Zeitalter des Sonnenuntergangs - Spieltopic

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  • "Sehr geehrter Herr Lehrmeister Duona, wärt ihr so gut und würdet den anderen mitteilen, dass sie alles niedermachen und keinen am Leben lassen sollen?!"
    Temerair schaute auf Vic herab, als hätte sich ein lästiger Dorn in seinen Fuß gebohrt.
    "Immer diese Barbaren.", murrte er und flog überall dorthin, wo er seine Kameraden vermutete. Mit einem kurzen: "Alles auslöschen.", informierte er die Kämpfenden, aber an den Kämpfen selber beteiligte er sich nicht.


    Sein Stolz war zu tiefst verletzt.
    Nicht nur das ein paar Hinterwältler ihn auf feige Art und Weise gefangen nehmen konnten. Nein er wurde auch noch von der jungen Zaeckran von den Fesseln befreit.
    Der Minidrachen war einfach nicht in der Stimmung zu kämpfen, mal abgesehen von der allgemeinen Distanzierung der Tuono zum Thema Kampf.
    Stattdessen flog Temerair aus dem Lager heraus, es bestand zu viel Chaos als das ein Gegner sich konzentrieren konnte ihn herunterzuholen, und landete in der Nähe von Rocco, um sich zur Erholung in die Hocke zu begeben.
    Natürlich zeigte Temerair äußerlich nicht, dass er unbedingt Ruhe brauchte.

  • Nah, endlich wieder aufgewacht ?“, kam es lachend von Koru, der sich in der Luft über Emnori positioniert hatte und von dort oben einzelne Dyraden mit Blasrohren und ganze Gruppen von Gegnern ins Visier nahm. Fauchend wischte die große Raubkatze einen weiteren Herok aus dem Weg, der mit einem Speer auf sie losgegangen war, oder dies zumindest versucht hatte. „Besser spät, als nie.“, antwortete die Zaeckran ihrem Kameraden, wobei ihre Stimme wegen des ernsten Tonfalles nicht mehr ganz so extrem kindlich klang, „Tut mir leid, dass ich euch allen Sorgen bereitet habe.“ Was auch immer die Waldwesen vor ihr erwartet hatten, dass die groß Katze sprechen konnte, gehörte definitiv nicht dazu. Geradezu ungläubig war eine Dyrade, nur wenige Meter von ihr entfernt, mit gespanntem Bogen erstarrt. Aber ein paar Meter waren für die beinahe sechs Meter lange Zaeckran weniger als ein Sprung. Und bevor die Baumfrau ihren Pfeil doch noch auf den Weg schicken konnte, fuhr Emnori herum und traf sie mit der Pranke an der Seite. Dabei war ihre Tatze so groß, dass sie auch Schulter und Kopf ihrer Gegnerin mit erwischte. Die Krallen, die beinahe so lang, wie der Unterarm der Frau waren, hinterließen tiefe Schnitte und durch die Wucht des Hiebes wurde sie gegen die nächste Palisadenwand geschleudert, wo sie blutend und seltsam verdreht liegen blieb. Emnori warf ihr noch einen Blick zu und kam zu dem Schluss, dass die Dyrade tot war. Aber das war im Augenblick unbedeutend für sie. Sie hatte sich dazu entschieden, diese Waldwesen mit allen Mitteln zu bekämpfen. Das die schwächer gebauten Körper von Humanoiden ihrer Kraft nichts entgegenzusetzen hatten, war ihr im Augenblick egal. Diese Wesen hatten versucht ihr ihre Freiheit zu nehmen und Dolchzahn und Temerair gequält. Später würde sie sich vielleicht schlecht fühlen, wegen der Leben, die sie ausgelöscht hatte, aber das würde sie verkraften.


    Alles auslöschen.“, kam plötzlich die Anweisung von Temerair, der über dem Kampffeld flog. Emnori hob den Blick und nickte ihm knapp zu, doch es war fraglich, ob er dies mittbekommen hatte. Es erleichterte sie ungemein, zu sehen, dass er vollständig befreit worden war. Plötzlich bemerkte sie den Rauchgeruch, der vom Tor aus über das Lager zog. Schnell wand sie sich um und erblickte am Rande des Kampffeldes auch Dolchzahn der sich scheinbar mit letzter Kraft aus der Gefahrenzone schleppte. Ihn so zu sehen, versetzte ihr einen Stich, der mehr schmerzte, wie Wunden, die von Waffen gerissen wurden. Auf der einen Seite wollte sie sich vergewissern, wie schwer er wirklich verletzt war, aber auf der anderen Seite war die Gefahr, die von den Waldwesen ausging noch immer greifbar und er hatte sich ja in Sicherheit gebracht. Einer der Heroks hatte bemerkt, dass sie kurzzeitig abgelenkt war und entschied sich, anzugreifen. Aus den Augenwinkeln nahm Emnori die Bewegung wahr, als er auf sie zukam, wobei er, wie Shaar es auch gemacht hatte, aus seinen Handgelenken lange Klingen aus Spinnenfäden erschuf. Trotz ihrer Größe war die junge Zaeckran sehr flink und wich dem ersten Hieb des Spinnenmenschens aus. Dabei hatte sie allerdings nicht bedacht, dass hinter ihr eine Holzwand stand. Erst das splitternde Geräusch von Holz und ein plötzlicher Wiederstand an ihrer Schulter, der aber sofort verschwand, machten sie auf das instabile Hindernis aufmerksam. Doch schon hatte sie die Wand durchbrochen und schüttelte sich die Splitter aus dem Fell und ging nun ihrerseits zum Angriff über und riss den Kämpfer mit einem Satz zu Boden. Von ihren Pranken zu Boden gedrückt konnte er sich auch nicht wehren, als sie den Kopf senkte und mit einem kräftigen Biss sein Leben beendete.


    Der Rauchgeruch war derweil immer stärker geworden und inzwischen brannte ein großer Teil des Banditenlagers lichterloh. Das bereitete Emnori zunehmend Sorge und nachdem sie eine weitere Gruppe Gegner niedergerissen hatte, ohne dabei auf die Zelte oder Hütten, die hier verteilt standen, zu achten, hob sie den Blick und suchte den Blutdämon, der sich noch immer in ihrer Nähe aufhielt. „Koru, kannst du dich bitte um den Rest hier kümmern? Ich muss noch etwas anderes machen.“, rief sie ihm zu. Dass sie sich sorgen um das Wolfswesen machte, musste sie bestimmt nicht extra erwähnen. Sie hatte gesehen, wie schwach er auf den Beinen gewesen war und fürchtete, er würde dem Feuer nicht entkommen können. Das Donnerwesen nickte ihr knapp zu und sofort wandte sie sich um und nahm mit großen Sprüngen Kurs auf den äußeren Ring des Lagers.


    Schneller als erwartet hatte sie Dolchzahn gefunden. Er lag neben der Leiche einer Dyrade und wirkte auf den ersten Blick wie tot. Doch schon in der nächsten Sekunde bemerkte die Zaeckran, dass der Körper des kleinen Waldwesens zitterte und seine Brust hob und senkte sich hektisch. Schwere Trauer übermannte sie bei diesem Anblick. Auch schien er verletzt zu sein, denn sein schmutziges Fell war an einigen Stellen rot gefärbt. Eine weitere Dyrade lief vorbei, bemerkte dann aber den Wolf auf dem Boden und zog einen Pfeil aus ihrem Köcher. Offensichtlich wollte sie wenigstens einen der Ausbrecher an der Flucht hindern, aber dies ließ Emnori nicht zu. Es bedurfte kaum mehr als einen Hieb mit der Pranke, um auch diese Dame zu Boden zu schicken. Nori trat nun vorsichtig an ihren Freund heran. Sie erinnerte sich noch gut, wie er das letzte Mal reagiert hatte, als sie gekämpft und am Ende ein Wesen getötet hatte und wollte ihn nicht erschrecken. Sie sprach ihn nicht an, sondern legte sich still neben ihn, wobei sie aber die Pfoten so unter dem Körper faltete, dass sie jederzeit aufspringen konnte, sollte noch einer der Sklavenhändler es wagen, ihnen zu nahe zu kommen. Auch die Tatsache, dass das Lager bald vollständig in Brand stehen würde, verdrängte sie in diesem Moment. Dolchzahn musste zuerst sie erkennen und sie wusste nur zu gut, dass die Wahrnehmung eines verletzten Tieres teilweise beeinträchtig war. Wenn sie ihn einfach packen und raustragen würde, ging sie nur das Risiko ein, ihn noch weiter zu verletzen. Mit einem leisen Maunzen machte sie ihn auf sich aufmerksam und rieb leicht ihre Backe an seiner Stirn.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
    The endless Night of Dreams

  • Ein paar Minuten lag Dolchzahn unbewegt da und bekam die Kämpfe um sich herum nur bruchstückhaft mit. Erst als er Feuer roch, entstand in seinen sich im Kreis drehenden Gedanken ein klein wenig Platz dafür, ein wenig auf seine Umgebung zu achten. Recht schnell musste er jedoch feststellen, dass er seine Augenlider, die schwer wie Blei schienen, nicht auseinander bekam und zwar grob die Geräuschkulisse um sich erfassen konnte, jedoch die einzelnen Geräusche nicht einmal von einander unterscheiden konnte. Alles verschwamm zu einer Masse und er hatte das Gefühl, jeden Moment von dieser Masse zerdrückt zu werden, wartete nur noch darauf, dass dies alles bald vorbei wäre.
    Er war schon wieder dabei, nicht weiter darauf zu achten, was um ihn herum geschah, als neben dem immer stärker werdenden Brandgeruch, der ihn nicht einmal nervös machte, auch ein weiterer Geruch an seine Nase drang, der sofort sein gesamtes Denken für sich beanspruchte. Dieser Geruch löste sofort die Panik in ihm aus, zu der es die Feuer, die um ihn herum zu brennen schienen, nicht vermocht haben und sein unregelmäßiger Herzschlag beschleunigte deutlich, als sich zu diesem Geruch noch der frischen Blutes gesellte. Erst versuchte er nun, sich erneut auf die Beine zu kämpfen, was jedoch mit halb aufgestellten Vorderläufen endete, bevor er sich wieder fallen lies und sich ein neuer Gedanke unter all die anderen mischte. Soll ich wirklich vor ihr fliehen? Wenn ich sie verraten habe, hat sie dann nicht das Recht, über mein Schicksal zu entscheiden? Vielleicht würde sie dies alles ja sogar ein für alle Mal beenden.
    So verblieb er, wo er war und versuchte nur, nicht noch stärker zu zittern, als er es bereits tat, als er seinen Gedanken weiterführte. Doch was ist, wenn sie mich einfach nur verstößt? Schnell war ihm klar, dass er dann endgültig den Banditen zum Opfer fallen würde, doch war ihm das mittlerweile nicht mehr ganz so gleich, denn es gab nur ein Wesen, das über ihn entscheiden durfte.
    Dem immer stärker werdenden Geruch zufolge nährte sich genau dieses Wesen ihm jetzt sogar immer weiter. Einen kleinen Moment darauf brach dann ein leises Maunzen durch die Masse der Geräusche und als er dann noch eine Berührung an seiner Stirn spürte, sprangen seine Augen auf. Kurz schaute er Emnori an, dann verwendete er die wenige Kraft, die er in der Zeit, die er nur da gelegen hatte, gesammelt hatte, um sich doch noch ein wenig zu bewegen. Mit einem leichten Jaulen, als er dabei kurzzeitig auf seiner Schulter lag, rollte er sich auf seinen Rücken, wobei er seine Rute zwischen die Hinterläufe kniff. Kurz lag er so da, bevor er auch seinen Kopf auf den Boden legte und somit seine Kehle entblößte, was keine reine Geste der Demut war, sondern durchaus ein Angebot darstellte, von dem er hoffte, dass es angenommen würde.

