Zuletzt gesehener Film

  • Silent Hill (2006)

    Ist jetzt schon gut eineinhalb Wochen her, dass ich den Film mit einem Kumpel von mir zusammen auf Netflix gesehen habe, aber damn, der Film hat mich schon ein bisschen verängstigt, was für mich eigentlich die wichtigste Komponente des Horrorgenres ist. Weiß nicht, ob ich das an anderen Stellen bereits erwähnt habe, aber für mich zeichnet sich guter Horror nicht durch Jumpscares und kurze Schreckensmomente aus - denn let's be real, man kann im richtigen Setting (Musik wird langsam leiser, es wird dunkel bzw dunkler etc.) jemanden sogar mit einem niedlichen Kuschelhäschen erschrecken - sondern dadurch, dass man sich emotional erschrocken fühlt, dass man sich mit den Charakteren der Geschichte und ihren Emotionen verbinden kann, und die Furcht, die sie im Film, der Serie etc. verspüren, auch über den Bildschirm hinweg verbinden kann, und dieselbe Angst empfindet. Und so ein bisschen konnte ich mich mit schon mit Sharon, der Adoptivmutter von Sharon, identifizieren. Schließlich dachte sie wirklich, dass sie ihre Tochter retten kann, indem sie sie nach Silent Hill bringt, und selbst als sie von Monster angegriffen wird und unglaublich verängstigt wird, ist alles woran sie denken kann ihr geliebtes kleines Mädchen. Darüber hinaus konnte ich aber auch viel Empathie für Alessa aufbringen, die mir die ganze Geschichte über einfach nur zutiefst leidgetan hat. Die Qualen, die sie aufgrund des religiösen Kultes, in dessen Hände ihre Mutter sie übergeben hatte, durchleben musste, waren schrecklich und irgendwo habe ich die Höllenqualen, die der Teufel (Einschub: zumindest glaube ich, dass es der Teufel bzw "das Böse" gewesen ist, das mit Rose in Alessas Körper gesprochen hat, und später auch in Sharon einfährt, schließlich stellt sie sich mit "ich habe viele Gesichter und Namen, aber für jetzt bin ich das böse Gesicht von Alessa" oder so ähnlich vor, und obendrein macht es Sinn, weil sie gegen Ende ja eine Art Höllenportal im Boden der Kirche aufreißt) den Gläubigen auferlegt hat, auch als gerecht empfunden. Sie haben ein kleines, verängstigtes Mädchen, das gemobbt und missbraucht wurde, bei lebendigem Leibe verbrannt. Ich denke, dass Alessa ein bisschen Gerechtigkeit bekommen hat.

    Das Ende hat mir tatsächlich auch ganz gut gefallen - ich fand es super, dass Rose mit Sharon/der besessenen Sharon nicht einfach in ihre richtige Welt zurückkehren konnte. Und ganz ehrlich - wie stellt man sich das bei Überlebenden von Horrorszenarien denn auch vor? Meinen Zuschauer wirklich, dass Menschen, die das Böse in verschiedenen Formen gesehen haben und mit Monstern und Qualen konfrontiert worden sind, wirklich wieder ein normales Leben leben können? Ich denke eher nicht. Insofern hat Silent Hill das imo ganz gut gelöst.


    Würde hier übrigens auch gerne einwerfen, dass ich ein Fan des Fandoms Silent Hill an sich bin, mich aber sehr bemüht habe, den Film nicht zu sehr mit den Games und Comics zu vergleichen, weshalb ich die Erfahrung alles in allem doch relativ angenehm fand. Ich werde mir am Wochenende vielleicht den zweiten Teil zu Gemüt führen, wobei ich Horrorfilme echt nicht gerne alleine schauen kann, lol.

  • Also ich habe den Film ebenfalls letzten Mittwoch gesehen und ich bin nicht ganz deiner Meinung.


    Mir und meinen Begleitern hat der Film außerordentlich gut gefallen. Nicht besser als Teil 1 & 2 aber mindestens genau so gut.

    Die Kampfszenen waren nicht alle perfekt, ok zugegeben, aber bei gefüllt 500 Kämpfen in 2 Stunden ist das wohl normal und zu verkraften. Ich sag nur Stall und Hunde. Sensationelle Dinger. Auch hatten wir das Gefühl viele Sachen zu sehen die es sonst so noch nicht zu sehen gab.


