News-Topic 2022


Pokémon Karmesin und Purpur sind erschienen!


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  • Ich hab mit meinen Freundinnen drüber gesprochen und was mir eingefallen ist: es ist, als wäre Mickey Maus gestorben. Auch Mickey Maus (und Walt Disney) haben negative Hintergründe zur Genüge, aber Mickey selbst hat nichts Schlimmeres gemacht als Dinge zu sagen, die ihm in den Mund gelegt wurden, und bei der Queen ist es ähnlich.


    Man kann ihr vorwerfen, vom Imperialismus profitiert und nichts gegen die Gräueltaten im Empire unternommen zu haben, aber wenn ich von Listen höre, was sie alles GETAN hat, dann frag ich mich schon, seit wann die Queen aktiv am politischen Geschehen teilnehmen kann. Ich habe auch gelesen, dass sie durchaus Vetorechte bei manchen Gesetzen eingeräumt bekommen hat, aber da ging es unter anderem um royale Besitztümer und Ländereien (wie legitim diese im Besitz der Royal Family sind ist eine andere Geschichte, aber das betrifft nicht nur Royals). Es ist und bleibt fraglich, bis zu welchem Punkt die Queen den Kolonialismus aktiv unterstützt und nicht nur die Rolle eingenommen, zu der man sie erzogen hat. Letztendlich kann man ihr eben nur vorwerfen, dass es sie offensichtlich nicht genug gekümmert hat.


    Auf der anderen Seite steht eben die Rolle, die sie für ihre britischen Bürger:innen und viele andere Menschen auf der Welt eingenommen hat, die letztlich eine Popfigur wie Mickey Maus war bzw. ist und auch so vermarktet wurde. Diese Seite ist es, die selbst Staaten wie Kanada und Australien an ihr als Staatsoberhaupt hat festhalten lassen. Die Royal Family ist etwas, das sich zumindest die reicheren Staaten des Commonwealth auch leisten, weil sie Prestige und eine lange Geschichte bedeuten, auf die die herrschenden Klassen (die Bourgeoisie bzw. das Establishment) auch stolz sind und mit der sie ihre eigene Überlegenheit legitimieren. Wirklich spannend am Tod dieser historischen Figur finde ich, was jetzt in dieser Umbruchszeit längerfristig passieren wird. Ob sich eben Staaten vom Commonwealth lossagen. Ob King Charles bis zu seinem Lebensende, wann es auch kommen mag, König sein wird. Ob er der letzte König sein wird, das namentliche Vermächtnis zeichnet ja schon interessante Wege ...

  • Finde es schon lustig, wie hier verkannt wird, wie oft die Queen politischen Einfluss genommen hat - wenn sie selbst davon profitiert hat. Als Steuern auf Immobilien gehoben werden sollten, war die Queen ganz fix dabei, politisch einzugreifen und zu lobbyieren. Als sie selbst ihre Finanzen offenlegen sollte genau so. Und das waren nicht die einzigen Male. Sie hat immer mal wieder zum eigenen Wohle in die Politik eingegriffen und siehe da, sie ist noch immer Head of State gewesen. Fast so, als könnte sie tatsächlich eingreifen.


    Rechtlich gibt es übrigens keine Grundlage, die Königin "abzuwählen". Das Maximum, was hätte passieren können, wäre, dass die ganze Monarchie abgesägt worden wäre. Was sicher nicht das schlechteste gewesen wäre.


    Und es ist nicht so, als hätte sie nicht auch immer mal wieder offiziell Dinge verurteilt. Nur... halt nicht wirklich die Sachen, die sie hätte verurteilen sollen. Also, so wirklich schlimme Sachen wie Genozide, Kriegsverbrechen und so weiter.


    Oh, und die Macht Raubkunst zu ihren Ursprungsländern zurückzuführen hätte sie übrigens auch gehabt.


