Sexualität, Geschlechter und Paraphilien

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  • Was ich meine ist, dass das mit den * für die Genderung erst der Anfang ist und es noch weitere Kreise ziehen wird. Man denke an die Black-Lives-Matter-Bewegung, die Politische Korrektness, Änderung von Wörtern, die Minderheiten verletzten können, etc.

    Die Welt ist im Wandel ja, und solche Sachen kommen immer mehr in den Köpfen der Menschen an. Sprache war jedoch schon immer sehr im Wandel, also denke nicht dass das jetzt eine große Neuheit ist dass die Menschen ihren Wortschatz und Sprachgebrauch umbauen. Abgesehen davon denke ich nicht dass da sich viel im Bezug auf PoC oder diversen Minderheiten ändern wird oder sogar muss. Zumindest fallen mir jetzt kaum konkrete Beispiele ein. Womit ich nicht sagen will dass es da hier und da noch einiges gibt, man denke allein an so Sachen wie mit "Zigeunersoße" oder in der Vergangenheit die Namen der Schaumküsse. Ich denke mal jeder weiß was ich hier meine. Das ist jedoch nichts was jetzt so präsent im alltäglichen Sprachgebrauch ist wie in den Fällen wo man mehr aufs Gendern achten könnte

    Bin schon gespannt, was da noch alles mit * kommen wird.

    Evtl. "Das ist eine reiche*Schwarz Person"

    Das ist halt kompletter Unsinn sich solche Sorgen zu machen, weil reich nach keiner Definition PoC ausschließt und schon neutral genug ist. Extra erwähnen zu müssen dass die Person schwarz oder weiß ist klingt viel rassistischer.
    Die Sprache wird sich nicht komplett neu erfinden und das will auch wirklich keiner.
    Es geht ja auch primär darum Achtsamkeit zu schaffen und gewisse Menschen nicht zu diskriminieren.

  • Es geht um Geschlecht. Geschlecht - die erste Schublade in die wir als Mensch in der Gesellschaft gesteckt werden. Darum und nichts anderes. Du verstehst wirklich nicht warum deine Aussage problematisch ist, kann das sein?

    Ja, kann durchaus sein, dass ich es nicht verstehe :pflaster:



    Extra erwähnen zu müssen dass die Person schwarz oder weiß ist klingt viel rassistischer.

    Nee, nicht schwarz - Schwarz. mit 'S' als Großbuchstabe.
    Darunter fallen alle Menschen, die Erfahrungen mit Rassismus machen.
    (Hier der Artikel, dann versteht man vllt. besser, was ich mein)


    Wenn also eine Person, die in das Schema passt, aber sich trotzdem davon abgrenzen möchte.

  • Nee, nicht schwarz - Schwarz. mit 'S' als Großbuchstabe.
    Darunter fallen alle Menschen, die Erfahrungen mit Rassismus machen.

    Aber das hat ja gar nichts mit der Änderung der Sprache an sich zutun, sondern eher mit dem Sprachgebrauch. Sie redet da in dem Beitrag den du verlinkt hast auch nur primär davon mit was für einer Intention man über die Hautfarbe oder Ethnie redet und gewisse Wörter benutzt. Das hat mit gendern auch nur so viel zutun dass dafür mehr Achtsamkeit her muss.

    Und deine komische Vorhersage mit "eine reiche*Schwarz Person" geht nach hinten los, weil das ja genau das Gegenteil ist von dem was sie in dem Beitrag erklärt.
    Z.B. extra zu sagen dass der Reiche eine "schwarze" Person, impliziert ja irgendwo dass das aussergewöhnlich sei, was wiederrum ganz offensichtlich super Futter für Rassismus ist. Also gibt es keinen Grund die Sprache so anzupassen wie in deinem Beispiel.

    Da wird halt niemand mit ausgeschlossen mit so wie es beim Gendern der Fall ist, da geht es ja um ein ganz anderes Prinzip von Akzeptanz und Identität. Beim Rassismus-Thema gehts halt darum dass man nicht möchte aufgrund seiner Hautfarbe oder Herkunft verurteilt werden. Wobei es beim Gendern-Thema wiederrum eher darum geht die Identität eines Menschen richtig anzusprechen.

  • Da wird halt niemand mit ausgeschlossen mit so wie es beim Gendern der Fall ist, da geht es ja um ein ganz anderes Prinzip von Akzeptanz und Identität. Beim Rassismus-Thema gehts halt darum dass man nicht möchte aufgrund seiner Hautfarbe oder Herkunft verurteilt werden. Wobei es beim Gendern-Thema wiederrum eher darum geht die Identität eines Menschen richtig anzusprechen.

