Bildungssysteme - und was man alles verbessern könnte...?

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  • Wobei es aber sicherlich Unterschiede gibt von Mensch zu Mensch... Wenn man diese 4 Stunden pro Woche durch entsprechenden Sport ersetzt, wird man sicherlich auch dort Verbesserungen feststellen können.


    Selbst wenn jemand anderes 6 Stunden brauchen würde, so wird sich die Dyskalkulie, vor allem, wenn man damit früh anfängt, eben beheben. Diverse sportliche Einschränkungen, sowohl im rein gesundheitlichen Bereich (sei es mein Asthma oder blueberrys Hüftprobleme) oder auch im Koordinationsbereich, sind medizinisch (oftmals Probleme im Bereich der Nerven und Muskelreaktion) und daher nicht so leicht behebbar, da ein großes Problem nun einmal ist, dass das Gehirn sich das ganze Leben lang verändert und Aufgaben zwischen den einzelnen Bereichen neu verteilt - das geht mit Nerven und Muskeln jedoch nicht.


    Drei ist doch ok, wenn man sich kaum für Sport interessiert.


    Zieht den blöden Durchschnitt dennoch unfairer Weise herunter. Du musst es eben an der Stelle so betrachten: Du hast einen NC von sagen wir mal 1,4 ohne Sport. Mit Sport dann aber 1,6. 1,5 wäre der gewünschte NC für dein Wahlstudienfach, in dem nie deine Sportlichen (Un)fähigkeiten zum Einsatz kommen. Um bei dem Vergleich zu bleiben: Theoretische Mathematik! Hurra.


    Hatte ich ja schon geschrieben, dass es immer Stellen gibt, an die man sich wenden kann (und ja, ist mir bewusst, dass manche Lehrer einen dann erst recht versuchen fertig zu machen... aber das gilt ja nun nicht nur für den Sport).
    Sollten sie es nicht anerkennen wollen (ehrlich gesagt würde ich auch nicht jeden Schriebs von jedem Hausarzt akzeptieren ), gibts ja Amtsärzte und das dürfte dann auch für jeden Sportlehrer bindend sein.


    Stimmt leider nicht so ganz. Wie gesagt: Der Amtsarzt wird sagen, dass der Asthmatiker "(stark/leicht) eingeschränkt belastbar" ist, aber es gibt keine Gesetzlichen Vorschriften dafür, wie der Sportlehrer dies zu interpretieren hat :/  
    Ich muss an der Stelle wieder mich selbst als Beispiel nehmen: Wie gesagt, ich habe Asthma. Ich hatte ein Amtsärztliches Attest, das mir das bescheinigte. Die Lehrerreaktion erstreckte sich von "Du musst Sport gar nicht mitmachen" bis zu "Stell dich nicht so an".
    Frau S., die fraglos das absolute Negativbeispiel ist, was Sportlehrer angeht, ließ mich bei den Bundesjugendspielen einmal so lange mitmachen, bis ich mit einem Asthmaanfall zusammengebrochen bin und notversorgt werden musste, obwohl ich vorher schon sagte, dass ich merke, dass das Asthma kommt und sie meinte nur: "Stell dich nicht so an."
    Und ja: Die Frau wurde schon mehrfach von Behörden unter die Lupe genommen, aber trotz wiederholten Verletzungen, teilweise mit Stationären Aufenthalten und einmal eben mit Todesfolge ist die Frau bis heute noch immer Sportlehrerin.


    Du willst doch nicht etwa sagen, dass es den Lehrer juckt ob er Korallen oder Taucher sieht?


    Nun, es juckt sie auf jeden Fall, ob Häuser auf den Gewünschten Bergen stehen, oder nicht ^^"


    Der Sportunterricht, den ich in meiner Schulzeit erlebt habe, war zu keiner Zeit demotivierend.


    Du sagst selbst, dass du von dir aus Sportlich warst und nie Probleme hattest. Damit gehörst du ja auch nicht zu den Leuten, von denen ich behaupte, dass sie demotiviert werden.


    Fairer Weise sei allerdings gesagt: Du bist auch aus Österreich und der österreichische Sportunterricht ist bei weitem nicht so streng, wie der deutsche. Meines Wissens ist auch die Rechtslage bezüglich der Sportbenotung in Österreich anders und vor allem der Lehrplan bei weitem nicht so strickt, wie in Deutschland, da er, soweit ich weiß, zwar vorschreibt, dass bestimmte Themen behandelt werden müssen, aber nicht, dass die Noten diese beziehen müssen.
    Von allen Österreichern, die ich kenne, habe ich bisher gehört, dass bei ihnen die Sportnote auf dem Zeugnis vorrangig aus Anstrengung und Anwesenheit errechnet wird, als aus den Leistungen - mit Ausnahme von den Schulen, die einen Sportschwerpunkt haben, wo es aber natürlich absolut in Ordnung ist, da man dort nach eigenem Willen ist.


    ber der Sportunterricht sollte vor allem – die Betonung liegt auf sollte – als Grundgerüst dienen, damit die Schüler auch außerhalb der Schule Sport treiben können. Ob es tatsächlich so ist, sei mal dahingestellt.


    Die Bildungsministerien, die den Sportunterricht eingeführt haben, stimmen dabei nicht zu.


    Du sagst ja selbst, dass meine Annahme auf zumindest 60% der Schüler zutrifft.


    Nein. Du unterliegst hier einem Fehlschluss: Ich sage, dass es auf knapp 40% nicht zutrifft, was aber bei Statistiken nicht den Umkehrschluss zulässt, dass es auf 60% zutrifft. Knapp 20-25% betätigen sich wirklich ausgiebig Sportlich in ihrer Freizeit, die verbleibenden 35 bis 40% machen entweder nicht regelmäßig oder nicht durchgehend in ihrer Freizeit Sport (ich nehme an, dass darunter zum Beispiel die Leute fallen, die im Sommer ins Freibad gehen und dort Schwimmen etc. Sprich Leute, die Saisonabhängig mal Sport machen und mal nicht)


    Ich will mir eigentlich nicht die Mühe machen, stundenlang nach Quellen zu suchen, die dich zufriedenzustellen, aber ok, hier hast du deine Quelle: *klick*
    Du kannst dich da gerne durchwühlen und die Studie auseinander nehmen, wenn's dir Spaß macht.


    Ich habe sie überflogen und kann dir gleich sagen: Davon abgesehen, dass die Studie tatsächlich die Ergebnisse sehr in die Richtung dreht, die sie belegen will, tut sie in diesem Fall nichts zur Sache, da sie von anderen Altersgruppen und eben von anderen Sportarten ausgeht.


    Unter Umständen doch. Das war leider die einzige Quelle, die ich zum Thema finden konnte. Sie muss nicht 100% korrekt sein, aber sie wird schon in die richtige Richtung gehen, zumal ja auch deine Quelle etwas in dieser Richtung behauptet. Meinetwegen sind es halt nicht 81% sondern nur 50%, deine 5,4% stimmen so wie du es dargelegt hast jedenfalls nicht. Es geht nicht um eine wissenschaftlich Arbeit oder etwas in der Art, dass du immer akkurate Quelle verlangst


    Doch. Meine 5,4% Stimmen. 5,4% aller Schüler, die in NRW am Sportunterricht teilnehmen, enden Aufgrund von Sportunfällen in Ärztlicher Behandlung. Was anderes behaupte ich nicht. Und in ärztlicher Behandlung landet man nicht wegen einem Blauen Fleck, sondern wegen Sachen, die zumindest eine schwere Prellung, eine Verstauchung und dergleichen darstellen. 0,18% aller Schüler werden in Folge des Sportunterrichts Mittelschwer bis Schwer verletzt, so dass ein Stationärer Aufenthalt nötig wird.
    Sorry, aber meine Quelle ist eine OFFIZIELLE QUELLE vom MINISTERIUM. Etwas glaubhafter, als eine Hausaufgabe.
    Davon abgesehen: Jedwede Form der Diskussion erfordert akkurate Quellen, da eine Meinung per se bereits akkurate Quellen erfordert, da sie sonst sehr umstößlich ist.

  • Zitat von Scept


    Ja, dir, aber sicher nicht denen, die nur in Sport gut sind.
    Kannst du mir bitte erklären, warum ausgerechnet Sport eine Ausnahme bildet? Eine schlechte Note in Mathe wäre genauso eine Diffamierung, wenn es nicht so "cool" wäre, schlecht in Mathe zu sein. Die Argumentation mit dem Leistungsdruck gilt überall, zu viel Druck führt überall zu einer Leistungsverminderung. Soll es deswegen gar keine Noten mehr geben?


    Ich frag mich wieder mal in welcher Welt du lebst. Zumindest in meiner war es noch nie cool, schlecht in Mathe zu sein. Im Gegenteil, dann hieß es hinter vorgehaltener Hand: "X ist sogar zu dumm diese und jene Gleichung zu lösen."
    Und vor allem ab der Oberstufe: "X ist so schlecht in allen Gegenständen (Mathe miteingenommen), jetzt zieht der unseren Notendurschnitt runter." Habe teilweise auch so über gewisse Personen gedacht. Wurde zwar nicht ausgesprochen, aber es kam so durch die Blume an diejenigen Personen: "Du ziehst unseren Klassendurchschnitt runter."
    Also nein, schlecht in Mathe zu sein war nie cool.
    Das war bei manchen Leuten, obwohl manche davon sich wirklich bemüht haben (sonst hätten sie ja nicht gefragt), oft so ein entnervtes Aufseufzen, wenn derjenige eine Frage gestellt hat, das für sich selbst gesprochen hat: X kapiert's scho' wieder ned.


    Und übrigens: Man kann auch mit einem gebrochenen Arm in die Schule gehen und hat keine Fehltage, aber Verletzungen schüren die Angst und vor allem die Abneigung noch mehr vor'm Sport.
    Bei einem guten Sportlehrer verletzen sich auch weniger Schüler als bei einem Schlechten, weil er die Schüler nicht zu Dingen drillt, zu denen sie nicht fähig sind oder in meinem Fall: nicht fähig fühlen.
    Da steckt eine unglaubliche Verantwortung dahinter. Mit einer schlechten Französischnote oderwasweißich, ist meine Gesundheit und mein körperliches Wohl nicht gefährdet, mit einer Verletzung schon. Und wenn man Angst hat, DARF man NICHT zum Weitermachen gezwungen werden, weil man sich eben gerade dann verletzt.
    Außerdem fiel mir Laufen schon immer schwer zusätzlich, da ich was mit den Knien habe x.x


    Zitat von Alaiya

    Ich muss an der Stelle wieder mich selbst als Beispiel nehmen: Wie gesagt, ich habe Asthma. Ich hatte ein Amtsärztliches Attest, das mir das bescheinigte. Die Lehrerreaktion erstreckte sich von "Du musst Sport gar nicht mitmachen" bis zu "Stell dich nicht so an".


    Mein ziemlich oft gehörter Satz von früher: "Stell dich nicht an, das ist nicht hoch."
    Obwohl meine Sportlehrerin im Gym diesbezüglich dann doch tolerant war, weil ich dann einfach abbrechen durfte, wenn es nicht ging.
    Was aber niemand nachvollziehen WILL: Für jemanden mit Höhenangst sehen 2 Meter aus wie für andere 20 Meter.
    Und man denkt auch, dass eine Höhenangst nicht echt sein kann, da ich ohne Probleme Achterbahn fahren oder aus einem Hochhaus runterschauen kann. Es ist ein Unterschied, ob man wo drinnensitzt bzw. in einem hohen Gebäude steht oder ob man sich selbst wo festhalten und hochklettern muss und weiß, dass man keine Koordination hat. x.x


    Zitat von Alaiya

    Frau S., die fraglos das absolute Negativbeispiel ist, was Sportlehrer angeht, ließ mich bei den Bundesjugendspielen einmal so lange mitmachen, bis ich mit einem Asthmaanfall zusammengebrochen bin und notversorgt werden musste, obwohl ich vorher schon sagte, dass ich merke, dass das Asthma kommt und sie meinte nur: "Stell dich nicht so an."
    Und ja: Die Frau wurde schon mehrfach von Behörden unter die Lupe genommen, aber trotz wiederholten Verletzungen, teilweise mit Stationären Aufenthalten und einmal eben mit Todesfolge ist die Frau bis heute noch immer Sportlehrerin.


    Was ist das für eine kranke... ôo


    Zitat von Alaiya

    Fairer Weise sei allerdings gesagt: Du bist auch aus Österreich und der österreichische Sportunterricht ist bei weitem nicht so streng, wie der deutsche. Meines Wissens ist auch die Rechtslage bezüglich der Sportbenotung in Österreich anders und vor allem der Lehrplan bei weitem nicht so strickt, wie in Deutschland, da er, soweit ich weiß, zwar vorschreibt, dass bestimmte Themen behandelt werden müssen, aber nicht, dass die Noten diese beziehen müssen.
    Von allen Österreichern, die ich kenne, habe ich bisher gehört, dass bei ihnen die Sportnote auf dem Zeugnis vorrangig aus Anstrengung und Anwesenheit errechnet wird, als aus den Leistungen - mit Ausnahme von den Schulen, die einen Sportschwerpunkt haben, wo es aber natürlich absolut in Ordnung ist, da man dort nach eigenem Willen ist.


    Obwohl ich auch mal in der Unterstufe Probs hatte, aber man muss dazusagen, dass es sicher so sein wird.
    Kommt eben auch auf den Lehrer an, aber trotzdem scheint es hier besser zu sein. Auch mit den Kunstnoten.

  • Zieht den blöden Durchschnitt dennoch unfairer Weise herunter. Du musst es eben an der Stelle so betrachten: Du hast einen NC von sagen wir mal 1,4 ohne Sport. Mit Sport dann aber 1,6. 1,5 wäre der gewünschte NC für dein Wahlstudienfach, in dem nie deine Sportlichen (Un)fähigkeiten zum Einsatz kommen. Um bei dem Vergleich zu bleiben: Theoretische Mathematik! Hurra.


    Oder du verbesserst dich in ein paar anderen Fächern. :whistling:
    Sorry, aber diese Diskussion könnte man um viele Fächer führen. Zumal es für jeden Schüler gleich gerecht/ungerecht ist. Und ja ich weiss, was du meinst: Sport ist für dein Studienfach eh nicht wichtig usw. trotzdem halte ich eine Benotung für sinnvoll. Warum sollten man sich in diesem Fach sonst anstrengen oder überhaupt daran teilnehmen?



    Stimmt leider nicht so ganz. Wie gesagt: Der Amtsarzt wird sagen, dass der Asthmatiker "(stark/leicht) eingeschränkt belastbar" ist, aber es gibt keine Gesetzlichen Vorschriften dafür, wie der Sportlehrer dies zu interpretieren hat :/  
    Ich muss an der Stelle wieder mich selbst als Beispiel nehmen: Wie gesagt, ich habe Asthma. Ich hatte ein Amtsärztliches Attest, das mir das bescheinigte. Die Lehrerreaktion erstreckte sich von "Du musst Sport gar nicht mitmachen" bis zu "Stell dich nicht so an".


    DAS wäre dann tatsächlich etwas, was geändert bzw. verbessert werden sollte. Das streite ich nicht ab, weils wirklich ungerecht ist, wenn wirkliche gesundheitliche Probleme eine Rolle spielen.

  • Oh Gott, von Sport kann ich auch ein Liedchen singen.
    Meine Lehrerin hat mich ohnehin schon auf dem Kieker (alle anderen werden für die blödesten Dinge gelobt, nur ich bekomme während der Badmintonprüfung einen schlechten Stempel aufgedrückt, weil diese Frau zu inkompetent war, mir in zehn Sportstunden irgendwann einmal zu erklären, dass ich den Schläger beim Aufschlag von unten falsch halte. Nebenbei erwähnt war sie es, die es uns genau so erklärt hat ;) ) und ihre Lieblinge sind die Mädchen, die tanzen und dadurch natürlich überathletisch sind, mit Bein hinterm Kopf, Überschlag und was weiß ich noch alles.
    Dementsprechend werden die Leistungen bei ihr auch gemessen. Die Tänzerinnen stehen ohnehin schon mal eins, egal, was sie sonst so für Noten haben. Nur wir kleineren haben eine ziemlich schlechte Karte gezogen, denn wir machen jetzt seit Beginn der weiterführenden Schule jedes Jahr Volleyball. Und da sie der festen Überzeugung ist, dass wir unabhängig von unserer Größe ja dazu fähig sein müssen, einen Block über ein Netz zu schaffen, bei dem ein Teil unserer Klasse das untere Ende auf Schulterhöhe hängt, sind eben viele von uns einfach gearscht. Denn seien wir mal ehrlich, nur weil wir klein sind können wir das auch nicht mit der überkrassen Sprungkraft wieder ausgleichen. Ist einfach nicht, und ich sehe es auch nicht ein, das können zu müssen. Bin schließlich kein Hase.
    Gleiche Lehrerin hat mich damals auch dazu gezwungen, einen Köpper zu machen. Klingt jetzt eigentlich nicht schlimm, allerdings hatte ich schon immer starke Probleme mit meinen Ohren und bei jedem Köpper hat sich Wasser darin gesammelt, was wiederum zu sehr, sehr ätzenden Ohrenschmerzen geführt hat. Und das nach jedem Schwimmunterricht.
    Zwischendurch hatten wir auch noch zwei weitere Lehrerinnen. Die eine hat uns immer extrem unter Druck gesetzt, und die andere hat uns einfach mal dazu gezwungen, bei dreißig Grad in der Prallen Sonne zwei ganze Schulstunden durchzujoggen. Und genau diese Frau hat es auch nicht interessiert, dass eine Freundin von mir Asthma hat, und dadurch beinahe umgekippt ist. Sie saß währenddessen übrigens am einzigen, schattigen Plätzchen und hat mit ihrem Handy gespielt. :) (Gut, ich habe meine Klasse gerächt, die gute meinte beim Speerwurf nämlich, im Feld stehenbleiben zu müssen. Im Nachhinein haben sich viele beschwert, warum ich denn nicht getroffen habe, sie konnte noch ausweichen :D)
    Oh, und, ach ja: Eine Freundin von mir ist mal von einer Sportlehrerin tyransiert worden, weil sie keinen Sport machen durfte, nachdem sich ihr Piercing entzündet hat. So auf die Tour, wie sie es sich denn wagen könnte, so kurz vor knapp einen Piercing stechen zu lassen, das würde ja als Entschuldigung nicht zählen und so.

