Kinder, Ja oder Nein??

  • Ich finde das auch absolut nicht egoistisch. Es ist wichtig und richtig, dass man sich darüber Gedanken macht und das Ergebnis muss und soll auch nicht immer der Kinderwunsch sein.


    Klar, ich liebäugle auch mit dem Gedanken, einmal ein Kind zu bekommen. Aber es gibt viele Faktoren, weswegen ich dennoch Hemmungen habe. Stand jetzt weiß ich, dass ein Kind überhaupt nicht in meinen Lebensalltag passen würde. Es wäre eine riesige Umstellung, die mit einem Kind natürlich einhergehen würde, aber ich weiß gar nicht ob ich das überhaupt will. Bis diese Zweifel nicht zu 100 Prozent weg sind, werde ich auch kein Kind in die Welt setzen.


    Auch wenn ich es voll und ganz glaube, dass Kinder das Leben bereichern und dass die positiven Dinge die negativen überschatten (zumindest meistens), aber gerade ist es noch so, dass ich mich unfassbar einschränken müsste für ein Kind und so weit bin ich irgendwie noch nicht.

  • 1. Schwangerschaft. Für mich ist der Gedanke sehr weird, dass da ein Lebewesen in meinem Körper ist und wächst. Hat in meinen Augen so'n bisschen was von einem Parasit und der Gedanke ist für mich überhaupt nicht angenehm. Auch die Veränderung, die der Körper bei einer Schwangerschaft durch macht, finde ich nicht schön. Ich find auch Schwangerschaftsbäuche nicht ästhetisch. Also, es stört mich jetzt nicht, wenn jemand schwanger ist, aber ich muss das selbst nicht haben. Von einer (meist schmerzhaften) Geburt wollen wir gar nicht erst anfangen. Nop, nicht toll.

    Das ist ein Punkt, den ich tbh persönlich nie nachvollziehen kann. Hab im Biostudium noch extra Kurse für Embryologie belegt, weil ich die Entstehung von neuem Leben und all die biologischen Prozesse dabei so faszinierend finde.

    Wenn ich mal schwanger sein sollte, seh ich es als Selbstexperiment. xD

  • Das ist ein Punkt, den ich tbh persönlich nie nachvollziehen kann. Hab im Biostudium noch extra Kurse für Embryologie belegt, weil ich die Entstehung von neuem Leben und all die biologischen Prozesse dabei so faszinierend finde.


    Es gibt trotzdem immer einen Unterschied zwischen "Etwas im Allgemeinen faszinierend finden" und "Es tatsächlich auch erleben".
    Ich find Biologie und das Entstehen von Leben und alles auch sehr interessant, aber ich steh tbh voll und ganz bei Corni, dass ich das definitiv nicht selber an mir erleben möchte.


    Wenn man mit der ganzen Sache kein Problem hat, kann es ja für eben jene Personen super spannend und aufregend sein. Es gibt sehr sehr viele Gebärende, die in der Schwangerschaft mega aufgehen und das absolut genießen. Genauso gibts aber Personen, denen es extrem räudig geht und dann kann es nicht schnell genug gehen, dass das Kind dann endlich draußen ist.


    Ich weiß nicht, ob in meinem Falle arg Dysphorie mitspielen würde, aber ich hatte noch nie einen Kinderwunsch und je mehr ich höre, sehe und mitbekomme, desto weniger möchte ich das tbh auch ^^'.

    Bin allgemein kein wirklicher Fan von Kindern und falls ich doch mal irgendwann den Wunsch verspüren sollte, werden es keine biologischen sein. (Es werden most likely eh Fellkinder, lets be real)

    Sobald ich die Möglichkeit habe, werde ich mir entweder meine Tubes quetschen lassen oder (wäre mir persönlich tbh lieber) gleich ganz alles yeeten.


    Zumal ich ja gesehen hab, wie meine Oma und meine Mutter vor und nach ihren Schwangerschaften aussahen. Wäre mein persönlicher Albtraum lol. Ich struggle eh schon sehr hart mit meinen (noch) vorhandenen, eher weiblicheren Körperstellen und ne Schwangerschaft würde das Ganze deutlich verschlimmern.

