Gemeinsam einsam

  • Ist Einsamkeit nicht nur einfach die Angst vor dem Vertrauen? ~Lauriel



    K
    apitel III
    – Nimm mich mit


    Umschlungen von der Luft, die ihn im Sturz umgab, fühlte er sich bereits eingehüllt wie ein Toter. Kein Schrei, keine Regung… sein Körper blieb wie erstarrt und so schaute er seinem Schicksal, das dort am Boden auf ihn wartete, furchtlos entgegen. Das Pfeifen des Windes rauschte in seinen Ohren wie eine traurige Todesmelodie, welche die Natur nun für ihn anspielte. Seine Bänder jedoch wehten aufgeregt umher, lieferten das einzige Anzeichen dafür, dass auch tief in ihm noch ein Wille vorhanden sein musste. War er nicht doch noch für irgendetwas zu gebrauchen? Ja, bestimmt gab es da draußen jemanden, der ihm ähnlich war, so dachte er sich. Doch nun war es bereits zu spät, daran zu denken. Er hatte alle Chancen vertan. In diesem Moment schien ihn etwas sachte zu umwiegen; wie eine sanfte Stimme, die ihn in seinem Geiste rief. Wie von aller Sorge befreit, schloss er die Augen und nahm einen leisen wispernden Laut wahr. Er klang verzweifelt, ja gar hilflos und er schien näher zu kommen. Immer lauter wurde dieses Geräusch, bis es schließlich in seinen Gedanken immer stärker widerhallte. Und wie, als wäre ein lauter Schrei in seine Empfindungen eingedrungen, schrie auch er aus Leib und Seele auf. Ein schmerzerfüllter Ruf, der die Stille dieses trügerischen Tages durchbrach und in ein trauriges Anwesen verwandelte. Jurijos Augen waren aufgerissen, seine Muskeln verkrampften sich und er spürte, wie etwas ihm seine Kraft raubte. Ja, irgendwer brauchte Hilfe und alles was er tun konnte, war zu fühlen, wie jemand ihm die Energie raubte, die ihn gerade noch am Leben hielt. Plötzlich hörte diese raubende Empfindung wieder auf und der Junge fühlte sich noch um einiges ausgelaugter als zuvor. Selbst als er nun willig war zu überleben, so war sein Körper zu ermüdet, um sich zu bewegen. So schloss er abermals seine Augen und ließ es einfach zu, wie er im Sog der Luft unterging.


    Ein dumpfer Schlag ließ ihn wieder aufschrecken. Verwundert öffnete er die Augen, denn er musste auf irgendetwas gelandet sein. Nicht etwa der harte Tod des Bodens; nein, er war seltsamerweise sehr weich gelandet. Dennoch konnte er sich nicht dazu durchringen, sich zu bewegen und so ließ er es zu, dass ein dösiger Schlaf ihn erfasste und ihn in eine fernere Welt des Träumens beförderte. Auch wenn er es zu diesem Zeitpunkt nicht bemerkte, so wurde er - auch während seines seichten Schlafes – in eine fernere Gegend getragen. Auf dem Rücken eines gigantischen Rochens liegend, der durch die gleichmäßig schwingenden Bewegungen seiner Flügelflossen anmutig durch den Himmel glitt, würde seine Reise also beginnen. Jedoch war dieses Wesen nicht alleine. Schaute man sich um, so konnte man die weitreichende Schlange von dämonischen Flugrochen sehen, die sich den Weg durch die Region bahnte, um einen Ort aufzusuchen, der ihnen für einen ganz bestimmten Zweck dienen würde, der jedoch zu diesem Zeitpunkt noch gar ungewiss war. Die Luft war von dem Klang der Flugbewegungen erfüllt, die die mächtigen blauen Rochen erzeugten. Wie ein Stimmengewirr des Windes klang es an diesem ruhigen Ort. Die dicke Haut der Riesen war mit blauer Färbung überzogen, die wiederum zierten weiß gesprenkelte Punkte – fast wie Farbe. Am Kopf der Wesen befanden sich lange Fühler, die an die eines Schmetterlinges erinnerten, und die Schwanzflosse war mit einer feinen Schwimmhaut überzogen. Die Kolonne störte sich nicht an dem Jungen, der mittendrin auf einem der Muttertiere lag und sich durch dieses Schauspiel der Wanderung mit treiben ließ. So klein wie ein Insekt schien er auf dem riesigen Körper dieses Wesens, was sich den Himmel zu seinem Zuhause gemacht hatte.
    Von einer der schwebenden Inseln jedoch kam ein zielender Blick herab. Eine schwarze katzenähnliche Gestalt hatte einen prüfenden Blick auf die Reisenden gelegt und zog eine argwöhnische Grimasse. Shela würde dies nicht so einfach geschehen lassen… so viel war sicher.


    ~


    Wie lange dieser entspannende Ritt schon zu Gange war, wusste Jurijo nicht, doch er spürte, wie sein aufgeregter Körper langsam wieder zur Ruhe kam, als er aus seinem Nickerchen erwachte. An dem heutigen Tag war so viel geschehen, dass er seine Gedanken kaum noch zu ordnen wusste. Ein Gefühl machte sich in ihm breit, dass er zuvor noch nie verspürt hatte. Oder viel stärker noch… hatte er überhaupt schon mal Emotionen verspüren können? Nein, der Schmerz, den all die Wesen dieser Welt ihm schon verursacht hatten, war das Einzige, was er all die Jahre zu verspüren bekommen hatte. Er wusste zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, was es damit auf sich hatte, doch auch er würde verstehen müssen. Dass er anders war, hatte auch er sich mit den Jahren eingestanden, doch war ihm nicht klar, wieso es sich so verhielt. Seine Gedanken kreisten und ehe er sich noch mehr in ihnen verlor, drehte er sich auf den Rücken, streckte Arme sowie Beine von sich und blickte in den weiten Himmel, dessen helles Blau sich durch das Untergehen der Sonne immer mehr in ein finsteres Schwarz färbte. Die Inseln, die hier und da in der Luft tanzten, sahen aus wie kleine Spielzeuge, die den Gelüsten der Natur nichts entgegensetzen konnten. Traurig, dass sich diese Welt so zerstörte, dachte er still, doch durfte es ihm eigentlich egal sein, da sie ohnehin nichts Gutes für ihn offen hatte. Auf einmal sank der Rochen bedenklich schnell den Himmel herab, trennte sich vom Rest der Gruppe und schwebte knapp über dem Boden. Erst jetzt begriff Jurijo, was er vorhatte: Der Rochen wollte unter einem Fluss ein paar Inseln weiter herfliegen, dessen Wasser über die Ränder einer oben liegenden Klippe hinaus in die Tiefe lief. Eine Erfrischung war wohl etwas, was selbst solch ein Flugriese mal benötigte. Von der Furcht gepackt, dass dieser noch ein Stück entfernte Strahl in zu Boden spülen könnte, stand der Junge ruckartig auf und sprang zu Boden, solange er es noch konnte. Dabei wehten seine Bänder so unkontrolliert umher, dass er sich dazu zwang, sie wieder in den Muskeln seines Rückens verschwinden zu lassen. Dabei verzog er schmerzend das Gesicht, da diese Handlung ihn immer wieder Qualen bereitete, als würde sein Rücken hart von Klingen durchdrungen. Jedoch achtete er durch diese Aktion nicht auf seine Landung und fiel in Folge dessen unbeabsichtigt grob auf den Boden auf. Das hatte er sich etwas anders vorgestellt.


    Schwerfällig packte er sich an den Kopf. Diese Landung war nicht gerade angenehm verlaufen und so schaute er mit kalter Miene dem Wesen hinterher, was der Grund war, wieso quälende Schmerzen nun durch seinen Kopf rauschten. Dieses genoss es, seinen massigen Körper in dem kühlen Nass des Flusses zu kühlen und schüttelte dabei wild seinen Leib. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre Jurijo heruntergefallen. Langsam versuchte er sich wieder zu erheben, trachtete danach zu ignorieren, wie sehr sich die Welt vor seinen Augen drehte. Der Boden war mit kantigen Steinen versehen, sodass jeder Schritt seine blanken Füße schmerzte und auch sonst konnte er nichts als diesen rauen Fels wahrnehmen, der die Umgebung wie eine Schutzhülle einmummte. Dennoch ging er weiter, die Hoffnung vor Augen, einen Ort zu finden, an dem er zuhause war. Auch wenn er bisher gedacht hatte, diesen einen Hoffnungsschimmer schon längst verloren zu haben, so blitze er nun wieder deutlich vor ihm auf wie ein heller Stern, der ihm den Weg weisen würde. Irgendetwas in ihm hatte sich verändert. Doch wohin sollte er wandeln? Mehr stolpernd als gehend torkelte er die weite Fläche entlang, über die sich die nächtliche Stille gelegt hatte. Nichts als schwarze Felder konnte er vernehmen, die vor seinem verschwommenen Blickfeld zu einem düsteren Film entwickelt hatten, denn die Sonne hatte sich nun schon lange vom Horizont verabschiedet. Vorsichtig tastete er sich Schritt für Schritt voran, doch plötzlich trat er ins Leere. Seinen geschwächten Körper konnte er nicht mehr abfangen, sodass er sein Gleichgewicht verlor und nach vorne absackte. Ehe er begriff, was genau geschehen war, stürzte er einige Meter herab, um erneut hart auf dem rauen Fels aufzuschlagen. Diese schattige Gegend war wie eine einzige Falle. Wenn man nicht aufpasste, konnte man sich ins Verderben stürzen und so hatte es auch Jurijo am eigenen Leib erfahren müssen. Als er sich stöhnend wieder aufsetzte, spürte er kaum noch seine Glieder, zu sehr hatte er sie sich wund geschlagen. Mit seiner Hand fuhr er sich durchs Gesicht und ein leises Seufzen entglitt seinem Rachen. Die Frage nach dem „Warum?“ geisterte in seinen Gedanken und ließ ihn nicht mehr los. Warum war gerade er in diesem Körper gefangen? Wieso musste ihm all dies widerfahren? Plötzlich bemerkte er, dass ein leises Surren seine Ohren durchdrang. Zuvor hatte er es nicht vernommen, sodass er die dunkle Umgebung mit seinen Augen abtastete, den Versuch vor Augen, etwas zu erkennen. Unerwartet begann etwas genau vor seinen Knien zu leuchten. Saphirblaues Licht erstrahlte in einem hellen Glanz und ließ Jurijos Gesicht farbig aufleuchten. Von Begeisterung durchdrungen weiteten sich seine Pupillen und starrten diese kleine runde Kugel an, deren Glimmer die Nacht zu erhellen versuchte. Gerade als er nach dem hellen Etwas greifen wollte, begannen um ihn herum immer mehr Kugeln zu leuchten, sodass bald schon das Schwarz der Finsternis von einem blauen Schein beschienen wurde. Bewunderung hatte seine Glieder durchdrungen und mit zitternden Fingern griff er an die glatte Hülle des erhellten Etwas, was seinen Blick gefesselt hatte. Vorsichtig strich er über die glatte Haut und spürte überraschenderweise ein Pochen in dem kleinen Ding, was seine Gedanken nicht mehr losließ. Tatsächlich, in diesen runden Kugeln steckte ein Leben; der Herzschlag eines Jungtieres. „Es sind Eier“, wisperte er leise und es schien fast so, als würde ein wenig Frohsinn in seiner zarten Stimme hallen. Auf einmal hörte er ein röhrende Rufe, die ihm schon gut bekannt waren: Es waren die Rochen. Also waren sie aus genau diesem Grund diesen weiten Weg geflogen, um ihre Eier hier legen zu können.


    Jurijo kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und hatte mit einem Schlag all die Sorgen vergessen, die sein Herz so erschwerten. Diese Nacht hatte sein Herz erhellt, auch wenn es nur für einen Augenblick war. „Ein wunderbarer Anblick, nicht wahr?“, ertönte eine freundliche Stimme und als sich der braunhaarige Junge zu ihr umdrehte, war es eine mädchenhafte Gestalt, die sein Blickfeld durchkreuzte. Strahlend weiße Augen und schwarze lange Haare waren ein ungewöhnliches Anzeichen und auch ihn verwunderte es, der sie nur misstrauisch anblickte. Er hielt sie mit seinem Blick gefangen und tastete sie nach für nach ab. Das Mädchen sah galant aus, hatte dünne schlanke Beine und trug einen grazilen schwarzen Schleier, der ihre weiße Haut an Ober- und Unterkörper jeweils ein wenig bedeckte. Ihre Arme hatte sie verlegen hinter den Rücken gelegt. Als sie ihren Kopf ein wenig regte, blitze eine helle Blüte in ihren Haaren auf, die ebenso weiß war, wie ihr Gesicht, doch im Inneren funkelte ein roter rubinartiger Stein, dessen Farbe sanft mit dem blauen Schein verschwamm. „Wer bist du?“, sprach Jurijo monoton und seine Miene hatte sich wieder verfinstert. Die Freude, die er für einen kurzen Augenblick zugelassen hatte, schien aus seinen Zügen gewichen, so als sei sie nie da gewesen. Gerade als er seine Lippen regte, um die Frage zu wiederholen, fiel sie ihm ins Wort und sagte sanft: „Ich bin Miyuri. Du brauchst keine Angst vor mir zu haben.“ Dabei entglitt ihr ein strahlendes Lächeln, als hätte sie etwas gefunden, was sie schon lange gesucht hat. Doch dem Jungen schien etwas an ihr seltsam; ein Gefühl, das er nicht zuzuordnen wusste. Was war es? Seine Emotionen überschlugen sich und der Schwall aus Empfindungen übermannte ihn wie ein fester Schlag ins Gesicht. Sonst hatte er es nie für möglich gehalten, all diese Gefühle zu verspüren, doch etwas hatte sich verändert. Sie fluteten auf ihn ein wie eine Welle aus tosendem Wasser und er vermochte wahrlich nichts dagegen zu tun. Dennoch ließ er es zu, als das Mädchen ihm, der da jämmerlich klein aussehend auf dem Felsboden saß, dass sie ihm ihre Hand reichte und ihm hoch helfen wollte. Er erwiderte ihre Geste und mit einem Ruck stand er wieder auf seinen wackeligen zwei Beinen. „Komm mit mir. Ich werde dich an einen Ort bringen, der allein mir gehört, und deine Wunden versorgen.“ Wieder lächelte sie ihm freudig zu, sodass abermals eine tosende Flut durch seine Empfindungen kam. „Nennst du mir noch deinen Namen, Junge?“
    „Jurijo“, sagte er knapp und ließ sich von dem kalten Griff des Mädchens leiten. Noch ein letztes Mal drehte er sich zu den hell leuchtenden Eiern um, sie hatten seinen Abend erhellt. Doch wer war nun diese Person? Noch immer waren seine Emotionen ein wirres Chaos und er selbst sah nicht das hämische Grinsen, das nun das Gesicht von Miyuri zierte.

