Das Wut- und Trauertopic

  • Rajani

    Ich wäre tbh ausgerastet, wenn ich sowas banales in der Schule hätte lernen müssen. Lohnabrechnung macht jemand, der den Stoff vertieft hat. Mir egal, ob durch Ausbildung oder Studium. Nähen muss ich nicht können, eine Nähmaschine lernt man zu bedienen wenn man sich eine Stunde damit auseinandersetzt. Und kochen? Ernsthaft? Erstens gibt es genug YT Videos zu Rezepten, zweitens bringt Kochunterricht genau nichts. Kenne genügend Leute, die 5 Jahre lang in einer Wirtschaftschule waren, Kochunterricht hatten, und bis heute nicht kochen können. Die Grundlagen werden eben in der Schule gelehrt, niemand weiß, was er später im Leben braucht. Ein Lehrer von mir hat immer gesagt "Du brauchst aus der Schulausbildung ungefähr 10 % im späteren Leben, aber du weißt nicht welche 10 % das sind."

  • Ich hatte Kochunterricht, ebenso Ernährung wie auch Diätküche - und Rechnungswesen ist nichts Banales.

    Tho, im Kochunterricht macht man ja eindeutig mehr als Kids zu zeigen Nudeln zu kochen.



    Ähm, etwas zum Thema: Ich glaub mein altes Katerchen hatte gestern einen kleinen Schlaganfall. Sah echt alles danach aus, hat aber nicht lange gedauert und ich war echt lang wach, um ihn zu beobachten. :/ Er hat die ganze Nacht dann eigentlich bei mir gepennt.

    Nun benimmt er sich wieder normal und ich weiß, dass Minischlaganfälle vorkommen, aber er ist 18 und ich mir Sorgen um meinen Kleinen. </3 Tho, ich muss dann halt arbeiten und meine Mom kümmert sich um ihn und telefoniert mal mit dem TA.

    Ich brauch jetzt nochmal viel Kaffee. '-'

  • Generell vermittelt das deutsche (und auch andere) Schulsysteme keine praktischen Dinge, die einem das spätere Leben nützlich sind. Wer kann hier bitte nähen? Kochen? Oder wissen hier manche wie die Gehaltsabrechnung gemacht wird? Oder was vermögenswirksame Leistungen sind? Also zumindest von den Leuten, die noch in der Schule, im Studium, whatever sind. :'D

    Ich finde es extrem schade, dass solche Dinge keinen Platz in unseren Schulsystemen findet.


    Stattdessen lernen wir - jetzt nur auf Mathe bezogen - Vektorrechnungen, E-Funktionen und Co... Hab ich bisher kein einziges Mal bisher angewendet.

    Tja, Gymnasium soll einen halt aufs Studium vorbereiten und da braucht man sowas sicher. Erinnere mich noch an BWL-Vorlesungen, wo die blöd geschaut haben, als sie (einfache) Funktionen ableiten mussten. Wer nicht studieren will, der kann und sollte sich das alles aber sparen.

  • Windmond

    Die Gehaltsabrechnung macht durchaus die Personalabteilung, aber du willst ja schließlich auch wissen, wenn dir zB in einem Vorstellungsgespräch das Bruttogehalt angegeben wird, was dann nach den Abzügen übrig bleibt. Weißt du das aus dem Stehgreif? ^^


    Nicht jede Schulform hat einen Hauswirtschaftsunterricht; ich hatte es zwar, aber davon ist wenig hängen geblieben. Manche wissen nicht Mal wie man Nudeln oder Kartoffeln kocht... Es muss ja keine 5 Sterne-Küche sein, aber man sollte schon ein bisschen Grundwissen besitzen, finde ich. ^^" Und das bedeutet nicht in den nächsten Supermarkt zu gehen und sich 'ne Tiefkühlpizza zu holen.


