Das Wut- und Trauertopic

  • Gestern hatte ein 22 Jähriger in meiner Gegend einen Autounfall und kam dabei ums Leben. Meine Mutter kennt die Mutter des verstorbenen Jungens、ich kenne aber alle nicht. Ich stelle mir nur die Frage wie man diesen Verlust als Mutter überhaupt ertragen kann、vorallem wenn man sein Kind am Muttertag verliert. :sad: Wie geht ihr mit dem Tod um? Und vorallem wenn es junge Leute trifft?

  • Gestern hatte ein 22 Jähriger in meiner Gegend einen Autounfall und kam dabei ums Leben. Meine Mutter kennt die Mutter des verstorbenen Jungens、ich kenne aber alle nicht. Ich stelle mir nur die Frage wie man diesen Verlust als Mutter überhaupt ertragen kann、vorallem wenn man sein Kind am Muttertag verliert. :sad: Wie geht ihr mit dem Tod um? Und vorallem wenn es junge Leute trifft?

    Das ist absolut schrecklich, tut mir leid. Tatsächlich befürchte ich, dass das niemals wieder weg geht oder heilt, weil es immer wieder, insbesondere zu Geburtstagen, Feiertagen etc. hochkommen wird und es natürlich auch auf die Person draufankommt. Unsere engsten Familienfreunde, die uns näher als die meisten Familienmitglieder stehen, haben ihren Sohn auch verloren und das ist eine ganz grausame Sache. Psychologische Hilfe ist auf jeden Fall ratsam, vielleicht auch eine Kur (nicht Wellness, sondern dieses Medizinische ohne Handy und mit Kursen, zumindest hat die Mutter das bei uns ein paar Mal gemacht), um mal Abstand zu gewinnen, aber das kommt vermutlich erst später. Erstmal kann man für die Personen da sein und sie nicht alleine lassen. Manchmal schotten sich Menschen auch unbewusst ab und man muss sie „nerven“, ob sie nicht was unternehmen wollen. Mit ihnen Ausflug machen oder einfach nur reden und trinken. Wenn sie nicht antworten, ist auch schnell klar, dass sie lieber alleine sein wollen und das ist dann auch vollkommen in Ordnung. Ich würde nur nicht zu sehr auf Äußeres vertrauen, nur weil sie locker mal sind nach ein paar Monaten oder glücklich wirken; das geht blitzschnell weg. Das Thema begleitet einen und es gibt etliche Trigger, die einen dann in Erinnerungen schwelgen lassen. Im Grunde ist der Tod, von eigener Erfahrung und auch unseren engsten Freunden so, dass es achterbahnmäßig verläuft. Manchmal gibt es gute Tage, manchmal einfach nur beschissene. Manch ein Datum ist schmerzhaft wie Weihnachten oder Todestag, andere können High Life sein. Wenn ich sage, dass es nie weg geht, dann heißt das nicht, dass es keine Freude mehr gibt, sondern dass es einfach immer mal aufkommt. Bis heute reden sie immer gerne über ihn, aber du spürst auch, dass es weh tut und Tränen kommen immer mal wieder, wenn das Gespräch länger darüber geht, aber das sind nicht immer nur Trauertränen. Manchmal sind es einfach schöne Erinnerungen. Tod ist scheiße, aber mit der Thematik sollte man sich idealerweise etwas beschäftigen, weil ich leider auch sagen muss, dass einem der Staat danach zusätzlich belasten wird und eine Beerdigung eine finanzielle Belastung sein kann, die zusätzlich drückt. Ich sage das nur dazu, weil das alles wahnsinnig erdrückend ist, wenn die Trauerphase ist und du beknackte Dokumente ausfüllen musst und den Kram, weil niemand damit rechnet natürlich…


    Ich kann jetzt nicht aus Erfahrung mit Tod eines Kindes erzählen, da ich keine habe, meine Erfahrungen sind eher aus persönlichem Kreis und Familie und eigenem Stuff. Ich denke, dass es keine richtige Antwort gibt, die für alle gilt, aber alleine will das niemand durchstehen. Und auch wenn am Anfang viele Menschen vorbeikommen und so; das muss nicht immer andauern. Viele kommen damit nicht klar und entwickeln eine Art Mitleidshaltung bei sowas, was absolut nicht so geil ist, aber viele wollen/können mit dem Tod nicht umgehen oder haben keine Erfahrungen, woraufhin sie einfach nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Für Menschen da sein heißt auch nicht, nur mal am Todestag zu klingeln. Deswegen würde ich sagen, Zeit für sich nehmen, aber nicht alleine nur sein. Psychologische Hilfe auf jeden Fall in Erwähnung ziehen und was bei uns ist, sich bei bestimmten Daten wie Weihnachten, Geburtstag und so Gedanken machen, ob man mit anderen zusammen sein kann oder vielleicht diese Tage nicht gut dafür sind. Vielleicht Urlaub besser ist und gerade nichts mit Familienfeiern zu machen. Ein wenig Routine entwickeln, idk. Bei unserer Familie geht jeder auch völlig unterschiedlich damit um beispielsweise. Manche wollen ständig etwas erneuern oder ändern in ihrer Umgebung. Manche trinken halt leider mehr plötzlich oder übertreiben. Rede nicht vom Alkoholiker, sondern einfach, dass manche Verhaltungsweisen dann eher stärker hervortreten.

