Zeitalter des Sonnenuntergangs - Spieltopic

  • Das leise, charakteristische Tröpfeln eines undichten Daches war das einzige Geräusch, das in der kleinen Wachstube zu hören war. Wassertropfen trafen auf die zahlreichen, an taktischen Positionen über den Boden verteilten Gefäße, vom Milchkrug bis zum alten Nachttopf, spritzten und schwappten über und bildeten dadurch feine, rutschige Lachen auf den alten, zerkratzten Kacheln.
    Es hatte schon wieder geregnet; Die Festung lag an einer Position, die man aus militärischer Sicht wohl ‚strategisch‘ genannt hätte, würde sich das Militär ein wenig öfter hier blicken lassen. Mitten in den Ausläufern eines kleineren hiesigen Gebirges gelegen, war die Burg an drei Seiten von Vorbergen umgeben, weshalb der Wind so gut wie nie Einzug in ihre Umgebung hielt. Die Luft stand; von Hitze konnte jedoch trotzdem keine Rede sein. Der breite Fluss, der sich aus den Bergen ergoss und im Gebiet der Festung zu zwei kleineren teilte, die das Bauwerk nur von einer Seite zugänglich machten, sorgte für stete Feuchtigkeit, und in Kombination mit der Windstille war das Gefängnis fast täglich mit regennassen Dächern gesegnet, während die Bauern drei Meilen weiter ihr Heu zum Trocknen ausgelegt hatten. Es war, als passe sich das Wetter an die Atmosphäre der kleinen Gefängnisburg an: grau und düster.
    Der Gestalt, die nun auf spitzen Zehen, mit zwei alten Tassen in den Händen durch die Wachstube ging, machte graue Düsternis nichts aus. Nur an die Feuchtigkeit konnte sie sich nicht so recht gewöhnen. Der Schwarzgewandete schob die Tassen unter zwei tropfende Löcher im Dach, nahm die beiden vollen Gefäße, die diese Plätze vorher eingenommen hatten, und kippte sie aus dem Fenster. Die Läden, die er, wenn er alleine war, gerne zuzog, musste er dafür nicht öffnen; die Löcher in den Holzlatten waren groß genug, um die Hand hindurch zu stecken. Trotzdem hielten sie das Licht der Sonne wenigstens etwas auf Abstand, zumindest genug, damit er nicht mit tief ins Gesicht gezogener Kapuze dasitzen musste.


    Resigniert seufzend ließ sich Cole auf einen der knarrenden Holzstühle fallen, die um einen niedrigen Tisch herum postiert waren. Das Wachhaus war eine einzige, große Bruchbude. Das Dach hing so sehr durch, dass sich das Regenwasser des Nachts darin sammelte und damit tagsüber genug Zeit hatte, in aller Ruhe hindurch zu sickern. Es war kein Wunder, dass freiwillige Wachen hier chronische Mangelware zu sein schienen.


    Cole war nun seit zwei Monden als Wache in der Gefängnisburg angestellt, und er teilte sich die Wachstube seitdem mit nicht mehr als drei anderen Söldnern. Ihre Schichten arbeiteten sie völlig alleine ab, selten einmal zu zweit. Ein Mann, der Dutzende von Zellen auf vier Stockwerken beaufsichtigen musste, von denen die meisten mit Schwerverbrechern gefüllt waren. Dieser Ort war keine Besserungsanstalt; hier kamen all jene Gesetzesbrecher hin, die man innerhalb der Hauptstadt lieber nicht aufbewahren wollte, und all jene, die von außerhalb zur Hinrichtung in Solarian transportiert werden sollten und hier ihre Wartezeit verbrachten.
    Man musste dem System allerdings zu Gute halten, dass mehr als ein, zwei Leute auf einmal völlig unterbeschäftigt wären. Der größte Teil der Verwahrung hier wurde mit Magie sichergestellt; und dafür brauchte es nicht einmal ein ganzes Bataillon von Magiern. Als Nachtwächter war man die meiste Zeit damit beschäftigt, die kleinen Stahlkästen mit Futter zu versorgen, die neben jeder Zelle an der Wand hingen. Cole kannte den Namen der kleinen Biester darin nicht; aber sobald die Gitterstäbe oder Ziegelwände der Zellen auch nur den kleinsten Kratzer abbekamen, platzten sie aus ihren schwarzen Gefängnissen hervor, stürzten sich auf die Zelleninsassen, saugten ihnen alle Magie aus und rissen ihnen in den meisten Fällen das Fleisch von den Knochen. Die meisten Häftlinge wie auch die Wärter hatten so etwas schon einmal mit ansehen müssen, weswegen es so gut wie nie zu Ausbruchsversuchen kam, wie die anderen Söldner, die schon länger hierwaren, versicherten.


    Es war nicht so, dass Cole vorhatte, sein Leben hier zu verbringen; die Bezahlung war miserabel, das Essen ebenso, und die Blicke der Magister, die die kleinen Biester überwachten, feindselig. Aber es war besser, als völlig ohne Arbeit zu sein, und außerdem… Die Einblicke in die schäbige Seite der Gesellschaft, in der er sich noch nicht allzu lange befand - und dementsprechend auch noch nicht allzu gut zurechtfand – waren es ihm doch wert, sich die Hände ein wenig schmutzig zu machen. Nur schade, dass es hier nahezu nie eine Gelegenheit gab, im Kampf zu glänzen, denn den vermisste der Mercury.



    OT: Ich freue mich, mitmachen zu können =) Entschuldigt die Verzögerung, bin gerade erst aus dem Urlaub zurückgekommen. Hoffe, die kleine Lagebeschreibung ist ok ;D

  • Diana beobachtete die Tairis genau, die sich mit aller Macht gegen die Schlingpflanzen stemmte, die sie auf dem Boden halten sollten. In ihrer Konzentration bemerkte sie nicht, wie sich etwas Kleines von hinten an sie annäherte; somit war es bereits zu spät, als der Schutzgeist der Tairis sie mit allem was er hatte ins Bein biss. Die Dyrade keuchte auf und lenkte ihren Blick auf den Boden, doch das kleine braune Etwas war schon weiter durchs Gras gehuscht und zerrte mit seinen kleinen spitzen Zähnchen nun die Ranken von den Händen seiner Seelengefährtin. Seine Bemühungen waren sogar von Erfolg gekrönt, da die völlig überrumpelte Diana noch immer eine Hand auf ihre linke Wade drückte, aus der langsam dunkelrotes Blut in den Boden sickerte, und die Konzentration und damit den Magiefluss in die Pflanzen unterbrechen musste. Als sie den Blick schließlich wieder hob, war die Tairis bereits wieder auf den Beinen und ihr kleiner Schutzgeist wieder ins hohe Gras abgetaucht, ohne dass Diana einen genaueren Blick auf ihn hatte erhaschen können.
    Diana biss die Zähne zusammen. Es war schwierig sich auf zwei Gegner gleichzeitig zu konzentrieren - der Schutzgeist war zwar keine ernsthafte Bedrohung, aber wenn er sie im falschen Moment ablenkte, konnte das seinem Seelengefährten die entscheidende Möglichkeit zum Schlag geben. "Na gut, ich hab gesehen dass du mit dem Grünzeug umgehen kannst", meinte die Tairis plötzlich, "aber glaub nicht, dass du mich ein zweites Mal überraschen kannst!" Mit diesen Worten stürmte sie wieder auf Diana zu, und in den folgenden Sekunden war sie nur noch damit beschäftigt, die Schwerthiebe ihrer Gegnerin mit ihren Ranken abzuwehren, umzuleiten oder ihnen auszuweichen. So kann es nicht weitergehen... Dasselbe schien ihre inzwischen heftig atmende Kontrahentin auch zu denken, denn sie warf nun ihren Schild fort (der sowieso nur unnötiger Balast war, da Diana ja nicht mit Hieb- oder Stichwaffen angriff) und nahm ihre Waffe in beide Hände, um mit mehr Kraft zuschlagen zu können. Das konnte Diana nicht zulassen, und so stieß sie ihrer Kontrahentin eine dicke Pflanze in den Magen und sprang ein Stück zurück, um mehr Freiraum zu bekommen. Ganz am Rande registrierte sie, dass irgendein Metallwesen neben Platinex eine Art Ansprache hielt, doch es war zu weit weg und ihre Konzentration darauf zu gering, um etwas verstehen zu können. Wie kann man auch mitten im Kampf erwarten, dass einem jemand zuhört?, war ihr einziger Gedanke, den sie daran verschwendete. Aber so waren Metallwesen eben, immer aufmerksamkeitssüchtig.
    Da Diana eine Sekunde lang mal keinen Schwerthieben ausweichen musste, schaffte sie es, die Tairis diesmal mithilfei ihrer Waldmagie in einen Würgegriff zu bekommen, doch wieder hatte sie die Rechnung ohne den flinken, kleinen Schutzgeist gemacht: Das Wiesel sprang an ihr hoch, als wollte es ihr die Augen auskratzen, doch Diana bekam es gerade noch am Rückenfell zu fassen und ließ es nicht mehr los. In diesem Moment erreichte das Geschrei, das sie schon seit längerem im Hintergrund hörte, einen neuen Höhepunkt, so dass sie einzelne Worte und schließlich sogar Sätze verstehen konnte. "Und dann ... schwängerst ... Auserwählte des Kaisers! Was hast ... erwartet? Dass ... niemals erfährt? DU hast sie umgebracht, Luttvicithor, du hast die Liebe meines Lebens zugrunde gerichtet!" Diana beging den Fehler, sich halb wegzudrehen, um den Sprecher in Augenschein zu nehmen. In diesem Moment ertönte ein reißendes Geräusch, und Diana sah gerade noch, wie die Tairis mit der Macht der Erde ihre Fesseln sprengte. Gleichzeitig entwand sich der Schutzgeist ihrem Griff, in dem er sie ins Handgelenk biss. "Autsch! Du mieses, kleines ..." Sie unterbrach den Satz und sprang unter dem Schwerthieb der Tairis weg. Wobei sie rückwärts in einer Grube landete, die zuvor noch nicht dagewesen war. Und gerade, als sie sich aufsetzte, traf sie der gepanzerte Unterarm der Taris gegen die Stirn, so dass sie sich auch keine Gedanken mehr darüber machen konnte.


    OT: Sorry, mir ist nichts besseres eingefallen. ^^" Immerhin hab ich jetzt aufgeschlossen. ^^

  • OT: Ich lasse den Kampf von Rocco gegen Platinex und Chrysio aus. Als NPC muss er sowieso nicht zwingend ausführlich gespielt werden und vllt kommt Snob ja doch noch dazu^^


    All seine Kämpfer waren besiegt. Er selbst war zwar weder in Gefahr noch hatte er überhaupt ernsthaft gekämpft, doch in den Augen von Shiba sah er bereits den Triumph. Und er konnte es ihr nicht verdenken. Selbst wenn er die beiden Metallwesen jetzt ausradieren würde, hatte er nichts davon, außer Kraftverlust. Und wenn er daran dachte, was ihnen nun bevorstand, nun, dann würde er seine Energie gewiss noch gut gebrauchen können.
    So verschränkte er die Arme vor der Brust, ließ seine Flügel verschwinden und kniete sich vor ihr nieder. Wohlgemerkt vor ihr, nicht vor Platinex. Sie lächelte mitleidig zu dem Gipfelmensch herab und gab ihren Kämpfern mit einer einzigen Handbewegung das Signal alle in magische Ketten zu legen. Ihr Wagen wurde von ihr wieder aus der Versenkung geholt, Pferde davor gespannt und bewusstlos oder nicht, alle anwesenden Krieger der Organisation Sternenhimmel wurden einfach dort hinein gelegt. Nicht gerade eine angenehme Situation für manche von ihnen, die sich ganz unten befanden. Einzig Emnori war viel zu groß, um sie mit in den Wagen zu verfrachten. Sie wurde mit eben einer Solchen Kette am Wagen festgebunden und bekam eine Art Lederkappe auf den Kopf gesetzt, der es ihr nicht ermöglichte,etwas zu sehen. Offenbar war die Kriegerkönigin bestens vorbereitet.
    Zum Glück dauerte die Fahrt nicht länger als drei Stunden. Rocco war sich nicht sicher, ob sie nicht sogar teleportiert worden waren, aber richtig hatte er es sowieso nicht spüren können. Die Ketten, mit denen sie alle gefesselt waren, bestanden aus dem schwarzen Stattenstahl, den auch schon der Ungebundene verwendet hatte. Sie wurden nur für Schwerverbrecher mit höchster Sicherheitsstufe verwendet.


    Es wurde gerade dunkel, als sie in ihr vorrübergehendes Gefängnis geschleppt wurden. Thrackdoogh, wie die verkommene Burg hieß. Der Inbegriff der Trostlosigkeit. Am Tor stand ein Spruch gemeißelt:
    "Ihr Mörder und Vergewaltiger, ihr Desateure und Hochverräter,
    willkommen in Thrackdoogh.
    Auf euch wartet der Tod als Bestrafung und die Unterwelt als schmerzhafte Zukunft.
    Darum seid ihr hier.
    Doch seid gewiss, in diesen Mauern sterben mehr Gefangene, als auf dem Schafott.
    Lasst alle Hoffnung fahren, vielleicht überlebt ihr dann noch eine Weile."


    Shiba laß ihn freudestrahlend extra laut vor und ihre Krieger klatschten Beifall. Dann warfen sie ihre Gefangenen in eine große Zelle, nahmen ihnen die Ketten ab und ließen sie allein. An der Tür drehte sich Remus noch einmal um und erklärte: "Siehst du die schwarzen Kästen, an den Seiten, Gipfelmensch? Nun, darin befinden sich eure Wachen. Finstere, kleine Biester, die keinen Namen haben. Der Sonnekaiser hat sie selbst erschaffen und sie erfüllen nur einen einzigen Zweck: Sollte in diesen Kerkern jemand die Zellenwände und Gitterstäbe auch nur ankratzen, werden sie hervorschnellen, seine ganze magische Energie fressen und ihm die Haut vom Leib reißen. Es gibt kein Entkommen aus diesen Hallen, deswegen seid ihr auch noch alle zusammen. Schmiedet Pläne, soviel ihr wollt, doch versucht sie auszuführen und euch erwartet ein Tod, schlimmer als das Feuer der Sonne." Er schüttelte den Kopf und blickte auf Vic, der gerade eben wieder zu Sinnen kam. "Wobei selbst das für manch einen von euch noch nicht angemessen ist.", sagte er noch und ging.


    OT²: Jeder von euren Charas soll bitte langsam wieder aufwachen wenn bewusstlos. Das kann auch gerne schon auf der Reise geschehen. Wer erst nach Remus Abgang wach wird, dem erklärt Rocco, was er erfahren hat.
    Auf alle wartet die Todesstrafe. "Das Feuer der Sonne" ist eine leuchtende Kugel, die der Kaiser erschaffen hat. Sie fliegt auf die Brust des Verurteilten zu und verschwindet darin augenscheinlich. Von innen wird das Opfer dann mehr oder weniger aufgefressen bzw. verbrannt. Genau das steht allen bevor. Ihr dürft liebend gerne mit Cole interagieren oder Ausbruchspläne schmieden. Durchgeführt wird aber bitte noch nichts.

  • Sein Gegner hatte ihn überrumpelt und nun stand Flame vor ihm, während dieser ihm sein Schwert an die Kehle hielt. "Umdrehen!", befahl sein Gegner. Flame drehte sich langsam um und sofort legte man ihm Ketten an, die ihn fesselten. Im Gegensatz zu vielen anderen in der Umgebung war er noch bei Bewusstsein. Er sah viele am Boden liegende Kämpfer, die scheinbar ihren Kampf noch viel eindeutiger als er verloren hatten. Manche waren sicherlich dem Tode nah, vermutete Flame. Doch egal ob bei Bewusstsein oder nicht, alle wurden auf einen Wagen gelegt.
    Da Flame nicht bewusstlos gewesen war, bekam. Die Fahrt, das Angekettet-Sein und den Spruch am Tor.
    "Ihr Mörder und Vergewaltiger, ihr Desateure und Hochverräter,
    willkommen in Thrackdoogh.
    Auf euch wartet der Tod als Bestrafung und die Unterwelt als schmerzhafte Zukunft.
    Darum seid ihr hier.
    Doch seid gewiss, in diesen Mauern sterben mehr Gefangene, als auf dem Schafott.
    Lasst alle Hoffnung fahren, vielleicht überlebt ihr dann noch eine Weile."
    Wer die Hoffnung aufgibt, braucht ohnehin nicht zu leben, dachte Flame und dachte über die Worte nach. Obwohl er getötet hatte, fühlte er sich nicht als Mörder. Es waren faire Kämpfe gewesen. Und ehrenvoll. Jeden seiner Gegner hatte er geehrt. Er war von Sklavenverkäufern gefangen genommen worden und nachdem er fliehen wollte, geschah so etwas. Die Welt war ungerecht.
    Wie um sich selbst Mut zuzusprechen, sagte er halblaut auf dem Weg in die Zelle: "Ich lasse meine Hoffnung noch nicht fahren."
    Als alle in der Zelle waren und Flame kurz die namenlosen Biester betrachtet hatte, fragte er mit lauter Stimme:
    "Wo bin ich hier eigentlich hereingeraten? Ich kenn euch ja gar nicht."


    OT: Nicht viel, aber es ging mir mehr darum einen Interaktionspartner zu suchen :D Wer Lust hat Flame zu antworten, darf mir gern ne PN schicken, dann kann man sich ja vllt. mal zusammensetzen.

  • Diana erwachte von einem stetigen Schaukeln und Rütteln ihres Untergrunds. Holz, erkannte sie sofort. Egal. Sie wollte sich einfach nur herumdrehen und weiterschlafen. Dieses Unterfangen scheiterte jedoch daran, dass irgendetwas Schweres auf ihren Beinen lag. Und irgendetwas Kaltes sich um ihre Hände wand, wie sie im nächsten Moment erschrocken feststellte. Die Dyrade riss die Augen auf.
    Sie lag im Inneren des Wagens, mit dem sie hergekommen waren. Um sie herum lagen oder saßen alle anderen Mitglieder ihrer Gruppe. Daußen liefen die Krieger des Sonnenkaisers. Diana richtete sich ein Stück auf und sah sich noch einmal um. Da waren sie alle, und alle wie sie selbst mit Ketten aus einem schwarzen Metall gefesselt. Kein Zweifel, sie waren tatsächlich alle besiegt worden. Resigniert ließ sie sich wieder ein Stück zurück sinken, schreckte aber sofort wieder hoch, als sie erkannte, dass sie halb auf der Hydroka gelegen hatte. "Hups, tut mir leid", entschuldigte sie sich rasch, immerhin aber war sie ja nicht besonders schwer. Ganz im Gegensatz zu demjenigen, der auf ihren Füßen lag... Mit beiden Händen schob Diana den noch immer bewusstlosen Lupaner von sich runter und zog die Beine an, bevor sie sich erschöpft an die Seitenwand des Wagens lehnte. Sie hatte fürchterliche Kopfschmerzen und konnte kaum klar denken.
    In diesem Moment hörte sie, wie Shiba etwas sagte. Es klang als würde sie etwas vorlesen. "Ihr Mörder und Vergewaltiger, ihr Desateure und Hochverräter, willkommen in Thrackdoogh. Auf euch wartet der Tod als Bestrafung und die Unterwelt als schmerzhafte Zukunft. Darum seid ihr hier. Doch seid gewiss, in diesen Mauern sterben mehr Gefangene, als auf dem Schafott. Lasst alle Hoffnung fahren, vielleicht überlebt ihr dann noch eine Weile."
    Oh, klasse... Diana fragte sich, wie sie jemals so tief hatte sinken können in einer Todeszelle zu landen und in einen Topf mit Mördern und Vergewaltigern geworfen zu werden. Aber sie fühlte sich momentan noch viel zu benebelt, um sich deshalb wirklich Sorgen machen zu können.
    Im Gefängnis angekommen, wurden sie alle in eine große Zelle gesteckt und derjenige, der zuvor mit Vic gekämpft hatte, klärte sie über die "Sicherheitsvorkehrungen" des Gefängnisses auf. Die Situation erschien nun noch auswegloser als auf dem Wagen. Immerhin aber waren ihnen die Ketten abgenommen worden, somit war Diana endlich dieses scheußliche Metall los. Wirklich besser fühlte sie sich deshalb nicht.
    Als sie wieder unter sich waren, meldete sich plötzlich einer der Neuen zu Wort, dessen Namen Diana nicht kannte oder schon wieder vergessen hatte, sie war sich selbst nicht ganz im Klaren darüber.
    "Wo bin ich hier eigentlich hereingeraten? Ich kenn euch ja gar nicht", protestierte er. Diana, die wie zuvor im Wagen diesmal an die kalte Steinwand gelehnt saß, drehte den Kopf und musterte den noch ziemlich jung erscheinenden Mann. Es war kein Wunder, dass sie die Rasse nicht kannte, schließlich lebten Dyraden fast ausschließlich in Wäldern, welche von den Incendiern eher gemieden wurden. Von daher war sie noch nie einem seiner Rasse begegnet. Dennoch war sie sich recht sicher, dass sein Element Feuer war. Sie wusste aber nicht, ob das an seiner Augenfarbe lag, oder ob es ihr irgendwer am gestrigen Tag gesagt hatte. Was ihr momentan aber auch egal war.
    Trotz ihrer Kopfschmerzen verzog sie den Mund zu einem sarkastischen Lächeln. "Tja - mitgefangen, mitgehangen, Feuerwesen." Es klang weder spöttisch noch mitleidig, eher wie eine simple Feststellung. Danach seufzte sie resigniert und begann damit, ihre Schläfen zu massieren. Tatsächlich linderte es den Schmerz ein wenig.


    OT: Ob du weiter mit Diana redest, ist deine Sache, nur ist sie momentan eher nicht so gesprächig. Vielleicht findet sich ja noch wer anders.^^

  • Es dauerte nicht allzu lange, nachdem der fremde Lupaner Dolchzahn losgelassen hatte, dass in diesen zusammen mit wieder in seinen Kopf fließendem Blut auch sein Bewusstsein zurückkehrte. Das laute Pochen seines Herzens in den Ohren wand er seinen Kopf leicht und ein leises Brummen entrann seiner Kehle. Dann fühlte er etwas kühles an einer seiner Pfoten und riss schlagartig die Augen auf. Was er sah, erschreckte ihn: Der Zweibeiner war dabei, ihm Fesseln anzulegen.
    Obwohl er noch immer halbbewusstlos war, versuchte er, seine Pfoten zu sich an den Körper zu ziehen. In dem Moment, in dem der Zweibeiner dies jedoch bemerkte, fasste er noch kräftiger nach dem Lauf, den er gerade in der Hand hatte und schloss die Schelle komplett, bevor er sich erhob und Dolchzahn mit dem Knauf seiner Waffe kraftvoll auf den Hinterkopf hieb. Mit einem leisen Winseln wurde es ihm daraufhin sofort wieder schwarz vor Augen.


    Als er nun wieder erwachte, dröhnte ihm der Schädel und zusätzlich drang ein schmerzendes Pochen von seinem Hinterkopf ausgehend an seinen benebelten Geist. Es dauerte einen Moment, bis er bemerkte, dass der Boden unter ihm schwankte und er nicht alleine war. Er nahm die Gerüche der anderen Gruppenmitglieder wahr, konnte seine Augen aber noch nicht wieder öffnen.
    Erst nach zwei Minuten war er wieder so weit bei sich, dass er die Augen aufschlug und bemerkte, dass er eingesperrt war. Langsam versuchte er aufzustehen, bis er mit einem kurzen Rasseln seine Läufe nicht mehr weiterbewegen konnte. Verwirrt versuchte er es ein weiteres Mal, nur um festzustellen, dass wirklich etwas seine Bewegung einschränkte. Wie ein Blitz fegten die Erinnerungen an den Zweibeiner durch seinen Geist, der ihn bewusstlos geschlagen hatte: Er hatte ihm Fesseln anlegen wollen. Nicht nur wollen, er hat es gewagt., dachte Dolchzahn mit einem Anflug von Hilflosigkeit.
    Einen Augenblick später, indem er auch bemerkte, dass Emnori nicht in seiner Nähe war, wurde der Wagen, in dem er sich befand, geöffnet. Was um ihn herum mit den anderen geschah, war ihm ebenso egal, wie die Tatsache, das ein Zweibeiner ihn an seinen Fesseln hochhoch. Viel mehr war er damit beschäftigt, den Kopf hin und her zu werfen, bis die Zaekran in seinem kopfstehenden Sichtfeld auftauchte.
    In dem Moment, in dem er nun begann, zu versuchen, sich zu befreien, wurde er schon unsanft auf dem Boden abgesetzt und der Zweibeiner machte sich an seinen Fesseln zu schaffen. Sobald sein erster Lauf wieder frei war, wand sich Dolchzahn stärker, versuchte, sich den Hände des Fremden zu entziehen, wollte nach ihm schnappen, hielt dann allerdings doch inne, als er ein Schwert vor der Nase hatte. „Ganz ruhig, du stirbst noch früh genug.
    Normalerweise hätte dies nur zu noch stärkerem Bemühen auf Dolchzahns Seite geführt, doch trat nun auch seine Gefährtin in die Zelle und er verstand, dass er schneller zu ihr kommen würde, wenn er einen Moment stillhalten würde. Auch wenn es seinem gesamten Wesen widerstrebte lies er den Fremden so gewähren, um sobald er wieder frei war, sofort zu Emnori zu laufen und sie mit der Nase anzustupsen, wobei er nicht mal auf Höhe ihres Knies kam.
    Kurz darauf war es weniger die Rede des weiteren Zweibeiners, als einfach die Situation, dass sie sich auf der Seite des Gitters befanden, die nicht mit dem Ausgang verbunden war, die tiefen Hass in Dolchzahn auslöste. Knurrend erhob er sich und starrte dem Fremden, der sich gerade umdrehte und verschwand, nach.

  • Temerair wollte es einfach nicht wahr haben.
    Zuerst wurde er von einem Lager voller Hinterwältler gefangen genommen und musste von der jungen Zaeckran gerettet werden.
    Nun wurde er von einem kleinen Xinöphen überwältigt und prompt nach Thrackdoogh verlagert, wie Herdenvieh.
    "Thrackdoogh....von hier aus gibts nur einen Ausweg......der Tod. Alles ist verloren....ich habe versagt.......werde niemals als großer Drache wiedergeboren."
    Diese und weitere Gedankenschnipsel stachen durch das Gehirn des Minidrachen, wie Nadeln, und mit jedem weietren Schnipsel verlor er den Mut.


    Die Gefängniszelle war so sicher, dass die Wärter keine Probleme damit hatten den Gefangenen ihre Waffen nicht zu beschlagnahmen und auch die Magie wurde nicht eingeschränkt. Wozu auch? Ein Fehler und man wurde von der Zelle selbst vernichtet.


    Hier und da sprach schon ein Gefangener, doch Temerair interessierte das überhaupt nicht.
    Sein Stolz wurde zu sehr beschädigt. Ein so mächtiger Minore Tuono hockte mit anderen Rassen in einer Zelle und wartete nur auf den Tod.
    Der Diplomatendrache setzte sich demonstrativ in die Mitte des Raumes in den Schneidersitz und vergrub sein Gesicht in seine Klauen. Um ihn herum bildeten sich kleine Elektrokugeln, die sich jedes Mal mit einem kleinen "Ziscccch!" entluden, wenn jemand lauter als Flüsterton sprach und Temerair damit nervte.
    "Ich habe keine Lust mehr..."


    OT: Nach langer Pause melde ich mich auch wieder zurück. Ich verzichte auf die Beschreibung des Kampfes, da ich gesundhaltlich verhindert war und es jetzt für unnötig halte es zu tun. Temerair sitzt genau in der Mitte der Zelle, damit seine Elektrokugeln nicht die Wände oder Gitterstäbe berühren (was sehr schlecht wäre). Es wäre riskant den depremierten Drachen jetzt noch weiter auf die Nerven zu gehen, und das geht sehr schnell.

  • Palres, hatte anfangs nicht viel davon gehört, wie Vic und sein Gegner miteinander stritten, aber da er nun, mit einem Schwert an seiner Kehle, nichts anderes mehr zu tun hatte, als sich die Kämpfe um ihn herum anzusehen, die alle nicht besser zu enden schienen, als seiner, konnte er gut hören, was die beiden von sich gaben. Einige Anklagen, die Vic dabei an den Kopf geworfen wurden, waren wirklich mehr als nur bedenklich.
    Klar, dass er Frauen auf abscheuliche Art und Weise behandelte, das wusste der Faun schon, genauso wie die Tatsache, dass er den Sonnenkaiser hasste, aber dass er eine derartige Beziehung zu ihm hatte, das war wohl allen Rekruten neu.
    "Behandelt er Frauen vielleicht gerade deswegen wie Dreck?", fragte sich Palres immer noch leicht geschockt von der Neuigkeit,"Am besten, ich denke gar nicht zu viel darüber nach. Wenn in unserer Truppe noch grössere Spannungen entstehen, können wir den mit der Zusammenarbeit bald vergessen...", ermahnte er sich selbst noch, bevor er den unausgeglichenen Kampf verfolgte, der nach dem Streit ausgebrochen war. Vic wurde geschlagen, wie alle anderen Rekruten auch.
    Resigniert liess der Faun den Kopf hängen, nachdem Roccosarius sich gezwungenermassen ergeben hatte. Der Gipfelmensch hatte gehandelt, wie es ein kluger Anführer musste, an ihrer Situation änderte das aber leidlich wenig. So musste der Faun sich also von dem Tairisen, dem er unterlegen war, in schwarze Ketten legen lassen, die, wie er augenblicklich spürte, seine Magiefähigkeiten komplett blockierten. Sie erinnerten an den Ungebundenen und damit an einen Gefährten, der für ihn gestorben war und ihn gebeten hatte, zu überleben. Nicht einmal das hatte er geschafft. Er hatte versagt.
    "Es tut mir leid, Sshar", flüsterte der Faun mit Tränen in den Augen als er träge in den Wagen stieg, wo einige seiner Kameraden bereits lagen, und sich in den hintersten Winkel zurückzog, den er finden konnte.


    Nach einer Zeit, die Palres wie eine Ewigkeit vorgekommen war, hielt der Wagen mit einem Rucken an. Mittlerweile war seine Trauer Verbitterung gewichen und die provokative Art, mit der Shiba Matusi eine Inschrift vorlas, die von den Soldaten mit Applaus beantwortet wurde, quittierte er nur mit einem hauchdünnen Lächeln, während er die trostlose Burg musterte - Thrackdoogh. Er hatte von diesem Ort gelesen. Für die Insassen war es die letzte Station vor dem Tod.


    "Schieb dir deine Propaganda sonstwohin, Kaiser. Wer die Verbrecher sind, das entscheiden leider immer nur die Leute an der Macht, sonst sässest du schon längst hier", murmelte der Faun schliesslich zynisch, als er das hässliche Gebäude zusammen mit den anderen Rekruten betrat und mit ihnen in eine Zelle geworfen wurde. Vielleicht war es eine Trotzreaktion auf die Inschrift, aber Palres war fest entschlossen, diesen Ort zu verlassen und als Vics Gegner ihnen die Sicherheitsvorkehrungen der Zelle erklärte, suchte er instinktiv nach Lücken. Nur fand er keine und so musste er sich damit zufrieden geben, in einem Winkel der Zelle, der nicht zu nahe an den Gitterstäben lag, nach einem kleinen Hoffnungsschimmer zu suchen.
    Um Temerair, der in der Mitte der Zelle sass und für seinen Charakter einen geradezu jämmerlichen Eindruck machte, scherte er sich nicht.

  • Auch wenn sie selbst besiegt am Boden lag, bereitete es Emnori irgendwie grimmige Genugtuung, als sie sah, wie der Verräter Platinex und sein seltsamer Freund mit der Narrenkappe sich an Rocco die Zähne ausbissen ohne nennenswerte Ergebnisse zu erzielen. Ausnahmsweise empfand sie für diese Gedanken auch keine Scharm. Allerdings half dem Anführer sein Sieg wenig, immerhin hatten alle anderen der Gruppe verloren und so ergab sich auch der Gipfelmensch. Die Anführerin der Gegner ließ alle Mitglieder der Sternenhimmelgruppen und jene, die sich bei ihnen befunden hatten, in Fesseln aus schwarzen Metall legen. Emnori wurde ein massiver Ring um den Hals gelegt, an dem eine lange Kette befestigt war, sodass die Raubkatze noch laufen konnte. Sofort verspürte die Zaeckran jene eigenartige Erschöpfung, die sie auch schon befallen hatte, als der Ungebundene sie in diesen Käfig gesperrt hatte. Sie sah gerade noch, wie ihre Kameraden in den Wagen verfrachtet wurden, den die Gegner zuvor aus dem Boden geholt hatten, bevor man sie aufforderte, ihren Kopf zu senken und ihr eine starre Lederkappe verpasste, die ihre Augen bedeckte.


    Noch vor kurzem hätte sie in so einer Situation alles darangesetzt, um nicht in Gefangenschaft zu geraten, aber inzwischen hatte sich einiges geändert. Sie hatte gesehen, wie viel die die anderen riskiert hatten, um sie zu retten, als die Waldwesen sie verschleppt hatten und dann war da ja noch Dolchzahn. Allerdings gab sie mehrmals grimmig fauchend zu verstehen, dass bloß keiner der Zweibeiner auf den Gedanken kommen sollte, sie mit einem Reittier zu verwechseln. Glücklicher Weise blieb ihr dies jedoch erspart. Allerdings konnte sie kurz darauf an den Geräusche erkennen, dass der Wagen in Bewegung gesetzt wurde und da sie scheinbar daran festgebunden war, blieb ihr nichts anderes übrig, als hinterherzutapsen.


    Am Geruch, der sich veränderte, erkannte Emnori, dass die Gruppe sich einem Ort näherte, bei dem wohl nicht so besonders auf Sauberkeit geachtet wurde, aber erst, als Shiba die Inschrift am Eingang vorlas, wurde der großen Raubkatze bewusst, dass sie sich einem Gefängnis der Zweibeinern näherten. Widerstandslos ließ sie sich von einem Zweibeiner weiterführten, als die Gerüche ihrer Kameraden stärker wurden. Nun wurden ihr die Kappe und danach die Metallfessel um den Hals abgenommen. Kaum konnte sie wieder sehen, wurde sie schon von Dolchzahn angestupst und beugte sich zu ihm herab, um beschwichtigend den Kopf an seinem zu reiben. Dass er den Menschen, der ihnen die Besonderheiten ihrer Zelle erklärte, anknurrte, konnte sie allerdings gut nachempfinden.


    Mit respektvollen Abstand zu den Wänden öffnete vorsichtig den linken Flügel ein wenig, bis man den langen, zum Ende hin unsauber auslaufenden Schnitt in ihrer Flughaut sehen konnte, sich diese aber noch nicht spannte. Die Ränder der Wunde waren inzwischen mit Schorf bedeckt. Traurig und mit hängenden Ohren betrachtete die große Raubkatze die Verletzung. Bisher war sie immer so stolz auf ihre Schwingen gewesen, immerhin war sie das einzige, ihr bekannte, erwachsene Exemplar ihrer Rasse, dass es geschafft hatte, seine Flügel zu behalten. In gewisser Weise waren ihre Schwingen für sie selbst fast zu einem Symbol geworden, an dem man sie als freie Zaeckran erkennen konnte. Nun hatte dieses Bild einen gewaltigen Knacks bekommen, auch wenn Emnori mit erstaunlicher Sicherheit wusste, dass der Riss verheilen würde. Nach ein paar Sekunden faltete sie die Schwinge wieder zusammen und schüttelte entschieden den Kopf, bevor sie Dolchzahn sanft anstupste und sich dann in der Zelle umblickte.


    Temerair saß in der Mitte der Zelle und hatte das Gesicht in den Pranken vergraben. Zum ersten Mal wurde der Zaeckran bewusst, dass es für ihn wohl genauso schlimm war, eingesperrt zu sein, wie für sie und den Lupaner. Vorsichtig trat sie an ihn heran und hielt nur einen knappen Meter von ihm entfernt inne. „Lehrmeister Duona? Ich habe mich noch gar nicht bei Euch bedankt, dass ihr mir gefolgt seid, um mich zu befreien.“, maunzte sie leise, wobei sie es nicht vollständig schaffte, die Niedergeschlagenheit aus ihrer Kindlichen Stimme zu verbannen, „Es bedeutet mir sehr viel. Ich muss allerdings leider für eine kleine Weile bei Eurem Flugtraining aussetzen.“ Hoffnungsvoll blickte sie ihn aus ihren dunklen Goldaugen an. Sie hatte ihre Worte bewusst gewählt, um ihm zu zeigen, dass sie nicht den Mut verloren hatte und nicht daran glaubte, dass die Tage der Anwesenden gezählt waren. „Seid Ihr verletzt?“, fügte sich noch beinahe sanft hinzu und ließ sich nur unweit von ihm zu Boden sinken. Sie fürchtete seien elektrischen Kugeln nicht und war der tiefen Überzeugung, dass der mürrische Drache sie nicht angreifen würde. Bisher war er derjenige gewesen, der ihr geholfen hatte, nun wollte sie ihm auch, wenn auch auf anderer Weise helfen.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
    The endless Night of Dreams

  • Der Lärm im Hof war ein deutliches Zeichen dafür, dass die alltägliche Lethargie von Thrackdoogh dabei war, durchbrochen zu werden. Neugierig richtete sich Cole auf, ging zum Fenster, wobei zahlreiche Gefäße mit den Füßen beiseiteschob, und öffnete den Laden einen Spalt. Nachdem er eine Hand an die Stirn gepresst hatte, um sich vor dem gröbsten Sonnenlicht zu schützen, spähte er hinunter. Nicht, dass er viel erkennen konnte. Die Wachstube war bei der Konstruktion der Burg als Schwachstelle befunden worden, die sich einerseits kaum verteidigen konnte und es andererseits nicht wert war, groß verteidigt zu werden, und so hatte man sie ans hinterste Ende gepackt, mit dekorativer Panoramaaussicht aufs Gebirge.
    Was Cole erkennen konnte, war ein Wagen, schwerbewacht von mindestens zwei Dutzend Gardisten. Das war an sich nichts Besonderes, viele Gefangene wurden auf diese Weise antransportiert, wenn auch nicht so intensiv gesichert. Allerdings waren jene so gut wie immer alleine, während dieser Wagen vollbeladen war, und selbst nebenher noch ein Wesen trottete, das wohl zu groß – oder zu vierbeinig – für den Karren war. Näheres konnte der Mercury nicht erkennen, aber er hatte das Gefühl, dass er die Truppe so oder so bald aus der Nähe begutachten durfte…


    Ein leises Zischen war alles, was die Kerze von sich gab, als sie erlosch. Cole sah auf und starrte den heruntergebrannten Wachsstummel an. Die Kerzen waren genau bemessen, jede brannte eine Stunde, und sie dienten den Wächtern in Ermangelung einer Uhr als halbwegs genaue Instrumente, um ihre Pflicht zu Erfüllen. Das war der Nachteil dieser kleinen, magischen Biester; wenn man sie nicht stündlich fütterte, wurden sie erst hysterisch und krachten so hart gegen ihre metallenen Käfige, dass sie tiefe Dellen darin hinterließen, und eine halbe Stunde später starben sie relativ qualvoll und anscheinend auch recht qualmend. Cole hatte es noch nicht selbst erlebt, aber die anderen Söldner hatten davon erzählt. Die Magier waren anschließend jedenfalls immer äußerst in Rage, so sie es denn bemerkten… Auch als Magier kam niemand nach Thrackdoogh, der nicht irgendwie noch eine Chance oder die Motivation für einen anderen Posten fand. In Thrackdoogh saß der Abschaum nicht nur in den Zellen, und nur die Angst vor der Strafe des Kaisers hielt die Arbeit am Laufen.
    Cole hatte sich die Tasche aus schwerem Leder umgehängt, im dem sich das Futter für die Biester befand. Das war der einzige Luxus, den man den Wächtern gönnte; die Tasche war mit Unmengen Isolationszaubern belegt, um den Geruch von faulem Fleisch zu unterdrücken. Von Frische schienen die Wesen nicht viel zu halten.
    Während er so seine Runde zog, und in jeden der Kästen – dick behandschuht – ein Stück Fleisch fallen ließ, das sofort auf lauten Anklang stieß, hielt er in besonderem Maße den Blick in die Zellen gerichtet. Die meisten Gefangenen saßen stumm auf dem Boden , den Blick gesenkt, und regten sich nicht. Sie lebten quasi nur von Mahlzeit zu Mahlzeit, und jene gönnte man ihnen nur einmal am Tag. Bis dahin waren sie reglose, gebrochene Puppen.
    Seine Neugier war von Erfolg gekrönt, als er zu den größeren Zellen kam. Da hatte er seine Gruppe, eine scheinbar wild zusammengewürfelte Mannschaft aus Rassen, die er zumeist nicht einmal vom Sehen her kannte. Aber das hieß ja nichts, da wo er herkam.
    Die neuen Gefangenen waren – größtenteils – noch voller Lebensgeist, und auch diese hier verstummten erst, als Cole um die Ecke bog. Der Mercury machte keinen Hehl aus seiner Neugier, sondern starrte die Wesen aus dem Schatten seiner Kapuze her an. Das hier war genau der Grund, weswegen er diese Arbeit angenommen hatte: Er wollte etwas von den Bewohnern dieser Welt sehen.
    Trotzdem… sie mochten Schwerverbrecher sein – oder auch nicht, da war sich Cole längst bei keinem mehr sicher, der hier saß – doch es würde auch ihm nicht behagen, nicht nur eingesperrt, sondern auch noch angestarrt zu werden. Er besann sich auf seine Diskretion und drehte sich um, um die Zellen auf der gegenüberliegenden Seite zu versorgen.

  • Sie starrte trübsinnig auf die schmutzige, Holzdiele und versuchte an nichts zu denken. Wenn sie an diese niederschmetternde Niederlage dachte, betrübte sie das immer mehr. Die Greifin ignorierte ihre Fesseln aus einem unbekannten schwarzen Material. Zumindest versuchte sie es, aber so ganz gelang es ihr nicht. Als sie ihr sie angelegt wurden, hatte sie sich nicht geweigert. Es hätte absolut nichts genützt. In der Sekunde als ihr Fell mit den schwarzen Dingern in Kontakt kam, fühlte sie ihre Windmagie nicht mehr und das war erschreckend.


    Nach einer längeren Reise, blieb der Wagen stehen und diese seltsame Katze las mit spöttischem Unterton folgende Inschrift vor:" Ihr Mörder und Vergewaltiger, ihr Desateure und Hochverräter, willkommen in Thrackdoogh. Auf euch wartet der Tod als Bestrafung und die Unterwelt als schmerzhafte Zukunft. Darum seid ihr hier. Doch seid gewiss, in diesen Mauern sterben mehr Gefangene, als auf dem Schafott. Lasst alle Hoffnung fahren, vielleicht überlebt ihr dann noch eine Weile." Mju hatte schon von dem Gefängnis gehört. Sie ließ ihre Ohren sinken. Es war klar gewesen, dass der Kaiser härtere Geschütze aufgefahren hatte. Aber ausgerechnet hierher? Das war nicht gut.


    Sie sprang vorsichtig aus dem Wagen und lief langsam weiter. Die Fesseln erlaubten ihr nicht sich frei zu bewegen. Als sie auf dem Boden aufgekommen war, drohten ihre eingeschlafenen Beine einzuknicken, doch Mju besann sich. Sie musste noch ein bisschen durchhalten. Außerdem achtete sie darauf dass sie ihre Flügel kaum bewegte, denn die Verbrennungen taten ihr immer noch weh.
    Kurz bevor sie in den Gemeinschaftskerker gesperrt wurde, nahm man ihr die Fesseln ab. Sofort spürte sie wie ihr schon so vertraute Windmagie wieder zu ihr zurückkehrte. Sie durchschritt den gesamten Raum und legte sich auf den unangenehm schmutzigen Boden. Sich einzurollen, wagte sie sich noch nicht. Zwar spürte sie den Schmerz in ihrem Rücken nicht mehr ganz so arg, aber sie wollte kein Risiko eingehen. Mju bettete dann ihren Kopf auf ihre gefalteten Pranken und versuchte ein wenig zu schlafen.

    "Rayquaza verfügt über die Fähigkeit das Wetter zu kontrollieren. Gewissenlose Menschen wollen diese Fähigkeit an sich reißen. Helft mit das zu verhindern: Hoenn - Die Herrschaft des Himmels"


    "Kalos die Region der Schönheit und Anmut. Doch der drohende dunkle Schatten einer Verschwörung lässt das Licht verblassen und es ist zugleich der Beginn eines neuen Abenteuers: Kalos - das Wunder des Lebens"

  • Der nur einen Meter große flugunfähige Vogelmensch hatte es nicht leicht: Nachdem er ausgerechnet im Kampf gegen einen Platiner das Bewusstsein verloren hatte und in magische Ketten gelegt worden war, packten ihn die Soldaten als einen der ersten in den Wagen.
    Als er unterwegs aus seiner Bewusstlosigkeit aufwachte, musste er dementsprechend feststellen, dass er sich ganz zuunterst auf dem Wagen befand und einige seiner Kameraden auf ihm lagen - und deren Gewicht drückte auf seinen Bauch, so dass er sich kräftig anstrengen musste, um überhaupt Atmen zu können. Weil die Schattenstahlketten ihm zudem noch seine Wassermagie entzog und ihn so noch weiter schwächten, war an eine Erholung von dem voran gegangenen Kampf nicht zu denken - ganz im Gegenteil: Wenn das durch die Unebenheiten des Weges entstehende Gerappel des Wagens ihn nicht ständig wieder wach gerüttelt hätte, dann hätte er wohl recht schnell erneut sein Bewusstsein verloren. Auf diese Weise kam ihm die Fahrt zu dem Gefängnis wie eine Ewigkeit vor, bevor der Wagen endlich stehen blieb - und Jan tatsächlich wieder einschlief.


    Bei dem erneuten Aufwachen musste er feststellen, dass die Situation, in der er sich gemeinsam mit seinen Kameraden befand, wieder eine gänzlich andere war: Soweit er es erkennen konnte, waren alle Mitglieder der Gruppe in einer großen Gefängniszelle untergebracht, dafür hatte man ihnen die Schattenstahlketten abgenommen - und ihre Waffen schienen sie auch noch zu haben. Was aus der Sternschnuppe und seinem Bruder geworden war, konnte der Niugnip auf den ersten Blick jedoch nicht erkennen.
    Um sich über die Situation etwas mehr Klarheit zu verschaffen, wandte er sich an Roccosarius - von dem er sich erhoffte, dass dieser etwaige Ausbruchsversuche koordinieren würde. Was er von diesem erfuhr, klang alles andere als Vielversprechend: Sie befanden sich in Thrackdoogh - einem Gefängnis das dafür bekannt war, dass es dort noch nie einen erfolgreichen Ausbruchsversuch gegeben hatte. Als der Gipfelmensch dem Niugnip auch noch von den namenlosen Kreaturen erzählte, die jeden Ausbruchsversuch im Keim ersticken würden, wurde Jan klar, dass sie in eine ausweglose Situation hineingeraten waren.
    Nachdem er das Gespräch mit dem Anführer beendet hatte, suchte Jan sich eine Stelle, bei der er wenigstens einen kleinen Abstand zu den Mitgefangenen hatte und tat genau das, was eigentlich jeder Niugnip in dieser Situation tun würde: Er fing an, zu beten.

  • Temerair merkte, dass sich jemand ihm näherte.
    Es war ihm aber egal, bei allen würde er weietr in seiner Starre bleiben, während seine Elektrokugeln hin und wieder mit einem zischen entluden.
    Die kindliche Stimme verriet, dass es sich bei dem 'Besucher' um Emnori handelte, die versuchte den Minidrachen irgendwie aufzuheitern. Doch dieser zeigte überhaupt keine Verbesserungen.
    "Pah! Was hat diese Verfolgung gebracht? Ich wurde mit dem Flohsack von Hinterwältlern festgenommen und musste letztenendes von euch gerettet werden.", meckerte Temerair, während sein Gesicht immernoch in seinen Pranken lag.
    Er hatte kein Interesse die Zaeckran zu verscheuchen, wie denn auch?
    "Flugtraining? Junge naive Zaeckran, ich glaube, dass das Flugtraining ausfallen wird, für die Ewigkeit.",merkte er mit frustrierter Stimme an und griff mit seinen rechten Klauen nach seiner Brust, die nach dem Kampf gegen den Ungebundenen immer noch unter einem dicken Verband lag.
    "Keine zusätzlichen Verletzungen, jeden Falls keine körperlichen...", und bei dem Gedankengang bildeten sich doppelt so viele Elektrokugeln, die kurz hintereinander wie eine Gewehrsalve leise explodierten.

    "Ich habe als Meister versagt und gehe mit meinen Schülern unter."
    , fing er nun an böse zu knurren und vergrub sein Gesicht wieder in beiden Pranken, "Warum gehst du nicht einfach zu dem Flohsack zurück und geniest einfach die verbliebende Zeit? Ich will einfach nur meine Ruhe..."

  • Temerair reagierte nicht sonderlich positiv auf den Besuch der Zaeckran, aber immerhin schickte er sie vorerst nicht weg. Als neue Blitzkugeln um ihn auftauchten und alle funkensprühend zerplatzten zuckte die große Raubkatze kurz zusammen, rührte sich aber nicht vom Fleck. „Warum gehst du nicht einfach zu dem Flohsack zurück und geniest einfach die verbliebende Zeit? Ich will einfach nur meine Ruhe...“, knurrte er nach einer kurzen Rede, die eher klang, als habe er zu sich selbst gesprochen. Scheinbar hatte er alle Hoffnung aufgegeben. Emnori aber schüttelte den großen Kopf und blickte den Drachen weiterhin unverwandt an. „Es wird noch genug Tage für uns geben, um die Zeit zu genießen. Hier wird es jedenfalls nicht zu Ende gehen.“, versicherte sie ihm leise und mit tiefer Überzeugung in der Stimme und richtete sich wieder auf, „Gebt Euch noch nicht auf. Wir werden eine Möglichkeit finden, von hier zu entkommen.“ Daraufhin beugte sie sich vorsichtig zu ihm hinunter, verharrte dann aber einen Moment und betrachtete sein erneut in den Klauen versenktes Gesicht, bevor sie sanft ihren Kopf an seiner Schulter rieb. Anschließend zog sie sich von ihrem Fluglehrer zurück und rieb ihre Nase ausführlich an der ihres Gefährten, um auch diesem Mut zu machen.


    Schnell erregte etwas anderes ihre Aufmerksamkeit. Ein Zweibeiner war aufgetaucht, der aus einer großen Tasche immer wieder etwas zog, was fürchterlich stank und der jungen Zaeckran wie eine grausame Schändung der Toten erschien, um diese Stücke in die schwarzen Kästen an den einzelnen Zellen fallen zulassen. Der seltsame Zweibeiner, offensichtlich ihre Wache, beobachtete die Gruppe einige Augenblicke mit unverhobenen Interesse, was Nori nicht entging. Sie ließ den Wachmann nicht aus den Augen, selbst, als er ihr den Rücken zuwandte und sich an der Gegenüberliegenden Zelle zu schaffen machte. Nun trat die große Raubkatze an das Gitter ihrer Zelle und ließ ein leises Maunzen erklingen. Die Wache blickte sie weiter aus ihren großen, treuen Goldaugen an und wartete, bis dieser sich wieder umdrehte. Nun ließ sie sich auf die Vordertatzen nieder und legte den Kopf schief, während sie weiterhin die Gestalt mit treuem Blick betrachtete und erneut ein leises Maunzen ausstieß. Auch näherte sie den Kopf dem Gitter, bis sie nur noch wenige Zentimeter davon trennten. Von dem fremden Wesen ging ein sonderbarer Geruch aus, aber sie konnte ihn nicht einordnen.

    OT: Jeszter : Da dich scheinbar kein anderer ansprechen will, mach ich das einfach mal^^. Willkommen dabei, ich hoffe, du wirst hier Spaß haben^^.
    Du kannst Noris Geste gerne als Aufforderung sie zu streicheln erkennen, denn das meint sie^^. Keine Sorge, mein Kätzchen beißt schon nicht, die ist wirklich nur lieb^^.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
    The endless Night of Dreams

  • Er hatte zwar vorgehabt, weiterzugehen und seine Arbeit zu verrichten, doch ein Blick im Nacken und ein leises Maunzen ließen ihn sich erneut umdrehen. Nicht, dass er es nicht gewohnt war, angestarrt zu werden, doch dieser Blick war…anders. Freundlich. Er stammte von einer Art….Katzenwesen? Einem sehr felin wirkenden Tier mit dunkelrotem und goldenem Fell. Der Blick sagte jedoch einiges darüber aus, dass man dieses Wesen besser nicht ‚Tier‘ nennen sollte, dazu war er viel zu klug.
    Ohne nachzudenken ging Cole zurück zu der Zelle, die von der merkwürdigen Gruppe belegt wurde, und blieb unschlüssig stehen. Ein weiteres Maunzen. Wollte es…gestreichelt werden?
    Cole hatte noch nie darüber nachgedacht, was passierte, wenn man eine Hand durch die Gitterstäbe streckte. Für Essen gab es eine schmale Aussparung an der Tür, überall sonst war er immer der Meinung gewesen, dass es die seltsamen kleinen Wesen ebenso auf den Plan rief, wie wenn man an den Stangen sägte. Andererseits hatte man ihm eigentlich nie Veranlassung dazu gegeben, so etwas zu glauben. Dass nie ein Gefangener seine Hand durch das Gitter streckte, mochte daran liegen, dass sie zumeist sowieso nur noch leblose Puppen waren. Und der Blick, der ihn traf, ließ ihn zusätzlich seine Scheu vergessen.
    Er streckte die Hand aus – besann sich dann eines besseren und zog sie noch einmal zurück, um den stinkenden Lederhandschuh auszuziehen – schob sie zwischen den Gitterstangen hindurch und legte sie der Katze auf die Stirn, zaghaft erst, dann mutiger kraulend. Entweder sie war wirklich so zutraulich und freundlich, oder sie würde ihm im nächsten Moment die Hand abbeißen, um wenigstens noch etwas Schaden anzurichten, bevor sie Thrackdooghs Urteil ereilte.
    „Ich wüsst‘ zu gern‘, was euch hierher gebracht hat.“ Murmelte er mit kaum merklichem Akzent. Die Gemeinsprache ging ihm noch immer nicht ganz flüssig von den Lippen, hatte er sie doch vor einem halben Jahr erst lernen können. „Welches Verbrechen ihr begangen haben müsst, um hier zu landen.“

  • Finsternis, Schmerzen und Taubheit waren alles, was er für eine Zeit lang wahrnehmen konnte, nachdem der Lotus ihn besiegt hatte. Es war merkwürdig. Einerseits hielten ihn die Schmerzen in diesem Dämmerzustand, erlaubten ihm aber gleichzeitig nicht, vollkommen zu Bewusstsein zu kommen, auch wenn das denken funktionierte. Scheint so, als hätte mein Gegner den letzten Schlag noch nicht ausgeführt. Tod kann ich nicht sein ging es dem Blutdämon durch den Kopf, während er grinsen musste, ob nur geistlich oder auch körperlich konnte er nicht sagen. Für die Hölle ist es einfach nicht warm oder hell genug.


    Eine Zeit lang trieb er durch die Leere, was ihm wie eine kleine Ewigkeit vorkam. Doch schließlich durchzuckte eine Explosion von Schmerzen in seinem System. Das brachte ihn dazu laut auszustöhnen, bevor er begann aus seinem Dämmerzustand zu erwachen. Der Grauhaarige bekam eine Art Rauschen mit, was wohl die Stimme eines anderen Lebewesens war, doch der Wortlaut entging ihm. Dann stöhnte er noch einmal, bevor er begann sich zu rühren und endlich die Augen langsam öffnete. Grau begrüßte das Donnerwesen und eine Truppe mit gemischten Gefühlen. Er versuchte sich aufzurichten, doch Schmerz durchzuckte seinen Oberkörper und er lehnte sich mit zusammengebissenen Zähnen zurück an die Wand, an die man ihm wohl lieblos mehr fallen gelassen als gesetzt hatte. Seine Flügel waren komischerweise eingezogen, offenbar hatte sein Körper automatisch auf den Aufprall reagiert. Die Wunde auf seiner Brust war mehr schlecht als recht verbunden worden, anscheinend nur, damit er er noch ein bisschen weiterlebte. Dank Vics freundlicher Wiederholung der letzten Geschehnisse erkannte er, dass es wohl bis zur Bestrafung sein sollte. Koru fing an zu husten, wobei ihm auch der metallische Geschmack von Blut hochkam. Sofort begann er was er an Magie in seinem Körper finden konnte zu sammeln und konnte bald spühren, wie die Wunde sich langsam zusammenzufügen begann. Wegen der Tiefe der Wunde dauerte es seine Zeit, bis endlich alle Zellen erneuert war und das Donnerwesen erschöpft aufatmen konnte. Überrascht entdeckte er neben sich sein Hemd und seinen Umhang, die er sich sofort überstreifte und seine menschliche (jedenfalls soweit menschlich wie immer) Gestalt wieder annahmen. Den immer noch vorhandenen Schmerzen trotzend, richtete er sich mit zusammengebissenen Zähnen auf und besah sich ihrer Zelle genauer.


    So, das ist also Thrackdoogh, huh? überlegte der Grauhaarige, während er soweit es ging den Raum abschritt. Interessiert trat er zum Schluss an die Gitterstäbe und betrachtete neugierig die schwarzen Kästen. Ein gesunder Sicherheitsabstand war zwischen ihm und dem Metall, um ja nichts zu riskieren. Die Finsternis vor dem erlöschenden Licht wiederholte er einen Spitznamen des Gefängisses, den er aufgeschnappt hatte. Sein Blick schwenkte kurz zurück zu seinen Kameraden, die alle wohl gemischte Gefühle aufwiesen. Der Blutdämon kehrte zurück zu seinem Flecken und verschränkte seine Arme hinter seinem Kopf. Tja, was tun? Wird schwer hier herauszukommen dachte der Grauhaarige, ohne anzuzweifeln, dass sie rauskommen würden.

  • Beruhigend rieb Emnori daraufhin ihren Kopf an Dolchzahns, was ihn zwar zum Teil wirklich beruhigte, sodass er aufhörte zu knurren, aber nicht davon abhielt, den Fremden so lange nicht aus den Augen zu lassen, bis Emnori ihren Flügel ein wenig ausbreitete und betrachtete. Dolchzahns Blick folgte dem ihrem, bis auch eher den Schnitt sehen konnte und sein Herz für einen Moment beschleunigt. Sie wurde verletzt und ich habe es nicht mal mitbekommen? Lag wahrscheinlich bewusstlos da...
    Daraus, dass sie die Flügel jedoch schnell wieder zusammenfaltete, entschied Dolchzahn, dass er sie nicht darauf ansprechen würde. Stattdessen folgte er ihr auf Höhe ihrer Hinterpfoten, als sie zu Temerair ging. Wie respektvoll sie mit ihm sprach gefiel ihm nicht, doch war er in der Tat ihr Lehrmeister, also stand ihm diese Behandlung wahrscheinlich sogar zu. Als der Drache ihn dann jedoch als „Flohsack“ bezeichnete, trat Dolchzahn mit gebleckten Zähnen ein wenig näher an ihn heran, auch wenn dieser es wohl kaum mitbekommen würde. Erst als einige Elektrokugeln explodierten, knurrte Dolchzahn einmal kurz aber eindringlich, was jedoch auch ungeachtet zu bleiben schien.
    Als sich Emnori daraufhin nach ein paar aufmunternd gemeinten Worten und einem Kopfreiben an der Schulter des Drachen, das Dolchzahn nicht verstehen konnte, von ihm zurückzog, war er nur froh darüber. Vergessen waren seine vorhergegangenen Gedanken dann, als seine Gefährtin ihre große Nase an der vergleichsweise sehr kleinen des Wolfswesens rieb. In diesem Moment überkam ihn einfach nur ein pures Glücksgefühl, das nur sie schaffte, in ihm auszulösen. Eifrig erwiderte er die Geste sogleich mit geschlossenen Augen, die er erst wieder öffnete, als er keine Berührung mehr an seiner Nase spürte.
    Fröhlich und nicht weiter an die Situation denken, in der sie sich befanden, folgte er ihr bis an das Gitter ihrer Zelle, dass er nun doch leicht missmutig betrachtete. Doch solange die Zaekran an seiner Seite war, die gerade leise maunzte, konnte er auch das ertragen, immerhin war er nicht mehr gefesselt. Maunzen? Moment, wenn meinte sie damit?, fragte sich Dolchzahn jedoch plötzlich und folgte ihrem Blick. Sobald sie sein Ziel gefunden hatte, war es ein leichter Schock für den Lupaner: Seine Gefährtin richtete sich an eine scheinbare Wache. Einen Feind. Jemand von der anderen Seite. Jemand, der dafür verantwortlich war, das sie eingesperrt waren.
    Überrascht wollte Dolchzahn sie fragen, warum sie dieses verachtenswerte Wesen auf sich aufmerksam machte, doch da drehte dieses sich bereits um und Emnori lies sich nieder, wobei sie noch einmal maunzte. Unruhig winselte Dolchzahn einmal und trat auf der Stelle, als der Fremde sich ihnen ebenso näherte, wie Emnoris Kopf dem Gitter.
    Geschockt beobachtete er, wie sie nichts unternahm, als der Feind seine Hand durch das Gitter streckt und sie berührte. Wie konnte sie nur so etwas tun? Einer Antwort auf diese Frage war Dolchzahn jedoch momentan genauso fern, wie der Freiheit der Wälder und so begann er zeitgleich mit dem Murmeln des Fremden, mit gesenktem Kopf und einem grollenden Knurren so nah an Emnori heranzutreten, dass er sie mit seiner Schulter berührte. Sollte der Fremde ihr auf nur ein Haar krümmen, würde er sofort nach seinem Arm schnappen und dann irgendwie an dem verdammten Metallgebilde vorbeikommen und ihn komplett in Stücke reißen.
    Sobald der Fremde aufgehört hatte, zu Murmeln, was Dolchzahn dank seiner feinen Ohren hatte ohne Probleme hören können, knurrte er noch einmal kurz etwas lauter, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen, bevor er ihn anstarrte und in einer Tonlage, die sich von der des Knurrens kaum unterschied zu ihm meinte. „Wag es besser nicht, meiner Gefährtin auch nur ein Haar zu krümmen, sonst wirst du es bereuen und es kommt auf der Liste der von euch Zweibeinern so genannten 'Verbrechen' ein weiteres hinzu!“


    OT: Einmal das knurrende Anhängsel des Kätzchens. ^^

  • Es freute die große Raubkatze, dass die Wache tatsächlich zu ihr kam und nach kurzen Zögern die Hand nach ihrem Kopf ausstreckte. Bei dem bestialischen Geruch, den sein Handschuh verströmte, runzelte sie aber angewidert die Nase. Zum Glück kam der Wachmann selbst darauf und streifte ihn ab. Vor dem Gitter schien er Respekt zu haben, offensichtlich fürchtete auch er die seltsamen Wesen, die die Zellen bewachten. Auch kraulte er der Zaeckran ziemlich vorsichtig den Kopf. Den Geruch, den Emnori nun, da das Wesen direkt vor ihr stand deutlicher wahrnehmen konnte, erinnerte sie an den von Platinex und ein bisschen an den von Lys, beides Metallwesen.


    Diesen Gedanken ließ sie aber erst mal unbeachtet, denn Dolchzahn schien die Situation nicht sonderlich zu gefallen. Als der Zweibeiner anfing leise murmelnd mit der Raubkatze zu reden, presste sich ihr Gefährte an ihre Seite und knurrte deutlich. „Ich wüsst‘ zu gern‘, was euch hierher gebracht hat.“, konnte sie problemlos trotz Dolchzahns Stimme verstehen, „Welches Verbrechen ihr begangen haben müsst, um hier zu landen.“ Bevor sie aber nur einen Ton von sich geben konnte, wurde der Lupaner lauter und drohte knurrend der Wache. „Wag es besser nicht, meiner Gefährtin auch nur ein Haar zu krümmen, sonst wirst du es bereuen und es kommt auf der Liste der von euch Zweibeinern so genannten 'Verbrechen' ein weiteres hinzu!“ langsam zog die Zaeckran den Kopf vor der Hand zurück und erhob sich auf alle viere, wodurch nun ihre volle Größe sichtbar wurde. Ein tiefes Brummen erwachte in ihrer Kehle, welches im Vergleich zu dem des Wolfes allerdings von friedlicher Natur war. Leicht amüsiert legte sie ihren großen Kopf auf seinen Nacken und schnaufte leicht in sein dichtes Fell. So verharrte sie für einen kurzen Moment, bevor sie Dolchzahn mit der Nase einen beinahe spielerischen Stupser in die Seite gab und sich nun wieder dem Zweibeiner zuwandte.


    Ihr Blick war noch immer sanft und gutmütig, was bei ihr bekanntlich recht oft der Fall war. Sie näherte ihren Kopf wieder dem Gitter und öffnete leicht das Maul, um mit ihrer rauen Zunge kurz die blasse Hand des Wachmales zu lecken. „Mein Gefährte ist um meine Sicherheit besorgt, was angesichts unserer Lage auch recht verständlich ist.“, begann sie mit ihrer hellen Kinderstimme leise zu reden und suchte mit den Augen den Blick ihres Gegenübers. Selbst dem Zweibeiner war es sicher möglich das zärtliche Verständnis, welches sie für das Wolfswesen empfand aus diesem Satz herauszuhören. „Wir suchen Wesen, die von seltsamen Steinen befallen und krank gemacht werden und versuchen diesen zu helfen. Allerdings suchen auch die Leute des Sonnenkaisers nach diesen Leuten, um in den Besitz dieser Steine zu kommen. Deshalb sind wir und die Organisation, der wir angehören wohl bei diesen Leuten nicht sehr beliebt. Wir sind nur ein Suchtrupp und sicher nicht der einzige, aber wir hatten leider das Pech einigen sehr starken Soldaten des Kaisers zu begegnen, welche uns besiegt haben. Aus diesem Grund sind wir hierher gebracht worden, obwohl wir eigentlich nur kleine Lichter sind.“ Während ihrer Erklärung hatte sie den Kopf so gesenkt gehalten, dass er sich in etwa auf Augenhöhe mit dem des Zweibeiners befunden hatte, wenn nicht sogar ein kleines Stück unter diesem. Die sanfte Raubkatze wollte ihm zeigen, dass sie keine Bedrohung für ihn sein wollte. „Ich hoffe, das hat deine Frage beantwortet. Denn dann würde ich die Frage gerne weiterreichen. Du wirkst nicht, wie jemanden, den man an so einem Ort als Wache erwarten würde. Zumindest scheint dir an Gewalt und Leid nichts zu liegen.

    Öffne die Pforte, durchschreite das Tor und betritt eine Welt, wie du sie dir in deinen kühnsten Träumen vorgestellt hast. Eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit und Kinder nie erwachsen werden.
    Doch ohne Hilfe werden die Traumlande schon bald vom Albtraum regiert, den die bösartigen Nachtmahre sind mächtiger als je zuvor.


    Das Abenteuer und der Kampf um die Welt der Träume hat begonnen!
    The endless Night of Dreams

  • Aufmerksam - und trotz seines Bekenntnisses, keine Ahnung von der Welt hier oben zu haben, ein wenig ungläubig - folgte Cole den Ausführungen des Katzenwesens. Seine helle, melodische Stimme überraschte ihn, nicht etwa die Tatsache, dass sie sprechen konnte. Bei ihrem imposanten Körper hatte er sich eine weit tiefere, schallende Stimme vorgestellt. Aber offensichtlich war ‚es‘ eine ‚sie‘, so viel hatte er schon einmal begriffen.
    Von Steinen besessene Wesen… Andere Wesen, die den Steinen hinterherjagten und sich dafür gegenseitig einsperrten, erschlugen und wer wusste was noch alles… Das klang wie zuhause in Sancré Tor, wo sich die oberen Schichten für eine Ladung Golderz oder einen großen Rubin gegenseitig die Köpfe einschlugen. Für so ähnlich hatte er diese beiden Welten wirklich nicht gehalten.
    Andererseits konnte er nicht mit Bestimmtheit sagen, dass ihn seine Gesprächspartnerin nicht teilweise oder ganz in die Irre führte. Sich selbst als kleines, unwichtiges Licht darzustellen war wahrscheinlich glaubwürdiger als seine Schuld ganz abzustreiten, und vielleicht hoffte sie auf Mitleid, Hilfe oder dergleichen. Dinge, von denen Cole nicht sicher war, ob er sie geben konnte – oder wollte.
    „Was für ‘ne seltsame Geschichte…“ quittierte er das gehörte. Zu mehr wollte er sich hinreißen lassen, bevor er sich nicht ein wenig schlauer gemacht hatte. Die Frage der Katze hingegen war durchaus berechtigt, und er beschloss, ehrlich zu sein. Er hatte ja auch keinen Grund zu lügen, schließlich saß nicht er hinter Gittern.
    „Ich bin nicht von hier.“ Sagte er schulterzuckend, um dann lächelnd hinzuzufügen. „Wie du vielleicht gemerkt hast.“ Er hob die Hand. „Ich hab‘ diese Welt bisher nur von unten geseh’n und wollte etwas davon kennenlernen. Kämpfen ist das, was ich am besten kann, zumindest von den Dingen, mit denen man sein Brot verdienen kann. Also hab‘ ich mich als Söldner verdingt und bin in dieser Burg gelandet. Nicht wirklich schön, aber… Hier sehe ich wenigstens auch einmal die Unterseite der gold‘nen Scheibe, die dieser große Kaiser in seiner Hauptstadt schmiedet, wenn du verstehst.“
    Er zog eine Augenbraue nach oben ob seines ungewohnten Redeschwalles, eine Geste, die dank seiner Vermummung hoffenswerter Weise nur ihm selbst auffiel. So viele Worte hatte er nicht einmal insgesamt mit den Hausherren – wenn man die Magier hier so nennen wollte – gewechselt. Diese Katze war wirklich ein wunderliches Wesen…

  • Die Gipfelmenschen-Kriegerin stieß mit einem hämischen, aber zugleich auch siegessicheren Grinsen auf die am Boden stehende Ne'Rico herab. Das Metallwesen wusste nicht recht, wie es auf diese Art von angriff reagieren sollte und entschied sich so erstmal dafür, den Angriff bestmöglich abzuwehren. Kurz bevor die Himmelskriegerin ihre Gegnerin erreichte, schlug sie ihre Flügel vor dem Körper zusammen. Das hatte zum einen den Effekt, das sie abgebremst wurde, zum anderen nutze sie die dabei einstehende Energie um eine Windklinge zu formen, um aus kürzester Distanz schaden anzurichten. Lys war ganz und garnicht auf so einen Angriff vorbereitet gewesen, reagierte denn noch geistesgegenwärtig mit einem Sprung nach links. Trotzdem traf die Windklinge die Ne'Rico und fügte ihr eine tiefe Schnittwunde am rechten Oberarm zu. Wenige Momente später lief dem Metallwesen das Blut den Arm hinunter und tropfte zu Boden.
    Lys wich fluchend zurück, während sie den nächsten hieb ihrer Gegnerin so gut es möglich war parierte. Das Windwesen witterte seine Chance, da die Ne'Rico verwundet und so auch nur schwerlich in der Lage war, ihre Gegnerin auf Distanz halten zu können. Die Gipfelmenschen-Kriegerin holte zu einem Ausladenden Hieb aus, den Lys mehr schlecht als recht blocken konnte. Durch die Wucht des Schlages geriet Sie außerdem ein wenig ins stolpern als sie weiter zurück wich.
    Bevor ein weiterer Schlagabtausch stattfinden konnte wurden beide Kämpfer durch eine markante stimme abgelenkt: „...das zu sagen, werden eure Anstrengung vergeben sein. Denn auch wenn die Krieger, die euch gegenüber stehen, nichts weiter sind, als einfache Schachfiguren ...“ Weiter konnte Lys das Gerede nicht verfolgen da sich ihre Gegnerin sich bereits anschickte sie erneut anzugreifen. Das Metallwesen wich dem Stichangriff des Windwesens knapp aus und nutzte die kurze Distanz zu ihrer Gegnerin um sich mit ihren Magischen Fähigkeiten an deren Metallener Rüstung zu schaffen zu machen. Eigentlich hatte sie ja vorgehabt ihre Gegnerin durch geschickte Manipulation des Metalls direkt mit ihrer Rüstung zu Töten. Doch durch den Umstand ihrer Verletzung würde dieser Plan nicht aufgehen. Das einzige was Lys zustande brachte war eine starke Delle der Rüstung im Bauchbereich. Die Gipfelmenschen-Dame wich einige Schritte zurück und Hustete einmal kräftig da es für sie wie ein starker Schlag in die Magengegend gewesen sein musste. „Du verdammtes Miststück von Metallwesen! Dafür wirst du bezahlen!“ „Vielleicht, aber bis dahin werde ich es dir so schwer wie möglich machen!“ Erwiderte Lys in dem Bewusstsein das sie diesen Kampf nicht mehr gewinnen konnte, egal wie viel mühe sie sich auch gab. Einen großen Kampf konnte Lys ihrer Gegnerin allerdings wirklich nicht mehr bieten und mit einem mal war dann alles auch schon vorbei.


    Lys hatte ihren Kampfstab in Angriffshaltung gebracht als die Gipfelmenschen-Kriegerin erneut auf sie zu gestürmt kam. Ein großes Hindernis war er allerdings nicht, den im vorbeilaufen schlug sie ihn einfach mit ihrem Schwert beiseite und verpasste dem Metallwesen anschließend mit der linken Faust einen kraftvollen schlag in die Magengrube. Überrascht von Angriff und Schmerz krümmte sich die Ne'Rico nach vorne und bekam gleich darauf noch einen Kinnhaken verpasste der sie zu Boden warf. Lys war daraufhin für kurze zeit benommen und konnte alles nur verschwommenen sehen. Als sie wieder Klar sehen konnte hatte die Gipfelmenschen-Dame bereits zum Gnadenstoß ausgeholt. Ein stechender Schmerz machte sich in der Linken Schulter des Metallwesen breit, gefolgt von einer wärme, die sich am rücken um den bereichdes Schmerzes ausbreitete. Das Windwesen hatte sein Schwert lediglich durch die Schulter der Ne'Rico gerammt und beugte sich nun zu der mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegenden Lys herunter: „Wenn du glaubst, ich würde dich einfach nur töten, dann liegst du falsch. Das wäre doch viel zu langweilig.“ meinte die Gipfelmenschen-Dame mit einem fiesen grinsen zu der Ne'Rico. „Pah“ war das erste und Letzte, was Lys darauf antwortete, während sie mit der linken Hand nach dem Schwert ihrer Gegnerin griff und mit ihrer Magie die Klinge abstumpfte, um weitere Verletzungen zu verhindern. Trotz das sie ihre Waffe noch in der rechten Hand hielt unternahm sie keinen versuch der Befreiung, da das Schwert ihrer Gegnerin sie fest am Boden Fixiert hatte.


    Lange musste sie aber nicht ausharren, den auch ihre Mitstreiter waren mittlerweile besiegt und Katze gab den Befehl, die besiegten Krieger in Ketten zu legen. Dem Befehl wurde auf der Stelle folge geleistet und die ganze Truppe wurde in Schwarze, Magie hemmende Ketten gelegt. „Hoch mit dir“ schautzte die Gipfelmenschen-Dame die Ne'Rico an nachdem sie ihr Schwert wieder an sich genommen hatte. Mit einem Stöhnen und Schmerzverzerrtem Gesicht richtete Lys sich auf. Daraufhin wurde sie wie alle anderen zu ihrem Wagen gebracht, wobei sie ihren Stab lediglich hinter sich her schleifte. Alle mit Ausnahme der Zaeckran wurden im Wagen ''Verstaut'' und abtransportiert. Von der fahrt bekam Lys wenig mit, da sie fast die gesamte zeit in eine Art Halbschlaf versunken war. Das erste was sie wieder vollkommen mitbekam war der rest des demonstrativen Vortrags der Katze: „ … Be … afung und die Unterwelt als schmerzhafte Zukunft. Darum seid ihr hier. Doch seid gewiss, in diesen Mauern sterben mehr Gefangene, als auf dem Schafott. Lasst alle Hoffnung fahren, vielleicht überlebt ihr dann noch eine Weile.“ Ein Seufzer entwich dem Metallwesen. Das waren ja großartige Aussichten. Danach wurde der gesamte Trupp in eine der Zellen gesperrt und die fesseln abgenommen. Es wurde ihnen noch mitgeteilt, dass ein Ausbruch versuch sinnlos sei und man damit nur sein eigenes Todesurteil unterschreiben würde. In der Zelle Setzte sich das verwundete Metallwesen an eine der Wände und legte den Stab neben sich.


    OT: sorry, das es so spät kommt... auf das treiben in der Zelle werde ich im nächsten post eingehen, sonst wird das hier nie was...
    OT²:Ich hoffe mal, meine Niederlage ist nachvolziebar und annehmbar...