    Moxie

    Aber wie ist es mit einem Knopf annähen? Einen Socken stopfen? Da hilft die Nähmaschine nicht weiter. ;)


    Wie oben gesagt: man muss nicht aus dem Schulunterricht gehen und fünf Sterne-Menüs kochen können. Es geht einfach darum, dass Grundlagen vermittelt werden, damit Jugendliche NICHT den bequemsten und außerdem ungesündesten Weg wählen und sich 'ne Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben.


    Mimimi

    Für die einen oder anderen Ausbildungen wird bereits das Abitur verlangt, zB. mein damaliges Berufskolleg, an dem ich meine Erzieher-Ausbildung angefangen habe, stellte die Zugangsvoraussetzungen auf Hochschulreife um...


    Bastet

    Klingt ja nicht gut. :/ Sag mir Bescheid, was mit Didi ist, sobald ihr näheres wisst!

  • Mimimi

    Für die einen oder anderen Ausbildungen wird bereits das Abitur verlangt, zB. mein damaliges Berufskolleg, an dem ich meine Erzieher-Ausbildung angefangen habe, stellte die Zugangsvoraussetzungen auf Hochschulreife um...

    Unsere Erzieher sollten auch etwas in der Birne haben. Um das festzustellen, eignet sich das Abi auch ganz gut.

    Zum Thema Schule Schwänzen für die Ferien:

    https://www.zeit.de/gesellscha…n-bayern-polizei-bussgeld

  • Unsere Erzieher sollten auch etwas in der Birne haben. Um das festzustellen, eignet sich das Abi auch ganz gut.

    Unfug. Manch ein Abiturient ist unfähiger als ein Real- oder Hauptschüler, der Schulabschluss sagt heutzutage nichts über die Intelligenz aus. Es kann ein Faktor sein, ja, aber warum ein Realschüler nicht mehr direkt eine Erzieherausbildung absolvieren darf erschließt sich mir nicht.

    Meine Mutter hat auch "nur" Realschule und eine erfolgreiche Ausbildung als Erzieherin abgeschlossen. Vor einigen Jahren wurde das System dann umgestellt. Jetzt wäre sie also nicht mehr qualifiziert genug für den Beruf in dem sie seit ~20 Jahren arbeitet? Bald wollen sie für den unterbezahlten Job noch ein Studium haben, wtf.

  • Tja, Gymnasium soll einen halt aufs Studium vorbereiten und da braucht man sowas sicher. Erinnere mich noch an BWL-Vorlesungen, wo die blöd geschaut haben, als sie (einfache) Funktionen ableiten mussten. Wer nicht studieren will, der kann und sollte sich das alles aber sparen.

    Nun, es gibt ja aber nicht nur mathematische Studiengänge, in denen man so etwas brauchen könnte. Ich habe mich damit seit meinem Abitur, bei dem ich mich auch durch Mathe gequält habe und deshalb fast hätte wiederholen müssen, damit auch nie wieder befasst ^^" IN den Geisteswissenschaften stößt man selten auf eine Aufgabe, bei der man Integralrechnung benötigt oder Kombinatorik - das Letzte, das ich in der Richtung hatte, war in Philosophie eine Vorlesung mit Seminar zum Thema Logik (Prädikatenlogik, semantische Bäume, Wahrheitstabellen etc ) , aber selbst dafür reicht ein Grundverständnis von Mathematik aus.


    Generell ist es aber teils auch... mein Freund macht gerade seinen Betriebswirt, allerdings nicht an der Uni, sondern an einer Akademie dafür. Wäre also mit seinem Abschluss auf demselben Stand wie die Bachelorstudenten desselben Unijahrgangs. Darf er dann an die Uni gehen und seinen Master dranhängen? Nein, weil sein Abschluss nicht als gleichwertig erkannt wird, er müsste also an der Uni ebenfalls erst den Bachelor machen. Was ein Humbug ^^"

  • Die Gehaltsabrechnung macht durchaus die Personalabteilung, aber du willst ja schließlich auch wissen, wenn dir zB in einem Vorstellungsgespräch das Bruttogehalt angegeben wird, was dann nach den Abzügen übrig bleibt. Weißt du das aus dem Stehgreif?

