[Sinnoh] Teil 2 – Chronik der Seelen

  • Der Professor antwortete auf die Frage einer jungen Frau mit der Bemerkung, dass er mit der Gruppe gleich einen Ausflug zur Erforschung der Pokémon in der Gegend starten würde. Diese netten Leute haben sich bereiterklärt, mir dabei zu helfen und die wilden Pokémon in Kämpfe zu verwickeln, fügte er noch hinzu bevor er der jungen Frau anbot, sich der Gruppe ebenfalls anzuschließen.


    Bevor wir aufbrechen, muss ich aber gleich noch einmal ins Pokemoncenter“, wandte der Flötist an dieser Stelle ein. „Meine drei kleinen Freunde sind im Moment bei Schwester Joy, und es soll wohl noch so zwanzig Minuten oder so dauern bis ich die wieder abholen kann.“ Er schwieg einen Moment und fügte dann noch hinzu: „Ach ja, ich glaube, wir haben uns vorhin noch gar nicht einander vorgestellt. Ich heiße Jean-Louis und bin hauptberuflich Flötenspieler, und ...“ Er zögerte. Irgendwie konnte er Andrea nirgendwo entdecken. Also fuhr er kurz entschlossen fort: „Wenn ich es richtig sehe, ist meine Trainingspartnerin von vorhin noch nicht hier her gekommen. Vielleicht sind wir an einander vorbei gelaufen, und sie wartet irgendwo im Pokemoncenter darauf, dass ihre Pokemon fertig werden.

  • Da Andrea schon einige Zeit mit ihren drei Lieblingen an der frischen Luft verbracht hatte, dachte sie sich, dass sie sich langsam ins Pokemon Center begeben könnte, da sie sonst eventuell einiges an Information verpassen würde.

    Im Pokemon Center war zwar sehr viel los, aber noch länger draußen auf den Professor zu warten, wäre dann doch nicht die beste Idee.

    Zudem hat die junge Trainerin durch den ganzen Trubel nicht mitbekommen, ob ihr Trainingspartner Jean - Lois auch schon angekommen war.

    Sie rief ihre 3 Pokemon zurück in ihre Pokebälle und betrat das Gebäude.

    Unmittelbar in der Nähe des Professors befanden sich viele Trainer, die vermutlich auch dazu bereit waren zu helfen.

    Da viele der anwesenden Personen miteinander sprachen und es deswegen etwas lauter war, ging Andrea in die Nähe des Professors. Dort entdeckte sie sogar Jean-Lois, der sich gerade dem Professor gegenüber vorstellte.

    "Huhu, hier bin ich. Nachdem meine Pokemon geheilt wurden, habe ich draußen an der frischen Luft etwas Wartezeit mit ihnen verbracht, da hier ganz schön viel los war." , sagte sie junge Trainerin zu ihren Trainingspartner und blickte anschließend in Richtung des Professors. "Achja, bevor ich es vergesse. Mein Name ist Andrea und ich bin eine Trainerin. Meine 3 Pokemon haben Sie sicherlich vorhin beim Kampf bereits etwas kennengelernt. Liebend gerne möchte ich Ihnen weiterhin tatkräftig zur Seite stehen. "

  • Nachdem alle bereit waren, brach die Gruppe unter Leitung von Professor Borkenfels auf. Das Gelände des Kampfareals endete in einem provisorischen Durchgang. Neben dem leicht verwuchterten Pfad in die Wildnis wurde ein großes, hölzernes Warnschild platziert.


    Route 225
    Vorsicht - aggressive Pokémon
    Betreten auf eigene Gefahr


    Die Umgebung erweckte auch durchaus den Eindruck, dass man hier besser nicht alleine oder unvorbereitet spazieren gehen sollte. Der holprige Weg bahnte sich an gigantischen Felsen vorbei und zwischen dichtem Wald hindurch. Vor allem der Professor mit seinem Laborwägelchen hatte es hier nicht einfach. Doch die ersten Rufe von wilden Pokémon ließen nicht lange auf sich warten. Borkenfels hielt kurz inne, bevor er mit einigen Erläuterungen für seine Begleiter begann.