    Natürlich kann man aufführen das dass Ende etwas seltsam daher kam und es in manchen Augenblicken zu viel war. Aber das waren für uns Kleinigkeiten die es zu verschmerzen gibt.


    Was meinst du genau mit Regeln wärend den Kämpfen ?


    Auch der Soundtrack, besonders im Finale, war ebenfalls wieder sehr gut gewählt und hat sich in seiner Art, sehr gut in den Film eingefügt. Das gleiche gilt auch für die nötige Prise Humor, welcher in dem Film immer wieder durchkam und die Brutaleren Stellen wieder einfing.


    Die Schauspielen zeigten komplett durch die Bank das Sie Spaß an diesem Film hatten und man hat jedem seine Rolle voll abgekauft. Keanu Reeves hat es einfach drauf und man sollte auch bedenken das der gute Mann Mitte 50 ist ;)


    Alles in allem wurden wir sehr gut unterhalten von Mr. Reeves und freuen uns schon auf den nächsten Teil :)

    FC: 1822-5648-2325


    "An dieser Stelle verabschiede ich mich von allen 807 Pokemon aus USUM, die ich besitze. Game Freak wollte einige von euch nicht dabei haben. Ich wäre gerne auf eine neue Reise mit euch gegangen, meine Freunde. Wir haben so viele Regionen bereist und so viel geschafft. Aber diesmal ist Endstation für euch. Lebt wohl. Es war schön euch gekannt zu haben." [by Schattenmann]


    :thumbdown::cursing::thumbdown::crying::crying::crying::crying:

  • Die Kampfszenen waren nicht alle perfekt, ok zugegeben, aber bei gefüllt 500 Kämpfen in 2 Stunden ist das wohl normal und zu verkraften.

    Eben genau da nicht. Wenn ich in der Hälfte der Kampfszenen da sitze und mich langweile, dann ist dasn icht zu verkraften. Ich gehe nun einmal nicht ins Kino - schon gar nicht in einen Actionfilm - um mich zu langweilen. Und diese Kampfszenen waren langweilig, eben weil es keine klaren Regeln gab und sie nicht so gut choreographiert wurden, wie es in den ersten beiden Filmen der Fall war. Gerade der Stall war eine sehr miese Kampfszene. Statt ein paar verschiedene Sachen dort zumachen wurde derselbe "Gag" gleich drei Mal wiederholt. Langweilig.


    Ansonsten: Ich habe oben mein ausführliches Review verlinkt.


    Hier der Aspekt über die Kämpfe:

  • The Conjuring (2013)
    Eigentlich bin ich, was Horrorfilme anbelangt, nicht so einfach zu verschrecken. Aber uff, The Conjuring ist mir schon ein wenig unter die Haut gefahren. Gleich zu Beginn haben mich viele Dinge am FIlm positiv überrascht.

    Bei vielen trashy Horrofilmen von Spukhäusern, die ich bislange gesehen habe, dachte ich mir direkt zu Beginn "uff, zieht doch aus oder so???". Bei The Conjuring wird sehr schnell klargestellt, dass sich der Dämon, der in dem Haus gelebt hat, an die Familie geheftet hat und auch in der Lage ist sie außerhalb des Hauses heimzusuchen. Empfinde das als äußerst gut durchdacht, und ich finde es auch schön wie generell in der Welt, in der The Conjuring spielt, Dämonen und Geister "erforscht" sind, zumindest in Ansätzen. Weiterhin fand ich beeindruckend, wie der Film echten Horror erzeugt ohne großartige CGI Effekte oder anderweitig kostspielige Mittel. Die Schauspieler waren durchaus gut in ihren Rollen und generell empfand ich den ganzen Film als befriedigendes Erlebnis. Am meisten hat mich aber das Dämonenjägerpaar, Ed und Lorraine Warren beeindruckt, gerade die Rolle von Lorraine fand ich den ganzen Film über wichtig und sie war ja letztendlich auch die, die die Absichten des Dämons erklären konnte und wusste, wie sich die befallene Familie dagegen wehren kann. Mich würde interessieren, was sie bei dem Exorzismus, der ein paar mal referenced wurde, gesehen hat, das dafür gesorgt hat, dass sie sich acht Tage in ihrem Zimmer einschließt.

