Bildungssysteme - und was man alles verbessern könnte...?

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  • Einen Lehrer kann man garnicht wirklich mobben.

    Was??? Also, wirklich ... was??? Lehrer können sich wehren??? Ich sehe schon, die Erfahrung hast du nie gemacht. Meine Klassenlehrerin aus der 5-7. Klasse wurde von einem Großteil meiner Klasse dermaßen gemobbt dass sie dreimal vor der Klasse in Tränen ausgebrochen ist und sich nicht anders zu wehren wusste als zu unserem zweiten (deutlich älteren) Klassenlehrer zu gehen. Vor dem hatten alle Respekt. Sie war noch relativ jung, auch etwas naiv, an sich aber sehr nett und auch motiviert. Aber ihr fehlte es an Erfahrung und Durchsetzungsvermögen eine Klasse pubertierender Jugendlicher zu führen was gerade die Jungs eiskalt ausgenutzt haben.

    Sie hat bei uns Deutsch unterrichtet und wir sollten ein Diktat schreiben. Nur wurde die Klasse nicht leise um die Arbeit zu beginnen, trotz mehrmaliger Aufforderung von ihr wurde immer weitergeredet (ja klar, da haben halt alle mitgemacht und die ab und zu fallenden "Pscht!" von einigen wurden geflissentlich ignoriert). Irgendwann fing sie aus Verzweiflung an, einen Text an die Tafel zu schreiben was dann allen auffiel, nur nahm das keiner Ernst. Daraufhin konnte sie sich nicht mehr zusammenreißen und ist weinend aus der Klasse gestürmt, zehn Minuten später kam dann unser sehr erboster Klassenlehrer in den Raum und es wurde schlagartig totenstill - jeder wusste genau warum er da war. Das gab ordentlich Ärger für die ganze Klasse, mitgehangen mitgefangen und so.

    Einmal gab es Streit zwischen zwei Mädels in unserer Klasse, richtig heftig, und sie sollte einschreiten aber war dermaßen überfordert dass sie ebenfalls nur heulend vor der Klasse stand.

    Mit Beginn der 8. Klasse bekamen wir eine neue Klassenlehrerin. Die war erfahren, etwas älter und wusste genau wie sie meine Klasse anzupacken hatte. Denn trotz allem war meine Klasse grandios was den internen Zusammenhalt anging, wir brauchten nur eine Lehrkraft die das umzusetzen wusste und sich nicht von ein paar Teenagern ärgern ließ. Sie hat nur einmal geweint und das war während unserer Abschlussfeier vor Rührung.


    tl;dr - Natürlich kann man Lehrer mobben. Wenn eine komplette Klasse sich dazu entscheidet, eine Lehrkraft nicht leiden zu können, manchmal reichen auch einige wenige "einflussreiche" Kids, dann wird das sehr schwierig.

  • Zitat von Edex

    Ich habe ja nirgends behauptet, dass 10 Milliarden Menschen in Europa sein sollen. Dennoch werden es 10 Milliarden auf der Welt werden. Letztendlich betrifft uns alle das, auch wenn indirekt. Es ist schon ein Problem wenn nirgendswo auf der Welt ein Bevölkerungsrückgang gibt. Die Landmasse wird auch immer kleiner, da der Meeresspiegel ansteigt. Dazu kommen noch viele Dürren, außerdem gibt es immer mehrere Flächen, die unbewohnbar sind. Für mich sollte die Initiative eher weniger Menschen statt mehr Menschen. Das bekommt man nur hin, wenn die Geburtenraten weltweit bei unter 2,1 liegt. Nur dann wird mit der Zeit die Bevölkerung sinken. Außerdem gibt es Länder, wo überproportinal viele Menschen leben. Indien ist da ein gutes Beispiel. Soll sogar China überholen.

    Sehr schön, hat aber nichts mit dem Thema zu tun.


    Zitat von Edex

    Einen Lehrer kann man garnicht wirklich mobben. Auch Lehrer können sich wehren und einen Schüler auffordern vor der Tür zu gehen oder man muss sich das Sozialverhalten hinterfragen bei einer Einrichtung, wo man mit einem Lehrer darüber redet. Beinuns hieß es Trainingsraum. Ich musste dort zum Glück nie hin, auch wenn ich öfters mal verwarnt wurde. Wie gesagt außer Späße wie zum Beispiel "Die Firma in der Nähe heißt genauso wie Sie. Herr ..." Also nichts Wildes.

    Du willst mich doch trollen? Ich hab dir vorhin gerade Beispiele gebracht ...


    Das ist nichtmal ein Spaß, das ist eine normale Aussage.


    Zitat von Edex

    Ich vertrete nicht jeden Standpunkt, den Andere vertreten und ich argumentiere oft aus persönlicher Erfahrung und da kann es auch mal für einen "komisch" rüberkommen.

    Das ist aber genau das, was ein Aluhuttyp sagen würde. xD

    1. Die Aussage ist total leer und inhaltslos. Zuerst müsstest du erstmal definieren, was der Standpunkt ist, den "jeder andere" vertritt. Wir haben sie sehr gut dargelegt und du kommst an "ich bin aber eine Special Snowflake!"

    2. Oft macht es Sinn eine geläufige Meinung zu vertreten, einfach weil sie richtig ist. Man fällt zwar als Flat Earthler auch aus der Reihe, aber das ist keine, in der man sich eingliedern möchte.

    3. Man kann von persönlichen Erlebnissen berichten und diese in die Argumentation miteinfließen lassen, aber du musst dennoch Subjektivität und die Erfahrungen anderer miteinfließen lassen.