  • [font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'][align=justify][tabmenu][tab=^^]Nun, mit ein wenig Verspätung will ich dann wieder einmal. *g*[tab=Fehler][subtab=Kapitel II]Die Gruppe an verschiedenen Wesen, die sich um sie herum versammelt hatte, löste sich nach und nach auf, als das scheinbar schlafende Mädchen zu Bewusstsein kam, und sich endlich wieder regte. Das Eine bezieht sich auf die "Gruppe", daher Singular. Und das Zweite - sollte das nicht eher Plusquamperfekt sein? So klingt es schließlich ein wenig seltsam.
    Schnell rannte sie die gewundene Wendeltreppe hinunter – endlich wieder in gewohntem Terrain – und stolperte dabei in aller Hast auch noch *kein Leerzeichen*, sodass sie stürzte.
    Ihre Kleidung hatte Risse abbekommen, die Hände schmutzig und schmerzend, dennoch rappelte sie sich schnell wieder auf, spürte plötzlich eine fremde Energie in ihren Organismus eingreifen, für kurze Augenblicke, wie Blitze, die ihren Körper durchzuckten und plötzlich fühlte sie sich ein wenig besser. Wortwiederholung. Ich würde sagen, es würde auch ohne das erste "plötzlich" gehen - oder das zweite ersetzen.
    Ihre rundliche Gestalt bestand meist aus grünlich blauer Farbe und nur durch Klettern gelangte man zu ihren Eingängen. "erlangte" macht hier einfach wenig Sinn .. und wie kann etwas aus Farbe bestehen? Höchstens kann etwas farbig sein.
    Auch hier herrschte reger Tumult, dennoch schienen die Bewohner der Stadt alles in einem anderen, langsameren Rhythmus laufen zu lassen, passten sich dem Gang der Wellen an, ließen sich treiben und kannten keine Eile.
    Ich werde Kuku fragen was er dazu sagt, dachte sie im Stillen. Kursiv?
    Ganz in Gedanken versunken, und endlich angekommen in ihrem gewohnten Rhythmus, bemerkte sie nicht, wie ihr jemand folgte. Oder ist das historisches Präsens?
    Plötzlich spürte Raelyn etwas Kaltes und unangenehm Feuchtes hinter sich fast so, als verdüstere sich die Umgebung um sie herum. Plötzlich drangen die gewohnten Geräusche auch wieder in ihre Ohren, die Entspannung wie weggeblasen, laute Klänge und hektische Bewohner waren wieder vernehmbar. Könnte mir vorstellen, dass du das hier auch als Stilmittel verwendet hast, aber ich wollte es einfach anstreichen.
    Ihre Haare stellten sich leicht auf und die ohnehin schon gelben Augen färbten sich tief dunkel, voller Wut. Wieso "ohnehin"? Gelb ist ja eine eher helle Farbe.
    Er will den Stein!, schoss es ihr durch den Kopf, und sie spürte, wie der Mut sie verließ, angesichts des Riesen. Du wiederholst dich, da du schon im Satz zuvor davon sprichst, dass sie weiß, was er will. Besser wäre also ein gedanklicher Ausruf von "Der Stein!" oder etwas in die Art.
    Neben Raelyn traf ein kleines Wesen ein, welches bereits sehnlichste von ihr erwartet wurde, und welches ihr auch diese kurze Verschnaufpause ermöglicht hatte. "aufs Sehnlichste" oder "sehnlich".
    Als ihr Gegner noch einen Schritt auf sie zuging, stieß die Blauhaarige ein ihr selbst unsinnig erscheinendes Stoßgebet gen Himmel, schloss die Augen. Ja, ich weiß, du hast kein ß auf deiner Tasta. Aber es ist das einzige Mal in dem Kapitel, deshalb wollte ich es einfach reinnehmen. ^^ [subtab=Kapitel III]Das Surren des Windes rauschte in seinen Ohren wie eine traurige Todesmelodie, welche die Natur nun für ihn anspielte. Nun, mit dieser Bezeichnung kann ich mich gar nicht anfreunden, weil ich noch nie surrenden Wind gehört habe. "Pfeifen" würde wohl eher passen.[/color]
    Jurijos Augen waren aufgerissen, seine Muskeln verkrampften sich und er spürte, wie etwas ihm seine Kraft raubte.
    Nicht etwa der harte Tod des Bodens; nein, er war seltsamerweise sehr weich gelandet. Tippfehler oder was soll das heißen?
    Nein, der Schmerz, den all die Wesen dieser Welt ihm schon verursacht hatten, war das Einzige, was er all die Jahre zu verspüren bekommen hatte.
    Die Inseln, die hier und da in der Luft tanzten, sahen aus wie kleine Spielzeuge, die den Gelüsten der Natur nichts widersetzen konnten. Geht grammatikalisch so nicht. Entweder "nichts entgegensetzen" oder, wenn du das "widersetzen" unbedingt drinbehalten willst, "die sich den Gelüsten der Natur nicht widersetzen".
    Traurig, dass sich diese Welt so zerstörte, dachte er still, doch durfte es ihm eigentlich egal sein, da sie
    eh nichts Gutes für ihn offen hatte. Salopp. "Ohnehin" vielleicht?
    Spätestens zu diesem Zeitpunkt wäre Jurijo heruntergefallen.
    Dennoch ging er weiter, die Hoffnung vor in seinen Gedanken, einen Ort zu finden, an dem er zuhause war. Macht wenig Sinn.
    Vorsichtig strich er über die glatte Haut und spürte überraschenderweise ein Pochen in dem kleinen Ding, was seine Gedanken nicht mehr losließ.
    Strahlend weiße Augen und schwarze lange Haare waren ein ungewöhnliches Anzeichen und auch ihn verwunderte es, (ihn,) der sie nur misstrauisch anblickte.
    Als sie ihren Kopf ein wenig regte, blitze eine helle Blüte in ihren Haaren auf, die ebenso weiß war, wie ihr Gesicht, doch im Inneren funkelte ein roter rubinartiger Stein, dessen Farbe sanft mit dem blauen Schein verschwamm.
    Gerade als er seine Lippen regte, um die Frage zu wiederholen, fiel sie ihm ins Wort und sagte sanft: (...)
    Noch immer waren seine Emotionen ein wirres Chaos und er selbst sah nicht das hämische Grinsen, was nun das Gesicht von Miyuri zierte. Salopp; "das" wäre schöner an dieser Stelle.[tab=Kritik][subtab=Kapitel II]Stimmen hört sie? Das erinnert mich grade sehr an die Drachenkämpferin, hab die Trilogie erst wieder neu gelesen ... und so erhärtet sich der Verdacht, dass Raelyn eine Auserwählte ist. Auserwählt, zu verhindern, dass die Welt weiter auseinanderbricht? Der Verdacht liegt ja nahe. Hm, und es gab Schaulustige, die sich um sie geschart hatten, während sie ohnmächtig war? Dann haben die ja ihre Stirn gesehen - daher wäre eine Anmerkung in diese Richtung nicht schlecht gewesen, wenn du schon erwähnst, dass niemand ihre Stirn sehen darf.
    Oh, und plötzlich ist sie woanders? Das ist seltsam, sehr seltsam. Ich nehme ja an, dass das was mit dem Licht aus dem Stein zu tun hat, aber mysteriös ist das schon. Denn aus welchem Grunde sollte sie dort sein? Würde ja nicht gerade Sinn machen. Möglicherweise ist es ja ein Nebeneffekt zu irgendwas. Wird sich wohl später noch herausstellen, schätze ich.
    Diese Stadt hat was. Generell schon einmal diese plötzlich im Meer erscheinende Treppe. Sie verschafft der ganzen Umgebung etwas Mythisches. Faszinierend wirklich, da fragt man sich doch, wie diese unterseeische Stadt angelegt wurde und wie die anderen Bewohner dorthin kommen. Denn wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat nur Raelyn (bzw. auch Jurijo) ein solches Mal. Was aber machen die anderen? Meereswesen können sie ja nicht sein, sonst bräuchten sie ja keine Luft. Was mir aber fehlt, ist die Beschreibung der Größe der Häuser. Sind sie alle gleich groß, oder gibt es Unterschiede? Eine fünfköpfige Familie kann ja nicht mit so viel Platz auskommen, wie ihn ein Alleinstehender braucht. Oder sind es Gemeinschaftshäuser und daher allesamt gleich groß?
    Die Schutzhülle ist ja interessant, und ich frage mich da gleich, wie die funktioniert. Beständig Luft abgeben kann sie ja nicht, da müsste der Vorrat irgendwann einmal erschöpft sein. Ob sie Kohlenstoffdioxid oder Wasser in Sauerstoff umwandelt? Aber was passiert dann mit dem Kohlenstoff bzw. Wasserstoff? Faszinierendes Ding, trotz allem, auch wenn ich fürchte, dass das Rätsel eher nicht gelöst wird. Aber gut, kann ich eben Theorien aufstellen, hat auch was für sich.
    Uh je, was kommt denn da für ein Wesen daher? Bei seiner Beschreibung fehlt übrigens der Oberkörper, du sprichst nur von den Beinen bzw. Füßen und dem Kopf. Die Kleidung, von der du später sprichst, erwähnst du nun auch nicht ... Aber was will der Typ mit dem Stein?
    Oh, Raelyn hat es ja viel besser aus Jurijo, wenn sie einen Freund hat. Wie gut, dass der sie auch beschützen kann ... mehr oder weniger. Seelentapir, ein interessanter Name. Generell sind eure Wesen hier wirklich spannend, man kann deutlich erkennen, dass ihr euch da Gedanken gemacht habt.
    Oh, und erneut das Licht. Gemeines Ende, da wird ja nicht einmal die Frage beantwortet, ob das schon öfters vorgekommen ist. Gut gewählt, wirklich![subtab=Kapitel III]Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich diese Zitate wirklich dekorativ finde? Nicht nur vom Aussehen her, sondern auch von der Idee, immer gegengleich zu zitieren. Das zeugt wieder von der Partnerschaft in der FF, wirklich faszinierend.
    Und er fällt. Ohne Reaktion. Das ist einfach so unglaubwürdig, ich kann mir nicht helfen. Die Energie, die ihm abgezogen wird, geht vermutlich an Raelyns Licht, mit dem der Kerl, der den Stein will, in Luft aufgelöst wird? Das ist ja eine interessante Verbindung zwischen den beiden, muss ich sagen. Gefällt mir außerordentlichlich gut, mal sehen, was passiert, sollten sie mal aufeinandertreffen bzw. vom jeweils anderen erfahren.
    Nichts passiert ihm, als er aufprallt? Schwer vorstellbar, es sei denn, dieser Planet hat eine viel geringere Anziehungskraft als die Erde, denn ansonsten bräuchte es etwas mehrere Meter Hohes, um den Sturz abzubremsen. Dann aber könnte die Bewegung auf die Art, auf die sie möglich ist, nicht sein, da alles leichter wäre. So hat die Begebenheit etwas von Deus ex Machina.
    Huh, ein Flugrochen also? Mir scheint, ihr habt euch hier das Brutverhalten der Schildkröten als Vorbild genommen, denn diese ziehen auch in großen Gruppen, um ihre Eier abzulegen. Wirklich spannend, diese Ähnlichkeiten, die ihr da herstellt, obwohl die Welt doch ganz anders ist als die Unsere. Hübsch, wirklich. Denn so ergibt sich kein Abschauen, sondern eine Verknüpfung aus Realität und Fantasie ...
    Ein riskanter Stunt, dieser Sprung. Aber was bleibt ihm denn schon anderes übrig? Kaum etwas, scheint mir. Hinuntergespült zu werden ist sicherlich auch nicht gerade das, was man als angenehm bezeichnen kann ... aber hier trägt er deutlich mehr Schaden - wenn sich der auch in geringem Ausmaß hält - davon als bei seinem Sturz auf den Rochen. Es mag sein, dass der weicher ist als ein felsiger Untergrund, aber bei Fallgeschwindigkeit macht das auch schon keinen Unterschied mehr.
    Leuchtende Kugeln? Das wird ja immer interessanter! Warum leuchten Eier? Das ist ja eigentlich nur widersinnig. Denn Eier sollen eben nicht auffallen, um vor Fressfeinden nicht entdeckt zu werden. Oder haben die Rochen keine Feinde?
    Ein seltsames Mädchen, das aus dem Nichts auftaucht und ganz freundlich ist. Da beginnen sogleich die Alarmglocken zu schrillen, den ist es nicht so, dass ihm niemand freundlich gesinnt ist? Diese Blüte wirkt auch sehr dubios, da fragt man sich, was dahintersteckt. Und das Ende - abermals ein wirklich guter Cliffhanger, wie ich bemerken muss - bestärkt mich nur in meiner Vermutung. Aber was will dieses Mädchen von ihm? Ja, da wird auch das übernächste Kapitel spannend werden ...[/tabmenu]~ LG, die Kommifledermaus

  • Hey'chens ;3


    Kapitel 3
    Nimm mich mit


    So, da werde ich auch mal wieder schreiben/ kommentieren. Ich denke meine VP hat die Fehler, ok eigl falsches Wort, die Sachen, die mir aufgefallen sind, schon erwähnt. Da kann ich mich getrost nur meinen Empfindungen, gegenüber des Kapitels, äußern.
    Interessante Vorstellung, dass er immer weiter fällt und eigl davon ausgeht, zu sterben. Das dann diese mysteriöse Kraft ihm wahrlich nicht willkommen ist, kann man sich ja denken. Es hat mich schon verwundert, woher sie kam - aber ich schließe auch schon meine Vermutungen -> Wahrscheinlich von der kleinen Auseinandersetzung von Raelyn und dem Wasserwesen? Ja Ja, nur eine Vermutung. Wobei es mich eigl bestärkt, da es immer geschiet, wenn ihr einen Sichtwechsel habt und euch ja logischerweise ein wenig auf die vorherigen Kapitel bezieht. Na ja, kann ich nun schwer erklären, aber wie dem auch sei, ich denke, dass es wirklich interessant werden wird, wenn die beiden aufeinander treffen. (Ich gehe davon aus, ja^^)
    Diese Rochen. Ehrlich gesagt, habe ich am Anfang gehofft, dass es ein Vogel, bzw Drachenähnliches Tier ist.. aber ich bin nun auch nicht enttäuscht oderso, ganz im Gegenteil, diese Riesen finde ich irgendwie sympatisch. Sie haben etwas... na ja ruhiges und gelassenes an sich. Die Vorstellung, dass er einfach auf sie drauffällt und sie das nicht juckt, nieeedlich! ;3 Auch die dazugehörigen Eier, super beschrieben. Ich merk schon, ich werde zum Fan euer Wesen. Die ihr euch ja auch selber ausdenkt. Okey, Rochen gibt es bei uns, allerdings habt ihr eine ganz andere Kombi, was dazu führt, dass es doch eure ganz eigene Welt mit Wesen und Regeln ist. Finde ich einfach nur toll ;3
    Der Sturz, hach das hätte ich sein könn'. Ich mache manchmal auch solche akrobatischen Meisterleistungen ^^" Ich konnte mir das gut vorstellen, was ich wahrscheinlich auch ein wenig ... harmloser gemacht habe, als der Sturz eigl sein sollte. Aber nun gut, ich finde es einfach gut, wie du es beschrieben hast.
    Das Mädchen. Erst habe ich gedacht, Mensch, vlt hat er ja mal Glück und geriet nicht wieder in falsche Hände. Jedoch macht sie auf mich keinen guten Eindruck... schon gar nicht, als man das hämische Grinsen bildlich vor seinem Auge sieht... wieso hat der Liebe auch so ein Pech? Da tut er mir wirklich sehr Leid. Auf jeden Fall wird es weiterhin spannend bleiben...
    Ich freue mich schon auf die Vortsetzungen von euch ;3


    ~ Rabenwächter van Dan ~

    ________________ஜ۩۞۩ஜ________________

    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

  • Moin, ihr beiden. :3
    Ein neues Kapitel, wie schön. Ich bin schonmal gespannt. (Lese, während ich schreibe)
    Lauriel : Okay, dann bin ich froh. Gibt es das Wort Zähe?
    Nya, ich versuche schon so gut wie möglich, habe aber Angst, dass es falsch ist... :S  
    Danke. :3


    Wieder etwas verspätet, aber hier ist es:


    Kapitel 3 - Nimm mich mit
    Der Spruch ist ja mal sowas von wahr. Ist wirklich so. Toll.~
    Leutende Eier? Hatten wir gestern nicht etwas Ähnliches? ;3 xD Ich fand es sehr interessant.
    Shela war wieder dabei. Ich liebe dieses Ding. ♥ Keine Ahnung, aber irgendwie mag ich das.
    Und Kräme raubt mir alle Wörter... o: Als ich das Kapitel gelesen hab, da habe ich auch über den Tod nachgedacht... Wie fühlt es sich an. Wie ist es, wenn man gar nichts mehr fühlt oder spürt?
    Wie du den Sturz beschrieben hast, Noxa, hat mich schon fasziniert.
    Diese Rochen! *__* Das sind so tolle, bewundernswerte Tiere, ey... Wie kommst du darauf? Die sind total interessant. :3
    Wo nimmst du die ganze Inspiration her? Aus dem SeaLife? :'D
    BESCHREIBUNGEN sind mal wieder KLASSE.
    Fehler hab ich vergebens gesucht... Du bist zu gut für mich...
    Hui, ein neuer Chara? Ich mag die irendwie, aber das hämische Grinsen beunruhigt mich... Wird sie ihn aufessen? :B
    Der Arme, nya, ich bin mal gespannt und warte einfach auf das nächste Kapitel, dann sehen wir weiter.


    Ich fand das einafch genial und ich hoffe, das nächste wird's auch.
    Zu viele Smileys und zu wenig Text, i know, aber, ich tue was ich kann. ^^  
    Mir fehlen einfach die Worte und ich bin nicht für so eine tolle FF geschaffen...
    Danke, dass ích sie lesen darf! *____*


    Lg.~


  • [tabmenu][tab=Huhu^^]
    Aww x3 Vielen Dank, dass wieder so viele kommentiert haben. Zu wissen, dass ihr unsere Fanfiction lest, ist wirklich großartig. Heute wird auch endlich Kapitel IV erscheinen und ihr dürft wie immer gespannt sein, was passieren wird. Auch Kapitel V ist schon bald in Planung. Die Lexikoneinträge werden später online gestellt, da ich momentan aus zeitlichen Gründen nicht dazu komme, sie zu malen. Bitte entschuldigt.


    Aber genug des Geredes, dann werde ich nun noch ein wenig auf eure Kommentare eingehen. ^^
    [tab=@Maj]
    Es freut mich zu hören, dass dir das mit den Sprüchen gut gefällt. ^^ Lynn hatte spontan mal die Idee und wir haben sie gleich umgesetzt. Wenn sie auch ihre gewünschte Wirkung zeigen, ist das natürlich positiv.
    Das stimmt, Ju-chan kommt manchmal sehr unglaubwürdig rüber, aber das ist auch schon ein besonderer Fakt, den man sich im Hinterkopf halten kann. ;) Denn niemand ist dazu verflucht, ewig genau dieselbe Person zu bleiben, die man heute ist, sei da mal als kleiner Hinweis gesagt. Mehr verraten würde ich aber nur ungern, da es erst mit dem Verlauf der Geschichte deutlicher wird, würde ich mal sagen. Deine Vermutungen sind dabei aber schon nicht ganz falsch.
    Klar, der Sturz war schon sehr geschwind, aber die Haut der „Rochen“ hat ihn letztendlich aufgefangen, ohne das eine genau bestimmte schwächere Anziehungskraft herrscht. Aber aus dem Grund, dass die Inseln schweben, wird man schon davon ausgehen können, dass es sich nicht gleich unserer Welt (Erde) verhält.


    Das stimmt, hin und wieder verknüpfen wir schätzungsweise die Dinge aus Fantasie und Realität, achten dabei aber darauf auch Neues miteinzubringen, was jenseits unserer normalen Vorstellungen geht, so auch die leuchtenden Eier. Es mag sein, dass es nicht unbedingt logisch erscheinen mag, im Anbetracht der Tatsache, dass es auf der Erde nicht so ist. Doch das Leuchten, habe ich mir in diesem Fall gedacht, trägt zur Reifung der Eier bei. Zudem leben die Rochen ja in einem Schwarm, legen in der Gruppe Eier ab, wodurch dort eine neue Gruppe entsteht, die sich mit dem Licht verbunden fühlt. Klar, das hätte ich auch noch reinpacken können, nur stand es nicht in meinem Interesse, es auszuplaudern, da Ju-chan von diesem Ereignis auch nur wenig Ahnung hat und in diesem Augenblick ja das Augenmerk auf ihm liegt. Aber beim nächsten Mal achte ich dann mehr darauf. ^^  


    Ui, es freut mich zu hören, dass du auf das übernächste Kapitel auch gespannt bist. =3 Wenn alles gut läuft, wird sich das Warten auch lohnen, da einiges geplant ist. Dann wird auch klar werden, was es mit dem Mädchen auf sich hat. ^^  
    Danke für dein Feedback. [tab=@Kräme]
    Guten Abend, werte Krähe. ^^ Es freut mich, dich wieder bei uns Willkommen zu heißen, denn ich mag es immer, deine Meinung zu lesen, da du dir auch einige Gedanken über die fantasiereichen Dinge zu machen scheinst. Das stimmt, die Verbindungen in den Kapiteln haben einiges miteinander zu tun, ob es aber auch mit der Kraft so ist, wird sich noch zeigen. ;3 Verraten darf ich es ja noch nicht, aber ich mag deine Vermutung.


    Dass dir unsere Wesen gefallen, freut mich zu hören. <3 Das zeigt, dass du dir Dinge auch sehr bildlich vorstellen kannst, nicht wahr? Du malst ja auch selbst, daher ist das gar nicht mal so abwegig. Rochen direkt sollten es nicht sein, nur fällt es einem manchmal schwer, Beschreibungen zu treffen, die verständlich sind und auch zutreffen, daher habe ich es hier als Synonym verwendet. ^^ Mal schauen, vielleicht kann ich beim nächsten Mal mehr darauf achten. C:
    Ja, der arme Ju-chan hat es wahrlich nicht leicht, aber es ist schön zu sehen, dass du auch so mit ihm mitfühlst. Geht mir ebenso und glaub mir, es wird noch einiges auf uns und den „Kleinen“ zukommen, da mach dich gefasst. ;3
    Dankeschön, freue mich schon auf deinen Kommentar von Kapitel V. ^^
    [tab=@Kotone]
    Huhu. C: Das stimmt, der Spruch ist wirklich war, daher fand ich ihn auch so toll, als Lauriel in vorschlug. Vertrauen ist so ein heikles Ding, nicht wahr? *sfz* *flausch* Bleib stark ;3.
    Du meintest sicher Shela, oder? Jap, sie war auch mal kurz dabei, wird aber vorerst noch ein kleines Geheimnis darstellen, würde ich mal sagen. Dass du auch die Rochen magst, finde ich schön zu hören. ^^ Nya… wo ich meine Inspiration her beziehe? Ganz klar aus der Natur. Wenn ich schreibe, male oder sonstiges, achte ich immer darauf, wie es sich in der Natur verhält. Zwar forme ich es in der Genre Fantasie stark um, aber im Hinterkopf halte ich es dennoch. :3
    Die Beschreibungen sind gut? Aww x3 Das freut mich.


