Das Wut- und Trauertopic

  • Soooo ich nochmal... Vermieterin immernoch nicht erreicht... amt hat mir eine Frist bis zum 19.07. gesetzt.... Ich habe nach allen Fixkosten nurnoch 70€ für den ganzen Monat....

    Ich weiß weder vor noch zurück... mein ganzes leben ist ein trümmerfeld....

    Ich habe mehrfach angerufen, E-Mails geschrieben... nichts....

    Mein Nervenkostüm ist gerissen... Ich heule.... ich kann nicht mehr....

    Ich weiß einfach nicht mehr was ich noch machen soll.... Ich war eben kurz davor einfach alles zu beenden.... Aber ein Funken Vernunft hat noch Kontrolle gehabt und ich habe stattdessen bei der Seelsorge angerufen....

    Ich brauche wirklich Hilfe....

  • Hey Takasu Ryuuji

    Ich denke, ich kann verstehen, wie nervenauftreibend sowas sein kann...

    Kannst du nicht mal persönlich zu dem Vermieter hingehen?

    Alles beenden ist jedenfalls niemals eine gute Idee, denk bitte bloß nicht daran. Das Leben kann zwar hart sein, aber du bist sicher nicht alleine. Es gibt doch sicher Menschen, die dir helfen können.

  • Bitte melde dich baldestmöglich bei folgenden Stellen: (natürlich solange, bis du bei einer geholfen bekommst)


    Bei Wohnungslosenhilfe geht es explizit nicht nur darum Wohnungslosen Menschen zu helfen sondern ein großer Teil geht auch gerade darum Menschen davor zu bewahren. Bitte schäme dich nicht, Hilfe von einer solchen Stelle in Anspruch zu nehmen, denn jeder kann Mal in echt miese Situationen kommen, egal wie gut er oder sie eigentlich sein Leben im Griff hat.

    Wenn das Amt dir eine Frist gesetzt hat, hast du zumindest bis dahin Zeit, mit einer Hilfestelle Kontakt aufzunehmen, gerade Ämter werden wie von Zauberhand viel kooperativer wenn sich jemand von einer Beratungsstelle einmischt.


    Ganz wichtig wäre es, dass du zu einem Beratungsgespräch alle relevanten Unterlagen, die du finden kannst mitbringst, dass man sich dort ein möglichst genaues Bild von der Situation machen kann. Schreib dir am besten auch alles auf, was du schon unternommen hast und was wichtig sein könnte.


    Ich wünsche dir alles Gute, dass du schnell Hilfe bekommst.


    https://remscheid.de/leben/woh…en/146380100000081172.php


    https://caritas.erzbistum-koel…slosenhilfe/fachberatung/


    https://caritas.erzbistum-koel…llgemeine_sozialberatung/

    Meinungsfreiheit hört genau da auf, wo man dafür argumentiert die Rechte anderer einzuschränken.

    Einmal editiert, zuletzt von Hobbit ()

  • Wir mussten heute eines unserer beiden Kaninchen einschläfern. Sehr unerwartet, und ich bin deswegen gerade ziemlich am Boden zerstört.

    Wir wussten zwar schon, dass es mit seiner Gesundheit nicht besonders gut steht - er war immer der kränklichere von den beiden, und in den letzten Monaten haben sich die kleinen "Wehwehchen" gehäuft - aber insgesamt hat er trotz seines Alters noch einen guten Gesamteindruck gemacht. Heute morgen haben wir ihn dann sehr schwer atmend aufgefunden, Mund offen und den Kopf nach hinten gezogen, sind also mit ihm zum Tierarzt gefahren und dort ging dann alles recht schnell, untersucht, Röntgen gemacht und festgestellt, dass er einen großen Tumor am Herz hatte. Der war wohl auch schon recht lange dort und hatte jetzt eben eine Größe erreicht, wo er starke Atembeschwerden verursacht hat. Operativ entfernen kaum möglich, schon gar nicht bei einem alten schwachen Kaninchen. Bei der Einschätzung hab ich unserer Tierärztin auch vertraut, wir sind mittlerweile schon sehr lange dort und ich weiß, dass die immer ihr allerbestes geben und kein Tier einschläfern würden, wenn's nicht unbedingt nötig ist - aber es ist mir trotzdem verdammt schwer gefallen. Aber sein Zustand hat sich über den Tag hinweh halt noch weiter verschlechtert und an dem Punkt ist er nur noch auf der Seite gelegen, hat kaum geatmet und sichtbar gelitten, und mir war klar dass er möglicherweise nicht mal mehr die Heimreise überstehen würde, selbst wenn wir ihn wieder nach Hause genommen hätten. Trotzdem fühlt es sich irgendwie so an, als hätte ich die falsche Entscheidung getroffen und es hat einfach nur verdammt weh getan, ohne ihn nach Hause zu fahren.