    Kanns wie gesagt nachvollziehen, dass viele Schwangerschaft als was spannendes und wunderbares ansehen, find ich für diejenigen Personen auch super, wenns denen so geht. Ist aber halt nicht bei jedem so. Vieles was Schwangerschaft und Kinder angeht wird aber auch arg schön geredet hab ich das Gefühl.

    Ich bin mit der Zeit auf einer Seite von Tiktok gelandet, wo Leute (hauptsächlich Menschen, die selber schwanger waren) eher von den negativen Seiten berichten und wie sie die Erfahrungen selber machen mussten, weil sie keiner so wirklich auf die meisten Dinge vorbereitet bzw gewarnt hat.
    Von Milch aus deinen Achselhöhlen (wtf) bis zu plötzlich auftretenden Allergien, die du vorher nicht hattest, ist so viel dabei. Gibt nen Tiktoker der*die eine Liste mit Pros und Cons macht durch Dinge, die man durch Mami-Tok erfährt und da ist echt viel crazy Zeug dabei xD. Ne danke. Verstehe jeden, der das nicht wirklich nice findet.
    Interessant ist es aber alle Mal lol.

  • Für mich ist der Gedanke sehr weird, dass da ein Lebewesen in meinem Körper ist und wächst. Hat in meinen Augen so'n bisschen was von einem Parasit und der Gedanke ist für mich überhaupt nicht angenehm.

    Hahaha, danke für den Body Horror. Tatsächlich hab ich die Sache noch nie von dem Punkt aus betrachtet, aber wenn man sich das mal so bildlich vorstellt... Ich muss auch dazu sagen, dass ich mich grundsätzlich von dem Innenleben unserer Körper ekle, wenn man sich die Vorgänge ausreichend verbildlicht. Näher als dem Ekel des Sezierens von Schafsnieren im Biounterricht bin ich dem Vegetarismus ja aus dem gleichen Grund nie gekommen. Ich brauch da meine Ignoranz - und könnte ich Kinder kriegen, würd ich's mir spätestens jetzt zweimal überlegen, lel.


    Ansonsten zum Egoismus: Naja, grundsätzlich ist eigennütziges Handeln per Definition erstmal egoistisch, aber solange davon niemand einen Nachteil hält, ist das halt nichts Schlechtes. Und wenn es nur drum geht, was die Gesellschaft™ will...tja, dann hat se Pech. Wir sind ja auch nicht dazu da, um unsere Eltern zu Großeltern zu machen. 🤷‍♀️


    Ich selbst steh dem Thema des Kinderkriegens mittlerweile eher ambivalent gegenüber. Einerseits ja, es klingt schon gut, einem unbedarften Wesen die Welt zeigen zu können, andererseits bruh, wenn ich eh schon 12 Stunden für Maloche außer Haus war, will ich auch irgendwann mal meine Ruhe haben. Dickes Portemonnaie oder ruhiges Leben klingen dann doch reizvoller als wochenendliche Familienausflüge zu dritt/viert/fünft. Und wenn ich so die Familien in meinem Umfeld betrachte, stellt sich dann noch die Frage, ob man selbst es so viel besser als die anderen machen würde, denn was man so sieht, wirkt dann doch ziemlich ernüchternd, lol. 'ne Katze muss im Zweifel reichen.

  • Bin allgemein kein wirklicher Fan von Kindern und falls ich doch mal irgendwann den Wunsch verspüren sollte, werden es keine biologischen sein. (Es werden most likely eh Fellkinder, lets be real)

    True, habe auch zwei Katzen die auch schon anstrengend genug sind und viel kosten. XD Das reicht und erfüllt mich auch komplett.


    Ansonsten joa, der Prozess der Befruchtung und eine Schwangerschaft an sich - wie neues Leben entsteht - ist schon ein Wunder an sich, ganz klar. Aber es hat eben auch seine Schattenseiten und selbst heute verlaufen nicht alle Schwangerschaften und Geburten problemlos. Wenn ich bedenke, dass vor nicht alzu langer Zeit viele Frauen während oder nach der Schwangerschaft verstorben sind finde ich das aus geschichtlicher und medizinischer Perspektive schon krass... Also früher ne Frau gewesen zu sein war definitiv mega die Verarschung. Gott sei dank können wir heute mehr über unsere Körper und unser Leben bestimmen und eine Frau ist nicht im negativen Sinne egoistisch, wenn sie keinen Kinderwunsch hegt.


