Fleischesser, Vegetarier, Veganer, Frutaner

  • Aber genauso kann man auch behaupten, dass man sich als "Mischköstler" nicht in einer Gruppe von Veganern aufhalten könnte. Wenn ich mir hier die Diskussionen ansehe, bestätigt das jedenfalls diesen Eindruck. Es wird ja nicht einmal die Reduzierung des Fleischkonsums hingenommen. :/

  • Nein, ich hab keine Zeit dafür mir die ganzen veganen Rezepte rauszusuchen oder meine Einkaufsliste komplett umzustellen, darüber hinaus fehlen mir die Ressourcen um mir was Anständiges zuzubereiten.

    Hierzu kann ich mich nur noch einmal von weiter vorne zitieren:

    Dazu muss ich sagen, es gibt auch besonders im Tiefkühlbereich sehr viele gute Vegetarische und Vegane Gerichte. Tatsächlich ist mir sogar erst aufgefallen, als ich angefangen habe weniger Fleisch zu essen, dass ich nie wirklich viel Fleisch gegessen habe xD Ich hab mich zum Beispiel fast ein halbes Jahr nur von Zeug aus der Fritteuse ernährt (ist nicht gesund I know), aber war alles vegetarisch bis vegan (Außer vielleicht mal ab und an Chicken Nuggets). Auch bei Pizza gibt es so viele alternativen da sind eben auch vegane Sachen dabei, nicht zu vergessen die vielen Packungen an Tiefkühlgemüse mit denen man sich schnell und einfach eine Gemüsepfanne zaubern kann, ohne viel Rumschnibbeln.

    Ich finde also, damit hat es wirklich nicht viel zu tun.

    Ich würde sogar sagen, für den Kochfaulen, ist es auf dieser Schiene leichter in das vegetarische einzusteigen.


    Ich kann null kochen und schaffe es auch, meinen Fleischkonsum zu reduzieren. Ich sage nicht, dass du damit anfangen musst oder so, aber für jemanden der selbst schreibt "er würde gerne professioneller kochen", wirkt es für mich eher wie eine Ausrede :unsure:. Ich meine, wenn du es so unbedingt willst, warum machst du es nicht einfach? Ich für meinen Teil weiß, ich will nicht kochen lernen, ich finds super langweilig, aber für jemand der schreibt, dass er gerne kochen wollen würde, klingt es halt komisch.

  • Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Kartoffeln, Reis, Gemüse (der Einfachheit halber auch fertiges gemischtes Tiefkühlgemüse, wenn du kein Bock auf selbst schneiden hast), Obst, Tofu/Tempeh, die richtige Gewürzmischung um selbst aus Brokkoli ein Abendmahl zu zaubern, siehe Rezepte auf Youtube oder Google und gg. Haferflocken mit Leinsamen und Bananen zum Frühstück, kennst du? 'n Sandwich oder Vollkornbrot mit Hummus und sonstigem veganen Aufschnitt wird ja auch drin sein. Probiert auf jedenfall das Hummus aus dem Netto, das ist Top-Tier. Die Hummus aus anderen Läden mach ich nicht so.


    Und wenn du dir ab und an Fleischersatz gönnst, auch ok. Die von Like-Meat haben geile Produkte. Bio, auch nachhaltig produziert. Die andere Marke fällt mir grad nicht ein.

  • Es geht ja nicht nur unbedingt darum, was man zu Hause zubereitet. Mit "ist mir zu aufwendig" meinen die meisten sicherlich auch, dass man als Veganer (als Vegetarier ist es ja nicht mal so schlimm) überall überlegen muss, ob man dieses oder jenes nun essen darf. Ich könnte ja, wenn ich z.B. im Sommer in einer fremden Stadt unterwegs bin, nichtmal ein Eis essen. Von Gebäck ganz zu schweigen. Also wenn ich jetzt überlege, dass ich Weihnachten keinen Christstollen mehr essen darf, sorry, also dann bin ich da schlicht raus (und nein, da gibts keine brauchbaren Alternativen).

  • Gucky

    Denselben Gedanken hatte ich auch schon. :haha: Das wäre für mich dann doch echt zu viel, wenn ich auf einem Weihnachtsmarkt wäre und an jeder Bude bloß vorbeigehen kann. Denke, das ist eine Einschränkung in meinem Leben, mit der ich nicht glücklich werde.


