Der moralische Aspekt von Videospielen

  • Ohja, weil kleine Kinder auch ein so ausgeprägtes, moralisches Weltbild haben. Das ist Kinderspiel und Kinder stehen nunmal auf Helden, die große Abenteuer erleben und Ganoven in Reihen niedermähen.


    Nenne mir das Publikum von CoD... (80% aller Spieler sind unter 16...). Also müssen die moralisch nicht ausgeprägten Gemüter diese Szenen verarbeiten.


    UND WAS ZUR HÖLLE SPIELT MAN DENN BEI COD? RICHTIG EINEN HELDEN DER GROSSE ABENTEUER ERLEBT!


    laber laber laber.... Es ist Unterhaltungsmedium und kein verdammtes Philosophiebuch....


    Dann definiere mir doch mal deine Ansicht von Moral: Was ist für dich moralisch korrekt, was ist nicht mehr moralisch korrekt? Ist dein Verhalten immer moralisch korrekt, guckst du nur moralisch korrekte Sachen im Fernsehen (wenn es dort überhaupt welche geben sollte), spielst du am PC den lieben langen Tag den Landwirtschaftssimulator?


    Ich sollte mich hier lieber raushalten, sind ja alle so schrecklich festgefahren hier.

  • Nenne mir das Publikum von CoD... (80% aller Spieler sind unter 16...). Also müssen die moralisch nicht ausgeprägten Gemüter diese Szenen verarbeiten.


    UND WAS ZUR HÖLLE SPIELT MAN DENN BEI COD? RICHTIG EINEN HELDEN DER GROSSE ABENTEUER ERLEBT!


    Das gillt nicht für die Airport-Mission und um allein die ging es die letzten... zweieinhalb Seiten? Nicht CoD als Spiel, SONDERN DIESE EINE MISSION! Kriegst du das endlich in deinen Kopf oder muss es in nchmal 10 Beiträgen erwähnt werden?


    Dann definiere mir doch mal deine Ansicht von Moral: Was ist für dich moralisch korrekt, was ist nicht mehr moralisch korrekt? Ist dein Verhalten immer moralisch korrekt, guckst du nur moralisch korrekte Sachen im Fernsehen (wenn es dort überhaupt welche geben sollte), spielst du am PC den lieben langen Tag den Landwirtschaftssimulator?


    Sobald du Lesen gelernt hast, gerne.

  • Das gillt nicht für die Airport-Mission und um allein die ging es die letzten... zweieinhalb Seiten? Nicht CoD als Spiel, SONDERN DIESE EINE MISSION! Kriegst du das endlich in deinen Kopf oder muss es in nchmal 10 Beiträgen erwähnt werden?


    *hust* Überschrift und Verlauf des Topics lesen *hust* ... Außerdem spielt man auch in dieser Mission einen Undercover Agenten, der herausfinden soll, was der russische Terrorist so treibt. Auch dort ist man der strahlende Held, der diese Taten auf sich nimmt, um seinem Lland zu dienen.


    Lesen kann ich btw schon... Allerdings bin ich leider viel zu beschränkt, um deine höhere Intelligenz erfassen zu können und muss mich deinen knallharten Argumentationen geschlagen geben...


    Freundlichkeit ist btw auch nicht moralisch verwerflich... Oder bezeichnest du alle Leute in deiner Umgebung als Idioten? Tut mir leid! Brauchst du Hilfe?

  • Außerdem spielt man auch in dieser Mission einen Undercover Agenten, der herausfinden soll, was der russische Terrorist so treibt. Auch dort ist man der strahlende Held, der diese Taten auf sich nimmt, um seinem Lland zu dienen.


    Einen Undercover-agenten, der Unschuldige niedermäht, obwohl es seine Aufgabe wäre, sie zu retten. Ja, das ist eine tolle Heldenfigur :)



    Lesen kann ich btw schon... Allerdings bin ich leider viel zu beschränkt, um deine höhere Intelligenz erfassen zu können und muss mich deinen knallharten Argumentationen geschlagen geben...


