Okkultismus - Zurecht verrufen?

  • Okkultismus


    Okkultismus - Viele haben bei diesem Wort direkt Gedanken in bestimmte Richtungen. Egal ob sie es hören oder lesen.

    Manche dieser Gedanken sind nicht ganz falsch und gehen in die richtigen Richtungen und andere wiederum denken komplett verkehrt. ->Einer der Gründe warum die meisten Menschen dem Okkultismus negativ gegenüber eingestellt sind.

    Doch was genau ist denn jetzt dieser Okkultismus?

    Da ich mich privat gerne mit diesem Thema beschäftigt habe, beziehungsweise immer noch beschäftige, möchte ich hier gerne etwas dazu erklären.


    Wichtige Anmerkung hierbei: Zwar sehe ich mich als eine Art Okkultistin, beschäftige mich aber dahingehend nicht im Extremen mit diesem Thema - welches wirklich weitreichend ist.

    Daher würde ich mich nie als Profi und fehlerfrei auf diesem Gebiet bezeichnen.


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    Was bedeutet denn "Okkultismus"?


    Das Wort "Okkultismus" kommt aus dem lateinischen "occultus" und bedeutet so viel wie 'verborgen'. Man kann aber das Wort "okkult" auch gleichbedeutend mit paranormal, oder auch übersinnlich verstehen.

    Der Begriff "Okkultismus" ist eine unscharfe Sammelbezeichnung für verschiedenste Phänomenbereiche.


    Und was genau ist der Okkultismus?


    Ich bezeichne den Okkultismus gerne als eine Art der Religion, definitiv kann man es als Glaubensrichtung anerkennen.

    Man glaubt mitunter an übernatürliche Wesen. Engel, Dämonen und natürlich auch Geister.

    Allerdings gibt es Dinge zum unterscheiden innerhalb des Okkultismus.


    Der empirische Okkultismus, welcher sich mit okkulten Erscheinungen befasst und diese auch erforschen möchte.

    Und der esoterische Okkultismus, der tiefer reicht mit einer Art Geheimwissen, welches angeblich nur Eingeweihten zugänglich ist.



    Okkultismus = Satanismus?


    Und hier ist der schwerwiegendste Fehler, den die Menschen gerne beim Thema Okkultismus begehen:

    Sie denken dass der Okkultismus gleich dem Satanismus ist, allerdings ist dies falsch.

    Der Satanismus - und die Satanisten an sich - beschäftigen sich mit den Praktiken, die positiv gegenüber dem Satan selbst gestimmt sind.

    Kurz gesagt verehren Satanisten den Teufel und tun vieles für seine Gunst. Zu vergleichen mit Christen, die dies für Gott tun. Nur dass Satanisten da noch - in den meisten Fällen - ein wenig ins... Extreme gehen. Um es mal nett auszudrücken.

    Okkultisten aber haben mitunter ihre eigenen Glaubensrichtungen.

    Glauben zumeist an Gott und Teufel, oder aber dass sogar mehrere Teufel beziehungsweise Götter existieren.

    Ob sie davon letztendlich jemanden anbeten oder gar verehren, bleibt dann dem jeweiligen Okkultisten selbst überlassen.

    Aber allgemein kann man niemals behaupten dass der Okkultismus gleich dem Satanismus ist.


    Dies ist mitunter einer der Hauptgründe, warum der Okkultismus sehr im Verruf ist.


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    Nun möchte ich hier noch einige Fragen auflisten, welche mir oft gestellt wurden, nachdem ich preisgab dass ich Okkultistin bin.

    Wer möchte, kann sie sich gerne anschauen. Unter anderem sind dort sehr interessante Fragen gestellt worden:



    Und jetzt habe ich noch ein paar Dinge, welche ich so erwähnen möchte, aus persönlicher Ansicht.


    Für mich ist der Glaube an Geister, Dämonen und andere Dinge gleichzusetzen mit dem Glauben an Gott, der Bibel und den Geschichten die darin enthalten sind.

    Der Glaube an, zum Beispiel, Schutzengel, ist ein wundervoller Gedanke. Da ist ein Wesen, was über einen wacht und aufpasst und in vielen Situationen im Leben denkt man sich: » Da muss doch ein Schutzengel da gewesen sein. «

    Der Glaube an Geister wiederum, kann einem Unbehagen bereiten. Aber gleichzeitig das Wissen, dass Menschen, welche einen verlassen haben, eventuell doch noch bei einem sind, bis sie endlich gehen können.


    Woran ich auch glaube ist, dass die Menschen, welche offen für das Übernatürliche sind, auch eher mit solchen Dingen konfrontiert werden und es natürlich auch als solche erkennen.

    Ich denke Menschen, welche dafür nicht offen sind, werden auch so gut wie nie damit in Berührung kommen.


    Okkultismus steht, meiner Meinung nach, viel zu sehr in Verruf.

    Dies kommt einmal wegen dem oben genannten Satanismus, aber auch daher dass es viele Schwindler und Betrüger gibt, die sich als Okkultisten, Wahrsager und Ähnliches preisgeben, nur um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Menschen, welche dem Übernatürlichen eh schon skeptisch gegenüberstehen, nehmen sowas natürlich als regelrechtes Sprungbrett, um eine Basis für ihre Skepsis zu haben.



    Das wäre alles zu dem Thema Okkultismus, was ich jetzt aus eigenen Worten und verschiedenen Seiten zusammen getragen habe.

    Schließlich wollte ich nicht irgendwelches Zeug zusammen nuscheln. Die Quellen findet ihr ganz unten.


    Hier auch nochmal ein Dankeschön an Gucky dass mir erlaubt wurde ein neues Thema zum Okkultismus zu erstellen, obwohl es bereits eines gab. :)



    Quellen:

    Wikipedia

    Relinfo: Okkultismus

    rodiehr | Esoterik und Okkultismus

  • Zitat von Kunieda Aoi

    Der Glaube an Geister wiederum, kann einem Unbehagen bereiten. Aber gleichzeitig das Wissen, dass Menschen, welche einen verlassen haben, eventuell doch noch bei einem sind, bis sie endlich gehen können.

    Wohin? Glaubst du an eine Seele und was passiert mit ihr?


    Ich glaube eher daran oder möchte daran glauben, dass Lebewesen eine Seele haben. Alles andere lasse ich eher offen und stehe vor allem jenen, die Geld an diesen Dingen verdienen wollen, sehr skeptisch gegenüber.


    Zitat

    Der Glaube an, zum Beispiel, Schutzengel, ist ein wundervoller Gedanke. Da ist ein Wesen, was über einen wacht und aufpasst und in vielen Situationen im Leben denkt man sich: » Da muss doch ein Schutzengel da gewesen sein. «

    Gerade das möchte ich nicht glauben. Zum einen wäre der Gedanke, dass irgendein Wesen über einen wacht ohne davon zu wissen, irgendwo unheimlich, schließlich würde ich gerne davon wissen.