    Ich persönlich weiß gar nicht, wie ich mit dem Tod umgehe, weil ich schon in der Jugend Selbstmordgedanken und Versuche hatte, deswegen war die Thematik für mich immer eher etwas Merkwürdiges, aber gegen den Schmerz wird man nie immun. Für mich ist der Tod aber auch nicht das Problem, sondern Verlust und Leid, was einem zu schaffen macht. Von Außen höre ich immer, dass ich das im Schreiben verarbeite umsetze und damit umgehe, aber mir kommt das gar nicht so vor. Ich mache das mit mir aus, so wird mir das auch gesagt. Ich befürchte, dass es bei mir zur Folge hatte, dass ich jegliche Ambition für Studium und sowas verloren habe, weil ich bemerkt habe, was ich will und dadurch verblasst vieles um mich, was auf andere als Egoistisch/Faul/Merkwürdig wirkt, weil ich keine Familientreffen mehr mache oder mich über was beschwere. Großer Fehler. Wenn man sich nicht übers Studium und Arbeit beschwert, wird das mit Faulheit und Einfachheit gleichgesetzt hier. Deswegen bin ich mir nicht sicher, wie ich damit umgehe, aber ich würde es erkalten nennen? Oder Stimmungssplitter, lol, manchmal bin ich High on Life, manchmal will ich stundenlang kein Wort sagen und nur mit mir und der Musik sitzen, ohne alles. Aber was davon jetzt womit zu tun hat oder ob das meine Persönlichkeit ist...not sure.^^'

    Und vorallem wenn es junge Leute trifft?

    Da kann ich jetzt nichts Konkretes von mir zu sagen, aber was meine Mutter und andere, die Todesfälle mit Ehepartnern etc. bei uns hatten, sagen, ist, dass es das Schlimmste ist, das eigene Kind zu verlieren und etwas ganz anderes als den eigenen Partner, Großeltern oder sowas. Das sind jetzt nicht meine Worte, aber sie machen da irgendwie öfters diese Bemerkung. Das hängt auch davon ab, wie eng man mit der Person zu tun hat. Ein Mädchen aus meiner Schule ist damals auch beim Autofahren verstorben, wegen Regen und Kontrollverlust des Fahrers. Sowas hatte dann eine bedrückende Stimmung geworfen. Ich hatte mit ihr einmal mal gesprochen, und es zieht einen schon runter, aber ich kann jetzt nicht sagen, dass ich dadurch dass sie jung war, besonders mehr traurig war. Ich bin dann eher erschrocken und denke öfters drüber nach. Aber vielleicht bin ich da auch der Falsche, weil um mich die Menschen bei sowas deutlich emotionaler reagieren...sorry. Theoretisch sollte das Alter auch gar nicht so eine große Rolle spielen, weil Verlust immer grausam ist, hm...


    Hätte gerne noch was zu Corni gesagt, aber ich bin so bias bei Familie, dass das irgendwie zu befangen wäre und vermutlich nicht fair, tut mir leid. :( Aber stimme den Vorpostern da zu, dass Familie definitiv keine Pflicht sein sollte und manchmal Familie auch einfach nur als Freifahrtsschein für manche genommen wird, lol. ._.

