Das Wut- und Trauertopic

  • Ich weiß, hier ist keine Selbsthilfegruppe und es gibt sicherlich bessere Foren dazu. Aber ich wollte es jetzt einfach mal niederschreiben und hoffe, dass es nach Corona irgendwie besser wird...

    Zunächst einmal: Auch wenn das hier "nur ein Forum" ist (und keine Selbsthilfegruppe), so ist alleine das reden über das Problem mit einer "vertrauten" Person (oder an einem Ort, zu den man eine positive Bindung hat) bereits sehr hilfreich und kann dabei helfen, ein Teil des Problems zu lösen

    Zweitens: würde ich dir anraten, mal mit einem Therapeuten über alles zu sprechen. Auch wenn es zu Zeiten von Corona gerade schwer ist, Termine zu bekommen (da ja vor allem Extrovertierte scheinbar sehr unter dem Social Distancing leiden), würde ich dennoch in jedem Fall versuchen, einen Termin zu bekommen und sich dann eventuell in eine (ambulante) Behandlung zu begeben, entweder beim Therapeuten oder in einer ambulanten Psychiatrie (je nachdem was der Therapeut empfiehlt)

  • Ich wüsste halt nicht, ob ich sowas schaffe. Ich habe noch nie mit solchen Einrichtungen zu tun gehabt. Ich verdränge sehr gern und denke dann wieder zu rational und denke dann, dass es mir nichts bringen wird und ich am Ende vor dem selben Problem stehe.

    Aber ich werd wohl mal über die Krankenkasse versuchen, Termine auszumachen. Diese Überwindung ist halt ein großer Schritt. Ich bin relativ verschlossen und habe davon bisher nur zwei Freundinnen so erzählt, was auch schon viel Kraft gekostet hat.

  • Holmes

    Zusätzlich sei erwähnt, dass du eventuell deinen Konsum sozialer Plattformen reduzieren könntest. Es ist mittlerweile schon mehrfach untersucht, dass dieses dauernde anschauen von anderen, was sie so machen, was sie für Bilder online stellen etc. tatsächlich einen selber belasten kann und die Stimmung drückt. Das ist jetzt auch kein Anti-soziale-Medien-Ratschlag, weil man natürlich auch Inspiration aus bestimmten Inhalten holen kann. Aber gerade das Mitverfolgen von Accounts deiner Bekannten, Freunde etc. kann eben durchaus mit dazu beitragen, dass dir deine eigene Situation negativer auf dich einwirkt. Man sieht gerade auf sozialen Plattformen eben immer nur das Positive oder eine positive Darstellung vom Alltag.


    Ein Therapeut, Coach oder Ähnliches kann dir auch dabei helfen, kleinere Ziele zu setzen, die du gut erreichen kannst, und dich dabei unterstützen, diese Ziele auch wirklich zu erarbeiten. Natürlich kommen je nachdem auch Medikamente in Frage, die helfen können, depressive Phasen und Gefühle der Gleichgültigkeit zu reduzieren und dadurch Motivation wieder anheben, was sich wiederum positiv auf dich selber auswirken kann.


    Klingt einfach nach einer Phase, die wohl einige in deinem Alter mitmachen. Während man Anfang Zwanzig noch irgendwie "alles vor sich hat", fühlt sich Ende Zwanzig teilweise so an, als ob einem die Zeit davon rennt. Vor allem weil viele Bekannte/Freunde sich tatsächlich schon im Leben "einpendeln" auf einen bestimmten Weg. Setze dich dennoch nicht unter Druck, weil es bei jedem am Ende doch individuell abläuft und "nach Plan" nicht immer bedeutet, dass man am Ende glücklich sein muss und die anderen nicht.

  • Ich wüsste halt nicht, ob ich sowas schaffe.