    Zum anderen stellt sich mir die Frage nach dem Warum. Welche Motivation hätte dieser Schutzengel denn? Wenn Menschen daran glauben, dass ein verstorbener Mensch, der ihnen sehr nahe stand, nun über sie wacht, verstehe ich zumindest die Motivation, die sie diesem Schutzgeist dann zuschreiben, sehr gut. Aber irgendeiner...?

  • Wohin? Glaubst du an eine Seele und was passiert mit ihr?

    Ich glaube dass Menschen eine Seele beherbergen. Eine Seele die wiederspiegelt was sie tief in einem drin ausmachen. Die Seele die letztendlich auch wiederspiegelt, was am Ende mit einem passieren wird. Letztendlich gibt es viele verschiedene Punkte wie die Seele beschrieben wird. Als etwas, was den Menschen lebendig macht, oder halt als etwas was zeigt wie gut oder böse der Mensch letztendlich wirklich ist.
    Ich glaube daran dass Geister existieren, dass Geister nichts anderes sind als die Seelen der Menschen, die verstorben sind. Sie weilen noch unter uns, aber nicht jedes Mal. Oftmals denke ich Geister... egal welcher Art, oder eher nennen wir es Seelen, egal welche, haben vielleicht noch eine Aufgabe zu erfüllen, die sie in ihrem lebendigen Status nicht schaffen konnten. Sei es jetzt einen Menschen sehen, oder jemanden unterstützen, bis dieser etwas geschafft hat.
    Ich glaube dass die Seelen der Menschen einzigartig sind.
    Einige denken die Seelen machen den Körper lebendig und wenn ein Mensch stirbt, dann sucht diese Seele sich einen neuen Körper. Aber dies glaube ich nicht. Ich denke dass die Seelen dann weiter leben, nur nicht für uns sichtbar. Also quasi Geister.
    Ich denke, oder glaube aber auch dass diese Seelen sehr wohl irgendwann gehen, wenn sie das erfüllt haben, was sie wollten. Ihren letzten Wunsch, oder vielleicht eine Mutter, die an der Seite ihres Kindes bleiben möchte, um zu sehen wie es sein Leben weiter führt. Es gibt verschiedene Ansichten.
    Aber um deine Frage letztendlich zu beantworten: Ich denke eher dass die Geister die Seelen der Menschen sind, welche den Körper verlassen haben.



    Zum anderen stellt sich mir die Frage nach dem Warum. Welche Motivation hätte dieser Schutzengel denn? Wenn Menschen daran glauben, dass ein verstorbener Mensch, der ihnen sehr nahe stand, nun über sie wacht, verstehe ich zumindest die Motivation, die sie diesem Schutzgeist dann zuschreiben, sehr gut. Aber irgendeiner...?

    Nun, da gibt es einige Dinge.
    Ich habe ja oben erwähnt dass es viele verschiedene Schutzengel gibt. Es gibt sogar Schutzengel für die verschiedensten Dinge. Nicht nur für Menschen, auch für Dinge die wir fühlen. Schutzengel der Liebe, ja sogar der Lust.
    Ich denke Schutzengel für Menschen sind unter anderem auch Seelen, der verstorbenen Menschen. Sie wandern nicht umher, vielleicht auf der Suche nach einem Ziel oder einen gewissen Punkt, sondern gehen mit dem Gedanken jemanden zu beschützen, auch noch nach seinem Tod. Und somit wird diese Seele, die den menschlichen Körper verlassen hat, mächtiger und bekommt diese Macht einen Menschen zu schützen. Somit werden auch Menschen irgendwann zu Schutzengeln, wenn dieser Mensch, sich dies auch von Herzen wünscht. Wenn es für ihn kein wichtigeres Ziel auf dieser Welt gab, als einen bestimmten Menschen zu schützen.
    Dies ist eines der Dinge, die ich fest glaube. Einfach weil ich sowas schon oft erlebt habe in der eigenen Familie. Ich denke, meine Großmutter, ist zu einem dieser Schutzengel geworden und behütet seit jeher meine Mutter vor schlimmen Dingen und mitunter sogar mich ihre Enkelin. Sie ist bereits früh gestorben. Da war meine Mutter gerade mal 5 Jahre alt. Wenn eine Mutter so früh stirbt (es war Krebs der sie besiegt hat) dann kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die Seele einfach so gehen will. Und die kleine Tochter einfach alleine zurück lassen möchte. Und so viel wie meine Mutter bereits erlebt hat, von Autounfällen wo man denkt "Scheiße, wie konnte da nicht mehr passieren?" bis hin zu aggressiven Männern, die sie würgten oder bedrohten.. da kann ich einfach nur noch daran glauben dass da etwas war.
    Ich denke auch nicht dass jeder Mensch einen Schutzengel hat. Denn wie du bereits sagtest, was für eine Motivation hätte dieser Engel denn? Das ist die Motivation die ich denke, dass sie ein Schutzengel hat.

  • Das glauben am Ende viele Kulturen und ehrlich gesagt habe ich all diese Dinge, die du aufgezählt hast, immer weniger mit Okkultismus in Verbindung gebracht, sondern mehr mit "normalen / gewöhnlichen" Religionen, weil das Themen sind, die eben so gut wie überall vorkommen.

    Okkultismus war für mich auch eher immer Kartenlegen, Wahrsagen und als Medium trauernden Menschen auch noch Geld aus der Tasche ziehen. xD


    Zitat von Kunieda Aoi

    Einfach weil ich sowas schon oft erlebt habe in der eigenen Familie. Ich denke, meine Großmutter, ist zu einem dieser Schutzengel geworden und behütet seit jeher meine Mutter vor schlimmen Dingen und mitunter sogar mich ihre Enkelin. Sie ist bereits früh gestorben. Da war meine Mutter gerade mal 5 Jahre alt. Wenn eine Mutter so früh stirbt (es war Krebs der sie besiegt hat) dann kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die Seele einfach so gehen will. Und die kleine Tochter einfach alleine zurück lassen möchte. Und so viel wie meine Mutter bereits erlebt hat, von Autounfällen wo man denkt "Scheiße, wie konnte da nicht mehr passieren?" bis hin zu aggressiven Männern, die sie würgten oder bedrohten.. da kann ich einfach nur noch daran glauben dass da etwas war.

    Ich denke auch nicht dass jeder Mensch einen Schutzengel hat. Denn wie du bereits sagtest, was für eine Motivation hätte dieser Engel denn? Das ist die Motivation die ich denke, dass sie ein Schutzengel hat.

    Wenn, dann versteh ich auch etwas in diese Richtung darunter. Ob ich das dann glauben soll oder nicht, weiß ich nicht, aber der Gedanke ist schön und am Ende hat man auch weder eine Grund noch eine Grundlage Menschen etwas ausreden zu wollen.