  • Einen Lehrer kann man garnicht wirklich mobben. Auch Lehrer können sich wehren und einen Schüler auffordern vor der Tür zu gehen oder man muss sich das Sozialverhalten hinterfragen bei einer Einrichtung, wo man mit einem Lehrer darüber redet. Beinuns hieß es Trainingsraum. Ich musste dort zum Glück nie hin, auch wenn ich öfters mal verwarnt wurde. Wie gesagt außer Späße wie zum Beispiel "Die Firma in der Nähe heißt genauso wie Sie. Herr ..." Also nichts Wildes.

    Sag das mal der Lehrerin die meine Klasse damals in der Hauptschule sogar von der Schule vergrault hat. Die hat sich irgendwann in den Pausen ins Klassenzimmer eingeschlossen und geheult. Ich könnte dir da Geschichten erzählen, wie krass die teilweise gemobbt wurde. Keiner auf der Schule konnte sie leiden, es gab sogar irgendwelche Fakevideos, wie sie Schüler verprügelt, alle haben sich über ihren Namen lustig gemacht. Man kann jeden Menschen mobben, unabhängig des Alters, oder des Standes. Es muss nur eine große Gruppe geben, die Bock dazu hat.

    Vor allem als Kind, Kinder sind grausam und verstehen ihre Taten gar nicht richtig. Bzw sind sie sich der Konsequenzen einfach nicht bewusst. Ich hab da früher auch nicht drüber nachgedacht, einfach mal mitmachen hm, wenigstens wird man mal selbst nicht gemobbt...

  • Vor allem als Kind, Kinder sind grausam und verstehen ihre Taten gar nicht richtig. Bzw sind sie sich der Konsequenzen einfach nicht bewusst. Ich hab da früher auch nicht drüber nachgedacht, einfach mal mitmachen hm, wenigstens wird man mal selbst nicht gemobbt...

    Ich hatte während meiner Ausbildung sehr viele Stunden dazu und gerade das Mitmachen ist ein rießen Problem... Viele haben Angst, sie könnten mit reingezogen werden, was aber dämlich ist, da meistens nur ein bis zwei Personen die treibende Kraft sind.

    Selbst ich wurde gemobbt nach meinem Umzug nach Dresden (grausame Stadt...), nur weil ich kein Sächsisch gesprochen hab (und logischerweise noch immer nicht tue)... Meine Mutter hat an nem Elternabend mal nen Brüller losgelassen. Danach hat sich eine einzige (!) Person bei mir entschuldigt und dann war größtenteils Ruhe.

    Aber es wurde auch eine Lehrerin von mir in die Zange genommen, damals in Musik. Aber die konnte sich auch wirklich überhaupt nicht durchsetzen...

    Kinder können übrigens sehr wohl verstehen, was sie da tun. Nur ist es einfacher Blödsinn zu machen, selbst wenn jemand dabei zu Schaden kommt. Dafür muss man eben Vorbild sein und Konsequenzen aufzeigen, aber die heutige Kuschelpädagogik in Kombi mit dem extremen Fachkräftemangel ist da verheerend. Auf einem Schulhof zu groß wie ein Fußballplatz können drei Lehrer in der Pause unmöglich alles abdecken. Erst recht bei 10 Klassen und mehr.

  • aber die heutige Kuschelpädagogik in Kombi mit dem extremen Fachkräftemangel ist da verheerend.

    Ich würde es nicht so sagen. Auch damals gab es Mobbing, blos hat das niemanden geschert und Kinder die Opfer waren hat man eingebläut das sie selber schuld sein und die Hänseleien zu ertragen haben. Erst in der letzten Zeit hat man offen darüber gesprochen.


    Meine Mutter hat an nem Elternabend mal nen Brüller losgelassen. Danach hat sich eine einzige (!) Person bei mir entschuldigt und dann war größtenteils Ruhe.

    Das kenne ich von einem bekannten. Das Ehepaar hatte anfang der 90er Jahre ein schwarzes Pflegekind und die wurde richtig hart gemobbt und rassistisch beleidigt und aufgehört hat es nur als der Pflegevater bei den Elternabenden öfters laut geworden ist.


    Eigentlich traurig da ich finde das die Lehrkräfte da was machen müssten, aber durch den Lehrermangel ist es nicht so leicht. Auch darf man nicht vergessen das Eltern ihre Kindern auch Werte mitgeben und es dadurch auch zu streitereien kommen kann, speziell zwischen Eltern.

  • Luziferline


    Zitat von Luziferline

    Edex

    Du gibst also zu grundsätzlich rein subjektiv zu argumentieren !? Schon mal etwas von Objektivität gehört? Du bestätigst eigentlich genau das was mindestens 2 andere hier für eine Vermutung geäußert haben: du hattest schlechte Erfahrungen bzw. hast es nicht einfach, deshalb sollen es Lehrer auch nicht "gut" haben dürfen :rolleyes: dass sie es aber oft gar nicht gut haben willst du nicht einsehen...