    Tihihi x3 Bei dem neuen Chara darfst du auch gespannt sein, so viel darf ich sagen. Bin auch schon ganz hibbelig darauf, wie es weiter gehen wird. Und du mach dir wegen der Länge mal keine Sorge, ja? Wir freuen uns über jede Art von Kommentar und das muss nicht ein ganzer Roman sein, hörst du? Ich freue mich viel mehr, dass du etwas schreibst, Liebes. Danke dafür x3. Und awww… bitteschön! <3
    [/tabmenu]

  • Kapitel IV -Vom Regen in die Traufe

    "Lass mich gehen an einen fremden Ort, wo deine Faust meine Seele nicht mehr trifft" ~Noxa



    Sie fror. Langsam hatte sich die Kälte den Weg in ihre Knochen gebahnt, hatte sich in ihren Blutbahnen verfangen, ihren ganzen Körper von innen nach aussen zu Eis erstarren lassen. Langsam schlug ihr Herz, wie ein alter, stolpernder Mann, der sich seinen Weg nur mit fahrigen Händen und zittrigen Beinen mühsam erkämpfte. Wie gern sie sich mit beiden Händen in ihrer Brust verkrallt hätte, um den stechenden Schmerz in ihrem inneren im Keim zu ersticken, doch ihre Hände liessen sich nicht bewegen. Wie Bauklötze lagen sie neben ihr und auch wenn sie Tikous Anwesenheit spüren konnte, so vermochte ihr der treue Seelentapir diesmal nicht zu helfen. Raelyn zwang sich, ihre Augen zu öffnen und auch wenn sich ihre Lider nur langsam und unter grosser Anstrengung hoben so konnte sie dennoch die undeutlichen Umrisse eines Zimmers erkennen. Ein grosser Traumfänger, dessen Farbe bläulich schimmerte, hing über ihrem Kopf. Kleine, braun-weisse Federn waren im inneren Ring des Traumfängers angebracht. Raelyn kniff die Augen zusammen, konnte jedoch noch immer nicht klar sehen. Über dem Traumfänger schien eine Art Tuch zu hängen, ein weisser, heller Stoff, der das Licht, das ins Zimmer schien, einfing und sie blendete. Worauf sie lag wurde ihr langsam klar, denn als sie zu ihren Füssen blickte, erkannte sie die Metallstangen in schwarz, die sich zu einem schönen Muster verwandelten, als ihr Blick klarer wurde. Das Bett hatte einen weissen, weichen Bezug, die Daunendecke, ebenfalls in hellem gelbweiss, kam ihr ebenso bekannt vor, doch noch konnte sie den Gedanken, der sich aufdrängte,nicht erfassen. Hatte das ihr so fremde Licht sie hierhin gebracht?
    Das kleine Hüttchen in dem sie sich befand bot nur zwei Zimmer, denn von ihrem Bett aus konnte sie einen Blick auf die Küche erhaschen, in der nur am Boden eine kleine Feuerstelle zu sehen war, ein Dampfabzug oberhalb und ein sauber gepflegter dunkelbrauner Holzboden. Ansonsten schien der Raum fast leer zu sein und auch wenn der weisse Teppich in der Mitte des angrenzenden Raumes neu zu sein schien, wurde ihr schlagartig bewusst, wo sie war.


    Neben sich erblickte das Dämonenmädchen schlussendlich Tikou, der seine azurblauen Flügel eingefahren und neben sich hingelegt hatte. Die Federn darin waren scharf, sodass er sie jederzeit als Waffe einsetzen konnte. Auch hatten seine Flügel an den Innenseiten kleine Widerhaken, sodass der Tapir auch klettern könnte, wären seine Flügel verletzt. Die gelbgrünen Augen fixierten Raelyn, suchten in den ihren nach Wissenslücken, die der Tapir zu gerne hätte füllen wollen. Doch seine Partnerin erinnerte sich plötzlich, ihre Augen weiteten sich und alles in ihr schien sich zu verkrampfen. „Wo ist er?“, rief sie panisch, schmiss die Decke, die sie eben noch hätte wärmen sollen, zur Seite und kletterte mühelos und geschickt am Gerüst des Bettes nach oben. „Wenn er hierher kommt, töte ich ihn“, fauchte sie und Tikou beobachtete beunruhigt, wie ihre Fingernägel wuchsen, die Haare sich aufstellten, die Augen dunkel zu funkeln begannen und er spürte, wie ihr Blut in Wallung geriet.
    „Er ist bereits tot. Niemand ist hier, beruhig’ dich bitte“, flüsterte Tikou mit nasaler Stimme und erhob sich von seinem Platz. Seine kleinen Flügel trugen den Tapir langsam höher, die grossen silbergrauen Ohren stellten sich auf, um das leiseste Geräusch wahrzunehmen. Stille herrschte hier vor und auch für den Tapir war es deutlich zu ruhig. Aber er musste es schaffen, Raelyn zu beruhigen, bevor sie ein Blutbad anrichten würde. „Er ist weg, vertrau mir“, flüsterte er und näherte sich dem Dämonenmädchen nur langsam. Der Tapir wusste, wenn sie in Rage geriet hielt man sich besser fern von ihr. In ihrer Angst würde sie ihn sonst ebenso in Stücke reissen wie jeden anderen, der ihr zu nahe kam. Er beobachtete, wie sich ihre Haare langsam wieder zurückzogen und die Augen den wilden Glanz wieder verloren. Raelyn blickte ihren Begleiter stumm an und schien in seinen Augen nach der Wahrheit zu suchen.
    „Du lügst mich nie an Kuku. Aber ich erinnere mich nicht daran, ihn getötet zu haben. Meine Hände sind sauber, das sehe nicht nur ich. Auch ist mein Körper unverletzt und ich trage noch dieselbe, unversehrte Kleidung. Eigentlich erinnere ich mich an gar nichts und gerade du müsstest wissen, wie schmerzlich solche Lücken sind.“ Ja, das wusste er nur zu gut.


    „Ich hatte gehofft, dass du mir erklären kannst, was passiert ist. Laut deiner kleinen Ratte, die du immer mit dir herum schleppst, hat ein ominöses Licht euch beide vor dem angeblichen Angreifer gerettet, aber…“, hörte Raelyn eine ihr bekannte, spitzige Stimme rufen. Eine junge Frau, älter als die Dämonin selbst, erschien im Türrahmen. Sie lachte ein leises, schmutziges Lachen. Beim Öffnen ihres Mundes erblickte man kleine, spitze Zähne, die vom Verzehr von Fleisch schon ganz abgewetzt schienen. Ihr langes, dunkles Haar reichte ihr bis zur Taille, wo es sich in leichten Wellen ergoss. Ihre Figur glich eher einem Brett als dass Raelyn sie als zierlich bezeichnet hätte, denn an ihrem Gegenüber war kein Gramm Körperfett zu sehen. Auch ihre Hände wirkten dünn und spitzig, lange scharfe Nägel, die man längst nicht mehr als Zierde bezeichnen konnte. Ihr Gegenüber benutzte sie mehr als Waffe, und trug deshalb auch nur hautenge, dunkle Kleidung, die ihrer dünnen Figur nicht im Geringsten schmeichelte. Lange, muskulöse und sehnige Beine trugen ihren Oberkörper und endeten schliesslich in kleineren, spitzigen Füssen, die leicht behaart waren. Raelyn blickte ihrer Schwester Raika tief in die rotlila Augen, die so gar nichts mit ihren eigenen gemein hatten.
    „Wie schön dass du hier bist, Schwesterherz“, spuckte Raelyn aus und nicht nur Tikou bemerkte die Verachtung in ihrer Stimme. Sie setzte sich wieder auf das Bett, welches früher einmal ihres war. Heute schien es nur noch als Gästebett zu dienen, wahrscheinlich um der Ausreisserin einen Stich zu versetzen. „..und nenn Tikou nicht immer Ratte, sonst kratz’ ich dir deine schönen Augen aus, hast du das verstanden?“, fügte sie zischelnd hinzu. Doch anstatt sie ernst zu nehmen,brach Raika erneut in höhnisches Gelächter aus und legte dabei den Kopf in den Nacken, sodass man weit in ihren Rachen blicken konnte, wie sie es immer tat, um zu untermauern, wie lächerlich sie das Ganze fand.
    „Hör mal, ich freue mich, dass du hierher gefunden hast Kleines, du weißt dass du hier gerne bleiben darfst. Aber ich denke, du solltest aufhören solche Märchengeschichten mit nach Hause zu bringen und erst recht solltest du dir diese Ratte vom Hals schaffen“, sagte Raika schliesslich und ihr Tonfall klang bereits ernster. „Ich mag es nicht, wenn in meinem Haus von irgendwelchen Schauermärchen berichtet wird, es gibt kein Licht dass dich gerettet hat. Was auch immer du da erlebt hast, es war nicht das, was du dachtest!“, fügte sie an und ihr scharfer Tonfall liess Tikou zusammenzucken. Was war nur los mit ihr? Auch Raelyn versteifte sich.
    „Du siehst doch, dass ich bewusstlos war, denkst du, das ist mir zum Spass passiert?“
    „Mag sein, dass du dir den Kopf irgendwo gestossen hast, aber angegriffen wurdest du ganz bestimmt nicht.“ Raika zog eine Augenbraue nach oben, was in der Regel bedeutete, dass sie die Unterhaltung für überflüssig hielt. Raelyn kochte innerlich vor Wut und zu gerne hätte sie ihrer Schwester die Haare einzeln vom Kopf gerissen. Warum nur glaubte sie ihr nicht? Raelyn, ihrem Fleisch und Blut?
    „Wie erklärst du dir dann, dass ich hierhin gekommen bin? Ich bin den ganzen Weg nicht gelaufen, daran würde ich mich doch erinnern?“, fauchte sie schliesslich. Sie hasste es, wenn sie ihrer Schwester gegenüber im Nachteil war und somit nur darauf hoffen konnte, dass die andere sich erbarmte und ihr glaubte. Es war wie immer, wenn die Schwestern stritten; Raelyn spürte, dass sie verlieren würde.
    Raika neigte den Kopf leicht zur Seite. Die Augen der älteren Dämonin blitzten verachtend auf. „Als ich gestern hier eintraf lagst du schon auf dem Boden, vor der Haustür. Sieh es ein, es gab kein Licht und es gab diesen Dämon nicht, so etwas würde ich spüren. Meine Fähigkeiten sind den deinen weit überlegen, Kleines! Diesen Dämon kannst du nicht gesehen haben und damit Schluss!“ zischte sie.
    „Ich habe ihn gesehen Raika, hier schleichen noch mehr von ihnen rum ich kann es doch spüren, ich –„
    „Schluss jetzt. Ich will nichts mehr davon hören, hast du das verstanden?“, fauchte Raika und war dabei blitzschnell bei Raelyn um sie zu packen und gefährlich nahe an sich heranzuziehen. Die ältere Dämonin sah ihrer Schwester eindringlich in die Augen und sah, dass sie mehr vor ihr verbarg, als sie erahnen konnte. Irgendetwas war mit Raelyn geschehen das konnte sie ganz genau spüren.
    Sie ist nicht mehr die Alte. Es ist, als hätte etwas von ihr Besitz ergriffen… ich will es besser gar nicht wissen. Das ist alles Humbug, soll sie damit doch glücklich werden! Sie lügt, das kann ich spüren. Nichts ist geschehen das wüsste ich. Nein, ich irre mich nie!


    Raika stiess Raelyn unsanft ins weiche Bett zurück, in der Absicht sie ihrem Schicksal zu überlassen. Die junge Dämonin musste sich einfach geirrt haben, hier in Aryen gab es keine fremden, bösen Dämonen, so etwas hätte sie gerochen und zwar als erste. Da war sie sich sicher, nichts und niemand würde sie je vom Gegenteil überzeugen können. Auch diesen verzweifelten Blick ihrer Schwester sah sie nicht. Nein, sie, Raika, wusste, was richtig und was falsch war. Sollte Raelyn doch weglaufen, sie war ohnehin nicht mehr daran gewöhnt, in Gesellschaft zu leben. Und so überraschte es sie auch nicht, als ihre kleine Schwester nur wenige Augenblicke später wie vom Erdboden verschluckt war. Soll sie ihr Glück doch an der Oberfläche suchen und Dämonen jagen, wenn es ihr Spass macht. Einfältiges, kleines Miststück.
    Raelyn liess wortlos die Stadt hinter sich, in der sie aufgewachsen war, die vielen Häuser die wie aus Stein bestehende Luftblasen anmuteten, die Schutzhülle durch die man die vielen Fische sah und das immer leicht schummrige, magische Licht, das hier vorherrschte.


    Tikou konnte gar nicht so schnell fliegen, wie seine Gefährtin rennen konnte. Raelyns dunkle, lange Haare flogen ihm entgegen, sodass er Mühe hatte zu sehen, worauf sie beide zusteuerten. Er flog nun schon gefühlte Stunden hinter ihr her, doch in Wirklichkeit hatten sie gerade erst die magische Grenze zur Oberwelt überquert. Sie hatten beide das verwunschene Aryen erst gerade hinter sich gelassen, da spürten sie auch schon den Tumult, der sich oberhalb zusammen zu brauen schien. Nichts war mehr wie zuvor, den Strand den sie noch vor ein paar Tagen hier vorgefunden hatten, war verwüstet worden. Jemand hatte nicht nur den Boden scheinbar aufgerissen, sondern auch das Geländer der Strasse aus den Verankerungen gerissen. „Was…ist das?“, flüsterte Tikou, als er endlich neben Raelyn zu einer kurzen Atempause kam. Doch Raelyn schien ihn und die lauten Geräusche der Stadt gar nicht wahrzunehmen. Roch sie denn den Rauch nicht? Beissender Gestank drang in seine empfindliche Nase und er sorgte sich um seine Flügelfedern.
    Doch die Dämonin dachte nichts ans Stehenbleiben, sobald der Tapir neben ihr erschien, rannte sie gehetzt weiter. Tikou spürte, dass sie etwas wahrnahm, was seiner Nase verborgen blieb. Er sah ihren Körper, der sich auf einen Kampf einstellte. Die Fingernägel wuchsen, die Muskeln spannten sich an. Der Seelentapir gab sich Mühe, mit seiner Gefährtin mitzuhalten und flitzte, so schnell ihn seine Flügel trugen, hinter ihr her, nahm nicht wahr wie sich die gegen um sie herum wandelte und veränderte, von hochmodernem Stadtgebiet in hügelige Gegend veränderte. Die grosse Stadt lag bald weiter hinter ihnen und Tikou strengte sich an den kleinen Hügel, dessen Beschaffenheit sich für Gehende sehr hart anfühlte, hinaufzufliegen, da Raelyn mit ihren kräftigen beinen viel schneller war. Der Wald der in Sichtweite lag war durchdrungen von verschiedenen Laub und – Nadelbäumen, die kaum Sonnenlicht durchscheinen liessen und jetzt am Abend sehr unheimlich wirkte. Sie beeilten sich beide bis sie schliesslich und vollkommen ausser Atem an einem Waldrand zu stehen kam. Was er jedoch dann sah, erschreckte das gemütliche Flugwesen so, dass es sich hinter der Dämonin versteckte. „Was machen wir hier? Rayray, lass uns gehen“, flüsterte er, doch die dünne, nasale Stimme drang gar nicht erst in die Ohren von Raelyn. Ihr Körper hatte sich bereits angespannt darauf eingestellt, das Geschöpf zu beobachten, welches sich im Waldesinneren befand. Das Wesen, welches auf der kleinen Lichtung sass und vom Mond angeschienen wurde, wuchs plötzlich, sein Körper streckte sich auf unnatürliche Weise und ein blenden helles Licht ging von ihm aus. Er reckte den Kopf lechzend in die Höhe und auch wenn Raelyn es nicht genau erkenne konnte, war sie sich dennoch sicher, dass sein Blick ebenso fanatisch dem Himmel entgegen gerichtet war. Die schuppig anmutende Haut begann sich langsam abzuschälen, fiel einfach von ihm ab, während seine Arme und Beine wuchsen, grösser wurden und sich veränderten. Seine ganze Haltung veränderte sich, von gestreckt zu gebeugt und von klein und dünn zu riesengross sowie scheinbar sehr gefährlich. Während das Wesen sich ganz seiner gefährlichen Verwandlung hingab, starrte Raelyn gebannt auf seine Verwandlung, konnte kaum atmen und spürte erneut Wut in sich aufsteigen. Auch spürte sie Tikous nervöses Zerren an ihrem Arm, doch sie dachte nicht daran, ihren Kopf zu drehen, viel zu spannend war das, was sie vor sich sah. Hätte sie sich jedoch umgedreht wäre ihr nicht entgangen, dass schon das nächste Problem auf sie lauerte.

  • Huhu, erste. :3


    Puh, ist das warm draußen.
    Ja, ja, wir schaffen das. *re*
    Jo, was schreib ich da für nen Quatsch? War wohl gerade unkonzentriert.
    Yush, die sind ganz schön. x3 Die Natur ist am besten. <3 Bitte, bitte. :3
    Oh ja, das bin ich auf jeden Fall!
    Sou, nach dem Vorwort mal zum Wesenlichen. ^^  
    Ich mach es übrigens in Abschnitten, denn dann kann ich das aus irgendeinem Grund besser.


    Kapitel 4 - Vom Regen in die Traufe
    Zum ersten Abschnitt:
    "Sie fror". Ein unscheinbarer Satz macht schon so viel aus. Wie man die Geschichte anfängt...
    Und an dem Satz merkt man gleich, dass ih bzw. du, Lynn, schon Erfahrung hast. Anfänger schreiben auch kürzere Sätze, doch die erfahrenden wissen sie gut einzusetze und genau am Anfang scheint mir das gut. *__*
    Bei deinen Beschreibungen kann man sich immer sehr gut in die Szene hineinversetzen. Ich hab bemerkt, dass du versuchts, die Adjektive sozusagen "aufzuteilen". Damit es nicht so aussieht, als wären erst nur zwei und dann auf einmal 4 hingeschrieben.
    Der erste Abschnitt war schon ganz gut, jedoch hab ich einen Fehler gefunden:

    Das Bett hatte einen weissen, weichen Bezug, die Daunendecke, ebenfalls in hellem gelbweiss, kam ihr ebenso bekannt vor, doch noch konnte sie den Gedanken, der sich aufdrängte,nicht erfassen.

    Wie du wahrscheinlich siehst, fehlt beim Komma ein Leerzeichen. ^^  


    Jetzt hab ich bemerkt, dass es um einen Streit geht, was du mir ja schon erzählt hast. Gerade jetzt bist du ja gut inspiriert.
    Dieser Tokou ist ja irgendwie <3. Ich find den niedlich. Mich würde jetzt auch interessieren, wie ein tapir ausschaut. Ist der schon im Lexikon, oder komm der noch? Wenn er schon da ist, wäre es nach dem Kommentar ein günsiger Moment einen Blick auf ihn zu werfen.
    Ich weiß nicht, ob das ein Fehler ist, verzeiht, wenn nicht:


    „Du lügst mich nie an, Kuku. Aber ich erinnere mich nicht daran, ihn getötet zu haben. Meine Hände sind sauber, das sehe nicht nur ich. Auch ist mein Körper unverletzt und ich trage noch dieselbe, unversehrte Kleidung. Eigentlich erinnere ich mich an gar nichts und gerade du müsstest wissen, wie schmerzlich solche Lücken sind.“


    Kann es da sein, dass du ein Kommar vergessen hast, oder ist das schon right so?


    Wow, das ist ja echt hart, wie die beiden miteinander umgehen. Würde ich so mit meinem Bruder umgehen. ^^"
    Ich finde es auch traurig, dass es überhaupt so weit kommen musste, auch wenn ich nicht weiß, was passiert ist. Ich fände es jedenfalls nicht gut, hätten mein Bruder und ich keinen Kontakt mehr. Ich finde den Namen "Raika" irgendiwe gail. Er erinnert mich an "Raikou". x3
    Noch 'n Fehler gefunden. ^^ :


    Doch anstatt sie ernst zu nehmen,brach Raika erneut in höhnisches Gelächter aus und legte dabei den Kopf in den Nacken, sodass man weit in ihren Rachen blicken konnte, wie sie es immer tat, um zu untermauern, wie lächerlich sie das Ganze fand.