  • Mein ziemlich oft gehörter Satz von früher: "Stell dich nicht an, das ist nicht hoch."
    Obwohl meine Sportlehrerin im Gym diesbezüglich dann doch tolerant war, weil ich dann einfach abbrechen durfte, wenn es nicht ging.
    Was aber niemand nachvollziehen WILL: Für jemanden mit Höhenangst sehen 2 Meter aus wie für andere 20 Meter.


    Oh ja, kann ich bestens Nachvollziehen. Wir hatten auch Klettern (wir hatten eine Kletterwand in der Schule) und ich hatte auch Höhenangst. Allerdings muss ich hier zugeben, dass der Mann von Frau S., der auch Sportlehrer war, es in einer Vertretung geschafft hatte, mich davon zu befreien, in dem er mich selbst Abgeseilt hat und dabei dann auch einfach genügend Geduld hatte.


    Dir sei allerdings gesagt: Es ist eigentlich total normal und Gesund höhenangst zu haben, da die Höhenangst eine Evolutionsangst ist (sprich: Irgendwann haben unsere Vorfahren mal gelernt "Fall aus Höhe macht tot" und die Angst vor Höhen, die einen davor bewahrt hat in die Höhe zu gehen, hat sich als markantes Merkmal so vertieft, dass es in den Genen verankert wurde). Das Hochhäuser und dergleichen nicht mit derselben Angst ausgeglichen ist, macht in dem Zusammenhang auch Sinn, da diese ja im Bezug auf die Evolution ziemlich außen vor sind. Damals gab es keine Hochhäuser.


    Warum sollten man sich in diesem Fach sonst anstrengen oder überhaupt daran teilnehmen?


    Ich zitiere mich einfach mal selbst, weil du offenbar zu faul bist zu lesen:

    Wer übrigens sagt, dass sowieso ohne Noten keine Motivation hergestellt werden kann, hat das Prinzip Motivation und Unterricht nicht verstanden. Denn Tatsächlich sollte es das Ziel eines Lehrers sein, den Schüler dazu zu bringen eine intrinsische Motivation, seine Leistungen zu bessern, gemischt mit einem Grundinteresse am Gegenstand des Faches zu entwickeln, anstatt mittels einer extrinsischen Motivation eine Leistung zu erzwingen. Zweiteres führt in jedem Fall dazu, dass bestenfalls die gewünschte Leistung zwar einmalig erbracht wird, der gewünschte Lernerfolg aber dennoch ausfällt und eher eine Ablehnung, als ein Interesse, gegenüber dem Gegenstand des Faches entwickelt wird, da dieser Gegenstand mit einer negativen Erfahrung - Zwang - in Verbindung gebracht wird.


    Es gibt übrigens in anderen Ländern Schulsysteme ohne Noten, die sehr wohl funktionieren.

  • Es gibt übrigens in anderen Ländern Schulsysteme ohne Noten, die sehr wohl funktionieren.


    Die tanzen auch ihre Namen..


    Wer übrigens sagt, dass sowieso ohne Noten keine Motivation hergestellt werden kann, hat das Prinzip Motivation und Unterricht nicht verstanden. Denn Tatsächlich sollte es das Ziel eines Lehrers sein, den Schüler dazu zu bringen eine intrinsische Motivation, seine Leistungen zu bessern, gemischt mit einem Grundinteresse am Gegenstand des Faches zu entwickeln, anstatt mittels einer extrinsischen Motivation eine Leistung zu erzwingen. Zweiteres führt in jedem Fall dazu, dass bestenfalls die gewünschte Leistung zwar einmalig erbracht wird, der gewünschte Lernerfolg aber dennoch ausfällt und eher eine Ablehnung, als ein Interesse, gegenüber dem Gegenstand des Faches entwickelt wird, da dieser Gegenstand mit einer negativen Erfahrung - Zwang - in Verbindung gebracht wird.


    Sorry aber nur, weil du mit Fachbegriffen um dich schmeißt, wird es auch nicht wahrer.
    Man braucht immer einen Leistungsdruck, da das leider in unserer Gesellschaft nur natürlich geworden ist. In der Schule wird hauptsächlich gepusht, um dich voranzutreiben und um dich fürs Berufsleben vorzubereiten, denn egal für welchen Job du dich entscheidest. Du musst deine Leistung bringen, sonst ist man schneller raus als gedacht.


    Zu deinem Text kann ich mich als Gegenbeispiel bringen, denn als ich in der 10. für ein Jahr Japanisch als Wahlkurs gewählt habe, gabs für mich beispielsweise keine Noten. Anfangs war ich total gut dabei und wollte diese neue Sprache unbedingt lernen, aber nach einiger Zeit, hatte ich hier und da vergessen, Vokabeln zu lernen und das war mir im Endeffekt dann auch egal, da ich mich lieber für andere Fächer mit Benotung verbessert habe. Japanisch ist dann ohne Leistungsdruck irgendwann auf der Strecke geblieben, da ich mit Mathe schon genug Probleme hatte und immer noch habe.

    Ein Buch, wenn es so zugeklappt daliegt, ist ein gebundenes, schlafendes, harmloses Tierchen, welches keinem was zuleide tut. Wer es nicht aufweckt, den gähnt es nicht an. Wer ihm die Nase nicht gerade zwischen die Kiefer steckt, den beißt es nicht.
    »Wilhelm Busch«

  • Ohne mich jetzt hier irgendwie einmischen oder irgendjemanden ansprechen zu wollen, gebe ich doch mal meinen Senf dazu.
    Generell bin ich der Meinung, dass Sportunterricht auf jeden Fall wichtig ist und auch eine Benotung beibehalten werden sollte. Aber an der Art wie man das tut gibt es einfach einiges zu bemängeln.


    1. Zum einen bin ich ab einem bestimmten Alter (7. Klasse etwa) für getrennten Sportunterricht von Jungen und Mädchen, sofern ein Großteil der Klasse das wünscht. Ich weiß von mir und einigen anderen Mädels, dass sie sich im Sportunterricht zurückgehalten haben, weil sie Angst hatten sich zu blamieren. Sicher auch zum Teil vor den anderen Mädchen, aber hauptsächlich eben vor den Jungs und das ist ein Aspekt, der dann doch recht einschränken kann. Zumal man bei der Benotung ohnehin auf die geschlechtsbedingten Differenzen achten sollte.


    2. Außerdem sollte bei der Notengebung nicht nur strikt nach Leistung bewertet werden, sondern nach Anstrengung und Fortschritt. Bestes Beispiel ist da halt der halbjährige Schwimmunterricht bei uns in der 4. Klasse. Egal ob man am Anfang gar nicht schwimmen konnte oder bereits mehrere Abzeichen hatte, es wurde nach dem abzeichen bewertet, mit dem man raus ging. Gold = 1, Silber = 2, Bronze = 3, Seepferdchen = 4. Zumindest lief das bei uns so ab und ich als vorherige Nichtschwimmerin, auf die wie viele andere viel zu wenig eingangen wurde um ihnen das schwimmen beizubringen, ging natürlich nur mit einer 4 wieder raus während andere, die mit einem Silberabzeichen in den Unterricht kamen und dort nichts taten, mit einer 2 wieder herauskamen.
    Und genauso verhält es sich eben auch mit den anderen Sportarten, die Vereins-Volleyballerin wurde nach den gleichen Kriterien bewertet wie jemand, der zum ersten Mal baggert und kaum Ahnung hat, wie das geht, der riesige Vereins-Basketballer nach den selben wie eine kleine Gestalt, der man nur selten den Ball zu wirft und die dementsprechend auch gar nicht so viel Übung haben kann, der seit 6 Jahren im Verein spielende Fußballer nach den selben Kriterien wie der Basketballer, der nie Fußball gespielt hat usw.


    3. Bei dieser Bewertung sollte außerdem natürlich auch auf die gesundheitlichen Eigenarten wie attestiere, beim Sport einschränkende Krankheiten (der Knochen, Gelenke, Sehnen, Muskeln, Atemwege etc.) der Schüler Rücksicht genommen werden. Manche Lehrer tun das, manche tun das nicht. Im Zweifelsfall ist man als Schüler aber der/die "gearschte", selbst wenn der Arzt sagt das geht nicht, wenn der Lehrer einer anderen Meinung ist, hat der Lehrer meiner Erfahrung nach recht (nicht immer, aber meistens!).


    4. Sinnvollere Themen im Sportunterricht. Sportarten wie Volleyball, die ein genaues erlernen der Techniken erfordern, wenn man sich nicht verletzten will, sollten meiner Meinung nach ganz aus dem Lehrplan genommen werden. Hab bisher nur von den aller wenigsten gehört, dass sie daran Spaß hatten und sich nicht verletzt haben. Und lieber weniger Sportarten aus den unterschiedlichsten Bereichen auswählen, bei denen die unterschiedlichsten Fähigkeiten gefordert werden (damit jeder seine Stärken zeigen kann) und ordentlich durchnehmen als unheimlich viele nur oberflächlich behandeln bzw. eben hauptsächlich die bewerten/benoten, die man auch ausführlich behandelt hat.


    Diese vier beziehungsweise auf jeden Fall die letzten drei Aspekte sind imo grundlegend für einen fairen Sportunterricht, der auch Spaß macht und den Schülern faire Chancen auf eine gute Note bietet (was wiederum motivierend wirkt). Allgemein kann man eigentlich für alle Fächer sagen, dass viel zu wenig Wert auf individuelle Förderung gelegt wird, aber das dürfte ja bekannt sein und aufgrund des Lehrermangels wird sich daran wohl auch nichts ändern.
    Und um das gesagt zu haben: Es gibt sicher Schulen und Lehrer, die im Sportunterricht viel richtig machen, aber wie nicht nur meine Erfahrung zeigt, gibt es auch viel zu viele, die da eben die Mehrheit oder gar alles komplett falsch machen und deren Unterricht den gegenteiligen Effekt hat, als er eigentlich haben sollte, nämlich die Kinder zu Bewegung und Sport zu motivieren.



    Man braucht immer einen Leistungsdruck, da das leider in unserer Gesellschaft nur natürlich geworden ist. In der Schule wird hauptsächlich gepusht, um dich voranzutreiben und um dich fürs Berufsleben vorzubereiten, denn egal für welchen Job du dich entscheidest. Du musst deine Leistung bringen, sonst ist man schneller raus als gedacht.

    Der erste Satz ist einfach nicht wahr, der Rest eher. Sicher muss man Leistungen erbringen, aber um das zu tun, braucht man keinen Druck, jedenfalls keinen der einem eingeprügelt wird. Leistungen müssen von einem selbst kommen und daher sollte auch die Motivation für diese kommen, nicht weil man unter Druck steht und irgendwelche bestimmten Anforderungen erfüllen muss, sondern weil man das von sich aus will. Sicher kann man (oder können zumindest die meisten) unter Druck ebenfalls Leistungen bringen, ohne geht das aber auch, wenn man es denn will. Und dabei steht man dann nicht unter Druck und Stress, sondern kann entspannt und ausgeglichen an etwas rangehen, dass einem dann vielleicht sogar Spaß macht.


  • 1. Mädchen und Jungen wurden bei uns schon ab der 6. getrennt, sollte auch so sein, da hast Du recht.


    2. Man muss halt aufpassen, dass es dabei auch fair bleibt. Um eine 1 zu bekommen muss man (meistens) eine ziemlich gute Leistung bringen, die manche, obwohl sie zwar gut sind, nicht erreichen können, wie sehr sie sich auch anstrengen. Die würden dann, bei 0% Verbesserung insgesamt eine 4-5 bekommen, obwohl ihre Leistung eigentlich einer 2 entsprechen würde.


    3.Bin ich auf jeden Fall deiner Meinung, Leute mit asthmatischen Anfällen o.Äm haben im Sportunterricht eigentlich nichts zu suchen, sie sollten befreit werden. Wenn der jeweilige Lehrer einen Asthma-Patient Dauerlauf machen lässt, oder sonstwas, sollte man da irgendwie laut weren, das kann und darf nicht sein.


    4. Irgendwie widersprichst du dir da selber ?(
    Erst sagst Du, dass Sportarten wie Volleyball, bei denen man sich anscheinend verletzen kann, nicht so tiefgründig behandelt werden sollen, aber dann, dass man die Sprtarten tiefgehender behandeln sollte...
    Du verlangst Abwechslung, aber um manche Sportarten erlernen zu können, damit man sie richtig spielen kann, braucht es halt mal Technik (übrigens hab ich noch nie von jemandem gehört, der sich beim Voleeyball verletzt hat. Ball in die Fresse? Dagegen kann man auch mit Technik nichts machen. Und das passiert nicht nur beim Voleyball, sondern kann überall passieren, damit muss man leben.).
    Zum ganzen Punkt:
    Einerseits ja, andererseits nein, im Sportunterricht stehen nunmal begrenzte Mittel zur Verfügung, da kann man nicht einfach sagen "So Leute, heute Rudern wir, um eure Teamarbeit zu stärken" . So begrenzt, dass man nur Fußball spielt, sind die mittel allerdings nicht, der Sportunterricht sollte abwechslungsreich sein, damit es jedem Spaß macht. Es ist aber am Lehrer, das auch umzusetzen, und das kann man nicht so einfach kontrollieren.
    Volleyball ist allerdings eine der Sportarten, die man für ausreichende Abwechslung spielt, ebenso macht man mal Hochsprung, oder sprintet. Und die Grundtechniken, die zu Sportarten wie Volleyball oder 100-Meter-Lauf gehören, sind nicht so schwierig, dass man sie aus dem Lehrplan streichen kann...

  • Die tanzen auch ihre Namen..


    Allein diese Aussage disqualifizeirt dich praktisch von der Diskussion. Ich meine, bist du wirklich so uninformiert? Ist es wirklich zu viel verlangt, sich zu informieren, ehe man seinen geistigen Durchfall ins Internet hinausposaunt?
    Das finnische Schulsystem verzichtet auf Benotung. Finnland ist in der Pisastudie das best abschneidenste europäische Land, aber dort werden erst ab der 7. Klasse Noten vergeben und selbst diese müssen dann mit verbalen Begründungen ausgestattet sein. Ähnlich sieht es auch bei den anderen skandinavischen Ländern aus.


    Sorry aber nur, weil du mit Fachbegriffen um dich schmeißt, wird es auch nicht wahrer.
    Man braucht immer einen Leistungsdruck, da das leider in unserer Gesellschaft nur natürlich geworden ist. In der Schule wird hauptsächlich gepusht, um dich voranzutreiben und um dich fürs Berufsleben vorzubereiten, denn egal für welchen Job du dich entscheidest. Du musst deine Leistung bringen, sonst ist man schneller raus als gedacht.


    Blöd nur, dass es endlos viele Studien gibt, die genau das, was ich sage, belegen. Und keine, die das Gegenteil belegt.
    Der Mensch ist von sich aus nicht bereit, an einem Tag mehr als 90 bis 180 Minuten (sprich: Eineinhalb bis drei Stunden) zu arbeiten - je nach Person. Bei Jugendlichen liegt dieser Wert meist noch niedriger: Zwischen 75 und 120 Minuten. Man kann zwar durch Leistungsdruck (sei es durch Noten oder durch den üblichen "Sonst wirst du gefeuert" Druck im Berufsleben), sprich, durch extrinsische Motivation, die Menschen dazu bringen, mehr zu arbeiten, allerdings lässt dennoch die Konzentration und damit auch die Qualität der erbrachten Arbeit nach. Selbst durch positive extrinsische Motivation, also Belohnung statt Bestrafung, wird dies der Fall sein, selbst wenn es nicht so extrem ist, wie bei negativer extrinsischer Motivation, wie sie jedwede Form von Leistungsdruck darstellt.
    Schafft man es aber bei einem Menschen intrinsische Motivation und Eigeninteresse zu wecken, so wird er die Arbeit nicht mehr als Arbeit empfinden und die Menschen arbeiten und lernen effektiver, weil Sie es gerne tun. Der Arbeit (oder eben der Schule) wird in dem Fall nicht mit innerer Ablehnung begegnet und das allgemeine Klima wird verbessert.
    Das sorgt auf der Arbeit dann dafür, das die getane Arbeit eine höhere Qualität hat und schneller erledigt wird, in der Schule dafür, dass der Stoff tatsächlich verarbeitet und im Langzeitgedächtnis gespeichert wird.


