Wettbewerb 12: Allgemeiner Drabble

  • Votetopic


    Ähnlich wie im letzten Jahr gibt es auch dieses Jahr wieder eine bestimmte Anzahl an Punkten, die ihr den Texten geben könnt. Dabei ist zu beachten, dass ihr frei wählen könnt, wie genau ihr die Punkte verteilt und welche Texte mehr Punkte als andere bekommen. Achtet jedoch darauf, dass ihr die Punkte, die euch zur Verfügung stehen komplett ausschöpft. Votes, welche zu wenig oder zu viele Punkte enthalten können leider nicht gezählt werden. Des Weiteren solltet ihr eure Punkte mindestens auf drei Texte verteilen! Weitere Informationen findet ihr hier: [Link]



    Ihr könnt 16 Punkte verteilen



    Der Vote läuft bis zum 30.06.2012 um 23:59 Uhr.


    Anmerkung: Die Abgaben haben Word (stimmt zumindest meistens) und meine Wenigkeit nochmal nachgezählt. Sollten dennoch hier und da ein Wort zu viel oder zu wenig sein, nehmt es bitte nicht Übel. (: Sollte ich desweiteren auch noch einen Drabble übersehen bzw. vergessen haben, meldet euch bitte so schnell wie möglich bei mir.

  • Download-Post


    Wie gewohnt könnt ihr euch die Abgaben der Wettbewerbe hier im PDF- und ePub-Format herunterladen, um so auch unterwegs lesen zu können.
    Die PDF wurde von McNuke und das ePub von TCCPhreak erstellt. Sollten Fragen und/oder Anregungen bestehen, dann zögert bitte nicht die Urheber deswegen anzusprechen; konstruktive Verbesserungsvorschläge sind immer willkommen.
    Für eine kurze Anleitung und noch einmal die Einführung zu den "Wettbewerben unterwegs" klicke hier.

  • Ran ans Voten! (Ich bein Erster! ;))
    [tabmenu]
    [tab=start]
    Also,das ist das erste Mal das ich vote, und es sind noch dazu viele Abgaben, so dass ich nur zu jenen etwas schreibe, denen ich Punkte gebe. Doch nun fertig mit dem Gerede, ran ans Voten!
    [tab=Comments]
    [subtab=Aufbruch]
    Zuerst muss ich sagen, dass mich diese Abgabe umgehauen hat. Der Stil ist sehr einfallsreich, einen Dialog wie aus einem Scriptum bei einem Theaterstück wählen sicher nicht viele. Noch dazu ist es gut formuliert, du hast aus diesen 100 Wörtern herausgeholt, was man herausholen kann! Bravo!
    [subtab=Schicksal #1]
    Der Anfang ist sehr melodisch, sehr ruhig geschrieben, was hier außerordentlich gut passt. Auch wenn das Thema eigentlich traurig ist, das Nicht-Dasein des Mannes, vermittelt dieser Text doch ein wenig Ruhe und Sicherheit. Und dann der letzte Satz, der den Leser sehr trifft. Wirklich gut gelungen!
    [subtab=Erbsünde]
    Hehe, witziges Thema! Gut geschrieben, gut formuliert, gut beschrieben, aber mir fehlt etwas die Spannung und der gewisse Pep. So ein Gefühl, dass bei allen anderen Punktekandidaten da war, fehlt hier. Weil es aber nichtsdestotrotz ein sehr guter Text war, gibt es Punkte.
    [subtab=Zeitvermischung]
    Dies ist der einzige Text zu dem ich etwas schreibe, obwohl ich keine Punkte vergebe! Denn dieser Text ist einfach ein Witz! Sicher, nicht jeder kann schreiben, aber dann sollte man es bitte bleiben lassen, bei Wettbewerben mitzumachen. Noch dazu ist in dieser Geschichte kein einziges Satzzeichen, was das Lesen quasi unmöglich macht, dann strotzt er nur so von Fehlern, es fehlt eine Handlung und bitte schreib nicht: der junge Brix (13) sondern wenigstens der 13-jährige Brix.
    [subtab=6.6.2012]
    Der Titel ist etwas unpassend, und ich bezweifle dass man von San Francisco aus die Rocky Mountains sehen kann, da wohl eher die Kaskadenkette, aber sonst ist der Text gut gelungen. Ah Und San Francisco liegt an der Westküste, das heißt du fährst nach Osten, die Sonne geht aber im Westen unter! Punkte, gibt es durch diese geographischen und meteorologischen Fehler, wovon mir einer erst jetzt aufgefallen ist, wohl eher nicht mehr...
    [subtab=Verlassen]
    Wow. Das ist ein guter Text. Diese Kühle, diese Unnachgiebigkeit... der Autor dieses Textes ist ein Meister seines Faches!
    [subtab=Lute]
    Ein sehr guter Text, mit guten Beschreibungen und Formulierungen. Gefällt mir gut!
    [subtab=Schlaflos 2]
    LOL. Witzig, gut erzählt, guter Text. Der letzte Satz gefällt mir gut, da es doch ein bisschen überraschend ist. (Ich dachte zuerst er wollte mit ihr schlafen :censored: )
    [subtab=Zerbrochen]
    Ein sehr berührender Text, sehr gut beschrieben. Man leidet mit der Hauptperson richtig mit, und dass in nur 100 Wörtern! Das ist ein sehr guter Text!
    [tab=Punkteverteilung]
    Zum Schluss habe ich leider nicht mehr so viel geschrieben, weil es fürs erste Mal etwas viel für mich war...
    Sollte sich jemand durch meine Kommentare oder Punktevergabe unfair behandelt fühlen, oder ich jemanden verletzt haben könnte tut es mir schrecklich Leid!
    Jetzt endgültig zur Punkteverteilung:
    Aufbruch - 4 Punkte
    Schicksal #1 - 3 Punkte
    Zerbrochen - 3 Punkte
    Lute - 2 Punkte
    Verlassen - 2 Punkte
    Erbsünde - 1 Punkt
    Schlaflos #2 - 1 Punkt
    [/tabmenu]

  • Entschuldigt bitte, ich habe drei Abgaben in den falschen Ordner verschoben gehabt, daher wurden sie erst vergessen. Nun aber wurden sie nachträglich eingefügt, daher bitte ich die jetzigen Voter darum, ihre Punktevergabe nochmal zu überdenken und gegebenenfalls auch zu ändern.
    Entschuldigung von mir an die Betroffenen, war keineswegs Absicht, da ich eigentlich recht genau gearbeitet hatte, bis auf diesen kleinen Patzer. :'c

  • [tabmenu][tab=One]Let's vote. ^^  
    Ich bin ja immer wieder erstaunt, wie beliebt die Drabbles hier bei uns sind und wie viele Abgaben da immer zustande kommen. Gerade die Vielfalt macht es hier aus, viele Drabble sind verträumt, melancholisch, berichten von kurzen Ereignissen oder längeren. Ich mag die Art, wie einige Autoren eine gewisse Poesie hineinbringen - manchmal sogar tatsächlich in Versen. Kritisch oder absurd, manchmal aber auch wieder einfach nur sanft oder nachdenklich.
    The ideas of the authors are so mind blowing!
    Ich vote gerne für Drabbles. (: Und ich hoffe, es kommen noch mehr Voter dazu, es lohnt sich. ^^  
    An dieser Stelle möchte ich allen Nutzern von "Appledevices" - you know, the i-series - das ePub ans Herz legen. Mit iBooks lässt sich das sehr schön lesen. ;D Ich selbst habe alle Drabbles das erste Mal bequem so gelesen. (Auf der Fahrt vom Haupthaus in die Zweigstelle nach einer Besprechung am Montag - natürlich habe ich sie für den nachfolgenden Vote noch einmal gelesen.)
    Alle anderen Nutzer von eReadern sollten natürlich ebenfalls nicht zurückschrecken, es lohnt sich! Falls ihr es lieber auf Papier haben wollt, schnappt euch die PDFs, damit ihr auch mal von dem Screen los kommt. Da kann man auch schön ein paar Notizen machen. ^^


    Aber gut, ich fang dann mal an, der Vote wird mir nicht allzu einfach fallen, aber so ist es ja leider immer. ^^ (And this time, I'm going to write for a piece of onehundred words, just onehundred words.)


    [tab=comments]Aufbruch
    Oh, das sieht ja nach einem Script für ein Theaterstück aus. Sehr findige Idee, muss ich sagen. Hätte ich im ersten Moment hinter dem Titel nicht vermutet. Wir haben es hier also mit einem General und einem Diener zu tun und man sieht beide in einer Szene. Das Ganze erinnert mich aus irgendeinem Grund an Woyzeck, vielleicht aufgrund der Anrede in der dritten Person vom General? Möglich. Jedenfalls wirkt alles wie in einer älteren Zeit, wo die Sprache abgehakt war, aber vielleicht auch nur beim Militär. Der letzte Ausspruch des Generals hat etwas poetisches, hätte ich ihm fast nicht zugetraut.


    Schicksal #1
    Starke Überschrift und ein nachdenklich, melancholischer Text. Die Beschreibungen haben mir hier sehr gefallen, die Atmosphäre kommt gleich rüber und man fühlt mit Rika, die auf ihren Mann wartet. Die Szene wurde gut dargestellt, die Umgebungsbeschreibungen und der Rückblick, sowie die Erklärung, warum sie auf ihn wartet, hat mir gefallen. Hier ist natürlich der Satz, wo der Leser von dem Sturm erfährt der Knackpunkt und stellt für mich einen gewissen Höhepunkt dar. Der Leser weiß etwas, was dem Charakter noch verborgen ist. Das Drabble endet hierbei offen mit dem letzten Satz; lässt einen nachdenklich werden, was mit Rika passiert ist.


    Worte
    Kurz und schön, ja, dieses Drabble besitzt einen interessanten Charme. Der Ich-Erzähler möchte einer für ihn wichtigen Person danken. Wer es ist, das erfährt man nicht, aber es war jemand, der dem Ich-Erzähler wohl geholfen hat, raus zu gehen und auf andere Gedanken zu kommen. Man merkt, es fällt dem Erzähler nicht allzu leicht die richtigen Worte zu finden, so gefällt mir hier das Ende sehr gut. Der Anfang ist wirklich recht hochtrabend und macht es erstmal schwer begreiflich - empfand ich zumindest -, aber danach entfaltet sich ein liebevolles Danke schön. So etwas wünscht man sich manchmal doch, nicht?


    Schlaflos #1
    Dieses Drabble besticht meiner Meinung nach, durch plastische, poetische Beschreibungen eines Baumes vor dem Schlafzimmerfenster des Ich-Erzählers. Dabei wird die ganze Sache immer düsterer im Verlauf des Drabbles, ja, direkt Vorwürfe macht der Erzähler dem Baum, der hier meiner Meinung nach, sehr schön personifizert wird. Die Gedanken die geäußert werden sind interessant, ob der Baum nicht vielleicht auch schläft und sich in den Träumen windet. Der letzte Satz hier wirkt für mich erstmal brutal, ein typischer Aufschrei des Menschen, nach Ruhe und Ordnung, ja, eine Art Zähmung der Wildnis. Komisch, dabei mochte ich immer den hohen Ahorn, vor meinem Fenster.


    Schlaflos #2
    Irgendwie schon lustig, wie zwei Abgaben direkt hintereinander den gleichen Titel haben. Aber dieses hier geht in eine interessante, in meinen Augen, abstrakte Richtung. Wir haben das Gespräch zweier Personen - ein Mann und eine Frau - und man merkt deutlich, dass dem Mann etwas unbehaglich ist, bei dem was er äußert. Ehrlich gesagt, will mir die Pointe am Ende nicht ganz eingehen, auch wenn die Frau das Angebot wohl eher anders ausgelegt hat, als der Mann es wohl gemeint hat. Eine Andeutung an die Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Mann und Frau? Oder soll das unterschiedliche Denken offengelegt werden? Irgendwie fast gesellschaftskritisch.


    Schein
    Recht überheblicher Erzähler hier, schwingt sich auf zu einem Orakel für die Menschen, sagt ihnen was sie hören wollen und scheint aber nicht daran zu denken, was es für sie bedeutet. Der Schein dieses Menschen ist einerseits wohl seine allwissende Aura, andererseits aber auch sein Maskenspiel, denn eigentlich ist er ja ein einsamer Mensch, wie man am Ende erfährt. Ob es dafür ein bestimmtes Vorbild gab? Oder vielleicht soll das ja einfach nur aufzeigen, dass man der ganzen Welt vorgaukeln kann, dass man niemanden braucht und dann doch nur allein ist? Ich find's ziemlich faszinierend die Darstellung des Menschen hier.


    Gedankenreisen
    Fängt hier erstmal harmlos an, ein Mädchen, ein Junge, ein Pärchen. Und das Mädchen offenbart einen Traum, in dem sie gemeinsam eine schöne Zeit verbrachten und die Aussicht nach Amerika zu reisen. (Neuer Trend, die Sache mit Amerika?) Er entgegnet, dass er nicht träumt. Natürlich fragt man sich, wie das sein kann, jeder Mensch träumt, auch wenn man sich nicht an alle seine Träume erinnern kann, manche bleiben einem ewig. Oder verblassen nur sehr langsam, aber am Ende des Textes kommt eine Spur von Dunkelheit auf. Als würde den Jungen etwas verfolgen. Eine dunkle Kralle in dem unschuldig wirkenden Text.


    Erbsünde
    Kritisch in dem Umgang mit der ersten Sünde durch Eva im Garten Eden. Heikles Thema und ich habe meine eigene Ansicht dazu, die mit der Aussage des Textes nicht konform geht. Nichtsdestotrotz ist die Auseinandersetzung interessant gestaltet, erinnert mich eher an Philosophien der Antike - diese Einstellung nach Selbstverwirklichung stammt vielleicht aus dieser Zeit, keine Ahnung. Alles wird so dargestellt, als wäre hier Gott im Unrecht, weil Eva sich vom Teufel hat verführen lassen - dem Vater der Lüge.
    Immerhin, Eva wusste, dass sie sterben würde, wenn sie von der Frucht isst. Und ich glaube doch keiner sprechenden Schlange, oder?


    Erkenntnis
    Düster, ich hätte nicht gedacht, dass man in hundert Wörtern, diese Thematik unterbringen kann, aber der Autor hat es geschafft. Interessant, wie viele der Teilnehmer in den Abgründen des menschlichen Wesens graben und tiefphilosophische Gedanken äußern. Es ist traurig, wenn jemand sein Leben beendet, gerade, wenn der Text doch eher so beginnt, als wäre das Mädchen glücklich, so empfand ich es in der ersten Zeile. Und sie scheint noch jung zu sein. Aber dadurch entsteht eine interessante Welle, von der Höhe des Lebens, in die Tiefe des Todes. Faszinierend ranken sich die lebhaften Beschreibungen um einen starken, unbarmherzigen Begriff: Selbstmord.


    Lute
    Diesen Namen kenne ich. Selbsternanntes Wunderkind? Feuerball? Rotes Buch und violette Haare? Aber natürlich! Die Magierin Lute aus dem Spiel Fire Emblem - The Sacred Stones. Einer meiner liebsten Charaktere, sie hat ein starkes Selbstbewusstsein, hält sich für ein Wunderkind und nimmt kein Blatt vor den Mund. Hier hat man sie wohl beim Üben erwischt, hätte ich nicht gedacht, dass sie das nötig hat, aber vielleicht zeigt es sie in jüngeren Jahren? Sie zweifelt nicht an sich, ihr Werk scheint vollkommen, auch wenn es eher Zerstörung war. Nach diesen philosophischen Texten, wirkt dieser auf mich herrlich simpel. Lute eben.