    Wo wir dabei sind - Der Exorzismus an der Mutter hat mich wirklich ein bisschen mitgenommen, und die fünf Töchter der Familie haben ihren Job imo gutgemacht, ihre Furcht und Angst hat auf jeden Fall echt gewirkt. Fands auch sehr nice, dass die Dämonologen den Exorzismus eigentlich erst vom Vatikan genehmigen lassen müssen, das hat den ganzen Film auf jeden Fall auch nochmal realistischer und dadurch echter und dadurch auch tbh gruseliger gemacht.


  • The Greatest Showman


    Ich habe eine Schwäche für Musikfilme und gerade dieser Film hatte mich schon interessiert, als er in den Kinos anlief. Jetzt habe ich mir endlich mal die Blue-Ray gekauft und bin vom dem, was ich visuell und auch akustisch wahrgenommen habe durchaus sehr begeistert. Die Lieder und deren Umsetzung sind das Fundament des Films, etwas weniger die Geschichte darin, die zwar unterhaltsam und mithilfe der Songs gut untermalt wird, aber eben keine primäre, sondern in meinen Augen nur eine sekundäre Funktion hat. Was wohl einige Zuschauer nicht verstanden und daher an der Handlung an sich zu mäkeln hatten, der Film möchte kein Biopic sein, er soll einfach nur unterhalten. Ich denke, da wurden zu viele Erwartungen reingesetzt. Hätte ich den Film damals im Kino gesehen, ich wäre wahrscheinlich anschließend nochmals für eine zweite Runde in den Saal zurückgekehrt. Gerade die Lieder haben einen guten Ohrwurm-Effekt und werden anhand der Situationen nicht nur schön dargestellt, sondern dürften auch Themen ansprechen, die bei dem einen oder anderen Anklang finden für mehr. Für mich zumindest ist dieser Film aktuell nicht zu toppen (im Bereich Musikfilme).

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Ich habe zuletzt den Film MEG gesehen, hier spielt Jason Statham die Hauptrolle.


    Ich fand den Film ein wenig enttäuschend, bzw. der Film hätte meiner Meinung

    nach noch mehr Spannung bieten können, hat sozusagen nicht sein volles Potenzial

    ausgeschöpft, da bietet ein Godzilla o. King Kong Film deutlich mehr Dramatik und Action.


    MEG
  • War am Samstag auch mal wieder im Kino für


    Aladdin (2019) von Walt Disney

    Falls jemand die Geschichte nicht kennen sollte, hier die Kurzfassung:
    In der Wüstenstadt Agrabah lebt der liebenswerte Straßendieb Aladdin und sein Affe Abu. Auf einem seiner Streifzüge trifft er auf Jasmin, die Tochter des Sultans. Er verliebt sich und stattet dem Palast einen Besuch ab, um sie wieder zusehen. Dabei wird er kurzerhand von dem zwielichtigen Großwesir Dschafar gefangen genommen und in den Kerker gesperrt. Für seine Befreiung soll Aladdin ihm eine besondere Öllampe aus einer Höhle bringen. Als er sie in den Händen hält, erweckt er den Flaschengeist Dchinni, der ihm 3 Wünsche gewährt. Durch die Wünsche versucht er, Jasmins Herz zu gewinnen, wohingegen Dschafar die Macht für sich selbst nutzt, um Sultan zu werden.


    Die hauseigene Umsetzung des Zeichentrickfilms zum Realfilm ist Walt Disney gut gelungen. Die Farben, die Lichtstimmung, die Kostüme und die Mienen der Darsteller sind allesamt hell und freundlich - eben ganz typisch Disney. Selbst Dschafars dunkle Momente waren überhaupt nicht bedrohlich. Die Charaktere spielten überzeugend und witzig. Der Fokus lag klar auf Aladdin, Jasmin und Dschinni (Will Smith hat mal wieder toll unterhalten) aber auch der Nebencharakter wie die Dienerin sorgten für einige Lacher. Dschafar hätte zwar noch etwas mehr Tiefgang erhalten können aber es war ok so. Die Lieder sorgten für Mitsingen und Mitwippen. Bei Jasmins "Befreiungssong" musste ich stark an Elsa aus "Die Schneekönigin" denken. Vom Text und der Melodik her sehr ähnlich.

