The Walking Dead

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  • Am 11.4. sowie am darauffolgenden Samstag gibts übrigens auf RTL2 die erste Staffel von Fear the Walking Dead zu sehen. Soll ja noch Leute geben, die sowas tatsächlich erst im Free TV sehen. :D Ich bin jedenfalls schon gespannt was mich da erwartet, auch wenn ichs wohl erst später sehen werde, muss noch genug anderes aufholen...

  • Am 11.4. sowie am darauffolgenden Samstag gibts übrigens auf RTL2 die erste Staffel von Fear the Walking Dead zu sehen. Soll ja noch Leute geben, die sowas tatsächlich erst im Free TV sehen.

    Ist so was im free TV nicht bis zur Unkenntlichkeit geschnitten?
    Die sind ja da relativ humorfrei, was Splatterszenen angeht, oder?!

  • @cateye Kann ich nicht vergleichen (also bezogen auf die Hauptserie), vielleicht kann jemand anders etwas dazu sagen. Allgemein kommts mir aber so vor, als ob man da in letzter Zeit etwas grosszügiger geworden ist. Viele Folgen waren ab16 frei und die sind dann eh ungeschnitten, die ab18 hatten möglicherweise Schnitte, aber dort waren durchaus härtere Szenen zu sehen und wirklich auffällig war da für mich eigentlich nichts.

  • Das kommt auf dir Uhrzeit an. Läuft es nach 22:00 Uhr darf alles ab 16 uncut laufen. Ab 18 wird dann geschnitten. Ab 00:00 Uhr darf auch ab 18 uncut laufen.
    Und dann gibt es ab und an "extreme" Szenen, die also extrem viel Gewalt zeigen, das es gar nicht gezeigt wird. Aber ich meine, das macht dann auch keinen Unterschied zur DVD Fassung. (Bin mir da aber gar nicht sicher.)


    Und ich meine im Free TV läuft es meist ja erst ab 23: etwas oder? Also relativ uncut.
    Wenn schaut einfach mal bei Schnittberichte vorbei^^

  • Vielleicht bilde ichs mir nur ein, aber ich hatte die letzten Episoden immer öfter den Eindruck, dass die deutsche Synchro extrem nachgelassen hat. Vielleicht liegts auch daran, dass gefühlt immer mehr Stimmen ausgetauscht werden und selbst Carl seit ner Weile ne neue hat, die ich leider im Vergleich zur alten nur eher mäßig gut finde. Also schau ich mir die Serie in Zukunft lieber auf englisch an.


    Um zum Inhalt was zu sagen...



    Ich vermisse Glenn. :'(

  • @Gucky Wie der 2te Teil von The hills have eyes in Deutschland uncut als DVD verboten wurde (wegen der Brutalität einer Vergewaltigungsszene war das glaub ich) und ich ihn dann durch Zufall nachts bei RTL2 oder so uncut aufnehmen konnte :|  :assi: Ich glaub das machen die auch nur so, wie es gerade passt... Ist aber nun auch schon Jahre her ^^


  • Da „The Walking Dead“ ja nach wie vor eine der absoluten Trendserien ist, hab ich vor ein paar Monaten mal mit der ersten Staffel angefangen und bin jetzt mit der dritten durch. Was soll ich sagen? Die Serie ist nicht nur ihren Hype nicht wert, sondern grundsätzlich überhaupt nichts wert. Ich weiß nicht, wann oder ob ich jemals so einen Hass auf eine Serie hatte, wie auf dieses Desaster. Denn „The Walking Dead“ hat nichts, absolut NICHTS, was es sich anzusehen lohnt und wirkt im Allgemeinen eher wie eine Fanfiction, die von einem Edgy-Emo-Teenager, der seine Wut auf die böse böse Gesellschaft zum Ausdruck bringen will, geschrieben wurde.


    Fangen wir mal bei Season 1 an, die mit sechs Folgen imo etwas kurz geraten ist, aber dennoch die beste der drei ersten Staffeln ist. Wieso? Weil es hier noch so etwas wie Pacing gibt und man das Gefühl hat, als wolle die Serie so etwas wie eine Story aufbauen. Gerade die Pilotfolge war noch sehr interessant und hatte ein paar schöne Twists. Nichts Besonderes, aber solide. Wir erfahren, dass der Polizist Rick nach einer Schießerei über Monate im Koma lag und sich in dieser Zeit die Zombieseuche ausgebreitet hat. Rick kämpft sich nach dem Erwachen aus dem Krankenhaus, trifft ein paar Zombies, ein paar Überlebende und macht sich schließlich auf die Suche nach seiner Frau Lorie und seinem Sohn Carl. Ein paar Szenen später erfährt er von Glenn, einem Überlebendem, dem er zufällig (zumindest im Groben ) über den Weg läuft, wo seine Frau und sein Sohn Carl sind: Sie gehören zur selben Gruppe wie er und seine Begleiter.
    Grundsätzlich ist der Plot bis zu dem Zeitpunkt ganz nett, bis Over-Mofo-Superman-Stu (alias Rick) das Lager erreicht und wir mit etlichen, unsympathischen Charakteren konfrontiert werden, welche sich um die Posten „Wer von uns ist uninteressanter“ und „Wer ist das größte Arschloch“ geradezu battlen. Im Prinzip besteht der Cast ab dem Zeitpunkt (und auch danach) aus purem Klischee. Die zickende Ehefrau, der dumme - aber sich beweisen wollende Sohn - der mit seinem Verhalten aber ja so super niedlich ist, der pazifistische alte Mann, der Pseudo-Badass, der andere Pseudo-Badass, der nette Schwarze, usw. Und, wie gesagt, der (zunächst) so perfekt Main.
    Zuerst kam dann die Idee, in die Stadt zu fahren und Waffen zu sammeln (weil Murrica halt, auch wenns Sinn ergibt), mit dem Ergebnis, dass Merl angekettet zurückbleibt. Bei der Rückkehr kommt dann der unerwartete Twist: Merl ist weg. Hat eine Handsäge gefunden und seine Hand abgetrennt, um sich aus den Handschellen zu befreien, die ihm zuvor angelegt wurden (wegen Meinungsverschiedenheit und so, bla). Warum er mit der Säge seine Hand abgetrennt hat, statt die Handschellen durchzuschneiden... Wird nie geklärt. Ist halt so.
    Denn Fillerplot mit der Gang und dem Pflegeheim lasse ich mal weg, da er irrelevant für den weiteren Verlauf ist.
    Die Helden kehren zum Lager zurück. Um den Plot voranzutreiben wird dann das Camp von Zombies überrannt,. Nein, Zeit um Sicherheitsvorkehrungen zu treffen war scheinbar nicht vorhanden. Die Gruppe muss fliehen und gelangt zu einem Bunker. Der dort lebende Zombieforscher, der sich von der Außenwelt abgesichert hat, nimmt die Gruppe auf und erklärt, wie in etwa das Virus funktioniert. Dass das Gehirn beim Tod nicht beschädigt sein darf, dass die Transformation zwischen ein paar Minuten und einem halben Tag variiert, und solchen Kram. Die Verwandlungen, die wir später sehen, sind aber immer situationsbedingt, also finden sowieso IMMER zum ungünstigsten Zeitpunkt statt, ist also de facto eine ziemlich unnötige Info.
    Wir erfahren außerdem, dass die Truppe (selbst...ver...ständlich.) genau zum Zeitpunkt der Detonation der Station angekommen ist (ja, die Bude sprengt sich nach Ablauf eines Timers einfach) und dass der Forscher mit der Zeit schwer depri geworden ist und alle Anwesen ebenfalls hochgehen lassen will. Die Gruppe entkommt, zieht weiter...