    Da ich schon recht früh mit Therapien zu tun hatte (seit meinem 14. Lebensjahr und mit "Pause" bis letztes Jahr) ist bei mir, denke ich, die Überwindungsgrenze deutlich geringer und ich kann einfacher sagen "geh zu einer Therapie"
    Und ich denke, je älter man wird und je länger man sich daran gewöhnt hat, Probleme einfach zu verdrängen (wie du es ja beschreibst) umso schwerer wird es, die Probleme irgendwann anzugehen

    Ich habe fast drei Jahre lang den Fehler gemacht, meine Probleme nicht anzugehen und es wäre beinahe (wenn die Dinge nur ein wenig anders gelaufen wären) in meinem Tod geendet.
    Deswegen kann ich dir wirklich nur ans Herz legen, auch wenn es enorm viel Überwindung kostet: Sprich deine Probleme mit einem Therapeuten aus

  • Holmes

    Für mich war es das Beste mich zuerst an Freunde zu wenden, die mich nun hintreten / damit die mich hintreten, und dazu hab ich auch ein Jahr oder so gebraucht. ^^"

    Ich kann dich da sehr gut verstehen, vor allem, da man in guten Phasen seine Probleme verharmlost und dann wieder nicht geht. Und weil ich es halt gewohnt bin mit einigen Dingen zurechtzukommen und mich zusammenzureißen, wenn ich es muss. Ich mag es nicht die Dramaqueen zu spielen und mich zumindest nicht ewig in "woo me" zu wälzen.

    Ich hab auch aufgrund schlechter Erfahrungen mit Therapeutinnen, also tatsächlich nur Frauen, in der Kindheit (das soll dich aber nicht verschrecken ^^") eine irrsinnige Panik VOR Therapeut*innen gehabt. Dann musst du mal erklären "Ja, also ich hab auch Angst vor well... Ihnen." Auch nicht gerade nett, aber eine Ärztin sollte das aushalten. xD

    Naja und dann kam ich drauf, ich hab seit gefühlt 20 Jahren Depressionen. Also nicht nur gefühlt, ist fast tatsächlich so. Well shit.

    Aber man redet sich das oft klein, solange man eben kein Mensch ist, der nur sehr schwer sowas wie wirkliche Zusammenbrüche hat / haben kann. Wenn du sowas hättest, wüssten zumindest alle anderen in deinem Umfeld ebenfalls, dass du Unterstützung brauchst und du wüsstest es vor allem selbst. Auch nn das so jetzt blöd klingt. Ansonsten denkst du dir "das geht schon noch", weil man halt sonst auch noch halbwegs oder eben wie gewöhnlich "funktioniert" (finde es btw furchtbar, dass es normal geworden ist seinen Gesundheits- und psychischen Zustand wie eine Maschine zu beschreiben).

    Außerdem will man ja nicht hören, was alles mit einem "falsch" ist. Zumindest wenn man halt ziemlich eigenwillig und stur ist wie ich. ^^'

  • Ich kann dich da sehr gut verstehen, vor allem, da man in guten Phasen seine Probleme verharmlost und dann wieder nicht geht. Und weil ich es halt gewohnt bin mit einigen Dingen zurechtzukommen und mich zusammenzureißen, wenn ich es muss.

    Ja, ganz genau.^^ Bei Phasen, wo es besser läuft, war mir das Thema Zukunft, Partner etc. eigentlich nie so wichtig. Aber es kommt halt dann einfach irgendwann trotzdem wie ein Boomerang zurück.

    Ich schau halt auch viele Serien oder Filme und verlier mich darin, um bisschen meinem Alltag zu entfliehen und denk dann "Ja, die haben dort auch alle Probleme" - dabei ist es halt gespielt, oftmals wünschte ich dann, es wäre echt. xD


    Ich hab auch aufgrund schlechter Erfahrungen mit Therapeutinnen, also tatsächlich nur Frauen, in der Kindheit (das soll dich aber nicht verschrecken ^^") eine irrsinnige Panik VOR Therapeut*innen gehabt.

    In der Kindheit war ich tatsächlich auch in Therapie, kann mich aber auch leider nicht mehr so dran erinnern. Ich weiß nur, dass ich relativ lebhabft früher war und dann Ritalin verschrieben bekommen habe, lol - vielleicht hat mich das so verkorkst.