    Verlassen
    Der Titel mag nicht so ganz passen auf den ersten Blick, wenn man jedoch darüber nachdenkt ist er mehr als zutreffend. Ein Mädchen wartet an einem vereinbarten Treffpunkt auf jemanden - wen das erfährt man nicht, aber er muss ihr wichtig sein, sonst wäre ihre Enttäuschung über sein Nichterscheinen nicht so groß. Die Beschreibungen empfand ich hier harmonisch, wenn auch kurz gehalten, was dem Text etwas skizzenhaftes gibt. Trotz der wenigen Worte, wurde die Stimmung des Textes für mich sehr plastisch dargestellt. Und trotzdem sind die Beschreibungen auch poetisch angehaucht, gerade der Satz mit der einbrechenden Nacht, hat diese Wirkung.


    Feuerwasser
    Ah, das erste Gedicht - also die erste in Versform verfasste Abgabe, denn an der Poesie der meisten vorherigen gibt es keinerlei Zweifel, wie ich ja oft erwähnt habe. Es ist lustig, heiter und macht auf mich einen gleichsam belehrenden wie spielerischen Eindruck. Erste Erfahrungen mit Alkohol machen Glu und Schig, Bisa ist von der Sache nicht so angetan, nachdem beide schrecklich besoffen sind - passendes Wort, trotz Umgangssprache - und schmeißt sie raus, wo sie in der Zelle dem Alk abschwören. Allerdings ihre Rache eher auf Bisa es abgesehen hat. Komisch, ich hätte hier mehr Dankbarkeit von ihnen erwartet.


    Eisfedern
    Allein der Titel ist herrlich schön und nicht minder schön ist das Drabble geworden. Die Beschreibungen sind dominant, so gesehen gibt es keine Handlung, was für genügend Platz für die herrlich poetisch und detaillierten Beschreibungen lässt, die diesen Text ausschmücken. Wie sich die Eiskristalle langsam über das Glas erstrecken, mehr und mehr ein Gemälde zeichnen und doch so vergänglich sind, wenn die ersten Sonnenstrahlen darauf fallen. Fast komisch, wir sind mitten im Sommer und jemand hat sich die Mühe gemacht, über Eiskristalle zu schreiben.
    Vielleicht ein Winterkind? Oder einfach jemand, der andere gerne an den Winter erinnert, wenn man schwitzt.


    Zeitvermischung
    Diese Abgabe hat definitiv ein Defizit in Sachen Punkte und Kommata. Und die sind wichtig, es sei denn, man schreibt einen Bewusstseinsstrom - bestes Beispiel James Joyces Ulysses - ansonsten sollte man diese aber doch setzen. Das Alter in Klammern hat was von einem Zeitungsartikel, die Handlung an sich ist kurz, aber trotzdem etwas verwirrend. (Im Übrigen sind auch ein paar Rechtschreibfehler drin) Es wiederholt sich einiges, die wörtliche Rede ist nicht als solches gekennzeichnet, dass es überhaupt eine Zeitvermischung gibt, wird erst am Ende erwähnt, davor passiert nur etwas schreckliches. Verwirrende Sache, trotz guter Idee, die aber kaum durchdringt.


    6.6.12
    Ein Tagebucheintrag? Hab ich so auch noch nicht gesehen, wow, eine Premiere, das ist was tolles, neues hier in diesem Wettbewerb. Beschrieben wird recht detailreich die Ankunft in den USA, San Fran wird hier konkret erwähnt. (Was mich unwillkürlich an die WWDC erinnert, lol) Wie man es von Reiseberichten kennt, wird mit den Beschreibungen nicht gespart, im Gegenteil, sie sind lebendig und anschaulich. Interessant ist natürlich das Ende des Textes. Derjenige scheint seine Heimat gefunden zu haben und die ist auf der anderen Seite des großen Teiches. Mir ist eine solche Erfahrung unbekannt, aber es muss ein unbeschreibliches Gefühl sein.


    Feuer
    Wuhu! Ein starker Titel und ein noch stärkeres Drabble wurde hier geschaffen. Harpyie - ich habe immer Celaeno aus "Das letzte Einhorn" vor Augen. Ob hier vielleicht vom Aussehen her, eine andere Harpyie gemeint ist, kann ich nicht sagen, Fakt ist jedoch, dass wir es hier mit den letzten Augenblicken dieser zu tun haben. Warum sie in Flammen steht, erfährt man nicht, aber zumindest die anderen Harpyien bemerken was los ist, als ihre Königin schreit. Sehr eindrucksvoll beschrieben, rundum gefällt es mir sehr gut. Besonders das Ende hat eine unerwartete Durchschlagskraft. Simpel, einfach und doch hallt er eine Weile nach.


    Licht
    Lol, ein witziges Gespräch zwischen zwei Männern. Der Beginn hat mich etwas verwirrt, aber das tut naturwissenschaftliches Reden eigentlich immer. Außerdem wird der Zusammenhang nicht gleich klar, währen die Erwiderung irgendwie herrlich einfach und, ja, fast kindlich anmutet. Man merkt gleich, dass der eine Kerl mehr weiß, als der andere, ob das wahres Wissen ist oder nur Pseudogelaber kriegt man nicht heraus. Die Frage nach der Glühbirne im Kopf schon wieder fast unlogisch, müsste er doch wissen, nachdem er weiß, was Licht ist. Die Pointe am Ende finde ich ziemlich gelungen. Erinnert mich an Ernie und Bert aus der Sesamstraße.


    Moment
    Ein warmherziger Text, wie ich finde, denn er beschreibt wirklich einen besonderen Moment in dem Leben dieses Mädchens, so scheint mir. Ich steh auf sanfte Romantik!
    Dem Autoren ist jedenfalls gelungen eine schöne Atmosphäre mit seinem Drabble zu erzeugen, die einigen sicherlich bekannt ist. Ich hatte gleich ein Bild vor Augen und der Moment wurde klar und detailliert beschrieben. Der Stil ist recht einfach, ein paar Abgaben davor haben deutlichere Beschreibungen verwendet, ausschweifender und poetisch, trotzdem besitzt diese Abgabe einen einfachen Stil, der nicht weniger beeindruckt - bei mir tut er das zumindest. Ein schönes Gefühl hinterlässt der letzte Satz.


    Wunder
    This work has a lack of comma, srsly. Ab und an ein Beistrich wäre hier schön gewesen. Die Handlung ist leicht zu verstehen und der Titel erschließt sich gleich in dem letzten Satz. Interessant ist der Anfang, das Bild des Sees mit den Schwänen vermittelt eine Ruhe, die der Hund fast zu zerstören droht - allerdings ist es nur natürlich, dass er ein Interesse an den Schwänen hat. Auf einmal kommt dann der Wunsch mit dem Buch auf und es ist wie von Zauberhand auf der Bank, mit einer Widmung, mit der die Ich-Erzählerin gemeint ist. Interessante Atmosphäre wurde geschaffen.


    Zeit
    Oh, die Zeit. Da könnte man viel darüber schreiben, deshalb finde ich die hundert Wörter bei diesem Thema eine wahre Herausforderung! Finde ich hier angenehm philosophisch dargestellt, auch wenn es einen eher pessimistischen und melancholischen Eindruck macht. Sicherlich, keinen seiner Fehler kann man rückgängig machen und keinen der vielen Momente kann man noch einmal erleben und verändern, aber es wurde nichts positives herausgehoben, was meiner Meinung nach doch wichtig wäre. Die Zeit ist nicht nur unsere Feindin. Manchmal bringt sie auch sehr schöne Dinge mit sich. Die Beschreibungen in dem Drabble sind schön plastisch und ich mag den Stil sehr.


    Zeitlos
    Nach der Zeit, ist jemand zeitlos. Interessanter Fantasyeinschlag in dieser Abgabe, denn welcher "Geist" gemeint ist, erfährt man nicht. Einhundert Sekunden, das sind fast zwei Minuten, also doch recht viel. Aber man merkt, der Ich-Erzähler ist skeptisch, löst den Wunsch aber trotzdem ein und verwendet die Zeit für seine Freundin. Da hab ich mich erstmal gefragt, warum erst, wenn er dort ist? Und dann auch noch für einen Kuss, ich meine wäre es nicht viel sinniger, wenn er sie küsst und sie bekommt es mit? Die Idee mit dem Kuss gefällt mir trotzdem, damit hat er vielleicht seine Angst überwunden.


    Sonnenblumensinnkernfragen
    ROFL? Ich check's nicht, srsly. Der letzte Satz fasst meine Meinung perfekt zusammen: es ergibt keinen Sinn! Vielleicht ein Werk des Surrealismus? Jedenfalls verwirrt es mich, sämtliche Informationen in diesem Gespräch werden aneinandergereiht - arme Meerjungfrau im Übrigen - und meine Wenigkeit scheitert gnadenlos an dem Versuch irgendeinen Sinn festzumachen. Worum geht es? Dass der eine eine Meerjungfrau gegessen hat? Und was hat das mit Sonnenblumen zu tun?
    Trotz der Tatsache, dass sich mir der Sinn, die Handlung und die Intention dieses Werkes nicht erschließt ist es herrlich abstrus und dafür hab ich ein leichtes Faible.
    Faszinierend, sagt Mr. Spock.


    Arashi
    Die Zeile mit dem "Gestatten? Arashi!", kommt mir irgendwie bekannt vor, allgemein ist der Vers sehr ähnlich zu etwas, was ich mal geschrieben habe. Zufall? Nun ja, Ideenklau ist nicht verboten... Und diese Phrase ist eigentlich bekannt. Aber diese Strophe bricht auch die zuvor aufgebaute Atmosphäre etwas. Zuvor wird viel beschrieben, auch wenn mir das Reimschema zuerst nicht eingeht, so ist das Gedicht doch angenehm zu lesen. Ich mag wie sich die Stimmung langsam aufbaut, auch wenn es mir gegen Ende etwas zu düster wird. Und wer Arashi ist, kommt auch nicht raus. Ist der Wind hier ein mächtiger Zerstörer?


    Zerbrochen
    Ich finde dieses Drabble in sich geschlossen, was ehrlich gesagt selten ist, weil man in hundert Wörtern viel eher eine kleine Handlung anfängt, als diese beendet, dafür reichen einfach nicht die Wörter. Trotzdem ist es hier gelungen und beleuchtet einige negative Gedankengänge, die ich für mich aber auch hilflos anfühlen. Da ist jemand lebensmüde geworden, weil sein Leben nicht so ist, wie er es sich vorgestellt hat und er wohl keinen seiner Träume erfüllen konnte. Zuerst sind die Scherben nur das Leben, danach sind sie die Träume. Das finde ich eine interessante Überleitung, immerhin besteht das Leben auch aus Träumen.


    Abschied
    Oh... eine traurige Abgabe, die Gewissheit bald sterben zu müssen wiegt sicherlich schwer auf den Schultern eines kleinen Pokémon. Und obwohl das Drabble traurig ist und einen bitteren Nachgeschmack durch den letzten Satz hinterlässt, so sind die Beschreibungen am Anfang doch stimmungsvoll, detailliert und vermitteln die richtige Atmosphäre. Fast schade, dass man nicht erfährt, welches Pokémon gemeint ist, so ist alles sehr allgemein, es könnte jedes sein. Aber vielleicht ist das gewollt? So könnte es jedes Pokémon sein, jeder kann sich ein individuelles Bild von der Szene machen. Sonnenaufgänge, sie bergen immer eine Art Hoffnung, mit dem neuen anbrechenden Tag.


    Schicksal #2
    Das zweite mit Schicksal betitelte Werk und das dritte Gedicht in diesem Wettbewerb. Es kommt mir fast wie ein Zwiegespräch vor, zwischen Mensch und Schicksal oder spricht das Schicksal selbst? Zuerst dachte ich, der Mensch würde über das Schicksal sprechen, aber im Nachhinein glaube ich eher, dass das Gedicht das Schicksal ist und der letzte Satz der Mensch. Oder doch nicht? Das Reimschema gefällt mir hier, das Metrum ist stimmig und mir gefällt der ganze Aufbau sehr gut. Sicherlich der letzte Vers - ein Satz - tanzt hier arg aus der Reihe zu den Strophen davor, schließt aber nachdenklich ab.


    Ente
    Diese Abgabe ist irgendwie interessant, ich weiß gar nicht, was sie uns sagen will. Vielleicht ja nur eine simple Beschreibung eines Ereignisses. Die Sache mit der Ente war jedenfalls interessant zu lesen, gleich der erste Satz hat neugierig gemacht. Wie das Auto dann aber plötzlich in Flammen aufgeht, frage ich mich noch, aber vielleicht verstehen Fachleute davon mehr als ich. Interessante Wendung - die Mutter scheint recht emotionslos - scheint der Bruder doch fast erraten zu haben, was mit der Ente passiert ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Susanna das Herz stehen geblieben ist, wollte sie ihn eigentlich beeindrucken.


    Tequila
    Eine weitere alkoholische Abgabe, aber hier mit einem interessant gesetzten tieferen Sinn, der mich beeindruckt hat. Der Prozess des Vergessens wird hier geschildert und nicht selten greift jemand zum Alkohol um seine Probleme zu vergessen. Hier versucht der Mann auf diese Weise über seine verstorbene Frau hinweg zukommen, ein großer Schmerz. Nicht die beste Art, möchte ich meinen, eher die gefährlichste. Immerhin könnte er sich in Gefahr begeben, wenn er alkoholisiert seinen Heimweg antritt, aber das ist hier erstmal nicht wichtig. Es geht darum, wie das Glas sich leert und wie der Mensch vergisst. Die Verbindung dazwischen wurde faszinierend dargestellt.


    [tab=Points]
    Sou, nachdem jeder Text gleich viel Feedback von mir erhalten hat - ja, die hundert Wörter hab ich nicht aus Faulheit geschrieben, sondern aus Gerechtigkeit - wird es Zeit, die Punkte zu vergeben. Ich hab die verfügbaren sechzehn Punkte folgendermaßen gesplittet und verteilt:


    Punkte
    4: Eisfedern
    4: Feuer
    = 8
    3: Schicksal #2
    2: Zeit
    = 5
    2: Sonnenblumensinnkernfragen
    1: Aufbruch
    = 3
    ______________________
    16 Punkte[/tabmenu]

  • [tabmenu]
    [tab=Vorwort]
    Es ist wieder Zeit für einen neuen Vote!
    Erstaunlich, wie viele Abgaben dieses Mal zusammen gekommen sind. Die Wettbewerbe zum Thema Drabble stoßen doch immer wieder auf großen Anklang. Noch erstaunlicher ist jedoch, was für gute Werke zu Papier gebracht worden sind. Von sehr tiefsinnig und emotional bis zu sich slebst nicht ganz so ernst nehmend und lustig war wirklich alles dabei und das in einer beeindruckenden Qualität. Es wird mir wohl sehr schwer fallen, die 16 Punkte zu verteilen. Aber da muss ich durch. Also fange ich auch gleich mal an.
    [tab=Abgaben]
    Aufbruch: Oh mein Gott. Da macht mich gerade jemand richtig glücklich. Ein Drabble in Form eines klassischen Dramas. Ach, wie herrlich. Da freu ich mich.
    Aber jetzt mal ganz davon abgesehen, dass ich wirklich ein Fan von solchen Dramen bin, finde ich in diesem Fall die Idee auch sehr einfallsreich. Darauf wäre ich persönlich nie gekommen. Aber man muss dem/der Autor/in wirklich lassen, dass er/sie Drama und Drabble sehr schön verbunden hat. Sogar diese typisch altmodische Sprache, die ich persönlich ebenfalls ganz wunderbar finde, wurde wunderbar verwendet und mit eingebaut.
    Das einzige was es zu bemängeln gäbe wäre möglicherweise, dass diese Form leider nicht viel Platz für Handlung lässt. Aber selbst das ist in diesem Fall eher ein kleineres Problem. Die bevorstehende Schlacht lässt immerhin viel Raum für die Vorstellungskraft des Lesers.
    Ich denke schon, dass ich dieser Abgabe allein schon wegen der grandiosen Idee Punkte geben werde. Wirklich schön.


