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  • Wenn ich an der Hauptstraße gehe, kann ich damit gut umgehen. Aber sobald eine Nebenstraße kommt oder ähnliches.... dann drehe ich innerlich schon durch. Jedes Geräusch, jede Bewegung eines Baumes oder ähnlicheres bringt mich scher zu atmen und klar denken. Ich schaue mich tausenmal um und bei jedem Schritt wird die Paranoia größer.

    Das ist für mich aber irgendwie auch so ein Problem, dass du dich in deine Angst hineinsteigerst, weil du dir schon im Kopf solche schaurigen Gedanken machst. Ängste beginnen immer im Kopf und lassen sich eigentlich unter Kontrolle bringen, wenn man aufhört, sich unnötige Gedanken zur Selbstängstigung zu machen und an was anderes denkt, oder besser die Gedanken einfach abschaltet. Das ist oft nicht leicht, aber durchaus gut machbar.


    Ich hasse diese Viecher (warum existieren die überhaupt?)

    Spinnen sind eine natürliche Auslese für viele Insekten. Sie fressen Fliegen, Käfer, Mücken, einfach alles, was sie verwerten können. Sie sind in dieser Hinsicht also nützlich, auch wenn sie bei die Ekel, Angspanntheit und auch Ängste hervorrufen.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • - Was habt ihr für Phobien?
    Spinnen und Insekten und fremde Leute, dunkelheit xD
    Ich hasse Spinnen und Insekten!! Ich habe da solche eine Angst vor! Noch dazu komm das ich mal von einer Biene gestochen wurde und davor auch extremen schieß habe <.<
    Ja mit fremden Menschen zu reden kostet mich meist viel überwindung. Dann hab ich noch angst im Dunkeln v.v ist das ne Phobie? Keine Ahnung XD


    - Was tut ihr dagegen?
    Gegen Spinnen und Insekten, einfach schnell das weite suchen!! Greuslige!! Ich tu da sicher nichts gegen, so ne Spinne anzufassen oder sowas
    Gegen die Angst vor fremden Menschen tu ich schon was, ich versuche immer selbstbewusst durch die Straßen zu gehen, aber ich hoffe nie angesprochen zu werden xD
    Naja und gegen die Dunkelheit tu ich auch nichts, was denn?


    - Schämt ihr euch dafür?
    Für Spinnen und Insekten? Nein, das haben sehr viele für das andere ja, ich würde gerne mit fremden reden so wie es meine SIs oder meine Freunde tun, das sieht immer so leicht aus qq
    und mit der Dunkelheit ist mir auch schnuppe ob das jemand weiß oder nicht


    - Kennt ihr andere Leute mit der selben Phobie?
    Ja, meine zwei besten Freunde haben genau die selben Phobien wie ich xD das ist so Zufall, dass es schon wieder zum lachen ist XD

  • Was habt ihr für Phobien?
    Ich habe eine ernsthafte Haifisch-phobie, direso weit geht das schon ein einfaches unbewegtes Bild mich aufschreien und an die Decke springen lässt und sich mir die Nackenhaare sträuben. Das klingt zwar ziemlich lächerlich (vor allem da ich weit weg von entsprechenden Meeren lebe...) Aber ich kann mir auch nicht erklären seit wann oder warum. Das einzige was ich weiß ist, dass ich sie früher definitiv noch nicht hatte. Ich hatte auch (soweit ich mich erinnere) kein besonderes Erlebnis dass die Phobie ausgelöst haben könnte und habe auch nie irgendwelche Filme geschaut die Schuld sein könnten.


    Was tut ihr dagegen?
    Meine Freunde & Familie wissen von der phobie und sind da eine große Hilfe. Wenn z.B. irgendwo ein Plakat für eine Meeres Ausstellung o.ä. hängt und einer von ihnen es entdeckt dann Sorgen sie dafür dass ich nicht dort hin schaue. In Zoos werden grundsätzlich die Aquarien gemieden (meistens gehe ich dann außen Rum und warte dort auf die anderen).
    Sollte Mal einer in einem für mich interessanten Film vorkommen (z.b. bei Jurassic World wo es ja zum Glück durch den Trailer bereits bekannt wurde) dann schaut denn Film meistens jemand anderes vorher an und gibt mir dann Anhaltspunkte wann ich wegschauen soll (bei JW war das z.B. "wenn die kamerafahrt in der Luft über das große Becken mit der Tribüne schwenkt") und mein jeweiliger kinobegleiter gibt mir bescheid wenn die Szene vorbei ist.


