Bildungssysteme - und was man alles verbessern könnte...?

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


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  • SuperSaiyajin Gogeta

    Das ist mir schon klar, bloß ist daran ist nicht alles positiv zu sehen. ^^" Oder bloß, weil es zu Teilen positiv ist, heißt es nicht, dass sowas im Gesamten eine gute Idee ist.


    Nun wie gesagt, bei besagten Ländern spricht der Erfolg für sich. Vergleich zu Deutschland welches Gard Mal Mittelfeld ist und 2000 sogar fast letzter Platz war 0.0, sehe ich eine solche Änderung im Schulsystem als durchgehend positive an.


    Und jene Kinder sind mit mir in der Klasse und selben Schulstufe gesessen, als ich zwischen 10 und 14 und auch da geschieht eben das, was ich in langen Paragraphen angesprochen habe.


    Ja aber da waren sie ja wie gesagt schon längst auf die jeweiligen Schulsysteme verteilt. Bringt dann halt ja nichts mehr wenn du DANN herausbekommst wie lehrnfähignsie sind. Besagte Pisa Länder machen es wie gesgat später, wo du das dann weißt.


    Teilweise ja, die anderen waren an sich sehr gut, und für die das war eine Idealismussache.


    Absolut bescheuert kann ich dazu nur sagen. :wacko: klar wünscht man sich eine Utopie wo sich alle miteinander Vertragen, und sich alle gegenseitig helfen, aber im Grunde haben sie nur Belastungen auf euch abgewälzt. :thumbdown:


    Dazu muss erstmal ein ähnliches Niveau vorhanden sein. Wenn es kein Fach gibt, in dem man besser ist als jemand anderes, gibt es auch nichts, wobei man den anderen helfen kann.


    Das ist ja beim derzeitigen Schulsystem mit ein Problem. Du hast nur Leute auf ähnlichem Niveau auf ner Haupt zB. hast. Du hast quasi eine Blase aus der du gar nicht herauskannst.


    Besagtes Pisa Platz 1 System arbeiten genau darauf hin, solche Blasen loszuwerden, bzw. haben sie es schon. Das war ja das wovon ich sprach.


    Mal ein leicht anderes Thema hab ne Studie von vor 20 Jahren entdeckt, die besagt, Zitat:"Nirgends sonst gehen Kinder so ungern zur Schule wie in Deutschland"


    Das ist heftig, wo man sowas eigentlich von jedemmland erwarten könnte, da ja Kinder halt Kinder sind? Aber es scheint gerade in Deutschland am schlimmsten zu sein. 0.0


    Quelle: https://www.news4teachers.de/2…chule-wie-in-deutschland/

  • https://www.zdf.de/nachrichten…-steckt-dahinter-100.html


    Über 26.000 Grundschullehrer fehlen bis 2025 und das obwohl es sehr viele Studenten gibt, die Lehramt studieren.


    https://deutsches-schulportal.…eber-das-lehramtsstudium/


    Um die 236.000 Lehramtstudenten. Also für die Studenten wäre Grubdschullehrer ein zukunftssicherer Job, weil die Nachfrage sehr groß. Aber weshalb dann der Lehrermangel? Die Geburten steigen wenig. Die Geburtenrate liegt immer noch bei 1,57.


    https://www.tagesschau.de/inla…rten-deutschland-103.html

  • Von denen werden wohl ersten viele nichtGrundschulherer und zweitens rechnet man mit ner gewissen Durchfallquote. Grundschullehrer ist nämlich am schlechtesten bezahlt -_-.

  • Grundschullehrer ist nämlich am schlechtesten bezahlt -_-.

    Und der mMn am Unattraktivste...


    Wenn ich als Quereinsteiger Lehrer werden würde, würde ich viel lieber Fach unterricht machen, als Kindern lesen und schreiben beibringen

    Ja, klar, als Quereinsteiger aus der freien Marktwirtschaft, aber bevor du ihnen fancy Chemie oä. beibringen kannst, müssen sie erstmal (gefestigt) lesen und schreiben können, Grundrechenarten und grundlegendes Bruchrechnen beherrschen und über ein gutes Allgemeinwissen und ein Gespür dafür, wie die Welt um sie herum funktioniert, verfügen. Die ersten Schuljahre sind unglaublich wichtig.