    ...und (Staffel 2) machen Rast an einem Highway. Die Mannschaft wird erneut von Zombies überrannt, dabei geht die kleine Sophia verloren. Alle geraten in Panik, machen sich auf die Suche nach ihr und das Ergebnis ist, dass Carl (Ricks Sohn) versehentlich von einem Jäger namens Otis angeschossen wird. Carl wird in Begleitung seiner Eltern und einem weiteren Gruppenmitglied, Shane, zu einer Farm – Otis' Wohnort - gebracht um dort verarztet zu werden. Shane bricht mit Otis auf, um Medikamente zu sammeln, lässt letzteren aber dann zurück, um sich vor Zombies zu retten, Carl bekommt die Medizin, ist außer Lebensgefahr, der Tag ist mehr oder weniger gerettet. Die Gruppe lässt sich auf der Farm nieder.
    Anschließend folgen über verschiedene Episoden diverse unnötige, langweilige und vor allem künstliche Konflikte. Ein Ehekonflikt wegen Betrugs hier, ein „Zombies sind Lebewesen, man darf sie nicht töten“-Streit da, viele seltsame, plötzlich entstehende und wieder endende Beziehungen und durch Dummheit verursachte Tode später, wird nun auch die Farm von Zombies belagert und der inzwischen recht überschaubare Cast muss sich wieder eine neue Behausung suchen.
    Ach ja, indes wird bekannt, dass Sophia ebenfalls mutiert ist und wird daraufhin abgemurkst.
    Ich finde es echt beeindruckend, wie Staffel 2 mit mehr als doppelt so vielen Folgen nicht im Ansatz so viel Story enthält wie die erste und wie eigentlich sämtliche Ereignisse nur noch durch dummes Fehlverhalten der Chars ausgelöst wird. „Ich bin Carl, ich sehe einen Zombie im Morast stecken und werf ihn mit Steinen ab. Oh, er bricht aus und entkommt. Ups, er hat einen Mitstreiter von mir getötet, weil ich niemandem bescheid gesagt habe.“ oder „Ich bin Dale. Ich laufe nachts über die Farm und bemerke den Zombie nicht, der direkt neben mir steht, obwohl es komplett still ist und sterbe daraufhin“ sind meine Favoriten, wenn es um die Dummheit der Charaktere geht, auch wenn es davon noch SEHR viel mehr gibt.
    Ich glaube, in Staffel 2 vergingen keine fünf Minuten einer Folge, ohne dass ich mindestens einen der folgenden Gedankengänge hatte: a) Wie dumm ist >Person XY< eigentlich? b) Wieso widerspricht sich die Serie schon wieder? oder c) Wieso ist der Scheiß eigentlich so unglaublich vorhersehbar?


    Kommen wir zur hochgelobten Staffel 3: Rick, der sich zum diktatorischen Anführer der Gruppe ernannt hat (ohne Widerworte wohlgemerkt. Wer braucht schon einen Cast, in dem Leute mit einer eigenen Meinung vertreten sind) erreicht mit seinen Untergebenen eine ehemalige Strafvollzugsanstalt, kämpfen dort gegen ein paar Zombies und machen es sich anschließend in jenem Gefängnis gemütlich. Sie treffen dort auf ein paar Knastis, von denen ein paar noch in derselben Folge ins Gras beißen und der Rest im weiteren Verlauf der Staffel irgendeinen irrelevanten Tod sterben. Ebenfalls stirbt Lorie bei einem erneuten Zombieangriff, bringt aber kurz vor ihrem Tod einen weiteren Balg zur Welt.
    Rick ist psychisch am Ende, fängt an zu halluzinieren und weitere situationsbedingte Konflikte entstehen.
    Währenddessen wird storytechnisch ein Nebenstrang aufgebaut. Andrea (ein bis dato unwichtiger Nebencharakter), die beim Angriff auf die Farm von den anderen getrennt wurde und seitdem mit einer überparanoiden Samurai durch die Welt zieht, wird zusammen mit dieser von Merl aufgelesen (Also dem Typen, der sich zu Beginn die Hand abgesägt hatte und bis zu dem Zeitpunkt nicht mehr zu sehen war. Hat jetzt so eine Art Messer als Hand. Sollte wohl irgendwie cool aussehen.). Er bringt sie zu seinem Wohnort, einer abgesicherten Stadt, die vom sogenannten „Governor“ regiert wird. Wie alle Charaktere wirkt dieser zuerst ganz nett, entpuppt sich dann aber völlig unerwartet als Psychopath. Das erkennt zuerst die Samurai, dann auch Andrea. Bli Bla Blubb. Alles ziemlich unspektakulär und letztendlich läuft es darauf hinaus, dass die Gruppe von Rick sich mit der des Governors in die Haare kriegt. Es kommt zum Krieg – Metzeilei um Metzelei, die Staffel endet damit, dass der Governor damit anfängt seine eigenen Leute aus Wut zu erschießen und der Rest wird (scheiß auf Logik) von Rick und co. Aufgenommen. Ach ja, und Rick erkennt, dass Demokratie doch ganz gut ist und wird Deus Ex seine Wahnvorstellungen los. Was mit dem Governor – der inzwischen mit einer sehr bedrohlichen Augenklappe rumläuft – geschieht, bleibt erst einmal offen. Ende.
    (Anmerkung: Ich hoffe mal, dass ich alles mehr oder weniger korrekt zusammengefasst hab, gerade Season 1 ist schon etwas her bei mir.)
    Staffel 3 war in der Praxis schon etwas storylastiger, als die zweite. Und dennoch hat sich alles mehr nach einer Nebengeschichte angefühlt. Wirklich weitergekommen sind Rick und seine Gang auch diesmal nicht. Und nach dem, was ich gehört hab, wird das auch in den nächsten Staffeln der Fall sein.
    Ursprünglich wollte ich übrigens alle sechs Staffeln schauen, die bei AP verfügbar sind, aber... Es reicht einfach. Die ersten drei waren schon Tortur genug.


