Filme und Serien

  • In 80 Tagen um die Welt



    Genre: Abenteuer
    Länge: 120 Minuten
    Regie: Frank Coraci
    Produktionsland: England, USA, Deutschland, Irland
    Originalsprache: Englisch
    Erscheinungsjahr: 2004
    FSK: 6


    Darsteller:
    Jackie Chan
    Steve Coogan
    Cécile de France
    Jim Broadbent
    Arnold Schwarzenegger
    Rob Schneider
    John Cleese
    Owen Wilson
    Luke Wilson
    Kathy Bates


    Handlung:
    Der Chinese Lau Xing bricht in die Bank von England ein und entwendet einen kostbaren Jadebuddha, der einst aus seinem Heimatdorf Lanzhou gestohlen wurde. Auf der Flucht vor der Polizei begegnet er dem Wissenschaftler Phileas Fogg, dessen größter Traum es ist, eine Maschine zu erfinden, die der Menschheit das Fliegen ermöglicht. Lau Xing gibt vor, ein französischer Kammerdiener namens "Passepartout" zu sein und bewegt Phileas Fogg dazu, eine Wette einzugehen, in der dieser beweisen soll, dass er die Erde in nur 80 Tagen umrunden kann. In Wirklichkeit möchte Lau Xing nur so schnell wie möglich nach China zu kommen, um den Jadebuddha zurückbringen zu können. Doch die Feinde haben die Verfolgung bereits aufgenommen...


    Bewertung:
    Eine Sache vorweg: Wer eine originalgetreue Verfilmung von Jules Vernes Roman "Reise um die Erde in 80 Tagen" erwartet, wird hier auf jeden Fall enttäuscht. Bei diesem Film handelt es sich um einen freien Klamauk, der sich grob an der Vorlage von 1873 orientiert. Schon in der ersten Filmminute wird deutlich, dass Jackie Chan nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Produzent an diesem Film mitgewirkt hat. Der Zuschauer bekommt hier folglich viele Merkmale eines Martial-Arts-Films zu sehen, die dazu führen, dass die Sache um den Jadebuddha, den Lau Xing nach Lanzhou zurückbringen möchte, und die Sache mit den Schwarzen Skorpionen, welche die Herrschaft über dieses Dorf haben wollen, zu stark in den Vordergrund rücken. Die namensgebende Wette ist manchmal fast schon Nebensache.


    Außerdem finde ich es schade, dass manche Gebiete der Reise entweder gar nicht gezeigt werden oder viel zu kurz kommen. Da wäre zum Beispiel die Szene in der Wüste, die in diesem Film keine fünf Minuten dauert. Ein weiteres Manko ist ein großer Logikfehler: Lord Calvin fordert Fogg ja bekanntlich zur Wette auf. Zuerst will Fogg gar nicht annehmen, später tut er es nur, um Lord Calvins Posten übernehmen zu können, da dieser diesen abtreten möchte, sollte Fogg diese Wette gewinnen. Wie kommt es dann, dass Lord Calvin und seine Kumpanen annehmen, dass Fogg überstürzt abgereist sei, um flüchten zu können? Aber gut, irgendwie muss man sich dann ja doch noch an der Originalvorlage orientieren, auch wenn diese Maßnahme hier sehr gezwungen und konstruiert wirkt.


    Ein weiteres Manko ist, dass der Film dauernd versucht, in praktisch jedem Gespräch einen Gag einzubauen und fast schon krampfhaft versucht, witzig zu sein, was leider nur sehr selten klappt. Allerdings wissen manche Szenen durchaus zu unterhalten. Arnold Schwarzenegger als selbstverliebten Prinz Hapi gilt es hier besonders hervorzuheben, seine Vorstellung ist wirklich mehr als ansehlich. Ebenso die Anspielung auf die Statue "Der Denker", die wirklich von Rodin stammt. Die Liebe zum Detail, die man in der Ausstattung bewiesen hat, hätte man besser auch bei den Animationen an den Tag legen sollen, welche die Übergänge von Ort zu Ort zeigen, denn die sehen größtenteils leider sehr schlecht aus.


    Aus diesem Streifen hätte viel mehr werden können. Leider wird durch das manchmal einfach nur dumme Drehbuch viel zu viel Potential verschleudert. Viele Anhaltspunkte werden nicht ausführlich genug behandelt. Außerdem ist es fast unmöglich, einen Film mit einem derartigen Ausmaß in nur zwei Stunden wiederzugeben. Trotz der vielen Schwächen ist dieser Film im Großen und Ganzen aber doch noch ein relativ ordentlicher Streifen für einen gemütlichen Fernsehabend.


    Trailer:

  • Film: The Game


    Genre/s: Thriller


    Länge: 129 Minuten


    Produktionsland: Vereinigte Staaten (Amerika)


    Originalsprache: Englisch


    Handlung: Unter der Regie des großartigen David Fincher begeisterte mich dieser Film mit einem einzigartigen Plot, einer packenden Atmosphäre und interessanten Charakteren.


    Der Investmentbanker Nicholas van Orten (Gespielt von Michael Douglas) ist ein oberflächlicher Exzentriker, der kaum mehr Zeit mit seiner Tochter, geschweige denn seinem Bruder Conrad oder seiner Ex-Ehefrau verbringt. Conrad ist es schließlich, der ihm zu seinem 48. Geburtstag eine Teilnahme an "dem Spiel", bezieungsweise eben "the Game" schenkt. Nachdem Nicholas sich zunächst nur lustlos anmeldet und daraufhin noch erfahren muss, dass er nicht geeignet sei, kehrt er nach Hause zurück um entsetzt festzustellen, dass "das Spiel" bereits begonnen hat. Was sich ihm nun offenbart ist eine gewaltige Verschwörung, die sich bis zuletzt immer weiter zuspitzt und ihn in immer gefährlichere Situationen reißt. Wieviel Spiel steckt hinter den Anschlägen und wieso ist jeder in seiner Umgebung im Wissen dieses Spiels?


    Darsteller: Michael Douglas, Sean Penn, Deborah Kara Unger, James Rebhorn, Peter Donat


    Erscheinungsjahr: 1997


    Bewertung: 5*/5


    Empfehlung: FSK 12, meine Empfehlung geht für zartere Gemüter Richtung 14


  • FSK: 6
    Genre: Komödie
    Länge: 109 Minuten
    Erscheinungsjahr: 2014
    Originalsprache: Englisch
    Produktionsland: United States


    Darsteller:
    Cameron Diaz als Carly
    Nikolay Coster-Waldau als Mark
    Leslie Mann als Kate
    Kate Upton als Amber
    Taylor Kinney als Phil
    Nicki Minaj als Lydia



    Handlung:
    Carly lebt eigentlich ein angenehmes Leben, verdient als Anwältin genug Geld und hat auch endlich in der Liebe Glück. Das einzige Manko scheint zu sein, dass ihr neuer Freund Mark ein Haus in einer anderen Stadt hat und immer wieder mal übers Wochenende oder unter der Woche weg ist. Eines Tages beschließt Carly, Mark spontan bei ihm zu Hause überraschen, doch als die Tür aufgeht, steht seine Frau vor ihr. Perplex fährt sie wieder nach Hause und beschließt, Mark bald zu verlassen. Doch wenig später besucht Marks Frau Carly und irgendwann werden aus den beiden beste Freundinnen, auch wenn sie beide vom gleichen Mann belogen wurden. Irgendwann beschließen sie, Mark weiter hinterher zu schnüffeln und dann machen sie eine Entdeckung, mit der sie nicht gerechnet hätten.



    Bewertung:
    Wo fange ich am Besten an?
    Wirklich lachen, musste ich bei dieser Komödie eher weniger, Schmunzler kamen dafür aber immer wieder mal vor, wobei das natürlich bei jedem anders sein kann. Die schauspielerischen Leistungen, vor allem von den beiden Hauptdarstellerinnen, fand ich wirklich gut, Cameron Diaz ist mir einfach sympathisch und ich sehe gerne Filme mit ihr. Die Länge ist durchschnitt und bietet eigentlich keine Längen. Ich persönlich empfand die Story eigentlich als ganz nett, auch wenn sie natürlich nichts weltbewegendes ist, und scheint mir mal etwas anderes zu sein. Eigentlich empfand ich einige Szenen auch als ziemlich cool, weiß auch nicht. ^^ Wenn man keine sehr hohen Ansprüche an den Film hat und den einfach mal spontan sieht, glaube ich, dass man nicht enttäuscht werden wird. Ach ja, am Ende wird ein zwei Stellen etwas übertrieben, aber ich denke das geht für ein "Finale" auch in Ordnung und rein theoretisch könnte man sicher auch in Richtung FSK 12 gehen, aber ist ja kein allzu großer Unterschied.



    Empfehlung:
    Ist natürlich eher eine Frauenkomödie, aber ich denke auch Männer kommen irgendwie auf ihre Kosten, hat Kate Upton doch einiges zu bieten, haha.
    Wenn man sich also mal einen netten Filmeabend, mit einer durchschnittlichen Komödie machen will, kann man ruhig zu diesem Film greifen.

  • 13 Hours:
    The Secret Soldiers of Benghazi




    FSK: 16
    Länge: 145 Minuten
    Genre: Action-(Kriegs-)Film, Drama
    Erscheinungsjahr: 2016
    Originalsprache: Englisch
    Produktionsland: United States
    Regie: Michael Bay


    Darsteller (unter anderem):
    John Krasinski als Jack
    James Badge Dale als Tyrone „Rone“
    David Denman als Dave „Boon“
    Pablo Schreiber als Kris „Tanto“
    Max Martini als Mark „Oz“
    Toby Stephens als Glen „Bub“
    David Coastabile als Bob





    Handlung:
    Bengasi, Lybien: 13 Stunden lang, wird ein Diplomatensitz hier in Aufruhr versetzt, als islamistische Milizen in das eingezäunte Areal eindringen. Die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York City liegen exakt elf Jahre zurück und so bekommt dieser 11. September 2012 für die Politiker und Sicherheitsleute vor Ort noch eine weitaus stärkere Bedeutung.
    Unter den Anwesenden des Eingreifteams, das versucht, in dem plötzlichen Überfall die Oberhand zu gewinnen, sind ein US-Navy Seal, der Leiter der Wachmannschaft und fünf weitere seiner Sicherheitsmänner.



    Bewertung:
    Glaube die Handlung kann ich selbst nicht viel besser erklären, deswegen ist diese von moviepilot.de übernommen. Was soll ich zu diesem Film sagen; habe ihn in einer Sneak gesehen, wusste also nicht was genau mich erwarten würde und auch, dass Michael Bay Regie führte, ist mir erst beim Abspann klar geworden. Die Kamerafahrten sind mal ziemlich cool und an anderer Stelle nervig verwackelt, wobei ich gegen letzteres bisher noch nie etwas hatte, hat es mir hier doch teilweise gestört, weil man einfach so schlecht mitgekommen ist, wer wen abschießt etc. Aber wie gesagt, auch coole Kameraführungen sind dabei. Die Geschichte ist nichts weltbewegendes (auch, wenn sie auf wahren Begebenheiten beruht, so hat man etwas in die Richtung einfach gefühlt schon 100 mal gesehen), aber bei einem Action-Film ist mehr auch gar nicht gewollt und sollte irgendwo auch nicht nötig sein. Ich fand es teilweise schwer mich zurechtzufinden, selbst am Ende wusste ich noch nicht, wer wie heißt und wer jetzt wer ist, mit ein paar Ausnahmen.
    Es sind immer wieder ein paar lustige Szenen mit dabei und ehrlich gesagt sind diese auch nicht deplatziert, die passen da durchaus rein, wenn man bedenkt dass sich da ein Haufen Männer auf einem Platz tummeln. Die Laufzeit war mir allerdings etwas zu lange, in der ersten Hälfte hätte man definitiv auf einige Dinge verzichten können und teilweise hatte ich dann schon befürchtet, dass der Film so lang ist, man merkt ihm also die Laufzeit von über zwei Stunden definitiv an.
    Am Ende wird er doch noch traurig, aber damit hat man eigentlich schon rechnen können - ohne eigentlich etwas spoilern zu wollen s: -
    Je nachdem wie man den Film sieht, kann man auch irgendwo enttäuscht werden, weil Amerika sich so hinstellt, wie es Amerika oft tut, allerdings stört mich persönlich das nicht. Natürlich wird das irgendwo im Film auch als schlecht etc. dargestellt und es wird auch um die Leute auf der anderen Seite getrauert, aber dennoch kann ich nachvollziehen, wenn sich manche Menschen darüber beschweren, falls ihr versteht was ich meine.
    Ich muss sagen so ein Film geht ab und zu mal, aber mein Genre ist es einfach nicht.
    Dem Film „American Sniper“ an den ich beim Sehen und auch jetzt, immer wieder mal denken musste, habe ich 6,5 Punkte gegeben (ich weiß, eigentlich unrelevant an dieser Stelle) und ich würde diesen hier ungefähr in der gleichen Sparte einordnen und wohl 6 Punkte geben.
    Glaube sonst fällt mir nichts ein, was ich hierzu noch anmerken würde, eventuell noch, dass ich nicht weiß, wie ich die schauspielerischen Leistungen bewerten soll, irgendwie kann ich mich mit einem bekannten Cast mehr „anfreunden“ hier, fehlten mir tatsächlich irgendwie die bekannten Gesichter (zumindest kam mir keiner der Hauptrollen wirklich bekannt vor), auch wenn das ziemlich oberflächlich erscheinen mag.



    Empfehlung:
    Eigentlich möchte ich gar nicht sagen, dass ich den Film schlecht fand, es gab nur mehrere negative Punkte, die ich immer noch im Kopf habe. Die Action ist hier und da durchaus gut umgesetzt, meiner Meinung nach nur an sehr wenigen Stellen übertrieben dargestellt worden, aber das ist, wie gesagt, nur mein Empfinden.
    Empfehlung geht eigentlich nur an Leute, die Action-Kriegsfilme mögen, denn irgendwo sind die meist doch gleich und wenn einem sowas gefällt, glaube ich nicht, dass man hier enttäuscht wird.