  • müssen sie erstmal (gefestigt) lesen und schreiben können, Grundrechenarten und grundlegendes Bruchrechnen beherrschen und über ein gutes Allgemeinwissen

    Wenn ich mir anschaue, wie die Leute darauf waren, die ich als HiWi im Tutorium unterrichtet hatte, scheint das kein Kriterium fürs Studieren mehr zu sein^^


    Die ersten Schuljahre sind unglaublich wichtig.

    Ja, aber da braucht es ganz spezielle Charakterzüge, ich würde z.B. durchdrehen bzw. keine Ahnung haben, wie man jemandem das Lesen beibringen soll (außer dass der Unsinn, Rechtschreibfehler in den ersten 2 Jahren nicht zu korrigieren, total schädlich ist)

  • Will eigt hauptsächlich zwei Beispiele für ziemlich schlechte Lehrer, die ich mal in der Grundschule hatte, nennen, über die ich letztens nochmal nachgedacht habe. Ob es einen speziellen Thread für das Thema "schlechte Lehrer" gibt, weiß ich nicht, jedenfalls hat mich die Suche vor allem auf den Thread hier aufmerksam gemacht..


    Ehmm also zum Thema Schule könnte ich eh nicht sonderlich viel schreiben, weil ich die Schule ab der 5. Klasse in Syrien besucht habe und das Schulsystem ist dort eh behindert - theoretisch wird das Gleiche gelehrt, aber unsere Schulen sind dort viel, viel schmutziger als hier und wir haben in der Winterzeit keine ordentliche Heizung. In der 11. Klasse hatten wir nicht mal einen Direktor und da haben wir die Sitzbänke unter Anderem aufeinander gestapelt und kaputt gemacht. Letztendlich blieb von den Sitzbänken nur noch jeweils das Gerüst aus Metallstangen übrig und auf diese haben wir uns dann immer draufgesetzt. Es war eine lustige Zeit und wir lachen immer noch darüber.


    Jedenfalls hab ich in der Grundschulzeit eine Grundschule hier in Thüringen besucht.. Ich und mein Zwillingsbruder und hierzu fallen mir, wie gesagt, 2 Beispiele auf, wo wir zum Teil einfach aus rassistischen Gründen gemobbt wurden. Zum Glück ist das im Nachhinein nichts Ernstes gewesen. Ich hab mich auch wirklich erst neulich daran erinnert. Ist immerhin länger als ein Jahrzehnt her.


    Jedenfalls war da die eine Lehrerin, ich weiss auch nicht mehr, was für eine das war, die war jedenfalls nicht unsere Klassenlehrerin und ich hatte nur wenig mit ihr zu tun. Jedenfalls hatte sie einen richtigen Hass gegenüber mich und meinen Bruder und es kam dann zu einem Punkt, wo sie anfing, sich Geschichten auszudenken, die sie dann unserer Klassenlehrerin erzählte. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass sie einmal die Treppen hochging, ich stand dabei oben, dabei blickte sie auf mich hinauf, guckte so böse und meinte sowas wie "jetzt erzähl ichs der Lehrerin" oder so. Ich dachte mir dann "wtf.. worum geht's hier? Ich hab nix gemacht lol". Dann meinte sie zu unserer Klassenlehrerin, dass ich und mein Bruder während des Klassenausfluges irgendwie gedrängelt haben und so weiter und ich und mein Bruder fingen dann an zu heulen (Grundschule und eine Lehrerin, die Lügen erzählt.. was sollte man als Kind sonst machen?). Einige aus der Klasse meinten dann, dass so etwas nicht passiert wäre! Meine Klassenlehrerin meinte dann zu mir "wollt ihr mir also sagen, dass die Fr.X lügt??!" ich dann so "JAA!"

    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Es war bei der Lehrerin nicht der einzige Vorfall, aber nur dieser ist mir in Erinnerung geblieben. Ich finds so blöd, dass ich damals nicht viel sagen konnte, da ich nur ein schwaches Kind war. Das hat die Lehrerin natürlich ausgenutzt.


    Hatte auch eine ziemlich fucked up Erdkunde Lehrerin. Diese Lehrerin erzählte auch mal was davon, wie sich ihre Mutter die Haare mit Urin gewaschen hat und wie sie ihren Urin getrunken hat und was für positive Auswirkungen das hat. Stellt euch vor, eine Lehrerin erzählt das 4. Klässlern.. lol.

