da in regelmäßigeren Abständen.

    Ich glaube, dass ein großes Problem der unterschiedliche Moralkompass der Menschen ist. Der Unterschied an sich ist kein Problem und Individualität ist etwas schönes - umgekehrt stellt es aber auch ein Problem dar, weil viele Menschen Tiere nicht als gleichbedeutende Lebewesen mit den Menschen ansehen, und es umgekehrt auch Menschen gibt, die Tiere und Menschen gleichbedeutend sehen. Aufgrund dieser Empfindung kann man in dieser Frage keinen gemeinsamen Nenner finden.
    Insofern kann ich den Ansatz, dass Kükenvergasung eine Art Holocaust für manche darstellt, aber schon nachempfinden. Ich lebe jetzt seit vier Monaten vegetarisch und habe mir in der Zwischenzeit viel informative Materie zu Gemüt geführt, und muss halt schon sagen, dass die Methode, mit der Tiere teilweise getötet werden, absolut pervers ist und für mich einen Beigeschmack hat, der mir Fleischprodukte verdorben hat. Für immer. Man mag jetzt sagen "gut, die tausenden Menschen die unter Hitler gestorben sind empfinden Leid ganz anders, intensiver und Komplexer als so n paar Küken" und das stimmt auch - trotzdem sind Tiere durchaus empathisch, und dieses gezielte Massentöten, wie es in Mastbetrieben geschieht, ist ja nicht nur bei kleinen Lebewesen wie Küken der Fall, sondern auch bei Schweinen, Kühen und anderen. Die durchaus in der Lage sind Schmerz und Leid zu empfinden.
    Was mich persönlich stört ist wie sehr diese Tötungsvorgänge normalisiert worden sind, und wie unpersönlich und maschinell diese Tötung abläuft. Wir kaufen Fleisch abgepackt in Supermärkten, in Formen und Zubereitungsvarianten, die nicht mehr direkt darauf zurückführen lassen, dass dieses Essen mal ein lebendiges Tier war. Man mag zwar irgendwo im Hinterkopf wissen "gut, dieses Würstchen war vermutlich mal n Tier, ist ja Fleisch", aber tiefer gehen die Gedanken einiger Verbraucher dabei gar nicht. Ich wette, dass viel weniger Fleisch konsumiert werden würde, wenn man neben den hübsch zubereiteten Wurstaufschnitten halbe, tote Schweine in den Kühltheken liegen hätte. Denn genau das ist es, was wir uns in den Mund stecken, wenn wir Fleischprodukte konsumieren.

  • Ich finde es eher schade, dass man in einer Zeit wo es ohnehin schon mehr als genug pflanzliche Ersatzprodukte gibt immer noch zur Fleischvariante greift. Das will einfach nicht mehr in meinen Kopf reingehen seitdem ich vegan lebe. Und ja, ich war anfangs auch nicht begeistert von Veganern. Doch mittlerweile kann ich sie umso mehr verstehen. Und selbst wenn es nicht die ethischen Gründe wären die mich vorantreiben würden so zu leben, sondern rein die Gesundheitlichen würde ich mich nur noch für die pflanzliche Ernährung entscheiden da ich mittlerweile weiß wie unglaublich ungesund tierische Produkte sind. Wenn man mir ein Ei servieren würde (egal auf welche Art und Weise) könnte ich dieses nicht mehr essen. Das schlechte Gewissen mal beiseite geschoben, aber mir sind die Konsequenzen einfach bewusst wenn ich so etwas konsumiere.


    Mag sein, dass das nur mich betrifft, aber ich hab seitdem keine Magenverstimmungen mehr und auch kein Sodbrennen mehr. Und das hing auch mit der Laktose in der Milch zusammen die ja eigentlich für Kälber bestimmt ist. Das ist jetzt wieder so ein spezielles Beispiel, aber stellt euch mal vor der Mensch hätte sich von Anfang an nur vegan ernährt wäre es jetzt doch merkwürdig Tierprodukte konsumieren, oder? Für mich zeigt das einfach, dass wir in festen Schienen fahren und uns nur durch alte Gewohnheiten und Traditionen vermittelt wird, dass es okay ist Kuhmilch zu trinken, Tierfleisch zu essen und Hühnereier zu essen. Veganer werden oft als nervig empfunden weil sie einfach bestimmte Gewohnheiten hinterfragen. Doch ich stelle mir eine Welt ohne Tierleid auf eigenen Genuss schöner vor als eine mit. Rein von meinem moralischen Standpunkt aus.


    Und ich glaube wenn da nicht diese Gewohnheit und der Einfluss von Medien und Gesellschaft wäre würden viel mehr Menschen vegan leben. Die meisten haben einfach Angst davor gegen den Strom zu schwimmen. Was ja auch ein großes Vorurteil ist und was einem oft nahe gelegt wird ist, dass Veganer gerne missionieren. Meiner Meinung nach vollkommener Bullshit wenn ihr mich fragt. Selbst wenn es einen Anteil an Veganer gibt die etwas aufdringlicher ihre Ernährungsweise nahe legen gibt es doch viel mehr Mischköstler die einen wieder zurück ins Boot haben wollen. Ich habe mich bisher nicht oft als vegan geoutet, aber meist war es mit Erstaunen verbunden und auch so Sätzen wie: "Ich kann mir das ja nicht vorstellen." Oder "Vermisst du nicht den Geschmack von Fleisch, Käse und Ei?" Wisst ihr was ich meine? Ich kenne beide Seiten, aber man wird als Veganer viel öfter damit konfrontiert ob man nicht doch mal wieder Lust auf ein schönes Stück Fleisch hätte.