    Aber die Panik verstehe ich, weil du dich halt vollkommen offenbarst und dich sehr verletztlich machst und du eigentlich erst dann mitkriegst, was für ein "Opfer" man eigentlich ist. :/ Die Chemie aber zueinander - also zwischen Patient und Psychiater - muss natürlich stimmen, hab schon oft gehört, dass es einfach nicht gepasst hat.


    Ansonsten denkst du dir "das geht schon noch", weil man halt sonst auch noch halbwegs oder eben wie gewöhnlich "funktioniert"

    Ja, man schleppt die Sachen halt mit sich rum. Ich offenbare mich halt nicht so, fresse es in mich hinein - aber genau das sollte man ja nicht.


    Edit: wollte noch kurz das mit den Dating Apps reinbringen, weil du ja auch schon eniges drüber geschrieben hast, glaube ich. ^^ Also ob da irgendwelche Tipps, Erfahrungen hast. Ich bin fast soweit alles zu löschen, aber es ist halt echt frustrierend. Weil es melden sich halt immer die Falschen. Ich habe gehört, dass Tinder da bisschen "seriöser" ist unter diesen ganzen Apps. Ich hab zwar keine biologische Uhr, aber bei bestimmten Leuten in diversen Apps gilst du halt ab 30 als aussortiert, weil uhm... zu alt. xd



    Mir gehts jetzt tatsächlich schon ein wenig besser, werde versuchen wieder mehr unter Leute etc. zu gehen vllt auch wieder Sport zu machen (in nem Verein, wenn möglich, um eben mehr "Social Life" zu bekommen) und nach dem Sommersemester nochmal genauer evaluieren, ob das Fach wirklich das richtige ist.^^

    Danke auch nochmal an Arrior und Cassandra

    Wir folgen nur dem Kompass, den das uns zeigt.
    Denn das ist die Karte, die den Weg beschreibt.

    Einmal editiert, zuletzt von Holmes ()

  • Holmes


    Also Tinder ist da garantiert nicht seriöser, sondern eher das Gegenteil ^^` Ein guter Freund von mir - 39 Jahre alt - sucht dort schon seit gut einem Jahr und findet da nur ganz verkorkste Damen, um es mal nett auszudrücken ^^` Also nicht, weil sie schon so alt sind, sondern größtenteils Leute, die wirklich ernsthafte Psychische Probleme haben, die er dann zu spüren bekommt, davon würde ich dir wirklich abraten.



    Was mir ansonsten aufgefallen ist: du beziehst das Leben anderer offenbar sehr stark auf deines. Also dass du siehst, was andere haben und dass es dich umso mehr frustriert, das nicht zu haben, und das ist wirklich sehr ungesund. Nach dem Tod meiner Mutter hatte ich dasselbe Problem mit dieser Art von Neid und war innerlich so sauer auf Menschen, von denen ich glaubte, dass sie noch eine haben, und ich eben nicht, aber auf Dauer macht einen das nur kaputt. Man kann den Dingen - Partnerschaft, Kinder, etc - natürlich etwas auf die Sprünge helfen, aber erzwingen auf keinen Fall, das geht meistens nach hinten los. Es wäre auf jeden Fall wichtiger, dass du dir Hilfe suchst, um aus deinem Loch etwas rauszukommen und dann kannst du vielleicht auch die restlichen Dinge in einem anderen Licht betrachten. Ich wünsche dir auf jeden Fall Viel Erfolg dabei ^~^

  • Geht mir mit einigen Dingen genauso, vor allem da ich mich schon frage wieso es zweimal fast sehr gut gepasst hätte und dann aus diverseb Gründen doch nicht funktioniert. Das ist eben frustrierend.

    Eben auch mit dem Studium.


    Ich noch nicht, aber ich denke, wenn du Grindr(?) nutzt, solltest du da wohl sehr skeptisch sein. Ein Freund von mir hatte miese Erfahrungen damit und ein anderer, den ich halt über eine ehemalige Arbeit kenne... er kriegt eben das, was er will: Hook-Ups.

    Das Niveau unterscheidet sich dann wohl auch von Seite zu Seite, wenn man es so machen will.