    Auch gab es da eben so viele kleine Sachen. Wisst ihr noch die Menge an Rassismus als Meghan Markle in die Familie kam? Das war Familiensache. Da hätte die Queen was zu sagen können. Hat sie nicht. Wo hat sie aber was gesagt in so einer Familiensache? Ach ja, als Prince Andrew wegen Kindesmissbrauch angeklagt war. Da hat sie sogar persönlich das Schweigegeld an das Opfer bezahlt.

  • Finde es schon lustig, wie hier verkannt wird, wie oft die Queen politischen Einfluss genommen hat

    Ich denke dass viele sich was die Queen betrifft einfach nicht informiert haben.

    Weil sie so unglaublich lange im Amt war weckt sie demnach eben doch gewisse Gefühle weckt, über die eigene Sterblichkeit, ihr eigener Status als Teil der englischen Kultur und auch darüber wie sich alles irgendwann wandelt egal wie felsenfest sie aussahen.


    Demnach empfinde ich, für mich persönlich schon ein gewisses oberflächliches Mitleid, aber wie oben gesagt habe ich selbst kaum eine Ahnung wie ihre politische Vergangenheit aussah und demnach möchte ich nicht beurteilen was für eine Person sie war und wie viel Mitgefühl sie wirklich verdient hat.



    Die ganze Situation kommt leider auch sehr sehr gelegen, weil sich nun kein Schwein auf die ehrlich gesagt viel bedeutendere Sache konzentriert, did neue Regierung. Ich meine was stand da Gestern alles in der Zeitung?

    Erstmal wurde jemand zur Nachfolgerin ernannt, welche Boris Johnson vollends unterstützt hat und nun seinen Asyl Kurs mit voller Härte weiterverfolgen will, was -gott Rasenmäher, kann nicht denken.

    Macht seinen Rauswurf wertlos. -Oh toll Sirene...

    Sie glaubt nicht an Transgeschlechtliche, ihr Staff hat Leute wie jemand die gegen Homo Ehe ist und andere Kleingeister.

    Ich würde mehr aufzählen, aber gerade ists etwas zu laut.


    Ich glaube so war es auch bei irgendwas was Ungarn, oder die Türkei getan hat? Und kurz darauf brach der Ukraine Krieg aus.

    Keine Ahnung, jedenfalls ist es shitty, dass das Ganze von den News über die Königin nun überschattet wird.

  • Ich finde es wirklich schade, wie empathielos viele Leute sind, wenn es um den Tod der Queen geht. I mean sure, die Memes sind funny, aber lasst doch die Leute trauern, meine Güte.


    Das British Empire - nicht Elizabeth Windsor als Person selbst btw - hat irre viel Leid verursacht, keine Frage. Ich denke aber dass ganz, ganz viele Leute verkennen, wie viel Einfluss der "Head of State" letztendlich hat. Die Queen war mehr Repräsentantin als alles andere. Wenn sie sich wirklich kritisch und bestimmt geäußert hätte, wäre die gute schneller weg gewesen, als sie Tea Time sagen kann. Klar, kann man von halten was man will, aber sie war auch ein Mensch mit Familie und zumindest deren Trauer verdient Respekt. Und für viele Briten war sie eine Konstante, eine Ikone, eine Figur, zu der sie aufgeblickt haben. Sie war immer dort. Und diese Trauer kann man ihnen zumindest für den Anfang lassen. Meine Mutter hat auch tagelang um Prinzessin Diana getrauert, obwohl sie sie nie persönlich kannte. Und einige von euch haben bestimmt auch um andere public figures getrauert, die euch durch ihr Tun und Handeln persönlich beeinflusst haben.


    That being said - es hätte eher Andrew treffen sollen, den dreckigen Pädophilen ^__^



    Sorry, ich mag deine Posts meist sonst sehr, aber hier muss ich dich widersprechen (abgesehen vom letzten Absatz über ****** Prince Andrew).


    Einerseits ist es so wie Alaiya schon schrieb, tatsächlich desöfteren so, dass Queen Elisabeth ihre realen Einflussmöglichkeiten sehr gut genutzt hatte wenn es um die Inlandsinteressen ihres Königshauses geht, sei es bei Steuern auf Immobilien, Offenlegung ihrer Finanzen und andere Einflussnahmen hinter den Kulissen.


