Flüchtlinge

  • allerdings bezeichnet unter anderen auch Mekka das Traumziel oder Wunschland einer Person.

    Ok, ob Europa wirklich so ist, wie es sich die Flüchtlinge erträumt haben, darüber kann man sich streiten, dennoch würde ich eher behaupten, dass die Leute, die hierher eingereist sind, auch nach Europa bzw Deutschland wollten..

    Und wieso schreibst du nicht gleich, was du überhaupt mit dieser Aussage sagen willst, anstatt mich auf die Bedeutung und Synonyme von "Mekka" hinzuweisen? Ich verstehe den Zsmhang mit dem Artikel nicht...

  • "Ein Mekka für [...] sein" ist eine allgemein bekannte Redewendung, um auszudrücken, dass etwas ein idealer/beliebter Ort für etwas ist, hier verwendet wohl am ehesten als idealer Ort, um sich als Flüchtling (evtl. zumindest zeitweise) niederzulassen. Das ist wirklich kein Grund für solche Empörung.

  • Mein persönliches Mekka wäre Japan (oder die Pokémon-Welt)

    Naja, aber mal ehrlich, wir haben 2019, und derzeit wirklich wichtigere Probleme (Nationalisten, Klimawandel, genereller Rechtsruck) als dass Flüchtlinge (also die von 2015) noch ein "wichtiges" Thema sind.


    Bzgl "Mekka Europa":
    Europa wird teilweise genauso romantisiert, wie es die USA teilweise immer noch wird. Was aber auch nicht verwunderlich ist, schließlich gehen sehr viele Kulturströme von Europa aus in alle Welt und wir beuten (vor allem Afrika) ja immer noch aus

  • Naja, aber mal ehrlich, wir haben 2019, und derzeit wirklich wichtigere Probleme (Nationalisten, Klimawandel, genereller Rechtsruck) als dass Flüchtlinge (also die von 2015) noch ein "wichtiges" Thema sind.

    ???

    Dann erklär du mir doch bitte mal, warum wir Flüchtlinge hier haben. Kp ob das gerade ein obvs Trollbeitrag sein soll, und ich den Sarkasmus maximal überlesen habe, oder ob du das echt ernst meinst.

  • Wir spüren auch in Europa die Folgen des Klimawandels. Wo soll denn bitte das Mekka sein? Bei uns wird es auch immer schlimmer. Bäume sterben ab..bald wachsen hier Kakteen. Naja, in 30 Jahren haben wir vor der Tür eine Safari Landschaft.


    Was viel bringen würde ist, dass die Geburtenraten insbesondere im Süden mal deutlich sinken würde. Da bringen die Frauen 5 und mehr Kinder zur Welt, haben schon fast Nichts und hoffen so, dass etwas besser wird? Eher ist Weniger Mehr. Die Situation im Süden verschlimmert sich ja auch noch deutlich.

  • Ich glaube, damit sind die afrikanischen Länder gemeint.

    Dort existiert immer noch der Irrglaube/Standard, dass man als "Altersvorsorge" viele Kinder in die Welt setzen muss, die einen dann versorgen und genügend Geld verdienen, um als Familie zu überleben

  • Weil erwiesenermaßen viele Kinder nicht automatisch auch viel Geld bedeuten.

    Jedoch ist die "Aufklärung" (in allen Bereichen) noch nicht weit genug fortgeschritten.

    Naja, und die Regionen haben auch nicht genügend Infrastruktur, um gut bezahlte Jobs zu bieten, was wieder an der Jahrzehntelangen Ausbeutung seitens Europa und den USA liegt

  • Meinst du mit "dem Süden" Länder wie Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, deren Geburtenrate um 1.3 und damit unter der von Deutschland liegt?

    Nein, ich meine damit Afrika und der Nahe Osten, die geografisch gesehen südlich von Europa liegen. Dort sind die Geburtenraten sehr hoch.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Geburtenrate


    In Afrika durchschnittlich bei über 4 Kinder und im Nahen Osten deutlich über 3 Kinder pro Frau. Der Weltdurschnitt liegt etwa bei 2,4 und selbst das ist zu hoch.

  • Nur mal so am Rande bzgl Mekka: von der Redewendung hab ich noch nie gehört (hab zwar deutsche Staatsangehörigkeit, hab aber die Hälfte meines Lebens in einem Land verbracht, aus dem viele Flüchtlinge kommen)

    Und ganz ehrlich, diese Redewendung war einfach mega missglückt und empört bin ich schon gar nicht mal lel.


    Wir spüren auch in Europa die Folgen des Klimawandels.