    Zu genannten Alternativen: Ich vertrage weder Obst (außer Ausnahmen, z.B. 2-3 Schnitzen Aprikosen, Erdbeeren gehen auch, aufgrund meiner Fruktose-Intoleranz) noch Vollkorn. Das fällt für mich also schon mal weg. Salat esse ich nicht, weil er mir schlicht und einfach nicht schmeckt. Und auch bei Gemüse esse ich nicht alles (aber schon deutlich mehr als früher, da habe ich es gar nicht gegessen).

    Meine Hauptmahlzeiten bestehen überwiegend aus Reis, Nudeln und Kartoffeln. Dazu mische ich mir etwas zusammen, was mir schmeckt, mal ist Fleisch dabei, mal nicht. Wie ich bereits zu Anfang erwähnte, esse ich überwiegend eh nur Huhn, Schwein nur in Ausnahmefällen, den Rest rühre ich nicht mal an.

    Allein dadurch, dass ich angefangen habe selbst zu kochen, wurde mir erst bewusst, wie viel "Müll" ich mir früher reingeschoben habe. Mittlerweile geht es mir dadurch körperlich besser und ich weiß, was ich esse.

    So gesehen bin ich mit meiner Ernährung mehr als zufrieden, es ist (meistens) frisch zubereitet, ich esse auf jeden Fall gesünder als früher, hin und wieder gönne ich mir aber auch mal einen Burger oder eine Tiefkühlpizza.

  • Vast Vision   LadyEndivie08


    Warum seid ihr keine Frutarier? Ihr spricht davon Tierleid zu vermeiden, aber ignoriert dabei, dass eine rein vegetarische oder veganische Ernährung aber Pflanzenleid bedeutet. Denn mit euer Ernährung zerstört, beschädigt oder tötet Ihr Pflanzen. Außerdem entnimmt Ihr Früchte und Samen, die Euch die Natur gegeben hat. Auch in veganen Produkten steckt Pflanzenleid drin. Denn sie werden bewusst verarbeitet.


    Ein Frutarier beschädigt keine Pflanzen. Man entnimmt nur das, was uns die Natur hergibt. Also erst wenn der Apfel vom Baum gefallen ist, kann er gegessen werden. Erst wenn die Früchte und Samen heruntergefallen sind, kann man sie essen. Sobald der Apfel am Baum ist, gehört es der Pflanze selbst. Wer hat zu bestimmen, es einfach zu entnehmen/zerstören?


    Vegetarier und Veganer sind wie Allesesser, nur dass sie Tierleid vermeiden, aber Pflanzenleid ignorieren bzw. Pflanzen als minderwertigere Lebewesen betrachten und daher schamlos Pflanzen beschädigen um sich zu ernähren. Pflanzen sind wie Tiere Lebewesen, die für uns alle lebenswichtig sind. Beide verdienen sich die Unversehrtheit.


    ps: Ich weiß, dass ich kein Frutarier bin. Würde mich nur interessieren wie Vegetarierer und Veganer gegen die Argumente eines Frutariers argumentieren würde.

  • Ich glaube, er meint den Produktionsprozess? Es ist schon interessant von Anfang an zuzusehen, wie ein Fisch zubereitet wird, mitsamt dem Ausnehmen etc. Oder eben ein anderes Tier zu sezieren. Es ist halt interessant zu sehen, wie die Organe real aussehen, nicht auf einer Grafik oder in einer Doku, sondern real vor einem liegen.

    Ich hab auch vor Jahren gesagt "denkt ihr denn nicht, dass ihr das arme Lebewesen esst und das ist ja alles voll eklig!", weil einem eben auch eingetrichert wird, wovor man sich ekeln muss, aber in Wahrheit hab ich es eben nicht getan. Die Leute sind halt geneigt allen Quatsch an Laienpsychologie zu glauben.

    Natürlich denkt man nicht "yeah cool, Tiere leiden in Massentierhaltung", deswegen und vor allem aus Umweltschutzgründen isst man ja wenig(er) Fleisch.


    Ja, es gibt zwar bereits viele vegane Sachen, aber ich will auswählen, worauf ich gerade Lust habe und mich nicht selbst einschränken.

    Wenn das andere tun, geht's mich nichts an und deswegen versteh ich nicht, wenn so getan wird, als MÜSSTE das eine große Sache werden. Solange Leute keinen Orden für ihre bloße Existenz oder irgendeine persönliche Entscheidung haben wollen, ist mir dann im Grunde vieles egal.

    Es ist ja auch nicht die gesamte Welt ein kleines Dorf, wo diese Dinge sehr seltsam aufgenommen werden.

    Und nur weil es eben die Freundin ist, muss es doch deshalb noch nicht mich betreffen?