    Die war jedenfalls mega fucked up. Einmal hab ich irgendwie was gezeichnet und hab mich dabei mit 2 Mädchen unterhalten und das war eigentlich ein mega friedliches Gespräch, tauch sie einfach auf und schupst mich, sodass ich beinahe umgekippt bin (ich musste mich an den Tisch festhalten).. ich kann mich nicht mehr daran erinnern, worum es ging, aber es passiert so schlagartig. Meine Freundinnen waren sehr entsetzt dabei und die Lehrerin hat zu mir ohne Scheiss sowas wie "ich kann dich draussen irgendwo in einer Gasse mit einem Messer abstechen" gesagt. Wirklich, ich kann mich noch sehr gut daran erinnern.. Ich war nur mega dumm, um damit irgendwie was anzufangen, sonst hätte ich das bestimmt irgendwie meinen Eltern oder so erzählt, aber stellt euch mal vor, was für eine Lehrerin das bitte ist, die 4.Klässler irgendwie rumschupsen muss und mit Mord drohen muss :x


    Ich muss sagen, ich hab in Syrien Sachen gesehen (Lehrer, die ihre Schüler prügeln und umgekehrt), aber die Sachen aus meiner Grundschule, die sind mir irgendwie unheimlicher, wenn ich so darüber nachdenke. Ich habe in der Grundschule als ahnungsloses Kind viel Mist gebaut, aber bei den oben genannten Beispielen, kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass da einzig den Lehrerinnen die Schuld trifft.

  • https://www.google.com/url?sa=…Vaw0IGZZEcGH4BjiBYHEZAOg1


    https://www.google.com/url?sa=…Vaw1cs4H_SSZqntwpFuyEpv2d


    Offensichtlich sind Hausaufgaben überbewertet.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Hausaufgaben mich manchmal überforderten und sehr viel Zeit raubten.

    Was war denn das für eine Pein damals, puh, ich mag diese Erinnerungen nicht


    @ über mir


    Das ist kein Lehrer mehr, das ist ein Folterknecht.

    Wie kann denn so sein?

  • https://www.sueddeutsche.de/bi…erferien-bayern-1.4698071


    Bayern und Baden Württemberg gehen ihre eigene Wege wenn es um die Bildung und auch Ferien geht. Der erz-konservative Süden blockiert dringende Veränderungen. So wird der Süden weiterhin erst sehr spät Sommerferien haben, während der Rest die Ferienzeiten sich abwechseln. Ich verstehe das nicht? Warum ist der Süden so egoistisch?

  • https://www.sueddeutsche.de/bi…erferien-bayern-1.4698071


    Bayern und Baden Württemberg gehen ihre eigene Wege wenn es um die Bildung und auch Ferien geht. Der erz-konservative Süden blockiert dringende Veränderungen. So wird der Süden weiterhin erst sehr spät Sommerferien haben, während der Rest die Ferienzeiten sich abwechseln. Ich verstehe das nicht? Warum ist der Süden so egoistisch?

    Überleg doch erstmal warum...

    Das hat was mit Planung zu tun. Fallen zu viele Ferien aufeinander gibts Chaos. So hat halt der Süden immer später... und? Dadurch hat man weder Vor-, noch Nachteile. Da stört mich die unterschiedliche Anzahl Feiertage mehr...

  • https://www.sueddeutsche.de/bi…erferien-bayern-1.4698071


    Bayern und Baden Württemberg gehen ihre eigene Wege wenn es um die Bildung und auch Ferien geht. Der erz-konservative Süden blockiert dringende Veränderungen. So wird der Süden weiterhin erst sehr spät Sommerferien haben, während der Rest die Ferienzeiten sich abwechseln. Ich verstehe das nicht? Warum ist der Süden so egoistisch?

    Überleg doch erstmal warum...

    Das hat was mit Planung zu tun. Fallen zu viele Ferien aufeinander gibts Chaos. So hat halt der Süden immer später... und? Dadurch hat man weder Vor-, noch Nachteile. Da stört mich die unterschiedliche Anzahl Feiertage mehr...

    Die anderen Bundesländer wechseln aber mit den Ferien ab. Der Süden hat eben immer starr erst sehr spät Ferien. Wenn es wechseln würde, dann gäbe es eine bessere Planung zu den Ferien. Es gibt nur so viele Ferien aufeinmal, weil der Süden so stur ist.


    In Frankreich haben alle gleichzeitig Ferien. Dort klappt es anscheinend.

  • Ich hasse solche Vergleiche.... Frankreich ist nicht DD...