    Also "spüren" tue ich aktuell nur, dass es im Vergleich zu bis ein paar Wochen mega kalt ist.


    Das aktuelle Wetter sagt nichts über das Klima aus

    Ach was

  • Naja, aber mal ehrlich, wir haben 2019, und derzeit wirklich wichtigere Probleme (Nationalisten, Klimawandel, genereller Rechtsruck) als dass Flüchtlinge (also die von 2015) noch ein "wichtiges" Thema sind.


    Da kannst du aber nicht allzu oft in die Medien geschaut haben in letzter Zeit. Die effektive Anzahl an Migranten, die über das Mittelmeer ankommen, mag massiv zurückgegangen sein. Dies ist aber vor allem Transitabkommen mit z.B. der Türkei oder Libyen geschuldet, welche finanziell unterstützt werden, damit sie die Flüchtlinge von Europa "fernhalten". Gerade die libysche Küstenwache wird finanziell unterstützt, damit sie Flüchtlinge in Auffanglager bringen kann, in denen menschenunwürdige Zustände samt Folter und sexuellem Missbrauch vorherrschen. Ebenso ist zwar die effektive Anzahl an Flüchtlingen zurückgegangen, die Rate an Flüchtlingen, die bei der Überfahrt sterben, ist aber gestiegen. Gleichzeitig sorgen Gerichtsurteile in Italien, Griechenland und anderen Küstenländern dafür, dass private Rettung beinahe verunmöglicht wird.

    Das Problem ist also nach wie vor ein grosses. Die EU ist zerstritten, diverse Länder schotten sich nach aussen ab. Schlüssel, wie die Migranten verteilt werden sollten, wurden bereits 2015 beschlossen - die Umsetzung liegt derweil nach wie vor auf Eis, weil sich primär osteuropäische Staaten dagegen stemmen. "Ich bekomme es weniger mit" mit "es ist kein wichtiges Thema mehr" gleichzusetzen ist doch etwas kurz gedacht.


    Und ganz ehrlich, diese Redewendung war einfach mega missglückt


    Ne, sie wurde absolut korrekt verwendet. Dass du sie nicht kanntest ist natürlich nicht schlimm, aber auch nicht seine Schuld.


    Also "spüren" tue ich aktuell nur, dass es im Vergleich zu bis ein paar Wochen mega kalt ist.


    Das aktuelle Wetter sagt nichts über das Klima aus.

  • Dort wurde gesagt, dass die meisten gut gebildet sind und aus dem Mittelstand kommt. Das Warum habe ich nicht ganz verstanden.

    Die Frage ist recht simpel zu beantworten.


    Die "normale" Prozedur von vielen Flüchtlingen ist nämlich die, dass die Familien darauf setzen, dass sie später nachgeholt werden können. Deshalb erwählen sie quasi den durchhaltungsfähigsten Kerl aus ihrer Familie. Je nachdem wie vermögend die Familie ist, muss sie Besitz verkaufen, um die Reise zu ermöglichen. Bildungsstand in einem kriegszerfressenden Land ist ja auch nicht viel wert, wenn du dein Potenzial nicht nutzen kannst, weil Infrastruktur fehlt oder du nicht dem Regime treu genug bist, um eine gute Position zu erhalten.


    Die Antwort ist übrigens auch eine Antwort darauf, warum ja nur "gesunde Männer" sich auf die Reise machen und hier ankommen. Es ist gefährlich und riskant, natürlich schickst du nicht deine 5jährige Tochter mit Frau auf die Reise, von deren Erfolg womöglich das Leben der ganzen Familie abhängt. Selbstverständlich gibt es auch Familien, die zusammen reisen, mit Kind und Kegel, die oft auch gar keine andere Wahl haben....


    Ich habe oft die Argumentation gelesen, dass Flüchtlinge für eine Reise nach Europa mehr zahlen, als sich hier "mancher Harz 4 Empfänger leisten könnte", aber wie erwähnt - hier ist der Mittelstand unterwegs, die oft auch Eigentum verkauft haben. Arme Menschen können sich diese Flucht nicht leisten und haben die Alternative zwischen Nachbarländern oder bleiben.

  • So wie Italien und ein paar andere Länder die Seenotrettung handhaben, können Privatpersonen die aus reinem Vergnügen segeln dazu angestiftet werden, Leute ertrinken zu lassen, schon allein aus Angst, Tage, oder Wochen lang nicht mehr einlaufen zu können, oder Jahre ins Gefängnis zu müssen.

    Und es würde viele Menschen geben, die genau so handeln würden, um Ärger zu vermeiden.