  • fuso

    Das ist eine schlimme Sache. Aus persönlicher Erfahrung sprechen kann ich da nicht, die einzigen Tode die ich mitbekommen habe waren die meiner Großeltern, was natürlich eine schmerzhafte Erfahrung war, aber dennoch irgendwo verkraftbar da sie zumindest am Ende ihres Lebens angekommen sind. Bei Kindern werde ich da eher emotional, besonders seit mein Sohn da ist. Ich muss dann immer denken wie es mir gehen würde, wenn es um meinen Sohn gehen würde, und kann dann immer nur dankbar sein das es ihm gut geht. Bei uns im Viertel gab es vor ein paar Jahren einen Fall wo ein kleiner Schuljunge an der Bahnhaltestelle ums Leben gekommen ist. Mitten im Schulausflug. Er ist aus irgendeinem Grund vor den Augen seiner Klassenkameraden und der Lehrer vor die Bahn gefallen, und wurde einfach zerquetscht. Das war bestimmt eine absolut grausame Sache, die ich niemanden wünschen würde, auch nicht sowas mitanzusehen. Ich selbst stelle mir da nur die Frage, wieso es gerade einen kleinen Jungen, der soweit ich weiß nicht älter als 10 oder 11 war, erwischt hat. Wenn ich sterben würde, würde ich meinen Sohn, meine Mutter und meinen Onkel zurücklassen, was ich auch niemals tun möchte. Doch ich könnte sagen das ich 29 Jahre auf dieser Welt verbracht habe. Aber dieses Kind hatte sein ganzes Leben noch vor sich. Seine Zukunft wurde ihm einfach genommen. Ich bin kein religiöser Mensch, ich denke nicht darüber nach warum Gott sowas zulässt oder sonstiges, alles was ich mich Frage ist wieso es für ihn an der Zeit war jetzt schon zu gehen. Hatte er kein schönes Leben? Waren seine familiären Umstände nicht gut? Ich denke nichts passiert zufällig. Alles hat seine Gründe. Vielleicht wurde er aus diesem Leben gerissen, damit er in einem neuen Körper ein besseres haben kann. Das ist alles nur theoretisch und Nachdenkerei. Ich sehe das einfach neutral. Es ist schade, aber es ist nun mal so. Die Eltern tun mir leid, aber vorallem tut mir der Fahrer der Bahn leid. Ich kann mir nicht vorstellen ob ich in Frieden weiterleben könnte, wenn ich vielleicht in meinen Augen für den Tod eines kleinen Jungen verantwortlich bin. Sicherlich trifft den Fahrer keine Schuld, aber ich an seiner Stelle würde sicher so denken. Wenn es jetzt natürlich mein eigenes Kind wäre, würde ich sicher anders denken.

    In deinem Fall war es ein 22jähriger...Das ist immer noch sehr jung. Dennoch hat er zumindest sein Leben zu einem gewissen Punkt leben können. Vielleicht war es einfach an der Zeit, dass er geht. Wieso, weshalb, warum und ob es fair ist, kann keiner sagen.

  • Gestern hatte ein 22 Jähriger in meiner Gegend einen Autounfall und kam dabei ums Leben. Meine Mutter kennt die Mutter des verstorbenen Jungens、ich kenne aber alle nicht. Ich stelle mir nur die Frage wie man diesen Verlust als Mutter überhaupt ertragen kann、vorallem wenn man sein Kind am Muttertag verliert. :sad: Wie geht ihr mit dem Tod um? Und vorallem wenn es junge Leute trifft?

    Der Tod beschäftigt mich momentan sehr, sehr stark, da ich erst am 03. Mai meinen Vater verloren habe. 10 Tage vor seinem 65. Geburtstag, und für ihn viel schlimmer, 3 Wochen vor seinem 40. Hochzeitstag mit Mama. Er war schon seit Jahren nicht mehr fit und gesund und hatte ständig schlimme Beschwerden, und vor einem Jahr wurde er dann mit Krebs diagnostiziert. Es hätte uns eigentlich nicht schocken dürfen, aber trotzdem hat sich die Nachricht, dass er im Sterben liegt, angefühlt wie ein Schlag in die Magengrube. In seinem Fall können wir wenigstens sagen, dass er jetzt nicht mehr leiden muss, denn dear lord, was hat der Mann für Schmerzen erlitten. Aber seit er tot ist habe ich meine Fingerspitzen nicht mehr richtig gespürt, weil ich mich unglaublich taub fühle. Als wäre ich in Watte gewickelt.

    Vor etwa einem Jahr ist in meinem Heimatdorf ein junger Mann mit zarten 25 Jahren ums Leben gekommen, der mit mir im selben Haus aufgewachsen und von Kindes- bis ins Jugendalter mit mir zur Schule gegangen ist. Er war Förster und irgendwie gab es Missverständnisse in den Sicherheitsvorkehrungen oder so etwas (Habe die Details nie erfahren) - Er wurde von zwei Bäumen einen Berghang hinuntergerissen und dazwischen zermalmt. Bis der Helikopter ankam war er bereits tot. Der 16-jährige Azubi, mit dem er als einziger unterwegs war, musste ihn mit der Motorsäge freimachen und hat direkt seine Ausbildungsstelle gekündigt. Der arme Junge ist davon heute noch sehr traumatisiert. Eine oder zwei Wochen vor dem Unfall hatte sich der Verunglückte mit seinen Schwestern ein Geschwistertattoo stechen lassen - einen Baum.