    Du siehst es wahrscheinlich selbst, du hast ein Leerzeichen nach dem Kommar vergessen.


    Den Abschnitt finde ich ehrlich gesagt am spannensten. Wo sie auf einmal verschwunden ist.
    Joa, zu dem hab ich nichts mehr zu sagen. ^^


    Oh, oh, das hört sich ja nicht so gut an. Der arme Tikou, würde der irgendwas sagen...
    Ich hab mich doch umentschiden: DAS war der spannenste Abschnitt. Ich bin schon total gespannt, wie es weiter geht!
    Ich muss ja sagen, dass deine Rechtschreibung ganz gut ist, nur hier und da passieren schon ein paar Flüchtigkeitsfehler, wie hier:


    Die grosse Stadt lag bald weiter hinter ihnen und Tikou strengte sich an den kleinen Hügel, dessen Beschaffenheit sich für Gehende sehr hart anfühlte, hinaufzufliegen, da Raelyn mit ihren kräftigen beinen viel schneller war.


    "Beinen" groß, ne? ^^  


    So, das wars mal meinerseits.
    Hoffe, diesmal ist's länger. ^^


    Lg.~

  • Hey ;3


    Kapitel 4
    Vom Regen in die Traufe


    So, wieder ein neues Kapitel. Das freut mich doch zu hören, na ja besser gesagt; zu lesen! Eure FF ist eine der wenigen, bei der man ohne Zweifel davon ausgehen kann, dass sie unumstritten ein ende finden wird. Weiß auch nicht, bei euch weiß man einfach, dass ihr sie bis zum Schluss schreiben werdet - und das finde ich toll ;3
    Ach ja; was ich letzes Mal vergessen habe; Diese Idee mit den "Sprüchen", die finde ich wirklich niedlich und einfach nur süß. Ehrlich, so verleiht ihr euren Kapy's das nötoge Etwas. (Nicht, dass sie es nötig hätten...) Aber so macht ihr sie.. viel individueller. Das gefällt mir wirklich gut. Manchmal muss man auch richtig nachdenken, bevor man den richtigen Sinn versteht. Aber im Endefekt, ist der übertragene Sinn einfach toll ;3
    So, komme ich nun aber mal zum Wesentlichen ^^" In Kapitel 4 bekommt man wirklich eine Menge neuer Informationen. Zum einen wäre da Raelyns Schwester. Irgendwie kann ich sie nicht leiden. Man merkt den deutlichen Unterschied der beiden. Und nicht nur das, es wird auch deutlich, dass sie sich nicht leiden können bzw. die liebe Ältere ihrer "Kleinen" nicht glaubt. Aber, was soll man erarten... große Schwestern sind ja meistens so. Aber was ich mich auch gefragt habe; vlt macht ihr ja daraus etwas ganz anderes. Da ihr nicht aus der Sicht Rika's schreibt, ist es für den Leser auch nicht eindeutig, was sie genau denkt. Es kann ja auch sein, dass sie ihre kleine Schwester nur schützen will. Nun ja, wer weiß. Ist nur eine Spekulation, ich hoffe, wir sahen sie nicht das letze Mal.
    In diesem Kapitel bekommt man auch einen besseren Eindruck von dem niedlichen, kleinen Tapir. Ach, DEN finde ich schnuckelig. Er erninnert mich ei wenig an Nils, -lach-, ich weiß nicht. Ich hab ihn sofort ins Herz geschlossen. (Haha, genau wie Shela^^) Er scheint ein guter Freund zu sein und der Begriff "Ratte" passt gar nicht. Wr. Ne. Er ist so süß. ;3 Ich denke, dass er auch noch eine etwas größere Rolle spielen wird, nicht wahr? Und seis nur ein Begleiter auf den man sich verlassen kann.
    Was man in diesem Kapitel auch gemerkt hat: Die Gefahr, die scheinbar durch das Land geht. Klamheimlich, wie? Jaja, den Lesern entgeht nichts. (Ich könnte mich jz selbst auslachen, falls dem nicht so ist, aber egal). Ich freue mich schon darauf zu erfahren was es denn genau ist. Der "Heini"- Das Wesen, über das am Schluss geredet wird... es hat mein vollstes Interesse bekommen. Nebenbei bemerkt auch ein echt gutes Ende, wie immer. Man will auf jeden Fall wissen, was sich denn da so für Probleme eingeschlichen haben. Das wird wieder sehr spannend. Ich freue mich ;3
    Bis zum nächsten Mal. ♥


    ~ Rabenwächter van Dan ~

    ________________ஜ۩۞۩ஜ________________

    »Be the chaos you want to see in the world.«

    - Mollymauk

  • [align=justify][font='Tahoma, Arial, Helvetica, sans-serif'][tabmenu][tab=^^]Hey! <3
    Nun, will ich mal wieder.
    Stimmt, an die schwebenden Inseln hab ich nicht wirklich gedacht. Aber stimmt, da muss auch irgendeine Art von Auftrieb stattfinden, gut möglich, dass da auch der Sturz sich nicht so schlimm im Endeffekt auswirkt. Hast du Recht, ja.[tab=Fehler]Wie gern sie sich mit beiden Händen in ihrer Brust verkrallt hätte, um den stechenden Schmerz in ihrem Inneren im Keim zu ersticken, doch ihre Hände liessen sich nicht bewegen.
    Das Bett hatte einen weissen, weichen Bezug, die Daunendecke, ebenfalls in hellem Gelbweiss, kam ihr ebenso bekannt vor, doch noch konnte sie den Gedanken, der sich aufdrängte, *Leerzeichen* nicht erfassen.
    Du lügst mich nie an, Kuku.
    Ihre Figur glich eher einem Brett als dass Raelyn sie als zierlich bezeichnet hätte, denn an ihrem Gegenüber war kein Gramm Körperfett zu sehen. "Ihrem" an dieser Stelle, denn es heißt immer "das Gegenüber".
    Sie setzte sich wieder auf das Bett, welches früher einmal ihres gewesen war.
    Doch anstatt sie ernst zu nehmen, *Leerzeichen* brach Raika erneut in höhnisches Gelächter aus und legte dabei den Kopf in den Nacken, sodass man weit in ihren Rachen blicken konnte, wie sie es immer tat, um zu untermauern, wie lächerlich sie das Ganze fand.
    Hör mal, ich freue mich, dass du hierher gefunden hast, Kleines, du weißt dass du hier gerne bleiben darfst.
    „Ich habe ihn gesehen, Raika, hier schleichen noch mehr von ihnen rum ich kann es doch spüren, ich –
    (...) fauchte Raika und war dabei blitzschnell bei Raelyn um sie zu packen und gefährlich nahe an sich heranzuziehen.
    Die junge Dämonin musste sich einfach geirrt haben, hier in Aryen gab es keine fremden, bösen Dämonen, so etwas hätte sie gerochen und zwar als Erste.
    Doch die Dämonin dachte nicht ans Stehenbleiben, sobald der Tapir neben ihr erschien, rannte sie gehetzt weiter.
    Der Seelentapir gab sich Mühe, mit seiner Gefährtin mitzuhalten und flitzte, so schnell ihn seine Flügel trugen, hinter ihr her, nahm nicht wahr wie sich die gegen um sie herum wandelte und veränderte, von hochmodernem Stadtgebiet in hügelige Gegend veränderte. Irgendwas stimmt mit dem markierten Satzteil nicht ...
    Die grosse Stadt lag bald weiter hinter ihnen und Tikou strengte sich an den kleinen Hügel, dessen Beschaffenheit sich für Gehende sehr hart anfühlte, hinaufzufliegen, da Raelyn mit ihren kräftigen Beinen viel schneller war.
    Der Wald der in Sichtweite lag war durchdrungen von verschiedenen Laub- und Nadelbäumen, die kaum Sonnenlicht durchscheinen liessen und jetzt am Abend sehr unheimlich wirkte.
    Das Wesen, welches auf der kleinen Lichtung sass und vom Mond angeschienen wurde, wuchs plötzlich, sein Körper streckte sich auf unnatürliche Weise und ein blendend helles Licht ging von ihm aus.
    Er reckte den Kopf lechzend in die Höhe und auch wenn Raelyn es nicht genau erkennen konnte, war sie sich dennoch sicher, dass sein Blick ebenso fanatisch dem Himmel entgegen gerichtet war.[tab=Kritik]Oh, Raelyn hat eine Schwester? Damit hätte ich nicht gerechnet, so verbittert und einzelgängerisch sie ist, hätte ich mir eher vorgestellt, dass sie keine Familie mehr hat bzw. diese woanders lebt. Und ist sie nicht etwas Besonderes in der Unterwasserstadt? Raika mag ich - als Chara, menschlich gesehen ist sie mir unsympathisch. Zeugt wieder davon, dass eure FF hier keine Friede-Freude-Eierkuchen-Story werden soll, wenn schon die näheste Verwandtschaft alles andere als lieb und nett ist. Da fragt man sich doch gleich, wie es dazu gekommen ist, dass Raelyn weggerannt ist - und was mit anderen Familienmitgliedern ist.
    Nun, das Gespräch ist zumindest ein wenig aufschlussreich. Warum kann Raika böse Dämonen wahrnehmen - und warum hat sie diesen hier nicht wahrgenommen? Das lässt ja wieder viel Platz für Spekulationen. Fragen aufwerfen, ohne viel zu beantworten, so soll es sein. Aber zumindest lernt man als Leser Raelyn ein wenig besser kennen, hat ja auch was für sich.
    Ganz interessant finde ich es ja, dass du hier gleich zweimal eine andere Perspektive verwendest. Hat bisher ja nur Noxa einmal angewandt, da bin ich wirklich mal neugierig, wie sich das noch so weiterentwickeln wird. Denn der Pespektivenwechsel sagt ja auch ein wenig darüber aus, inwieweit die Charas als wirklich ganz wichtig betrachtet werden und wie wichtig andere noch sind. Ich schätze, dass zumindest Raika und Kuku noch öfters ihre Sichten darlegen dürfen, immerhin sind sich ja doch recht eng mit Raelyn verbunden - sei es durch Verwandtschaft oder durch Freundschaft.
    Was mir stark negativ am letzten Absatz auffällt, dass du den scheinbar in Eile geschrieben hast. Alles wirkt gehetzt (was zwar in Maßen gut wäre, da es zur Stelle passt, aber du hier recht übertreibst) und vor allem machst du untypisch viele Fehler. Mir scheint, du wolltest einfach schnell fertigwerden und hast es dir dann auch nicht mehr wirklich durchgelesen. Darunter leidet natürlich die Qualität ... ich würde mal sagen, lies ihn dir durch, wenn du Zeit hast, und überarbeite ihn nochmal.
    Die letzten Sätze aber sind dir wieder einmal gelungen. Was das wohl für eine Gestalt ist? Und vor allem, was macht sie, was hat sie vor? Hübscher Cliffhanger, vor allem, da du auch darauf verweist, dass da noch was anderes lauert. Das ist irgendwie gemein an einer Partner-FF, man muss immer doppelt so lang warten, bis man weiß, wie es weitergeht an einer Stelle.
    Trotzdem, es fällt positiv auf, wie die Spannung in beiden Sichten im gleichen Maße steigt. Habt ihr wirklich schon strukturiert, muss man sagen, da das so wirklich angenehm zu lesen ist. Macht weiter so, da ist man schon wirklich sehr gespannt ...
    ~ Die Kommifledermaus

  • Noxa, Lynn - fühlt euch abgeschlabbert. xD Ich weiß ja, wie ihr zu der Idee dieser FF gekommen seid und... Außergewöhnlich. xD Und jetzt muss ich so viel nachlesen!! D: Uncool~. x__x" Ich denke, ich werde zunächst auf Startpost, Prolog , Kapitel 1 und Kapitel 2 eingehen, bei Zeiten, wenn meine Laune erlaubt, werde ich mir die anderen Kapitel vorknöpfen.


    Startpost
    Was gibt es hier zu sagen? Du - äh, ihr habt den Startpost wirklich sehr sauber gegliedert, Georgia ist sehr gut gewählt, sehr schöne Schrift und der Header sorgt für ein friedliches, harmonisches Erscheinungsbild. Sehr schön gemacht, habt ihr es!
    Die Idee des Kontinent auflösen finde ich gut, sehr interessant, welche Auswirkungen dies haben mag - es ist zwar nichts Neues (ich kenne es von Golden Sun, da war die Alchemie Schuld am Zerfall der Kontinente), aber dennoch gleicht es sich aus mit der Idee, dass ihr eigene Kreaturen schafft.
    Die Welt Sorûn empfinde ich als ein sehr friedlicher Kontinent, in dessem Inneren aber die Zerstörung wütet. Ich bin gespannt, wie ihr diesen Zerstörungsdrang erklären werdet. Leider müssen wir uns gedulden. D: (<- Uncool! XD)
    Zudem sehr gute Idee eine Art Lexikon zu schaffen. Ihr seid ein gutes Team, wenn ich es bemerken darf. Ihr vereint nicht nur schreiberische Fertigkeiten, sondern auch künstlerische Talente. Find ich klasse.
    Insgesamt macht der Startpost einen sehr guten Eindruck - wenn die Charakter-Übersicht schon da wäre, würde ich jetzt was zu den Charakteren sagen, daher switche ich jetzt zunächst zum Titel, meine Lieben, dann zu eurem (Doppel-)Prolog.


    Prolog
    Jurijo
    Sehr schöner Anfang, gute Beschreibungen, besonders vom Wind, von der Umgebung, all dem hat mir sehr zugesagt. Bei den einzelnen Inseln und Vegetationen dachte ich grad nur noch eines: Adaptive Radiation (Beachtet es nicht, zu viel Schulkram in den letzten Monaten...). Du beschreibst alles, als stünde die Zeit still. Es ist still. Kein Geräusch. Du wirfst so viele Fragen auf, zum einen ist es sehr passend bei einem Prolog, zum anderen leicht verwirrend, was aber die Qualität des Textes keinesfalls verringert.
    Huh, zuerst dachte ich, dass Jurijo der Name des Jungen sei, aber da hab ich mich wohl getäuscht... Oder auch nich. xD Der Junge macht auf mich den Eindruck, als sei er durch den Alltag gelangweilt. Schließlich ist jener ja auch trist und öde. Auch sein Gefühlsleben scheint abgestorben zu sein, als sei er innerlich schon gestorben. Nur wandelt sei er als Hülle umher - leer, regungslos und ohnmächtig. Dieses Gefühl von Trostlosigkeit verstärkt sich noch mehr, als diese Kreaturen auftauchen, ihn angreifen und ihn niederringen. Sehr mysteriös ist es als der Stein auf seinem Kopf leuchtet. Und diese Stimme... klasse.
    Nennenswerter Lob übrigens noch: Ich finde es immer schwer über jemanden etwas zu schreiben und dann seinen Namen nicht zu nennen. Gut gemacht!


    Raelyn
    Mein erster Eindruck, meine süße Elfe: Etwas kurz! Und ich muss zugeben, es wirkt tatsächlich etwas gehetzt. Du hast einiges missachtet - oder bewusst weggelassen, ich kann es nicht sagen.
    Wieder ist vollkommene Stille vorzufinden, obwohl sich das Mädchen in einer Stadt aufhält, und wo Straßen sind, ist Lärm. Du hättest auf die Geräusche mehr eingehen können. Auch hier ist die Thematik die Einsamkeit, welche sehr gut nachempfunden werden kann, ist gut umgesetzt, fühlbar. Somit hätten die Protagonisten tatsächliches vieles gemeinsam. Der Name Raelyn ist übrigens sehr schön gewählt. <3
    Sehr lustig. Dummes Licht, dem die Orientierung fehlt. Süss. xDD


    Kapitel 1
    It's your turn, Noxa! =)
    Du beschreibst, dass es still ist, aber dennoch scheint der Junge den WInd zu hören. Entweder Logikfehler oder gewollt. Wenn es still ist, hört man nur seine eigenen Atemzüge. XD
    Nun... Traurig fand ich dieses Kapitel nun auch nicht sonderlich. Eher etwas belastend. Diese Trostlosigkeit, wenn sich alles immer wiederholt, würde einen Menschen krank machen. Etwas was bereits Maj angesprochen hat: Er wundert sich, warum er sich nicht wehren konnte, beschreibst aber, dass alles so wie immer sei. Pass auf, dass du dich nicht allzu sehr in Logikfehlern verstrickst. Die sind absolut ärgerlich, man selbst nimmt sie gar nicht so wahr wie andere es tun. Shela ist doch auch ein Metallwesen, warum bezeichnet sie Jurijo als nutzloses Metallwesen? Dass er sich wieder nicht wehrt und dadurch passiv ist, wirkt sehr unlogisch und unglaubwürdig. Auch wenn Jurijo kein Mensch ist: Alle Wesen haben Abwehrreaktionen, die sie nicht willentlich steuern können - das macht das Rückenmark und Gehirn. Dadurch, dass Jurijo als Charakter so farblos ist, ist er mir nicht wirklich sympathisch bzw. ich finde keinen rechten Zugang zu dem Jungen. Gerade als er runterfliegt, zeigt er Null Gefühlsregung, hat keine Angst, brüllt seine Seele nicht aus dem Leib oder derartiges. Er tut nichts, absolut passiv - nicht gerade ein natürliches Verhalten - egal ob Mensch oder fiktive Rasse.
    Die Kulisse bringt auch kaum Abwechselung. Freilich gut beschrieben, aber du stellst die Atmosphäre nicht her, auch nicht die gewünschte Spannung. Stell dich mal in einem Wald, harrst aus und lauschst eine Weile den Geräuschen. Was nimmst du wahr? Ganz besonders achtest du auf die Geräusche um dich herum, wenn sonst alles um dich herum wirklich still ist. Daher würde Jurijo sogar Shela hören oder wenigstens ihre Anwesenheit unbewusst spüren.


    Kapitel 2
    Liebe Lynn, ich muss dir mal ein Lob aussprechen: Ich habe ja die ersten drei Kapitel von SJ gelesen und muss schon urteilen, dass du dich sehr gesteigert hast, was Beschreibungen angeht, auch was ich bereits von Raelyn mitbekommen habe, ist sie mir sehr sympathisch. Sie scheint die Dinge klarer wahrzunehmen und geht auch wachsamer durch die Welt. Daher ist sie ein wirklich toller Kontrast zu Jurijo. Wenn ich mich recht entsinne, ist Raelyn ein Dämonenwesen, nicht wahr? Dazu ahne ich, dass sie dazu bestimmt ist Sorûn vor dem Zerfall zu retten. Der Seelentapir ist übrigens sehr süss, kann ihn mir richtig vorstellen, aww. =)
    Diese Welt, die du - oder eher ihr schafft ist wirklich atemberaubend. Wirklich faszinierend, kreativ und vor allem wunderbar. Die Unterwasserwelt hat es mir besonders angetan.



    Zusammenfassend: Sehr gelungenes Werk, man merkt, dass ihr mit Feuereifer dabei seid, vor allem an der Ausarbeitung eurer Welt. Klasse! ^^ Macht weiter so, ihr Beiden!