    Und Jaqueline, joa im Prinzip stimmt der Vergleich mit einem Parasiten schon total wenn man das mal genauer betrachtet. Das Wesen in der Mutter lebt ja auch nur durch sie und es hat enormen Impact wie man sich in der Schwangerschaft verhält, wie z.B. Rauchen, Alkohol, Drogen oder andere schädliche Dinge... das geht alles aufs Kind über. ^^ Schon faszinierend, aber auch wie du sagst beängstigend zugleich.

  • Das ist ein Punkt, den ich tbh persönlich nie nachvollziehen kann. Hab im Biostudium noch extra Kurse für Embryologie belegt, weil ich die Entstehung von neuem Leben und all die biologischen Prozesse dabei so faszinierend finde.

    Es gibt trotzdem immer einen Unterschied zwischen "Etwas im Allgemeinen faszinierend finden" und "Es tatsächlich auch erleben".

    Ich find Biologie und das Entstehen von Leben und alles auch sehr interessant, aber ich steh tbh voll und ganz bei Corni, dass ich das definitiv nicht selber an mir erleben möchte.

    Das ist schon klar, war auch keine Kritik oder so, sondern nur der eigene Senf dazu.

    Sorry Corni falls es so gewirkt hat. ^^'



    Für mich ist der Gedanke sehr weird, dass da ein Lebewesen in meinem Körper ist und wächst. Hat in meinen Augen so'n bisschen was von einem Parasit und der Gedanke ist für mich überhaupt nicht angenehm.

    Hahaha, danke für den Body Horror. Tatsächlich hab ich die Sache noch nie von dem Punkt aus betrachtet, aber wenn man sich das mal so bildlich vorstellt... Ich muss auch dazu sagen, dass ich mich grundsätzlich von dem Innenleben unserer Körper ekle, wenn man sich die Vorgänge ausreichend verbildlicht. Näher als dem Ekel des Sezierens von Schafsnieren im Biounterricht bin ich dem Vegetarismus ja aus dem gleichen Grund nie gekommen.


    Haha, ich erinnere mich und das ist jetzt maybe Body Horror incoming ...


    ... als ich mal am Arm eine offene Wunde hatte, wo man jede Muskelfaser und alles drunter sehen konnte und ich hab das erstmal fasziniert angestarrt und hab's anderen gezeigt, bevor ich dran gedacht habe, dass man es eventuell auch behandeln sollte. xD


    Es gab für Medizin- und Bio-student*innen auch hier und da mal die Möglichkeit bei OPs live entweder von einer Glaswand von oben aus oder bei Stream in einen Hörsaal zuzusehen. Also war schon faszinierend. Die Herz-OP war einfach nur lang, aber faszinierend.


    Mich stören va halt Ausscheidungen und Erbrochenes, das find ich ekelhaft, aber da ich seit Ewigkeiten Katzen habe und auch immer schon hier und da mal halt Babys und Kleinkinder wickeln musste, trat da auch ein Gewöhnungseffekt ein.



    Back to topic, daher würde ich ein Fötus für mich jetzt nicht als Parasiten ansehen und finde die Schwangerschaft an sich einfach megaspannend. Ich meine klar gibt's eine Menge weirder bis gefährlicher Medical Conditions, aber ja...

  • Ich hab folgende Meinung zum Thema, werde bald 30 Jahre alt, sprich so langsam fährt mein Zug sozusagen ab. Natürlich habe ich noch Zeit, aber meine Tendenz liegt weiterhin bei "Nein". Bin nach wie vor Single, auch bin ich mit mir selbst genug beschäftigt bzw. fühle ich mich nicht dazu in der Lage, was die Betreuung eines Kindes anbelangt. Glaube mir fehlt da halt auch irgendwie die entscheidende Reife, die man in meinen Augen besitzen sollte. Was das Leben noch bringt, kann man natürlich nicht wissen, also lasse ich mich mal überraschen.