    Das ist so auch schon ziemlich lang bekannt. Man lernt das ganze in der Ausbildung zum Lehrer und auch wenn man Seminare zum Thema Teamleitung, Management und dergleichen besucht. Das Problem ist, dass intrinsische Motivation aufzubauen erfordert, sich mit dem Schüler/Arbeitnehmer als MENSCH zu beschäftigen und das nicht nur vielen zuwider ist, sondern auch im Rahmen der Schule erfordern würde, dass die Klassen kleiner wären (15-20 Schüler), wofür man aber kein Geld ausgeben will/kann.


    Die Sache mit den Sportnoten nun ist das Problem: Allgemein sind Noten dazu gedacht, die Schüler in ihrer Leistung vergleichbar zu machen (auch wenn es letzten Endes totaler Blödsinn ist, weil die Noten zu mindestens 50% auf Klausuren beruhen, die am Ende nur eine Momentaufnahme darstellen und wenig über das Verständnis und den Leistungsstand des Schülers aussagen), was wiederum für den weiteren Bildungsweg wichtig ist. Denn was sollte jemand mit einer 4 in Mathe und Physik in einem naturwissenschaftlichen Studium machen?
    Die Sport, Kunst und Musiknoten sind aber absolut hinfällig, weil sie wenig Aussagen, außer reines Talent und Freizeitbeschäftigung. Auch sind sie für die weitere Ausbildung hinfällig, weil man in entsprechenden Studienfächern nachweisen muss, dass man im Sportverein war, bzw. zwei Musikinstrumente gelernt hat, bzw. man Kunstmappen einreichen muss.
    Damit stellen in diesen Bereichen die Noten letzten Endes nur eine unnötige extrinsische Motivation dar, die die Schüler zu etwas zwingen, ohne sie wirklich zu motivieren, bzw. zu aktivieren.


    Zu deinem Text kann ich mich als Gegenbeispiel bringen, denn als ich in der 10. für ein Jahr Japanisch als Wahlkurs gewählt habe, gabs für mich beispielsweise keine Noten. Anfangs war ich total gut dabei und wollte diese neue Sprache unbedingt lernen, aber nach einiger Zeit, hatte ich hier und da vergessen, Vokabeln zu lernen und das war mir im Endeffekt dann auch egal, da ich mich lieber für andere Fächer mit Benotung verbessert habe. Japanisch ist dann ohne Leistungsdruck irgendwann auf der Strecke geblieben, da ich mit Mathe schon genug Probleme hatte und immer noch habe.


    Davon abgesehen das 1 keine ausreichende Testmenge ist, ist es nicht einmal ein Gegenbeispiel, da es nur zeigt, dass du nicht ausreichend intrinsische Motivation hattest - sonst hättest du von dir aus Vokabeln gelernt.


    Es schaffen jedes Jahr viele, viele Menschen selbst Sprachen zu lernen. Ohne Schule. Ohne Kurs. Ohne Noten. Auch Kinder. Wie seltsam...



    3.Bin ich auf jeden Fall deiner Meinung, Leute mit asthmatischen Anfällen o.Äm haben im Sportunterricht eigentlich nichts zu suchen, sie sollten befreit werden. Wenn der jeweilige Lehrer einen Asthma-Patient Dauerlauf machen lässt, oder sonstwas, sollte man da irgendwie laut weren, das kann und darf nicht sein.


    Nun, mit Asthma kann man sehr wohl Sport machen, nur eben bestimmte Dinge nicht. Je nach Form des Asthma kann man zum Beispiel entweder nicht sprinten oder eben keinen Ausdauerlauf machen. Ich konnte Problemlos Ausdauerlauf machen (so lang nicht mein allergisches Asthma dazu kam), aber bin nach dem Sprinten zusammengebrochen. Wäre der Sportunterricht auf eine positive Art da, wäre auch nichts dagegen einzuwenden, wenn Kinder mit Asthma oder Knochenproblemen oder was auch immer, mitmachen, soweit sie es sich selbst zutrauen. Dafür muss nur dann auch gegeben sein, dass ein Lehrer akzeptiert, dass jemand etwas nicht will.


    Erst sagst Du, dass Sportarten wie Volleyball, bei denen man sich anscheinend verletzen kann, nicht so tiefgründig behandelt werden sollen, aber dann, dass man die Sprtarten tiefgehender behandeln sollte...


    Ob du es glaubst oder nicht: Es gibt viele, viele Sportarten, die keine Bälle beinhalten und auch weniger Verletzungsrisiko haben.
    Was Jilka glaube ich meint, ist, dass eben Sportarten, die die Gelenke und Muskeln schonen und im besten Fall aufbauen, ausführlich und nicht oberflächlich behandelt werden sollen, anstatt dass man Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko oberflächlich behandelt.


    Du verlangst Abwechslung, aber um manche Sportarten erlernen zu können, damit man sie richtig spielen kann, braucht es halt mal Technik (übrigens hab ich noch nie von jemandem gehört, der sich beim Voleeyball verletzt hat. Ball in die Fresse? Dagegen kann man auch mit Technik nichts machen. Und das passiert nicht nur beim Voleyball, sondern kann überall passieren, damit muss man leben.).


    Volleyball hat keine "Ball in die Fresse" verletzungen, sondern Brüche, Stauchungen und Zerrungen (bis hin zu Bänderrissen) in den Fingern, Unterarmen und an den Knien. Volleyball gilt allgemein als ungesunde Sportart, da sie den Körper langsam zerstört, so böse es auch klingt, da die Gelenke überdurchschnittlich stark abgenutzt und die Sprungbänder extrem überspannt werden. Orthopäden bekommen schnell Schreikrämpfe, wenn man ihnen von Volleyball im Schulsport erzählt.

  • 2. Man muss halt aufpassen, dass es dabei auch fair bleibt. Um eine 1 zu bekommen muss man (meistens) eine ziemlich gute Leistung bringen, die manche, obwohl sie zwar gut sind, nicht erreichen können, wie sehr sie sich auch anstrengen. Die würden dann, bei 0% Verbesserung insgesamt eine 4-5 bekommen, obwohl ihre Leistung eigentlich einer 2 entsprechen würde.

    Klar, jemand der ohnehin gut in Sport ist sollte deswege nicht schlechter benotet werden, aber verbessern kann man sich immer, Einsatz und anderweitig Leistungen zeigen. Zum einen, in dem er über sich hinauswächst - besser geht halt immer - und zum anderen über das Sozialverhalten, das ist beim Sport im Sinne der Fairness auch gefordert (oder sollte es zumindest sein). Da kann man anderen Schülern helfen sich in Dingen zu verbessern, die man selbst gut kann, Teamgeist zeigen und überhaupt einfach fair spielen.


    Erst sagst Du, dass Sportarten wie Volleyball, bei denen man sich anscheinend verletzen kann, nicht so tiefgründig behandelt werden sollen, aber dann, dass man die Sprtarten tiefgehender behandeln sollte...

    Anscheinend? Hast du Alaiyas Beiträge nicht gelesen? Ich kann dir auch aus eigener Erfahrung sagen, dass ich und anderen oft mit knallroten Armen bzw Handgelenken nach Hause kamen, weil einem nie beigebracht wurde, wie man richtig baggert. Und das waren ja nur die "harmlosen" Verletzungen. Ich sagte ja:

    Sportarten wie Volleyball, die ein genaues erlernen der Techniken erfordern, wenn man sich nicht verletzten will, sollten meiner Meinung nach ganz aus dem Lehrplan genommen werden.

    Ich sagte nicht "nicht so tiefgründig behandelnt werden sollen" sondern dass sie ganz aus dem Lehrplan genommen werden sollen. Volleyball zu lernen braucht Zeit und genau diese Zeit ist es, die man eben in der Schule nicht hat. Ist ja nicht so, als wäre Volleyball ohnehin total schädlich und würde Gelenken, Knochen, Bändern und Sehnen nicht gut tun, nein. Wenn man dann auch die Techniken nicht richtig beherrscht, kann es da wirklich zu ernsthaften Verletzungen kommen, selbst bei VereinsspielerInnen passiert das und die wissen eigentlich wie das geht. Da kann man für Monate vom Sportunterricht ausfallen und das wird ja wohl nicht Sinn und Zweck des Ganzen sein.


    Du verlangst Abwechslung, aber um manche Sportarten erlernen zu können, damit man sie richtig spielen kann, braucht es halt mal Technik (übrigens hab ich noch nie von jemandem gehört, der sich beim Voleeyball verletzt hat. Ball in die Fresse? Dagegen kann man auch mit Technik nichts machen. Und das passiert nicht nur beim Voleyball, sondern kann überall passieren, damit muss man leben.).

    Und eben jene technikintensiven Sportarten wie Volleyball sollten deswegen auf dem Sportunterricht genommen werden, weil in der Schule keine Zeit ist, diese Techniken zu erlenen. Siehe oben. Und "Ball in die Fresse" ist da tatsächlich ein eher geringeres Risiko. Von Flugeschossen die aufs Gesicht zufliegen weicht man normalerweise instinktiv aus beziehungsweise nimmt eine Abwehrhaltung ein, was aber nicht der Fall ist, wenn man baggert. Das schlimmste was ich an Ball in die Fresse bisher erlebt und gehört habe, war nur (m)eine blutende Nase im Fußball, und das war auf eine Distanz von zwei Metern. Nach 10 Minuten spielt man da auch weiter. Da passiert eher seltener etwas ernstes, schlimmstes wäre wohl eine gebrochene Nase und die schränkt bei weitem nicht so ein wie ein gebrochenes (Hand-)Gelenk.


    Einerseits ja, andererseits nein, im Sportunterricht stehen nunmal begrenzte Mittel zur Verfügung, da kann man nicht einfach sagen "So Leute, heute Rudern wir, um eure Teamarbeit zu stärken" . So begrenzt, dass man nur Fußball spielt, sind die mittel allerdings nicht, der Sportunterricht sollte abwechslungsreich sein, damit es jedem Spaß macht. Es ist aber am Lehrer, das auch umzusetzen, und das kann man nicht so einfach kontrollieren.
    Volleyball ist allerdings eine der Sportarten, die man für ausreichende Abwechslung spielt, ebenso macht man mal Hochsprung, oder sprintet. Und die Grundtechniken, die zu Sportarten wie Volleyball oder 100-Meter-Lauf gehören, sind nicht so schwierig, dass man sie aus dem Lehrplan streichen kann...

    Hat irgendjemand gesagt, dass man im Sportunterricht rudern sollte (oder dass man nur Fußball spielt)? Selbst wenn die Mittel da wären, dürfte man das nur, wenn die KInder zu einem gewissen Grad schwimmen können. Schlechtes "Beispiel" aber da geh ich jetzt auch nicht weiter drauf ein. Hochsprung haben wir auch nicht gemacht, da haben wir nämlich die Mittel für und ich kenne auch niemanden, der das mal in der Schule hatte.
    Die Grundtechnik für einen 100-Meter-Lauf ist, dass man laufen kann, ich glaube das haben die meisten recht früh gelernt. Und beim Volleyball muss man viele verschiedene Dinge beachten und umsetzen können, wie kommt man darauf diese beiden Sportarten miteinandern zu vergleichen? Ich käme auch nie auf die Idee 100-Meter-Lauf aus dem Sportunterricht zu streichen, zu mal das ja auch einen Nutzen hat, wenn man schnell (weg)laufen kann, ob man nun die Bahn kriegen muss oder von jemandem verfolgt wird.


    Ansonsten siehe Alaiya.

  • Du sagst selbst, dass du von dir aus Sportlich warst und nie Probleme hattest. Damit gehörst du ja auch nicht zu den Leuten, von denen ich behaupte, dass sie demotiviert werden.


    Ich sagte, ich kenne niemanden, der den Sportunterricht als demotivierend empfunden hat. Im Gegenteil, der Sportunterricht genießt einen sehr guten Ruf unter den Schülern.


    Die Bildungsministerien, die den Sportunterricht eingeführt haben, stimmen dabei nicht zu.


    Dafür aber z.B. die österreichische Bildungsministerin.
    Warum der Sportunterricht eingeführt wurde spielt doch gar keine Rolle. Die Ziele des Sportunterrichts haben sich mit der Zeit immer gewandelt und standen schon immer zur Diskussion. Aber, dass der Sportunterricht nur als Auflockerung zum gewöhnlichen Schulunterricht dienen sollte, bezweifle ich mal ganz stark, keine Ahnung warum du mir immer damit kommst und was das für ein Argument sein soll. Google hat mir nichts dergleichen ausgespuckt. Ich bin dabei aber auf eine Vorlesung von einem Herrn Prof. Dr. Peter Kuhn gestoßen, der mir - wenig überraschend - zustimmt.
    Natürlich soll der Sportunterricht, wie idealerweise auch alle anderen Schulfächer, Spaß machen und unabhängig von der Note motivieren. Aber den Sportunterricht nur darauf auszulegen ist eine Verschwendung sondergleichen, weil die Schüler gar nichts davon mitnehmen würden. Doch gerade heute, wo immer mehr Menschen Fitnesscenter besuchen und mehr oder weniger selbstständig Sport treiben, muss der Sportunterricht mehr sein als nur Auflockerung.


    Nein. Du unterliegst hier einem Fehlschluss: Ich sage, dass es auf knapp 40% nicht zutrifft, was aber bei Statistiken nicht den Umkehrschluss zulässt, dass es auf 60% zutrifft. Knapp 20-25% betätigen sich wirklich ausgiebig Sportlich in ihrer Freizeit, die verbleibenden 35 bis 40% machen entweder nicht regelmäßig oder nicht durchgehend in ihrer Freizeit Sport (ich nehme an, dass darunter zum Beispiel die Leute fallen, die im Sommer ins Freibad gehen und dort Schwimmen etc. Sprich Leute, die Saisonabhängig mal Sport machen und mal nicht)


    Es lässt aber den Umkehrschluss zu, dass es auf andere zutrifft. Dank des Sportunterrichts müssen die Schüler in ihrer Freizeit weniger Sport treiben, um als körperlich aktiv zu gelten. Und es gibt Schüler, die auch außerhalb der Schule mehr oder weniger regelmäßig Sport treiben. Deine Aussage, dass die 90 Minuten Sport in der Schule gar nichts bringen, weil man mindesten 150 Minuten in der Woche Sport treiben müsste, stimmt so nicht. Mehr Sportstunden in der Schule wären natürlich besser, aber wie gesagt leider sehr schwer umsetzbar und die bessere Alternative als 0 Minuten Sport in der Woche sind die 90 Minuten allemal.


    Ich habe sie überflogen und kann dir gleich sagen: Davon abgesehen, dass die Studie tatsächlich die Ergebnisse sehr in die Richtung dreht, die sie belegen will, tut sie in diesem Fall nichts zur Sache, da sie von anderen Altersgruppen und eben von anderen Sportarten ausgeht.


    Der Körper eines Kindes reagiert sensibler als der von Erwachsenen. Sollten 90 Minuten Sport in der Woche positive Auswirkungen auf die Gesundheit eines Erwachsenen haben, dann wird das vermutlich auch auf Kinder zutreffen. Zu den Sportarten habe ich doch gesagt, dass es ganz stark davon abhängt, was man in diesen 90 Minuten macht. Kern meiner Aussage war, dass allein 90 Minuten Sport in der Woche durchaus positive Auswirkungen haben können. Was aber auch nur eines von vielen Argumenten dafür ist, dass die 90 Minuten Schulsport sehr wohl gesundheitsfördert sind und wie schon gesagt besser sind als gar nichts.


    Doch. Meine 5,4% Stimmen. 5,4% aller Schüler, die in NRW am Sportunterricht teilnehmen, enden Aufgrund von Sportunfällen in Ärztlicher Behandlung. Was anderes behaupte ich nicht. Und in ärztlicher Behandlung landet man nicht wegen einem Blauen Fleck, sondern wegen Sachen, die zumindest eine schwere Prellung, eine Verstauchung und dergleichen darstellen. 0,18% aller Schüler werden in Folge des Sportunterrichts Mittelschwer bis Schwer verletzt, so dass ein Stationärer Aufenthalt nötig wird.
    Sorry, aber meine Quelle ist eine OFFIZIELLE QUELLE vom MINISTERIUM. Etwas glaubhafter, als eine Hausaufgabe.


    Ich habe deine Quelle nie hinterfragt, sondern deine Behauptung, dass sich diese 5,4% so schwer verletzen, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Ein Großteil dieser Verletzungen müssten eben nicht ärztlich behandelt werden. Aber scheinbar habe ich dich hier falsch verstanden. Denn in meinen Augen sind Verletzungen, die keine ärztliche Behandlung brauchen harmlos, auch wenn sich das erst beim Arzt herausstellt.


    Davon abgesehen: Jedwede Form der Diskussion erfordert akkurate Quellen, da eine Meinung per se bereits akkurate Quellen erfordert, da sie sonst sehr umstößlich ist.