    Auch wenn es sarkastisch von dir gemeint ist, hast du damit nicht Unrecht. Aber dafür müsste ich erstmal richtig zu argumentieren anfangen, mh?



    Freundlichkeit ist btw auch nicht moralisch verwerflich... Oder bezeichnest du alle Leute in deiner Umgebung als Idioten? Tut mir leid! Brauchst du Hilfe?


    Nur die, die es zweifelsfrei bewiesen haben.

  • Wie einfach mal alle ausrasten. ;D


    Gut finde ich ja mal, das Pfandflasche die Instinkte angesprochen habe. Früher war es so, dass man um sein Überleben kämpfen musste, das wird dann halt heute durch Videospiele ersetzt bzw das ist der Grund, wieso man überhaupt Spaß an solchen Spielen hat. Beunruhigend wird das für mich eigentlich auch erst, wenn die beiden Welten sich vermischen.
    Fraglich finde ich aber, ob man überhaupt die Moral des echten Lebens auf Videospiele übertragen kann. Ich wüsste zB nicht mal, ob ich jemanden aus Notwehr töten könnte, ob das mit meiner Moral für mich machbar wäre. Im Spiel habe ich da aber kein Problem mit.


    Btw, bei GTA wird man wohl für das Töten von Zivilisten belohnt, die droppen Unmengen an Geld. ;)

  • Einen Undercover-agenten, der Unschuldige niedermäht, obwohl es seine Aufgabe wäre, sie zu retten. Ja, das ist eine tolle Heldenfigur :)


    Bling Bling: Man muss niemanden umbringen! Nur in der amerikanischen Mission ist es möglich auf die Zivilisten zu schießen... In der Deutschen gilt die Mission umgehend als gescheitert. Man ist also nur ein ZEUGE, der aufgrund der Informationsgewinnung nicht eingreifen darf. UND da nun mal jeder gescheite Mensch, der das spielt nicht denkt: OH mein Gott ist das schrecklich, sondern eher... Guck mal da sterben Polygonemännlein... WTf warum kann ich nur so langsam gehen... Oh guck mal da ist ein burger King... finde ich die Mission nicht moralisch verwerflich, sondern nur außerordentlich billig. Letzten Endes stirbt der Held in der Mission sogar, weil er nicht eingegriffen hat... Es werden einem die Konsequenzen des falschen Handelns also vor Augen geführt.


    Das ist nunmal CoD.... Da gehts um den BUMM-effekt... Nicht um moralische Tatsachen... Darum verstehe ich auch nicht, warum es moralisch verwerflich sein soll,dass man durch einen nicht realen Flughafen wandert und sich umsieht, während Polygone sterben... Man kann doch wohl sehen, dass dies der Unterhaltung und Effekthascherei dienen soll.


    Ich wiederhole mich aber... Drum schweige ich nun... Möget ihr in Frieden weiter Diskutieren.

  • Bling Bling: Man muss niemanden umbringen! Nur in der amerikanischen Mission ist es möglich auf die Zivilisten zu schießen... In der Deutschen gilt die Mission umgehend [...]

    Weil es ja auch so sinnvoll ist, statt der originalen Version einfach die geschnittene zu bewerten, nur damit man sich in seiner Argumentation sicherer fühlt.



    Glaubt mir, ich bin kein Feind von Ego-Shootern und Brutalität in Spielen, aber die meisten CoD-Vertreter hier im Fred argumentieren hier einfach nur Dreck, weil sie sich als arme Gamer ja so benachteiligt und dauernd diskriminiert fühlen.
    Dann antwortet ihr dauernd, dass auch andere Spiele wie God of War etc. brutal sind, weshalb mittlerweile sogar der Titel angepasst wurde, damit auch ihr das Thema versteht,
    was aber anscheinend immernoch nicht der Fall ist.
    Es geht hier
    1. nicht darum, sämtliche Ego-Shooter zu verdammen
    2. nicht darum, Brutalität in Spielen als schlecht zu bezeichnen
    sondern es geht einfach darum, zu diskutieren, inwiefern in Games der moralische Aspekt berücksichtigt wird und das ganz speziell am Beispiel der Airport-Mission, da die halt wirklich das Paradebeispiel dafür ist, dass in den letzten Jahren so mancher Entwickler entdeckt hat, dass unsere geistig total abgestumpfte Gesellschaft sowas einfach total geil findet und dabei nicht berücksichtigt, dass sowas halt dem Image der ganzen Branche schadet.