    Natürlich gibt es auch Filme die dadurch für mich kompett Weg fallen. (Ich vermute aquaman wird so ein Fall sein, sollten sie seine Fähigkeiten aus den Comics tatsächlich beibehalten)


    Schämt ihr euch dafür?
    Keineswegs. Es ist zwar immer ärgerlich für mich wenn sich jemand darüber lustig macht, aber ich kann ja auch nichts dafür. Die meisten Leute wundern sich zwar darüber, zeigen aber Verständnis und helfen mir bei der oben genannten Vorgehensweise. Ausgeartet ist es bisher nur ein einziges Mal. Da meinte jemand mir eine Haifisch Figur von der Marke Schleich als Geburtstagsgeschenk unterjubeln zu müssen. Diese war allerdings so verpackt das ich es durch das Papier ertasten konnte. Dass ich es nicht Auspacken wollte hat noch für einiges Theater gesorgt (er meinte dann z.b. er müsste es Auspacken und ins Regal stellen, während ich nicht im Raum war... Der Plan wurde dann aber netter Weise von einer anwesenden Freundin vereitelt)


    Kennt ihr andere Leute mit der selben Phobie?
    Leider gar nicht. Ich weiß zwar, dass viele Leute Angst oder Respekt vor diesen Tieren haben, doch jemand der das in dem Ausmaß hat wie ich es habe ist mir bisher noch nicht begegnet.

  • Ich habe Angst vor Menschen, um genau zu sein vor der Nähe von total fremden Menschen, dabei handelt es sich mehr oder weniger um das Hirngespinnst, was die Menschen über mich denken könnten, aber auch vor der Berührung scheue ich mich.
    Hat sich halt alles über Jahre angestaut tja und dann hatte ich das Problem, habe ich den netten Menschen aus meiner Vergangenheit zu verdanken, egal ob familiär oder bekannt.
    Dauert bei mir meist immer ewig lange bis ich richtige auftaue und aus meiner Schutzhaltung rauskomme.


    Aber dadurch habe ich auch große Ängste bekommen Menschen zu verlieren, die mir wichtig sind, wo darin auch irgendwie das Problem besteht, Angst zu haben neue Kontakte zu knüpfen, da die Sorge eines Verlusts und eines großen Schmerz wieder entstehen könnte.



    Was ich dagegen mache, naja Konftontationen nicht vermeiden, das ist auch wenn es nur immer ein klein wenig voran geht und bei fehlschlägen erstmal steht, der beste Weg seiner Angst einhalt zu bieten.
    Das schlimme ist, sobald die Angst dich hat und kontrolliert bist du so gut wie verloren, denn es ist wie ein Parasiet der sich im Kopf einnistet und immer tiefer frist, irgendwann spielt man verrückt und das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, schlägt extrem auf die Gesundheit.


    Aber schämen tue ich mich dafür nicht, ist halt blöd gelaufen, ich hätte früher ggf. einfach mal den Mund aufmachen sollen und ein wenig Paroli bieten sollen und nicht wie von mir verlangt wurde alles zu schlucken und mich innerlich daran zu grunde richten lassen.


    Andere Leute kenne ich nicht die solche Probleme wie ich haben, gut der ein oder andere ist die ersten 5 Minuten bei unbekannten Menschen etwas gehemmt zu reden, aber das ist für mich die Schnupperzeit um den anderen erstmal etwas kennen zu lernen, kannst ja nicht bei jedem unbekannten gleich so machen wie bei guten Freunden. :P

  • Hmm, ich habe grundsätzlich nur zwei Phobien, wobei man das eine wohl nicht unbedingt als Phobie bezeichnen kann :D


    Also, zuerst der Klassiker unter den Phobien: Spinnen. Ich meine, die Angst vor Spinnen ist ja tatsächlich eine angelernte bzw. konditionierte Angst, die mich aber voll erwischt hat. Bis zu einer bestimmten Größe stören die mich nicht unbedingt, aber sobald ich irgendwo so eine fette Kellerspinne sehe, dann kriege ich tatsächlich starke körperliche Reaktionen wie zittern, erhöhten Herzschlag und das dringende Bedürfnis, A ganz weit wegzurennen oder B das Vieh mitsamt der Wand, an der es hängt, zu verbrennen. Ganz furchtbar bei mir xd