    Ob man jetzt extra ins Kino muss, bleibt natürlich Jedem selbst überlassen aber es lohnt sich, den Film ein mal anzuschauen (daheim).

  • Rocketman


    Für meine Liebe zu biographischen Musikfilmen ist das ein sehr gutes Jahr. Nach Bohemian Rapsody konnte ich mir natürlich Rocketman nicht entgehen lassen.


    Rocketman erzählt von Elton John, seinem Erfolg, seinem Leben und dem Absturz. Man erkennt, dass er selbst am Film mitproduziert hat, man erfährt viel über die Beziehung zu seinen Eltern, dem Umgang mit der Homosexualität, seinem Erfolgswahn und seinem übermäßigem Konsum von Alkohol, Sex und Drogen.


    Der Film fühlt sich sehr ehrlich an, da er auch vor schwierigen Themen kein Halt macht.

    Wurde übrigens aufgrund einer Sexszene von zwei Männern in mehreren Ländern zensiert.

    Die musikalische Untermalung ist toll und gut eingebunden. Wurde auch alles persönlich vom Hauptdarsteller Taron Egerton (Bekannt aus Kingsmen) eingesungen.


    Man mag solchen Filmen immer gern vorwerfen, dass einige Sachen falsch oder anders dargestellt sind, was bei gründlicher Recherche bei Rocketman sicher genauso ist, aber das macht den Film nicht schlechter.

    Im direkten Vergleich mit Bohemian Rapsody hat er mir deutlich besser gefallen. Hätte mir noch stundenlang Taron Egerton anhören können, wie er Elton John Songs performt, macht einfach Spaß der Film und trotzdem geht man am Ende nachdenklich nach Hause.

  • Mr. Holmes

    Kam Gestern und wurde selbstverständlich angesehen.

    Ist gut, ist sehr sehr gut. Im britischen ist das Voiceacting deutlich besser. Man merkt viel mehr den Unterschied in Energie, die der Maincharakter in Flashbacks hineinlegt, während er in der Gegenwart kaum klar sprechen kann und schon halb schwachsinnig geworden ist.

    Im Deutschen erkennt man das nicht. Im deutschen ist er immer noch recht rüstig und spricht mit der selben etwas verbrauchten Energie wie in den Flashbacks.

    Der Sohn der Haushälterin ist auch vielleicht etwas zu höflich, nicht natürlich genug.

    Alles in allem aber sehr gut.

  • Ace Ventura Ein tierischer Detektiv und Ace Ventura - jetzt wirds wild

    Den ersten Film fand ich okay, war recht unterhaltsam und wie er auf den Täter kam war sogar nioch recht nett gemacht. Er wikte da wirklich noch wie ein Detektiv, wenn auch ziemlich verrückt.

    Der zweite Teil dagegen....naja, es war zu offensichlich wer der "Täter" war, es war sehr übertrieben und die Witze waren auch zu viel und extrem da. (Bin kein Fan von sowas.) Den ersten Teil kann man also ruhig mal sehen, den zweiten ehr weniger.


    Ghostbusters 2

    Teil 1 fand ich soweit eigentlich ganz gut, also wollte ich unbedingt auch Teil 2 sehen, der auch okay war, zumindest am Anfang. Er war mir dann doch irgendwie zu albern und auch in die Länge gezogen und der Charakter Winston war so was für den Ar**.

    Den hätte man genauso gut weglassen können.

    Die Idee, das man ihnen aber unterstellt, die hätten nur gelogen um Geld zu bekommen, fand ich an sich nett, aber ja, so einfach wäre das nicht gewesen, denke ich. (Kann ja nicht sein, das so lange keine Geister mehr auftauchen^^")

  • Ein alternatives Kino spielte am Samstag Mittag noch diese Filmperle und da ich bisher nur das gleichnamige Buch von Hape Kerkeling gelesen hatte, nutzte ich die Gelegenheit zum Nachholen :)


    Der Junge muss an die frische Luft (2018)


