Bildungssysteme - und was man alles verbessern könnte...?

Die Insel der Rüstung erwartet euch!


Alle Informationen zum ersten Teil des Erweiterungspasses "Die Insel der Rüstung" findet ihr bei uns auf Bisafans:

Zu den Rüstungsinsel-Infoseiten | Pokédex | Routendex
  • Ich wage es sogar zu behaupten, dass mehr Wissen einige Schüler mehr zur freiwilligen Bewegung anregen würde. Schließlich ist das größte Problem von Schülern schon immer die Frage "Wozu brauch ich das später?" gewesen :D Unabhängig vom Fach. Sport hat hier total viel Potential ein Fach zu sein, wo Schüler sofort merken wofür sie es brauchen.


    Klar hast du recht mit dem was du hier sagst und ich würde dir da auch voll und ganz zustimmen, die Frage die sich mir dabei aber stellt: Wieviele Schüler erreicht man damit effektiv und lohnt es sich dabei, bei diesem "Gewinn", dann sowieso schon sportmuffelige Schüler eventuell zu verlieren, wenn Sport dann plötzlich auch noch zum Lernfach wird?


    Wenn ich da an unser System in der Oberstufe bezüglich Theorie und Praxis denke, puh... (Bayern übrigens)
    Die, die das Additum hatten, heißt, sie haben Abitur in Sport macen wollen, hatten zu den 2 Wochenstunden Praxis nochmal extra 2 Stunden Theorie. Von dem was ich da so gesehen habe, hatte das aber nicht viel damit zu tun, in Bewegung einen Nutzen zu sehen (Was Leute mit Sportabitur sowieso schon sehen, weil nicht selten alle eh im Sportverein o.ä. sind), sondern viel mehr mit Bio und Wissenund Fachbegriffe pauken, was man hinterher sowieso wieder vergisst. Die Theorie für die, die kein Abitur da gemacht haben, also auch keine 2 extra Wochenstunden Theorie hatten, gab es je nach Lehrer einen Theorietest. Das sah dann so aus, dass jeder Lehrer seinen Schülern 2 Wochen vorher ein etwa 20 Seiten Skript geschickt hat, wovon man zu 90% vom Inhalt zum ersten Mal liest. Joa, genau das gleiche wie mit Theoriestunden, ist größtenteilst Wissen dass man in der Praxis nicht brauchen oder Anwenden kann.
    Grad für sportmuffelige Schüler denk ich mir einfach, wenn sie so an der sportlichen Bewegung keinen Spaß haben, ob die Theorie dass dann ändert? Ich meine, wer sowieso schon keine Lust auf Sportunterricht hat, den wird es vermutlich herzlich wenig interessieren, dass z.B. Aufwärmen aus dem und dem Grund wichtig ist. Sind jetzt natürlich nur Vermutungen.

  • Oder man lässt es gleich bleiben und entwickelt ein Unterrichtsprogramm, das Theorie und Praxis nah miteinander agieren lässt, um so die Theorie im Kopf der Schüler zu behalten.

    Deswegen ja dieser Zusatz.


    Außerdem denke ich, dass es nicht sinnvoll ist das System der Kollegstufe als Vergleichsbasis heranzuziehen. Ich kenne das was du schilderst, da ich auch in Bayern Abitur gemacht habe und das ist, wie du schon sagst, nicht unbedingt ideal. Geschweige den motivierend. Deswegen bin ich definitiv für ein pädagogisch sinnvolles System, das nicht einmal schriftliche Noten beinhalten muss. Es kommt halt auf das primäre Ziel an und ob der Lehrer weiterhin genug Möglichkeiten hat ausreichend Zensuren zu sammeln. Aber selbst wenn es Theorie und Lernstoff gäbe, glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass es so viele Schüler vergraulen würde, wie das aktuelle System. Klar, wenn man plötzlich einem Leistungsdruck wie in der Kollegstufe ausgesetzt ist, dann kann man wohl drauf verzichten. Aber das sollte ja nicht das Ziel sein, sondern eine ausgewogene Mischung in der die Theorie nur unterstützend eingesetzt werden soll (dahingehend müsste man natürlich auch die sportlichen Betätigungen wechseln. Dauernd nur Volleyball spielen, ist wohl auch nicht zielführend). Zuhören fällt den meisten Schülern nicht schwer, wenn sie wissen, dass sie in 5 Minuten sich bewegen dürfen. Sportunterricht wäre in dem Sinne auch leicht experimentell angehaucht, weil man das, was man gehört hat, an seinem eigenen Körper "erforschen" kann. Ich weiß z. B. noch, wie spannend wir es in der 6. fanden, unseren Puls nach jeder Runde Laufen zu messen, als es uns unser Sportlehrer beibrachte. Sportunterricht soll sich nach meinen Vorstellungen also nicht zu einem typischen Frontalunterricht-Lernfach entwickeln, sondern pädagogische Konzepte nutzen, die Theorie gut einbinden. Also solche Konzepte, die im Normalfall sich für den normalen Unterricht nicht eignen, weil man sonst nicht den Stoff aus dem Lehrplan in einem Jahr durchkriegt (weswegen man sowas dann nur manchmal oder gar nicht im Unterricht als Lehrer anwendet).

  • Na, den Leistungsdruck würd ich da sowieso mal ausklammern, ich wollte damit eigentlich bloß sagen, dass ich mir persönlich die Einbindung von Theorie in den Sportunterricht einfach schwierig vorstelle.
    Ich meine, es ist ja momentan nicht so, als fände im regulären Sportunterricht gar keine Theorie statt. Im Normalfall erklärt jeder Sportlehrer wie due Aufwärmübungen funktionieren, viele machen sie dann auch direkt vor. Bei den Sportarten gibt es dann Technik und Regelerklärungen, was dann später meist auch benotet wird, bzw habe ich das nie anders kennengelernt oder gehört, dass man in den 4-5 Wochen die man jetzt z.B. Basketball spielt, die erste Doppelstunde so ein paar kleinere Übungen mit dem Ball macht um ein Gefühl dafür zu bekommen, fängt dann mit Technik an, lernt verschiedene kennen & übt diese dann, weiter dann mit den Spielregeln, in Gruppen einige Spiele und dann Notenabhnahme. Und dann war's das mit Sportart X und geht mit Y weiter.


    Und wo könnte man da dann die Sachen, die du aufgezählt hattest, die du wichtig fändest, sinnvoll einbinden? Bzw. wie könnte man das anders machen?
    Das ist halt so dass, was mir den ganzen Thread hier schon fehlt ^^ Ich hab jetzt auch keinen konkreten Vorschlag diesbezüglich, weil ich es eben schwierig finde, es anders als jetzt zu machen. Man hat da eben nur einen gewissen Zeitrahmen um gewisse Dinge zu schaffen, womit Schüler, die da nicht so schnell lernen, eben auf der Strecke bleiben, etwa die Technik einfach nicht gebacken kriegen, sicher auch wegen fehlender Hilfestellung des Lehrers. Womit dann dieses "Der Schüler soll aus dem Sportunterricht viel mitnehmen können" eben auch nicht mehr gegeben ist.
    Sicher wäre es eine Idee, wie es hier genannt wurde, die Sportkurse anders aufzuteilen, ja, aber wie soll das in der Praxis aussehen? Zu große Klassen waren schon immer ein Problem und grad beim Sport, wo jeder SChüler mehr Platz braucht als Tisch und Stuhl, löst sich das räumliche Problem durch trennen auch nicht.


    Ich persönlich finde einfach, es gibt viele Fächer in denen man hier und da auch Sachen lernt, die für später wichtig sind. Wenn der Schüler aber einfach kein Interesse daran hat, dann ist das eben so. Klar kann man hier und da Sachen ändern, aber es wird dann trotzdem immer noch Schüler geben, die man einfach nicht erreicht. In anderen Fächern wird darüber nicht so viel diskutiert, wie wenn es um den Sportunterricht geht. Und irgendwer sagte es anfangs der Diskussion schon mal: Eigentlich ist Sport ein Fach wie jedes andere auch. Wer sein Wissen & Können vertiefen oder festigen will, der muss dass nach der Schule tun, Initiative ergreifen.