    Das entzieht sich jeder wissenschaftlichen Grundlage, aber kay. Sobald du eine Pflanze mit einem komplexen Gehirn findest, sag bitte Bescheid.

  • Hat jemand gerade echt die "Pflanzen haben Gefühle!" Karte gepullt omegalol.


    Ich war gestern mit meinem Freund und seiner Familie anlässlich seines Geburtstages im Hard Rock Restaurant in London und hab mir ein 100% plant based Burger Patty gegönnt. Die Farbe und der Geschmack waren absolut fantastisch, und mein Freund, der sehr gerne Fleisch isst, war total begeistert von dem guten Geschmack eines veganen Patties. Mit Käse, Brötchen und der Burgersauce würde man halt legit nicht sofort darauf kommen. 10/10 würde dort wieder essen.

  • Wow, also ich hab ja schon einige Sprüche als Veganer bekommen, aber der toppt echt alles. :yeah:


    Aber ich glaube damit schießt du ins Eigentor. Nach der Denkweise müsste jeder auf diesem Planeten Veganer sein. Denn dein Essen esst ja auch Pflanzen. Und das nicht gerade in kleinen Mengen. (Vor allem Rindvieh isst mitunter am meisten). Oh Mann... ich weiß ja nicht wie du auf so eine Argumentation kommst, aber die solltest du echt in so einer Diskussion vermeiden. Außerdem essen doch Mischköstler (soweit ich weiß) auch Pflanzen? :threeeyes: Meist auch zum Fleisch dazu. Also in dem Sinne würden dann ja Mischköstler (die sogar - rein hypothetisch fühlende - Pflanzen mit essen) viel mehr Schaden anrichten als die "bösen Veganer". :wink:


    Entschuldige. So eine Aussage kann ich einfach nicht ernst nehmen.

  • Ich kann null kochen und schaffe es auch, meinen Fleischkonsum zu reduzieren. Ich sage nicht, dass du damit anfangen musst oder so, aber für jemanden der selbst schreibt "er würde gerne professioneller kochen", wirkt es für mich eher wie eine Ausrede :unsure: . Ich meine, wenn du es so unbedingt willst, warum machst du es nicht einfach? Ich für meinen Teil weiß, ich will nicht kochen lernen, ich finds super langweilig, aber für jemand der schreibt, dass er gerne kochen wollen würde, klingt es halt komisch.

    In meinem Beitrag schrieb ich ja zum Schluss noch, dass ich trz weiterhin Fleisch konsumieren würde. Mein Wunsch irgendwann professionell kochen zu können, hat nichts mit der Reduzierung des Fleischkonsums oder dem Veganismus zu tun, ich würde das einfach aus Interesse sehr gerne mal können, aber so dringend ist das für mich im Moment nicht. Wohnen ja auch nur in einer Einzimmerwohnung zu zweit und in unserem Tiefkühlfach passt auch nicht alles rein. Genau das meinte ich mit "nicht genug Ressourcen".

    Klingt zwar wie ne doofe Ausrede, aber ich will jetzt im Moment nicht anfangen zu kochen, es ist erstmal bloß ein Wunsch von vielen anderen ^^


    Ich glaube, er meint den Produktionsprozess? Es ist schon interessant von Anfang an zuzusehen, wie ein Fisch zubereitet wird, mitsamt dem Ausnehmen etc. Oder eben ein anderes Tier zu sezieren. Es ist halt interessant zu sehen, wie die Organe real aussehen, nicht auf einer Grafik oder in einer Doku, sondern real vor einem liegen.

    Ich meine tatsächlich das Kochen und weniger das Sezieren, auch wenn es manchmal mit zum Kochprozess gehört ^^

  • Warum seid ihr keine Frutarier? Ihr spricht davon Tierleid zu vermeiden, aber ignoriert dabei, dass eine rein vegetarische oder veganische Ernährung aber Pflanzenleid bedeutet

    Pflanzen empfinden kein Leid. Sie haben weder ein Gehirn, noch ein zentrales Nervensystem. Und daran ändert auch eine dubiose Studie nichts, die beweisen will, dass Pflanzen "schreien", wenn sie gemäht werden. Sie reagieren lediglich durch chemische Prozesse auf äußere Umwelteinflüsse.