    Schicksal #1: Ein passend gewählter Titel. In den wenigen Worten, die so ein Drabble zulässt, erzählt der/die Autor/in sehr gekonnt eine ganze, tragische Geschichte. Es ist schon nicht einfach, so viel Handlung in so wenig Worte zu packen, ohne das es überladen wirkt. Auch wirkt dieses Drabble sehr emotional. Es gefällt mir also recht gut.
    Leider trüben ein recht grober Zeitfehler und einige Probleme mit der Rechtschreibung das Bild. Gerade bei einem derartig kurzen Text fällt so etwas natürlich leider schnell auf. Außerdem fehlt mir auch irgendwie das Besondere an dieser Abgabe. Wie gesagt ist das Drabble an sich gut umgesetzt und vor allem die Emotionen wurden sehr gut verbaut, dennoch fehlt mir etwas Neues, Überraschendes.
    Grundsätzlich dennoch eine gelungene Abgabe.


    Worte: Oh, dieses Drabble ist wirklich schön. Die Botschaft ist treffend und nur zu wahr. Eigentlich sollte ein „Danke“ all das ausdrücken, was man sagen möchte aber manchmal hat man trotzdem das Gefühl, dass dieses eine, kleine Wort der eigentlichen Dankbarkeit nicht gerecht werden könnte. Sehr schön wie der Autor dies erläutert. Geschickt verknüpft er die Form eines Drabbles mit dem Inhalt. Eine tolle Idee.
    Meiner Meinung nach wirkt es leider manchmal so, als würde etwas zu viel um das eigentliche Thema herumgeredet. So macht die eigentlich erwähnte und in den Fokus rückende Erläuterung der Dankbarkeit letztendlich etwas zu wenig Worte aus, um der Botschaft wirklich gerecht zu werden. Außerdem fällt mir hie und da Umgangssprache auf, die sich in diesem Fall besonders stark mit dem eigentlichen Stil der Abgabe beißt.


    Schlaflos #1: Dieses Drabble hat es doch tatsächlich geschafft, mich zum schmunzeln zu bringen. Wer kennt ihn nicht, den verfluchten Ast vor dem Fenster, der des nachts plötzlich zu dem Arm eines Monsters mutiert? Sehr schön, wie der/die Autor/in mit den Worten spielt und sich zahlreicher Metaphern und anderer rhetorischer Mittel bedient. Die Wortwahl ist wirklich bemerkenswert. Da stören auch die wenigen Grammatikfehler kaum, wenn sie natürlich dennoch auffallen. Auch der Inhalt weiß mich wirklich zu überzeugen. Auf sehr humoristische Weise wird ein ganz alltägliches Problem behandelt, dass eigentlich lachhaft ist, aber dennoch bei vielen Menschen immer wieder auftaucht.
    Eine gute Idee, gut umgesetzt. Alles in allem ein wirklich gelungenes Drabble.


    Schlaflos #2: Jetzt musste ich das Drabble wirklich zweimal durchlesen, um es richtig zu verstehen. Ich bin heute wohl etwas schwer von Begriff. Immerhin musste ich nun schon wieder schmunzeln. Diese Abgabe ist wirklich ziemlich witzig. Man kann sich die verzweifelte Stimme des Mannes im letzten Satz nur zu gut vorstellen. Einfach göttlich. Augrund der geringen möglichen Wortanzahl ist es zu Beginn aber doch nicht ganz einfach, durch das Drabble durchzusteigen. Es wirkt ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen, was vor allen Dingen bei der Erwähnung der Tür deutlich wird. Eigentlich hat der Leser gar keine Ahnung, wo die Handlung überhaupt satt findet. Auch kleinere Rechtschreibfehler fallen eher negativ auf. Schade, dass solche Peanuts bei einem kurzen Drabble leider doch immer ziemlich ins Gewicht fallen.
    Doch sei es drum. Die Idee ist sehr gut und vor allen Dingen amüsant und auch die Umsetzung ist weitestgehend gelungen. Somit ist dies eine weitere Abgabe, die sicher Punkte verdient hätte.


    Schein: Dieses Drabble ist etwas zum Nachdenken. Der/die Autor/in hat sich wirklich Gedanken gemacht und auch wenn der Text viele Fragen offen lässt, allen voran die, um was für eine allwissende Person es sich überhaupt handelt, geht er doch vor allem auf emotionaler Ebene sehr ins Detail. Irgendwie kommt mir bei diesem Drabble immer diese seltsame Werbung in den Sinn über den Menschen der alles weiß. Verdammte Werbung. Denn dieses Werk ist definitiv sehr viel größer und besser als das, was die Medien da mal wieder auf die Welt losgelassen haben.
    Der/die Autor/in spielt vor allen Dingen mit dem Aufbau des Drabbles und macht sich dieses zunutze. Wichtige Worte werden durch kursive oder fette Schrift hervorgehoben und somit noch einmal extra betont, der Wechsel zwischen Fragen und Gedanken des gottgleichen Wesens sind sehr treffend gewählt. Es gibt dem Text einen bestimmten, beim Lesen sehr wohlklingenden Rhythmus. Die Botschaft ist vielleicht nicht unbedingt neu, aber doch sehr deutlich und durch die vorangegangene, recht kalt und rational wirkende Wortwahl, erscheint sie zusätzlich endgültig. Was aus diesem Werk ein ungemein trauriges macht. Es gefällt mir. Zwar erkenne ich den Sinn des Titels noch nicht ganz, aber das hat ja nicht unbedingt etwas zu sagen.
    Ein sehr tiefsinniges Werk. Auch wenn manche Dinge auf den zweiten Blick etwas unstimmig wirken. So wirken die Antwort alles andere als allwissend, sondern viel zu allgemein um eigentlich aussagekräftig zu sein. Ich werde wohl noch etwas länger darüber rätseln, ob dies vom Autor gewollt oder durch die Wortgrenze bedingt ist.


    Gedankenreisen: Wieder ein relativ ernstes Werk, dieses Mal jedoch von einer augenscheinlich fröhlichen Fassade versteckt. Es wirkt sehr realistisch, tatsächlich kann ich mir gut vorstellen, dass man ein Gespräch genau so führen könnte, wie es die beiden Freunde in diesem Werk tun. Die unbeschwerte Art des Mädchens bildet einen scharfen Kontrast zu den trübsinnigen Gedanken des lyrischen Ichs. Ein schönes Mittel, um aus dem zunächst kindlich anmutenden Drabble mit einer schnellen Wendung ein düsteres Werk zu zaubern. Dieser fließende, aber auf den Leser sehr abrupt wirkende Übergang von Gut zu Böse, einladend zu bedrohlich, ist dem/der Autor/in exzellent gelungen.
    So wirkt dieses Drabble nur auf den ersten Blick etwas oberflächlich, auf den zweiten erkundet es die Abgründe einer menschlichen Seele, von der man leider aufgrund der Kürze vielleicht etwas zu wenig erfährt. Positiv fällt in diesem Fall auch der Titel auf, der wohl durchdacht und ungewöhnlich ist. So wäre es z.B. sicher einfacher gewesen, dieses Werk mit „Träumen“ zu betiteln. Im Nachhinein würde dies dem Inhalt aber nicht ansatzweise so gerecht werden, wie „Gedankenreisen“.


    Erbsünde: Etwas religiöses, so etwas liest man heute nur noch selten. Ich muss sagen, dass ich persönlich dem Glauben alles andere als abgeneigt bin. Die Art, wie der/die Autor/in das Leben der Menschen betrachtet ist interessant. Im Allgemeinen wirkt dieses Werk sehr gut überlegt. Die Parallelen zwischen den Sünden Adam und Evas und denen, die der Mensch heute alleine durch sein ewiges Streben nach mehr begeht, die Darstellung des Paradieses als einen Ort, der nicht den Frieden, sondern die ewige Langweile und den Stillstand bringt: Alles wirklich interessante Denkanstöße. Der letzte Satz fasst nicht nur den Inhalt des Drabbles auf eine gewisse Art und Weise zusammen, sondern bietet einen geklungen Ausklang, der zugleich wohl noch einige Zeit im Kopf des Leser widerhallt. Sehr schön.
    Leider wirkt der Schreibstil manchmal etwas unstimmig. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber das Drabble will sich einfach nicht so recht flüssig lesen. Die Sprünge wirken manchmal etwas zu abrupt, hie und da sind die Kommata, meiner Meinung nach, etwas unglücklich gesetzt.
    Dennoch weiß vor allen Dingen der Inhalt zu überzeugen, wenn die Botschaft dieses Mal auch nicht so gut verborgen ist, wie in anderen Abgaben.


    Erkenntnis: Dieses Drabble ist ein wirklich düsteres. Der Selbstmord eines Mädchens steht im Vordergrund. Ironie des Schicksals, dass sie gerade im Moment des Fallens erkennt, dass das Leben doch ein kostbares Geschenk ist. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass so etwas schon einmal passiert sein könnte. Eine beklemmende Vorstellung.
    Der/die Autor/in bedient sich einiger netter Stilmittel, wie den Parallelen zwischen Vogel und Milan (wobei beides ja eigentlich dasselbe ist aber der Milan als Raubvogel wohl etwas bedrohlicheres hat) und dem Gesang der Engel und dem Gruß eines Dämons. So wird noch einmal zusätzlich deutlich, dass der Suizid wohl die falsche Entscheidung war. Leider kommt diese Erkenntnis zu spät. Der Tod kann nicht mehr abgewendet werden. Dies besagt das endgültige Ende, das sehr abrupt erscheint, was einerseits zu der Erfahrung des Fallens bzw. dem Aufschlag passt, andererseits aber einen ziemlich starken Schnitt zu dem zuerst recht langsam ansteigendem Tempo des Werkes darstellt.
    Leider liest sich auch dieses Werk nicht ganz so flüssig, wie andere Abgaben. Der düstere Inhalt regt jedoch schon zum Nachdenken an.


    Lute: Da wäre ich jetzt erst einmal so gar nicht durchgestiegen, wenn ich nicht Cyndas Kommi gelesen hätte. Mit dem Vorwissen, dass der/die Autor/in sich hier mit einer ganz bestimmten, fiktiven Figur beschäftigt und ihre Charaktereigenschaften mithilfe des Drabbles verdeutlicht, kann man das Werk aus einem ganz anderen Licht betrachten. Aber auch ohne dieses Wissen hat diese Abgabe durchaus ihren eigenen Charme. Der beschriebene Charakter wirkt auf den Leser sehr selbstsicher, obwohl ihr Zauber nicht wirklich perfekt zu sein scheint. Gerade dieses Verhalten macht die Magierin aber noch interessanter. Der Fokus auf diese Figur ist gut gelungen.
    Dennoch erscheint mir diese Abgabe etwas zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen, was wohl vor allem daran liegt, dass ich den beschriebenen Charakter nicht kenne. So erscheint es mir ein wenig, als habe man einfach random irgendeine Stelle aus einer viel größeren Geschichte heraus genommen und diese zu einem Drabbel umfunktioniert. Dank Cynda weiß ich ja nun, dass der/die Autor/in dies nicht beabsichtigt hat. Dennoch, und auch trotz der guten Umsetzung des Charakters, will dieses Werk mich persönlich daher nicht so recht überzeugen.


    Verlassen: Nach dem auflockerndem Werk zuvor geht es nun gleich traurig weiter. Der Titel hat etwas sehr endgültiges und während man das Drabble liest hat man aus irgendeinem Grund auch das Gefühl, dass das lyrische Ich nicht nur für diesen Tag versetzt werden wird. Schließlich wird zuvor noch erwähnt, dass man sich eigentlich oft getroffen hat. Warum sollte das Gegenstück des lyrischen Ichs plötzlich nicht mehr dort auftauchen. Mir kommen mehrere Dinge in den Sinn: Die Freundschaft/Liebe könnte z.B. zerbrochen sein, vielleicht ist aber auch etwas noch tragischeres passiert. Ein Unfall wäre eine Möglichkeit. In diesem Fall kommt es dem Drabble zugute, dass der/die Autor/in diese Optionen offen lässt und keine genaue Antwort gibt. So hallt das Werk auch nach dem Lesen noch etwas nach. Geschickt gelingt es dem/der Autor/in außerdem, das Wetter mit den Gefühlen des lyrischen Ichs zu verbinden. Schön.
    Zwar bleibt in ein oder zwei Sätzen das Gefühl zurück, dass ein wenig zu viel um den heißen Brei herum geredet wird, letztendlich überzeugt mich aber vor allen Dingen die Emotionalität dieses Werkes, wenn es auch nicht ganz so sehr ins Detail geht, wie einige andere Abgaben in diesem Wettbewerb.


    Feuerwasser: Dies ist defintiv eine Abgabe, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Man merkt sofort, dass der/die Autor/in beim Verfassen dieser Abgabe einen ziemlichen Spaß gehabt haben muss. So geht es nun wohl auch dem Leser. Kein Wunder, denn diese humoristische Abgabe will nicht belehren, braucht keinen Tiefsinn, sondern ist einfach leichte Kost, die Spaß macht.
    Leider ist der Rhythmus dieses Gedichts/Drabbles nicht so gut gelungen, wie es sein könnte. Manchmal habe ich beim Lesen nicht bemerken können, welche Worte sich nun aufeinander reimen. Es liest sich einfach nicht sonderlich flüssig, was gerade bei einem so lockeren Werk wie diesem schade ist.
    Nicht desto trotz hatte ich aber wirklich meine Freude beim Lesen.


    Eisfedern: Ein sehr schönes Werk. Zunächst, muss ich zugeben, erschien es mir etwas wenig zu sein. Zwar sind die Beschreibungen der Eiskristalle an dem Fenster wirklich ungemein gut gelungen, doch die Idee reichte mir nicht wirklich aus. Der letzte Satz hat dies aber augenblicklich wett gemacht. Erstaunlich wie es dem/der Autor/in gelungen ist, mit diesen 14 Worten aus einer augenscheinlich wunderbaren aber doch oberflächlichen Beschreibung ein tiefsinniges Werk zu zaubern. Und was für eine wahre Erkenntnis! Es stimmt ohne Zweifel, dass man die wahre Schönheit von etwas nicht mehr erkennt, wenn man es immer vor Augen hat.
    Wie bereits erwähnt überzeugt nicht nur diese plötzlich auftauchende Botschaft, sondern auch der angenehme Stil und die wunderbare Wortwahl, die bei einem Drabble natürlich essenziell ist. Eine tolle Abgabe.


    Zeitvermischung: Der/die Autor/in dieser Abgabe braucht möglicherweise noch ein wenig Übung. Die Idee ist schon sehr gut und hat viel Potential für eine spannende Handlung, die sich in diesem Drabble auch schon ansatzweise zeigt. Leider stören die ungemein vielen Fehler und die fehlenden Satzzeichen den Lesefluss enorm. Auch einige Ungereimtheiten, wie die Zahl – die wohl für das Alter von Brix steht - in Klammern, die sich nicht so recht in das Werk einfügen will oder auch die plötzliche Erwähnung der Zeitvermischung, sind ebenfalls Stolpersteine für den Leser. Dafür gelingt es dem/der Autor/in zuletzt jedoch, noch einmal die Dramatik der Handlung hervor zu heben, indem er/sie erwähnt, dass Brix nie wieder heim kehrte. Trotz der recht guten Idee für eine spannende Geschichte hapert es an dieser Stelle jedoch doch sehr an der Umsetzung.