  • Ich hab folgende Meinung zum Thema, werde bald 30 Jahre alt, sprich so langsam fährt mein Zug sozusagen ab. Natürlich habe ich noch Zeit, aber meine Tendenz liegt weiterhin bei "Nein". Bin nach wie vor Single, auch bin ich mit mir selbst genug beschäftigt bzw. fühle ich mich nicht dazu in der Lage, was die Betreuung eines Kindes anbelangt. Glaube mir fehlt da halt auch irgendwie die entscheidende Reife, die man in meinen Augen besitzen sollte. Was das Leben noch bringt, kann man natürlich nicht wissen, also lasse ich mich mal überraschen.

    Wieso sollte dein Zug schon abgefahren sein? Vor allem Männer haben ein wenig mehr Zeit und müssen auf keine biologische Uhr achten. Und 30 ist weder zu jung noch zu alt. :)

  • Kommt ja irgendwo auch nicht nur auf die biologische Uhr an. Man muss ja auch etwas weiter rechnen. Wenn du halt 40 bist wenn du ein Kind bekommst dann bist du 50 wenn’s grad mal 10 ist. Gehst auf die 60 zu wenn’s in der Pubertät ist. Das Sind so Zahlen die ich mir für mein Kind nicht vorstellen könnte.


    Stand jetzt habe ich noch keines aber ich bin dem nicht abgeneigt. Sollte es aber bis spätestens 33,34 nicht geklappt haben dann war’s das für mich auch.


    Jetzt aktuell passen für mich die Umstände noch nicht. Finanziell aber auch zeitlich. Entweder das pendelt sich ein oder ich werde einfach kein Kind haben.

  • Kommt ja irgendwo auch nicht nur auf die biologische Uhr an. Man muss ja auch etwas weiter rechnen. Wenn du halt 40 bist wenn du ein Kind bekommst dann bist du 50 wenn’s grad mal 10 ist. Gehst auf die 60 zu wenn’s in der Pubertät ist. Das Sind so Zahlen die ich mir für mein Kind nicht vorstellen könnte.

    Das war jetzt auch nicht mein Punkt, ich habe ja nicht gesagt, er soll eins mit 50 oder 60 bekommen, sondern dass 30 noch völlig okay ist. Gibt ja auch ältere Promi-Herren, die tatsächlich mit 70 nochmal Vater werden, aber von sowas rede ich ja nicht.

    Das muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden.

    Wir folgen nur dem Kompass, den das uns zeigt.
    Denn das ist die Karte, die den Weg beschreibt.

  • Kommt ja irgendwo auch nicht nur auf die biologische Uhr an. Man muss ja auch etwas weiter rechnen. Wenn du halt 40 bist wenn du ein Kind bekommst dann bist du 50 wenn’s grad mal 10 ist. Gehst auf die 60 zu wenn’s in der Pubertät ist. Das Sind so Zahlen die ich mir für mein Kind nicht vorstellen könnte.

    Das war jetzt auch nicht mein Punkt, ich habe ja nicht gesagt, er soll eins mit 50 oder 60 bekommen, sondern dass 30 noch völlig okay ist. Gibt ja auch ältere Promi-Herren, die tatsächlich mit 70 nochmal Vater werden, aber von sowas rede ich ja nicht.

    Das muss am Ende jeder für sich selbst entscheiden.

    Das war auch nicht mein Punkt, denn ich habe nie davon geredet dass einer mit 50 oder 60 Kinder bekommt. ^^


    Du hast gesagt als Mann hat man keine biologische Uhr auf die man achten muss und ich habe gesagt es gibt eben mehr als die biologische Uhr die man beachten sollte. Das hatte jetzt mit irgendwelchen alten Promi Vätern wenig zutun sondern spielt sich eher im Alter von 30-40 ab, was ja mein höchstes genanntes Alter für die Rechnung war. ;)

  • Momentan ist das Bedürfnis, ne Vasektomie durchzuführen, echt größer als Kinder zu bekommen. Like, die beste Verhütungsmethode, und der Sex vor allem mit einer Partnerin wäre automatisch geiler, zumal ich ihr auch keine Pille oder Spirale zumuten müsste. Nur für den Fall würd ich mein Sperma wohl trotzdem einfrieren lassen, aber das Bedürfnis für Kinder war nicht nur in der Vergangenheit gering, es kommen immer mehr Argumente dazu. Diese Freiheit, diese Sorglosigkeit, wunderschön einfach nur.