  • Hallo, ich gehe nun etwa 7 Jahre nicht mehr zur Schule. Dieser Bericht hier, stimmte ich mich nachdenklich.


    Für diejenigen unter euch, die guckfaul sind und eine schriftliche Erklärungen haben wollen.
    Es geht darum dass Eltern sich in die Arbeit der Lehrer einmischen, da sie nicht wollen, dass das Kind so schlecht in der Schule dasteht oder aber auch weil die Eltern nicht zufrieden mit der Beurteilungen des Lehrers sind. Anscheinend gibt es auch Eltern, die nicht wollen, dass ihr Kind sitzen bleibt, weil dann in ihren Augen das Kind gescheitert ist ….
    Meine kurze Erklärung ist nicht die beste, der Bericht bringt es besser rüber als ich es je kann!


    Mich würde interessieren ob das bei euch auch so krass ist.
    Mischen sich eure Eltern auch in die Arbeit der Lehrern ein?
    Wie findet ihr das oder wie denkt ihr darüber?


    Meine Meinung ist völlig klar.
    Zu meine Zeit war es nicht Standard den Lehrer vor Gericht zu zerren oder mit Anwalt zu drohen.
    Wenn die Schüler versagten, waren sie selbst schuld, das denk ich.
    Ich kenne kein Elternteil, dass mit der Arbeit des Lehrers nicht zufrieden war.
    Ich finde es völlig überzogen

  • Wie die nette Lehrerin da schon sagte, ist es absolut verständlich, dass sich Eltern so reinhängen wenn es um die Zukunft ihrer Kinder geht. Es entspricht doch der Wahrheit, dass man es heute viel schwerer hat, mit einem schlechten Abschluss erfolgreich zu sein und jede Mutter und jeder Vater wünscht sich für das eigene Kind eine halbwegs gesicherte Zukunft. Davon abgesehen gibt es ja wirklich genug Lehrer, die teilweise aus Sympathie benoten und sowas geht einfach nicht. Da finde ich es auch richtig, wenn man lieber einmal zu oft hinschaut, als wenn man sich sowas gefallen lässt oder gar nichts davon mitbekommt.

  • Einmal öfter hinschauen, um vllt. noch den ein oder anderen Punkt für die bessere Note rauszuholen. Gut. Normal. Nen Anwalt zu holen? Übertrieben und derbe behindert oô
    Wie am Ende gesagt wird, kann und darf schulischer Erfolg nicht mal teilweise von der sozialen Schicht abhängen :thumbdown:

  • Im Prinzip einmal einstampfen und neumachen.
    Kann ja nun auf eine Komplette Schulzeit zurückblicken und muss sagen, das einiges was da veranstaltet wurde an Bodenlose rechheit Grenzt.
    Schon alleine das "Sortieren" von Kindern ist für Freundschaften echt mies. Ein Kind will sich doch auch aussuchen können welche Schule es besuchen möchte. Dann der Fakt, das ein Abitur selbst innerhalb von Deutschland unterchiedliche Geltung erlangt. Warum bekommen es die Schulen nicht auf die Reihe sich mal zu einigen, was sie lehren wollen?
    Dann die stellenweise völlig unlogische verteilung auf die weiterführenden Schulen (Wobei nichtmal das einheitlich is, wenn ich mir so einige Bundesländer anschaue...). Klar wird meist gut entschieden, aber in meinem Falle wars so das ich auf die Bessere Schule geschickt wurde (obwohl meine Noten dem nicht entsprochen hat), weil die andere Schule mich nich wollte. Als einziger. Sowas sollte echt nich sein. Wozu gibts denn sonst diesen Zettel?
    Gut zurück zum eigentlichen Thema.
    Was mir ja gefallen hätte ist,das man an den Weiterführenden Schulen auch wirklich selber entscheiden kann, welche Fächer man belegen möchte, in was man Prüfungen machen möchte (natürlich mit gewissen Regeln) und soweiter und sofort. Warum sollten sich die Schüler nicht auf ihrem Interessensgebiet Bilden können?
    Dann natürlich der Leistungsdruck unter dem man steht und daas Problem, das die Klassen einfach viel zu groß sind, um den einzelnen auch als Individuum fördern zu können....
    Das geht bei 30 Schülern einfach nich.
    Man sollte wirklich kleinere Klassen mit besserer und vor allem menschlicherer Betreunung möglich machen.. zumindest nach meiner Ansicht.


  • Schon alleine das "Sortieren" von Kindern ist für Freundschaften echt mies. Ein Kind will sich doch auch aussuchen können welche Schule es besuchen möchte.
    [...]
    Dann die stellenweise völlig unlogische verteilung auf die weiterführenden Schulen (Wobei nichtmal das einheitlich is, wenn ich mir so einige Bundesländer anschaue...). Klar wird meist gut entschieden, aber in meinem Falle wars so das ich auf die Bessere Schule geschickt wurde (obwohl meine Noten dem nicht entsprochen hat), weil die andere Schule mich nich wollte. Als einziger. Sowas sollte echt nich sein. Wozu gibts denn sonst diesen Zettel?


    Kann ein Kind, bzw. dessen Eltern ja. Ein Kind, dass aber eben einfach schlecht lernt, hat auf einer Schule, auf der das aber Vorrausetzung ist, eben nichts verloren, genauso wenig wie eine komplett unkreative Person nie in einem kreativen Beruf arbeiten wird, geschweige denn "darf".
    Jede Schule hat nunmal ihre Kapazitäten und Entscheidungskriterien, da wird man es nie allen recht machen können.


    Dann der Fakt, das ein Abitur selbst innerhalb von Deutschland unterchiedliche Geltung erlangt. Warum bekommen es die Schulen nicht auf die Reihe sich mal zu einigen, was sie lehren wollen?


    Das hat nichts mit den Schulen zu tun, die "Gestaltung" diesbezüglich ist halt Sache der Länder und nicht der einzelnen Schulen. Aber am einheitlichen Abitur wird ja aktuell gearbeitet, wobei die Umsetzung da auch zu wünschen übrig lässt. Hab ich zumindest vom aktuellen Abijahrgang so mitbekommen, die haben am 29. September, nach vielleicht 3 Wochen Schule ihre erste Deutsch(?)Klausur geschrieben, wobei da noch anzumerken ist, dass die nicht in das 2-jährige 4 Klausuren Pensum mit reinzählt, sondern extra dazu kommt, weil die bundesweit geschrieben wird. Wieviel Sinn das bisher gemacht hat, ich zweifle ja dran.



    Was mir ja gefallen hätte ist,das man an den Weiterführenden Schulen auch wirklich selber entscheiden kann, welche Fächer man belegen möchte, in was man Prüfungen machen möchte (natürlich mit gewissen Regeln) und soweiter und sofort. Warum sollten sich die Schüler nicht auf ihrem Interessensgebiet Bilden können?


    Kann man doch?
    Ich weiß nicht ob das nur in Bayern so ist/war, aber es gibt je nach Schule und Schulart so um die 3 Zweigwahlen in der Schullaufbahn. Individuelle Fächerbelegung für jeden Schülern einzeln gibts dann in der Oberstufe, macht früher auch wenig Sinn, aus mehreren Gründen. Zum einen, hoffe ich, dass niemand ernsthaft glaubt, dass einem zehnjährigen nach der 4. Klasse ernsthaft bewusst ist, was es bedeutet, auf die Realschule, Gmnasium oder sonst was zu gehen, geschweige denn, dass ein zehnjähriger und selbst noch ein vierzehnjähriger schon weiß, was er nach der Schule für eine berufliche Laufbahn einschlagen will. Und selbst wenn, ist ja schön wenn es am Ende auch dabei bleibt, dann muss ihm dennoch eine gute Allgemeinbildung zugrunde gelegt werden, wovon man viele Themen einfach erst ab einem gewissen Alter behandeln kann. Z.B. der Holocaust, den hat man bei uns in der 9. Klasse behandelt und selbst da war einem Großteil die Ernsthaftigkeit des Themas nicht bewusst und wenn da aus der Klasse Kommentare kamen, ja, kann man sich wohl denken.
    Zumal es sicher auch nicht schadet, wenn man im Laufe seiner Schullaufbahn lernt, dass es im Leben einfach Dinge gibt, mit denen man sich auseinandersetzen muss, auch wenn gerade das vielleicht nicht immer will.