    6.6.12: Eine gute Idee, einen Tagebucheintrag für ein Drabble zu nutzen. Diese wurde von dem/der Autor/in auch wirklich anständig umgesetzt. Die Beschreibung der Landschaft aus der Sicht des lyrischen Ichs ist ziemlich gelungen, auch wenn möglicherweise ein paar geografische Fehler unterlaufen sind. Obwohl es beim ersten Lesen sehr sachlich wirkt, ist dieses Drabble eigentlich vor allem auf emotionaler Ebene sehr berührend. Der letzte Satz verdeutlicht dies ohne jeden Zweifel.
    Allerdings möchte ich bezweifeln, dass allein die Erscheinung eines Ortes eine „wirkliche Heimat“ ausmacht. Da sind die Leute, denen man dort begegnet, doch wichtiger. Daher wäre es vielleicht passender gewesen zu schreiben, dass sich das lyrische Ich bereits sehr heimisch fühlt.
    Zuletzt ist mir noch aufgefallen, dass hie und da ein Wort fehlt. Wie bereits so oft erwähnt stechen solche Fehler bei besonders kurzen Werken leider besonders stark hervor.
    Dennoch überzeugt diese Abgabe durch eine gute Idee und eine nette Umsetzung.


    Feuer: Ebenfalls eine interessant Idee. Ich mag Harpyien, ihre Erscheinung und die Mythen, die sich um sie ranken. Dem/der Autor/in ist es überraschend gut gelungen, die Erfahrung des Todes der Königin nicht nur durch sie selbst, sondern auch durch die anwesenden Untertanen darzustellen. Ich habe selten eine so durchdachte und realistisch wirkende Beschreibung im Bezug auf das Enden eines Lebens gelesen. Wirklich sehr schön. Da kann ich nur staunen und neidlos zugeben, dass die Beschreibung sehr gelungen ist.
    Zu bemängeln hätte ich lediglich, dass das Drabble etwas aus dem Zusammenhang gerissen zu sein scheint. Ähnlich wie bei der Abgabe „Lute“ erscheint dieses Drabble eher wie ein kleiner Ausschnitt aus einer Geschichte und somit nicht so recht rund (was in diesem Fall jedoch eigentlich nur auf den Anfang zutrifft).
    Doch das was im Vordergrund steht, die Beschreibung des Todes der Harpyien Königin, wurde wirklich glänzend zu Papier gemacht. Toll!


    Licht: Eine weitere witzige Abgabe, dieses Mal in Dialogform. Mich wundert es, dass das Gespräch scheinbar von zwei Freunden geführt zu werden scheint. Es hätte so wunderbar zu einem dieser typischen, frustrierten Ehepaare gepasst, bei denen der Alltag schon vor langer Zeit Einzug gehalten hat. Aber auch so ist die Botschaft deutlich genug und vor allen Dingen auf eine sehr humorvolle Art dem Leser überbracht. Mir gefällt außerdem der Kontrast zwischen dem ersten Satz, der zunächst auf ein sehr gehobenes Gespräch schließen lässt, und dem Rest des Drabbles, der ziemlich realistisch wirkt.
    Dieses Werk ist relativ leichte Kost die, ähnlich wie „Feuerwasser“, einfach Spaß bereitet und zugleich trotzdem zum Nachdenken anregt.


    Moment: Jetzt wird es romantisch - auf eine sehr angenehme, nicht aufdringliche Art und Weise. Ich muss zugeben, dass ich nicht genau weiß, was für ein Moment beschrieben wird. Zunächst ging mir eine spontane Begegnung zweier Fremder in einem öffentlichen Verkehrsmittel durch den Kopf, bei der es zu einer zufälligen Berührung kommt. Allerdings wirkt es dazu doch etwas zu intim.
    Es ist einfach schön zu lesen, mit welch wunderbar sanft wirkenden Beschreibungen der/die Autor/in die Gefühle des lyrischen Ichs an den Leser übermittelt. Die gesamte Szenerie wirkt zusätzlich sehr realistisch und zugleich schenkt dieses Werk wirklich Freude. Der letzte Satz zauberte mir ein Lächeln auf die Lippen. Es ist ein wirklich schöner Stil, dem sicher der/die Autor/in hier bedient.


    Wunder: Der Titel ist Programm: In der Handlung dieses Drabbles geschieht tatsächlich ein Wunder. Keines, das die Welt verändern könnte. Aber gerade dies gibt dem ganzen noch mehr Charme. Die Freude des lyrischen Ichs über das gefundene Buch ist deutlich spürbar, die wundersame Widmung sorgt für einen Oh-Ho-Effekt. Die anfängliche Beschreibung eines ziemlich alltäglichen Spaziergangs, der durch den Auftritt der Schwäne ein wenig an Einzigartigkeit gewinnt und zuletzt durch das Finden des Buches unvergesslich wird: Eine gut durchdachte Steigerung.
    Leider fehlt mir persönlich der letzte Schliff. Einige Kommata hätten der Form des Drabbles gut getan und die Handlung, die Beschreibungen und Gefühle wirken allesamt recht oberflächlich und nicht wirklich vollkommen.


    Zeit: Hier haben wir eine sehr poetische, aber auch recht negative Beschreibung der Zeit. Der/die Autor/in schildert verständlich und ausführlich, warum es für die Menschen eigentlich so ein Leid ist, die Zeit nicht stoppen oder zurückdrehen zu können. Das lyrische Ich scheint seine Taten wirklich zu bereuen, dennoch ist es unmöglich, diese wieder Ungeschehen zu machen. Die Zeit lässt sich nicht von ihm fangen.
    Sicher hat sich über dieses Thema schon so ziemlich jeder einmal Gedanken gemacht. Der/die Autor/in bedient sich der Personifizierung der Zeit, was die Beschreibungen noch lebendiger erscheinen lässt. Der letzte Satz hat etwas Hoffnungsloses, Endgültiges. Der Mensch ist der übermächtigen Zeit mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert. Da ist sicher etwas Wahres dran.
    Schreibtechnisch betrachtet wirkt die Formulierung auf mich an manchen Stellen etwas holprig, einige Worte wiederholen sich recht oft.
    Der/die Autor/in hat sich sichtbar jedoch einige Gedanken gemacht und konnte diese auch gut zu Papier bringen.


    Zeitlos: Wo man in dem vorangegangenen Drabble noch vor der Zeit kapitulierte wird ihr nun ein Schnippchen geschlagen. Der/die Autor/in vermischt geschickt die Elemente von Fantasy mit Realismus. Das lyrische Ich wird von einem Geist überrascht. Das Angebot, dass er erhält, erscheint auf den ersten Blick wirklich sehr reizvoll. Doch auf den zweiten scheinen 100 Sekunden angehaltene Zeit ohne eine andere geliebte Person verlorene zu sein. Sehr gut gelungen ist der Kontrast, als das lyrische Ich seine Freundin küsst. Obwohl der Geist sicher, wie ihm aufgetragen, die Zeit weiterlaufen lässt, scheint diese doch still zu stehen. Die Emotionen sind zeitlos. Eine sehr schöne Idee.
    Allerdings hat es mich ein wenig verwirrt, dass das lyrische Ich dem Geist aufträgt, die Zeit nicht mehr anzuhalten, sobald er seine Freundin erreicht. Heißt das in diesem Fall, dass die Zeit zuvor angehalten wird und im Augenblick des Kusses wieder ihren gewohnten Lauf aufnimmt? Oder ist sie nie stehen geblieben? Letzteres würde sich wohl etwas besser mit den zuvor getätigten Überlegungen decken. Irgendwie wird mir persönlich dieser Punkt nicht so recht deutlich.
    Die Botschaft ist jedoch eine sehr erfreuliche, die sicher wohl durchdacht ist. Schön.


    Sonnenblumensinnkernfragen: Ah, so etwas liebe ich. So schön metaphorisch und das wahrscheinlich mit Absicht so überspitzt, dass es keinen wirklichen Sinn zu ergeben scheint. Zumindest auf den ersten Blick. Nun kann man sich natürlich als Leser viel in dieses Drabble hinein dichten. Wenn ich z.B. an „zänkisch-verdrossenen Windharpyen und immergrün schillernden Feuersalamandern“ denke, sehe ich eine von Regentropfen bedeckte Wiese in dem Licht des Sonnenuntergangs vor, über das kräftiger Wind weht. Die gewählte Sprache ist einfach fantastisch, wenn sie sich selbst auch nicht allzu ernst nimmt. Herrlich, der zynische Kommentar des Gesprächspartners, der dem anderen darauf hinweist, dass er scheinbar ein Problem hat und dass dieses metaphorische Gefassel ihn in keinster Weise beeindruckt. Der letzte Gedanke ist natürlich auch erwähnenswert. Es soll keinen Sinn ergeben, dass man keine Meerjungfrauen isst. Als den Text vielleicht noch nicht ganz verstehender Leser würde man jedoch eher der Metaphorik ihren Sinn absprechend. Das ist wirklich ein ungemein erheiternder Abschluss.
    Und während ich jetzt noch etwas darüber nachsinne, was mit der Meerjungfrau gemeint sein könnte (vielleicht ein aus Versehen gefangener Zierfisch?) halte ich zum Abschluss noch fest, dass dieses kreative Werk meinen Geschmack ziemlich genau trifft.


    Arashi: Ein weiteres Gedicht. Ein paar Satzzeichen hätten vielleicht nicht geschadet wobei ich zugeben muss, dass ich persönlich auch kein großes Problem damit habe, wenn in einem Gedicht auf diese verzichtet wird. Ich weiß nicht, wer oder was genau Arashi ist. Möglicherweise eine Sagengestalt, die den Sturm bringt. Letzterer wirkt in diesem Werk wirklich wie ein lebendiges und durch und durch bedrohliches Wesen. Mit den dunklen Wolken ziehen und negative Gefühle wie Angst und Hass auf. Die freundliche Vorstellung Arashis scheint fast spottend in Anbetracht der Gefahr, die von dem Sturm ausgeht, die er bringt. Zuletzt wird gar von einem Untergang gesprochen. Wird hier der Anfang vom Ende der Welt beschrieben, eine Form der Apokalypse, die auch in den Herzen der Menschen statt zu finden scheint?
    Mir gefällt, wie der/die Autor/in die dunklen, gefährlichen Naturgewalten immer wieder mit Gefühlen in Verbindung bringt und sogar ihnen selbst Gefühlsregungen wir Furcht zuspricht.
    Im Allgemeinen halte ich das Drabble somit für wirklich gut gelungen. Unterhaltsam und zugleich zum denken anregend: Eine tolle Kombination.


    Zerbrochen: Dieses Drabble ist nicht, wie die meisten anderen Abgaben, allgemein sondern scheint eher die Leidensgeschichte einer Person, die des lyrischen Ichs, erzählen zu wollen. Die Gleichsetzung der Spiegelscherben mit zerbrochenen Träumen ist sicher nicht neu, aber doch immer wieder gut geeignet und das innere Seelenleben zu verdeutlichen. Aus irgendeinem Grund habe ich das Gefühl, dass das lyrische Ich sich seine Träume nicht hat erfüllen können, sondern dass sie ihm wieder entglitten sind. Darauf weist meiner Meinung nach der Vergleich des nicht unendlichen Lebens mit den ebenfalls vergänglichen Liebe, Reichtum und Macht hin. Normalerweise wäre als dies, für einen Menschen der „nichts erreicht“ wie es im Text genannt wird, doch durchaus erstrebenswert. Dennoch werden sie negativ in Szene gesetzt als etwas, das sehr vergänglich ist. Möglicherweise hatte das lyrische Ich als dies, all seine Träume erfüllt. Doch dann hat er alles verloren, seine Träume sind zersplittert wie die Scherben des Spiegels. Oder aber ihm kam einfach die Erkenntnis, dass all seine Ziele, selbst wenn er sie erreicht, nicht von Dauer sein werden.
    Dieses auf den ersten Blick so typisch erscheinende Drabble wirft ihn mir nun doch einige Fragen auf. Im positiven Sinne.


    Abschied: Wieder eine sehr düstere Thematik. Das kleine Pokémon scheint dem Tode geweiht. Es findet sich mit diesem Schicksal ab und versucht das Beste daraus zu machen, indem es die Schönheit der Welt und der Natur noch so lange zu genießen versucht, wie es ihm möglich ist. Das hierfür gerade der Sonnenaufgang, das Symbol für einen neuen Tag, gewählt wurde hat wirklich etwas sehr trauriges. Es wird sehr deutlich, dass das kleine Pokémon leidet, sich der Übermacht des Schicksals aber dennoch schon lange ergeben hat. Die genaue Beschreibung des Sonnenaufgangs verdeutlicht, wie besonders dieser jeden Tag aufs Neue auf den Protagonisten wirkt.
    Leider wird der gute, dramatische Inhalt ein wenig durch schreibtechnische Schwächen, wie z.B. einige Wortwiederholungen ein wenig getrübt. Aber bei einem so emotionalen Werk ist es eben vor allen das Innere, das zählt.


    Schicksal #2: Dies ist das nunmehr dritte Gedicht in diesem Wettbewerb. Vor seinen zwei Vorgängern braucht es sich auf keinen Fall zu verstecken. Es scheint tatsächlich das Schicksal selbst zu sprechen. Eine interessante Idee. Gleichzeitig wird ihm dadurch ein eigener Charakter zugesprochen, es erscheint wie ein sehr mächtiges und weises Lebewesen. Das Schicksal scheint den Menschen belehren zu wollen kommt dabei aber nicht darum herum, sich auch ein wenig über seine Versuche, ihm zu entkommen, zu amüsieren. Dies lässt es ein wenig gehässig erscheinen und drängt das Schicksal fast schon in die Rolle eines Antagonisten. Doch eigentlich scheint es darunter zu leiden, so ungeliebt zu sein. Es selbst ist wohl ebenso an den Menschen gebunden, wie dieser an es. Während das Schicksal die Bindung akzeptiert, bäumt sich der Mensch jedoch immer wieder dagegen auf.
    Eine sehr interessante Idee, die in 100 Worten so gut ausgebaut wurde, wie ich es mir nie hätte vorstellen können. Auch die Form des Gedichts lässt kaum Wünsche offen, es liest sich flüssig, Versmaß und Reime sind stimmig.


    Ente: An dieser Stelle wird es wieder humorvoller. Der/die Autor/in beschreibt das Leiden der Protagonistin Susanna, deren Versuch ihren Bruder von ihren neu erworbenen Fahrkünsten zu beweisen, ganz klar nach hinten losgeht als das Auto ihrer Mutter, eine alte Ente, in Flammen aufgeht. Das ist sicher ziemlich übertrieben, aber in so einem Werk kann man sich das schon einmal erlauben. Was mich etwas mehr verwundert hat ist, dass das Sprichwort „Ente gut, alles gut“ zu Beginn als nicht zutreffend beschrieben wird, wo es doch eigentlich wie die Faust aufs Auge zu dem Inhalt passt. Wäre die Ente, also das Auto, nicht in Flammen aufgegangen, wäre sie also noch „gut, hätte Susanna keinen Ärger zu befürchten brauchen. Und hätte ihre Mutter nicht einen so wunderbaren Weihnachtsbraten, möglicherweise eine Ente, gemacht, hätte sie ihrer Tochter sicher die Hölle heiß gemacht. Also stimmt es in diesem Fall eben doch: „Ente gut, alles gut“.