    Was ich damit sagen will, ist, dass es leider absolut keine Seltenheit ist, dass der Tod unglaublich unfair und seltsam erscheint. Wie viele Zufälle darauf teilweise hinweisen, wie oder was passiert ist, und wie viele Zufälle den Todesfall noch einmal extra bitter machen, wie in deinem beschriebenen Fall der Muttertag. Aber an sich sind das genau die Dinge, nach denen man in dem Moment auch Ausschau hält, um irgendwo einen Sinn in dem Schmerz zu finden. Wieso genau diese Person? Wieso genau an diesem Tag? Das ist leider einfach das Leben. Und die arme Mutter tut mir unfassbar leid, ich merke ja schon selbst bei meinem Vater - Die ganze Welt fühlt sich falsch an. Und alles erinnert dich an den Verstorbenen. Jedes Gefühl verbindet man mit der Person, man träumt von der Person, man hat das Gefühl, man lebt und atmet diese Person. Und es dauert. Besonders bei Todesfällen jüngerer Personen wird man unglaublich lange brauchen, um überhaupt den Gedanken daran verarbeiten zu können. Die Sache ist, dass man in diesem Fall einfach stark sein muss, weil es keine andere Option gibt.

    Ein Freund von mir, dessen Oma auch erst kürzlich verstorben ist, hat mir gesagt, dass man irgendwann realisiert, dass das Leben halt... weitergeht, und immer noch in vielen Hinsichten gleich ist. "Die Vögel singen immer noch, der Kaffee ist immer noch zu heiß, und es gibt immer noch zu viele Menschen, die einfach zu anstrengend sind". Das war für mich einerseits ein etwas tröstender Gedanke. Andererseits fühlt es sich zumindest für mich momentan noch unverständlich an, wie irgendwas auf dieser Welt noch normal sein soll, wenn mein geliebter Papa nicht mehr darin existiert.

    Ich wünsche der Familie des Verstorbenen auf jeden Fall alle Kraft der Welt, die schwere anfängliche Zeit des Verlustes verarbeiten zu können. Es ist verdammt hart. Es fühlt sich unmöglich an. Aber es MUSS einfach irgendwie gehen. Ich weiß, dass es Papas größtes Anliegen war, uns mit seiner Krankheit und mit seinem Tod nicht zu zerstören. Und das waren auch die letzten tröstenden Worte, die wir als seine Töchter an ihn hatten. "Du hast uns alles mitgegeben, um auf dieser Welt auch auf uns alleine gestellt klarzukommen" Man lebt nicht nur für sich weiter. Irgendwie lebt man auch für die geliebten Verstorbenen weiter. Und ganz, ganz besonders lebt man für seine Familie weiter, die sicher genauso leiden wie man selbst. Egal wie sehr es weh tut.

  • So Leute,

    heute habe ich mit der Tierklinik über einschläfern geredet.

    Mein Kater hat Nieren und Bauchspeicheldrüsen Probleme, sowie Blutanomalie.

    Alle Untersuchungen die ich machen könnte, werden ihn vermutlich nicht mehr sonderlich stabilisieren, für das Geld, welches ich ohnehin nicht habe. Er bekommt jetzt eine Kortison Tablette und wenns ihm in circa 10 Tagen nicht besser geht, dann soll ich entscheiden, wie es weiter gehen soll.

    Ich fühle mich einfach scheiße gerade. Weil ich weiß, dass es nicht hilft. Die eine Ärztin meinte er bräuchte eine Bluttransfusion, aber das kostet satte 500 Euro und dauert eh Wochen, bis man eine Spenderkatze findet.


    Ich denke es wird besser sein für uns beide. Er muss nicht mehr leiden und ich fühle mich nicht mehr die ganze Zeit schlecht, weil er so viel alleine ist.

  • Mögen die Seelen aller Verstorbenen von denen ihr mir berichtet habt in Frieden ruhen 🫂


    Perfection Ich habe selber eine 7 Jahre alte Katze und würde mich nicht entscheiden können was ich in deiner Situation tun sollte. Es tut mir wirklich Leid für dich. Glaube der Verlust eines Tieres ist genauso schlimm wie der Verlust eines geliebten Menschens. Hoffe du kommst damit zurecht :( 💚


  • Du hast dich ja im Feedback Thread schon dazu geäußert.