    Andererseits wird hier nicht nur von dir der koloniale Einfluss von Queen Elisabeth ziemlich downplayed. Es ist z. B. erwiesen, das Queen Elisabeth höchstpersönlich aktiv versucht hat die Unabhängigkeitsbewegungen in "ihren" Kolonien zu stoppen und gerade unabhängige Kolonien daran zu hindern den Commonwealth zu verlassen. Es ist purer Geschichtsrevisionismus zu behaupten, dass sie nach Ende des Kolonialismus Queen geworden sei, Revisionismus dass sie erlaubt hätte, dass die Kolonien in Afrika (insbesondere Ghana oder Kenya) unabhängig werden und dass die Verbrechen am Ende der Kolonialzeit in den 1950er Jahren seitens des British Empires alleinig von Winston Churchill bzw. den damaligen Prime Minister befohlen worden wären und die Queen bzw. das britische Königshaus wenig bzw. nichts damit zu tun gehabt hätte.


    Dementsprechend kann ich es zumindest bei Menschen aus den ehemaligen Kolonien vollkommen nachvollziehen, wenn sie 0 Empathie verspüren gegenüber den Tod von Queen Elisabeth, genauso wenig wie ich Empathie verspüren würde, wenn ein französischer Kolonialherr (Algerien war 120+ Jahre lang eine Kolonie von Frankreich) gestern verstorben wäre.

  • Ich finde es wirklich schade, wie empathielos viele Leute sind, wenn es um den Tod der Queen geht. I mean sure, die Memes sind funny, aber lasst doch die Leute trauern, meine Güte.


    Das British Empire - nicht Elizabeth Windsor als Person selbst btw - hat irre viel Leid verursacht, keine Frage. Ich denke aber dass ganz, ganz viele Leute verkennen, wie viel Einfluss der "Head of State" letztendlich hat. Die Queen war mehr Repräsentantin als alles andere. Wenn sie sich wirklich kritisch und bestimmt geäußert hätte, wäre die gute schneller weg gewesen, als sie Tea Time sagen kann. Klar, kann man von halten was man will, aber sie war auch ein Mensch mit Familie und zumindest deren Trauer verdient Respekt. Und für viele Briten war sie eine Konstante, eine Ikone, eine Figur, zu der sie aufgeblickt haben. Sie war immer dort. Und diese Trauer kann man ihnen zumindest für den Anfang lassen. Meine Mutter hat auch tagelang um Prinzessin Diana getrauert, obwohl sie sie nie persönlich kannte. Und einige von euch haben bestimmt auch um andere public figures getrauert, die euch durch ihr Tun und Handeln persönlich beeinflusst haben.

    Ich finde es egal ob sie nur Repräsentativ war, sie nahm diese Verbrechen einfach hin, die Verbrechen die ihr Staat vollbrachte, blendete alles aus und denkt alles sei ok.


    Aber ja, das köstliche Geld und der schicke Wohnsitz sind die ganzen verschweigten Menschenleben wert.


    Ausserdem, einfach so als Monarch/in abgesetzt zu werden halte ich auch für unwahrscheinlich, man bleibt mit dem Titel kleben, bis man abgibt, stirbt, oder eine erfolgreiche Revolution stattfand.


    Ich bin auch dafür das Leute trauern dürfen, doch wer nicht im engen bekanntenkreis war/ist, trauert eher um sich selbst.


    Die Queen tat nie etwas, ausser da zu sein. Sie baute nicht weltweit Obdachlosenheime, Waisenhäuser oder sonstige Institutionen um Menschen zu helfen, doch ihre Existenz reichte scheinbar schon, um Weltweit betrauert zu werden und ihr Eigenschaften und Leistungen zuzuschreiben die sie nicht hatte und nie vollbracht hat. Deswegen finde ich sollte man sich die Frage stellen: "Wieso trauere ich um die Königin?"