    Inhalt

    Der Film handelt von der Kindheit des pummeligen und quirligen Jungen Hans-Peter Kerkeling in der Zeit von 1971 bis 73 und wird aus seiner Sicht erzählt. In mitten einer großen und liebevollen Familie, genießt Hans-Peter seine Kindheit und wächst behütet im Ruhrpott auf. Der Junge liebt es, andere zum Lachen zu bringen und mit der Zeit entwickelt sich daraus ein wahres Talent. Mit dem Umzug vom Land in die Stadt zu Oma Änne wird er durch sie in seiner Talentiertheit weiter gefördert und schafft es, selbst seine an Depressionen erkranke Mutter aufzuheitern. Doch ebenso wie Freude muss Hans-Peter auch Verlust erfahren. Darüber hinweg hilft ihm nicht nur seine Familie, sondern auch seine Sicht auf das Leben, die sich bis zum Ende des Films herauskristallisiert und zu dem macht, was er Heute ist.


    Fazit

    Dieser Film ist kein Special Effekt-Feuerwerk, sondern ein ruhiges und vor allem rührendes Erlebnis rund um das Aufwachsen Hans-Peters. Man fühlt sich schnell identifiziert mit der schlichten 70er-Jahre-Zeit, der Familienkonstellation, die Höhen und Tiefen des (Familien)Alltags. Mittendrin steht der lustige Junge, der ebenso auch mit kleinen Hänseleien in der Schule zu kämpfen hat und seine Trauer in Späße umwandeln kann. Alle Schauspieler passen haargenau zu ihren Rollen und der Junge ist einfach nur die Krönung von allem! So überzeugend und passend, dass mich dieser Film, neben Lachen, auch zwei mal zum Weinen brachte ;_; Das schaffte nicht einmal das Buch. Man geht aus dem Kino und nimmt sehr viele Gedanken mit.


    Ich kann den Film nur weiter empfehlen. Haltet dann aber eure Taschentücher bereit :)

  • Da musste ich als Disney-Fan einfach rein:


    König der Löwen (2019)


    Wer den alten Klassiker nicht kennt, hier eine kurze Zusammenfassung:

    Die Geschichte dreht sich um den anfangs kleinen Löwen Simba, dessen Vater Mufasa über das geweihte Land herrscht. Simba wächst behütet auf, sehnt sich aber schnell danach, genau so mutig und stark zu sein wie der Vater. Sein Onkel Skar, dem der Platz auf dem Thron verwehrt wurde, bringt den Junglöwen absichtlich in Gefahr, damit er von Mufasa gerettet wird. Durch einen hinterlistigen Trick kommt Mufasa dabei ums Leben und Skar schafft es, Simba zu vertreiben und an die Macht zu kommen. Während Simba, weit entfernt von der Heimat, neue Freunde und neuen Lebensmut findet, herrscht im geweihten Land nur noch Schrecken und Hungersnot. Da kommt Nala, seine Freundin aus Kindertagen, gerade recht, um den zukünftigen König Simba wachzurütteln.


    Fazit:

    Die 3D-Modelle der Tiere sind einfach wunderschön anzusehen. Jedes Haar vom Löwen sitzt und man hat einmal mehr das Gefühl, eine Naturdoku zu sehen. Die Neufassung wurde 1 zu 1 vom Zeichentrickfilm übernommen und unterscheidet sich lediglich durch ein paar mehr Gesten, Bewegungen und Neuinterpretationen einiger Örtlichkeiten/Szenen. Es muss schließlich auch realistisch bleiben und so kommt es z.B. nicht vor, dass Simba bei dem Lied "Ich will jetzt gleich König sein" auf einem Turm voller Tiere tanzt, sondern eher darunter herumwirbelt ;)

    Da sich der Klassiker in mein Hirn gebrannt hat, war es anfangs komisch, die neuen Stimmen zu hören. Die Lieder wurden stimmlich auch neu aufgelegt, was mir nicht ganz so gut gefiel. Viel besser passte da die tiefe, erdige und gefühlvolle Stimme der damaligen Sängerin, im Gegensatz dazu konnte die helle und etwas hohe Stimme der jetzigen Sängerin nicht ganz so in mein Herz.