  • Now You See Me - Die Unfassbaren


    FSK: 12
    Genre: Thriller, Heist-Movie
    Länge: 116 Minuten
    Erscheinungsjahr: 2013
    Originalsprache: Englisch
    Produktionsland: USA + Frankreich

    Darsteller:
    Jesse Eisenberg als J. Daniel Atlas
    Mark Ruffalo als Dylan Rhodes
    Woody Harrelson als Merritt McKinney
    Isla Fisher als Henley Reeves
    Dave Franco als Jack Wilder
    Mélanie Laurent als Alma Dray
    Morgan Freeman als Thaddeus Bradley
    Michael Caine als Arthur Tressler
    Michael Kelly als Agent Fuller



    Handlung:
    Sie nennen sich ‚The Four Horsemen‘ und stellen eine Bedrohung für die unrechtmäßig Reichen dieser Welt dar. Denn die Vier sind Illusionisten und Magier, die Shows inszenieren, während derer sie scheinbar Tresorräume ausrauben, die eigentlich viele hunderte Kilometer weit weg liegen. Wie sie das machen, bleibt aber ein Rätsel.
    Der betroffene Gangster Arthur Tressler wendet sich an Thaddeus Bradley, der dafür berühmt ist, Zaubertricks zu entlarven. Er soll die ‚Vier Reiter’ bloßstellen. Doch auch jemand anderes, sucht Hilfe bei Herrn Bradley: das FBI, denn auch sie wollen Atlas und Co. dingfest machen, bevor sie ihren Mega-Coup durchführen können, denn er ist davon überzeugt, dass die bisherigen Shows nur Übung und Vorspiel waren, auf das, was noch bevor steht.



    Bewertung:
    Ich hatte die ganz Zeit über, diesen Film vollkommen falsch eingeschätzt, weil mir einfach nicht bewusst war, worum es überhaupt geht. Man sollte sich also einmal die Handlung durchlesen und dann überlegen, ob das einen anspricht. Ich mag so Magie-Zeugs prinzipiell und auch wenn dieser Film dann in die Heist-Movie Richtung geht, spricht er mich an (immerhin mochte ich beispielsweise auch Ocean‘s Eleven). Allerdings ist das hier eben nicht dieser typische Zaubertrick-Film, aus gerade besagtem Grund. Glaube diese Fusion muss man sich einlassen können, um Gefallen an diesem Film zu finden und mir ist das tatsächlich gelungen. Nebenbei bekommt man ein paar bekannte Gesichter zu sehen, die allesamt sympathisch sind und ihre Sache gut machen.
    Die Länge ist für mich hier aber wieder so ein kleiner Knackpunkt gewesen, ab einem Punkt an, fragt man sich einfach, wie lange ‚Die Unfassbaren‘ wohl noch geht, weil er irgendwann immer mehr Abstand von der Magie-Masche nimmt und dann kommt dieser Action Anteil des Thrillers raus und wird fast typisch zum Genre. Glaube 15 Minuten weniger an den richtigen Stellen, hätte diesem Film gut getan.
    Als letzter Minuspunkt, kommt dann noch die Logik bzw. die Hintergrundgeschichte dazu, zu der nie wirklich viel gesagt wird und man macht dann eine Auflösung in den Film, mit der man zwar nicht rechnet, die einem aber auch nicht reicht. Man versteht simpel gesagt nicht, was der Film einem mit dem Ende sagen will und das störte mich wirklich ungemein, denn das Ende ist wichtig, das blieb mir besonders im Kopf und bei der Enddiskussion zu diesem Film, hieß es dann eben auch; Eigentlich war der ganz gut und cool, aber das Ende, bitte was?
    Das macht ‚Die Unfassbaren‘ natürlich nicht zu einem schlechten Film, aber er nimmt ihm einiges an Potential. Davon abgesehen, kann es auch gut sein, dass man mitten im Film auf ein paar Ungereimtheiten kommt, aber die waren für mich nicht maßgeblich störend. Alles in Allem hab ihm dann gute 7 von 10 Punkten gegeben, was eben doch besser als durchschnittlich ist, mehr steckt allerdings auch nicht dahinter.



    Empfehlung:
    Wie gesagt, einem muss der „Magie-Anteil“ gefallen und natürlich dann die Thriller und Heist Elemente. Wenn man sich mit beidem anfreunden kann, wird man sicher einen netten Abend, wie ich, mit dem Film haben.
    Dazu muss ich sagen, dass ich, da ich andere Vorstellungen von dem Film hatte (woher auch immer die kamen), eben bzw. durchaus positiv überrascht wurde.

  • rip dieses Topic




    The Gift


    FSK: 12
    Länge: 108 Minuten
    Genre: Thriller
    Erscheinungsjahr: 2015
    Originalsprache: Englisch
    Produktionsland: Australien/United States

    Darsteller:
    Rebecca Hall als Robyn
    Jason Bateman als Simon
    Joel Edgerton als Gordo
    Allison Tolman als Lucy



    Handlung:
    Ein Ehepaar (Robyn und Simon) versucht in einem neuen Haus einen Neuanfang zu starten und trifft kurz danach auf einen alten Freund (Gordo) von Simon, der immer wieder mal bei den beiden vorbeischaut und ab und an Geschenke dalässt. Doch schon bald wird es den beiden zu viel und sie möchten etwas Abstand von Gordo nehmen. Dieser Schritt jedoch, scheint alles nur noch schlimmer gemacht zu haben. Warum kann Gordo Simon und Robyn nicht einfach in Frieden lassen?



    Bewertung:
    Ich hatte das Gefühl, alle neueren, einigermaßen guten Thriller schon zu kennen, doch dann bin ich über diesen Film gestolpert. Die Schauspieler machen ihre Sache wirklich gut, von Jason Bateman bin ich seit Juno ziemlich überzeugt und auch der Schauspieler von Gordo scheint nicht unbekannt zu sein, Rebecca Hall dagegen war mir kein Begriff, aber alle drei sind eine richtig gute Besetzung. Der Film fängt ganz harmlos an und man fragt sich, wie das aus den Bahnen geraten soll, doch schon bald wird es auch für einen als Zuschauer merkwürdig und man beginnt zu rätseln, was es mit dem Ganzen auf sich hat.
    Die Laufzeit passt, man gibt der Geschichte genug Zeit und die Thrilleraspekte fand ich richtig gut, an der ein oder anderen Stelle erschreckt man sich und damit ist die Mischung für mich auch schon perfekt.
    Es gibt zwei kleine Aspekte, die ich etwas übertrieben fand, aber das stört sicher nicht jeden. Ich war echt überrascht von dem Film, da ich den so gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich mochte den definitiv, weil auch die Geschichte mal wieder etwas neues und für mich nicht altbekanntes war, mit dem ein oder anderen Plottwist, auf den man erst mal kommen muss.



    Empfehlung:
    Empfehlung geht natürlich an jeden, der Thriller mag. Lasst euch von der FSK 12 nicht beirren, die passt, aber der Film ist trotzdem spannend und mysteriös. Damit kann man sich auf jeden Fall nen netten Abend machen. :smalleyes:



    Vierfachpost lel

  • God Bless America


    Genre: Schwarze Komödie
    FSK: 16
    Länge: 105 Minuten
    Produktionsland: USA
    Originalsprache: Englisch
    Darsteller:
    Frank: Joel Murray
    Roxy: Tara Lynne Barr
    Steven Clark: Aris Alvarado
    Erscheinungsjahr: 2011
    Regisseur/Drehbuch: Bobcat Goldthwait


    Handlung:
    Franks Leben ist ziemlich beschissen. Im Fernsehen läuft nur Müll, ganz Amerika scheint sich über den völlig untalentierten Steven Clark lustig zu machen. Franks Nachbarn sind laut, seine Tochter hasst ihn, er verliert seinen Job. Und als wäre das nicht genug, wird ihm ein Hirntumor diagnostiziert. Frank möchte sich gerade umbringen, da sieht er im Fernsehen Chloe, ein verzogenes Gör und Sternchen einer Reality-Serie. Er beschließt nun zunächst Chloe zu töten, legt sich dafür vor ihrer Schule auf die Lauer. Dabei wird er von Roxy entdeckt, die ihn zunächst für einen Perversen hält. Frank kettet Chloe in ihr Auto und steckt ein brennendes Tuch in die Tanköffnung, das jedoch wieder herausfällt. Da das explodierende Auto nun nicht mehr funktioniert, erschießt Frank Chloe kurzerhand.
    In einem Hotel möchte er sich dann endlich selbst richten, jedoch ist Roxy ihm gefolgt und macht ihm klar, wie sein Mord wohl rüberkommen wird, wenn er sich nun umbringt. Sie überredet Frank mit ihr gemeinsam eine Mordtour zu unternehmen, bei der als nächstes Chloes Eltern auf dem Plan stehen. Die beiden ziehen weiter gemeinsam durchs Land um Leute zu töten, die es ihrer Meinung nach verdient haben.


    Bewertung:
    God Bless America ist inzwischen zu meinem Lieblingsfilm geworden. Oberflächlich gesehen differenziert der Film wenig, macht sich in einem wütenden Gebrüll Luft, ist genervt von seiner Umwelt. Der Film wirkt wie Frank selbst, den eigentlich alles ankotzt, was er im Fernsehen sieht. Das heißt nicht, dass nicht auch feinere Kritik im Film vorkommt. Da wäre beispielsweise Roxy, die als Protagonistin ebenfalls deutlich in der Kritik steht. Was Frank aus Überzeugung tut, tut sie für ihre fünf Minuten Ruhm. Diese Kritik wird noch durch die Figur des Steven Clark, der sich umzubringen versuchte, nicht jedoch, wie Frank und Roxy annehmen, weil sich seine Mitmenschen über ihn lustig machen und er als Witzfigur Mobbing ertragen muss, sondern weil man ihn nicht ins Fernsehen lässt.
    Auch die übertriebene Vergötterung von Alice Cooper durch Roxy steht bei Frank in der Kritik, da sie offenbar nicht mehr in der Lage ist einen Musiker einfach nur zu mögen, stattdessen werden sie quasi zum Religionsersatz.


    Empfehlung:
    Der Film siebt am Anfang wohl gleich ein wenig aus. Wer ein Problem damit hat, dass ein Baby mit einer Schrotflinte in viele kleine Stückchen zerschossen wird, wird recht früh wieder abschalten. Wer darüber hinaus kommt und auf einen fast zweitstündigen Rant mit viel Kritik und wenig Differenzierung Bock hat, der wird hier seinen Spaß haben. Der Film mag nicht der beste aller Zeiten sein, wahrscheinlich ist er nicht einmal nah dran, dennoch ist er absolut sehenswert.

  • Serie: O.C., California/ The O.C.
    Genre/s: Jugend, Drama, Liebe, Action
    Länge/Episode+ Staffeln: 96 Episoden in 4 Staffeln
    Erschienen in: USA
    Originalsprache: Englisch
    Handlung: Die Serie spielt in der Küstenstadt Newport Beach im Bezirk Orange County des US-Bundesstaates Kalifornien. Der Teenager Ryan Atwood, der aus ärmlichen Familienverhältnissen stammt, wird mit seinem Bruder Trey beim Diebstahl eines Autos von der Polizei verhaftet. Ryans Pflichtverteidiger wird Sandy Cohen, der in Ryan ein Stück seiner Selbst wiedererkennt und ihn deshalb aufnimmt, nachdem dieser von seiner Mutter aus dem Haus geworfen wurde. Sandys Frau Kirsten missfällt dies vorerst, doch nach kurzer Zeit schließt auch sie ihn ins Herz. Der von Kirsten geförderte Versuch, Ryan und seine Mutter wieder zusammenzubringen, scheitert an deren Alkoholabhängigkeit, und schließlich bittet sie Kirsten, die Mutterrolle für Ryan zu übernehmen. Fortan wohnt Ryan im Poolhaus der Cohens. Sandy und Kirsten werden offiziell Ryans Pflegeeltern; ihr Sohn Seth, der sich für Ryans Verbleib eingesetzt hatte, bekommt somit einen Bruder und Freund. (Quelle: Wikipedia)
    Bereits am ersten Abend trifft Ryan (gespielt von Ben McKenzie) auf das Nachbarsmädchen Marissa Cooper (gespielt von Mischa Barton). Beide haben von Anfang an die perfekte Chemie und kommen noch recht am Anfang der ersten Staffel zusammen und bleiben es auch fast die ganze Serie. Seth (gespielt von Adam Brody) ist schon seit der Kindheit in Summer Roberts (gespielt von Rachel Bilson) verliebt, welche die beste Freundin von Marissa ist. Durch die Freundschaft von Ryan, Marissa und Seth wird er immer mehr von Summer beachtet und nach Komplikationen kommen sie ebenfalls zusammen und sind es auch die meiste Zeit der Serie.


    Darsteller: Ben McKenzie, Mischa Barton, Adam Brody, Rachel Bilson, Autumn Reeser, Kelly Rowan, Peter Gallagher, Olivia Wilde (Nebenrolle in der 2. Staffel)
    Erscheinungsjahr: 2003 - 2007
    Bewertung: Ich versuche so wenig wie möglich zu Spoilern und packe jene in einen Spoiler rein. Meiner Meinung nach ist es eine der besten Serien die ich je gesehen habe. Die Schauspieler passen hervorragend zu ihren Rollen, besonders Mischa Barton zu Marissa Cooper. Marissa musste im Verlauf der Serie schon recht am Anfang viel einstecken. Sie besitzt zwar eine starke trotzige Persönlichkeit, ist aber auch zerbrechlich. Barton hat diese Figur wirklich gut verkörpert. Zu der Serie selbst muss man sagen, eine einzige Folge löst viele Emotionen aus, die häufigsten, mitgefühl, romatik, humor, sympathie. All das wird sehr gut dargestellt und keine Situation wirkt übertrieben.

    Mein Tipp wer solche Serien mag und sich O.C noch nicht angesehen hat, für die lohnt es sich zu 100 % sich diese Serie rein zu ziehen. Bereits nach der ersten Folge werdet ihr sie lieben und habt einen Suchtfaktor.
    Empfehlung: Für Jugendliche ab 14 sowie Personen dessen Jugend in der Zeit war als die Serie lief

  • Film: Das Schicksal ist ein mieser Verräter.


    Genre: Drama


    Länge: 02:13


    Erschienen: 12.06.2014 in Deutschland


    Originalsprache: Englisch


    Auf Grund der Buchvorlage... Autor: John Green


    Handlung: Hazel und Gus sind zwei außergewöhnliche junge Menschen, die den gleichen Humor und die Abneigung gegen Konventionelles teilen und sich 'unsterblich' ineinander verlieben. Ihre Beziehung ist so einzigartig und wundervoll, dass die beiden es furchtlos mit ihrem gemeinsamen schonungslosen Schicksal aufnehmen. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Eine Reise, die das Leben der beiden entscheidend verändern wird. Eine faszinierende, poetische und zutiefst bewegende Liebesgeschichte über den Mut zu leben und zu lieben und die Kunst das Schicksal zu meistern.