    Edit

    Zitat

    Aber die Panik verstehe ich, weil du dich halt vollkommen offenbarst und dich sehr verletztlich machst und du eigentlich erst dann mitkriegst, was für ein "Opfer" man eigentlich ist. :/

    Das auch, aber ich meine wirkliche Panik vor Therapien, die ich sonst gar nicht habe mit starken Magenschmerzen und schlechter Luft bekommen etc. ^^"

  • Man sagt, wenn man eine positive Bindung zu Leuten hat, dann kann man auch über Dinge reden, über die man normalerweise nur hinter geschlossenen Räumen redet.

    Mich stört, mal abgesehen von der miserablen Rechtschreibung und Zeichensetzung, eigentlich nichts im Forum, wobei Ausnahmen die Regel ja bekanntlich bestätigen.

    Aber seis drum...


    Ich bin von mir selbst gefrustet, Sachen, die für jeden anderen Menschen das normalste der Welt ist, sind für mich eher ein Traum.

    Ich weiß, einige werden jetzt denken, meine Güte, der badet ja in Selbstmitleid, nein dem ist nicht so, aber stellt euch vor, dass ihr von klein auf etwas aus dem Raster fällt, wie würdet ihr euch fühlen?

    Ausgestoßen? Ja, vielleicht, eher frustriert, weil ihr nicht das machen könnt, was andere können? Auch, aber was viel schlimmer ist, ihr fühlt euch wie ein fünftes Rad am Wagen, zu nichts zu gebrauchen, Ballast, den man zwar duldet, aber eigentlich am liebsten abwerfen wollen würde.


    Kein Auto, kein Fahrrad oder Motorrad fahren.

    Spontanes Handeln ohne nachdenken zu können, keine wirklichen Freunde haben, immer auf andere bemitleidenswert rüberkommen, immer das Gefühl vermittelt zu bekommen, wie lieben dich zwar, akzeptieren dich auch, aber nur solange wie du nach unserer Pfeife tanzt.


    Bei jedem noch so kleinen Fehler, egal ob man den selbst verursacht hat, oder nur am falschen Ort zur falschen Zeit da ist, gesagt bekommt, hätte es dich bloß nie gegeben, du bist so dumm, zu nichts zu gebrauchen.

    Schau dir mal den und den an, wieso bist du nicht so wie er?

    So schwer kann das doch nicht sein, meine Güte, wie siehst Du den schon wieder aus...

    Du bist eine Schande für die Familie, ich verfluche den Tag an dem du geboren wurdest....


    Wenn das immer und immer wieder hört, da kann man echt keinen klaren Gedanken fassen....

    Immer wieder die selbe Strophe, irgendwann kann man es auswendig.


    Ich war, bin und bleibe, einfach ausgedrückt, ein zu nichts zu gebrauchendes Wrack, was vermutlich nicht mal gewünscht gewesen ist, und vermutlich eher ein Unfall gewesen ist.

  • Also Tinder ist da garantiert nicht seriöser, sondern eher das Gegenteil ^^` Ein guter Freund von mir

    wenn du Grindr(?) nutzt, solltest du da wohl sehr skeptisch sein. Ein Freund von mir hatte miese Erfahrungen damit

    Wenn man sowas lange benutzt, dann wird man sicherlich auch mal schlechte Erfahrungen damit machen. Ich würde jetzt die Nutzung aber nicht deswegen beschränken, weil ein paar Bekannte mal etwas negatives damit erlebt haben. Vielleicht haben sie auch noch etwas gutes erlebt, von dem sie eher nicht berichten? Wenn man einfach offen Leute kennenlernen will, dann wird da nicht viel schieflaufen können. Wenn man mit der Einstellung "Ich will die Liebe meines Lebens finden" dort die passenden Leute finden will, beschränkt man das eigentlich anfängliche Kennenlernen auf gewisse vorher definierte Kriterien. Das ist eher schädlich beim Dating.