    In meiner Schulzeit in Dresden hatte ich immer gleich Ferien. Da gabs keinen Wechsel und das wäre mir auch jetzt neu... Außerdem: Was hast du fürn Problem mit den Ferien?! Da gibts beim besten Willen Schlimmeres. Zum Beispiel die unterschiedliche Anzahl.

  • Deutschland kann man ganz gut mit Frankreich vergleichen. Sind in vieler Hinsicht sehr ähnlich.


    Ja, dazu müssten das alles Bundessache sein, um Ferien und freie Tage auszugleichen.

  • Bayern und Baden Württemberg gehen ihre eigene Wege wenn es um die Bildung und auch Ferien geht. Der erz-konservative Süden blockiert dringende Veränderungen.

    Wenn man sich das Abschneiden der Süddeutschen Bundesländer bei Bildungstests (z. B. PISA-Studie oder Bildungsmonitor) anschaut, stellt man fest, dass Bayern und Baden-Württemberg immer auf den vordersten Plätzen landen. Da ist es schon nachvollziehbar, wenn diese Bundesländer ihr hohes Bildungsniveau weiterhin halten wollen und nicht bereit sind niedrigere Bildungsstandards, wie sie beispielsweise in NRW oder Berlin vorliegen, zu akzeptieren.

    Im Gegenzug kann man den bildungsschwachen Bundesländern auch nicht die hohen Standards aus Bayern oder Sachsen vorschreiben, da damit die Anforderungen für die meisten Schüler zu hoch werden, was letztlich in schlechtere Noten und daraus resultierend in schlechten Arbeits- sowie Studienplatzperspektiven münden würde.

    Ein halbherziger Mittelweg bringt auch keinen weiter, daher hat man sich in Bayern wohl für den "Egotrip" entschieden.


    Die unterschiedlichen Ferienzeitpunkte in den Bundesländern haben mehrere sinnvolle Gründe. Zum einen ermöglicht man so der Touristikindustrie über einen längeren Zeitraum eine konstante Nachfrage nach z. B. Flugreisen oder Hotelzimmern, was dann geregelte Einnahmen zur Folge hat und Arbeitsplätze sichert sowie die saisonbedingten Entlassungen in der Tourismusbranche reduziert bzw. verkürzt. Des Weiteren verringert man so die Staus auf deutschen Straßen (v. a. Autobahnen), weil nicht alle gleichzeitig mit dem Auto in den Urlaub fahren.

  • Dieses "alles muss gleich sein!!!" ist mal wieder so eine Haudrauf-Idee von Edex, die leider, besonders wenn man sich jetzt mal die Punkte von PokeFanNo1 , zu denen ich weiter unten noch was sagen werde, ansieht, kaum Hand und Fuß hat. Mich würde daher mal interessieren, was du hier als zentrales, mit Fakten und Zahlen belegbares Argument du hast, warum unser aktuelles Feriensystem schlecht ist, und warum andere da besser sind.

    Wenn man sich das Abschneiden der Süddeutschen Bundesländer bei Bildungstests (z. B. PISA-Studie oder Bildungsmonitor) anschaut, stellt man fest, dass Bayern und Baden-Württemberg immer auf den vordersten Plätzen landen. Da ist es schon nachvollziehbar, wenn diese Bundesländer ihr hohes Bildungsniveau weiterhin halten wollen und nicht bereit sind niedrigere Bildungsstandards, wie sie beispielsweise in NRW oder Berlin vorliegen, zu akzeptieren.

    Absolut. Ich bin gebürtige Bayrin (ja, ich bin eigentlich Nürnbergerin, aber ich bin da nicht so picky wie andere) und kann durchaus guten Gewissens sagen, dass der Anspruch an uns Schüler bei weitem krasser ist, als in Ecken wie NRW. Beispiel: ich hatte in der zehnten Klasse Realschule in Bayern das Thema "Determinanten". Ich hab mich vor einiger Zeit, kann mich jetzt nicht an den Kontext erinnern, mit jemandem gesprochen, der Mathe studieren wollte, in NRW wohlgemerkt. Er hatte - und er ist ja vorher 12 Jahre am Gymnasium gewesen - bis ins Studium nie was von Determinanten gehört. Bayern brettert Stoff, der in anderen Ländern als Unistoff gehandhabt wird, bei uns in die Realschule rein, haha. Und auch generell, ich hab in Bayern meine Realschule nicht abgeschlossen, das lag aber nicht am Leistungsdruck, sondern an meiner depressiven Erkrankung, die damals so richtig aufgeblüht ist. Ich hab diesen Sommer in Thüringen meine Realschulreife nachgeholt, mit einem wahnsinnig guten Schnitt. Und ich kann ganz selbstbewusst sagen, dass der Stoff ein Witz im Vergleich zu dem war, was ich in Bayern in Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen können und lernen musste. Ich verstehe, dass viele Menschen dieses "Elitäre" an Bayern hassen, kann ich verstehen, aber - wir sind halt auch in Sachen Bildung irgendwo die Elite und wir müssen de facto einfach mehr können, als Leute aus anderen Ecken Deutschlands.