    Ich hab mit meinen Freundinnen drüber gesprochen und was mir eingefallen ist: es ist, als wäre Mickey Maus gestorben. Auch Mickey Maus (und Walt Disney) haben negative Hintergründe zur Genüge, aber Mickey selbst hat nichts Schlimmeres gemacht als Dinge zu sagen, die ihm in den Mund gelegt wurden, und bei der Queen ist es ähnlich.


    Man kann ihr vorwerfen, vom Imperialismus profitiert und nichts gegen die Gräueltaten im Empire unternommen zu haben, aber wenn ich von Listen höre, was sie alles GETAN hat, dann frag ich mich schon, seit wann die Queen aktiv am politischen Geschehen teilnehmen kann. Ich habe auch gelesen, dass sie durchaus Vetorechte bei manchen Gesetzen eingeräumt bekommen hat, aber da ging es unter anderem um royale Besitztümer und Ländereien (wie legitim diese im Besitz der Royal Family sind ist eine andere Geschichte, aber das betrifft nicht nur Royals). Es ist und bleibt fraglich, bis zu welchem Punkt die Queen den Kolonialismus aktiv unterstützt und nicht nur die Rolle eingenommen, zu der man sie erzogen hat. Letztendlich kann man ihr eben nur vorwerfen, dass es sie offensichtlich nicht genug gekümmert hat.

    Ich finde den Unterschied zwischen Cartoon und Realität zu groß, um da einen vergleich zu ziehen.


    Die Liste hatte nichts damit zu tun, dass sie etwas getan hatte, sondern dass die Sachen zu ihrer Regentschaft passiert sind und sie alles hinnahm, was ihr eigener Staat verbrochen hat. Die Liste zeigte einfach nur, das man nicht einfach alles Rosarot mit der Queen sehen sollte und ihr Schweigen und ihre Ignoranz auch kritisiert werden kann, denn im Gegensatz zu Mickey Mouse, brauchte sie keinen Animator, einen Synchronsprecher und einen Scriptschreiber, um was zu sagen, also ja, wie du schon sagtest, das kann und sollte man ihr vorwerfen.

  • Ich finde es wirklich schade, wie empathielos viele Leute sind, wenn es um den Tod der Queen geht. I mean sure, die Memes sind funny, aber lasst doch die Leute trauern, meine Güte.

    Aber Empathie wofür und aus welchem Grund? Auch Empathie und Trauer muss irgendwo logisch nachzuvollziehen sein, und das ist es nicht wirklich, wenn eine vollkommen fremde Person verstirbt.

    Bei Michael Jackson konnte ich es noch irgendwo nachvollziehen, weil seine Musik manche Menschen bewegt hat.

    Wenn ein Kind oder allgemein eine Person, die Opfer eines grausamen Verbrechens wird, getötet wird, kann man vielleicht über die Umstände des Todes entsetzt sein.

    Aber was soll einem bei einer Königin leidtun, die im sehr hohen Alter friedlich einschläft; es sei denn man gehört zur engeren Familie (und da zweifle ich es an wie sehr sie an ihrer (Groß)Mutter hängen; man kann schwerlich als Mitglied des Königshaus sagen, dass man die Queen hasst)?

    Die Menschen "trauern" hier eher um ein Symbol und weniger um die Person an sich und haben es so gelernt, dass sie mit der Queen dieses Symbol und Gefühle verbinden sollen. Es gibt ja auch all diesen Kitsch rund ums Königshaus, den manche Engländer*innen sammeln und vor allem an Tourist*innen verkauft wird, und es ist halt nichts anderes als ein Symbol.



    Edit:

    That being said - es hätte eher Andrew treffen sollen, den dreckigen Pädophilen ^__^

    Der wurde doch btw sehr gut von der Königsfamilie in Schutz genommen?



    Die Queen tat nie etwas, ausser da zu sein. Sie baute nicht weltweit Obdachlosenheime, Waisenhäuser oder sonstige Institutionen um Menschen zu helfen, doch ihre Existenz reichte scheinbar schon, um Weltweit betrauert zu werden und ihr Eigenschaften und Leistungen zuzuschreiben die sie nicht hatte und nie vollbracht hat. Deswegen finde ich sollte man sich die Frage stellen: "Wieso trauere ich um die Königin?"