    ___________________________________________________________


    xarlesh

    Nicht jede Person ist bei der Geburt gewünscht und manche sind ein Unfall, ja. Aber du hast es auch geschafft durchs Leben zu kommen und wohl einen Punkt erreicht, an dem du deine Zukunft mehr selbst gestalten kannst. Ich würde mir da nicht mehr so viele Gedanken machen, was andere Leute für verletzende Sätze über mich verlieren. Du musst dich nicht für dich selbst rechtfertigen oder für deinen eigenen Lebensweg. Sei selbstbewusst und ignoriere verletzerische Aussagen, auch wenn sie von nahen Menschen kommen.

  • Sirius

    Wenn es jemand fremdes ist, ich würde da absolut zustimmen, aber wenn es die Eigene Mutter ist, was machst du dann?

    Wie schon gesagt:

    Sei selbstbewusst und ignoriere verletzerische Aussagen, auch wenn sie von nahen Menschen kommen.

    Das kann schwer sein, schon klar. Ich würde auch erstmal darüber nachdenken, aber irgendwann kommt so ein Punkt, wo man sich von den Gedanken und Handlungen seiner Eltern loslöst und seine eigenen Meinungen verfolgt. Wenn sie mir so egal ist, muss ich mich nicht darum kümmern, was sie von mir hält? Das kann mir dann doch genauso egal sein. Wenn mir jemand mit seinen Aussagen schaden will, lasse ich das nicht zu. Egal ob fremder Typ auf der Straße oder die eigene Mutter. Man denkt dann nicht "Ja stimmt, ich bin scheiße", sondern "WTF ich bin heute schon aufgestanden und hab mich angezogen! Was fällt dir ein!" oder etwas anderes positives!

  • Also Tinder ist da garantiert nicht seriöser, sondern eher das Gegenteil ^^` Ein guter Freund von mir

    wenn du Grindr(?) nutzt, solltest du da wohl sehr skeptisch sein. Ein Freund von mir hatte miese Erfahrungen damit

    Wenn man sowas lange benutzt, dann wird man sicherlich auch mal schlechte Erfahrungen damit machen. Ich würde jetzt die Nutzung aber nicht deswegen beschränken, weil ein paar Bekannte mal etwas negatives damit erlebt haben. Vielleicht haben sie auch noch etwas gutes erlebt, von dem sie eher nicht berichten? Wenn man einfach offen Leute kennenlernen will, dann wird da nicht viel schieflaufen können. Wenn man mit der Einstellung "Ich will die Liebe meines Lebens finden" dort die passenden Leute finden will, beschränkt man das eigentlich anfängliche Kennenlernen auf gewisse vorher definierte Kriterien. Das ist eher schädlich beim Dating.

    Alles andere ist doch Zeitverschwendung, oder? Ich weiß genau welche Horny Fucks sich da aufhalten, weil ich so einen kenne und von dem viel zu viel erfahren habe, was ich nicht hören wollte. 😅 Das eigentliche Problem ist halt, wenn die anderen Typen nicht auf Sex aus sind, beginnt er ihnen was vorzuspielen und ist eben nicht ehrlich dabei... und hat dazu einen Riesenfetisch auf Asiaten, speziell eben Japaner, Chinesen und Koreaner, und denkt gleichzeitig "ich bin kein Rassist, ich will doch Sex mit denen." Und jener Freund von mir fiel genauso auf diese Art von Mensch herein. 😅

    Ich glaube nicht, dass ich damit meine Zeit verschwenden sollte. Wenn man sich auf sowas anmeldet, dann schau ich, dass ich seriöse Seiten finde. Weil die Frauen scheinen auf Tinder und co. auch oft / manchmal nicht besser zu sein scheinen.


    xarlesh

    Nicht jede Person ist bei der Geburt gewünscht und manche sind ein Unfall, ja. Aber du hast es auch geschafft durchs Leben zu kommen und wohl einen Punkt erreicht, an dem du deine Zukunft mehr selbst gestalten kannst. Ich würde mir da nicht mehr so viele Gedanken machen, was andere Leute für verletzende Sätze über mich verlieren. Du musst dich nicht für dich selbst rechtfertigen oder für deinen eigenen Lebensweg. Sei selbstbewusst und ignoriere verletzerische Aussagen, auch wenn sie von nahen Menschen kommen.