    Bewertung: Dieser Film ist seit er erschienen ist mein absoluter Lieblingsfilm. Ich finde die Story einfach bezaubernd und dort wird die Geschichte einer Krebskranken wundervoll erzählt und wie ich finde sehr realitätsnah wiedergespiegelt.
    Das Buch, welches vor dem Film erschien, fand ich auch schon sehr schön. Doch der Film ist meiner Meinung nach noch ein Stückchen besser als das Buch.

    Bandelby (schillernd)



    "At some point we all look up
    and realize we are lost in a maze."


    John Green - Eine wie Alaska

  • N E R V E



    FSK: 12
    Länge: 97 Minuten
    Produktionsland: USA
    Erscheinungsjahr: 2016
    Genre: Thriller, Jugendfilm
    Originalsprache: Englisch



    Darsteller:
    Emma Roberts als Vee
    Dave Franco als Ian
    Miles Heizer als Tommy
    Emily Meade als Sydney
    Kimiko Glenn als Liv
    Juliette Lewis als Nancy


    Handlung:
    Vee ist ziemlich schüchtern, nicht überdurchschnittlich beliebt, fast schon ein Niemand. Nach anfänglicher Unsicherheit, meldet sie sich bei einem Online-Spiel an, in welchem man als Spieler oder Zuseher (Player or Watcher) so etwas wie Wahrheit oder Pflicht spielen kann, nur ohne die Wahrheit. Dabei kann man neben Ruhm und Fans auch Geld gewinnen und schneller als Vee schauen kann, ist sie weit oben mit dabei und stellt sich immer neuen Aufgaben, bis das ganze eine etwas andere Dimension annimmt.



    Bewertung:
    Ich fand den Film Alles in Allem ziemlich unterhaltsam, die Schauspieler machen ihre Sache gut, wenngleich ich Emma Roberts erst etwas komisch in dieser Rolle fand (wenn man sie zuletzt in AHS gesehen hat), aber irgendwann passt das doch ziemlich. Der Film hat ne gute Geschwindigkeit drauf, keine Längen, bietet viel Abwechslung. Die Musik war passend, wenngleich mir mal etwas richtig... „krasses“ gefehlt hat. Neben ein paar vereinzelten Lachern, fiebert man in den richtigen Situationen schön mit, wenngleich man weiß, dass nichts so Schlimmes passieren kann, da wir hier einen FSK 12 Film haben. Würde btw. sagen, dass die FSK auch noch passt, für Kinder die jünger sind, würde ich den Film eher weniger empfehlen.
    Das Einzige was mich bei dem Film gestört hat, war die Auflösung am Ende, das schien mir etwas zu leicht für die Protagonisten zu sein und ich bin mir echt nicht sicher, wie realistisch das unter‘m Strich ist.



    Empfehlung:
    Für Jugendliche die mal einen spannenden und unterhaltsamen Film sehen wollen, kann ich ihn auf jeden Fall empfehlen, aber einem gewissen Alter würde es mich aber nicht wundern, wenn das doch fast etwas zu langweilig gehalten ist. Kann man sich aber durchaus mal ansehen.
    Würde euch jedenfalls ans Herz legen, auf den Trailer zu verzichten, der zeigt doch schon fast etwas zu viel. Da hätte man lieber einen machen sollen, der Szenen bietet, die nicht im Film gezeigt werden. s:


  • K A T A K O M B E N





    FSK: 16
    Länge: 93 Minuten
    Genre: Horror, Thriller
    Erscheinungsjahr: 2014
    Originalsprache: Englisch
    Produktionsland: United States

    Darsteller:
    Perdita Weeks als Scarlett
    Ben Feldman als George
    Edwin Hodge als Benji
    Francois Civil als Papillon
    Samuel Aouizerate als Danny
    Hamid Djavadan als Reza
    Ali Marhyar als Zed



    Handlung:
    In diesem Film folgen wir einer Gruppe (Hobby)Archäologen in die unterirdischen Steinbrüche (Katakomben) von Paris, die ab 1785, aufgrund des mangelnden Platzes auf der Oberfläche, als Friedhof verwendet wurden. Sie erhoffen sich dort einen antiken Schatz zu finden, doch in den düsteren Gängen ist nicht alles so, wie es scheint und das pure Grauen wartet auf sie.



    Bewertung & Empfehlung:
    Der Film schafft es, unter der Erde, eine spannende und gruselige Atmosphäre zu schaffen. Man denkt sich öfter als ein Mal, dass man selbst dort unten wohl sterben würde vor Angst und niemals als letztes der Gruppe durch die Gänge gehen könnte. Also das macht der Film wirklich ausgezeichnet. Es dauert zeitlich auch nicht allzu lange, bis sie dann endlich dort unten umherwandern und nach dem richtigen Weg suchen.
    Doch hin und wieder bleiben Sachen unerklärt oder kommen mir zu weit hergeholt und unrealistisch vor, aber der Film tut so, als sei das logisch nachzuvollziehen. Davon abgesehen, hat er ein paar gute Gedanken, gepaart mit ein paar Dingen, die man meint bereits aus anderen Filmen zu kennen.
    Die Dauer ist typisch für dieses Genre und passend sowie ausreichend. Die schauspielerische Leistung ist so ganz akzeptabel und auch die erschreckenden Momente, hatten meiner Meinung nach, ein gutes Timing.
    Allerdings ist dieser Film auch nicht viel mehr, kein Horror-Meisterwerk, sondern eher einer, den man sich bei den ganzen mauen Horrorfilmen, mal gut angucken kann und das war‘s. Ein paar Dinge sind mir einfach zu suspekt und das Ende überzeugt leider auch nicht wirklich, rundet das Ganze leider nicht ab.
    Letzten Endes: Kann man sich gut mit Freunden ansehen, die Atmosphäre ist der größte Pluspunkt, aber mehr als den guten Durchschnitt bekommt man hier nicht zu sehen.

  • Tanz der Teufel



    Produktionsland: USA
    Erscheinungsjahr: 1981
    Regie: Sam Raimi
    Darsteller: Bruce Campbell - Betsy Baker - Ellen Sandweiss
    Theresa Tilly - Richard DeManincor
    Länge: 85 Minuten
    Genre: Horror
    FSK: 16






    Handlung
    Ein paar Jugendliche wollen einige freie Tage in einer abgelegenen Waldhütte verbringen. Im Keller finden sie ein Tonbandgerät und ein Buch, das sich als "Das Buch des Todes" herausstellt. Als sie das Tonbandgerät abspielen wird damit etwas unheimliches im Wald geweckt, eine Flucht erweist sich zudem als unmöglich...


    Hintergrund und Meinung
    Seit einer Weile glaube ich daran: Es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder. Ein Film, der jahrelang die deutschen Zensurbehörden in Atem gehalten hat und wohl irgendwann zu einem ihrer Lieblingskinder wurde, der zerschnitten und auch beschlagnahmt wurde, ist nun wieder für jeden frei zugänglich geworden. Auf Antrag des Rechteinhabers Sony wurde in einer Neuprüfung im Januar 2017 tatsächlich die ungeschnittene Fassung ab 16 Jahren freigegeben und trudelt dieser Tage in diversen Editionen in den heimischen Geschäften ein. Vor kurzem erlebte er zur Feier dieses besonderen Anlasses sogar in diversen Kinos eine Neuaufführung.
    Natürlich wird ihm dadurch so ein bisschen der Reiz des verbotenen genommen. Aber was solls, nach über dreissig Jahren gibt es mittlerweile wirklich schlimmere Filme und so überwiegt vielmehr die Freude, einfach ins Geschäft gehen zu können und für relativ wenig Geld mit einer DVD/BR herauszumarschieren. Auf der nächsten Party ist er ganz sicher immer noch gut anzusehen oder man schaut ihn ganz allein im dunklen Zimmer, ein bisschen gruseln wird man sich ziemlich sicher auch heute noch.
    Also kann ich nur eins empfehlen: holt euch dieses frühe Meisterwerk von Sam Raimi. Wer auch nur ein bisschen auf Horrorfilme steht, muss diesen gesehen haben.


    Trailer


    Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kehren die Toten auf die Erde zurück! (DotD)


    Per aspera ad astra!
    Momentan kein Partneravatar mit Missy!

  • Serie: Lost (Kennen die ein oder anderen vielleicht noch von damals, lief auf Pro7.)
    Genre/s: Abenteuer, Action, Drama, Mystery
    Länge/Episode+ Staffeln: Es gibt 6 Staffeln und insgesamt 121 Folgen. Eine Folge dauert ca. 42 Minuten.
    Erschienen in: USA
    Originalsprache: Englisch
    Produktionsjahre: 2004 - 2010
    Erstausstrahlung: 22. September 2004


    Handlung/Einführung: Unterwegs von Sydney nach Los Angeles stürzt das Flugzeug der Oceanic Airlines (Flug 815) plötzlich mitten im Pazifik auf einer mysteriösen, einsamen Insel ab. Jack Shephard, einer der 48 Überlebenden des Absturzes ist Arzt und kümmert sich sofort um die verletzten Passagiere. Sechs Tage nach dem Absturz, fangen die Leute an zu zweifeln, ob sie überhaupt jemals geretten werden. Ihnen wird klar, dass sie eventuell für den Rest ihres Lebens auf der Insel bleiben müssen. Sie müssen sich organisieren und überleben. Die Gruppe erklärt Jack zu ihrem Anführer und schnell wird ihnen bewusst, dass sie gar nicht alleine auf der Insel sind. Neben den Tieren lebt auch ein geheimnisvolles Monster auf der Insel. Die Insel birgt aber noch viele andere Geheimnisse...


    Meh, ich bin nicht der beste Erzähler XD. Ich habe euch sonst mal einen Trailer zur ersten Staffel rausgesucht:


    Darsteller: Jack Shephard (Matthew Fox), Katherine Austen (Evangeline Lilly), John Locke (Terry O'Quinn), James Ford aka @Sawyer (Josh Holloway), Hugo Reyes aka Hurley (Jorge Garcia), Sayid Jarrah (Naveen Andrews), Jin-Soo Kwon (Daniel Dae Kim), Sun Kwon (Yunjin Kim), Charlie Pace (Dominic Monaghan), Claire Littleton (Emilie de Ravin), Boone Carlyle (Ian Somerhalder), Shannon Rutherford (Maggie Grace), Michael Dawson (Harold Perrineau), Walter Lloyd (Malcolm David Kelley)


    Bewertung: Mich hat die Serie von Anfang bis Ende gepackt. Super Story, die spannend erzählt wird. Kaum eine Folge, die ohne Clffhanger endet, schön um einen von der Serie abhängig zu machen. So habe ich einige Nächte komplett mit Lost schauen verbracht. :D Auch die Protagonisten haben mir sehr gefallen, welche man im Verlauf der Serie über Flashbacks kennenlernt. Ich fand das Ende ehrlich gesagt ein wenig creepy, aber wenn ich es könnte, würde ich gerne all meine Erinnerungen an Lost löschen, um sie nochmal schauen zu können! XD


    Empfehlung: Ich denke, bei Lost ist für jeden etwas dabei. Aber ich denke vor allem Mystery-Fans werden Freude an Lost haben. Aber wie schon gesagt, ich würde Lost grundsätzlich jedem empfehlen. Ich kenne niemanden, dem die Serie nicht gefallen hat, wobei meine Freunde teilweise sehr unterschiedliche Genres mögen. Man kann sich ja zumindest mal die erste Folge ansehen! :D

  • https://weltbild.scene7.com/as…262.jpg?%24styx-list-m%24


    Bob der Streuner
    (A street cat named Bob)



    Genre/s: Komödie / Drama / Filmbiografie
    Länge: ca. 99 Minuten
    Produktionsland: England
    Originalsprache: Englisch
    Handlung: Das Letzte, was James gebrauchen kann, ist ein Haustier! Er schlägt sich als Straßenmusiker durch und sein mageres Einkommen reicht gerade, um sich selbst über Wasser zu halten. Als er jedoch eines Abends einen verletzten Kater in seiner Wohnung vorfindet, scheint er sein tierisches Ebenbild zu treffen. James beschließt, den aufgeweckten Kater Bob zu nennen und aufzupäppeln, um ihn dann wieder seines Weges ziehen zu lassen. Doch Bob hat seinen eigenen Kopf und denkt gar nicht daran, James zu verlassen. Er folgt ihm auf Schritt und Tritt. Nach und nach findet James dank Bob seinen Weg zurück ins Leben
    Darsteller: Luke Treadaway (Unbroken / Kampf der Titanen), Joanne Froggatt (Downton Abbey / Drecksau), Ruta Gedmintas (Die Tudors / The Strain), Anthony Head (Die eiserne Lady / Percy Jackson: Im Bann des Zyklopen) uuuuuuund Bob (der echte Bob)
    Erscheinungsjahr: 2016
    Bewertung: Ich habe die Bücher schon gelesen und fand sie echt schön, weshalb ich mir diesen Film auch im Kino anschauen musste! Ich verstehe aber nicht, warum dieser Film als Genre neben dem Drama (was verständlich ist) auch eine Komödie ist. Das passt nicht wirklich...Besonders cool finde ich es, dass es, wie ich bereits oben erwähnte, mit dem echten Kater gedreht wurde. Daran merkt man doch, wie schlau dieses Tier ist! Und das der echte James am Ende auch noch eine Minirolle im Film hat, als sie im Film in der Waterstones Buchhandlung sind und sie Autogramme geben, wird ergefragt, ob ihm das Buch gefallen hat und er meinte, das Buch ist so, als wäre er selbst dabei gewesen!
    Empfehlung: Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben


    Regisseure/Produzenten: Roger Spottiswoode (James Bond 007 - Der Morgen stirbt nie / Scott & Huutsch)
    Budget: 8.000.000 $


    Öffentliche Bewertung: Der Film hat recht gute Kritiken bekommen, da es ein sehr ergreifender und gleichzeitig niedlicher und rührender Film ist
    Besonderes: (Muss nicht sein! Welche Genres gefallen dir zB. am besten? Werdet ihr weiterhin Filme bewerten?)