    Zusammengefasst: Anspruchslos, dumm und eine irrelevante Story, dazu langweilige und unsympathische Charaktere. Warum die Serie trotzdem so beliebt ist? Gewalt, Flüche, Pseudo-Philosophie, Eindimensionalität, gelegentliche Sexszenen und Zombies. Reicht schon. Reicht, ums massentauglich zu machen und genau das und nichts anderes ist „The Walking Dead“: Massentauglich für anspruchslose Zuschauer. Defintiv nichts, was ich jemals irgendwem empfehlen wurde und auch nichts, was ich jemals nochmal gucken würde.


    Mein persönlich größter Pluspunkt der Serie ist übrigens der, dass sie mich dazu angeregt hat, mich sportlich zu betätigen. Durch die ständige Bewegung meiner Handfläche in Richtung Stirn und wieder zurück, dürfte ich sehr, sehr viele Kalorien verbrannt haben. Über den unschönen Nebeneffekt (eine durchgehend rote Stirn) kann ich dabei hinwegsehen.


    Die Serie bekommt am Ende 3/10 Punkten von mir.



    Im Folgenden noch ein paar Sachen, die ich zu TWD loswerden will:

    • Laurie Holden, also die, die Andrea spielt, ist eine der schlechtesten Schauspielerinnen, die ich dieses Jahr gesehen habe
    • Ich frage mich, ob es irgendwann einen Charakter in der Serie geben wird, die Rick und seine Gruppe nicht irgendwann töten oder loswerden will, sondern von Beginn an einfach „nett“ bzw. „freundlich“ ist.
    • Der Governor mit seinem mentalen Schutzschild hat mich mehr als gestört. Egal in welchen Kugelhagel der Typ gerannt ist, er musste nicht einmal Schutz suchen, sondern wurde auf mysteriöse Art und Weise (meist als einziger Mann) nicht getroffen. Gepaart mit seinem möchtegern-coolen Auftreten war das echt absoluter Aggressionsauslöser
    • Ich HASSE Carl und sein Badass-Getue. Gerade das dümmste und unerfahrenste Mitglied der Gruppe sollte eigentlich nicht dauernd den dicken markieren. Noch schlimmer ist aber der Umgang der Eltern diesbezüglich
    • Deryl war bis zur Wiederkehr vor Merl mein Lieblingscharakter. Weil er einfach als einziger nicht dauernd am rumheulen war, aber trotzdem nicht nur den „Mir-ist-alles-egal“-Deppen verkörpert hat, sondern auch mal berechtigte (!!) Selbstzweifel haben durfte und eben nicht nur reines Klischee war. Als Merl dann aber wiederkam und er ihn allen Ernstes als Mitglied der Gruppe reintegrieren wollte, nach allem, was davor passiert ist, ist meine Sympathie gegenüber Merl aber leider den Bach runtergegangen. Ich meine, Bruder hin oder her: Merl ist ein gefährlicher Psychopath!
    • Ich finde die Logik von Rick in der Folge „Gesichter der Toten“ mehr als amüsant: Den Mann, der darum bettelt, dass wir ihm helfen, lasse ich grundlos im Stich, aber den Durchgeknallten, der auf uns geschossen hat und von sich selbst sagt, dass er sterben will, versuche ich davon zu überzeugen, Teil der Gruppe zu werden. Sehr gut, Rick!
    • Wieso fischt man einen Zombie aus einem Brunnen, um an mehr als wahrscheinlich infiziertes Brunnenwasser zu kommen?
    • Wieso benutzt Deryl eine Armbrust, um keinen Lärm zu machen, fährt aber das lauteste Vehikel von allen?
    • Wieso baut sich sonst niemand eine Armbrust oder einen Bogen und benutzt Messer (o.Ä.) nur im Notfall? Ist ja nur hundert mal sicherer.
    • Warum kommt der Einfall „Wir sollten mal die Zelte verlassen und in das Hauptgebäude der Farm umziehen“ erst so spät? Obwohl, die Frage kann ich selbst beantworten: Um mehr Deus Ex Machina-Zombieangriffe zu rechtfertigen.
    • Woher kommt der unbegrenzte Vorrat an Benzin?
    • Wieso guckt nie jemand hinter sich, sobald Gefahr droht?
    • Warum geht jeder grundsätzlich davon aus, dass ein Zombie, der sich nicht bewegt, automatisch tot ist? Ist ja nicht so, als könnte man nur zur Sicherheit nochmal nachstechen
    • Weshalb kommt in Staffel 3 niemand auf die Idee, nachhaltig Nahrung anzupflanzen?
    • Wieso können Zombies sich dauernd anschleichen und/oder Jumpscares provozieren, obwohl ihre Gangart und die von ihnen erzeugten Geräusche eigentlich nicht zu überhören sein dürften?
    • Die Liste könnte ich nach Belieben fortsetzen. Reicht aber vorerst.


    Noch eine kurze Nachricht an die TWD-Fanboys: Der Shitstorm ist hiermit offiziell eröffnet.

  • Da „The Walking Dead“ ja nach wie vor eine der absoluten Trendserien ist, hab ich vor ein paar Monaten mal mit der ersten Staffel angefangen und bin jetzt mit der dritten durch. ... „The Walking Dead“ hat nichts, absolut NICHTS, was es sich anzusehen lohnt

    Also dafür, dass sie absolut nichts hat, hast du ganz schön lange durchgehalten. :D Die letzte Serie, mit der ich nichts anfangen konnte, habe ich nach ein paar Folgen abgebrochen.


    Warum die Serie trotzdem so beliebt ist? ... Zombies.

    Reicht doch. Nenn mir eine andere Serie, in der ich die sehen kann.


    Ansonsten könnte man jetzt auf manche Punkte eingehen, teilweise hast du mit deiner Kritik sogar recht, teilweise aber auch nicht. Allerdings bezweifle ich, dass das irgendetwas an deiner Meinung ändern würde bzw. daran, dass du dir die Serie eh nicht weiter anschaust.