    Das kann man dann aber auch viel leichter sagen, als es dann ist.

    Das ist so wie: "I'm sad." - "... then, don't be.:smile:"


    Mich stört, mal abgesehen von der miserablen Rechtschreibung und Zeichensetzung, eigentlich nichts im Forum, wobei Ausnahmen die Regel ja bekanntlich bestätigen.

    Aber seis drum...

    Gibst du mir bitte eine Schulnote. :blush:

    Also eine 1+ kriegst du im Gegenzug auch nicht von mir, you know.


    Edit:

    Sirius

    Wenn es jemand fremdes ist, ich würde da absolut zustimmen, aber wenn es die Eigene Mutter ist, was machst du dann?

    Wie schon gesagt:

    Sei selbstbewusst und ignoriere verletzerische Aussagen, auch wenn sie von nahen Menschen kommen.

    Das kann schwer sein, schon klar. Ich würde auch erstmal darüber nachdenken, aber irgendwann kommt so ein Punkt, wo man sich von den Gedanken und Handlungen seiner Eltern loslöst und seine eigenen Meinungen verfolgt. Wenn sie mir so egal ist, muss ich mich nicht darum kümmern, was sie von mir hält? Das kann mir dann doch genauso egal sein. Wenn mir jemand mit seinen Aussagen schaden will, lasse ich das nicht zu. Egal ob fremder Typ auf der Straße oder die eigene Mutter. Man denkt dann nicht "Ja stimmt, ich bin scheiße", sondern "WTF ich bin heute schon aufgestanden und hab mich angezogen! Was fällt dir ein!" oder etwas anderes positives!

    Weil man zu einem Fremden auf der Straße ja auch die gleiche emotionale Bindung hat wie zu seiner Mutter. Sowas ist natürlich gar nicht viel komplexer und so?

  • Ich bin richtig sprachlos und bekomme nicht in den Kopf wie Menschen sich das Recht nehmen können anderen so etwas anzutun? Es bedrückt mich einfach und lässt mich verzweifeln. Als ich heute eine Freundin meiner Mutter sah kamen wir in Gespräch und irgendwann ging es um das Thema LGBT. Sie erzählte mir von einer ihrer alten Freundin die eine Geschlechtsumwandlung hatte und nur deswegen von der eigenen Familie verstoßen wurde. Und natürlich ist das Schicksal wie wir alle wissen grausam. Diese Person wurde irgendwann auch noch vergewaltigt und dann umgebracht. "Ist ja nur ein Haufen Dreck" den man einfach so vor die Tür wirft und umbringen lässt. Wo ist das Hirn bei den Menschen geblieben? Ich weiß zwar nicht wann bzw wo das passiert sein soll aber die Frage sollte eher sein, warum ist so etwas passiert? Ich kann diese Information die ich heute bekommen habe nicht verarbeiten. Das schlimme für ist, dass ich ja auch in diese LGBT "Gruppe" gehöre und meine Angst jeden Tag (berechtigt) zu nimmt.

  • Ich bin richtig sprachlos und bekomme nicht in den Kopf wie Menschen sich das Recht nehmen können anderen so etwas anzutun? Es bedrückt mich einfach und lässt mich verzweifeln. Als ich heute eine Freundin meiner Mutter sah kamen wir in Gespräch und irgendwann ging es um das Thema LGBT. Sie erzählte mir von einer ihrer alten Freundin die eine Geschlechtsumwandlung hatte und nur deswegen von der eigenen Familie verstoßen wurde. Und natürlich ist das Schicksal wie wir alle wissen grausam. Diese Person wurde irgendwann auch noch vergewaltigt und dann umgebracht. "Ist ja nur ein Haufen Dreck" den man einfach so vor die Tür wirft und umbringen lässt. Wo ist das Hirn bei den Menschen geblieben? Ich weiß zwar nicht wann bzw wo das passiert sein soll aber die Frage sollte eher sein, warum ist so etwas passiert? Ich kann diese Information die ich heute bekommen habe nicht verarbeiten. Das schlimme für ist, dass ich ja auch in diese LGBT "Gruppe" gehöre und meine Angst jeden Tag (berechtigt) zu nimmt.