  • Kann ein Kind, bzw. dessen Eltern ja. Ein Kind, dass aber eben einfach schlecht lernt, hat auf einer Schule, auf der das aber Vorrausetzung ist, eben nichts verloren, genauso wenig wie eine komplett unkreative Person nie in einem kreativen Beruf arbeiten wird, geschweige denn "darf".
    Jede Schule hat nunmal ihre Kapazitäten und Entscheidungskriterien, da wird man es nie allen recht machen können.


    Ne, ob Eltern da mitreden dürfen hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Ich glaube in Bayern ist diese Empfehlung z.B bindend.
    Außerdem findet die Aufteiluing in Hauptschule, Realschule und Gymnasium nach der vierten Klasse mMn. viel zu früh statt.


    Und wenn man bestimmten Studien glauben schenkt, sind diese Empfehlungen oft ziemlich unfair.
    *klick*
    *klick*
    *klick*

  • Auf gar keinen Fall würde ich wollen, dass man die Einteilung in Gymnasium und Hauptschule aufhebt. Das Niveau leidet nur extrem darunter. Die einen Kinder fühlen sich total überfordert, die anderen werden unterfordert und unter ihrem Wert behandelt.
    Wenn ich teilweise höre, was Kinder in städtischen Hauptschulen lernen (abgesehen davon, dass manche Kinder in Hauptschulen... puh.) Eine gute Freundin von mir ging an eine Hauptschule am Land, da ist es was anderes, aber in einer Stadt sind da manche echt schlimm.
    Außerdem, wer von denen, die ins Gym gegangen sind, weiß nicht mehr, wie stolz er damals bei seiner "Einschulung" war, dass er auf ein Gymnasium gehen darf? Das ist an sich eine schöne Sache, die man dem Kind nicht vorenthalten muss, wenn es nicht sein muss. Man erhält ja kein Privileg, sondern hat sich in vielen Fällen den Eintritt selbst erarbeitet und ich denke, dass so etwas für viele 10jährige eine wichtige Stütze ihres Selbstvertrauens ist.
    Sicher gibt es genügende Fehleinschätzungen (und auch menschlich gesehen schwarze Schafe) und zwar solche, die ich damals lieber nicht in der Klasse gehabt hätte. Aber das ist an sich eine riesige Überforderung für das Kind, weshalb viele Eltern nach dem ersten Mal wiederholen eingesehen haben, dass es ihr Kind nicht schafft.


    Zitat von Manyu

    Dann der Fakt, das ein Abitur selbst innerhalb von Deutschland unterchiedliche Geltung erlangt. Warum bekommen es die Schulen nicht auf die Reihe sich mal zu einigen, was sie lehren wollen?


    Vll. unterschiedlich schwierig zu erreichen, aber die Matura gilt in allen EU-Ländern gleich. Isso.

  • Ne, ob Eltern da mitreden dürfen hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Ich glaube in Bayern ist diese Empfehlung z.B bindend.
    Außerdem findet die Aufteiluing in Hauptschule, Realschule und Gymnasium nach der vierten Klasse mMn. viel zu früh statt.


    Und wenn man bestimmten Studien glauben schenkt, sind diese Empfehlungen oft ziemlich unfair.


    Es ging ja auch um Schule und nicht Schulart - Welches Gymnasium/Realschue etc. das kind dann besucht, ist Entscheidung der Eltern bzw. des Kindes.
    In Bayern war das mal bindend, mittlerweile, wie ich mitbekommen habe, nicht mehr. Da gab es auch keine "Empfehlung", eine Empfehlung hat höchstens der Lehrer den Eltern gegenüber persönlich ausgesprochen, bindend war das Übertrittszeugnis, in dem die entsprechend relevanten Noten für den notwendigen Notendurchschnitt aufgeführt waren, was so ja erstmal nicht falsch ist.


    Auf Studien und Statistiken würd ich mich da (Zumal sich die Frage stellt, wie aktuell die von dir verlinkten noch sind, in den 5 Jahren ann sich was geändert haben? Ich weiß das nicht, drumm frag ich ^^) sowieso nicht verlassen. Mal als Beispiel "Kind mit Migrationshintergrund", wurde dort ja auch genannt.
    Wenn ich mich mal in die Situation als Lehrer versetze, bei uns war das zumindest so, man hatte auf in Klasse 1+2 und Klasse 3+4 den gleichen Lehrer, also ingesamt zwei, oder komplett von 1 bis 4. Wie auch immer, im Normalfall war bzw ist da der Kontakt zur Schule, grade in den letzten Grundschuljahren, von Seiten der Eltern relativ eng bzw. kennen die Lehrer die Schüler, die Eltern und deren Situation doch relativ gut.
    Hätte ich ein Kind mit Migrationshintergrund in der Klasse, dass generell mal eigentlich gute Leistungen erbringt und wo ich mir denken würde "Könnte schon auf's Gymnasium gehen, (wird sich wohl aber etwas anstrengen müssen)", wo ich aber weiß, dass die Eltern ein sehr niedriges Bildungsniveau haben, zu Hause wahrscheinlich nicht mal Deutsch sprechen (mit dem Kind), bzw. es bei den Eltern mit der Sprache schon sehr hapert und die sich vielleicht sogar im Laufe der Grundschulzeit nicht gerade viel für die Schule und allem drum und dran interessiert haben, dann könnte ich das Kind, da könnte es noch so gute Leistungen haben, nicht guten Gewissens auf's Gymnasium schicken bzw. diese Empfehlung den Eltern gegenüber aussprechen.
    Auch aus eigener ERfahrung und Erfahrungen im Umfeld weiß ich, was für ein kalter Sprung ins Wasser der Wechsel von der Grundschule auf's Gymnasium ist. In der Grundschule sind die guten Noten meist ohne großeses Zutun und Lernen zu Hause gekommen, auf dem Gymnasium muss man aber plötzlich völlig selbstständig lernen und da wird auch von den Elten eine gewisse Unterstützung für's Kind erwartet, denn kein 10-jähriger weiß von heute auf morgen wie und wieviel und überhaupt was er alles tun muss, damit die guten Noten wieder kommen. Das siebt sich dann im Laufe der Zeit immer mehr aus und endet nur mit Frustration und "Hätten wir mal besser..." für alle Seiten, grade für das Kind. Und ein Kind, wie in meinem beschriebene Beispiel, könnte ich da nicht guten Gewissens in diese Situation schicken, wenn ich irgendwo davon ausgehen kann, dass die Eltern da nicht so hinter stehen, wie sie vielleicht sollten.
    In der Statistik heißt es dann aber, dass Lehrer hier sozial und ethisch sortieren, vergessen wird aber, dass Lehrer ihre Entscheidung an mehr als nur Zahlen & Co. festmachen (können), Individualentscheidungen haben in solchen Statistiken einfach keinen Platz und verfälschen diese am Ende dann.


    Tue ich, bzw halt der Lehrer, einem solchen beispielhaften Kind damit dann Unrecht und empfehle eher Realschule, statt Gymnasium und es stellt sich im Laufe seiner Schullaufbahn dann heraus, dass es wirklih was auf dem Kasten hat und wirklich "Potenzial" zum Abitur hat, dann kann es mit seiner (sehr) guten mittleren Reife ja trotzdem Abitur machen.
    Nur weil ein Kind in der 5. Klasse nicht auf's Gymnasium geht, heißt das ja nicht automatisch, dass es deswegen nicht trotzdem die gleichen Chancen hat, wie das Kind auf dem Gymnasium.
    Noch ein Beispiel, dann hab ich lieber ein Kind auf die Realschule geschickt, dass einen tollen Realschulabschluss macht und danach eine Ausbildung in seinem Traumberuf, als eines auf's Gymnasium geschickt, dass am Ende mit einem Ach-und-Krach Abi dasteht und vielleicht die gleiche Ausbildung macht, wie mein Kind auf der Realschule. Der Unterschied: Kind 2 ist älter und hat in seiner Schullaufbahn vielleicht mit mehr Frustration & Co. zu kämpfen gehabt, als Kind 1.