    Ich habe auch nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Trotzdem wäre das ein Job den ich nicht machen wollen würde, weil ich ihn eben nicht für einfach halte. Du warst also auf einer Förderschule? Ich weiß zwar nicht wie alt du bist und ob es bei dir ähnlich war, aber meine Stiefschwester (jetzt 33 ) war auch auf einer Förderschule und meine Mutter hat mehrfach die Äußerung getätigt, dass die Lehrer dort für ihre Arbeit nicht ausreichend qualifiziert scheinen. Diesen Eindruck habe sogar ich bereits ca. in der 6. Klasse gewonnen. Meine Schwester war eine Klasse über mir und vom Stoff fast 2 Jahre hinterher (keine Ahnung ob das in allen Förderschulen üblich ist). Sie konnte jedoch auch einfache Sachen nicht, wie z.B. das Hausaufgabenheft richtig führen. Solche Sachen haben unsere Lehrer bei den "Problemkindern" kontrolliert, bei meiner Schwester war es allen Lehrern egal. Um zu sparen wurden bei uns sogar irgendwann die beiden Förderschulen zusammen gelegt und das hat definitiv nicht zur Verbesserung der Schüler beigetragen.

    Eigene Erfahrungen sind nunmal ein wichtiger Bestandteil um sich eine eigene Meinung daraus zu bilden. Ich brauchte in meinem Leben bisher nur einmal die Polizei. Nach einem Fahrradunfall mit einen anderen Fahrradfahrer, wo ich zwar nur Schürfen abbekommen habe musste ich sein Fahrrad nach Hause bringen. Ich mit 2 Fahrrädern unterwegs, als am Suchen. Der Krankenwagen nahm das Fahrrad nicht mit, Frechheit. Habe es aber nicht gefunden und ging zur Polizei in der Nähe. Da kam dann ein junger Kerl wie ein Hochstapler angekommen und auch er konnte mir nicht das Fahrrad entnehmen und es selber hinbringen. Mir ging es auch nicht so sonderbar. Nein, das Einzige was ich bekommen habe ist ein Hinweis. Den ich zwar nach einer Berglatscherei gefunden haben. Jetzt konnte ich selber endlich nach Hause fahren.


    Dafür sollte ich zum Beispiel dankbar sein? Auch dieser Polizist wird von meinem Geld bezahlt und dafür verlangt man auch so Einiges ab. Sicherlich weiß ich wofür Polizisten da sind, aber wenn man sie selber einmal braucht und dann so einen Eindruck hinterlässt. Ja, das ist dann ein schlechter, verbleibender Eindruck.



    Zur Förderschule. Das stimmt zum Teil. Ich habe ja eine Schwerhörigkeit und meine damalige Klassenlehrerin hat es nicht verstanden, warum man Manches zweimal sagen musste. Was fällt da einen noch ein? Hallo!, wer schwerhörig ist hört nunmal schlechter. Da helfen auch Hilfsmitteln wie Hörgeräte oder CI nur bedingt. Das Problem war aber auch, dass die meisten auf der Förderschule garnicht schwerhörig waren. Wenn nur eine ganz leichte Hörschwäche, die nicht mal Hörgeräte brauchten. Sonst waren da noch Schüler mit ADHS, also mit Aufmerksamkeitsstörung. Aber was ADHS mit dem Hören zu tun? Da waren wirklich 50% und mehr garnicht wirklich hörgeschädigt.


    Wenn es so ist, dann nehme ich meine Behauptung zurück, dass Lehrer nicht gemobbt werden.


    Hätte nicht gedacht, dass Lehrer vor Verzweiflung heulen können. Vor Rührung, das kenne ich, aber nicht vor der Verzweiflung.

  • Wenn es so ist, dann nehme ich meine Behauptung zurück, dass Lehrer nicht gemobbt werden.


    Hätte nicht gedacht, dass Lehrer vor Verzweiflung heulen können. Vor Rührung, das kenne ich, aber nicht vor der Verzweiflung.

    Naja, ich weiß nicht, ob du das völlig ausgeblendet hast, aber Lehrer sind auch nur Menschen ^^" Keine Maschinen, die einfach funktionieren, sondern genau wie jeder andere Mensch mit Emotionen und Selbstwertgefühl. Und ja, auch Lehrer können gemobbt werden und genauso darunter leiden wie gemobbte Schüler.



    Eigene Erfahrungen sind nunmal ein wichtiger Bestandteil um sich eine eigene Meinung daraus zu bilden.

    Ja, aber man darf und sollte seine Meinung auch durchaus mal in Frage stellen. Und das hat auch nicht unbedingt etwas mit Argumenten zu tun, denn Meinung =/= Argument.







    Und um mal etwas Aktuelles anzusprechen:


    https://www1.wdr.de/nachrichte…z-verabschiedung-100.html


    Ich bin davon zwar nicht mehr betroffen, da ich fast fertig mit dem Studium bin, aber ich finde diese Anwesenheitspflichtregelung einfach nur furchtbar. Es ist gut und schön, dass man die Abbrecherquote reduzieren will, aber das ist einfach der falsche Weg. Ich musste die letzten vier Semester neben der Uni noch arbeiten und da kann auch nicht immer darauf Rücksicht genommen werden, ob man ein Seminar hat oder nicht, wenn mal jemand krank wird oder es mit der Einteilung nicht anders geht und ich bin gewiss nicht die Einzige, die nebenbei arbeiten muss x=

  • Zitat von Namine

    Und um mal etwas Aktuelles anzusprechen:


    https://www1.wdr.de/nachrichte…z-verabschiedung-100.html


    Ich bin davon zwar nicht mehr betroffen, da ich fast fertig mit dem Studium bin, aber ich finde diese Anwesenheitspflichtregelung einfach nur furchtbar. Es ist gut und schön, dass man die Abbrecherquote reduzieren will, aber das ist einfach der falsche Weg. Ich musste die letzten vier Semester neben der Uni noch arbeiten und da kann auch nicht immer darauf Rücksicht genommen werden, ob man ein Seminar hat oder nicht, wenn mal jemand krank wird oder es mit der Einteilung nicht anders geht und ich bin gewiss nicht die Einzige, die nebenbei arbeiten muss x=

    Soviel ich weiß lernen auch viele Studis Zuhause und nicht jeder muss anwesend sein. Heutzutage gibt ja bestimmt auch die Möglichkeit solche Studiumsitzungen online zu verfolgen. Dazu reicht ja, wenn ein Student die Anhörung aufnimmt. So wird das auch bei manchen Firmen schon gemacht. So muss nicht jeder Mitarbeiter extra hinfahren, sondern kann es gemütlich am PC oder so eine Sitzung verfolgen.