    Die Gehaltsabrechnung macht der Computer und in einem Vorstellungsgespräch sollte man eigentlich gut genug vorbereitet sein, um zu wissen welches Gehalt man verlangt und sich eine Untergrenze setzen. Dann weiß man im Gespräch genau wie viel netto übrig bleibt, weil man es im Voraus, mit einem Brutto-Netto-Rechner, exakt berechnet hat.

  • Generell vermittelt das deutsche (und auch andere) Schulsysteme keine praktischen Dinge, die einem das spätere Leben nützlich sind. Wer kann hier bitte nähen? Kochen? Oder wissen hier manche wie die Gehaltsabrechnung gemacht wird? Oder was vermögenswirksame Leistungen sind? Also zumindest von den Leuten, die noch in der Schule, im Studium, whatever sind. :'D


    Ich finde es extrem schade, dass solche Dinge keinen Platz in unseren Schulsystemen findet.

    Ich kann das alles. Aber auch nur, weil ich Wirtschaft und Verwaltung in meinem Fachabitur hatte. Da lernt man sowas xD

    Allgemein ist mir aufgefallen, dass man in diesem Bildungsgang viel Zeug lernt, dass doch sehr hilfreich ist, so zum Beispiel auch Rentenrechnung und Tilgungs- Annuitätendarlehen und so Zeug.


    Aber wo sowas wichtig wäre, in der weiterführenden Schule, da macht man sowas nicht...

  • Bei mir in der Schule gab es das Wahlpflichtfach Arbeitslehre (oder so ähnlich hieß es). Dort hat man gekocht, gebacken oder auch handwerkliche sachen gemacht. Das sowas nicht jede Schule hat, ist mir bewusste. Aber im Grunde gibt es ja noch Eltern oder Opa/Oma die einem sowas auch gerne zeigen (beim Nähen und Kochen auf alle Fälle).

    Aber z.B. vermögenswirksame Leistungen habe ich in meiner Ausbildung behandelt.

  • Happily

    Die Beispiele, die ich angeführt habe, behandelt man aber auch nicht in jeder Ausbildung. Also in meiner Erzieher-Ausbildung bin ich nicht mit Gehaltsabrechnungen, VL und Co. in Berührung gekommen.


    Meines Erachtens muss man das jetzt auch nicht großartig in den Stundenplan hauen, aber solche Exkurse für vielleicht eine Stunde sind manchmal dann schon etwas hilreich, find ich. Also nur dass man davon gehört hat.

  • Tja, Gymnasium soll einen halt aufs Studium vorbereiten und da braucht man sowas sicher. Erinnere mich noch an BWL-Vorlesungen, wo die blöd geschaut haben, als sie (einfache) Funktionen ableiten mussten. Wer nicht studieren will, der kann und sollte sich das alles aber sparen.

    Nun, es gibt ja aber nicht nur mathematische Studiengänge, in denen man so etwas brauchen könnte. Ich habe mich damit seit meinem Abitur, bei dem ich mich auch durch Mathe gequält habe und deshalb fast hätte wiederholen müssen, damit auch nie wieder befasst ^^" IN den Geisteswissenschaften stößt man selten auf eine Aufgabe, bei der man Integralrechnung benötigt oder Kombinatorik

    Und dafür sollten dann aber die Grundlagen in Fächern Deutsch/Ethik geschaffen werden. Ich habe ja nicht behauptet, dass es nur um ein mathematisches Studium geht sondern meine alle Studiengänge.

  • Wer kann hier bitte nähen? Kochen? Oder wissen hier manche wie die Gehaltsabrechnung gemacht wird?

    Nähen gabs unter Handwerken und Kochen war auch ein eigenes Fach.