    Ich weiß nicht, meine Oma hat schon damals, als meine Mom jung war, öfter davon erzählt, dass ihre Mutter (also ähm meine Uroma) im Krieg öfter den einen Traum hatte ihre Kinder, darunter meine Oma und ihre Brüder, unter keinen Umständen in diesen einen Zug zu setzen, der dann tatsächlich bombadiert wurde. Ich hab die Geschichte auch öfters gehört und nichts dazu gesagt, weil es sich zu sehr nach X-Faktor anhört (und die Wahrscheinlichkeit, dass in einem Krieg Häuser und Verkehrsmittel getroffen werden, ist natürlich hoch), aber ich habe im Endeffekt doch geschwiegen, weil ich ihr es nicht ausreden will und im Endeffekt auch keine Beweise dagegen habe. Und außerdem nimmt man Leuten nicht ihren Glauben, wenn sie wirklich so starr daran festhalten, das ist einfach unendlich respektlos.

  • Okkultismus war für mich auch eher immer Kartenlesen, Wahrsagen und als Medium trauernden Menschen auch noch Geld aus der Tasche ziehen. xD

    Genau deswegen habe ich mir gedacht, ich mache mal ein Thema über Okkultismus auf, wo ich auch richtig erkläre worum es eigentlich genau geht. So denkt ja nämlich leider die Mehrheit. :) Dabei ist Okkultismus echt weitreichend und lässt unendlich viel Raum für Glaube und verschiedene Denkweisen.
    Unter anderem der Grund warum ich mich so sehr dafür interessiere. :)

    aber der Gedanke ist schön

    Ob du dran glauben willst, musst du selbst wissen, schließlich bin ich hier ja kein Zeuge und fange an zu bekehren. Aber es ist schön was du schriebst. Ja, der Gedanke ist schön. Und solche Gedanken sind es auch, die einen über den Verlust eines Menschen hinweg trösten können. Egal ob man jetzt daran glaubt oder nicht. :3


    Und den Traum, sowas hatten schon sehr viele Menschen. Träume die die Zukunft voraus gesagt haben.
    Ich bezweifle nicht dass es Menschen gibt die wirklich solche Träume haben und eventuell schlimme Dinge vorhersehen können, aber ich selbst bin da auch sehr vorsichtig. Wie du schon sagtest, viele lügen da einfach hingehend und man weiß nicht was letztendlich stimmt. Weder steckt man in den Gedanken von dem anderen, noch hat man irgendwelche Beweise die dagegen sprechen.
    Aber bestimmt gibt es einige Menschen, die Vorahnungen haben. Das vermute ich ganz stark.

  • Glaubt ihr nicht an das Übernatürlich?

    This. Ich glaube nicht an sogenannte "übernatürliche" Dinge. Die meisten Menschen wollen gern irgendetwas Übernatürliches, weils bequem ist. Es ist einfacher Gott, irgendwelche Engel oder Dämonen oder was auch immer als Erklärung heranzuziehen, als rationale Erklärungen zu untersuchen.

    Wenn ihr nicht glaubt, dann aber Augenzeuge wärt bei etwas Übernatürlichen... würdet ihr es weiterhin abstreiten?

    Jein. Zunächst hängt das davon ab, wovon wir reden. Reden wir über irgendwelche Geistererscheinungen oder ähnliches, also Dinge, die mir "erscheinen", dann würde ich vermutlich von einer Sinnestäuschung ausgehen. Das wäre nichts ungewöhnliches, ich muss nicht verrückt sein, um mich täuschen zu lassen.

    Spannender wäre allerdings ohnehin ein Mensch, der behauptet Übernatürliches vollbracht zu haben. Hier würde ich wohl an die One Million Dollar Challenge der James Randi Educational Foundation verweisen. Oder, wenns ne Nummer kleiner sein soll, an die Psi-Tests der GWUP, die mit immerhin 10.000 € dotiert sind.

    Bei beiden Varianten wäre dann das Vorgehen recht klar: Derjenige, der behauptet Übernatürliches zu vollbringen, soll sich mit Wissenschaftlern auf ein Experiment einigen, aus dem relativ deutlich hervorgeht, dass für das Vollbrachte keine andere Erklärung übrig bleibt, als übernatürliche Fähigkeiten.


    James Randi ist auch der Hauptgrund, dass ich Okkultismus und Übernatürliches als Scharlatanerie ablehne: Nicht nur konnte bisher niemand die One Million Dollar Challenge gewinnen, auch hat James Randi schon diverse Betrüger, die behaupteten übernatürliche Fähigkeiten zu haben, überführt, darunter auch der wohl berühmteste unter ihnen: Uri Geller. James Randi hat seine Löffelbiegerei als Betrug enttarnt. Betrug ist hierbei übrigens das richtige Wort, denn James Randi hat kein Problem mit Taschenspielern und Hobbyzauberern, die offen zugeben, dass sie Illusionen betreiben. Er hat ein Problem mit Leuten, wie Uri Geller, die behaupten mittels übersinnlicher Fähigkeiten Wunderdinge zu vollbringen, dies aber nicht tun.


    Solang nichts davon belegt ist und immer wieder an wissenschaftlicher Untersuchung scheitert, sehe ich keinen Grund an irgendwelchen übernatürlichen Kram zu glauben.

  • QueFueMejor Danke für deine konstruktive Meinung dazu!
    Die meisten fangen direkt an zu beleidigen und fühlen sich angegriffen. Finde ich richtig erfrischend so etwas zu lesen.
    Ich kann Menschen auch tatsächlich verstehen, wenn sie nicht daran glauben wollen oder aber können, weil es eben wissenschaftlich nicht belegt ist. Schließlich woll
    en Menschen für die meisten Dinge standfeste Beweise haben und daran ist ja auch nichts Ungewöhnliches. Würde jemand verklagt werden einen Mord begangen zu haben, möchte man schließlich auch erst Beweise und möchte nicht hören "Ja der Geist hat es getan" und es ist damit abgehakt. - Ein ganz grobes Beispiel, aber ich kann das schon wirklich verstehen.


    Ich persönlich glaube nicht an übernatürliche Dinge weil ich es bequem finde zu denken dass da etwas ist, sondern eher weil es interessant ist, zu wissen dass da etwas um einen herum sein könnte. Das ist wirklich eine Sache, der ich gerne weiter nachforsche in Zukunft und mehr durchgehe.


    Aber ja, das ist wirklich interessant. James Randi und die Psi-Tests.

    Ich kann durchaus nachvollziehen dass man Scharlatanen, wie Uri Geller halt wirklich war, den Wind aus den Segeln nehmen will. Menschen sollen keine Wunder mit übernatürlichen Fähigkeiten begehen. Und wenn sie sich damit selbst hochtraben, dann ist es - meiner Meinung nach - oftmals einfach nur eine Lüge.

  • Gehört zum Okkultismus eine Séance dazu? Klingt so an, wenn man über Seelen spricht.

    Man kann auch Seancen unter dem Okkultismus vollführen. Das ist korrekt.
    Aber da bin ich ehrlich: Ich weiß darüber leider nicht viel. Ich weiß nur dass es sehr wohl möglich ist unter dem Okkultismus auch Seancen zu verstehen.
    Ich kann jetzt aber nicht sagen ob es eher zu dem empirischen oder dem esoterischen Okkultismus gehört.