    Und wie viel vegane Werbung gibt es im Vergleich zu Milch/Käse/Fleisch/Eier-Werbung? Selbst in Werbungen wo es nicht um genannte Produkte geht wird meist auch im nebenher etwas Tierisches konsumiert. Als Veganer muss man sich leider damit vereinbaren oft auf der kleineren Seite/geringeren Meinung zu stehen. Und ich glaube das ist auch ein Punkt womit sich nicht viele arrangieren können. Und entschuldige... ich weiß noch einen der mich selbst faul wie ich bin abgehalten hat: Ja, die Faulheit. Wir sind zu faul unsere Gewohnheiten zu ändern. Anfangs hätte ich es mir nie vorstellen können meinen Käse oder meine Aufstriche selber zu machen. Oder es einfach mal zu probieren. Bei mir hat zugegeben erst Earthlings und What the Health diesen Schubser gegeben um das mal durchzuziehen.


    Auch wenn sie versuchen Milchprodukte als ekelhaft darzustellen: Ich kann für mich nicht sehen, was an Säuglingsmilch und co. eklig sein soll. Klar ist der Gedanke seltsam, dass wir als Erwachsene die Säuglingsmilch anderer Säugetiere trinken, aber sowohl unser Alltag wie auch die Natur besteht aus lauter schrägen Dingen. So who cares?


    Ironischerweise dachte ich vor einigen Monaten noch genauso. Es geht weniger um den Ekelfaktor bei Säuglingsmilch als den ethischen Aspekt eine Kuh in einen Kreislauf des Todes zu stecken. Und wofür? Damit wir eine Packung Milch trinken können die meist sogar voller Bakterien ist. Ich weiß so was hört man nicht gerne als Mischköstler, doch genau das ist der Grund warum ich keine Milch mehr trinke. Zudem wurden mittlerweile einige Mythen über Milch aufgeklärt die sogar das Gegenteil behaupten. Milch stärkt nicht die Knochen, sondern schwächt sie sogar. Und auch das darin enthaltene Kasein was unseren Körper mehr schadet. Zudem gibt es genug Menschen die fast schon von Geburt auf abhängig davon sind. Ich hatte spaßeshalber mal bei Google eingegeben "Bin süchtig nach Milch" und mir wurde so viel dazu vorgeschlagen.


    Der Suchtmacher ist auch nur dazu da damit das Kälbchen wächst und genug davon trinkt. Was meinst du überhaupt mit "schrägen Dingen"? Ich würde das gerne mehr definiert haben. Und ich finde nur weil etwas immer schon so war muss es nicht immer so bleiben. Zudem muss ich selber sagen seitdem ich keine Milch mehr konsumiere, dass ich mich auch viel besser und klarer im Kopf fühle. :)


    Was mich noch mehr empört ist eigentlich nur, dass wirklich ALLE in meinem Umfeld über die Zustände von gequälten Tieren jammern (das nehme ich tatsächlich jetzt erst als Veganer wahr), aber jeder sich immer abgepackte Wurst, Käse und billige Milch kauft. Die meisten versuchen es gar nicht erst. Komischerweise scheint jeder einen "Bauer von nebenan" zu haben. *facepalm* Meist wird ja auch gesagt, dass vegane Ernährung sehr teuer sei. Doch dem ist meist nicht der Fall. Im Gegenteil. Die Ernährung kann sogar gleich viel, wenn nicht sogar weniger kosten. Und wenn mein Freund (als Bäcker) und ich als Kleinverdiener das können sollte das doch auch für andere möglich sein? Es gibt sogar genügend Tipps & Tricks im Internet wie man mit wenig Kochskills und Geld vegan gut über die Runden kommt.


    Aber ich rede etwas durcheinander. Ich entsage mich keiner Schuld nur weil ich jetzt Veganer bin. Im Gegenteil... mich schockiert es wie viel Milch, Käse, Milchprodukte, abgepackte Wurst, Fleisch, usw. ich davor gekauft habe. Wir merken gar nicht mehr, dass hinter diesem Produkt mal ein Lebewesen war. Und ja... als Veganer ist es tatsächlich so, dass man als "Mensch"(Säugetier) keinerlei Unterschiede von einem Hund oder einem Schwein macht. Einfach weil man sich damit befasst.


    Und damit beende ich jetzt auch erst mal meinen Roman.