  • Dianas Füße berührten gerade wieder den Boden, als ein ohrenbetäubendes Brüllen ertönte. Im nächsten Moment stürmte ein strahlend leuchtendes Wesen aus den Tiefen des Lagers nach vorne, dessen Umrisse große Ähnlichkeit mit denen einer Zaeckran aufwiesen. "Emnori?!" Tausende Gedanken und Gefühle schwappten über der Dyrade zusammen. Freude darüber, ihre verlorene Kameradin lebend gefunden zu haben und Erstaunen, dass sie einerseits komplett wohlauf schien und andererseits auch noch leuchtete. Wie war das denn passiert? Zudem erinnerte das sonst so sanfte, wenn auch riesige Kätzchen diesmal wirklich an ein tobendes Raubtier. Diana konnte nur hoffen, dass ihr Verstand nicht mehr von dem Gift umnebelt wäre, ansonsten würde es ziemlich gefährlich für sie alle werden. Dann geschah noch etwas Unerwartetes: Diana wusste nicht, zu welchem Element sie es einordnen sollte, aber die Zaeckran wirkte zweifellos Magie, als sie einen Speer aus Licht auf eine der angreifenden Dyraden schleuderte. Emnori war fast nicht wiederzuerkennen. Einen nach dem anderen erledigte sie die zur Hilfe eilenden Feinde, bis sie sich zu den anderen Gefangenen durchgekämpft hatte und jene befreite. Diana atmete erleichtert auf. Also war Emnori klar bei Bewusstsein und erkannte ihre Freunde. Glück gehabt.
    Koru durchschnitt inzwischen die restlichen Fesseln der Gefangenen. Beide wirkten nicht allzu energiegeladen, kein Wunder nach der Gefangenschaft. Während der Donnerdrache sofort die Flügel entfaltete und aufstieg, schleppte sich das Wolfswesen langsam davon. Diana überlegte für den Bruchteil einer Sekunde, ob sie nach ihm sehen sollte, aber dann wurde ihr bewusst, dass sie sich nach Emnoris Erscheinen in der Mitte eines Schlachtfelds befand. Sie war bisher nur deshalb noch nicht attackiert worden, da die Räuber sie in dem Durcheinander für eine von ihnen halten mussten. Nun, da würden sie noch ihr blaues Wunder erleben... Zuerst erledigte sie eine Dyrade, die unvorsichtigerweise mit dem Rücken zu ihr stand, indem sie sie mit einem Pfeil durchbohrte, danach kümmerte sie sich um weitere, indem sie ihre magischen Ranken an den unterschiedlichsten Orten ihres Blickfelds erscheinen ließ und ihre verblüfften Opfer damit erwürgte. Klar, diese magischen Ranken waren so typisch dyradisch, dass sie sie nie für die des Feindes gehalten hätten.
    Gerade als Diana dachte, dass wahrscheinlich das gesamte Lager dran glauben müsste, kam die Anweisung des Tuono, alles auszulöschen. Viel ist eh nicht mehr übrig. Nach Emnoris Eingreifen war das meiste sowieso bereits verwüstet. Außerdem stand inzwischen die Palisadenwand in Flammen, wahrscheinlich Vics Werk. Dann machte sich die Zaeckran plötzlich davon, wahrscheinlich um nach Dolchzahn zu sehen. Sie hatte sowieso mehr als genug geleistet.
    Diana wandte den Blick gerade rechtzeitig von ihr ab, um den Herok zu entdecken, der vor ihr aufgetaucht war. Anscheinend hatte er nun die Quelle der vielen Waldmagieangriffe gefunden, klar, schließlich war Diana die Einzige, die scheinbar untätig an einem Baum lehnte. Sie rührte sich keinen Zentimeter, als er mit dem Schwert ausholte. Er traf sie damit aber dennoch nicht, stattdessen bohrte sich die Klinge in zwei überkreuzte Ranken, die sich vor ihrem Körper schützend aufgestellt hatten. Einen Moment lang sahen sich die beiden Waldwesen an, der Herok mit krampfhaft angespannten Muskeln, als er versuchte, durch das magische Hindernis zu brechen, die Dyrade mit zusammengekniffenen Augen, die als einzige die Anstrengung verrieten, die sie das Gegenhalten kostete. Dann trat sie plötzlich unter den Ranken hindurch mit dem Fuß nach dem Herok, welcher durch den Schmerz abgelenkt nach unten blickte und den Druck auf die Pflanzen verringerte, woraufhin sich eine Ranke um seine Schwerthand wickelte und die andere seine Kehle zudrückte. Das war's.
    Diana sah sich über den zusammengesunkenen Körper des Heroks hinweg um. Das Feuer hatte inzwischen auch auf Zelte übergegriffen und Rauch und Hitze zogen durch das Lager. Es war höchste Zeit, zu verschwinden. Fragte sich nur wie. Diana bemerkte schnell, dass sich die Kämpfe inzwischen am Tor konzentrierten, also würde es schwierig sein, dort rasch hinauszukommen. Über die brennende Palisadenwand konnte sie ebensowenig, die Luft darüber war viel zu heiß. Zwar war es ein kluger Schachzug gewesen, die Wand in Brand zu stecken, da die Hitze die feindlichen Dyraden bis zum Kreislaufzusammenbruch treiben würde, aber für sie selbst war es mehr als schlecht. Nicht panisch werden, konzentrier dich!, fuhr sie sich selbst an. Alles was sie tun musste, war eine noch unversehrte Stelle zu finden, dann könnte sie genauso hinaus wie sie auch hinein gekommen war. Hörte sich doch ganz einfach an...

  • Nachdem die Kameraden bei dem Lager derjenigen angekommen waren, die Emnori erledigt und wohl auch Temerair und Dolchzahn gefangen genommen hatten, gab Roccosarius seinen Kameraden zu verstehen, dass sich die Gruppe nun aufteilen sollte: Ein Teil der Mannschaft sollte an das Tor gehen und dort gegen die Wachen kämpfen, ein zweiter Teil sollte sich irgendwie ins Lager begeben und dort nach den vermissten Kameraden zu suchen, und der Rest sollte bei dem Wagen bleiben und darauf warten, dass eine der beiden ersten Gruppen Verstärkung braucht.
    Nachdem der Niugnip schon bei dem Kampf gegen die Sternschnuppe wegen seines Elementnachteile nicht hatte mithelfen können, wollte er keinesfalls zu der dritten Gruppe gehören, also entschied er sich zunächst einmal für die erste Gruppe. Tatsächlich war er dank seiner kurzen Beine allerdings so langsam unterwegs, dass ihn bald genügend Kameraden überholt hatten. Diese verwickelten die Wächter auch gleich in einen heftigen Kampf. „So wie es aussieht, brauchen die mich hier nicht“, überlegte der flugunfähige Vogelmensch. Kurz kam ihm die Idee, dass er versuchen könnte, sich der zweiten Gruppe anzuschließen, aber dafür müsste er erst einmal in das Lager hinein kommen, und genau dafür wusste er keine Lösung. Um nicht untätig herum zu stehen, lief er weiter in die Richtung des Haupteingangs - auch wenn er sich nicht sicher war, ob er sich dort in den Kampf gegen die Wächter einmischen oder lieber darauf vertrauen sollte, dass seine Kameraden die Wächter gut genug ablenken würden, dass diesen entgehen würde, dass ein nur einen Meter großer Niugnip durch das Tor das Lager betrat.


    Als der Niugnip schließlich bei dem Tor ankam, waren Linos, Aries, Palres und Mju gerade dabei, in Zusammenarbeit eine der Riesenspinnen zu besiegen. Aus dem Inneren des Panzers quoll eine Unmenge an ekligem gelben Schleim hervor, der sich über den Vogelmenschen ergoss. Aber auch Vic, der fast zu der gleichen Zeit bei dem Tor angekommen war, bekam einiges von dem Schleim ab. Während der Rucuome eich entschied, in den Kampf gegen die Wächter einzugreifen, beschloss der Niugnip, vom Tor aus in das Innere des Lagers vorzudringen und sich zunächst einmal um die Räuber zu kümmern, die ihm entgegen kamen. Er zog also sein Schwert.
    Anscheinend hatte sich auch Palres dafür entschieden, gegen die Räuber vorzugehen, aber das führte nicht dazu, dass der Niugnip hier nichts mehr zu tun hatte: Wegen des Schleims konnten die Dyraden nicht erkennen, dass sie es bei ihm mit einem Vogelmenschen zu tun hatten, und daher hielten sie ihn wegen seiner geringen Größe für schwach. Dementsprechend konnte Jan die durch die brennende Pallisadenwand und den sich dämonisch verhaltenden Faun derart eingeschüchtert und verunsichert, dass Jan trotz seiner geringen Armlänge erstaunlich wenig Probleme hatte, seine Gegner nacheinander zu erledigen.



    Off Topic:
    Eigentlich sollte dieser Beitrag schon deutlich früher kommen, aber über Pfingsten war ich verreist und danach hat es sich im RL so ergeben, dass ich für diesen Beitrag nicht die erforderliche Zeit gehabt habe.

  • Beinahe ruckartig lehnte sich Emnori von Dolchzahn weg. Unbewusst stellte sich ihr Nackenfell auf, während ihre Ohren eng am Kopf lagen. Ihr langer, schlanker Schweif strich unruhig über den Boden, als sie ihren Kameraden betrachtete, der vor ihr die Kehle entblößte. Sie konnte nicht verstehen, was ihn zu diesem Verhalten trieb, welches sie kränkte und in gewisser Weise auch verletzte. Am liebsten wäre sie einfach aufgestanden und hätte Abstand zu ihm gesucht, aber um sie beide stand das Lager in Flammen und alleine würde der Wolf wohl nicht lebend entkommen. Trotzdem musste sie ihrem Unmut Luft machen, weswegen sie sich erhob und einige Male um den am Boden liegenden Dolchzahn tigerte und ihn dabei ständig im Auge behielt. Sie hatte keine Ahnung wie sie reagieren sollte. Noch immer lagen ihre Ohren eng am Kopf und ihr stachelbesetzter Schweif schwenkte langsam hin und her. Ihre unruhige Wanderung um ihren Kameraden fand schließlich ihr Ende, als sie beide Vorderpfoten fest neben ihm in den Boden stemmte und ihn einen , für ihre Verhältnisse nicht gerade sanften, Stoß mit der Schnauzte in die Seite verpasste. Sie konnte es nicht länger ertragen, mit ansehen zu müssen, wie sich ihr stolzer und freiheitsliebender Freund so vor ihr erniedrigte. Das schwache Winseln, welches er kurz ausstieß, ignorierte sie und mit weiteren, wenn auch sanfteren, aber bestimmten Schubsern drehte sie das Waldwesen wieder auf den Bauch. Einen Moment verharrte sie. Es war ihr bewusst, dass er ihre Reaktion so wenig verstehen würde, wie sie die Seine. Dann beugte sie sich über ihn und zwickte ihn leicht in den Nacken, wie es ein Zaeckranweibchen tat, wenn sie ihr Junges zurechtwies. Gleich darauf richtete sie sich wieder auf und blickte Dolchzahn tadelnd an. „Was soll das?“, erkundigte sie sich mit einem vorwurfsvollen Maunzen. Da sie nicht wusste, wie sie es mit ihrer Körpersprache verständlich hätte ausdrücken sollen. „Du hast dich vor niemandem so zu demütigen, als lass das gefälligst.“, wies sie ihn zurecht und blickte sich um. Das Feuer hatte sich in der Zwischenzeit noch weiter ausgebreitet und auch die Holzwände hinter den beiden standen lichterloh in Flammen. Selbst für Emnori war die Hitze mittlerweile sehr unangenehm, wie musste es dann erst den hitzeempfindlichen Waldwesen gehen.


    Wir müssen hier schnell raus!“, murmelte sie, als ihr Blick auf eine alleinstehende Dyrade fiel, die sich scheinbar hektisch um sah. Auch wenn sie zuvor einige dieser Baumfrauen getötet hatte, freute der Anblick diese die große Katze, denn sie kannte das Gesicht. Mit einem kurzen Brüllen versuchte sie die Kameradin auf sich aufmerksam zu machen und fixierte die Frau mit den Augen. Mit einem rucken des Kopfes zur Seite wollte sie Diana auffordern zu ihr zu kommen, denn sicherlich hatte diese ebensolche Probleme das brennende Lager zu verlassen, wie ihre Rassenangehörige.


    OT: @Espeo: Könnte Diana evtl. eine 'Mitfahrgelegenheit' gebrauchen?^^ Wenn du willst, kann Nori deinen Chara aus dem Lager tragen, du musst Diana nur zu ihr bringen und die aufsteigen lassen^^.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


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  • Diana hatte sich erst wenige Schritte von der unerträglichen Wärmequelle entfernt, als sie Emnori in der Nähe brüllen hörte. Rasch wandte sie sich um und sah, wie die Raubkatze sie mit beiden Augen fixierte, bevor sie den Kopf ruckartig zur Seite bewegte. Die auffordernde Geste war unmissverständlich. Mit ein paar schnellen Schritten näherte sich die Dyrade, bis ihre Hände sich in Emnoris Fell gruben. Erst jetzt, als sie sie wieder berühren konnte, wurde ihr mit einem jähen Aufwallen von Erleichterung wirklich bewusst, dass sie es geschafft hatten, Emnori zu retten. Nun ja, eigentlich hatte sie sich ja selbst gerettet, aber wer wusste schon, ob sie das auch gekonnt hätte, wenn niemand ihr gefolgt wäre?
    "Ich bin wirklich froh, dass wir dich wieder haben, Emnori", murmelte sie und kraulte das weichere Fell hinter ihren Ohren. Sie bemerkte außerdem, dass die Augen der Zaeckran völlig normal geweitet und klar waren, so als wäre sie nie vergiftet gewesen. Wie sie das gemacht hatte, war ihr immer noch ein Rätsel. Fest stand nur, dass es mit dem mysteriösen Leuchten zu tun haben musste, das sie zuvor umgeben hatte. Aber danach musste sie sie später fragen, nun war keine Zeit dazu. So schnell sie konnte, kletterte sie auf Emnoris Rücken und griff mit beiden Händen in ihr Fell, um sich festzuhalten. Von ihrem höheren Standpunkt aus bemerkte sie jetzt erst den Lupaner, der am Boden kauerte, was nicht nur eine Folge der Entkräftung zu sein schien. "Jetzt sei nicht so depressiv, das passt überhaupt nicht zu dir", konnte sie sich nicht verkneifen zu ihm zu sagen. Bestimmt hatte er die ganze Zeit gedacht, dass Emnori tot sei. Aber nun, da sie lebte, gab es für Diana keinen Grund für schlechte Stimmung. Ob er wohl selbst wieder auf die Beine kam? Falls nicht, würde Emnori sich wahrscheinlich darum kümmern, dessen war sie sich sicher. Emnori kümmerte sich immer um alle. Sie war wirklich eine Bereicherung für die Gruppe.