    Tequila: Dieses Drabble weckt wieder eine gewisse Hoffnungslosigkeit. Der Protagonist hat seine Frau verloren und will die Trauer nun im Alkohol ertränken. Sicher keine gute, aber doch eine für viele Menschen nahe liegende Lösung, die nur für den Moment funktionieren wird und somit eigentlich gar keine Lösung ist. Die Erwähnung des Glases, das sich immer mehr leert in Verbindung mit dem, was dem Mann durch den Kopf geht und was er sieht, ist sehr gelungen. Es fällt außerdem auf, dass er den Tequila pur trinkt was entweder darauf hindeutet, dass es sich um einen sehr guten Tropfen handelt oder – und das ist in diesem Fall sicher wahrscheinlicher – das es ihm wirklich nur um das möglichst schnelle Vergessen geht. Es wird ihm keine Freude und keine Erleichterung bringen – nur das Vergessen für einen kurzen Moment. Dramatisch, traurig, eisenhart und natürlich sehr emotional. Schwierige Kost, zum Abschluss.
    [tab=Punnktvergabe]
    Es ist mir wirklich nicht leicht gefallen, die Punkte zu verteilen. So viele Werke hätten welche verdient. Leider mussten dennoch einige leer ausgehen. Daher möchte ich an dieser Stelle noch einmal alle Teilnehmer loben. Ihr habt großartige Arbeit mit euren Drabbels geleistet.


    Feuer - 3 Punkte
    Sonnenblumensinnkernfragen - 3 Punkte
    Schicksal #2 - 3 Punkte
    Aufbruch - 2 Punkte
    Schlaflos #1 - 2 Punkte
    Eisfedern - 1 Punkt
    Zeitlos - 1 Punkt
    Arashi - 1 Punkt
    [/tabmenu]

  • [tabmenu][tab=Vorher]Lange ist's her, dass ich hier gevotet habe und bevor ich komplett abwesend sein werde, möchte ich es sehr gerne tun.^^
    Da es bei den Drabbels mal wieder so viele sind, werde ich nicht zu jedem etwas sagen, aber ich möchte vorher erwähnen, dass "Tequila", "Abschied" und "Sonnenblumensinnkernfragen" nur knapp an Punkten vorbeigerauscht sind. Zudem ein Lob an die Ideen von "Aufbruch", "Zeitlos", "6.6.12" und "Erbsünde". Es gibt einfach immer wieder zu wenig Punkte. Tut mir wirklich leid.
    [tab=Kommentare][subtab=Erkenntnis]Man versteht nicht sofort, was es damit auf sich hat. Ich würde sagen: Sie springt, sie fällt, sie fliegt. Die poetische Ausdrucksweise gibt dieser Situation noch den gewissen Touch und lässt mich mich einfach in den kurzen 100 Wörtern verlieren. Oft ist es bei solchen Abgaben (also bei Drabblen (ist das der richtig Plural?)) so, dass es irgendwie so scheint, als wäre es zu kurz. Hier ist das nicht der Fall. Es wirkt rund und trotz der gefährlichen Situation, die dort beschrieben wird, irgendwie beruhigend. (Zumindest auf mich.) Dies ist eine meiner Lieblingsabgaben in diesem Wezzbewerb, weshalb es von mir auch drei Punkte für diese beeindruckende Komposition aus bedrückender Wahrheit und poetischem Sein.
    [subtab=Verlassen]Auch dieses Drabble beeindruckt mich mit seiner "Rundheit". Man hat ein Bild vor Augen, spürt die Kälte und die Einsamkeit und es wirkt, als hätte man kein Wort zu wenig. Ich weiß nicht genau, was es mit "-die erste von vielen" auf sich hat. Die erste Stunde? Das klingt eher wie die erste Kirchturmuhr... Nun, aber das macht dem Drabble eigentlich keinen Abstrich. Ursprünglich war nur ein Punkt für diesen Text angedacht, aber das ist Quatsch. Außer dem eben genannten finde ich keinen Kritikpunkt und dieses Drabble hat einfach dieses gewisse Etwas. Ich kann nur leider nicht beschreiben, was... Auf jeden Fall hat es zwei Punkte verdient.
    [subtab=Eisfedern]Irgendwie kommt mir der Anfang dieses Drabbels äußerst bekannt vor. Da ich aber einfach nicht weiß voher und somit nicht nachweisen kann, dass das nicht einfach nur Einbildung ist, sehe ich es als solche an und sage: Wow. Ein Text über die Vergänglichkeit des Lebens und allen Seins, der einfach nur so schöne Bilder in meinen Kopf malt, das ich mir schon fast wünsch, dass es wieder Winter wird. Egal wie sehr man die Kälte hasst, Eis und Schnee haben schon etwas Faszinierendes, oder? Auch der Titel "Eisfedern" ist wuderbar gewählt und macht den Leser sogleich neugierig auf den Text. Es gefällt mir immer wieder, die 100 Wörter mit warmen, poetischen Umschreibungen zu lesen und die Bilder auf mich wirken zu lassen. Ein Drabble, das mit drei Punkten eigentlich noch zu wenig gewürdigt wird, aber in meiner Verteilung so mit die höchste Punktzahl erreicht.
    [subtab=Feuer]Wie mir scheint, gefallen mir gelungene Umschreibungen bei diesem Wettbewerb besonders. Erneut frage ich mich, warum einige Texte mit kursiver Schrift arbeiten durften, aber das hat mit dem Kommentar nichts zu tun.
    Ein gelungener Text, auch wenn mir irgenwas fehlt, aber das ist nur ein seltsames Gefühl. Die Wortwahl und Ausdrucksweise erwecken den Text zum Leben und lassen einen den Schmerz förmlich spüren. Obwohl es keine Beschreibung der Umgebung gibt und sich die Szene so bei mir im weißen Nichts abspielt, so ist doch die ganze "Handlung" ausdrucksstark, wie die Königin es war. Ein Drabble, das ich trotz seiner unglaublichen Klarheit der Geschehens wegen der geringen Punkte nur einen Punkt erhalten kann.
    [subtab=Moment]Ich habe es ja immer wieder, dass ich eine Abgabe lese und denke, diese bekommt von mir einen Punkt. Hier war dies der Fall. Ich würde unglaublich gerne wissen, wo sie sich befinden; was weitergeht. Ich kann mir einfach keinen Reim darauf machen. Mein Bild ist in der Cafeteria oder ähnlichem, aber das macht theoretisch überhaupt keinen Sinn... Trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) kommt der Moment wunderbar zur Geltung. Der Text geht etwas in die Richtung eines Inneren Monologes, aber dennoch gibt es diese Beschreibungen und... ach, er ist einfach ziemlich gut geschrieben. Und der erste Gedanke, ist ja meistens der richtige. Ein Punkt für diesen Text.
    [subtab=Zeit]Klingt wie ein alter Mann (tut mir sehr leid, wenn es eine Frau sein sollte), der sich zurückerinnert an sein Leben und noch einmal über die Zeit philosophiert. Die Zeit ist ein komplexes Thema, eigentlich nur eine von Menschen gemachte Definition, denn gibt es Zeit überhaupt? Aber wenn ich weiter auf diese Frage eingehen würde, dann würde ich kompett vom Thema, nämlich vom Voten abkommen. Alles, was in diesem Drabble gesat wird, ist war. Und ich denke, dass die Zeit (ähnlich wie das Fallen) eine gewaltige Faszination auf uns Menschen auswirkt. Weil man sie nicht greifen kann... Und ich fange schon wieder an, abzudriften. Also um noch mal auf die Wahrheit der Aussagen zurückzukommen: Sie sind auch deutlich un klar. Allein die beiden Sätze: "Was einmal geschah, bleibt geschehen. Was jemand einst tat, bleibt getan." sind so logisch, klar und wahr und doch möchte man sie immer wieder ändern, irgendeinen Weg suchen, der sie als Lügen straft, doch man wird ihn nicht finden. Denn die Zeit entzieht sich uns nunmal. Immer wieder und niemals zugleich. Und erneut stelle ich erst beim kommentieren fest, welch großes Potential dieses Drabbkle hat. Deshalb auch hier zwei Punkte.
    [subtab=Arashi]Ein Drabble auch Haikus. Das ist auch mal eine Idee. Allerdings, obwohl ich das Drabble nun schon mehrfach gelesen habe, weiß ich immer noch nicht, was "Arashi" heißt. Zudem: Werden da alle Silben mitgesprochen? Dann wäre in der Zeile "Gestatten? Arashi!" eine Silbe zu viel. Auch sonst von den Betonungen her gibt es ab und an ein paar unschöne Stellen, aber das nur zum Formellen. Vom Inhalt her gefällt mir dieses Drabble nämlich sehr und wenn ich wüsste, was Arashi hieße, würde es wahrscheinlich noch etwas mehr Sinn ergeben. Trotzdem gehöre wohl auch ich zu der Sorte von Menschen, auf die solche leicht düsteren Texte eine seltsam-anziehende Wirkung haben. Mir gefällt die Idee, mir gefallen die dargestellten Bilder... und deshalb gebe ich diesem Text auch 2 Punkte.
    [subtab= Zerbrochen]Erneut die Vergänglichkeit des Lebens, des Seins, dieses Mal mit der Metapher des zerbrochenen Spiegels. Na ja, oder auch nicht die Vergänglichkeit, da der Tod ja anscheinend nicht kommen möchte. Zerbrochene Spiegel, Scherben sind gerne Metaphern und erfüllen jedes Mal auf's Neue bravorös ihren Zweck. Auch dieses Drabble gleicht einem Inneren Monolog, welcher die Verzeiflung noch verdeutlicht. Trotz des Versuchs, dem Leben, diesem Scherbenhaufen zu entfliehen, muss man doch so weiterleben, liegend "auf dem Boden, zerbrochen, farblos." Einen Punkt für diese schön umgesetzte Metapher.
    [subtab=Schicksal #2]Wer ist du und wer ist ich? Diese Fragen kann ich mir einfach nicht beantworten. Ein schönes Gedicht, auch wenn es (leider) kein durchgängiges Reimschema hat. Die genutzen Metaphern beschreiben die eigentliche Situation so gut, dass ich es einfach nicht schaffe durchzublicken, was auch zu einem Punktabzug führte. Trotzdem durfte dieses Drabble hier nicht fehlen und verdient seinen Punkt. Eine schöne Schreibweise wird hier an den Tag gelegt, sodass man sich komplett in diesem Text verlieren kann, auch wenn man wie ich nicht genau weiß, was eigentlich gemeint ist. Einfach wunderbar geschrieben mit tollen (vielleicht zu guten) Metaphern und der Beeindruckenden Tatsache, dass man aus nur 100 bzw. 99 Wörtern ein schönes Gedicht schreiben kann. Wie gesat, der Punkt ist verdient.
    [tab=Punkteverteilung auf einen Blick]3 Punkte:
    Eisferden
    Erkenntnis
    =6


    2 Punkte:
    Verlassen
    Zeit
    Arashi
    =6


    1 Punkt:
    Feuer
    Moment
    Zerbrochen
    Schicksal #2
    =4


    => 16 Punkte
    [/tabmenu]

  • [tabmenu]
    [tab=Vorwort]

    Erst mal Allgemein gesagt, fand ich es relativ zu jedem das Passede zu schreiben und dann die Punkte zu geben. damit habe ich mich relativ schwer gefunden.


    [tab=Comments]
    [subtab=Schlaflos #1]

    Finde ich auch sehr schön, ammeisten das mit dem Wind finde ich klasse und das ende mit „Denn morgen, morgen da hau ich dich um“ finde ich am besten. Dabei musste ich auch schmunzeln.

    [subtab=Gedankenreise]

    Der Drabble macht einen Nachdenklich. Ammeisten so was passiert ja auch einigen im normalen Leben.

    [subtab=Erbsünde]

    Uff, ich will keinen Drabble zum Nachdenken, dazu kann ich nämlich dann nicht so viel schreiben.

    [subtab=Verlassen]

    Das ist auch sehr guter und gelungener Drabble, finde auch gut das es auch mal was ist, was nichts mit Friedefreudeeierkuchen usw. ist, sondern auch mal etwas trauriges.

    [subtab=Feuerwasser]

    Genial, ammeisten es hat was mit Pokémon zutun, aber ich finde nicht schön, dass es was mit Alkohol zu tun hat. Es ist trotzdem sehr gut geworden.

    [subtab=Eisfedern]

    Jey Winter. Ich finde die einfach nur toll. Da ich sowieso ein totaler Winterfan bin, gehört die natürlich zu meinen Favoriten.

    [subtab=Licht]

    Cool, mal eine komisch Diskusion, worüber man schmunzeln kann!! Ich fand den sehr gut gelungen, hat aufjedenfall Punkte verdient.
    Jaja ich schreibe ja noch mehr. Ich finde auch gut, dass es eine Diskusion, sollte zwischen Mann und Frau (sein oder??), ist, worüber die Männer manchmal echt nachdenken sollte, aber auch gut ist dass es eine Reale Sache sein kann!!!

    [subtab=Moment]

    Aaaahh ich kann so was nicht mehr lesen, denn meine tolllsten Bänder waren mit solchen Gefühlen und darüber hinaus….!! Allerdings ist die gut gelungen, somit kann ich auch nicht viel dazu schreiben.

    [subtab=Ente]

    Boa ist das Gemein vom Bruder. Erst geht das Auto oder auch die Ente in Flammen auf und dann kommt der Bruder an und fragt nach einem Entenbraten. Die Geschichte ist sehr gut getroffen, zwar nicht sehr nett aber trotzdem sehr gut gelungen.

    [subtab=Tequila]

    Habe ich irgendwie in Erinnerung, von welchem ist das noch mal halb abgeschaut?? Ich find es aber trotzdem gut gelungen ist allerdings auch wieder Alkohol usw. was ich nicht so toll finder, aber ok.

    [tab=16 Punkte]

    Schlaflos #1 = 1
    Gedankenreise = 1
    Erbsünde = 1
    Verlassen = 1
    Feuerwasser =3
    Eisfedern = 2
    Licht = 1
    Moment = 1
    Ente = 4
    Tequila = 1

    [tab=Nachwort]

    Allerdings konnte ich auch nicht allen Drabbles Punkte geben. Den hätte ich auch noch welche geben wollen:

    Schicksal #1
    Worte
    Erkenntnis
    Feuer
    Zeit
    Zeitlos
    Abschied
    Und wie gesagt das mit den Punkten war wirklich sehr schwer.

    [/tabmenu]


    /:edit einiges gelöscht, wenn noch was verändert werden muss, bitte schreiben.



  • Punkteverteilung
    1 Punkt für Schlaflos #2, Gedankenreisen und Moment
    2 Punkte für Erbsünde, Sonnenblumensinnkernfragen und Tequila
    3 Punkte für Arashi
    4 Punkte für Erkenntnis

  • [tabmenu]
    [tab=~]
    Guten Abend, allerseits :')
    Ich bin erleichtert, dass ich es letzendlich noch geschafft habe, zu voten, denn die stessige Schulwoche hat es nicht zugelassen, früher daran zu arbeiten. Doch ich hatte es mir in den Kopf gesetzt und so ist dann auch noch (was nicht gerade schlecht ist x3) ein bisschen Latein-Lern-Zeit dafür draufgegangen.
    Ich hätte gerne mehr Punkte verteilt, da es so viele schöne und vielseitige Abgaben gibt, doch mehr war einfach nicht drin. Auch wäre ich gerne mehr auf die Abgaben eingegangen, jedoch hat sich dann doch die fehlende Zeit bemerkbar gemacht... Aber genug davon, los geht's!