    Das was Veganer nervig macht ist, dass sie die Scheuklappen ablegen und sich ernsthaft mit der Materie befassen. Und das hat mich anfangs auch angekotzt und wird auch jeden ankotzen mit dem ich konfrontiere. Falls ihr denkt, dass ich so etwas jedem sage mit dem ich normalerweise rede: Nein! Im Alltag bin ich eher froh mich nicht vegan zu outen da mich die ständigen Fragen und Sprüche extrem nerven. Ich versuche genau wie mein Freund das eher für sich zu behalten da man mit den wenigsten Leuten neutral über diese Thematik reden kann. Deswegen stimmt dieses Veganer-Klischee auch überhaupt nicht da ich mittlerweile schon mehrere Veganer kenne und die eher froh sind wenn man sie in Ruhe lässt. Die meisten hoffen im Stillen, dass sich mehr Menschen zu der Ernährung entscheiden, aber es gibt nur ganz wenige die das so raus brüllen.


    Vor 2 Jahren dachte ich nämlich noch genauso. Und da ich jetzt seit ca. 100 Tagen vegan lebe kann ich mir auch noch ein gutes Bild von meinem "früheren Ich" machen.


    Okay... jetzt aber wirklich. :yeah:


    Ich bin erst mal raus und mache mich auch auf viel gefasst da ich weiß, dass das sicher nicht jedem gefallen wird der das liest. ^^

  • Zitat von LadyEndivie08

    Das was Veganer nervig macht ist, dass sie die Scheuklappen ablegen und sich ernsthaft mit der Materie befassen.

    Dafür setzen sich viele davon dicke, fette neue Scheuklappen auf und selbst, wenn sie andere Milch- und Fleischprodukte bsp. konsumieren "lassen", ohne die schwere Moralkeule herauszuholen, sind einige davon immer noch so furchtbar gönnerhaft und moralisierend. Ich hab gegen dieses Verhalten, sich als moralisch(ER) darzustellen und das anderen aufzudrängen, mit den Jahren eine regelrechte Allergie entwickelt.


    Zumal du nichtmal wissen kannst, mit welchee Materie sich eine Person (ernsthaft) beschäftigt und auf welchem aktuellen Wissensstand sie ist. Wieso verspürst du beispielsweise den Drang mir einige Fakten an den Kopf zu werfen, von denen du dir sogar denken könntest, dass ich selbst weiß? Wenn sie denn wahr wären lol.

    Das Problem ist, dass viele Veganer keine tatsächliche Ahnung von Biologie und Ernährungswissenschaften haben, keine wissenschaftliche und keine "offizielle" Universitätsbildung. Sie lesen oftmals auf Infoseiten, die gewisse Ansichten propagieren sollen, Halbsätze, was angeblich schädlich oder nicht schädlich ist und dort wird, wenn es hochkommt, in drei einfachen Sätzen beschrieben, wieso das nun angeblich so sein soll. Da wird nicht besonders ins Detail gegangen und eine Statistik tatsächlich analysiert, sondern einfach gesagt "X macht das mit deinem Körper, weil ist so." Sicher, diese Broschüre gehen nun nicht ins Detail, weil das die richtige Dosis ist, um Menschen das Gefühl zu geben, sie wären nun gebildeter als ihr Umfeld, aber sie dennoch nicht mit biochemischen Details und Statistiken in die Flucht zu schlagen. Außerdem bin ich mir sicher, dass viele, die angeblich ernährungswissenschaftliche Informationen zu verbreiten, es selbst nicht besser wissen und verbreiten, was sie gehört haben.

    An sich wäre es kein Problem, wenn Veganer nicht mehr Ahnung hätten als jeder andere auch; das eigentliche Problem liegt darin, dass sie so tun als ob, weil sie's mal wo in einer Internetbroschüre gelesen hatten. Von Seiten, die oft so vertrauenswürdig sind wie "Impfungen verursachen Autismus" lol. Der Unterschied von Veganern zu gewissen anderen Verschwörungstheoretikern und anderen Leuten, die sich auf falsche Wissenschaft stützen, ist oft nun nicht so groß.


    Zitat von LadyEndivie08

    Zudem muss ich selber sagen seitdem ich keine Milch mehr konsumiere, dass ich mich auch viel besser und klarer im Kopf fühle. :)

    Das erinnert mich an die Verschwörungstheorie eines ehemaligen Selbstverteidigungslehrers, dass DIE REGIERUNG(TM) extra viel Zucker in die Lebensmittel schüttet um "uns unter Konrolle zu halten." :')

    Falls du das tatsächlich glaubst: https://en.m.wikipedia.org/wiki/Placebo


    Der Grundgedanke jedenfalls dabei ist doch: Wenn Menschen das wüssten, was ich weiß (zu wissen glaube), wären sie auch vegan (=ich mach es richtig, ich hab DEN richtigen Weg gewählt, ich weiß mehr und bin moralischer) oder "sie trauen sich nur nicht gegen den Strom zu schwimmen, sonst würden sehr viele ja den meinen, richtigen Weg wählen." (= ICH bin da anders, ich traue mich gegen den Strom zu schwimmen.) oder eben "MEINE Beschwerden haben sich danach verflüchtet, also muss vegan zu leben für alle das Beste sein." (=ungeachtet dessen, ob andere überhaupt Beschwerden zeigen oder diese damit in Verbindung stehen.)