    Die zweite Phobie, die aber wohl eher als Angst durchgeht, ist Höhe. Vermeide deshalb große Höhen mit Glasboden oder zu kleinen Geländern. Auch hier kriege ich vor allem das Zittern in den Beinen, insofern auch da eine ziemlich ungewollte Reaktion, auch wenn ich immer wieder versuche, mich ihr entgegenzustellen xd

  • Die zweite Phobie, die aber wohl eher als Angst durchgeht, ist Höhe. Vermeide deshalb große Höhen mit Glasboden oder zu kleinen Geländern. Auch hier kriege ich vor allem das Zittern in den Beinen, insofern auch da eine ziemlich ungewollte Reaktion, auch wenn ich immer wieder versuche, mich ihr entgegenzustellen xd

    War bei mir früher ganz schlimm, heute ist es nur noch selten da. Höhe ist an sich kein Problem mehr, Freifall-Türme im Freizeitpark gehen total, Eiffelturm auch ohne Probleme, das einzige wo es kritisch wird ist Glas, im Eiffelturm ist das zum Beispiel teilweise Glas, da werden mir auch die Beine weich oder aber knarrende Brücken aus Holz, gaaaaanz schlimm x)

  • - Was habt ihr für Phobien?
    Wespen, bin allergisch auf die Scheißteile...


    - Was tut ihr dagegen?
    Versuchen keine Panikattacke zu bekommen und nicht gestochen zu werden.


    - Schämt ihr euch dafür?
    Nein.


    - Kennt ihr andere Leute mit der selben Phobie?
    Mein Vater, selber Grund

  • - Was habt ihr für Phobien?
    Ich habe Trypophobie (Trypophobia), die Angst vor Löcher. Ich selber mag Gore aber ich kann diese hässlichen Löcher in der Haut nicht ansehen die so wie Lotus Knospen aussehen. Ich muss direkt erbrechen wenn ich diese Bilder sehe.


    - Was tut ihr dagegen?
    Nicht googeln und alle meine Freunde davon warnen das ich sowas nicht ansehen kann.


    - Schämt ihr euch dafür?
    Nein, ich wüsste nicht wieso ich mich dafür schämen sollte.


    - Kennt ihr andere Leute mit der selben Phobie?
    Nein bis jetzt noch nicht.

  • Niemand schaut sich das gerne an. Solche Löcher in der Haut lösen numal instinktiv Ekel aus, weil die nunmal auch nicht allzu gesund aussehen. Und Ekel ist halt keine Phobie. Außerdem bezieht sich das nicht auf die Löcher an sich, sondern auf das Gesamtbild, eben das krank aussehende Gewebe.
    Genausowenig haben die wenigsten Menschen tatsächlich eine Spinnenphobie, würd ich mal behaupten. ^^"

  • aussehende Gewebe.
    Genausowenig haben die wenigsten Menschen tatsächlich eine Spinnenphobie, würd ich mal behaupten. ^^"

    Wie kommst du darauf?
    Ich habe auf jeden Fall eine und das kommt soviel ich weiß davon, dass unsere Vorfahren oft mit Giftspinnen in Kontakt kamen.
    Warum wir dann keine Froschphobie haben ist mir zwar schleierhaft, aber die Erklärung ist gut. Ist eine Art Urangst die sich vererbt hat.

  • Wie kommst du darauf?Ich habe auf jeden Fall eine und das kommt soviel ich weiß davon, dass unsere Vorfahren oft mit Giftspinnen in Kontakt kamen.
    Warum wir dann keine Froschphobie haben ist mir zwar schleierhaft, aber die Erklärung ist gut. Ist eine Art Urangst die sich vererbt hat.

    Das ist mir schon klar, aber eine Phobie würde bedeuten, dass du alle Orte wenn irgenwmöglich meidest, in denen du Spinnen treffen könntest. Angst und Ekel habe ich auch, aber wie gesagt, ist das schon etwas anderes.

  • - Was habt ihr für Phobien?
    Klingt jetzt ein bisschen komisch aber tatsächlich Enten. ( Hat eine Vorgeschichte!)


    - Was tut ihr dagegen?
    Ich meide Enten allgemein. Wenn ich im Park bin,wird es zwar schwierig aber es klappt nach einer Zeit!


    - Schämt ihr euch dafür?
    Eigentlich schon, weil viele es gar nicht verstehen können, da die meisten Enten süß finden.