    [tab=Kommentare]
    Aufbruch
    Dieses Drabble hat mich regelrecht bestochen – und zwar durch seine Form des Dramas. Ich bin wirklich beeindruckt, denn dadurch sticht die Abgabe eindeutig hervor und man erkennt, dass der Autor/ die Autorin sich viele Gedanken über das Drabble gemacht hat – oder einfach nur einen super, spontanen Einfall hatte. Ich kann nur wiederholen, was auch Paya schon gesagt hat; natürlich lässt das Drama nicht viel Platz für Handlung, aber allein die Idee verdient Punkte. (:  


    Erkenntnis
    Oh wow. Ich liebe diesen Titel, denn er beschreibt nicht das Drabble selbst, wie sich herausstellt, sondern vielmehr das, was beim Lesen des Textes mit dem Leser ‚passiert‘. Der Verfasser dieses Textes hat eine trügerische Idylle erschaffen, zeigt das, was am Leben wunderbar ist und es lebenswert macht. Und dann schaffen es die letzten Zeilen, den Leser bestürzt werden zu lassen und zu erkennen. Nach mehrmaligem Lesen kann ich gar nicht mehr sagen, ob der Autor/ die Autorin die Abgabe mit Absicht genau so verfasst hat, mit diesem schrecklichen Gegensatz bestückt, doch auf mich hatte es genau diese Wirkung und das hat den Text herausstechen lassen. Ein großes Lob!


    Feuer
    Ich liebe die Atmosphäre, die dieses Drabble schafft. Während die Harpyienkönigin qualvoll verendet scheint es, als würde die Zeit stehen bleiben. Auch mag ich die Tatsache, dass die Szene aus irgendeinem Buch herausgegriffen sein könnte, jedoch ist sie so ausdrucksstark, dass sie ohne Zweifel alleine stehen kann. Man hat nicht das Gefühl, dass etwas fehlt, nein, es ist genau richtig so. Man fragt sich nicht, warum die Harpyien kämpfen, wo und zu welchem Anlass. Der Leser ist einfach gebannt von den fast schlichten, aber effektiven Beschreibungen.


    Moment
    Auch wenn dieser Text eher schlicht ist, hat er es mir angetan. Die Szene ist sehr realitätsnah und, wie ich finde sehr, sehr schön beschrieben. Man kann sich einfach in die Hauptperson hineinversetzen. Welche mir, so nebenbei gesagt, übrigens sehr sympathisch ist, da ich immer genauso denke. Sie jammert nicht, dass er gegangen ist, dass der Moment geendet hat und eigentlich nicht viel passiert ist. Sie ist glücklich, freut sich einfach an diesem kleinen Augenblick, der ihr viel bedeutet. ♥


    Zeit
    Dieses Drabble fasst in wunderschönen Worten zusammen, was für Menschen die Definition von ‚Zeit‘ ist. Man wird getragen von dem Gedankengang des Erzählers, der so wahr und unumstößlich ist. Zeit kann einem wahrlich davon rinnen, jedoch auch zäh fließen wie Kaugummi; man kann sie nicht vorantreiben. Gibt es Zeit überhaupt? Oder ist es nur ein Begriff für das Aneinanderreihen von Augenblicken? Die Abgabe lädt einen ein, darüber nachzudenken und bleibt einem auch deshalb sofort im Kopf. Mein Kompliment an den Verfasser/ die Verfasserin für diesen (schmerzlich) wahren Gedankengang.


    Arashi
    Gedichte führen mir immer wieder vor Augen, wie viel man aus einem Drabble machen kann. Ich bin erstaunt, wie der Text es schafft, einem etwas abstraktes beinahe als lebendes Wesen darzustellen. Wenn es auch zu Beginn ‚nur‘ Beschreibungen sind, hat der Leser doch gegen Ende das Gefühl, dass Arashi selbst erzählt. Eine schöne Abgabe, die erfolgreich etwas nicht greifbares greifbar erscheinen lässt!


    Zerbrochen
    Ein wunderschöner und emotionaler Text, an dem ich nichts zu bemängeln habe. Zu Beginn habe ich gedacht, die Hauptperson stünde vor einem Spiegel, der ihm/ihr seine/ihre Seele zeigt (ich hab wohl einfach zu viel Fantasy im Kopf… ^^‘) bis ich erkannt habe, dass die Seele mit dem Spiegel verglichen und verbunden wird. Der Autor/die Autorin schafft es, zwei in so vielerlei Hinsicht unterschiedliche Dinge untrennbar miteinander zu verbinden. Die Abgabe erhält dadurch etwas sehr poetisches und ich werde nicht müde, sie immer wieder zu lesen. Ein Beweis, wie viel Kraft in lediglich 100 Worten stecken kann.


    Schicksal #2
    Ich könnte dieses Drabble tausendmal lesen und der letzte Satz würde für mich nicht an Wirkung verlieren. Ich liebe es, wenn die letzten Zeilen etwas Aussagen, was man einfach nicht vergessen kann. Und so ist es bei dieser Abgabe; der letzte Satz fasst alles noch einmal zusammen und hat etwas, das mich nicht loslassen will. Ich will auch noch anmerken, dass ich diese sehr gelungenen Reime bewundere. Das ist etwas, das mir nie so wirklich gelingen will. Auch wenn hier der letzte Satz aus dem Schema fällt, ist er einfach nicht wegzudenken.


    Tequila
    Hier berührt mich die Wahrheit dieses Textes. Viele versuchen ihre Trauer in Alkohol zu ertränken, so wie auch hier, was dem Drabble etwas Ernstes und Trauriges gibt. Auch wenn es ein Fließtext ist, mag ich das Schema hierbei sehr. Die Abgabe sticht dadurch nicht nur durch seine Thematik heraus. Auch wenn der Schreibstil schlicht ist, verfehlt er nicht seine Wirkung.

    [tab=Punkteverteilung]
    2 Punkte
    Aufbruch
    Erkenntnis
    Feuer
    Zeit
    Zerbrochen
    Schicksal
    Tequila
    = 14 Punkte


    1 Punkt
    Moment
    Arashi
    = 2 Punkte
    --------------------------
    16 Punkte



    Viele liebe Grüße,
    Faolin | *Mondscheinfeder*

    [/tabmenu]

  • [tabmenu][tab=Vorwort]Guten Abend.
    Dann möchte ich auch noch gerne meine Meinung abgeben. Vielen Dank an all die Teilnehmer für ihre Texte; einige Abgaben waren wirklich ein Traum. Dieses Mal bevote ich jedoch nur die Abgaben, welche Punkte erhalten, entschuldigt das bitte.[tab=Kritik]Aufbruch
    Das ist einmal eine sehr interessante Idee, ein Drabble nach einem Drehbuch zu gestalten. Dass dieses dabei sogar von den abwechselnden Sprecherwechseln ganz authentisch wirkt, macht es noch etwas besser. Allerdings wirkt durch die doch knapp begrenzte Zeichenanzahl der Dialog etwas gestellt und teilweise auch von den Worten her verwirrend formuliert. Der poetisch angehauchte Stil passt hierbei meines Erachtens weniger, auch wenn natürlich darauf geachtet wurde, die mittelalterliche Sprechweise beizubehalten. In dem kurzen Abschnitt wird aber ebenso deutlich der Charakter der beiden Handelnden klar gemacht und eine Einleitung auf die nächste Handlung bereitgegeben. Man möchte beinahe wissen, wie es weitergehen würde.


    Worte
    Das Drabble nimmt die Wortbegrenzung etwas auf den Arm; so bemerkt man auch schnell, dass der Autor dahinter einen gewissen Sinn für Humor hat und diesen auch anwenden kann. Im Endeffekt ist es also eine schlichte Danksagung, welche verhalten beginnt, indem erst auf das Problem hingewiesen wird, danach noch eine Lösung dafür und schließlich die auf den Punkt gebrachte Antwort. Mir kommen die Sätze etwas zu lang, allerdings kann das auch am eher seichten Inhalt liegen, der eben versucht, seinen Zweck zu erfüllen. Ein schlichtes Danke; entweder groß ausgeführt oder eben kurz und dieser Vergleich ist gut gelungen. Der Ausdrucksstil ist nett.


    Schlaflos #1
    Eine kreative Umschreibung für etwas eigentlich Harmloses, welches sich in der Nacht vor dem Fenster breit machen kann: Einen Baum. Die langen Finger sollen dabei wohl die Äste und vielen Zweige beschreiben, die mit langen Schatten durch das Mondlicht ins Zimmer getragen werden und den Erzähler beim Einschlafen stören, soweit man das auch so bezeichnen darf. Im Endeffekt wird mit dem letzten Satz die zuvor noch eher poetisch beschriebene Angst umgekehrt und eine humoristische Situation daraus gemacht indem er einfach am nächsten Tag entfernt werden. Nice conclusion; der Schreibstil passt hier ganz gut und die Wortwahl hat mir gefallen.


    Schein
    Dieses Drabble hat sich als Beinahe-Monolog getarnt, wobei ich hier fast glaube, die fragenden Menschen bildet sich der Erzähler einfach nur ein. So gesehen handelt es sich aber um sehr alltägliche Fragen, die auf kreative Weise behandelt werden, indem ein Wesen eine doch sehr oberflächliche Antwort darauf gibt. Tatsächlich ließe sich das leicht auf die Gesellschaft übertragen, in der auch solche Fragen immer schnell mit einem einfachen Wort abgetan werden. Die BB-Codes sind raffiniert gesetzt und weisen immer auf ein bestimmtes Adjektiv hin, auf das sich die Frage bezieht. Auch das Ende ist so gesehen sehr überraschend, aber einleuchtend. Die vielen kurzen Sätze lassen den ohnehin schon kurzen Text dagegen etwas holprig wirken, allerdings hat mir die Thematik gefallen.


    Gedankenreisen
    Eine auf den ersten Blick sehr süße Geschichte, die hier erzählt wird. Der Dialog wirkt so, als könnte er so jederzeit zwischen zwei Menschen ablaufen, was wohl durch die sehr natürliche Wortwahl bedingt ist. Auch die simple Darstellung mit den Träumen weiß zu gefallen; so kann man sich am Ende selbst ausmalen, wovon der Junge wohl geträumt haben mag. Dadurch wird ein eigentlich melancholischer Ton eingeschlagen, der am Ende den Text mit einer gewissen Unwissenheit ziert. Wie es auch das Vergessen der Träume darstellt, wovon das aber kommen mag, ist eine andere Frage. Hat mir sehr gefallen.


    Eisfedern
    Diesen Federn kommt wohl eine besondere Bedeutung zugute, da sie schließlich aus dutzenden einzelnen Eiskristallen bestehen müssen. Insofern ist die Darstellung dieser visuell anschaulichen Szene sehr gelungen. Die kalte Jahreszeit lädt zum Nachdenken ein und die Schönheit gewisser Dinge lässt sich so auch am ehesten erfassen. Der Einwurf mit der Sonne am Ende ist ebenso interessant, da die Wärme diese Kristalle zum Schmelzen bringt und so einen ewigen Kreislauf herstellt. Der letzte Satz rundete das Drabble wunderbar ab, während der Schreibstil ein guter ist; mir blieb die Sprache fern.


    Zeitlos
    Was würde man wohl mit einem Wunsch anstellen; besonders, wenn es um das Anhalten der Zeit an sich ginge? Der Frage hat sich dieses Drabble angenommen und das Ergebnis gefällt mir ebenfalls. Während in jenem Moment wohl die verschiedensten Vorschläge für die Erfüllung dieses Wunsches durch den Kopf geistern würden, so hat sich der Erzähler für eine sehr rationelle Variante entschieden. Die Zeit wird nicht vom materiellen Besitz, sondern von der Zeit mit anderen definiert. Mag etwas klischeehaft aussehen, da diese Thematik schon oft verwendet wurde, aber sie beeindruckt doch immer wieder aufs Neue. So gesehen gefällt mir die Technik; würde nun in der wörtlichen Rede "sobald" mit "bis" ausgetauscht werden, so würde es sogar noch besser klingen.


    Zerbrochen
    Schade, warum muss das Drabble auch so viele Zeilenumbrüche haben? Nun ja, davon abgesehen ist allerdings auch hier eine mehr oder minder tragende Botschaft vorhanden, welche die Ähnlichkeit einer Seele mit einem, ähnlich aufgebauten, Spiegel zeigt. Sollten sie beide einmal zerbrochen sein, so ist es schwer, sie noch einmal zusammenzufügen. Jene Scherben auf dem Boden sagen dabei auch vollkommen aus, in welch prekärer Position sich der Erzähler befindet; ganz zwischen Hoffnung und Zweifel eingesperrt. Insgesamt wird hier also eine düstere Atmosphäre geschaffen, die noch zusätzlich von einem meines Erachtens guten Schreibstil untermalt wird. Hat mir gefallen.
    [tab=Votes]Aufbruch - 1
    Worte - 2
    Schlaflos #1 - 1
    Schein - 1
    Gedankenreisen - 3
    Eisfedern - 3
    Zeitlos - 2
    Zerbrochen - 3
    ___________________
    16 Punkte[/tabmenu]

  • [tabmenu][tab=Hai!]Kurz vor Deadline scheine ich es doch noch geschafft zu haben, zu voten, haha xD
    Es waren wirklich viele schöne Drabbles dabei und es hat mir auch gezeigt, dass man diese kurzen Texte wirklich alle mehrmals lesen muss, bis man so richtig hinter das kommt, was womöglich wirklich die Aussage war, wenngleich ich bezweifle, dass ich jedes mal die "richtige" Aussage gefunden habe - wenn es sie denn gibt![tab=Kommentare]
    Aufbruch - Ein schön kreatives Drabble, wie ich finde. Auf die idee, daraus einen Dramenauszug zu machen, ist von den anderen niemand gekommen, also auf jeden Fall einen Pluspunkt für Originalität! ^^
    Ich muss zugeben, wenn man es das erste mal liest, klingt es schlüssig. Erst beim dritten durchgang ist mir aufgefallen, wie sinnlos das eigentlich ist. Jede einzelne Zeile des generals ist so unfassbar sinnfrei, dass ich es kaum beschreiben kann! "Sakrament, so früh schon?" Warum weiß der General nicht, wann die Truppen aufgestellt werden sollen? ER IST DER GENERAL! "Gut. Wir wollen siegen, weswegen wir in den Kampf ziehen." WTF? Was ist dass denn für eine Aussage? xD Die Reraktion des Dieners ist awesome. 2Drei Stunden, mehr nicht. Soviel Zeit gebe ich mir für die Schlacht. Den Feind vernichten. Den Feind unterdrücken. Eher früh siegen als spät zu verlieren." Mir fehlen die Worte. Eher früh siegen als spät verlieren. Lol. "Durch das Raue zu den Sternen." Wie bitte?
    Also ganz ehrlich. Als ich den Text zum ersten mal las, dachte ich, wow, originell, aber schwacher inhalt. Aber jetzt ... es gehört schon ordentlich Talent dazu, jemanden so viel sinnlosen kram in so kurzer Zeit sagen zu lassen. Mein Respekt. Den Titel finde ich jetzt okay, haut mich ehrlich gesagt aber icht vom Hocker.