    Der Strom existiert nunmal nicht. Den allermeisten Leuten ist es schnurzegal, was du isst oder nicht isst, die fragen vielleicht zwei-dreimal nach, aber solange du sie zufrieden lässt, kommt das Thema wieder vom Tisch. *badtumms ;D*


    Zitat von LadyEndivie08

    Das was Veganer nervig macht ist, dass sie die Scheuklappen ablegen und sich ernsthaft mit der Materie befassen. Und das hat mich anfangs auch angekotzt und wird auch jeden ankotzen mit dem ich konfrontiere. Falls ihr denkt, dass ich so etwas jedem sage mit dem ich normalerweise rede: Nein! Im Alltag bin ich eher froh mich nicht vegan zu outen da mich die ständigen Fragen und Sprüche extrem nerven. Ich versuche genau wie mein Freund das eher für sich zu behalten da man mit den wenigsten Leuten neutral über diese Thematik reden kann. Deswegen stimmt dieses Veganer-Klischee auch überhaupt nicht da ich mittlerweile schon mehrere Veganer kenne und die eher froh sind wenn man sie in Ruhe lässt. Die meisten hoffen im Stillen, dass sich mehr Menschen zu der Ernährung entscheiden, aber es gibt nur ganz wenige die das so raus brüllen.

    Der Beitrag strotzt doch nur von "schaut mal, wie gut ich bin"? Das ist es, was rechr viele Veganer nervig macht.



    Ich meine, wenn ich meine früheren Tierschutzbeiträge und co lese, könnte ich auch cringen. Da sag ich nichts gegen, aber die Phase sollte mal schnell hinter such lassen. :')


    Zitat von Felicia

    Insofern kann ich den Ansatz, dass Kükenvergasung eine Art Holocaust für manche darstellt, aber schon nachempfinden.

    Das ist aber für mich nunmal Extremismus und stellt eine Herabwertung für Opfer von diesem dar.

    Oder dieser lächerliche Vergleich von Peta zwischen einer gekidnappten Frau, die vergewaltigt wird, um ein Kind zu zeugen, und einer normalen Milchkuh. Das ist dann für mich auch, dass Menschen, für die eine gefolterte und vergewaltigte Frau nicht mehr Wert ist als eine Kuh, mich irgendwie mal können... ^^"

  • Das ist aber für mich nunmal Extremismus und stellt eine Herabwertung für Opfer von diesem dar.

    Oder dieser lächerliche Vergleich von Peta zwischen einer gekidnappten Frau, die vergewaltigt wird, um ein Kind zu zeugen, und einer normalen Milchkuh. Das ist dann für mich auch, dass Menschen, für die eine gefolterte und vergewaltigte Frau nicht mehr Wert ist als eine Kuh, mich irgendwie mal können... ^^"

    Und auch hier wieder mein Punkt, dass Menschen einen unterschiedlichen Moralkompass haben - in beiden Fällen leiden unschuldige Lebewesen.

    Muss allgemein einfach mal einwerfen, was mich besonders an dieser ganzen Argumentation in den letzten Stunden stört, wobei das nicht nur etwas ist, was ich aktuell bemerke.

    Anstatt sich entgegenzukommen und zu sagen "gut, wie kann man die Lebensbedingungen für Tiere langfristig verbessern, Verbraucher WIRKLICH aufklären und an Alternativen arbeiten" kommt es immer auf "omfg ich hab so recht und du bist ja nur ein arroganter Sack". Auf beiden Seiten wohlbemerkt. Wobei die Arroganz Veganern vorgeworfen wird und Omnivoren die Dummheit und Naivität. Meine Güte. Seit wann geht es beim Diskutieren ums Gewinnen. Im Endeffekt hat keiner Recht, weil es, wie ich bereits weiter oben erwähnte, ein moralisches Empfinden des Individuums ist, ob ein Tier = Mensch, Tier > Mensch oder Tier < Mensch. Jesus.

  • Das ist aber für mich nunmal Extremismus und stellt eine Herabwertung für Opfer von diesem dar.

    Oder dieser lächerliche Vergleich von Peta zwischen einer gekidnappten Frau, die vergewaltigt wird, um ein Kind zu zeugen, und einer normalen Milchkuh. Das ist dann für mich auch, dass Menschen, für die eine gefolterte und vergewaltigte Frau nicht mehr Wert ist als eine Kuh, mich irgendwie mal können... ^^"

    Und auch hier wieder mein Punkt, dass Menschen einen unterschiedlichen Moralkompass haben - in beiden Fällen leiden unschuldige Lebewesen.

    Muss allgemein einfach mal einwerfen, was mich besonders an dieser ganzen Argumentation in den letzten Stunden stört, wobei das nicht nur etwas ist, was ich aktuell bemerke.

    Anstatt sich entgegenzukommen und zu sagen "gut, wie kann man die Lebensbedingungen für Tiere langfristig verbessern, Verbraucher WIRKLICH aufklären und an Alternativen arbeiten" kommt es immer auf "omfg ich hab so recht und du bist ja nur ein arroganter Sack". Meine Güte. Seit wann geht es beim Diskutieren ums Gewinnen. Im Endeffekt hat keiner Recht, weil es, wie ich bereits weiter oben erwähnte, ein moralisches Empfinden des Individuums ist, ob ein Tier = Mensch, Tier > Mensch oder Tier < Mensch. Jesus.