    So, da dies nun hoffentlich geklärt is mal meine Meinung zum Thema.
    Ich hab, wie ich schon vorhin erwähnt hab nix gegen Brutalität in Games, ich find auch Games wie beispielsweise Bulletstorm gut (also sagt nicht, ich hätte nie nen Ego-Shooter gespielt) aber halt einfach Unschuldige in sonem Setting, wie beispielsweise der Airportmission bei ner Inszenierungm die einem vermittelt, wie geil's doch is die Leute da abzuschlachten und wie erhaben man sich da fühlt, find ich schon extrem grenzwertig. Dabei behaupte ich jedoch nicht, dass die Leute, die sowas spielen keine Menschen mehr sind (wie könnte ich auch, bei ner Gesellschaft, die wirklich jeden Scheiß annimmt, solangs z.B. Call of Duty heißt), sondern finde vielmehr, dass die Leute, die sonen Scheiß entwickeln und veröffentlichen boykottiert werden sollten, meine Meinung.

  • Gespielt habe ich es noch nie aber die Szene kenne ich mehr als gut, ich kenn da einen der redet praktisch fast nur über das Zeug... Ich spiele selber solche Spiele Bsp. Resi oder Modern Combat allerdings kann ich soweit von Realität und Fiktion unterscheiden. Gewalt würde nicht in meinen Charakter passen da ich ein sehr friedvoller mensch bin. Trotzdem machen diese Spiele (begrenz) Spaß
    Lg

  • Da das Thema des Threads Der moralische Aspekt von Videospielen heißt und es hier sowieso ziemlich still geworden ist erlaube ich es mir einfach mal den Thread zu entstauben und mich von den Ego-Shooter Thematik zu distanzieren.


    Ich selber habe vor 1-2 Wochen eine Mission in einem Spiel gespielt, wo ich von dem NPC den Auftrag bekommen habe, ein Monsternest zu ,,säubern'', da diese sich eventuell, als eine Bedrohung der Stadt entwickeln könnten. Als ich dieses Nest gefunden haben waren dort nur Jungtiere gewesen, die ich natürlich getötet habe. Anschließend kam noch die Mutter der Jungen, die ich dann auch töten musste. Nachdem ich diese Mission erledigt hatte und meinem Auftraggeber davon berichtet hatte, bezeichnete er mich als kaltblütig (es war nicht direkt kaltblütig, aber ihr wisst sicherlich worauf ich hinaus möchte). Ich hatte mich schon während der Mission ein schlechtes Gewissen gehabt und das der mich danach noch so nannte machte die Sache jedenfalls nicht besser...


    Als mein Bruder dieselbe Mission gespielt hatte, bemerkte ich etwas, was die Sache für mich unangenehmer machte und zwar das ich mich bei den Anforderungen der Mission verlesen hatte. Das Spiel hatte von mir verlangt entweder die Monster im Nest zu besiegen oder zu meinen Auftraggeber zu gehen und die Mission nicht zu machen.


    Das ich selber daran Schuld bin weiß ich natürlich, da es halt ein Irrtum meinerseits war. Trotzdem bereue ich diese Entscheidung, da ich auf jedenfall dafür entschieden hätte, die kleinen Monster am leben zu lassen. Schon deshalb, da ich durch meinem Bruder weiß, dass diese für die Stadt keine Bedrohung werden. Jedenfalls fürs erste, obwohl die Wahrscheinlichkeit eher gering ist.