    Ich werde ihn furchtbar vermissen. Er hat letztendlich doch 7 Jahre bei mir gewohnt und dadurch, dass er immer ein "Problemkind" war und zeitweise viel intensive Pflege brauchte ist er mir sehr ans Herz gewachsen. Mach's gut, mein Kleiner. ♥

  • Yuno

    Fühl dich erstmal von einer alten Kaninchenliebhaberin gedrückt. Gerade wenn es um die süßen Langohren geht, wird mir auch immer schwer ums Herz, wenn ich an meine beiden verstorbenen Mümmelchen denke. Das Gute an der Sache bei dir war, dass du dich drauf einstellen konntest. Du hast gespürt und auch gesehen, dass es ihm nicht gut geht und sofort gehandelt, wo es nötig war. Und auch sonst erkennt man an deinem Beitrag, dass du dein Tier kanntest und daher immer drauf aufgepasst hast, dass es ihm gut geht und ihm sofort geholfen wird.

    Ich denke, er wird ein schönes Leben bei dir und seiner Partnerin gehabt haben, und ich glaube, dass er sich wohl gefühlt hat trotz seines kränklichen Gemüts. Für seine Partnerin ist der Verlust natürlich auch schmerzhaft, selbst wenn es das Tier nicht sofort zeigt. Vielleicht könnt ihr euch in den nächsten Tagen gegenseitig trösten, damit die Trauer nicht ganz so schlimm ist.

    Ich weiß nicht, wie alt das Kaninchen ist, aber ich denke, mit einem neuen Partner wird es auch schnell wieder aufblühen und einen guten neuen Kontakt knüpfen. Und vielleicht hilft es dir auch ein wenig mehr, den Gedanken an dein verstorbenes Tier nicht so stark ansetzen zu lassen. Fühl dich daher an dieser Stelle nochmals von mir getröstet und gedrückt.


    Meine beiden Tiere sind letztes Jahr faktisch zusammen gestorben und ich Gegensatz zu dir konnte ich mich nicht drauf einstellen. Sie waren auf einmal tot, innerhalb eines Wochenendes, und das hat mir extrem den Boden unter den Füßen weggezogen. Das tat einfach nur weh. Inzwischen weiß ich, woran sie gestorben sind, doch das macht es nicht besser. Ich habe aber lage gebraucht, um darüber hinwegzukommen.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Ich muss grade mal meinen Frust rauslassen.

    Gegenüber dem über mir klingt das alles nach Kleinigkeit, aber ich fühle mich grade echt zum Heulen.

    Habe mich grade mit meinem Freund gezofft weil wir eigentlich den Tag zusammen genießen wollten.

    Wir haben heute ewigst lange Gespräche geführt, die Zeit ist nur so dahin geflossen... eigentlich waren wir nur am Haushalt machen, bzw. Wohnung putzen.

    Hatten also noch keinerlei Freizeit zusammen. Und da wir in einer Fahrgemeinschaft mit seinem Vater sind (also mein Freund kauft immer mit seinem Vater ein weil Fahrrad = scheiße und zu viel für Flaschenträger, ect. und wir haben beide keinen Führerschein. Das wird erst 2020 oder 2021 möglich sein - auch aus finanziellen Gründen).


    Worauf ich hinaus will:


    Seitdem ich aufgestanden bin hab ich nur gewuselt und gemacht... die Wäsche muss auch noch aufgehängt werden, eigentlich sollten wir schon längst was Essen... das ist immer noch nicht gemacht und dann hat seine Mutter uns 3x am Tag angerufen. Das war alles zu viel... und na ja... mir gehts grade dementsprechend.