    - Kennt ihr andere Leute mit der selben Phobie?
    Nein

  • Wenn man den Begriff "Phobie" korrekt verwendet, handelt es sich bei einer Phobie um eine psysische Angststörung. Ich habe vor ein paar Monaten eine Sendung von "Martin Rütter unterwegs" gesehen, in der ein Mann tatsächlich eine Canophobie - die Angst vor Hunden - hatte. Dieser Mensch hat tatsächlich Strategien entwickelt, um jeglichen Konflikt zu vermeiden. Bereits im Vorfeld hat dieser Mensch Schweißbrüche erlebt, wenn er das Haus verlassen hat, weil er sich gewisse Szenarien im Kopf hatte. Dadurch war er doch sehr deutlich in seinem Alltag von dieser Phobie beschnitten worden.
    Durch Phobien sind die Betroffenen permament in ihrem alltäglichen Leben eingeschränkt.


    Nicht böse gemeint, aber ich lese bei den meisten (nicht bei allen!) vielmehr eine Aversion gegen bestimmte Dinge heraus.

  • Ich hatte damals ganz schlimm mit einer Angst vor Menschen / Menschenmassen zutun.
    Klingt vielleicht komisch, aber war so.
    Habe meine Wohnung kaum noch verlassen. Selbst zu dem Büro meiner damaligen Betreuer zu gehen war schlimm.
    Und das war um die Ecke. Auch einkaufen gehen fühlte sich wie die Hölle an...Bei dem Gedanken, rausgehen zu müssen und anderen Menschen zu begegnen bzw vor VIELEN Menschen, habe ich schon Angstattacken bekommen...Herzrasen, Schwitzen, Atemnot.
    Irgendwann eskalierte das so, dass meine Betreuer mir anrieten, in eine Klinik zu gehen. Da musste ich über langen Zeitraum langsam lernen, wieder mit anderen Leuten zu leben.
    Den ersten Tag durfte ich noch auf meinem Zimmer essen. Dann musste ich mich aber zu den Anderen in den Aufenthaltsraum setzen...dann musste ich (in Begleitung) auf das Klinikgelände und danach mit einer Therapeutin AUS dem Gelände...so nach und nach wurde es erweitert.
    Hat lange gedauert und natürlich war es auch nicht gleich nach dem Klinikaufenthalt wieder gut (hatte lange Zeit noch ambulante Therapien), aber inzwischen hab´ ich das hinter mir.
    Ich fühle mich zwar immernoch nicht wohl in Menschenmengen, aber ich denke, das geht vielen so und das hat nichts mehr mit meinen alten Ängsten zutun.


    Ich hatte früher generell massive psychische Probleme...das reichte über soziale Ängste, schwerste Depressionen, Identitätsstörung...Essstörungen...ach, da war eine Menge...inzwischen wurde mein Problem von den Therapeuten als Borderline bezeichnet...


    Vieles begleitet mich noch immer, zur Zeit leider wieder kleinere Verhaltensrückfälle, aber alles bei Weitem nicht so extrem wie früher.


    Vor allem aber: es geht mir inzwischen so gut, dass ich keine Therapie mehr mache und keine Medikamnte mehr nehme. ^^
    Auf beides keine Lust mehr - austherapiert. Seit Kindheit ständig irgendwelche Einzelfallhelfer, Betreuer etc gehabt...ständig zugedröhnt mit Psychopharmaka / Chemiekeulen...nö, brauch´ ich momentan einfach nicht - auch wenn es manchmal (wie momentan) kleine "Rückfälle" gibt.
    Meiner Meinung nach gehört das dazu...man muss nur richtig damit umgehen. Darf es nicht eskalieren lassen. Ich weiß ja, wo ich mir im Notfall Hilfe holen kann.


    Entschuldigt, ich hoffe, ich bin nicht zu sehr in´s OT gegangen. Um die Fragen des Threaderstellers zu beantworten:


    - Was habt ihr für Phobien?
    Zur Zeit keine :)


    - Was tut ihr dagegen?
    Früher hatte ich Therapien, hab´ Medikamente genommen und im schlimmsten Fall habe ich gar nichts gemacht, mich den Ängsten ergeben, was aber unheimlich nach hinten losging.


    - Schämt ihr euch dafür?
    Ja, irgendwie schon...mir ist es generell unangenehm / peinlich, dass ich es mit der Psyche habe...