  • Also dafür, dass sie absolut nichts hat, hast du ganz schön lange durchgehalten. Die letzte Serie, mit der ich nichts anfangen konnte, habe ich nach ein paar Folgen abgebrochen.

    Der Grund dafür ist ziemlich einfach: Damit ich mir nachher kein "Wie kannst Du eine Serie bewerten, von der Du nur ein paar Folgen gesehen hast?" anhören muss. Und das hätte auch seine Richtigkeit. Nur ein paar Folgen zu gucken reicht halt nicht, um sich eine richtige Meinung von einer Serie zu bilden. Besonders nicht bei der Länge.

    Reicht doch. Nenn mir eine andere Serie, in der ich die sehen kann.

    Google nennt mir folgende Serien: The Returned, iZombie, In the Flesh, Dead Set - Reality Bites, Death Valley, Z Nation, ... Gern geschehen.

  • Google nennt mir folgende Serien: The Returned, iZombie, In the Flesh, Dead Set - Reality Bites, Death Valley, Z Nation, ... Gern geschehen.

    Ok, ich hätte präzisieren sollen auf Serien mit "richtigen" Zombies, die ich auch in deutsch im TV sehen kann.
    Aber zumindest iZombie kann man sehen und ja, die Serie dreht sich zwar nicht wirklich um Zombies im eigentlichen Sinne, aber man kann sie bedenkenlos empfehlen. Man darf hier halt nur keine reine Horrorserie erwarten. Im Gegensatz zu Z-Nation, die Serie kann man sich getrost sparen, weils Schwachsinn pur ist, wenn sie zumindest lustige wäre ok, aber nichtmal das trifft zu.

  • Warum er mit der Säge seine Hand abgetrennt hat, statt die Handschellen durchzuschneiden... Wird nie geklärt. Ist halt so.

    Natürlich wird das geklärt. Daryl zu Rick (Gedächtnisprotokoll): "Die Säge war zu stumpf für die Handschellen." Muss man nicht plausibel finden, aber erklärt wurde es.

    ein „Zombies sind Lebewesen, man darf sie nicht töten“-Streit da

    An der zweiten Staffel ist ja einiges kritikwürdig, aber gerade diesen Plotpunkt fand ich spannend, vor allem wenn man sich darauf einlässt und arrogantes "Ich weiß doch, dass die mausetot sind" mal beiseite lässt. Man vergleiche es mal mit dem Rage-Virus in 28 Days Later, man würde doch hoffen, dass die infizierten Angehörigen heilbar sind. Die Zombies scheinen aus Herschels Sicht tatsächlich zu leben, ein Konflikt, ob man sie als Kranke oder Tote behandelt, ist in meinen Augen absolut plausibel. Ebenso plausibel fand ich übrigens die Überlegungen in Bezug auf den Jungen, dem sie das Leben retten, die im Endeffekt ein Diskussionsbeitrag zum Umgang einer Gesellschaft mit Verbrechern ist. Entsprechend würde die grundsätzliche Überlegung auch ohne Zombies funktionieren. Das mochte ich schon.
    Größter Schwachpunkt der zweiten Staffel war der seltsame Konflikt zwischen Shane und Rick. Das war einfach zu dick aufgetragen und aus meiner Sicht entsprechend unglaubwüridg.
    Zweite große Schwäche war dann die Länge, die du ja anmerkst. Die gesamte Staffel hätte man deutlich kürzen können, der einzige Plotpunkt, der darunter eventuell gelitten hätte, wäre der um Sophia gewesen. Denn so sehr sich die Staffel doch zog, fand ich eigentlich ganz gut, dass man doch darauf hinauszuwollen schien, dass Sophia lebt und am Ende ist sie doch tot. Fand ich persönlich ganz gut, kann mir vorstellen, dass sowas nicht so gut klappt, wenn die Staffel halb so lang ist, weil ja die Dauer hier mit reinspielt, dass es sowohl plausibel als auch realistisch wirkt. Ich hatte erst vor kurzem mit meiner Freundin die Diskussion, dass Eltern bis zum Auffinden ihres Kindes tatsächlich wohl immer hoffen, dass ihr Kind lebt. Das bringt die Staffel in meinen Augen gut rüber.

    hochgelobten Staffel 3

    Ironie? Ich hätte nicht mitbekommen, dass die Staffel besonders gelobt wurde, ich habe mich aber auch nie allzu sehr dafür interessiert. Ich fand ja, dass hier offenbar wurde, was sich in Staffel 2 schon andeutete: Die Ausschlachtung der Serie würde beginnen. Wie du sagst, viele Charaktere werden kurz angedeutet, um sie quasi fünf Minuten später einfach wegzukillen. Das war unglaublich schwach. Besonders schlecht war der

    Governor

    Einer der beschissensten Charaktere, die die Serie zu bieten hatte (soweit ich sie gesehen habe). Und wenn du ihn jetz schon schlimm fandest, dann hättest du ihn wohl noch fürchterlicher gefunden, als er in Staffel 4 wieder auftaucht (ich hoffe doch, der Spoiler ist in Ordnung, du wolltest ja nicht weiterschauen). Da wird eine komplette Folge nur darauf verwendet, den Governor als "Eigentlich ist er ja kein sooo schlechter Mensch, der kann richtig nett sein" darzustellen, nur um ihn dann in der darauf folgenden Episode als das übliche größte Arschloch auf Erden zu reetablieren. Was zu Hölle sollte die Dreiviertelstunde zuvor?

    Wie dumm ist >Person XY< eigentlich?

    Sicher nicht von der Hand zu weisen, aber: Wahrscheinlich würden sich viele wirklich so dumm verhalten. Vielleicht würdest sogar du dich so dumm verhalten. Es ist ein Leichtes vom bequemen Sofa aus zu schimpfen, wie dumm sich Charaktere doch verhalten, aber gar nicht so leicht diese dummen Fehler nicht selbst zu machen. Ist immerhin ne Situation, wie wir sie nicht jeden Tag kennen lernen.

    Ich HASSE Carl und sein Badass-Getue. Gerade das dümmste und unerfahrenste Mitglied der Gruppe sollte eigentlich nicht dauernd den dicken markieren

    Ich konnts auch nicht leiden, aber ich vermute, dass das gar nicht so unrealistisch ist. Die Kiddies wollen immer gern groß sein und können halt nicht wirklich einschätzen, was es bedeutet erwachsen zu sein. Das Kleinkind will sich nicht in die Windeln machen, weils ja schon groß ist, Carl will halt rumballern und den Dicken markieren, weil er meint, das machen ja Erwachsene so. Der Führungsstreit zwischen Shane und Rick könnte ihm da durchaus Vorbild gewesen sein.