    "Es ist gut möglich, dass wir in diesem Gebiet bald angegriffen werden. Deshalb möchte ich euch mal genauer erklären, was hier passiert. Auf meinem Wägelchen hier habe ich diverse Messgeräte installiert, mit denen ich die Umgebung genaustens analysieren kann - Windstärke, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, seismische Aktivitäten und vieles mehr. Meine zu überprüfende Hypthese ist, dass Pokémon einen direkten Einfluss auf ihre Umgebung haben. Ich würde es am ehesten damit erklären, dass eine Art Energiestrom zwischen ihnen und der Natur besteht, aber wissenschaftlich ist es streng gesehen nicht ganz so einfach.


    Jedenfalls werde ich versuchen, gemeinsame Signaturen zwischen den Messungen der Umgebung und denen der Pokémon festzustellen. Das könnte sich zum Beispiel in identifizierbaren Frequenzen oder reproduzierbaren Korrelationen darstellen, aber ich will euch nicht mit Fachgesimpel langweilen. Wichtig ist nur, dass wir überhaupt eine Möglichkeit haben, die Ausstrahlung und Energiesignatur aller beteiligten Pokémon zu identifizieren."


    Der Forscher nahm nun einige kleine Bändchen aus einem Behälter in der mobilen Station. Sie enthielten ein relativ unscheinbares, kreisförmiges Metallteil, in dem wohl feinste Elektronik verbaut war. "Ich würde euch bitten, dies euren Pokémon zu geben, bevor ihr sie in den Kampf schickt. Sie können es tragen wie jedes andere Item, es die direkten Ausstrahlungen der Pokémon und sendet die Daten live an den Computer. Und keine Angst, die Bändchen sind absolut ungefährlich und wurden gründlich auf Nebenwirkungen getestet.


    Den wilden Pokémon können wir sie natürlich trotzdem nicht einfach so anlegen. Daher habe ich auch sogenannte Messbälle, die ich während des Kampfes auf sie werfen werde. Sie nutzen einen Teil der Technik gewöhnlicher Pokébälle, haben aber keinerlei Fangkraft. Das Pokémon wird kurz als Energiestrom in den Ball gezogen und sich sofort wieder befreien, aber das genügt, um seine individuellen Signaturen zu scannen. Die ganzen Daten werden dann von einem Algorithmus verglichen, der potentiell interessante Beobachtungen zur späteren manuellen Auswertung zusammenfasst."

  • Der Aufnahmeprozess für diese Expedition schien nicht gerade sehr kompliziert oder wählerisch zu sein was die Teilnehmer anging, weshalb Sandra sich nur wenige Dutzend Minuten später, zusammen mit der Gruppe von Menschen und Pokémon in der Wildnis außerhalb ihres gestrigen Ankunftsortes befand. Der Weg war jetzt nicht gerade das was man als vernünftig gepflegt bezeichnen würde aber der Professor kam mit seinem kleinen Wägelchen scheinbar gut zurecht und machte sich auch ziemlich bald daran etwas mehr über die eigentlich bevorstehende Aufgabe zu erklären. Da sie den ganzen Technischen kram nicht so recht verstand tat Sandra, mehr oder weniger ohne groß darüber nachzudenken, das einzige was leicht verständlich war und nahm sich schon mal zwei der Bänder um sie an ihre Begleiter auszuhändigen, beziehungsweise anzubringen.


    OT: Jetzt mal ohne Scheiß, mir als Spieler ist der Professor irgendwie sowas von Suspekt. Ich weiß nicht genau was es ist aber irgendwas an der Art wie er geschrieben ist sagt mir das man ihm nicht unbedingt vollstens trauen sollte. Vielleicht sind es aber auch nur meine RPG Typischen Warnsensoren die aufschreien sobald man in freier Wildbahn, außerhalb von offiziellen Forschungsgebäuden, auf Professoren/Wissenschaftler trifft die nicht gerade den bekannten Pokemon-Professoren (der jeweiligen Region) angehören oder von einem Mitspieler als eigener Char gespielt werden. XD

  • Nachdem sich auch Andrea zu der Gruppe gesellt hatte, dauerte es nicht lange, bis Schwester Joy vorbei kam und Jean-Louis seine drei Pokébälle brachte. Tatsächlich hatte sie für die Untersuchung seiner kleinen Freunde weniger Zeit gebraucht als sie anfangs geschätzt hatte. Kurz überlegte er, ob er seine Pokémon gleich heraus rufen sollte, aber dann sagte er sich, dass die versammelten Trainer dafür etwas zu eng beieinander standen.