    - Kennt ihr andere Leute mit Phobien?
    Nein.

  • Ich hatte damals ganz schlimm mit einer Angst vor Menschen / Menschenmassen zutun.
    Klingt vielleicht komisch, aber war so.
    Habe meine Wohnung kaum noch verlassen. Selbst zu dem Büro meiner damaligen Betreuer zu gehen war schlimm.
    Und das war um die Ecke. Auch einkaufen gehen fühlte sich wie die Hölle an...Bei dem Gedanken, rausgehen zu müssen und anderen Menschen zu begegnen bzw vor VIELEN Menschen, habe ich schon Angstattacken bekommen...Herzrasen, Schwitzen, Atemnot.
    Irgendwann eskalierte das so, dass meine Betreuer mir anrieten, in eine Klinik zu gehen.

    Oh weia, hätte nicht erwartet, hier meine eigene Story 1:1 wiedergegeben zu finden. :0


    Bei mir ist es das selbe Spiel. Hab 2011 die Diagnose Soziale Phobie bekommen (und Borderline). Die wurde jetzt letztes Jahr revidiert (Psychologen sprechen nicht von einer Sozial Phobie, wenn man seine Angst vor - in diesem Fall Menschen - berechtigt findet. Und ich finde meine Angst sehr berechtigt.) , aber Angst vor dem Rausgehen und vor Menschen und vor allerlei sozialen Situationen habe ich immer noch.
    Ich saß 2010 - 2012 nur daheim, bin so gut wie nie rausgegangen, alles so wie @KnautschiMon es beschreibt. Auch das Büro meiner damaligen Betreuerin, die nur drei Hausnummern entfernt in der selben Straße wohnte, war zu weit.
    Ich hab mich zwar zu Conventions gezwungen, aber nur, weil ich mir sagen konnte, dass Anime Leute mich mehr akzeptieren als normale. Aber auch das wurde mit den Jahren immer schwieriger.
    Hatte dann 2013 eine Hochphase, dank Verhaltenstherapie, in der ich wieder allein raus gehen konnte, zur Schule, sogar ins Schwimmbad.
    Aber 2015 ging dann der Abfall wieder los, mit all den netten Nebenerscheinungen wie Mittelschwere Depression, Suizidalität, Körper-Schema-Störung, Persönlichkeitsstörung mit Paranoiden Anteilen etc.
    Im Jahr 2016 war ich kein. einziges. Mal. ohne Begleitung draußen.


    War insgesamt wegen dieser Sozial Phobie, die jetzt ja angeblich doch keine ist, drei Mal in der Klinik, für jeweils drei Monate, einmal sogar viereinhalb. Der letzte Aufenthalt war letztes Jahr von Mai bis August, und seitdem geht es mir besser - nun, zumindest was die Depression etc. betrifft. Angst vor dem Rausgehen hab ich nämlich immer noch, und ich geh auch nicht raus, wenn es sich vermeiden lässt. Ich fahr vielleicht einmal die Woche zur Therapie, wenn das klappt, und vielleicht, wenn überhaupt, einmal die Woche mit zum Einkaufen. Ansonsten nada.


    Vor allem aber: es geht mir inzwischen so gut, dass ich keine Therapie mehr mache und keine Medikamnte mehr nehme. ^^ Auf beides keine Lust mehr

    Respekt dann. Ich nehm seit 2010 ununterbrochen Medis. Allein schon, weil ich nachts nicht genug von diesem Schlafhormon ausschütte und ohne etwas zum Schlafen keine Minute nachts schlafen könnte - glaubt mir, schon oft genug ausprobiert.
    Ansonsten natürlich Antidepressiva, und ich hab auch über ein Jahr lang an die 500mlg Stimmungsaufheller genommen, welche ich allerdings endlich wieder absetzen konnte - glaubt mir, meine Figur, aka mein Gewicht, waren sooo happy über diese Stimmungsaufheller, dass ich dank denen direkt mal 50kg zugenommen habe. :D :D :D :D Und runter geht ja bekanntlich nie so schnell wie rauf, also...joa.


    Ich beneide Leute, die den Sprung von den Medis und von den Therapien schaffen, ich persönlich mach das lieber nicht. Die Zeit zwischen Ende 2014 bis Mai 2017, in denen ich keine Therapie machen konnte, waren die schlimmsten Rückfallzeiten.