  • Ich persönlich glaube nicht an übernatürliche Dinge weil ich es bequem finde zu denken dass da etwas ist, sondern eher weil es interessant ist, zu wissen dass da etwas um einen herum sein könnte. Das ist wirklich eine Sache, der ich gerne weiter nachforsche in Zukunft und mehr durchgehe.

    Das ist meine Meinung in a Nutshell :D

    Ich finde es wirklich einfach nur interessant zu glauben, dass Geister oder Dämonen existieren und ich bin auch die letzte Person, die jemanden der sowas behauptet als dumm oder abergläubisch abzustempeln. Ich finde es schon durchaus interessant, was manchem Menschen so zu erzählen haben und btw, klingt verrückt, aber ich bin irgendwie der festen Überzeugung, bei uns in der Wand wohnt ein Geist. Es gibt nämlich eine Stelle bei uns an der Wand, an der man nichts aufhängen kann weil es immer wieder abfällt und ich glaube, der Geist möchte nicht seiner Sicht beraubt werden. Wir hatten da schon ein Bild mit Nägeln hängen, als auch ein Poster. Äußerst mysteriös.

  • ich bin irgendwie der festen Überzeugung, bei uns in der Wand wohnt ein Geist. Es gibt nämlich eine Stelle bei uns an der Wand, an der man nichts aufhängen kann weil es immer wieder abfällt und ich glaube, der Geist möchte nicht seiner Sicht beraubt werden. Wir hatten da schon ein Bild mit Nägeln hängen, als auch ein Poster. Äußerst mysteriös.

    Das klingt wirklich mysteriös aber auch überaus interessant.
    Ich würde dies nur zu gerne einmal sehen. Genau nach sowas suche ich immer bewusst, um irgendwas zu finden, aber leider war ich bisher davon verschont. Außer ein paar Dingen, aber die sind nicht halb so interessant wie solche Geschichten.
    Ich bin auch ebenfalls die Letzte die bei solchen Geschichten "Schwachsinn!" ruft. Auch wenn ich es selbst noch nicht gesehen habe, würde ich es nur zu gerne unter die Lupe nehmen, haha. :D

    Vielleicht sollte ich das oben nochmal einfügen, dass man hier auch gerne über seltsame Ereignisse sprechen kann. Wobei es solch ein Thema eigentlich bereits gibt.

  • Zitat von Kunieda Aoi

    Ich bezweifle nicht dass es Menschen gibt die wirklich solche Träume haben und eventuell schlimme Dinge vorhersehen können, aber ich selbst bin da auch sehr vorsichtig. Wie du schon sagtest, viele lügen da einfach hingehend und man weiß nicht was letztendlich stimmt. Weder steckt man in den Gedanken von dem anderen, noch hat man irgendwelche Beweise die dagegen sprechen.

    Aber bestimmt gibt es einige Menschen, die Vorahnungen haben. Das vermute ich ganz stark.

    Dito. Gerade in Kriegszeiten sind genau diese Sorgen ja auch berechtigt und man träumt nunmal nachts von seinen Sorgen, die einen tagsüber gequält haben.


    Ich persönlich glaube nicht an übernatürliche Dinge weil ich es bequem finde zu denken dass da etwas ist, sondern eher weil es interessant ist, zu wissen dass da etwas um einen herum sein könnte. Das ist wirklich eine Sache, der ich gerne weiter nachforsche in Zukunft und mehr durchgehe.

    Das kann ich so unterschreibe. Eigentlich interessiere ich mehr für verschiedene Religionen und Glaubensrichtungen an sich und leider stößt man dabei entweder auf Esoteriker, die gerade Buddhismus und Hinduismus ganz dolle finden, aber eher nur weil diese "exotisch" sind, auf extreme Befürworter / religiösen Starrsinn oder extreme Abneigung.


    Ich bin so sonst eben mit mit Studenten aus der Japanologie eng und einer röm-kath. Lehramtsstudentin. Beide Religionen haben sehr interessante Ansichten über bestimmte "Wesen", aber die grundlegenden Themen ähnlich sich eigentlich schon? Ich glaube Yurei war da der Begriff für verstorbene Seelen, die aus persönlichen Gründen noch an ihr altes Leben gebunden sind; verschiedene Schutzgeister, Dämonen in unterschiedlichster Form, etc wirst du natürlich auch finden.

  • Ich denke, es existiert Übernatürliches, ob es sich dabei aber um so etwas wie Engel oder Dämonen handelt, vermag ich nicht zu sagen. So Begriffe wie Engel sind halt sehr biblisch angehaucht, und gerade diesen großen Weltreligionen wie dem Christentum stehe ich äußerst skeptisch gegenüber.


    Ich bin in der Hinsicht eigentlich Agnostiker - soll heißen, ich bin der Meinung, dass Übernatürliches existieren könnte, es aber für uns nicht beweisbar ist. Wir können das Übernatürliche nicht oder höchstens in sehr begrenztem Maße (im Unterbewusstsein) wahrnehmen. Das muss aber nicht bedeuten, dass es nicht existiert. An Engel und Dämonen glaube ich trotzdem nicht, weil das meines Erachtens schlichtweg von Menschen erfundene Konstrukte sind. Mag sein, dass es Dinge gibt, die in ein ähnliches Schema passen und in einem weiten Sinne wohl als Dämonen oder so bezeichnet werden könnten, aber wie genau diese Dinge tatsächlich definiert sind und was sie ausmacht, liegt nicht in unserem Ermessen, weshalb jegliche okkulten oder religiösen Ansätze diesbezüglich höchstwahrscheinlich falsch sind.


    Woran ich glaube, ist die Existenz von Seelen. Schlichtweg deswegen, weil ich denke, dass jeder seine eigene Seele spüren kann - sie tritt nämlich in der Form unserer Gefühle zutage. Ich weiß, heutzutage gibt es allerhand chemische Erklärungen für die Entstehung von Gefühlen, und obwohl ich früher ein sehr rationaler Mensch war, dem diese Erklärungen voll und ganz ausgereicht haben, ist mir das heutzutage nicht mehr genug. Hormone allein können nicht für die Vielfalt an Emotionen verantwortlich sein, zu denen Menschen fähig sind - sie stellen höchstens eine Begleiterscheinung dar. Was Gefühle wirklich ausmacht, ist denke ich fast ebenso wenig messbar und erklärbar wie die Existenz von übernatürlichen Wesenheiten. Gefühle veranlassen uns dazu, manchmal Dinge zu tun, die aus wissenschaftlicher Sicht (bzw aus Sicht der Evolutions-Theorie) höchst unlogisch sind. Gerade solch mächtige Gefühle wie Liebe und Hass lassen Menschen mit Logik brechen und Unerklärbares tun. Alles nur verrückt spielende Chemie in unserem Körper? Das wage ich zu bezweifeln.

    Ich definiere die Seele also als die Essenz unserer Gedanken und Gefühle, die unabhängig von körperlichen Vorgängen existiert. Ohne Seele gäbe es kein Selbst, wir wären nicht mehr als unbeseelte Hüllen, nur in der Lage zu überleben, aber nicht wirklich zu leben.