    Also hat sich das mit deiner Katze doch nicht mehr verbessert.

    Ich erinnere mich noch, als du sie ins Tierheim geben wolltest weil du nicht für sie sorgen konntest und war dann happy, dass es doch irgendwie ging.


    Ich erinnere mich noch daran, als mein Kaninchen Issie noch lebte. Ich wusste ganz genau, dass sie nicht für immer ist und hab deshalb versucht Erinnerungen mit ihr zu machen, aber vermisst habe ich sie trotzdem.

    Du wohnst ja auch allein, inzwischen.

    Ich hoffe du bist dann nicht zu einsam. Wende dich ja an deine Freunde und Kumpel, falls es dich zu sehr mitnimmt, verstanden?


    Du sagst es ja so, als wäre es sinnlos selbst wenn du Geld für eine Bluttransfusion hättest.

    Du hast niemanden die du danach Fragen kannst, ob sie dir Geld leiht, oder gibt, oder bist du sicher, dass es auch im besten Fall nicht mehr helfen würde?


    Hey, ich wünsch dir ganz viel Glück und ihr dass für sie das Beste rauskommt. ob nun eine Wunderheilung, oder ein friedliches Ende.

  • Ich denke mir gerade so: Ich bekomme es hin, mich anständig und normal zu verhalten. Meine Oma bekommt es nicht hin sich zusammenzureißen. Warum werde ich jetzt beschuldigt, einen Fehler begangen zu haben?

    Weil du zu einer jüngeren Generation gehörst und von der wird erwartet, dass man sich dem Willen der Familie beugt.

    Du wirst halt per Zufall in irgendeine Familie hineingeboren und dann erwarten sie von dir, dass du dich deshalb mit denen auf Lebenszeit verstehst. Das war bei mir auch immer so, dass man als kindisch oä. belächelt wird, wenn man sagt "nein, meine Freund*innen sind meine Familie."


    Also ja... ich bin schon seit mindestens acht Jahren oder so auf keinem dieser größeren Familientreffen gewesen, weil... interessiert mich einfach nicht.

    Einen Teil davon kann ich so gar nicht leiden, sie können mich nicht leiden und den anderen Teil kenn ich einfach nicht. Paar dürften ganz nett sein, aber was soll ich mit denen einmal jährlich anfangen und mir von dem anderen Teil den ganzen Mist geben.

    Darf mir dann auch immer durch zweite oder dritte Hand anhören, dass es eine Schande sei, wenn sich jemand von "der Familie" so abkapselt etc. und beispielsweise hatte irgendeine Großtante mitbekommen, dass ich lesbisch bin und nun bin ICH Schuld, dass die zu einem halb/dreivierteljährlichen Treffen kein schönes Fest hatten, weil sie sich die Hälfte der Zeit über mich auslassen MUSSTEN, obwohl ich nichtmal da war und ich denen immer so viel Ärger mit meiner Abwesenheit und Existenz mache. xD


    Also ja ... mach dir nichts draus. Du musst den Muttertag auch gar nicht wahrnehmen, wenn du nicht willst / wollen würdest, nur weil man gesellschaftlich beschlossen hat, dass du an dem Tag deine Mutter ehren sollst.


    Die meisten Familienfeste waren bei mir nur Ausfragerei, war schon früher so, als man noch Teenie war und Leute, die dich einmal im Jahr sehen, ausfragen, oder like verhören, ob du einen Freund hast, wie deine Noten sind etc und okay, einiges lässt man halt über sich ergehen, aber bei persönlicheren Fragen war ich immer like "... sry, geht dich nichts an?" und dann waren alle beleidigt lol.



    Gestern hatte ein 22 Jähriger in meiner Gegend einen Autounfall und kam dabei ums Leben. Meine Mutter kennt die Mutter des verstorbenen Jungens、ich kenne aber alle nicht. Ich stelle mir nur die Frage wie man diesen Verlust als Mutter überhaupt ertragen kann、vorallem wenn man sein Kind am Muttertag verliert. :sad: Wie geht ihr mit dem Tod um? Und vorallem wenn es junge Leute trifft?

    Ich kann dir das leider nicht beantworten, va da ich mit dem Tod nahestehender Menschen noch nicht zu tun hatte.

    Aber hatte mal eine Klassenkollegin, die nach dem Abschluss an Leukämie starb und wir waren nicht wirklich eng, aber es schnürt einen dann doch etwas die Kehle zu.