    Wenn bestimmte Verschwörungstheoretiker und Leute mit einer bestimmten Propaganda, die sie zu verbreiten haben, ... dann ja? "Gewinnen" ist schließlich deine Wortwahl und verfehlt eindeutig das Thema. Man kann wissenschaftliche Fakten nicht nach seinem Willen drehen. Das ist nunmal Realität, sorry - und Wissen wird nunmal in der Schule, Hochschulen und Fachbüchern, die man in der Bibliothek und solche, die man in vertrauenswürdigen Internetdatenbanken findet, vermittelt. Eine sehr ernstzunehmende Kehrseite des Internets ist es nunmal, dass sich Halbwahrheiten und Lügen noch nie so schnell verbreitet haben wie heute.


    Und ich sehe nicht jeden moralischen Kompass als akzeptabel an: nicht zu Propagandazwecken, die auch noch das Mitgefühl von Menschen ausnutzen.


    Wenn es um "wie kann man Haltungsbedingungen verbessern" ginge, wäre es eben eine andere Sache, die von LadyEndivie08 nichtmal angesprochen wurde.

  • Der Beitrag strotzt doch nur von "schaut mal, wie gut ich bin"? Das ist es, was rechr viele Veganer nervig macht.


    Das ist jetzt aber auch nur eine Behauptung und keine glaubwürdige Aussage. Das ist lediglich die Erfahrung die ich mit Mitschköstlern bisher gemacht habe. Ich halte mich nicht für etwas Besseres. Arroganz ist etwas was mir sehr fern liegt. Sonst würde ich ja ständig vor anderen damit prahlen, dass ich vegan lebe was nicht der Fall ist. Jedoch wird man als Veganer oft damit konfrontiert, bzw. einem wird sehr viel vorgeworfen.


    Ich kann aber meinen Standpunkt auch gerne vor meiner veganen Zeit hier nochmal reflektieren:


    - Vor Veganern hatte ich stets das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen auch wenn sie mich nicht konfrontiert habe. Das heißt ohne "Angriff" auf mich hatte ich stets dazu geneigt ihnen etwas vorzuwerfen (so frei nach dem Motto "Du fährst aber immer noch Auto", usw.)

    - Tatsächlich gehöre ich nicht gerade zu den wenigen Menschen die eine Laktose Intoleranz hatten und durch den Konsum von Milch und Käse hatte ich meist starke Blähungen die natürlich in der Gesellschaft toleriert werden weil "Ist nun mal so".

    - Doch wusste ich auch wenn ich eine Scheibe Wurst esse, dass das Tier ist.


    Btw. ich finde es sehr unhöflich sich genau die Textpassagen raus zu suchen um einen damit in die Ecke zu drängen. Das ist eine negative Eigenschaft die ich in allen Foren immer wieder erlebe. Man sollte wenn dann schon auf den ganzen Text eingehen. Und da hab ich auch nur von meinen Erfahrungen und Erfahrungsberichten von anderen gelesen. Und in keiner Zeile habe ich irgendwie erwähnt, dass ich mich damit echauffiere.


    Der Strom existiert nunmal nicht. Den allermeisten Leuten ist es schnurzegal, was du isst oder nicht isst, die fragen vielleicht zwei-dreimal nach, aber solange du sie zufrieden lässt, kommt das Thema wieder vom Tisch. *badtumms ;D*


    Woher sollst du das bitte wissen? O_o


    Ich hab hier von meinen Erfahrungen in den 90 Tagen als Veganer gesprochen. Und doch als ich mich vegan geoutet habe wurden plötzlich Bedenken angesprochen ob man genug Vitamine, ect. hätte. Tatsächlich ist man unter Mischköstlern meist in guter Gesellschaft da man ja dasselbe konsumiert. Jedoch glaube ich nicht, dass du weißt was in meinem Leben passiert ist. Ich kann dir jedenfalls berichten, dass ich sogar schon mehrmals auf Proteine, Vitaminmangel, usw. angesprochen wurde was ich als sehr nervig empfand.


    Auch hier hast du wohl mein Schreiben wieder komplett fehl interpretiert.



    Mich stört es einfach wie schnaubend und rasend sich manche Mischköstler auf Veganer stürzen. Und ja. Als ich Mischköstler war wurde ich noch nicht so auf meine Ernährung angesprochen. Diesen Wandel konnte ich innerhalb der ersten Woche feststellen. Ich bin froh in einem relativ neutralen Umfeld zu sein, aber die Reaktion meiner Mutter ähnelt sehr deiner. Sie hat mir auch alle möglichen Behauptungen und Vorurteile an den Kopf geschmissen und das finde ich einfach nicht okay. Vor allem wenn einem die Worte im Mund verdreht werden.


    Ich kann nur so viel sagen, dass ich es vorziehe als Veganer zu schweigen und zu hoffen in der Masse nicht aufzufallen weil viele die eigene Ernährung gleich als Art Anforderung für eine Diskussion sehen. Deswegen kann ich mittlerweile gut nachvollziehen wieso es Veganer gibt die von Mischköstlern entnervt sind weil diese Veganer einfach nicht in Ruhe lassen. Wenn du andere Erfahrung gemacht hast tut mir das natürlich leid, aber es kommt auch immer darauf an wie man ein Thema anspricht. Und momentan fühle ich mich von dir einfach nur angefahren und überhört. :/


    Da ich aber nicht will, dass das hier weiter ausartet lass ich meinen Text erst mal so stehen und äußere mich erst mal nicht mehr zu dem Thema.