    Tun wir aber mal so, als würden Pflanzen Schmerz und Leid empfinden. So wäre das das Mindestmaß an Schaden, das wir in Kauf nehmen müssen, um selbst eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu haben. Denn alleine durch Nahrungsergänzungsmittel ließe sich das nicht abdecken. Schon alleine aufgrund der riesigen Vielfalt an sekundären Pflanzenstoffe. Ironischerweise wären Konsumenten tierischer Produkte dennoch für sehr viel mehr Pflanzenleid verantwortlich, da die Tiere deren Produkte sie konsumieren, um ein vielfaches mehr Pflanzen in ihrer Nahrung haben. Zusätzlich zum Tod der Tiere selbst.


    Aber ok. Leben wir halt nach dem Motto "ganz oder gar nicht". Wer Bäumen "gewaltsam" ihren Apfel wegnimmt, muss anderen ihr für das Tierwohl und Klima desaströses Konsumverhalten nicht vorwerfen.

  • (z.B. wieder verwendbares Backpapier, usw.)

    Davon kann ich dir nur dringenst abraten. Das haben wir mal getestet und 2x hatten wir dann ein wunderbares Lagerfeuer im Backofen. Spar nicht an der Sicherheit!

    Mischkost das Umweltschädlichste was man als normaler Bürger machen kann.

    Hast du dich schon einmal gefragt wie beispielsweise Bananen so nach Deutschland kommen und wie diese angebaut werden? Auch beim Obst und Gemüse gibt es Umweltzerstörungsbomben. Von den Arbeitsbedingungen usw. fang ich erst gar nicht an das hatten wir ja schon. Auch beim Grün musst du wie beim Fleisch ganz genau hinschauen was du kaufst.

    Reduzierung ist besser als gar nichts.

    Auf einmal. Das hat sich die letzten zig Seiten aber noch komplett anders angehört. Man sollte schon zu seiner Meinung stehen. Das wirkt jetzt ziemlich unehrlich.

    Es geht ja nicht nur unbedingt darum, was man zu Hause zubereitet. Mit "ist mir zu aufwendig" meinen die meisten sicherlich auch, dass man als Veganer (als Vegetarier ist es ja nicht mal so schlimm) überall überlegen muss, ob man dieses oder jenes nun essen darf. Ich könnte ja, wenn ich z.B. im Sommer in einer fremden Stadt unterwegs bin, nichtmal ein Eis essen. Von Gebäck ganz zu schweigen. Also wenn ich jetzt überlege, dass ich Weihnachten keinen Christstollen mehr essen darf, sorry, also dann bin ich da schlicht raus (und nein, da gibts keine brauchbaren Alternativen).

    Das ist dann nämlich auch so eine Sache. Man ist irgendwo unterwegs Ausland, Restaurant, Weihnachtsmarkt usw. Mir wäre das auch viel zu anstrengend mich überall durchzufragen. Oft haben die Leute auch gar keine Ahnung. Dann geh ich über den Weihnachtsmarkt und verzichte auf alles weil ich immer Angst haben müsste das irgendwo etwas nicht veganes drin ist. Ich finde das ist eine totale Spaßreduzierung.

    Hard Rock Restaurant in London

    Ist das nicht mega teuer? Ich war vor sehr langer Zeit mal in einem und kann mich erinnern da für ein Gericht gute 15 Euro ausgegeben zu haben.

    Nach der Denkweise müsste jeder auf diesem Planeten Veganer sein. Denn dein Essen esst ja auch Pflanzen.

    Falsch, denn wie schon erwähnt macht sich nicht jeder Gedanken. Und mal ehrlich: Wenn wir uns über alle Wege der Entstehung und des Endprodukts auseinander setzen, dann brauchste echt nix mehr essen. Selbst das Grün oder das Tier ausm Garten dürfte man nicht mehr anrühren weil es die Umwelt zerstört.

    Wer Bäumen "gewaltsam" ihren Apfel wegnimmt,

    Das sag einem Frutarier und glaub mir die Reaktion ist die Gleiche wie du nur die Umwelt zerstören kannst.


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    Ich musste übrigens gestern ironischerweise wieder mit dem Thema konfrontiert werden und zwar in einem MMO. Da gibt es eine neue Questreihe und bei dieser muss man eine Kuh zu einem Schlachter bringen um zu lernen wie man edelstes Fleisch herstellt. Ich hatte ja gehofft, dass dazu kein Fass aufgemacht wird aber natürlich liest man dann nach 2 Stunden im Forum den ersten Thread von einem erbosten Veganer wie man sowas in ein Spiel einbauen kann und das er die Quest nicht abschließen wird... Auch am Ort im Spiel selbst gibt es teilweise hitzige Diskussionen. Ich finde das einfach nur traurig, dass man selbst in einem Spiel seine politische Meinung kundtun muss zu einem Vorgang der eigentlich völlig normal ist. Es ist immernoch ein Spiel und nicht das Real Life. Ich finde das richtig enttäuschend und fast schon beschämend wie tief wir in Deutschland gesunken sind, dass wir über eine Spielaufgabe diskutieren müssen. In anderen Sprachen des Forums war es nicht so schlimm. Das aber nur mal als Randinfo.