    Normalerweise kann ich mich von sowas relativ gut distanzieren, aber dieses mal fällt es mir schwerer, da ichbeim lesen der Mission ein Flüchtigkeitsfehler (typisch ich halt...) gemacht habe und damit ein Fehler begangen habe, den ich eigentlich nicht gemacht hätte.


    Es ist so gesehen auch nicht ein Fehler.
    Ich habe ja einen Auftrag ausgeführt, der jedoch gegen meine ,,Prinzipien'' verstößt, nachdem ich von der ganzen Mission Bescheid wusste.
    Mir geht es jetzt nicht um meinen Fehler, den ich begangen habe, sondern um die gesamte Situation der Mission.


    1.Habt ihr auch schon solche Situationen in Videospielen erlebt, wo ihr zwischen Leben und Tod von irgendein Lebewesen entscheiden konntet?


    2.Da die Mission diese Thematik auch aufzeigt: Was ist nach eurer Meinung wichtiger? Die Pflicht euren Auftrag zu erledigen, etwas was nicht bedrohlich zu sein schein am Leben zu lassen oder ist es für euch situationsabhängig (das setzt natürlich die nötige Entscheidungsfreiheit vorraus) ?


    3.Habt ihr, falls ihr solche Situationen in Videospielen erlebt habt, eure Entscheidungen im Nachinein bereut?

  • So eine Situation, wie du sie beschrieben hast, kommt mir bekannt vor. Allerdings richte ich mich bei der Lösung des Auftrags meist danach, wie ich in das Spiel eingetaucht bin und das kommt immer ganz auf die Motivation und die Ausgangssituation an. Normalerweise tendiere ich dazu, unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, wenn es denn möglich ist und eher diplomatisch zu agieren. Just in diesem Moment fällt mir wieder Dragon Age 2 ein, in dem es gar nicht möglich war zu verhandeln, weil die Antwort des Gegenübers immer auf "Stirb" hinauslief. :D


    Auf jeden Fall neige ich dazu, Entscheidungen nicht zu bereuen, da sie ohnehin fiktional sind und im Endeffekt nur auf das Ergebnis und das Erledigen der Quest hinauslaufen. Klingt jetzt zwar ziemlich kaltherzig, aber in der Regel sind diese Sidequests nicht wirklich gut ausgearbeitet, sondern laufen auf "Suche dieses" und "Töte jenes" hinaus. Copy & Paste, you have a game. Ich habe es ganz selten, dass mich eine Sidequest wirklich so mitnimmt, dass mir eine (mögliche) Entscheidung schwer fällt oder dass ich mir um den Charakter Gedanken mache. Auch da gehe ich meist immer konform mit meinen Entscheidungen und lebe für das restliche Abenteuer mit dem Ergebnis, da das nun einmal diesen Charakter und diesen Spieldurchgang ausmacht. Und ganz allgemein ist es sowieso interessanter, auch andere Aspekte des Spiels kennenzulernen und dafür sind Entscheidungen ebenfalls da (habe ich hier auch etwas ausführlicher beschrieben).


    Um es also kurz zu machen: Das Erledigen einer Quest hängt bei mir von der persönlichen Motivation und auch dem bisherigen Spielstil ab. Da möchte ich eine einheitliche Vorgehensweise natürlich beibehalten und daher ist das immer unterschiedlich.

  • Da geht es mir ähnlich. Wenn mir die Spiele die Wahl lassen, versuche ich stets diplomatisch und aufgeschlossen statt agressiv aufzutreten. Meistens entwickele ich für meinen Charakter dann aber auch 1-2 Macken, ansonsten ist ja langweilig (meine Daelish-Elfe aus DAI ist bspw. sehr stolz auf ihre Herkunft und wird pampig, wenn Elfen beleidigt werden, "mein" Geralt von Riva aus dem Hexer 3 tritt gegenüber vorlauten Bauerntölpel durchaus auch mal respektlos statt deeskalierend auf).