    Den Mann, der darum bettelt, dass wir ihm helfen, lasse ich grundlos im Stich, aber den Durchgeknallten, der auf uns geschossen hat und von sich selbst sagt, dass er sterben will, versuche ich davon zu überzeugen, Teil der Gruppe zu werden.

    Xenophobie. Der eine ist ein völlig Fremder, der andere ist der Typ, der ihm schonmal das Leben gerettet hat. Vor allem letzteres ist ja durchaus realistisch, wenn jemand, der dir das Leben gerettet hat, mit suizidalen Absichten vom Dach eines Hauses springen möchte, dann rufst du ihm wahrscheinlich auch nicht zu "Mach nen Salto".

    Weshalb kommt in Staffel 3 niemand auf die Idee, nachhaltig Nahrung anzupflanzen?

    Ich kann dich beruhigen, in Staffel 4 haben sie die grandiose Idee durchaus. Vielleicht hatten sie einfach zu viel zu tun um das zu beginnen. Keine Ahnung.

    iZombie

    Wie Gucky korrekt sagt:

    Aber zumindest iZombie kann man sehen und ja, die Serie dreht sich zwar nicht wirklich um Zombies im eigentlichen Sinne

    iZombie ist eine nette Serie, aber keine Zombieserie. Ich fand die Idee ganz witzig, einige Überlegungen zum Zombiegenre durchaus interessant, aber am Ende ist das eben eher eine Krimiserie, mit dem Zombiegenre, wie es George A. Romero geprägt hat, hat das nichts zu tun.

  • "Die Säge war zu stumpf für die Handschellen." Muss man nicht plausibel finden, aber erklärt wurde es.

    Weil es so leicht ist mit einer Säge durch Eisen zu kommen. Ob die Hand da leichter funktioniert sei dahingestellt.


    Habe nur das aktuelle Spiel gesehen und kenne mich demnach nicht mit der Mainstory aus.
    Im Spiel war das Tempo und die Atmosphäre sehr angenehm. Definitiv ein Spiel das man sehen kann. Aber viele Charaktere waren einem einfach egal, oder unsympathisch. Wie der Junge der versucht auf stark zu machen.
    Genau so stört es mich gewaltig, wie leicht die Zombis besiegt werden. Ein Schlag mit dem Baseballschläger und der Kopf fliegt.
    Auch ein einfaches Messer reicht, um dicken Knochen zu durchdringen und bei lebendigen Charakteren ist es auch nicht groß anders.
    Auch reagieren die Charaktere sehr kurzentschlossen und aggressiv, vor allem in R.
    Zuletzt eines meiner größten Probleme, viele Storylines die nicht richtig abgeschlossen wurden.


    Abschließend gesagt. twD the Game liefert eine simple, aber solide Story. Der Artstyle ist hübsch, aber Charaktere und Logik schwächeln und das Ende ist nicht zufriedenstellend und wirkt hohl.

  • Natürlich wird das geklärt. Daryl zu Rick (Gedächtnisprotokoll): "Die Säge war zu stumpf für die Handschellen." Muss man nicht plausibel finden, aber erklärt wurde es.

    Die Erklärung gibt es tatsächlich, hab das gerade mal geprüft. Ok.
    Aber ja, wie schon richtig erkannt: Eine gute Begründung ist das nicht. Ich meine, wie kann eine Säge zu stumpf sein, um eine dünne Metallkette durchzuschneiden, aber scharf genug, um sich durch mehrere, harte Gelenkknochen zu sägen? Von der Verkomplizierung durch die enormen Schmerzen mal abgesehen.

    An der zweiten Staffel ist ja einiges kritikwürdig, aber gerade diesen Plotpunkt fand ich spannend, vor allem wenn man sich darauf einlässt und arrogantes "Ich weiß doch, dass die mausetot sind" mal beiseite lässt. Man vergleiche es mal mit dem Rage-Virus in 28 Days Later, man würde doch hoffen, dass die infizierten Angehörigen heilbar sind. Die Zombies scheinen aus Herschels Sicht tatsächlich zu leben, ein Konflikt, ob man sie als Kranke oder Tote behandelt, ist in meinen Augen absolut plausibel. Ebenso plausibel fand ich übrigens die Überlegungen in Bezug auf den Jungen, dem sie das Leben retten, die im Endeffekt ein Diskussionsbeitrag zum Umgang einer Gesellschaft mit Verbrechern ist. Entsprechend würde die grundsätzliche Überlegung auch ohne Zombies funktionieren. Das mochte ich schon.

    Die Diskussion an sich ist nicht das Problem, sondern die Art und Weise, wie sie etabliert wird. Bedenken wir mal ein paar Sachen:
    1. Hershal wird im weiteren Verlauf der Geschichte als einer der am logisch denkensten Charaktere der Gruppe dargestellt. Ist also schonmal sehr komisch, dass ausgerechnet ER es in der Situation nicht schafft, mal konsequent zu denken. Ja, er ist schwer gläubig und das soll seine Ansichten irgendwie rechtfertigen, aber auch ihm sollte irgendwann klar werden, dass hinter dem Virus kein gutmütiger Wille Gottes stecken kann.
    2. Die Zombies werden nicht nur in der Scheune festgehalten, sondern auch noch gefüttert, was hochgradig lächerlich ist, wenn man bedenkt, dass auch euf einer Farm die Lebensmittel in einer solchen Welt schnell mal zur Neige gehen können.
    3. Andere Menschen werden gefährdet und nicht einmal darüber informiert. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie schnell eine Scheune mal an irgeneiner Stelle undicht werden kann, dazu reicht schon ein kleiner Sturm oder eine minimal morsche Stelle. Selbst bei guten Bauten und ständiger Intakthaltung ist es nicht unwahscheinlich, dass sowas mit der Zeit mehr als einmal auftreten würde.
    4. Die Einsicht von Hershal kommt viel zu schnell. "Du hast einem Zombie ins Herz geschossen und er war nicht tot. Ok, ihr MÜSST recht gehabt haben!"... Eh?

    Größter Schwachpunkt der zweiten Staffel war der seltsame Konflikt zwischen Shane und Rick. Das war einfach zu dick aufgetragen und aus meiner Sicht entsprechend unglaubwüridg.

    Wobei ich sagen muss, dass der Konflikt sogar noch relativ interessant war. Dämlich, aber doch ganz interessant. Weil Shane am Ende tatsächlich nurnoch wie ein wilder gewirkt hat und dieser ganze Prozess bis dahin halbwegs gut verpackt war. Was ich unsinnig fand, war, dass Rick extra seinen Arsch riskiert, um Badboy Shane zu retten und die logische Konsequenz gewesen wäre, dass Shane etwas einsicht zeigt und Rick dankbar ist, dann aber in der nächsten Folge SCHON WIEDER mit diesem Konflikt anfängt.

