Freundschaft

  • Wieso habe ich hier noch nie gepostet. Das ist voll das schöne Laber-Thema.


    Was ist für euch bei einer Freundschaft wichtig?
    Eine tolle Frage, die ich nie wirklich beantworten kann. Ich glaube, vor so 10-15 Jahren hätte ich einfach Erwartungen runtergerasselt: Ehrlichkeit, Akzeptanz, Gemeinsamkeiten etc. Nicht dass ich diese Dinge nicht mehr als wichtig empfinde, aber irgendwie kamen durch Erfahrung andere Dinge hinzu oder haben zumindest diese Standard-Begriffe ausdifferenziert. Sehr wichtig ist mir Ausdauer und Beharrlichkeit geworden. Wenn man mit mir lange Zeit befreundet ist und in dieser Zeit auch nichts der Freundschaft Abbruch getan hat, dann bin ich einfach so ein treudoofer Hund, der deine Existenz überaus wertschätzt. Lange Zeit heißt allerdings wirklich lange bei mir, also ab zwei bis drei Jahren und höher, je nachdem was man in der Zeit auch für Konflikte gemeinsam bewältigt hat. Akzeptanz habe ich mit den Jahren auch sehr stark auseinander genommen, weil ich auch schon erfahren durfte, dass manche mit Akzeptanz eher Gemeinsamkeiten meinen. Es gibt aber unzählige Dinge, in denen man eben nicht der gleichen Meinung ist oder man handelt nicht ganz nachvollziehbar für den anderen. Wird das dennoch akzeptiert, weil dahinter keine Böswilligkeit steckt, dann ist es mir viel wert. Auf der anderen Seite liebe ich es viele Menschen mit unterschiedlichen Ansichten zu kennen. Das führt vielleicht dazu, dass ich auch mal dem ein oder anderen eine Moralpredigt halte, weil "man so mit Menschen nicht umzugehen hat und überhaupt seid mal alle höflich und lieb", aber ich fühle mich gleichzeitig ziemlich bereichert, weil ich Aspekte kennen lerne, für die ich alleine blind bin. Natürlich hat das auch seinen Rahmen und ab einem gewissen Punkt ist eine Freundschaft nicht möglich. Ehrlichkeit ist mir insofern wichtig, dass ich mich auf die Freunde verlassen kann. Zum einen, dass sie mir sagen, wenn ich nerve, damit ich das überdenken kann und gegebenenfalls an mir arbeiten, zum anderen auch, ihre Gedanken berichten (soweit sie sich wohl damit fühlen), damit wir weiter unsere Freundschaft festigen können. Letztendlich ist es aber recht schwammig, auch wenn man konkrete Beispiele im Kopf hat. Ich gehe zumindest keine Liste durch und hake sie ab, bevor ich wen als Freund bezeichne. Das ist dann eher so ein Gefühl.


    Sind Internetfreundschaften für euch das Selbe wie welche, die ihr z.B. in der Schule geschlossen habt?
    Ja, beide Arten können recht oberflächlich oder temporär sein, aber genauso dann über den "Ort" hinaus wachsen. Natürlich gibt es Einschränkungen, wenn zwei Personen einige Kilometer zwischen sich haben. Man kann sich nicht in der gleichen Form um den Freund kümmern, wie man es als Nachbar könnte. Heißt aber nicht, dass man gar nichts machen kann. Mir ist nur wichtig, dass es eben nicht nur bei Schule oder Internet oder Arbeit (etc.) bleibt, sondern, wenn sich die Möglichkeit ergibt, auf andere Lebenslagen ausweitet.


    Was erhofft ihr euch von einer Freundschaft?
    Erlebnisse/Erfahrungen teilen können, weil alleine ist nicht immer alles so toll und man möchte sich mitteilen. Auch wen haben, dem man eher persönliches anvertrauen und diskutieren kann. Theoretisch könnte man das auch mit Fremden im Internet heutzutage, aber ich brauche halt auch wen, der meine Situation und mich besser kennt und im Kontext richtig beurteilen kann. Dafür braucht es aber Menschen, die schon seit Jahren an deiner Seite sind. Außerdem möchte ich einfach viele Lebensweisen kennen und erfahren und das ist nur möglich, wenn man wirklich mit jemanden lange guten oder gar intensiven Kontakt hält.


    Sind Freunde eurer Meinung nach für das Leben wichtig oder geht es auch ohne?
    Soziale Kontakte sind wichtig, aber das müssen nicht immer Freunde sein. Kommt wohl auch auf das Individuum an und ob man das Bedürfnis nach sozialen Kontakten auch anders befriedigen kann. Ich selber kann es nicht, weil ich eben Zeit brauche und gleichzeitig bestimmte Dinge nur mit Freunden besprechen kann. Das funktioniert einfach nicht, was ich auch schon feststellen konnte. Letztendlich würde es bei mir darauf hinauslaufen, dass ich zwar viel über Alltag kommuniziere, aber belastende Dinge nicht.


    Habt ihr schon einmal Freunde verloren oder seid gerade dabei Freundschaft mit einer anderen Person zu schließen?
    Habe ich, ja. Nicht arg viele, weil ich auch gar nicht so viele "zum Verlieren" habe, aber leider doch genug, um das als unangenehme Angst mit mir zu tragen. Keine Freundschaft davon ist durch einen Streit zerbrochen, da gab es einfach andere Faktoren, die sich einer Freundschaft in den Weg gestellt haben. Was mich sogar mehr belastet als ein Streit, weil das schwieriger zu kontrollieren war.


    Müssen Freunde zwangsläufig die selben Interessen verfolgen?
    Es kann helfen, aber ich glaube, mit der Zeit muss das gar nicht sein. Zumindest wenn man mit Interessen sowas wie Hobbys meint, dann kann man drauf verzichten. Gerade bei (jungen) Erwachsenen liefert der Alltag auch oft gemeinsame Erfahrungen, die man immer zusammen besprechen kann. Dass man aber ein paar gemeinsame Gedanken zu Gott und der Wellt haben sollte, ist wohl durchaus wichtig. Die müssen nicht mal übereinstimmen, aber eben da sein. Anders könnte man doch gar nicht richtig kommunizieren.

  • Erst einmal: Wieso hat dieses Thema hier so wenige Antworten, trotz der Jahre die seitdem Startpost vergangen sind? Das ist schade. Das ist nämlich ein echt tolles Thema!
    Jetzt aber äußere ich mich zu den Fragen:


    Was ist für euch bei einer Freundschaft wichtig?