    Gut, generell find ich 4. auf 5. Klasse auch zu früh, muss aber sagen, wann dann?
    Was aus einem Kind mal werden wird, ob es studieren will oder nicht, ob es das Abitur schaffen würde oder nicht, weiß man bei einem Großteil 5 Jahre später genauso wenig, wie aktuell in Klasse 4.

  • Hallo BB'ler!
    Erstmal: Toll, dass es diesen Thread gibt!
    In der Schule diskutieren wir auch oft über "unnötige Fächer", "Änderungen am Schulsystem" und ähnlichem.


    Zum erstmal zu den "Fächern der "Kunst""
    Dazu gehören für mich:
    Kunst
    Musik
    Sport


    Manche können eben nicht singen, manche nicht zeichnen und manche sind halt nicht so sportlich.
    diese Fächer sollen aber NICHT abgeschafft werden, sondern als "freie" Fächer wählbar sein. Also während einer zu Sport geht, geht der andere zu Musik und der andere wiederrum zu Kunst.
    So wird nicht nur die Zeit für die 3 Fächer optimiert, sondern es werfen auch Störenfriede aussortiert, die einfach dort hingehen, weil Sie müssen.



    Dann zum nächstem Fach...
    Dieses Fach ist wohl das am unnötigste und am hirnrissigste befundene Fach an meiner Schule (Bayern, Hardenberg-Gymnasium):
    RELIGION (Katholisch/Evangelisch/Ethik)


    Nichtnur ist fast NICHTS bewiesen, sondern man muss es auch Auswendig Lernen und als "wichtigen Schulstoff" kategorisieren.
    Außerdem wird es BENOTET und man kann wegen diesem Fach DURCHFALLEN!
    Das muss man sich so vorstellen:
    Lehrer: Als Alex, kannst Du mir bitte erklären, wie die Menschen erschaffen wurden?
    Alex: Also. Sie entstanden mittels der Evolution, die-
    Lehrer: HALT STOP! Was laberst Du da für eine Scheisse?! sie wurden con einem übermächtigen Wesen erschaffen, das uns aber auch all das Schlecht in die Welt gebracht hat, dass man aber als Geschenk nehmen soll!
    (True Story...)


    Wieso es nicht abgeschafft wird?
    ES IST IN DEN VERDAMMTEN GRUNDGESETZEN VERANKERT!
    Diese sollte man mal überarbeiten! Sie stammen aus einer Zeit, in wrlcher man noch fest an Gott geglaubt hat.


    Desweiteren:
    Ich habe nix gegen Gott oder Glaube, aber Kirche hat für mich nix danjt zu tun. Ist es Gottes Wille, dass kleine Kinder von pedophilen Pfarrern vergewaltigt werden?
    Ein weit verbreitetes Zitat: Was für ein Gott würde so etwas tun?!


    Dann zu den nächsten Dingen:
    Viele von meiner Klasse finden, dass Deutsch (Schprehen wier doh,bdigga!), Fremdsprachen (Googleübersetzer), Geschichte (Die sind doch schon alle tot!)


    Stuss für mich (grösstenteils):
    Englisch ist ESSENZIELL für uns
    Geschichte. Damit wir aus ihr lernen und die Fehler nicht wiederholen!
    Deutsch: Wart ihr schonmal auf einem Minecraftserver? Keine Rechtschreibung und Grammatik...
    Teilweise schreiben einige Schüler (Mädchen) aus meiner Klasse beispielsweise "kam" mit zwei m.
    Ich würde sagen: Nintendo-Gamer sind die gebildesten Gamer, die es gibt! Dafür sorgen Spiele mit viel Text, komplexen Gedankengängen und viele Rätsel. Danke Nintendo dafür!


    Latein & Französisch sind aber wirklich unnötig


    So mal sehen... Englisch lernen!
    Würde man außer dem "schulischen" Englisch kein anderes Englisch kennenlernt, hat man nach sonstwievielen Jahren einfach kein Sprachverständis!
    Mein Tipps:
    Big Bang Theory auf Englisch schauen
    Auf englischen Minecraftservern spielen
    Mit jemanden, der Englisch spricht Skypen, während man Minecraft auf englischen Servern zockt
    Ein Nintendo-Spiel auf englisch zocken (Ace attorney: Dual Destinies = Perfekt für so etwas!)


    Schlagt allen euren Lehrern mal BBT auf Englisch im Unterricht zu schauen.


    Zu Physik & Biologie:
    Man sollte es nur machen müssen, wenn man es will.


    AUSSERDEM:
    Nicht nur die Schule ist Schuld: auch die Eltern!
    Mein Vater letztens zu mir:


    "Weißt Du, ich verlange nicht, dass Du nur Einser hast. Du kannst auch Zweier und Einser haben- Aber das ist das absolute Minimum! Sonst gibt es Strafe!


    Ich finde, alle Erwachsenen über 40 sollten sich einem umfassendem Test vollziehen und das Ergebnis wird dann den Kindern mitgeteilt.


    Damals hatten sie mehr Zeit und weniger Stoff.. *seufz*


    Desweiteren: REFERENDARE
    Einfach nur schlimm..! Die sollten an den Grundschülern ausgelassenbwerden, nicht an Gymnasiasten!


    so... Das wa erstmal alles...


    MfG,
    PikaBall928

  • Seid ihr mit eurem Schulsystem zufrieden?
    Es ist nicht optimal. Es müsste viel verändert werden und die Veränderungen die angedacht werden gehen mMn in die falsche Richtung. Einige Ansätze sind gut, auch wenn manches zu inkonsequent durchgezogen wird.
    Alles was ich schreib bezieht sich auf ein Realgymnasium (also eine allgemeinbildende höhere Schule. Inwiefern es das gleiche in anderen Schultypen auch zu bemängeln gibt unterscheidet sich von Punkt zu Punkt)

    Was könnte man am Schulsystem eurer Meinung nach verbessern?

    Allgemein mal eine Teilung nach Leistung recht früh (wies derzeit ist mit Hauptschule/Gymnasium), aber die Aufteilung auf verschiedene Zweige würde mMn erst später gehören.
    Es gibt aber auch sonst einiges was sich verbessern lässt. Als erstes fände ich eine Revolutionierung der Fächer sinnvoll.



    Ansonsten war ich ganz zufrieden mit den Fächern selbst und dem Inhalt. Immer recht relevante Dinge gemacht (soweit ich das beurteilen kann). Und die persönlichen Interessen konnte man durch die Wahlpflichtfächer verfolgen (in meinem Fall warens dann auf die 4 Jahre Oberstufe ingesamt 2 Wochenstunden Netzwerktechnik, 2 Wochenstunden Geschichte und 2 mal 2 Wochenstunden Geographie)

    Wie steht ihr zu anderen Schulsystemen?