    Was nach dem Tod mit einer Seele geschieht, fällt wieder unter meine Ansichten als Agnostiker: Man kann sich alles Mögliche dazu denken, und vielleicht ist manches davon richtig, beweisen lässt es sich aber nicht (und wird es vielleicht auch nie).

    Meine persönliche Theorie ist, dass eine Art übernatürliche Energie alles Leben durchdringt und eine Seele, wenn sie von ihrem Körper gelöst wird, wieder in den Fluss dieser Energie eintritt, von wo sie auch ursprünglich gekommen ist. Ich denke auch, dass es möglich ist, dass eine alte Seele in einem neuen Körper wiedergeboren wird, allerdings natürlich ohne Erinnerungen.


    Übernatürliches schlägt sich meines Erachtens außerdem in Träumen nieder. Die meisten werden es ja kennen: Man erlebt etwas, von dem man das Gefühl hat, es mal vor einiger Zeit geträumt zu haben. Laut Wikipedia sind solche Deja-vus nichts weiter als Gedächtnisstörungen, in gewisser Weise Illusionen, mit denen sich das eigene Gehirn selbst täuscht. Vielleicht sind sie das tatsächlich. Ich denke aber, dass an Träumen noch viel mehr dran ist, nicht nur an diesen vermeintlichen Zukunftsträumen. Ich glaube, Träume könnten eine der wenigen Möglichkeiten für Menschen sein, auf Übernatürliches "zuzugreifen", sofern es tatsächlich existiert. Traumforschung ist im Übrigen ein sehr interessantes Thema.



    Um noch auf den Begriff des Okkultismus einzugehen: Ich habe das immer als eine Art Lehre des Mysteriösen und Unerklärbaren verstanden. Mit Satanismus oder ähnlichem habe ich es nie in Verbindung gebracht, wohl eher mit Betrügern, die Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, wie Andere hier ja auch schon geschrieben haben. Mir ist aber bewusst, dass es auch Okkultisten gibt, die nicht durch billige Tricks Geld verdienen, und an solchen ist grundsätzlich nichts auszusetzen, solange sie ihre Ansichten nicht Anderen aufzwingen wollen. Selbiges gilt für die Religion. Wobei man ja öfter davon hört, dass religiöse Leute jemandem ihre Ansichten aufzwingen wollen, und weniger häufig davon, dass Okkultisten so etwas tun. Was aber vielleicht schlichtweg daran liegt, dass es deutlich weniger Okkultisten gibt.

    Ich finde es manchmal allerdings nicht leicht, eine klare Grenze zwischen Okkultismus und Religion zu ziehen. Beides beschäftigt sich mit Übernatürlichem, nur dass Religionen es so an sich haben, für sich zu beanspruchen, die einzige Wahrheit zu verkünden, und nichts als die Wahrheit, so wahr sie niedergeschrieben wurde von irgendeinem Fantasy-Autor vor zweitausend Jahren (überspitzt formuliert).

    Etwas Gutes haben die großen Weltreligionen jedenfalls: Man kann sich hervorragend über sie lustig machen. :D

    107716-bd8fa1b4.pngIch kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.
    - Bilbo Beutlin -


    Meine Anime-Liste: MAL -Azaril-

  • Ich mag den Begriff "Übernatürlich" gar nicht. Entweder existiert etwas, dann ist es "natürlich" oder es existiert nicht. Ich bin mir sicher, dass vieles gibt, was wir heute weder beobachten noch erklären können, aber deswegen ist es nicht "übernatürlich".


    Die Geschichte lehr uns: Sobald man sich hinter der Ausrede "das kann man nicht erklären, das ist übernatürlich" verstecken kann, wird nicht mehr hinterfragt und der Fortschritt gerät ins Stocken

  • Die Geschichte lehr uns: Sobald man sich hinter der Ausrede "das kann man nicht erklären, das ist übernatürlich" verstecken kann, wird nicht mehr hinterfragt und der Fortschritt gerät ins Stocken

    Jein. Ich verstehe, was du meinst, aber etwas als übernatürlich und (noch) nicht erklärbar anzusehen, bedeutet nicht, dass jemand gleich damit aufhört, Dinge zu hinterfragen. Einige berühmte Wissenschaftler der Geschichte waren sehr gläubige Menschen, das hat den Fortschritt, den sie bewirkt haben, auch nicht gedämpft.


    Dass du etwas gegen den Begriff "übernatürlich" an sich hast, kann ich nachvollziehen. In gewisser Weise fällt tatsächlich vieles, was wir als übernatürlich bezeichnen, für uns nur deshalb in diese Kategorie, weil es sich mit unseren heutigen Mitteln nicht erklären lässt, obwohl es eigentlich natürlich ist. Übernatürlich ist demnach ein temporärer Begriff bezüglich der meisten Dinge, auf die es angewendet wird. Dennoch bin ich der Meinung, dass es gewisse Dinge gibt, die vermutlich niemals vollständig entschlüsselt werden können. Eines davon ist beispielsweise der Tod. Gerade dieser ist eigentlich äußerst natürlich, dennoch beherbergt er durch seine Unerklärlichkeit auch einen Aspekt des Übernatürlichen oder Okkulten, wenn man es so nennen mag.

    Außerdem ist es manchmal nicht so leicht, überhaupt zu definieren, was als natürlich gilt.


    Letztlich sind das aber nur Begriffe. Die sind es nicht unbedingt wert, sich daran aufzuhängen.

    107716-bd8fa1b4.pngIch kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.
    - Bilbo Beutlin -


    Meine Anime-Liste: MAL -Azaril-

  • Man kann sich alles Mögliche dazu denken, und vielleicht ist manches davon richtig, beweisen lässt es sich aber nicht (und wird es vielleicht auch nie).

    Das ist das Tolle an dem okkultistischen Glauben. Es gibt da so viele verschiedene Glaubensrichtungen, auch was das Leben nach dem Tod betrifft und die Seele. Es lässt einem viele Freiheiten. Aber du hast auch recht, beweisen lässt sich dahingehend nichts.

    Um noch auf den Begriff des Okkultismus einzugehen: Ich habe das immer als eine Art Lehre des Mysteriösen und Unerklärbaren verstanden. Mit Satanismus oder ähnlichem habe ich es nie in Verbindung gebracht, wohl eher mit Betrügern, die Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, wie Andere hier ja auch schon geschrieben haben. Mir ist aber bewusst, dass es auch Okkultisten gibt, die nicht durch billige Tricks Geld verdienen, und an solchen ist grundsätzlich nichts auszusetzen, solange sie ihre Ansichten nicht Anderen aufzwingen wollen. Selbiges gilt für die Religion. Wobei man ja öfter davon hört, dass religiöse Leute jemandem ihre Ansichten aufzwingen wollen, und weniger häufig davon, dass Okkultisten so etwas tun. Was aber vielleicht schlichtweg daran liegt, dass es deutlich weniger Okkultisten gibt.