    Nun, ich hatte es so impliziert, dass wenn man von Reichtum spricht, jetzt nicht als erstes jemand Schwarzen vor Augen hat. Genauso wie bei dem Beispiel mit dem Lehrer, bei dem man auch nicht zuerst an eine weibliche Person denkt.

    Und da bei beiden Themen die Betroffen wollen, dass man sie als Individuum und nicht als ein Objekt mit ein Label sieht, war für mich alles gleich. (Wobei man ja nicht gleich sagen müsste, dass man dies und jenes und hast-du-nicht-gesehen sei)


    Ich werde nochmal darüber nachdenken.

  • Meine 2 Cents als binäre Cisperson, also definitiv nicht jetzt als Expertenmeinung sehen, ist dass wir früher oder später einfach akzeptieren müssen, dass wir neue Worte im Deutschen hinzufügen bzw. erfinden werden müssen, um wirklich geschlechtsneutral zu sein. Da wirds dann sicher Gemeckere geben, aber ganz ehrlich, das können cis Menschen und binäre Menschen auch einfach mal aushalten, finde ich, sich an neue Begriffe zu gewöhnen. Im Englischen war they/them auch nicht instant akzeptiert, obwohl es sogar als Pronomen bis zu Shakespeare zurückzuführen ist - Da gabs auch viele Leute, die sich aufregten, das wäre ja zu neumodisch, grammatikalisch falsch, und und und. Solche Leute gibts immernoch heute, aber deutlich weniger, einfach weil sich Leute nicht unterkriegen ließen und auf die Verwendung bestanden haben (wär natürlich schön gewesen, das wäre einfach ohne Affentheater und Widerstand gegangen). Im Deutschen wird das denke ich nicht anders sein, aber das ist meiner Meinung nach kein Grund, es nicht dennoch zu tun. Gejammert werden wird sowieso, das war auch schon beim Einführen des "divers" Begriffs so. Sollten wir erst recht machen.

  • Es macht mich verständnislos, wenn Phädophile und Ephebophilie mit Beleidigungen und sexuellen Übergriffen gleichgesetzt wird. Beispiele, die ich so gelesen habe, möchte ich gar nicht erst erwähnen.

    Die Leute müssen ja Angst haben von der Öffentlichkeit angegriffen zu werden oder im eigenem Umfeld. Pädophil sein ist einfach nur der Begriff dafür sich sexuell zu präpubertierenden Kindern hingezogen zu fühlen. Die Leute haben es dann eh schon schwierig genug, weil sie ihre Sexualität niemals in irgendeinerorm physisch ausleben können. Vielleicht in ihrer Phantasie, aber auch da nur sehr eingeschränkt. Die Person hat schon mit ihrer Sexualität und sich möglicherweise selbst genug Probleme und dann wird sie von anderen noch angegangen.

    Es ist ein emotionales Thema, trotzdem sollte man Betroffenen gegenüber nicht "unfair" werden.

  • Die Leute müssen ja Angst haben von der Öffentlichkeit angegriffen zu werden oder im eigenem Umfeld. Pädophil sein ist einfach nur der Begriff dafür sich sexuell zu präpubertierenden Kindern hingezogen zu fühlen. Die Leute haben es dann eh schon schwierig genug, weil sie ihre Sexualität niemals in irgendeinerorm physisch ausleben können. Vielleicht in ihrer Phantasie, aber auch da nur sehr eingeschränkt. Die Person hat schon mit ihrer Sexualität und sich möglicherweise selbst genug Probleme und dann wird sie von anderen noch angegangen.

    Uff, schwieriges Thema. Es ist halt oft nicht ein "einfach nur", sondern bei genügenden Beispielen führt es ja letztendlich wirklich dazu, dass Kinder missbraucht werden. Übrigens nicht nur Kinder, sondern auch Minderjährige generell, und Grooming ist auch ein existentes Ding. Man sollte (sexuelle) Gewalt an Kindern - und übrigens jeder Person - weiterhin verurteilen, aber ich gebe dir insofern Recht, dass man für diese Leute unbedingt Therapieplätze schaffen muss. Pädophilie betrifft leider mehr Menschen als uns bewusst ist, und wir müssen daran arbeiten dass es für Betroffene Möglichkeiten gibt davon loszukommen. Es ist aber trotzdem nicht mit Dingen wie Homosexualität, Transgeschlechtlichkeit oder sowas zu vergleichen, weil Pädophilie im Gegensatz zu anderen Sexualitäten nicht impliziert dass andere zu Schaden kommen. Klar kannst du n gay pedo sein, aber der Aspekt, der Schaden anrichtet, ist die Pädophilie. Pädophilie kann und wird nie eine safe, sane und consensual Sexualität/Fetisch/was auch immer sein, weil Kinder keinen Consent geben können. Und als solches sollten wir es auch behandeln, weder für denjenigen der diese Störung hat, noch diejenigen, die da mit reingezogen sind, wird es je "sicher" sein.