    Im Gegenzug kann man den bildungsschwachen Bundesländern auch nicht die hohen Standards aus Bayern oder Sachsen vorschreiben, da damit die Anforderungen für die meisten Schüler zu hoch werden, was letztlich in schlechtere Noten und daraus resultierend in schlechten Arbeits- sowie Studienplatzperspektiven münden würde.

    Ein halbherziger Mittelweg bringt auch keinen weiter, daher hat man sich in Bayern wohl für den "Egotrip" entschieden.

    Absolut das - das ganze System jetzt umzuwälzen in einer Art, wie Edex das anscheinend will (so nach dem Motto man bringt alle auf denselben Stand) würde nicht das gewünschte Ergebnis liefern. Ich finde schon, dass man Bildung und Schule weiterhin als Ländersache handhaben kann, damit man hier einfach viel feiner und vor allem feinfühliger arbeiten und messen kann. Regionen in Deutschland sind einfach unterschiedlich, Punkt.

    Die unterschiedlichen Ferienzeitpunkte in den Bundesländern haben mehrere sinnvolle Gründe. Zum einen ermöglicht man so der Touristikindustrie über einen längeren Zeitraum eine konstante Nachfrage nach z. B. Flugreisen oder Hotelzimmern, was dann geregelte Einnahmen zur Folge hat und Arbeitsplätze sichert sowie die saisonbedingten Entlassungen in der Tourismusbranche reduziert bzw. verkürzt. Des Weiteren verringert man so die Staus auf deutschen Straßen (v. a. Autobahnen), weil nicht alle gleichzeitig mit dem Auto in den Urlaub fahren.

    Ich will mir tbh als jemand, der schon im Stau stand, obwohl nur 1-2 Bundesländer Ferienbeginn hatten, nicht vorstellen, was das für eine absolute Zumutung für Nah- und Fernverkehr wird, wenn man so ne doofe Idee wirklich umsetzt, lol.

  • Jedes Land hat sein eigenes Bildungsprogramm und anstatt, dass Bildung überall gleich ist wird darüber aufgeregt, dass die Einen anders gelehrt werden als die Anderen. Bildung ist auch historisch begründet. Wurden die eigenen Eltern gut ausgebildet, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass es die Kinder auch gut gebildet werden. Dennoch kann man nicht sagen, dass Berliner zum Beispiel "dumm" wären. Die Ansprüche vor Ort sind einfach anders. Genauso gut kann man Bayern nicht mit Berlin vergleichen. Dann hat man einen Abschluss in Berlin, der aber in Bayern weniger wert wäre als ein bayrischer Abschluss. Das ist diskriminierend. Es steht das Gleiche drauf, aber der Wert ist unterschiedlicher. Was kann ein Schüler aus Berlin dafür, dass es so ist? Abschlüsse sollten überall gleichbewertet werden. Sind doch die Bayern selber Schuld wenn sie für ihre Abschlüsse mehr verlangen als woanders. Im Endergebnis ist es der gleiche Abschluss!


    Dass es auf dem Autobahnen so voll ist, das liegt voll an uns Deutschen, wo gefühlt jeder ein Auto besitzt. Würde Deutschland mehr auf die Bahnen setzen, dann wären die Straßen auch leerer. Du vergisst auch die ausländischen Urlauber, die bei uns übernachten. Dabei machen viele auch außerhalb der Ferien Urlaub, insbesondere Arbeiter. Wenn es nur einen Zeitraum von 6 Wochen in Deutschland Ferien wären, dann wäre es für mich auch einfacher außerhalb der Ferien im Sommer Urlaub zu nehmen. So wie jetzt ist das kaum möglich und wenn ist es zu früh oder zu spät. Die Ferien sollen für die Schüler und Eltern da sein. Der Rest sollte für alle sein, die nicht ferienabhängig sind.