    Bei einer Freundschaft ist es mir sehr wichtig dass man sich gegenseitig vertrauen kann. Ich sehe niemanden als 'Freund' an, dem ich ein Geheimnis nicht anvertrauen kann, ohne vorher zu denken: 'Hm was passiert wenn er es weiter erzählt?' -> Dies sollte man bei einer Freundschaft nicht denken müssen.
    Man muss aufeinander zählen können. Wenn ein Freund Probleme hat, dass man dann nicht wegschaut, oder zu beschäftigt ist. Man hat immer Zeit um einfach nur mal zu fragen was denn los ist. Für diese kleine Frage ist immer Zeit. Und wenn ein Freund mit Problemen zu einem kommt: Nicht genervt sein oder denken 'Oh man, die hat auch keine anderen Sorgen. Merkt die nicht, dass ich nicht auch Probleme habe?' -> Für Freunde sollte man da sein. Wenn ein Mensch mit seinen Problemen zu dir kommt, dann meist weil er dir vertraut und auf deine Unterstützung, Hilfe, Rat ODER einfach nur ein offenes Ohr hofft. Man muss nicht immer den Helden spielen, oder Ratschläge geben, wie ein Waiser auf einem Berg. Manchmal reicht es einfach nur zuzuhören und sowas macht Freunde für mich aus.
    Vertrauen und Fürsorge.


    Sind Internetfreundschaften für euch das Selbe wie welche, die ihr z.B. in der Schule geschlossen habt?

    Nun, meine heutige beste Freundin habe ich vor zirka 6,5 Jahren in einem Onlinespiel kennengelernt. Natürlich haben wir uns inzwischen schon hin und wieder im echten Leben getroffen. Aber bis es dazu gekommen ist, dauerte es glaube auch zirka zwei Jahre. Doch zu dieser Zeit bezeichnete ich sie bereits als meine beste Freundin und dies ändert sich auch nicht. Egal was passiert.
    Nur weil man jemanden aus dem Internet kennt, heißt es ja nicht, dass er nicht auch ein richtiger Freund sein kann.
    Klar sollte man im Internet sehr vorsichtig sein. Wichtig ist, dass man dort nicht blindlings jedem vertraut und seine Adresse heraus gibt (dies sollte hier jedem klar sein xD), aber aus Erfahrung kann ich sagen, findet man auch einige gute Freunde im Internet.
    Allerdings würde ich da jetzt auch nicht jeden mit zu zählen, mit denen ich momentan zum Beispiel bei League of Legends täglich spiele. Wir lachen viel im Teamspeak, ärgern uns gegenseitig, verstehen uns echt gut... aber doch würde ich nicht behaupten dass wir jetzt alle richtige Freunde wären. Wir sind höchstens eine Gruppe die zusammen spielt und Spaß hat.
    Es kommt halt immer auf die Person an schätze ich mal.



    Was erhofft ihr euch von einer Freundschaft?

    Einen Menschen der immer da ist, wenn ich ihn brauche.
    Jemanden der mir zuhört, egal wie nichtig die Problemchen auch sind.
    Jemanden mit dem ich lachen und hin und wieder weinen kann (aber öfter lachen).
    Jemand mit dem ich einige Gemeinsamkeiten habe, egal ob Hobbys, Klamotten, Schauspieler, Beruf, Vorlieben o.ä.
    Und jemanden dem ich von meinen kleinen Hobbys erzählen kann, wie Sims oder Pokémon oder Trafalgar Law (xD), ohne dass er genervt ist, sondern es eher amüsant findet und dennoch mit mir herumalbert, obwohl er diese Hobbys gar nicht mag, oder halt nichts mit ihnen anzufangen weiß. Bestes Beispiel ist da wirklich Trafalgar Law. Ich liebe ihn. Ohne Scheiß, das ist verrückt und keiner aus meiner Freundesgruppe kann mit Law wirklich etwas anfangen, doch sie kennzeichnen mich immer alle mit Law. Wenn es zum Beispiel um Geschenke geht zum Geburtstag, kriege ich definitiv zu hören "Irgendwas von Law" oder: "Ja, Sandy. Das ist zwar nicht Law aber dennoch ist er doch akzeptabel oder?" - Halt kleine Sprüche zwischendrin, die zeigen, meine Freunde wissen wo meine Vorlieben sind und ärgern mich damit aus Spaß oder finden es selbst lustig, dass ich etwas zu stark als Vorliebe habe.
    Sie gehen damit halt so lustig um und das macht sie unheimlich sympathisch. :3

    Sind Freunde eurer Meinung nach für das Leben wichtig oder geht es auch ohne?


    Freund sind, meiner Meinung nach, extrem wichtig.
    Du brauchst sie, damit du klar kommst. Sie helfen dir aus jeder noch so kleinen misslichen Lage heraus, unterstützen dich nach all ihren Kräften und sind immer für dich da, wenn du sie brauchst.
    Nehmen wir mal an jemand hatte bis zu einem gewissen Zeitpunkt nur seine Eltern, weil er nicht mehr brauchte. Doch auch Eltern werden irgendwann nicht mehr sein... leider ist das so. Dann wäre dieser Mensch fortan einsam, wenn er nicht gerade Geschwister hat, die allerdings mit Sicherheit auch ein eigenes Leben haben und mit diesem Verlust dann auch erst einmal umgehen müssen.
    Dann wären Freunde da, um einen aufzufangen und die Stärke zu geben, die andere eventuell nicht geben können.
    Dies ist nur ein Beispiel, aber ich finde es ist greifend, warum man Freunde im Leben einfach braucht.


    Habt ihr schon einmal Freunde verloren oder seid gerade dabei Freundschaft mit einer anderen Person zu schließen?

    Leider vor Kurzem...
    Ich habe schon einige 'Freunde' verloren, wenn man sie so nennen möchte. Aber eigentlich möchte ich dies nicht. Denn sie waren einfach nur falsche Schlangen, die mich ausnutzen und für ihre Zwecke gebrauchten und irgendwann wurde ich weggeschmissen wie ein dreckiger Lappen, als sie was Besseres fanden.


    Doch bei der Freundin die ich vor Kurzem verlor, ist es etwas anderes.
    Eigentlich wollte ich hier jetzt ein wenig was dazu erklären, aber ich lasse es lieber. Dies ist das Internet und diese Sache ist dann doch ein wenig zu privat.
    Sagen wir einfach so: Jahrelange Freundschaft zerbrach an Eifersucht und Neid.


    Müssen Freunde zwangsläufig die selben Interessen verfolgen?

    Wie ich oben schon schrieb: Nein müssen sie ganz und gar nicht. :)
    Ich habe zwar mit meinen Freunden alle einige Gemeinsamkeiten, aber die Dinge die wir nicht gemeinsam haben, teilen wir dennoch alle miteinander und geben dennoch unsere Meinungen dazu kund. :D

  • Was ist für euch bei einer Freundschaft wichtig?