    Diese Hausaufgabe hat ja eigentlich nur das Wort "häufig" deiner Quelle in Zahlen gefasst und war keine essentielle Information für die Diskussion, sondern nur so eine Zusatzinformation, die vielleicht interessant sein könnte und die man sonst nirgends findet. Insofern ist diese Hausaufgabe als Quelle völlig ausreichend, muss ja nicht automatisch Blödsinn sein, nur weil das von einem Studenten kommt. Ich sehe keinen Grund auf solche Informationen zu verzichten, weil sie vielleicht falsch sein könnten.

  • Ich sagte, ich kenne niemanden, der den Sportunterricht als demotivierend empfunden hat. Im Gegenteil, der Sportunterricht genießt einen sehr guten Ruf unter den Schülern.


    Vielleicht in Österreich, vielleicht an deiner Schule. Es wurden hier genug Gegenbeispiele gebracht. Ich kenne mehr Leute, die den Sportunterricht hassen, als Leute, die ihn toll fanden. Selbst unter Freizeitsportlern kenne ich kaum jemanden, der den Sportunterricht gut fand.


    Aber, dass der Sportunterricht nur als Auflockerung zum gewöhnlichen Schulunterricht dienen sollte, bezweifle ich mal ganz stark, keine Ahnung warum du mir immer damit kommst und was das für ein Argument sein soll.


    Weil es so ist. Der moderne Sportunterricht hatte die Aufgabe, den normalen Unterricht aufzulockern und die Schüler durch eine Abwechselung im Unterrichtsaufbau und durch Bewegung (Sauerstoff zu Hirn und so) Aufnahmefähiger zu machen. Ging natürlich auch mit der ganzen "In einem Gesunden Körper wohnt ein Gesunder Geist" Geschichte mit einher.


    Aber den Sportunterricht nur darauf auszulegen ist eine Verschwendung sondergleichen, weil die Schüler gar nichts davon mitnehmen würden.


    Weißt du, ich frage mich gerade zwei Sachen: 1) Kannst du lesen? 2) Hast du irgendeine wirkliche Ahnung von Pädagogik und die mit Lernen/Motivation verbundene Psychologie? Oh, und da ist auch noch eine dritte Frage: Hast du irgendeine tiefergehende Ahnung davon, wie der menschliche Metaborlismus funktioniert? Wie Muskeln aufgebaut wird und Stoffwechselumstellungen funktionieren?
    Würde der Sportunterricht Spaß machen, die Schüler intrinsisch motivieren und alles, dann würden die Schüler etwas davon mitnehmen. So, wie er aktuell aufgebaut ist - zumindest in Deutschland (mag sein, dass es in Österreich anders ist, mag sein, dass du an deiner Schuler supertollen Sportunterricht hast, aber bild dir nicht ein, dass das deswegen die Regel ist) - nehmen die Schüler nichts drauß mit.
    Gott, ich bin es so leid, mich zu wiederholen. Du bist einfach nicht fähig oder bereit, zu kapieren, was das Problem ist.


    Noch mal, ganz langsam, dami auch du es verstehen kannst: Einmal die Woche 90 Minuten Random-Sportarten zu betreiben bringt nichts. Wäre der Sportunterricht ein richtig aufgebautes Fitnessprogramm, dass medizinisch so zusammengestellt ist, dass es tatsächlich die Fitness der Schüler fördern würde, könnte es eventuell fördernd für die Gesundheit der Schüler sein. Ist er aber nicht. Der Sportunterricht besteht aus einer wilden Mischung wild zusammengewürfelter Sportarten, von denen die meisten gezieltes Training erfordern, um sie Gefahrlos ausführen zu können. Dies hat zur Folge, dass eine höhere Verletzungsgefahr entsteht, die Schüler aber auch nichts davon mitnehmen, denn nur weil sie vier bis zehn Wochen lang Fußball im Sportunterricht spielen - einmal die Woche, 50 bis 60 Minuten, da man ja Umziehen, Aufwärmen etc. abziehen muss - lernen sie keine Fußballtechnik. Sie bauen aber dadurch auch keine Koordination oder Ausdauer auf, weil Random-Fußballspielen diese nicht gezielt fördert. In einem Fußballverein ist das eigentliche Fußballtraining auch nur ein Teil des Trainings, der Rest allerdings ist eben gezieltes Training einzelner Faktoren. Lässt sich so auf jede einzelne Sportart übertragen. Dieses gezielte Training bietet der Sportunterricht aber nicht. Im Sportunterricht machen wir einfach nur Random 50 bis 60 Minuten einzelne Fußballtechniken, die wir so wirklich nicht mal in Grundzügen lernen, und dann bolzen wir ein wenig herum, wobei der Lehrer nicht mal drauf achten kann, ob Regeln eingehalten werden, da das ganze dafür ohnehin zu Chaotisch ist. Ebenso wenig kann der Lehrer oftmals die Techniken selbst demonstrieren oder den Schülern effektiv beibringen, da er es (wenn er es überhaupt selbst macht) nur einmal, zwei Mal vormacht und es dabei beruhen lässt.
    Halten wir an der Stelle fest: 1) Wild zusammengewürfelte Sportarten stellen kein effektives körperliches Training da. 2) Man lernt von der Technik der einzelnen Sportarten innerhalb von vielleicht 10 Stunden nichts. 3) Ohne Technik ist das Verletzungsrisiko in den Sportarten hoch.


    Nun könnte man sagen, dass der Sportunterricht ja den Schülern zumindest ein wenig Abwechselung der möglichen Sportarten zeigt und sie dadurch für etwas begeistert. Hierbei ist das Problem allerdings mehrerlei. Zum einen werden ohnehin wenig Sportarten behandelt, die man nicht ohnehin schon kennt (die einzige nicht so allgemein präsente Sportart, die im Lehrplan vorgesehen ist, wäre wohl Hallenhockey) und wenn sich ein Schüler wirklich für die Sportart begeistert, ist er meist schon im Verein. Eher weniger Präsente Sportarten (bestimmte Kampfsportarten, Klettern, Wasserball etc.) sind nicht vorgesehen - schlicht und ergreifend auch, weil dafür an vielen Schulen die Mittel fehlen. Der Sportunterricht bringt die Schüler also nicht an unbekannte Sportarten heran.
    Er weckt aber auch kein Interesse daran, sich selbst weiter sportlich zu betätigen, da es meist nun einmal so ist: Die Schüler, die gut in Sport sind und im Unterricht positive Bestätigung erfahren, machen ohnehin schon in ihrer Freizeit Sport und sind oftmals Mitglied in einem Verein. Die Schüler, die weniger gut sind, vor allem die, die den Sport wirklich nötig hätten (aka Couchpotatoes), blamieren sich aber widerum schnell, bekommen schlechte Noten und werden eher darin bestärkt, dass Sport nichts für sie ist - "Sport ist Mord".
    Also noch mal zusammengefasst: 4) Der Sportunterricht führt Schüler nicht an neue unbekannte Sportarten heran, in denen sie verborgene Talente entdecken könnten. 5) Zum Sport werden nur Schüler bestärkt, die ohnehin schon Sportlich sind (und dies eigentlich nicht nötig hätten).


    Kommen wir noch zu einem letzten angesprochenen Punkt: Sportunterricht stärkt das "Wir"-Gefühl der Klasse und soll Teamwork fördern. Nun, an der Stelle sehen wir mal in den realen Sportunterricht hinein: "Ich will aber mit Tobias in eine Gruppe. Und mit Stefan. Das sind meine Freunde!" - "Wieso müssen wir Saskia im Team haben? Dann verlieren wir doch!" - "Nein, mit dem will ich nicht ins Team! Iiiiih!" Kurz gesagt: In ein Team gehen meistens ohnehin schon Cliquen, die ohnehin schon ein Wir-Gefühl haben. Außenseiter werden immer als letztes Gewählt und werden durch den Sportunterricht nicht besser in die Klassengemeinschaft integriert, sich ihrer Außenseiterrolle nur bewusst. Teilt der Lehrer die Teams ein oder lässt diese Auslosen, dann ist das Geschrei und Gemäcker groß und anstatt, dass die Schüler als Team zusammenarbeiten, die normal nichts miteinander machen, wird am Ende eher die Schuld dafür, zu verlieren (und sei es nur ein einzelner Punkt) herumgeschoben.
    Dazu kommt, dass gerade für Außenseiter der Sportunterricht zur Tortur wird, da anders, als im normalen Unterricht, wo man sich einfach unsichtbar machen kann, wenn man nicht so gut ist, und niemand sieht, wie man Fehler macht, bei Sport die Mitschüler genügend Möglichkeit haben, einen in aller Ruhe auszulachen und zu drangsalieren. Man blamiert sich, wenn man schlecht ist, und dazu muss man dann auch noch meist kurze Sachen tragen, was besonders in der Pubertät für Schüler/innen mit wenig Selbstbewusstsein pure Folter ist!
    Kurz gesagt: 6) Der Sportunterricht verstärkt eine vorhandene Gruppendynamik nur - inklusive der negativen Aspekte - fördert aber kein allgemeines Wir-Gefühl. 7) Schüler, die sowieso schon Außenseiter sind, müssen im Sportunterricht oft starkes Mobbing über sich ergehen lassen (teilweise inklusive als Unfälle getartner Körperverletzungen).


    Dazu kommt eben noch der Auflockerungspunkt. Denn auch die Auflockerung ist durch den Sportunterricht nicht gegeben, da dieser eher schlaucht.



    An der Stelle sei noch mal verdeutlicht, was Bastet schon gesagt hat: Wir sagen nicht, dass der Sportunterricht per se schlecht ist, aber dass der Sportunterricht, so wie er aktuell ausgeführt wird, schlicht und ergreifend kein einziges mögliches Ziel erreicht.


    Dazu etwas später mehr.



    Deine Aussage, dass die 90 Minuten Sport in der Schule gar nichts bringen, weil man mindesten 150 Minuten in der Woche Sport treiben müsste, stimmt so nicht.


    Ich habe nie etwas von 150 Minuten Sport in der Woche gesagt. Ich habe gesagt, um eine dauerhafte positive Wirkung auf den Metaborlismus zu erzielen, muss man täglich mindestens 30 Minuten zielgerichtet Sport treiben und seine Ernährung idealer Weise umstellen.


    Der Körper eines Kindes reagiert sensibler als der von Erwachsenen. Sollten 90 Minuten Sport in der Woche positive Auswirkungen auf die Gesundheit eines Erwachsenen haben, dann wird das vermutlich auch auf Kinder zutreffen


    Und wieder trifft mein Kopf hart auf die Tischkannte. Wir sehen also: Selbst in einer Diskussion über Schulsport, kann man sich Verletzungen zuziehen.


    Das der Körper eines Kindes sensibler ist, als der eines Erwachsenen, heißt nicht, dass automatisch alle Wirkungen (positiv wie negativ) stärker bei Kinder zu sehen sind, wie bei Erwachsenen.
    Ich präsentiere dir hier einmal einen Einblick in den Körper eines Kindes, das normal keinen Sport treibt und auch noch (leicht) übergewichtig ist: "What the fuck ist hier los? Holy crap! Ich brauche Energie! Energie! Woher bekomme ich Energie?! Essen! Ich bekomme nichts zu essen? SCHEIßE! Ich brauche Energie! ENERGIE! Ich weiß nicht, woher ich sie bekomme. Ah, hier haben wir noch ein wenig Zucker im Blut! Oh, ja, das tut gut! Ich brauche Sauerstoff! Sauerstoff! Lunge, schaff mal mehr Sauerstoff an! Wie, du weißt nicht wie? Ohne Sauerstoff weiß ich nicht, wie ich an Energie kommen soll! ... ... Oh, Shi....."
    Der untrainierte Körper weiß nicht, wie er das Körperfett richtig verbrennt und ist auch damit überfordert im Fall, dass die Muskeln gefördert sind, die Energie richtig zu verteilen. Folge: Der Körper überhitzt und Unterzuckert, eventuell gibt es Sauerstoffmangel.
    Für den Körper sind das dann 90 Minuten Ausnahmezustand - nicht positiv zu sehen - da der Sportunterricht eben kein Aufbautraining darstellt.


    Ich habe deine Quelle nie hinterfragt, sondern deine Behauptung, dass sich diese 5,4% so schwer verletzen, dass sie ärztlich behandelt werden müssen.


    Aber genau das sagt meine Quelle. *headdesk* Meine Quelle redet nicht davon, wie du wüsstest, wenn du dir die verdammte Mühe gegeben hättest, auch nur einen halben Blick darauf zu riskieren, wie viel % der Schüler sich verletzen, sondern wie viel % der Schüler sich so schwer verletzen, dass sie in ärztliche Behandlung kommen, da die gesamte Desertation, die ich alle Quelle habe, von ärztlich behandelten Sportunfällen ausgeht - da diese, anders als die blauen Flecken und sonstigen Sachen, die nicht ärztlich behandelt werden - in genauen Zahlen messbar sind, da darüber von den Krankenkassen und Ärzteverbunden Buch geführt wird.
    Und dein ganzes "Die werden nur von übervorsichtigen Lehrern zum Arzt geschickt" Argument ist einfach Unsinn. Ein Lehrer schickt einen Schüler sicher nicht wegen einem blauen Fleck zum Arzt und das einzige übervorsichte ist, wenn Kopfverletzungen in Ärztliche Behandlung gegeben werden, da es sich dabei immer um eine Gehirnerschütterung handeln kann, weshalb auch manchmal eine einfache Kopfprellung zum Arzt geht. Aber ansonsten gibt es sogar auflagen dafür, was ärztlich behandelt wird und dass sind zum Beispiel Schwellungen, die in den meisten Fällen auf Stauchungen oder Zerrungen zurückgehen. Und nein, Stauchungen und Zerrungen sind keine Kleinigkeit und erfordern letzten Endes einen Arzt, da sie sonst schlimmer werden und schlimmstenfalls zu Rissen von Bändern oder Muskelnfasern führen können. Und ja, das weiß ich aus Erfahrung, nicht aus eigener, aber ich habe mal dabei zusehen dürfen, wie ein Idiot mit einer Bänderzerrung so lange rumlief ohne zu Schienen, bis das Band riss.




    Würde der Sportunterricht sinnvoll sein wollen und die Schüler wirklich Fördern wollen, so würde er vorrangig Aufbausport beinhalten. Sprich: Ausdauertraining, Bewegungstraining, Geschicklichkeitstraining, idealer Weise in Kurze - im Verlauf der Schulausbildung länger werdende Spiele eingebunden. Er würde Abwechselungsreich, aber nicht "random" (ein gutes Deutsches Wort fällt mit dafür nicht ein, weil Zufällig trifft die Bedeutung nicht ganz) sein und einzelne Übungen ausreichend machen, dass sie tatsächlich einen Dauerhaft positiven Effekt erzielen würden. Aerobic wäre hier übrigens sehr gut. Ebenso wie mehr Schwimmen.
    Er würde als Teamsport eigene Sportspiele einbinden, die Tatsächlich das Wirgefühl stärken.
    Idealer Weise würde man aus Jahrgangsstufen, eventuell sogar von mehreren Schulen, die Schüler nehmen und nach Geschlecht, sowie Sportlicher Leistung in ca 20 Personen großen Sportunterrichtsgruppen aufteilen, anstatt die Schüler in Klassen zu unterrichten, in denen sowohl Sportskanonen, als auch Couchpotatoes sind. In dem Rahmen könnten dann die Sportler sportlich anspruchsvolle Sachen machen (die sie nicht langweilen) und die "Coachpotatoes" bekämen ein gutes AUfbautraining, dass man eventuell mit Einblicken in verschiedene interessante Sportarten, die verschiedene Fähigkeiten erfordern, auffüllen könnte. Sollte dafür kein Fachpersonal zur Verfügung stehen, könnte man Trainer von örtlichen Vereinen zur Hilfe dazu holen.
    Es könnten sich so außerdem neue Gruppen bilden und auch dadurch das Selbstwertgefühl aller Schüler gehoben werden.


    Bei einer solchen Aufteilung, die es übrigens an manchen Schulen gibt, würde der Sport unterricht sinn machen und verschiedene Ziele erreichen.
    So, wie er aktuell in Deutschland und vielen anderne Ländern aussieht, aber nicht.

  • Weißt du, ich frage mich gerade zwei Sachen: 1) Kannst du lesen? 2) Hast du irgendeine wirkliche Ahnung von Pädagogik und die mit Lernen/Motivation verbundene Psychologie? Oh, und da ist auch noch eine dritte Frage: Hast du irgendeine tiefergehende Ahnung davon, wie der menschliche Metaborlismus funktioniert? Wie Muskeln aufgebaut wird und Stoffwechselumstellungen funktionieren?