    Von daher und deshalb gerade die Anwesenheitspflicht Blödsinn. Aber was will man von einer Schwarz-Gelben Regierung in NRW erwarten, außer Mist? Die NRWler haben so entschieden.

  • Soviel ich weiß lernen auch viele Studis Zuhause und nicht jeder muss anwesend sein. Heutzutage gibt ja bestimmt auch die Möglichkeit solche Studiumsitzungen online zu verfolgen. Dazu reicht ja, wenn ein Student die Anhörung aufnimmt. So wird das auch bei manchen Firmen schon gemacht. So muss nicht jeder Mitarbeiter extra hinfahren, sondern kann es gemütlich am PC oder so eine Sitzung verfolgen.

    Ja aber es gibt immer noch einen Unterschied zwischen Fernstudium und normalem Studium. Dass was du ansprichst ist eben ein Fernstudium. Die Anwesenheitspflichten finde ich aber trotzdem nicht gut. Besonders da sie anscheinend nur für Hochschulen gelten und nicht für normale Unis... Macht ja auch total viel Sinn.

  • Eine allgemeine Anwesenheitspflicht wäre wirklich unsinnig. Wie in dem Artikel schon gesagt wird, der bürokratische Aspekt dahinter wäre wieder enorm, aber auch für die Studierenden eine Einschränkung ihrer Zeit.


    Hätte dazu noch eine Frage. Könnte der/die Dozent/in dann darauf beharren dass jemand nicht früher gehen darf, weil dieser nur 10 Min früher los möchte um seinen Zug zu erwischen? Falls ja, wäre das schon echt bescheuert...


    Mal zu dem eigentlichen Gedanken dahinter. An sich geht es ja darum, dass die Vorlesungen auch wirklich besucht werden und evtl. die Zahl der Studienabbrecher zu verringern, was ja nicht schlecht ist. Ich bin allerdings der Meinung dahinter sollte jeder selbst stehen und es einem nicht vorgeschrieben werden, sofern nicht noch ein gewisser Rahmen dazu greift.

    Wenn es wirklich rein um die Abbrecherquote geht, muss man aber doch erstmal fragen, warum brechen diese ab?


    - Liegt ihnen das Fach letztlich doch nicht? Etwas das viele Erstsemester für sich feststellen müssen

    - Finanzielle oder Perönliche Probleme?

    - Arbeitszeiten bei Nebenbeschäftigungen
    Bei dem letzten Punkt könnte man höchstens noch sagen "Okay, das arbeiten hier gefällt mir und ich könnte mir eine Karriere hier vorstellen". Aber bei Problemen die einen dazu zwingen das Studium zu beenden, hilft auch keine Anwesenheitspflicht.


    Das Hauptaugenmerk liegt also eig. bei den Erst- und Zweitsemestern. Es gibt da immer welche die recht schnell merken, dass das Studium nichts für sie ist und würden sich durch eine Anwesenheitspflicht eig. nicht wieder umstimmen lassen oder nur selten. Nur wer schlicht mehr Zeit für eine Entscheidung braucht, ob ihm das Thema liegt, könnte auch wirklich dranbleiben. Da würde die Anwesenheitspflicht noch insofern beitragen, dass der/die Student/in durch weitere Besuche der Vorlesungen, auch das Interesse für das Thema gefunden hat.


    Also im Grunde kann man davon ausgehen, dass der Effekt doch minimal ausfallen würde. So sehe ich das zumindest

    "Lucario, tell me. What aura does the moon have?"

    "I can't say for sure, but... It feels like it's a part of me..."

  • Soviel ich weiß lernen auch viele Studis Zuhause und nicht jeder muss anwesend sein. Heutzutage gibt ja bestimmt auch die Möglichkeit solche Studiumsitzungen online zu verfolgen. Dazu reicht ja, wenn ein Student die Anhörung aufnimmt. So wird das auch bei manchen Firmen schon gemacht. So muss nicht jeder Mitarbeiter extra hinfahren, sondern kann es gemütlich am PC oder so eine Sitzung verfolgen.

    Ja aber es gibt immer noch einen Unterschied zwischen Fernstudium und normalem Studium. Dass was du ansprichst ist eben ein Fernstudium. Die Anwesenheitspflichten finde ich aber trotzdem nicht gut. Besonders da sie anscheinend nur für Hochschulen gelten und nicht für normale Unis... Macht ja auch total viel Sinn.

    Bei uns machen das viele im normalen Studium auch so, solange es kein Seminar mit Anwesenheitspflicht ist. Was soll man denn tun, wenn man arbeiten muss?

    Das Problem an der Sache ist, denke ich, dass so manche Gesetze von Menschen beschlossen werden, die es vielleicht gut meinen, sich aber auch nicht besonders viel Mühe machen sich in andere hineinzuversetzen. Nicht jeder hat so viel Geld und Unterstützung von daheim, dass sie es sich leisten können einfach nur zu studieren. In Österreich reicht die Studienbeihilfe alleine nicht zum Leben und in Deutschland muss man sie doch zurückzahlen. Dazu kommt: Was sollen Kinder reicher Eltern tun, die keine oder nur das Mindeste an Unterstützung erhalten?