    Kurze Zeit später machte sich die Gruppe von Trainern auch schon auf den Weg, um in Begleitung des Professors wilde Pokémon zu suchen und gegen diese zu kämpfen. Sobald sich die Gruppe etwas auseinander gezogen hatte, griff er allerdings zu den Pokébällen und ließ Mozart, Beethoven und Haydn wieder auftauchen. Haydn und Beethoven hatten kein Problem damit, mit der Gruppe mitzuhalten, und Mozart machte es sich einfach auf der Schulter seines Trainers bequem.


    Nachdem die Trainer kurz nach dem Verlassen des Kampfareals ein hölzernes Schild passiert hatten, welches vor aggressiven Pokémon warnte, waren sie noch nicht viel weiter gelaufen als sich der Professor noch einmal zu Wort meldete. Er erwähnte zunächst, dass es gut möglich wäre, dass sie bald auf wilde Pokémon trafen, und danach ging er darauf ein, mit welchen technischen Geräten er versuchen wollte, die Auswirkungen der Pokémon zu messen. Auch wenn der Professor das Ganze angeblich schon vereinfacht darstellte, konnte der junge Mentalist diesem Fachgesimpel trotzdem nicht wirklich folgen. Schließlich holte der Professor noch einige Bändchen aus seinem Gerät und bat die versammelten Trainer, sie ihren Pokémon zu geben, bevor sie diese in den Kampf schickten. Und keine Angst, die Bändchen sind absolut ungefährlich und wurden gründlich auf Nebenwirkungen getestet, fügte er noch hinzu, bevor er wieder mit Fachgesimpel anfing.


    Jean-Louis nahm sich also drei Bänder. Bevor er sich jedoch dazu durchringen konnte, diese an seine kleinen Freunde zu verteilen, fragte Mozart so leise, dass nur der Mentalist das hören konnte: „Plinfa pli? Plinfa plinfa plinfa pli. Pli plinfa pli?“ Offensichtlich war es sich nicht sicher, ob man diesem Mann mit dem ungewöhnlichen technischen Gerät und diesen Bändern da vertrauen konnte oder nicht.

    Nun ja, Schwester Joy scheint ihn zu kennen“, raunte der Flötist seinem auf der Schulter sitzenden Wasserpokémon zu. „Zumindest hat sie gesagt, dass das ein Professor Borkenfels von der Universität nahe Ewigenau sein soll.

    In einem Punkt hatte der kleine Pinguin allerdings nicht so ganz unrecht. Wenn der Professor wirklich das Vertrauen der Gruppe hätte, würde er nicht extra erwähnen müssen, dass die Bänder keine Nebenwirkungen haben. Irgendwie war sich Jean-Louis also nicht so ganz sicher, was er die Sache mit den Bändern anfangen sollte, und so entschied er sich, die Bänder zunächst einmal noch nicht an seine kleinen Freunde zu verteilen. Wenn die ersten wilden Pokémon auftauchten konnte er das ja immer noch machen.


    Off Topic:

    Ich bin mir ehrlich gesagt auch nicht sicher, wie ich den Professor einschätzen soll. Einerseits hat er sich in einem der vorigen Handlungsschritte mit Schwester Joy unterhalten. Aber andererseits würde ich die Aussage, dass die Bänder keine Nebenwirkungen haben, eher von einem Schurken erwarten. Ein richtiger Professor braucht denke ich mal solche Aussagen nicht - zumindest dann nicht, wenn ihm die Trainer vertrauen. Aber vielleicht interpretiere ich da auch zu viel hinein.