    Zweite große Schwäche war dann die Länge, die du ja anmerkst. Die gesamte Staffel hätte man deutlich kürzen können, der einzige Plotpunkt, der darunter eventuell gelitten hätte, wäre der um Sophia gewesen. Denn so sehr sich die Staffel doch zog, fand ich eigentlich ganz gut, dass man doch darauf hinauszuwollen schien, dass Sophia lebt und am Ende ist sie doch tot. Fand ich persönlich ganz gut, kann mir vorstellen, dass sowas nicht so gut klappt, wenn die Staffel halb so lang ist, weil ja die Dauer hier mit reinspielt, dass es sowohl plausibel als auch realistisch wirkt.

    Die Sache mit Sophia war allerdings schon nach etwa der Hälfte der Season gegessen und dann hätte man relativ flott auf's Finale zusteuern können, was aber durch diverse Filler gebremst und gebremst und gebremst wurde.

    Ich hatte erst vor kurzem mit meiner Freundin die Diskussion, dass Eltern bis zum Auffinden ihres Kindes tatsächlich wohl immer hoffen, dass ihr Kind lebt. Das bringt die Staffel in meinen Augen gut rüber.

    Das große Problem an der Sache war, dass sich die Dialoge diesbezüglich unnötig wiederholt haben. "Sophia hat ganz sicher überlebt." "Ich weiß es einfach, sie MUSS überlebt haben." "Ich spüre es, sie ist noch da draußen." waren Sätze, die über etliche Folgen im Dauertakt gefallen sind. Irgenwann reicht es auch.
    Abgesehen davon hätte es mich mal brennend interessiert, wie Sophia denn letztendlich infiziert wurde, wäre ja für einen Plotpunkt, der sich über eine halbe Staffel zieht, ganz interessant gewesen.

    Ironie? Ich hätte nicht mitbekommen, dass die Staffel besonders gelobt wurde, ich habe mich aber auch nie allzu sehr dafür interessiert. Ich fand ja, dass hier offenbar wurde, was sich in Staffel 2 schon andeutete: Die Ausschlachtung der Serie würde beginnen. Wie du sagst, viele Charaktere werden kurz angedeutet, um sie quasi fünf Minuten später einfach wegzukillen. Das war unglaublich schwach.

    Generell hab ich schon mehrfach sowas wie "TWD geht erst ab Season 3 so richtig ab. Staffel 1 und 2 kann man getrost überspringen" gehört oder gelesen.
    Die "Ausschlachtung" war auch in Staffel 2 schon in vollem Gange, wenn man denn mal ehrlich ist.

    Einer der beschissensten Charaktere, die die Serie zu bieten hatte (soweit ich sie gesehen habe). Und wenn du ihn jetz schon schlimm fandest, dann hättest du ihn wohl noch fürchterlicher gefunden, als er in Staffel 4 wieder auftaucht (ich hoffe doch, der Spoiler ist in Ordnung, du wolltest ja nicht weiterschauen). Da wird eine komplette Folge nur darauf verwendet, den Governor als "Eigentlich ist er ja kein sooo schlechter Mensch, der kann richtig nett sein" darzustellen, nur um ihn dann in der darauf folgenden Episode als das übliche größte Arschloch auf Erden zu reetablieren. Was zu Hölle sollte die Dreiviertelstunde zuvor?

    Ich prognostiziere mal: Man bekommt sein Leben vor Ausbruch der Seuche zu sehen, sieht den netten lieben Familienvater, der dann nach Ausbruch der Seuche seine Frau und sein Kind verliert (auf die Tochter wird bestimmt nochmal genauer eingegangen) und daraufhin eben seine Transformation zum manipulativen Psycho-Dauerlügner-Terroristen durchlebt, blablabla. Um wieder klarzumachen, dass wieder nur die Zombies an allem Schuld sind.

    Sicher nicht von der Hand zu weisen, aber: Wahrscheinlich würden sich viele wirklich so dumm verhalten. Vielleicht würdest sogar du dich so dumm verhalten. Es ist ein Leichtes vom bequemen Sofa aus zu schimpfen, wie dumm sich Charaktere doch verhalten, aber gar nicht so leicht diese dummen Fehler nicht selbst zu machen. Ist immerhin ne Situation, wie wir sie nicht jeden Tag kennen lernen.

    Hier muss man ganz klar zwischen situationsbedingtem Keine-Zeit-zum-Nachdenken-haben und langfristigem Sich-grundsätzlich-keine-Gedanken-machen unterscheiden.
    Ersteres ist oft nachvollziehbar; Menschen sind unter Stress, Angst und/oder Überlastung nicht in der Lage, normal zu denken. Diese Situationen treten in der Serie öfter auf und zu denen kann man auch nicht viel sagen, außer "Ist halt dumm gelaufen". Wenn z.B. ein gewisser Blacky in Panik einen gewissen Schlüssel verliert, der ein gewisses Leben hätte retten können: Ok. Wenn gewisse Gefängnisinsassen es beim ersten Kontakt mit Zombies mit der Angst zu tun bekommen und unerwartet in den Nahkampf gehen: Von mir aus.
    Wenn aber z.B. ein gewisser Bauernjunge mit einem Wohnwagen in eine Zombiehorde fährt und sich dann wundert, dass sie in den Wagen eindringen: Bullshit. Wenn eine ganze Gruppe bewaffneter Leute es nicht hinbekommt, eine scheinbare Zombieleiche nochmal zur Sicherheit zu töten, diese aber dann plötzlich doch noch lebt und einem gewissen, ehemaligen Freilandbesitzer durch den Angriff das Bein amputiert werden muss (willkürliches Beispiel, dieselbe Situiation in anderer Form ist schon so oft aufgretreten, dass selbst der letzte Hinterwäldler seine Lektion gelernt haben sollte): Völlig dämlich. Wenn ein gewisser Hosenscheißer meint, einen Zombie mit Steinen bewerfen zu müssen, bis dieser ausbricht und anschließend einen gewissen Peace-Main tötet: Unfassbare Blödheit. Wenn eben genannter Hosenscheißer durch eine mit Fallen ausgebaute Stadt läuft und dann versucht, in ein Gebäude voller Zombies einzubrechen und nur durch Hilfe und sehr viel Glück dem Tod entkommt, nur um uns zu zeigen, dass er nur ein Bild haben wollte, was sich in diesem gebäude befand: Mir fällt schon keine angebrache Steigerung mehr ein.