    Wirklich bereut habe ich meine Entscheidungen in Videospielen auch noch nie, auch wenn ich teilweise schon "Suizide" bei den NPCs verursacht habe. Ich sehe es eher als interessante Studie, wie sich mein Verhalten auswirkt. Dass manchmal diplomatisches Vorgehen exakt die falsche Wahl ist und ich nur die Auswahl zwischen zwei Todesopfern habe. Wobei ich hier nicht ausschließen will, dass ich nicht auch mal ein "Douchebag"-Spiel anfangen würde, um mich mal spaßeshalber maximal unbeliebt zu machen. (Wer keinen Bock/keine Zeit hat, das selbst auszuprobieren: The Mary Sue macht das als Serie und beschreibt ein paar Auswirkungen, hier beispielsweise für DAI)


    Bei "Töte sie alle"-Spielen macht das natürlich wenig Sinn. Es ist bei Spielen wie Assassin's Creed aber durchaus eine Herausforderung, möglichst wenig zu töten. Einfach alle Wachmänner nacheinander abmurksen, um hinterher ungestört das Ziel eliminieren zu können, ist zwar angenehm, aber auf dauer langweilig.


    ich finde, man darf die Ethik in Videospielen auf der einen Seite nicht überbewerten, weil die Konsequenzenlosigkeit des Spiels in der realen Welt ja gerade den Reiz ausmacht, auch einmal über die Strenge zu schlagen. Es macht mich ja nicht zu einem schlechteren Menschen, nur weil ich in Velen massig Pixel-Soldaten abschlachte, die eigentlich nichts getan haben. Auf der anderen Seite sollte man seine eigenen Spielentscheidungen von Zeit zu Zeit aber durchaus reflektieren und nachdenken, warum man dies oder jenes getan hat und wie man sich in der realen Welt verhalten hätte - wo es keinen Zwischenspeicherpunkt gibt, zu dem man zurückspringen kann.

    Sie finden mich für gewöhnlich zwischen zwei Buchdeckeln, so ca. Seite 213 bis 345. Es ist der gemütlichste Platz für einen Bücherwurm, wo die Geschichte noch nicht vorbei ist und sich die Hauptpersonen schon anfühlen wie alte Bekannte.

  • Ich muss sagen, dass ich die meisten Spiele, die mir eine Möglichkeit bieten die Geschehnisse und Entscheidungen zur Entwicklung des Protagonisten und seine Beziehung zu anderen gegenüber aufzubauen, sehr begrüße und daran oftmals viel Spaß finde. Generell belasse ich es bei friedlichen Auseinandersetzungen, töte wenn möglich nur im Notfall und halte mich an meine Recken und ziehe deren Unterstützung vor, anstatt von ihnen nicht gemocht zu werden oder gar als Verräter zu enden. Dies bezieht sich aber nur auf KI-Verbündete, denen man genug Persönlichkeit gegeben hat, damit diese mit dem Spieler interagieren können.


    Doch ich liebe es auch mal den Outlaw zu spielen und böse zu sein. Hat nach dem ganzen Liebsein durchaus seinen Reiz. So töte ich Leute, obwohl es nicht nötig wäre, verscherze es mir mit Kameraden und lege mich mit dem Gesetz persönlich an. Bietet ein Spiel beide Varianten aus, spiele ich erst die gute, dann die schlechte Seite durch, um den Kontrast dazwischen zu sehen.


    Ansonsten gibt es nur den neutralen Weg, wo keine Entscheidungen möglich sind und wo jeder Weg zwischen Prota und Gefährten (wenn vorhanden) vorgegeben ist. Aber auch dort kann man durchaus Herausforderungen finden und diese für sich umsetzen. Statt zu töten eben nur schleichen und anstatt hirnloses Draufschlagen einfach mal Taktieren. Die Möglichkeiten stehen normalerweise immer zur Verfügung, es sei denn die Mission und deren Schwerpunkt sind fest vorgegeben. Auch sind solche Herausforderung teils als separate Erfolge gelistet, wodurch man mehr Erfahrung, mehr Geld oder Sonstiges erhält, wenn man sie denn meistert.