  • Feliciá

    Das mag ja sein, aber ich habe es auch hier oft genug erlebt, dass selbst die aufgeklärtesten Menschen das Problem eher vergrößern und die Gefahr antreiben, indem sie sehr, sehr unbedacht das Wort "Pädo" nutzen. Sei es da, wo es gar nicht um Pädophilie geht, weil Betroffene über dem Alter hinaus sind (das ist zwar nach wie vor ein Problem, aber eben ein anderes und sollte korrekt benannt werden), oder einfach als Beleidigung in sowas wie "Ich finde Vergewaltiger und Pädos furchtbar!!!!", womit jemand, der eine Störung hat, aber nie jemandem was getan hat, tatsächlich auf die gleiche Ebene wie eine vergewaltigende Person gestellt wird. Das ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft, weil damit natürlich jeder abgeschreckt wird, der sich sonst Unterstützung suchen würde, um genau diese Gedanken und Bedürfnisse auf eine gesunde Art und Weise zu verarbeiten, damit eben kein Leidensdruck entsteht, der im schlimmsten Fall dazu führt, dass tatsächlich wer zu Schaden kommt.


    Und sowas macht mich tbh ziemlich wütend, weil ich gerne in einer Welt leben würde, wo ich die Sicherheit habe, dass betroffene Personen frei und furchtlos in Therapie gehen können und lieber dafür auf die Schulter geklopft werden von Außenstehenden. Positiv bekräftigt in ihrer Entscheidung dagegen vorzugehen und ihr Leben so zu managen, dass am Ende wirklich keiner dadurch Schaden erleidet. Stattdessen wird man mit Menschen, die emotional/sexuell Minderjährige missbrauchen bis hin zu Vergewaltigungen in einen Topf geworfen. Ja da würde ich es mir 10 Mal überlegen, ob ich "offiziell" in Therapie gehe und nicht lieber im Stillen für mich versuche, das zu "klären". Und letzteres ist nun mal leider nicht immer möglich.

  • Das ist ein großes Problem in unserer Gesellschaft, weil damit natürlich jeder abgeschreckt wird, der sich sonst Unterstützung suchen würde, um genau diese Gedanken und Bedürfnisse auf eine gesunde Art und Weise zu verarbeiten, damit eben kein Leidensdruck entsteht, der im schlimmsten Fall dazu führt, dass tatsächlich wer zu Schaden kommt.

    Der Begriff ist inzwischen sehr verwaschen, stimme dir da absolut zu und er verwässert die Bedeutung eines so starken Wortes doch sehr. Ich wollte mit meinem Beispiel was Grooming anbelangt übrigens - weils mir beim Nachlesen so auffällt - den Begriff nicht verwaschen, ich wollte eher darauf hinaus, dass es Gewalt an jungen Menschen nicht nur in Form von Pädophilie gibt, bei weitem nicht. Eben weil der Begriff so verwaschen wird.

    Und sowas macht mich tbh ziemlich wütend, weil ich gerne in einer Welt leben würde, wo ich die Sicherheit habe, dass betroffene Personen frei und furchtlos in Therapie gehen können und lieber dafür auf die Schulter geklopft werden von Außenstehenden.

    Etwas anderes wollte ich gar nicht implizieren. Natürlich ist es vollkommen richtig und wichtig Menschen, die sich therapieren lassen wollen, darin zu bestärken, und ich wollte auch nicht so wirken, als würde ich alle Pädophilen über einen Kamm scheren. Ja, jemanden der sich als Pädophiler outet und sich Hilfe suchen will anzugreifen, sei es verbal oder physisch, geht natürlich gar nicht. Oder zu assumen dass jeder Pädo schon Kinder missbraucht hat. Es ging mir ganz alleine um Pädophile die ihre Paraphilie ausleben, und das verurteile ich - wie auch alle anderen Arten von sexueller Gewalt - eben harsch. Es ist halt einfach auch ein emotional geladenes Thema, vor allem wenn man selbst schon in der Opfersituation war ist man vielleicht einfach sehr geprägt was solche Thematiken anbelangt. Ein offener Dialog zum Thema ohne Vorwürfe aber mit klaren Lösungsansätzen ist halt enorm wichtig, für alle Seiten.