  • Meinetwegen, allerdings hat jemand von der Seenotrettung befürchten müssen, Jahrzehnte ins Gefängnis zu kommen, wegen sowas.

    Weil man sie wochenlang vor der Küste festgehalten hat. Soweit die Flüchtlinge Landesboden betreten sind sie offizielle für diese verantwortlich.

  • Es ist absolut keine Option, die geflüchteten aus Afrika alle aufzunehmen. Mal abgesehen davon, dass sich an dem Elend in deren Ländern nichts ändert, sorgt diese massive Einwanderung auch in Europa für soziale Spannungen und politische sowie wirtschaftliche Probleme. Und es ist ja nicht so, als seien Deutschland und Europa am Elend der ganzen Welt Schuld. Die Afrikaner sind an ihrem Elend auch nicht unschuldig. Sei es die Korruption oder die Geschwindigkeit mit der sie sich vermehren. Wenn ich schon eine elendige Zukunft habe, warum zum Teufel setze ich 5 Kinder in die Welt?


    Europa hat jetzt schon Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Ein Ende ist logischerweise nicht in Sicht, denn solange das Elend dort (ob politisch oder wirtschaftlich) weitergeht, werden die Menschen natürlich das Bedürfnis haben nach Europa zu flüchten. Laut Statistik denken rund 40% der Afrikaner darüber nach auszuwandern, jeder 4. davon nach Europa. [1] und bis 2050 wird prognostiziert, dass sich die Bevölkerung in Afrika verdoppeln wird.


    Ich musste auch über die Schlagzeilen in den Medien schmunzeln die meinten, "Italien verbietet Seenotrettung". Dabei möchte Italien die Flüchtlinge bloß nicht bei sich aufnehmen. Verständlich, angesichts dessen wie viel die schon aufgenommen haben. Deshalb, Seenotrettung ja, aber anschließend wieder zurück in das Land aus dem geflüchtet wurde.


    Die dort vorherrschenden Probleme müssen halt vor Ort angegangen werden. Und wenn es diplomatisch nicht geht (weil Krieg, Korruption), dann muss es militärisch gehen (wozu hat die UN denn Blauhelme).


    Wirtschaftlich gesehen macht China es z.B. gut, indem sie die Rohstoffe ausbeutet aber im Gegenzug in die Infrastruktur Afrikas investiert, den Afrikanern Jobs und somit einen höheren Lebensstandard ermöglicht. Da gewinnt jeder.


    Zitat von Arrior


    Naja, aber mal ehrlich, wir haben 2019, und derzeit wirklich wichtigere Probleme (Nationalisten, Klimawandel, genereller Rechtsruck) als dass Flüchtlinge (also die von 2015) noch ein "wichtiges" Thema sind.

    Nationalismus und Rechtsdruck ist ein Problem, aber nicht das einzige. Laut Verfassungsschutz gibt es mehr islamistische Gefährder als Rechtsradikale, abgesehen von den zehntausenden Salafisten. Und diese sind national und international ebenso gut vernetzt. Laut bpb sind türkische Nationalisten die stärkste rechtsextreme Gruppe in Deutschland. [2] Komisch, oder? Eine Minderheit an Muslimen/Türken produzieren laut offiziellen Zahlen genauso viele Extremisten wie es die Mehrheit an gebürtigen Deutschen tut. Aber damit man das ernst nimmt, muss man von seiner Fixierung auf den deutschen Rechtsextremismus runterkommen. So wie du es z.B. tust, der Rechtsextremismus (ich nehme nicht an, dass du den türkischen Rechtsextremismus mitgemeint hast) mit Klimawandel (die wohl größte globale Hürde) in einen Topf wirfst und sagst, "ja, darum müssen wir uns erst kümmern". Nein, nicht nur. Auch, aber nicht nur. Der Zustrom von millionen von Flüchtlingen aus konservativen, archaischen Kulturen wird zu sozialen Spannungen führen und tut es jetzt schon. Es sind größtenteils keine gebildeten, aufgeklärten und weltoffenen Akademiker die da zu uns kommen.

  • https://www.der-postillon.com/…8/empoer-o-meter.html?m=1


    Das ist noch so schön passend zu der gesamten Diskussion. Der Postillon ist schon klasse :biggrin: und dann noch diese Emojis und Kategorien, vor allem aufgeteilt in "AfD dreht durch (wenn ein Ausländer jemanden tötet)", "Grüne drehen durch (wenn ein Ausländer getötet wird)" UND "Seehofer startet Pressekonferenz."