    Ganztagsschule lehne ich komplett ab. Ich weiß es geht hier meist um Probleme mit der Kinderbetreuung, aber nachdem ich 4 Jahre in einer Ganztags-Volkschule war kann ich nur sagen, dass es nichts besseres gibt als sich die Zeit wann man was macht selbst einzuteilen.
    Ich bin auch gegen die Gesamtschule. Man sagt zwar immer, dass es besser ist wenn alle die gleiche Schule besuchen und erst später getrennt werden. Das ist aber aus meiner Sicht völlig falsch. Sogar im Gymnasium wurde ich noch durch langsamere Schüler zu sehr gebremst. Dumme Schüler gehören einfach nicht mit intelligenten Zusammen. Da ist die Einteilung in Hauptschule und Gymnasium ganz gut. Vor allem weil an der direkt danebengelegenen Hauptschule gesehn hab was für ein Unterschied zwischen den Dummen des Gymnasiums und den Intelligenten der Hauptschule ist. (Nicht dass sich jetzt irgendjemand beleidigt fühlt, es bezieht sich auf 3 Hauptschulen und 2 Gymnasien in Wien die ich kenne, vlt ist das woanders ganz anders. Es soll sich kein Hauptschüler direkt beleidigt fühlen.)
    In dem Zusammenhang sollten auch Oberstufengymnasiasten (also Leute die nach der Haupt auf ein Gymnasium wechseln) erwähnt werden.
    Ich hab bemerkt was für einen Unterschied es da beim Niveau des Unterrichts und der Matura gab, obwohl deren Matura mit meiner gleichwertig ist. Da setzt zumindest die Zentralmatura einen Schritt dagegen.

    Findet ihr Sitzenbleiben und Überspringen gut oder schlecht?

    Ich find beides gut. Mir wurde in der zweiten Klasse Volkschule die Wahl gelassen ob ich die dritte Klasse überspringen will. Ich hab mich wegen Freunden dagegenentschieden und mich im Unterricht daraufhin gelangweilt. Rein vom Menschlichen her hab ich mich wahrscheinlich richtig entschieden (v.a. da ich ungern neue Leute kennenlerne), aber für mich wäre es wahrscheinlich besser gewesen wenn ich die Klasse übersprungen hätte. Auch Sitzebleiben ist gut. Sogar sehr gut. Weil Leute die hinten her hängen im nächsten Jahr den Anschluss nicht schaffen und entweder durch ständige Fragerei alle aufhalten oder gleich aufgeben und noch mehr zurückhängen. Sitzenbleiben kann zwar Freundschaften auf die Probe stellen, aber ich hatte mit allen Freunden die sitzen geblieben sind weiterhin Kontakt (wenn auch weniger).
    Ich hab leider auch einen umgekehrten Fall mitbekommen. Schüler die wegen ihrer ach so lieben Art immer wieder noch gerade so in die nächste Klasse gekommen sind, weil sie von ihren Lehrern weitergehoben wurden. So gabs in meiner Maturaklasse sogar jemanden der kaum einen deutschen Satz rausbringen konnte (er ist zu uns gelangt nachdem er zwei mal bereits durchgeflogen ist, jetzt bei uns nochmal). Also bevor man wirklich nur durch geschenkte Noten in die nächste Klasse kommt ist es besser die Klasse zu wiederholen. Auch wenns natürlich nicht gut durchdacht ist, dass man im schlechtesten Fall bereits wegen einer 5 die Klasse wiederholen kann, egal welche Noten man sonst hat.

    Wie findet ihr die Benotung in eurem Land?

    Schlecht. Um nicht zu sagen sehr schlecht.
    Kein Lehrer hält sich an das was eigentlich vom Gesetz her vorgegeben wird als Benotungskriterien.
    Vor allem in Sprachen ist die Bewertung oft schwer nachvollziehbar und extremst stark vom Lehrer abhängig und manipulierbar.
    Besonders ärgerlich wenn man wegen einem halben Punkt vielleicht die nächstbeste Note verpasst.
    Dadurch beginnt dann das Schleimen um bessere Noten.
    Ich wäre für ein Prozentsystem.

    Was denkt ihr zum Thema Chancengleichheit?

    In welcher Hinsicht Chancengleichheit?
    Das jeder die gleiche Ausbildung erhalten soll? Nein. Bestimmte Talente gehören geförder, wenn sie vorhanden sind.
    Das jeder die Chance haben soll auf ein Gymnasium zu gehen? Es hat jeder die Chance auf ein Gymnasium zu gehen wenn er intelligent genug ist oder sich in der Volkschule genug anstrengt.
    In Hinsicht auf Chancengleichheit zwischen Geschlechtern?
    Auf jeden Fall. Hier hab ich durch meine 8 Jahre Gymnasium und die Erlebnisse meiner Mutter als Hauptschullehrerin bemerkt, dass es aber große Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Was ich mitbekommen unterschätzen sich Frauen öfters. In der Hauptschule sind Frauen die besseren, weil sie sich nicht gut genug fürs Gymnasium halten. Im Gymnasium soweit ich das mitbekommen hab waren ein paar Frauen nur gut, weil sie nur stur auswendig gelernt haben. Aber der bessere Teil der Klassen war männlich. Studien zeigen außerdem, dass Frauen in der Schule bevorzugt werden.

  • Ich bin diese ganze Bildungsdebatte in Österreich schon dermaßen leid, dass ich fast dafür wäre, dass man zu jedem größeren Streitpunkt eine Volksabstimmung machen sollte, um sich danach endlich mit den wirklichen Problemen unseres Schulsystems auseinander setzen zu können. Aber am Ende wäre ich nur wieder enttäuscht, weil sich das Volk wieder von den gleichen erzkonservativen Ideologen wie damals bei der Wehrpflicht-Befragung manipulieren lassen würde. Also von der ÖVP. :P


    Zu einem dieser Streitpunkte möchte ich mich hier dennoch äußern, da das wohl das Lieblingsthema vieler hier zu sein scheint: Gesamtschule vs. Differenziertes Schulwesen
    Ich sag's gleich, ich bin Befürworter der gemeinsamen Schule der 10-14-Jährigen. Ich finde diese soziale Selektion, die derzeit betrieben wird, in vielerlei Hinsicht falsch. Das Bildungswesen sollte eben nicht darauf ausgelegt sein, gesellschaftliche Ungleichheit einzuzementieren, sondern - im Gegenteil - möglichst vielen Menschen eine breite und hochwertige Bildung zukommen lassen. Davon würde unsere gesamte Volkswirtschaft profitieren. Dass es unsinnig und nebenbei auch bösartig ist, 10-Jährige Kinder, deren Talente man in diesem Alter noch gar nicht feststellen kann, zu selektieren, interessiert die ewiggestrige "Elite" nicht, denn schließlich sollen die Kinder der Besserverdiener nicht mit dem "Pöbel" lernen. Da geht es gar nicht um den Leistungsgedanken, man will lediglich eine Zwei-Klassengesellschaft beibehalten, in der die Bürgerlichen im Gymnasium möglichst unter sich bleiben, während Kinder aus der bildungsferneren Schicht in die Hauptschule abgeschoben werden.
    Eine Gesamtschule würde die sozialen Kompetenzen der Schüler fördern, weil Kinder aller Schichten miteinander und auch voneinander lernen könnten. Wenn stärkere und schwächere Schüler miteinander lernen würden, würden im Endeffekt beide Seiten davon profitieren, die Gesellschaft ebenso.


    Bevor man die Gesamtschule aber flächendeckend einführen kann, muss man allerdings erstmal die Lehrerausbildung verbessern, insbesondere in didaktischer Hinsicht. Allein die Lehrer bestimmen, wie gut eine Schule wirklich ist, ganz egal ob es sich hierbei nun um ein Gymnasium, eine Hauptschule oder eine Gesamtschule handelt. Daher müssen engagierte Lehrer mehr gefördert werden, während man schlechte Lehrer aussortiert. Mit sinnlosen Sparpaketen wie dem neuen Lehrerdienstrecht macht man es engagierten jungen Lehrern nur noch schwerer und den Schülern im Endeffekt dadurch auch.