  • Gewalt, ob es nun Missbrauch oder Vergewaltigung ist, zu verurteilen, ist nicht das Problem. Das so unbedacht, wie du es tust, in einen Topf wie Grooming zu werfen, hingegen schon. Bei Grooming und Vergewaltigungen ist nur ein verschwindend geringer Teil aufgrund von Pädophilie, weswegen es für mich in dem Kontext wenig Sinn macht, warum du plötzlich damit kommst, wenn es SuperboyCK darum ging, dass eben zu voreilig und unbedacht verurteilt wird. Letztendlich hast du genau das gemacht. Wenn man Opfer von Grooming oder sexuellen Übergriffen wird als minderjähriges Kind, dann heißt es dennoch nicht, dass der Täter ein "Pädo" ist. Und das wird dauernd komplett verwischt.


    Das kann halt dazu führen, dass an der völlig falschen Stelle nach dem Problem gesucht wird. Statt zu überlegen, wie man es eindämmen kann, dass irgendwelche Erwachsene Psychospielchen durchziehen, emotional manipulieren und ihre Macht in sexuellen Handlungen ausüben, wird sich dann darauf konzentriert, dass die Person angeblich sexuelle Anziehung zum jungen Körper des Opfers verspürt. Und dann gräbt man einfach an falscher Stelle. Das kann sogar zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen, weil das "Täterbild", das einem vermittelt wird ("steht auf Minderjährige/junge Menschen"), vom eigentlichen Täterbild (kann oft normale Beziehungen zu Gleichaltrigen haben, ist aber manipulativ, baut Geheimnisse mit dir auf, übt emotional Druck aus etc.) abweicht.

  • Du hast natürlich vollkommen recht und dass ich so Teil des Problems werde verstehe ich. Danke für den Hinweis.

    Jetzt wo du es ansprichst wüsste ich wirklich nicht, wie man als jemand mit diesem Problem vorgehen sollte. Also wirklich jetzt Pädophile ausschließlich. Bei Depressionen, Anxiety und sonst was ist der Weg ja irgendwie klar. Aber ich wüsste nicht an wen ich mich wenden sollte, wie mir geholfen wird und so weiter, wenn ich morgen als anderer Mensch aufwachen würde. Ich weiß nur, dass die Wartelisten anscheinend echt lange sind und man nicht einfach so einen Platz bekommt. Wüsste jetzt nicht mal von irgendwelchen anonymen Hilfsgruppen, die dafür gedacht sind. Glaube das verdeutlicht auch sehr, wie wenig eigentlich darüber gesprochen und aufgeklärt wird. Und du hast halt einfach Recht - solche Hilfsgruppen hätten es einfacher, wenn man als Betroffener nicht in ständiger Angst lebt, dass man Opfer von Hassverbrechen wird, weil andere automatisch annehmen dass du die schlimmste Person auf Erden bist. Wie willst du solche Meetings/Organisationen/Gespräche - jetzt mal von Covid abgesehen obvs - halten, wenn du Angst haben musst, dass safespaces, in denen man über die Störung reden kann und Hilfe annimmt, von Menschen infiltriert werden, die die Leute so in einen Topf werfen, wie ich das in meinem Text getan habe, und dann sogar einen Schritt weiter gehen und gewalttätige Übergriffe starten.

  • Es sitzt halt tief - wie du halt sagst, ist es emotional -, weil wir wohl vor allem Kinder vor Augen haben und da hörts wohl rein instinktiv bei den meisten auf. Wir hatten an meiner Universität eine Hilfsgruppe, die durch Psychologie- und Medizinstudenten gegründet wurde. War schon etwas größeres, weil man merkte, es gibt nicht genug Angebote im professionellen Bereich. Die haben auch Werbung gemacht, unter anderem in Bussen mit Plakaten. Ich weiß noch, wie mein allererster Gedanke, als ich das Plakat gesehen habe, beschämenderweise "Muss das sein?" war. Das Plakat war ermutigend, positiv formuliert und forderte eben dazu auf, dass man offen zu einem Gespräch kommt und so. Also nichts schlimmes, nichts pietätloses, aber ich habe einfach gemerkt, wie man sich am liebsten gar nicht mit dem Thema auseinander setzen würde, weil es einem so tief unangenehm ist. Und ich habe nichts mit dem Thema am Hut, für mich sollte es eigentlich ein normales Thema sein. Da stell ich mir das für Betroffene so zig mal schlimmer vor. Eben auch wegen der Stigmatisierung - ob ich es riskieren würde, mich "zu outen", selbst in einer Hilfegruppe, wenn ich befürchten müsste, dass irgendwer, irgendwie ein Photo oder Gerücht in die Welt setzt, dass ich zu sowas gehe? Die Hilfsgruppe mag richtig mit dem Thema umgehen, aber alle anderen drumherum nach wie vor nicht.