    Eben das und wenn man Gefühle nicht halbswegs vernünftig begründen kann, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie nicht die Eigenen sind, sondern indoktriniert wurden.


    All die Diana-Memes sind aber top notch. xD

  • im Gegensatz zu Mickey Mouse, brauchte sie keinen Animator, einen Synchronsprecher und einen Scriptschreiber, um was zu sagen

    1. Hab ich geschrieben "ähnlich" - dass es nicht das Gleiche ist, ist vollkommen klar. Sie selbst ist ja auch kein Cartoon.


    2. Die Reden, die sie gehalten hat, wurden vorgeschrieben. Natürlich müsste sie die nicht herunterbeten und hätte selbst sprechen können und hat es sicher auch mal getan. Aber sie war Teil eines viel größeren Systems, dem sie sich ja schon mit ihrer Rede zum 18. Geburtstag unterstellt hat. Wenn man überlegt, wann und wie sie erzogen wurde, welche Werte damals galten und dass es ihr immer um das Wohl der Briten ging, dann versuchte sie genau diese Funktion möglichst gut zu erfüllen.


    Nur was halt gut für sie und das britische Volk war, ging zulasten der kolonisierten Völker. Trotzdem finde ich nicht, dass es in Ordnung ist, sie mit Hitler zu vergleichen - was ich auch schon in dem Kontext gelesen habe. Trotz allem hat sie keine Politik der Vernichtung konzipiert und aktiv ausgeübt. Zwischen der Verteidigung royaler Rechte bzw. Privilegien, mit denen vor allem konservative Regierungen eher weniger Probleme haben, und dem aktiven Eingriff in Tagespolitik, indem sie ihre Regierung offen kritisiert und damit deren Politik konterkariert, ist schon ein klitzekleiner Unterschied. Den/diejenige hier, die auf diese Weise ihre Existenz als Königin der halben Welt aufs Spiel setzt, will ich sehen. Elizabeth II. war keine Heilige, sie war auch nur ein Mensch. Nicht euer Lieblingsmensch und bestimmt nicht der Lieblingsmensch vieler, aber doch ein prägender Teil jüngerer Geschichte, der jetzt fehlt. Man darf auch Respekt vor ihren guten Taten haben ohne die schlechten UNtaten (im wahrsten Sinne) gutzuheißen. Sie hat ihren Platz in den Geschichtsbüchern, aber ihr Ableben allein verändert die Welt nicht so als dass man es übermäßig feiern müsste wie es viele tun.

  • Ich finde es wirklich schade, wie empathielos viele Leute sind, wenn es um den Tod der millionen und abermillionen von Menschen aus mehreren Kontinenten geht, die der Queen und ihrer kranken Familie zu Opfer gefallen sind.


    Aber hier mal ein kurzes Best-Of zu unserer geliebten:



    God save the Queen!

  • Aber hier mal ein kurzes Best-Of zu unserer geliebten

    Danke, so eine Liste ist deutlich einleuchtender und aufklärender als "ja, die hat schlechte Sachen gemacht und deswegen darf man nicht um sie trauern" :) Wäre natürlich cool, wenn es dazu, eben zu Aufklärungszwecken, auch Quellen gibt.


    Denke aber, bzw hoffe, dass die Monarchie in GB mehr an Zustimmung verlieren wird, jetzt, wo Elizabeth tot ist. Sie war ja eben doch das Wahrzeichen dieser Institution schlechthin, und ich denke, dass zumindest in ein paar Jahren der Punkt erreicht ist, wo mehr und mehr Abstand von der Krone genommen wird.


    Um Harry tut es mir allerdings wirklich leid, er hat seine Großmutter laut eigener Aussage wohl dennoch sehr geliebt und konnte zuletzt dann doch nicht mehr bei ihr sein und Abschied nehmen. Kann aus eigener Erfahrung nachvollziehen, wie mies das ist.