  • Meine jüngere Schwester hat letztes Jahr ein Kind bekommen, eine kleine Tochter. Nun lastet der Druck auf mir. „Wann seid ihr endlich dran?“ „Wollt ihr nicht mal langsam?“ solche Sprüche höre ich Tag aus, Tag ein.

    Ich sehne mich nach nichts anderem so sehr wie nach einem Kind, dem ich Liebe schenken und ein besseres Leben ermöglichen kann, als ich es hatte.

    Mein Freund und ich sind seit vielen Jahren zusammen (dieses Jahr 16 Jahre) und versuchen seit 5 Jahren vergeblich schwanger zu werden. Ich schaffe es nicht, den Gedanken an ein Baby aus dem Kopf zu bekommen und frage mich jedes Mal, wie Menschen ein ganzes Rudel Kinder zeugen können, ohne mit der Wimper zu zucken.

    Und noch weniger Verständnis hab ich für die, die achtlos in der Gegend rumhuren (sorry für den verbalen Ausrutscher, aber ich kann es nicht anders nennen), schwanger werden und sagen „ach naja, geh ich nächste Woche wegmachen lassen“ - da schwillt mir echt der Kamm. Natürlich hat jeder das Recht, über seinen Körper selbst zu bestimmen. Aber ist verhüten denn echt so schwer?

    Das Thema ist für mich sehr schwierig und ich möchte in jeglicher Hinsicht klarstellen, dass ich niemanden für einen Schwangerschaftsabbruch verurteile. Lediglich die, die absichtlich und vollkommen bewusst ungeschützt Verkehr haben, dadurch schwanger werden und zum Abort gehen, als sei es ein Schlussverkauf, finde ich echt scheiße.

    Ich bin 33 Jahre alt und meine einzige Alternative zum eigenen Kind wäre eine Adoption, da künstliche Befruchtung für mich nicht in Frage kommt.


    Pardon, das ist echt sehr sensibles Terrain. Ich wollte niemanden schlecht machen, das noch mal in aller Deutlichkeit. Hab euch lieb.

  • Nun lastet der Druck auf mir. „Wann seid ihr endlich dran?“ „Wollt ihr nicht mal langsam?“ solche Sprüche höre ich Tag aus, Tag ein.

    Einfach mal sagen, dass es diejenigen Personen nichts angeht? :)

    Aber ist verhüten denn echt so schwer?

    Im Endeffekt projizierst du hier deine Unzufriedenheit auf andere. "Ich versuche es und kriege es nicht hin, die anderen schaffen es und wissen es nicht zu schätzen?". Fokussier dich einfach auf dich, was andere machen ist egal. Nicht jeder hat dasselbe Mindset und dieselben Ansprüche ans Leben.

    Lediglich die, die absichtlich und vollkommen bewusst ungeschützt Verkehr haben, dadurch schwanger werden und zum Abort gehen, als sei es ein Schlussverkauf, finde ich echt scheiße.

    Also eine Abtreibung kostet zum einen Geld und ist auch nicht frei von Risiken. Abgesehen von der Stigmatisierung. Weiß jetzt nicht, wie viele Frauen "vollkommen bewusst" ungeschützten Verkehr haben, schwanger werden und eine Abtreibung als etwas derart lässiges behandeln, als wär's ein Haarschnitt. Glaube da überspitzt du es aufgrund der eigenen, inneren Wut. Und ich meine, selbst wenn es so ist wie du sagst, ist doch egal. :)


    Nichtsdestotrotz, viel Erfolg! Ist denn eine Adoption eine Option? Dir geht's ja darum, dem Kind "ein besseres Leben zu ermöglichen, als du es hattest". Bietet sich doch gerade bei einem Kind an, das zur Adoption freigegeben wurde. Denn dieses Kind existiert schon, und dieses Kind sehnt sich nach diesem besseren Leben. :)

  • Und noch weniger Verständnis hab ich für die, die achtlos in der Gegend rumhuren (sorry für den verbalen Ausrutscher, aber ich kann es nicht anders nennen), schwanger werden und sagen „ach naja, geh ich nächste Woche wegmachen lassen“ - da schwillt mir echt der Kamm. Natürlich hat jeder das Recht, über seinen Körper selbst zu bestimmen. Aber ist verhüten denn echt so schwer?