    Statistisch sind z.B. mehr Pädagogen unter Tätern als Menschen, die an Pädophilie leiden. Wohl auch nicht verwunderlich, weil gerade Pädagogen einen einfachen Zugang zu Minderjährigen haben und gute Möglichkeiten, Vertrauensverhältnisse aufzubauen. Gleichzeitig, und das ekelt mich wirklich als Pädagoge unglaublich an, haben Pädagogen eben auch die nötigen "Instrumente" erlernt, um das Vertrauen einer Person zu erarbeiten und Schwächen und Stärken dieser zu erkennen. Dass dann auf diese Weise zu missbrauchen, da fehlen mir als Teil der Berufsgruppe absolut die Worte, um den Zorn zu beschreiben. Gleichzeitig ist es wohl das, was mich mehr dazu gebracht hat, das Thema näher zu betrachten und versuchen zu filtern, wie man die wahren Täter erkennen könnte. Oder Menschen, vor allem junge, so zu erziehen, dass sie es fühlen, wenn etwas nicht stimmt oder so nicht sein sollte. An dem Thema hängt so viel; nicht nur Tätererkennung, sondern auch eben der korrekte Umgang zwischen Eltern und Kindern, die richtige Erziehung durch das primären und sekundären soziale Umfeld usw. Und dafür muss man absolut wissen, was die Faktoren sind, die zu Grooming, Misshandlung und Vergewaltigung führen und deswegen empfinde ich es als schwerwiegend, wenn man sich von dem unangenehmen Thema Pädophilie ablenken lässt. Es ist wichtig, definitiv. In den beschriebenen potentiellen Gefahrensituationen halte ich jedoch andere Indikatoren für relevant.

  • Sofern sich dein Freund, bzw. Freundin einem bestimmten Geschlecht zugehörig fühlt, seh ich jetzt nicht wirklich den Sinn, zu gendern.

    Was glaubst du wohl, warum ich die Sternchen benutzte uff. Mittlerweile hat deren allerdings dessen Pronomen im Deutschen gefunden, weswegen es jetzt nicht mehr nötig sein sollte. (ja sie lauten deren und dessen).

  • Die Leute müssen ja Angst haben von der Öffentlichkeit angegriffen zu werden oder im eigenem Umfeld. Pädophil sein ist einfach nur der Begriff dafür sich sexuell zu präpubertierenden Kindern hingezogen zu fühlen. Die Leute haben es dann eh schon schwierig genug, weil sie ihre Sexualität niemals in irgendeinerorm physisch ausleben können. Vielleicht in ihrer Phantasie, aber auch da nur sehr eingeschränkt. Die Person hat schon mit ihrer Sexualität und sich möglicherweise selbst genug Probleme und dann wird sie von anderen noch angegangen.

    Uff, schwieriges Thema. Es ist halt oft nicht ein "einfach nur", sondern bei genügenden Beispielen führt es ja letztendlich wirklich dazu, dass Kinder missbraucht werden. Übrigens nicht nur Kinder, sondern auch Minderjährige generell, und Grooming ist auch ein existentes Ding. Man sollte (sexuelle) Gewalt an Kindern - und übrigens jeder Person - weiterhin verurteilen, aber ich gebe dir insofern Recht, dass man für diese Leute unbedingt Therapieplätze schaffen muss. Pädophilie betrifft leider mehr Menschen als uns bewusst ist, und wir müssen daran arbeiten dass es für Betroffene Möglichkeiten gibt davon loszukommen. Es ist aber trotzdem nicht mit Dingen wie Homosexualität, Transgeschlechtlichkeit oder sowas zu vergleichen, weil Pädophilie im Gegensatz zu anderen Sexualitäten nicht impliziert dass andere zu Schaden kommen. Klar kannst du n gay pedo sein, aber der Aspekt, der Schaden anrichtet, ist die Pädophilie. Pädophilie kann und wird nie eine safe, sane und consensual Sexualität/Fetisch/was auch immer sein, weil Kinder keinen Consent geben können. Und als solches sollten wir es auch behandeln, weder für denjenigen der diese Störung hat, noch diejenigen, die da mit reingezogen sind, wird es je "sicher" sein.