    OT: Sheewa : Danke. ^^

  • Emnoris Reaktion auf sein Angebot verwirrte Dolchzahn. Statt es anzunehmen oder ihn einfach davon zu jagen, zog sich Emnori von ihm zurück und betrachtete ihn mit hin und her schwingendem Schweif und angelegten Ohren. Sie schien verärgert, als sie aufstand und ihn mit starr auf ihn gerichtetem Blick umkreiste. Erst jetzt fiel Dolchzahn auf, dass er Emnori erst jetzt verärgert zu haben schien. Er verstand nicht ganz, warum sie gerade jetzt sauer auf ihn war, wo er bereit war, für seinen Fehler einzustehen. War es nicht das richtigste, was er noch tun konnte? Das einzige, was ihm bei Emnoris dritter Umrundung einfiel war, dass die Raubkatze ein Problem damit hatte, zu töten, doch bei dem ganzen Blut nach dem sie roch, schien sie in diesem Kampf bereits einige andere Wesen getötet zu haben warum sollte sie also Probleme damit haben, einem Verräter seine gerechte Strafe zu kommen zu lassen?
    Noch deutlich verwirrter war er, als Emnori letztendlich vor ihm stehen blieb und ihm etwas fester mit der Schnauze in die Seite stieß. Vor Überraschung und ein wenig auch wegen der neuerlichen Schmerzenswelle winselte er daraufhin einmal kurz, was jedoch ungehört zu bleiben schien. Vielmehr folgten weitere, wenn auch nicht mehr ganz so feste Stöße, mit denen Emnori ihn immer weiterdrehte, bis er wieder auf dem Bauch lag. Dolchzahn verstand dies zwar nicht, doch hätte ihm momentan nichts ferner gestanden, als etwas dagegen zu tun, auch wenn sie seine Unterwerfung scheinbar nicht zu akzeptieren schien. Stattdessen spürte er einen Moment später, wie sie ihn in den Nacken zwickte und bemerkte ihren tadelnden Blick bereits, bevor sie ansah. Den direkten Blick in die Augen als er den Kopf hob konnte er jedoch nicht eine Sekunde halten und so blickte er auf Emnoris Pfoten, als diese ihn zurecht wies. „Was soll das? Du hast dich vor niemandem so zu demütigen, als lass das gefälligst.
    Vollkommen verwirrt von dieser Aufforderung wusste Dolchzahn nicht sofort, was er tun sollte. In der Zeit, in der er überlegte, murmelte die Raubkatze etwas und lies danach einen Brüller los, für den Dolchzahn den Grund nicht erkennen konnte.
    "Aber ich habe ...", wollte er gerade anfangen, als Diana auftauchte, auf Emnori kletterte und von dort aus zu ihm meinte "Jetzt sei nicht so depressiv, das passt überhaupt nicht zu dir!" Daraufhin versuchte er ein weiteres Mal, Emnori in die Augen zu sehen, schaffe es jedoch wieder nicht und starrte so weiter ihr Pfoten an, als er nun leise und mit Hoffnungslosigkeit in seiner Stimme auf ihr Frage, was das solle, antwortete. "Ich habe dich verraten, aufgegeben, obwohl es noch nicht zu spät war...". Kurz schwieg er, bevor er auf Grund der immer weiter steigenden Temperaturen soweit seine Kraft dazu reichte zu hecheln begann und ein klein wenig gedämpfter fortfuhr. "Habe meine Ehre an dich verloren und bin dir überlassen. Was sollte ich denn sonst tun?" Das auch die Diana dies wahrscheinlich gehört hatte, war dem Lupaner gerade egal und er blickte mit nun doch leichter Panik auf die Flammen, die um ihn herum immer weiter um sich griffen. Es war ihm durchaus nicht mehr egal, wenn er hier einfach so verenden würde, nicht, bevor er wusste, warum Emnori ihn nur zurechtgewiesen und nicht verstoßen hatte.

  • Diana verstand die Aufforderung und folgte ihr umgehend. Dolchzahn hatte gerade zu einer Erklärung angesetzt, als die Dyrade die beiden erreichte, worauf er verstummte. „Ich bin wirklich froh, dass wir dich wieder haben, Emnori.“, kam es leise von der Zweibeinerfrau, die die Zaeckran noch kurz am Ohr kraulte und sich dann auf ihren Rücken schwang. Auch wenn es jetzt der falsche Zeitpunkt für Streicheleinheiten war, genoss die Raubkatze dies und ließ ein leises Schnurren erklingen. Auch beugte sie die Vorderbeine, um der Kameradin das Aufsteigen zu erleichtern. Erst, als diese sicher saß, schien ihr Dolchzahn aufzufallen. „Jetzt sei nicht so depressiv, das passt überhaupt nicht zu dir!“, meinte sie und es war klar, dass sie damit den Lupaner meinte. Auch Emnori richtete ihren Blick wieder auf den Freund, der seinen aber sofort wieder senkte und wie schon zuvor starr auf ihre Pfoten sah. Sein Verhalten machte sie traurig. „Ich habe dich verraten, aufgegeben, obwohl es noch nicht zu spät war...“, antwortete er leise und mit einer Stimme, aus der tiefe Hoffnungslosigkeit klang, „Habe meine Ehre an dich verloren und bin dir überlassen. Was sollte ich denn sonst tun?“ Am liebsten hätte Emnori mit ihrer Antwort gewartet, bis sie in Sicherheit waren, denn alles in ihr schrie inzwischen danach, diese Flammenhölle schnellstmöglich zu verlassen, doch sie mahnte sich noch einmal zur Ruhe und suchte mit den Augen einen möglichen Ausweg, während sie überlegte, was sie auf Dolchzahns Frage erwidern sollte. „Ganz einfach: Lebe!“, meinte sie schließlich und wandte den Kopf in Dianas Richtung, „Pass auf deine Füße auf, ich fürchte, wir werden uns selbst einen Ausgang schaffen müssen.“ Wohlwollend registrierte sie, dass die Dyrade wie auch bei den früheren Ritten die Beine unter ihre Flügel gelegt hatte, um sie nicht zu behindern. So konnte sie problemlos ihre großen Flügel an den Körper und somit auch ans Bein des Waldwesens drücken. Schnell senkte sie den großen Kopf und rieb ihre Schnauze sanft, aber kurz an Dolchzahns Kopf, bevor sie ihn fest im Genick packte und so vom Boden hob.


    Anschließend nahm sie die Palisadenwand, die ihr gegenüber lag und so auch ausreichend Anlauf zuließ, ins Visier und stürmte los. Auch wenn es ein wenig unbequem war, hielt sie den Kopf beim rennen erhoben, um zu verhindern, dass Dolchzahn auf dem Boden schleifte, als sie mit langen Sätzen das Lager durchquerte. Die wenigen feindlichen Waldwesen, die lebensmüde genug waren, sich ihr in den Weg zu stellen, fegte die Raubkatze einfach durch ihren Schwung um. Normalerweise wäre es kein Problem für sie gewesen, über die für sie nicht sonderlich hohe Holzwand zu springen, aber da sie nicht sehen konnte, was sich auf der anderen Seite befand, wollte sie kein unnötiges Risiko eingehen. So rammte sie, kurz bevor sie gegen die Wand geprallt wäre, die Vorderpfoten in den Boden, zog den Kopf zur Seite und warf sich mit der Schulter aus vollem Lauf gegen das, vom Feuer geschwächte, Holz. Krachend gab das Hindernis nach und mit einem schnellen Schritt zur Seite verhinderte Emnori, dass sie von ihrem eigenen Schwung umgerissen wurde, bevor sie mit einem raschen Satz durch das entstandene Loch flüchtete.


    In einiger Entfernung erblickte sie den Wagen, bei dem Rocco und noch einige andere Mitglieder der Gruppe warteten. Auch Temerair war bei ihnen, was die Zaeckran aber nur erleichtert registrierte. Kaum dass sie bei den Kameraden angekommen war, lebte sie Dolchzahn ab und ließ sich selbst neben ihm zu Boden sinken. Die Taubheit, die von der Kraft der alten Jäger verursacht worden war, hatte bereits aufgehört zu wirken und ihre Beine schienen nun schwer wie Blei. Die Belastung, die ihr Körper durch das Gift und den hohen Energieverbrauch um dieses wirkungslos zu machen, ausgesetzt gewesen war, zeigte nun erst ihre wahren Ausmaße. Aber da sie sich nun wieder im Schutz ihrer Freunde befand, konnte die Raubkatze sich endlich ausruhen.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
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  • Kalya sah die Dryade noch einen Moment an, dann wendete sie sich zu dem Incendier um.
    „Vielen Dank für die Rettung, alleine hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft.“ Dieser winkte nur ab. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mein Leben eines Tages einmal einem Feuer-Wesen verdanke.
    Plötzlich spürte die Hydroka einen Unterschied in der Luftfeuchtigkeit.
    Die Luft war doch vorhin eindeutig feuchter, oder täusch ich mich nur?
    Vor ihr kam eine Dryade in Sichtweite, sie schaute sich selbst über die Schultern und lief gleichzeitig in den Gang hinein, indem Kalya stand. Die Dryade machte einen verängstigten Ausdruck, als sie ihre Aufmerksamkeit nach vorne richtete, hatte Kalya bereits einen Pfeil abgeschossen und traf die Dryade in die Brust, jedoch wurde keine empfindliche Stelle getroffen. Einen Moment lang war die Dryade überrascht, dann begann sie wohl einen Angriff, doch weit kam sie nicht. Die Hydroka zog einen neuen Pfeil, zielte und liess die Sehne los. Dieses Mal war es ein Volltreffer in die Schläfe. Besiegt schlug der Körper der Dryade auf dem Boden auf. Von überall her ertönte Kampfeslärm, Kalya sammelte ihre zwei abgeschossenen Pfeile wieder ein und ging an das Ende des Ganges.
    Die Palisadenwand war entzündet worden und überall kämpften die Räuber gegen Krieger, anscheinend waren dies jedoch keine Soldaten des Sonnenkaisers. Irgendwo in der Nähe schien sich die Zaeckran zu befinden, jedenfalls dem Lärm nach.
    Die Wand steht in Flammen und das gesamte Lager ist von dieser Palisade umgeben. Es wäre wohl besser wenn ich hier raus gehe, dem Incenider wird das Feuer ja wohl nicht viel ausmachen. Sobald das Feuer grösser wird muss ich auf den Einsatz von Magie verzichten. Die Luft wird dann einfach zuwenig Wasser enthalten.
    Auf der Suche nach einem Ausgang lief die Hydroka durch das Lager. Bis jetzt wurde sie von den Angreifern weder belästigt noch wirklich beachtet. Aber das war ihr nur umso lieber. Wer auch immer diese Krieger waren, es war besser mit ihnen keinen Ärger zu bekommen.
    Vor ihr erschien eine weitere Dryade, sie hatte einen gespannten Bogen in der Hand und sah sich nervös um. Als sie Kalya erblickte, schoss sie den Pfeil ab, dieser flog jedoch neben Kalya vorbei wo er zitternd in einer Palisade stecken blieb. Kalya konterte sofort und schoss einen Pfeil. Die Dryade wollte ausweichen, war jedoch zu langsam um komplett aus der Schussbahn zu verschwinden und der Pfeil durchbohrte den Oberarm. Hastig zog die Dryade einen Pfeil. Durch den verletzten Oberarm musste sie starke Schmerzen haben, doch sie schaffte es den nächsten Pfeil abzuschiessen. Dieser war jedoch zu ungenau, sodass Kalya mit Leichtigkeit ausweichen konnte. Nun schoss die Hydroka wieder einen Pfeil ab, wobei sie den Bogen bereits gespannt hatte. Sofort zog Kalya einen zweiten Pfeil und schoss diesen ebenfalls ab. Die Spitze des ersten Pfeiles traf die Dryade knapp neben dem linken Auge, der Zweite durchbohrte ihr rechtes. Auch diese Dryade war tot.
    Die nächsten zwei Gänge begegneten ihr keine Gegner, doch es konnte jederzeit einer auftauchen. Immer nach einigen schritte sah sich Kalya um, ob sich auch wirklich niemand an sie heranschlich. Dann erreichte sah sie es, das Tor welches den Eingang und zugleich auch der Ausgang es Lagers war. Alle Anwesenden waren momentan beschäftigt, also ging sie auf das Tor zu. Das Feuer war schon ganz nah und als die Hydroka etwa die Hälfte des Platzes hinter sich hatte, tauchten hinter einer beschädigten Palisade zwei Dryaden auf. Beide hatten je ein Blasrohr in der Hand. Die eine zeigte kurz auf das Feuer und zeigte dann über den Rücken, doch die andere schüttelte den Kopf und zeigte auf Kalya. Zwei Dryaden konnte sie nicht auf einmal angreifen, nicht ohne selbst getroffen zu werden. Also war sie bereits daran Wassermagie zu sammeln, um einen Schild zu beschwören. Als die beiden Dryaden ihre Pfeile abschossen, erschuff die Hydroka ihren Schild. Er war nur dünn, zu mehr reichte das Wasser nicht. Die Wucht der Pfeile bremste sie so nur minimal ab, doch immerhin würde es das Gift wegspülen, falls die Pfeile denn vergiftet sein sollten. Der eine Pfeil blieb in ihrer rechter Schulter stecken, während der zweite daneben ging. Nun wurde es jedoch kritisch, was sollte Kalya tun? Wenn sie eine Dryade abschoss, wurde sie wahrscheinlich von der anderen getroffen. Zudem hatte sie eine verletzte Schulter und konnte dementsprechend nicht mehr so genau schiessen. Noch während sie darüber nachdachte, öffnete sich unter den zwei Dryaden eine Erdspalte und sobald die zwei hereingefallen waren, schloss sie sich wieder.
    War das Erdmagie?
    Kalya sah sich um, dann sah sie am Tor einen Menschen, auf seinem Gesicht war eine Spur von Erschöpfung zu erkennen.
    Hat er mich etwa gerettet?