    Das in meinen Augen größte Problem am österreichischen Schulsystem ist, dass nur auf die Schwächen der Schüler geschaut wird, während die individuellen Begabungen und Fähigkeiten komplett ignoriert werden. Ich habe es in einer anderen Bildungsdiskussion hier schonmal angesprochen (Möglicherweise sollten wir die ganzen Bildungstopics hier mal zusammenlegen, was meint ihr Kollegen? ;) ), unsere Gesellschaft wird immer spezialisierter. Man muss sich diesem Trend anpassen und ab einem gewissen Zeitpunkt aufhören, die Schüler dazu zu zwingen, sich jedes Jahr aufs Neue mit dem zu befassen, was sie nicht interessiert und was sie nach der Matura daher eh wieder vergessen werden. Stattdessen muss das Schulsystem den Schülern ihre speziellen Stärken bewusst machen und diese fördern, denn das ist in unserer modernen Gesellschaft wichtig. Keinen Arbeitgeber interessiert es, was man nicht gut kann. Dennoch wird von Schülern erwartet überall zu glänzen, auch in Fächern, die sie kein bisschen interessieren, wodurch sie den größten Teil ihrer Schulzeit mit Dingen vergeuden, die sie in ihrem zukünftigen Beruf nicht mehr brauchen werden, statt das zu lernen, was sie interessiert.
    Ich finde es schade, dass die Grünen die einzige Parlamentspartei in Österreich sind, die dieses Probem erkennen und kritisieren. Einer der Gründe, warum ich sie gewählt habe.


    Was die Unis angeht: Bitte, bitte, Deutschland, schafft doch endlich diesen dummen Numerus Clausus ab! Was ist das für ein krankes System, in dem man anscheinend nicht an einer Medizin-Uni studieren darf, weil man keinen 1,0-Notenschnitt vorweisen kann? :ugly: (Hab ich zumindest mal gehört...)
    Österreich wird daher von deutschen NC-Flüchtlingen überschwemmt, also wären Ausgleichszahlungen an Österreich durchaus angebracht, wenn Deutschland unbedingt am Numerus Clausus festhalten will. Das ganze müsste natürlich auf gesamteuropäischer Ebene beschlossen werden.
    Ach ja, und ansonsten: Keine Studiengebühren! Haben auch nur den Zweck der sozialen Selektion im Sinne der Besserverdiener, und das Geld, das diese Gebühren dem Staat einbringen würden könnte er locker auch durch eine Erbschaftssteuer kassieren. Die würde zumindest mal die richtigen treffen.

  • @NC-Flüchtlinge aus Deutschland
    Baah, wie mich das grad ankotzt. x.x Also nichts gegen euch Deutschen persönlich, sondern gegen eure Regierung! XD
    Es wäre ja wohl angemessen, wenn Österreich wenigstens so viel Geld von Deutschland erhält, dass es eine große Uni damit bauen kann + Professoren und alles, was dazugehört zu bezahlen. Eine Freundin von mir muss wegen den vielen Bewerbern im Medizinstudium den großen Einstiegstest machen, an dem jedes Jahr so viele Leute teilnehmen und demnach auch durchfliegen. Den gab es meines Wissens früher nicht.
    Wie kommen wir Österreicher dazu?


    Zitat von Vinum

    Dass es unsinnig und nebenbei auch bösartig ist, 10-Jährige Kinder, deren Talente man in diesem Alter noch gar nicht feststellen kann, zu selektieren, interessiert die ewiggestrige "Elite" nicht, denn schließlich sollen die Kinder der Besserverdiener nicht mit dem "Pöbel" lernen.


    Es geht nicht um Verdienst, sondern um soziales Verhalten und ja, ich würde nicht wollen, dass mein Kinder, sollte ich eines bekommen, mit solchen, die ich teilweise wirklich eben pöbeln höre, in einer Klasse sitzen. Gibt's am Gym auch, aber nicht so extrem. Da ist es nicht der Normalzustand.

  • Es geht nicht um Verdienst, sondern um soziales Verhalten und ja, ich würde nicht wollen, dass mein Kinder, sollte ich eines bekommen, mit solchen, die ich teilweise wirklich eben pöbeln höre, in einer Klasse sitzen.


    Es geht eben schon auch um den Verdienst, ansonsten wären nicht primär Kinder von besser verdienenden Eltern am Gymnasium, während Kinder aus ärmeren Verhältnissen eher in Hauptschulen gesteckt werden, wo sie dann genau gar nichts lernen.
    Die Gesamtschule gibt es im Übrigen eh schon, nennt sich halt Volksschule und endet für die Schüler bereits im Alter von 10 Jahren. Wüsste nicht, was schlecht daran wäre, das quasi um weitere 4 Jahre zu verlängern, wenn man das Bildungswesen bis dahin bereits ordentlich rerformiert hat.

  • @NC-Flüchtlinge aus Deutschland
    Baah, wie mich das grad ankotzt. x.x Also nichts gegen euch Deutschen persönlich, sondern gegen eure Regierung! XD
    Es wäre ja wohl angemessen, wenn Österreich wenigstens so viel Geld von Deutschland erhält, dass es eine große Uni damit bauen kann + Professoren und alles, was dazugehört zu bezahlen. Eine Freundin von mir muss wegen den vielen Bewerbern im Medizinstudium den großen Einstiegstest machen, an dem jedes Jahr so viele Leute teilnehmen und demnach auch durchfliegen. Den gab es meines Wissens früher nicht.
    Wie kommen wir Österreicher dazu?

    Ich bin allgemein für eine Studiengebühr für Nicht-Österreicher. Nicht nur aus Deutschland kommen Studenten, profitieren von hier und gehen dann leise zurück ins Heimatland um dort davon zu profitieren, sodass wir nichtmal was über Steuereinnahmen zurückbekommen. Gerade wo unser System ohnehin bereits zu wenig Geld bekommt.
    Ich bin zwar für freie Bildung für alle, aber wie kommen wir dazu ausgenutzt zu werden ohne was zurückzubekommen.


    Es geht nicht um Verdienst, sondern um soziales Verhalten und ja, ich würde nicht wollen, dass mein Kinder, sollte ich eines bekommen, mit solchen, die ich teilweise wirklich eben pöbeln höre, in einer Klasse sitzen. Gibt's am Gym auch, aber nicht so extrem. Da ist es nicht der Normalzustand.

    Mir gehts dabei weniger um den Umgang mit den anderen Schülern (da unterscheiden sich Hauptschule und Gymnasium hauptsächlich durch die Wortwahl, Beschimpfungen gibts aber auch genug).
    Aber in jeder Klasse wird das Tempo durch das dümmste Kind angegeben und ich seh nicht ein wieso die Intelligenten die eigentlich ein Gymnasium besuchen würden von Idioten aufgehalten werden sollten. Es ist den Dummen damit nicht geholfen. Es wird nur das allgemeine Niveau gesenkt.


    Es geht eben schon auch um den Verdienst, ansonsten wären nicht primär Kinder von besser verdienenden Eltern am Gymnasium, während Kinder aus ärmeren Verhältnissen eher in Hauptschulen gesteckt werden, wo sie dann genau gar nichts lernen.
    Die Gesamtschule gibt es im Übrigen eh schon, nennt sich halt Volksschule und endet für die Schüler bereits im Alter von 10 Jahren. Wüsste nicht, was schlecht daran wäre, das quasi um weitere 4 Jahre zu verlängern, wenn man das Bildungswesen bis dahin bereits ordentlich rerformiert hat.

    und weiter? Kinder aus ärmeren Verhältnissen kommen halt eher auf die Hauptschule. Weil bereits Zuhause kein Grundstein gelegt wird. Alle Kinder haben das gleiche Anrecht darauf. Haben ja auch alle Kindergarten und Volkschule zusammen. Nach den mindestens 5 Jahren sollte der Vorsprung schon minimiert sein. Ich kenn genug Personen die dem nicht entsprechen. Ich kann aber auch sagen, dass es stimmt. Ich komm aus einer "guten" Familie. Alle sind wohlhabend und/oder intelligent. Ich wurde gut gefördert und meine überdurchschnittliche Intelligenz wurde früh erkannt und auch bestätigt. Hat mir natürlich geholfen, dass ich einiges schon von Zuhause konnte bevor ich in die Vorschule in meinem Kindergarten gekommen bin. Nachteil war halt, dass ich mit einer Handvoll anderer dann in der Volkschule gelangweilt war. Wir waren 6 von 25 Kindern denen alles zu einfach war und zu langsam ging, wobei meine Lehrerin die Messlatte schon sehr hoch hielt. Es gab bei uns immer zwei Lehrerinnen und eine hat sich dann eben mit uns und dem nächsten Kapitel beschäftigt und wir haben z.B. Dividieren mit Rest abgeschlossen als die anderen mit Dividieren ohne Rest begonnen haben.
    Natürlich kann man nicht für ein Fünftel der Schüler das Tempo der gesamten Klasse anheben, aber es gab bei dem langsameren Tempo auch noch Kinder denen es zu schnell ging.
    Im Gymnasium schaut das nicht anders aus. Es gab in meiner Klasse 3 Arten von Schülern:
    1) die die alles gleich verstanden haben und dann gelangweilt waren
    2) die die alles recht schnell verstanden haben und dann eben noch bisschen Übung dazugemacht haben
    3) die die langsam verstanden haben und/oder tausendmal nachgefragt haben und zu jeder neuen Rechnung 20 Beispiele gemeinsam rechnen wollten


    und erstere und zweitere wurden eben von den andern extrem aufgehalten (zumindest bei Lehrern die darauf eingegangen sind)