    Das Thema ist für mich sehr schwierig und ich möchte in jeglicher Hinsicht klarstellen, dass ich niemanden für einen Schwangerschaftsabbruch verurteile. Lediglich die, die absichtlich und vollkommen bewusst ungeschützt Verkehr haben, dadurch schwanger werden und zum Abort gehen, als sei es ein Schlussverkauf, finde ich echt scheiße.

    Ich glaub nicht, dass man diese Art von Menschen überhaupt mit in die Gleichung hineinnehmen muss. Das ist wohl ein minimalster Prozentsatz, die arschlochig und dumm genug sind das absichtlich so zu handhaben.

    Schon alleine deswegen, weil das halt auch ein operativer Eingriff ist und wenn du mehrere Abtreibungen durchführen lässt, wird es auch nicht mehr übernommen.

    Halt es eher für ein Gerücht, dass das gängige Praxis sein soll... like (fast) niemand macht sowas.


    Kommt ja irgendwo auch nicht nur auf die biologische Uhr an. Man muss ja auch etwas weiter rechnen. Wenn du halt 40 bist wenn du ein Kind bekommst dann bist du 50 wenn’s grad mal 10 ist. Gehst auf die 60 zu wenn’s in der Pubertät ist. Das Sind so Zahlen die ich mir für mein Kind nicht vorstellen könnte.


    Stand jetzt habe ich noch keines aber ich bin dem nicht abgeneigt. Sollte es aber bis spätestens 33,34 nicht geklappt haben dann war’s das für mich auch.


    Jetzt aktuell passen für mich die Umstände noch nicht. Finanziell aber auch zeitlich. Entweder das pendelt sich ein oder ich werde einfach kein Kind haben.

    Ich meine... ist das denn schlimm?

    Meine Mutter war auch fast 39, als sie mich bekommen hat.

    Man braucht seine Eltern, böse gesagt, nicht UNBEDINGT das gesamte Leben lang.


    Ich sehe es an meiner Mutter. Die geht auf die 70 zu und kümmert sich nun um meine Oma, die über 95 ist, und ließ sich auch davor dauernd von ihr rumschicken etc.

    Diese ist zwar nun in ein Pflegeheim, aber meine Mutter fühlt sich zwei-dreimal die Woche verpflichtet meine Oma zu besuchen, weil diese sonst einsam dort ist (sagt sie, obwohl die halt auch so Gruppenspiele und so anbieten) und sie beginnende bis mittlere Alzheimer hat.

    Ich gehe vielleicht einmal monatlich oder etwas seltener hin, da ich vorher auch kein so gutes Verhältnis zu ihr hatte und ich halte von Anstandsbesuchen auch nicht so viel tbh.


    Aber ich sehe die Gefahr oft, dass man sich danm ewig ihren Eltern verpflichtet fühlt.

  • Ich sehne mich nach nichts anderem so sehr wie nach einem Kind, dem ich Liebe schenken und ein besseres Leben ermöglichen kann, als ich es hatte.

    Ist denn eine Adoption eine Option? Dir geht's ja darum, dem Kind "ein besseres Leben zu ermöglichen, als du es hattest". Bietet sich doch gerade bei einem Kind an, das zur Adoption freigegeben wurde. Denn dieses Kind existiert schon, und dieses Kind sehnt sich nach diesem besseren Leben. :)

    Die Idee finde ich gut, aber darüber hat sich FukanoFranzi sicherlich bereits Gedanken gemacht. Als Hetero-Pärchen stehen die Chancen auf eine Bewilligung (unfairerweise) gar nicht so schlecht, oder? Mir persönlich liegt nichts an genetischer Vererbung und Blutsbande, aber ich kann auch verstehen, dass anderen Menschen das wichtig ist. Gibt es neben Problemen mit der Formalität und des Abhandenseins der Weitergabe von Erbinformationen weitere Faktoren, die gegen eine Adoption sprechen? Kennt sich da jemand aus bzw. hat hierzu eine Meinung?


    Ich für meinen Teil bin Kindern gegenüber aktuell gar nicht mehr so stark abgeneigt. Mir macht zwar immer noch die Vorstellung Angst, meine eigenen Ideale, Lebensrealitäten und Hobbies einem anderen Menschen, der anfänglich noch nicht selbstbestimmt ist, aufzudrücken, aber dieser Punkt wird ja auch irgendwann (hoffentlich) überwunden, wenn dieser Mensch andere Personen kennenlernt und seine eigenen Erfahrungen macht.