  • Auf einmal. Das hat sich die letzten zig Seiten aber noch komplett anders angehört. Man sollte schon zu seiner Meinung stehen. Das wirkt jetzt ziemlich unehrlich.

    Zeig mir, wo ich gesagt habe, ganz oder gar nicht. Natürlich argumentiere ich für den Standpunkt, dass gar nicht besser ist als bloße Reduzierung, aber ich sage nicht dass eine Reduzierung nichts bringt. Aber es ist doch klar, dass ich in einer Debatte zu meinem Standpunkt stehe und ihn argumentativ untermauere. Das ist der Sinn einer Debatte. Den gegenüber durch Argumente von seiner Position zu überzeugen.

    Das sag einem Frutarier und glaub mir die Reaktion ist die Gleiche wie du nur die Umwelt zerstören kannst.

    Die Reaktion des Frutariers ist erst mal egal. Wichtig ist, wie rational, wie logisch konsistent seine Argumente sind.

  • Also wenn man sich heutzutage über etwas Gedanken machen sollte dann seine Ernährung. Zumal dieses "Es gibt andere Dinge, wo man sich mehr Gedanken machen sollte." doch auch ganz gut nebenher geht. Ich finde diese Aussage echt komisch in dem Kontext. Wenn du willst, dass es unserem Planeten besser geht dann kannst du gerade bei der Ernährung am meisten machen.

    Das erinnert mich etwas an diese Urlauber im Fernsehen letztens, die eine Vegan-Kreuzfahrt gebucht haben und sich superlecker, gesund und umweltfreundlich (!) ernährt haben, und gleichzeitig im schönen Urlaub in der Ostsee rumgetuckert sind. Und das waren natürlich nicht nur deutsche Urlauber, sondern auch welche aus Argentinien, Kanada und so, die selbstverständlich davor mit dem Interkontinental-Flug angereist sind und damit auch wieder zurückreisen werden. Also dann doch lieber mit einem Mettigel im Wohnwagen wegfahren...

  • Das erinnert mich etwas an diese Urlauber im Fernsehen letztens, die eine Vegan-Kreuzfahrt gebucht haben und sich superlecker, gesund und umweltfreundlich (!) ernährt haben, und gleichzeitig im schönen Urlaub in der Ostsee rumgetuckert sind. Und das waren natürlich nicht nur deutsche Urlauber, sondern auch welche aus Argentinien, Kanada und so, die selbstverständlich davor mit dem Interkontinental-Flug angereist sind und damit auch wieder zurückreisen werden. Also dann doch lieber mit einem Mettigel im Wohnwagen wegfahren...

    Wir wissen doch alle, dass die allerwenigsten, die tierische Produkte konsumieren, an anderer Stelle sparen. Konsequent das Flugzeug meiden obwohl sie den Wunsch hätten auf Mallorca Urlaub zu machen, die ihr vorhandenes Auto trotz Führerschein der Umwelt zuliebe stehen lassen, etc. Das ist nur eine Ausrede um Veganern zu zeigen, "guckt mal, ihr seid auch nicht perfekt". Natürlich fehlt Veganern teilweise das Bewusstsein für andere Dinge, aber sie geben zumindest an einer Stelle ihr bestes. Während bei anderen Nachhaltigkeit Lippenbekenntnisse sind. Ich persönlich versuche auf so vielen Ebenen wie möglich nachhaltig zu leben. Kaufe mir sogar teilweise, wenn es das Budget zulässt, bio und fair trade Kleidung.

  • Also wenn man sich heutzutage über etwas Gedanken machen sollte dann seine Ernährung. Zumal dieses "Es gibt andere Dinge, wo man sich mehr Gedanken machen sollte." doch auch ganz gut nebenher geht. Ich finde diese Aussage echt komisch in dem Kontext. Wenn du willst, dass es unserem Planeten besser geht dann kannst du gerade bei der Ernährung am meisten machen.