    Weißt du wo das Problem liegt?
    Ich sage andauernd, dass ich mich nicht auf den deutschen Lehrplan beziehe. Du argumentierst mir aber immer wieder damit, weshalb es für dich kein Problem ist, meine Aussagen auseinander zu nehmen und ich mich dann eigentlich nur wiederhole. Ich gehe jetzt deshalb nicht weiter drauf ein. Der Punkt ist, dass ich dem:


    An der Stelle sei noch mal verdeutlicht, was Bastet schon gesagt hat: Wir sagen nicht, dass der Sportunterricht per se schlecht ist, aber dass der Sportunterricht, so wie er aktuell ausgeführt wird, schlicht und ergreifend kein einziges mögliches Ziel erreicht.


    nicht widerspreche. Was ich widerspreche, ist die Abschaffung der Noten im Sportunterricht und die Behauptung, dass Sport vordergründig als eine Auflockerung zum normalen Schulunterricht dienen soll, wobei hier von dir immer nur ein "es ist aber so" kommt. Um Missverständnisse vorzubeugen: Unter "Auflockerung zum normalen Schulunterricht" verstehe ich, dass die Kinder immer nur das machen, was ihnen Spaß macht. Natürlich entwickeln die meisten dann eine bessere Einstellung zum Sport als wenn sie unter Leistungsdruck stehen. Aber stell' dir mal vor, ein Kind weigert sich im Sportunterricht zu schwimmen, aus welchen Gründen auch immer. Dann wird es halt in der Schule nie schwimmen lernen. Oder stell' dir vor, die Kinder spielen im Sportunterricht immer Fußball oder irgendein anderes Spiel. Einige dieser Kinder wollen besser sein als alle anderen und trainieren deshalb fleißig. Was sie aber nicht wissen: sie machen sich mit ihrem falschen Training ihre Körper kaputt. Das sind nur zwei von etlichen Szenarien, warum Sport mehr sein sollte. Und das meine ich auch mit "etwas mitnehmen". Kinder sollten selbstständig in der Lage sein sauberen Sport betreiben zu können. Da ist es halt etwas kontraproduktiv, wenn immer nur Fußball oder Volleyball gespielt wird. Wenn sie spätestens nach der Schule nicht selbstständing anständigen Sport treiben können, dann hat ihen der Sportunterricht nichts oder meinetwegen sehr wenig für die Zukunft gebracht. Denn um die Kinder für Sport zu begeistern, braucht es nicht unbedingt Sportunterricht. Und auch Finnland kommt letztendlich nicht ohne Noten aus. Noten sind nicht dazu da, um Schüler zu motivieren, sondern um die Leistung der Schüler in möglichst vielen Gebieten einschätzen zu können, aber natürlich motivieren auch die Noten. Demotivierend sind die Konsequenzen schlechter Noten, nicht die Noten selbst.


    Noch eine letzte Ergänzung zu den Noten: Schüler die gut ins Schuljahr starten, bleiben meist das gesamte Schuljahr über konstant gut, während Schüler die weniger gut einsteigen, Probleme haben sich wieder zu fangen. Erfolg motiviert während Misserfolg demotiviert, ist kein Geheimnis. Intrinsische und extrinsische Motivation schließen einander nicht aus. Ganz im Gegenteil, Schüler mit guten Noten wollen meist ihre guten Noten behalten, lernen deswegen überdurchschnittlich viel und entdecken erst beim Lernen ihr Interesse am Schulfach. Noten haben daher nicht zwangsläufig einen negativen Einfluss auf die intrinsische Motivation. Das Problem das du hier ansprichst, liegt nicht an den Noten, sondern an den Konsequenzen der schlechten Noten.


    Und wieder trifft mein Kopf hart auf die Tischkannte. Wir sehen also: Selbst in einer Diskussion über Schulsport, kann man sich Verletzungen zuziehen.
    Das der Körper eines Kindes sensibler ist, als der eines Erwachsenen, heißt nicht, dass automatisch alle Wirkungen (positiv wie negativ) stärker bei Kinder zu sehen sind, wie bei Erwachsenen.


    Es wäre vielleicht gesünder für deinen Kopf, wenn auch du mal anfangen würdest genauer zu lesen.
    1) steht da 90 Minuten in der Woche, nicht 90 Minuten am Stück 2) steht da, dass die Wirkung stark davon abhängt, was man in diesen 90 Minuten macht und 3) steht da, dass diese positive Wirkung dann vermutlich auch auf Kinder zutrifft.
    Kinder befinden sich noch in der Wachstumsphase und reagieren deshalb sensibler auf Trainingsreize. Da ist es wohl naheliegend, dass diese 90 Minuten auch beim Kind etwas bringen könnten. Es muss nicht stimmen, aber es ist auch kein faktischer Unsinn und kein Grund den Kopf gegen den Tisch zu knallen.
    Was das Beispiel mit dem Kind sein soll... will ich gar nicht wissen. Ja es kann sich bei 90 Minuten Sport überanstrengen, das gilt allerdings für Personen jeder Altersgruppe. Oder willst du mir damit sagen, dass verschiedene menschliche Körper auf die gleiche Belastung unterschiedlich reagieren? Ich habe keine Ahnung.


    Ich habe außerdem nie behauptet, dass die 90 Minuten Sportunterricht in deutschen Schulen alleine gesundheitsfördernd sind. Meine Aussage war einzig und allein darauf bezogen:


    Denn einmal die Woche 45 bis 90 Minuten Sport zu treiben, stärkt den menschlichen Metabolismus nicht, noch hilft er den Kindern sich besser zu Koordinieren, noch wird dadurch die Ausdauer gestärkt.


    und sah in etwa so aus:


    Wäre der Sportunterricht ein richtig aufgebautes Fitnessprogramm, dass medizinisch so zusammengestellt ist, dass es tatsächlich die Fitness der Schüler fördern würde, könnte es eventuell fördernd für die Gesundheit der Schüler sein.


    da ich mich nie auf eine bestimmte Sportart beschränkt habe.


    Dass man mindestens 30 Minuten am Tag zielgerichtet Sport treiben muss, damit sich beim Stoffwechsel was tut, ist Unsinn, gerade Untrainierte wären damit total überfordert. Dass man da unmöglich eine allgemeine Aussage treffen kann, weil das von etlichen Faktoren abhängt, muss ich glaube ich nicht näher erklären.

    Aber genau das sagt meine Quelle. *headdesk*


    Deine Quelle sagt zu diesen 5,4% folgendes:


    Im Schulsport sind noch einmal 686.000 Sportunfälle zu vermelden. Hierbei handelt es sich häufig auch um Bagatellunfälle, bei denen eine ärztliche Konsultation weniger aufgrund der Verletzung als vielmehr aufgrund der Sorgfaltspflicht des Lehrers erfolgt.


    Man könnte auch sagen, dass ein Großteil dieser Verletzungen keine schlimmen Folgen haben und selbst nicht allzu schlimm sind. Das was du sagst, widerspricht dem tatsächlich nicht, nur man könnte es falsch auffassen. Verletzungen die so harmlos sind, dass sie hier gar nicht aufscheinen, interessieren übrigens erst Recht niemanden.


    Ok, jetzt kommt wirklich keine Ergänzung mehr :brainsnake:

  • Zitat von Alaiya

    Deine ganze Argumentation fällt in diesem Punkt wie ein Kartenhaus zusammen, weswegen ich mir auch nicht die Mühe machen werde, deine Zeitverschwendung der permanenten Selbstwiderholung zu zitieren:


    Mal so vorne weg Madame, mäßige dich bitte in deinem Ton. Eine Grundlage einer Diskussion sollte vor allem auch eine gewisse Sachlichkeit sein, sollte man eigentlich in deinem Alter und deiner Position im Forum wissen. Wir reden schließlich auch ganz sachlich mit dir.

    Zitat von Alayia

    Die maximal 90 Minuten Sport, die an einer normalen Schule unterrichtet werden, ändern nichts. Denn einmal die Woche 45 bis 90 Minuten Sport zu treiben, stärkt den menschlichen Metabolismus nicht, noch hilft er den Kindern sich besser zu Koordinieren, noch wird dadurch die Ausdauer gestärkt. Denn um etwas davon zu erreichen muss man JEDEN Tag Sport zumindest 30 bis 60 Minuten lang Sport treiben und idealer Weise noch seine Ernährung anpassen, da diese eben hilft, den Metabolismus vernünftig zu stärken und tatsächlich auch Einfluss auf Koordination und Ausdauer hat.


    Habe ich so auch niemals behauptet, ich habe sogar geschrieben, dass dem Sportunterricht viel zu wenig Aufmerksamkeit in der Schule gegeben wird. Optimaler wäre natürlich, wenn der Sportunterricht mehrmals in der Woche abgehalten wird, aber dass dies Utopie ist, braucht einem keiner sagen. Und eigentlich sollte man sich doch sowieso auch außerhalb der Schule sportlich betätigen, sofern das gesundheitlich möglich ist.


    Zitat

    Ursprünglich war auch das Konzept vertreten, dass Sportunterricht dazu dienen sollte, die Schüler zu entspannen und dadurch aufnahmefähiger für den Unterricht zu machen. Aber auch dies wird nicht erreicht, wenn man zu hohe Leistungen abverlangt, da die Schüler danach einfach nur überhitzt (und nicht selten auch unterzuckert) sind, so dass sie sich danach gar nicht konzentrieren können, was nicht zuletzt der Grund ist, warum immer mehr Schulen dazu neigen, den Sportunterricht in den Nachmittagsunterricht zu legen.


    Diese Zeiten ändern sich nur. Hier mal was aus den Rahmenrichtlinien des Landes Sachsen-Anhalts:

    Zitat

    Im Ergebnis eines gemeinsam gestalteten Unterrichts sollen die Kinder und Jugendlichen für regelmäßige sportliche Tätigkeit interessiert und dazu befähigt werden, den Wert sportlicher Aktivitäten für eine gesunde Lebensführung zu erfahren, im sportlichen Wetteifern ein verständigendes Miteinander zu praktizieren sowie einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt zu fördern.


    Wir sollten mal von dem Punkt wegkommen, dass wir hier ständig über Minderheiten diskutieren. Zumindest zu meiner Schulzeit war Sport ein Fach, was bei dem größten Teil der Klasse das Lieblingsfach war und bei ein paar wenigen in der Klasse, die halt extrem unsportlich waren (wobei vieles eher aus mangelnder Bewegung und damit auch ab einem bestimmten Alter aus eigener Faulheit resultiert), eben nicht so deren Ding war. Es werden auch andere Zielstellungen gesetzt, die vor allem die sportliche Handlungsfähigkeit, Sozialverhalten und Gesundheit umfassen. Und ich sage es mal so, bei demjenigen, der von vornherein will, bei dem kommen bestimmte Ziele auch an. Mir hat der Sportunterricht schon stellenweise geholfen, genauso wie meinen Mitschüler, gerade im Bereich Fitness. Ja es wurden durch den Sport sogar manche Schüler animiert, Sport zu treiben, weil man eben Disziplinen kennenlernte, die man so eben nie ausprobierte. Seitdem wir zum Beispiel Judo in der neunten gemacht haben, haben danach vier Leute aus unserem Jahrgang, die da mitgemacht hatten, eben auch mit Judo in der Freizeit angefangen, ich habe unter anderem dann doch dreimal die Woche mit Freunden nach der Schule Fußball gespielt, wurde sogar motiviert zur Steigerung meiner Fitness und Kondition jeden Tag bei passenden Wetter mit dem Rad zu Schule zu fahren (insgesamt 20 km am Tag). Was Sport braucht, damit er die Ziele erreicht, die er erreichen soll ist schlichtweg auch einen guten Sportlehrer, der fördert und eben auch fordert. Das es natürlich unter den Sportlehrern viele Flachzangen gibt, hast du ja am eigenen Leib erfahren, aber es gibt eben auch viele andere Sportlehrer und ich sage es mal so, bei uns an der Schule hielt sich das die Waage.

    Zitat von Alaiya

    Auch ist es nun einmal so, dass der Lehrplan im Schulsport, der hier immerhin die Grundlage für die Diskussion ist, zumindest in Deutschland keine Sporttheorie mehr vorsieht. Zumal diese eben relativ wenig bringt, da - und hier hat Bastet vollkommen recht - ich noch zehn Mal wissen kann, welche Muskeln ich wann anspannen muss: Es bringt mir nicht, wenn meine Muskeln sich nicht anspannen, was sie nicht tun, weil sie nie gelernt haben, wie sie sich so anspannen können. Ich kann auch ein Buch darüber schreiben, wie man Klavier oder Geige spielt, aber nur davon, das Buch zu lesen, wird niemand Klavier oder Geige lernen.


    Komisch, also bei uns gibts in der Kursstufe noch Sporttheorie, wir mussten sogar jedes Jahr eine Klausur darüber schreiben. Du solltest vielleicht nicht allgemein von Deutschland reden, sondern dich eher auf die Bundesländer speziell beziehen, da eben jedes Bundesland da doch seine eigenen Rahmenrichtlinien hat. So ist das erstmal nämlich falsch. :P

    Zitat von Alaiya

    Auch ist die Annahme, dass Ausdauer allein hilft, das Verletzungsrisiko zu verringern, absolut falsch. Genau so wenig hilft reine Ausdauer nicht, Ballbeherrschung zu bekommen oder - um auf den Auslöser von meinen Unfällen zurückzukommen - den Volleyball, der auf mich zukommt, richtig anzunehmen.

    Eine bessere Ausdauer fördert allgemein die Konzentrationsfähigkeit während des Sportes, da eine bessere Ausdauer Ermüdungserscheinungen des Organismuses vorbeugt, die dann unter Umständen in Unachtsamkeit resultieren würden, während Kraft dafür sorgt, das Knochen besser gestützt und Sehnen und Bänder besser geschützt werden. Ballbehrrschung erlernt damit zwar nicht, da hast du recht, aber es mindert das Verletzungsrisiko erheblich. Daran etwas zu machen, steht irgendwo jedem dann selber frei, zumal du dich beim Verletzungsrisiko iwie nur auf Volleyball versteifst.^^

    Zitat von Alaiya

    Der ideale Sportunterricht, der die körperliche Fitness erhöht und die Koordinationfähigkeiten stärkt, sowie seine eigentliche Aufgabe erfüllt und schlicht und ergreifend die Schüler auflockert, sähe in etwa so aus, wie das, was in vielen japanischen Firmen in der "Frühstückspause" gemacht wird: Eine Mischung aus Laufspiele, Aerobic und ähnlichen Übungen und würde jeden Tag 30 Minuten lang stattfinden.


    Wie oben bereits gesagt, er dient nicht mehr nur der Auflockerung des Schulalltages, er soll das Miteinander stärken und eben die Kinder befähigen selber Sport zu machen und eben auch ihren Körper selber zu erfahren.

    Zitat

    Denn am Ende läuft es immer darauf hinaus: Die Kinder, die sowieso Sport machen, weil sie ein vereinen sind, bekommen Bestätigung, die anderen Kinder werden demotiviert. Dies ist nicht förderlich, um die Kinder, die der Sportunterricht eigentlich erreichen sollte, zum Sport zu bekommen - im Gegenteil.


    Das kann ich so nicht bestätigen. Sportunterricht kann auch für unsportliche Kinder durchaus motivierend wirken, wenn verschiedene Rahmenbedingungen stimmen und da nimmt der Lehrer eine wichtige Position ein. gerade weil ich wirklich richtig gute und schlechte Sportlehrer hatte, weiß ich, wie wichtig gerade Sportlehrer sind, die am Vorankommen und dem Erfolg der Schüler interressiert sind, die eben den Schüler auch Ziele setzen und die Noten, die eben einfach nur ein Urteil über die erbrachte Leistung sind eben auch gerne mal dem Spielraum unterzogen wurden, den man als auch Sportlehrer hatte. Ein lehrer der eben alles unkommentiert lässt und eher nur: "tja, dann haste mit 3.30 m in Weitsprung nur halt ne vier" sagt, der treibt seine Schüler nicht an.
    Wenn aber ein Sportlehrer versucht klare Ziele zu setzen, zum Beispiel, versuche aus einer vier ne drei zu machen, versuche dich kontinuierlich zu steigern und der das unterstützt, durch regelmäßiges Üben und der einen dann aber auch wirklich etwas schleift und eine gewisse Selbstdisziplin verlangt, der einen anfeuert, dann macht das schon einen Unterschied aus. Spielräumen wurden ausgenutzt, wenn mal ein paar cm zur besseren Note fehlten, dann wurde eben die bessere Note gegeben, wenn man zeigte, dass man will. Er war aber eben auch Streng, zur Leistungskontrolle antanzen (die es so nicht gab, es gab einen Stichtag, wo man eben was gebracht haben musste, wenn man es körperlich auch konnte) und sagen "das kann ich nicht", gabs eben nicht, dann kam meist die Frage: "Warum kannst du es nicht?". Meist waren es nämlich die Pappenheimer, die diese Tour starteten, die auch vorher nie geübt haben, die eben auch gezeigt haben, dass sie absolut nicht wollten und da kann es nur eine Konsequenz geben und zwar Note 6 oder machen. Und jemand der will, der kommt eben nicht erst zur LK an, lässt das üben sausen oder lässt das fragen des Lehrers aus. Es war nie ein problem, wenn man mal ein wehwehchen hatte, aber da musste man eben vor der Stunde oder wenn es im Sport passiert ist, sofort zu ihm kommen, dann durfte man aussetzen, wenn es wirklich schlimm war und der Schüler starke schmerzen hatte, dann wurden Eltern eben alarmiert. Zumal solche Fälle, wo Atteste völlig ignoriert wurden, es bei uns nie gab, kann aber auch daran liegen, dass explizit draufstand, was man eben nicht machen darf.Ich meine, wenn auf dem Attest draufsteht "Person X darf keine langen Strecken laufen" dann ist man schon verwirrt, weil was ist eine lange Strecke. Das ist aber wieder ein problem, was nicht ein Probelm des Sportunterrichts an sich ist, sondern vielmehr eine Regelung der Formalitäten der zuständen Ärzte und Behörden.