    Gruß,
    eure Akira

  • Hallo Lynn und Noxa <3
    Nach der Angelegenheit von heute dachte ich mir, ich schreibe euch mal einen Kommentar; vielleicht lenkt der euch etwas ab~
    Da ihr zu eurem Startpost und den ersten Kapiteln schon viel Feedback erhalten habt, werde ich mich hier auf die aktuelleren konzentrieren. Auch die Fehler werde ich nicht mit nennen, da diese Arbeit ja schon von den Vorkommentatoren erledigt wurde, wie ich soeben festgestellt habe. Weitere Fehler habe ich nämlich nicht gefunden.

    [tabmenu]
    [tab=Kapitel III]
    Kapitel III – Nimm mich mit

    Der Titel ist schon mal sehr interessant. Klingt nach einem vielversprechenden Kapitel. Die Zitate zum Anfang von dem jeweils anderen finde ich übrigens sehr schön, das war eine gute Idee <3
    Wir kehren also wieder zu Jurijo zurück <3 Übrigens gut, dass ihr die Kapitel abwechselnd schreibt, das bringt eine gewisse Struktur in die Story. Wenn man zwischen den Perspektiven wechselt, wird es schnell unübersichtlich, aber so ein festes System schafft da Abhilfe.
    Jurijo fällt also von der Insel... der Arme, er tut mir so leid! Noxa, Lynn, wie schafft ihr es, dass mir eure Charaktere schon nach ihren Prologen so ans Herz gewachsen sind?
    Der plötzliche, nur wenige Sätze anhaltende Optimismus von Jurijo kommt allerdings unerwartet. Man lernt ihn als deprimierten, vielleicht depressiven, Hoffnungslosen kennen. Dass er gerade während des finalen Falls Optimismus entwickelt ist vielleicht nicht unrealistisch, allerdings hätte ich mir eine bessere Überleitung dazu gewünscht.
    Wie tief ist Jurijo eigentlich gefallen? Wenn man seinen Gedankengang ungefähr als Maßeinheit der Länge des Falls nimmt (ob das jetzt so stimmt, sei dahingestellt), müsste der Aufprall auf dem Rochen schon ziemlich hart gewesen sein, da der Rochen ja seine konstante Flughöhe beibehalten hat und Jurijos Fall schnell gewesen sein dürfte. Die Beschreibung der Rochen finde ich gelungen; Flugrochen erinnern mich etwas an Kai Meyers 'Wellenläufer'-Trilogie, das ist aber nicht schlimm, denn diese Tiere sind bei euch doch anders – darf ich einen adoptieren? <3
    Jurijo scheint ja recht intelligent zu sein, immerhin flieht er zum rechten Zeitpunkt vom Rücken des Rochen – mal eine angenehme Abwechslung zu den Fantasyhelden, die die Gefahr nicht einmal erkennen, wenn sie nackt und mit einem Teewärmer auf dem Kopf vor ihnen tanzt. (Die Harry Potter – Referenz musste ich einbauen :x) Die Rochen sind also dort geflogen, um ihre Eier zu legen. Die Szene habt ihr sinnvoll eingebaut – so wirken die Flugtiere nicht nur wie ein Element, das da ist, weil es eben da sein muss um dem Hauptcharakter zu nützen, sondern wie lebendige Organismen in eurer Welt, die auch ein Ziel, eine Vergangenheit und ein Verhaltensmuster haben. Das gefällt mir ~
    Kommen wir zu Miyuri. Sie wurde gut beschrieben, nicht so ausführlich wie es möglich gewesen wäre, aber dennoch ausreichend, um sie sich vorzustellen. Sie scheint Jurijo ja zu manipulieren, wie vor allem auch der letzte Satz beweist. Es ist schon seltsam, dass Jurijo ihr vertraut und folgt, nach all dem, was passiert ist. Sie benutzt also eine Art... Gedankenkontrolle? Auf jeden Fall mag ich sie nicht! Wehe ihr, wenn sie Jurijo etwas antut, dann hat ihr letztes Stündlein geschlagen! Die Blüte in ihrem Haar wirkt auch leicht zwielichtig – ein funkelnder Stein, vielleicht ist sie selbst so eine Art Dämonin?


    [tab=Kapitel IV]Kapitel IV – Vom Regen in die Traufe
    Ein bekanntes Sprichwort und ein interessanter Kapitelanfang. Er lässt darauf schließen, dass Raelyns Situation sich eher noch verschlechtern als verbessern wird. Mir tut sie ja schon Leid, andererseits zeigen Autoren die Liebe zu ihren Charakteren ja durch solche Ereignisse, nicht? x)
    Kälte zu beschreiben ist eine tückische Angelegenheit, das weiß ich aus eigener Erfahrung, und dir ist es hier sehr gut gelungen. Traumfänger sind toll, ich besitze selbst einen; ob er hilft, weiß ich nicht, aber er selbst wenn nicht sieht er noch schön aus <3
    Tikou wird mir immer sympathischer. Ich würde gerne mehr über ihn und seine Vergangenheit erfahren, aber das wird passieren, wenn die Zeit gekommen ist – da kann ich nur hoffen, dass das bald sein wird. Auch ist er detailliert beschrieben, hat einen angenehmen Charakter und ist ein interessanter Begleiter. Vor allem finde ich es schön, dass du erwähnst, dass er eine nasale Stimme hat. Die Stimme wird in der Lyrik oft vernachlässigt und nur die Tonlage bedacht, dabei kann man aus Stimmen so viel machen.
    Raika dagegen ist mir recht unsympathisch – aber immerhin hat sie Raelyn aufgenommen. Das zeigt wohl, dass sie immer noch eine gewisse Bindung zu ihrer Schwester hat und sie nicht ganz aufgeben will oder kann. Realistisch dargestellt, sehr schön. Nur eine Sache fiel mir dort auf: Sie setzte sich wieder auf das Bett, welches früher einmal ihres war. Du sagst davor, dass das Haus nur zwei Zimmer hat und eines davon die Küche ist. Stehen demnach zwei Betten in dem Zimmer, in dem sich Raelyn befindet? Das erwähnst du allerdings nicht in der Beschreibung, weshalb es hier etwas seltsam wird. Zudem müsste es heißen 'welches früher einmal ihres gewesen war', da man aufgrund der Vorzeitigkeit Plusquamperfekt benutzen muss – dank Latein bin ich zur Tempuskritikerin geworden. Raika scheint also besessen zu sein – das gibt dem Plot einen interessanten Aspekt. Was daraus wohl wird?
    Interessant ist auch, dass der Angreifer laut Tikou tot ist. Vielleicht hat Raelyn ihn ja getötet und nur die Erinnerung daran verdrängt – oder sie hat die Kontrolle verloren und der Erinnerungsverlust hat mit dem Aufleuchten des Kristalls zu tun. Letzteres erscheint mir wahrscheinlicher, da Jujiro ja so etwas ähnliches zu haben scheint.
    Wen Raelyn wohl auf der Lichtung dort treffen wird? Ich hoffe ja, dass es Jurijo ist, der Miyukis bösem Einfluss entkommen konnte, aber irgendwie glaube ich nicht, dass die beiden sich so bald treffen werden. Also scheint ein Feind auf sie zuzukommen. Der letzte Satz ist mal wieder ein Cliffhanger, wie man es von dir/euch bereits kennt. Ihr gebt euch scheinbar wirklich Mühe beim Strukturieren der Kapitel, nicht wahr? <3


    [tab=Fazit]Als kleines Fazit kann ich sagen, dass eure beiden Schreibstile einfach nur wunderbar sind und mir wirklich sehr gefallen! Lynn, deinen Stil kannte ich ja bereits aus Seelenjäger – aber bei Gemeinsam Einsam hast du dich noch einmal gesteigert. Deine Umgebungsbeschreibungen, die variierende Satzlänge um Stimmung zu erzeugen, die allgemeine Stimmung – es stimmt einfach!
    Noxa, dein Schreibstil war mir neu. Und er hat mich wirklich positiv überrascht. Dafür, dass ich noch nie etwas von dir gelesen hatte, waren meine Erwartungen ehrlich gesagt zwar hoch – immerhin hattest du Lynn an deiner Seite – aber doch nicht sehr hoch. Du hast sie mit Bravour übertroffen. Vor allem verstehst du es, Monologe zu verfassen und Menschen/Wesen zu beschreiben. Ihr beide ergänzt euch wirklich sehr gut <3
    Die Charaktere, die ihr schreibt, sind meist sympathisch, aber allesamt gute Charaktere. Sie haben Eigenschaften, die klar zutage treten, sind nicht alle gleich. Auch eure Welt, Sorûn, ist wunderbar ausgearbeitet – ich wünschte, ich wäre auf diesen Namen gekommen *flüster* - und sehr interessant.
    [/tabmenu]
    *flauscht euch* <3

  • [tabmenu][tab='Aloha'][subtab='Kotone']
    Hei Kleines ♥
    Vielen Dank für deinen Kommentar, du weisst ja wie ich mich immer freue. Bis ja auch immer sehr schnell, auch wenn du das nicht musst, weisst du ja auch. Alle deine Fehler sind richtig, das siehst du schon richtig, bist ja auch wirklich ein Deutsch-Ass! *stolz ist auf dich* Von Tikou sowie einige weitere Updates findest du im Lexikon, die sollten jetzt eigentlich fast alle aufgestockt sein, schau mal vorbei ^.- danke, wie immer!

    [subtab='Kräme']
    Du bist zuversichtlich dass wir unser Wekr vollenden? Das freut mich sehr zu hören, vielen lieben Dank! Die Zitate gefallen dir? Ach, die erfinden wir immer ganz spontan, Skype ist da schon toll.
    Oh, ja ich denke Raika ist ein schwieriger Charakter und sie ist wirklich nicht die Allernetteste ;3 ob sie ihre Schwester schützen will, bin ich mir nicht sicher (nicht mal ich weiss das *mhaha*) aber das werden wir sicherlich noch früh genug sehen! Danke auch dir bisher für deine Treue und deine lieben aufmunternden Worte Liz ♥

    [subtab='Maj']
    Ja, Raika und Raelyn sind Schwestern und natürlich sind sie immer noch Blutsverwandt, aber es hat gute Gründe, dafür, wie es ist. Es wird keine Friede-Freude-Eierkuchen Story, das siehst du ganz richtig ^^" Aber zu deiner Kritik kann ich nur sagen, dass es gehetzt wirkt ist eigentlich so gedacht: es sollte so wirken, dass Raelyn gar nicht mehr mitbekommt wo sie durchrennt, was geschieht, weil sie (und auch das erfahrt ihr später) wie magisch angezogen wird, sie muss dahin, so schnell wie es eben geht. Ihr werded bald die blutige Wahrheit erfahren ^.- Was ich leider immer Mühe habe, ich kann mein kapitel nicht auswendig und bei deinen Korrekturen weiss ich ot nicht, was ist von mir und was hast du bereits korrigiert. Dennoch, danke wie immer auch dir fürs Lesen, fürs Beistehen und fürs Fehlerfinden<3
    [subtab='Aki']
    Aki Aki Aki!! Eine neue Leserin und dazu auch noch die Wölfin, meine grosse, starke Schutzwölfin die uns so geholfen und sich so für uns eingesetzt hat wie ich es mir nicht träumen konnte. Du hast uns beiden sehr viel Mut gemacht, danke nochmal dafür!
    Jo, einiges ist im Prolog tatsächlich Absicht, denn der Leser soll durch nichts abgelenkt werden von dieser besonderen Stimmung, die ich aber scheinbar nicht ganz hinbekommen habe. Und danke, für dein Lob, sowohl von mir als auch von Noxa. Aber Noxa wird darauf selber noch eingehen ^.-

    [subtab='Chii']
    Noch eine neue Leserin- wir können's kaum fassen ♥
    Mit dem Bett hast du ganz recht, eigentlich hatte ich mir gedacht, dass es Raikas Bett darstellen soll, bis mir in den Sinn kam, dass sie niemals schläft, was aber ein kleiner Spoiler ist, also bitte Augen zu beim Lesen,ja? :>
    Tikou ist wirklich ein süsser Fratz und da ich ihn mir so gut vorstellen kann und er in meinem Kopf so unglaublich süss aussieht, versuche ich mit allem was ich habe ihn mit euch zu teilen. Schön, wenn mir das gelungen ist ;3 Auch bei dir, Chii, wird Noxa noch separat was dazu sagen, schliesslich hat sie sich auch wahninnig gefreut. Dennoch: vielen Dank mal von meiner Seite, ich höre oft dass unsere Schreibstile gut zusammenpassen und das freut mich riesig. Wir verneigen uns und hoffen auf bald ♥

    [/tabmenu]

  • Verrat unter Freunden ist nichts anderes als das Messer an der Kehle. ~Lauriel



    K
    apitel V
    – Gier nach Silberblut


    Jurijo hörte seinen stoßenden Atem, jeder seiner Schritte war von Schmerzen verfolgt, sodass es ihn noch mehr seiner bereits niedrigen Energie beraubte. Seine prustenden Laute durchdrangen die nächtliche Stille. Doch Miyuri machte nicht Halt, schaute nicht zurück. Selbst wenn er stolperte und auf den harten Fels zu stürzen drohte, zog sie ihn einfach weiter, als wollte sie ein ganz bestimmtes Ziel auf alle Fälle erreichen. Er konnte es sich einfach nicht erklären, wieso dieses Mädchen ihn mit sich zerrte, jedoch waren seine Empfindungen zu diesem Zeitpunkt noch zu wirr, als dass er das hätte spüren können, was sich zusammenbraute. Mittlerweile war es stockfinster und Jurijo sah kaum noch etwas. Weder strahlende Wesen, noch irgendwelche Himmelskörper waren zu erblicken, die dieses triste Schwarz wohlmöglich hätten durchdringen können. Einzig und allein war es das Weiß von Miyuris Haut, das ihm beim Gehen wie ein Warnsignal in die Augen sprang. Schließlich stoppte das Mädchen unerwartet, sodass sich Jurijo abermals die Füße an dem rauen Gestein aufschlug. Jäh zuckte er zusammen, ließ jedoch keinen Schmerzlaut von sich hören, da er befürchtete, dass sie unangenehme Fragen an ihn richten würde. Stattdessen verdrängte er all die Schmerzen, die wie ein gewaltiger Strom seinen Körper fluteten und nicht aufhörten, ihm schreckliche Qualen zu bereiten. „Hier ist eine Höhle, du kannst dich ausruhen“, ließ das Wesen weiblichen Geschlechtes von sich hören, die Stimme klang dabei jedoch kalt und weniger herzlich, wie es zuvor der Fall gewesen war. Ohne die Gestalt vor sich zu beachten, taumelte Jurijo an ihr vorbei und tastete mit den Händen verloren in der Luft herum, bis er schließlich eine grobe Felswand zu fassen bekam. Endlich konnte er sich ausruhen, dachte er. Schlapp ließ er sich an der Wand herabsinken und kaum das er saß, schlossen sich seine schweren Lider und er versank in einen ruhigen - wenn auch nicht bequemen - Schlaf.


    Als sein Atmen regelmäßiger wurde und man schließlich hörte, dass er eingeschlafen war, setzte sich Miyuri in Bewegung. Ihre Schritte waren kaum hörbar, als wäre sie ein Geist, der leichtfüßig über den Boden schwebte. In der Luft lag ein verräterischer Hauch, leise säuselnd. Er brachte den Geruch von Frische und Lebendigkeit mit sich. Die Höhle wurde von der Nacht verschlungen. Sie ging auf den braunhaarigen Jungen zu, dessen Antlitz sie trotz der Nacht genau erkennen konnte. Grund dafür waren ihre Augen, die nun in einem geheimnisvollen Rot erstrahlten. Ihr schwarzer Schleier wehte nun wie ein mystischer Umhang umher in dieser rauen Nacht. Ihre weiße Haut und ihre dürren Glieder wirkten, als wäre sie nicht für diesen Ort geschaffen. Ein Fremdkörper auf dieser von Felsen bedeckten Ebene. Schließlich bückte sie sich zu dem Wesen herab, was dort so kläglich verloren auf dem Boden saß und schlief. „Ein wahrer Festschmaus“, dachte sie. Elegant hob sie ihre dünnen Finger und strich dem Jungen über die metallische Brust, die durch sein zerrissenes Hemd sichtbar wurde. Überall quoll silbriges Blut aus tiefen Wunden, andere waren bereits leicht verkrustet und schienen sich zu regenerieren. „Du bist sehr interessant, Jurijo“, flüsterte sie nun mit einer ungewöhnlich tiefen Stimme in das Ohr der geschwächten Gestalt. Mit ihrem blassen Gesicht kam sie seinem immer näher, bis sie schließlich ihre rauen Lippen auf die seinen presste und ihren Körper hatte sie dabei eng an den seinen gelegt, denn sie wollte seine Nähe spüren. Jurijo jedoch regte sich, als würde er gerade von einem Albtraum verfolgt. Seine Lider zuckten aufgeregt, ähnlich wie der Rest seines Körpers, auf dem Miyuri nicht ihren Leib nieder gelassen hatte und sie somit ruhig stimmte. An einem Arm zierte den Jungen ein tiefer Schnitt, aus dem das Blut noch frisch herausblitzte. Das Mädchen zitterte plötzlich vor Aufregung, denn das war es, nach dem sie sich so lange gesehnt hatte. Gierig schoss sie vor und legte den Mund an die Wunde, für die nun ihre vollkommene Begeisterung galt. Wie von einem fremden Geist besessen saugte sie an dem frischen Blut, bis es schließlich ihren Rachen füllte und ihren Körper wie eine Droge zu durchfluten begann. Der Kristall in der Blume auf ihrem Kopf begann verräterisch zu leuchten. Die weißen Blütenblätter begannen ebenso in einem trügerischen rubinrot zu erstrahlen, sodass auch Miyuris pechschwarze Haare einen unheimlichen Schimmer annahmen. Immer stärker schloss sich ihr Mund um den verletzten Arm und immer mehr trank sie. Jurijo wandte sich nun hin und her, sein Atem war wieder angestiegen und glich nun mehr einem Keuchen. Erschrocken fuhr Miyuri hoch. Sie musste es für heute gut sein lassen, wenn sie noch länger diesen silbrigen Schatz besitzen wollte. Mit ihrer Zunge leckte sie noch die letzten Reste aus ihrem Gesicht und begann dann damit, die Wunden des Jungen mit dicken Bandagen zu versehen. Nur die am Arm ließ sie locker, denn es war genau die Stelle, wo am meisten Blut austreten konnte. Als sie fertig war, glich das braunhaarige Wesen mehr einer Mumie, doch sie sollte es nicht stören, solange sie ihn schließlich besaß. Sie stand wieder auf, kletterte ein Stück weit über den rauen Boden und starte in die Ferne der Dunkelheit. Ihre Pupillen waren geweitet und ihre Lider zuckten aufgeregt. Kaum konnte sie sich beherrschen, gerade zu stehen. Zu sehr war sie von dem Blut angetan, dass nun ihre Adern durchströmte. „Du bist mein…“, kicherte sie in die Nacht hinein und wiederholte die Worte immer wieder. Immer lauter wurde ihre Stimme, bis sie sich schließlich in schallendem Gelächter verlor. Der Kristall ihrer Blume in ihren Haaren leuchtete stärker als zuvor. Sie hatte endlich das erreicht, was sie sich schon so lange erträumt hatte. Nur ihr Opfer, Jurijo, hatte noch keinen blassen Schimmer davon.