    Bob der Streuner (Trailer)

  • Star Trek: Picard

    (Bildquelle)


    Nun gut, ich dachte, ich schreibe mal ein ausführliches und eigentlich viel zu langes Review zu Star Trek: Picard, das vermutlich keinen interessieren wird. Natürlich gilt vorweg, dass es nur meine rein persönliche Meinung ist und ich sicher, was all die Fähigkeiten angeht, so eine Serie zu drehen, jedem daran Beteiligten hoffnungslos unterlegen bin. Man mag Alex Kurtzman seine Beteiligung an Transformers und Transformers – Die Rache vorwerfen, aber ich habe ja nicht mal überhaupt irgendwas fertiggebracht. Nichtsdestoweniger, hier halt meine Meinung über die Serie, beginnend mit einer Reihe einleitender Bemerkungen, damit man versteht, woher ich komme.


    Die Utopie von TNG

    Wie eigentlich kaum eine andere Figur verkörperte Captain Picard die Aufrechterhaltung ethischer Prinzipien auch im Angesicht einer Krise und den ruhigen, friedlichen Forschergeist, der für die Menschheit des 24. Jahrhunderts kennzeichnend geworden war. In diesem Punkt übertraf er auch seinen von William Shatner gespielten Vorgänger Kirk, der öfters noch zum Draufhauen neigte. Passend dazu hatte sich The Next Generation auch deutlich mehr auf die Verhandlung philosophischer Fragen verlegt und seine Plots daran angepasst, nachdem durch die allererste Star-Trek-Serie bereits der Hintergrund einer Menschheit gesetzt worden war, die Krieg, Armut und Krankheiten hinter sich gelassen hatte, um sich zu einer diplomatischen Forschungsmission ins All aufzumachen. Es handelte sich um eine Utopie, in der Rassismus der Vergangenheit angehörte und deren Visionäre zumindest bereit waren, mit den Jahren auch noch ein oder zwei Dinge in Richtung der Repräsentation von Frauen und LGBT-Charakteren zu lernen, auch wenn gerade Letzteres immer zu wünschen übrig ließ – dieses Versäumnis war aber weniger ein Fehler der entworfenen Utopie, sondern mehr ein Fehler der Leute, die diese Utopie nicht konsequent durchzogen. Wenn man aber einen Fan gefragt hätte, ob in der Zukunft von Star Trek noch Diskriminierung gegenüber LGBT-Personen stattfinden würde, so hätte besagter Fan zweifellos gesagt, dass das niemals sein kann, denn Diskriminierung findet in dieser Zukunft schlicht nicht mehr statt, egal gegen wen – auch wenn eben keine oder nur wenige LGBT-Charaktere gezeigt werden. Anders ausgedrückt: In der Serie oder am Set gab es de facto durchaus noch Diskriminierung, aber in der eigentlichen Welt der Serie gab es sie nicht bzw. war sie dieses rückständige Ding von vor ein paar Hundert Jahren geworden, von dem die überwältigende Mehrheit wusste, dass es falsch war.

    Es gibt mehrere Folgen in TNG, wo die Enterprise es mit durchaus furchteinflößenden Entitäten zu tun hat, aber dennoch vernünftig und moralisch korrekt gehandelt wird. Da ist etwa die Folge, in der das Schiff einer Kristalleinheit begegnet, die im Grunde Leben frisst – und das in planetengroßen Portionen. Bis zuletzt weigern sich Picard und die Crew, dieser Lebensform den Gar aus zu machen, selbst wenn die Gefahr besteht, dass es noch mehr Planeten vernichtet, als es das ohnehin schon getan hat. Sie erkennen die Kristalleinheit als ein Lebewesen an, das genauso das Recht hat hier zu sein wie wir. Und sie versuchen stattdessen, mit ihm zu kommunizieren. Dass dies keinen Erfolg hat, ist letztlich dann nur das Werk einer Wissenschaftlerin, die sich dafür rächen möchte, dass besagte Kristalleinheit die Kolonie vernichtet hat, in der ihr Sohn lebte. Aber die Botschaft der Folge ist klar: Das, was die Wissenschaftlerin tat, war falsch, es verstieß gegen ihren eigenen Kodex. Derartige Folgen sind es, die eigentlich eindrucksvoll demonstrieren, wie weit die Menschheit in der Zukunft gekommen ist: Statt aus allen Phasern die Feuer zu eröffnen, statt sich von Furcht leiten zu lassen, versucht man zu kommunizieren, zu verhandeln und sich gegenseitig zu verstehen. Natürlich hatte die Föderation in TNG auch Gegenspieler wie etwa die Romulaner – aber auch diese werden von der Sternenflotte nicht gehasst, sondern einfach mit der Vorsicht beäugt, die sich nun einmal anschickt, wenn man sich in einer Art Kaltem Krieg befindet. Die Zeichen stehen dennoch regelmäßig auf Frieden: Geordi LaForge, der Chefingenieur, ist etwa einmal in einer Notlage gezwungen, mit einem Romulaner zusammenzuarbeiten, und gemeinsam schaffen sie es, dass sie von ihren Schiffen gerettet werden. In einer anderen Folge findet die Crew der Enterprise ebenso wie die Klingonen, Cardassianer und Romulaner heraus, dass es lange vor ihnen eine Spezies intelligenter Lebensformen gab, die die Entwicklung der ersten Anfänge des Lebens auf anderen Planeten so beeinflusst hat, dass alle Spezies ungefähr den gleichen Körperbau haben, als ein Zeichen der gegenseitigen Verbundenheit. Während das natürlich abseits der Serie mehr aus Budgetgründen erfolgt ist (nicht-humanoide Aliens sind teuer), endete die Folge damit, dass der in der Episode aufgetretene romulanische Sternenflottencaptain Picard kontaktiert und ihm sagt, dass sie offenbar doch nicht so verschieden sind, bevor er vielsagend hinzufügt: „Perhaps … One day …“ Auch wenn der Gedanke unausgesprochen bleibt, so ist die Botschaft doch klar: Eines Tages werden auch Föderation und Romulaner nicht mehr Feinde sein. Frieden ist trotz einiger Unterschiede möglich.

    Die Zukunft in Star Trek ist optimistisch, geprägt von Frieden, gesunder Neugierde und Forscherdrang, frei von Rassismus, Armut und Diskriminierung. Zumindest ist es so, wie es eigentlich sein sollte. Mit diesem Idealbild im Hinterkopf lässt sich nun wohl im Weiteren nachvollziehen, warum Star Trek: Picard als problematisch gesehen werden kann.

    Wenn ich natürlich betone, dass ich gerne diese klassische Star-Trek Utopie hätte, dann mag man hier natürlich einwenden: Ja, aber die Realität sieht doch im Moment ganz anders aus! Wir haben Leute wie Trump, Putin, Erdogan, Orban, wir haben Rechtspopulisten überall, die EU sperrt ihre Außengrenzen und schert sich nicht um Flüchtlinge, Großbritannien vollzieht den Brexit, Fake-News und tendenziöse Berichterstattung wie von Fox News sind überall und begünstigen sowohl Sexismus als auch Rassismus. Müssen wir uns angesichts dessen nicht zwangsläufig darauf verlegen, ein düsteres Bild von der Zukunft zu zeichnen?

    Die Antwort darauf ist: Nein. Wir könnten das natürlich, aber wir müssen es nicht – und insbesondere müssen wir nicht eine Utopie zerstören, die seit Jahrzehnten festen Bestand in der Populärkultur hatte. Überhaupt: Brauchen wir nicht gerade eine Utopie in diesen Zeiten, etwas, an dem wir uns festhalten können? Wir haben lange darüber gesprochen, was wir nicht haben wollen, aber für Wandel zum Besseren müssen wir auch wissen, wohin die Reise gehen soll. Wir dürfen nicht einfach nur fragen, wogegen wir kämpfen, sondern müssen auch fragen, wofür wir vielleicht kämpfen wollen. Das Traurige ist, dass Patrick Stewart in einem Interview an sich zeigte, dass er diesen Punkt durchaus verstand: Angesichts von Entwicklungen wie dem Brexit sagte er, er sei der Überzeugung, dass die Welt gerade derzeit Star Trek braucht. Die Umsetzung dieses Gedankens ist aber nun das Problem. Bevor ich genauer darauf eingehe, möchte ich hier zunächst kurz den Plot der Serie zusammenfassen.


    Der Plot von Star Trek: Picard (Spoiler!)

    Es ist einige Jahre her, dass Picard die Sternenflotte verlassen hat, nachdem sein Plan einer Evakuierung der Romulaner von ihrem Heimatplaneten, der durch seine exlodierende Sonne bedroht worden war (wir erinnern uns an Star Trek (2009)). Er ist verbittert aufgrund seines Ausstiegs und lebt mit seinem Hund („Number One“) sowie einem romulanischen Pärchen zusammen, die ihn im Haushalt unterstützen, während er einem Tod durch eine neurologische Krankheit entgegensieht.

    Zur gleichen Zeit wird Dahj Asha, eine junge Frau, in ihrer Wohnung von romulanischen Attentätern attackiert. Wie aus dem Nichts und zu ihrer eigenen Überraschung zeigt sie allerdings bemerkenswerte Stärke und Schnelligkeit und kann sich ihrer Angreifer erwehren. Nunmehr verängstigt sucht sie Picard auf, von dem sie sich Hilfe erhofft. Während Picard und sie Informationen sammeln, was mit ihr los ist, werden sie aber erneut angegriffen und diesmal wird Dahj getötet. Picard nimmt nun alleine Ermittlungen auf – es scheint, als stecke eine romulanische Organisation namens Zhat Vash, die noch geheimer ist als der romulanische Geheimdienst Tal Shiar, hinter den Angriffen. Der Grund: Dahj ist ein Android, und die Zhat Vash hassen Androiden und versuchen sie zu vernichten, wo immer sie ihnen begegnen – der Grund dafür ist vorerst unbekannt. Hinter der Konstruktion von Dahj scheint der bereits aus TNG bekannte Kybernetiker Bruce Maddox zu stecken, der vermutlich auf Basis der positronischen Neuronen des in Star Trek: Nemesis verschiedenen Androiden Data neue künstliche Lebensformen entwickeln konnte. Zudem stellt sich heraus, dass Dahj wohl mindestens eine Zwillingsschwester haben muss. Picard begibt sich nun auf eine Suche nach Maddox und nach Dahjs Schwester, wofür er eine Crew zusammenstellt, bestehend zunächst aus der Kybernetikerin Dr. Agnes Jurati, der ehemaligen Sternenflottenoffizierin Raffaela „Raffi“ Musiker und dem Piloten Cristóbal Rios, mit dessen Schiff La Sirena sie losfliegen. Zunächst heuern sie noch einen romulanischen Krieger namens Elnor an, um kurz darauf auch auf die aus Star Trek: Voyager bekannte Seven of Nine zu treffen. Kurz darauf finden sie auf dem Planeten Freecloud den Wissenschaftler Bruce Maddox, der dort gegen seinen Willen festgehalten wird, und befreien ihn. Seven of Nine bleibt zunächst auf Freecloud zurück, da sie dort noch eine persönliche Rechnung mit der Person zu begleichen hat, die auch Maddox festhielt (darauf gehe ich später noch ein).

    Bruce Maddox erzählt Picard, dass Dahjs Schwester – Dr. Soji Asha – auf dem „Artifact“ lebt, einem vom Borg-Kollektiv getrennten Borg-Kubus, der von Föderation und Romulanern untersucht wird, die zugleich die von den Borg assimilierten Individuen wieder „deassimilieren“. Picard und sein Team begeben sich zu dem Artifact, doch Agnes Jurati tötet währenddessen unbemerkt Bruce Maddox – der eigentlich ihr Geliebter war –, da sie eine noch ungewisse Katastrophe in der Zukunft fürchtet, die sie dadurch zu verhindern sucht. Sie ist von Commodore Oh, einem Mitglied des Zhat Vash per Gedankenverschmelzung (sie ist halb Romulanerin, halb Vulkanierin) vor dieser Zukunft gewarnt worden und arbeitet, wie sich nun herausstellt aus Angst vor dieser Zukunft für sie.

    Während dieser Ereignisse spielt sich ein zweiter Handlungsstrang ab, der sich um Sojis Tage auf dem Borg-Kubus dreht. Sie lernt dort den Romulaner Narek kennen, mit dem sie schnell eine Beziehung beginnt. Dieser ist jedoch ein Agent des Zhat Vash und hat die Mission, den Planeten zu finden, von dem Soji stammt, da er vermutet, dass es dort noch mehr künstliche Lebensformen wie sie gibt, die der Zhat Vash auslöschen möchte. Angetrieben wird Narek dabei von seiner Schwester Narissa, die ebenfalls dem Zhat Vash angehört. Seine Mission gestaltet sich allerdings schwierig, da Soji wie auch ihre nunmehr tote Schwester nicht weiß, dass sie ein Android ist und ein ganzes falsches Leben in ihre Erinnerungen einprogrammiert bekommen hat. Nur in Träumen erinnert sie sich an ihren eigentlichen Heimatplaneten. Nach einiger Zeit gelingt es Narek, aus ihrem Unterbewusstsein Informationen zu entlocken, die ihn und seine Schwester zu Sojis Heimatplaneten führen sollten. Anschließend versucht er mit seiner Schwester, Soji zu töten, scheitern aber und Soji entkommt.

    Genau in diesem Moment ist Picard bereits auf dem Borg-Kubus angekommen. Er erkennt Soji auf ihrer Flucht aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu ihrer Schwester und kann sie überzeugen, mit ihm zu kommen. Durch ein von den Borg assimiliertes und geheimes Portal schaffen sie es unter Mithilfe des Ex-Borgs Hugh (bekannt ebenfalls aus TNG), auf den Planeten Nepenthe zu entkommen, wo Picards frühere Offiziere Deanna Troi und William Riker mit ihrer Tochter leben. Elnor bleibt währenddessen zum Schutz der Ex-Borgs auf dem Borg-Kubus zurück, wo später Seven zu ihm stößt. Gemeinsam schlagen sie die Romulaner zurück und erlangen die Kontrolle über den Kubus.

    Picard und Soji warten mit Troi und Riker auf die Ankunft des Rests ihrer Crew, die allerdings beständig von einem romulanischen Schiff verfolgt werden, an dessen Bord sich Narek befindet. Er kann sie verfolgen, da Jurati eine Art Peilsender geschluckt hat. Schließlich aber verabreicht sich Jurati eine Substanz, die den Peilsender deaktiviert, aber sie auch ins Koma schickt. Da es nun möglich ist, Narek abzuschütteln, können Raffi und Rios weiter nach Nepenthe fliegen und Picard und Soji abholen. Anschließend fliegen sie weiter zu Sojis Heimatplaneten, doch Narek schafft es, sie erneut aufzuspüren. Auch Seven und Elnor treffen dort mit dem Borg-Kubus mit ihnen zusammen.