    Durch ein befreundetes Pärchen mit Nachwuchs empfinde ich Kinder auch nicht mehr als durch die Bank weg anstrengend und nervtötend. ^^' Man kann wirklich sehr viel Spaß mit ihnen haben und es ist auch immer interessant, Dinge aus einer Perspektive zu sehen, welche man als Erwachsener bereits abgelegt hatte.


    Allerdings bedürfen Kinder ja auch mega viel Aufmerksamkeit und Aufopferungen, was dann zu einschneidenden Einschränkungen im Alltag führt.


    Ich möchte es für's Erste so halten, dass Kinder kein fester Bestandteil meiner Lebensplanung und Partnerinsuche sind. Sofern ich mich aber in eine Partnerin verlieben sollte, die bereits Kinder hat oder welche möchte, kann ich mir auch sehr gut vorstellen, mich hierbei von ihr mitreißen zu lassen und das Leben der Kleinen auch zu meinem werden zu lassen (in der Theorie natürlich mit maximaler Hingabe und allen persönlichen Abstrichen, die dazugehören).

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    "Ich bin nett, ich hab einen tollen Hund und ich kann ganz viel
    Zuckerwatte essen ohne dass mir schlecht wird."
    -
    Douglas Jensi Funny

  • Wenn du halt 40 bist wenn du ein Kind bekommst dann bist du 50 wenn’s grad mal 10 ist. Gehst auf die 60 zu wenn’s in der Pubertät ist. Das Sind so Zahlen die ich mir für mein Kind nicht vorstellen könnte.

    Warum? Denkst du ernsthaft die paar Jahre, die du dir persönlich als Grenze gesetzt hast machen irgendeinen Unterschied, der sich auf die eine oder andere Weise auswirkt?

    Am Ende gibt's kaum einen Unterschied zwischen Mitte dreißig und vierzig. In dem Alter ist das Leben heute zum Glück noch nicht beendet und auch noch nicht zehn, zwanzig Jahre später, wirst du sicherlich noch feststellen...

    Er wandte sich an Gucky: "Der Kommandant hat mich gewarnt für den Fall, dass du bei den Ankömmlingen sein würdest. Deine Kommentare würden schwer zu verstehen sein, weil du in einer Art zwanghaften Humors gefangen bist." Perry Rhodan #3133, Seite 55

    Per aspera ad astra!

    Momentan kein Partneravatar mit Missy!

  • Meine jüngere Schwester hat letztes Jahr ein Kind bekommen, eine kleine Tochter. Nun lastet der Druck auf mir. „Wann seid ihr endlich dran?“ „Wollt ihr nicht mal langsam?“ solche Sprüche höre ich Tag aus, Tag ein.

    Ich sehne mich nach nichts anderem so sehr wie nach einem Kind, dem ich Liebe schenken und ein besseres Leben ermöglichen kann, als ich es hatte.

    Mein Freund und ich sind seit vielen Jahren zusammen (dieses Jahr 16 Jahre) und versuchen seit 5 Jahren vergeblich schwanger zu werden. Ich schaffe es nicht, den Gedanken an ein Baby aus dem Kopf zu bekommen

    Hast du denn zumindest dem näheren Umfeld gegenüber mal angedeutet, dass diese Nachfragen dich belasten? Natürlich wäre es ideal, wenn sich niemand rechtfertigen müsste, gerade bei einem solchen privaten Thema, aber andererseits sind sich manche Leute vielleicht gar nicht bewusst, wie sensibel das Thema sein kann und wie schwierig. Ob und wie du es begründest, liegt bei dir. Diese Nachfragen machen das Ganze schließlich nicht einfacher.


    Ich für meinen Teil bin Kindern gegenüber aktuell gar nicht mehr so stark abgeneigt. Mir macht zwar immer noch die Vorstellung Angst, meine eigenen Ideale, Lebensrealitäten und Hobbies einem anderen Menschen, der anfänglich noch nicht selbstbestimmt ist, aufzudrücken,(..)