    Ehrlichkeit. Von Anfang an. Ich stelle mittlerweile alle Dinge klar von Politik, Sexualität, usw. da ich gemerkt habe, dass es nie eine Option ist wenn man schon von Anfang an Differenzen hat. Zumindest hat das bei mir nie geklappt. Und noch etwas: Wenns meinen Freunden dreckig geht bin ich für sie. Wenns mir selber nicht grade nicht so gut geht oder ich total KO bin bin ich eigentlich immer für sie da. Sozusagen: Alles was sie von mir wollen gebe ich ihnen natürlich auch zurück. Doch ich bin was Freundschaften angeht mittlerweile eh sehr viel vorsichtiger denn genau diese Punkte haben bei mir mal dazu geführt, dass ich einfach im Regen stehen gelassen wurde. Und natürlich ist es normal wenn Freundschaften zu Ende gehen, aber die Art wie die "Freundin" mir den Rücken gekehrt hat hat mich bis heute geprägt. Und das obwohl es nur 2 Jahre her ist. :tired:

    Sind Internetfreundschaften für euch das Selbe wie welche, die ihr z.B. in der Schule geschlossen habt?

    In der Schule? Guter Witz. Ich war Mobbingopfer. Meine Schulfreundschaften blieben nie von Dauer. Die Festesten die ich jetzt noch habe waren aus meiner Ausbildungszeit. Und dazu zählen gerade mal zwei. Ansonsten habe ich mit meinen Internetfreundschaften (Treffen sind noch geplant, aber das Erwachsenenleben lässt es leider nicht zu immer Zeit zu haben) mehr Tiefe und Innigkeit gehabt als mit so manchen "realen Freundschaften". Wie bei der Liebe kann man sich doch nicht aussuchen wo seine Freunde wohnen. Und im Normalfall ist es heutzutage einfach so, dass viele Freunde weit weg wohnen. Außer man hat extrem viel Glück. Zumindest meine Meinung zu dem Thema. :grin:

    Was erhofft ihr euch von einer Freundschaft?

    Das klingt so verzweifelt. Ich bin auch mal sehr lange ohne Freundschaft ausgekommen. Manchmal weil ich keine Wahl hatte, aber manchmal auch einfach weil ich nicht der Typ bin der x-beliebige Menschen in seine Kontaktliste aufnimmt. Ich bin zugegeben sehr paranoid. Doch das hängt auch ein wenig mit meiner persönlichen Macke zusammen. Fünf Freunde sind für mich das absolute Maximum (was ich momentan nicht mal richtig habe). Ich will meine Kontakte hegen und pflegen. Deswegen könnte ich niemals so einen großen Freundeskreis haben. Hätte dann einfach ein schlechtes Gewissen da ich eh der Typ bin der nur sehr selten mal was schreibt (was meine jetzigen Freunde natürlich wissen :grin:). Da ist es mir besonders wichtig Niemanden zu vernachlässigen. Und je mehr Menschen desto mehr Verantwortung. Zumindest aus meiner Erfahrung heraus.

    Sind Freunde eurer Meinung nach für das Leben wichtig oder geht es auch ohne?

    Oh ja, natürlich. Wie gesagt: Wenn es die Situation nicht zulässt ist es schon mies alleine zu sein. Doch ich ziehe ein Leben mit Freunden vor. Kommt wahrscheinlich davon, dass ich mein ganzes Schulleben lang Außenseiter war und quasi nie richtige Freunde hatte. Da war mal eine Freundschaft die ca. 1,5 Jahre hielt. Doch danach kamen nur noch falsche Fuchziger (im Dialekt gesagt ^^). Also Leute die mich im Regen stehen lassen haben sobald es ihnen zu doof war mit dem Freak der Schule rumzuhängen. :dos:


    Und ich bin sehr dankbar über meine jetzigen Freunde da diese mich einfach verstehen und so akzeptieren wie ich bin, aber nicht nur das: Egal wie dreckig es mir geht. Sie stehen mir bei. Und das bedingungslos. Genau wie ich bei ihnen. Ich muss sagen, dass ich in meinen letzten Freundschaften sehr viel gelernt hatte. Und bisher klappt das ganz gut, aber vielleicht ändert sich das auch wieder. Wer weiß. Der Leben ist ein einziger Wandel.

    Habt ihr schon einmal Freunde verloren oder seid gerade dabei Freundschaft mit einer anderen Person zu schließen?

    Oh ja, und das auf schmerzhafteste Weise. Ich will es nicht genau im Detail schildern, aber ich war mit dieser Person 2-3 Jahre befreundet. Bin leider gezwungen sie immer noch zu sehen da sie ein Teil der Familie ist. Ja, ihr habt richtig gehört: Eine quasi Verwandte meines Partners. Und das macht die Situation mega kniffelig. Hätte ich selbst nicht gedacht. Obwohl ich mittlerweile so halbwegs drüber stehen kann. Die Story ist eigentlich, dass sie sich null weiter entwickelt hat. Kennt ihr hängen gebliebene Schallplatten? So war sie. Nie offen für Neues. Zudem war sie anfangs sehr liebevoll und sanft, aber später hat sich ihre religiöse Einstellung ins Extreme verkehrt. Da war es für mich schon grenzwertig. Was noch dazu kam ist, dass sie permanent über sich erzählt hat. Jedoch nie mich zu Wort kommen hatte lassen. Meine Sorgen waren plötzlich nicht mehr so wichtig und da ich sogar sehr lange Zeit arbeitssuchend war durfte ich mir sogar einen sehr bösen Spruch von ihr anhören. Der Grund jedoch war, dass sie mit jemanden zusammen kam mit dem ich selber mal "befreundet" war (die Gänsefüßchen haben ihren Grund).

    Diese Person hat anfangs sehr viel geschleimt und so getan als ob. Und danach hat sich dort auch alles ins Gegenteil verkehrt. Das Ende vom Lied war, dass er mich ständig gepiesackt hat und mich extrem verletzt hat. Nur ein Beispiel: Mein Partner und ich sind Sammler. Das gebe ich auch gerne zu. Ich liebe unsere Nintendo- und Playstationsammlung. Das ist sozusagen unser Baby. Und ich hab über eine weitere Spielereihe geredet die ich mir holen wollte (er übrigens auch, aber das ist ja was vollkommen anderes :hmmmm:). Und als ich davon geschwärmt habe hat er mich einfach dreist beleidigt und sich nicht mal dafür entschuldigt. Im Gegenteil. Er hat sich extrem in die Opferrolle geschmissen und irgendwann war es so schlimm (vor allem mit der Nachmacherei), dass ich irgendwann sogar so im Tief war, dass ich keine Freude mehr empfinden konnte. Zwar wurde aus der einen Person und mir keine tiefere Freundschaft, aber sie hatte den Mut gehabt um mir diesen Tritt ins Hinterteil zu geben damit ich endgültig loslasse.