    ~


    Gemächlich läutete sich der Morgen ein. Nur schwer blinzelten die Sonnenstrahlen an diesem Tag in die Welt, als wollten sie ihr kein Licht schenken, welches sie nicht verdiente. Das Klima war frisch und ebenso wie am gestrigen Tag flüsterte ein schwacher Wind über die Ebene. Noch roch die Luft nach frischem Tau und alles schien in Schweigen gehüllt zu sein. Hin und wieder hörte man aber einige Wesen krächzen, die sich nun auf die morgendliche Nahrungssuche begaben. Eine große schwebende Insel, nur mit Felsen, Kliffen und Erde bestückt, war der Ort, an dem sich Jurijo in diesem Augenblick befand. In einer Einbuchtung des Kliffs hatte sich hohl in dem Steine eine kleine Höhle ergeben; kaum sichtbar und geschützt von jeglichen Blicken der Außenwelt lag sie, jedoch so offensichtlich an der freien Luft, dass sie das Leben im Inneren der harten Felswände, nicht beeinträchtigte. Ganz im Gegenteil, sie war förmlich durchflutet mit den frischen Winden, die durch die alte Welt Sorûns wehten. Zwischen den Steinen eingebettet lag also der braunhaarige Junge, dessen Haut selbst im Dunklen zu schimmern schien, sodass sich ein Jeder an seinem hübschen Antlitz ergötzt hätte, wäre er ein Metallwesen wie jedes andere gewesen. Doch das schwarzhaarige Mädchen störte dies anscheinend nicht, es lag zusammengekauert auf dem Boden, den Kopf dicht an den Jungen gelegt, als wollte sie von ihm beschützt werden. Ihre Augen waren geschlossen und die Blume, die zuvor so trügerisch geleuchtet hatte, war wieder unauffällig wie zuvor. Als Jurijo müde blinzelnd aufwachte, spürte er bereits das Mädchen, was sich an seinen kalten Körper gekuschelt hatte. Er wollte seinen rechten Arm heben, um sie zu ertasten, zu ergreifen, doch kaum regte er seine Muskeln, zuckte ein durchdringender Schmerz durch seinen Körper und sein Arm fühlte sich sogleich wie gelähmt. Keuchende Laute drangen aus seinem Rachen, so mitgenommen hatte er sich gar nicht in Erinnerung gehabt. Seine Augen hatte er zusammengekniffen und jäh biss er sich auf die Zähne. Was war der Grund für seine Qualen? Was war am Tag zuvor alles geschehen? Erstmals schaute er an seinem Körper herab, der schwach und ausgelaugt auf dem harten Fels lag, dessen spitze Kanten sich in seinen Rücken gruben. Überall war er verbunden, auch an seinem rechten Arm, der ihm solchen Schmerz bereitet hatte. Auch als er versuchte, sich aufzusetzen, zuckte diese übermannende Schwäche durch all seine Glieder. Mehr prustend als atmend riss er seine Augen auf und schaute an die Felsdecke, vergebens den Himmel suchend. Plötzlich starrten zwei leere, weiße Augen ihn an und eine Stimme so zart, als wären es die Klänge einer harmonischen Harfe, drangen in seine Ohren: „Alles in Ordnung mit dir?“ Wieder schossen Gefühle durch seinen Geist, die er nicht zu bestimmen wusste. Sonst hatte er derartige Regungen nicht zugelassen, was also war jetzt anders?


    Gerne hätte er mit dem liebreizenden Mädchen gesprochen, was ihn diese Nacht derart versorgt hatte, doch sein Hals schien wie ausgetrocknet, seine Stimme wie verstorben. „Du musst Hunger haben, nicht wahr?“, flüsterte das Mädchen, sprang danach auf und rannte in den hinteren, dunkleren Teil der Höhle, wo durchschnittliche Augen, wie es die von Jurijo waren, nichts mehr erblicken konnten. Nach kurzer Dauer kam sie mit einem kleinen Korb angerannt, der mit bunten Früchten bestückt war. Eine Sorte war in einem kräftigen rot gefärbt und in wulstigen Bahnen gewachsen. Die andere war grün, rund und besaß eine glatte Haut, sodass sie einer einfachen Kugel glich. Miyuri ließ den Korb mit einem dumpfen Geräusch neben dem Jungen nieder und blickte ihn daraufhin mit großen Augen an, die ihm verrieten, dass er essen solle. Mit seiner zittrigen linken Hand griff er nach einer der roten Früchte, führte sie langsam zu seinem Mund und wagte schließlich einen misstrauischen Bissen. Als er das zarte Fruchtfleisch auf seiner Zunge spürte, begann sein Herz zu pulsieren. Einen so herzhaften Genuss hatte er schon seit Ewigkeiten nicht mehr schmecken dürfen. Es war fast so, als würde ein warmes Gefühl seinen Körper durchdringen und ihn mit neuer Kraft tanken. Fast schon gierig schlang er die Frucht hinunter, ließ seine Sinne von dem Geschmack benebeln und aß auch den weiteren Inhalt des Korbes auf. Auch die Grünen hatten es ihm angetan, denn im Gegenzug zu den Roten, hatten sie einen frischen und kühlenden Geschmack, als würde sie zur Linderung der Schmerzen beitragen können. So war es auch, wie im Miyuri wenige Minuten später verriet. Rot wie Blut für neue Energie und das Grün für die Linderung der Qualen, so sagte sie. Doch begriff er nicht, dass auch genau diese beiden Arten von Früchten dazu führten, dass seine Lider sich langsam schlossen und er abermals in einen ungemütlichen Schlaf verfiel.


    Kaum verriet sein Atem, dass er bereits eingeschlafen war, da entglitt dem Mädchen ein tiefes Lachen. Sie konnte sich nicht mehr beherrschen, genau das war auch der Grund gewesen, wieso sie ihm diese Drogen eingeflößt hatte. Eine rote Frucht für die schnelle Neubildung von Blut und eine grüne, die seine Sinne soweit benebeln sollte, dass er von dem Ganzen nichts ahnen würde. Ihr jahrelanges Versteckspiel, während sie stetig auf der Suche nach einem silbernen Schatz war, wie es die Sagen riefen, hatte sich also endlich bezahlt gemacht. Ihr Gewinn für all die Jahre lag vor ihr, eingebettet in das Grau der Felsen, was sein Grab verheißen würde.
    Dann war es schließlich soweit, sie schoss mit ihrem Mund vor, rissen mit ihren Fingern den Verband seines rechten Armes bei Seite und steckte die Zunge in die Wunde, die sich noch immer nicht vollkommen geschlossen hatte. Sie riss die Haut mit ihren Zähnen noch weiter auf, damit sie mehr seines frischen Blutes herausquellen konnte. Ja, mehr war es, was sie wollte. Immer mehr! Von der Gier eingenommen trank sie ohne Unterlass, saugte immer mehr des silbrigen Blutes aus Jurijos Körper und sorgte sich nicht mehr darum, ob er davon sterben würde. Nur noch ihr Hunger musste gestillt werden, das war das Einzige, was noch zählte. Ihre Augen, die nun wieder die Farbe eines kräftigen rot angenommen hatten, hatte Miyuri weit aufgerissen und ihre Lider zuckten wie wild. Ihrem Mund entglitt immer wieder ein begehrendes Stöhnen, was aussagte, dass sie noch mehr dieses silbernen Schatzes haben wollte. Die Kontrolle über ihren Geist hatte sie nun schon lange verloren und das Blut floss ihr schon das Kinn herab, denn die Gier machte sie blind. Doch plötzlich regte sich der Körper unter ihr, Jurijo kam zu Sinnen, seine Muskeln verkrampften sich und ein Gefühl durchdrang ihn, was ihm sagte, er solle schreien. Er versuchte es zu unterdrücken, doch was war es, was ihm seine Kraft raubte und ihn immer mehr von dieser Welt wegführte. Blitzartig öffnete er die Augen auf und was er sah, zuckte wie ein Schlag durch seinen Körper. Noch immer betäubt von der grünen Frucht, war nun die Gewissheit, dass man ihn abermals schamlos missbraucht hatte, der größte Schmerz, der ihn durchstieß. Egal wie viele Qualen es ihm bereiten würde, er sprang trotzdem auf, packte mit seiner Linken nach dem Hals des Wesens, was ihn so heimtückisch verraten hatte, und schleuderte es weg, sodass das Mädchen gegen die Wand prallte und anschließend plump zu Boden fiel. Sofort packte sich Jurijo an den Arm, den er inzwischen kaum noch spürte und versuchte das Blut zu stoppen, was wie ein Strom aus seinen Adern floss. Für kurze Zeit nur hatte er vielleicht so etwas wie Vertrauen zugelassen, doch nun sah er, wie dieses mit Füßen getreten worden war.


    Das schwarzhaarige Mädchen – nein, wohl eher Ungetüm – lag auf dem Boden, die Körperteile dabei krumm um sich liegend. Der rote Kristall in ihren Haaren leuchtete stärker als zuvor und als sie ihren Hals in seine Richtung regte, schreckte er vor ihrem wirren und leblosen Blick zurück, der sie nun anstarrte. Ihre Zunge hing aus ihren Mund heraus, wie eine Irre wirkte sie nun. Jurijo taumelte benommen einige Schritte zurück, das Sichtfeld vor ihm begann zu verschwimmen. Zu viel Blut hatte er also an dieses Wesen geopfert. Miyuri – oder mehr das, was von ihr übrig war – begann sich mit kratzenden Händen an der Wand aufzurichten. Seltsame Schreie gingen von ihr aus und durchdrangen diesen sonst so schweigsamen Morgen, kaum zu beschreiben war dieser furchteinflößende Laut. Ihr Körper begann zu beben wie in einem Takt, schien zu wachsen und ihre Haut sich auszuweiten. Unnatürliche Geschwüre bildeten sich überall auf ihrem Körper und ihr zuvor liebreizendes Gesicht nahm bestialische Züge an. Der Junge konnte kein Wort sagen und auch sein Atem war kaum zu vernehmen. Zu geschockt war er von dem, was sich gerade vor ihm abspielte. Nie hätte er erwartet, so etwas einmal hautnah erleben zu müssen… eine Materialisation.

  • Thihi, auch wenn ich sicher nicht als erste posten werde, so ist in diesem Moment noch kein anderer neuer Post als das Kapitel zu sehen - ein schönes Gefühl c: *laber*
    /e: Ich bin ja tatsächlich Erste! <3


    Endlich geht es also weiter - ich habe ja sooo lang gewartet *hust* - mit dem fünften Kapitel. Das Zitat von Lynn ist sehr schön gewählt. Nach dem Lesen kann man es in Relation zu dem Kapitel setzen und es hat außerdem eine gewisse Doppeldeutigkeit, hehe. Der Name des Kapitels ist nicht unbedingt mein persönlicher Geschmack. Er verrät für mein Empfinden schon etwas zu viel von dem, was im Kapitel geschehen wird. Dennoch ist er wahrlich nicht schlecht. ~


    [tabmenu][tab=Kapitel V][subtab=Kritik]Here we go ~
    Dieses Kapitel ist also wieder aus Jurijos Perspektive, gefällt mir. Er ist ein sympathischer Protagonist. Beschreibungen sind aus seiner Perspektive in einem angenehmen Maße vorhanden. Allerdings ist mir eines aufgefallen: Selbst inmitten der Nacht, wo Jurijo nur die Haut Miyukis sehen kann, gehst du auf das für ihn Sichtbare in der Beschreibung detailliert ein. Das ist natürlich nichts schlechtes, nur vernachlässigst du dabei den Gehörs- und den Geruchssinn. Irgendetwas wird es in der Umgebung zu hören oder zu riechen geben, da bin ich mir sicher. Auf den Tastsinn allerdings gehst du auch ein, das nur mal als positive Anmerkung.
    Miyuki war mir ja gleich unsympathisch... sie konnte nichts gutes im Sinn haben! Aber dass sie gleich so komisch wird, hätte ich nicht vermutet. Wirft natürlich einige Fragen auf. Als sie Jurijos Blut trinkt, leuchten laut Beschreibung sowohl der Kristall in ihrem Haar als auch ihre Augen - ist sie also ein Dämon? Eine neue Sorte Dämon? Kann sie Jurijo an sich binden, jetzt wo sie von ihm getrunken hat? Das wäre zwar ziemlich schlecht für ihn, würde aber auf eine verquere Weise Sinn machen.
    Die Beschreibung aus Miyukis Sicht ist eindeutig gelungen. Man kann sich in sie hineinversetzen - was gruselig ist - und sich das Szenario gut vorstellen - was gruselig ist. Du hast als Autorin also alles richtig gemacht. Miyuki wirkt wie eine Art 'richtiger' Vampir auf mich, dank dieser Szenen, denn sie trinkt endlich einmal Blut, ohne dass es als die romantischste Tat des Jahrtausends dargestellt wird. Blut von anderen zu trinken ist gruselig. Lernt das, Twilightfangirlies ohne Hirn die unbedingt gebissen werden wollen! Entschuldigung, das musste ich nur gerade mal erwähnen. Also, Miyuki ist nun offiziell gruselig. Du hast es geschafft, in mir eine ziemliche Antipathie gegen sie heraufzubeschwören. Das Ende kommt überraschend, aber nicht so, dass es gehetzt wirken würde. Miyuki ist also ähnlich wie das Wesen, auf das Raelyn gerade getroffen ist. Sogar gleichzeitige Cliffhanger schafft ihr, Gratulation!
    Zu diesem Kapitel kann ich nicht mehr viel weiteres sagen. Der Schreibstil ist gewohnt melancholisch bei Jurijo, bei Miyuki versehen mit einer Portion Wahnsinn, die angenehm erfrischend und passend ist. Der kleine Dialog wirkt auf mich beim Lesen authentisch, um das allerdings genau herauszufinden, müsste man ihn vorlesen. Da ich mir dazu allein zu blöd vorkomme, belasse ich es bei meiner Meinung.

    [subtab=Fehler]Oder eher kleine Sachen, die mir auffielen ~


    Jurijo hörte seinen pulsierenden Atem, denn jeder seiner Schritte war von Schmerzen verfolgt, sodass es ihn noch mehr seiner bereits niedrigen Energie beraubte. | Kann Atem pulsieren? Außerdem scheint es mir seltsam, schmerzhafte Schritte als Grund für schweren Atem zu nehmen.
    Überall quoll silbriges Blut aus tiefen Wunden, andere waren bereits leicht verkrustet und schienen sich zu regenerieren. „Du bist sehr interessant, Jurijo“, flüsterte sie nun mit einer ungewöhnlich tiefen Stimme in das Ohr der geschwächten Gestalt.
    | Wenn das Blut überall herausquillt, wie können dann bereits verkrustete Wunden da sein? Adjektive schreibt man klein xp [i]
    Der Kristall ihrer Blume in ihren Haaren leuchtete stärker wie zuvor.
    | als
    Doch das schwarzhaarige Mädchen störte dies anscheinend nicht, was zusammengekauert auf dem Boden lag, den Kopf dicht an den Jungen gelegt, als wollte sie von ihm beschützt werden[/i] | Ist der Nebensatz mit 'was' auf Jurijo oder Miyuki bezogen? Das wird aus dem Kontext nicht deutlich, die Formulierung klingt recht seltsam.
    Die andere war grün, rund und besaß eine glatte Haut, sodass sie einer einfachen runden Kugel glich.
    | Wortwiederholung, doppelte Formulierung.
    Fast schon gierig schlang er die Frucht hinunter, ließ seine Sinne von dem Geschmack benebeln und aß auch die weiteren Güter des Korbes auf.
    | Der letzte Satzteil ist eine merkwürdige Formulierung. Aß in Kombination mit 'Güter'... missfällt mir.

    [/tabmenu]
    Demnach bin ich jetzt fertig mit meinem Kommentar; ich hoffe, er hat dir halbwegs etwas gebracht ~

  • Huhu, ihr beiden tollen Schreibmäuse ^^


    [tabmenu]
    [tab=Kapitel III]
    Ich bin mir nun etwas unschlüssig, ob Jurijo noch Lebenswille hat oder nicht, ein bisschen deutet schon noch darauf hin. Einerseits zeigt er sich willig, andererseits bewegt sich sein Körper nicht. Inwiefern sind Wille und Körper voneinander abhängig? Es gibt Berichte darüber, dass Adrenalin Berge versetzen kann. Aber auf der anderen Seite, wäre aus seiner Sicht natürlich jede Mühe vergebens, daher würdig stellen.


    Dass er von Rochen aufgefangen werden wird, konnte er natürlich nicht wissen. Ich liebe ihre Beschreibung und schon alleine die Idee. Statt durch dem Wasser gleiten sie bei dir, besser gesagt bei euch, in eurer Welt, also durch die Luft. Da frag ich mich irgendwie, ob es auch fliegende Haie und co. geben mag? Allerdings stör ich momentan etwas an dem Ausdruck "Flügelflossen". Klingt etwas seltsam ^^"


    Etwas erschreckend finde ich, dass Jurijo nach seinem Erwachen nicht einmal ... wie soll ich's ausdrücken? ... dankbar ist. Ich finde, er könnte dem Flugrochen dankbar sein, auch wenn das wohl eher ein Zufall war. Irgendwie empfindet er nicht sehr viel in Anbetracht dessen, dass er vorhin dem Tode ins Auge sah. Ein kleiner Lichtblick stellt sein Reflex dar, als er aufspringt.


    Und dann schafft es der trübsinnige Jurijo sich sogar zu verlieben oder versteh ich da was falsch? Nein, da kann man nichts falsch verstehen. *g*


    [tab=Kapitel IV]
    Wow, Lynn, deine Beschreibung, gleich zu Anfang des Kapitels. Das macht deine Leser süchtig und lässt sie nach mehr fiebern. Das "Mehr" bekommen sie ja auch gleich. Aber wirklich, so eine gute Beschreibung des Frierens hab ich noch nie gelesen, auch in keinem Buch.


    Gleich darauf erwartet deine Leser die nächste, freudige Überraschung. Ein Tapir, der logischerweise nasal spricht. Stell ich mir süß und lustig zugleich vor. :D
    Dazu hört er auf einen wunderbaren Namen und hat, soweit ich das bis zu diesem Zeitpunkt beurteilen kann, einen angenehmen Charakter.


    Generell bin ich begeistert von dem Kapitel. Du bringst alles mit so viel Spannung, lässt nichts Wichtiges weg, verlierst dich aber auch nicht in unwichigen Details und trotz des Nervenkitzels, der durch die Situation hervorgerufen wird, lässt du auch keine (wichtigen) Gefühle weg; ich liebe es ganz einfach.
    Und ich finde die Beziehung zwischen Raelyn und Raika spannend. Raika ist mir ja sehr unsympathisch auf eine seltsame Art und Weise.