    So, zurück zum Thema Phobien.


    - Was habt ihr für Phobien?

    - "Sozial Phobie": die Psychologen sagen zwar, es wäre keine, weil ich, um die Kritierien für eine Phobie zu erfüllen, denken müsste "Eigentlich ist meine Angst Menschen gegenüber total unbegründet" - was ich aber nicht tue. Jedoch ist "Sozial Phobie" wohl der beste Begriff, um das zu erklären.


    - Arachnophobie: Natürlich, die allseits bekannte und beliebte Spinnenphobie darf nicht fehlen, aye! Ist übrigens ultra stark kombiniert mit der Angst gegenüber JEDEN Insekts - ja, ich mein auch euch, ihr ach so süßen Schmetterlinge!


    - Tickende Uhren: Das finden die Leute immer furchtbar amüsant, wenn sie das hören, aber ist es nicht. Wenn ich in einem Raum existieren oder gar schlafen muss wie die Uhr, dann werde ich wahnsinnig. Besonders beim Schlafen... ich hör ja jedes Ticken, und sei es nur das Ticken einer Armbanduhr. Und dann verfolgt mich dieses Ticken bis in die Träume, woraufhin dann Albträume und Fieber entstehen.
    Genau damit hatte es damals angefangen bei meiner Tante: Grandfather clock, lautes Geticke, ich, Fieber. Seitdem immer das selbe Spiel: "Könnt ihr bitte die tickende Uhr abhängen?"


    Zitat

    - Was tut ihr dagegen?

    Therapien, Therapien, Klinikaufenthalte, jammern, heulen, Therapien [usw]
    Erstmals in meiner Therapiegeschichte werde ich mich auch der Therapie gegen die Spinnenangst stellen... auch wenn ich vor der Therapie mindestens genauso viel Angst habe und es deshalb immer vermieden habe... (Aber ich wohne nun in einer Kellerwohnung +weint+)


    Zitat

    - Schämt ihr euch dafür?

    Und wie. Ich mein, es gibt Tage wie heute, da denk ich mir "Fukkit" - vor allem, wenn ich mich bisschen ermutigt fühle durch jemanden, der das selbe Leid wie ich trage. Aber ansonsten schäme ich mich sehr dafür.
    Und kein Mensch kann mir glauben, wie meine Angst vor Spinnen ist. Ich bekomm sogar Krämpfe, wenn ich nur eine im TV oder in 'nem Vidya sehe.
    Von meiner kindischen Angst vor tickenden Uhren mal ganz zu schweigen.


    Zitat

    - Kennt ihr andere Leute mit der selben Phobie?

    Spinnenphobie ist ja weit verbreitet, jedoch seh ich selten jemanden, der sie so krass hat wie ich.
    Sozial Phobiker kenn ich jetzt weniger, ich mein, ich hab ein paar über die Jahre kennen gelernt, aber die scheinen alle weniger Probleme mit dem Rausgehen zu haben als ich.
    Und jemand mit dieser Angst vor tickenden Uhren? Erstaunlicherweise gibt es da ein paar Leute, die das auch haben. Bei diesen Personen hängt das meist ebenfalls mit einer Trauma zusammen, also gar nicht so selten, wie man vielleicht glaubt.


    Wow, sorry für die WoT. D:<

  • Was die Problematik mit dem Gewicht dank Medikamenten angeht, kann ich ebenfalls ein Lied singen...allerdings habe ich einen (natürlich ungesunden) Weg damals gefunden, das Gewicht genauso schnell wieder zu verlieren: Bulimie. Hab´ mich unter mein Normalgewicht gekotzt...erst Esssucht, Medis taten ihr Übriges, also voll übergewichtig....irgendwann ging das dann in´s Gegenteil.
    Habe zwar gegessen, aber nach jeder Mahlzeit erbrochen..immer..überall. Erst immer mit komischen Gefühl (zB wenn ich bei meiner Mutter war), irgendwann war es mir egal - es sollte nur wieder raus.


    Inzwischen bin ich wieder drüber oO
    und mein nicht ganz gesunder Kopf sagt mir momentan öfter wieder: Finger rein, dünner sein.
    Momentan hab´ ich leider kleinere "Verhaltensrückfälle", sehe das aber noch nicht als Grund, wieder ´ne Therapie zu machen...solange es nicht eskaliert, ich damit umgehen kann, ist alles gut.
    Aber ich verstehe es, wenn du sagst, ohne geht es nicht...ging mir ja früher genau...wollte auch Medis nehmen (sei es zum Einschlafen, Antidepressiva etc), wollte zum Psychiater / Therapeuten.