    Ich hoffe Du siehst, worauf ich hinaus will. Fehler können von mir aus passieren, aber nicht derart unglaubwürdig dumme und vor allem nicht so oft hintereinander.

    Ich konnts auch nicht leiden, aber ich vermute, dass das gar nicht so unrealistisch ist. Die Kiddies wollen immer gern groß sein und können halt nicht wirklich einschätzen, was es bedeutet erwachsen zu sein. Das Kleinkind will sich nicht in die Windeln machen, weils ja schon groß ist, Carl will halt rumballern und den Dicken markieren, weil er meint, das machen ja Erwachsene so. Der Führungsstreit zwischen Shane und Rick könnte ihm da durchaus Vorbild gewesen sein.

    Das Problem war nicht Carls Verhalten an sich, sondern wie damit umgegangen wird. Dieses ganze Coming of Age-mäßige "Ich will mir selbst beweisen, dass ich selbstständig sein kann" wäre vielleicht ganz nett gewesen, wenn Carls Eltern (oder generell ältere Personen) ihn mal auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht hätten. Er ist nunmal nicht der erfahrene Boss, für den er sich hält, aber keiner macht ihm das mal klar. Mal abgesehen davon, dass er von allen Charakteren die meisten und offensichtlichsten Fehler macht, aber nicht aus diesen lernt und auch nicht an sich arbeitet.

    Xenophobie. Der eine ist ein völlig Fremder, der andere ist der Typ, der ihm schonmal das Leben gerettet hat. Vor allem letzteres ist ja durchaus realistisch, wenn jemand, der dir das Leben gerettet hat, mit suizidalen Absichten vom Dach eines Hauses springen möchte, dann rufst du ihm wahrscheinlich auch nicht zu "Mach nen Salto".

    Wir sprechen übrigens von selben Typ, der Rick und seinen Sohn fast erschossen hätte. Der durch seine Verluste absolut wahnsinnig geworden ist und sich selbst und andere gefährdet. Ich meine, Lebensretter hin oder her: Es ist einfach nur schwachsinnig.
    Und völlig Fremde aufzunehmen ist im späteren Verlauf der Serie auch kein Problem mehr (siehe Ende von Staffel 3), wieso also in der Situation? Generell, was hatte diese Szene für einen Sinn?

    Ich kann dich beruhigen, in Staffel 4 haben sie die grandiose Idee durchaus. Vielleicht hatten sie einfach zu viel zu tun um das zu beginnen. Keine Ahnung.

    Keine Zeit? Die lebten in einem Gefängnis, in dem die Nahrung schon für lange Zeit gesichtert ist, die Zombies keine Gefahr waren und hatten außer ein paar Hausarbeiten wie Wäsche waschen oder den Schreihalz zu füttern (was Blondie aber zudem fast alleine übernommen hat) überhaupt nichts zu tun. Die Zeit anderweitig sinnvoll genutzt, um Zukunftspläne zu schmieden, haben sie auch nicht (bzw. wenn, dann auf den letzten Drücker) und eine riesige, sichere Wiese zum Anbauen wäre auch vorhanden gewesen.
    Es gab also nicht auch nur den kleinsten Grund für ein so voraussichtsloses Verhalten.

    Es ist natürlich außerordentlich erwachsen Kritik an der Kritik vorab mit "Fanboy" abzuschmettern. Sei dir gegönnt, dass du die Serie scheiße findest, manche Kritikpunkte darf man wohl trotzdem für überzogen halten.

    Kritik ≄ Fanboying. Gerade bei Serien wie TWD muss man mit letzterem aber durchaus rechnen. Deshalb die Ansage.

  • Auch wenn es total Off-Topic ist, weil es hier ja um die Serie und nicht um das Spiel geht:


    Zitat von Sunaki

    Abschließend gesagt. twD the Game liefert eine simple, aber solide Story. Der Artstyle ist hübsch, aber Charaktere und Logik schwächeln und das Ende ist nicht zufriedenstellend und wirkt hohl.

    Ich glaube es kommt ganz darauf an, welches Ende man gesehen hat, da es hier wirklich eine ganze Menge an Möglichkeiten gab.
    Spoiler bitte nur lesen wenn ihr New Frontier bereits durchgespielt habt!

  • Ich prognostiziere mal: Man bekommt sein Leben vor Ausbruch der Seuche zu sehen, sieht den netten lieben Familienvater, der dann nach Ausbruch der Seuche seine Frau und sein Kind verliert (auf die Tochter wird bestimmt nochmal genauer eingegangen) und daraufhin eben seine Transformation zum manipulativen Psycho-Dauerlügner-Terroristen durchlebt, blablabla. Um wieder klarzumachen, dass wieder nur die Zombies an allem Schuld sind.

    Schlimmer: Nachdem er die Stadt ja nun verloren hat, wandert er ein bisschen umher, trifft eine Familie bestehend aus einem alten Mann, zwei Frauen und einem Mädchen. Er kümmert sich rührend um das Mädchen und die Familie, freundet sich mit ihnen an, der alte Mann stirbt, sie beginnen zusammen zu reisen. Als er dabei Kumpels aus Woodbury wieder trifft, wird er wieder zum Psycho, dem nichts wichtiger ist, als alle im Gefängnis zu töten. Deine Idee wäre zwar dumm, aber irgendwie noch plausibel. Die tatsächliche Geschichte ist einfach nur Zeitverschwendung, weil sie eine Darstellung einführt, die dann direkt komplett revidiert wird. :patsch:

    Ich meine, wie kann eine Säge zu stumpf sein, um eine dünne Metallkette durchzuschneiden, aber scharf genug, um sich durch mehrere, harte Gelenkknochen zu sägen?

    Immerhin sind es Handschellen, die dazu gemacht sein sollten, dass man nicht einfach mal durch kommt. Sonst könnte man ja genausogut die Kette durchreißen. Entsprechend würde ich sagen: Ja, ich kann mir vorstellen, dass eine Säge nicht scharf genug ist durch die Kette zu kommen, aber scharf genug um durch ein Gelenk zu kommen. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob es realistisch ist, ich kenne niemanden, der sich sowohl mit Gelenken als auch mit Handschellen als auch stumpfen Sägen gut genug auskennt, um eine fachkundige Meinung abzugeben.

  • @DieSäge: ist überhaupt geklärt, ob das eine Metallsäge ist? Wenns sich dabei nämlich um eine Holzsäge handelt, kann man das mit den Handschellen eh vergessen, Handgelenk hingegen sollte durchaus im Bereich des Möglichen sein. :D Aber auch mit einer relativ stumpfen Metallsäge hat man gegen eine Handschellenkette wohl ziemlich schlechte Karten...