  • Veganer ernähren sich vegan, mehr auch nicht. Aber was Besseres ist man noch lange nicht. Ich würde mich nie vegan oder vegetarisch ernähren lassen, weil das für mich nichts ist. Die Welt kennt mehrere Geschmäcker als Veganismus. Ich verzichte nicht auf tierische Produkte, aber ich setze mich dafür ein, dass die Politik stärker dafür einsetzt, dass Fleisch, Milch, Fisch, Honig usw.. einen höheren Anerkennungswert genießt. Das sind Produkte, die verdienen einen größeren Preis als der Jetzige. Die Preise müssen sich steigen und dafür muss sich die Tierhaltung deutlich verbessern. Das Fleischkonsum muss sinken und das solange es keine sinnvolle Alternativen wie das Laborfleisch gibt. Es muss mehr Geld für die Essforschung ausgegeben werden. Damit wir in Zukunft Fleisch und auch Fisch anbieten können und das ohne, dass ein Tier dafür sterben muss. Das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft muss einfach mehr dafür tun, dass der Zustand sich verbessert. Leider ist die Julia Klöckner als Ministerin eine Fehlbesetzung.


    Ich esse alles gerne, was mir schmeckt.

  • Das Gefühl entsteht aber meistens dadurch, dass nicht gerade Wenige dieses Gefühl eben vermitteln.

    Das fängt eben schon beim Unterschied an, wie die Werbungen, die du angesprochen hast, aussehen. Werbungen für Milch und Fleisch stellen einfach nur ein Produkt vor, vll. noch mit regionaler Kennzeichnung und idyllischen Bauernhofbildern; viele Werbungen für vegane Lebensmittel verkaufen kein Produkt, sondern eine Moral und genauso wie melodramatisch gestaltete Spendenaufrufe mit den verhungernden Kindern, kaufen die Menschen sowas wie moderne Ablassbriefe und kein Produkt. Werbungen, die auf emotionale Manipulation ausgerichtet sind, rufen in mir eher eine starke Abneigung hervor. Werbungen, die einfach nur sagen "hier, unsere Reismilch, schmeckt wirklich gut, ist gesund und lecker" hingegen nicht. Ich will am Ende als Konsument möglichst neutrale Informationen bekommen. Dass man sein Produkt nicht niedermacht, ist Common Sense. Dass mir eine Werbung nur ein Produkt vermitteln soll aber auch.


    An sich würde ich dir auch ans Herz legen lieber etwas Geld für ein ganz normales Schulbuch oder für Universitätseinsteiger (& eventuell Grundlagen der Statistik) auszugeben, anstatt Seiten mit nicht sehr seriösen und albernen Titeln, die sich "What the Health" schimpfen, aufzurufen. So wirkt man auch alles andere als glaubwürdig.


    Selbst wenn die Betreiber behaupten würden, sie wären Ernährungsberater, aber das kann jeder werden. Wenn die Seiten aus Amerika stammen erst recht. "Lebensberater" sind auch angebliche "Psychotherapeuten" und zerstören genauso das Leben von Menschen in Krisen, die überall nach Hilfe suchen. In Amerika, umd wenn ich mich nicht irre auch hier, darf sich auch ein Pastor Lebensberater nennen. Nicht jeder davor muss ein Pfuscher sein, aber es birgt große Gefahren. Dasselbe mit Ernährungsberatern.


    Zitat von LadyEndivie08

    Btw. ich finde es sehr unhöflich sich genau die Textpassagen raus zu suchen um einen damit in die Ecke zu drängen. Das ist eine negative Eigenschaft die ich in allen Foren immer wieder erlebe. Man sollte wenn dann schon auf den ganzen Text eingehen. Und da hab ich auch nur von meinen Erfahrungen und Erfahrungsberichten von anderen gelesen. Und in keiner Zeile habe ich irgendwie erwähnt, dass ich mich damit echauffiere.

    Soll ich denn auf jeden Satz eingehen?

    Und was genau willst du mir damit sagen? Persönliche Erfahrungen und Erfahrungsberichte sind, sorry, für Naturwissenschaften genau gar nichts Wert. Wirklich jeder Mensch verzerrt seine eigene Wahrnehmung und verwechselt im Alltag Korrelation mit Kausalität, oder übertragen ihre Erfahrung auf andere.

    Selbst Erfahrungen von Menschen, die es besser wissen müssten, kann man nicht trauen.


    Du magst eine Laktoseintoleranz haben, wie so viele andere. Ich hab auch eine Leichte, aber da reichen Lactrasetabletten für mich bei höherem Konsum noch aus.


    Zitat von LadyEndivie08

    Und doch als ich mich vegan geoutet habe wurden plötzlich Bedenken angesprochen ob man genug Vitamine, ect. hätte.

    Was ist daran denn so schlimm? Leute, die alle möglichen Lebensmittelunverträglichkriten haben und andere, werden Ähnliches gefragt.