  • Linos konnte zusehen wie sich der Felsen in den Körper der Riesenspinne bohrte. Zufrieden erkannte er, dass die Spinne nach kurzem Zucken regungslos liegen blieb. Aus ihrem Innern floss literweise ein gelber Schleim. Glücklicherweise war der Werog ausserhalb der Reichweite, ganz anders als andere die näher an der Spinne standen. Dieses eklig aussehende Zeug würde er nicht unbedingt berühren wollen. Er atmete kurz aus und sah sich dann um.
    Aries und Mju kämpften gerade gegen eine der Riesenspinne, die letzte der drei Spinnen war ganz bei ihnen in der Nähe. Am Tor des Lagers dagegen, häuften sich die Räuber, die vor dem Feuer und Angreifern fliehen wollten. Doch rechneten sie dabei nicht damit, dass dort bereits ihr Tod auf sie wartete. Palres und Jan waren beim Tor und näherten sich, durch die verängstigten und nervösen Gegner, langsam dem Lager.
    Wohin jetzt? Aries und Mju sollten es eigentlich mit der Spinne aufnehmen sollen, gegen zwei von ihnen ist jedoch etwas anderes. Mmmmh…
    Linos blickte zum Tor. Gegen die verängstigten Gegner konnte er doch gewiss auch nur mit einer Hand kämpfen. Knochen konnte er immer noch brechen und irgendwie brauchte er wieder ein bisschen Kampf mit Feindkontakt. Also ging er seinem Gefühl nach und ging Richtung Tor, dies war schliesslich gross genug für drei Krieger. Den ersten schwächte er bereits aus der Ferne. Er liess einen spitzen Felsen emporsteigen, wie bei der Spinne, jedoch deutlich kleiner. Als die Dryade drauf trat, bohrte sich die Spitze schmerzhaft in ihren Fuss. Vor Schmerz und vielleicht auch vor Schrecken schrie die Dryade auf. Nachdem sie begriff, dass ihr Fuss durchbohrt wurde, stand sie sofort wieder auf versuchte, schwer humpelnd, zu fliehen. Dies schaffte sie jedoch nicht. Denn schon stand der Werog vor ihr und schlug ihr mit der Faust ins Gesicht. Es knackte leicht, doch noch war die Dryade nicht besiegt. Sie taumelte zurück, doch Linos setzte nach verpasste ihr einen weiteren Schlag, dieses Mal ans Kinn. Nahe einer Ohnmacht fiel sie auf den Boden, nun gab es keine Rettung mehr für sie. Linos schaute sie noch einmal kurz an, dann zertrümmerte er ihr den Schädel. Gleichzeitig jagte ein kurzer Schmerz durch seine Hand.
    Verdammt….diese Menschlichen Knochen sind einfach zu schwach.
    Der Schmerz verging jedoch wieder und hinterliess keinen dauerhaften Schaden. Beim nächsten Gegner liess er eine kleine Erdspalte entstehen. Die Dryade verlor das Gleichgewicht und taumelte, kurz darauf wurde sie von Linos in den Bauch getroffen und fiel um. Erneut wollte er den Schädel zertrümmern, doch die Dryade schaffte es ihm auszuweichen, indem sie sich zur Seite rollte, und plötzlich hatte sie ein kurzes Messer zur Hand. Mit diesem stach sie Linos in den Bauch. Dieser bleckt die Zähne und kniff kurz die Augen zusammen. Mit dem Handrücken schlug er ihr ins Gesicht, erhob sich dann und trat dann mit voller Kraft auf sie drauf. Der Dryade presste es sämtliche Luft aus der Lunge und mehrere Rippen mussten gebrochen sein. Mit seinen Klauen riss er ihr den Hals auf du das war es dann. Schliesslich war er beim Tor und sah sich um. Nicht weit entfernt standen zwei Dryaden und attackierten mit ihren Blasrohren eine junge Frau.
    Sind das…Flossen? Linos zögerte einen Moment, dann hatte er sich entschlossen. Ich kenne sie nicht, aber wenn sie von den Dryaden angegriffen wird, kann sie nicht auf deren Seite stehen.
    Linos konzentrierte sich auf seine Magie, in der Zwischenzeit wurde die Frau von zwei Pfeilen getroffen.
    Ihr komisches Schild bringt aber nicht gerade viel. Nicht mehr lange und sie ist erledigt.
    Linos setzte seine Magie frei und liess unter den beiden Dryaden eine Spalte entstehen, welche gross genug für die beiden war. Sofort danach verschloss er sie wieder. Die Dryaden wurden wortwörtlich vom Erdboden verschluckt. Die Magie hatte einiges von seiner Kraft gekostet und eine kleine Welle der Erschöpfung durchflutete Linos. Die Frau musterte Linos aufmerksam, dann sah sie kurz auf die besiegte Dryade hinter Linos. Nach wenigen Sekunden setzte sie sich in Bewegung, bei Linos blieb sie schliesslich kurz stehen. „Danke.“ Es war nur ein Flüstern, doch Linos verstand es. Dann setzte sie sich auch schon wieder in Bewegung und ging durch das Tor um das Lager zu verlassen. Der Werog schaute ihr nach, nicht wissend was er davon halten sollte.

  • Ganz einfach: Lebe!“, war Emnoris kurze Antwort, bevor sie noch einmal mit Diana sprach und kurz ihre Schnauze an seinem Kopf rieb. Dies verwirrte Dolchzahn noch mehr, als er bereits war und er war noch damit beschäftigt, als er bereits von Emnoi im Nacken gepackt und in die Luft gehoben wurde. Die Bewegung lies seine zahlreichen Verletzungen alle gleichzeitig ein Ziehen durch seinen Körper senden, das ihn die Zähne zusammenbeißen lies, als die Raubkatze beschleunigte.
    Als sie immer weiter auf die Palisadenwand zulief, die das Lager umgab und weder einen Ansatz zum Sprung machte, noch abbremste, als sie gefährlich nah kam, starrte Dolchzahn wie gebannt auf die hin und her schaukelnde Feuerwand. Im letzten Moment warf Emnori jedoch noch ihren Kopf zur Seite, sodass Dolchzahn aus der Bahn war, als sie die Wand mit ihrer Schulter rammte. Vom ruckartigen Bremsen, dem darauf folgenden seitlichen Schritt und dem neuerlichen Beschleunigen wurde Dolchzahn ein wenig durch die Gegend geschleudert und ihm entfuhr ein leichtes Winseln.
    Auf dem Weg pendelte er dann schnell wieder aus und hing er schlaff zwischen Emnoris Zähne und bemerkte, sobald er den Kopf soweit es ging drehte, dass sie sich nur wenige Meter vom Wagen der Gruppe entfernt befanden und auf ihn zu liefen. Dies löste deutliches Unbehagen in ihm aus. Es war ihm gleich, was die anderem von ihm halten würden, doch machte er sich Sorgen, wie es auf die anderen wirken würde, wenn Emnori ihren Verräter einfach so mitbrachte. Warum sollte sie das tun?, fragte er sich und kam darüber ins Grübeln, konnte jedoch keine Antwort auf diese Frage finden. Obwohl, eine Antwort konnte er finden, die auch dazu zu passen schien, dass sie seine Unterwerfung nicht akzeptiert hatte ... Nein, das kann nicht sein., schob er diese Möglichkeit jedoch beiseite, als Emnori ihn in der Umgebung des Wagens absetzte und sich neben ihn legte.
    Einen Moment lagen sie einfach nur da, doch als Emnori ihn auch jetzt nicht fort schickte, verspürte Dolchzahn auf einmal das unergründliche Bedürfnis, sich näher an die Raubkatze heranzuschieben. Langsam drückte er sich immer weiter seitwärts, bis er die Distanz zwischen ihnen halbiert hatte und legte nun auch den Kopf auf den Boden, wobei er Emnori, beziehungsweise ihre Vorderpfoten, weiter anschaute. Es keimten einige Fragen in ihm auf, doch hatte er zum Teil Angst, Emnori anzusprechen und andere Dinge wollte er vor den anderen nicht ansprechen. Noch kurz zögerte er, bevor er sich dazu überwinden konnte, Emnori doch anzusprechen, wobei seine Stimme deutlich gedämpft und sehr zurückhaltend war. "Du war's also gar nicht ..." Bitterkeit schnürte Dolchzahn die Kehle zu, sodass er einen Moment verweilte, bevor er seine Frage kaum hörbar fortsetzte. "... tot?" Es war eine nicht gerade sonderlich intelligente Frage, wie Dolchzahn sofort klar wurde, da er ohne Emnori noch immer in den Flammen liegen würde, doch er konnte es nicht endgültig glauben, solange sie es ihm nicht persönlich bestätigt hätte.

  • Mju war eine Sekunde lang verwirrt, als die Windklinge die ursprünglich für eine dieser widerlichen Spinnen, die Schulter der Dryade traf. Diese war gerade mit Palres beschäftigt gewesen und schrie vor Schmerzen auf. "Egal, hauptsache getroffen." dachte sie. Sehr zu ihrem Schrecken, wandte sich eine der Spinnen zu ihr, raste wütend umher schoss klebrige Seidenfäden auf sie. "Ich darf auf keinen Fall davon getroffen werden."


    Während sie den Fäden auswich, bemerkte sie dass Aries von einer rollenden Spinne davon rannte. Er kam direkt auf sie zu. Sie begriff sofort seine Absicht, denn er wollte dass die beiden Spinnen miteinander kollidieren. Doch um eine Feder wäre der einfache, aber doch geniale Plan gescheitert. Eine dritte Spinne wollte sich dazwischendrängen. Palres sei Dank, verhinderte dies. Er schleuderte mithilfe einer Ranke die dritte Spinne so davon, dass diese betäubt auf dem Boden landete. Plötzlich schoss ein Stalagmit aus dem Boden empor und spießte die Spinne auf. Aus dem Augenwinkel erkannte die Greifin, dass das Werk von Linos war. Er hatte zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen. Ehe sie sich darüber freuen konnte, ergoss sich ein gelber Schleim, der aus dem Inneren der Spinne kam, über den Kampfplatz und alle Anwesenden. Darunter auch sie.
    Das eklige Zeug klebte förmlich an ihr und Mjus Gesichtsausdruck war dementsprechend. Ihr schönes silbriggraues Gefieder war ruiniert. Das einzige was sie tröstete war, dass es nicht nur ihr so erging. Sie freute sich schon darauf, sich gründlich zu reinigen. Ihr Augenmerk wurde darauf gerichtet, dass der Plan mit der Kollision misslang. Die Spinne, die sie angriff, dachte nicht daran sich überrollen zu lassen. Zum Glück konnte Aries noch rechtzeitig ausweichen.