    Zwar war ich bis dato schon von ihn entfreundet, aber zu wissen, dass diese Freundschaft endgültig vorbei war hat mich seelisch sehr gebrochen. Doch seitdem ich weiß was er und sie waren (Energievampire, falls das jemanden geläufig ist) halte ich mich fern von solchen Menschen die mich nur aussaugen.


    Ich weiß nicht ob hier jemand ähnliche Erfahrung gemacht hat, aber ich wünsche sie Niemanden. Seitdem bin ich übrigens auch sehr vorsichtig was das angeht mehrere Freunde auf einen Haufen zu werfen (Geburtstagsfeier oder so). Denn das ist eigentlich nur passiert weil beide Silvester eingeladen waren. Und nur eine Woche später waren sie ein Paar. :wacko: Mahlzeit.



    ...

    Und nein ich war nicht auf Suche. Zufälligerweise hatte ich Ende letzten Jahres zwei wunderbare Menschen über eine Plattform kennengelernt wo ich aktiv meine Geschichten poste. Zwar konnten wir uns bisher noch nicht persönlich treffen (geskypt/bzw. Discord) wurde schon. Jedoch hat sich bisher noch nichts ergeben, aber das liegt einfach am typischen Erwachsenenstress. Freue mich aber schon wahnsinnig die Personen mal persönlich zu treffen. :grin:

    Müssen Freunde zwangsläufig die selben Interessen verfolgen?


    Nein, nicht unbedingt. Eine Freundin von mir hat nicht mal so den Interessenbereich was Gaming/Nintendo angeht, aber das ist kein Thema. Wir harmonieren total. Nur wenn die Interessen zu weit auseinander gehen denke ich kann das schon problematisch werden. Sie ist genau wie ich kein Partygänger und zieht die Ruhe vor. Ist für mich wie bei Paaren. Klar, kanns funktionieren wenn man keine selbigen Interessen hat, aber ich finde, dass das auf Dauer einfach nicht funktioniert da man sich ja doch irgendwo mal wünscht das man gemeinsame Interessen hat. Zumindest ist das meine Meinung zu diesem Thema.

  • Was ist für euch bei einer Freundschaft wichtig?

    Bei einer Freundschaft ist mir persönlich ganz besonders wichtig, dass man einfach offen und ehrlich seine Meinung sagen kann, ohne ständig in Angst leben zu müssen, dass wegen jeder bestehenden Meinungsverschiedenheit gleich die Freundschaft darunter leider, bzw. brechen muss!


    Sind Internetfreundschaften für euch das Selbe wie welche, die ihr z.B. in der Schule geschlossen habt?

    Grundsätzlich ja.


    Der Unterschied ist die Intensität.

    Wir alle sind mit unserem Alltag und unseren eigenen Problemen belastet/beschäftigt, was wiederum dazu führt, dass man nicht immer allen Freundschaften in entsprechendem Umfang gerecht werden kann.

    Natürlich sollte man sich die Zeit für seine Freunde immer nehmen, allerdings sollte man auch darauf achten, dass man sich dabei nicht selbst verliert!

    Gute Freunde sehen das zwar i.d.R. und weisen einen auch mal darauf hin, aber Freunde sind ebenfalls nur Menschen und auch mit sich selbst beschäftigt und können nicht rund um die Uhr darauf achten, dass wir uns nicht übernehmen.

    Freundschaften aus der Schule, auch wenn es nicht unbedingt viele waren, bestehen bei mir z.B. bis heute noch.

    Ebenso einige wenige aus dem Internet, daher betrachte ich es als ziemlich neutral.

    Der Vorteil den ich an einer lokalen Freundschaft sehe ist der, dass man sich eher treffen und gemeinsam Zeit verbringen kann, oder sogar Teile des Alltags mit der Freundschaft verknüpfen kann, was ich auch als sehr essenziell bewerte.

    Nachteile sind eben aber auch die Erwartungshaltungen innerhalb einer solchen Freundschaft, eben regelmäßig, auch in größerem Umfang für die Freundschaft und deren Belange zur Verfügung zu stehen.

    Bei einer Internetfreundschaft sehe ich den Vorteil darin, dass jeder sein Ding machen kann und parallel Zeit für die Freundschaft findet. Die Erwartungshaltung was die Präsenz innerhalb der Freundschaft angeht ist eben eine gänzlich andere ist im Vergleich zur Freundschaft vor Ort.

    Der Nachteil wiederum ist, dass man diese Freundschaft meiner Meinung nach trotzdem deutlich intensiver in ihrer Regelmäßigkeit betreuen/pflegen muss, sonst geht sie eher verloren.

    Zudem stellt die Distanz die bei einer solchen Freundschaft oft besteht ein lästiges Hindernis dar, wenn man sich treffen und sehen möchte, was besonders in der Anfangszeit sehr wichtig ist um sich auch vernünftig kennenzulernen.

    Zumindest besteht der Wunsch sich zu sehen bei jeder Freundschaft, denn es liegt in der Natur einer Freundschaft, dass man mit seinen Freunden gemeinsame Zeit verbringen möchte, was eben gerade am Anfang einer Internetfreundschaft meist nicht direkt erfüllt werden kann, was wiederum zu einer Sehnsucht führen kann.

    Was erhofft ihr euch von einer Freundschaft?

    Ich erhoffe mir von einer Freundschaft bedingungslose Aufrichtigkeit und Respekt für einander und dass sich eine Liebe zur Freundschaft entwickelt, dass sie ein familiäres Klima etabliert, denn eine Freundschaft ist immer nur so intensiv wie man sie selbst/gemeinsam gestaltet!


    Sind Freunde eurer Meinung nach für das Leben wichtig oder geht es auch ohne?

    Wie ich oben bereits erwähnte, halte ich es für essenziell Freundschaften zu haben und zu pflegen, allerdings behaupte ich auch, dass es mit einigen wenigen auch geht.

    Gar keine Freunde kann ich mir persönlich nicht als erstrebenswert vorstellen, auch wenn es sicher einige Menschen gibt die damit Vorlieb nehmen, aus welchen Gründen auch immer und damit für sich persönlich gut zurechtkommen.

    Ich wünsche mir einfach für mich und für jeden, dass man offen für neue Freundschaften bleibt, man aber auch nicht unter seine Würde sinkt nur um Freundschaften zu bilden und man seinen Prinzipien treu bleibt, damit sich diejenigen Freundschaften herauskristallisieren die von Bestand sind und dass diese auch gepflegt werden um das Leben zu bereichern.


    Habt ihr schon einmal Freunde verloren oder seid gerade dabei Freundschaft mit einer anderen Person zu schließen?

    Sowohl als auch.


    Wenn eine Freundschaft bricht, sei es durch einen Streit, oder andere Ereignisse, so kann man meist einen ziemlich guten Cut machen, abschließen und neu durchstarten.