    This.


    Allerdings werden Pädophile nie von ihrer Neigung loskommen und du wirst sie nie heilen können. Ich weiß nicht woher du hast, aber das ist diese Traumvorstellung, die die Leute haben.


    Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob ich daran glauben soll, dass viele Pädophile nie in ihrem Leben einen Übergriff begehen werden. Für die meisten Menschen ist es nunmal unmöglich ihre sexuellen und romantischen Bedürfnisse ein ganzes Leben lang hinten anzustellen und am Ende hat man nicht mehr als das Wort eines Pädophilen, dass er keine Straftat begehen würde... und darauf geb ich halt nichts. Ich hab keinen rationalen und logischen Grund jemandes Wort für voll zu nehmen.


    Und ich sehe das noch wesentlich zynischer. Nicht wenige Pädophile fühlen sich im Recht damit ihre Neigung ausleben zu dürfen und sehen sich einfach als diskriminiert an, bzw. bringen so pietätlose Vergleiche wie "früher hat man Homosexualität auch als Krankheit angesehen."

    Wenn sich jemand bewusst ist, dass seine Neigung schädlich und krankhaft ist, props to you, aber man darf auch nicht davon ausgehen, dass sich jeder (potentieller) Täter seiner Schuld bewusst ist und einsieht weshalb seine Neigung moralisch verwerflich ist.

  • ich denke in nicht allzu langer zeit, evtl. die nächsten 10-20 jahre wird man diese problematik mit hyper-realistischen sex-puppen wenn nicht sogar sex-robotern beheben können. und da denke ich nicht nur an pädophile die somit ihren sexualtrieb abreagieren können sondern alle sexualitäten und sexuelle neigungen werden durch die digitalisierung in eine neue ebene befördert. traut man den worten der technik-genies entwickelt sich technologie exponentiell und somit natürlich rechenleistung aber auch software entwickelt sich immer schneller und künstliche intelligenz ist nicht mehr weit davon entfernt selbst code zu schreiben und sich selbst zu verbessern. sexualtechnisch gesehen wird sex mehr und mehr digital und eben auch hyperrealistisch auf digitaler ebene. so werden in zukunft alle menschen auf ihre sexuellen wünsche kommen und das digital. der hyperrealismus ist hierbei sehr wichtig zu beachten: potentielle verbrecher, also menschen die ihre triebe nicht unter kontrolle haben und diesen sonst gewalttätig zu befriedigen zu versuchen werden es dann digital machen können ohne das "echte" dabei zu vermissen, da das gehirn zu 100% gettäuscht sein wird.


    am besten mal "technological singularity" bei google eingeben und die grafiken dazu anschauen. oder bei wikipedia. wie gesagt, gehen viele genies die u.a. bei google, microsoft usw. arbeiten davon aus.


    pädophilie ist objektiv gesehen eine sexuelle neigung wie auch homophilie, nur ist pädophilie in unserer gesellschaft nicht erlaubt und wird somit als krankheit eingestuft, weil der pädofile seine neigung nicht ausleben kann und somit leidensdruck entsteht. so war es bei homofilen auch vor nicht allzulanger zeit. auch die verspürten einen leidensdruck und somit wurde es als krankheit eingestuft. dazu kam noch das religiöse was die sache verschlimmert hat. objektiv gesehen ist beides aber keine krankheit da theoretisch in einer "ideellen" gesellschaft, also eine wo die betroffenen ihre neigung ausleben könnten kein leidensdruck mehr entstehen würde. homophilie wie auch pädophilie sieht man auch immer wieder im tierreich, es ist also in gewisser weise durchaus natürlich. da bei pädophilie aber kinder zu schaden kommen ist es natürlich verboten. bei gleichaltriger homophilie können beide partner eindeutige zustimmung geben, somit besteht keine gefahr für nachhaltige schäden beim einvernehmlichen sex.


    kann mich da noch an diesen einen ureinwohner stamm erinnern (sambia stamm) wo männer kulturellen sex mit jungs hatten. da jeder dort von klein auf lernt dass dies völlig normal ist kommt auch niemand psychisch zu schaden und es entsteht keine scham oder sonst was. in unserer gesellschaft ist das kaum vorstellbar da unsere viel komplexer aufgebaut ist und was es sonst noch von faktoren gibt...