    "Hey Mju, was das eklige Vieh kann, das können wir doch schon lange! Ich schieß dir Feuer nach oben und du beschleunigst es mit deinen Windklingen auf maximale Zerstörungskraft. Wäre doch gelacht, wenn wir die nicht klein kriegen!" Die Stimme kam von Vic, doch sie erkannte sein Äußeres nicht wieder. Er scheint doch kein Mensch zu sein. Innerhalb von Sekunden durchforstete sie ihr Gedächtnis und wusste nun was sie vor sich hatte. Sie wusste zwar, dass dies später noch verarbeiten würde, aber jetzt war der Kampf wichtiger. "In Ordnung." rief sie und schlug so mit den Flügeln, dass ein Teil des Schleims davon geschleudert wurde. Vic nickte grinsend und schoss umgehend Feuersäulen in ihre Richtung. Sie beschwor mit ihren Schwingen den Wind und formte ihn zu Windklingen um. Diese beschleunigten die Feuersäulen so, dass sich beide Elemente miteinander verbanden. Der Feuersturm raste direkt auf die beiden Spinnen zu und Mju hoffte dass der Angriff geklappt hatte.

    "Rayquaza verfügt über die Fähigkeit das Wetter zu kontrollieren. Gewissenlose Menschen wollen diese Fähigkeit an sich reißen. Helft mit das zu verhindern: Hoenn - Die Herrschaft des Himmels"


    "Kalos die Region der Schönheit und Anmut. Doch der drohende dunkle Schatten einer Verschwörung lässt das Licht verblassen und es ist zugleich der Beginn eines neuen Abenteuers: Kalos - das Wunder des Lebens"

  • DIe Hölle von einem Pfeilhagel hagelte auf Koru nieder. Leider war er in der Luft ein nur allzu sichtbares Ziel, weshalb wohl einige Dyraden meinten, er wäre auch einfach zu treffen. Allerdings konnte der Blutdämon den meisten Geschossen einfach aus der Bahn fliegen und die restlichen briet er einfach mit einem Flügelschlag, der Blitze von seinem Körper abspringen ließ. Doch bevor gegen seine Angreifer lokalisieren konnte, waren sie bereits unter den Flüchtenden verschwunden. Tch, was für Feiglinge dachte er angewidert. Naja, es entkommt ja doch keiner. Wie um seinen Gedanken Ausdruck zu verleihen, strecke der Grauhaarige zwei Finger aus und schoss einen Blitz in den Hinterkopf eines fliehenden Heroks, womit dessen Gerhin komplett durchschmorrte. Der Fliehende fiel tot um. Währendessen betrachtete das Donnerwesen einige Blitze, die um seinen Körper zuckten. Ihre Spannung nahm ab. Keine Ahnung, wie viel Magie ich noch habe.


    Mittlerweile hatte jemand am Tor ein Feuer gelegt, welches auf Zelte, Palisadenwände und auch den Rest des Lagers übergriff. dadurch wurden auch die letzten Kampfgeister gebrochen und das ganze Lager versuchte zu fliehen. Nur ein paar letzte verzweifelte Geister versuchten sich noch der Gruppe von Sternenhimmel entgegen zu stellen. Koru war ganz berauscht von all der umherschwirrenden Angst und Verzweiflung und hätte sein Kopf ihn nicht auf Richtung Kampf gehalten, wäre er wahrscheinlich high geworden. "Koru, kannst du dich bitte um den Rest hier kümmern? Ich muss noch etwas anderes machen ", unterbrach ihn eine bekannte Stimme. Der Sensenträger blickte über seine Schulter in Richtung Raubkatze, etwas ärgerlich über die Störung seines Genusses, aber nickte dennoch.


    Dieser Moment der Unaufmerksamkeit kam ihm aber ziemlich ungelegen, als er plötzlich einen scharfen Schmerz in der linken Schulter spührte. Mit einem Blick der töten konnte, fxierte er die Dyrade, welche bereits den nächsten Pfeil spannte. Um auszuweichen ließen sich der Blutdämon einfach fallen und landete sanft mit einem abschwächenden Flügelschlag. Sofort stürmte er auf die Walddame zu, die keine Zeit mehr fand, ihren Bogen weiterhin zu benutzen. Sie fand gerade nochmal die Zeit, Kuro Zanshi auszuweichen, als sie ihren Bogen durchtrennte. Das Waldwesen brachte mit einem Salto Distanz zwischen sie, oder zumindestens versuchte es dies. Der Rotäugige fing sie mit seinem Schwanz ab und ließ die Dyrade auf den Boden knallen. Doch bevor er den Gnadenstoß vollziehen konnte, musste er zurückweichen, da ein Stoß mit einem Krummsäbel auf seinen Kopf zielte. Koru griff seinerseits nach dem Kopf der zweiten Dyrade und schlug sie auf den Boden. Mit seinem Zeigerfinger bohrte er sich direkt durch den Schädel und tötete sie damit auf der Stelle. Währendessen versuchte seine erste Gegnerin wieder aufzustehen, aber er zog sie einfach wieder zu Boden mit seinem Schwanz. Schließlich schlug er ihr seine Sense in den Hinterkopf.


    Mit zusammengebissenen Zähnen zog das Donnerwesen den Pfeil aus seiner Schulter. Aus irgendeinem Grund schien kein Gift an der Spitze gewesen zu sein. Wahscheinlich hatte die allgemeine Hektigkeit und Angst zu dieser Fahrlässigkeit geführt. Blaue Blitze strömten in seine Wunde und langsam schlossen sich die Ränder wieder. Doch es dauerte noch einige gute Minuten länger, bis das komplette Gewebe geheilt war. Etwas ausser Atem richtete Koru sich auf und schaute sich um. Kaum mehr Banditen waren noch in Reichweite, alle tummelten sich um das Tor und das Feuer, welches das Lager allmählich verschlang, brachte die Temperatur in unangenehme Höhe. Der Blutdämon hob wieder ab und folgte den restlichen Banditen zum Tor. Dort fuhr er mit dem Massaker fort, wobei sich wieder ein Grinsen auf seinem Gesicht niederließ.

  • Emnori blickte Dolchzahn eine ganze Weile nur an, bevor sie den Kopf leicht schüttelte. „Das nicht, ich war eher wie gefangen. Unfähig mich auch nur in irgendeiner Weise zu bewegen oder zu verteidigen, als diese Räuber mich verschleppt haben.“, antwortete sie schließlich ernst, dann hob sie den Blick und sah Diana direkt in die Augen, „Dieses Gift wird bei deinesgleichen öfters verwendet, oder? Ich möchte dich darum bitten, es nicht zu benutzen. Ich war einen Großteil der Zeit bei vollem Bewusstsein, während mein Körper um mich gelähmt war. Ich konnte noch nicht einmal Dolchzahn und Herrn Duona helfen, als diese ebenfalls ins Lager geschleppt worden. Noch nie in meinem ganzen Leben war ich so hilflos.“ Nach diesen Worten legte sie den Kopf auf die Vorderpfoten und wandte ihre Aufmerksamkeit wieder dem Lupaner neben sich zu.


    Jetzt, wo er es von Emnori selbst gehört hatte, konnte Dolchzahn erst richtig glauben und verspürte zwischen all der Verzweiflung und Niedergeschlagenheit nun doch wieder etwas Hoffnung. Es machte ihn immerhin wieder ein wenig glücklicher, dass wenigstes seine schlimmsten Annahmen nicht zutreffend waren, wenngleich die Erzählungen der Raubkatze über die Wirkung des Giftes ihm einen Schrecken einjagten. „Du warst nur gelähmt? Und ich habe geglaubt du wärest tot. Ermordet von diesen hinterhältigen Wegelagerern.“, versuchte er mit noch immer gedämpfter Stimme zu erklären. „Du hast dich an ihnen gerächt, oder?“, fragte er, obwohl er das Blut jetzt wo er neben ihr lag nur noch deutlicher riechen konnte.


    Erneut schüttelte die Zaeckran ihren großen Kopf. „Rache bedeutet mir nichts. Ich habe mich dazu entschieden, diese Wesen zu bekämpfen, weil sie mir die Freiheit nehmen wollten und außerdem euch beide verletzt haben.“, erwiderte sie mit fester Stimme, „Ich wollte nicht wieder zu einem Sklaven werden und ich wollte euch helfen. Ich wusste, dass ich das nur kann, wenn ich Kämpfe und deshalb hab ich mich dazu entschlossen. Aber ich hätte nicht gedacht, dass die Jäger das zulassen...“ Bei ihrem letzten Satz war sie wieder leiser geworden. „Aber du hast sie getötet.“, schlussfolgerte Dolchzahn mit einem Hauch von Erleichterung. „Sie hatten nichts anderes verdient, wenn sie dich wieder zu einer Sklavin machen wollten. Marus ist sicher stolz auf dich.“, meinte er noch, bevor seine Stimme kurzzeitig düsterer wurde. „Ein Jäger neben der ewigen Beute...“ Bei diesen langsam ausgesprochenen Worten hob er den Kopf und blickte Emnori dabei nun doch für einen Moment in die Augen, in denen er keine Feindschaft erkennen konnte, bevor er seinen Kopf wieder auf den Boden legte. „Wer sind denn die Jäger, dass sie das zulassen mussten?“ fragte er daraufhin interessiert aber weiterhin nicht allzu laut und legte den Kopf soweit schief, wie es ging, solange er auf dem Boden lag.


    Ja, ich habe getötet. Und diesmal, weil ich mich dazu entschlossen habe.“, erklärte sie ausweichend. Ganz automatisch blickte sie die anderen an. Jene Wesen, sie sie inzwischen als ihre Familie zählte und denen sie vertraute. Sie alle hatten sich Sorgen gemacht oder sich in Gefahr begeben, um sie zu retten. Noch vor wenigen Wochen wäre das undenkbar für sie gewesen, wie ein ewiger, unerfüllter Traum in weiter Ferne. Dann wandte sie plötzlich den Kopf und fixierte das brennende Lager. „Die alten Jäger sind jene Zaeckran, die sich den Respekt unserer Vorfahren verdient hatten und sich damit Jäger nennen durften und das Recht bekamen, ihr Volk auch nach ihrem Ableben noch zu beschützen.“, erzählte sie beinahe verträumt, „Es ist eigentlich ein Geheimnis, aber da einige von euch es gerade ohnehin gesehen haben, kann ich es euch auch sagen. Wir Zaeckran haben die Fähigkeit, die alten Jäger um Hilfe zu rufen, wenn wir in Schwierigkeiten sind oder Hilfe brauchen. Leider schwindet diese Fähigkeit scheinbar, je länger unsere Rasse in Gefangenschaft bleibt. Denn nicht mehr viele von uns können die Kraft, die uns die alten Jäger schicken, auch empfangen. Ich habe bisher erst eine Zaeckran getroffen, die es konnte und die mir davon erzählte. Viele von uns jüngeren bekommen es nie erzählt und so verliert sich diese Verbundenheit mit denen, die noch in Freiheit jagen konnten. Wenn die Jäger aber von einem von uns gebeten werden, schicken sie uns eine Kraft, die unsere Körper zum Leuchten bringt und die uns alle Schmerzen und Müdigkeit für einige Zeit vergessen lässt. Zudem wächst unser Fell nach, sodass unsere Feine oder jetzt unsere Herren, uns nicht ansehen können, dass wir verletzt sind. Ich selbst habe nur dank der Kraft der alten Jäger so lange überlebt, denn wenn meine Grenzen erreicht waren, haben sie mir geholfen. Ist eine von uns erst einmal zusammengebrochen, war ihr Schicksal besiegelt. Aber ich musste aufpassen, denn keiner, der nicht der Rasse der Zaeckran angehört sollte davon wissen, genau, wie keiner wissen durfte, dass wir nicht einfach nur dumme Tiere sind.


    Von dieser ausführlichen Erklärung überrascht, überlegte Dolchzahn einen Moment. „Du hattest sie schon mal erwähnt. Sie hatten dir dein Fell wiedergegeben!“, stellte er fest und ihm wurde klar, dass ihm seine Sinne keinen Streich gespielt hatten, als Emnori geleuchtet hatte. Nach ihrer Erklärung war es ja auf die alten Jäger zurückzuführen, die wie auch immer in dieser Welt Emnori hatten unterstützen können. Von etwas derartigem hatte er bisher nicht gehört. Die Wut, die ihn selber im aussichtslosen und rachegetriebenen Kampf gegen die Banditen überkommen hatte, hatte ihm zwar auch jeglichen Schmerz genommen, doch hatte er dabei auch kaum mehr Kontrolle über sich selbst gehabt, während Emnori ihn währenddessen sogar noch befreit hatte. Diese Hilfe der Ahnen weckte Bewunderung in Dolchzahn, die er jedoch nicht richtig ausdrücken konnte, sondern nur kommentierte „Solche Ahnen müssen mächtig sein.“ Einen kleinen Moment schwieg er, bevor er hinzufügte „Im Vergleich zu mir.“ und den Blick abwandte.