    Ich finde es manchmal allerdings nicht leicht, eine klare Grenze zwischen Okkultismus und Religion zu ziehen. Beides beschäftigt sich mit Übernatürlichem, nur dass Religionen es so an sich haben, für sich zu beanspruchen, die einzige Wahrheit zu verkünden, und nichts als die Wahrheit, so wahr sie niedergeschrieben wurde von irgendeinem Fantasy-Autor vor zweitausend Jahren (überspitzt formuliert).

    Etwas Gutes haben die großen Weltreligionen jedenfalls: Man kann sich hervorragend über sie lustig machen. :D

    Du hast auch hier recht, Beides beschäftigt sich mit dem Übernatürlichen.
    Auf der einen Seite allerdings lässt einem der Okkultismus viel mehr und weitreichenderen Glauben zu, als die Religion an sich. Egal ob man jetzt katholisch oder christlich angehaucht ist. Über Buddhismus und Ähnlichem weiß ich leider zu wenig, um darüber ein Urteil bilden zu können.

    Mich ärgern nur die Scharlatane, die wirklich den Okkultismus als Nutzen sehen, damit sie irgendeine Lüge aufbauen können, um sich irgendwie Reichtum anzusparen und anderen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen... Dies stellt all dies in ein schlechtes Licht, obwohl es letztendlich gar nichts Schlechtes ist.

    Ich mag den Begriff "Übernatürlich" gar nicht. Entweder existiert etwas, dann ist es "natürlich" oder es existiert nicht. Ich bin mir sicher, dass vieles gibt, was wir heute weder beobachten noch erklären können, aber deswegen ist es nicht "übernatürlich".

    Da hast du Recht. Übernatürlich ist allerdings der Begriff schlechthin, den man in dem Thema Okkultismus erwähnen sollte. Denn für viele Menschen ist alles was damit zu tun hat halt Übernatürlich.
    Wenn man es jetzt aber zum Beispiel aus meiner Sicht sieht, dass ich glaube da ist mehr und um uns herum ist jederzeit etwas und schon immer gewesen, dann ist es für mich nicht übernatürlich sondern nur natürlich. Es ist normal. So kann man es wohl am besten ausdrücken.
    Aber es war besser Okkultismus mit diesen Wort in Verbindung zu bringen.

    Letztlich sind das nur Begriffe. Die sind es nicht unbedingt wert, sich daran aufzuhängen.

    Aber ja, da hat Azaril recht. Nur Begriffe die man letztendlich unter anderem gebraucht um Dinge besser erläutern zu können.

  • Also meiner Meinung nach kann erstmal jeder an das glauben was er möchte, solange er damit niemandem schadet und seine Ansicht nicht ohne Beweise als die einzig richtige darstellt. Was das angeht, finde ich Okkultismus übrigens deutlich zivilisierter als diverse andere Strömungen.


    Es mag auf den ersten Blick albern vorkommen, an etwas zu glauben wofür es so gut wie keine Belege gibt. Allerdings ist das bei quasi allen Religionen nicht anders. Ich unterscheide da zwischen:

    1) wissenschaftlich fundierten Theorien

    z. B. Matrix/Simulation, außerirdisches Leben, weitere Dimensionen
    Diese sind nicht belegt, werden aber durch verschiedene Beobachtungen und Statistiken gestützt und daher von Forschern ernsthaft untersucht. Da muss man nicht dran glauben, aber es ist meiner Meinung nach wichtig dass es zumindest einige tun, denn nur so werden Erkenntnisse erlangt.

    2) rein philosophischen Theorien und Ideen
    z. B. Götter, Geister, Dämonen, Parapsychologie, Leben nach dem Tod

    Im Endeffekt das, worüber wir hier sprechen. Da gibt es meistens kaum Belege außer Einzelfällen, denen man Glauben schenken kann oder nicht. Auch wenn vieles davon vermutlich nicht zutreffen mag, es gibt normalerweise keine Beweise, die dagegen sprechen. Daher sehe ich kein Problem darin, wenn Menschen an so etwas glauben, solange sie es nicht übertreiben. Vielen gibt es auch durchaus Mut und Kraft, an etwas zu glauben, was aus meiner Sicht auch der Hauptgrund ist der Religion rechtfertigt.

    3) widersprüchlichen Theorien, die bereits widerlegt wurden:
    z. B. Flacherde, Chemtrails, Leugnung des Klimawandels

    Das sind oft Sachen, die eine Beschreibung der Welt enthalten, die der wissenschaftlich gemessenen Realität unmittelbar widerspricht. Im Gegensatz zum Okkultismus sind die Anhänger hier auch meistens toxisch und stiften Unruhe, anstatt Kraft aus ihrem Glauben zu ziehen.


    Entsprechend wundert es mich auch, warum man oft als verrückt abgestempelt wird, wenn man an Theorien der zweiten Kategorie glaubt, aber Leute die Theorien der dritten Kategorie verfechten teilweise sogar in politische Ämter gewählt werden.


    Persönlich glaube ich eigentlich an nichts okkultes, aber im Bezug auf Seelen oder Leben nach dem Tod will ich mich dem auch nicht direkt verschließen. Bisher ist es trotz aller Fortschritte noch nicht gelungen, ein menschliches Bewusstsein zu transferieren oder zu kopieren. Sollte es keine Seelen oder ähnliches geben, ist dies aber definitiv möglich und wird vermutlich auch noch in unseren Lebzeiten realisierbar sein.


    Interessant ist ja, dass es sehr viele Geschichten zu übernatürlichen Vorfällen gibt. Einige davon sind mit Sicherheit erlogen, ein paar wurden misinterpretiert und im Laufe der Zeit falsch weitergegeben, aber dass an keiner von denen irgendwas dran ist, kann ich mir kaum vorstellen. Es gibt immer Dinge, die wir in unserem aktuellen Wissensstand nicht erklären können, und das zu leugnen wäre einfach nur arrogant.


    Insofern denke ich, in sehr abstrakter Form, dass es Kräfte da draußen gibt die wir nicht einordnen können. Die kann man jetzt von mir aus auch als Magie oder Götter bezeichnen, wenn man möchte, so haben es unsere Vorfahren immerhin auch gemacht. Vielleicht wird die Menschheit auch irgendwann ein höheres Verständnis haben und mehr erklären können, wobei ich da beim aktuellen Trend in der Gesellschaft nicht viel Potential sehe.


    Fakt ist aber, dass keiner diese Kräfte kontrollieren kann (siehe auch die von QueFueMejor beschriebene "Challenge" von James Randi). Wenn es Visionen gibt, dann zufällig und nicht in Form von Wahrsagern die irgendwelche Sterne oder Karten lesen. Wenn es Parapsychologie gibt, dann nicht auf Kommando. Denn um etwas kontrollieren zu können, müssen wir es in seiner Gänze verstehen. Und wenn Menschen es verstehen, ist es nicht mehr übernatürlich.