    Bei einem Rennen warten die Schnellen ja auch nicht auf die Langsamen. Ist auch nicht fair den schnellen gegenüber wegen anderen weniger/langsamer lernen zu müssen

  • In welcher Hinsicht Chancengleichheit?


    In der Hinsicht, die in dem Video, dass ich im Startpost mit reingehauen habe, angesprochen wird.


    Es wäre ja wohl angemessen, wenn Österreich wenigstens so viel Geld von Deutschland erhält, dass es eine große Uni damit bauen kann + Professoren und alles, was dazugehört zu bezahlen.


    Ich will ja nichts sagen, aber unserer NC kommt von den Unis, nicht von der Regierung, und die Unis sind gezwungen den NC einzuführen, weil sie selbst nicht genug Geld haben, um halt noch mehr Schüler aufzunehmen. Vor allem in bestimmten Fächern. Es ist wirklich ein Trauerspiel. Da ich ja mittlerweile von meiner Hochschule in einem Minijob angestellt bin, bekomme ich so ein paar Sachen Intern mit. Zum Beispiel, dass bei uns, einer ohnehin schon kleinen FH mit recht wenig Personal, im Informatikbereich nächstes Jahr eine Professur gestrichen wird. Dabei haben unsere Professoren so schon kaum Zeit, um uns alle vernünftig zu unterrichten, und die Sache mit den Bachelorarbeiten ist ein Kampf. Es ist bei uns, aus Professorenmangel, auch nicht möglich, dass wir Informatiker an unserer Hochschule einen Master machen, weshalb mein Mitbewohner und ich nächstes Jahr mal wieder umziehen müssen, um in die Nähe einer Schule zu kommen, wo der Master möglich ist. Und genau deswegen war unsere Hochschule nun auch gezwungen, für Informatik und für Ingeneurswesen (wo letztes Jahr eine Professur gestrichen wurde) einen NC einzuführen - weil eben nicht der Personal vorhanden ist, um beliebig viele Leute aufzunehmen. Und die Tatsache, dass immer mehr Leute durch's Abitur irgendwie durchgeboxt werden und damit theoretisch gesehen studieren dürften. Und da studieren ja mittlerweile das einzig mögliche zu sein scheint, sind unsere Hochschulen auch übervölkert.


    Was ich übrigens auch furchtbar finde, ist, dass der Staat in Deutschland den Hochschulen "Kopfprämien" für Studierende, die in der vielzukurzen Regelstudienzeit fertig werden, bezahlt. Was dazu führt, dass viele studierende IRGENWIE durchgeboxt werden - scheiß auf gute Noten, oder auch "Vier gewinnt". Das ist dem Verständnis und dem lernen der Studierenden nicht gerade zuträglich.


    und weiter? Kinder aus ärmeren Verhältnissen kommen halt eher auf die Hauptschule. Weil bereits Zuhause kein Grundstein gelegt wird. Alle Kinder haben das gleiche Anrecht darauf. Haben ja auch alle Kindergarten und Volkschule zusammen. Nach den mindestens 5 Jahren sollte der Vorsprung schon minimiert sein.


    Ist er auch. Aber das ist nun einmal den Lehrern, die Empfehlungen aussprechen, egal. Ein Kind von Akademikern, das muss ja intelligent sein - immerhin sind es die Eltern auch. Das kann sich also (wie im bereits erwähnten Video angesprochen) noch so dumm anstellen und kommt trotzdem auf's Gymnasium, weil im Notfall können ja auch noch die Eltern helfen. Unabhängig davon, ob die Eltern überhaupt Interesse daran haben, dem Kind zu helfen und es zu fördern, oder ob sie es einfach mit einer Au Pair zuhause versauern lassen, während sie selbst in der Weltgeschichte (und sei es eben aus beruflichen Gründen) rumreisen.
    Davon abgesehen sollten die Chancen eines Kindes nicht davon abhängen, wie die Eltern fähig sind, es zu fördern, sondern von seinen eigenen Talenten.


  • In der Hinsicht, die in dem Video, dass ich im Startpost mit reingehauen habe, angesprochen wird.

    Ok, das Video hab ich nciht gesehn, weil es nicht abgespielt werden wollte und auch nochimmer nicht will.



    Ich will ja nichts sagen, aber unserer NC kommt von den Unis, nicht von der Regierung, und die Unis sind gezwungen den NC einzuführen, weil sie selbst nicht genug Geld haben, um halt noch mehr Schüler aufzunehmen. Vor allem in bestimmten Fächern. Es ist wirklich ein Trauerspiel. Da ich ja mittlerweile von meiner Hochschule in einem Minijob angestellt bin, bekomme ich so ein paar Sachen Intern mit. Zum Beispiel, dass bei uns, einer ohnehin schon kleinen FH mit recht wenig Personal, im Informatikbereich nächstes Jahr eine Professur gestrichen wird. Dabei haben unsere Professoren so schon kaum Zeit, um uns alle vernünftig zu unterrichten, und die Sache mit den Bachelorarbeiten ist ein Kampf. Es ist bei uns, aus Professorenmangel, auch nicht möglich, dass wir Informatiker an unserer Hochschule einen Master machen, weshalb mein Mitbewohner und ich nächstes Jahr mal wieder umziehen müssen, um in die Nähe einer Schule zu kommen, wo der Master möglich ist. Und genau deswegen war unsere Hochschule nun auch gezwungen, für Informatik und für Ingeneurswesen (wo letztes Jahr eine Professur gestrichen wurde) einen NC einzuführen - weil eben nicht der Personal vorhanden ist, um beliebig viele Leute aufzunehmen. Und die Tatsache, dass immer mehr Leute durch's Abitur irgendwie durchgeboxt werden und damit theoretisch gesehen studieren dürften. Und da studieren ja mittlerweile das einzig mögliche zu sein scheint, sind unsere Hochschulen auch übervölkert.


    Was ich übrigens auch furchtbar finde, ist, dass der Staat in Deutschland den Hochschulen "Kopfprämien" für Studierende, die in der vielzukurzen Regelstudienzeit fertig werden, bezahlt. Was dazu führt, dass viele studierende IRGENWIE durchgeboxt werden - scheiß auf gute Noten, oder auch "Vier gewinnt". Das ist dem Verständnis und dem lernen der Studierenden nicht gerade zuträglich.

    Ich sag auch nicht, dass es umbedingt der deutsche Staat den Österreichern zahlen soll. Ich bin hier dafür, dass wenn man schon in einem Land zur Uni geht man auch in dem Land leben/arbeiten kann. Es kam ja jetzt eh schon die idee, dass Studenten eine gewisse Zeit in Österreich den Hauptwohnsitz gehabt haben müssen um gratis Studieren zu können. Was ich auch gut finde. Aber einfach zum Studieren über die Grenze find ich falsch: Ich nutze ein ohnehin schon überfordertes System eines anderen Landes aus, aber zahle vlt durch die Steuern auf Lebensmittel ein bisschen was zurück. Vlt auch eine kleine Wohnung weil man nicht pendeln will. Dann profitiert mein eigenes Land von den Qualifikationen die ich mir auf Kosten der anderer angeeignet hab. Das finde ich nicht OK. Zumindest solange nicht bis die EU wirklich soweit zusammengerückt ist, dass man von den "Vereinigten Staaten von Europa" reden kann (dasist aber ein anderes Thema).
    Natürlich studieren auch genug Österreicher in Deutschland, aber ein geringerer Anteil als anders herum.