    An sich wollten wir noch gemeinsam Avatar (die letzten 4 Folgen) zu Ende schauen. Da er um 21 Uhr schlafen muss und ich meist auch um die Uhrzeit schon mich ins Bett lege sind die Gemüter gerade sehr angespannt... und ich bin grade einfach überfordert... :verysad:


    Bei solchen Tagen hätte ich gerne so einen Rewind-Knopf wie es ihn mittlerweile beim NES-Service gibt (ich weiß komischer Vergleich). Weil irgendwie alles von hinten bis vorne schief gelaufen ist. *sfz* :sad:

  • Mein kleiner Hundeschatz liegt seit heute mit einem akuten Lungenödem in der Tierklinik. Der gesamte Brust- und Bauchraum ist voller Flüssigkeit und das Herz war auf dem Röntgenbild riesengroß. Er bekommt jetzt Sauerstoff und wird alle zwei Stunden entwässert. Morgen Mittag werden wir dann angerufen. Viel Hoffnung haben sie uns allerdings nicht gemacht.


    Letztes Jahr hatten wir schon mal so eine Situation. Nur war das Lungenödem damals deutlich kleiner als jetzt. Klar, er ist alt und seit einem Jahr schwer herzkrank. Dass es irgendwann so weit kommt, wusste ich ja. Aber warum muss das jetzt sein? Ich fühl mich gerade als hätte jemand meinen Kopf in Watte gepackt oder sowas. Gestern ist er noch ganz fröhlich durch den Garten gestiefelt und hat sich gefreut und gespielt und genüsslich seine Hundesalami gefressen. Und nun liegt er in der Klinik und kämpft um jeden Atemzug. :crying:

  • und dann hat seine Mutter uns 3x am Tag angerufen

    In dem Fall empfehle ich, bzw. kann mans auch als allgemeinen Tipp sehen: einfach mal kingeln lassen.

    Leider hilft das bei seiner Mutter nicht. Da hilft nur das Festnetz komplett rau sstecken.


    Sie gehört zu den Leuten die alle 10 Minuten immer und immer wieder anrufen. x_x


    Na ja, der Tag hat sich am Ende doch noch zum Guten gewendet. Wir haben Avatar zu Ende geschaut, hatten dann noch Nudeln mit Tomatensoße (der Klassiker an solchen Tagen :blush:) und einen relativ angenehmen Ausgang. Aber es tat gut sich das Ganze von der Seele zu schreiben.

  • Zumindest bei unserem Festnetztelefon kann man auch einfach den Klingelton stummschalten, wäre auch eine deutlich angenehmere Möglichkeit.

    Klar, aber ich kann auf der Arbeit meinen Freund nur übers Festnetz erreichen da wir hier unten kein Handynetz haben. Und da denke ich eher daran den Stecker wieder reinzustecken als auf stumm zu schalten. ^^ Zumal unsere EasyBox ohnehin immer aufleuchtet wenn angerufen wird. Also ist es dann eher auf andere Art und Weise nervig. Wir haben uns damit arrangiert. Gestern war einfach so ein Tag wo irgendwie alles auf einmal kam. Normalerweise ruft sie dann auch nicht so oft an, aber das sind halt so diese Tage wo dann alles schief geht. :wacko:


    Na ja, es hat sich ja mittlerweile alles gut gelöst. :)


    Ich freu mich jetzt einfach aufs Wochenende und die Ruhe Zuhause. ^^

  • Ogott sowas kenn ich. x.x Das sind dann doch eher Kontrollanrufe.

    Tipp: Festnetz abschaffen, wenn es euch möglich ist. xD

    Handys kann man zumindest leise stellen und in eine Ecke werfen, aber wenn Claike sagt, das geht heute auch bei Festnetz, joa...


    Mein kleiner Hundeschatz liegt seit heute mit einem akuten Lungenödem in der Tierklinik. Der gesamte Brust- und Bauchraum ist voller Flüssigkeit und das Herz war auf dem Röntgenbild riesengroß. Er bekommt jetzt Sauerstoff und wird alle zwei Stunden entwässert. Morgen Mittag werden wir dann angerufen. Viel Hoffnung haben sie uns allerdings nicht gemacht.