    Zitat von LadyEndivie08

    Diesen Wandel konnte ich innerhalb der ersten Woche feststellen. Ich bin froh in einem relativ neutralen Umfeld zu sein, aber die Reaktion meiner Mutter ähnelt sehr deiner.

    Meine Reaktion galt ganz anderen Dingen, was ich wohl deutlich gemacht habe. Man kann da natürlich das Opfer spielen, ganz laut "DIE GESELLSCHAFT" rufen und so tun, als ob man im Gegensatz zu anderen Leuten erleuchtet worden wäre, oder die Moralkeule einstecken.


    Zitat von LadyEndivie08

    Woher sollst du das bitte wissen? O_o

    Viele haben Veganer in ihrem Umfeld und ich hab es so erlebt, dass es niemanden interessiert oder es nur kurze, normale Diskussionen gibt? Natürlich ist auch nur meine Erfahrung, aber woher willst du wissen, dass andere "Scheuklappen" aufhaben?

  • Was mich nervt, ist dieses "Ich bin Veganer, ich bin ein besserer Mensch als du."

    Zeitgleich mit der Moralkeule schwingend tragen sie Klamotten, gefertigt von Kindern der dritten Welt, verbrauchen Benzin und Diesel wie sonst was oder reisen mit dem Flugzeug in den Sonnenuntergang.

    Sicherlich sich vegan zu ernähren auf Rücksicht der Tiere istdurchaus nobel, aber zeitgleich die Umwelt zu zerstören, weil man nicht auf Luxus verzichten kann ist irgendwie ...

    . Die Frage ist doch inwieweit hilft vegan sein das den Tiere? Ist man allein dadurch ein besserer Mensch ?

    Man kann immerhin Vegan und ein Arschloch sein.

  • Ich pick das jetzt einfach mal raus, weil es gerne als Argument benutzt wird:

    Und selbst wenn es nicht die ethischen Gründe wären die mich vorantreiben würden so zu leben, sondern rein die Gesundheitlichen würde ich mich nur noch für die pflanzliche Ernährung entscheiden da ich mittlerweile weiß wie unglaublich ungesund tierische Produkte sind.

    Pauschal "ungesund" sind tierische Produkte nicht, aber wie bei allem macht es die Menge, die man konsumiert, sonst hätten wir wahrscheinlich nicht Jahrtausende überlebt. ; )


    An und für sich kann ich mich Edex Meinung anschließen, es sollte nicht der Konsum von Fleisch angeprangert werden (obgleich ich doch sehr dafür bin, ihn herunterzuschrauben, nicht nur aus gesundheitlichen Aspekten, denn ja, es WIRD zu viel Fleisch gegessen), sondern die Art, wie die Tiere gehalten werden, die letzten Endes auf unseren Tellern landen. Ich selbst esse nur wenig Fleisch und zu 90% auch nur Hähnchen, kaum Schwein, kein Rind, Fisch, Wild etc., und ja, ich kann nicht leugnen, dass es mir manchmal sauer aufstößt, wenn sich jemand 3 fette Steaks vom Grill reindreht und sich in dem Moment auch keine Gedanken drum macht, wo das Fleisch herkommt. Man ist in der heutigen Zeit mittlerweile so weit, sich BEWUSST über sein Essverhalten zu werden, da in manchen Köpfen angekommen ist, dass wir viel zu viele Möglichkeiten haben, uns zu ernähren, von daher finde ich die Einstellung generell gut, wenn man auch einmal darüber nachdenkt, was man gerade verspeist, bzw. sich auch darüber bewusst wird, welche Nahrungsvielfalt man hat.


    Was ich allerdings von beiden Seiten wirklich unmöglich finde, ist die (auch hier mehrfach angesprochene) "Ich-habe-Recht-weil-ich-besser-bin"-Kultur (nein, ich spreche niemanden persönlich an). Wenn Veganer als Moralapostel auftreten wollen und dumme Sprüche ablassen müssen, weil sich jemand anderes gerade eine Bratwurst gönnt, finde ich das genau so schlimm wie wenn sich ein Fleischesser ganz genüsslich und extra unappetitlich sein Steak reindreht und dem Veganer am besten noch freundlich zuwinkt. Letzten Endes soll jeder so essen, wie er es möchte, ohne dass er von anderen schief angeguckt wird. Ich freue mich auch auf mein Brot mit Hähnchenwurst und möchte deswegen nicht angeschaut werden, als hätte ich gerade die schlimmste aller Straftaten begangen.


    Schlussendlich kommt es (meiner Meinung nach!) auch gar nicht nur auf den Fleischkonsum als solchen an, sondern überhaupt darum, dem Essen, das wir haben, mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Wer macht sich schließlich schon Gedanken darum, wo Kaffeebohnen oder manch eine Obst- oder Gemüsesorte herkommen? Allein auch deshalb, weil pro Jahr tonnenweise noch gutes Essen weggeschmissen werden, nur weil es nicht mehr schön aussieht. DAS ist eine Mentalität die schleunigst aus den Köpfen der Menschen verbannt werden sollte, und nicht, ob sich Herr XY heute wieder an der Currywurstbude seine Wurst mit Pommes genehmigt hat.