    OT, zu Edex netter Fahrradgeschichte.

    Zitat von Edex

    Der Krankenwagen nahm das Fahrrad nicht mit, Frechheit.

    Das ist der Höhepunkt davon. Das ist so unglaublich entitled.

    Weißt du, ein Freund von mir ist Sanitäter, die werden wegen jedem Blödsinn gerufen (wollte schreiben wegen jedem Furz, aber dann hätte ich das wortwörrlich gemeint, weil manche Menschen bisschen Bauchschmerzen wohl mit dem bevorstehenden Tod verwechseln), alte Leute glauben, sie wären ein Fahrtendienst oder Taxi und sie sind generell noch unterbesetzt.


    Ja, du solltest dankbar sein und bei sowas überlegen, wozu Sanitäter und Krankenwägen da sind: für medizinische, äußerste Notfälle, nicht um für dich den Abschleppdienst zu spielen.


    Wenn es so ist, dann nehme ich meine Behauptung zurück, dass Lehrer nicht gemobbt werden.


    Hätte nicht gedacht, dass Lehrer vor Verzweiflung heulen können. Vor Rührung, das kenne ich, aber nicht vor der Verzweiflung.

    Naja, ich weiß nicht, ob du das völlig ausgeblendet hast, aber Lehrer sind auch nur Menschen ^^" Keine Maschinen, die einfach funktionieren, sondern genau wie jeder andere Mensch mit Emotionen und Selbstwertgefühl. Und ja, auch Lehrer können gemobbt werden und genauso darunter leiden wie gemobbte Schüler.

    Das ist aber das Problem, wenn Leute mit "die werden von meinen Steuergeldern gezahlt" argumentieren: das sind Maschinen, die vom Steuergeld gezahlt werden und keine Menschen.

    Wenn sich manche Menschen mehr anstrengen, hätten sie eventuell auch mehr Empathie, aber sie wollen einfach nicht.

  • Lunario

    Sehe ich genauso. Ich hab damals auch abgebrochen weil weder das Fach noch die Art, wie ein Bachelorstudium bei uns aufgebaut ist mir zusagt. Da hätte auch eine Anwesenheitspflicht, die mich damals 3 Stundenfahrtzeit PRO TAG und knappe 15 € gekostet hätte, nichts geändert, im Gegenteil. Da hätte ich schon viel früher abgebrochen oder aber mich gar nicht fürs Studium entschieden. Oder sie wollen genau das! Weniger Studenten, weil das wäre die Folge.

    Das System gehört eher überholt. Zurück zum Diplom, mehr Zeit und weniger Auswendiglernen. Keine extremen Klauseln beim Bafög usw...



    Und bitte ein Lehrplanüberarbeitung! Wieso braucht ein BWLer, der astrein Englisch spricht, bitte Spanisch >< (Fall vom besten Kumpl)?. Oder warum braucht ein Student für erneuerbare Energien nur ein (!) Semester Energietechnik? Und warum muss ich in diesem Fach wissen wie ich den Durchmesser eines Atoms berechne?... RRARRRRHH!

    Es gibt soviel Müll im deutschen Schulsystem....

  • Zum ersten Absatz:


    Ja Studium ist echt auch nich das wahre. Ich studiere dual, da ich so Geld kriege auch während der Theorie.

    Die haben hier ein System, da ist studieren nicht einfach. Man kann sich tlw nicht auf das Lernen konzentrieren, weil Geld rein muss, um das weitere Studium zu finanzieren. Ich geb dir recht, dass die wohl erreichen wollen, weniger Studenten zu haben.

    Es ist ja allgemein bekannt, dass Handwerker- und Ausbildungsberufe aussterben in Deutschland. Die versuchen uns jetzt wieder in diese Richtung zu schieben.


    Woran ich das gemerkt habe? In der Schule wurde uns erzählt, dass wir doch auch in diesen handwerklichen Berufen, für die man ja kein Abi braucht, arbeiten können. Wir würen dann Führungskräfte.

    Finde die Aussage eher diskriminierend. Ich finde Abitur ist kein Freifahrtsschein. Es wurde gerade so gemacht, als wäre mittlere Reife nix wert.


    Zu Absatz 2:


    Das mit dem Lehrplan ohja. Ich studiere zwar dual, aber der Lehrplan bei uns is echt bah. Ich hatte jz in der 1. Theoriephase ein Grundstudium. Dazu gehörten VWL, BWL und Sozialwissenschaften. Ich studiere grob gesagt eher eine bestimmte Rechtsrichtung für meinen Job. Wozu brauch ich da diese 3 Fächer? Und das tollste ist, auch wenn du den Schwerpunkt deines Jobs bestehst, diese Module zu deinem Rechtszweig, kannst du trotzdem rausfliegen, weil du in BWL durchgefallen bist.

    Sollen die mir mal erklären, wozu ich später BWL brauch. Da fallen die meisten in unsrem Studium durch und dürfen nachschreiben.

  • Zitat von Bastet

    Das ist der Höhepunkt davon. Das ist so unglaublich entitled.

    Weißt du, ein Freund von mir ist Sanitäter, die werden wegen jedem Blödsinn gerufen (wollte schreiben wegen jedem Furz, aber dann hätte ich das wortwörrlich gemeint, weil manche Menschen bisschen Bauchschmerzen wohl mit dem bevorstehenden Tod verwechseln), alte Leute glauben, sie wären ein Fahrtendienst oder Taxi und sie sind generell noch unterbesetzt.