    Ich denke aber, das ist va etwas zwischen deiner Mutter mit ihrer Freundin, dass sie sich Zeit für sie nimmt.



    Ich hoffe natürlich, dass das Cortison hilft. Aus Erfahrung mit meinem alten Kater hilft es dann auch tatsächlich für zwei, drei Wochen und er blüht dann noch etwas auf, aber ich will dir ehrlich gesagt keine Hoffnung machen, dass es seinen Gesamtzustand verbessert, oder es so sein muss.


    Kann dir sehr gut nachfühlen wie es dir geht :/, aber am Ende musst du als Tierbesitzer leider das tun, was das möglichst wenig Leid für dein Tier bedeutet und das muss wichtiger sein als deine eigene Trauer. Aber so wie du es schreibst, weißt du das ohnehin. Also ... alles Liebe.

  • Perfection

    Das tut mir Leid zu hören. :/ Das ist keine leichte Zeit für dich, die nun vor dir liegt. Ich wünsche dir viel Kraft.


    Jedoch kann ich dir eines ans Herz legen: Auf Facebook gibt es diverse Gruppen zu Pankreatitis und CNI. Möglicherweise gewinnst du dort neue Therapieansätze, wenn du die Krankheitsgeschichte deines Katers vorstellst. Ich bin wegen Barney in einer SDÜ-Gruppe und bin wirklich froh darum, dort neuen Input bekommen zu haben, da ich mittlerweile keinem Tierarzt mehr wirklich vertraue. Ich war damals auch wegen Gretchen in der CNI/Pankreatitis-Gruppe.

    Außerdem gibt es auch Gruppen, die dir finanziell bei solchen Dingen unterstützen.

  • Allein aus Anstand hätte man mich zumindest angesehen und applaudiert. Selbst mein Vater, der auch kein Englisch kann, hat mich angeschaut und applaudiert. Naja,

    Das kann man jetzt so oder so sehen. Die anderen haben ja schon viel gesagt und deine Oma scheint, ich sage es einmal nett, Recht merkwürdig zu sein.


    Nur auf diesen Punkt wollte ich Mal eingehen. Natürlich war dieses Verhalten respektlos, aber ehrlich? Wenn eine Rede gehalten wird, wo ich die Sprache nicht kann, Stelle ich mich auch nicht hin und applaudiere. Derjenige kann ja sonst was gesagt haben 🤷🏿‍♂️. Und von einer gewissen Generation an kann man nunmal keine Fremdsprachenkenntnisse vorraussetzen. Großeltern hatten nachdem Krieg und auch in der Nachkriegszeit andere Sorgen und Probleme. Mein Vater mit 56iger Jahrgang konnte auch 0 Englisch, weil es zB in der DDR auch keinen interessiert hat. Wieso sollte man dann also applaudieren? Hättest die Oma ja auch sonst wie in der Rede dissen können was vielleicht keinen interessiert hätte, da das restliche Verhalten deiner Oma ja allgemein sehr sonderbar ist.


    Ich denke es wird besser sein für uns beide. Er muss nicht mehr leiden und ich fühle mich nicht mehr die ganze Zeit schlecht, weil er so viel alleine ist.

    Auch wenn dies jetzt hart klingen mag, da Tiere auch Gefühle haben, aber ein Tier kannst du letztlich von seinem Schmerz erlösen, was mit einem Menschen nicht so einfach ginge. Klar klingt es erstmal hart und selbstverständlich wirst du ihn vermissen, aber wie du schon sagtest, wenn es für das Tier die beste Lösung ist, weil er sich sonst nur quält, dann ist es wahrscheinlich die beste Lösung. Und mit Beste meine ich nicht zwingend die angenehmste. Aber alles andere, wie zB das Tier ins Heim bringen, wäre wahrscheinlich eine noch größere Qual für alle.


    Außerdem gibt es auch Gruppen, die dir finanziell bei solchen Dingen unterstützen.

    Ja, diesen Vorschlag brachte ich beim letzten Mal auch.

    Aber wie Perfection schreibt, würde dies nicht die erwünschte Lösung bringen.

  • Nur auf diesen Punkt wollte ich Mal eingehen. Natürlich war dieses Verhalten respektlos, aber ehrlich? Wenn eine Rede gehalten wird, wo ich die Sprache nicht kann, Stelle ich mich auch nicht hin und applaudiere. Derjenige kann ja sonst was gesagt haben 🤷🏿‍♂️.