    Das sind meist religionsverblendete Menschen, die oft denken, sie täten etwas Richtiges und müssten so handeln.

    Das ist wirklich grausam, was da geschehen ist, überrascht mich aber leider auch kaum. :/


    Wieso, konkret, nimmt deine Angst zu? Geht es um deinen Vater?

  • Je mehr man mit solchen Sachen konfrontiert wird, desto besser versteht man Ken Kaneki aus dem Anime Tokyo Ghoul "Nicht ich bin der, der falsch ist. Die Welt ist es." und da ist was dran.

    Auch wenn man mal anderer Ansichten ist und auch hier im Forum gewisse Meinungsverschiedenheiten herrschten... ich bin total begeistert darüber, dass man auch hier so stark zusammenhalten und einander helfen kann. Musste ich eben mal loswerden, tolle Sache!

    Ihr habt Spaß wenn ihr andere beim Zocken zuseht? Beat Saber, Blade & Sorcery, League of Legends und co.

    Dann schaut doch auf Twitch vorbei und seht SaishiSenpai dabei zu!

  • Generell nimmt sie zu weil diese Welt ein grausamer Ort ist. :(

    Da würde ich mich aber nicht komplett reinsteigern, auch wenn das in vielen Fällen schwer ist, ich kenn's ja selbst.

    Um so öfter du dir das einredest um so eher glaubst du das auch irgendwann nur noch und dann ist alles scheiße und urghhh.


    Meine Lebenssituation ist momentan auch eher in die Richtung, aber ich versuche das Positive zu sehen, auch wenn es da nicht viel gibt, denn wenn ich nur noch so negativ denke, dann wär's das mit mir.

  • Generell nimmt sie zu weil diese Welt ein grausamer Ort ist. :(

    Da würde ich mich aber nicht komplett reinsteigern, auch wenn das in vielen Fällen schwer ist, ich kenn's ja selbst.

    Um so öfter du dir das einredest um so eher glaubst du das auch irgendwann nur noch und dann ist alles scheiße und urghhh.


    Meine Lebenssituation ist momentan auch eher in die Richtung, aber ich versuche das Positive zu sehen, auch wenn es da nicht viel gibt, denn wenn ich nur noch so negativ denke, dann wär's das mit mir.

    Ich weiß ja, dass nicht ich das Problem bin, deshalb steigere ich mich nicht so da rein. Fakt ist aber dass ich nicht viele positive Erfahrungen habe von dieser Welt, um sie "einen schönen Ort" nennen zu können.

  • Ich mal wieder, mit komischen Problemen über Freunde.


    Während der Coronazeit habe ich eine Person kennen gelernt, welche mir oberflächlich recht sympathisch war. Ich hab dieser Person halt auch offen gesagt, dass ich zurzeit nach Freunden suche und ka es lief soweit ganz gut.

    Diese Person ist allerdings so jemand welcher insgesamt doch recht komisch ist. Ich weiß auch nicht so recht, wie ich das erklären soll. Aber es ist so jemand, der bewusst und gerne Leute manipuliert, nicht unbedingt auf eine schlechte Weise, er gibt es ja auch offen zu, einfach so jemand, der einen schon nach ein paar Gesprächen ziemlich durchschaut und halt genau was, was er sagen muss. Ich habe da von Anfang an auch eigentlich null Problem mit gehabt, die meisten Leute mögen es ja nicht, wenn andere sie direkt durchschauen, aber mir ist das halt egal. Darum gehts auch ehrlich gesagt nicht. Mein Hauptproblem ist, dass er einfach jedes mal, wenn wir irgendwie reden ob alleine oder mit anderen er irgendwas sagt, dass mich wirklich verletzt. Einmal haben wir zum Beispiel "Wer bin ich" gespielt und ich hatte da Arceus für ihn, wo ich dann halt sagte, dass es kein Legi ist und er fast zehn Minuten danach darüber gerantet hat, dass ich mich dadurch ja nur schlau fühlen will, weil ich zwischen Mystischen und Legis unterscheide. Also das war dann wirklich auch vor den anderen fünf Leuten richtig so "Ja der will jetzt nur ein Klugscheißer sein, weil er sonst ja nichts weiß und sich so schlau fühlen kann."