    Die Raubkatze blickte den Lupaner neben sich erneut eine Weile still an, dann richtete sie sich etwas auf und beugte den Kopf zu ihrem Freund herunter. Bevor der etwas machen konnte, packte sie ihn erneut am Nacken und hob ihn hoch. Vorsichtig legte sie ihn zwischen ihren Vorderpfoten wieder ab und ließ sich selbst wieder zu Boden sinken. Anschließend begann sie mit langen Strichen das Fell und sie Wunden des Waldwesens zu säubern, wobei sie ein tiefes Schnurren erklingen ließ.


    Durch seinen abgewandten Blick bekam Dolchzahn erst etwas von Emnoris Vorhaben mit, als er bereits den Boden unter den Pfoten kurzzeitig verloren hatten, nur um sich einen Moment später zwischen ihren Pfoten wiederzufinden. Er wusste noch immer nicht genau, wie ihm geschah, als sich Emnori über ihn senkte und mit einem tiefen Schnurren begann, ihn zu putzen. Als ihre raue Zunge das erste Mal durch sein Fell fuhr, erschreckte es ihn, doch bereits beim zweiten Mal beruhigte er sich wieder und schnell gesellte sich zu Emnoris Schnurren vereinzeltes Winseln. Manchmal davon hervorgerufen, dass Emnoris Zuge ihren Weg über eine seiner Verletzungen gefunden hatte, teilweise weil er sich dabei schnell besser fühlte. Dass er dabei wie ein Welpe wirken musste fiel ihm in dem Moment gar nicht auf und dass noch andere Personen, Zweibeiner sogar, in der Nähe standen vergaß er auch vorübergehend. Er wurde einfach nur entspannter. Einzig und allein die Frage, womit er das verdient hätte, blieb in seinem Kopf, als er den Kopf drehte und Emnori seinerseits weiter winselnd über die Schnauze leckte.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
    The endless Night of Dreams

  • Nachdem Emnori noch kurz mit Dolchzahn gesprochen hatte, meinte sie zu Diana: „Pass auf deine Füße auf, ich fürchte, wir werden uns selbst einen Ausgang schaffen müssen.“ Na wunderbar, erwiderte sie daraufhin in Gedanken, obwohl sie eigentlich sowieso damit gerechnet hatte. Schließlich schnappte sich die Zaeckran den Lupaner und fing an zu laufen. Sie steuerte direkt auf die Palisadenwand zu. Würde sie springen? Instinktiv beugte sich Diana tiefer über Emnori und kniff die Augen in dem Moment zusammen, als ihr "Reittier" mit der Schulter dagegen sprang. Emnoris Flügel verhinderten zum Glück, dass ihr Holzsplitter ins Bein drangen, aber den Aufprall dämpften sie nur wenig. Als Emnori durch die entstandene Öffnung rannte, fühlte sich Dianas rechtes Bein taub an und wahrscheinlich würde man später noch Druckstellen sehen. Aber das war ihr alles egal, hauptsache weg von dem Feuer. Endlich erreichten sie wieder den Wagen, wo auch sich auch der Gipfelmensch und der Drache befanden. Emnori ließ sich auf den Bauch sinken und einen Moment später befreite Diana ihre Beine unter den Flügeln der Zaeckran und stieg ab, wobei sie die Hauptlast ihres Gewichts auf ihr linkes Bein verlagerte. Sie setzte sich kurzentschlossen mit dem Rücken zu Emnori auf den Boden und lehnte sich an deren Flanke, während sie damit begann, ihr Bein zu massieren.
    "Du war's also gar nicht... tot?", ließ Dolchzahn gedämpft vernehmen. „Das nicht, ich war eher wie gefangen. Unfähig mich auch nur in irgendeiner Weise zu bewegen oder zu verteidigen, als diese Räuber mich verschleppt haben", erwiderte Emnori nach einer Weile. Dann drehte sie zu Dianas Überraschung den Kopf nach ihr um: „Dieses Gift wird bei deinesgleichen öfters verwendet, oder? Ich möchte dich darum bitten, es nicht zu benutzen. Ich war einen Großteil der Zeit bei vollem Bewusstsein, während mein Körper um mich gelähmt war. Ich konnte noch nicht einmal Dolchzahn und Herrn Duona helfen, als diese ebenfalls ins Lager geschleppt worden. Noch nie in meinem ganzen Leben war ich so hilflos.“
    Bitte?! Was dachte Emnori von ihr? Dass sie in der Gegend herumlief und Leute anschoss, damit sie möglichst qualvoll bei vollem Bewusstsein verendeten? Im ersten Moment wollte die Dyrade zu einer heftigen Erwiderung ansetzen, überlegte es sich dann aber anders. Jeder, der sich nicht besonders mit ihrem Volk auskannte, musste nach dieser Erfahrung so denken. Daher seufzte sie nur, um sich wieder abzuregen.
    Währenddessen sprach bereits wieder der Lupaner, sodass sie die Erwiderung, die ihr auf der Zunge lag, erst einmal verschob. Fasziniert lauschte sie Emnoris Berichten von den "alten Jägern", die manchen Zaeckran zur Hilfe kamen, wenn sie darum gebeten wurden. Hört sich fast wie Magie an, dachte sie sich, aber beschloss dann, dass das Eine das andere nicht zwingend ausschließen musste. Schließlich konnte niemand sagen, ob die Ahnen der Zaeckran nicht noch irgendwo weiter existierten - auch wenn die meisten Dyraden sich ein Leben nach dem Tod nicht vorstellen konnten.
    Als Emnori dann das Gespräch beendete und damit begann, das Wolfswesen zu putzen und dabei dessen Wunden zu reinigen, antwortete Diana ihr auf ihre vorhin gestellte Bitte: "Emnori. Ich denke, ich muss dir ein paar Dinge über mein Volk erklären: Erstens führt auch das bei dir verwendete Gift normalerweise zum sofortigen Tod, nur bist du fast zehnmal so massig wie ein durchschnittliches Opfer. Entweder wollten die Dyraden dich nicht töten, oder sie haben es versäumt, die Dosis entsprechend zu erhöhen. Und zweitens sind diese Dyraden die ersten, die mir untergekommen sind, die gezielt Gefangene machen. Das ist nicht gerade unsere übliche Vorgehensweise. 'Töte deinen Gegner bevor er dich tötet', das wurde mir noch beigebracht. 'Gefangene sind viel zu umständlich und zu gefährlich.'"
    Sie lachte ironisch. "Aber wer weiß? Wir sind ja hier auch nicht mehr auf Kuusiam... Vielleicht sind die Leute hier einfach anders." Damit verfiel sie in nachdenkliches Schweigen. Die Dyraden hatten Emnori nicht töten wollen. Keine Dyrade konnte so dumm sein, und die Regel von Körpergewicht und Dosis vergessen. Außerdem hätten sie Emnori sonst ja auch nicht mitgenommen. Was also hatten sie wirklich gewollt? Sie verkaufen? Bei einer Zaeckran verständlich, aber weshalb dann noch die anderen Gefangenen? Ein einzelnes Wort schlich sich in ihre Gedanken: Sklavenhändler. Die Dyraden hier waren wirklich merkwürdig drauf, denn das kannte sie von zu Hause überhaupt nicht. Gefangene - höchstens, wenn man dringend Informationen bräuchte, aber auch dann... selten. Aber wenn Gefangene, dann nicht so viele. Und nicht zusammen, wo sie sich austauschen konnten. Also doch Sklaven? Wozu? Nur wegen dem Geld? Geldgier war eigentlich eher eine Eigenschaft der verhassten Metallwesen... wie hatten diese Dyraden das vergessen können? Dyraden waren stolz darauf, auf sich gestellt für ihr Auskommen zu sorgen. Ihr wertvollster Besitz war ihr Wald, ihr Lebensraum, mit dem sie in einer engen Beziehung, fast wie in einer Symbiose lebten. Der Wald gab ihnen alles was sie brauchten, Nahrung, Unterschlupf, Verstecke vor ihren Feinden. Sie gaben dem Wald Kraft, Energie, Wachstum. Manchmal schien es ihr, als würden die Pflanzen sogar wiederum ihre Magie nähren und verstärken. Wenn man das alles hatte, wozu brauchte man dann noch Geld? Natürlich trieben viele Dyraden Handel, sie selbst hatte das getan. Aber nicht für Edelmetalle und Luxus, nur für Waffen, die Dyraden nicht selbst herstellen konnten. Und diese wiederum nur, um sich und den Wald zu verteidigen. Aber Sklavenhandel? Nein, das war wirklich nicht ihre Art.
    Sie verstand es nicht. All jene Dyraden, die sie vernichtet hatten, hatten sich so unnatürlich verhalten. Warum ein Lager mit Zelten? Warum so eng auf einem Haufen - so gesellig waren Dyraden außerhalb ihrer Familie auch wieder nicht. Warum die Kooperation mit anderen Waldwesen? Das alles hatte bestimmt keine Dyrade geplant. Und wenn doch, dann war sie verrückt - sie hatte schließlich nun ihren gesamten Stamm ins Verderben geführt. Was hatte sie sich nur dabei gedacht? Oder lag es wirklich daran, dass die Gebräuche auf dieser Insel einfach andere waren, wie sie zuvor halb im Scherz behauptet hatte? Diana schüttelte den Kopf. Das Ganze ergab für sie überhaupt keinen Sinn.

  • Emnori hatte kurz inne gehalten, als Diana sie angesprochen hatte. Doch noch bevor die Dyrade geendet hatte, hatte die Raubkatze sich wieder Dolchzahn zugewandt und fuhr damit fort, sein Fell zu putzen. Aber sie ließ ein Ohr in Richtung der Baumfrau gedreht. Nach ihrer kleinen Belehrung schien diese in Gedanken zu versinken und wirkte recht abwesend. Emnori wartete schweigend, wobei sie die Wäsche bei dem Lupaner nicht unterbrach, bis Diana den Kopf schüttelte. „Entschuldige, ich wollte dich nicht beleidigen oder verletzen.“, meinte die Zaeckran leise und blickte die Dyrade an, „Ich habe nicht gewusst, dass das Gift, welches man mir verpasst hat, eigentlich tödlich ist. Um ehrlich zu sein, bin ich von Anfang an, oder besser, sobald ich wieder zu Bewusstsein gekommen bin, davon überzeugt gewesen, dass mich meine Entführer nicht umbringen wollten. Dazu hätten sie oft genug Gelegenheit gehabt. Aber sie haben mich nur in dieses Lager geschleift und mir die Pfoten leicht gefesselt. Sowas macht man nicht, wenn man den Gefangenen töten will und lebendig ist eine Zaeckran wie ich nun einmal deutlich mehr wert. Außerdem waren wir drei nicht die einzigen Gefangenen! Als ich endlich wieder mich bewegen konnte, waren zwei fremde Wesen bei mir und diese waren ebenfalls gefesselt. Ich hab sie allerdings nicht sonderlich beachtet und auch gleich wieder verdrängt, wie ich gestehen muss. Ich war einfach viel zu sehr darauf fixiert, zu Herrn Duona und Dolchzahn zu gelangen. Daher… gehe ich schon davon aus, dass es Sklavenhändler waren.“ Beinahe betreten senkte sie den Kopf ehe sie fortfuhr. „Ich habe auch nie von diesen Dyraden auf dich geschlossen, falls du das gedacht hast. Du kannst ja nichts dafür, dass du der gleichen Rasse angehörst, wie diese Angreifer. Aber du bist neben Parles die Heilerin der Gruppe, es erschien mir nur logisch, dass du auch ab und an Leute betäuben musst, um ihre Wunden zu behandeln. Deshalb wollte ich dir auch unbedingt sagen, wie das Gift bei mir gewirkt hat. Damit du es nicht bei Behandlungen einem Patienten gibst, denn ich stell es mir äußerst schmerzhaft vor, wenn man bei so etwas zwar gelähmt, aber bei vollem Bewusstsein ist.


    Nach dieser kleinen Erklärung, wartete sie noch einige Sekunden, bevor sie den Kopf wieder senkte und sich wieder damit beschäftigte, Dolchzahns Fell zu putzen. Das Wolfswesen lag mittlerweile beinahe entspannt zwischen ihren Pranken.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
    The endless Night of Dreams

  • Die Kombinationsattacken hatten tatsächlich Erfolg. Mju und Vic gelang es die springende Spinne "abzuschießen" und zu besiegen, Aries, Palres und Linos erledigten die dritte Riesenspinne und alle übrigen Kämpfer erlegten einen Herok und eine Dyrade nach der nächsten. Auch Emnori hatte den einen oder anderen Räuber dahin gerafft, Luttvicithors Feuer hatte ebenfalls viel Schaden angerichtet und überhaupt glich das ehemalige Lager nun einem zerstörten Schlachtfeld.


    Sie hatten wirklich niemanden am Leben gelassen, überall Leichen, Blut und Asche. Der Boden war grau-braun oder schwarz, die Palisaden nur noch lächerliche Aschehäufchen und von Häusern oder Zelten war nichts mehr übrig.
    Alles voller Tod und Leid. Aber das haben sich die Waldwesen selbst zuzuschreiben...
    Kaiser, Kaiser, was machst du nur mit uns...