    Schicksal #1 - Ein wirklich trauriger, wehmütiger Text. Allerdings verstehe ich ihn nicht so ganz. Ihr Mann ist schon seit Wochen weg. Heißt das, sie wartet seitdem jeden Abend auf seine Heimkehr? Und wenn nicht, warum tat sie es an diesem Tag? Und falls doch, was war dann an diesem tag anders, dass sie am nächsten Tag verschwinden würde? Darauf wird keine Antwort gegeben, was ich persönlich schade finde, da es mehr Lücken zurücklässt, als es erklärt. Zunächst streifte der Wind über sie und es fühlte sich an, als wolle er sie tragen, das wäre meiner Meinung nach schöner gewesen, wenn sie in Gedanken den Wind direkt mit ihrem Mann vergleicht, so als ob sie glaubt er wäre es, der über ihre Wangen streicht. Vielleicht war das auch so gemeint, denn ansonsten weiß ich nicht so recht, warum das mit dem Wind dort steht.
    Außerdem weiß ich nicht, warum sie am nächsten tag verschwindet, wo sie doch gar nicht weiß, dass er schon im Sturm umgekommen ist? Und wenn sie es dann erfahren hat, warum wird das dann nicht erwähnt?
    Außerdem ist mir die Motivation von Rika unklar, warum verschwindet sie, wo sie doch noch Kinder zu versorgen hat? Dazu müsste sie ya schon sehr an ihrem mann gehangen haben, wenn sie ihn über ihre Kinder stellt und ohne ihn nicht leben möchte, das wird aber auch nicht genauer erwähnt. Andererseits kann es alle möglichen Gründe haben, warum sie verschwindet, meine Interpretation stützt sich jetzt darauf, dass sie sich das Leben genommen hat. Kann natürlich sein dass ich das komplett falsch verstehe.
    Nun, auf jeden Fall ein Text mit einem sehr traurigen und zugleich schön gefühlvollen Ansatz. Es hat spaß gemacht, ihn zu lesen! ^^


    Worte - Eine schöne Art, danke zu sagen, wie ich finde. Leider nur etwas unpersönlich, das könnte man so praktisch jedem schreiben, und für mich sollte ein danke eher genau auf die person zugeschnitten sein, die es beommen soll. Allerdings hat der Text einfach etwas erfreuliches an sich, er zeigt, das sich da doch jemand Gedanken darum gemacht hat, wie er jemandem danken kann. Und außerdem erkenne ich jetzt in dem Drabble keinen Anlass für den Dank. Es ist als würde man eifnach danke sagen, einfach so, und das wird leider viel zu selten gemacht. Schön, dass dieses Drabble dagegenhält. =)


    Schlaflos #1 - Irgendwie gefällt mir dieses Drabble. Die Sprache, die verwendet wird, ist schön alt und erinnert mich an die ganzen Gedichte, die man in deutsch so durchnimmt. Eine schöne art, zu sprechen. Genauso, wie der Erzähler den Baum personifiziert und ihn als Kontrahenten sieht, den es auszumerzen gilt. Vor allem am letzten Satz finde ich Gefallen, denn der zeigt irgendwie, dass da jemand am Werk ist, der wirklich ahnung hat, wie man Sprache benutzen muss, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen!


    Schlaflos #2 - Woooow. Dreist. Wow. Da hätte ich liebend gern mehr darüber gewusst, was im Kopf dieses Mannes vor sich geht. Der Text hinterlässt so ein merkwürdiges Gefühl in meinem Kopf, so als ob da was fehlen würde, und ich behaupte einfach mal, dass das mit absicht passiert. In Verbindung mit dem titel ist die ganze Sache ya sogar noch markanter. Er will ein Luxusbett - war aber vorher mit der Frau dort und hat es sich angesehen? So habe ich das mit dem Augenöffnen zumindest verstanden. Sie kennen sich seit einigen Wochen, also sind es Nachbarn oder Abreitskollegen? Ich würde ya irgendwie auf Nachbarn tippen.
    Und ihre Reaktion ist ya auch merkwürdig. Ich meine, die Tür zuknallen, schon, der Mann ist dreist, aber ich würde fast meinen, sie hat seinen satz davor falsch verstanden - oder richtig verstanden?
    Wirklich merkwürdig. Schönes Drabble.


    Schein - Dieses "Orakel" scheint zumindest keinen Minderwertigkeitskomplex zu besitzen. Finde es interessant, dass es behauptet, alles zu wissen, und dennoch fallen seine Antworten verdammt kurz aus. Viel interessanter finde ich,d ass sich die Fragenden offenbar alle mit diesen Antworten zufrieden geben. Wenn ich ein allwissendes Orakel fragen würde, dann hätte ich durchaus mehr erwartet als eine wenigsibrige antwort. Teilweise antwortet das Orakel auch gar nicht auf die fragen:
    „Wird das Wetter morgen schön?“ -„Regnerisch.“
    Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Zu entscheiden, ob regnerisch gut oder schlecht ist, unterliegt der Interpretation des fragenden, in wie fern hat alsod as Orakel überhaupt seine Pflicht erfüllt? Nun, zumindest scheint es den Eindruck zu haben, dass alle anderen Personen es vergöttern, und wenn ständig fragende kommen dann kann ich das auch nachvollziehen. Insofern würde ich es nicht mal wirklich auf das Orakel schieben, dass es so arrogant ist, sondern auf die Torheit der fragenden, denn offenbar nehmen sie 1. an, dass es auf ihre komplexen Fragen leichte antworten gibt und 2. dass irgendjemand sie wissen kann. Warum jemand gottgleich ist, der Missverständnissen beilegt, verstehe ich allerdings weniger, insofern hat bdas Orakel auch selber seinen teil mitzutragen. Allerdings schöne Wenung am Ende - wenn das Orakel auch sonst nicht wirklich viel zu wissen scheint sondern das nur vorgibt, so ergibt die letzte Antwort durchaus Sinn. Das Orakel scheint erkannt zu haben, dass Alleinsein nicht glücklich macht. Interessiert hätte mich auch sehr, wer ihm eine solche Frage stellen würde. Schön finde ich inhaltlich die abwechslungsreiche konter zwischen seinen Gedanken und den Fragen bzw Antworten. Alles in allem ein sehr schönes Drabble, und auch schöne Fragen. Die Menschen fragen nach Alter, Schönheit, Reichtum, aber auch nach Glück. Sie stellen aber keine Speziellen fragen, insofern geschieht es ihnen vielleicht auch recht, keine Speziellen antworten zu erhalten.


    Gedankenkreisen - Dieses Drabble habe ich nicht sofort verstanden. Es geht um Träume, eine Person, die Träumt, die andere tut es nciht, naya, wird dann auf den Umstand hingewiesen dass man schon träumt, sich nur nicht daran erinnern kann. So weit so gut. Das Lyrische Ich scheint zumindest nicht sehr viel von sicht selbst zu halten, aber leider wird im Drabble nur an der Oberfläche gekratzt, was mich dann auch etwas verwirrt hat. Es wird aufgezzeigt, dass da scheinbar etwas tiefergehendes ist, ein größeres Leid, das durch oberflächliche Betrachtung nicht erkennbar ist. Und scheinbar weiß auch die Freundin nichts davon, es wird zumindest an keiner Stelle angedeutet, was keinenj glorreichen Schatten auf die Beziehung der beiden wirft. Sie träumt von einer Reise nach Amerika, etwas, das scheinbar weit weg ist und sehr weit hergeholt, und nein, nichtmal das, sie träumt nur davon, dass ihr gesagt wird, sie würde nach Amerika reisen, an sich kein sehr spektakulärer Traum. Das allerdings auf einer Meerbank - also doch schon auf reisen? Ich kann dem Traum mangels weiterer Referenzen im Drabble nicht mehr informationen entlocken, und offenbar scheint er auch mit dem zweiten Teil, den Gedanken der Hauptperson, nicht mehr viel zu tun zu haben - als wäre der Traum nur ein Aufhönger für die Gedanken, doch dadurch wurden natürlich viele Wörter verloren, sodass eine gute Hälfte des Drabbles, wenn nicht mehr, einfach ein Dialog sind, was mit "Gedankenkreisen" meiner Meinung nach nicht so viel zu tun hat. Auch verstehe ich das Ende nicht zu hundert Prozent - schlechte Träume hat man doch eher, wenn man gerade eine schwere zeit durchmacht, also warum wird es dann vor der Erinnerung beschützt, wenn es solche Erlebnisse ohnehin hat? Und warum streut das Ich eine solche Referenz ein, wo es doch gar nicht wissen kann, ob es tatsächlich schlechte Träume hat?
    Letztendlich ein Drabble, über das man viel nachenken kann, und das gefällt mir durchaus. Wenn ich wenigstens den genauen Zusammenhang zwischen Anfang und Ende erkannt hätte, dann wäre es noch etwas flüssiger lesbar gewesen, aber dennoch war es eine Freude, es zu lesen.


    Erbsünde - Interessante Frage, der Schluss, ich bin zwar Atheist hatte aber mein Leben lang Religionsunterricht und habe mich auch mit der Bibel beschäftigt. tatsächlich ist es so, dass wir tagtäglich wieder Sünden begehen und dass die Bibel darauf ausgelegt ist, uns zumindest in teilen zu beweisen,d ass wir alle Sünder sind und niemals perfekt sein können. Das Drabble ist auch gut aufgebaut - es beginnt damit, das schlechte darzustellen, gibt dann Adam und/oder Eva die Schuld (letztendlich griffen ya beide nach dem Apfel), dann kehrt es auf halber Strecke um und zeigt auf, dass wir Menschen so sein müssen, um glücklich zu sein, um voranzukommen, denn stillstand ist etwas, mit dem wir allgemein nicht zurechtkommen. Wir suchen immer nach neuem und versuchen, uns und die Welt zu verbessern, macnhmal zum guten hin aber auch oft zum Schlechten. Also wirklich, ich mag das Drabble und seine Aussage, und es scheint von jemandem verfasst worden zu sein, der sich mit der Materie befasst hat. Auch der Titel ist sehr passend, laut Bibel büßen wir immerhin für etwas, dass unsere Ahnen getan haben, und das Tag für Tag.


    Erkenntnis - Oha ein Drabble, dessen Ende so unvorhersehbar ist wie die Wirkung, die es auf den Leser hinterlässt. Ich finde es etwas zynisch, so wie es dargestellt ist, so mehr wie ein "Das hast du nun davon". Die Selbstmord-Debatte ist nach wie vor heißt und ich möchte das jetzt romanlang kontemplieren, zumindest erkenne ich, welche Haltung der/die VerfasserIn gegenüber dieser tat hat und ich finde, das kommt gelungen rüber. Ich bezweifle, dass jeder Selbstmörder in seinen letzten Sekunden so denkt, und bin fast der Meinung,d ass es die wenigsten tun, denn so einen Entschluss fasst man aller Regel nach würde ich meinen nicht schnell aus dem Bauch heraus sondern oft mit begründeten Motiven, vor allem wenn man eine Solche Todesart wählt, die jetzt kaum Überlebenschancen bietet. Trotz der zynischen Art des Drabbles, das wie ich finde stilistisch sehr wie ein Gedicht anmutet, empfinde ich es als sehr gelungen, wobei auch der Übergang so fließend ist: Immerhin ist es ein überaus lebensbejahendes Textstück, das deutlich zeigt, wie schön das Leben sein kann, wenn man sich nur auf die richtigen Dinge besinnt, doch das Ende wirft einen sehr schweren Schatten darauf und zeigt deutlich, dass es auch Menschen gibt, die eine ganz andere Sicht auf das leben haben. Die bekehrung erfolgt schnell und hart, genau angemessen für einen Wortumfang von 100. Auch der Titel des Drabbles sticht noch einmal tiefer in die Wunde, denn "Erkenntnis" emfpinde ich als positivesn Begriff, der in diesem zusammenhang einen schalen nachgeschmack hat. Ich bin auf jeden Fall von diesem Drabble recht beeindruckt, auch wenn ich nicht genau weiß, ob es mir von der Aussage her gefallen will, da es alle Gründe, die jemanden zu einer solchen Tat anregen, völiig außer acht lässt und sie als entweder nicht existent oder unwichtig darstellt, was durchaus nicht immer der Fall sein muss.


    Lute - Oha, ich musste natürlich direkt an Wissenschaften denken, als ich das las, da scheint jemand genau zu wissen, was für Konsequenzen eigene handlungen haben, und dennoch ist sie sich nicht sicher, denn man kann niemals sicher sein. Auch schert sie sich mit Nichten um die zerstörung, die sie anrichtet, leider gibt es aber bedingt durch die Kürze des Drabbles (was dem Verfasser nur indirekt vvorgeworfen werden kann) wenig Raum für eine eingehendere charakterisierung der Magierin, aber der ausdruck "selbst ernanntes Wunderkind" spricht schon Bände. Da hantiert jemand mit etwas, das letztendlich sehr schwer zu kontrollieren ist, und niemand weiß, ob die Magierin da nicht mal auf die Nase fällt. Karikiert meienr Meinung nach ziemlich gut die Sache, wie wir sie mit der Wissenschaft häufig erleben, sei es denn genmanipulation, Atomkraft oder generell vieles andere. Wenngleich ich in kleinerem maßstab nicht zustimmen würde, da ich für gewöhnlich Fan von Wissenschaften bin, kann ich nur die Aussage unterstreichen,d ass man gewiss nicht übermütig werden sollte, was leider allzu oft der Fall ist, wenn man neue Dinge ausprobieren möchte. Interessant auch die Aussage zu den Zöpfen - sie sind "gebändigt", ein Wort, das auch irgendwie treffend die Thematik beschreibt, nur bleib die Frage offen, ob die Magierin ihre Magie auch wirklich gebändigt hat oder nicht.


    Verlassen - ooooooh. Das ist schön. Ganz schön. Ganz schön traurig. Die Sätze sind sehr kurz und unterstreichen die Theatralik, die aber, wie ich finde, gar nicht kitschig wirkt, sondern eher niederschmetternd. Der Titel gibt dem ganzen natürlich noch eine größere Amplitude und die verwendeten Wörter haben irgendwie alle eine sehnsüchtige, traurige Konnotation bei sich, in diesem Zusammenhang - so Schnee, marmorne Säule, Kirchturmuhr, mondbeschienen, Hoffnung, Winternacht. Diese begriffe meine ich und sind wirklich passend und untermauern die Athmosphäre sehr schön. Das Drabble versetzt einem schon einen Stich in den Magen, irgendwie.


    Feuerwasser - lol also das ist eine schöne geschichte der Freundschaft. Ich muss zugeben, dass sich das Gedicht nicht sehr flüssig liest, da auf Metrik oder son Kram scheinbar nicht der geringste Wert gelegt wurde, aber die erzählte Story ist witzig und erheiternd. Schiggy und Glumanda - Feuerwasser, was? Passt ziemlich, den Titel finde ich schön, die Geschichte finde ich nicht die originellste aber das muss ya auch gar nicht sein, denn es stimmt alles, sodass es mich zum lachen brachte, und ich hoffe, das war auch die Intention des Verfassers. =D


    Eisfedern - ya dieses Drabble hat wirklich atemberaubende Bilder in meinen Kopf gebracht, eine schöne Geisteskraft haben die benutzen Wörter, und ich mag vor allem die Farben des Drabbles, Eisfedern und Kristalle stellt man sich blau vor, dann die orangefarbene Sonne, das istn Komplementärkontrast der seine Wirkung nicht verfehlt. Das "Als ich mich gen Osten wandte" finde ich sprachlich dagegen etwas überzogen, zunächst mal ist das die einzige Stelle, an der von einem "Ich gesprochen wird" und alleine deshalb fällt das schon auf, aber auch die Wortwahl finde ich im Vergleich zum rest etwas unpassend. Nichtsdestotrotz ein tolles Drabble, vor allem auch schön, dass der Inhalt so gut passt zu einem Drabble, das ya praktisch genau so schnell vorbei ist wie die Eiskristalle, die darin beschrieben werden. Alles in Allem ein wirklich schönes Bild, das da in meinem Kopf gezeichnet wurde.