    bei bonobo affen sieht man ja auch, da hat jeder mit jedem sex. alter spielt oft keine rolle, geschlecht auch nicht, durch sex werden aggressionen abgebaut, anstatt krieg wie bei den schimpansen (und menschen, leider). bei den bonobos kommt keiner zu schaden, da es halt wie im menschlichem sambia stamm als etwas komplett normales angesehen wird.


    da dies in unserer gesellschaft aber nicht vorstellbar ist mit jedem sex zu haben wo auch immer man will und mit wem man will, und da krieg bei uns leider so hohen stellenwert hat wie bei den schimpansen, denke ich ist technologie hier die einzige realistische möglichkeit und chance, probleme wie vergewaltigung und gelebte pädophilie zu lösen, wie gesagt durch hyperrealistische digitale welten und sex-puppen, -robotern und -androiden. Nur so bekommt man diese triebe in den griff ohne schaden anzurichten. nur durch technologische lösungen der zukunft werden menschen die möglichkeit haben ihre primitiven und oft gewalttätigen triebe gefahrenlos auszuleben.

  • Nein, das ist einfach nur widerlich wie sonstwas... und davon abgesehen auch falsch wie sonstwas. Das kindliche Gehirn ist nicht auf Sexualität eingestellt und schon gar nicht auf eine Sexualität mit Erwachsenen und wie Erwachsene diese verstehen.


    Ansonsten sag ich gar nichts zu dem Vergleich zwischen Homosexualität und Pädophilie oder dass "Homophilie" seit Jahrzehnten schon veraltet ist ..

  • Nein, das ist einfach nur widerlich wie sonstwas... und davon abgesehen auch falsch wie sonstwas. Das kindliche Gehirn ist nicht auf Sexualität eingestellt und schon gar nicht auf eine Sexualität mit Erwachsenen und Erwachsene wie diese verstehen.


    Ansonsten sag ich gar nichts zu dem Vergleich zwischen Homosexualität und Pädophilie oder dass "Homophilie" seit Jahrzehnten schon veraltet ist ..

    man kann das definitiv schlecht finden dagegen sage ich auch nichts. aber man darf nicht vergessen das exakt so auch über homophilie gesprochen wurde und man darf seine eigenen gefühle nie über die objektive realität stellen wie man sie in der natur sieht, nur so kann sich wissenschaft entwickeln, technologie und nur so kann der mensch aus seinen fehlern lernen damit sich die situation verbessert. ich finde es auch schrecklich widerlich das menschen vergewaltigt, zusammengeschlagen werden, das getötet wird um zu überleben und vieles weitere. aber ich weiss das all diese dinge natürlich sind in der natur, denn sie passieren überall seit jahrmillionen und sie werden nicht verschwinden. ausser: man greift durch technologie in die natur ein und manipuliert sie.


    Das kindliche Gehirn ist nicht auf Sexualität eingestellt

    Ich bin genauso wie jeder hier kein fan von pädophilie aber wissenschaftlich und auch subjektiv betrachtet ist diese aussage aber mal richtig falsch und kann auch verletzend sein gegenüber jedem der als kind schonmal sexuelle gefühle wahrgenommen hat.

  • Wo fange ich an? Ich habe mich eine Zeit lang damit beschäftigt.

    Es ist ein Minenfeld, wie ich feststellen musste.

    Bei uns im Osten möchte man Pädophile präventiv lynchen oder wahlweise denen das Teil abschlagen, wahlweise Stück für Stück oder als ganzes.

    Bei uns herrscht die Vorstellung, dass nur Männer pädophil sind.

    Dabei gibt es auch weibliche.

    Diesen Hass kann ich nur teilweise nachvollziehen.

  • Das kindliche Gehirn ist nicht auf Sexualität eingestellt

    Ich bin genauso wie jeder hier kein fan von pädophilie aber wissenschaftlich und auch subjektiv betrachtet ist diese aussage aber mal richtig falsch und kann auch verletzend sein gegenüber jedem der als kind schonmal sexuelle gefühle wahrgenommen hat.

    Hast du das gelesen, was danach kam, oder eher naah?


    Kindliche Sexualität funktioniert ganz anders als eine Erwachsene und ist wenn vorhanden, auf etwa Gleichaltrige bezogen. Davon dass alle sexuellen Dinge zwischen Erwachsenen schon gar kein Thema sind, fang ich gar nicht an. Kindliche Sexualität bezieht sich eher auf die Neugierde auf den eigenen Körper und den anderer.