    Das erinnert mich etwas an diese Urlauber im Fernsehen letztens, die eine Vegan-Kreuzfahrt gebucht haben und sich superlecker, gesund und umweltfreundlich (!) ernährt haben, und gleichzeitig im schönen Urlaub in der Ostsee rumgetuckert sind. Und das waren natürlich nicht nur deutsche Urlauber, sondern auch welche aus Argentinien, Kanada und so, die selbstverständlich davor mit dem Interkontinental-Flug angereist sind und damit auch wieder zurückreisen werden. Also dann doch lieber mit einem Mettigel im Wohnwagen wegfahren...

    Das Ding ist: ich werd nicht mein Leben lang auf Flüge verzichten. Wenn ich mir dann einen leiste, flieg ich schon. Österreich, Deutschland und Umwelt überleg ich eben, ob es anders geht.

  • Ich würde aber auch gerne wissen, inwieweit man die Umwelt schont, wenn man als einzelne oder als Gruppe von Personen auf einen(!) Flug verzichtet, wobei der Flug an sich nicht mal verhindert wird. Wenn man so darüber nachdenkt, so ist ein ständiger Flugverkehr sehr essenziell geworden. Nicht umsonst werden immer neue, größere Flughäfen gebaut.

    Ich, als eine Person, die nur gelegentlich Urlaub macht (ich selber bin seit 4 Jahren nicht mit dem Flugzeug geflogen und fahre auch kein Auto, da ich noch keinen Führerschein habe..), würde nichts an dem enormen Flugverkehr ändern können.


    Und damit nicht @Offtopic der Veganismus ist bis jetzt nur eine Lebenstiländerung geblieben. So weit, dass man damit an mehreren Flügen sparen kann, ist man noch nicht.

  • HALT STOP! Ich hab mich verschrieben! Ich meine Vast Vision! Nein ich bin nicht betrunken. Ich hab mich einfach komplett verschrieben.

    Mann ist das peinlich. :assi: Bitte denkt nicht, dass ich beim Schreiben nicht nachgedacht habe. In dem Moment war ich einfach zu sehr auf das Thema konzentriert. Ooops... :blush:


    Ich bin da Vast Visions Meinung. Man kann sich echt alles zurecht biegen nur um mit seinen Tierkonsum gut dazustehen.

    Natürlich ist es schön wenn überhaupt was getan wird, aber für mich ist das nichts anderes als Ausrede.


    Das erinnert mich etwas an diese Urlauber im Fernsehen letztens, die eine Vegan-Kreuzfahrt gebucht haben und sich superlecker, gesund und umweltfreundlich (!) ernährt haben, und gleichzeitig im schönen Urlaub in der Ostsee rumgetuckert sind. Und das waren natürlich nicht nur deutsche Urlauber, sondern auch welche aus Argentinien, Kanada und so, die selbstverständlich davor mit dem Interkontinental-Flug angereist sind und damit auch wieder zurückreisen werden. Also dann doch lieber mit einem Mettigel im Wohnwagen wegfahren...


    Also dazu fällt mir echt nichts ein.


    Natürlich gibt es auch Assi-Veganer die sich einen Dreck um die Umwelt kümmern, aber genauso gibt es auch Mischköstler die sich auch einen Dreck um die Umwelt kümmern. Und jetzt? Nur weil es ein paar Minderheiten gibt die vorher wahrscheinlich auch schon umweltunfreundlich und egoistisch waren ist das eine Argumentation für den Tierkonsum? Das passt doch hinten und vorne nicht zusammen. :patsch:


    Auf einmal. Das hat sich die letzten zig Seiten aber noch komplett anders angehört. Man sollte schon zu seiner Meinung stehen. Das wirkt jetzt ziemlich unehrlich.

    Ich glaube Vast Vision ist ehrlicher als die meisten hier in diesem Thread. Natürlich befürworten Veganer, dass man über sein Verhalten nachdenkt. Ich war vor nem Jahr auch noch Mischköstler. Bis ich gemerkt habe was für eine massive Belastung das für den Umwelt, den Körper und die Ethik im Allgemeinen ist. Und ich hatte davor schon 2 Jahre Kontakt mit diesem Thema. Fremd war es mir definitiv nicht. Ich gehörte übrigens auch zu den Leuten die so manch dummen Spruch über Veganer los gelassen hat und mittlerweile schäme ich mich dafür.