    Zitat

    1) Er macht die Schüler nicht fitter oder gesünder, da er dafür zu selten stattfindet und außerdem nicht auf dieses Ziel aufgebaut ist, sprich die falsche Art von Sport repräsentiert


    Soll er nach den Rahmenrichtlinien auch erstmal gar nicht, er soll die Schüler befähigen, dass sie ihre Leistungsfähigkeit und Gesundheit selbstständig durch zielgerichtete Übungen erhalten können. Und ja, das lernt man, gerade im Bereich Fitness und Ausdauer wurden einige Übungen vorgestellt, die man zuhause machen kann. Das annehmen und in die Tat umsetzen muss der Schüler dann allerdings selber.

    Zitat

    2) Er macht die Schüler nicht aufnahmefähiger, da er den Schülern dafür zu viel abverlangt und genau deswegen an vielen Schulen in den Nachmittagsunterricht gelegt wird.


    Soll er mittlerweile auch nicht mehr, vielmehr soll er entspannen, was er auch tut, wenn er richtig durchgeführt wird, schließlich baut guter Sport sehr gut Stress ab.

    Zitat

    3) Er bringt den Schülern nichts über die Sportarten oder ihren Körper bei, da Theorieanteile fehlen und die einzelnen Sportarten zu oberflächlich behandelt werden.

    In Ansätzen allerdings schon, zumindest kann er interesse wecken für diverse Spiele und Sportarten und wenn man einen Sportlehrer hat, der eben auch etwas Leistungsbereitschaft fordert, nicht jedes einfach los geworfene "Das kann ich nicht mimimi" obwohl man es vorher nicht mal versucht hat, akzeptiert, dann erfährt man auch was über die Leistungsfähigkeit seines Körpers, wo die individuellen sportlichen Stärken liegen. Und mit Leistungsbereitschaft meine ich keinen Leistungsdruck sondern eben die Forderung, sich reinzuhängen und sich am Spiel und Sport zu beteiligen.

    Zitat

    4) Er fördert Schüler nicht, da er den sowieso sportlich tätigen Schülern keine Herausforderung stellt, die nicht sportlich tätigen Schüler aber überfordert. Aus diesem Punkt ist auch abzuleiten, dass die Benotung in dem Fach damit eine reine Benotung der Freizeitaktivitäten der Kinder ist, nicht aber der wirklichen schulischen Leistung.


    Das kommt auch teilweise auf den Lehrer an. Gabs bei euch keine Schulrekorde, die die besonders guten Schüler versuchten zu brechen? Und Überforderung kommt auch nicht zustande, wenn man Möglichkeiten einräumt, dass sich Schüler eben auch Ziele setzen, die ihren Vorstellungen entsprechen und der Sportlehrer diese entsprechend unterstützt. Sowas geht eben mit Verbesserungsvorschlägen seitens der Ausführung, Anfeuern, kleineren Zugeständnissen, etc. pp. Weiterhin sollte ich anmerken, dass in Sachsen-Anhalt zum beispiel nur zwei drittel der Unterrichtszeit des Schulsportes vorgegeben sind. Der Rest obliegt Lehrer und Schüler das restliche drittel zu nutzen. So kamen wir in der neunten zum Judo, was wirklich verdammt viel Spaß machte, da waren alle hellauf begeistert, sogar, die, die Sport dann immer zum Kotzen fanden, haben da mitgemacht, eben weil man da nochmal merkte: Der Lehrer ist am Vorankommen und Lernerfolg interessiert, er will den Schüler was bei bringen, was ihnen Spaß macht und Neugierde weckt, ja einige haben danach sogar Judo weitergemacht. Solche Lehrer geizen bei guter Leistung seltener mit Anerkennung, fördern die Motivation von Außen. Für eine intrinische Motivation bedarf es vor allem Freude und eben fest gesteckten Zielen, wo Noten natürlich eine Orientierungshilfe darstellen können und ein Ziel einfacher definieren können.

  • Ich komme ja aus Bayern und wollte was zum Thema Sport sagen. Ich finde, es kann nicht angehen, dass man eine Note 5 bekommt, wenn man 4,31 Minuten für einen Kilometer benötigt. Die Notenvergebung ist an diesem Punkt einfach zu streng. Und ich schaffe es nicht 1 Kilometer in 1,30 Minuten zu laufen. Ich brauche zwischen 5-6 Minuten.
    Außerdem ist die Verteilung des Unterrichtsstoff vollkommen falsch verteilt. Erst geht's richtig los, dann in der Mitte des Jahres nichts und plötzlich wieder als auf den letzten Drücker in die Köpfe der Schüler rein.

  • Ich sage andauernd, dass ich mich nicht auf den deutschen Lehrplan beziehe. Du argumentierst mir aber immer wieder damit, weshalb es für dich kein Problem ist, meine Aussagen auseinander zu nehmen und ich mich dann eigentlich nur wiederhole.


    Nein, das Problem liest woanders: Du gehst von Einzelfällen aus. Ich gehe von der Gesetzeslage aus. Ich habe eingeräumt, dass der Sportlehrplan in Österreich anders ist, weil ich selbst eine Weile in Österreich gelebt habe und das weiß. Ich weiß, dass der österreichische Lehrplan sowohl was die Sportarten, als auch was die Benotung angeht weitaus lockerer ist. Aber auch das ändert nichts am Grundprinzip vom Sportunterricht.
    Dein Fehler ist, dass du einzig und allein von deiner persönlichen Erfahrung ausgehst. Schön für dich, aber diese ist keine fachliche Grundlage für eine Diskussion.
    Und selbst in Österreich habe ich niemanden kennen gelernt, der durch den Sportunterricht sich zum Sport in der Freizeit motiviert gefühlt hat. Die einen haben vorher schon Sport gemacht, die anderen nahmen den Sportunterricht mit einem Schulterzucken hin. Und für Außenseiter war auch im "schönen" Österreich der Sportunterricht eine Qual.


    Um Missverständnisse vorzubeugen: Unter "Auflockerung zum normalen Schulunterricht" verstehe ich, dass die Kinder immer nur das machen, was ihnen Spaß macht.


    Das ist dann aber auch dein Problem. Unter Auflockerung im eigentlichen SInne wird verstanden, dass die Schüler etwas anderes machen, als Herumzusitzen und zu Büffeln und außerdem lockerer werden, wodurch sie danach aufnahmefähiger sein sollen. Habe ich eigentlich auch recht deutlich gesagt. Wenn du etwas anderes interpretieren willst, ist das nicht mein Problem.


    Was das Beispiel mit dem Kind sein soll... will ich gar nicht wissen. Ja es kann sich bei 90 Minuten Sport überanstrengen, das gilt allerdings für Personen jeder Altersgruppe. Oder willst du mir damit sagen, dass verschiedene menschliche Körper auf die gleiche Belastung unterschiedlich reagieren? Ich habe keine Ahnung.


    Mein Gott, ist es wirklich so schwer zu verstehen? Wie deutlich muss ich mich eigentlich Ausdrücken, damit du verstehst, was ich dir sage?
    Es soll folgendes heißen - ganz langsam und zum Mitschreiben - der Sportunterricht stärkt den Metaborlismus des untrainierten Kindes nicht. Das untrainierte, im schlimmstenfall leicht übergewichtige Kind hat einen Metaborlismus, der nicht weiß, wie er mit der plötzlichen Anstrengung umgehen soll, was ihn komplett durchdrehen lässt. Er weiß nicht, woher er die Energie bekommt, die die Muskeln nun auf einmal brauchen, weshalb er anfängt den Blutzucker zu verbrennen, der vorhanden ist. Bei sinnvoll aufgebautem Training würde Angefangen die Fettpolster zu verbrennen, aber der Sportunterricht ist kein sinnvoll aufgebautes Training, weshalb der Metaborlismus eben an den Blutzucker geht, was zu einer Unterzuckerung führt, was das Kind nicht nur weniger Aufnahmefähig macht, sondern dümmstenfalls zu Unwohlsein und etwaigen anschließenden Fressattacken führen kann.
    Auch weiß der Körper in dem Fall nicht, wie er den Sauerstoff richtig verteilt, da zur Energiegewinnung die Körperteile ja auch Sauerstoff brauchen.
    Da durch Sportlehrer und Gruppendynamik oftmals aber für das Kind es auch nicht möglich ist zu sagen: "Ich kann nicht mehr"/"Ich kann das nicht" ist es eben ein Dauerzustand. Muskeln müssen Aufgebaut werden, sie sind nicht einfach da. Aber dieses Ausnahmetraining einmal die Wochen baut keine Muskeln auf, sondern verwirrt den Körper praktisch nur. Weil der Körper merkt: Hey, da wird Adrenalin ausgeschüttet. Aber er weiß nicht wieso. Für den Körper ist es so, als würde das Kind nun einmal die Woche von einem Mammut verfolgt.


    Dass man mindestens 30 Minuten am Tag zielgerichtet Sport treiben muss, damit sich beim Stoffwechsel was tut, ist Unsinn, gerade Untrainierte wären damit total überfordert. Dass man da unmöglich eine allgemeine Aussage treffen kann, weil das von etlichen Faktoren abhängt, muss ich glaube ich nicht näher erklären.


    Wenn du als untrainierte Person in eine Fördergruppe gehst, wirst du aber tatsächlich, je nach Gruppe 20 bis 40 Minuten trainieren, wenngleich man es am Anfang wahrscheinlich nur alle 2 Tage machen kann, damit der Körper sich zwischendurch entspannen kann. Der Unterschied ist dann einfach: Das Training dann ist nicht wirklich anstrengend. Jedenfals nicht überanstrengend. Das ist kein Leistungssport, sondern Aufbausport.


    Mal so vorne weg Madame, mäßige dich bitte in deinem Ton. Eine Grundlage einer Diskussion sollte vor allem auch eine gewisse Sachlichkeit sein, sollte man eigentlich in deinem Alter und deiner Position im Forum wissen.


    Eine Sachlichkeit, die dir in jedweder Form bereits im ersten Beitrag fehlte, da du nicht von Tatsachen, sondern von Einzelerfahrungen ausgehst und diese durch permanente Wiederholung als Wahrheit verkaufen willst.


    Habe ich so auch niemals behauptet, ich habe sogar geschrieben, dass dem Sportunterricht viel zu wenig Aufmerksamkeit in der Schule gegeben wird. Optimaler wäre natürlich, wenn der Sportunterricht mehrmals in der Woche abgehalten wird, aber dass dies Utopie ist, braucht einem keiner sagen.


    Allein das stimmt aber so nicht, da der Sportunterricht, der aktuell an deutschen Schulen abgehalten wird, bei häufigerem Auftreten letzten Endes nur zu mehr Verletzungen führen würde.


    Wir sollten mal von dem Punkt wegkommen, dass wir hier ständig über Minderheiten diskutieren. Zumindest zu meiner Schulzeit war Sport ein Fach, was bei dem größten Teil der Klasse das Lieblingsfach war und bei ein paar wenigen in der Klasse, die halt extrem unsportlich waren (wobei vieles eher aus mangelnder Bewegung und damit auch ab einem bestimmten Alter aus eigener Faulheit resultiert), eben nicht so deren Ding war.


    Dann hattet ihr vielleicht eine tolle Schule mit tollen Sportunterricht.
    Ich habe jetzt ein wenig zu dem Thema gegoogelt, wie zufrieden Schüler mit ihrem Sportunterricht sind. Statistiken habe ich leider keine Gefunden. Moral der Geschichte sah aber dennoch in etwa so aus: Der deutsche Schulsport leidet darunter, dass es zu wenig junge, dynamische Sportlehrer gibt, die sich selbst am Sportunterricht (durch vorturnen und dergleichen) beteiligen, sondern viel eher vom Hallenrand aus beobachten, ohne aktiv ins Geschehen einzuschreiten, sobald die Vorgaben für die Lerneinheit gegeben sind. Diese Sportlehrer unterfordern oder überfordern die Schüler dann. Sprich: Entweder die Lehrer stehen da nach dem Motto "macht was ihr wollt", benoten dabei vielleicht sogar überdurchschnittlich gut, aber die Schüler lernen nichts, weil sie dem Lehrer auf der Nase rumtanzen, oder die Lehrer sind so streng, dass die Schüler (bis auf die ohnehin schon sportlichen) überfordert und demotiviert werden. Auch wird immer wieder kritisiert, dass viele Schulen den Sportunterricht von Jungen und Mädchen zusammenlegen, da hier durch genug Studien belegt wurde, dass dies die Leistung der Schüler einschränkt.


    Und generell, wie gesagt, ich war auf fünf verschiedenen Schulen, klingt das auch sehr plausibel. Gut, an den Sportunterricht der Grundschule erinnere ich mich kaum, aber an den drei Gymnasien sah es so aus:
    5-6 Klasse: Unsere Klasse hatte Herrn J., der wohl rein von dem was der Lehrplan erwartet, noch der idealste Sportlehrer war, den wir hatten. Er hat einen Abwechselungsreichen Sportunterricht gestaltet, der auch Klettern, Judo, Wasserball und Inlineskating beinhaltet hat, und hat vor allem auch "Das kann ich nicht" und "Ich habe Probleme mit meinem Asthma" akzeptiert. Die Parallelkasse A hatte benannte Frau S., Moral von zwei Jahren Sport bei Frau S in der klasse: Zwei gebrochene Arme, ein gebrochenes Bein, zwei Mal Hirnerschütterung, eine Platzwunde. Parallelklasse C hatte Herrn Z. und Herr Z. war ein Lehrer der "macht doch, was ihr wollt" Methode. Da wurde niemand überanstrengt, das Klima war auch gut, aber wirklich gelernt wurde am Ende auch nichts.
    7-8 Klasse: Unsere Klasse und Klasse A hatte Frau S., die Parallelklasse C hatte Herrn S., den Ehemann von Frau S.. Moral der Geschichte: In unserer Klasse hatten wir gesamt drei Brüche an Arm und Händen (einer davon bei mir), einen schweren Unfall beim Barrenturnen, und mehrere andere Unfälle. Beim Schwimmen ist uns beinahe einer abgesoffen. Parallelklasse A hatte den benannten Todesfall in der achten. Herr S. scheint, von allem was ich weiß, wiederum gut gewesen zu sein. Die parallelklasse C hatte einfach immer Glück. Herr S. scheint sehr stark auf individulle Förderung gegangen zu sein. Er hat auch an einzelnen Wochentagen angeboten, in den Naachmittagsstunden noch mal Übungen mit Schülern seiner Sportklassen (also Jahrgangsübergreifend) zu machen.
    9-10 Klasse - Schulwechsel: Persönlich der Sportunterricht, er mir am meisten Spaß gemacht hat. Wir hatten Mädchen und Jungen getrennt unterrichtet und die jüngste Sportlehrerin, die ich im Schulleben hatte, Frau F. Durch die Kleine Gruppe (16 Schülerinnen) konnte sie sehr gut auf die Individuelle Förderung eingehen, was darin resultierte, dass der Klassendurchschnitt sehr gut war. Die Jungen in meiner Klasse hatten Herrn H. - was weniger gut ankam. Dazu nun mehr:
    11. Klasse: Unterricht bei Herrn H. Wir haben es alle gehasst. Wohlgemerkt: Mädchen und Jungen hatten nun wieder gemeinsam Sport. Herr H. war Sportfanatiker. Herr H. war Volleyballtrainer der lokalen Mannschaften und fuhr, solang es warm genug war, jeden Tag die 18 km mit dem Fahrrad zur Schule und wieder zurück. Diese Fitness erwartete er von jedem Schüler. Dummerweise besaßen gerade einmal drei Schüler diese. Der Rest war unten durch. Auch dies führte, wie sich viele denken können, wieder zu einigen Verletzungen, da der Leistungsdruck groß war. Da wir ohnehin fast nur den Lieblingssport von Herrn H. gespielt haben, Volleyball, hatten wir gesamt am Ende des Schuljahres sechs Fälle von Brüchen des Arms, zwei überdehnte Sprungbänder, die mit Gips gekittet werden mussten, zwei Mal Gehirnerschütterung (einer davon resulierte tatsächlich aus "Ball in die Fresse", der andere war im Rahmen von Hallenhockey entstanden), zwei Platzwunden (einmal Hockey, einmal Badminton) und so viele Verstauchungen, dass ich aufgehört habe zu zählen. Ja, der Herr hat es geschafft mehr Kinder in ärztliche Behandlung zu bekommen, als Frau S., selbst wenn er keine schwerwigenden Verletzungen hervorgerufen hat.
    12. Klasse: Wir wurden in Leistungsgruppen aufgeteilt, beruhend auf den Noten der 11. Klasse. Bei Herrn H. hatte ich eine 5 (oder hätte sie gehabt, wäre der lokale Sportarzt nicht eingeschritten und hätte nicht aufgrund meiner vier Verletzungen und daraus resultierenden Abwesenheiten im Sportunterricht die Benotung verhindert), war also in der letzten Leistungsgruppe. Hier hatten wir Frau J. Und Frau J. war alt. So richtig alt. Sie stand kurz vor der Pensionierung. Moral der Geschichte: Narrenfreiheit. Endlose Narrenfreiheit. Allerdings war das am Ende dann schon wieder so unorganisiert, dass es den meisten auch keinen Spaß mehr hatte.
    13. Klasse - Schulwechsel: Ich weiß den Namen der Sportlehrerin nicht mehr. Habe die meiste Zeit den Sportunterricht geschwänzt - wie die anderen Mädchen auch. War aber gar nicht so schlimm, da der Sportunterricht sowieso häufig aufgrund des Baufälligen Zustandes der Sporthalle ausfiel. Gut, dafür konnte die Lehrerin nichts. Was ich allerdings aus den Stunden weiß, wo ich da war: Die Frau war zwar Jung, aber Maßlos überfordert - wahrscheinlich gerade, weil sie so jung war und unsere Gruppe mit über 40 Leuten zu groß. Resultierte in Chaos. Das war nicht mal Unterricht, sondern meist nur rumstehen. Deswegen sind wir auch nicht hingegangen.