    Anders gestaltet es sich bei Freundschaften die irgendwie immer noch bestehen, die allerdings nicht richtig und regelmäßig gepflegt wurden.


    So z.B. gestaltet es sich derzeit bei einem meiner (damals) besten Freunde, den ich bereits aus der Grundschule kenne und mit dem ich immer wieder sporadisch Kontakt habe.

    Wir waren beste Freunde bis zum Schulabschluss und darüber hinaus und auch als ich nach Niedersachsen gezogen war hatten wie über die Distanz weiterhin Kontakt und trafen und jedes Mal, wenn ich zu Besuch in der Heimat war.

    Nachdem ich zurückgezogen war bauten wir die Freundschaft wieder einigermaßen aus, aber irgendwie war es anders.

    Ohne es zu merken hatten wir beide uns verändert, wir waren nicht mehr die selben. Ich habe das Gefühl, dass wir beide weiterhin an der Freundschaft festhalten, gar klammern, obwohl diese eben nicht mehr das ist was sie mal war.

    Damals war er wie ein Bruder für mich und ich wage zu behaupten ich für ihn umgekehrt genauso, aber heute kommt es mir vor, als wären wir einfach nur Bekannte von früher die sich mal "Hallo." und "Wie geht es dir?" sagen.

    Worauf ich hinaus will ist, dass sich Menschen eben entwickeln und verändern und wenn man nicht am Ball bleibt und diese Veränderungen an seinen Freunden wahrnimmt man eben gefahrläuft, dass man sich auseinanderlebt und es dann oft schwierig fällt sich das einzugestehen.


    Derzeit bin ich dabei gefühlt einige neue Internetfreundschaften zu schließen und ich komme nicht drum herum zu bemerken, dass ich einfach nur absolut excited bin und gar nicht genug davon bekommen kann, bzw. es mir nicht schnell genug geht, da ich mich einfach nur riesig darüber freue und Spaß dabei empfinde. :)


    Müssen Freunde zwangsläufig die selben Interessen verfolgen?


    Nein!


    In einer aufrichtigen Freundschaft können Freunde sie selbst sein!


    Natürlich sind gemeinsame Interessen von Vorteil.

    Gar keine gemeinsamen Interessen wären in der Gestaltung der gemeinsamen Freizeit auf jeden Fall eine Herausforderung, aber ich persönlich schätze an Freundschaften eben auch die Diversität die sie mitbringen.

    Durch Freunde wird man auch immer wieder mit neuen Dingen konfrontiert über die man sonst nie nachgedacht hätte, oder man entwickelt sogar neue Interessen, die man nie erwartet hätte.


    Ich denke das ist dabei auch das Spannende, wenn man neue Menschen kennenlernt, nämlich das jeder verschieden ist und das ist auch gut so!

  • Zitat von Arrior

    Es ist niemals gerechtfertigt, jemanden fertig zu machen, selbst wenn er ein rassistisches und soziales A-loch ist

    Jeder Mensch ist gleich viel Wert und hat das Recht darauf, ein friedliches, würdevolles Leben zu leben.

    Ich verschieb's mal hier hinein, weil ich nicht weiß wo sonst und ähm... nein. Oder: kommt drauf an, was du darunter verstehst?

    Wenn jemand andere auf diese Art behandelt, dann ist das, was auf denjenigen zukommt, oft nur ein Backslash, das er hätte kommen sehen müssen und kein "fertig machen". Ich hab schon zu Genüge gesehen, dass sich solche Leute iR und im Internet ausheulen, dass sie ja "bloß wegen ihrer Meinung, die anders als die der anderen(tm)" sind harsch behandelt werden und kaum Freunde finden. Dann verdient man das auch.

    Wenn du die Leute siehst, willst du die Flucht ergreifen und irgendwann sagt man ihnen, wieso sie so ziemlich jeder meidet. Die sehen sich dann als Opfer und gehen dann jeden anderen rassistisch an, sind sexistisch, creepy und homophob und vieles andere, was man nicht haben und aus seiner Umgebung schnell loswerden will.

    Ich find, das ist ein Problem, dass solche noch denken, andere müssten ihnen ein friedliches Leben gewähren aka sie hätten auch das Recht auf Freunde und va. eine Freundin, und andere Verständnis für sie zeigen wollen. Du meinst es vielleicht gut, aber wie sollen die denn friedlich leben können, wenn die selbst diejenigen sind, die andere Menschen aufgrund von Rassismus und anderen Dingen angreifen?


    Viele Leute sind dann tatsächlich selbst Schuld, wenn sie es immer wieder versuchen und dann doch niemanden haben. Entweder sie sind schüchtern und leiden unter anderem unter social anxiety oder sie haben furchtbare Ansichten und Benehmen oder beides.

    Und um in irgendeiner Form geliebt zu werden, muss man erstmal irgendwo liebenswert sein und anderen einen Grund geben einen kennenlernen zu wollen.



    Da ich schon mal hier bin, beantworte ich nochmal die Fragen, da es schon eine Weile her ist. xD



    Was ist für euch bei einer Freundschaft wichtig?

    Was erhofft ihr euch von einer Freundschaft?


    Basic Decency (obwohl ich schon gehört hane "hohe Ansprüche" zu stellen, die für mich basic waren :/), emotionale Intelligenz, ein gewisses Maß an Gemeinsamkeiten, Interesse an bestimmten Dingen oder Einstellungen dazu und eine bestimmte Reife.

    Ich will auch nicht (auf eine negative, belastende Art) Mama für Leute spielen, mir seit langem nicht mehr die halbe Nacht über anhören "aber die Beziehung ging doch schon über zwei Wochen(!) und er liebt mich nicht mehr!!?? :("" und Ähnliches.


    Das ist zwar ein Teil von emotionaler Intelligenz, aber mir ist wichtig, dass Menschen reflektions- und änderungsfähig sind. Spätestens nachdem man öfter mitbekommen hat, dass Menschen drei Jahre später immer noch GENAU dasselbe Problem an euch herantragen, obwohl ihr es zigmal durchgekaut habt, und sie sich nicht verändern können, weiß man auch nicht mehr, was man machen soll. Diese Änderung muss nicht gleich morgen passieren, aber in einer absehbaren Zeit, die sich nicht über Jahre hinstreckt.

    Oder man bittet sie dieses und jenes zu unterlassen und denkt man hätte es geklärt, aber sie tun es immer wieder.