    Auf dem Heimatplaneten von Soji, dessen Name Coppelius ist, stoßen Picard und seine Crew auf mehrere Androiden und den Wissenschaftler Altan Inigo Soong, einen bisher unbekannten Sohn des Kybernetikers Noonian Soong (der Schöpfer von Data), der zusammen mit Maddox diese kleine Kolonie von Androiden erschaffen hat.

    Doch es handelt sich hierbei um keinen friedlichen Abschluss, da Gefahr von zwei Seiten droht: Einerseits entdecken die Romulaner durch Narek und Narissa (letztere ist immer noch auf dem Borg-Kubus) ebenfalls den Heimatplaneten und Commodore Oh macht sich mit einer gigantischen Flotte auf den Weg, um die Androiden zu vernichten. Aufgrund dieser Tatsache bekommen es aber auch die Androiden mit der Angst zu tun. Die Androidin Sutra, die ebenfalls eine „Schwester“ von Soji ist, verschmilzt ihren Geist (ja, sie kann ebenfalls die vulkanische Gedankenverschmelzung, ich versteh’s auch nicht) mit dem von Dr. Jurati und entdeckt, dass sich in der Vision der Zukunft, die Commodore Oh dieser gezeigt hat, eigentlich eine Botschaft an Künstliche Lebensformen verbirgt, die ankündigt, dass sich die organischen Lebensformen irgendwann gegen sie wenden werden, da sie die Perfektion künstlichen Lebens fürchten. Die Urheber dieser Botschaft sind eine Spezies sehr weit entwickelter künstlicher Lebensformen, die auf Wunsch kommen werden, um das organische Leben auszulöschen und dadurch die Androiden zu beschützen. Aus Angst vor den Romulanern bauen die Androiden nun ein Gerät, das diese künstlichen Lebensformen herbeirufen soll.

    Picard versucht, die Androiden davon abzuhalten, scheitert aber zunächst. Schließlich fliegt er mit Dr. Jurati und La Sirena in die romulanische Flotte hinein und kann sie lange genug ablenken, bis die ebenfalls von ihm herbeigerufene Föderation eintrifft. Bewegt durch Picards Einsatz schalten die Androiden ihr Signal ab und die künstlichen Lebensformen, die eigentlich schon auf dem Weg waren, verschwinden wieder. Narissa wird währenddessen von Seven getötet.

    Picard stirbt allerdings nun an seiner neurologischen Krankheit, die durch die Anstrengung ein kritisches Stadium erreicht hat. Allerdings wird sein Bewusstsein noch in einen Androidenkörper hochgeladen, der das gleiche Aussehen hat, komplett menschlich wirkt, irgendwann sterben wird und auch keine Fähigkeiten besitzt, über die die anderen Androiden verfügen (übermenschliche Stärke, absolutes Gedächtnis, Supergehört etc.).

    Damit enden die wesentlichen Ereignisse der Serie. Ich konnte nicht alles im Detail zusammenfassen, bei Nachfragen stehe ich aber natürlich gerne zur Verfügung. Nachdem ich damit nun fertig bin, möchte ich auf die Probleme eingehen, die ich mit der Serie habe.


    Rassismus

    Wir haben wieder Rassismus. Während Picard als Person moralisch weitestgehend intakt bleibt (wenngleich er nicht unproblematisch ist, dazu später), sind, wie sich zu Beginn der Serie schnell zeigt, sowohl Föderation als auch Sternenflotte von ihren Idealen anscheinend abgerückt. Xenophobie existiert wieder, und somit sehen Fans der Serie, die sich an die Utopie gewöhnt hatten, eine Menschheit, die sich anscheinend im Vergleich zu heute eben nicht „weiterentwickelt“ und Diskriminierung überwunden hat.

    Die Problematik, die Star Trek: Picard dahingehend aufweist, zeigt sich in verschiedenen Facetten, und um sie darzustellen, ist es notwendig, den Plot kurz zu besprechen. Die Serie beginnt dabei mit einem Interview zwischen Picard und einer Reporterin, die eigentlich gut für Fox News arbeiten könnte. Das Interview informiert auch den Zuschauer über den Grund, aus dem Picard die Sternenflotte verlassen hatte: Einige Jahre vor Beginn von Star Trek: Picard ist, wie oben bereits geschrieben, die romulanische Sonne zur Supernova geworden. Picard reagierte auf diese Bedrohung, indem er eine Evakuierungsflotte aufstellte, um die Romulaner zu retten.

    Bereits zu diesem Zeitpunkt, so die Reporterin, hätten aber bereits einige Mitglieder der Föderation der vereinten Planeten dem widersprochen: Man sollte nicht dem ältesten Feind der Föderation helfen. Allerdings, auch wenn man bereits hier die Augenbrauen hochziehen und sich fragen kann, wieso die Föderation offenbar einige xenophobe Mitglieder aufgenommen hat, waren diese Stimmen offenbar nur wenige und der Plan, den Romulanern zu helfen, sollte in die Tat umgesetzt werden. Doch dann passierte etwas: Künstliche Lebensformen – quasi die etwas weniger weit entwickelten Nachfolger des berühmten Androiden Data –, die auf dem Mars stationiert waren, liefen Amok. Sie zerstörten die berühmten Schiffswerften auf Utopia Planitia und zahlreiche Menschen, oder vielmehr vernunftbegabte Lebensformen, kamen dabei ums Leben. Im klassischen Star Trek wäre darauffolgend wohl Folgendes passiert: Zum einen hätte man die Romulaner trotzdem gerettet und zum anderen hätte man eine Untersuchung veranlasst, um herauszufinden, was mit den Androiden falsch gelaufen ist – schließlich drehen programmierte Lebensformen doch nicht einfach so mal durch, oder?

    Nichts davon passierte aber wohl im Vorspiel von Star Trek: Picard. Dort passierte stattdessen Folgendes: Erstens entschied sich die Föderation, den Romulanern doch nicht zu helfen, obwohl die mit dem Angriff nichts zu tun hatten (später stellt sich heraus, dass es doch der Zhat Vash war, aber das wusste die Föderation ja nicht). Zweitens entschied sie sich, die Entwicklung künstlicher Lebensformen komplett einzustellen und sie „illegal“ zu machen. Damit haben wir nun Xenophobie in zweierlei Hinsicht: Einmal gegen Romulaner, und einmal gegen Androiden. Picard wird sich nun in dem Interview dafür rechtfertigen müssen, dass er Leben hatte retten wollen, während er im nächsten Moment mit der Frage konfrontiert wird, ob er nun auch das Vertrauen in seinen langjährigen zweiten Offizier Data verloren habe.

    Neben dieser Grundprämisse der Show – einer xenophoben Föderation – gibt es aber auch Subtext, der an das Bild einer antirassistischen Zukunft allgemein rührt. In einer Rückblende zu den Ereignissen unmittelbar vor dem Angriff der Androiden auf den Mars sehen wir etwa, wie die „organischen“ Leute mit den Androiden umgehen: Sie nennen sie „plastic people“ und lassen sich darüber aus, wie „creepy“ sie aussehen und dass sie Angst vor ihnen haben, denn sie hätten ja genug Kraft, um einem das Rückgrat zu brechen, was die Leute aber offenbar auch nicht davon abhält, Witze über sie zu machen. Insgesamt wirkt es so, als seien die Androiden nichts anders als geistig beschränkte Sklaven und würden eben nicht wie richtige vernunftbegabte Lebensformen behandelt – etwas, wofür man sich in The Next Generation doch eigentlich immer wieder eingesetzt hatte. Wir sehen damit also nicht nur Diskriminierung und Xenophobie nach, sondern auch vor dem fatalen Angriff auf den Mars.

    Um neben der Xenophobie gegenüber Androiden aber auch noch einmal auf die Romulaner zurückzukommen: Wir bekommen in einer der ersten Folgen mit, wie Soji Asha, die zu einer Schlüsselfigur in der Serie wird, einmal gegenüber einer Freundin den Satz äußert: „Ich hätte nie gedacht, dass Romulaner so heiß sein können“. Wer ein wenig Schwierigkeiten hat, die Problematik dahinter zu sehen, kann sich vielleicht mal vorstellen, wie jemand auf einen Menschen mit dunkler Hautfarbe zeigt und sagt: „Ich hätte nie gedacht, dass Schwarze hübsch sein können.“ (Ja, ich weiß, dass Menschen mit dunkler Hautfarbe anders als Romulaner keine eigene Rasse im Vergleich zu anderen Menschen darstellen, aber ihr versteht schon.) Was in diesem Kontext die Romulaner angeht, wartet die Serie aber noch mit einem weiteren Problem auf.


    White Savior

    Dass die Romulaner Hilfe benötigten, ist natürlich als Metapher gedacht für Dinge wie Entwicklungs- oder Flüchtlingshilfe. Hierin steckt aber ein altes Vorurteil: Andere Leute sind durchaus in der Lage, sich selbst zu helfen. Das heißt nicht, dass man Leute seinem Schicksal überlässt. Aber es hat schon seinen Grund, wenn man in Bezug auf einige afrikanische Länder nicht mehr von Entwicklungshilfe, sondern von Entwicklungszusammenarbeit spricht. „Hilfe“ impliziert, dass die Personen, denen geholfen wird, in einer passiven Rolle stecken: Sie akzeptieren dankbar die Hilfe, unfähig, selbst etwas zu tun. „Zusammenarbeit“ hingegen gesteht ihnen eine aktive Rolle und damit Autonomie und Selbstständigkeit zu. In der Realität erleben wir, dass viele afrikanische Gesellschaften gar nicht so hilflos sind, wie man sich das vielleicht als weißer superaufgeklärter Europäer denkt. Das heißt wie gesagt nicht, dass man einfach sagen kann „Oh, dann kommt ihr ja super selbst klar, tschüs“, denn schließlich hat Europa aus historischen Gründen noch so einiges an Wiedergutmachung zu leisten.

    In Star Trek: Picard nun sehen wir das offensichtliche Problem der Metapher: Die Rettungsflotte der Föderation wirkt wie eine Idee, bei der die Romulaner selbst offenbar nicht wirklich etwas zu melden hatten. Außerdem wird hier eben der Punkt wieder relevant, der oben kurz als potentieller Fehler in der Logik des Universums angerissen wurde: An sich hätte das romulanische Sternenimperium genug Ressourcen haben müssen, um die Bevölkerung seiner Heimatwelt zu evakuieren. Dass dies nicht der Fall ist, drängt die Romulaner in eine rein passive Rolle, was, wenn man die Metapher wieder zurückübersetzt, eben bedeutet, dass diverse Völker nichts allein auf die Reihe kriegen, sofern nicht der alte weiße Mann (Picard) mit seinen Freunden (der Föderation) aufschlägt.

    Und wie um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wohnt Picard auf seinem tollen alten französischen Weingut, wie es sich nun einmal für einen reichen alten weißen Mann gehört. Mit ihm leben zwei Personen, die wie seine persönlichen Bediensteten rüberkommen – es handelt sich bei ihnen natürlich um romulanische Flüchtlinge, genauer gesagt eigentlich sogar um ehemalige Agenten des romulanischen Geheimdienstes Tal Shiar, die jetzt anscheinend für ihren menschlichen Retter dankbar alles tun. Das erinnert nun einmal ungut an den Trope der ergebenen schwarzen Bediensteten, wie man ihn aus diversen White-Savior-Filmen oder – hier dann freilich kritisch auf die Schippe genommen – auch aus dem Horrorfilm Get Out kennt.

    Insofern ist also das Problem mit der Serie nicht einmal „nur“ die Zerstörung der Utopie zwecks der Vermittlung einer politischen Botschaft. Vielmehr ist es auch so, dass die Serie mit diversen problematischen Tropes aufwartet, die letzten Endes eher auf einen unterschwelligen Rassismus hindeuten. Die Metapher der Serie ist hier schlicht nicht mit der notwendigen Sensibilität umgesetzt worden, und das ist durchaus ein Problem


    Armut

    Ein Punkt, der sich spezifisch in dem Charakter von Raffi niederschlägt. Das erste Mal, wo wir Raffi sehen, lebt sie in einer Art schmuddeligem Wohnwagen irgendwo außerhalb der Stadt – und sie schimpft auf Picard, der in seinem feinen Chateau mit seinen herrlichen antiken geerbten Möbeln sitzt. Nun, versteht mich nicht falsch: Dass sie deswegen so sauer ist, ergibt Sinn. Ich meine, ich wäre auch sauer, wenn ich in einem verlausten Wohnwagen irgendwo im Nirgendwo hausen müsste, während der Typ, wegen dem ich effektiv meinen Job verloren habe (Raffi arbeitete schließlich mit Picard an der Evakuierungsflotte und wurde dann später aus der Sternenflotte geworfen), weiterhin mit einem goldenen Löffel im Hintern steckend durch die Gegend marschiert. Aber der Punkt ist hier: Warum ist das überhaupt so?

    Star Trek ist letztlich eigentlich eine kommunistische Utopie gewesen, in der die Produktionsmittel in den Händen aller liegen. Das Stichwort hier lautet „Replikator“. Die Technologie des Replikators ermöglicht es jedem, aus Nichts so ziemlich alles zu machen. Damit kann jede Person selbst produzieren und herstellen, was auch immer sie braucht. Es gibt keinen wirklichen Grund, warum Raffi ein Leben in Armut führen sollte.

    Natürlich war es mit der Ökonomie in Star Trek immer so eine Sache. Einerseits gab es keine Währung, und dann gab es irgendwie doch Währung. Da ist das Worldbuilding generell nicht immer ganz perfekt. Aber grundsätzlich, so scheint es, sind die Grundbedürfnisse einer jeden Person gedeckt und ich sehe wie gesagt nicht wirklich, warum Raffi so armselig leben muss. Eigentlich hätte es so etwas wie Wohnungen geben müssen, in die Leute einziehen können oder etwas in der Art.

    In einer Episode von TNG stößt die Enterprise auf drei Menschen in einer Art Kälteschlaf, die sich irgendwann haben ins All schießen lassen, um in der Zukunft vielleicht von ihren Krankheiten geheilt werden zu können. Als diese drei Menschen wieder aufwachen, haben sie zweifellos keine Vermögenswerte. Aber niemals wird angesprochen, dass das ein Problem sei. Stattdessen muss einem von ihnen sogar noch akribisch erklärt werden, dass es nicht mehr darum geht, Reichtümer anzuhäufen, sondern darum, sich selbst zu entfalten und zu entwickeln und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

    Mit Star Trek schien es immer so, als könnte man sich darauf verlassen, dass es keine Obdachlosigkeit, keinen Hunger und keine Not gibt. Mit Raffis Umständen im Hinterkopf allerdings kann ich mir jetzt irgendwie nicht mehr sicher sein, dass dem nicht so ist.