    [tab=Kapitel V]
    So, nun geht es also mit Jurijo weiter. Das wird also eine Horrortour. Ich wünschte mir irgendwie, sie wäre etwas bildlicher noch beschrieben, doch das ist schon okay so. ^^
    Miyuri wirkte im vorigen Kapitel zwar auch freundlich auf mich, aber etwas hat mich an ihr gestört. Ich kann nun ahnen, was es ist. Ich habe eine recht gute Menschenkenntnis, selbst in Büchern und auch, wenn es sich nicht wirklich Menschen handelt lol.
    Irgendwie konnte ich mir denken, dass die Autorin *g* das Schicksal weiterhin nichts Gutes für ihn bereitgestellt hatte.
    Deswegen hast du auch das wahre Gesicht des Mädchens gezeigt - und es wundervoll beschrieben. Wundervoll im Sinne von mitreißend und schön düster, so wie es sich gehört, sodass man bei jedem Satz mitfieberte. Dazu hast du auch die besten Stilmittel verwendet. Blut, einen Hinterhalt, einschläfernde Früchte - nun ja, schon auch, schließlich kann er sich nicht wehren, wenn er betäubt ist. Eine geniale, düstere Atmosphäre.
    Der arme Jurijo kommt nicht zur Ruhe und gerät von einem Schrecken in den anderen. =/
    [/tabmenu]


    Euer Werk hat einen eigenen "Charakter", so etwas wie eine Ausstrahlung und ruft schon fast: "Hier, lies mich, du wirst mich nie wieder vergessen". :loveyou:


    LG Chari ^^

  • [tabmenu][tab='Vorwort']Noxa, Lynn, hier kommt der zweite Teil des Kommentars. Eigentlich wollte ich es mir besser aufteilen, aber gut... Das fünfte Kapitel war schneller fertig als gedacht. xD Lynns Rekommi war schon verdächtig, eigentlich hätte ich es mir denken können. @_@ Aber genug Geplapper. Hope you enjoy it!


    [tab='Kapitel III']Ganz ehrlich? Ich finde die Zitate fantastisch, wirklich total schön! Da steckt so viel Gedankengut hinter, was mir kühle Schauer über den Rücken jagen lässt. Wunderbar!
    Und Jurijo fällt in die Tiefe, ohne sich dagegen zu wehren. Etwas seltsam. Zumindestens schreit er seine Seele aus dem Leib. Eine derartige stumme Reaktion wäre auch nicht gerade glaubwürdig gewesen. Ebenfalls interessant finde ich, dass seine Energie abgezogen wird - und so wie Maj schon vermutet, wird diese sicher in Raelyns Kristall fließen. Sehr schöne Beschreibung finde ich. ^^
    Ein fliegender Rochen! <3 Super Idee, denn dies weicht mal vom Drachen oder ein Flugwesen ab. Tolle Beschreibung wie die Kolonne gemeinsam reist, und ich kann es mir wirklich gut vorstellen.
    Die leuchtenden Eier sind übrigens auch toll, wundert mich aber, dass diese nicht von Fressfeinden entdeckt werden oder haben Rochen keine Feinde? Leuchtende Eier würden schließlich schnell auffallen und so. xD
    Das Ende ist mal wieder ein gut gesetzter Cliffhanger, wobei man sich fragt, ob das Mädchen gut oder feindlich gesinnt ist, immerhin taucht sie plötzlich auf und wirkt mir ziemlich rasch zu freundlich.
    Jurijo scheint ein sehr verschlossener Charakter zu sein, über den man nicht viele Aussagen treffen kann. Einerseits ist er voll von Emotionen, scheint diese andererseits aber nicht zeigen zu können. Dadurch wirkt er unglaublich faszinierend durch diese mysteröse Art, die ihn umgibt.


    [tab='Kapitel IV']Diese Beschreibung des Frierens einfach schlichtweg genial. Die macht wirklich süchtig. Solch eine Beschreibung der Kälte habe ich auch noch nie gelesen. Wirklich schön gemacht.
    Keinesfalls hätte ich gedacht, dass Raelyn eine Schwester hat. Sie erinnert mich sehr an einen Charakter von mir. Sie ist genauso unsympathisch wie Raika. XD Dennoch mag ich gerade diese Charaktere, die auf dem ersten Blick abstoßend erscheinen. Wenigstens hat sie scheinbar noch eine Bindung zu ihrer kleinen Schwester. Nicht jeder würde dies tun. Etwas seltsam finde ich aber, dass Raika Dämonen aufspüren kann - nur diese nicht sie. Wenigstens lernt man Raelyn besser kennen, was mir ebenfalls gut gefällt.
    Übrigens, ich finde den Tapir unglaublich niedlich. Ich würde ihn dir direkt klauen. *~* Diese Vorstellung, dass er nasal spricht... *quick* Gerne würde ich mal etwas mehr über ihn erfahren, also seine Vergangenheit.


    [tab='Kapitel V'][subtab='Kritik']Weiter im Text, fast geschafft! :3
    Jurijo tut mir irgendwie Leid. Er scheint nie ein geruhsames Leben gehabt zu haben - und wird es auch weiterhin nicht haben. Dauernd bekommt er Schicksalsschläge zu spüren, daher habe ich mehr den Eindruck, dass er eine tragische Figur irgendwie ist. Mir gefällt es aber, dass er allmählich lernt, was Gesellschaft bedeutet und vor allem, wie er mit Gefühlen umgeht, die er scheinbar zuvor noch nie gespürt hat. Gerade die Tatsache mag ich sehr.
    Miyuri... Das Erste, was mir in die Gedanken gekommen ist: Vampir! xD Schön ist, wie du zwischen Jurijo und Miyuri wechselst. Sie war mir schon vorher etwas unheimlich und ich ahnte, dass sie nichts Gutes im Schilde führt. Nur frage ich mich: Ist sie eine neue Art Dämon? Und warum trinkt sie Blut? Warum erhellen sich ihr Kristall und ihre Augen? Jedenfalls hast du mal wieder eine geniale Atmosphäre geschaffen: Melancholie und anschließend, dank Miyuri, Düsternis und Wahnsinn. Super gemacht.


    [subtab='Fehler (Whatever...)']

    Zitat

    Jäh zuckte er zusammen, ließ jedoch keinen Schmerzlaut von sich hören, da er befürchtete, dass sie unangenehme Fragen auf ihn richten würde.

    Da hört es sich glatter an, wenn du schreibst "an ihn richten würde".

    Zitat

    Gierig schoss sie vor[...].

    Zitat

    Erschrocken schossMiyuri hoch.

    Bei dem letzteren Satz fände ich es passender, wenn du schreiben würdest "Erschrocken fuhr Miyuri hoch". Das beschreibt den Schreck auch besser. :) Und da du eine Vorliebe für das Wort "schießen" hast, im Bezug auf hervorschießen: hervor schnellen, hervor springen, federn, anstürmen...[/tabmenu]
    ~ Aki

  • Ich bins wieder. :D
    Morgen, ihr beiden.
    Toller Spruch, wir haben zwar kein Verrat erlebt, aber es war auch nicht viel weniger schlimm.
    Der Spruch ist total word!


    Kapitel 5 - Gier nach Silberblut
    Die Stimmung dieser Gestalt ändert sich, bzw. die Stimme klingt nicht mehr freundlich? Das kann ja nichts Gutes bedeuten!
    Ich find das irgendwie traurig, dass Jurijo sich so abquält, da wurde man ihn am liebsten in den Arm nehmen und durchknuddeln. <3
    Seine Vergangenheit ist schon so mis und das die ihm soetwas antun müssen, nur weil er so tolles Blut hat. x)
    Wie ihr euch halt toll ergänzt. In anderen FF's gehts in fast jedem Abschnitt um etwas anderes, aber bei euch geht es bei jedem KAPITEL um etwas anderes und das hebt euch von den anderen ab. <3


    Oh, ich wusste, es passiert was! Ich wusste es!
    Diese dumme Gans und dieser arme Jurijo, der kann einem wieder leid tun. x__x
    Du hast die Beschreibungen so gut dagestellt, ich bin drin versunken! Du schaffst das immer wieder.
    Diese Miyuri ist nicht gerade gutmütig, wie man sieht. Ach, ich lasse es einfach auf mich zu kommen.


    Die ist ja hinterhältig. "Ist alles in Ordung?" Haha, na klar. Erst trinken und trinken und jetzt erst mal ein bisschen nett sein und dann...
    dann schnappt die Falle zu! Dann ist er drin und kommt nicht mehr raus!
    Das ist so mies. Er weiß ja nicht, was sie den Abend zuvor gemacht hat und sie, sie nutzt jetzt seine Unwissenheit aus und tut einen auf Mrs. Nett... Armer Jurijo. <3


    Na klasse, und schon ist er wieder eingenickt, wegen dieser... *grrr!
    Und was stellt sie als nächstes mit ihm an? Oh, mann, das ist so fies! .__.
    Ich hasse dieses Miststück irgendwie...


    Ah, dafür waren sie da. Ich hätte mir denken können, das sie nicht positiv auf ihn wirken würden.
    Und jetzt ist er auch noch aufgewacht und spürt es. Er so tapfer, dass er sie mit so wenig Kraft gegen eine so mächtige Frau, die gerade erst in den Genuss gekommen ist, sein Blut zutrinken, weg zuschlagen. Das wird nicht gut gehen.
    Auf einmal kommt die Angst um ihn.
    Wie schafft ihr das, dass man sie nach einem Kapitel nicht mehr loslassen kann?


    Oh mein Gott und er kann wahrscheinlich nicht mal anhauen!
    Ich fühle total mit, der Arme! Dieses Biest ist jetzt zwar beschädigt, aber jetzt gehts ja erst richtig los. Er hat sie wütend gemacht und jetzt zeigt sie ja erst ihr wahres Gesicht. Ich glaube, Jurijo, das war nicht richtig. Bring dich in Sicherheit! *flausch* <3


    Tolles Kapitel. <3


    Liebe Grüße,
    Kotone.

  • [tabmenu][tab=Huhu]
    Guten Abend. Endlich ist es soweit, wir stellen (schon wieder) ein neues Kapitel online. Wir beide sind momentan einfach total in Schreiblaune und die Kapitel warten schon in den Dateien, um endlich gepostet zu werden. Zwar wollten wir euch auch nicht nach so kurzer Zeit wieder direkt mit einem Neuen überraschen, aber momentan geht es einfach nicht anders. ^_- Zudem werde ich bald zehn Tage weg sein und in der Zeit wird dann erst mal kein neues Kapitel erscheinen. Daher, wundert euch nicht. (;  


    Danke an alle für ihre tollen Kommentare. <3 Wir freuen uns immer total darüber.


    Zudem wurden ja öfters (negative) Dinge über Jurijo gesagt und wer da eine kleine Aufklärung haben möchte, kann sich ein wenig Spoilern lassen. Ob ihr das tut, bleibt aber euch überlassen, da es durchaus ein paar Dinge aus den folgenden Kapiteln herausnimmt.


    [tab=@Aiyandra]
    Uii, dich als Leserin zu haben war eine tolle Überraschung, mit der wir wohl beide nicht gerechnet haben. *__* Vielen Dank auch für dein Kompliment. <3 Ich muss zugeben, dass mein Schreibstil noch einige Stellen hat, die noch ausgereift werden müssen, aber es freut mich zu hören, dass er schon lesbar ist. Übrigens liebe ich es, Monologe zu verfassen. Lustig daher, dass es dir so genau aufgefallen ist. ;>
    Du hast Recht, der Flug müsste logischerweise nicht der Kürzeste gewesen sein und da es alle anmerkten, muss ich mich wohl damit abfinden, dass es nicht die schlauste Lösung war, es derart zu beschreiben. Nur der Fakt ist ja der, dass auch die Inseln fliegen und die Anziehungskraft der Welt daher schon etwas aus dem Ruder ist. Aber beim nächsten Mal werde ich dennoch besser darauf Acht geben, damit es nicht zu sehr in meine Fantasie abdriftet. Es freut mich zu hören, dass die Charaktere dir auch schon so schnell ans Herzen gewachsen sind. Ich glaube Lynn und ich würden sie auch so schnell nicht mehr hergeben, wenn wir es müssten. :3 Die Namen… ich muss zugeben, die kamen sehr spontan. xD Aber schön, dass sie gefallen.


    Weißt du, was das lustige war? Bei dem Namen von Kapitel V habe ich sehr lange rumgegrübelt, was denn der Richtige sein könnte. Letztendlich entschied ich mich für diesen hier, was aber wohl doch nicht die beste Lösung war. Daher kann ich deine Meinung gut nachvollziehen. Verraten tut es wohl wirklich schon ein wenig zu viel. .__.‘ Bei dem Geruchs- und Gehörsinn hast du auch Recht, da muss ich noch mehr drauf Acht geben und vor allem im VII Kapitel habe ich versucht besser darauf zu achten. Miyuri… um ehrlich zu sein ist sie auch eine unausstehliche Gestalt, wobei sie ja am Anfang noch recht umgänglich schien. Mit dem Vampir hast du nicht ganz Unrecht. ;3 Melancholie und Wahnsinn sagst du? Ja, das gefällt mir, wobei es mir gar nicht so sehr auffällt, wenn ich die Texte verfasse. Das bleibt wohl einzig und allein den Lesern überlassen. ^_-


    Zitat

    Überall quoll silbriges Blut aus tiefen Wunden, andere waren bereits leicht verkrustet und schienen sich zu regenerieren.

    Du nanntest es ja als Fehler und natürlich hast du nicht ganz Unrecht... ich hätte es schlauer ausdrücken können. Aber im Grunde heißt es nur, dass die tieferen Wunden sich noch nicht verschlossen haben, sondern nur mehr die oberflächlichen. Wollte es ungern umstellen, aber mal schauen, ob ich es in Zukunft doch nochmal überdenke. ^^ Ansonsten auch vielen Dank für die Auflistung der Fehler.
    [tab=@Bastet]
    Vielen Dank auch an dich, Bastet. ^^  
    Du hast recht, Jus Lebenswillen zu erahnen ist gar nicht so leicht, sollte er denn da sein. ;> Ich könnte ja einiges verraten aber nein... das sollen wohl lieber die nächsten Kapitel tun.
    Schön zu hören, dass auch dir es die Rochen angetan haben. Flügelflossen ist wohl nicht die schlauste Bezeichnung, das sehe ich ein. Aber ich fand sie sehr passend, da man deren Schwingen ja einerseits als Flügel - zumindest in Sorûn - und andererseits als Flossen bezeichnen könnte, wofür sie ja eigentlich auch gedacht sind. Ändern würde ich es nur ungern, aber so oft wird es bestimmt sowieso nicht mehr vorkommen, daher hoffe ich, dass es nicht also störend ist. Awww, schön, dass du Jurijos Gefühle auch so im Blick hast, denn ich wollte genau das erreichen, dass man denkt, er würde sie lieben. *g* Ich denke mit den zwei folgenden Kapiteln wird aber klarer werden, dass es nicht ganz das sein kann, was seine Gedanken durchkreuzt. (;  


    Stimmt, das V. Kapitel war nicht ganz so bildlich, wie es vielleicht hätte sein können. Ich muss aber auch ehrlich gestehen, dass es mir in der "allgemeinen" Sicht schwerer viel, die beiden Perspektiven genau zu beschreiben, daher bin ich wohl etwas in meine typische Perspektive gerutscht. Daher versuche ich auch, es demnächst ein wenig anders zu gestalten. c: Ja, der arme Jurijo tut mir auch leid. Die Autorin Das Schicksal hat einfach nichts Gutes für ihn offen und Miyuri ist auch so ein kleines Biest... Aber es ist schön zu sehen, dass du auch so mit ihm mitfühlen kannst. :> Mir geht es da anders. *muhahaha*
    <3


    [tab=@Akira]
    Ich war wirklich überwältigt, dich als unsere Leserin begrüßen zu dürfen. Hat auch mich sehr gefreut, wie Lynn glaube schon erwähnte. Ich werde auch mal versuchen, noch ein wenig auf deine Worte einzugehen (auch auf die von deinem ersten Kommentar). c;
    Ja... das mit den Geräuschen hörte ich nun schon öfters und ich werde mich auch versuchen, daran zu halten, es demnächst hinzuzufügen. Ich mag es lieber, wenn Texte von Stille umwoben sind - oder zumindest war es bisher so, aber wenn man es als Leser dennoch gerne dabei haben möchte, kann es ja nicht schaden. Bei Jurijo... "innerlich schon gestorben" ist gar nicht mal so eine schlechte Bezeichnung und damit bist du auch schon nah an dem dran, was mit der Zeit noch klarer werden wird. c: Er ist nicht so leicht zu ergründen, der gute Ju-chan, das gebe ich gerne zu, aber ich mache ihn gern absichtlich so. <3 Stimmt, den Namen habe ich nicht erwähnt. Sowas mache ich in Prologen gerne, schön, dass es seine Wirkung abermals zeigt. :3


    Bei meinem ersten Kapitel würde ich es nicht als Logikfehler werten, ehrlich gesagt. Klar, manchmal mag es sich verwirrend anhören, aber in den meisten Fällen habe ich mir schon was dabei gedacht und ich vermute, dass zeigt sich nur am Anfang noch nicht so gut. Er konnte sich nicht wehren, da er es selbst nicht für richtig hält, sich gegen derartige Wesen zu wehren. Seine Vergangenheit hat ihn also zu sehr geprägt, wieso er es auch zulässt, was natürlich etwas trostlos erscheinen mag. Aber Melancholie ist wohl mittlerweile fast schon typisch für mich, daher hoffe ich, dass es dich nicht zu sehr stört. ;o Und ja, es mag nicht realistisch vorkommen, wieso sich auch Shela Jurijo gegenüber dermaßen verhält, aber es hat dennoch seine Gründe, glaub mir. ;3 Es ist nur ärgerlich, dass ich das nicht alles schon am Anfang verraten kann, weil die ganze Story nun mal mehr wie ein Puzzle aufgebaut ist. Dass er dir nicht sympathisch ist, ist natürlich schade, aber so ist er einfach. Ein wenig gefühlstot und dennoch irgendwie lebendig. :3 Das ich die Atmosphäre nicht herstellen soll, verwundert mich aber nun, da mir zwei andere schrieben, dass ich es sehr gut hinbekommen würde. Klar, den Wald erwähnte auch Maj schon, dass ich ihn nicht recht beschrieben habe. Aber mehr aus dem Grund, dass er mir nicht als wichtig erschien. ;> Werde da aber, wie gesagt, demnächst versuchen besser drauf zu achten.