    Was die Gewaltstufe vieler Spiele angeht, so sind manche wirklich an der Grenze des guten Geschmacks und teils heftig detailiert. Man sollte aber bedenken, dass Filme und andere Medien da nicht anders sind und man den Gewaltstatus nicht zu hoch schrauben sollte. Manche Spielszenen mögen an der Ethikmoral nagen, aber man sollte auch bedenken, dass es durch jedem Menschen anders interpretiert wird.
    Ich habe eigentlich ein ziemlich hohes Limit, weshalb ich mich von den meisten spielinternen Inhalten nicht abschrecken lassen. Ich genieße es und habe eben im Hinterkopf, dass es nur ein Spiel ist.


    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


    [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]

    Nur noch sporadisch im BisaBoard.

  • Generell belasse ich es bei friedlichen Auseinandersetzungen, töte wenn möglich nur im Notfall und halte mich an meine Recken und ziehe deren Unterstützung vor, anstatt von ihnen nicht gemocht zu werden oder gar als Verräter zu enden.

    Spielst du auf Spiele wie Walking Dead an oder wie soll ich das verstehen? Dort handle ich persönlich so dass ich das Beste für mich und die mir sympatischen Charaktere tue (also ich habe immer das getan, was gut für mich, Clem und Kenny war). Auch bei anderen Storyspielen ist es so, ich denke da zum Beispiel an Life is Strange. Dort dasselbe Prinzip, auch wenn es nicht so gewaltlastig ist.
    Ich bin der Meinung, dass man in einem Videospiel so handeln darf wie man will. Ausserdem finde ich solche Diskussionen über die Gewalt darin viel zu überspitzt. Vor etwa einem Jahr habe ich zum Beispiel einen Horrorfilm geschaut, in dem man sieht, wie einer der Hauptcharaktere seine Hand in den Mixer tut und sich umbringt - das mehr oder weniger detailliert. Dann finde ich jetzt das töten einer virtuellen Person, zu der man keine Bindung hat (CoD Statisten z.B.) weniger extrem. Da das aber beliebter als ein Horrorfilm bei den Kiddies ist, wird es aber zum Problem und die Videospiele sind die Bösen.


    Man sollte aber bedenken, dass Filme und andere Medien da nicht anders sind

    Darauf wollte ich hinaus.


    Zur Terroristen-Szene in CoD: Die wollte doch vermutlich einfach nur Aufmerksamkeit und schocken (hab keine Ahnung von der Story, spiele kaum Shooter). So sollte man es auch sehen und sich nicht darin versteifen. Am Ende sind es ja doch Pixel - dass es psychisch kranke Menschen gibt, die das als Realität ansehen und zu dieser machen wollen, kann man nicht verhindern.
    Hierbei handelt es sich auch grösstenteils um meine Perspektive. Ich weiss (habe schliesslich mal ne Arbeit in der Uni drüber geschrieben :P ) dass Videospiele tatsächlich mehr zu einer Sucht führen können als andere Medien, jedoch gilt das nicht zwingend für den Realitätsverlust. Letzten Endes kann man leider echt nichts darüber sagen, da jeder Mensch anders darauf reagiert.


    (Und falls das nicht rübergekommen ist... die Terroristen-Szene ist moralisch verwerflich, hat aber meiner Meinung nach nach zu viel Aufmerksamkeit geschrien.)

  • Spielst du auf Spiele wie Walking Dead an oder wie soll ich das verstehen?