    Generell weiß ich aber folgendes: An Gymnasium 1 hatten wir gesamt 7 verschiedene Sportlehrer. Frau S. war die mit Abstand unbeliebteste. Es gab noch einen anderen Lehrer, der sehr alt war, und ebenfalls unbeliebt war, weil er zu streng war und nicht auf die Schüler einging. Dann gab es Herrn S. und Herrn J., die beide recht guten Sportunterricht gemacht haben. Und dann Herrn Z., der wiederum so lasch war, dass er kaum als "Unterricht" bezeichnet werden konnte (ironische Weise war Herr Z. allerdings der strengste Musiklehrer, den ich je hatte). Von den anderen beiden weiß ich nichts, außer dass der eine ebenfalls schon über 50 und die andere wiederum gerade erst 30 war. Ich kannte aber niemanden, der bei denen Unterricht hatte, daher weiß ich nicht, wie der Unterricht da war. Moral übrigens: Bei Frau S. ging niemand gern zum Sportunterricht. Die meisten hatten wirklich ANGST vor dem Sportunterricht. Bei Herr J. und Herrn S. war es halt gemischt, weil es immer Leute gibt, die mit Lehrern nicht klarkommen (und Herr S. schüchterte allein dadurch, dass er ein bärtiger Riese war, viele Schülerinnen ein) und den Unterricht bei Herrn Z. mochten halt die meisten, nur Sinnvoll war er auch nicht so wirklich.


    An Gymnasium 2 hatten wir gesamt 9 Sportlehrer, da unserer Sportunterricht mit dem des Berufscolleges zusammengelegt war. Die Moral des Sportunterrichts war hier allerdings folgende: Da in den Jahrgängen 6 - 10 Mädchen und Jungen getrennt unterrichtet wurden und jeweils auch einen Lehrer des entsprechenden Geschlechts bekamen, da man dies in Sport als wichtig erachtete, lief der Sportunterricht in diesen Jahrgängen ausgesprochen gut, da er eben viele Einteilungen des guten Sportunterrichts erfüllte (kleine Gruppen, Geschlechtertrennung) und man außerdem drauf achtete, dass die jungen Schüler nicht mit den strengen Sportlehrern konfrontiert waren. Sprich: In den Jahrgängen war Sport für die meisten wirklich gut, auch wenn wir an der Schule während ich dort war, leider wenig machen konnten, da sich gleichzeitig unsere große Sporthalle, als auch das Schwimmbad in Renovierung befanden. Umso stärker war dann das negative Erwachen, wenn man ab der 11. in relativ großen Gruppen unterrichtet wurde. Zur 12. hin wurden übrigens die Leistungsgruppen beschlossen, da sich am Ende der 11. einige Schüler schlicht und ergreifend geweigert hatten zum Unterricht zu gehen und man hoffte dem dadurch entgegen zu wirken.


    An Gymnasium 3 habe ich, da ich dort ja nur kurz war, zu wenig von dem allgemeinen Sportunterricht mitbekommen und vor allem keine anderen Sportlehrer kennen gelernt, als meine eigene Lehrerin. Beliebt war Sport in meinem Jahrgang und dem darunter allerdings nicht, wobei ich nicht weiß, ob das am Unterricht, an den Lehrern oder der benannten baufälligen Sporthalle lag. An der Schule schwänzten sehr viele den Sportunterricht und gaben sich am Ende mit einer 4 auf dem Zeugnis zufrieden, für die sie dann zu den Leistungstests gingen.


    Generell erscheint das Problem allerdings leider sehr oft am Mangel an Sportlehrern in Deutschland zu liegen. Wobei dies, so behaupte ich, dann doch wiederum dafür spricht, dass da auch per se etwas falsch läuft. Denn wäre der Sportunterricht etwas tolles, so gäbe es mehr Leute, die selbst in die Richtung etwas machen wollen. Von allem was ich gelesen habe, ist es in einigen Gegenden aktuell aber so schlimm, dass mehrere Klassen zusammen von viel zu alten Sportlehrern unterrichtet werden. Vor allem in den ohnehin schon dicht bevölkerten Gebieten. Wobei es in den südlichen Bundesländern nicht ganz so schlimm sein soll. Aber gut, ich kenne allgemein das Vorurteil, dass im Süden der Schulische Unterricht besser und ausgewogener gestaltet ist und der Lehrermangel geringer.


    Ich allerdings habe in meinem Leben kaum Deutsche kennen gelernt, die durchgehend gerne am Sportunterricht teilgenommen haben. Eventuell bei einzelnen Lehrern, aber nicht am Sportunterricht per se. Nicht nur an meinen Schulen, auch an anderen.
    Deine Behauptung, dass es Ausnahmen seien, ist schlicht und ergreifend Unsinn.


    Komisch, also bei uns gibts in der Kursstufe noch Sporttheorie, wir mussten sogar jedes Jahr eine Klausur darüber schreiben. Du solltest vielleicht nicht allgemein von Deutschland reden, sondern dich eher auf die Bundesländer speziell beziehen, da eben jedes Bundesland da doch seine eigenen Rahmenrichtlinien hat. So ist das erstmal nämlich falsch.


    Ist es nicht. In keinem Bundesland ist Sporttheorie im Unterricht vorgesehen. Es ist den Schulen freigestellt, in der gymnasialen Oberstufe Sporttheorie als Wahlfach anzubieten, aber dies ist nicht verpflichtend und demnach auch eher eine Ausnahme, die vorrangig an Schulen mit Sportschwerpunkt auftritt.
    Die Rahmenbedingungen sind in Deutschland in jedem Bundesland dieselben. Glaub mir: Die Lehrpläne unterscheiden sich nur minimal. Was sich wirklich unterscheidet, sind die Mittel, die zur Verfügung stehen, wie auch diverse Ausnahmeprojekte.


    Eine bessere Ausdauer fördert allgemein die Konzentrationsfähigkeit während des Sportes, da eine bessere Ausdauer Ermüdungserscheinungen des Organismuses vorbeugt, die dann unter Umständen in Unachtsamkeit resultieren würden, während Kraft dafür sorgt, das Knochen besser gestützt und Sehnen und Bänder besser geschützt werden. Ballbehrrschung erlernt damit zwar nicht, da hast du recht, aber es mindert das Verletzungsrisiko erheblich. Daran etwas zu machen, steht irgendwo jedem dann selber frei, zumal du dich beim Verletzungsrisiko iwie nur auf Volleyball versteifst.^^


    Weil Volleyball nun einmal bekannt dafür ist, dass es für Verletzungen prädestiniert ist. Zwar sind statistisch gesehen Basketball und Fußball die Sportarten, die für die meisten SPortunfälle verantwortlich sind, jedoch nehme ich an, dass dies eher daraus resultiert, dass diese Sportarten häufiger gespielt werden. Auch wenn Fraglos das Verletzungsrisiko in beiden ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.
    Aber was du sagst, stimmt so schlicht und ergreifend nicht. Wenn man kein richtiges Muskelpaket ist, dann schützen Muskeln nicht vor verletzungen, so lange man nicht die Fähgikeit hat, sie dazu gezielt einzusetzen. Sprich: Muskeln anzuspannen. Und nur weil man nicht so schnell ausgepowert ist, kann man sich nicht besser auf einen Ball konzentrieren.
    Davon abgesehen, dass der Ausdauerlauf, den laut deiner Aussage jeder machen kann (was so auch nicht stimmt: In Großstädten gibt es teilweise einfach keine Laufstrecken in der Nähe und wenn man in einer sehr bergigen Gegend wohnt, ist es ebenfalls nicht zuträglich, da es da vielleicht möglich ist, aber einfach zu anstrengend um richtig anzufangen - und es gibt sicher noch andere Situationen, wo es einfach keine guten Möglichkeiten zum Laufen nahebei gibt) stärkt nicht die Muskeln, die ich brauche, um sämtliche Sportarten zu spielen, in denen Bälle durch die Luft fliegen.


    Das kann ich so nicht bestätigen. Sportunterricht kann auch für unsportliche Kinder durchaus motivierend wirken, wenn verschiedene Rahmenbedingungen stimmen und da nimmt der Lehrer eine wichtige Position ein. gerade weil ich wirklich richtig gute und schlechte Sportlehrer hatte, weiß ich, wie wichtig gerade Sportlehrer sind, die am Vorankommen und dem Erfolg der Schüler interressiert sind, die eben den Schüler auch Ziele setzen und die Noten, die eben einfach nur ein Urteil über die erbrachte Leistung sind eben auch gerne mal dem Spielraum unterzogen wurden, den man als auch Sportlehrer hatte. Ein lehrer der eben alles unkommentiert lässt und eher nur: "tja, dann haste mit 3.30 m in Weitsprung nur halt ne vier" sagt, der treibt seine Schüler nicht an.


    Aber die richtigen Rahmenbedingungen können nicht geschaffen werden, wenn der Lehrplan dies nicht zulässt. Solange Listen herausgegeben werden, die vom Lehrer verlangen, dass jemand, der mit 3,30m im Weitsprung eine 4 bekommt, egal ob der jemand nun 1,20 oder 1,50 groß ist, und das ganze davon ausgeht, dass Lehrer sowieso Klassen von 30 bis 40 Schülern unterrichten, kann dergleichen nicht erreicht werden. Sicher ist es schön, wenn es erreicht wird, aber es kann in den meisten nicht erreicht werden.
    Und ja, dazu kommt der Sportlehrermangel, der ja auch seine Gründe haben wird, und das daraus resultiertende: Es werden Sportlehrer, die Scheiße sind, nicht aus dem Verkehr gezogen. Wie gesagt: Wegen Frau S. gab es mehrfach konferezen. Wegen Frau S. kam jemand von irgendeinem Ausschuss, um zu kontrolliern. Frau S. unterichtet bis heute noch Sport an der Schule.


    Ich meine, wenn auf dem Attest draufsteht "Person X darf keine langen Strecken laufen" dann ist man schon verwirrt, weil was ist eine lange Strecke. Das ist aber wieder ein problem, was nicht ein Probelm des Sportunterrichts an sich ist, sondern vielmehr eine Regelung der Formalitäten der zuständen Ärzte und Behörden.


    Nun, der Lehrer weiß sehr wohl, was "Ausdauerlauf" ist. Und er weiß auch sehr wohl was "Sprinten" ist. Und gerade die alten Sportlehrer wissen in der Theorie sehr wohl, welche Sportarten welche Körperbelastung darstellen. Aber es ist ihnen halt egal.


    Dazu kommt vor allem folgendes: In JEDEM der deutschen Lehrpläne steht, dass der Sportunterricht dazu beitragen soll, dass die Schüler lernen, ihre eigene Fähigkeiten richtig einzuschätzen und entsprechend handeln. Dies wird aber von Lehrern, die sagen: "Stell dich nicht so an" nicht im geringsten gefördert. Denn nein, meiner Erfahrung nach, sind das nicht die "Faulen Säcke" die immer sagen "Das kann ich nicht", sondern Schüler, die tatsächlich Probleme haben und sich halt wegen motorischer Fähgikeiten mit Bodenturnen, wegen mangelnder Ballbeherrschung mit Basketball/Volleyball/Handball, wegen Höhenangst mit Klettern oder weil sie einfach nie Schwimmen gelernt haben mit dem Schwimmunterricht schwer tun. Meiner Erfahrung nach folgte in zwei von drei Fällen nach einem "Ich kann das nicht" - "Stell dich nicht so an" ein Unfall. Die sind nicht alle in Ärztliche Behandlung gegangen, aber es waren Unfälle, die deutlich vom Lehrer provoziert wurden, weil er eben das Urteilsvermögen des Schülers ignoriert hat, obwohl er dieses eigentlich fördern sollte.


    Und ja, das lernt man, gerade im Bereich Fitness und Ausdauer wurden einige Übungen vorgestellt, die man zuhause machen kann. Das annehmen und in die Tat umsetzen muss der Schüler dann allerdings selber.


    Also ich weiß nicht, was du für einen Sportunterricht hattest, aber wirkliche Fitnessübungen haben wir praktisch gar nicht gemacht. Vor allem nicht mit der Anweisung, wie man es RICHTIG macht. Ich konnte das, weil ich wegen meinem Rücken eine weile in Physiotherapie war und man mir dort eben auch solche Fitnessübungen gezeigt und beigebracht hat, aber in der Schule hatten wir allerhöchstens einmal die Anweisung "Jetzt machen mal alle 10 Liegestützen und 10 Situps", ohne dass jemand gezeigt hat, wie das richtig geht. Und Wenn man diese Übungen falsch macht, schaden sie mehr, als dass sie nützen. Und mal ehrlich: Um zu wissen, dass es Liegestützen und Situps gibt, brauche ich keinen Sportunterricht.


    Soll er mittlerweile auch nicht mehr, vielmehr soll er entspannen, was er auch tut, wenn er richtig durchgeführt wird, schließlich baut guter Sport sehr gut Stress ab.


    Wie schon gesagt: Er tut es nicht. Er unterzuckert und überanstrengt. Das ist alles andere, als entspannend.


    Es tut mir ja leid, Domi, aber deine Einstellung regt mich auf. Nur weil du es gut hattest im Sportunterricht, gibt es keinen Grund anzunehmen, dass es alle anderen auch so gut hatten und sich nur anstellen würden. Du bist die Ausnahme, nicht die Regel. Nicht anders herum. Vor allem so Sachen wie Judo und dergleichen in Sport sind Ausnahmen. Extrem seltene Ausnahmen. Weil die meisten Lehrer einfach kein Judo können.
    Außerdem zeigst du, wie Scept, deutlich, dass du wenig darüber weißt, wie Motivation funktioniert und wie Muskeln sich aufbauen. Anstatt die Lage differenziert zu betrachten, tust du alles mit "Wer schlecht in Sport ist, ist nur faul" und "Stellt euch nicht so an" ab. Du gehst einfach davon aus, dass alle anderen superfaul sind und deswegen schlecht in Sport waren.
    Zudem, ich wiederhole noch einmal: Ich hatte, bis auf in der 9. und 10. Klasse, meistens eine 4 in Sport (eine 3 auf dem Abgangszeugnis und ich habe keine Ahnung wieso, denn ich habe - wie gesagt - da ohnehin nur noch geschwänzt), obwohl ich eine sehr gute Ausdauer hatte und außerdem von der reinen Körperkraft und dem Muskelaufbau eins der stärksten Mädchen meiner Klasse war. Hat mir aber alles nichts gebracht, weil ohnehin fast nur Ballsport, vor allem Basketball und Volleyball gespielt wurde, ich aber nie die Entfernung zum Ball einschätzen konnte. Selbst in der 5. und 6. Klasse, wo wir auch Sportarten gemacht haben, die ich konnte, hatte ich am Ende nur eine Knappe 3, weil die guten Noten die schlechten auf Ballsport gerade nur so ausgleichen konnten

  • Eigentlich wollte ich mich ja raushalten, bin auch gleich wieder weg, aber ich doch nochmal kurz was zu sagen, danach seid ihr mich auch schon wieder los ^-^


    Zitat von Alaiya

    Der deutsche Schulsport leidet darunter, dass es zu wenig junge, dynamische Sportlehrer gibt, die sich selbst am Sportunterricht (durch vorturnen und dergleichen) beteiligen, sondern viel eher vom Hallenrand aus beobachten, ohne aktiv ins Geschehen einzuschreiten, sobald die Vorgaben für die Lerneinheit gegeben sind.