    Ich hatte auch was über "bewussten Konsum" geredet. Doch wer ganz ehrlich zu sich selbst ist weiß, dass er trotz all dem immer in den Supermarkt geht. Und selbst das Fleisch an der Fleischtheke kommt übrigens zu großen Teilen aus Massentierhaltung. Der minimale Anteil davon ist vielleicht in guter Haltung, aber auch das ist keine 100% Garantie. Das Problem ist eben genau das -> Der zu häufige Konsum. Und selbst 5x die Woche Fleisch ist VIEL ZU VIEL! Das mindert leider das Problem fast kaum. Es wäre ja schön wenn sich die Leute an das halten würden was sie sagen, aber leider sind echt Mischköstler die Letzten die auf Veganer einen Finger zeigen sollten. Und wie gesagt: Ich gehörte dazu und schäme mich mittlerweile dafür, dass ich so was mal gesagt habe.


    Was mich immer an die Aussagen eines Mischköstlers zweifeln lassen ist wenn plötzlich Leute die IMMER nur Billigfleisch und verpackte Sachen sich gekauft haben sich immer rausreden mit "vom Bauern nebenan" und bla... das meiste stimmt hinten und vorne nicht. Deswegen tu ich mir mittlerweile auch verdammt schwer Mischköstlern zu glauben wenn sie mir sagen, dass sie bewusster konsumieren. Über Internet sowieso nicht. Vor allem wenn sie es am Ende doch nur wieder so drehen, dass sie sagen "Veganer sind dumm und wissen nichts und mein Konsum ist in dieser Menge gut."


    Jaa... wenn man so offen damit umgeht kann man mir gerne mal seine wöchentliche Einkaufsliste schicken. :mellow:


    Wenn ich merke, dass es die Leute ernst meinen dann sind das die die Veganer unterstützen und sich darüber freuen. Und davon kenne ich natürlich auch genügend. Die sich bewusst dafür einsetzen das Tierleid zu verringern und sich über die Ausmaße ihres Genusses Gedanken machen. Ja, ich rede hier über Genuss. Denn nichts anderes ist das was die meisten davon abhält. Der Genuss und die Gewohnheit. Obwohl ich es stellenweise echt traurig finde. Ich verstehe selbst nicht wie ich all die Jahre an Sojajoghurt, Pflanzenmilch & Co. vorbei gehen konnte. Der Grund ist meist Bequemlichkeit und Vorurteile weil Veganer am Ende doch einfach nur eine Randgruppe sind und man sich dafür extrem rechtfertigen muss. In meinen Augen einfach komplett zu unrecht.


    Man setzt sich dafür ein, dass man das kleinste Übel nimmt und die meisten Veganer die ich kenne achten auch auf Fair Trade, Bio & Öko, usw. Und überdenken auch ihren Konsum. Also wieso gibt es immer noch Leute die auf einen zeigen als wäre man der Verbrecher höchstpersönlich?



    Hast du dich schon einmal gefragt wie beispielsweise Bananen so nach Deutschland kommen und wie diese angebaut werden? Auch beim Obst und Gemüse gibt es Umweltzerstörungsbomben. Von den Arbeitsbedingungen usw. fang ich erst gar nicht an das hatten wir ja schon. Auch beim Grün musst du wie beim Fleisch ganz genau hinschauen was du kaufst.


    Ähm... seriously? Und du isst NIEEEEEMALS in deinem Leben Bananen. Das glaub ich dir nicht.

    Außerdem nur mal angenommen du verzichtest auf Bananen rechtfertigt das nicht dein Verhalten, dass du der Kuh das Kind nimmst und deren Milch trinkst, Eiern von Legehennen ist die total überzüchtet sind und Fleisch von Tieren isst die teils sogar im Kindheitsalter sterben. Das ist einfach total an den Haaren herbeigezogen. Warum versucht man mit einer Sache eine andere zu rechtfertigen. Erklär mir das bitte.


    Davon kann ich dir nur dringenst abraten. Das haben wir mal getestet und 2x hatten wir dann ein wunderbares Lagerfeuer im Backofen. Spar nicht an der Sicherheit!

    Aber mach dafür umso mehr Müll? O_o


    Mir ist die Sicherheit unserer Nachkommen aber wichtiger und vielleicht habt ihr auch bei der Anwendung was falsch gemacht oder das Ding hatte sau miese Qualität. Ein Kumpel von uns (Mischköstler nebenher gesagt) verwendet SEIT JAHREN nur wieder verwendbares Backpapier und das funktioniert super. Ich glaube das hat nichts mit der Sache an sich zu tun.