  • Impergator Danke für deinen großartigen Kommentar zu dem Thema!
    Ich lese immer wieder gerne wenn Leute mit solcher Meinung darüber schreiben und 'urteilen' vorsichtig ausgedrückt. Und ich kann alles genau so unterschreiben, wie du es erklärt hast. Wirklich jeden einzelnen Punkt.


    Wichtig für mich ist auch bei dem okkultistischen Glauben, dass man so seine Freiheiten hat und so viele Möglichkeiten zu glauben. Ich mag es nicht anderen Leuten meinen Glauben aufzudrängen, wenn sie aber von sich aus interessiert sind oder nachfragen, dann beantworte ich zu gerne alles und gebe auch gerne meine Meinung darüber kund.

    Ich kann aber, wie ich oben ja bereits schrieb, verstehen wenn jemand dem ganzen gegenüber skeptisch ist und nicht glauben möchte. Und das ist ja auch vollkommen in Ordnung. Mich erfüllt es irgendwie wenn ich an all diese Dinge glaube und es stimmt mich durchaus neugierig einfach noch mehr darüber herauszufinden, ohne es letztendlich zu übertreiben. Oder wie du auch sagtest, jemand anderen - eventuell sogar mir selbst - letztendlich damit zu schaden.

    Solch ein Glaube, egal in welcher Richtung, kann Menschen bei vielen Dingen helfen.


    Zu dem Thema, dass einige bekannte Dinge bereits öffentlich gemacht wurden, letztendlich steht bei vielen Büchern oder Filmen oder Anzeigen im Internet 'beruht auf wahre Begebenheit' und ich denke mir da immer: "Ja, mit Sicherheit ist da irgendwas Wahres dran... aber sicherlich ist dort auch viel dazu gedichtet und erlogen."
    Besonders in Filmen wie Conjuring, was ja auf wahre Begebenheit beruhen soll mit Besessenheit und solches, weiß man einfach dass da viel dazu gedichtet wurde, einfach weil man insbesondere in Medien wie Filmen sowas einbringen muss, damit die Zuschauer sich letztendlich nicht langweilen.

    Letztendlich werden wir, die Zuschauer, aber nie wissen... was daran war jetzt echt und was daran haben sie sich nur ausgedacht um die Zuschauer neugieriger zu machen, oder ihnen Angst einzujagen - was ja letztendlich der Sinn hinter einem Horrorfilm ist. Insbesondere mit okkulten Inhalten wie Geistern, Dämonen oder Ähnlichem.

    Allerdings denke ich mir, gut ja, da wird irgendwas Wahres dran sein. Aber zum größten Teil wird es einfach nur erlogen sein.

    Eigentlich sollte ich wegen diesen Medien auch sauer sein, weil es halt nicht alles der Wahrheit entspricht und vieles einfach nur schreckliche Geschichten sind, aber ich bin nicht sauer. Mir gefallen die Filme echt gut und ich finde sie interessant. Versuche dann im Nachhinein herauszufinden, was daran wahr sein könnte und was nicht.

    Aber ja, ich schweife schon wieder ab. Sorry. :) Wollte nur kurz nochmal erwähnen was noch viele Lügen über Okkultismus und Ähnlichem verbreitet.

  • Der esoterische Okkultismus beschäftigt sich unter anderem mit Magie.

    Ja, so albern es auch für viele Ohren klingen mag.

    Telekinese, Handlesen, Pendeln, Tischrücken, Levitation, Telepathie, Gläserrücken, Wahrsagerei oder ähnliche Dinge sind Punkte die beim esoterischen Okkultismus zur Geltung kommen.

    Die Esoterik kennzeichnet hierbei den Geheimgelehrten, welcher sich auch mit dieser Magie auseinandersetzt.

    Also vorab: Diese Disziplinen gehören zwar nicht dazu, aber als ich mir den kleinen Text da durchgelesen habe, musste ich auch ein bisschen an Schamanismus denken. Immerhin ist man früher auch zu den Schamanen hingegangen und hat sie um Rat bezüglich gewisser Lebensumstände gefragt, sie also wie eine Art Orakel betrachtet, oder gewisse Naturgeister angerufen. Weißt du zufällig, wie man den Schamanismus da einordnen kann? :)




    Gerade das möchte ich nicht glauben. Zum einen wäre der Gedanke, dass irgendein Wesen über einen wacht ohne davon zu wissen, irgendwo unheimlich, schließlich würde ich gerne davon wissen.

    Jaa... ich fand es auch immer eine schöne Vorstellung, dass die Toten über einen wachen, aber letztendlich würde das auch bedeuten, dass sie dich bei jedem Mist, den du verzapfst, und jeder Peinlichkeit auch im Auge haben und das... mhm, ja, doch eher unangenehm ^^"




    Woran ich glaube, ist die Existenz von Seelen. Schlichtweg deswegen, weil ich denke, dass jeder seine eigene Seele spüren kann - sie tritt nämlich in der Form unserer Gefühle zutage. Ich weiß, heutzutage gibt es allerhand chemische Erklärungen für die Entstehung von Gefühlen, und obwohl ich früher ein sehr rationaler Mensch war, dem diese Erklärungen voll und ganz ausgereicht haben, ist mir das heutzutage nicht mehr genug. Hormone allein können nicht für die Vielfalt an Emotionen verantwortlich sein, zu denen Menschen fähig sind - sie stellen höchstens eine Begleiterscheinung dar. Was Gefühle wirklich ausmacht, ist denke ich fast ebenso wenig messbar und erklärbar wie die Existenz von übernatürlichen Wesenheiten. Gefühle veranlassen uns dazu, manchmal Dinge zu tun, die aus wissenschaftlicher Sicht (bzw aus Sicht der Evolutions-Theorie) höchst unlogisch sind. Gerade solch mächtige Gefühle wie Liebe und Hass lassen Menschen mit Logik brechen und Unerklärbares tun. Alles nur verrückt spielende Chemie in unserem Körper? Das wage ich zu bezweifeln.


    Ich definiere die Seele also als die Essenz unserer Gedanken und Gefühle, die unabhängig von körperlichen Vorgängen existiert. Ohne Seele gäbe es kein Selbst, wir wären nicht mehr als unbeseelte Hüllen, nur in der Lage zu überleben, aber nicht wirklich zu leben.

    Kann ich eigentlich nur so unterschreiben, ist auch genau meine Meinung dazu :D

    Ich meine, ich merke an mir selbst, wie stark Hormone auf meine Gedanken- und Gefühlswelt einwirken, trotzdem kann das für mich nicht alles sein. Ich meine, wie könnte man sonst all die verschiedenen Geschmäcker erklären, die Interessen und Begeisterungen? Das kann doch nicht alles nur neuronal ablaufen.


    Meine persönliche Theorie ist, dass eine Art übernatürliche Energie alles Leben durchdringt und eine Seele, wenn sie von ihrem Körper gelöst wird, wieder in den Fluss dieser Energie eintritt, von wo sie auch ursprünglich gekommen ist. Ich denke auch, dass es möglich ist, dass eine alte Seele in einem neuen Körper wiedergeboren wird, allerdings natürlich ohne Erinnerungen.