    Tbh hatte ich von Anfang an keine Lust auf so einen Beitrag einzugehen, der Homosexualität als Homophilie bezeichnet und behauptet der Schaden, der bei einer sexuellen Beziehung zu einem Kind entsteht, sei bloß erlernt.


    Ansonsten wär ich sehr dankbar, wenn du mich nicht über meinen Fachbereich mansplainen würdest. :smile:

  • Ich bin genauso wie jeder hier kein fan von pädophilie aber wissenschaftlich und auch subjektiv betrachtet ist diese aussage aber mal richtig falsch und kann auch verletzend sein gegenüber jedem der als kind schonmal sexuelle gefühle wahrgenommen hat.

    Nur weil man als Kind, häufig schon anfängt zu Masturbieren, hat das noch lange nichts mit richtiger Sexualität zu tun. Noch dazu hat es überhaupt nichts damit zu tun, ob man Sex mit anderen Menschen, oder gar Menschen will, die Jahre älter sind. Das Hauptproblem mit Pädophilie ist doch eben, dass Kinder, weil sie einfach noch nicht so weit entwickelt sind Schäden davon nehmen. Masturbation im Gegensatz ist eine komplette Einwilligung dir selber Gegenüber und Schadet niemandem.

    Hier davon zu reden, dass sich Kinder angegriffen fühlen könnten, nur weil sie früh schon Sexuell irgendwas gemacht haben lol.

    Kleine Anekdote aus meinem Leben: Als Kind also wirklich so mit ka 4 - 7 Jahren habe ich bei Kinderserien wenn Hypnose kam immer so ein wenig sexuelle Erregung dabei verspürt. Deswegen wollte ich aber noch lange nicht von irgendwem vergewaltigt werden. Damals habe ich ja noch nicht mal verstanden, was da überhaupt in meinem Körper abging, Sex war mir kein Begriff und mich hätten definitiv jegliche Pädophilen Übergriffe verstört, egal ob ich damals schon solche Gefühle entwickelt habe oder nicht. Denn noch mal, es ist ein großer Unterschied, ob man sich selbst erregt, oder ob andere Menschen wollen, dass du erregt bist. Das ist leider nicht nur ein Problem mit Kindern, sondern auch noch immer ein großes Problem mit Erwachsenen, die den Kontext oder die Erregung nicht verstehen. Nur weil ich mal Sexuelle erregt bin, habe ich trotzdem nicht immer Lust Sex zu haben und wenn dann jemand Sexuelle Übergriffe vornimmt, ist es trotzdem eine Vergewaltigung, auch wenn ich erregt war und ganz wichtig, es kann mich verstören, komplett egal, welches Alter ich habe, nur ist es bei Kindern eben teilweise noch viel schlimmer und selbst Erwachsene haben manchmal Jahre, wenn nicht Jahrzehnte mit solchen Übergriffen zu kämpfen, aber die verstehen wenigstens was abgeht. Ein Kind, welches Sex noch nicht mal richtig in Worte fassen kann und somit überhaupt nicht versteht, was von ihm verlangt wird, nimmt sowas noch viel, viel mehr mit.


    Allerdings muss ich, auch wenn es komisch klingt zustimmen, dass hyperrealistische Puppen für Pädophile mir zehntausend mal lieber sind, als wenn wirklich Kinder dafür zu schaden kommen und es Pädophilen wohl tatsächlich auch in der Therapie helfen könnte. (Ähnliches schrieb ich schon mal zu gezeichneter Kinderpornographie). Es kann diesen Menschen helfen, ihre Neigung in den Griff zu kriegen und keinen echten Kindern zu Schaden und alles, was das bewirkt ist für mich eine Win Win Situation. Aber dadurch sollte Pädophilie sicherlich nicht aufhören als Krankheit zu gelten, oder gar als etwas, dass strafbar ist.

    Man muss sich aber dennoch klar werden Pädophil ≠ Täter. Viele Pädophile Menschen haben unfassbare Angst davor und die wenigsten wollen Kindern schaden. Sie sind sich dieser Sache bewusst, haben aber auch Angst, nur weil sie es erwähnen direkt verurteilt zu werden. Deswegen gehen leider auch sehr wenige zu einer Therapie, mit diesem Leidensdruck und dieser Angst alleine fertig zu werden ist nicht einfach. Besonders wenn man eine wütende Meute mit Fackeln und Mistgabeln im Nacken hat, egal ob man Kindern etwas angetan hat oder nicht und egal, ob man sich eingesteht Hilfe zu möchten, oder nicht.