    Das sehe ich anders. Es hat sich gesellschaftlich etabliert, dass man nach derartigen Reden generell klatscht (außer es war ein absolut unpassender Totalunfall) und die Hochzeit eines anderen Menschen ist nicht der Anlass, an dem man mit gesellschaftlichen Normen bricht. Es erwartet ja keiner, dass jeder Gast einen tosenden Applaus mit Standing Ovation gibt. Selbst wenn man den Inhalt nicht verstanden hat, sollten die 5 bis 10 Sekunden Standard-Applaus „für die Mühe“ wohl drin sein. Dann ist man halt der erste, der aufhört zu klatschen, denn irgendwer muss ja den Anfang vom Ende machen. Und mal ehrlich: Was soll denn inhaltlich drin sein, dass man das Klatschen verweigern muss? Da wird ja wohl kaum Schmutzwäsche der letzten 50 Jahre gewaschen werden.

  • Sie könnte zumindest nicht aufs Handy schauen und abwarten bis es vorbei ist, aber ich denke das alleine wird ja wohl eher whatever sein und mir wäre sowas auch eher egal. Es ist ja meist dann eher die Summe der Dinge, die einen an einer Person stören, nicht diese einzelne Situation.

  • Nur auf diesen Punkt wollte ich Mal eingehen. Natürlich war dieses Verhalten respektlos, aber ehrlich? Wenn eine Rede gehalten wird, wo ich die Sprache nicht kann, Stelle ich mich auch nicht hin und applaudiere. Derjenige kann ja sonst was gesagt haben 🤷🏿‍♂️.

    Das sehe ich anders. Es hat sich gesellschaftlich etabliert, dass man nach derartigen Reden generell klatscht (außer es war ein absolut unpassender Totalunfall) und die Hochzeit eines anderen Menschen ist nicht der Anlass, an dem man mit gesellschaftlichen Normen bricht. Es erwartet ja keiner, dass jeder Gast einen tosenden Applaus mit Standing Ovation gibt. Selbst wenn man den Inhalt nicht verstanden hat, sollten die 5 bis 10 Sekunden Standard-Applaus „für die Mühe“ wohl drin sein. Dann ist man halt der erste, der aufhört zu klatschen, denn irgendwer muss ja den Anfang vom Ende machen. Und mal ehrlich: Was soll denn inhaltlich drin sein, dass man das Klatschen verweigern muss? Da wird ja wohl kaum Schmutzwäsche der letzten 50 Jahre gewaschen werden.

    Zum einen das und zum anderen wurde ja bereits gesagt, dass das Brautpaar selbst sehr gerührt von der Rede war. Alleine daran ist ja schon ersichtlich, dass der Inhalt ein sehr positiver war und alleine das ist schon diese absolut Minimale Wertschätzung wert, dass man mit den anderen zusammen applaudiert, auch wenn man den Inhalt selbst nicht verstanden hat. In diesem Falle war das Brautpaar wichtig und nicht jeder einzelne Zuschauer, der eben kein Englisch versteht.

  • Guten Morgen, ich wollte einfach mal ein Update zu meiner Situation posten, ich hoffe das wird nicht als Spam gewertet.

    Letzte Woche habe ich meine Situation geschildert weil ich einfach mal Dampf ablassen musste. Um es nochmal Kurz zusammen zu fassen:

    meine Ex und ich leben getrennt, sie hat mir das Kind gegeben und gesagt du kümmerst dich jetzt, ich wusste nicht was ich machen sollte. Wir hatten Streit, und jetzt versuche ich Arbeit und Kind unter einen Hut zu kriegen. Hier das Update:


    Ich habe viel telefoniert, hatte Termine mit meiner Familienhilfe, dem Jugendamt, sämtlichen Kitas. Vorgestern morgen hatte er eine Schuleignungsuntersuchung. Ich habe nichts auftreiben können. Ein Bekannter von mir und meiner Ex (ist Rentner und kennt meinen Sohn auch schon seit er ein Baby ist) hat angeboten auf ihn aufzupassen damit ich arbeiten gehen kann. Da ich ihm aber nicht zumuten möchte, das er 5 Tage die Woche 8-10 Stunden auf das Kind aufpasst, habe ich mit meiner Arbeit abgeklärt das ich erstmal möglichst nur meine 18 Stunden arbeite. Ich versuche so flexibel wie möglich zu sein, damit ich sie nicht zu sehr einschränken muss, aber das ist schwer. Normalerweise fange ich um 6 an zur Frühschicht, und stehe um 5 auf. Dann müsste der Bekannte spätestens 5:30 hier sein damit ich losfahren kann. Das möchte ich ihm nicht zumuten. Desweiteren geht Spätschicht bis 20 Uhr, da ist für den kleinen Bettzeit (er wird in 3 Monaten 6) und da möchte ich gern zuhause sein. Ich habe jetzt Mittelschichten geregelt, die auch nicht länger als 7 Stunden gehen. jetzt muss man erstmal ausprobieren ob das so klappt, wenn nicht muss ich noch mehr umkurbeln. Ich versuche trotzdem einen Integrationsplatz für ihn zu finden bis die Schule losgeht, und Frühförderung muss ich auch organisieren. Nächste Woche stehen noch Termine beim Kinderarzt und Zahnarzt an. Alles in Allem bin ich fast jeden Tag unterwegs und versuche irgendwelche Dinge zu regeln....es ist echt anstrengend aber ich fühle mich auch gut.