    Ja, du solltest dankbar sein und bei sowas überlegen, wozu Sanitäter und Krankenwägen da sind: für medizinische, äußerste Notfälle, nicht um für dich den Abschleppdienst zu spielen.

    Waaassss?


    Es war nicht mein Fahrrad und außerdem war ich selber mit dem Fahrrad unterwegs. Ich hätte es auch einfach liegen lassen sollen, der Besitzer kann es später wieder abholen wenn es bis dahin nicht geklaut wird. Aber soviel Güte wird wohl noch in den Menschen stecken. Der Unfall selbst war nicht von mir verursacht. Er wollte mich auf einem Feldweg überholen und hat nicht genug Platz zu mir gemacht. Dann hat sich sein Lenkrad mit meinem Lenkrad verharrt und wir sind gestürzt. Platz machen konnte ich garnicht mehr, weil links von mir der Weg zu Ende war. Er hätte einfach warten müssen bis genug Platz war..aber nein düst da runter, dabei noch viel zu spät geklingelt. Dabei war der Feldweg so breit, dass gerade 2 Fahrräder aneinander fahren konnten und er versuchte es in der Mitte durch! Das Einzige was ich machen hätte, wäre ins Maisfeld auszuweichen. Aber warum soll ich das tun? Außerdem hat er zu spät geklingelt und er selbst war zu schnell unterwegs.


    So ein Fahrrad kann man im Rettungswagen transportieren. Soviel Platz nimmt es nicht weg. Ich bin aber nicht sein Abschleppdienst! Er selbst wurde ja vom Krankenwagen abgeschleppt. Den wir ja angerufen haben. Nein, ich war nicht alleine unterwegs. Dennoch hatten wir durch unsere Hilfe den meisten Ärger an der Kappe. Er war ja Schuld an Unfall. Das Opfer war ich.


    Ich habe es eigentlich alles gut gemeint mit dem Rettungswagen Anruf, aber letztendlich ist es auch für mich schlecht gelaufen..

  • Edex

    Nein, das man nicht. Wie gesagt, das ist unglaunblich entitled und auch weltfremd.

    Natürlich bist du auch nicht unbedingt dafür zuständig, aber son Krankenwagen ist keine Rümpelkammer. In dem Behandlungsraum hinten sind Medikamente, sensible Geräte und er sollte zumindest möglichst steril bleiben. Und die Ärzte und Sanitäter sind auch kein Abschleppdienst.

    Was glaubst du also, wieso die irgendein Fahrrad mitnehmen sollten? Niemand tut sowas.


    Punkto entitled... wir hatten da ein Mädchen in der Schule, die sich bei einem Vortrag über das Gesundheitssystem gar nicht mehr einkriegt. Sie war mit ihrer Familie auf einem Berg wandern und hat sich barfuß in einem Flussbett einen Glassplitter(!!1) eingetreten, weshalb ihr Vater einen gottverdammten Nothelikopter für sein armes Töchterchen anfordern und später die Rettung verklagen wollte, weil die dort wohl in Gelächter ausgebrochen sind. :biggrin:

  • Das mit dem Lehrplan ohja. Ich studiere zwar dual, aber der Lehrplan bei uns is echt bah. Ich hatte jz in der 1. Theoriephase ein Grundstudium. Dazu gehörten VWL, BWL und Sozialwissenschaften. Ich studiere grob gesagt eher eine bestimmte Rechtsrichtung für meinen Job. Wozu brauch ich da diese 3 Fächer? Und das tollste ist, auch wenn du den Schwerpunkt deines Jobs bestehst, diese Module zu deinem Rechtszweig, kannst du trotzdem rausfliegen, weil du in BWL durchgefallen bist.

    Sollen die mir mal erklären, wozu ich später BWL brauch. Da fallen die meisten in unsrem Studium durch und dürfen nachschreiben.

    Das fängt ja aber auch schon in den Schulen an.

    Okay. Mittlerweile bin ich auch bereit zu sagen, ein gewisses Allgemeinwissen zu haben ist nicht schlecht, vorallem dann wenn man auch studiert oder dergleichen. Gefühlt und wahrscheinlich auch in der Praxis wird das nicht wirklich umgesetzt wie das Bildungssystem sich das denkt.

    Man soll anhand vom Unterrichtsstoff später entscheiden welchen Beruf man ausüben möchte oder welches Studium man beginnen mag? Wie wärs mal mit einem tieferen Blick in diese Sachen. Man kommt ja damit eig. kaum wirklich in Berührung damit. Unterricht ist für die meisten einfach nur ein Schulding, da denkt man gar nicht darüber nach dass man daraus ein Interesse entwickeln soll.


    Ich wäre ja dafür mind. 1-2 mal im Jahr sowas wie eine Firmenkontaktmesse an den Schulen anzubieten. Damit Firmen, Vertreter von Hochschulen/Unis und Sonstige sich vorstellen können und den Schülern ein Bild davon geben können, was später denn für diese drin ist. Aber auf eine Art und Weise mit der diese, auch was anfangen können. Mal ehrlich, keiner mag Flyers und jeder freut sich nur über den Gratiskulli ^^'


    Was die unnötigen Fächer in manchen Fachrichtungen angeht, finde ich auch dass da manchmal echt überflüssiges Zeug dabei ist. VIELLEICHT kommt man mal dann später damit in Berührung. Nur die Wahrscheinlichkeit ist schlichtweg zu gering für so ein Fall und viel zu hoch, dass man eher da durchfällt. Es ist nicht mehr als ein Lückenfüller und leider teilweise echt schlecht gewählt.