    Dann war da noch ein Moment wo ich nebenbei Animal Crossing gespielt habe und dann gesagt habe, dass ich gerade keine Lust habe Hohes Gras zu pixeln, alles was er darauf sagte war halt "Dann mach es nicht in einem Jahr interessiert es dich eh nicht mehr." Oder solche Situationen in denen ich über mein Lieblingsteam rede und dann sage Mega-Bibor kommt halt sowas wie "Es gibt aber keine Megas mehr!?".

    Das meiste davon klingt recht kleinlich, aber wenn du einfach nur ganz normal redest, werfen dich solche unnötigen Kommentare richtig aus der Bahn. Er lässt mich oft auch nicht ausreden, zum Beispiel wo ich einmal über das Problem mit Medien und Sexualisierung geredet habe und von ihm mitten im Satz sowas kam wie "NO SHIT? Du hörst dich doch einfach nur gerne selbst reden.". Ich fühle mich einfach null ernst genommen. Letztens war da wo ich gesagt habe, dass ich zurzeit recht motivationslos bin und es mir nicht so gut geht. Alles was von ihm kam war "Wie kann man nur seine Motivation so einsacken lassen."

    Den Vogel abgeschossen hat dann letztendlich aber diese Geschichte:

    Ich war halt betrunken im Call und bin dann eben immer sehr quirlig und auch ziemlich dumm meistens. Am nächsten Tag hat er dann auch wieder mehrere Minuten darüber gerantet, wie er bemerkt hat wie alle anderen langsam immer mehr den Respekt vor mir verloren haben und wie schlimm und niveaulos das war. Letztendlich habe ich dann halt gesagt, dass es halt auch nicht so oft vorkommt, dass ich so richtig betrunken bin und man das dann auch einmal alle paar Monate aushalten kann. Er hat halt erwidert, dass er schon ein paar Leute hatte, die ähnlich waren wenn sie betrunken waren, worauf ich halt gesagt habe ja siehst du, andere sind auch so. Er hat dann einfach ganz trocken gesagt: "Ja und diese Leute habe ich langsam aus meinem Freundeskreis verbannt."

    Ich war sooo kurz, wirklich so kurz davor mich einfach zu verpissen. Diese unnötige Drohung, dieses mich richtig dumm machen, vor anderen Leuten noch zusätzlich.


    Das beste an der ganzen Sache ist, dass er mich anscheinend zu seinem engsten Freundeskreis zählt und noch dazu felsenfest der Meinung ist, er könnte mein Leben für eine Weile zerstören, wenn er mir die Freundschaft kündigt, was er auch immer wieder betont. Er muss natürlich auch immer wieder betonen, wie sehr ihn alle sofort mögen. Letztens hatte er auch einmal gesagt, ich könnte es ja nur nicht zugeben, ihn meinen besten Freund zu nennen, weil ich zu stolz bin. Aber seriously, ich mag ihn halt einfach nicht so gerne. Es ist kein Hass, es ist okay mal mit ihm zu reden, aber ein richtig guter Freund wird sowieso niemand der mich bedroht.


    Meine Frage nach diesem langen Text ist halt einfach, soll ich das sein lassen, oder soll ich ihn einfach als Bekannten abspeichern? I dunno, mein Problem ist halt auch irgendwo, dass ich mittlerweile das Gefühl habe eh keine wirklich besseren Freunde jemals zu finden. Vielleicht geb ich es einfach auf. Ich mache derzeit recht viel mit den Leuten aus meiner Klasse, fast jeden Tag mehrere Stunden Discord und so, aber ich habe auch das Gefühl, dass wird halt aufhören, sobald die Schule vorbei ist. Immer wenn ich glaube, dass ich endlich mal Freunde gefunden habe, werden sie komisch, oder es verläuft sich einfach im Sand. Ich habe da wirklich auch keine Hoffnungen mehr.