    Aber Gehaltsabrechnungen sind ein guter Start. Oder generell einfache Sachen, wie Überweisungen, wie man eine Waschmaschine bedient, was man alles über die elektrischen Leitungen im Haus wissen muss und was man macht, wenn eine Sicherung durchgebrannt ist, oder das man das Wasser draußen abstellt, wenn es gefriert, damit nichts kaputt geht. Eben kleine Sachen für den Haushalt.

    Oder was vermögenswirksame Leistungen sind?

    Oder solche Sachen.

    Einen Socken stopfen?

    Na, ich weiß nicht ob man das braucht. Ich denke wenn man ein Loch hat, kauft man sich doch eher Neue, selbst wenn man sonnst versucht seine Sachen zu erhalten.

  • Sunaki

    Überweisungsträger ausfüllen und Konten eröffnen bei der Bank sind ebenfalls gute Beispiele, die mein Ausbilder mal angebracht hatte.

    Waschmaschine bedienen finde ich dagegen schon wieder speziell, weil jede Maschine anders ist. Da kann man auch die Bedienungsanleitung befragen. ^^


    Manche Socken kann man trotz Loch noch retten. :'D Meine Mutter hat mir die einen oder anderen Socken schon gerettet. xD

  • Oder generell einfache Sachen, wie Überweisungen, wie man eine Waschmaschine bedient, [...]

    Sehr gute Beispiele! Sollte man jedenfalls alles in der Schule lernen. Gerade eine Waschmaschine zu bedienen ist nicht so einfach, daran sind schon Existenzen gescheitert. Aber auch Wasserkocher sind nicht ohne. Überweisungen sind auch unglaublich kompliziert. Weitere Sachen, die man in der Schule lernen sollte: wie man das Licht richtig einschaltet, wie man eine Tür richtig öffnet und sie wieder richtig schließt, wie man ein Fenster putzt, wie man das Bett macht, wie man eine Sonnenbrille richtig aufsetzt, wie man sich die Zähne putzt, wie man den PC einschaltet, wie man richtig kaut, wie man Batterien einer Uhr wechselt, wie man einen Kleiderschrank richtig ordnet, wie man an der Kassa etwas bezahlt, wie man richtig trinkt, wie man im BisaBoard einen Beitrag verfasst usw.


    Ernsthaft, wenn man die Intelligenz der Schüler beleidigen will gibt es sicher bessere Mittel und Wege. :ugly:

  • Sunaki

    Srsly, Waschmaschine bedienen, Überweisungen... wie kommen alle anderen Schüler dazu ihre Schul- und Lebenszeit mit so einem Kram zu verschwenden, nur weil in mancher Klasse vielleicht ein bis wenige Personen sitzen, die sowas nicht auf die Reihe kriegen oder um es böse auszudrücken: das ist dein Kaffee. ^^"

    Da wär ich mir doch arg verarscht vorgekommen und hätte bestimmt so oft wie möglich geschwänzt, wenn man mir in der Schule gezeigt hätte, wie man Wäsche macht und wie ich die anderen Mädels bis auf eine, kannte: die auch! :wacko:

    Manchmal hatte man ohnehin bis halbsieben, sieben und dann noch drei Arbeiten in der Woche zu schreiben. Wenn ich daheim lernen und Freizeitaktivitäten nachkommen könnte, wäre ich nicht in der Schule geblieben, srsly.

  • Gerade eine Waschmaschine zu bedienen ist nicht so einfach, daran sind schon Existenzen gescheitert

    Dein Ernst? Waschmaschinen zu bedienen, ist wirklich nicht so einfach. Viele Wissen nicht mal, dass man Bunt und Weiß trennen muss sollte, oder dass man bestimmte Dinge, zu bestimmten Gradzahlen waschen sollte.

    Ich persönlich habe auch nicht viel Ahnung, ich schmeiß meistens einfach die getrennte Wäsche bei 60 Grad rein und starte das normale Programm. Aber ich mache laut meiner Mutter, oder anderen sehr viel beim Waschen falsch. Von daher xD