    Das klingt für mich so, als würde man das dem Kind dann auf eine Art vorleben/sagen, dass es genauso zu leben hat. Ich meine, das kann auch unbewusst geschehen. Aber wenn du bereits selbst daran denkst, dass du das eher nicht machen möchtest, würde ich mal behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit dafür dann auch geringer ist.


    Am Ende gibt's kaum einen Unterschied zwischen Mitte dreißig und vierzig. In dem Alter ist das Leben heute zum Glück noch nicht beendet und auch noch nicht zehn, zwanzig Jahre später, wirst du sicherlich noch feststellen...

    Im Grunde, stimmt das. Andererseits kann immer etwas passieren und du erkrankst schon in jungen Jahren, während dein Kind noch klein ist oder ein Unfall, etc. Und falls erblich bedingte Krankheiten von den eigenen Eltern existieren, überlegt man sich vermutlich zweimal, ob man noch mal zehn Jahre wartet und das Risiko erhöht ist, bis dahin daran zu erkranken oder vorher. Aber das ist dann wieder etwas Anderes, nehme ich an. Und vermutlich war das jetzt auch überflüssig, dass überhaupt zu erwähnen, aber ich wollte dennoch den Denkanstoß dazu geben.

  • Ich für meinen Teil bin Kindern gegenüber aktuell gar nicht mehr so stark abgeneigt. Mir macht zwar immer noch die Vorstellung Angst, meine eigenen Ideale, Lebensrealitäten und Hobbies einem anderen Menschen, der anfänglich noch nicht selbstbestimmt ist, aufzudrücken, aber dieser Punkt wird ja auch irgendwann (hoffentlich) überwunden, wenn dieser Mensch andere Personen kennenlernt und seine eigenen Erfahrungen macht.


    Durch ein befreundetes Pärchen mit Nachwuchs empfinde ich Kinder auch nicht mehr als durch die Bank weg anstrengend und nervtötend. ^^' Man kann wirklich sehr viel Spaß mit ihnen haben und es ist auch immer interessant, Dinge aus einer Perspektive zu sehen, welche man als Erwachsener bereits abgelegt hatte.


    ...

    Kinder machen auch schon von klein auf ihre eigene Erfahrungen. Viele nehmen zwar ihre Eltern zuerst als Bezugspersonen und Vorbilder heran (can't relate tho), aber da sie auch früh bereits mit anderen in Kontakt kommen, wirst du nie alleinigen Einfluss auf ein Kind ausüben.


    Man muss auch sagen, Kinder sollen "anstrengend und nervtötend" bis zu einem gewissen Grad sein. ^^

    Viele Leute wollen einfach nur ihre Ruhe oder fühlen sich überfordert, aber die müssen halt so sein. So übertrieben ruhig gemachte und übererzogene Kinder ... da stimmt halt meist daheim etwas Grundsätzliches nicht.



    EDIT

    Am Ende gibt's kaum einen Unterschied zwischen Mitte dreißig und vierzig. In dem Alter ist das Leben heute zum Glück noch nicht beendet und auch noch nicht zehn, zwanzig Jahre später, wirst du sicherlich noch feststellen...

    Im Grunde, stimmt das. Andererseits kann immer etwas passieren und du erkrankst schon in jungen Jahren, während dein Kind noch klein ist oder ein Unfall, etc. Und falls erblich bedingte Krankheiten von den eigenen Eltern existieren, überlegt man sich vermutlich zweimal, ob man noch mal zehn Jahre wartet und das Risiko erhöht ist, bis dahin daran zu erkranken oder vorher. Aber das ist dann wieder etwas Anderes, nehme ich an. Und vermutlich war das jetzt auch überflüssig, dass überhaupt zu erwähnen, aber ich wollte dennoch den Denkanstoß dazu geben.

    Du kannst aber in jeder Altersgruppe an einer plötzlichen, schweren Krankheit sterben oder zumindest schwermachen für das Kind zu sorgen. Zum Beispiel Leukämie, zumindest gewisse Varianten, tritt im Kleinkindalter und dann zwischen 20-30 am häufigsten auf, umd danach wieder im hohen Alter.

    Wenn man nicht grad 70 oder so ist, wenn das Kind zur Welt kommt, sollte das Alter und mögliche Krankheiten imo nicht eine so große Rolle spielen.