    Roccosarius zählte durch und stellte erleichtert fest, dass er keinen seiner Leute verloren hatte. Platinex fehlte zwar, doch das verbuchte er nicht unter Verlust. Stattdessen waren zwei neue Gesichter aufgetaucht. Ein Feuer- und ein Wasserwesen. "Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne begleiten. In unserem Hauptquartier haben wir Bäder und Küchen für eure Bedürfnisse und falls ihr gerne kämpft auch eine Anstellung und ein Bett." lud der Gipfelmensch sie ein.


    Inzwischen war das Feuer erloschen. Sie hatten ein regelrechtes Loch in den Wald geschlagen und gebrannt und nun schimmerten die Sterne durch das offene Blätterdach. Es wurde kühler und zudem dunkel. Jetzt weiter zu reisen war zu gefährlich, vor allem da immer noch entflohene Räuber im Dickicht lauern könnten. Man trug Brennmaterial zusammen, Linos hob sichere Feuerstellen aus dem Boden aus und Lardon entfachte mit Aries ein Lagerfeuer, das sich sehen lassen konnte. Wieder einmal bewies ihr Anführer seine Qualitäten, als er aus dem Wagen einen merkwürdig verzierten Leinensack heraus holte. es handelte sich um einen verzauberten Beutel, der viel mehr fasste, als es nach außen hin aussah. Rocco brachte Unmengen an Fleisch, Fladenbrot, Hartkäse und anderen Leckereien zum Vorschein. Sogar einen halben, noch nicht zubereiteten Hirsch zerrte er hervor, um ihn Emnori anzubieten. Jagen lassen wollte die gerade erst "von den Toten" Zurückgekehrte keiner.
    Die beiden mutmaßlichen Sternschnuppen befanden sich in einem Schlafähnlichen Zustand, der wohl auf Erschöpfung und die Drogen zurück zu führen war. Aufwachen würden die beiden Gipfelmenschen in den nächsten Stunden jedenfalls nicht.
    Der Tag war lang und der Kampf hart gewesen, nach dem Essen suchte sich jeder einen Schlafplatz und ruhte sich aus. Wer nicht gekämpft, sondern am Wagen gewartet hatte, hielt Wache. Es blieb tatsächlich völlig ruhig.


    Der nächste Morgen war kühl, man merkte, dass es langsam Herbst wurde. Zwar verloren bisher kaum Bäume ihre Blätter, doch ihre Verfärbung setzte schon ein und die Tage wurden kürzer. Um jeden Augenblick zu nutzen, ging es mit dem Sonnenaufgang aus den Federn, ein Donnerschlag scheuchte sie wieder einmal alle auf. Das Nachtlager war schnell abgebaut, alle Habseligkeiten verladen und die Mitglieder der Gruppe wurden auf Wagen, Reittiere oder Emnori und Mju verteilt. Es sollte "heimwärts" gehen.


    Sie verließen gerade die Grenzen des Waldes und passierten die Nähe des Dorfes, dass eigentlicher Auftraggeber, der Mission gewesen war, als ihnen eine Staubwolke auffiel, die sich sehr schnell näherte. Vorsicht war angesagt. Plötzlich entdeckte Sam eine weitere Staubwolke, die sich von Westen her, also von links näherte und wenig später erschien auch im Osten eine. Hinter ihnen, im Norden der Wald schien still, doch sonst wurden sie regelrecht eingekreist. Rocco hielt den Wagen an und befahl zu stoppen und sich bereit zu machen. Vic griff nach Xidan, er wollte nicht sofort verwandelt entdeckt werden, doch er war auf der Hut.
    Langsam wurden die Staubwolken größer und man konnte Fahnen entdecken, die von Reitern getragen wurden. Das Emblem des Sonnenkaisers, eine zwölfzackige, goldene Sonne auf violettem Grund, wehte vor den Ankömmlingen her.
    "Linos, ein Bunker im Boden für den Wagen, Samantha, jag die Pferde zum Teufel. Wer eine Waffe hat, nimmt sie gefälligst in die Hand. Wir werden kämpfen müssen."


    "Wenn das mal nicht Roccosarius ist. Lang nicht gesehen, silberner Ritter." Eine Katze, wunderschön und gefährlich zugleich, stieg von ihrem Pferd und strich sich die Haare aus dem Gesicht. "Auch Ihr seid ein seltener Anblick, Lady Shiba Matusi." gab Rocco höflich lächelnd zurück. Die Angesprochene war so ziemlich jedem in der Gruppe bekannt. Sein Gesicht wirkte unbekümmert wie immer, obwohl sie nun von drei Seiten von insgesamt siebzehn Kriegern des Kaisers umgeben waren. Hinzu kamen drei Flaggenträger, die einen schmächtigen Eindruck machten und keine Waffen trugen.
    "Wie ich sehe, geht die Rechnug fast auf. Ich war schon immer gut in Mathematik, wie ihr wisst, und ich war schon immer fair zu meinen Gegnern. Ich stelle jedem deiner Krieger einen meiner Kämpfer gegenüber, damit habt ihr zumindest eine reelle Chance, dass ich euch ziehen lasse. Einverstanden?"
    "Bevor ich dieses höchst freundliche Angebot annehme, würde ich zu gerne wissen, wer Euch gerufen hat, Shiba." antwortete Rocco, nun etwas angespannter. Sein Gegenüber gab ihm keine Antwort, doch hinter ihm ertönte eine bekannte Stimme:
    "Ich."
    "PLATINEX! DU ELENDER MISTKÄFER.." Vic fuhr herum und wollte gerade auf den Platiner losgehen, als er von einem Ritter - einem Menschen, wie es aussah - aus den Reihen der Krieger ausgebremst wurde. Ähnlich gestaltete es sich nun für jeden von ihnen.
    Lardon hatte einen bulligen Miniatur-Donnerdrachen wie Temerair vor sich stehen. Rüstung: Leder Waffe: Axt
    Aries blickte missbilligend auf einen Werog hinab, der ein wenig zu klein geraten schien. Rüstung: Stein Waffe: Schlagringe
    Flame hatte einen Blutdämon vor der Nase, der sich genüsslich über die Lippen leckte. Rüstung: Keine Waffe: Anderthalbhänder
    Johann Friedrich Gustav von Unterberg sah sich einem schlaksigen Platiner gegenüber. Rüstung: Metall Waffe: Streitkolben
    Sam und Kalya hatten beide jeweils eine ziemlich wütend aussehende Dyrade vor sich, offenbar wussten die Waldwesen vom Tod ihrer Artgenossen: Rüstungen: Leder Waffen: Pfeil und Bogen
    Linos durfte sich mit einem hünenhaften Faun anlegen. Rüstung: Leder Waffe: Zweihänder
    Madaria blickte einer sehr hübschen Ne'Rico ins Gesicht, die ziemlich überheblich lächelte. Rüstung: Metall Waffe: Lanze
    Zu Mju erhob sich ein Dragonoid in die Luft. Rüstung: Metall Waffe: Armbrust
    Diana und Palres hatten zwei Tairis vor sich, die Sam nicht zu kennen schien. Rüstung: Metall Waffe: Einhänder und Schild
    Der angeschlagene Dolchzahn musste sich mit einem Artgenossen messen. Rüstung: Leder Waffe: Keine
    Koru hatte einen Lotus vor sich. Fast das ideale, kampfsüchtige Paar. Rüstung: Keine Waffe: Katana
    Temerair blickte auf einen feurigen Xinöphen hinab. Rüstung: Keine Waffe: Zwei etwas längere Dolche
    Lys hatte einen Gipfelmensch, weiblich, vor sich. Rüstung: Metall Waffe: Krummschwert
    Emnori, die größte, aber auch friedfertigste, bekam einen Greifen aus Kondor und Tiger vor die Nase Rüstung und Waffe: nicht vorhanden



    OT: Infos über die Anführerin findet ihr demnächst im Chara-Topic. Ihr dürft jetzt die Kämpfe gegen eure jeweiligen Gegner beginnen.

  • Madaria gähnte herzhaft. Sie hatte sich bereit erklärt, die Nachtwache zu halten, da sie eine der Wenigen war, die sich nicht in das brennende Lager gestürzt hatte. Die Malfurie war beim Anblick von Feuer noch immer recht geschockt. Erst diese riesige Feuerwand am Hauptquartier, die sie bald das Leben gekostet hatte, dannach der Vorfall mit dem Ungebundenen... Sie wäre eher eine Last als eine Hilfe gewesen, stellte sie grummelnd fest. Ihr passte es gar nicht, dass die Anderen den Lob ernteten, ihr Körper rührte sich jedoch keinen Zentimeter Richtung überdimmensionales Lagerfeuer.


    Jetzt schienen die Stern am Himmelszelt, hier und da schwebten einige Wolken vorbei. Die Grünhaarige lehnte an dem Wagen, betrachtete ihren Degen und spielte etwas an den Verzierungen herum. Sie war nicht sehr müde, und auch nicht wirklich erschöpft, aber einfach dem Anlass entsprechend gähnte sie sich die Seele aus dem Leib. Die Nacht blieb ruhig, und letztlich fand sie, obwohl die Nachtwache nicht dazu geeignet war, einen kurzen Schlaf von knappen drei Stunden, die glücklicherweise keiner bemerkte.


    Am nächstenMorgen erwachte sie mit einer Gänsehaut. Es war deutlich frischer, als die Malfurie gedacht hatte. In ihrem Wolkenreich war es immer recht warm, die direkte Nähe zur Sonne und eine durch Magie erschaffene Schutzhülle sorgten für sommerliche Temperaturen, weswegen sich auch der Kleidungsstil angepasst hatte. Nun zitterte die junge Frau wie Espenlaub, suchte sich im Wagen einige Materialien zusammen und machte sich daraus einen Umhang, der sie halbwegs warm hielt. Trotzdem war ihre Laune nun mehr als zuvor im Keller. Sie konnte den Herbst und den Winter schon jetzt nicht ab.


    Und wie es das Schicksal so wollte, traf die Gruppe schon bald auf eine Katze, die ganz offensichtlich zum Sonnenkaiser gehörte. Madaria interessierte das kaum, sie wusste nicht viel von den Untergebenen, früher oder später würde sie schon herausfinden, was an der hübschen, aber für den Geschmack der Malfurie leicht überheblichen Katze so besonders war. Roccoc fragte noch, wer "Lady Shiba Matusi" auf ihre Fährte gebracht hatte, was üprombt von einem "Ich" beantwortet wurde. Madaria stand recht wit hinten, weswegen sie nur an der Stimme, und Vics kleinen Wutausbruch erahnen konnte, dass es sich bei dem Verräter um Platinex handeln musste.


    "Oh, na wundervoll, warum auch nicht... Als ob wir nicht schon genug Probleme hätten..", murrte sie eher zu sich selbst. Mit einem Nieser enfernte sie sich von der Gruppe, die Anführerin hatte angekündigt, dass jedes Wesen eine Gegner bekommen sollte, und dafür brauchte sie auf jeden Fall viel Platz. Es dauerte nicht lange, bis eine hochnäsig daherkommende Ne'Rico in der genervten Madaria eine Gegnerin fand. Sie trug eine leichte Rüstung, dafür jedoch eine lange Lanze. Mit ihrem Degen hatte sie so wohl keine Chance. Bevor sie dem Wesen nahe genug kommen konnte, würde sie erstochen werden. Allerdings wurde das überlange Waffenteil auch sehr nutzlos, wenn Madaria im direkten Nahkampf mit ihr vorging. Dafür brauchte sie erst einmal jedoch eine Gelegenheit.


    " Hach, warum musste ich ausgrechnet dich bekommen? So jemand wie ich sollte sich nicht mit jemandem wie dir abgeben..", seufzte die Ne'Rico enttäuscht. Ihr Ego war noch immer leicht angeknackst, dazu kam die schlechte Laune- die seit dem Zusammenschluss mit der Gruppe irgendwie immer häufiger eintrat- und geboren war die feurige Madaria, mit Blicken, die die Ne'Rico wohl obinne Sekunden töten könnten. Madaria pfiff durch die Zähne, rief damit ihre Libellen. Die ließen jedoch für eine Weile auf sich wartn, und diese Zeit galt es zu füllen.