    Mehrfach verwenbare Dinge finde ich in jedem Fall unterstützenswert. Deswegen verstehe ich nicht warum man anderen davon abraten sollte. :unsure:



    Ach ja... und hier noch ein paar Vorurteile falls doch noch ein paar Fragen aufkommen sollten:


    Vegan essen gehen ist doch voll teuer: Wir sind letztens sogar beim Italiener essen gewesen. Wir hatten Kugelbrot, Salat und Pizza. Dazu Getränke. Und es hat genauso viel gekostet wie immer. Die meisten veganen Burger mögen vielleicht manchmal etwas mehr kosten, aber dafür haben sie meist auch mehr Qualität. Vollkornbrötchen, knackigen Salat, usw. Dagegen sinkt McDonalds & Co. um Längen ab. Und ich gehe lieber nur 1-2x im Jahr gut essen als 4-5x im Jahr schlecht essen. Man sollte seine Prioritäten auch mal anders setzen wenn man schon so viel Geld hat um ständig essen zu gehen. ;)


    Entweder lebe ich als Öko im Wald oder gar nicht: Japp! Und genau wegen solchen Aussagen denken manche immer noch, dass Vegansein das Schwerste und Anstrengenste auf diesem Planeten ist. Und ganz ehrlich: Es stimmt nicht. Es ist totaler Bullshit um genau zu sein. Damit macht ihr nur den Leuten Druck die vielleicht sogar den Gedanken hegen vegan zu leben. Und nein... ich ess keinen Rasen. Mein Magen verdaut das übrigens nicht. Wtf?!


    Veganer halten sich für was Besseres: Dachte ich auch erst bis ich ziemlich auf die Nase gefallen bin als ich mich mal über das Thema schlau machte. Leider wird man als Veganer so oft provoziert, dass man sich manchmal aufregen muss. Und ja es nervt wenn einem permanent versucht wird irgendwas vorzuhalten. Mischköstler schnüffeln ja beinahe nur danach, dass man eventuell doch nicht ganz so "perfekt" ist, aber ich hatte auch niemals behauptet perfekt zu sein. Bin ich auch nicht. Und natürlich mache ich auch meine Fehler, aber der Unterschied zu den meisten Leuten die mit den Fingern auf Veganern zeigen versuche ich wenigstens darüber nachzudenken.


    Ich denk mir bei all dem was hier geschrieben wurde manchmal einfach wie man überhaupt auf so etwas kommt. Und ich fände es schön wenn man anstatt sich ständig anzublaffen miteinander reden könnte. Es freut mich wenn man zumindest es versucht besser zu machen, aber wenn selbst ein Hardcore-Fleischfan einen veganen Burgerpattie ablehnt nur weil er "vegan" ist weiß ich auch nicht weiter. Es gibt so viele Firmen die sich echt Mühe geben damit es möglichst originalgetreu ist, aber dann wird gleich wieder die "Fertigprodukt"-Karte ausgepackt. Dabei wird dieser freundliche Handschlag oft einfach komplett missverstanden. Ich hab das Gefühl, dass die Kommunikation ähnlich wie bei Hund und Katze ist. Die Signale werden einfach falsch verstanden und so geht man sich lieber aus dem Weg anstatt friedlich miteinander zu kooperieren.


    Wäre es echt ein Beinbruch nur 3x die Woche Fleisch (mit dazu zähl Wurst, Salami, Streichwurst, ect.) isst und statt dessen mal einen veganen Tag einführt? Und die meisten Veganer sind im Alltag übrigens eher ruhig und still. Dass man im Internet mal ein wenig Emotionen zeigt ist einfach ein Zeichen dafür, dass man Interesse am Thema hat und sich auch mal gerne unterhalten würde (dafür ist dieser Thread ja auch da). Ich finde es einfach so verdammt schade da so vielen Mischköstlern es quasi in die Wiege gelegt wird es einfach mal zu probieren. So viele hätten als Kinder einfach "Ja" gesagt und es probiert, aber ich hab das Gefühl, dass man sogar als junger Erwachsener heutzutage nur noch auf seine eigene Vorstellung verkrampft.


    Das ist für mich kein Wettkampf (war es nie). Wenn es danach ginge könnte ich das Reden hier im Thread auch komplett lassen, aber ich habe das Gefühl, dass hier sehr wohl ein Umdenken herrscht und viele sich für die Thematik interessieren. Und ich hoffe einfach, dass man auch mal auf einen gemeinsamen Nenner kommen kann ohne sich in den Haaren zu haben.


    Aber ich mach jetzt erst mal Schluss hier. Hab mich schon wieder viel zu sehr im Schreiben verfranst. :winker:


    Gute Nacht.


    Und nehmt die Euphorie in meinen Worten nicht zu persönlich. ;)