  • Man kann halt auch Gefühle von Menschen kritisch hinterfragen, weil Menschen gerade durch Sentimanitäten sehr leicht manipuliert werden können.

    Wenn jemand nun meint, er trauere wegen einer vollkomen fremden Person ohne dafür einen plausiblen Grund zu nennen als "das war halt die Queen!!", kann man davon ausgehen, dass es eine sehr oberflächliche und halt antrainierte Trauer ist.

    Allgemein ist es so, wenn Menschen Prominente und Königshäuser zu sehr verehren und einfach viel zu viel Personenkult betreiben anstatt die Taten oder Kunst einer Person wertzuschätzen, dass da wenig Reflektion dahintersteht.


    Natürlich sagt Harry, dass er seine Großmutter eigentlich geliebt hat. Ich meine, als dürfte er überhaupt was anderes sagen ohne den größten Anschiss inklusive sozialem Exil zu erhalten. ^^'

    Genau das ist es ja auch. Wenn der Tod der Queen nicht deine Empathie für die Königsfamilie erhaschen kann, sind es dann andere Mitglieder des Königshauses, die versuchen Sympathie für sich zu gewinnen.

  • Habe in meinem Post oben Quellen hinzugefügt. Eigentlich wäre das nicht nötig - die britische Hoheitsfamilie gehört zu den am meisten beobachteten Personengruppen weltweit und dass sie mächtig Dreck am stecken hat, sollte den meisten klar sein. All diese Fakten sind dementsprechend unfassbar leicht zu recherchieren und wer denkt, irgendwas davon sei so abstrus und unglaubwürdig, darf es googlen und innerhalb von 10 Sekunden sprachlos bleiben. Beispielsweise haben Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell mal gemütlich auf einem der königlichen Anwesen gechillt… wobei, das ist jetzt eine der glaubwürdigeren Tatsachen lmao


    Allen ernstes, diese Familie und ihr gefühlter Status auf der Welt basieren auf den Familienwerten vom Heinrich VIII. und der Idee, dass ihr Blut angeblich näher zu Gott sein soll. Sie selbst glauben das, meine Güte. Sie haben entweder tatenlos zugesehen, wie die halbe Welt kolonisiert und ausgeraubt wird oder haben sogar aktiv daran teilgehabt. Das eigentlich tragische an ihrem Tod ist die Tatsache, dass sofort jemand ihren Platz eingenommen hat. Insofern habe ich jetzt meinen kurzen Spaß an den Memes und Tweets, aber das ändert nichts an der Kolonisierung von Territorien, die bis zu diesem Tag hält. Sad.

  • 1. Hab ich geschrieben "ähnlich" - dass es nicht das Gleiche ist, ist vollkommen klar. Sie selbst ist ja auch kein Cartoon.

    Und ich sagte:


    Ich finde den Unterschied zwischen Cartoon und Realität zu groß, um da einen vergleich zu ziehen.

    Die Queen entschied sich das zu machen, aus reiner Gemütlichkeit.

    2. Die Reden, die sie gehalten hat, wurden vorgeschrieben. Natürlich müsste sie die nicht herunterbeten und hätte selbst sprechen können und hat es sicher auch mal getan. Aber sie war Teil eines viel größeren Systems, dem sie sich ja schon mit ihrer Rede zum 18. Geburtstag unterstellt hat. Wenn man überlegt, wann und wie sie erzogen wurde, welche Werte damals galten und dass es ihr immer um das Wohl der Briten ging, dann versuchte sie genau diese Funktion möglichst gut zu erfüllen.