    Zitat von Akira


    Sie hat sich selbst zerstört? Ich könnte mir besser vorstellen, wenn sie durch den Zerfall zerstört worden war - also das es kein bewusster Vorgang war, sondern eher unfreiwillig. :D

    Mag sein, aber ich halte es so dennoch für logisch, da man es aus verschiedenen Perspektiven betrachten kann, wie ich finde. :3


    Ui, es freut mich, dass dir die Zitate auch so gefallen. <3 Nja, das mit den Fressfeinden von den Eiern ist halt so eine Sache. :3 Unsere Welt ist ziemlich anders und daher lässt sich sowas nur schwer erklären. ^^ Aber ich hoffe doch, dass die Zeit es richten kann. Es freut mich auch, dass Jurijo mit der Zeit ein wenig besser gefällt, und du hast recht, er ist recht verschlossen (einfach aus dem Grund, weil ich solche Charas liebe *,*).
    Super, dann ist die Atmosphäre mir hier wohl besser gelungen als zuvor. c; Jaa... als Wahnsinn und Melancholie kann man es wirklich gut beschreiben und hoffentlich wird das auch im nächsten Kapitel noch etwas deutlicher, auch, was es mit dem "Vampir" auf sich hat.
    Alles in einem freut es mich, dass du auch noch als Leserin zu uns gestoßen bist. ^_-


    [tab=@Plinfan]
    Ui, du hast uns beide herrlich überrascht, würde ich mal fast sagen. Es freut uns sehr zu hören, dass dich unsere FF derart gefesselt hat und wir hoffen, dich auch weiterhin als unseren Leser begrüßen zu dürfen. Und du hast recht, der arme Jurijo hat wirklich nicht sonderlich Glück, auf Miyuri gestoßen zu sein. Wie und warum sie sich verwandelt wird wohl im nächsten Kapitel ein wenig klarer werden. ;>


    [tab=@Kotone]
    Hey, schön dich wieder zu lesen. c: Ja, der arme Jurijo tut mir auch Leid und du hast recht, es ist nicht fair nur wegen seines Blutes derart hintergangen zu werden. Glaub mir, wenn ich könnte würde ich Ju-chan auch an liebsten mal ordentlich durchknuddeln, leider kann man das ja nicht. ;3 Es passiert wirklich noch etwas und es ist nicht sehr erfreulich, das stimmt. Miyuri ist leider auch wieder eine, die nicht nett zu ihm ist, wie du schon anmerktest. Es ist schön zu sehen, wie sehr du mitfieberst. :> Beschädigt ist das Biest jedoch nicht, ganz im Gegenteil. Aber das wird in meinem nächsten Kapitel noch deutlicher werden. Vielen Dank auch für das Kompliment, es freut mich/uns, dass du so sehr in die Story abtauchen kannst. <3 [/tabmenu]

  • Kapitel VI - Blutrausch


    "Dem Wahnsinn verfällt nur, wer die helfende Hand verwehrt" ~Noxa


    Wie wird das Los des Glücks entscheiden, wenn die Richtigen nicht zu uns finden? Die Zeit des Wartens und Bangens ist vorüber… Es werde Licht!


    Seine immensen Krallen hatten mittlerweile die Größe von guten Fleischermessern angenommen und drohten noch immer weiter zu wachsen. Sie krallten sich, unkoordiniert und die Kontrolle verlierend, ins weiche Bauchfleisch ihres Besitzers, der unter dem Schmerz einen lauten, kehligen Schrei ausstieß. Sein Kopf, noch immer fanatisch dem aufgehenden Mond entgegen gerichtet, verlor er mit einem Schlag all seine Haare. Seine Brust schien sich zu öffnen, die alte Kleidung fiel von ihm ab, während er wuchs und immer größer und bedrohlicher wurde. Die Augen verengten sich zu dunkelroten Schlitzen, sahen um sich, fast, als hätten sie Raelyns rasenden Herzschlag bemerkt. Seine feinen Sinne warnten ihn vor der Dämonin, die in sicherem Abstand seine furchteinflössende Materialisation beobachtet hatte.
    Der gewachsene Fremde drehte sich in die Richtung der Beobachtenden um und spürte, wie sein Kampfeswille erwachte. Niemand würde ihm seine neu erlangte Macht streitig machen! Das Blut, das wie feurige Parasiten durch seine Venen sickerte, machte ihn wild und liess ihn unkontrolliert losbrüllen. Raelyn spürte, dass die Zeit gekommen war. „Versteck dich, Tikou.“ Ihr ganzer Körper streckte sich und während sie sich leise erhob, knackten ihre Finger, die sie kampfesbereit ausstreckte, die Nägel gerade, wie Messer auf ihren Gegner lauernd. Der Seelentapir, der sich bisher unsicher hinter seiner Herrin versteckt hatte, blickte sie nun entsetzt an, hörte die Unruhe des bevorstehenden Kampfes in seinen Ohren rauschen. Er wusste, dass er Raelyn nicht zurückhalten konnte, wenn sie einmal in Rage geraten war, dennoch versuchte er sein Glück und griff mit seinen kleinen Vorderpfoten nach ihren dunklen Haaren.
    „Ra…?“ erschreckt wich er zurück, als er den Kristall auf ihrer Stirn aufglühen sah. Er spürte, wie sie sich unter seinen Pfoten plötzlich veränderte, nicht mehr dieselbe Wärme ausstrahlte wie zuvor, hörte, wie aufgeschreckte Wesen durch den Wald rannten, scheinbar auf der rechtzeitigen Flucht vor einem Blutbad. Plötzlich fuhr Raelyns Hand nach hinten, packte den Tapir unsanft und schob ihn zur Seite. Ihr Gesicht kam ihm dabei gefährlich nahe.
    „Du sollst dich verstecken und nicht auf dich aufmerksam machen, hast du mich verstanden?“, zischte sie, die Augen bereits funkelnd, als wären sie nicht mehr von dieser Welt. Tikou roch ihre Anspannung und so von Nahem sah er, dass sie sich ihrer Sache sicher war. Unglücklich, seine Aufgabe nicht erfüllt zu haben, hob er einen Flügel sachte an und legte ihn sich schützend über den Kopf, verschmolz beinahe mit den dunklen Beerensträuchern, die den Waldrand säumten.
    Raelyn spürte ihre Füße nicht mehr richtig, die sie, ohne dass sie die Kontrolle über sie hatte, wie von alleine zu ihrem Gegenüber brachten. Sie spürte nicht den Wind, der diesen Abend warnend durch ihre Haare pfiff. Der Geruch des Unterholzes drang angenehm in ihre feine Nase. Als Raelyn dem Wesen plötzlich ganz nahe war, spürte sie dessen gewandelte Ausstrahlung, die nichts Dämonisches mehr an sich hatte, aber auch sonst nichts von sich preisgab, was sie bisher kannte. Etwas in ihr reagierte und der Stein auf ihrer Stirn begann schmerzlich zu glühen. Von einem inneren Drang angespornt, wich sie dem ersten Angriff des Riesen aus, dessen Hände nun von dunkelroten Pigmentflecken besiedelt. Fast so, als hätte ihm der Energieschub nicht gut getan, taumelte er rückwärts und Raelyn spürte ihre Gelegenheit den Gegner auszuschalten, bevor er die Kontrolle über seinen neuen Körper erlangen würde. Die Dämonin, viel flinker als der behäbige Feind, liess sich von ihren Bewegungen leiten, bekam seinen linken Arm zu fassen und umklammerte das grobhäutige und raue Fleisch mit beiden Händen, zog sich höher und bekam schließlich mit ihren Krallen in die Nähe seines Gesichts. Sich am Ziel sehend, wurde sie jedoch unachtsam.
    Fauliger Atmen schlug ihr entgegen und plötzlich knallte sie mit ihrem Kopf gegen einen wuchtigen Ast über ihnen. Bewegungsunfähig viel ihr Körper mit einem Mal von dem fremden Wesen ab, das sich, grob und ungestüm wie es war, erst mal umsah, bevor es handelte. Raelyns Kopf dröhnte und ihr Sichtfeld verschwamm vor ihren Augen. War das nun das Ende? Raelyn spürte das feuchte und weiche Moos unter ihren Krallen, zwischen welchen nun kleine Käfer hervorkrabbelten. Sie schauderte. Die plötzliche Stille liess sie zögern.


    Mit einem seiner großen, behaarten Füßen tätigte der Riese einen Schritt, quetschte unachtsam Raelyns rechten Arm ab und jene unterdrückte einen schmerzerfüllten Schrei, in der Hoffnung, für ihren Feind in der Dunkelheit unsichtbar geworden zu sein. Sie spürte, dass er sich nicht im Griff hatte. Sie wusste, wenn die Wallung in seinem Blut durch die ungeahnte Energiezufuhr wieder etwas nachließ, würde er seine Fähigkeiten wieder verlieren und wenn sie Glück hatte, war er schon vorher kein Dämon der Nachtsicht gewesen. Dämonen wie Raelyn genossen die natürliche Fähigkeit bei Nacht alles zu erkennen, jedoch war diese Gabe nicht allen gegeben.
    Doch als sie sich aufrappelte sah sie, wie der Fremde, der eine Spur der Verwüstung am Waldrand hinterlassen hatte, ohne große Mühe durch das Unterholz torkelte, Ast für Ast an sich abprallen liess und scheinbar nach etwas schnüffelte. Raelyns Augen weiteten sich und sie sprang augenblicklich auf die Beine, ungeachtet ihres verletzten Armes. Sie musste bei ihm sein, bevor er den Seelentapir erreicht hatte. Jener war für den Riesen ein gefundenes Fressen! Als sie ihren kleinen Freund in Gefahr sah, geriet ihr Blut noch mehr in Wallung, die Zähne und Nägel wuchsen und sie verlor komplett die Beherrschung, die sie versucht hatte in sich zu wahren. Bisher hatte Tikou sie davor beschützt, die Fassung zu verlieren, doch als der Riese sich dem wehrlosen Geschöpf näherte, kam ihm Raelyn zuvor, die sich, nicht mehr Herrin ihrer Sinne, mit gestreckten Krallen an seinem Rücken empor hangelte, ihre Fingernägel wutentbrannt in sein dickhäutiges Fleisch stieß und tiefe Furchen hinterließ, aus denen dunkles Blut floss. Die Flüssigkeit färbte ihre Kleidung rötlich und trotzdem gab es nichts mehr, was Raelyn hätte aufhalten können. Der fremde Riese schrie nicht einmal auf, wand sich nur unter dem ungewohnten Schmerz, suchte nach dem Feind, den er nicht erreichen konnte. Grosse Arme fuchtelten unkoordiniert durch die Luft, doch Raelyn presste sich geschickt an seinen Rücken. Die junge Dämonin stieß ohne zu zögern spitze Zähne in den Nacken ihres Feindes, in wilder Angst um den Seelentapir, der längst in Sicherheit geflüchtet war. Unter wildem Gebaren schrie der Riese nun auf, begann sich langsam zu zersetzen, da er unter Raelyns Angriffen immer mehr Blut verlor. Die Flüssigkeit, jene ihn vorher rasend und unkontrolliert gemacht hatte, sickerte nun langsam aus ihm heraus, lies ihn kleiner werden und ihn schließlich ganz verschwinden, bis nur noch ein Hauch von Kleidung übrig blieb und ein letzter, markerschütternder Schrei den Waldboden erzittern ließ.


    Wenn das Rad der Zeit sich nun schneller dreht? Die Metallblumen werden nie wieder leuchten!


    Raelyns Kopf dröhnte. Mit einer Hand, die im Morgengrauen schrecklich blutig aussah, fasste sie sich langsam an den Kopf, der eine große Beule davon getragen hatte. Unangenehme Erinnerungsfetzen beschlichen sie, flüsterten ihr die schrecklichen Dinge zu, die sie getan hatte. Hastig sah sie um sich und erblickte, gefolgt von einem tiefen Seufzer, Tikou neben sich sitzend. Der Tapir hatte die Dämonin mit viel Mühe vor den Blicken der Fremden verdeckt und gewartet, bis der sichere Morgen angebrochen war, um sie zu wecken. Die Morgenluft roch nach frischem Gras und der sanfte Wind strich beiden durch die Haare.
    „Egal was ich getan habe, sag es mir.“ Tikou vernahm das Zittern in ihrer Stimme, da die Dämonin bereits selbst an ihren zahlreichen Prellungen, der Quetschung ihres Armes und der Beule an ihrer Stirn erahnen konnte, dass ihr kleiner Freund sie diesmal nicht vor einem Blutrausch hatte bewahren können. „…es war, als hätte ich das tun müssen! Als wäre in mir etwas, das mich lenkt. Das kannst du sicher nicht verstehen, aber ich hatte das Gefühl, ihn töten zu müssen, Ku.“ Raelyn blickte Hilfe suchend zu ihrem Freund auf, der sich mit sorgenvoller Miene in die Luft erhoben hatte um auf ihrer Augenhöhe zu sein. Der Tapir verstand, wie er es immer tat, um seine Herrin zu schützen. Doch in seinem Inneren brodelte die Angst, die wilde Furcht vor einem Massaker, wenn er Raelyn irgendwann überhaupt nicht mehr erreichen würde. Als der Tapir ihr jedoch nicht wie sonst beruhigend antwortete, wurde die Dämonin erneut wütend. „Er hat sich materialisiert, was hätte ich denn tun sollen?“, fauchte sie und sprang auf die Beine. Leichter Schwindel überfiel sie, ging in leichten Wellen durch ihren Körper und liess ihr Sichtfeld für kurze Zeit schwarz erscheinen.
    „Als du geschlafen hast, habe ich ein seltsames…ich habe etwas Seltsames entdeckt, als ich auf der Suche nach irgendeinem Gegenstand war, der dich wärmen würde. Aus der Luft sah es nach etwas….wir sollten das uns vielleicht mal ansehen, Rayray!“, überging Tikou Raelyns schnippische Aussage und schaltete ihre Wut damit augenblicklich aus. Neugier wich der Rage in ihren Augen, ihre Körperhaltung entspannte sich und das Blutbad der Nacht schien vergessen. Die Dämonin musterte den Seelentapir und erblickte nie gekannten Mut in den Augen ihres Freundes. Ku ist das Beste was ich habe. Ich muss ihn beschützen, auch wenn er es nicht verstehen wird, dachte sie, nickte dem Tapir zu und folgte ihm. Noch konnte sie nicht erahnen, was sie vorfinden würden.


    Der Wald, der nicht mal durch die frühen Sonnenstrahlen erhellt wurde, lag dunkel, undurchdringlich und mystisch vor ihnen. Raelyn schritt voraus, wissend, dass Tikou ihr folgen und ihr den Weg weisen würde. Ihre Hände fuhren nach oben und griffen nach den herabhängenden Lianen und Ästen die wir dürre Arme nach ihnen griffen. Der Boden zu ihren Füssen fühlte sich von Schritt zu Schritt weicher an, Moos wuchs an den Baumstämmen und kleiner, hellgrüner Farn bedeckte das Unterholz. Die Luft wurde mit zunehmendem Vordringen dichter und hing wie ein schweres Tuch über ihren Köpfen. Der Duft von Moos mischte sich mit dem Geruch anderer Wesen, die Raelyn nicht einordnen konnte.
    Die Dämonin wusste, was sie hier taten war nicht ganz ungefährlich. Ihr war nur zu gut bewusst, welche Wesen sich im sicheren Schutz des Waldes verkrochen, um dann bei all den Ahnungslosen zuzuschlagen, die töricht genug waren, den Wald zu durchqueren. Da spürte sie sacht Tau auf ihren Armen und Beinen, das kühle Feucht liess sie frösteln und eine Gänsehaut entstehen. Raelyns Muskeln spannten sich an, als sie plötzlich dasselbe unangenehme Gefühl beschlich, wie bereits am Abend zuvor. Ihr war, als schleiche sich eine ihr unbekannte Energie in ihren Organismus, als ergreife etwas Fremdes Besitz von ihr.
    Kommt her, bitte kommt her!
    Die Stimme, die unüberhörbar und doch leise durch den Wald hallte, liess Raelyns Augen vor Angst brennen. Der helle Klang erschien ihr weder gefährlich noch gutartig und ehe die Dämonin reagieren konnte, packte sie Tikou und rannte los.
    Ihr müsst herkommen, es beginnt, das Rad der Zeit dreht sich immer schneller, bitte!
    Die Dämonin schüttelte in wilder Panik den Kopf, hoffend, die Stimme auf diese Weise loswerden zu können. Das Gefühl, die Stimme überall und doch nur in ihrem Kopf zu hören verwirrte das Dämonenmädchen und auch wenn sie an Tikous schnellem Atem erkannte, dass der Seelentapir diesen fremden Klang ebenfalls vernahm, drehte sie sich doch nur im Kreis. War sie hier nicht eben schon einmal entlang gegangen? Verwirrt blieb sie stehen, sah sich gehetzt um. War ihr jemand gefolgt? Hatte sie sich wohl den Kopf gestoßen?
    Komm her! Lauf!
    Raelyn konnte nicht anders, mechanisch gehorchte sie ihrem inneren Drang und rannte, so schnell ihre Beine sie trugen, riss dabei sämtliche herabhängenden Äste mit sich, drückte den Tapir schützend an sich und missachtete dessen Warnungen. Mehrere Male stolperte sie, fiel hin, riss sich Wunden in die Beine, stand auf und stolperte gehetzt weiter. Äste peitschten ihr ins Gesicht, ließen sie beinahe erblinden unter den Schmerzen.
    Plötzlich spürte sie, wie Tikou sich regte und blickte nach vorne. Verkratzt und voller Blätter in den Haaren und an der Kleidung klebend, stand die Dämonin am anderen Ende des Waldes, ungläubig, ihn schon durchquert zu haben. „Das kann nicht sein“, stotterte sie entgeistert und starrte geradeaus. Auch der Seelentapir schien zu frösteln, als ihm bewusst wurde, dass sie niemals in so kurzer Zeit so weit gekommen sein konnten. „Ist das jetzt so ein Moment, wie Raika ihn früher immer beschrieb? Verliere ich wirklich den Verstand?“, murmelte Raelyn und trat ungläubig aus dem Wald raus, schüttelte die Zweige von sich und klopfte ihre Kleidung ab.
    Kommt näher. Ihr habt es fast geschafft! ,rief die Stimme, die diesmal dröhnend laut erklang und Raelyn und den Tapir zu Tode erschreckte in ihrer Intensität. Raelyn schluckte, lauschte der Totenstille die vorherrschte, entnahm dem sanften Wind das warnende Flüstern, spürte Tikous Zupfen an ihrem Arm und ging vorsichtig einige Schritte weiter. Sie blickte den kleinen Hügelhang hinab, doch ihre Augen erspähten nicht dass, was sie erwartet hatte. Die großen, starren Blätter ragten der Sonne entgegen, drehten sich lautlos in ihre Richtung und schienen sie anzustarren. Raelyns Augen blieben angsterfüllt und verwundert zugleich an den riesigen Gewächsen der Metallblumen haften und plötzlich erklang die Stimme nur noch in ihrem Kopf.
    Dämonin, komm her. Komm zu mir!

  • Juhu erster :thumbsup: .


    Ich freue mich sehr das jetzt schon ein neues Kapitel zu "gemeinsam
    einsam" da ist. Ich finde wirklich das Raelyn sehr unterschiedlich zu Jurijo ist. Während
    Jurijo emotionslos wirkt, ist Raelyn eher emotionaler auch wenn sie
    manchmal die Kontrolle über sich verliert. Ich finde es auch gut das
    jetzt genauer erklährt wurde was eine Materialisation genau bedeutet.
    Wenn ich das richtig verstehe verändert sich das Blut ihm Körper und
    deshalb verwandelt sich die Person dann. Ich frage mich ob das
    ansteckend ist, da Raelyn mit dem Blut ihn kontakt kam. Es währe eher

    unschön wenn sie sich auch ihn so eine Kreatur verwandeln würde. Auch

    gut fand ich das Raelyn, obwohl sie die kontrolle verliehrt, ihren
    Freund Tikou retten möchte. Daran kann ich erkennen das er ihr wirklich
    viel bedeutet. Das Kapitel endet ihn einen ziemlichen Kliffhanger, der
    schon vorfreude an den nächsten Kapitel weckt. Ich frage mich was diese
    Metallblume ist und was sie( oder er / es) von Raelyn will. Ich glaube
    es hat etwas damit zu tun das der Kontinent zerbricht.


    Ich freu mich jetzt schon auf das nächste Jurijo Kapitel 8-) .

    "We starve, look at one another, short of breath. Walking proudly in our Winter coats. Wearing smells from labortories, facing a dieing nation of moving paper fantasy, listening for the new told lies with supreme vision of lonely tunes"
    Hair, Let the sunshine in