    Das! Genau das. Ich sprech aus Erfahrung. Die älteren Sportlehrer, die ich hatte (obwohl abgesehen von einer freundlich) haben sich viel zu oft einfach rausgehalten und uns mal machen lassen, was die Motivation noch mal zusätzlich gedämpft hat. Die beiden jungen Lehrer, die ich hatte, haben jedoch selbst spürbar mehr Motivation gehabt, auch vorgeturnt etc., gern auch mal die Aufwärmspiele mitgespielt und da hat man auch viel mehr Spaß am Unterricht, weil man merkt 'Ah, dem Lehrer liegt was an seinen Schülern, der will uns auch motivieren anstatt nur die Punkte festzulegen, uns zu kritisieren und uns machen zu lassen'. In den Zeiten ist Sport sogar zu meinem Lieblingsfach mutiert, aber von denen haben wir leider viel zu wenige... Klar, auch ältere Lehrer können sowas machen, aber jüngere wirken auch ein wenig authentischer, sie passen sich besser an unser Alter an auch charakterlich, verlieren aber trotzdem nicht den Respektsfaktor, und das nicht nur in Sport, hab ich vor allem in Mathe und Deutsch erleben dürfen. Da waren die jungen Lehrer einfach besser.


    Ach, und ich hab jetzt übrigens einen reinen Mädchenkurs (da Sportprofil körperliches Ausdrücken, der einzige Junge der das hat ist in dem anderen Kurs) und merke grade, wie viel besser das eigentlich ist - sogar Sportarten wie Fußball, die ich ungern spiele, machen mir Spaß, weil das Leistungsniveau viel ausgeglichener ist. (Und es keine Jungs gibt die einen mit harten Bällen bombardieren *hust*)


    /Molnija out

  • Du gehst von Einzelfällen aus. Ich gehe von der Gesetzeslage aus. Ich habe eingeräumt, dass der Sportlehrplan in Österreich anders ist, weil ich selbst eine Weile in Österreich gelebt habe und das weiß. Ich weiß, dass der österreichische Lehrplan sowohl was die Sportarten, als auch was die Benotung angeht weitaus lockerer ist. Aber auch das ändert nichts am Grundprinzip vom Sportunterricht.
    Dein Fehler ist, dass du einzig und allein von deiner persönlichen Erfahrung ausgehst. Schön für dich, aber diese ist keine fachliche Grundlage für eine Diskussion.


    Vergessen wir mal meine Erfahrungen, den deutschen und den österreichischen Lehrplan. Stellen wir uns nun folgende Frage: Kann der Sportunterricht mit gebündelten 90 Minuten so gestaltet werden, dass die Gesundheit der Schüler nachhaltig gefördert werden kann? Auf diese Frage basiert meine Argumentation und nicht auf Einzelfälle. Ich sagte dir schonmal, dass der deutsche Lehrplan nicht im Mittelpunkt dieser Diskussion steht. Er ist nicht optimal, das glaube ich dir schon (wenn auch nicht in diesem übertriebenen Maße). In diesem Thema geht es jedoch um REFORMEN, Verbesserungsvorschläge und nicht darum permanent auf den deutschen Lehrplan einzuschlagen. Natürlich kann der deutsche Lehrplan als Grundlage für die Verbesserungsvorschläge genommen werden. Aber von Null anzufangen geht auch absolut in Ordnung.


    Unter Auflockerung im eigentlichen SInne wird verstanden, dass die Schüler etwas anderes machen, als Herumzusitzen und zu Büffeln und außerdem lockerer werden, wodurch sie danach aufnahmefähiger sein sollen. Habe ich eigentlich auch recht deutlich gesagt. Wenn du etwas anderes interpretieren willst, ist das nicht mein Problem.


    Die Schulpausen dienen als Auflockerung. Da können die Schüler rumtoben wie sie lustig sind und tun dies erfahrungsgemäß auch. Ein Sportunterricht, der die Schüler zwingt Dinge zu tun, die sie nicht wollen, kann nicht als Auflockerung verstanden werden. Die Ziele die du hier beschreibst implizieren, dass die Schüler das machen, was ihnen Spaß macht, sprich eine Art verlängerte Pause im Turnsaal oder draußen bekommen, anders werden sie weder lockerer noch aufnahmefähiger, weil es immer welche geben wird, die keine Lust auf die aufgezwungene Aufgabe haben und gegebenfalls die schlechten Erlebnisse der Sportstunde mit in den nächsten Stunden nehmen. Aber aufgezwungene Aufgaben sind meiner Meinung nach nunmal nötig, weshalb "Auflockerung" nicht als zentrales Ziel verstanden werden kann. Eine Begründung dazu kommt gleich.


    Mein Gott, ist es wirklich so schwer zu verstehen? Wie deutlich muss ich mich eigentlich Ausdrücken, damit du verstehst, was ich dir sage?


    Nochmal ganz langsam, damit du nicht gleich in die Luft gehst: Die 90 Minuten am Stück sind im Allgemeinen zu wenig, damit sie sich merklich positiv auf die Gesundheit eines Kindes auswirken. Ich stimme dir hier zu. Aber unter anderem auch deswegen, soll der Sport in der Schule einen starken Fokus darauf legen, den Schülern beizubringen, wie sie selbstständig Sport treiben können. Dafür halte ich eine Theoriestunde für genauso unabdingbar wie aufgezwungene Übungen. Die aufgezwungenen Übungen sind allein schon zur Selbstreflexion der Schüler notwendig und weil es Übungen gibt, die idealerweise jeder können sollte, weil sie bei Unfällen hilfreich und unter Umständen sogar lebensrettend sein können, aber insbesondere auch weil viele davon im Alltag nützlich sind, z.B. beim selbstständigen Training. Darüber hinaus sollte es auch ein Anliegen sein, den Schülern die Angst vor gewissen Übungen zu nehmen. Wenn die Bastet keinen Handstand machen will, weil sie Angst davor hat sich zu verletzen, dann würde ich, auch wenn sie sich weigert, darauf bestehen, dass sie es zumindest versucht, um ihr die Angst zu nehmen und bei Erfolg ihr den Sport ein Stückchen schmackhafter zu machen. Natürlich kann man sie nicht mit Gewalt dazu zwingen. Wer sich aber weigert soll mit den Konsequenzen leben, in diesem Fall halt die schlechtere Note. Das soll jetzt bitte nicht so verstanden werden, dass die Note als Drohung herhalten soll, eher als Motivation.
    Dabei soll aber selbstverständlich NIE jemand so sehr an seine Grenzen getrieben werden, dass er sich die nächsten Tage kaum mehr bewegen kann oder gleich beim Sportunterricht kollabiert. Ein Sportlehrer, der nicht erkennt, wann die Schüler eine Verschnaufpause brauchen, gehört gewechselt.


    Ich habe jetzt ein wenig zu dem Thema gegoogelt, wie zufrieden Schüler mit ihrem Sportunterricht sind. Statistiken habe ich leider keine Gefunden.


    Ach komm, du hast nur nichts mit dem richtigen Vorzeichen gefunden :P
    Hier eine Statistik der Lieblingsfächer der Leipziger Schüler: 'klick*
    Dort ist der Sportunterricht für die männlichen Schüler mit großem Abstand das Lieblingsfach und neben Kunst auch das Lieblingsfach der weiblichen Schüler. Jetzt könntest du natürlich damit argumentieren, dass der Rest den Sportunterricht total verteufelt, aber auch dazu habe ich etwas gefunden, das nicht zur deiner Argumentation passt: *klick*
    Fazit: Du gehörst mit deinen Erfahrungen Gott sei Dank doch zur Minderheit. Du hast hier außerdem auch nichts anderes gemacht, als von deinen Erfahrungen auf die Allgemeinheit zu schließen, aber das nur so nebenbei...


    Außerdem zeigst du, wie Scept, deutlich, dass du wenig darüber weißt, wie Motivation funktioniert und wie Muskeln sich aufbauen.


    Ich hatte gerade erst im letzten Semester eine mündliche Prüfung in Anatomie und Histologie und hab' in Oktober jeweils eine in Biochemie und eine in Pathologie & Physiologe. Du kannst mir gerne Ahnungslosigkeit vorwerfen, wenn du mir das auch begründest, ansonsten nervt das einfach nur. Was habe ich denn bitte falsches zur Motivation gesagt? Du bist hier ja nicht einmal auf mich eingegangen :dos:

  • Ich sagte dir schonmal, dass der deutsche Lehrplan nicht im Mittelpunkt dieser Diskussion steht.


    Doch, diese Diskussion handelt nun einmal davon, wie das Bildungssystem ist und wie sinnig oder unsinnig es ist. Siehe Threadtitel. Lehrpläne sind nun einmal das IST.
    Davon abgesehen, sei anzumerken: Du bist in eine bestehende Diskussion reingegangen, die bereits am laufen war und deren Teilnehmer soweit offenbar von Lehrplänen ausgingen.
    Das hier ist kein Thread über Utopien, dies ist ein Thread darüber was IST und wie dies zu bewerten ist. Und was IST, sind nun einmal Lehrpläne.
    Dafür, dass du von diesen nichts weißt, kann ich nichts. Aber dann halt dich aus der Diskussion über die Lehrpläne und das Schulsystem heraus, wenn dich dies nicht interessiert. Der Thread heißt nicht: "Das ideale Bildungssystem" sondern "Bildungssysteme und was man alles verbessern könnte" und um etwas zu verbessern, braucht man eine Ausgangslage und das ist der aktuelle Sportunterricht und der beruht auf den aktuellen Lehrplänen.


    Und dafür, dass du unter "Auflockerung" was anderes verstehst, als ich es tue und es offenbar auch Politiker tun, kann ich nichts.


    Ich habe mehrfach schon gesagt, was ich verbessern würde und wie ich Sportunterricht gestalten würde. Darauf bist du aber nicht eingegangen. Stattdessen beharrst du auf einzelnen Punkten, wie dass Sportunterricht total super ist und man unbedingt noten braucht und Schüler ja ohne Zwang ohnehin nichts tun. Dabei pickst du dir auch immer nur einzelne Punkte aus meinen Antworten heraus, anstatt vernünftig auf diese einzugehen.
    Deine Aussage, warum Noten so wichtig sind, begründest du auch nur damit, dass Schüler sonst nichts tun, was so aber einfach nicht stimmt und was deutlich zeigt, dass du keine Ahnung von Motivation und dazugehöriger Psychologie hast.


    Ich wiederhole noch einmal - und das ist wirklich das letzte Mal, weil mir das ganz hier echt zu dumm ist, das, was ich schon mehrfach geschrieben habe, und das du jedes Mal ignoriert hast:
    Wenn wir davon ausgehen, dass Sportunterricht die körperliche Fitness steigern, Kinder zum Sport motivieren, Kinder aufnahmefähiger machen und die Gruppendynaik steigern soll, so sähe ein guter Sportunterricht so aus:
    Grundlage wäre, dass der Sportunterricht NICHT nach Klassen, sondern nach Leistungsgruppen innerhalb von Jahrgängen gegeben und nach Geschlechtern getrennt werden. Sind die Jahrgänge zu klein um vernünftige Leistungsgruppen zu bilden, wäre es anzudenken, die Schüler von mehreren Schulen zusammenzunehmen (was in der Mittelschule auch problemlos Schulformübergreifend sein kann). Dabei sollten die Leistungsgruppen allerdings nicht nach Körperlicher Leistungsfähigkeit, sondern nach Sportlicher Erfahrung gebildet werden (wobei sportliche Kinder, die selbst wenig aktiv Sport machen, wohl in eine mittlere Leistungsgruppe könnten), so dass man einfach einen gewissen Wissensstand voraussetzen kann.
    In einer Sportgruppe mit sportlichen Kindern, die in ihrer Freizeit auch Sport machen, kann man tatsächlich anspruchsvollen Sportunterricht mit Challanges und der gleichen gestalten, da der Sportunterricht diesen ohnehin wenig beibringen wird, da sie im Sportverein und ähnlichem ohnehin schon genug lernen, was Körperbeherrschung und dergleichen angeht. Allerdings sind diese auch eine wirklich gute Zielgruppe für tiefergehenden Unterricht, der auch Theorie vermittelt. Hier kann man aber auch Sachen, die sonst mit zu hohem Verletzungsrisiko verbunden wären, da hier die nötige Körperbeherrschung vorhanden ist.
    Die mittlere Gruppe sollte erst einmal Anfangen wirklich Übungen zu lernen, die die Fitness erhalten und dann einen eher vielseitig orientierten Unterricht machen, der ein paar Sportarten ausführlich behandelt und diese dann auch wirklich durcharbeitet, anstatt alle paar Wochen die Sportart zu wechseln.
    In der unteren Gruppe, die vorrangig unsportliche Kinder, die in ihrer Freizeit auch keinen Sport machen, beinhaltet, muss man erst einmal wirklich ein Interesse am Sport und an der Bewegung wecken und erst einmal Zeit in Aufbautraining investieren, bei dem die Kinder überhaupt einmal lernen sich koordiniert zu bewegen. Ausdauertraining, Muskelaufbautraining und dergleichen. Hier sind vor allem auch Sportspiele anzusiedeln, da es hier wichtig ist, Spaß zu wecken. Außerdem kann man hier Sportarten vorstellen. Diese sollten nicht unter Leistungsdruck behandelt, sondern eher im Rahmen von Schnupperkursen gegeben werden.
    Noten sollten nicht vergeben werden. Stattdessen reichen Zeugnisanmerkungen wie "Hat sich engagiert beteiligt", "Hat sich beteiligt" und "Hat sich nicht beteiligt" und dergleichen. Zwar könnte man innerhalb der Leistungsgruppen Noten vergeben, doch hätte dies einfach wenig Sinn. (Übrigens wäre ich für solche Anmerkungen nachwievor auch in Kunst statt Noten.)


    Dazu kämen natürlich immer wünschenswerter Weise engagierte Lehrer, die auf die Schüler eingehen.


    So würde der Sportunterricht dann auch seine Ziele erreichen.
    Er kann so Schüler allgemein zum Sport motivieren und würde Kinder, die ohnehin schon keinen Sportmachen, keine Ablehnung gegen diesen Anerziehen.
    Innerhalb der eingeschlechtlichen Leistungsgruppen ist auch das Gefühl sich zu blamieren nicht so groß. Außerdem ist durchmischen innerhalb des Jahrgangs immer gut.
    Die Kinder würden Sportlich trainiert. Vor allem die, die es nötig hätten. Sie würden dann auch ein Körpergefühl bekommen.
    Ohne Leistungsdruck ist das Potential für Verletzungen allgemein wesentlich geringer.

  • Was mich persönlich am Lehrplan für den Sportunterricht sehr stört ist der Schwerpunkt "Bewegung". Sinnvoll ist dieser Schwerpunkt ja aus mehreren Gründen nicht ( Alaiya hat das ziemlich gut abgedeckt) und in meinen Augen auch kontraproduktiv. Bewegung ist wichtig, in unserem Zeitalter der Technik mehr als jemals zuvor, weil man automatisch einfach öfters eher sitzen muss. Aber wie das nun mal mit der Wichtigkeit von Dingen, die nicht sehr populär sind, ist, muss es einem klar gemacht werden. Wenn man Kinder und Jugendliche zu sportlichen Aktivitäten motivieren will, dann muss man vor allem klar machen wieso und wie. Deswegen ist es für mich ein Unding gewesen, dass wir keine Theorie bis zur 12. Klasse hatten. Natürlich wurde uns erklärt, wie diese und jene Technik geht, aber das war es auch schon.
    Ich denke aber es ist sehr wichtig Schülern beizubringen, welchen Effekt Bewegung auf den Körper hat, wie man sich sinnvoll bewegt, welche Sportart für was gut ist und welche Dinge neben bei (z. B. Schlaf oder Ernährung) beachtet werden müssen. Ich wusste bis zur 10. Klasse nicht, was genau mit den Muskeln bei Muskelkater passiert. Ja, viel Bewegung= Schmerzen. Das hat für meine Freunde und mich aber auch bedeutet, dass wir was richtig oder gut gemacht haben, wenn wir Muskelkater kriegen. Dass ein Muskelkater nichts anderes ist als unzählige Risse in den Muskelfasern wegen Überlastung, klingt aber dann gleich viel anders :) Auch in Biologie hatten wir niemals viel darüber gelernt, wie man sich richtig bewegt. Natürlich die Funktionen von Körper und Muskeln mal durchgenommen, aber der Schwerpunkt war halt ein anderer. Und ja, ich verstehe, dass man nicht noch ein Lernfach mehr will. Aber man muss es ja nicht gleich wieder komplett zensurlastig machen, sondern einfach sowohl die Bewegung als auch die Theorie dahinter zum Zuge kommen lassen. Dann könnte vielleicht der ein oder andere Bewegungsmuffel durch die schriftliche Arbeit seine Note verbessern. Oder man lässt es gleich bleiben und entwickelt ein Unterrichtsprogramm, das Theorie und Praxis nah miteinander agieren lässt, um so die Theorie im Kopf der Schüler zu behalten. Man lernt ja nicht nur dadurch, dass man sich auf eine schriftliche Arbeit vorbereitet. Wenn man im Sportunterricht oft genug wiederholen würde, welchen Effekt jetzt diese oder jene Übung hat, bleibt das einfach irgendwann im Kopf der Schüler. Ich wage es sogar zu behaupten, dass mehr Wissen einige Schüler mehr zur freiwilligen Bewegung anregen würde. Schließlich ist das größte Problem von Schülern schon immer die Frage "Wozu brauch ich das später?" gewesen :D Unabhängig vom Fach. Sport hat hier total viel Potential ein Fach zu sein, wo Schüler sofort merken wofür sie es brauchen.