    Letztes Jahr hatten wir schon mal so eine Situation. Nur war das Lungenödem damals deutlich kleiner als jetzt. Klar, er ist alt und seit einem Jahr schwer herzkrank. Dass es irgendwann so weit kommt, wusste ich ja. Aber warum muss das jetzt sein? Ich fühl mich gerade als hätte jemand meinen Kopf in Watte gepackt oder sowas. Gestern ist er noch ganz fröhlich durch den Garten gestiefelt und hat sich gefreut und gespielt und genüsslich seine Hundesalami gefressen. Und nun liegt er in der Klinik und kämpft um jeden Atemzug. :crying:

    Das tut mir für dich und auch Yuno echt leid. Sowas ist immer furchtbar. :confused:

    Ich denke heute noch oft an die Katzen, mit denen ich aufgewachsen bin.


    Aber wenn dein Hund alt ist... hatte da auch Streitigkeiten mit meiner Mutter, weil sich mein alter Kater nur noch gequält hat und dann ließen wir ihn doch einschläfern, aber imo etwas zu spät: Als Allerserstes sollte man überlegen, ob sich das Leben für den Hund noch lohnt, sollte er nur noch im Spital sein und Schmerzen leiden. :/

    Menschen wissen wenigstens, was mit ihnen geschieht, aber Babys und Tiere verstehen nicht, wieso Ärzte ihnen noch zusätzlich Schmerzen bereiten und wieso sie nicht daheim sind.


    Noch schöner wäre es aber natürlich, wenn er noch ein wenig Zeit bekommen würde. :bigheart:

  • Aber wenn dein Hund alt ist... hatte da auch Streitigkeiten mit meiner Mutter, weil sich mein alter Kater nur noch gequält hat und dann ließen wir ihn doch einschläfern, aber imo etwas zu spät: Als Allerserstes sollte man überlegen, ob sich das Leben für den Hund noch lohnt, sollte er nur noch im Spital sein und Schmerzen leiden. :/

    Menschen wissen wenigstens, was mit ihnen geschieht, aber Babys und Tiere verstehen nicht, wieso Ärzte ihnen noch zusätzlich Schmerzen bereiten und wieso sie nicht daheim sind.


    Noch schöner wäre es aber natürlich, wenn er noch ein wenig Zeit bekommen würde. :bigheart:

    Ja, das ist etwas, worüber ich seit der Diagnose vor einem Jahr jeden Tag nachdenke.

    Bisher war er seit dem Lungenödem letzes Jahr super fit. Klar, hin und wieder gab es Tage, an denen er mal gehustet hat, aber die haben wir mit einer erhöhten Medikamentengabe gut in den Griff bekommen. Er war trotz seiner 13 Jahre und seiner schweren Erkrankung bis gestern Morgen so fit und munter, dass keiner richtig glauben konnte, dass er wirklich so krank ist. Wenn man ihn so gesehen hat, hat man ihn echt noch für einen jungen Hüpfer gehalten. Selbst unser Tierarzt war immer wieder erstaunt, wie gut es ihm geht und dass seine Blut- und Nierenwerte trotz fast Maximaldosis an Entwässerungsmitteln völlig in Ordnung waren.


    Ich hoffe inständig, dass er es jetzt nochmal schafft und noch einige schöne Jahre, Monate oder vielleicht auch nur Wochen haben kann. Wenn es nur nach mir ginge, würde ich ihn am liebsten auf Teufel komm raus am Leben halten, egal was ist. Aber was ich will spielt überhaupt keine Rolle. Wenn klar wird, dass er zwar überleben wird, aber keine Lebensqualität mehr hat und nicht mehr richtig Hund sein kann/darf, dann lasse ich ihn einschläfern, auch wenn mir das das Herz bricht. Leiden soll mein kleiner Schatz auf keinen Fall, nur damit ich ihn noch eine Weile bei mir haben kann. Das habe ich mir geschworen.

  • Das ist schön, wenns mal nicht so läuft gleich die Verantwortung an andere übertragen, sagen man hat keine Zeit dafür, oder davon sprechen erwachsen zu werden.

    Wenn man ein Tier hat, ist man auch verantwortlich und muss sich auch die Zeit dafür nehmen.