    Edit: Hatte vergessen, das eben noch zu zitieren:

    Es muss mehr Geld für die Essforschung ausgegeben werden. Damit wir in Zukunft Fleisch und auch Fisch anbieten können und das ohne, dass ein Tier dafür sterben muss.

    Nein, danke, aber bevor ich gezüchtetes Fleisch esse, werde ich lieber Vegetarier. Allein schon der Gedanke daran, dass es nur künstlich erschaffen wurde, löst bei mir Übelkeit aus.

  • Das Problem ist LadyEndivie08 , dass du dich nicht zu den "Offensivveganern" zählen willst, aber in Endeffekt genau das machst. Man muss nicht wörtlich versuchen andere zu bekehren, wenn man sehr unsubtil durchscheinen lässt, für wie weitaus moralisch überlegen du diesen Standpunkt hälst. Bastet sind auch keine Vorwürfe zu machen, da allein die Häufigkeit der Äußerungen im Gesamtkontext genug Aufschluss gibt. Hier nur noch ein paar.


    Ich entsage mich keiner Schuld nur weil ich jetzt Veganer bin


    Ich versuche genau wie mein Freund das eher für sich zu behalten da man mit den wenigsten Leuten neutral über diese Thematik reden kann.


    als den ethischen Aspekt eine Kuh in einen Kreislauf des Todes zu stecken


    Und selbst wenn es nicht die ethischen Gründe wären die mich vorantreiben würden so zu leben,


    Rein von meinem moralischen Standpunkt aus.


    Die meisten haben einfach Angst davor gegen den Strom zu schwimmen. Was ja auch ein großes Vorurteil ist und was einem oft nahe gelegt wird ist, dass Veganer gerne missionieren. Meiner Meinung nach vollkommener Bullshit wenn ihr mich fragt. Selbst wenn es einen Anteil an Veganer gibt die etwas aufdringlicher ihre Ernährungsweise nahe legen gibt es doch viel mehr Mischköstler die einen wieder zurück ins Boot haben wollen.


    All diese Zitate aus nur einem Beitrag alleine zeigen ziemlich deutlich deine geringschätzige Bewertung der Moral sich "regulär" Ernährender und ohne dir zu Nahe treten zu wollen, konsequent den moral highground zu suchen und nehmen ist keinen deut besser als aktiv Bekehrungen zu versuchen.


    Für mich ist Ernährung eine individuelle Angelegenheit, bis sich die gesellschaftliche und/oder gesetzliche Lage ändert. Deine Handlungsfreiheit gestattet dir zu leben wie du es für richtig hälst und jedem anderen auch. Man ist kein besserer oder schlechterer Mensch, wenn man sich von Fleisch/vegan ernährt und auch wenn ein Bewusstsein schaffen löblich ist, funktioniert dass nicht auf eine abgehobene Art von oben, wie es eben durch den moral highground ist.


    Wenn man seinem Diskussionspartner nicht auf Augenhöhe begegnet, brauch man weder Verständnis, Einsicht noch Respekt erwarten.

  • Ich muss hier tatsächlich sagen, ich bin komplett Edex Meinung. Man sollte nicht unbedingt aufhören sowas zu Essen, sondern seinen Konsum besser unter Kontrolle bringen. Das Essen mehr wertschätzen, vielleicht doch mal das teurere Fleisch kaufen, weil dort die Tiere besser gehalten werden. Allgemein halt Fleisch teurer machen, damit es auch in die Köpfe von anderen geht, welche über sowas nicht nachdenken.

    Ich sehe nämlich auch keine Logik dahinter, einfach komplett darauf zu verzichten, das Tier stirbt dann schließlich auch komplett umsonst. Also kann man eher damit leben, das Tier am Ende verrotten zu lassen, als es zu essen? Und ich kenne einige Veganer und Vegetarier und bin auch mit ihnen befreundet, ich bin die letzte Person die irgendwie judged, oder mit ihnen eine Diskussion anfängt. Man hat dann vielleicht mal ein wenig länger nach einem Restaurant zu suchen, aber das wars dann auch *schulterzuck*

  • Das Problem ist LadyEndivie08, dass du dich nicht zu den "Offensivveganern" zählen willst, aber in Endeffekt genau das machst. Man muss nicht wörtlich versuchen andere zu bekehren, wenn man sehr unsubtil durchscheinen lässt

    Ich glaube kaum, dass sie das mit Absicht gemacht hat, ich denke eher, hier liegt es an der subjektiven Wahrnehmung, wer sich davon angesprochen fühlt. Sie hat nur ihren Standpunkt und ihre persönliche Meinung vertreten, aber jemanden bewusst angegriffen? Das glaube ich nicht, da gibt es schon extremere Vertreter.

  • Genau darum geht es, es ist kein bewusster Angriff wie halt so oft angeprangert, es ist der unbewusste Angriff an jeden nicht-veganer dass man moralisch schlechter stehe als wenn man sich so ernähre. Das kann ihre explizite persönliche Meinung sein oder nicht, aber genau das und nichts anderes wird durch diese Redeart vermittelt und führt zum Eskalieren der Debatten.