    Zeitvermischung - Endet mit einem bösen Cliffhanger, ich hätte gerne gewusst wies ausgeht. Musste es zudem mehrmals lesen, ich wünschte der/die AutorIn hätte die Story einmal korrekturgelesen. Allerdings muss ich dem Drabble zugute halten, dass es wohl kaum ein anderes Drabble in diesem Wettbewerb gibt, das mehr Handlung enthält, als dieses. Das führt zwangsläufig zu einigen kleineren Plotholes. Woher weiß der Vater, dass nur Brix die Welt retten kann? Was hat es mit dem ominösen Dialga auf sich? Warum genau muss er in genau diesem Jahr in der Zeit zurückreisen, wo doch die Legende alt ist und man es dann schon rechtzeitig hätte verhindern können? Was hat die Zeitvermischung denn eigentlich verursacht? Insgesamt viele Fragen die einen großen Raum zur Interpretation offenlassen, vor allem mit diesem eher traurigen Ende. Wo ist Brix denn geblieben? Ich fürchte, das werde ich niemals erfahren.


    6.6.12 - Zunächst fällt mir auf, dass der Titel kein Wort ist, aber gut, daran wirds jetzt auch nicht scheitern. Für etwas so wichtiges wie eine echte Heimat zu finden ist es eigentlich schade, nur 100 Wörter aufzubringen, aber eine schön bunte Beschreibung der Staaten ist es dennoch. Ich fühle mich ya gleich an den Anfang eines Entwicklungsromans oder -Films versetzt, wo jemand mit großen Erwartungen irgendwo hingeht und dann schwer enttäuscht wird. Die Frage ist natürlich, ob das hier auch passiert, einen grund das anzunehmen gibt es zumindest nicht. An sich finde ich es aber auch etwas oberflächlich, ein ganzes Land gleich nach dem Ersteindruck zu beurteilen, diese Erkenntnis wäre mir nach ein paar Monaten Aufenthalt in dem Land, nach einem besonderen Ereignis glaubhafter gewesen. Trotzdem, wie gesagt, tolle Beschreibungen und eine wirklich gelungene Beschreibung der aufbrecherischen und glücklichen Stimmung der Person, die ins Tagebuch schreibt.


    Feuer - Der Tod einer Kreatur wird hier wirklich eingehend beschrieben, eine Harpyie, die kriegen in der Mythologie, wie ich den Eindruck habe, ya auch nicht gerade ein goldenes Blatt beschrieben, schön, dass sich das Drabble mal auch mit deren Leid auseinandersetzt. Die Königin ist gestorben, ich würde meinen, das ist ein durchaus schwerer Schlag. Mir würde sich die Frage stellen, wie sie kreischen kann, wenn sie gelähmt ist. Wer der Erzähler ist, weiß ich auch nicht, scheinbar eine Perspektive, die sowohl in die Figur hineinsehen als auch sie von außen betrachten kann. Zumindest ist der erste Teil des Drabbles definitiv aus der Sicht der Königin, der zweite Teil aber eher von einem auktorialen Erzähler?
    Naya, ist eh nicht sonderlich wichtig, wichtig ist die angespannte und durchaus gelungene Beschreibung der letzten Atemzüge, die dieses Wesen getan hat, wenngleich es das Eintauchen ins Drabble vermutlich erleichtert hätte, wenn man bei einer Perspektive geblieben wäre.


    Licht - lol, das gefällt mir total, der Leser wird mit einer vollen Breisteite Sinnlosigkeit geohrfeigt. Ich finde es zwar ziemlich schwer, nachzuvollziehen, wer gerade spricht und wer alles anwesend ist, aber trotzdem, nach mehrmaligem Lesen ist das auch klar. Es stellt sich natürlich die Frage, wie sie überhaupt auf dieses Thema kommen, wenn sie Fußball gucken, oder zumindest einer von ihnen. Dieser Herbert kommt mir fast vor wie ein Lehrer, so besserwisserisch und überheblich, wie er daherredet, ich kann die Reaktion der anderen verstehen, wenn ich auch immer etwas genervt bin von Leuten, die sich für nichts außer irgendwelchem nutzlosen Kram begeistern können, insofern ist mir Herbert auch irgendwie sympathisch. In jedem Falle besticht dieses Drabble durchaus durch seine erheiternde Wirkung und wird mir helfen gestärkt und erwacht die restlichen Drabbles zu bewerten =B


    Moment - Wow - sie ist verliebt! Die Atmosphäre ist awesome, scheint ein recht kalter Tag zu sein, und der Schal weckt da natürlich kuschlige Assoziationen beim Leser (zumindest bei mir, haha). Die kurzen Sätze untermauern gekonnt die Flüchtigkeit des Moments und ihr Excitement (sry das deutsche Wort fällt mir jetzt nicht ein). Die Ich-Perspektive vereinfacht es total, direkt einzutauchen und das ganze von innen heraus zu erleben, mitzufühlen und sich mit ihr zu freuen (ich schätze ganz einfach mal, dass es ein Mädel ist). Auch wenn man eigentlich meinen sollte, das es jetzt keine große Sache war - aber er hat ya aus dem Augenwinkel heraus zurückgeschaut! Also vielleicht doch?! Ab und zu ein Ausrufezeichen hätten dem Textfluss aber meiner bescheidenen Meinung nach nicht geschadet ^^


    Wunder - Vom Inhalt her wirklich schön, merkwürdig, aber trotzdem schön. Ich hätte mir durchaus ein paar mehr Satzzeichen gewünscht, das hätte in diesem Fall den Lesefluss durchaus erleichtert. Ansonsten mag ich es, wie dieser Übergang geschmiedet wird, sie geht einfach spazieren, kommt dann auf die Schönheit der Hunde zu sprechen, denkt an das Buch und findet es. Das ergibt zwar kaum Sinn, aber es ist ya auch ein Wunder, daher nachvollziehbar und meiner Meinung nach nicht überzogen. Die Frage ist dann natürlich - wer hat es hingelegt? Und warum tut er/sie das anonym? Hat Sora etwa einen heimlichen Verehrer? Und falls ya, wie kommt es dann, dass diese Person weiß, dass sie auf das Buch steht? Fragen über fragen, die Lust auf ein Mehr machen, das leider nicht kommen wird, doch so bleibt es, was es ist: Mysteriös und ein Wunder. Ein wirklich niedliches Drabble!


    Zeit - Eine durchaus harte Wahrheit, die hier ausgesprichen wird, aus der Sicht eines Menschen, der scheinbar schon viel erlebt hat. Weise wird der Leser auf die erwähnten Umstände aus der Sicht eines Wissenden hingewiesen, mit eine steten Zielstrebigkeit und einem fast fatalistischen Unterton. So wird erwähnt, dass die Hauptfigur Fehler gemacht hat, doch sie gibt keine Ratschläge, wie es besser gemacht werden könnte, stattdessen wird eine reihe von Fakten aneinandergereiht, die den Leser mit einer tristen Einsamkeit zurücklassen, eine Ohnmacht verursachen und fast leierhaft hinuntergebetet werden. Das finde ich nicht unbesingt schlecht, es untermauert immerhin die Aussage und passt zum schöden, gleichmäßigen Vergehenscharakter der Zeit.


    Zeitlos - Ein ominöser Geist kam auf und verteilte eine ominöse Gabe. Auch das Ende ist ominös, das es mehrdeutig ist. Sind die beiden schon zusammen? Falls ya, warum nimmt sich die Hauptperson dann 100 Sekunden zum küssen einer Person, die sie auch so küssen könnte? Falls nicht will es mir nicht gefallen, dass die Person sich einfach etwtas nimmt, das ihr möglicherweise gar nicht zusteht. Hat sie das Recht dazu, nur weil sie die Zeit anhalten kann? Das ist eine wichtige Frage, denn niemand kann das kontrollieren, in dem Falle ist diese Person nur ihrem Gewissen rechenschaftspflichtig, und das Gewissen scheint damit keine Probleme zu haben. Also ich bin sicher, dass ich diese Zeit anders benutzt hätte, aber hey, es zeigt zumindest dass die Prioritäten der Hauptperson bei seiner oder ihrer Freundin liegen, und das ist etwas sehr schönes. Die Hauptperson ist jemand, der weiß, was wichtig ist! Und das finde ich gut. Schönes Drabble =)


    Sonnenblumensinnkernfragen - WTF. Ich habe das bestimmt ein dutzend Mal gelesen und trotzdem nicht das geringste verstanden. Ich ich überlege seit geraumer Zeit, was ich zu diesem Drabble schreiben soll, aber es fällt mir wirklich schwer. Es scheint fast so, als hätte der Autor alles erdenklich mögliche unternommen, um eine Sinnfindung zu verhindern.


    Arashi - Wenn mich nicht alles täuscht ist Arashi das japanische Wort für Sturm. Und da scheint jemandem der Sturm nicht besonders sympathisch zu sein, Strum wird hier personifiziert mit dem Namen Arashi, er bringt Tod und Zerstörung in die Welt und das wird untermauert durch einen kraftvollen Einsatz mächtiger Wörter wie Tod, Schrecken, Donner usw, die wirklich alle sehr zu einer gelungenen Atmosphäre beitragen. Das finde ich insgesamt wirklich sehr schön, eine bedrohliche Stimmung wird hier mit einer Durchdringlichkeit umgesetzt, die starke Bilder auslöst und ein eintauchen sehr leicht machen. Schade finde ich, dass es keine einheitlich Tonstellen in dem Gedicht gibt, natürlich ist das Sache des Autors, aber ich finde, man kann Gedichte flüssiger lesen, wenn es ein Versmaß gibt.


    Zerbrochen - Oh, da kauert jemand vor dem Scherbenhaufen seines Lebens, ein trauriges Drabble in dem nicht der geringste Versuch unternommen wird, irgendwie noch Hoffnung zu wecken. Das ist wirklich deprimierend und ich empfinde es als sehr niederschnmetternd, sowohl für mich als Leser als auch für den Erzähler. Und verdammt dazu, weiterzuleben, weil der Tod der Person keine Gnade gewährt, wirklich sehr pessimistisch, was ich durchaus schade finde. Die Träume sind alle ausgeträumt und es scheint keinen Weg zu geben, sie wieder aufleben zu lassen, und so bleibt mir nichts, also zu hoffen, dass sich das für das Ich irgendwann ändern mag.


    Abschied - Leider erfährt man hier nur sehr wenig über das, was eigentlich los ist, ist aber wiedrum auch schön, da gezeigt wird, wie wichtig und schön ein Sonnenuntergang für ein Wesen doch sein kann. Spontan stellt sich mir die Frage, warum es um ein Pokémon geht, hätte auch ein Mensch sein können, ohne dass es eine inhaltliche Veränderung gegeben hätte, immerhin wird über das Pokémon nichts weiter gesagt, als dass es sterben wird. Dieses Drabble versteht es, Bilder zu malen und die Vorstellungskraft anzuregen, und vielleicht bietet es ya auch einen Anreiz, mal darüber nachzudenken, ob man bestimmten Dingen, die es so gibt, nicht lieber eine höhere Bedeutung zumessen sollte, als man es durch die Alltäglichkeit geblendet tut.


    Schicksal #2 - Ich verstehe dieses Gedicht so, dass das Schicksal zu jemandem spricht, der nicht bereit ist, sein Schicksal anzunehmen, jemandem also, der seinen eigenen Weg gehen möchte und deswegen versucht, davonzulaufen. Das Schicksal ist hier etwas überheblich dargestellt, als ob es alls wäre und der fliehende nichts. Ist eine sehr erdrückende Einstellung, die da aufgezeigt wird, doch das Gedicht weckt in mir trotzdem irgendwie behagliche Gefühle, keine Ahnung, warum. Zumindest scheint da jemand zu sein, der aufpasst? Und was ich noch erwähnen wollte, die dritte Strophe gefällt mir wirklich total, diese Wörter passen super zueinander und ich könnte mir diese Strophe immer wieder durchlesen! ^^


    Ente - Lol also so richtig durchgeblickt habe ich nicht, aber hier wird schön mit Worten gespielt und ich finde das Drabble schafft es, eine witzige Geschichte zu erzählen, ohne dass es gewungen wirkt. Einige Absätze hätte ich allerdings schon noch eingefügt, wenn das auch nur eine Kleinigkeit ist. An der Stelle ihrer Mutter wäre ich aber zumindest bei der ersten Fahrt dabeigewesen, außer natürlich die Tochter fuhr ohne Erlaubnis fort, dann ist sie irgendwie selber schuld. Warum die Ente in Flammen aufgegangen ist, ist mir ein Rätsel, doch der Spott des Bruders am Ende (es ist doch Spott, oder?) ist ziemlich witzig! ^^


    Tequila - ya, ein Drabble das sich mit dem Thema Alkoholismus auseinandersetzt und dabei die Wirkung nicht verfehlt. Wenn ich auch bezweifle, dass es irgendjemanden vom Trinken abhalten kann, was wohl auch kaumd as Ziel ist, so hilft es irgendwie, nachzuvollziehen, wie es dazu kommt, obwohl man nicht umhin kommt festzustellen, dass auch eine kleine Spur Spott enthalten ist. Der Umschwung ist wirklich gelungen - halbvoll - halbleer.
    Ich bezweifle jedoch, dass er wirklich vergessen wird.


    [tab=Punkteverteilung]
    Zunächst mal fiel es mir wirklich schwer, die Punkte zu verteilen, da ich am liebsten so vielen Drabbles hätte Punkte geben wollen. Letztendlich flossen in die Punktzahlen genereller Ersteindruck und Impakt rein, Stil, zuletzt auch etwas RS und Leseleichtigkeit (viele Stockstellen oder eher weniger? etc) hinein.
    Ich hoffe ich stoße weder jemandem durch meine Punktevergabe noch durch meine Kommentare vor den Kopf =/



    Hier meine Entscheidung:



    1 Punkt geht an die Drabbles

    • Aufbruch
    • Schicksal #2
    • Lute
    • Licht
    • Erkenntnis
    • Eisfedern
    • Tequila

    ----------> Noch 9 Punkte




    2 Punkte gehen an die Drabbles

    • Schlaflos #1
    • Schein
    • Erbsünde

    ----------> Noch 3 Punkte




    3 Punkte gehen an das Drabble

    • Moment

    ----------> Noch 0 Punkte



    [/tabmenu]

  • Platz 1: Eisfedern von Faolin; 16 Punkte
    Platz 2: Schicksal #2 von Snake und Erkenntnis von Paya; 12 Punkte


    Platz 4: Aufbruch von Silvers-Lugia; 11 Punkte
    Platz 5: Feuer von SuicuneFreak; 10 Punkte
    Platz 6: Zerbrochen von lIghtZ und Sonnenblumensinnkernfragen von Aprikose; 9 Punkte
    Platz 8: Schlaflos #1 von Rumo; 8 Punkte
    Platz 9: Moment von Ayame und Arashi von Chess; 7 Punkte


    Platz 11: Erbsünde von Cassandra, Tequila von Rexy und Zeit von Calypso; 6 Punkte
    Platz 14: Lute von Cyndaquil, Verlassen von Jeevas, Feuerwasser von Charinfern, Gedankenreisen von Chi; 5 Punkte
    Platz 18: Ente von Rio und Worte von Misana; 4 Punkte
    Platz 20: Schein von Akatsuki, Zeitlos von étoile filante und Schicksal #1 von wave; 3 Punkte
    Platz 23: Schlaflos #2 von thomas1995 und Licht von Zwockel; 2 Punkte
    Platz 25: Zeitvermischung von nuggnugg, 6.6.12 von Amaroq, Wunder von Sora-San und Abschied von Nessie; 0 Punkte



    Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner und Danke für die wirklich vielen tollen Abgaben!
    Und natürlich auch ein großes Danke an die Voter unter uns :>