    Ich hoffe, dass ich das so schnell nicht wieder brauchen werde. Inzwischen, nach all den Jahren (glaube, mit 9,10 oder 11 ging´s los) habe ich auch schon fast alles gehört...mehrmals...xDD


    Dass du ohne Medis nicht schlafen kann finde ich heftig.
    Hast du denn immernoch mit Nebenwirkungen zu kämpfen?

  • Was die Problematik mit dem Gewicht dank Medikamenten angeht, kann ich ebenfalls ein Lied singen...allerdings habe ich einen (natürlich ungesunden) Weg damals gefunden, das Gewicht genauso schnell wieder zu verlieren: Bulimie. Hab´ mich unter mein Normalgewicht gekotzt...erst Esssucht, Medis taten ihr Übriges, also voll übergewichtig....irgendwann ging das dann in´s Gegenteil.
    Habe zwar gegessen, aber nach jeder Mahlzeit erbrochen..immer..überall. Erst immer mit komischen Gefühl (zB wenn ich bei meiner Mutter war), irgendwann war es mir egal - es sollte nur wieder raus.

    Oh ja, das hab ich auch hinter mir. xD" Mittlerweile hab ich sogar eine Angst vor'm Erbrechen entwickelt, bei jedem kleinsten Anzeichen von Übelkeit bekomm ich Panik "Bitte nicht erbrechen". Dabei sagt mein Kopf auch "Finger rein, dünner sein", aber es klappt einfach nicht mehr. Ist natürlich gesünder, theoretisch betrachtet, aber dünner werd ich halt so auch nicht.


    Zitat

    Aber ich verstehe es, wenn du sagst, ohne geht es nicht...ging mir ja früher genau...wollte auch Medis nehmen (sei es zum Einschlafen, Antidepressiva etc), wollte zum Psychiater / Therapeuten.

    Medis wollte ich ehrlich gesagt nie nehmen, aber nachdem sich mein Schlafrhythmus komplett verstellt hatte (gleich mehr dazu) und ich auch merke, dass sie mir helfen, bin ich denen dankbar. Ich mein, ich hab auch oft genug erlebt, was es bringt, die abzusetzen: Schlaflosigkeit in der Nacht, Dauerschlaf am Tag, und das ganze gepaart mit so unmenschlichen Aggressionen, dass ich fast schon eine Gefahr dargestellt habe. ^^"


    Zitat

    Ich hoffe, dass ich das so schnell nicht wieder brauchen werde. Inzwischen, nach all den Jahren (glaube, mit 9,10 oder 11 ging´s los) habe ich auch schon fast alles gehört...mehrmals...xDD

    Oh ja... ich mein, ich hab erst 2011 meine erste, richtige Therapie bekommen - das alles davor waren nur Gesprächstherapien bei Quacksalbern. Der letzte davon, als er mein Trauma hörte - wohlgemerkt, ich hatte zum ersten Mal mit jemanden über mein Trauma gesprochen: "Ich kann dich nicht behandeln, da musst du dir jemand anderes suchen." Danke für's Gespräch! :D


    Zitat

    Dass du ohne Medis nicht schlafen kann finde ich heftig. Hast du denn immernoch mit Nebenwirkungen zu kämpfen?

    Ja, wie gesagt... ich hatte schon seitdem ich ein Kind bin damit Probleme, nachts zu schlafen. Meine Gedanken rasten schon als kleines Kind ununterbrochen nachts, sodass ich schon im Grundschulalter oft zur Schule bin, ohne nachts nur einmal die Augen zugemacht zu haben. Mit zunehmenden Alter wurde das aber schlimmer und schwieriger durchzustehen.
    2010 war es dann soweit, dass ich nachts gar nicht mehr schlafen konnte, nur noch tagsüber. Ich hatte allein alles mögliche probiert, ich hab sogar mal 32 Stunden am Stück durchgemacht ohne zu schlafen - nix. Nachts war einfach nicht an Schlaf zu denken. Daher Medis dafür.
    Nebenwirkungen hab ich derzeit keine. Keine Fressattacken mehr, keine Gewichtszunahme. Bin momentan richtig zufrieden, wie die Medis eingestellt sind. Sind auch nicht mehr so viele wie noch letztes Jahr. :>


    Momentan hab´ ich leider kleinere "Verhaltensrückfälle", sehe das aber noch nicht als Grund, wieder ´ne Therapie zu machen...solange es nicht eskaliert, ich damit umgehen kann, ist alles gut.