    Gemeinsamkeiten bedeutet jetzt nicht, dass andere meine Hobbies und Vorlieben komplett teilen müssen, aber gewisse Menschen sind einem in ihren Einstellungen viel lieber. Viele meiner Freunde iR sind selbst Studenten, in der Wissenschaft etc... die bringen eben ein gewisses Verständnis von den Dingen, über die man gerne redet, schon mit, auch wenn der Bereich ein ganz anderer ist. Oder zumindest interessiert daran ist in den verschiedensten Bereichen zu lernen und zuzuhören und so. Das reicht ja auch schon. Ich fühl mich schon von diesen Personen sehr angezogen, also va halt zwischenmenschlich, aber attraktiv kann das schon auch sein. xD

    Ein paar Gemeinsamkeiten sollte man schon teilen, um sich auf Augenhöhe zu begegnen. Wenn zB. jemand recht gläubig ist und ein wenig auf Esoterik oder sowas abfährt, ja okay, wenn mir dann Menschen, die recht wahnhaft in ihren Vorstellungen sind, und mir bestimmte Dinge aufdrücken wollen, kann ich das nicht mehr so ganz ernstnehmen. Also ... wenn es "extremer" ist.

    Ansonsten muss ich schon zugeben, dass mir dann doch recht viele Arten von Menschen unsympathisch (geworden) sind. Im Alltag zB. hat man dann auch öfter die "hach, ich bin nicht wie die anderen Frauen!!!" angetroffen, in der Jugendzeit hat man das noch selbst verschuldet, aber als Erwachsener und wenn das dann etwas extremer wird. Nope, NOPE.


    Ansonsten gibt es ja diesen eher kitschigen Spruch: Einen wahren Freund kann man um 3 Uhr anrufen, aber das ist ja wohl eher etwas, das man zu Teenagerzeiten getan hat. Dann wird man tatsächlich um halbvier angerufen und fühlt sich eher etwas... naja, bei zwei Malen etwas auf den Arm genommen und ausgenutzt. Man wusste, dass die Kollegin so melodramatisch war und einen Streit mit ihrem Freund wegen einer Nichtigkeit als eine Art Lebenskrise betrachtete. Und das wirklich um halbvier an Schultagen, am nächsten Tag war eine Schularbeit und sie hatte nichts Besseres zu tun als sich die ganze Nacht wegen einer Nichtigkeit fertigzumachen und zwei andere Leute aufzuwecken.

    Fand das dann doch rücksichtslos. Da waren wir keine 13 mehr, sondern so 18. Ich würde eher sagen: Ein guter Freund weckt dich nicht um 3 Uhr nachts auf. xD

    Den Spruch sagt man immer wieder schnell daher, weil er sehr romantisch klingt und alles, aber solange es keinen Todesfall gab, du nicht überfallen wurdest oder gerade deine Hütte abfackelt (who knows xD), gibt es nicht wirklich einen Grund dazu. Zumal ich heute mein Handy ohnehin immer auf lautlos geschalten hab. ^^"


    Ich mag auch mittlerweile, da ich halt um einiges älter geworden bin (aber ich hatte das früher auch schon immer wieder gedacht gehabt, in so manchen Momenten) diese Ansicht der "Leidfreundschaften" nicht mehr. Sprich diese typische Ansicht von "wahre Freundschaften zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass man sich einander hilft und bei Krisen unterstützt." Eine gewisse Unterstützung ist selbstverständlich, wenn gerade etwas Belastendes und Dringendes ansteht, aber wirklich gute Freundschaften sollten sich vor allem dadurch auszeichnen, dass man Zuneigung und Verbundenheit füreinander fühlt und man sich ziemlich gut kennt und deshalb in erster Linie sich sehr wohl fühlt, auch Spaß haben kann, Insider miteinander hat, etc ... nicht, dass man der emotionale Mülleimer für alles ist. Eine Freundschaft, in der man sich nicht wöchentlich mehrmals beinander ausweint, geht tatsächlich auch viel tiefer. Erst recht kann es sehr schädlich sein, wenn beide nicht reflektieren können und sich gegeneinseitig eher bemitleiden, als normales Verständnis füreinander aufzubringen, aber auf dem Boden bleiben.

    Zudem denke ich, dass man bereits in seiner Jugendzeit lernen sollte seine Probleme auch selbst anzugehen und nicht alles auf den anderen abzuladen. Man kann sich davon ja erzählen, aber da muss man sich ja auch nicht ALLES erzählen und bei jeder wichtigen Entscheidung andere miteinbeziehen.


    Auch was das Melden betrifft... manchmal schick ich meinen besten Freunden nur ein paar Memes in der Woche und dann reden wir vielleicht kurz über den Alltag und ich sehe manche Wochen nicht und dann hat man beim nächsten Treffen wieder was zum Erzählen. Manchmal kann man sich wiederrum ein-zweimal die Woche sehen und macht sich ein kleines Treffen aus. Es wohnen auch alle von diesen Freundschaften in Wien und Niederösterreich. Wir machen, wenn es geht, Spieleabende, gehen picknicken, auf Cons, ins Kino, in Bars und Karaokebars etc... sicherlich so zehn Mal und öfter im Jahr als etwas größere Gruppe, das haut schon hin. ^^

    Insgesamt habe ich schon einen größeren Bekannten- und eher kleineren Freundeskreis (aka, jene iR besteht vor allem momentan aus sechs Personen). Mir ist ein etwas größerer Bekanntenkreis nunmal auch wichtig.

    Ich lerne prinzipiell schon gerne neue Leute kennen, wenn sie sich normal benehmen und sympathisch sind, und die werden dann auch sofort zum nächsten, was auch immer ansteht gefragt, ob sie gerne mitkommen wollen. Man kann demjenigen ja eine Chance geben und ich hatte auch schon seltsame Bekanntschaften, die ich recht rasch wieder beendet habe.

    Es gibt genügend Menschen, die man gerne kennenlernen könnte und man findet eigentlich im Allgemeinen so gut wie immer einen neuen und besseren Freundeskreis, wenn der eigene Charakter dememtsprechend ist und man auch selbst etwas zutut.



    Sind Internetfreundschaften für euch das Selbe wie welche, die ihr z.B. in der Schule geschlossen habt?

    Im Prinzip sollten sie das sein, aber es darf nicht sein, dass man nur Internetfreunde hat. Bei manchen Leuten, bei denen es so extrem war, fühlt(e) man sich leider manchmal eher als sozialer, letzter Anker.

    Ansonsten hab ich früher schon einiges dazu gesagt.



    Sind Freunde eurer Meinung nach für das Leben wichtig oder geht es auch ohne?


    Natürlich sind soziale Kontakte, die über kurz grüßen und co hinausgehen, "überlebenswichtig". Ich halte jede andere Antwort bei den meisten(!) (nicht allen, zumimdest bei nicht neurotypischen Menschen, die da wirklich stark aus dem Raster fallen) oft für eine Art von Selbstbetrug. Sowas sag ich nicht gerne, aber hier passt es durchaus, da es sich um ein Grundbedürfnis handelt.



    Habt ihr schon einmal Freunde verloren?