    Nicht nur, denn es gibt viele Spiele, bei denen du mit deinen Entscheidungen die Sympathien deiner Kameraden begünstigst oder riskierst. Die Telltale-Reihe "The Walking Dead" gehört natürlich dazu. Aber auch "A Wolf Among Us", "Mass Effekt", "Fable" und so weiter. Alternativ gehen auch Spiele wie "Red Dead Redemption", bei welchem man auch gerne mal ein Outlaw sein kann.
    Storytechnisch ändert sich ja kaum was, aber die Bindung zu den Charakteren, die du magst und vielleicht mit deinen Handlungen entweder zum positiven führst oder gar zum Absturz bringst, ist von essentieller Bedeutung. Ich spiele gerne beides, wobei mir die schlechte Variante oftmals schwer fällt, weil ich meine Charas zu neunzig Prozent einfach mag. Es gibt auch Ausnahmen, aber dann kann ich trotzdem nicht behaupten, diesen Chara zu hassen.

    Dann finde ich jetzt das töten einer virtuellen Person, zu der man keine Bindung hat (CoD Statisten z.B.) weniger extrem.

    Ja, dem kann ich zustimmen. Vor allem NPCs, zu denen man ohnehin keinerlei Bindung aufbaut, sind eher belanglos und wenn sie sterben, so habe ich deswegen kein schlechtes Gewissen. Letzteres greift meist dann, wenn diese Person an meiner Moralkeule nagt, doch dies kommt eher selten vor. Gerade in Spielen, in denen man ein wenig von der Hintergrundgeschichte dieser Personen erfährt, machen es einem dann manchmal schwer. Da bin ich dann auch froh, wenn es alternative Wege gibt, um eine Tötung zu vermeiden. So kann man in "Dishonored" seine Zielpersonen entweder töten, "verschwinden lassen" oder auf sonstige Art loswerden. Ist ganz nett, vor allem, weil sich jede Tötung auf die Spielwelt ausübt.

    Zur Terroristen-Szene in CoD: Die wollte doch vermutlich einfach nur Aufmerksamkeit und schocken (hab keine Ahnung von der Story, spiele kaum Shooter). So sollte man es auch sehen und sich nicht darin versteifen. Am Ende sind es ja doch Pixel - dass es psychisch kranke Menschen gibt, die das als Realität ansehen und zu dieser machen wollen, kann man nicht verhindern.

    Moralisch fragwürdig, aber niemand zwingt einem, in dieser Szene zu schießen. Alternativ kann man es auch lassen, dann erledigen die Kameraden alles andere.

    Hierbei handelt es sich auch grösstenteils um meine Perspektive. Ich weiss (habe schliesslich mal ne Arbeit in der Uni drüber geschrieben ) dass Videospiele tatsächlich mehr zu einer Sucht führen können als andere Medien, jedoch gilt das nicht zwingend für den Realitätsverlust.

    Spätestens mit der Einführung von Oculus-Rift, HTC Vive und Co. ist das Spielen auf eine andere Ebene gerückt. Spiele werden lebensnaher wahrgenommen, was sich auf die Psyche auswirkt. man fühlt sich im Spiel fest integriert, verliert einen Teil des Bezugs zur Realität. Gerade bei Horror-Games kann sich diese nahe Erfahrung auf die Gesundheit auswirken, weil man so gebannt ist, dass man alles andere um sich herum vergisst. Ich warte auf die ersten Herzinfarkte.

    (Und falls das nicht rübergekommen ist... die Terroristen-Szene ist moralisch verwerflich, hat aber meiner Meinung nach nach zu viel Aufmerksamkeit geschrien.)

    Dies kann ich so unterschreiben.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


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  • 1.Habt ihr auch schon solche Situationen in Videospielen erlebt, wo
    ihr zwischen Leben und Tod von irgendein Lebewesen entscheiden konntet?



