Erwachsen sein vs das innere Kind – Wohin führt dieser Streit!

  • Ich glaube, "Rtl" und "Sinn" kann man einfach gar nicht in einem Satz verwenden, weil... Das widerspricht sich einfach zu stark :assi:


    Aber ansonsten hast du Recht, Stimme kann schon viel bewirken, wenn man weiß, wie man sie richtig einsetzt. Man muss übrigens gar nicht mal wirklich brüllen, um laut werden zu können ;)


    Und an dich, @Lenovo-Schesan , habe ich schon die ganze Zeit eine Frage. Wieso schreibst du hier die ganze Zeit über wie für ein... Keine Ahnung, eine Hausarbeit oder so? Hat das für dich was mit dem Erwachsensein zu tun oder...?

  • Zitat von Lenovo-Schesan

    Dem stimme ich zu. Frage mich generell, wo der Sinn beim Fernsehsender RTL ist, wenn sich Personen in einem Konflikt anschreien (Detektive/Polizisten im Einsatz etc). Als ob man glaubwürdiger wirkt bei extrem zorniger und erhobener Stimme. Der Sinn müsste eine bessere Einschalt-Quote sein.Lieber betone ich extra deutlich Wörter bei enormer Wut, oder ich spreche mit irgendwelchen dem Gegenüber vermutlichen unbekannten Worten. Hat mehr Stil als uncool zu brüllen.

    Nicht alles muss einen Zweck verfolgen.
    Das liegt daran, dass Menschen keine Roboter sind und Gefühle haben. '-'
    Mal davon abgesehen, dass die Drehbücher und Schauspieler in diesen Sendern extrem schlecht sind, ist es im Grunde schon realistisch, dass man in sich in vielen dieser Situationen anschreit oder eben laut wird.


    Du sitzt auf einem sehr hohem Ross srsly, wenn du denkst du würdest "unbekannte Worte" für dein Gegenüber benutzen. Es wird nämlich erst richtig schlimm, wenn man Fremdwörter falsch verwendet... vor allem, wenn du damit deinen Chef und Arbeitskollegen meinst.

  • Und an dich, @Lenovo-Schesan , habe ich schon die ganze Zeit eine Frage. Wieso schreibst du hier die ganze Zeit über wie für ein... Keine Ahnung, eine Hausarbeit oder so? Hat das für dich was mit dem Erwachsensein zu tun oder...?


    Ich arbeite als Redakteur und da schreibe ich ganz automatisch so. Bin nicht bereit, das hier abzulegen; ist meine generelle Art so und würde ich mich etwa nur für dieses Forum hier umstellen, würde dies zusätzliche Mühe bereiten. Mit Erwachsensein habe ich meinen Schreibstil noch nie assoziiert, eher mit meiner eigenen Person.


    Unbekannte Wörter benutze ich, wenn ich gegen eine Wand rede: Ich bringe Argumente, mehrere, das Gegenüber wiederholt einen Satz, der ein schwaches Argument darstellt. Die andere Person ist arrogant und täuscht Kenntnisse vor, die nicht existieren. Da diese doch eigentlich existent sein müssten, darf ich unterstellen, die "unbekannten" Wörter müssten gekannt werden. Es mündet darin, dass sich die Konfliktperson kaum traut zu fragen. Im Allgemeinen benutze ich eben NICHT Fremdwörter bewusst/gezielt "gegen" andere. Insofern sitze ich nicht auf einem hohen Ross. Und nein, hier geht es nicht um den Chef.

  • Habt ihr ein inneres Kind?
    Seid ihr erwachsen?
    Müsst ihr euer inneres Kind verstecken?
    Kann man beides kombinieren?
    Was sind eure Erfahrungen?


    Ja, ich habe definitiv ein inneres Kind. Ich lebe meine Hobbys aus, Anime, Manga, Zocken bis der Arzt kommt, Youtube schauen den liebe langen Tag... alles mögliche. Mal raus gehen und spazieren? Näh. Mal einfach nach der Arbeit auf die Couch setzen und die Nachmittagssendungen genießen, dann irgendwann Abendessen machen und schlafen gehen? Näh.

    Familie aufbauen und Kinder zeugen? Großes NÄH.

    - Und ja, ich schreibe das absichtlich jetzt so kindisch mit dem 'näh' xD

    Ich will einfach nur mein Leben leben. Weiter Anime und Manga ausleben, bei Szenen heulen weil ein Animecharakter gestorben ist, zwei Monate für diesen trauern und auch bei Gaming mit den Szenen mitfiebern und die Emotionen spüren, wo andere vielleicht nur mit den Achseln zucken. Okay, gut, das liegt auch daran dass ich ein sehr emotionales Menschlein bin. Aber wenn ich es jetzt mit meinen Eltern vergleiche oder meinem Bruder, die würden mich als verrückt erklären.


    Ich bin erwachsen. Auch das.

    Neben dem inneren Kind, was ich privat durchaus ständig auslebe, habe ich dennoch auch eine erwachsene Seite. Ich kümmere mich um die Wohnung, mache Essen, Wasche wäsche und gehe natürlich auch arbeiten. Dabei bin ich auch pflichtbewusst und mache das was ich machen muss und auch mehr, wenn etwas Großes ansteht.

    Wichtigere Themen werden mit dem Partner besprochen, Dinge abgeklärt, wo man das innere Kind dann auch mal zur Seite schiebt.


    Mein inneres Kind verstecke ich vor Niemanden mit dem ich privat zu tun habe. Alle meine Freunde und meine Familie wissen wie ich drauf bin und was ich gerne machen und würden es mir niemals schlecht reden. Sie mögen mich wie ich bin.

    Auf Arbeit allerdings verstecke ich es und wirke ernst und seriös. Aber auf Arbeit gehört auch ein gewisser Grad an Reife.