    Natürlich, aber wer nicht? Manche waren echt Enttäuschungen, manche gingen auseinander. Ein paar wenige Male standen romantische Gefühle dazwischen und war zu dumm und jung damit umzugehen. Daher... beides. Bei fünf Freunden aus der Schule und dem erweiterten Bekanntenkreis daraus, fand ich es schade. Mein bester Freund aus dem Gym, zog in der dritten Klasse nach Amerika, weil seine Mutter dort einen guten Job bekam und mit dem und drei seiner Kumpels hatte ich viel Spaß und auch einiges durchgestanden. Der war ein ziemlicher MVP lol hab mich letztens erinnert, aber leider nicht auf FB oder so gefunden. Wär nett gewesen mal hallo zu sagen. xD Ich hatte auch 'nen Stand auf den und hab sogar bestimmt über 100 Dragonballfolgen mit ihm gesehen, obwohl ich den Anime damals bereits so, so schlecht fand. Bloß kann man als Kind nicht genau benennen und analytisch aufschlüsseln, weshalb man etwas schlecht findet, aber jedenfalls... sich das Anzutun, das heißt dann schon was lol



    Seid gerade dabei Freundschaft mit einer anderen Person zu schließen?


    - Auf jeden Fall jemand aus einer Arbeitsgruppe, in der ich bin. Ich hab mich auf Anhieb super mit ihm verstanden und fand ihn irgendwie faszierend und find ihn insesamt toll. xD Eine der ersten Dinge, die ich zu ihm gesagt habe, war, dass ich seinen Nagellack und seine Ohrringe super finde lol

    Das war bei einem anderen Bekannten von mir auch so. xD


    - Natürlich unsere zukünftige Mitbewohnerin. Da nimmt man sich ja schon im Vorhinein vor das nicht total oberflächlich zu belassen und klar wird man auch ein paar ihrer Freunde zumindest als Bekanntschaften kennenlernen.


    - Mit dem besten Freund von engen Freunde von mir. Er war der Klassenkollege von einem der beiden und sein Freund (also der, der nicht dessen Kollege war) hat etwas im Frühling mit mir und ihm zusammen unternommen, um eben den besten Schulfreund seines Partners besser kennenzulernen. Haben letztens erfahren, dass er und seine Freundin nach Wien ziehen und ich mag beide eben schon gerne. ^^ Ich kenne sie aber vor allem einem WA-Chat.

  • Ich hab schon zu Genüge gesehen, dass sich solche Leute iR und im Internet ausheulen, dass sie ja "bloß wegen ihrer Meinung, die anders als die der anderen(tm)" sind harsch behandelt werden und kaum Freunde finden. Dann verdient man das auch.

    Uff, ja, eben genau das. Ich finde generell, dass es leider zu viele Leute gibt, die nicht wirklich gut reflektieren können, wie sie sich artikulieren und auf andere wirken, mal ganz abgesehen davon, welche "problematischen" Meinungen sie vertreten. Und es ist das gute Recht eines jeden zu sagen "Sorry, aber mit einem Rassisten/Sexisten/sonstiges möchte ich nicht befreundet sein". Klar ist es im ersten Moment schmerzlich festzustellen, dass man von etwas vielleicht eine derart kontroverse Meinung hat, dass andere einen Bogen um jemanden machen. Unter kontroversen Meinungen verstehe ich noch nicht einmal "ich bin konservativ und der andere ist sehr links eingestellt", sondern einfach Aspekte und "Gewissensfragen", die andere Menschen abstoßen können.

    Generell ist es irgendwie inzwischen im Internet so, dass sich manch einer "zensiert" fühlt, und seinen Mangel an Freundschaften/Beziehungen auf andere Leute schiebt. Wenn man, wie du weiter unten sagst, irgendwo ein decent human being ist, findet man eigentlich irgendwie immer Freundschaften.

    Ich find, das ist ein Problem, dass solche noch denken, andere müssten ihnen ein friedliches Leben gewähren aka sie hätten auch das Recht auf Freunde und va. eine Freundin, und andere Verständnis für sie zeigen wollen. Du meinst es vielleicht gut, aber wie sollen die denn friedlich leben können, wenn die selbst diejenigen sind, die andere Menschen aufgrund von Rassismus und anderen Dingen angreifen?

    ^Amen sis.

    Es ist ja vollkommen okay sich seinen Frieden zu wünschen, aber auch hier muss man immer einen gewissen Spiegel vorsetzen und sich fragen "wait, sind WIRKLICH die anderen das Problem?" Denn in vielen Fällen kann man diese Frage mit "nein" beantworten, und die allermeisten Leute, die ich kenne, die wenige/gar keine Freunde haben, sind teilweise, sorry für die Ausdrucksweise, absolute garbage human beings. Laut, arrogant, fremdenfeindlich, von sich selbst absolut überzeugt, besserwisserisch, hochnäsig etc. Klar mag es auch Menschen geben, die den einen oder anderen Charakterzug auch aufweisen, und trotzdem Freunde haben. Aber ein Aspekt überschattet ja nicht automatisch eine sonst gute Persönlichkeit.

    Im Prinzip sollten sie das sein, aber es darf nicht sein, dass man nur Internetfreunde hat. Bei manchen Leuten, bei denen es so extrem war, fühlt(e) man sich leider manchmal eher als sozialer, letzter Anker.

    Ansonsten hab ich früher schon einiges dazu gesagt.

    Zumal es imo auch darauf ankommt, wie diese Internetfreundschaften aufgebaut sind. Verbringt man Zeit zusammen, aka spielt man Videospiele, schaut Videos, tauscht Musik aus und trifft sich ab und zu, oder sind das wirklich nur oberflächliche Konversationen, die kaum über ein "Hallo, wie geht's, was machst du, wie war dein Tag" hinausgehen.

  • Zitat

    Und es ist das gute Recht eines jeden zu sagen "Sorry, aber mit einem Rassisten/Sexisten/sonstiges möchte ich nicht befreundet sein"

    Natürlich ist es das gute Recht, aber wenn ich mir zum Beispiel Twitter da ansehe...wie oft habe ich schon gelesen 'entfolgt mir, wenn ihr xy wählt' oder 'ich will nicht mit euch befreundet sein, wenn ihr xy macht/unterstützt' und das ist teilweise einfach nur unglaublich starrsinnig und oberflächlich. Like mir sind alle anderen Eigenschaften desjenigen, unsere vielleicht jahrelange Freundschaft und unsere gemeinsame Zeit egal, nur, weil er einen bestimmten Makel (in meinen Augen) hat, der mich bis vor Kurzem nicht einmal gestört hat - mit solchen Leuten will man doch schon von sich aus nichts zu tun haben, wenn die das an so etwas festmachen ^^`

    Solange es keine extremen Ausmaße annimmt und/oder andere Menschen in irgendeiner Weise aktiv verletzt, können einem Sachen wie politische Gesinnung beispielsweise in einer Freundschaft doch erst einmal egal sein. Wie Feliciá bereits sagte, kann man trotzdem noch ein guter Mensch sein, trotz mancher Ansichten oder Eigenschaften. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein und so x=

  • Und es ist das gute Recht eines jeden zu sagen "Sorry, aber mit einem Rassisten/Sexisten/sonstiges möchte ich nicht befreundet sein". Klar ist es im ersten Moment schmerzlich festzustellen, dass man von etwas vielleicht eine derart kontroverse Meinung hat, dass andere einen Bogen um jemanden machen.