    Daneben gibt es dann natürlich noch die Armut auf anderen Planeten: Wir bekommen etwa einen Planeten zu sehen, der stark von romulanischen Flüchtlingen bevölkert ist. Alles sieht heruntergekommen aus, die Leute sind schlecht drauf und leben praktisch im Dreck. Die romulanische Gesellschaft ist offenbar nach der Katastrophe mehrheitlich in Armut versunken, sodass wir auch hier wieder eine Zukunft präsentiert bekommen, die von einem deutlich dargestellten Prekariat geprägt ist. Dieser Punkt ist insofern auch relevant, als dass es wiederum so wirkt, als könnten die Romulaner ihre eigenen Probleme nicht lösen, während aber die Föderation zugleich auch weiterhin keinen Finger rührt.


    Föderation und Romulaner: Kein Frieden, keine Freundschaft, keine Diplomatie

    Ich habe weiter oben bereits erwähnt, wie Picard und ein romulanischer Captain sich einst vorstellen konnten, dass Föderation und Romulaner irgendwann Frieden schließen könnten. Das war zwar nur ein kleiner Moment der Annäherung, aber es war ja nicht der letzte: Während TNG kam es immer wieder vor, dass man – wenn auch oft notgedrungen – mit Romulanern zusammengearbeitet und dabei entdeckt hat, dass man eigentlich sogar ganz gut miteinander auskommen kann. In der Serie Deep Space Nine dann sind Romulaner und Föderation schließlich gemeinsam mit den Klingonen Verbündete im Kampf gegen das Dominion, die Cardassianer und die Breen. Und in dem Film Star Trek: Nemesis scheint es, als würde es auf Romulus demnächst ein Umdenken geben, das vielleicht sogar in einer Freundschaft mit der Föderation münden würde. Für all die Düsternis und diversen Probleme, die dieser Film hatte, behielt er doch zumindest in der Hinsicht die Aussicht auf einen baldigen Frieden.

    Nun aber sind wir wie gesagt bei einer Föderation, die es für angezeigt hält, ihrem „ältesten Feind“ auch in einer Notlage nicht zu helfen, und ein Krieg zwischen beiden Mächten passiert wohl nur deswegen nicht, weil die Romulaner derzeit zu schwach scheinen, ihn zu führen. Aber der Hass auf beiden Seiten ist neu entfacht bzw. war er auf Seiten der Föderation wohl nie ganz weg, bedenkt man die von Anfang an bestehende Skepsis gegenüber der Evakuierungsflotte. Zeichen einer erneuten Annäherung zwischen Romulanern und Föderation gibt es nie in Star Trek: Picard; die Romulaner sind entweder die Antagonisten oder aber Leute, die gegenüber der Föderation „lediglich“ feindlich auftreten, aber natürlich angesichts der Vergangenheit auch einen Grund dafür haben. Dieser Punkt ist insbesondere von Relevanz, wenn man bedenkt, dass die Romulaner in der Metapher der Serie doch eigentlich Flüchtlinge bzw. Völker sind, die unter der Kolonialisation gelitten haben. Die Serie porträtiert die Romulaner als Opfer, aber eben zugleich auch als Feinde, was die ganze Metapher in sehr problematischer Art verzerrt.

    Übrigens, was Diplomatie angeht: Als Picard auf dem weiter oben erwähnten Flüchtlingsplaneten der Romulaner ist und erst in fünf Minuten wieder hochgebeamt werden kann, entscheidet er sich, doch noch einmal das Gespräch mit den Romulanern zu suchen. Nachdem er jahrzehntelang de facto immer wieder bewiesen hat, dass er ein formvollendeter Diplomat war, lässt ihn sein Geschick dahingehend wohl jetzt im Stich: Er geht zu einer Kneipe, reißt das „Romulans only“-Schild ab, trampelt darauf herum und setzt sich dann an einen Tisch, der nicht einmal frei ist (ohne wenigstens der Höflichkeit halber mal zu fragen, ob er sich zu dem Romulaner, der daran sitzt, setzen darf). Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich das Gespräch mit Leuten suche, die mich nachweislich und eigentlich sogar berechtigterweise hassen, während ich selbst eigentlich gegenüber diesen Personen so Einiges gutzumachen habe, dann ist das jetzt nicht unbedingt die Art, wie ich an sie herangehe. Das Endergebnis dieses Kommunikationsversuches sieht auch entsprechend aus: Picard wird angegriffen und stirbt fast, wird aber gerettet und zwar durch …


    Unfassbare Brutalität

    Bevor ich den Cliffhanger auflöse, muss ich kurz die Szene weiter erläutern. Die Sache ist, Picard ist überhaupt nur auf diesem Flüchtlingsplaneten, weil er für seine Mission ein Mitglied des Qowat Milat anheuern möchte. Die Qowat Milat sind ein Orden romulanischer Kriegernonnen, die ihre Dienste selbstlos anbieten, wenn sie die Person, der sie sich verschreiben, als würdig befinden. Eine Voraussetzung ist dabei, dass die Sache, der sie sich damit anschließen, hoffnungslos ist. Die Qowat Milat lehnen es jedoch ab, verweisen aber auf Elnor, einen romulanischen Waisen, der bei ihnen aufgewachsen ist und den Picard auch kennengelernt hat, als er noch die Evakuierung plante. Elnor kann, da er ein Mann ist, kein Qowat Milat werden, ist aber wie eine ausgebildet und folgt dem Kodex der Nonnen. Elnor verweigert Picard nun aber auch die Hilfe, woraufhin Picard unverrichteter Dinge abziehen muss.

    Und damit sind wir in der obigen Situation. Er fängt einen Streit mit Romulanern an und gerade, als es so aussieht, als würde sein Leben ein früheres Ende nehmen als gedacht, geht Elnor dazwischen – und enthauptet Picards Angreifer.

    Das ist ein Beispiel für die Gewalt, die meiner Ansicht nach in der Serie ein bisschen überhandnimmt. Während es in Star Trek natürlich auch immer Gewalt gab, ist sie in dieser Serie ein bisschen sehr deutlich.

    Die Szene, die das eigentlich am besten verkörpert, ist eine, wegen der man das eigene Alter bestätigen muss, wenn man die Folge, in der sie vorkommt, auf Amazon sehen will. Erinnert sich noch jemand an Icheb? Icheb war ein Charakter aus Star Trek: Voyager, ein ehemaliger Borg, der quasi Teil der Crew und dabei von Seven of Nine, ebenfalls eine Ex-Borg, betreut wird. Zwischen ihnen entwickelte sich dabei mit der Zeit eine Art Mutter-Sohn-Verhältnis. Nun ja, jedenfalls: Zu Beginn der fraglichen Episode von Star Trek: Picard liegt Icheb blutend auf einem OP-Tisch, man greift mit einem chirurgischen Instrument seinen künstlichen Augapfel, zieht ihn heraus und wirft ihn, nachdem man das Kabel, an dem er hängt, abgeschnitten hat, in eine OP-Schale. Dabei ist er bei vollem Bewusstsein und schreit natürlich. All das wird deutlich, wirklich sehr deutlich in den Kameraeinstellungen gezeigt und seine Schreie klingen mir ehrlich gesagt jetzt noch in den Ohren. Ich hätte nie gedacht, dass ich so eine brutale und grausame Szene, die wohl eher in einen Splatter gepasst hätte, in Star Trek sehen muss, einem Franchise, das sich eigentlich auch immer als relativ familienfreundlich verstand. Ich bin mir nicht sicher, was der Grund dahinter war. Das Publikum mit etwas Neuem zu schocken? Das ist sicher gelungen, aber nicht auf die gute Art. Dazu muss man sagen: Ich bin schon bei mehreren Obduktionen dabeigewesen, aber trotzdem habe ich mich in der Szene etwas unwohl gefühlt.

    Ichebs Schicksal ist dabei aber auch wiederum ein Spezialfall von etwas anderem, auf das ich im Folgenden eingehen möchte.


    Von wegen Happy End oder: Kill your Ex-Borgs

    Okay, hierzu muss ich sagen, dass das jetzt wirklich komplett subjektiv wird und ich darüber spreche, dass ich die Art, wie einige Charaktere seit ihrem letzten Auftreten entwickelt wurden, nicht wirklich mag, da sie an sich schon ein Happy End hatten, das in Star Trek: Picard nun aber zunichte gemacht wird. Allerdings habe ich absolut Verständnis dafür, wenn das jemand anders sieht und ich weiß auch, dass das hier letzten Endes eine Diskrepanz zwischen der Weise, wie ich diese Charaktere gerne haben möchte bzw. sehe und der Weise, wie sie hier geschrieben haben, während ich aber natürlich nicht sagen möchte, dass meine Sicht die richtige ist. Da es aber nun einmal ein Aspekt ist, warum ich die Serie persönlich nicht wirklich mag, dachte ich, dass es doch angezeigt ist, das zu erwähnen.

    Da ist eben erst einmal Icheb. In Voyager war es so, dass er der Sternenflotte beitreten wollte. Er entdeckte seine Menschlichkeit wieder, er wurde ein wertvolles Mitglied der Crew und er war generell eben einfach ziemlich intelligent. Es gibt eine Folge, in der er tatsächlich auf seine Eltern trifft, aber es zeigt sich schnell, dass er eigentlich keine Lust hat, bei ihnen zu bleiben. De facto hat er bereits die Crew der Voyager als seine neue Familie gewählt. Nebenbei wollen seine biologischen Eltern ihn auch nur benutzen, um die Borg mit einem Virus zu infizieren und zu vernichten; sie sind bereit, ihn für ihre Ziele zu opfern, also wartet für Icheb bei seinen Eltern wirklich nichts auf ihn.

    Am Ende erreicht er dann mit seiner neuen Familie schlussendlich den Alpha-Quadranten und somit steht ihm eine gute Zukunft zuvor, die jetzt allerdings damit endet, dass ihm irgendwann bei vollem Bewusstsein der Augapfel rausgerissen wird. Anschließend wird er von Seven noch lebend gefunden, die dann keine andere Option mehr sieht, als ihn zu erschießen, um ihn von seinen Leiden zu erlösen. Es schmälert für mich einfach ein wenig das Happy End von Voyager.

    Zusätzlich ist da dann eben Seven of Nine, die ja so etwas wie eine Mutterfigur für ihn ist. Seven ist auf der Voyager quasi so etwas wie die Wissenschaftsoffizierin. Sie ist überaus intelligent und trägt in sich sehr viel Wissen aus ihrem früheren Leben bei den Borg. Ihr Charakter-Arc in Voyager ist es, allmählich ihre Menschlichkeit wiederzuentdecken, den Borg endgültig den Rücken zu kehren und zu lernen, ihr Leben zu genießen. Sie wird eine gute Sängerin und beginnt schließlich eine Beziehung mit dem ersten Offizier Chakotay. Wenn ich mir Sevens weitere Karriere nach der Rückkehr der Voyager vorstelle, dann ist es eher die Karriere einer erfolgreichen Wissenschaftlerin, weil das so ziemlich ihr Ding war.

    In Star Trek: Picard hingegen ist sie eine Art Weltraum-Rangerin, die viel trinkt, sich den Weg freischießt, generell sehr zynisch veranlagt ist und erst auf Rache für Ichebs Tod (das ist die Rechnung, die sie auf Freecloud zu begleichen hat) und dann für Hughs Tod sinnt (dazu später). Natürlich will ich hier eingestehen: Grundsätzlich kann Seven als Ex-Borg auch gut austeilen. In einer Folge von Voyager ist sie ja gezwungen, in einer Arena in der Art antiker Gladiatoren gegen den Dwayne „The Rock“ Johnson anzutreten, wobei ihr ihre erhöhte Körperkraft und ihre besseren Reflexe zugutekommen. Aber diese Episode zeigt eigentlich mehr als alles andere, dass Seven an solchen Kämpfen kein Interesse hat; tatsächlich ist ja ihr Ziel, der Arena zu entkommen. Ich persönlich finde daher ihre Entwicklung in Picard zumindest nicht komplett logisch und es macht wiederum für mich ein wenig Sevens Happy End aus Voyager ein Stück weit zunichte, wenn sie jetzt eine verbitterte, ganz und gar unmenschlich handelnde Badass-Rangerin geworden ist. Dann wiederum muss man insbesondere hier bedenken, dass Schauspielerin Jeri Ryan offenbar nichts gegen diese Entwicklung ihres Charakters einzuwenden hat, und wenn sie das so sieht, dann bin ich nicht in der Position, da wirklich etwas gegen zu sagen, zumal sie letzten Endes in der Art auch eine Powerfantasie für weibliche Personen sein kann – eben in anderer Art, als wenn sie Wissenschaftlerin gewesen wäre (und in der Hinsicht gibt es in Picard ja auch noch Dr. Jurati, deren Charakter aber wiederum problematisch ist). In jedem Fall ist es schön zu sehen, dass sie nicht mehr diese entsetzlichen Catsuits tragen muss, ähem.

    Na ja, und dann ist da noch Hugh. Hugh ist ebenfalls ein Ex-Borg, der in TNG vorkam. Er war irgendwann mit einem Borg-Schiff abgestürzt, wobei alle anderen Borg-Drohnen ums Leben gekommen waren. Die Crew der Enterprise fand ihn und verarztete ihn. Es gab den Plan, ihn mit einem Virus zu infizieren, das bei seiner Rückkehr zu den Borg das gesamte Borg-Kollektiv vernichtet hätte, aber letztlich wird sich dagegen entschieden, da er während der Zeit auf der Enterprise einen Sinn für Individualität entwickelt. Auch die größten Borg-Gegner – Picard und Guinan – sehen schließlich ein, dass er, wie grundsätzlich auch alle anderen Borg, ein Recht auf sein Leben hat. Das ist eben wieder eines dieser klassischen Star-Trek-Motive: Selbst wenn dein Feind so abscheulich ist wie die Borg, so ist Genozid doch nicht einmal dann eine Option. Später treffen sich noch einmal auf Hugh, und sein Schicksal scheint wohl zu sein, sich um ein paar andere, ebenfalls individualistisch gewordene Borg zu kümmern. In Star Trek: Picard arbeitet er nun auf einem kaputten Borg-Kubus, der gemeinsam von Romulanern und Föderation untersucht wird und auf dem von den Borg assimilierte Personen wieder zu eigenständigen Individuen gemacht werden. Na ja, langer Rede kurzer Sinn: Hugh stirbt, er wird erschossen. Blubb.