    " Du brauchst mir nicht hinterher zu pfeifen, ich stehe nicht auf Frauen!", rief die Gegnerin entsetzt. Am liebsten hätte sich die Malfurie mit der Hand vor die Stirn geschlagen, sie beschloss aber, es dabei zu belassen, nur augenvrdrehend den Kopf zu schütteln. " Jemand wie dir würde Niemand hinterher pfeifen." Sie setzte noch eine kleine Beleidigung hinterher, die sinnesgemäß bedeutete, dass die Ne'Rico ein eingebildetes Etwas war. Davon vollkommen entsetzt, sprang das Wesen auf Madaria zu, die schnell ihren Umhang abnahm und ihn über den Kopf der Gegnerin warf. Die war kurz so irritiert, dass Madaria vorerst die Oberhand gewann. Als sich das Wesen den Stoff vom Kopf riss, stand die lächelnde Madaria vor ihr, und - Bamm- erhielt die Ne'Rico auch gleich schon die erste Backpfeife. Das ganze artete in einem waschechten Bitchfight aus, kaum hatte die einen einen Schlag gelandet, setzte die Andere nach. Schnell gingen Beide zu Boden und fetzten sich regelrecht, zogen sich an den Haaren und ließen dabei die Waffen vollkommen außer Acht. Die rollten weit von den sich wälzenden Frauen weg, was diese aber nicht störte.


    " Geh runter von mir!", herrschte die Ne'Rico Madaria an, die es geschafft hatte, einen Arm der Gegnerin verdreht am Boden zu fixieren, und dieser nun an den schönen, langen Haaren riss.
    " Verreck doch!", gab Madaria verachtend zurück.
    " Sicherlich nicht!"
    " Dann werd ich dir das selbstgefällige Grinsen wohl aus dem Gesicht schlagen müssen!"


    Erneut holte die Malfurie aus, was ihre Gegnerin jedoch als Gelegenheit sah, sie schnell von sich herunterzuwerfen, sich aufzurappeln und auf die Waffen zuzulaufen. Madaria verfolgte den geichen Plan, blindlings griff jeder von ihnen nach einer Waffe, und erwischte die jeweils Andere. Nun trug die Ne'Rico den wertvollen Degen, und Madaria die überlange Lanze. Lachend musterte sie ihre Gegnerin, die Grünhaarige war eindeutig im Vorteil. Seit jeher trainierten Malfurien mit Nahkampfwaffen, und in Sachen Lanze hatte sie mal einen kleinen Ex-Kurs gehabt. Ein Degen hingegen war eine wesentlich schwerer zu handhabende Waffe.
    " Sicher, dass du nicht aufgeben willst?", fragte sie mit siegessicherem Grinsen.
    " Ziemlich. Fechten kann ja nicht so schwer sein.", gab die Andere leicht säuerlich zurück.
    " Schätze, damit beginnt Bitchfight Rune zwei, hm?"" Ich freue mich schon, dich am Boden liegen und winseln zu sehen!"


    OT: Sorry für die lange Abwesenheit, ihr wart mir einfach zu schnell. btw, es lebe der Bitchfight >D

  • Sobald sie das Lager verlassen hatte, sank Kalya erschöpft zu Boden. Die Gefangenschaft und die Kämpfe direkt danach, hatten ziemlich viel von ihrer Energie beansprucht. Ich frage mich ob hier draussen auch noch irgendwo Räuber sind. Die Hydroka musterte vorsichtig die Umgebung, doch von möglichen Räubern war kein Lebenszeichen zu sehen. Dafür sah sie den einen oder anderen von dieser Gruppe, die das Räuberlager zerstört haben. Was das wohl für eine Gruppe ist? Sie tragen keine Uniform und sie sind alle von verschiedenen Rassen. Kalya atmete tief durch und erhob sich dann wieder. Sie wollte dem zerstörten Lager schon den Rücken kehren, hielt dann jedoch inne. Dieser Mensch…er hat mir das Leben gerettet, ich sollte mich wenigstens irgendwie bei ihm erkenntlich zeigen. Es wäre nicht sehr höflich, wenn ich jetzt einfach verschwinden würde. Und da sie mir bis jetzt noch nichts angetan haben, scheint es nicht so, dass sie mir noch etwas antun wollen.


    Als das Lager endgültig zerstört und alle Räuber getötet wurden, einige Feuer brannten noch immer schwach, sammelte sich die Gruppe wieder. Offensichtlich gehörte die Zaeckran zu ihnen. Irgendwo in dieser Gruppe von Wesen, erblickte sie den Menschen, der ihr vorhin geholfen hatte. Doch bevor sie die Möglichkeit bekam, zu ihm zu gehen, wurde sie von einem humanoiden Wesen mit grossen Schwingen angesprochen. Ein Gipfelmensch? Das ist wohl ihr Anführer, der Erscheinung nach jedenfalls. "Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne begleiten. In unserem Hauptquartier haben wir Bäder und Küchen für eure Bedürfnisse und falls ihr gerne kämpft auch eine Anstellung und ein Bett." Hauptquartier? Anstellung? ... Kürzlich suchte doch eine Organisation Namens Sternenhimmel nach Mitgliedern. Ob die Leute hier zu dieser Organisation gehören? Etwas anderes fällt mir da nicht ein. „Seid ihr von Sternenhimmel?“ Ihr Gegenüber lächelte nur und nickte. Kalya dachte kurz über das Angebot nach. „Ich denke ich werde es mir noch genauer überlegen. Ich werde sie aufsuchen, wenn ich mich entschieden habe.“ Wieder nickte der Gipfelmensch, Kalya verbeugte sich leicht und wandte sich dann ab. Ihr Ziel war zunächst der Mensch.


    Dieser war gerade daran mit Erdmagie sichere Feuerstellen auszuheben. Einen Moment lang beobachtete sie ihn, als er schliesslich fertig war, trat sie zu ihm. „Ich habe noch nie gesehen, dass ein Mensch über solch starke Erdmagie verfügt.“ „Ein Mensch?“ Ihr Gegenüber hielt kurz inne, als wüsste es nicht, ob es verärgert oder belustigt sein sollte. „Ich bin kein Mensch. Ich bin ein Werog.“ Ein Werog? … Daher die Erdmagie. „Ich…ich…tut mir leid, ich wusste nicht, dass…“„Das ist nicht schlimm.“ Kalya musterte den Werog kurz. „Und warum siehst du aus wie ein Mensch? Ich dachte ihr verwandelt euch nur bei Vollmond und das ist jetzt auch schon einige Tage her.“ Der Werog hob seine rechte Hand hoch. „Ich habe einen Knochenbruch, wenn die Knochen verletzt sind, kann die Verwandlung alles nur noch schlimmer machen. Das Skelett verändert sich und wenn die Knochen dem Druck nicht standhalten, brechen sie. Daher müssen sie bei einer Verwandlung möglichst heil sein. Ich kann die Verwandlung mit Magie verzögern, darum sehe ich immer noch wie ein Mensch aus.“ Die Hydroka nickte. Einen Werog hätte sie hier wohl zuletzt erwartet, aber dass die anderen ihn duldeten, sprach für eine offene Gemeinschaft. „Also, was willst du von mir?“ Der Tonfall des Werog wurde ein wenig ruppiger, doch Kalya liess sich davon nicht beeindrucken. „Ich wollte mich erkundigen, ob ich mich irgendwie revanchieren kann.“ „Kannst du nicht, ich hätte die beiden sowieso getötet.“ „Aber ohne mich hättest du vielleicht einen Weg gewählt, der weniger Kraft gekostet hätte. Eine Erdspalte, gross genug für zwei Dryaden, zu öffnen, ist sicher nicht der einfachste Weg. Zudem habe ich bereits etwas gefunden, wie ich dir helfen kann. Deine Hand…“ „Die Heiler von Sternenhimmel haben sie bereits angeschaut, es gibt nichts was du tun kannst.“ „Das sagst du. Ich kann mit meiner Magie heilen, Knochen zu heilen benötigt eine Menge Kraft, aber es ist möglich. Zumimndest kann ich ihn bis zu einem gewissen Punkt heilen, sodass er wieder etwas stabiler wird. Ich werde in wenigen Stunden noch einmal zu dir kommen und dich heilen.“ „Das ist…“ „Das ist das Mindeste, das ich tun kann…Ach ich bin übrigens Kalya.“ Die Hydroka lächelte leicht, der Werog dagegen zögerte kurz. „Linos.“ „Freut mich.“ Sie schaute ihm noch einmal in die Augen, dann drehte sie sich um. „Wie heisst deine Rasse?“ „Hydroka.“ Dann ging Kalya endgültig und machte es sich in der Nähe neben einem Baum bequem. Sie hatte, abgesehen von ihren Waffen, ihre gesamte Ausrüstung verloren, es machte ihr jedoch nicht viel aus auf dem Boden zu schlafen. Die Feuchtigkeit und Kühle der Nacht waren eher angenehm als das Gegenteil.
    Wenige Stunden später wachte die Hydroka wieder auf, es war noch Nacht, doch sie hatte wieder genug Energie um Heilungsmagie anzuwenden. Ausserdem war die Luftfeuchtigkeit ideal dazu. Bevor sie sich jedoch der Heilung hingab, brauchte sie unbedingt etwas in den Magen. Die Hydroka sah sich um. In einiger Entfernung erkannte sie eine Malfurie, offensichtlich hatte diese Nachtwache. Ein wenig näher hingegen, brannte noch immer ein Lagerfeuer und daneben lagen Essensreste. Ich denke, die brauchen sie nicht mehr. Sie werden hoffentlich nichts dagegen haben, wenn ich mich da bediene. Die Resten bestanden aus einigen Fleischstücken und drei Früchten. Ausgehungert wie sie war, verputzte sie alles davon. Schliesslich atmete sie tief aus. Das hat gut getan, auch wenn ich Fisch bevorzugt hätte. Aber was beklag ich mich, ich sollte froh sein, dass ich überhaupt noch lebe. Wo war noch gleich der Werog? Kalya sah sich kurz um. Ah…dort. Linos war sein Name, wenn ich mich nicht täusche. Die Hydroka ging zu Linos hinüber, der gerade schlief. Dann mach ich mich mal an die Arbeit. Ich hoffe es klappt, die magische Heilung kostet nicht nur magische Kraft, sondern Elemente des eigenen Körpers. Vorallem Blut und Proteine. Kalya konzentrierte sich und atmete tief durch. Zuerst einmal brauchte sie die notwendige Menge an Magie. Sie musste sich stark konzentrieren, damit sie diese Menge konzentrieren konnte. Als sie schliesslich genügend magische Kraft in sich gesammelt hatte, hielt sie ihre offene Hand über das Handgelenk des Werog. Ein schwaches Leuchten ging von ihrer Hand aus und langsam bildete sich eine Schicht aus Wasser zwischen ihrer Handfläche und dem Handgelenk des Werog. Kurz darauf verfärbte sich die Wasserschicht rot. Ein Teil der Wasserstoffatome durchdrangen die Haut zusammen mit einem Teil von Kalyas Blut, setzten die heilende Wirkung frei und lösten sich anschliessend auf. Der Energieverbrauch war enorm, schnell liefen ihr Schweissperlen über das Gesicht und die Atmung kam in kürzeren Stössen. Als Kalya von einem kurzen Schwindelanfall erfasst wurde, hörte sie auf. Sie musterte den Werog, er war nicht aufgewacht. Für die Wunden an ihrem eigenen Körper und vor allem für die Rückenflosse, reichte ihre Kraft jedoch nicht mehr. Die Hydroka war unnatürlich bleich, was an dem Blutverlust lag.Jetzt sollte ich noch ein wenig schlafen, bevor der Morgen anbricht. Erneut legte sich die Hydroka hin, dieses Mal, schlief durch, bis zum Sonnenaufgang, als ein unüberhörbarer Donnerschlag alle Anwesenden weckte. Noch immer war sich die Hydroka nicht sicher, ob sie sich Sternenhimmel anschliessen sollte. Es war jedoch wirklich verlocken, denn diese Organisation hatte die Macht etwas zu bewirken. Vorerst beschloss sie, dass sie der Gruppe folgte, diese brach auch schon bald auf.


    Sie waren noch nicht lange unterwegs, als sie plötzlich von drei Seiten umstellt waren. Es befand sich wohl ein Verräter in Form eines Platiners in der Gruppe. Bevor diesem jedoch seine gerechte Strafe widerfahren konnte, fand sich jeder von ihnen vor einem Anhänger des Sonnenkaisers wieder. Vor Kalya stand eine wütende Dryade, mit Pfeil und Bogen bewaffnet, zielte sie bereits auf sie. An ihrem Körper befand sich eine leichte Lederrüstung. Schon schoss die Dryade den ersten Pfeil ab, dem Kalya jedoch ohne Mühe ausweichen konnte. Noch während dem Ausweichen hob sie den Bogen und zog einen Pfeil um ihrerseits zu schiessen, doch auch die Dryade wich aus. Die Hydroka begann nun mit dem konzentrieren von Magie, um sie, wenn nötig, einzusetzen. „Du wirst für jede Dryade die du getötet hast büssen!“ Die Dryade zog zwei Pfeile auf einmal und schoss diese kurz nacheinander ab, sobald sie die Hand wieder frei hatte, zog sie die nächsten zwei. In kürzester Zeit schoss Kalyas Gegnerin zehn Pfeile ab. Den ersten Zwei konnte Kalya ausweichen, doch schon schossen die Nächsten auf sie zu.