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich, dass gerade Simba als Junglöwe ziemlich ausdruckslose Augen hat. In manchen Szenen wirkt er dadurch wie eine Puppe. Etwas mehr Mimik hätte ich mir da gewünscht, gerade bei der Zurechtweisung von Mufasa und bei dessen Tod.


    Als Fan kann man sich den Film bedenkenlos ansehen. Mal eine ganz andere Sichtweise, neben Zeichnetrick und Musical :)

  • Mein Freund überredet mich ja immer zu gewissen Dingen... und teilweise hat er einen echt guten Film- und Seriengeschmack, deshalb mache ich manchmal den Fehler und vertraue ihm, was brutale gute Filme betrifft. Deshalb haben wir letztens folgenden Film gesehen (das Original, nicht dieses blöde amerikanische Remake)


    ~ Oldboy (2003)


    Kurze Inhaltsangabe: O Dae-Sun ist ein (relativ) normaler Geschäftsmann, als Familienvater jedoch recht untauglich. Nachdem er am Abend des vierten Geburtstages seiner Tochter betrunken von einer Polizeistation abgeholt werden muss, wird er von Unbekannten entführt und für fünfzehn Jahre lang in eine Zelle gesperrt - warum, weiß er nicht.

    Doch genauso plötzlich, wie er entführt wurde, wird er auch wieder freigelassen und schon bald hat Dae-Sun nur noch ein Ziel: seinen Peiniger zu finden und sich an ihm zu rächen.



    Ich muss vorweg sagen: dieser Film ist wirklich nichts für schwache Wesen - so wie mich - und hat zumindest bei mir genauso einen starken und leicht verstörenden Eindruck hinterlassen wie Lesson of the Evil, nur hat Oldboy da tatsächlich nochmal einen drauf gesetzt. Ungeachtet dessen allerdings ist der Film einfach nur ein Meisterwerk. Der Soundtrack hat gepasst, die Charaktere waren überzeugend, das Storytelling einfach fantastisch und die Schauspieler schlichtweg toll in ihren Rollen. Ich habe selten in den letzten Wochen so gebannt vor einem Bildschirm gesessen :D

    Die Art und Weise, wie sich langsam die Handlung aufbaut, ist weder übertrieben, noch zu langsam. Man hat das Gefühl, dass der Regisseur bzw der Drehbuchautor sich wirklich darüber Gedanken gemacht hat, wann man im Film welche Information über wen bekommt und wie sich das auf die Gesamthandlung auswirkt und das mag ich sehr. Man hat als Zuschauer nie das Gefühl, wirklich komplett im Dunkeln zu tappen, sondern wird zusammen mit Dae-Sun an die Wahrheit und auf das große Finale hin geführt, das sich trotz Allem doch sehr... unerwartet gestaltet. Aber trotzdem so gut... T__T



    Und ja, ich weiß, dass dieser Film der zweite einer Trilogie ist, aber ich werde mir die anderen beiden gewiss nicht ansehen. Zwei verstörende Filme reichen erstmal :flinch:




    Und davor hatten wir irgendwann noch Pan's Labyrinth angefangen, aber nach einer halben Stunde hab ich dann gefragt, ob wir was anderes sehen können... das war für mich irgendwie total uninteressant und hatte nicht wirklich diese gewisse Atmosphäre, von der ich dabei ausgegangen war ^^"

    Dafür schauen wir dann, wenn wir Zeit und Lust haben, diese ganzen alten Kung-Fu Filme aus den 70er und 80er Jahren, vorwiegend vom Studio Shaw Brothers. Die sind wirklich überirdisch schlecht, aber auf so eine lustige Weise, wie es auch die SchleFaZ sind. Damit kann man sich auf jeden Fall gut amüsieren ^_______^

  • König der Löwen (2019)


    Nun ja, ich bin eigentlich ehr der Meinung das man sich den Film ansehen kann, wenn man das Original nicht kennt.

    Sonst wird man sich ehr dran stören, wie schlecht die Qualität im Vergleich ist.

    Die Synchro ist auch das, was mich neben der langweile (Da laufen, laufen usw.) am meisten gestört haben.

    Eventuell ist er ja in anderen Sprachen besser.