    Pass nur auf... Mein Rückfall kam auch sehr langsam und schleifend, ich hatte immer gedacht "Ich hab das noch im Griff" - bis ich mir eines Tages eingestehen musste, dass ich die Kontrolle schon längst verloren hatte. D: Such dir auf jeden Fall Hilfe, wenn es nicht mehr geht!

  • Ich wünschte, ich hätte Angst vorm Erbrechen...das ist so das aktuellste bei mir, mein Kopf will mir immer wieder einreden, es sei gut, wenn ich das mache, es hätte mir ja schon mal geholfen (abgenommen)...was natürlich totaler Quatsch ist. Es ist krank. Fertig aus. Abgesehen davon, dass meine Speiseröhre in Eimer gehen könnte, aber das verdrängt mein Kopf momentan immer -,- Er denkt nur an das Resultat damals.
    Jetzt käme mir so eine Angst eher gelegen, weil ich derzeit gar keine Scheu mehr habe, mir das Essen ein zweites Mal durch den Kopf gehen zu lassen.
    Diese Scheu hatte ich lange Zeit..zum Glück...naja, das ist mein "Rückfall-Thema"...muss ich auf jeden Fall beobachten und wie du sagst: rechtzeitig reagieren.


    Wow, was für eine Hilfe der Typ war -,- Irre, sowas habe ich noch nie erlebt...
    Als Kind bei Einzelfallhelfern habe ich erlebt, dass sie nicht mehr mit mir weiter wussten, weil ich so verschlossen und teils auch aggressiv war.
    Aber das ein Therapeut sowas raushaut...krass. Falscher Job würde ich sagen.


    Das klingt doch perfekt: Medis helfen, aber keine Nebenwirkungen. So sollte es auch sein *g*
    Drück´ dir die Daumen, dass das so bleibt. Natürlich auch, dass du sie bestenfalls irgendwann nicht mehr brauchst ;)

  • Wow, was für eine Hilfe der Typ war -,- Irre, sowas habe ich noch nie erlebt...
    Als Kind bei Einzelfallhelfern habe ich erlebt, dass sie nicht mehr mit mir weiter wussten, weil ich so verschlossen und teils auch aggressiv war.
    Aber das ein Therapeut sowas raushaut...krass. Falscher Job würde ich sagen.

    Aye, da schafft man es zum ersten Mal, sich ein bisschen zu öffnen, und dann diese Abfuhr. Frei nach dem Motto "Ich bin dafür nicht kompetent genug". Dabei hatte ich ihn gewarnt, ich bin kein leichter Fall. Naja...


    Zitat

    Das klingt doch perfekt: Medis helfen, aber keine Nebenwirkungen. So sollte es auch sein *g*
    Drück´ dir die Daumen, dass das so bleibt. Natürlich auch, dass du sie bestenfalls irgendwann nicht mehr brauchst ;)

    Ayup, genau, eigentlich gut so. :3
    Kann momentan auch nicht klagen, außer, dass ich halt eben weiterhin keinen Schritt nach draußen setze, wenn es nicht absolut unvermeidbar ist. D:


    Um das Thema zurück zu den Phobien zu führen: Noch amüsanter finde ich aber, dass mir in meiner ganzen Therapienlaufbahn noch nie jemand wegen den Spinnen oder den tickenden Uhren etwas unternommen hat, während mein jetziger sofort sagte, dass wir das auch behandeln werden. Da sieht man mal, wie die anderen das bisher ernst genommen haben.

  • Schon schlimm, dass manche Dinge einfach belächelt und nicht ernstgenommen werden.
    Habe noch nie von Leuten gehört, die Angst vor tickenden Uhren haben, aber warum sollte das irgendwie witzig oder...ein weniger ernsthaftes Problem sein?


    Wie reagierst du bei Insekten..?


    Ich hab´ mich früher auch extrem vor Spinnen geekelt, im Nachhinein würde ich es bei mir nicht als Phobie bezeichnen.
    Inzwischen klatsch´ ich die weg (wenn sie nicht zu groß sind) oder saug´ sie weg. Der Ekel ist nicht mehr so groß.