    Der Hund ist jetzt 1 Jahr alt und es wird jeder Fehler gemacht, den man per Lehrbuch machen kann. Ihn per Tisch füttern, zuerst füttern, ihn unendlich viel Zuneigung geben, besonders wenn er bettelt, oder beißt, er bekommt Schläge auf den Hintern, oder selten Ohrfeigen, sollte er nicht gehorchen wird das auf seine Natur als Dackel geschoben, Hundeschule war nie im Gespräch, weil die in der Gegend eh alle schlecht und überteuert sind. 10 Euro pro Stunde! Unmöglich!
    Das Ergebnis, er kann nichts, er beißt immer brutaler, er pisst hin wo er will, wenn er allein ist, er klaut Essen wenn keiner hinsieht und er hat mein Hemd in Stücke gerissen, während ichs an hatte.


    Ja, ein einjähriger Hund ist noch jung genug, um seinen eigenen Kopf zu haben, aber dafür müsste man zumindest vorher mal etwas versucht haben.
    https://www.solmon.eu/Erziehung/Praxis/Dominanz-Training
    Hab ich extra rausgesucht und drei Tipps gefunden die sie nicht eiskalt ignorieren würden.

    Zumindest wurde ich nicht arabischer Terrorist genannt.


    Konklusion, ich vermisse mein Hemd. War n´ schönes Hemd.

  • Wenn ich mir das so durchlese, wundere ich mich nicht mehr, dass manche Leute Hundehalter als herrisch ansehen und denken, alle von ihnen wollen bloß jemanden dominieren, weil sie sonst nichts zu melden haben. :unsure:


    Eventuell könnte man sehen, dass ...

    Zitat

    Macht schreit nicht. Macht brüllt nicht. Macht prügelt nicht. Macht macht. Punkt.

    sowas von flach klingt, als würde ein Lebensberaterfutzi dahintersitzen.


    Seltsamerweise kenn ich liebe Hunde, die halt normal folgen, und immer bei Tisch gefüttert werden, zuerst gefüttert werden, die auch selbst bestimmen dürfen, wann sie spielen und kuscheln wollen... eventuell, einfach weil sie Lebewesen sind und auch zeigen dürfen, ob und wann sie etwas wollen. :unsure:

    Irgendwo in dem Text wird das Fordern nach Zuneigung, wenn ich mich nicht irre, mit dem Erhalt von Dominanz gleichgesetzt, was blödsinnig ist. Hunde werden einfach nur sehr gerne sehr viel liebgehabt.


    Zitat

    Keine Geste für deinen Hund. Auch, wenn es schwer fällt. Warte damit mindestens 5 - 10 Minuten nach dem Aufstehen. Erst dann begrüßt du ihn. Und selbst dann nur "hoheitsvoll": Ein paar sanfte Worte reichen.

    Das ist kalt und idiotisch. Das würde ich mit keinem Tier machen. Außerdem stirbt man nicht dran, wenn dein Tier sich schon auf dich freut und dich fünf Minuten früher weckt.


    Der Hund ist jetzt 1 Jahr alt und es wird jeder Fehler gemacht, den man per Lehrbuch machen kann. Ihn per Tisch füttern, zuerst füttern, ihn unendlich viel Zuneigung geben, besonders wenn er bettelt, oder beißt, er bekommt Schläge auf den Hintern, oder selten Ohrfeigen, sollte er nicht gehorchen wird das auf seine Natur als Dackel geschoben

    Eventuell liegt's ja an den Schlägen und nicht an der Zuneigung, just saying.

  • Ich weiß nun endgültig, dass ich nicht länger als Frau leben kann.

    Ich wusste es schon seit meinen Kindheitsjahren. Ich habe es immer als Phase sehen wollen, als etwas vorübergehendes, dass verschwindet, sobald ich meine Weiblichkeit akzeptiere. Aber je länger ich es unterdrücke, desto mehr zerfrisst es mich innerlich. Ich bin einfach keine Frau und das ist nicht mein Körper.

    Ich will mit meinem Psych über Hormontherapie reden und mich beraten lassen, wie ich meine Umwandlung beginnen kann. Ich bin froh, dass ich mich endlich traue, diesen Schritt zu machen.

    Aber ich habe furchtbare Angst vor dem, was meine Familie sagen wird.

    Ich kann meine Eltern einschätzen und denke, sie werden es akzeptieren können.

    Doch meine Groß und Paten? Sie werden sicherlich aus allen Wolken fallen. Ich mache mir besonders um meinen Großvater sorgen. Er ist ohnehin leicht gestresst und hat bereits einen Herzinfarkt hinter sich. Ich habe furchtbare Angst, dass ihm der Stress dadurch so sehr zusetzt, dass es sich stark negativ auf seine ohnehin schon angeschlagene Gesundheit auswirkt.