  • Apocalypse Now (Final Cut)

    Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums kam nun der Final Cut von Apocalypse Now in die Kinos. Er stellt einen Kompromiss zwischen der ursprünglichen, zweieinhalb Stunden langen Kinofassung und der fast dreieinhalb Stunden Redux-Fassung dar, dauert "nur" drei Stunden. Es handelt sich quasi um einen Director's Cut, Coppola erklärte, dass die erste Schnittfassung als zu lang erachtet wurde und entsprechend auf besagte zweieinhalb Stunden gekürzt wurde, während bei der Redux-Fassung quasi alles Material, das zur Verfügung stand, verarbeitet wurde. Der Final Cut entspricht nun vermutlich nicht der Fassung, die Ende der 70er auf zweieinhalb Stunden gekürzt wurde, aber immerhin stellt er eine Schnittfassung dar, mit der der Regisseur zufrieden ist.

    Aber zum Film. Captain Willard bekommt den Geheimauftrag den offenbar verrückt gewordenen Colonel Kurtz zu töten. Inmitten des Vietnamkriegs ist er des Mordes angeklagt, seiner Darstellung nach handelte es sich bei den ermordeten Personen jedoch um Spione, die im Zuge des Krieges hingerichtet wurden. Um Kurtz zu töten muss Willard auf einem Patrouillenboot einen Fluss aufwärts fahren, quer durch den Vietnam bis nach Kambodscha, wo sich Kurtz versteckt. Auf dieser Reise bekommt der Zuschauer immer größer werdende Abgründe des Krieges zu sehen.

    Der Film lebt von Widersprüchen. Den beschriebenen Auftrag kommentiert Willard damit, wie absurd es sei, im Krieg einen Menschen wegen Mordes zu verurteilen, das sei als würde man beim Autorennen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsübertretung verteilen.

    Mutet am Anfang noch ein Offizier seltsam an, der eine Festung nur deshalb zu erobern versucht, weil man am Strand surfen kann, nehmen spätere Szenen psychedelische Züge an.

    Neben seiner Interpretierbarkeit hat Apocalypse Now bis heute seine Aktualität nicht verloren, zeigt in seiner Verzerrung der Realität vielleicht am realistischsten den Schrecken eines grausamen Krieges auf.

  • Nun ja, ich bin eigentlich ehr der Meinung das man sich den Film ansehen kann, wenn man das Original nicht kennt.

    Sonst wird man sich ehr dran stören, wie schlecht die Qualität im Vergleich ist.

    Oh Gott, das (also das im Spoiler) deckt sich halt so sehr mit meinem bisher oberfächlichen Eindruck aus Trailer und vorab gezeigten Ausschnitten. Für mich ists so leider mehr oder weniger lediglich ein Film, der mit Technik beeindrucken will (und sicherlich auch kann), abgesehen davon aber eher als überflüssig angesehen werden kann. Da schaue ich mir bei Gelegenheit lieber mal wieder das Original an.

  • Yesterday


    Inhalt:

    Der Musiklehrer Jack Malik hat seinen Beruf als Lehrer aufgeben, um als Musiker Erfolg zu haben, mit seinen selbst geschriebenen Songs, allerdings hat er keinen Erfolg damit.

    Als plötzlich weltweit der Strom ausfällt, kollidiert er mit einem Bus. Seine Freunde schenken ihm daraufhin eine neue Gitarre, da seine alte bei dem Unfall kaputt ging, woraufhin er das Lied Yesterday sing. Alle sind ganz erstaunt, wann er denn diesen Song geschrieben habe, als Jack daraufhin verneint und meint, es seien die Beatles gewesen, sehen ihn alle ungläubig an, denn nur Jack scheint sich noch an die Band erinnern zu können, alle anderen auf der Welt nicht mehr.

    Jack nutzt diese Chance und singt die Lieder der Beatles und gibt sie als seine eignen aus, woraufhin ihn Ed Sheeran entdeckt und als Vorsänger mit auf seine Tour nimmt.

    Daraufhin wird Jack nur noch berühmter. Eds Managerin nimmt ihn unter ihrer Fittiche und macht ihn zu einem noch beliebten Star, als Ed.


    Meine Meinung: (Enthält Infos über das Ende)


    Ich kann für den Film eine klare Empfehlung aussprechen, egal ob man Fan der Band ist oder nicht. Für Musikliebhaber ist er allemal etwas.