    Sie übte ein hohes Maß an Kontrolle über die öffentlichen Finanzen Großbritanniens ohne jedwede Transparenz WÄHREND sie gleichzeitig riesige Mengen desselben Geldes erhielt


    Sie änderte Gesetze persönlich nach ihren belieben


    Sie verhandelte Klauseln des Gleichberechtigkeitsgesetzes sodass sie niemanden “fremdes” oder “farbliches” im Palast einstellen müsste. Diese Klauseln sind teilweise noch immer aktiv


    Ihre Hoheit ist eine der größten Grundbesitzer ihres Landes. Es geht um 26 hoheitliche Residenzen, inklusive 9 Palaste die hauptsächlich leer sind und ein Immobilienportfolio, das um die 300 Millionen Pfund im Jahr generiert
    Trotz dem, hat sie eine Familie während der Pandemie wegen einer unbezahlten Rechnung von 32 Pfund aus einem ihrer Anwesen rausgeschmissen


    Das “kostenlose” Buch, das sie zu jeder Schule schickte und in dem Steht, wie toll die Queen ist, hat die britischen Steuerzahler*innen 12 Millionen gekostet


    Der Schutz und die Sicherheit der Hoheitsfamilie kostet die britischen Steuerzahler*innen über 300 Millionen Pfund jährlich. Für Kontext: in Großbritannien leben ca. 14 Millionen Menschen in (“relativer”) Armut


    Sie hat Lobbyismus im schottischen Parlament 67 Mal betrieben um unter anderem sicherzustellen, dass ihre Anwesen dort von den Naturschutzgesetzen unberührt bleiben


    Sie versuchte, das staatliche Budget für Armut zu nutzen, um den Buckingham Palast zu wärmen. Trotz ihres Reichtums

    Sieht mir mehr so aus als hätte sie, immer nen Taurosdunghaufen auf ihr Volk gegeben, solange der Luxus anhielt.


    Ich wette sie würde das Leben ihrer ach so geliebten Untertanen hergeben, wenn sie davon profitieren könnte, wenn ich das hier alles so lese.



  • Eine Professorin die POC ist (Uyu Anja) hat diese Verbrechen unter Elisabeths Regentschaft deutlich benannt (gerade die Verbrechen 1967-1970, als 3 Millionen Igbo in Nigeria ermordet wurden) und wie ignorant die Trauerbekundungen für diese Frau sind und erlebt gerade, wie deswegen von Jeff Bezos und der Carnegie Mellon University die von den Rechten angeblich so bejammerte "Cancel Culture" betrieben wird, oder besser gesagt versucht wird ihre Reputation zu zerstören. Ich möchte zudem auch noch darauf hinweisen, dass Iren seit vorgestern auf Twitter & Co. Party machen wegen Elisabeths Tod, aber den meisten "weißen" ist das dann egal bzw. es sei dann "fun and games". Aber wehe, ein paar prominente POC in Academia und Medien äußern sich kritisch, dann ist es auf einmal unprofessionell, grob und blah blah.

    Das ist auf so vielen Ebenen rassistisch und die "weiße Mehrheitsgesellschaft" inkl. "Liberalen" in Europa zeigen wieder ihr wahres Gesicht.

  • Weißt du, deiner Aussage fehlt es nicht an einer gewissen Ironie. Vermutlich hast du selbst davon gehört, aber die Iren wurden in der Vergangenheit immer wieder als Farbig klassifiziert.


    Kürzlich gabs auch in meiner Tageszeitung nen Artikel dazu wie großartig Mutter Theresa war.

    Und heute gabs nen langen Artikel dazu wie die Queen immer bereit war ihrem Volk zu dienen und natürlich dass ihr Nachfolger bereit ist die Verantwortung bezüglich ihrer Untertanen weiter zu führen.


    Also das sagt eigentlich schon viel aus. Gerade bei Untertanen musste ich die Augen verdrehen. Gibt England immer noch vor eine Monarchie zu sein?

    Man muss jetzt wirklich nicht in ihre Vergangenheit schauen um zu wissen, dass sie größtenteils nur eine Figurehead ist welche keine echte Verantwortung hat.

    Es ist ne Demokratie welche sich ne Monarchie als Kulturgut und Touristenattraktion hält.

    Der Artikel soweit ich ihn gelesen habe hat sich auch nicht groß damit beschäftigt irgendwelche Beispiele zu liefern, was denn genau ihr großartiges Leben und Wirken nun war.