    Ich habe realisiert das ich mich zu viel aus allem rausgehalten habe. Ich sah es als selbstverständlich an, dass wenn ich jeden tag 8-10 stunden arbeiten gehe und für meine Ex alles mitbezahle da sie kein Geld hat, keine Ausbildung und auch nicht arbeiten geht, dass Sie sich zumindest um die Termine fürs Kind kümmern kann (die Therapien, Kita, I-Platz, Schule, etc)

    Nun habe ich bereut das ich mich nicht auch mehr hinter geklemmt habe. Dann wäre vielleicht jetzt alles nicht so stressig. Das war mein Fehler. Doch ich möchte nun mein bestes geben, um dem Jungen ein gutes Leben zu ermöglichen, und das er die Förderung bekommt die er braucht. Ich habe mich mit meiner Ex nochmal ausgesprochen. Ich bin sauer da ich mich ziemlich vera*scht gefühlt habe, und Sie sieht auf jeden Fall ein das es keine gute Aktion von ihr war. Doch ich möchte auch kein böses Blut, besonders wegen dem Kind. Und nur weil wir nicht mehr zusammen sind, heißt das nicht das sie mir egal ist. Ich möchte das sie die Möglichkeit hat eine Ausbildung und eine Wohnung zu finden und ihr Leben auf die Reihe zu kriegen. Dann möchte Sie ihn auch an Wochenenden und wenn er später in der Schule Ferien hat mal ne Woche nehmen. Wenn der Junge irgendwann sagt "Du ich mag dich Papa aber ich möchte doch lieber bei der Mama leben" dann ist das auch okay. Im Endeffekt ist mir am wichtigsten was der Junge möchte.


    Ich bin nicht sicher ob ich ein guter Vater sein kann, und ob ich das alles so gut managen kann, aber ich werde tun was ich kann. Ich denke das ist das einzige was ich tun kann. Dadurch das ich erstmal nur 18 Stunden arbeite habe ich auch weniger Geld, aber ich hoffe ich kann das mit Kindergeld, anderer Steuerklasse, und anderen Dingen soweit ausgleichen. Spätestens wenn er in die Schule geht, sollte das auch alles wieder etwas entspannter werden.

    Okay, so viel dazu, ich wollte nur mal mitteilen wie es so aussieht.

  • Ich platze gerade so sehr!


    Eigentlich wollte ich die letzten beiden Sommerferien-Wochen Urlaub nehmen, weil ich gemeinsam mit meinen Eltern nach Sylt fahren wollte... daraus wurde ja nichts, weil ich 1. x-mal meinem Chef hinterherlaufen musste, dass er die Frau vom anderen Chef fragt und 2. die Katzenpension am Ende keinen Platz mehr frei hatte. Daher muss ich also zu Hause bleiben, weil ich auf die drei Fellkinder aufpassen muss (der Kater meiner Eltern kommt in der Zeit zu mir).


    Jetzt war mir vor ein paar Tagen mit Schrecken aufgefallen, dass Ende Juni ja die Sommerferien schon anfangen. Dementsprechend wollte ich nur vor den Ferien vom 27.5. bis zum 17.6. Urlaub nehmen. Sonst wäre es erst ab Mitte August wieder möglich.

    Also hab ich dieses Mal brav die Frau vom Chef gefragt und die haut tatsächlich raus, dass sie mir noch kein grünes Licht für den Urlaub geben kann, weil wir ja mitten im Umzug stecken?!?!


    In den Ferien geht es nicht und außerhalb der Ferien geht es nicht?! Die hat echt IMMER eine Ausrede, weshalb sich andere keinen Urlaub nehmen können/dürfen. :cursing:


    Hoffentlich kommt heute der andere Chef vorbei, dann frage ich ihn um Erlaubnis, wenn seine Frau mir da keine brauchbare Antwort geben kann.... :sick: