Denglisch - komplett Überarbeitet

  • Ich finde es gut und nicht so gut.
    Positiv ist beispielsweise, dass man nicht so lange überlegen muss. Man spricht vom " Internet" und jeder weiß, was man meint. Wenn man stattdessen den Begriff " weltweites Netzwerk zur Kommunikation" oder etwas in der Art verwenden würde, erhielte man nur Fragezeichengesichter. Zudem würde wir viele alltägliche Dinge z. B. im Chat nicht mehr schreiben können." Lol" kommt ja beispielsweise aus dem Englischen, ist kurz und sagt relativ viel aus.


    Was ich ein bisschen schade finde, ist, dass viele ausdrucksstarke Wörter unbekannt werden und dann vermutlich ein Buch herausgegeben wird, das den Titel " Museum der ausgestorbenen Wörter- werden nicht mehr berührt!" trägt. Ich vermute mal, was ich natürlich nicht belegen kann, da es ja nur eine Vermutung ist, dass einige Menschen die Bedeutung von Worten wie " possierlich" nicht mehr kennen.


    Und nun zu Sirius' Fragen. Ich fände es gut, wenn neue Wörter geschaffen würden. Ein Beispiel:
    Das Wort " hatchling" beschreibt meines Wissens ein Wesen, dass einem neugeborenen Wesen entspricht, nur eben, dass es aus einem Ei schlüpfte. Dies gilt, soweit ich weiß, für alle, die aus Eiern schlüpften, sei es nun ein Schnabeltier, eine Ente oder eine Eidechse. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber es gibt keinen entsprechenden Begriff dafür. Und meiner Meinung nach trifft " Küken" die Bedeutung nicht.
    Es wäre siher gut, wenn es hier ein bisschen Sprachpurismus gäbe. Das müsste jedoch nicht so übertrieben wie in Island. Man könnte neue Begriffe zulassen, sie jedoch, wie du schriebst, " verdeutschen".


    Und zum Abschluss: Man sagt ja, Denglisch ist keine Zerstörung, sondern eine Veränderung und Entwicklung der deutschen Sprache.

    Vermillion - Wir hingen mit aller Kraft am Leben, aber...
    Vermillion - ... wir haben nie daran gedacht, dass das etwas Schlechtes sein könnte.

  • Ich finde...nunja...es sowohl schlecht als auch gut.


    Schlecht:


    Ich mag es nicht. Viele Worte werden langsam vom Englischen verschluckt. Wie das Beispiel mit:


    Musical = Theater, Oper


    Zumal nervt mich dieses "übertriebene Betonen" - siehe z.B. "Germany's Next Topmodel" - da fallen Worte wie "Competition", "Photoshooting" usw.
    Wieso nicht einfach ein Wettbewerb oder Fotos machen? Beides ist viel kürzer und klingt auch brauchbar. Aber immer muss man es übertreiben.


    Oft spricht man dabei vom "Schlafen neben einem Elefanten" - der Elefant selbst tut nichts und dennoch hat man Angst vor der Größe. Hier ist es eben so bei Englisch und uns. Ich spreche seit Geburt an Deutsch und ich mag die Sprache auch behalten. Sie soll nicht nach und nach von einer anderen Sprache eingenommen werden.


    Gut:


    Manche englische Worte klingen wirklich besser! Beispiel: "Games" anstelle von "Videospielen", "One Piece" anstelle von "Ein Stück", "Batman" und "Fledermausmann" uvm. Ich finde es klingt oft besser - aber nur bei Namen oder Titeln - nicht bei jedem Nomen im deutschen Duden (siehe oben).


    Außerdem erleichtert sie viele Gegebenheiten. Ich kann viel mehr im Internet mit der englischen Sprache finden und vieles fällt viel leichter. Zum Beispiel das Video suchen bei Youtube, das allgemeine Nutzen des Internet und so weiter.

  • Schade nur, dass eine Oper und ein Musical nicht dasselbe sind. Und ein Theater ist noch lange keine Oper/kein Musical.
    Bei Opern werden meist Dramen oder Tragödien aufgeführt, der Gesang steht im Vordergrund und die Sänger müssen oft eine besondere Ausbildung machen bevor sie überhaupt auf die Bühne dürfen. In einem Musical hingegen werden die Menschen angesprochen die auch mal in's Kino gehen oder Fernsehen, zwar wird hier auch viel gesungen, allerdings gibt es auch Passagen in denen gar nicht gesungen wird.
    Und ein Theater muss ich hier hoffentlich keinem erklären.


    Und die inoffizielle Sprache des Internet ist noch immer Russisch. Englisch ist da eher an zweiter Stelle.

  • Schade nur, dass eine Oper und ein Musical nicht dasselbe sind. Und ein Theater ist noch lange keine Oper/kein Musical.
    Bei Opern werden meist Dramen oder Tragödien aufgeführt, der Gesang steht im Vordergrund und die Sänger müssen oft eine besondere Ausbildung machen bevor sie überhaupt auf die Bühne dürfen. In einem Musical hingegen werden die Menschen angesprochen die auch mal in's Kino gehen oder Fernsehen, zwar wird hier auch viel gesungen, allerdings gibt es auch Passagen in denen gar nicht gesungen wird.
    Und ein Theater muss ich hier hoffentlich keinem erklären.

    Dann soll man ein deutsches Wort dafür finden. Wenn du als Erbsenzähler auf deine Kosten kommen magst, dann ändern wir einfach das Musical in "Musikal" (bitte so aussprechen wie geschrieben). Und fertig!

    Und die inoffizielle Sprache des Internet ist noch immer Russisch. Englisch ist da eher an zweiter Stelle.

    Ich sprach nie davon, dass englisch die inoffizielle Sprache des Internets ist - ich sage nur, dass mir meine Englischkentnisse die Suche im Internet stark verbessern. Beispiel:


    Wenn ich ein Bild von einem Spiel suche, dann such ich meist auf englisch (sofern es nicht schon englisch ist), da ich so viel mehr Möglichkeiten in der Suche finde. Du findest mehr Bilder über Pokémon Editionen, wenn du deren "Farben" auf Englisch suchst. Du findest viel bessere Bilder zum Game, wenn du z.B. "Pokémon White" anstelle von "Pokemon Weiß" suchst. Und ich denke, dass mir da die Suche auf russisch noch weniger hilft.

  • Dann soll man ein deutsches Wort dafür finden. Wenn du als Erbsenzähler auf deine Kosten kommen magst, dann ändern wir einfach das Musical in "Musikal" (bitte so aussprechen wie geschrieben). Und fertig!

    lol, was soll den der aggressive Ton? Er hat dir nur erklärt, dass diese drei Wörter für drei völlig verschiedene Dinge stehen, obwohl du sie in einen Topf geworfen hast. Und als Opernfan und Theaterspielerin muss ich ihm da auch einfach zustimmen.



    Die Frage ist immer wo ist die Grenze? Wollen wir wirklich sämtliche englische Begriffe entfernen? Mit welcher Begründung? Dass diese nicht Deutsch sind? Dann gehören aber auch andere "nicht-deutschen" Wörter entfernt. Sowas wie "Oper" ist ja auch nicht deutsch... Ich finde ja nur, dass man es nicht übertreiben sollte und dort, wo es ein vernünftiges deutsches Wort gibt, auch dabei bleiben. Wobei man auch sagen muss, dass manche englischen Wörter was anderes bedeuten als die deutschen Entsprechungen. Zum Beispiel ist "shoppen" was anderes als "einkaufen". Shoppen ist für mich wirklich eine Mischung aus bummeln und etwas kaufen, während einkaufen für mich ein gezieltes Sachen einkaufen ist.

  • Zitat

    Musical = Theater, Oper


    ... 8o Ein Theater und eine Oper haben weder miteinander etwas zu tun, noch mit einem Musical. Das sind drei unterschiedliche Formen.
    Ein Musical ist das, was es eben ist (wow, was für eine Erklärung! XD) und soll auch seinen Namen behalten.


    Warum muss man alles eindeutschen? Man kann nicht alle Einflüsse von seiner Sprache wegschieben, wir leben in der Zeit der Globalisierung und selbst, als wir uns noch in der Zeit befunden haben, kamen genügend französische und lateinische Einflüsse in unsere Sprache. Wer das nicht möchte, sollte sich in ein kleines Häuschen im Wald verkriechen und dort Mittelhochdeutsch sprechen *gg*
    Und wie Sirius bereits erwähnt hat: Sprachpurismus erinnert an die Zeit des Nationalsozialismus, in der man alle anderen Kulturen und Sprachen als minderwertig betrachtete.


    Zitat von Atropaia

    Zum Beispiel ist "shoppen" was anderes als "einkaufen". Shoppen ist für mich wirklich eine Mischung aus bummeln und etwas kaufen, während einkaufen für mich ein gezieltes Sachen einkaufen ist.


    Shoppen = Klamotten
    Einkaufen = Zum Supermarkt runterlaufen und Lebensmittel kaufen, oder Bücher oder Technik.
    Schonmal ein Buch, einen Computer oder einen Liter Milch "geshoppt"? *g

  • Ich finde es nicht schlecht, aber auch nicht gut.
    Mir ist es eigentlich ziemlich egal das ein oder zwei Wörter aus dem Englischen bei uns in Deutschland sind.
    Klar wir sind in Deutschland und da wird Deutsch gesprochen, aber so schlimm ist es doch nicht wenn wir Wörter aus dem englischen übernehmen.
    Also solange es bei ein paar Wörtern bleibt und unsere Sprache nicht halb englisch wird, finde ich es nicht schlimm.
    ;)
    Ps: Ist nur meine Meinung. (;

    Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.
    :genau: :love:
    Der frühe Vogel fängt vielleicht den Wurm, aber die zweite Maus bekommt den Käse. (Denkt nochmal drüber nach.) ;)

  • Zitat von »Tedman«
    Dann soll man ein deutsches Wort dafür finden. Wenn du als Erbsenzähler auf deine Kosten kommen magst, dann ändern wir einfach das Musical in "Musikal" (bitte so aussprechen wie geschrieben). Und fertig!
    lol, was soll den der aggressive Ton? Er hat dir nur erklärt, dass diese drei Wörter für drei völlig verschiedene Dinge stehen, obwohl du sie in einen Topf geworfen hast. Und als Opernfan und Theaterspielerin muss ich ihm da auch einfach zustimmen.

    Eig. war es nicht aggressiv geplant. Ich meine nur, dass natürlich für den Kenner ein Unterschied besteht. Zumal hab ich auch nur das Beispiel gewählt, weil es am Anfang fiel.
    Tut mir Leid, wenn es so rüber kam, aber für mich ist es irgendwo dasselbe - kulturelle Einrichtungen zum Erfüllen der gesellschaftlichen Bedürfnisse. Ich kenne die Unterteilung von Musical, Oper und Theater - aber für mich ist es eben Erbsenzählerei. Dasselbe würdest du gewiss zu anderen Interessen bei mir denken etc.

    Zitat von »Atropaia«
    Zum Beispiel ist "shoppen" was anderes als "einkaufen". Shoppen ist für mich wirklich eine Mischung aus bummeln und etwas kaufen, während einkaufen für mich ein gezieltes Sachen einkaufen ist.


    Shoppen = Klamotten
    Einkaufen = Zum Supermarkt runterlaufen und Lebensmittel kaufen, oder Bücher oder Technik.
    Schonmal ein Buch, einen Computer oder einen Liter Milch "geshoppt"? *g

    Ich hab aber schon einmal gesagt, dass ich Schuhe "gekauft" habe oder Klamotten "gekauft" - es hat sich nur so eingebürgert, weil wir es so wollen. Dabei ist es dennoch irgendwo dasselbe (im deutschen) und mir reicht das Wort "einkaufen". Zumal es viele Discounter und Geschäfte gibt, wo du dir auch Klamotten intigriert kaufen kannst ;) bei uns (ich arbeite bei EDEKA) gibt es zum Beispiel Socken oder Haushaltsschuhe. Und da sagt keiner, dass jemand bei EDEKA Schuhe shoppen geht. ^^

  • Nun möchte ich auchmal^^.


    Also ich kann micht nur dem Lied anschließen "Oh Herr bitte gib mir meine Sprache zurück!"^^.


    Ich sehe das so das ein paar verenglischungen ruhig sein können. Zum Beispiel können auf Schildern
    oder bei der Ansage im Bus/Straßenbahn ruhig auch Hauptbahnof oder Flughafen auf Englisch genannt werden.
    So ist das nämlich bei mir hier in Bremen. Fährst du dort zum Hauptbahnof heißt es "Hauptbahnhof, Central Station"
    und das gleiche beim Flughafen "Flughafen, Airport". Das ist für mich noch annehmbar weil damit Ausländer (und damit
    meine ich jetzt Touristen oder Geschäftsleute) eher was mit anfangen können als dem Deutschen. Aber das ist auch
    wirklich das einzige was ich annehmbar finde. Das eine öffentliche Toilette hier im Banhof "MC Clean" heißt finde
    ich ja wohl wirklich total bescheuert? Vorallem klingt das eher wie ein Reinigungsmittel als eine Toieltte.
    Und das die Information Info Point heißt. Ich habe mich selbst mal dabei erwischt das ich stat Information Info Point
    gesagt habe. Und erst in der Stadt. So viele Läden haben Englische Namen. Das beste Beispiel ist ja immer noch das
    Cafe (Ich will mein Kaffeehaus). Ich meine wozu? Was ist daran so schlimm eine deutsche Bezeichnung zu haben.
    Reicht es nicht schon, nein ich meine das nicht rassistisch, das es immer mehr Osteuropäische Läden gibt die natürlich
    auch keine deutschen Namen haben sondern den Namen manchmal sogar in ihrer Schrift schreiben so das ein Deutscher damit
    gar nichts anfangen kann. Ich finde echt ein wenig mehr Deutsch könnte unserem Land mal nicht schaden. Ansonsten kann
    man Deutschland bald wirklich nur noch Multikultiland nennen und das einzig wirklich Deutsche wir nur noch unsere Flagge sein.
    Aber zulaut darf man so etwas auch nicht sagen. Den Heute ist das ja noch immer so das wen man zu oft Deutsch in einem Satz
    sagt und davon redet mehr Deutsch in seinem Land haben zu wollen heißt es immer gleich: Nazi!!
    Obwohl Nazi ja so eigentlich wenig mit Deusch zu tun hat, gibt es doch schließlich auch welche in Amerika und ja eigentlich
    im jeden Land.


    http://www.schueleraustausch-a…Flagge-fischbroetchen.jpg

  • Ich persönlich finde es schon sehr übertrieben komplett neue Wörter für neue und moderne Begriffe zu erstellen wie in Island. Das muss nun wirklich nicht sein.
    Am besten finde ich sollte man Worte verdeutschen und zu einem deutschen Wort machen / anpassen.
    Zum Beispiel könnte man Interview zu Intervju machen. Dann schreibt es sich so wie es im deutschem ausgesprochen wird. Es ist in der deutschen Sprache auch gewöhnlich dass man Dinge so schreibt wie sie ausgesprochen werden.


    So viele Läden haben Englische Namen. Das beste Beispiel ist ja immer noch das
    Cafe (Ich will mein Kaffeehaus).


    Was ist jetzt bitte an dem Wort Café englisch? Es ist ein französisches Wort. :)
    Ich finde es aber eher nervig das Wort Kaffeehaus anstelle von Café zu gebrauchen, da Café ja ein viel einfacheres Wort ist als Kaffeehaus. Café kann man auch schlecht verdeutschen, von daher sollte man dieses Wort einfach so lassen wie es ist.

  • Ich finde das eigentlich nicht schlimm und für mich tönt Englisch meistens auch besser. Früher haben die Leute ja auch oft französiche Wörter benutzt. Die englische Sprache ist mit der deutschen näher verwandt, von daher müsste das eigentlich besser passen. Ausserdem ist Englisch eine Weltsprache und es vereinfacht vieles, wenn alle zumindest einige Wörter englisch können. Problematisch ist es höchstens, wenn so viele englische Begriffe verwendet werden, das jemand, der die Sprache nicht kann, kaum mehr etwas versteht. Aber heutzutage lernt man in der Schule Englisch und dann ist das auch kein Problem mehr. Desweiteren haben sich die Sprachen ja auch in der Vergangenheit immer wieder etwas verändert und sind nicht stur gleichgeblieben. Wenn man nicht möchte, dass einige Wörter vergessen gehen, dann kann man sie ja aufzeichnen.

  • Zitat von Sirius


    Was ist jetzt bitte an dem Wort Café englisch? Es ist ein französisches Wort.
    Ich finde es aber eher nervig das Wort Kaffeehaus anstelle von Café zu gebrauchen, da Café ja ein viel einfacheres Wort ist als Kaffeehaus. Café kann man auch schlecht verdeutschen, von daher sollte man dieses Wort einfach so lassen wie es ist.


    Das Beste ist ja, dass das Wort Kaffee genauso wenig Deutsch ist *lol* ... oder fast nicht, denn der Kaffee kam aus der Türkei zu uns (bzw. besser gesagt dem osmanischen Reich) und wird dort kafe genannt. ("unnötiges" Wissen ftw! =D)
    Wenn man beginnen will Sprachpurismus zu betreiben (so wie es Sirius uns das mit dem "Intervju" so schrecklich vormacht, ehrlich, da kriegt man Augenkrebs davon ._."), dann muss man JEDES EINZELNE Wort auf seine Herkunft überprüfen.
    Die Frage ist nur: Warum sollte man das?
    Wenn man statt Interview beginnt "Intervju" zu schreiben, ist es irgendwie ja so, dass man das Herkunftsland und die Herkunftssprache "beschämt" bw. verschmäht. Wenn man ein Wort übernimmt, dann soll man auch dazu stehen und nicht versuchen das Wort zu verbiegen. Damit erweist ja man dem Land, aus dem das Wort kommt, auf irgendeine Weise auch den nötigen Respekt.

  • Das schlimmste ist wenn der PC alles auf Englisch hat und man nicht alle Fachwörter kennt, zudem ist es bald 12 Jahre her das ich Englisch hatte und ich benötige es uach kaum.


    Wie Bastet sagt, jedes Wort eindeutschen braucht man nicht, aber es muss nicht alles eingenglischt werden, selbst Videospiele sind mit Englischen Aufklebern bedruckt, wozu das ganze?
    Oder dies Kaffe to Go, warum nicht Kaffe zum mitmehmen?
    Bei GameStop heißt es nicht Filalleiter sondern Storemanager und die Vorbestellung Pressels, das ist übertrieben, nur weil GS aus den USA kommt.
    GameStop hieße Spiel anhalten, das würde sich blöd anhören.
    Nicht nur bei GameStop haben Mitarbeiter englische Berufsbezeichnungen, auch in Anderen berreichen nennt man Berufe um, damit es besser klingt.


    Sagt man zum Spiel Game oder Handy statt Mobiltelefon geht die Welt nicht unter, aber mich störren Dinge die früher Deutsch waren, jetzt Englisch werden.


    Und nicht jeder hat Englisch in der Schule oder ist des Englsichem gut mächtig ;)

  • Ich finde auch, nicht alles sollte Eingedeutscht werden.
    Aber es ist immer besser, deutsche Wörter zu benutzen, weil wir sollten stolz auf unsere Sprache sein.
    Die meisten Länder haben damit keine Probleme, weil sie Wert auf ihre Sprache legen
    und stolz drauf sind.
    Was ich aber ganz dumm finde, sind diese Leute, die sagen, dass sie Anglizismen in deutsche Wörter umwandeln.
    was ich z.B. letztens gelesen habe:
    Netzplaudern für Chatten
    ...
    Ich denke, dass nichtmal diese Leute das Wort auch benutzen...


    Also: Ich finde, wir sollten stolz auf unsere Sprache sein und nicht zuviele Wörter "leihen".


    Lg, Eldra

    (Diese Signatur existiert gar nicht.)
    (Hör auf hierher zu starren!)

    Einmal editiert, zuletzt von Eldra ()

  • Das Beste ist ja, dass das Wort Kaffee genauso wenig Deutsch ist *lol* ... oder fast nicht, denn der Kaffee kam aus der Türkei zu uns (bzw. besser gesagt dem osmanischen Reich) und wird dort kafe genannt. ("unnötiges" Wissen ftw! =D)


    Ja, es ist kein Wort aus deutscher Herkunft, aber ein verdeutschtes Wort. Von kafe einfach zu Kaffee.


    Wenn man beginnen will Sprachpurismus zu betreiben (so wie es Sirius uns das mit dem "Intervju" so schrecklich vormacht, ehrlich, da kriegt man Augenkrebs davon ._."), dann muss man JEDES EINZELNE Wort auf seine Herkunft überprüfen.


    Wieso denn? 8|


    Wenn man statt Interview beginnt "Intervju" zu schreiben, ist es irgendwie ja so, dass man das Herkunftsland und die Herkunftssprache "beschämt" bw. verschmäht. Wenn man ein Wort übernimmt, dann soll man auch dazu stehen und nicht versuchen das Wort zu verbiegen. Damit erweist ja man dem Land, aus dem das Wort kommt, auf irgendeine Weise auch den nötigen Respekt.


    :rolleyes: Komischer Grund. In anderen Ländern funktionieren solche Sprachveränderungen doch auch, und da ist kein Land auf das andere irgendwie böse oder so xD Das wäre es ja noch wenn wegen irgendwelchen Wörtern Kriege ausbrechen... Jedenfalls sollte man zu allererst überhaupt nicht an das Herkunftsland denken aus dem das Wort stammt, sondern an das eigene Land, die eigene Sprache und die Spracherhaltung. Interview ist kein deutsches Wort, das merkt man schon sofort wenn man es deutsch ausspricht. Keiner sagt Intervief, und niemand weiss das dies Interview beduteten soll. Also hat das Wort eigentlich auch nichts in der deutschen Sprache zusuchen. Sollte man dann lieber Intervju schreiben, oder etwas ganz neues, wie Befragung? Ich wäre für das erste. ;D

  • Wieso denn?

    Weil es viele deutsche Wörter gibt, die eigentlich nicht deutsch sind, aber ihre Herkunft ist bloß in Vergessenheit geraten?
    Das wäre eine Menge Aufwand und manches klingt in der modernen Gesellschaft einfach nicht gut. Man kann sich vor der Globalisierung nicht entziehen.


    Ehrlich gesagt sehe ich auch keinen richtigen Nutzen bei Wörtern wie Kaffee... wenn das Zeug nun mal so heißt, dann heißt es so. btw. ist das nicht sogar schon eingedeutscht? Ich bezweifle ja sehr, dass man im Ursprungsland "Kaffee" sagt. Und ein völlig neues Wort dafür zu erfinden ist... keine Ahnung. Dämlich? Reine Zeitverschwendung? Wenn man Kaffee jetzt plötzlich in Schwarzgetränk oder so umbenennt... was hat man dann davon? Mehr verwirrte Leute aus dem Ausland? Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir Allerweltswörter mit Neologismen ersetzen. Dazu sind wir innerhalb der Welt schon zu verstrickt.
    Natürlich könnte man so Wörter auf nebenbei existieren lassen. Wenn jeder weiß, dass es sowohl Kaffee als auch Schwarzgetränk heißt, dann wäre es auch in Ordnung. Früher oder später würde man sich aber zu dem "öfter" benutzten Wort wenden und das wäre nun mal "Kaffee", weil man dem Wort in sämtlichen wirtschaftlich bedeutenden Sprachen begegnet (ja, sogar im Russischen heißt das "Kofee") und es würde einfach das "nur deutsche" Wort ersetzen.


    Viel mehr liegt mir daran, dass man versucht, dass unnötige Fremdwörter, die nur aus einer Sprache kommen, nicht überhand gewinnen. "Chill mal" ist meiner Meinung nach unnötig... da kann man auch bei seinem "Entspann dich" bleiben. Solche "pseudocoolen" Wörter halt, die man nicht braucht und die keinen Sinn im Gebrauch haben.

  • Zum "Sprachpurismus":
    Vorweg:
    1. 'ne wp-Definition, naja (wp ist iA. keine sachliche oder seriöse Quelle)
    2. Ist "Sprachpurismus" schon an sich ein undeutsches Wort, weshalb das Wort etwas widersprüchlich klingt
    3. Sind "Sprachpurismus" und "Denglish" zwei verschiedene Sachen


    Keine Ahnung, wie weit man beim Sprachpurismus gehen würde, aber davon abhängig, würde ich es ggf. für unrealistisch bezeichnen.
    Beispielsweise stammt das dt. Wort Fenster aus dem Lateinischen. Gab es vor der Übernahme des lateinischen Wortes schon ein passendes germanisches Wort? Falls ja, könnte man versuchen, dass germanische Wort zu nutzen oder eine Abwandlung dessen. Falls nicht, könnte man versuchen das Wort Fenster durch andere Wörter zu ersetzen (ähnlich wie bei dem angesprochenen Beispiel von Garage im Isländischen). Bezweifle aber, dass das bei allen alten Wörtern, die - mehr oder weniger - deutsche Wörter geworden sind, klappt.


    Das Deutsche wurde - zum Teil leider - besonders durch 3 Sprachen geprägt:
    1. Latein
    2. Französisch
    3. Englisch


    Lateinische Wörter werden insb. für irgendwelche Fachausdrücke genutzt.
    Wenn man kein Latein spricht, sind dadurch viele Fachausdrücke vom Sinn her unverständlich und damit eher bescheuert (Bsp. wenn man in der Schule Grammtik lernt und da Beriffe wie Kasus, Nummerus, Genus usw. auftauchen oder in anderen Bereichen, zB. Mathematik, Substitution).
    Wenn man Latein spricht bzw. etwas Latein gelernt hat, versteht man auch die Bedeutung dieser Begriffe - vlt. nicht immer, aber zumindest eher.
    Als ich kleiner war - und Latein lernte - hatte ich dann kein Problem mehr mit diesen Begriffen - ich verstand's ja und auch bei vielen anderen Sachen mit lateinischen Wurzeln konnte man - im Gegensatz zu den meisten Personen, die kein Latein hatten - den Sinn verstehen oder die Bedeutung entschlüsseln. Zusätzlich hielt man Latein für eine Wissenschaftsprache, weshalb man "Lateinizismen" eher für "kuhl" hielt.
    Aber mal ehrlich: wem nützt es?
    Wenn man ohne Latein irgendwelche Fachausdrücke, die für einen keinen Sinn ergeben, lernen soll, ist der Lerneffekt geringer, als wenn man gleich passende deutsche Wörter (wie Fall, Anzahl, Geschlecht, Grund, Ersetzung usw.) genutzt hätte.
    Im Nachhinein sind "Lateinizismen" doch eher pseudo-elitär und antiaufklärerisch (also für Leute, die sich für klever halten, weil ein paar lateinische Begriffe kenne, und gegen solche Gedanken, wie das Bildung potentiell für alle sei).


    Bei Wörtern französischen Herkunft, von dennen einige/viele ohnehin aufs Latein zurück gehen, ist es wohl so, dass es einige gibt, die nun deutsch ausgesprochen und geschrieben und damit auch als deutsch angesehe werden können, und andere, die noch immer eher französich klingen. Bei den Wörter, die immer noch französich klingen, sollte es wohl so ähnlich wie mit den "Lateinizismen" sein und diese Wörter würde ich auch nicht als Deutsch anerkennen.


    Bei den Wörtern englischer Herkunft kamen wohl einige schon "früher" hier an.
    Neuzeitlich geht es eher auf die Unterschicht und auf Kapitalisten und bei vielen dieser Wörter ist es so, dass sie unnötig und unnütz sind. "Ich sage "kids" statt Kinder und "gaymes" statt Spiele, ich bin ja so modern und weltoffen." - "Nein, du bist nur ein verblödetet Kulturzerstörer."


    Im Übrigen sollte man sich auch darüber bewusst sein, wer für diese Wortübernahmen verantwortlich ist:
    - Lateinizismen - ausgehend durch die Kirche und Wissenschaftler im Mittelatler bzw. Wiederentdeckungsalter ("Renaissance")
    - Franzismen - der Adel im 17./18. Jahrhunder
    - Anglizismen - Kapitalisten und die Unterschicht, insb. irgendwann nach dem 2. WK
    Also zum Teil Gruppen/Personen, die bekanntlich gegen die Arbeiterklasse agieren, und wenn sich zB. die Grünen für Anglizismen aussprechen, zeigen sie damit nur, wo sie wirklich stehen. Folglich sollte man Personen, die unötige Anglizismen befürworten, als das bezeichnen was sie sind: Antideutsche und Kulturzerstörer.



    Zu den Gedanken mit einer einheitlichen Weltsprache - den ich selbst auch nicht schlecht finde:
    Durch Sprachverstümmelungen durch die Verwendung von Anglizismen (o.ä.) wird man es nicht erreichen.
    Zudem halte ich es für abartig, wenn man dafür eine bestehente, nicht ausgestorbene, Sprache nutzen möchte.
    Englisch ist nur weit verbreitet, da englisch sprachige Völker entsprechend viele Angriffskriege führten und andere Völker unterjochten. Analog beim Arabischen, wobei da die Unterdrückungen mit dem Verrbeitung des Islams zum Teil einherging.
    Mir scheint es da gerechter und sinnvoller, wenn man eine neue, künstliche Sprache erschaffen und nutzen würde, denn so hätten alle Menschen das "Übel", dass sie ihre Muttersprache und diese neue Sprache lernen müssten.

  • Im Grundgedanken habe ich kein Problem damit, wenn es vereinzelt, Englische Wörter gibt, die eingedeutscht werden, solange dies auch nicht übertrieben wird. Man muss ja nicht gleich so viele Wörter umbenennen, denn dies ist, ja wie man es eigentlich sagen kann, dämlich und unnütz. Da es eh eine Bezeichnung dafür gibt. Dennoch finde ich es amüsant und manchmal praktischer, wenn so Wörter abgekürzt werden oder langweilig/zu lang geratene Wörter, ersetzt werden, von daher hängt es meist doch vom Wort und wie die Situation ist ab. Da es so ist, wie Atropaia bereits sagte, wäre ein Ersatz von Kaffee, in ein Wort wie Schwarzgetränk oder whatever doch unsinnig, aber was anders, wenn das neue Wort nebenbei besteht. Von daher bin ich geteilter Meinung und stehe dem doch eher neutral und Situations bezogen gegenüber. Aber was sollte an Abkürzungen, aus dem Englischen z.b., schlimm sein? Zwar müssen sich die meisten daran gewöhnen, aber schlimm ist es ja nicht und der Kompromiss besteht dann darin, dass beide Wörter im Sprachgebrauch bleiben.

  • Wenn ich mir Abaddons Beitrag durchlese, bestärkt das mich nur in meinem Gedanken, dass man Anglizismen in die deutsche Sprache einbinden sollte, dort wo sie angebracht sind. Das würde so manche Deutschsprachige von ihrem hohen Ross hinunterholen, wenn sie so viel von ihren deutschen Worten halten und bloß deswegen denke, sie wären besser als diejenigen, die Anglizismen verwenden, und deswegen gleich zur "Oberschicht" gehören.


    Spiele sind eben für mich keine Games. Unter einem Spiel verstehe ich etwas "Greifbares". Ein Karten- oder Brettspiel, so etwas in der Art. Ein Game ist eher etwas Technisches für mich, für den PC oder eine Konsole. Um diese Feinheiten unterscheiden zu können, sind Anglizismen sehr praktisch, da man dies mit der deutschen Sprache eher schlecht als recht könnte. Jedenfalls ist es umständlich und klingt blöd zu sagen "ein Spiel für den PC/eine Konsole", besser man benutzt das kurze und pregnante Wort Game.
    Ob man zu Kindern "kids" sagen muss, sei natürlich dahingestellt, weil beide Wörter das Selbe bedeuten, aber es geht die Welt auch nicht unter, wenn es jemand so sagt.
    Dadurch wird die deutsche Sprache nicht zerstört, sondern eher durch Leute, die glauben, dass sie cool (Anglizismus, das Wort mag ich aber =P) sind, wenn sie Sprüche klopfen wie: "Ey Alda, deine Muddha" oder durch bestimmte Frauen, die in der Kik-Werbung falsche Grammatik verbreiten "Kik ist besser als wie man denkt". No comment.


    Zitat von Sirius


    :rolleyes: Komischer Grund. In anderen Ländern funktionieren solche Sprachveränderungen doch auch, und da ist kein Land auf das andere irgendwie böse oder so xD Das wäre es ja noch wenn wegen irgendwelchen Wörtern Kriege ausbrechen...


    Find ich nicht. :D
    Gestern noch gesehen: Laut neuester Rechtschreibung darf man Majonäse statt Mayonnaise schreiben. Sieht absolut schrecklich aus.
    Warum sollte man das? Leute, die nicht wissen, wie man bestimmte Fremdwörter schreibt, können es nachschlagen oder einfach googlen. Wie ich gestern, da ich mir nicht sicher war, ob man Mayonnaise mit einem 'n' schreibt oder nicht. Da gehen allerhöchstens zehn Sekunden dafür drauf und es fällt einem auch kein Zacken aus der Krone, wenn man nachsieht, wie man es wirklich schreibt.


    Zu dem Kaffee ... die Leute haben es wahrscheinlich damals so geschrieben, wie sie es gehört haben, da sie es niemals geschrieben gesehen haben werden. (Wie auch, wenn die Schrift anders ist?) Genauso wie mit dem Tee, etc ...

  • Spiele sind eben für mich keine Games. Unter einem Spiel verstehe ich etwas "Greifbares". Ein Karten- oder Brettspiel, so etwas in der Art. Ein Game ist eher etwas Technisches für mich, für den PC oder eine Konsole. Um diese Feinheiten unterscheiden zu können, sind Anglizismen sehr praktisch, da man dies mit der deutschen Sprache eher schlecht als recht könnte.


    Genau, für dich ist es so. Game heisst im Englischen aber auch nichts anderes als ..... Spiel :rolleyes:
    Wenn du dir da eine etwas andere Bedeutung zu ausdenkst ist es ja in Ortnung, nu das muss dann nicht für die Allgemeinheit gelten.


    Jedenfalls ist es umständlich und klingt blöd zu sagen "ein Spiel für den PC/eine Konsole", besser man benutzt das kurze und pregnante Wort Game.


    Mh, wie wäre es mit Pc-Spiel ;D Ich gehe auch nicht in die Stadt und sage ich geh mir ein Game kaufen. This is my Gesicht :ugly: Mischsprache ist da viel schrecklicher...



    Gestern noch gesehen: Laut neuester Rechtschreibung darf man Majonäse statt Mayonnaise schreiben. Sieht absolut schrecklich aus.


    Man sagt es aber Majonäse und nicht Mayonnaise. Was soll daran schrecklich sein? Wenn es von Anfang an Majonäse heissen würde, würde es alle als normal ansehen und sich fragen was ein Mayonnaise ist xD