  • Jedes Land hat sein eigenes Bildungsprogramm und anstatt, dass Bildung überall gleich ist wird darüber aufgeregt, dass die Einen anders gelehrt werden als die Anderen. Bildung ist auch historisch begründet. Wurden die eigenen Eltern gut ausgebildet, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass es die Kinder auch gut gebildet werden. Dennoch kann man nicht sagen, dass Berliner zum Beispiel "dumm" wären. Die Ansprüche vor Ort sind einfach anders. Genauso gut kann man Bayern nicht mit Berlin vergleichen.

    "Intelligenz" und "schulischer Intellekt" sind sowieso zwei komplett verschiedene Paar Schuhe, und es kommt sowieso immer darauf an, von welcher Art Intelligenz wir überhaupt sprechen. Emotionale Intelligenz? Logische und rationale Intelligenz? Das sind alles grundverschiedene Dinge, und wenn man aus "die Anforderungen an Berliner Schüler sind geringer als an bayrische Schüler" schlussfolgert, dass Berliner dümmer sind als Bayern, sollte man vielleicht selbst noch einmal zur Schule gehen, und sich überlegen, wie man Fakten und Aussagen richtig interpretiert.


    Das Schulsystem generell hat bei uns einfach ein wahnsinniges Problem, finde ich - es ist veraltet in seinem Wesen. Man hatte lange das "Preußische" System, hat man in manchen Ländern anscheinend immer noch . Worauf war das ausgerichtet? Darauf Soldaten für die damals ständig laufenden Kriege zu kreieren. Menschen, die Autoritäten anerkennen und ein immenses Pflichtgefühl haben, diesen Autoritären zu folgen.

    Danach gab es einen Umschwung und das aktuelle Schulsystem, in dem auch ich noch drin bin, ist nicht darauf ausgerichtet, autonome Individuen, die es in der Welt gerade dringend braucht, zu "züchten", sondern darauf ausgelegt Arbeiter zu generieren. Die Generation unserer Eltern und unserer Großeltern. Die meisten von ihnen? Arbeiter. Mag sicherlich auch Ausnahmen geben. Worauf ich damit hinaus möchte: die Schulen bzw die Art wie wir lehren und unterrichten, entspricht nicht mehr dem, was in Zukunft von Nöten sein wird. Und das sind weder brave Arbeiter, noch willige Soldaten. Wir brauchen Weltverbesserer. Richtige Weltverbesserer.

  • Edex generell kann es niemals die Lösung sein, sein Bildungsniveau zu verschlechtern. Wenn in Bayern mehr gefordert wird als in anderen Bundesländern, dann sollte das Bestreben sein, das Niveau generell auf diesen Stand zu heben, nicht jedem Trottel ein Abi hinterherzuwerfen. Generell wäre es besser, die Abschlüsse nicht mehr in dem Maße wie momentan zu entwerten (alles unter Abi ist quasi nutzlos außer fürs Handwerk), sondern auch der mittleren Reife wieder eine gewisse Relevanz zukommen zu lassen und das Abi halt den Zweck hat, einen aufs Studium vorzubereiten. Aber dass Abschlüsse auf niedrigerem Niveau vereinheitlicht werden, ist ein absolut falscher Schritt.

  • Das Schulsystem generell hat bei uns einfach ein wahnsinniges Problem, finde ich - es ist veraltet in seinem Wesen. Man hatte lange das "Preußische" System, hat man in manchen Ländern anscheinend immer noch . Worauf war das ausgerichtet? Darauf Soldaten für die damals ständig laufenden Kriege zu kreieren.

    Technisch gesehen ist das gesamte Schulsystem in den meisten europäischen Ländern ohnehin darauf ausgerichtet, brave Arbeiter zu erzeugen, die nicht zu viel hinterfragen und einfach machen, was man ihnen sagt. Ausnahme sind (oh wunder) die skandinavischen Ländern. Aber effektiv ist unser gesamtes Schulsystem furchtbar veraltet.


    Ich finde es übrigens nicht so toll zu sagen: "Jo, aber Bayern hat halt bessere Schulen und die lernen auch mehr." Weil zum einen die Sache ist: Nur weil das Curriculum mehr umfasst, ist es halt nicht unbedingt besser. Außerdem muss man eben sehen, dass in Bayern und BW die Leute im Schnitt sehr reich sind und die Armutsquote mit die geringste in DE ist. Und beides beeinflusst in der Regel schulische Leistung positiv.