    Dann müsste man ja eigentlich auch bisschen masochistisch eingestellt sein lol

    Manche sind es bereits so gewöhnt den Kopf einzuziehen, dass sie es als normal empfinden. Wieso sollte man gerne bei jemandem sein, der einen dann ohnehin nicht ernstnimmt und mich diskriminierend behandelt... oder andere Frauen oder spezielle, andere Gruppen?

    Oder dann wird so gesagt: "Ich habe auch einen schwulen Kumpel, aber solange der es nicht an die große Glocke hängt und mir nicht an den Hintern grabscht und ich nichts von sehen muss, dann ist es mir egal."

    Für manche ist es so normal, dass andere Menschen diese Meinung haben, dass sie es sogar normal finden, wenn sie sich sogar bei ihren "Freunden" (lol...) einschränken und ihre Beziehung und anderes Selbstverständliches als eine Art zweiter Klasse betrachten.


    Zitat

    Und es ist das gute Recht eines jeden zu sagen "Sorry, aber mit einem Rassisten/Sexisten/sonstiges möchte ich nicht befreundet sein"

    Natürlich ist es das gute Recht, aber wenn ich mir zum Beispiel Twitter da ansehe...wie oft habe ich schon gelesen 'entfolgt mir, wenn ihr xy wählt' oder 'ich will nicht mit euch befreundet sein, wenn ihr xy macht/unterstützt' und das ist teilweise einfach nur unglaublich starrsinnig und oberflächlich. Like mir sind alle anderen Eigenschaften desjenigen, unsere vielleicht jahrelange Freundschaft und unsere gemeinsame Zeit egal, nur, weil er einen bestimmten Makel (in meinen Augen) hat, der mich bis vor Kurzem nicht einmal gestört hat - mit solchen Leuten will man doch schon von sich aus nichts zu tun haben, wenn die das an so etwas festmachen ^^`

    Solange es keine extremen Ausmaße annimmt und/oder andere Menschen in irgendeiner Weise aktiv verletzt, können einem Sachen wie politische Gesinnung beispielsweise in einer Freundschaft doch erst einmal egal sein. Wie Feliciá bereits sagte, kann man trotzdem noch ein guter Mensch sein, trotz mancher Ansichten oder Eigenschaften. Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein und so x=

    Ich glaube nicht, dass man solche Dinge (in den meisten Fällen) getrennt voneinander betrachten kann. Das zeigt doch erst den eigentlichen Charakter. Es macht natürlich dann schon wieder einen Unterschied, weshalb derjenige eine bestimmte Partei zB wählt, manche sind eben diese Protestler, die denken "ha, jetzt habe ich es der Regierung gezeigt!"


    Wenn jemand nunmal rassistisch ist und nie bereit ist das zu überdenken, aber zu mir persönlich freundlich ist, was sagt mir das? Derjenige akzeptiert mich nur, weil ich gerade in dessen Kram passe. Hätte ich bloß einen nicht deutsch klingenden Namen oder wäre eine andere Kleinigkeit nicht typisch mitteleuropäisch, würde mir derjenige ganz anders begegnen.


    Gerade Freunde sind Menschen, die man sich aussuchen kann. Wenn ich schon in der erweiterten Familie aufstehe, wenn ich gewisse, krasse Dinge höre, wieso sollte ich mir dann nochmal freiwillig diese Menschen aussuchen?

    Ich hab dir ja auch von diesem creepy Kerl erzählt, aber zuerst haben die Leute erstmal viel mehr akzeptiert, damit kein Konflikt entsteht, bis er sich nicht nur wie ein Hund benommen hat, der am liebsten ans Bein jeder Frau wollte lol, sondern dann auch stolz erzählt hatte "hahaha, dann hab ich die Nase des Kanacken gebrochen, indem ich bei der Übung das Gewehr zurückgestoßen habe. Das Bundesheer ist auch schon links-grün versifft, bin tatsächlich rausgeflogen!" NOPE.

    Und dazu muss man es nichtmal selbst getan haben. Derjenige, der das gut fand und dann drüber geschimpft hat, dass man "wegen so einem" entlassen wird, ist genauso widerwärtig.

  • Ich glaube im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass es viele verschiedene Arten von Freundschaft gibt. Für mich war als Kind immer Ehrlichkeit, Vertrauen, Gemeinsamkeit und auch eine gewisse Art von Spontanität wichtig. Wie stark diese Begriffe in einer Freundschaft verankert sind, kommt dann wohl auf die Person an. Eigentlich ist mir das bis heute wichtig, aber es gibt heute mehr Freunde in meinem Leben, die eher als Zeitvertreib „engagiert“ sind, weil man gern zusammen mal feiert oder weil man zusammen studiert. Das sind dann diejenigen, die ich meist als pragmatische Freunde sehe, die zwar da sind und es schön ist mit ihnen die Zeit zu verbringen, aber sie sind nicht solche mit denen man beispielsweise über alles reden kann. Und dann gibt es die, mit denen man eher über alles reden kann, die aber weit weg wohnen. Mit denen kann man durch die Entfernung und durch Arbeit, Studium, Verpflichtungen und Freizeitgestaltung nicht so viel Zeit verbringen.


    Zur Spontanität gehört zum Beispiel, dass es einfach ist etwas zusammen zu machen, sei es sich zu treffen, zu telefonieren, chatten oder sonst etwas, ohne vorher im Terminkalender nachzuschauen, ob man Zeit hat. Das ist für mich eine Art Wertschätzung. Dann bekomme ich das Gefühl, dass ich anderen wichtig bin und sie gern Zeit mit mir verbringen, und umgekehrt. Zur Spontanität gehört aber auch, sich nicht anstrengen oder irgendwie verdeutlichen zu müssen, dass man befreundet ist. Früher hat es meistens irgendwie „gefunkt“, man mochte sich, man war befreundet. Heute finde ich das viel schwerer. Es ist zwar einfach gewisse Gemeinsamkeiten zu finden und ins Gespräch zu kommen, aber dass sich daraus etwas längerfristiges entwickelt, ist selten. Wahrscheinlich ist es mittlerweile normal, wenn Freundschaften eher pragmatisch sind.