    Ich werde endlich das tun, was ich schon immer hätte tun müssen, um glücklich zu sein. Aber ich habe Angst um die Leute, die ich dabei auf dem Weg verletze.

  • Smugmog ich kann verstehen, wenn du überpötzlich zu deiner Familie gehst und mit "hey ich will jetzt ein Junge sein" kommst.

    Aber wir sind im 21 Jahrhundert, sowas sollte heutzutage kein Problem mehr darstellen. (klar es wird immer Leute geben, ein Drama darum machen)

    Du schreibst ja davon wie sehr dich das belastet, wenn es DIR scheiße geht und du meinst dadurch wird es besser dann mach es, da sollte dir kein anderer reinreden und wenn deine Familie dich wirklich lieb hat, dann wird Sie es auch akzeptieren.

    Was deinen Großvater angeht ist es löblich, dass du dir Sorgen machst, aber ist er wirklich so negativ zu solchen Dingen eingestellt, dass man befürchten muss, dass er noch einen zweiten Herzinfarkt bekommt?

    Auch wenn ich deine Bedenken in höchsten Tönen loben muss, da du dir erst um die anderen Gedanken machst, muss ich dir aus eigener Erfahrung sagen, wenn es dir total schlecht damit geht und nur das abhilfe schafft, dann (so löd es sich anhört) scheiß auf die anderen.

    Vllt. kenne ich mich zu wenig mit dem Thema aus, aber ich wüsste nicht warum du Leuten weh tust, wenn du das machst für was du einstehst und ich sage mal es ist "nur" eine Umwandlung von Frau zu Mann, ich meine klar die Eltern die dich als Mädchen auf die Welt gebracht haben werden mal kurz schlucken, aber wenn es der Wille des Kindes ist und das Kind sich einfach nicht wohl fühlt so wie es jetzt ist, dann sollte man als Eltern/Familie auch so viel Verständnis aufbringen, dass man jetzt diesen Weg geht.

  • Pascal

    Danke für die guten Worte. Meine Familie kommt aus Russland und es ist kein Geheimnis, dass die dortige Meinung über LGBT Menschen alles andere als positiv ist. Mein Opa hat sich schön öfter sehr abfällig über diese geäußert. Und er ist halt auch von Natur aus einer der schnell gestresst ist, was im zunehmenden Alter bei ihm schlimmer geworden ist. Dies wiederum wirkt sich schlecht auf seine Gesundheit aus und wir versuchen ihn deshalb schonend zu behandeln.

    Die Sache ist auch dass meine Großeltern in meinem Leben sehr viel für mich getan und mich in vielen Situationen unterstützt haben und jetzt fühle ich mich, als würde ich sie enttäuschen. Ich hoffe, dass es so wird wie du sagst und das sie es schließlich akzeptieren oder zumindest tolerieren.

  • Die Sache ist auch dass meine Großeltern in meinem Leben sehr viel für mich getan und mich in vielen Situationen unterstützt haben und jetzt fühle ich mich, als würde ich sie enttäuschen

    Wenn sie dann darüber enttäuscht sein sollten, dann ist das in erster Linie nicht dein Problem, sondern das deiner Großeltern.

    Selbst wenn sie viel für dich getan haben, dann lag die Motivation für diese Geste ja größtenteils bei ihnen selbst und ich nehme dahingehend einfach mal starke Zuneigung gegenüber ihrem Enkel an. Man geht meistens zu schnell davon aus, dass man sich für jedes liebe Wort oder jede liebevolle Tat wie Unterstützung oder Fürsorge revanchieren müsste, um ein reines Gewissen zu haben, dabei geschieht Vieles davon einfach aus reinem Willen heraus und nicht, weil man etwas im Gegenzug erwartet.


    Außerdem, und das ist das Wichtigste: es ist DEIN Leben. Leb es so, wie du es für richtig hältst und nicht, wie es für deine Großeltern vielleicht am Angenehmsten wäre. Es ist NICHT dein Problem, wenn deine Großeltern ihre Probleme damit haben, sondern ihres. Du bist nur für deine eigenen Gefühle zuständig, nicht für die der anderen.