    Allenfalls ein paar Familientragödien.

  • Die Begründungen lesen sich dann immer wie "aber das ist gar nicht nett, dass die Iren den Tod eines Menschen feiern!! :/"

    Ja okay Susan, weißt du was auch nicht "nett" war... alles, was Irland (und natürlich den Kolonialstaaten) angetan wurde. Und dem eigenen Volk, in dem Millionen in Armut leben und die Königsfamilie noch immer in der Zeit gefangen ist, als würde sie vor Zeiten der französischen Revolution auf Kosten des Volks leben.

    Wieso sollte man dann auch oberflächliche Kitschgefühle von Leuten über Hard Facts stellen.

  • Oi. Was jetzt in den UK abgeht, geht auch auf keine Kuhhaut mehr drauf.


    Es gibt natürlich in den UK viele Leute (sehr viele Leute), die gerne die Monarchie abschaffen wollen. Wofür es eine lange Reihe guter Gründe gibt. Ein paar von diesen Leuten haben nun in Edinburgh - wohin die Leiche von Lizzy V2.0 überführt wurde - demonstriert und...


    Wurden für die Demonstration verhaftet und mit "Breach of Peace" angeklagt.


    Sehr demokratisch, da drüben in den UK.


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  • Vor allem auch so "fortschrittlich"...


    Ist zwar gut, dass wir unseren § 103 StGB (Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten) vor fünf Jahren abgeschafft haben (wegen/dank Böhmermann), aber den § 90 StGB (Verunglimpfung des Bundespräsidenten in Deutschland) gibt es immer noch... Allerdings scheint das Gesetz immerhin nur sehr selten angewendet zu werden.

  • Vielleicht war's ja die Rechtschreibpolizei, weil imperialism falsch getrennt wurde. :unsure:

    Er wandte sich an Gucky: "Der Kommandant hat mich gewarnt für den Fall, dass du bei den Ankömmlingen sein würdest. Deine Kommentare würden schwer zu verstehen sein, weil du in einer Art zwanghaften Humors gefangen bist." Perry Rhodan #3133, Seite 55

    Per aspera ad astra!

    Momentan kein Partneravatar mit Missy!

  • Belgrad: Europride-Demo nun offiziell verboten
    Nach der "Absage" des CSD durch den Präsidenten hat das Innenministerium die Pride-Demo und eine Gegenkundgebung untersagt. (Politik - Europa)
    www.queer.de


    Der Europride in Belgrad wurde nun offiziell von der serbischen Regierung (die Regierungschefin ist wohlgemerkt selbst lesbisch) abgesagt, die auf Sicherheitsgründe verwiesen hat: "

    Im Rahmen der aktuellen geopolitischen Situation und der Spannungen in der Region würden sinnlose Konflikte auf den Straßen von Belgrad die Position unseres Landes erschweren und die Sicherheit der Teilnehmer der Demonstration sowie anderer Bürger gefährden", so Vulin.


    Die Organisatoren des Europrides haben bereits angekündigt gegen das Verbot des Europrides vor Gericht zu ziehen. Serbien ist wohlgemerkt ein EU-Beitrittskandidat.

  • EXCLUSIVE U.S. weighs China sanctions to deter Taiwan action, Taiwan presses EU
    The United States is considering options for a sanctions package against China to deter it from invading Taiwan, with the European Union coming under…
    www.reuters.com


    Die USA erwägt Sanktionen gegen China, um diese von einem Angriff von Taiwan abzuhalten. Die EU steht unter diplomatischen Druck von Taiwan ebenfalls Sanktionen gegen China zu verhängen. Sanktionspakete gegen China über die bereits bestehenden Sanktionen hinaus gestalten sich jedoch als deutlich komplexer als bei Russland (das praktisch nur Gas liefert und anzubieten hat) angesichts der tiefen Verflechtung mit der zweitgrößten Weltwirtschaft. Geplant seien zumindest weitere Restriktionen in der Investition und Tausch mit China in sensitiven Technologien wie Computer Chips und Telekommunikationsausrüstung.