    Es ist letzten Endes einfach diese Tendenz, alte Charaktere, deren Geschichte eigentlich schon in wesentlichen Zügen bis zu einem guten Ende erzählt worden ist, hervorzuholen, um sie dann für Drama und Konflikte wirklich noch einmal leiden oder sterben zu lassen. Die Sache ist dabei ironischerweise: Eigentlich ist mir Hugh so ziemlich komplett egal und ich habe bei seinem Tod nichts gefühlt, aber ich habe den Eindruck, dass irgendwie der Plan war, dass man dabei etwas fühlen sollte. Nun ja.


    Charaktere

    Star Trek: Picard bringt natürlich einige neue Charaktere mit, über die ich kurz sprechen möchte. Sie sind, bis auf wenige Ausnahmen, nicht wirklich schlecht, aber etwas, das ich kritisieren werde, sind ihre jeweiligen Beziehungen, die sie untereinander haben.

    Zunächst einmal Raffi und Rios. Die beiden mag ich eigentlich von Picards neuer Crew am liebsten. Raffi ist grundsätzlich sympathisch und sehr menschlich – ich finde wie oben gesagt ihre soziale Situation im Kontext des Franchises problematisch, aber letzten Endes habe ich doch mit ihr mitgefühlt, unter anderem wenn sie auf ihren Sohn trifft, der nichts mit ihr zu tun haben will. Das Problem an diesem Punkt ist nur, dass er nie wieder aufgegriffen wird – es hätte hier eine wirklich gute Szene sein können, wenn sie sich am Ende doch wieder mit ihrem Sohn versöhnen kann, aber so etwas kommt nicht.

    Rios wiederum ist ein klassischer Charakter, der halt vorrangig für Geld arbeitet, aber dennoch ein Herz aus Gold hat – er wird offenbar von Kritikern oft mit Han Solo verglichen, insofern habe ich da auch nicht wirklich ein Problem damit, ihn an sich erst einmal zu mögen. Sein Schauspieler beeindruckt insbesondere dadurch, dass er nicht nur Rios, sondern auch dessen verschiedene Hologramme spielt, die alle eine andere Persönlichkeit haben, was immer mal wieder Anlass zum Schmunzeln gibt.

    Na ja, aber damit endet leider auch schon fast, was ich mag. Da ist Dr. Jurati, die ich am Anfang wirklich mochte, aber ich hasse einfach, was man mit ihr gemacht hat. Sie war eine Wissenschaftlerin und als solche wohl ziemlich gut, aber sie war nie wirklich im Weltall und ein wenig unsicher und aufgeregt, als es schließlich auf die Reise ging. Gerade das fand ich so schön menschlich und relatable. Dann allerdings bringt sie ihren Geliebten Dr. Maddox um, weil ihr gesagt wurde, dass das notwendig ist, um eine schreckliche Zukunft zu verhindern, und begeht kurze Zeit später fast Selbstmord, bei dem nicht ganz klar ist, ob sie sich wirklich umbringen oder „nur“ die Peilsender in ihrem Blut vernichten wollte (oder beides).

    Juratis Mord wird am Ende praktisch vergessen und sie selbst kommt offenbar überraschend schnell darüber hinweg, die Person umgebracht zu haben, die sie liebt. Ich habe grundsätzlich absolut nichts dagegen, dass sie redeemt wird, aber ich halte es an der Stelle nicht für gut geschrieben, da mehr über alles hinweggegangen wird. Ich muss dabei sagen, dass ich selbst ziemlich überfordert wäre, einen Redemption-Arc für sie zu schreiben, der mit etwas anderem als einer Selbstopferung endet.

    Dann ist da Elnor. Elnor ist … Nun, als ein sehr weltfremder Krieger ist er ein bisschen Comic Relief und ansonsten halt badass. Aber er hat nicht wirklich was zu tun. ich rätsele ehrlich gesagt die ganze Zeit, warum er überhaupt in der Serie ist, weil sein Charakter wegfallen könnte, ohne dass es groß auffallen würde. Ich weiß tatsächlich gerade auch gar nicht, was ich weiter über ihn schreiben soll, weil er so wenig eine Rolle spielt.

    Dann haben wir Dahj und Soji. Dahj ist halt so früh tot, Soji wiederum kennt man länger – ich finde sie ganz okay und auch hier ist es eine gute Leistung der Schauspielerin, mehrere Rollen mit verschiedenen Persönlichkeiten zu spielen. Allerdings hat Soji sehr das Problem, dass sie am Ende sehr schnell einer quadrantenweiten Vernichtung organischen Lebens zuzustimmen scheint, was ich insgesamt ein wenig unglaubwürdig finde. Sind Leute wirklich, um ihr eigenen Leben zu retten, bereit zur Vernichtung allen anderen Lebens?

    Dann die Bösen, namentlich Narek und Narissa. Narek ist ein romulanischer Agent und … Nun, er macht sich Soji sexuell und romantisch gefügig, um sie aushorchen zu können. Aber natürlich verliebt er sich dabei in sie und wird – ähnlich wie Jurati – sehr schnell rehabilitiert. Ich finde das ehrlich gesagt problematisch, weil damit sein moralisch sehr fragwürdiges Verhalten gegenüber Soji verharmlost wird. Effektiv hat er sie emotional missbraucht. Das begrenzt Positive an ihm ist, dass er nicht einfach nur böse ist und zumindest ein bisschen Komplexität aufweist (allerdings eben auch auf problematische Art), anders als seine Schwester.

    Narissa ist böse. Punkt. Die Sache ist, dass sie ja eigentlich eine rational nachvollziehbare Motivation für ihre Taten hat. Aber statt dass sie dann einfach kühl ihren Job macht und dabei vielleicht ja auch einfach mal daran zweifelt, ob das, was sie tut, wirklich das Richtige ist, hat sie offenbar sehr viel Spaß daran, Leute umzubringen und sämtliche Borg aus dem Kubus, in dem sie sich befinden, in den Weltraum zu blasen, um sie dort sterben zu lassen.

    Sie ist leider als Bösewicht einfach ziemlich eindimensional, und das mag ich nicht. Nur einmal kurz glaubte ich, etwas wie Komplexität aufflammen zu sehen, und das war, als sie einmal erleichtert schien, dass ihr Bruder noch lebt. Aber na ja, sie wird halt am Ende von Seven umgebracht (die das kurz danach aber bereut) und somit keine weitere Komplexität oder Redemption in Sicht. Außerdem ist die Beziehung zwischen ihr und ihrem Bruder sowieso … Nun, das im nächsten Abschnitt.


    Beziehungen zwischen Charakteren

    Narissa und Narek sind Schwester und Bruder. Aber so, wie sich Narissa oft an ihn schmiegt, gewinnt man eigentlich den Eindruck, da sei mehr als nur das. Ich weiß nicht genau, wieso das so ist. Dass die Serie progressiver ist als ich dachte und die Botschaft rüberbringen will, dass an einer romantischen Beziehung zwischen Verwandten per se nichts falsch ist (sofern man Grooming und ähnliches ausschließt), wage ich mal zu bezweifeln, da erstens eine derartige Beziehung dann ja doch nie handfester wird (stattdessen ist Narek ja auch mit Soji „zusammen“) und da zweitens beide natürlich die Bösen sind und wenn man etwas positiv darstellen will, dann verortet man es für gewöhnlich nicht bei den Bösen. Ich kann nur annehmen, dass das die beiden und Narissa insbesondere noch irgendwie „creepier“ machen sollte, aber keine Ahnung. Letztlich ist der Punkt, der mich daran stört, dass das sexualisierte Böse auch wieder so ein Trope ist, den ich nicht mag und der letztlich eher zu einer sex-negativen Botschaft beiträgt. In diesem Kontext ist zu erwähnen, dass Sutra, eine andere Antagonistin, ebenfalls sexualisiert wird, also ist es in der Serie auch kein Einzelfall.

    Dann sind da Jurati und Rios – nachdem Jurati ihren Geliebten Maddox getötet hat, schläft sie kurz danach mit Rios, in dem Wissen, dass das eigentlich falsch ist, aber sie braucht es, um sich besser zu fühlen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich in der Beziehung der beiden wirklich keinerlei Chemie erkenne. Es fühlt sich sehr forciert an, wie die beiden praktisch aus dem Nichts zusammenkommen und ich verstehe hier wirklich nicht die Logik dahinter.

    Raffi und Seven? Nun, man weiß es nicht, deswegen das Fragezeichen. Während Star Trek: Discovery uns tatsächlich mal ein gleichgeschlechtliches Pärchen, das Teil der Crew ist, gegeben hat (auch wenn nicht ganz sicher war, ob es auf „Kill your gays“ hinauslief), scheint Picard einen Schritt zurück zu machen und lässt die beiden Frauen nur Händchen halten – was insofern Sinn ergibt, als das die kaum miteinander zu tun hatten, aber ich merke es mal an, weil ich fast den Eindruck habe, als sollte das mal wieder als eine Repräsentation von LGBT verkauft werden, die es de facto nicht wirklich ist. Es ist eine Andeutung, ja, aber zu wirklicher Repräsentation gehört mehr. Dann wiederum: Es soll ja noch mindestens eine zweite Staffel geben, und vielleicht wird es ja noch was.

    Picard und so ziemlich jeder andere: Nun, irgendwie mögen viele Leute Picard nicht und schieben einen Hass auf ihn oder halten ihn für durchgeknallt, aber dann wiederum respektiert ihn irgendwie auch jeder und er ist halt doch der Held der Föderation, wenn eben auch ein Held im Ruhestand. Es ist so ambivalent, dass ich mir nicht sicher bin, wer ihn jetzt wirklich mag und wer nicht.

    Und zu guter Letzt: Umarmungen. Das ist irgendwie generell etwas, das ich in der Serie nicht verstehe: Alle umarmen sich bei einem Wiedersehen so, als wären sie alte Freunde, die sich jahrelange nicht gesehen haben. Picard und Hugh umarmen sich, als sie sich sehen und auch wenn sie sich in der Tat lange nicht gesehen haben, waren sie doch nie wirklich befreundet. Hugh hat es Picard in TNG sogar noch vorgeworfen, dass dieser ihm seine Individualität zurückgegeben hatte, auch wenn sie dann im Frieden, aber eben nicht wirklich als Freunde, auseinandergingen. Elnor wiederum umarmt Seven, als er sie nach etwa einem Tag wiedersieht und nachdem er bis dahin nie mit ihr zu tun hatte. Ich verstehe es einfach nicht. Warum umarmen sich ständig Leute, die sich überhaupt nicht kennen, und dann noch so innig? Stimmt irgendwas mit mir nicht oder mit der Serie? Darüber hinaus: Als Seven am Ende der Serie Narissa töte, sagt sie, das sei für Hugh, der von Narissa umgebracht worden ist. Die Sache ist: Ich kann mich an keine Szene erinnern, in der sie davon überhaupt erfahren hat. Außerdem gab es keine Szene, die irgendwie implizierte, dass Hugh ihr irgendetwas bedeutete. Als sie auf dem Borg-Kubus wieder auf Elnor trifft, fragt sie ihn, wo Hugh sei, aber es wird nie spezifiziert, ob die beiden sich überhaupt wirklich kannten. Während Rache als Motivation für die Tötung Narissas zumindest rein psychologisch nachvollziehbar gewesen wäre, wird hier nicht klar, warum Seven hier überhaupt auf Rache sinnt. Ich kann nur annehmen, dass die beiden irgendeine Art von Freundschaft oder Beziehung hatten, die aber niemals gezeigt oder irgendwie etabliert wird, und dass Seven deswegen so sauer ist.


    Diese eine Szene

    Okay, ich möchte langsam zum Ende kommen, aber ich möchte über eine Szene sprechen, bei der ich wirklich nicht weiß, was das sollte und tagelang versucht habe, da irgendwie mein Gehirn drumherum zu winden.

    Also, nachdem Picard Soji vom Borg-Kubus gerettet und auf den Planeten Nepenthe gebracht hat – wo Deanna Troi und William Riker mit ihrer Tochter leben –, ist Soji sehr verunsichert, da sie nicht weiß, wer sie ist. Ihr ganzes bisheriges Leben war eine Lüge und sie wusste ja gar nicht, dass sie ein Android ist. Sie stellt sich in dieser Situation die nachvollziehbare Frage, ob alles, was sie in dem Moment erlebt, nicht vielleicht auch nur eine Simulation, ein Betrug ist. Dass sie so verunsichert ist, ist durchaus glaubwürdig und dass sie diese Frage stellt, ergibt voll Sinn. Nun aber die Reaktion Picards: Er kommt grinsend zu ihr und sagt sarkastisch so etwas wie (Gedächtnisprotokoll) „Sicher, das alles ist nur eine sehr komplexe Simulation, um dich reinzulegen, alles hier ist nur eine Illusion, lol“, ganz so, als sei das für ihn ein großer Witz.

    Mal ehrlich: Picard war schlecht mit Kindern und er war nicht gut darin, seine eigenen Gefühle zu zeigen. Aber niemals war er wirklich ignorant gegenüber den Gefühlen anderer oder unsensibel. Er hatte gelegentlich einen trockenen Humor, aber er hat selten Scherze gemacht, wenn jemand wirklich in einer emotional schwierigen Situation war. Und jetzt kommt er an und verspottet Sojis Ängste, die für jeden mit auch nur einem Funken Empathie komplett nachvollziehbar und ernst zu nehmen sind. Dazu muss man sagen: Picard selbst hat in seinem Leben durchaus solche Simulationen erlebt. In einer Folge von TNG hat er buchstäblich ein ganzes Leben in so einer Simulation verbracht – das war eine Methode eines untergegangenen Volkes, die Erinnerung an sie lebendig zu halten. Es gibt absolut keinen Grund, dass Picard sich in dieser Szene wie ein Arschloch verhält – das heißt, ich habe eine Theorie entwickelt, warum er so ist, aber ich habe natürlich keine Ahnung, ob sie richtig ist und selbst wenn sie es ist, macht es das nicht wirklich besser: Und zwar gibt es in TNG zwei Episoden, in denen Professor James Moriarty auftaucht – als Figur auf dem Holodeck. Beim ersten seiner Auftritte wird ihm aus Versehen ein Bewusstsein gegeben und die Folge endet damit, dass er in den Speicher des Holodecks zurückgeht, bis die Crew der Enterprise einen Weg gefunden hat, ihn auch außerhalb des Holodecks existieren zu lassen. In seiner zweiten Episode ist er das Warten leid und will die Sache selbst in die Hand nehmen, indem er die Crew erpresst. Mit einem Trick gelingt es jedoch, ihn in einem kleinen Datenspeicher zu fangen, während er glaubt, er sei dem Holodeck tatsächlich für immer entkommen. In diesem Datenspeicher wird er ein ganzes Leben erleben, ohne jemals zu wissen, dass er immer noch in einer Simulation ist. Am Ende dieser Folge verweist Picard dann auf das Gerät, in dem sich Moriarty nun befindet und sagt scherzhaft, dass vielleicht das alles um sie herum auch nur eine Simulation ist, die in einem Gerät läuft, das auf dem Tisch von irgendjemandem steht. Das ist natürlich ein Meta-Witz, der darauf anspielt, dass sie sich ja in einer Fernsehsendung befinden. Es kann nun gut sein, dass in Star Trek: Picard diese Szene genauso gemeint war, vielleicht sollte das sogar eine Hommage an die Moriarty-Episode sein. Nun ist aber hier die Sache, dass sich der Witz in TNG sehr natürlich an das Ende der Episode anfügte, in Picard wirkt es aber komplett out of character und unpassend. Insofern hat die Szene vielleicht einen Grund, aber das macht sie meiner Ansicht nach nicht besser.