    Es gibt in dem Uni-System einige Probleme die erst zu dem führen. NC ist da nicht unbedingt ein Problem, auch wenns immer so schlecht dargestellt wird.
    Es gibt mehrere Probleme die sich überschneiden bzw abhängig voneinander sind.


    Problem #1) Matura/Abitur ist zu essentiell geworden. Früher hat man gesagt man macht nur Matura wenn man studieren will. Heute werden Maturanten gegenüber Hauptschülern bevorzugt (kann da von Erfahrungen eines Freundes reden, der sogar bei so (Neben-)Jobs wie Kassierer gegenüber Hauptschülern (bzw. welche vom Polytechnichen Schulen) bevorzugt wurde.
    Problem #2) Dadurch werden die Kinder eher auf ein Gymnasium gedrängt.
    Problem #3) Dort werden einfach zu viele durchgeboxt bis zur Matura/Abitur. Ich habs zwar so faul ich beim lernen bin auch nicht wirklich verdient, aber was ansonsten so maturiert hat ist mMn fast schon eine Frechheit, weil da einige dabei sind die keinen graden deutschen Satz rausbringen.
    Problem #4) Weil damit mehr Leute Matura/Abitur haben als sie eigentlich verdienen können auch mehr Leute auf Unis. => Die Unis werden überrant
    Problem #5) Die Unis haben (eigentlich wie das gesamte restliche Schulsystem) zu wenig Geld zur Verfügung (frag mich wann da die Regierung(en) endlich aufwachen, dass man nicht bei der Jugend sparen darf)
    Problem #6) Weil die Unis überrannt sind müssen sie irgendwie aussortieren. Das geschieht durch NC und Aufnahmeprüfungen, was die Studierenden aber meist nur in andere Länder oder gar nur in andere Fächer bringt


    Die Hauptprobleme sind, dass im Bildungswesen zu wenig Geld zur Verfügung steht und dass die Matura praktisch nichts mehr wert ist. System gehört einfach überarbeitet, aber die Parteien die dafür wären werden nicht genug gewählt oder von eventuellen Regierungspartnern unterdrückt, weil die ihre Wählerschaft vor niedrigeren Einnahmen und höheren Ausgaben schützen wollen.


    Ist er auch. Aber das ist nun einmal den Lehrern, die Empfehlungen aussprechen, egal. Ein Kind von Akademikern, das muss ja intelligent sein - immerhin sind es die Eltern auch. Das kann sich also (wie im bereits erwähnten Video angesprochen) noch so dumm anstellen und kommt trotzdem auf's Gymnasium, weil im Notfall können ja auch noch die Eltern helfen. Unabhängig davon, ob die Eltern überhaupt Interesse daran haben, dem Kind zu helfen und es zu fördern, oder ob sie es einfach mit einer Au Pair zuhause versauern lassen, während sie selbst in der Weltgeschichte (und sei es eben aus beruflichen Gründen) rumreisen.
    Davon abgesehen sollten die Chancen eines Kindes nicht davon abhängen, wie die Eltern fähig sind, es zu fördern, sondern von seinen eigenen Talenten.

    Das hab ich bisher nur einmal erlebt. Und zwar, wollte man einem (serbisch-stämmigen) Freund von mir die AHS-Reife nicht geben, weil er angeblich zu schlecht deutsch spricht. Er hat Einspruch erhoben, hatte eine Prüfung und ist dann immerhin 6 Jahre ohne durchzufliegen ins Gymnasium gegangen.
    Ich kenn aber genug Beispiele wo das nicht stimmt. Ich kenn aus dem Freundeskreis meiner Familie genug Kinder die nicht durch ihre Eltern auf ein Gymnasium konnten. Die sind halt dann auf Privatschulen gekommen, aber eine AHS-Reife hätten die durch die Jobs/Titel der Eltern nie bekommen.
    Andererseits kenn ich auch viele aus sozialschwachen Familien die ins Gymnasium gekommen sind.


    Natürlich sollten die Chance des Kindes nicht davon abhängen ob die Eltern es fördern, aber ohne zusätzliche Förderung kommt kein Talent wirklich so stark zum Vorschein. Vlt ein hartes Beispiel gleich, aber Mozarts Fähigkeiten wären wahrscheinlich nie zum Vorschein gekommen, wenn sein Vater nicht Musiker gewesen wäre.
    Und wie soll man ein Kind vor dem Kindergarten fördern, wenn nicht durch die Eltern?
    Natürlich sollte es vom Kind selbst abhängig sein, aber wie genau stellst dus dir vor? Alle Kinder werden vom Staat auf besondere Fähigkeiten ausgetestet?
    So traurig und falsch es ist: Manche haben Glück und manche nicht. Es kommt auf die Eltern an und das kann man leider kaum ändern.

  • Ok, das Video hab ich nciht gesehn, weil es nicht abgespielt werden wollte und auch nochimmer nicht will.


    Hier das Video noch mal als Link. Dann geht es hoffentlich.


    Die Hauptprobleme sind, dass im Bildungswesen zu wenig Geld zur Verfügung steht und dass die Matura praktisch nichts mehr wert ist. System gehört einfach überarbeitet, aber die Parteien die dafür wären werden nicht genug gewählt oder von eventuellen Regierungspartnern unterdrückt, weil die ihre Wählerschaft vor niedrigeren Einnahmen und höheren Ausgaben schützen wollen.


    Ich denke eigentlich, dass das nicht nur das Problem ist. Ein anders Problem ist auch, dass Schülern einfach auch keine Perspektive geboten wird, von wegen: "Wo liegen meine Talente, was möchte ich machen und was für eine Ausbildung brauche ich dafür?" Ich meine, wenn ich mir ansehe, was so an den Hochschulen und Unis rumhängt, dann wissen die meisten nicht mal, was sie überhaupt werden wollen oder was sie mit diesem Studium anfangen. Manche haben gar keinen Plan und studieren einfach irgendwas nach dem "Ene-Mene-Muh" Prinzip oder sie studiern etwas mit vollkommen unrealistischen Vorstellungen. Weißt du, wie viele bei Informatik drinsitzen und glauben, sie würden mal Videospiele programmieren? Und dabei fange ich gar nicht von den Kunsthochschulen an.
    Das liegt dann wiederum daran, dass die Schulen keine vernünftige Berufsberatung anbieten. Ich meine, das was bei uns darunter lief, konnte man komplett vergessen -.-"


    Das hab ich bisher nur einmal erlebt.


    Ich habe es dagegen sehr oft erlebt. Ich weiß nicht, wie es in Österreich aussieht, aber wie vor ein paar Postings auch verlinkt worden ist: In Deutschland ist es wirklich so, dass es sogar Studien dazu gab, dass es so ist.
    Und gerade mit Ausländern teilweise extrem. Ich erinnere mich noch: Eine Klassenkameradin aus der Grundschule wurde auf die Hauptschule geschickt und konnte dann auch nur erst mal auf die Realschule (weiß nicht, ob sie je aufs Gymnasium gekommen ist). Warum? Ihre Mutter kam aus den US und ihr Vater aus Saudi Arabien. Dazu war die Familie noch muslimisch was an unserer katholischen Grundschule ja sowieso böse war. Es sei noch gesagt: Der Vater war studierter Manager, die Mutter studierte Psychologin mit gutem Ansehen. Sprich: Sie waren nicht mal irgendwie ungebildet und haben die Kinder gefördert. ABER das konnte ja nich darüber hinweghelfen, dass sie Ausländer und nicht christlichen Glaubens waren...