    Zwischen Leben und Tod bestimmt, aber dazu fallen mir jetzt nicht direkt Beispiele ein. Etwas, was mir noch klar in Erinnerung blieb war eine Entscheidung bei Skyrim, die jeder relativ am Anfang treffen konnte. Kaiserreich oder Sturmmäntel. Meine Wahl? Keine. Beide hatten wirklich faulige Leichen im Keller (im wahrsten Sinne des Wortes), da konnte mein Gewissen wirklich keine Wahl treffen.
    Dann gibt es da noch die Telltale Spiele, da habe ich mich ab und zu öfter schwer getan - wobei viele der Entscheidungen oftmals am Ende doch gar keinen Impact aufs Spiel hatten, weil besagte Charaktere, die man rettete, am Ende doch wo anders starben.


    2.Da die Mission diese Thematik auch aufzeigt: Was ist nach eurer
    Meinung wichtiger? Die Pflicht euren Auftrag zu erledigen, etwas was
    nicht bedrohlich zu sein schein am Leben zu lassen oder ist es für euch situationsabhängig (das setzt natürlich die nötige Entscheidungsfreiheit vorraus) ?


    Die Antwort drauf fällt mir leicht: Es soll nicht gegen meine Prinzipien verstoßen. Ich lege mir schon, die Entscheidungen immer so zurecht, dass am wenigsten Schaden entsteht. Sollte ich jedoch eine falsche Entscheidung treffen, denke ich mir oft nur kurz "Oh Mist" und spiele ganz normal weiter - so einen starken Einfluss hat das Ganze dann doch nicht auf mich. Es ist am Ende ja nur ein Spiel, das am Ende des Tages auch wieder ausgemacht wird.

  • Dann gibt es da noch die Telltale Spiele, da habe ich mich ab und zu öfter schwer getan - wobei viele der Entscheidungen oftmals am Ende doch gar keinen Impact aufs Spiel hatten, weil besagte Charaktere, die man rettete, am Ende doch wo anders starben.

    Allerdings hast du da durchaus die Möglichkeit den anderen Charakteren das zukünftige Leben schwer zu machen. In "The Wolf Among Us" kannst du einem Chara bei einem Gefecht entweder an Armausreißen oder es dabei bewenden und ihn in Ruhe lassen. Bei einer anderen Situation kannst du einen Baum niederbrennen, der für die Besitzerin ihr Ein und Alles ist und ihre Existenz bedeutet. Du kannst es aber auch lassen. Diese Dinge steuern die Persönlichkeit der NPCs und sorgen dafür, dass diese dann entweder voller Zorn, Angst oder gar hilfreich und gutgesinnt.
    Dies macht Entscheidungen leichter, denn der Tod der Charas ist sowieso vorgegeben, man kann sich also ganz auf das Geschehen konzentrieren, welches aber trotz allem an der moralischen Keule nagt. Es ist schwer, wenn man zuerst den guten und dann den schlechten Weg nimmt, vor allem, wenn man die Charaktere liebgewonnen hat.

    "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
    das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
    anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


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  • Dies macht Entscheidungen leichter, denn der Tod der Charas ist sowieso vorgegeben

    Das mag womöglich stimmen, allerdings reißt einen diese Erkenntnis bei einem Adventure mit eigenen Entscheidungen, wie Telltale sie ja mittlerweile prominent entwickelt, völlig aus der Spielerfahrung. Besonders dann, wenn man recht früh im Spiel erkennt, dass der Charakter sowieso nicht überlebt hätte, egal wie man sich entschieden hat und das kommt gar nicht mal so selten vor. Normalerweise nimmt man als Spieler bei Entscheidungen an, dass entweder A oder B eintrifft und nicht das Spiel gezielt auf einen der beiden Lösungswege hinarbeitet und so das Ergebnis unausweichlich wird. Ich persönlich reagiere zwar nach wie vor noch mit meiner eigenen Empfindung, aber im Hinterkopf bleibt eben der Gedanke, dass ein bestimmter Charakter jederzeit das Zeitliche segnen kann. Und da geht für mich die Atmosphäre verloren, weil das kein richtiger Plottwist ist, sondern einfach die Konsequenz, die dir das Spiel vorschreiben möchte. Ganz egal, was du getan hast.