    Zumindest den letzten Teil würde ich auch so auffassen. Ich würde allerdings auch noch einen Schritt weitergehen, weil für mich Platons Anamnesis Lehre auf gewisse Weise auch möglich erscheint; dass die Seele quasi Wissen in Reinform besitzt, sich aber im menschlichen Körper erst schrittweise daran erinnern muss.

    Ich finde es übrigens sehr interessant, dass hier im Bezug auf Okkultismus auch indirekt schon über das Leib-Seele-Problem diskutiert wird :D

  • 1) wissenschaftlich fundierten Theorien

    z. B. Matrix/Simulation, außerirdisches Leben, weitere Dimensionen
    Diese sind nicht belegt, werden aber durch verschiedene Beobachtungen und Statistiken gestützt und daher von Forschern ernsthaft untersucht. Da muss man nicht dran glauben, aber es ist meiner Meinung nach wichtig dass es zumindest einige tun, denn nur so werden Erkenntnisse erlangt.

    Hier möchte ich bedingt widersprechen.

    Matrix und Simulation sind keine wirklich wissenschaftlich fundierten Theorien. Wie auch, die Simulation könnte überhaupt nur dann festgestellt werden, wenn der Macher der Simulation Fehler macht. Solang die Simulation fehlerfrei liefe, gäbe es überhaupt keinen Ansatzpunkt, wo man die Simulation als solche erkennen könnte.

    Matrix, Simulation oder auch Gehirn im Tank sind wissenschaftlich weitesgehend unbrauchbar, da man für sinnvolle Erkenntnisse aus einem System ausbrechen müsste, von dem man nicht einmal sicher sagen könnte, ob es existiert.

    Bestenfalls kann man Simulation als Begriff in Philosophie und Wissenschaft übernehmen, wenn man sie, wie Baudrillard, auf die Medienwelt anwendet, wo man dann auch sinnvoll Erkenntnisse gewinnen kann.

    Bei "weiteren Dimensionen" ist die Schwierigkeit, dass im wissenschaftlichen Bereich (insbesondere Physik) etwas völlig anderes gemeint wird, als sich Esoteriker und Co vorstellen, wenn sie von anderen Dimensionen sprechen. Das hat übrigens System, Esoteriker greifen gern wissenschaftliche Begriffe auf und bauen mit falschen Analogien unzutreffende Gleichnisse auf um ihren Ideen einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben. Dennoch hat das eigentlich nie mit der Realität zu tun, Esoteriker haben zumeist keinen Plan von der physikalischen Idee von Quanten, Relativität und Dimensionen, wenn sie gerade davon sprechen.

    2) rein philosophischen Theorien und Ideen
    z. B. Götter, Geister, Dämonen, Parapsychologie, Leben nach dem Tod

    [...]es gibt normalerweise keine Beweise, die dagegen sprechen.

    Was aber auch nicht Kriterium sein kann. Es gibt auch keine Beweise, die gegen Russells Teekanne und das unsichtbare Spaghettimonster sprechen, dennoch ist es Aufgabe derjenigen, die die Dinge behaupten, sie zu belegen, nicht der Kritiker irgendetwas Unbelegtes zu widerlegen. Wissenschaftlich gesehen gilt der Grundsatz: Was ohne Beleg behauptet wird, kann ohne Beleg verworfen werden.

    Wenn ich also sage, dass es keine Götter, Dämonen, Geister und was weiß ich nicht alles gibt, dann muss ich nichts belegen, weil diejenigen, die behaupten es gäbe sie, keine verwertbaren Belege dafür haben. Alles andere ist Beweislastumkehr und wissenschaftlich nicht zulässig.

    3) widersprüchlichen Theorien, die bereits widerlegt wurden:
    z. B. Flacherde, Chemtrails, Leugnung des Klimawandels

    Verschwörungstheorien bzw besser Verschwörungsmythen halt. Übrigens sehe ich nicht, dass Anhänger dieser Theorien mehr oder weniger verpönt wären als Anhänger der von dir als zweites genannten Gruppe. Speziell Gottesglauben ist nicht nur nicht verpönt, sondern wird bis heute als scheinbar legitime Begründung für politisches Handeln herangezogen. Sonst hätten wir wohl viel früher eine Ehe für alle gehabt. Auch unwissenschaftlicher Humbug, wie Homöopathie könnte uns erspart bleiben, wenn Politiker nicht gern auch an Wassergedächtnis und andere unbelegbare Dinge glauben würden.

    Interessant ist ja, dass es sehr viele Geschichten zu übernatürlichen Vorfällen gibt.

    Nun, Menschen erzählen sich halt unglaublich gern Geschichten. Und immer dann, wenn sie sich auf bestimmte Dinge keinen Reim machen können, ist nur naheliegend, dass sie auf "Übernatürliches" zurückgreifen. Ich mochte auch den Nervenkitzel, wenn Jonathan Frakes fragte "Ist das wirklich so passiert oder haben wir uns das ausgedacht?"

    Wo man heutzutage ganz gut sehen kann, wie wichtig die Wissenschaft ist, sieht man bei psychischen Krankheiten. Noch vor wenigen Jahrzehnten (und in einigen Ländern bis heute) hielt man Menschen mit psychischen Krankheiten für von Dämonen besessen und versuchte mit Exorzismen und ähnlichen "Späßen" dagegen vorzugehen. Heute bin ich froh, wenn mich bei schlimmen Zuckungen jemand auf Epilepsie untersucht und nicht den Dorfpfarrer holt, der mich dann auf Latein beschimpft.

    Ein anderes Beispiel, wo man gut sieht, wie wirksam eine gute Geschichte ist, sind Urban Legends, diese typischen Geschichten, die dem Freund eines Freundes "wirklich" passiert sind. Ich muss zugeben, ich habe mich lange gefragt, wer diese Geschichten überhaupt erzählt, bis ich vor einiger Zeit von meiner Freundin eine Geschichte erzählt bekam, die mir verdächtig bekannt vorkam. Sie hatte die ihrerseits von einer Freundin erzählt bekommen, die wiederum erzählte das sei einer Freundin so passiert. Und sie war überrascht, als ich die Pointe bereits kannte und ihr auch sagen konnte, woher: Der Hoaxilla-Podcast bzw die Videoumsetzung Hoaxilla-TV hatte eben diese Urban Legend bereits in (mindestens) einer Folge mal behandelt. Selbstverständlich war die Geschichte zu spektakulär, als dass man nicht mit Orts- und Zeitangaben hätte problemlos eine Bestätigung finden können. Und selsbtverständlich gab es keine Bestätigungsmöglicheit, weil die Geschichte natürlich nie so passiert ist. Will sagen: Menschen lieben Geschichten, deshalb gibt es natürlich massig Geschichten zu übernatürlichen Vorfällen. Aber nur weil viele Menschen sich ähnliche Geschichten erzählen, wird keine davon wahr. Letztlich können das Problemlos immer Abwandlungen der gleichen Ursprungsgeschichte sein, die dann frei erfunden sein kann.