    Was jetzt?

    Nun, man könnte noch über ein paar Dinge sprechen – zum Beispiel darüber, dass der Plot mit der KI, die übermächtig wird und dann organisches Leben vernichtet, wirklich das 0815 des Science-Fiction ist, darüber, dass Anti-Rassismus-Botschaften immer schwierig sind, wenn die Gruppe, die das Opfer des Rassismus ist, tatsächlich gefährlich ist oder darüber, dass es so einige Deus-Ex-Machina-Momente gibt, aber letzten Endes sind solche Sachen hier eigentlich nicht mehr relevant bzw. sind es nur weitere Spezialfälle der größeren Probleme. Diese liegen für mich in der Aufgabe der Utopie, in den diversen problematischen Tropes, die die eigentlich positive Botschaft der Serie schmälern und in der Tatsache, dass man den Charakteren selten genug Raum für glaubwürdige Entwicklung gibt. Die Serie zieht ihr Thema somit eher schlecht als recht durch und lässt dabei andere Dinge auf der Strecke, die elementar sind, um sich vom Geschehen mitreißen zu lassen.

    Das muss nicht heißen, dass die Zukunft nicht besser wird. Ein Problem der Serie war etwa, dass Picard sehr viele Episoden brauchte, um überhaupt seine Crew zusammenzubekommen, während derer sich dann der Plot nicht gut weiterentwickelte, sodass für diesen dann auch wenig Zeit blieb. Vielleicht hat man insgesamt versucht, zu viel in zu wenig Episoden zu quetschen. Möglicherweise lernt man für die nächste Staffel daraus und vielleicht wird es mit der bereits versammelten Crew dann besser. Vielleicht werden auch hin und wieder mal wieder kleine, in sich abgeschlossene Episoden erzählt, etwas, worauf ich ja eigentlich immer noch bei Star Trek hoffe – dass man vielleicht auch damit mal wieder anfängt, anstatt immer alles in den Dienst des übergreifenden Plots der Staffel zu stellen (auch wenn gegen so einen Plot per se nichts spricht). Es muss auch nicht immer direkt das gesamte Universum bzw. alles organische Leben in Gefahr sein, finde ich. In diesem Kontext würde ich eigentlich Michael Chabon, einen der Schöpfer*innen der Serie, zitieren:

    Zitat

    „You know, personally speaking, my own tastes and inclination, I always said when we were in the earliest versions of the room for this show, if we could have just done a whole show about Picard and the dog on the vineyard in France, with no starships, no phasers, the only Romulans would be those two Romulans who work for him on the vineyard, and no politics — just, like, there’s a funfair down in the village and they all go, and maybe Picard solves a very low stakes mystery in the village, like, someone has stolen the antique bell out of the bell tower, or something like that? I would have loved to write that show. Um. I don’t think the world’s quite ready for a Star Trek show like that, and there’s probably maybe not that big of an audience for a Star Trek show like that. “

    Nun hätte die Serie wenn sie anders sein sollte, vielleicht nicht exakt so sein sollen, wie es diese ganz kurze Idee impliziert. Aber der Punkt hier ist, dass Star Trek: Picard beworben wurde, als würde sich die Serie tiefer mit den Charakteren und ihren Emotionen auseinandersetzen, als würde sie eben insbesondere eine Studie des Charakters von Jean-Luc Picard sein. Von diesem Versprechen sehe ich allerdings kaum bis nichts im tatsächlichen Endprodukt. Es ist ein standardmäßiger Science-Fiction-Plot mit zahlreichen Mystery-Boxes und sehr viel Action. Und das ist nun einmal nicht wirklich das, was ich mir für die Serie gewünscht hätte. Mir wären kleine, einfache und charaktergetriebene Geschichten lieber gewesen. Und um ganz ehrlich zu sein: Ich glaube, dass ich damit nicht der Einzige bin. Wenn die Macher hinter der Serie sagen, dafür sei die Welt nicht bereit oder das würden nicht viele Leute sehen wollen, dann denke ich doch, dass sie mit dieser Einschätzung falsch liegen.


    Dementsprechend: Falls ihr lieber eine optimistische Zukunft sehen wollt, dann bleibt lieber bei TNG.


  • Lammbock - Alles in Handarbeit


    Genre/s: Komödie

    Länge: ca. 90 Minuten

    Produktionsland: Deutschland

    Originalsprache: deutsch

    Erscheinungsjahr: 2001

    Darsteller:

    Moritz Bleibtreu

    Lucas Gregorowicz

    Julian Weigend



    Handlung:


    Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefan (Lucas Gregorowicz) stehen mitten im Leben. Ihre Pizzeria "Lammbock" generiert hohe Einnahmen, was insbesondere der "Pizza Gourmet" zu verdanken ist. Deren Spezialzutat befindet sich unter einer Salamischeibe in Alufolie eingewickelt: Selbst angebaute Drogen.

    Kai ist dabei mit sich selbst und der Welt zufrieden, während Stefan langsam Zweifel an ihrem Lebensstil bekommt und sich lieber selbst verwirklichen will. Kai versucht ihm das zwar auszureden, kommt dabei trotz seiner für ihn bestechenden Logik aber nicht zum Erfolg.

    In einer paranoiden Kurzschlusshandlung vernichtet Stefan schließlich ihre Vorräte, sodass sie an ihrer Plantage Nachschub holen müssen. Dort angekommen stellen sie entsetzt fest, dass diese von Schädlingen befallen ist. Auf der Suche nach einem Gegenmittel geraten sie schließlich ins Visier eines verdeckten Ermittlers...


    Bewertung:


    Ich habe selten bei einem (deutschen!) Film so häufig gelacht. Dabei generieren vor allem die herrlich inhaltslosen Diskussionen, die unter gewissen Zuständen ganz bestimmt genau so passieren würden, viele Lacher. Auch lebt der Humor von einer hohen Dichte an Situationskomik (z.B. "rechts oder links?") und unvergessen bleibt mir auf ewig die Geburtstagsüberraschung mit dem Staubsauger.

    Die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller überzeugt ("was'n anbauen?"), während die Auflösung der gut aufgebauten Story am Ende leider etwas enttäuschend daherkommt.

    Aufgrund der Drogenthematik erfolgte die Freigabe zwar erst ab 16 Jahren, Drogen und deren Konsum werden hier aber keinesfalls verharmlost. Tatsächlich werden auch mehr oder weniger ernst mögliche Konsequenzen aufgezeigt.


    Empfehlung:


    Der Film richtet sich vor allem an diejenigen, die einfach mal das Gehirn abschalten und nur genießen möchten. Wer aber häufiger zum Wort albern greift, sollte hier vorsichtig sein.

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    Schrödingers Titelbild - Es ist da und gleichzeitig nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von Mangara () aus folgendem Grund: Irrtum bei der Altersbeschränkung. Natürlich nicht unbegrenzt.



  • Genre: Drama
    Episodenanzahl: 187 in 9 Staffeln
    Dauer pro Folge: 45 Minuten
    Produktionsland: USA
    Erscheinungsjahr: 2003 – 2012



    »One Tree Hill« spielt in der fiktiven US-amerikanischen Stadt Tree Hill, North Carolina, und handelt hauptsächlich von den beiden Halbbrüdern Lucas Scott und Nathan Scott, die zu Beginn der Serie ständig im Konkurrenzkampf zueinander stehen und sich als ewige Rivalen sehen. Ihre Wege kreuzen sich, als Lucas im Highschool-Basketballteam von Nathan aufgenommen wird.


    Die anfängliche Feindseeligkeit zwischen den Brüdern, angeheizt durch ihre Eltern, löst eine Auseinandersetzung aus, die dreimal so heftig wird, als drei hübsche Mädchen immer stärker in ihr Leben involviert werden. Lucas beste Freundin Haley James fängt langsam an sich in Nathan zu verlieben, nachdem sie sein Badboy-Image durchbricht. Peyton Sawyer kämpft damit, sich zwischen ihrem Herzen und ihrem Kopf zu entscheiden, wenn es um Lucas geht – umso mehr, als ihre beste Freundin, das Partygirl Brooke Davis, endlich ihre Fassade ablegt und sich kurzzeitig als Außenseiterin fühlt.



    Die Hauptcharaktere: Peyton Sawyer, Lucas Scott, Brooke Davis, Nathan Scott und Haley James


    »One Tree Hill« ist eine meiner Lieblings-Drama-Serien überhaupt, weil es so viele verschiedene Charakter-Konstellationen sowie spannende Storylines gibt. Während die Serie zu Beginn allerdings noch etwas zäh verläuft, weil sich vieles um Basketball dreht, ändert sich dies in zweiten Staffel gravierend und es folgen viele dramatische Ereignisse hintereinander.

    Man fiebert bei »One Tree Hill« richtig mit und dieses typische amerikanische Highschool-Feeling kommt auf jeden Fall auf, sodass man am liebsten direk in die Welt von OTH eintauchen möchte.


    Es gibt sehr, sehr, sehr viel Drama, schlimme Schicksalsschläge, verschiedenste Liebesbeziehung aber natürlich auch erfreuliche Ereignisse. Man lernt die einzelnen Charaktere über diesen langen Zeitraum einfach lieben und man sieht halt wirklich deren Entwicklung - von den Anfängen der letzten Highschool-Jahre bis hin zur Familiengründung und der Erfüllung der beruflichen Karriere.

    OTH richtet sich vor allem an diejenigen, die klassische (Teen)-Drama mögen und auch einen langem Atmen besitzen, denn mit insgesamt neun Staffeln ist OTH eine der längsten Serien des Senders The CW.


    Als ich das erste Mal OTH geschaut, war ich auf jeden Fall sofort gefesselt. Es gibt zahlreiche spannende Storylines sowie Cliffhanger. Einer der spannensten Cliffhanger ist meiner Meinung nach am Ende der Folge »Prom Night at Hater High« aus Staffel 4, wo sich Peyton auf den Abschlussball vorbereitet, Lucas erwartet und dann von ihrem Stalker verschleppt wird. Es passiert aber in den knapp 190 Folgen einfach dermaßen viel, sodass man wirklich nur kleine Bruchstücke hier anreißen kann.


    Bei OTH spielt außerdem Musik eine ganz wichtige Rolle. Die meisten Episodennamen stammen von bekannten Musikalben oder Musikstücken, die immer etwas mit der entsprechenden Episode zu tun haben. Durch OTH habe ich wirklich zahlreiche schöne Tracks kennengelernt (u.a. »Life is Beautiful« von Vega4), die damals natürlich relativ zeitgemäß waren und es auch heute noch sind. Es sind vor allem Pop-Punk- oder Alternative-Rock-Lieder, die in OTH hauptsächlich gespielt werden, es lohnt sich also auch für Fans dieser Genres.


    OTH sticht vor allem auch mit seinen Zeitsprüngen hervor, sodass man die Entwicklung der Charaktere noch besser nachvollziehen kann. Es ist quasi eine richtige Coming of Age-Serie, die das Heranwachsen der Hauptcharaktere beschreibt. Und ... Chad Michael Murray ist einfach heiß, ok?



    Die Stammbesetzung: Sophia Bush, Hilarie Burton, Chad Michael Murray, James Lafferty und Bethany Joy Lenz


    Chad Michael Murray und Sophia Bush verliebten sich am Set und heirateten im April 2005. Obwohl sich die beiden schon fünf Monate später wieder trennten, arbeiteten sie nach wie vor zusammen. Die Scheidung erfolgte schließlich Ende 2006.


    Von Moira Kelly ist im ersten Teil der ersten Staffel immer nur der Oberkörper zu sehen, und der Bauch ist immer bedeckt, da sie zu Beginn der Dreharbeiten hochschwanger war.


    Nach der vierten Staffel erfolgt ein Zeitsprung. Die Handlung der fünften Staffel beginnt viereinhalb Jahre nach dem Finale der vierten Staffel. Ein weiterer Zeitsprung von einem Jahr erfolgt jeweils nach der sechsten und achten Staffel.

    Chad Michael Murray und Hilarie Burton verließen beide die Serie nach der sechtsten Staffel. Für die siebte Episode der neunten Staffel trat Chad Michael Murray wieder in seiner Rolle als Lucas Scott auf.


    WARNER BROS. TELEVISION PRESENTS
    A TOLLIN/ROBBINS AND MASTERMIND LABORATORIES PRODUCTION »ONE TREE HILL« CHAD MICHAEL MURRAY JAMES LAFFERTY HILARIE BURTON BETHANY JOY LENZ PAUL JOHANSSON SOPHIA BUSH WITH BARRY CORBIN AND MOIRA KELLY
    STARRING CRAIG SHEFFER BARBARA ALYN WOODS LEE NORRIS ANTWON TANNER DANNEEL HARRIS JACKSON BRUNDAGE LISA GOLDSTEIN AUSTIN NICHOLS ROBERT BUCKLEY SHANTEL VANSANTEN JANA KRAMER STEPHEN COLLETTI TYLER HILTON CREATED BY MARK SCHWAHN
    EXECUTIVE PRODUCERS MARK SCHWAHN MICHAEL TOLLIN BRIAN ROBBINS JOE DAVOLA GREG PRANGE MARK B. PERRY

    Wir folgen nur dem Kompass, den das uns zeigt.
    Denn das ist die Karte, die den Weg beschreibt.

    6 Mal editiert, zuletzt von Holmes ()