    Ich denke ich habe gut geschrieben bisher, dass man Beides sehr wohl kombinieren kann, wenn man weiß wie.

  • Habt ihr ein inneres Kind?

    Ja



    Seid ihr erwachsen?

    Ja



    Müsst ihr euer inneres Kind verstecken?

    Aus Angst hab ich sogar als Teenager mein inneres Kind nicht raus gelassen. Im laufe der Zeit wo ich erwachsen wurde, von der Schule weg war, hab ich nach und nach mein inneres Kind raus gelassen. Damit gehts mir besser als es zu verstecken.



    Kann man beides kombinieren?

    Klar und sollte man.



    Was sind eure Erfahrungen?

    Das Leben ist viel zu ernst. Als Erwachsener ist man zu wenig Kind. Man muss funktionieren, mit vielen Dingen zurecht kommen, keine Schwächen zeigen. Mit dem Alltags Stress geht man auf dauer kaputt. (das ist die heutige Zeit, traurig aber wahr)
    Grad in den letzten Monaten habe ich mein inneres Kind raus gelassen und das hat mir so gut getan. Einfach mal am Tisch sitzen, mit anderen Leuten rumalbern, Karten- Brettspiele spielen, herumtanzen, das alles Befreit einem vom Alltag. Es ist wichtig auch mal Kind zu sein, es ist Gesund.

  • Weiter Anime und Manga ausleben, bei Szenen heulen weil ein Animecharakter gestorben ist, zwei Monate für diesen trauern und auch bei Gaming mit den Szenen mitfiebern und die Emotionen spüren, wo andere vielleicht nur mit den Achseln zucken. Okay, gut, das liegt auch daran dass ich ein sehr emotionales Menschlein bin.

    Aber ist das überhaupt kindisch? Wenn du bei Game of Thrones oder einem Roman oder einem Realdramafilm heulst, sagt dir ja kaum einer, dass das kindisch wäre.

    Das sind Medien, die in die "Kinderecke" gedrängt werden, aber gerade deswegen soll man sie selbst nicht anders behandeln als Realsachen und Romane.

  • Das Konzept vom inneren Kind finde ich in vielen Ansätzen doch eigentlich relativ sinnvoll, auch wenn ich finde, dass manche Menschen es sich vielleicht zu einfach vorstellen. Im Sinne von "verspielt, unbesorgt, laut, aufgedreht" und ähnliches.

    Ich finde, dass jeder Erwachsene noch einen großen Teil seines Kindes und seiner Kindheit in sich trägt, nicht umsonst spielen die Art und Weise, wie wir als Kind behandelt und geliebt worden sind, beispielsweise eine große Rolle bei der Partnerwahl und der Gestaltung der Beziehung. Und dabei meine ich jetzt nicht, dass Leute, die von ihren Eltern geliebt worden sind, auch gut darin sind Beziehungen zu führen, haha. Es geht viel eher darum, mit welchen Mitteln wir Liebe am besten vermitteln oder vermittelt bekommen. Und auch wie gut darin wir sind zu kommunizieren. Mir ist über die letzten Monate immens aufgefallen, dass es anscheinend bei vielen Menschen, die ich in meinem persönlichen Umfeld habe, so ist, dass das innere Kind manchmal enttäuscht oder verletzt wurde, wir uns, weil wir Erwachsene sind, aber nicht trauen, diese kindlichen Gefühle zu artikulieren.

    Ich halte mich sicherlich weder für einen äußert reifen Menschen, noch für jemanden der durch und durch kindlich ist, aber ich bin sicherlich nicht die einzige, die schon ab und zu ein bisschen innerlich schmollt, wenn man vom Liebsten nicht gefragt wird, wie der Tag war oder wenn man etwas herbeisehnt, und dann verhältnismäßig enttäuscht ist. Oder wenn man einer einfach nicht in der Lage ist, die Fernbedienung zu teilen, lol. Im Moment, wo wir uns so fühlen, verstehen wir nicht, warum es uns so geht, und uns macht das wütend, beschämt uns oder ähnliches.

    Ich sage nicht, dass man sich wie ein unerzogener, komplett kindischer Mensch verhalten sollte mit der Ausrede "sorry, mein inneres Kind hat gerade einen Moment", aber ich finde, dass es schon wichtig ist, diese Gefühle zu verstehen, zu hinterfragen und zu akzeptieren. In meiner Kindheit hatten meine Eltern oft viel Streit, und manchmal haben die beiden dann auch stundenlang das Haus verlassen. Ich habe tief in mir Ängste, die genau das widerspiegeln. Jetzt, wo ich mehr oder weniger erwachsen bin, bin ich an den meisten Tagen in der Lage, diesem Mädchen die Hand auf die Schulter zu legen und zu sagen "hey, Mäuschen, wir sind nicht mehr sechs Jahre alt, wir wohnen auch nicht mehr bei Mama und Papa, und wir sind auch nicht auf ihre Liebe angewiesen, um uns gut zu fühlen", aber ab und zu kommt dieses unerklärliche Gefühl wieder, diese Angst, dass gleich wieder jemand das Haus auf ungewisse Zeit verlässt. Ich äußere das generell nicht, was das ganze aber häufig noch schwieriger macht. Inzwischen kann ich in meinen Beziehungen darüber reden, auch Freundschaften, und bin darum ganz froh.


    Viele von uns sind sich gar nicht bewusst, wie sehr die Kindheit und das, was wir in jüngsten Jahren erlebt haben, uns verändert und für das Leben prägt. Es ist wichtig damit im Einklang zu leben und sich selbst zu verstehen, nicht nur als "ich der Gegenwart", sondern die Summe aller Ichs, auch des Menschen, der wir in der Vergangenheit waren.