    "Lucario, tell me. What aura does the moon have?"

    "I can't say for sure, but... It feels like it's a part of me..."

  • "Ich wäre ja dafür mind. 1-2 mal im Jahr sowas wie eine Firmenkontaktmesse an den Schulen anzubieten. Damit Firmen, Vertreter von Hochschulen/Unis und Sonstige sich vorstellen können und den Schülern ein Bild davon geben können, was später denn für diese drin ist. Aber auf eine Art und Weise mit der diese, auch was anfangen können. Mal ehrlich, keiner mag Flyers und jeder freut sich nur über den Gratiskulli ^^' "

    Lunario


    Da stimme ich dir voll und ganz zu. Wir haben bei unsrem Arbeitgeber jetzt letztens in der Fußgängeezone für das angebotene duale Studium werben müssen. Drei mal dürft ihr raten, wie gut das geklappt hat. Gar nicht. Die meisten haben nichts haben wollen, weil sie was andres zu tun haben in ner Fußgängerzone.


    Ich hätte es damals in meiner Schulzeit sehr begrüßt, wenn wir mal Firmen und Vertreter verschiedener Arbeitsstellen und Unis bei uns gehabt hätten. Wir wurden mal in die TU geschickt, für die komischsten Studiengänge und bei der AfA war auch nicht viel mehr. Es war dort unnötig und null hilfreich. Die wenigsten Schulen geben den Schülern die Möglichkeit Berufe kennenzulernen.

  • Die wenigsten Schulen geben den Schülern die Möglichkeit Berufe kennenzulernen.

    Als Schüler hat man in Deutschland etwa drei Monate Ferien, da kann man seinen fetten Arsch auch mal hoch kriegen und in Eigeninitiative ein Praktikum machen oder sich über Berufe und Firmen informieren.

    Immer nur darauf warten, dass andere zu einem kommen und einen "füttern", ist eine super Einstellung, mit der man im Leben besonders weit kommt.

    Oder warum braucht ein Student für erneuerbare Energien nur ein (!) Semester Energietechnik? Und warum muss ich in diesem Fach wissen wie ich den Durchmesser eines Atoms berechne?

    Nicht die Semesteranzahl sagt etwas über den Umfang und den Inhalt eines Moduls aus, sondern der Modulplan (Inhalt des Moduls) samt Semesterwochenstunden-Übersicht. Vielleicht werden Teilbereiche der Energietechnik noch in anderen Modulen vertieft? Vielleicht wird ein anderer Schwerpunkt in diesem Studiengang gelegt?


    Die Berechnung von Atomdurchmessern ist jetzt nicht wirklich kompliziert, daran sollte keiner mit allgemeiner Hochschulreife scheitern. Andernfalls ist man wahrscheinlich falsch an einer Hochschule aufgehoben. Ich kann mir vorstellen, dass man die Atomdurchmesser braucht, wenn man z. B. Membrantechnologien einsetzt und nur selektiv bestimmte Moleküle oder Ionen abtrennen bzw. passieren lassen möchte (vgl. Brennstoffzellen-Technologie und CO2-Abtrennung).

    Sollen die mir mal erklären, wozu ich später BWL brauch.

    Frag doch mal deine Dozenten, die geben dir sicherlich eine sehr aufschlussreiche Antwort.

    Ganz nebenbei schadet es nie, mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Ich hatte in meinem biowissenschaftlichen Studium auch eine BWL-Vorlesung, in der viel zu Vertragsrecht und Gesellschaftsformen gelehrt wurde. Solche Sachen kann man auch einfach als Allgemeinbildung hinnehmen, die den eigenen Wissenshorizont (sinnvoll) erweitern. Wer weiß, vielleicht gründet man später mal eine Firma oder wird Gesellschafter in einer Firma. Da kann einem so ein "BWL-Basiskurs" schon helfen.

    Ich bin davon zwar nicht mehr betroffen, da ich fast fertig mit dem Studium bin, aber ich finde diese Anwesenheitspflichtregelung einfach nur furchtbar.

    Zunächst sei mal erwähnt, dass es den Hochschulen in NRW nun selbst überlassen wird, ob und in welchem Umfang sie Anwesenheitspflichten einführen. Es ist keine Hochschule durch das Gesetz verpflichtet jetzt Anwesenheitspflichten einzuführen.

    Zitat

    Ob eine Hochschule die neuen Regelungen nutzen will, soll unter anderem jeweils der Studienbeirat entscheiden, der je zur Hälfte aus Lehrenden und Lernenden besteht.


    https://www1.wdr.de/nachrichte…z-verabschiedung-100.html

    Dann gibt es durchaus Studiengänge (z. B. Medizin) bzw. Module, in denen eine Anwesenheitspflicht durchaus Sinn macht.

    Gerade in den Biowissenschaften war meine Erfahrung während des Studiums, dass die Kommilitonen, die regelmäßig in den Vorlesungen waren, die Klausuren im ersten Anlauf und mit deutlich besseren Noten bestanden haben, als diejenigen, die die Vorlesungen nicht besucht haben. Die Anwesenheit bei Vorlesungen hat nunmal den Vorteil, dass man den Dozenten direkt fragen kann, wenn man etwas nicht verstanden hat und die (ausführlichen) Erklärungen bzw. Ausführungen während der Vorlesung notieren kann.