  • Weshalb kommt in Staffel 3 niemand auf die Idee, nachhaltig Nahrung anzupflanzen?

    Hahaha, grad die erste Szene von Staffel 4 sieht man, das überall im Knast Gemüse (Nahrung) angepflanzt wurde. :)


    Grad Stattel 4+ wird die Serie viel besser, aber bei jemanden wie dir mit so einer fatalen schlechten Kritik an jeder Szene, wird das wohl egal sein das zu sagen.


    Ich bin selber bis heute erstaunt das die Serie noch läuft. Ich liebe einfach alles was mit Zombies zu tun hat, aber man kann halt mit lebenden Leichen nicht mehr rausholen als töten und von ihnen brutal lebendig gefressen zu werden... deswegen baut man so viel Moralscheiß und Diskussionen ein.


    Dieses Bild erklärt wohl alles:



    Und sind nicht alle Serien so, besonders die amerikanischen?


    Dead Set - Reality Bites


    Das kann ich nur empfehlen. :thumbsup: Youtube!

  • Ich pack das mal in nen Spoiler bevor ich verprügelt werde oder so


  • Schlimmer: Nachdem er die Stadt ja nun verloren hat, wandert er ein bisschen umher, trifft eine Familie bestehend aus einem alten Mann, zwei Frauen und einem Mädchen. Er kümmert sich rührend um das Mädchen und die Familie, freundet sich mit ihnen an, der alte Mann stirbt, sie beginnen zusammen zu reisen. Als er dabei Kumpels aus Woodbury wieder trifft, wird er wieder zum Psycho, dem nichts wichtiger ist, als alle im Gefängnis zu töten. Deine Idee wäre zwar dumm, aber irgendwie noch plausibel. Die tatsächliche Geschichte ist einfach nur Zeitverschwendung, weil sie eine Darstellung einführt, die dann direkt komplett revidiert wird.

    Find ich schon komisch, weil diese Vorgeschichte eigentlich weitaus naheliegender gewesen wäre und auch... naja, mehr Erzählstoff geboten hätte. Durch die Sachen, die wir halt schon wissen.

    Immerhin sind es Handschellen, die dazu gemacht sein sollten, dass man nicht einfach mal durch kommt. Sonst könnte man ja genausogut die Kette durchreißen. Entsprechend würde ich sagen: Ja, ich kann mir vorstellen, dass eine Säge nicht scharf genug ist durch die Kette zu kommen, aber scharf genug um durch ein Gelenk zu kommen. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob es realistisch ist, ich kenne niemanden, der sich sowohl mit Gelenken als auch mit Handschellen als auch stumpfen Sägen gut genug auskennt, um eine fachkundige Meinung abzugeben.

    Die Diskussion bringt glaub ich nichts. Keiner von uns hat genug Ahnung über die härte von Metallen, noch über die des menschlichen Skeletts, um da großartig weiter argumentieren zu können. ^^"
    Mal abgesehen davon, dass es eher ein Randdetail ist, nichts wirklich Wichtiges.

    @DieSäge: ist überhaupt geklärt, ob das eine Metallsäge ist? Wenns sich dabei nämlich um eine Holzsäge handelt, kann man das mit den Handschellen eh vergessen, Handgelenk hingegen sollte durchaus im Bereich des Möglichen sein. Aber auch mit einer relativ stumpfen Metallsäge hat man gegen eine Handschellenkette wohl ziemlich schlechte Karten...

    S.o.

    Hahaha, grad die erste Szene von Staffel 4 sieht man, das überall im Knast Gemüse (Nahrung) angepflanzt wurde.

    Aber warum erst so spät? Bzw. wurde das Gemüse an einer Stelle angebaut, die vorher nicht zu sehen war, damit man wenigstens so tun könnte, als hätten sie die Idee schon vorher gehabt?

    Grad Stattel 4+ wird die Serie viel besser, aber bei jemanden wie dir mit so einer fatalen schlechten Kritik an jeder Szene, wird das wohl egal sein das zu sagen.

    Selbst wenn das stimmen sollte: Die ersten drei Staffeln sinds halt trotzdem nicht und werden die Serie trotzdem immer stark runterziehen. Auch wenn Season 4 jetzt unerwartet besser werden sollte, die Vorlage dafür ist schonmal alles andere als gut.

    Ich bin selber bis heute erstaunt das die Serie noch läuft.

    Ich ehrlich gesagt nicht. Wie gesagt, "The Walking Dead" hat Gewalt, Splatter, gelegentlich Sex und massentauglich gemachte Anspruchslosigkeit. Mehr braucht eine Serie aktuell nicht, um sich gut zu vermarkten.
    Ehrlich gesagt könnte ich mir auch vorstellen, dass die Serie auch nach weiteren sieben Staffel noch gute Einnahmen bringen würde.

    Dieses Bild erklärt wohl alles

    Auch wenn das "every" etwas übertrieben ist (es gibt durchaus etwas stärkere Folgen, bei denen dann halt doch etwas Story drin ist und nicht immer gibt es das Plotdevice "Irgendwer baut Mist" und auch Zombieangriffe kommen hier und da mal nicht vor), trotzdem eine ziemlich gute Zusammenfassung der Serie. Wer auch immer das Bild erstellt hat, gebt ihm einen Orden. Danke.

    Und sind nicht alle Serien so, besonders die amerikanischen?

    Nein.

  • Aber warum erst so spät? Bzw. wurde das Gemüse an einer Stelle angebaut, die vorher nicht zu sehen war, damit man wenigstens so tun könnte, als hätten sie die Idee schon vorher gehabt?

    Man hatte wohl vorher schlicht keine Zeit bzw. war man nie lange genug an einem sicheren Ort, um sich darum kümmern zu können. Teilweise ergibt es sich dann auch aus dem Kontext, warum Rick damit beginnt Nahrung anzubauen... Letztendlich liegt es aber dann auch in der Natur der Serie, warum auch das nur eine Randnotiz bleibt. Es ist halt keine Landwirtschaftsserie.


    Keiner von uns hat genug Ahnung über die härte von Metallen, noch über die des menschlichen Skeletts, um da großartig weiter argumentieren zu können.

    Na zumindest ist Stahl härter als Knochen, soviel kann ich mit Sicherheit sagen ohne Wikipedia und Google zu bemühen. Bei Saw gabs dieses Problem ja auch und wer den Film kennt weiß, wie es dort ausgegangen ist...