  • Als Schüler hat man in Deutschland etwa drei Monate Ferien, da kann man seinen fetten Arsch auch mal hoch kriegen und in Eigeninitiative ein Praktikum machen oder sich über Berufe und Firmen informieren.

    Schonmal versucht als 15-jähriger nen Praktikum bei BMW zu kriegen? Die lachen dich aus... Als ob die dazu Zeit hätten ^^. Ich hab selbst fürs Praxissemester nur Absagen bekommen...

    Vielleicht werden Teilbereiche der Energietechnik noch in anderen Modulen vertieft? Vielleicht wird ein anderer Schwerpunkt in diesem Studiengang gelegt?

    Im gesamten Modulplan kam Energietechnik nicht mehr vor. Ob nun andere Fächer davon was durchnahmen kann ich nicht beurteilen, aber rein vom Namen her nicht.

    Ich kann mir vorstellen, dass man die Atomdurchmesser braucht, wenn man z. B. Membrantechnologien einsetzt und nur selektiv bestimmte Moleküle oder Ionen abtrennen bzw. passieren lassen möchte (vgl. Brennstoffzellen-Technologie und CO2-Abtrennung).

    Dann sollte man das aber nicht im ersten Semester durchnehmen und auch nicht alles durch Auswendiglernen... Ich hab scho Ende des zweiten Semesters davon alles wieder vergessen, geschweigedenn, dass ichs jetzt noch kann. Nicht grade nachhaltig, aber das betrifft das ganze Schulsystem.

    Ganz nebenbei schadet es nie, mal über den Tellerrand hinaus zu schauen.

    Aber nicht, wenn man das Zeug in den Kopf pressen muss, da man durchfliegen kann. Als Wahlfach mit nem Anwesenheitszertifikat gerne, aber net so wies jetzt ist.

    Wer weiß, vielleicht gründet man später mal eine Firma oder wird Gesellschafter in einer Firma. Da kann einem so ein "BWL-Basiskurs" schon helfen.

    Dann nehm ich den aber als Wahlfach oder trainiere mir das selbst an und nich im Studium.

    Gerade in den Biowissenschaften war meine Erfahrung während des Studiums, dass die Kommilitonen, die regelmäßig in den Vorlesungen waren, die Klausuren im ersten Anlauf und mit deutlich besseren Noten bestanden haben, als diejenigen, die die Vorlesungen nicht besucht haben.

    Das sollten sie aber von alleine tun und nicht aufdiktiert bekommen. Ich selbst habe mir später schneller alleine alles erarbeitet, ohne nen Platz in ner Vorlesung wegzunehmen. Das gehört für mich einfach zur Schulung der Selbstständigkeit. Eine Anwesenheitspflicht erinnert mich zu sehr an Schule und genau das sollte meiner Meinung nach ein Studium eben nicht sein.


    Zwang zu etwas ist generell nicht das Richtige. Klar gibts Leute, die ohne Zwang nichts gebacken kriegen, aber unter solchen Leuten zu leiden ist einfach ätzend und macht zumindest mir vieles kaputt. Ich mache gerne Weiterbildungen und Kurse, aber die ham eben alle keine Prüfungen. Davon behalt ich auch wesentlich mehr im Kopf. Es gibt nicht umsonst den Spruch: "Begeisterung ist Dünger fürs Hirn!"

    Übrigens ein Grund warum Lehrer oder Dozenten für mich keine Pädagogen sind.

  • Ich hör von dir bellchen immer nur, dass du dich beklagst und das ist dann angesichts dessen, dass du nicht weißt, was in den einzelnen Vorlesungen und Seminaren / Übungen geschieht, oft inhaltsleer. Jeder, der direkt mit physikalischen, chemischen und biologischen Fächern zu tun hat, braucht auch ein allgemein breit gefächertes naturwissenschaftliches Wissen.


    Und nur, weil die Folgevorlesungen nicht Energietechnik heißen, heißt es nicht, dass das Wissen nicht aufbauen ist. Natürlich wäre etwas mehr Zeit im Studium sehr gut, aber man ist halt fertig, wenn man fertig ist, nicht nach Mindeststudiendauerzeit.


    Übrigens ein Grund warum Lehrer oder Dozenten für mich keine Pädagogen sind.

    Du willst doch bloß deinen eigenen Beruf auf ein Treppchen stellen. Der Verdacht liegt hier verdammt nah.

    Ansonsten: Natürlich sind Dozenten keine Pädagogen. Für erwachsene Menschen...?


    Zitat von PokefanNo1

    Dann gibt es durchaus Studiengänge (z. B. Medizin) bzw. Module, in denen eine Anwesenheitspflicht durchaus Sinn macht.

    Gerade in den Biowissenschaften war meine Erfahrung während des Studiums, dass die Kommilitonen, die regelmäßig in den Vorlesungen waren, die Klausuren im ersten Anlauf und mit deutlich besseren Noten bestanden haben, als diejenigen, die die Vorlesungen nicht besucht haben. Die Anwesenheit bei Vorlesungen hat nunmal den Vorteil, dass man den Dozenten direkt fragen kann, wenn man etwas nicht verstanden hat und die (ausführlichen) Erklärungen bzw. Ausführungen während der Vorlesung notieren kann.

    Schon, aber habt ihr keine Facebookgruppen und Foren? Da sieht man doch die ausführlichen Mitschriften.

    Ich kann das gar nicht ab, wenn Leute nicht sozial sein wollen und andere fallen lassen. Manche müssen halt auch wegen Arbeit aus der Vorlesung oder weil man das Kind abholen muss. Zum Glück gibt es da immer jemanden, der seine Sachen teilt.